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Türkei – das Land, in dem Menschenrechtsaktivisten illegal sind

onlineredaktion – Während führende europäische Politiker noch versuchen, die Menschenrechte zu entsorgen und ihre Ablehnung des EU-Beitritts der Türkei heucheln, hatte die Türkei seit Januar 2007 die Konten der Menschenrechtsorganisation Amnesty International „eingefroren“, wie jetzt bekannt wurde.

Die Bankverbindungen von Amnesty International sind auf deren WebSeite angeben, wie Telefon- und Faxnummern, Postanschrift und E-Mailadresse. Dies wird staatlicher Seite als Grund genannt. Es sei eine „illegale Finanzierungsmethode“. Auch die Werbung von neuen Mitgliedern sei illegal.

Levent Korkut, Chef von Amnesty International in der Türkei, sagte: „Die Türkei ist das einzige Land, in dem die Methoden von Amnesty International als illegal angesehen werden“. Demnach sind Menschenrechtsaktivisten in der Türkei, das Land mit wachsenden Spannungen, besonders gefährdet. Sogar deutsche Politiker, die es kürzlich wagten die Türkei wegen eines inhaftierten jungen Deutschen zu kritisieren, drohen in der Türkei nun Strafen. Eine türkische Tageszeitung behauptete, die Kritik der Deutschen sei eine Beleidigung. Prompt begannen sich die türkischen Kerkermühlen neu drehen und erließen Haftbefehle für die deutschen Politiker. Auch der Name des deutschen Außenministers soll auf der Liste stehen.

spionage

Droht eine neue Entführungswelle durch die CIA ?

World Content News – Während US-Präsident Bush offenbar neue Gesetzes-Direktiven vorbereitet, um Folterformen wie z B. das „Waterboarding“ doch noch im neuen „Military Commissions Act“ als legale Methode unterbringen zu können und im Gegenzug dafür eventuell den Demokraten entgegenkommen wird, die die Schließung des Folterzentrums Guantanamo verlangen, warnen derweil Beobachter vor einer möglichen Neuauflage des sog. Extraordinary Rendition Programmes.

Anfang Juni sah es zunächst so aus, als würden sich diese Befürchtungen bewahrheiten: Am 2.6.2007 um 16:36 Uhr landete auf dem britischen Militärstützpunkt RAF Mildenhall eine Casa 212 des US-Geheimdienstes CIA. Laut Augenzeugen fuhr ein gepanzertes Fahrzeug der US-Armee vor, das Flugzeug wurde von Militärpolizisten gesichert, die mit F-16 Sturmgewehren bewaffnet waren.

In den vergangenen Jahren waren in Großbritannien wiederholt ähnliche Beobachtungen gemacht worden, oft im Zusammenhang mit Flugzeugen, die verdächtigt werden, heimlich Gefangene der US-Regierung zu transportieren. Zudem ist die besagte Maschine mit der Registrierungsnummer N964BW im Dauereinsatz für CIA und Blackwater und wird im Ausland für Spezialoperationen verwendet. Sie zählt zu den langjährigen Stammgästen auf dem Landestreifen des geheimen Ausbildungslagers Camp Peary. Die ca. 14 Flugzeuge umfassende ehemalige Blackwater-Flotte mit der Endung „BW“ wird sowohl von Amnesty International als auch im Bericht des Europarates im Zusammenhang mit möglichen Entführungsflügen erwähnt, wenn es auch derzeit keine konkretisierten Verdachtsfälle zu geben scheint.

Am 9. Juni veröffentlichte dann die Sonntagsausgabe der „Daily Mail“ die gesammelten Zeugenaussagen auf ihrer Website zusammen mit einem Beweis-Foto, das die Landung des CIA-Flugzeugs belegen sollte. Die Schlagzeile des Artikels lautete: „The picture that proves ‘torture flights’ are STILL landing in the UK“. Knapp 2 Tage später wurde die Story aus bisher unerfindlichen Gründen wieder vom Server entfernt. Was war passiert?

Trotz des Fotos behauptete die britische Polizei zunächst, es hätte keine derartige Landung gegeben. Tags zuvor erst waren die Ergebnisse einer 18-monatigen Untersuchung veröffentlicht worden, die besagten, es seien keine britischen Flughäfen von der CIA genutzt worden, um Verdächtige in Länder zu bringen, in denen ihnen Folter gedroht hätte.

Leider kam die „Daily Mail“ mit einer nicht ganz korrekten bzw. unvollständigen Grafik in Erklärungsnot, die sie dem Artikel beifügte, welche die Flugroute der N964BW nachzeichnet:

Zunächst beginnt der Flug nicht in Camp Peary, sondern scheinbar auf dem ca. 50km entfernten Flughafen Chesapeake in Virginia. Scheinbar deshalb, weil die aufgezeichneten FAA-Daten nicht vollständig sind:

31-May-2007 Goose Bay – Narsarsuaq 08:14 GMT
30-May-2007 Bangor Intl – Goose Bay 22:01 GMT

30-May-2007 Chesapeake Rgnl – Bangor Intl 16:37 GMT
25-May-2007 Mid Delta Rgnl – Raleigh-Durham Intl 03:35 GMT
Quelle: http://flightaware.com/live/flight/N964BW/history

Wo sich das Flugzeug zwischen Raleigh-Durham und Chesapeake rumgetrieben hat, ist nicht feststellbar. Dies könnte sich so erklären lassen, dass die Piloten bei heiklen Missionen schon mal den elektronischen Transponder ausschalten, um die Aufzeichnung zu verhindern, vielleicht gibt es aber auch andere Gründe für die Lücke.

Blackwater USA reagierte schnell und „beglückwünschte“ in einer Pressemitteilung die Daily Mail dazu, ihre „falsche Story“ zurückgezogen zu haben und beteuerte, sich niemals an den Gefangenenflügen beteiligt zu haben. Die Firma gibt an, die Maschine sei nicht in Camp Peary, sondern vom Blackwater-Stützpunkt Moyock in North Carolina gestartet. Auch sie bezieht sich nur auf die etwas unglücklich geratene Grafik, im Artikel selbst wird der Ausgangsflughafen nicht bezeichnet, dort steht nur, dass die N964BW im Sommer letzten Jahres nachweislich zweimal Camp Peary besuchte.

Zudem wurden Stimmen laut, die besagten, die Geschichte sei völlig erfunden, denn eine Casa könne unmöglich eine solche räumliche Distanz zwischen den gezeigten Streckenabschnitten bewältigen ohne zwischendurch aufzutanken. Der Einwand ist zunächst völlig richtig.

Vergleicht man aber nun die Zeichnung mit den obigen FAA-Flugdaten, fällt auf, dass die Landung in Bangor fehlt. Und damit nicht genug: Bei Nachforschungen im Internet lässt sich anhand von Notierungen von Planespottern feststellen, dass das Flugzeug auf seiner Reise auch in Reykjavik, Island (Icao-Code: BIRK) und in Prestwick, Schottland (Icao: EGPK) zwischengelandet ist.

Damit ist den Kritikern und Leugnern der Wind nun gänzlich aus den Segeln genommen, hier noch einmal die vollständige Flugroute der N964BW:

Chesapeake – Bangor – Goose Bay – Narsarsuaq – Reykjavik – Prestwick – Mildenhall

Dem Daily Mail-Bericht zufolge soll die Maschine am Morgen des 3.Juni Mildenhall wieder verlassen haben und nach Malta weitergeflogen sein, dort wird ein Stützpunkt von Blackwater vermutet. Machen wir uns also auf die Spurensuche: Zuerst wurde sie am 3. Juni in Barcelona fotografiert, und voila, am 4.Juni notiert ein Spotter die Ankunft der N964BW auf Malta.

War es nun ein Flug mit Gefangenen an Bord oder nicht? Darüber kann derzeit nur spekuliert werden. Es gibt Anzeichen, die eher gegen diese Annahme sprechen: Soweit die Aufzeichnungen der Flugdaten nicht trügen, ist es wohl der erste Flug dieser Casa nach Europa. Sie war bisher nur in den USA und zuweilen in Südamerika aktiv. Andere Flugzeuge der Blackwater-Flotte nutzen Europa nur als Zwischenstation und tauchen oft monatelang in Afghanistan ab, wo sie sich an Spezialoperationen beteiligen.

Gewöhnliche Verschleppungen und Pendelflüge mit Gefangenen auf europäischem Boden scheinen bisher nicht zum Geschäft von Blackwater zu zählen, das Konglomerat aus Privatfirma (die neben zivilen Söldnern auch den CIA-Nachwuchs ausbildet) und Geheimdienst fliegt sozusagen eine Liga höher. Was sie allerdings in den Krisengebieten treiben, entzieht sich der meistens der Beobachtbarkeit.

Was immer es auch gewesen sein mag, die N964BW muss wohl mit einer höllisch brisanten Fracht unterwegs gewesen sein, im allgemeinen verzichten nämlich Geheimdienste darauf, mit ungewöhnlichen Sicherungsmaßnahmen zusätzlich auf sich aufmerksam zu machen.

Der Vorfall zeigt, dass durch eine sensibel gewordene Öffentlichkeit es der CIA zunehmend schwerer gemacht wird, zumindest im Flugbetrieb unerkannt ihren klandestinen Geschäften nachzugehen. Es lässt jedoch noch zu wünschen übrig, dass unerschrockene Journalisten und Medienverantworliche das Thema gebührend aufgreifen, um dem regierungsamtlichen Verschweigen und Vertuschen von offensichtlichen Menschenrechtsverletzungen der Geheimdienste ein Ende zu setzen.

Quellen:
The picture that proves ‘torture flights’ are STILL landing in the UK
(Kopie Daily Mail-Artikel, aftermathnews.wordpress.com, 10.06.2007)
Fortgesetzte Folterflüge? (freace.de, 17.06.2007)
Camp-Peary-Landungen 2002-2006 (WCN, 11.09.2006)
Blackwater-Diskussionsforum (intelpage.info, in Spanisch, 2007)
The CIA’s favorite form of torture (salon.com, 07.06.2007)

Dieser Artikel erschien erstmalig bei World Content News

vermischtes

Pirates of the Caribbean – at world’s end end

Sonja Wenger – Es ist auf Dauer nicht lustig, über einen Film vor allem Vergleiche mit anderen sogenannten Blockbustern, Zuschauerzahlen und Fortsetzungen zu lesen. Deshalb sei dem dritten Teil der immer gigantischer gewordenen Piratensaga um CaptainJack Sparrow und seine Mitstreiter und Gegenspielerinneneine kleine kritische Hommage gewidmet.

Denn endlich erfahren wir alle, wie es weiter- undvor allem wie es ausgeht mit dem Grüppchen, dass uns trotz einer zwölfmonatigen Abstinenz allgegenwärtig und vertraut geblieben ist.

Der Anschluss geschieht im wahrsten Sinne des Wortes nahtlos. Keiner der Charaktere oder Geschichtsstränge wird in irgendeiner Form noch einmal eingeführt. Wozu auch? Ohne Teil eins «The Curse of the Black Pearl» und besonders Teil zwei «Dead Man’s Chest» zu kennen, versteht man weder den Film noch den Witz der Handlung von «At World’s End». Und war Teil zwei durch seine veränderte Machart noch leicht gewöhnungsbedürftig, zudem mit Seeschlachten, Kannibalen und Meeresmonstern überfrachtet, so ist es nicht verwunderlich, dass das Finale nochmals einen Zahn zulegt.

Seit sich der grausame Lord Cutler Becket von der East India Company der Dienste von Davy Jones und seinem Geisterschiff The Flying Dutchman sicher ist, hat er sich die Vernichtung aller Piraten auf die Fahne geschrieben. Um das zu verhindern, müssten aber alle neun Piratenlords der Welt zusammenspannen. Doch leider ist einer von ihnen, Captain Sparrow, in der Welt zwischen Leben und Tod gefangen, in seiner persönlichen, surrealen Vorhölle.

Um ihn dort herauszuholen tun sich Freund und Feind zusammen, reisen ans Ende der Welt und wieder zurück. Während sich Elisabeth Swann mit Sparrow und Barbossa der Armada von Becket entgegenstellt, hat ihr Verlobter Will Turner vor allem die Befreiung seines Vaters aus der Sklaverei auf Jones Schiff im Sinn – und auch die Vodoo-Hexe Tia Dalma hat noch mehr zu bieten ausser verdrehte Sprüche.

Doch trotz fulminanter Schlacht und einemmutigen Schluss ohne zuckersüssem Happyend ist man trotz befriedigter Vorfreude, trotz der Vielzahl skurriler Einfälle, Computergenerierten Kämpfen und endlosen verräterischen Wendungen nach fast drei Stunden froh, dass es vorbei ist. Denn mit dem gleichen Regisseur Gore Verbinski, mit Jonny Depp als Captain Sparrow, Orlando Bloom als Will Turner, Keira Knightley als Elisabeth Swann, einer Vielzahl wunderbarer Schauspieler und Schauspielerinnen wie Bill Nighy, Geoffrey Rush, Naomie Harris, Chow Yun-Fat und der ganzen Darstellercrew aus den Teilen eins und zwei ist zwar die schauspielerische Qualität und der Wiedererkennungswert hoch, aber der Überraschungsfaktor weg. Nicht mal Keith Richards als Sparrow’s Dad ist wirklich neu, denn dass er beim Drehen von einer Palme gefallen ist, war schon vergangenes Jahr in den Medien.

So dient «At World’s End» vor allem der Befriedigung von Neugier und eines falsch verstandenen Bedürfnisses nach grösser, besser, schneller – und in diesem Falle auch noch länger. Das man sich Teil eins von «Pirates of the Caribbean» mit seinen feinen Fechtszenen, seinem unschlagbaren Sprachwitz und seinen authentischen Bildern immer wieder ansehen mag, ist eine grosse Leistung. Hat man aber die Fortsetzungen gesehen, hat man’s gesehen. Trotzdem heisst es auch hier noch einmal: Sitzen bleiben und zehn Minuten Abspann über sich ergehen lassen. Es lohnt sich.

Dieser Artikel erschien erstmalig im Berner ensuite Kulturmagazin

Krieg

Kir Royal in Berlin – Party-Time fürs Mordgesindel

Marcel-Franz Paulé – Das politische Leben in Berlin ist eine einzige große Sause, und Krieg ein blühendes Geschäft. Dies beweist wieder einmal mehr das zum Militär- und Söldner-Verkuppler missratene Düsseldorfer „Handelsblatt“. Es veranstaltet am 3. und 4. Juli seine vierte Konferenz für Mord- und Raffgierige von Militär und aus Politik, damit die sich neue Kriege ausdenken und auch ihre Kontakte mit der Rüstungsindustrie vertiefen und Geschäfte abschließen können.

Noch vor dem G8-Gipfeltreffen in Heiligendamm erwartete Bundesinnenminister Schäuble Anschläge auf Politiker und deutsche Einrichtungen – was auch immer letzteres sein mag. Nun soll es kürzlich am 6. Juni Deutschlands mutmaßlichem Verfassungsbrecher Jung knapp erwischt haben: In Afghanistans Hauptstadt Kabul, wo Franz-Josef Jung sich herumtrieb. Man könnte glauben, er wollte den Soldaten der Bundeswehr nur einen Besuch abstatten. Aber nein! Vermutlich aber war er nur dort, damit der deutsche Geheimdienst später behaupten konnte, Jung sei knapp einem Attentat entgangen. Und diese Propaganda wird nun, da in Berlin die Konferenz „Sicherheitspolitik und Verteidigungsindustrie“ stattfinden soll, wie blöd von den Massenmedien übernommen und verbreitet.

Was von dem Journalismus der deutschen Massenmedien zu halten ist, besonders vom „Handelsblatt“, darauf wies kürzlich der digitale ARD-Fernsehkanal „extra1“ hin und zeigte eine Handvoll brav anmoderierter Reportagen, Kollegenschelte pur. Sie zeigten, wie die etablierte Pressemeute die Regierungsgrößen umlagern, um sich mit edlen Speisen und reichlich alkoholischen Getränken abfüllen zu lassen. Was dabei dann heraus kommt, ist keineswegs die Wahrheit, so „extra1“, sondern die Regierungspropaganda. Nur Journalisten, die bei einem großen Verlagshaus angestellt sind, dürfen da mitsaufen und ihre regierungstreuen Artikel werden verbreitet. Freie Journalisten aber werden in die Nähe von Terrorismus geschoben. Ihnen wird mit Repressalien gedroht – von Chefredakteuren und auch vom Bundespresseamt.

Den Eintrittspreis zu der vierten Handelsblatt-Kuppelei wird sich kein normaler Steuerzahler leisten können und wollen: 1.899,- Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Und weil dieser Preis teilnehmende Politiker und Militärs in Verlegenheit bringen könnte – immerhin werden sie aus Steuergeldern bezahlt – räumten Ihnen die Veranstalter einen Sonderpreis von 399 Euro (plus Mehrwertsteuer) ein. Ins Dorint Sofitel Schweizerhof luden Bernd Ziesemer, Chefredakteur des Handelsblattes, und Theo Sommer, Herausgeber von „DIE ZEIT“ angeblich alle ein, die im europäischen Rüstungs- und Militärbereich was gelten und (noch) zu sagen haben; darunter Verteidigungsminister Jung und auch Bundesinnenminister Schäuble, der dort seine aller neuesten Ideen, wie man Deutschland und Europa noch faschistoider gestaltet und den Bürgern die Freiheit nimmt, auftischen darf.

Sommer hatte schon während der letztjährigen Konferenz auf korrupte Verbindungen hingewiesen, auf „die Brücke zwischen sicherheitspolitischen, militärstrategischen und industriellen Entwicklungen und Erwartungen“, die die Konferenz schlage. Und bei dieser „Schlagenden Verbindung“ fehlte auch BDI-Präsident Jürgen Thumann nicht, der unterstrich, dass Regierung und Rüstungsindustrie ein Paar sei, das aufeinander angewiesen sei.

Thumann faselte, der Staat sei bei „der Bewältigung seiner Sicherheitsaufgaben“ „auf eine leistungsfähige heimische wehrtechnische Industrie angewiesen“: „Die deutsche Sicherheits- und Rüstungsindustrie fühlt sich der Sicherheitsvorsorge verpflichtet und unterstützt die Bundesregierung, EU und NATO.“

Insgesamt 300 Vertreter jener werden zur Konferenz erwartet, die von Kritikern und Gegnern als „kriminelle Vereinigung“ verstanden wird; darunter auch der berüchtigte Söldner-Chef Tim Spicer („Aegis Defence Services“) aus Großbritannien. Und Jungs Bundeswehr wird gewiß wieder die „private“ Sause mit teuren Fennek-Panzern umstellen, um „Kir Royal“ vor lästigen Demonstranten zu schützen.

terz.org – Krieg als lohnendes Geschäft – Das Handelsblatt richtet Kriegskonferenz aus
Dr- Alexander von Paleske – Söldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe

Geheimer Waffendeal mit MEK Terroristen?
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kriminalitaet

Hypo-Alpe-Adria – A Bank-Scandal in Austria

Dr. Alexander von Paleske – 22 June 2007 — A Scandal is presently rocking Austria, involving Austria’s fifth largest Bank, the Hypo-Alpe-Adria, which was recently bought by the German bank “Bayerische Landesbank”, owned by the German state of Bavaria. The majority shareholder was up to then the Austrian county of Carinthia/Kaernten, whose governor is Joerg Haider, ultra right winger and well known for his praise of Adolf Hitler’s labour market policies and his derogatory remarks about foreigners as well as asylum seekers.

When in 2000 his Party, the FPOe or so called Liberal Party of Austria formed a coalition government with the OeVP, Israel recalled it’s ambassador from Vienna and the European Union reduced it’s contacts to Austria to a minimum. So what are the scandals, rocking this bank now?

Let’s start in the US in the year 1993.
A man by the name Robert Mc Farlane, security adviser to former US President Ronald Reagan at the time of the Iran-Contra scandal and now adviser to the mercenary company AEGIS, headed by Tim Spicer, on a Pentagon contract in Iraq, was with others founding a bank by the name of Czech Industries. The company was in 1996 merged with a company Eastbrokers International, in which a certain Wolfgang Koessner from Vienna became a shareholder,

Koessner brought with him a Bank in Austria by the name of WMP AG, which was now merged with Eastbrokers to be named Global Capital Partners. However disagreement led Koessner to disengage from Global Capital Partners and after the Global Capital Partners issued more shares, Koessner lost control of the WMP Bank and became a minor shareholder. Noteworthy is the fact, that Czech industries was majority owned by Stratton Oakmont, a broker house, headed by the „Wolf of Wallstreet“, made famous by actor Leonardo di Caprio, that was closed by the Securities and exchange commission because of fraud.

Minority shareholder at the WMP-Bank, that was now re-named “General Commerce Bank”, was the Hypo-Alpe-Adria Bank.

Koessner did a lot of work to establish the relationship with this bank, before he lost control at the WMP. As a result, Hypo-Alpe-Adria Bank sold shares and bonds of Global Capital partners to it’s customers, worthless shares as it would turn out and many of the customers now suing the bank.

A crack crew arrives
Koessner, no longer in control, had to witness, that a crack crew appeared in 2000 at the WMP Bank for a “turnaround”, however not for better, but for worse. The crack crew comprised:

1. Regis Possino, former US lawyer:

– Arrested after he tried to sell in 1978 Cocaine to undercover agents.

– Tried also to land a deal over the monthly sale of Cocaine at a street value of 680.000 US Dollars

– Tried to sell stolen bonds to the public.

– Arrested during his trail because he tried to influence one member of the jury.

– Disbarred as a lawyer in 1984 because of his criminal record.

– In 1996 again sentenced for stock fraud.

2. Amador Pastrana, Filipino king of the “boiler rooms”. He allegedly commandeered at least t 100 boiler rooms. Offices, where fraudulent telemarketing of worthless shares is organised from.

3. Sherman Mazur, US citizen, convicted in 1993 in Arkansas for severe cheque fraud and sentenced to five years imprisonment. Allegedly authorised, while in prison, Amador Pastrana to continue with his fraudulent activities.

4.Raoul Berthaumieu,Canadian of Belgian origin, alias Raoul Berthamieu, alias Lee Sanders, convicted for cheque fraud in the US in 1991, met in prison Sherman Mazur, who allegedly taught him there a thing or two.

5. Adnan Khashoggi, international arms dealer and fraudster, involved in the Iran-Contra Scandal.

6. Rakesh Saxena, Indian, international megafraudster, , allegedly committed fraud at the Bangkok Bank of Commerce in the 90s together with the then CEO Krirkiat Jalichandra to the tune of 2,2, billion US Dollars and thus triggering the Asian Banking Crisis in 1997. Fled with allegedly 88 million US Dollars “pocket money” to Canada and continuing his fraudulent activities there from self paid house arrest. Extradition procedures (Thailand wants him) are lasting now already 11 years.

This crack crew, Saxena under house arrest via the phone, allegedly turned the WMP/General Commerce Bank in 2000 into a boiler room. The fraud allegedly amounted to 1 billion US Dollars. 1 billion in 1 year.

Dr. Kulterer, CEO of Hypo Adria until 2006, trusted Berthaumieu, the convicted fraudster, according to information he received from the police(The local police station?) an honest man ! The Hypo Alpe Adria Bank gave Berthaumieu several loans and tasked him to sort out “problems” at the General Commerce Bank. In late 2000 Berthamieu introduced Adnan Khashoggi to Dr. Kulterer and his team. A couple of months later, reacting to pressure from the FBI and SEC the General Commerce Bank was closed by the Austrian authorities. One would expect, that the day for departure or better sacking of Dr. Kulterer had arrived by now, however the clocks in Haider’s Kaernten/Carinthia are ticking in a different way.

A friend, a good friend
Kaernten/Carinthia was, as already mentioned, the biggest shareholder of Hypo-Alpe-Adria bank. And the Governor (Landeshauptmann) of Kaernten/Carinthia is Joerg Haider. Haider praised Dr. Kulterer as “Visionary” and “Austrias’s best bank manager ” Kulterer in return gave a loan to Haider’s then party, the FPOe, for expected election expenses until the year of 2013. Obviously the voters in Kaernten are “ownership” of his party and serving as a collateral. And Kulterer accompanied Haider on his trip to Libya in 2000 , and met with Gaddafi, when Libya and Gaddafi were still part of the “axis of evil”.

Ed Fagan comes on stage
In 2003, however, Ed Fagan, US Star-lawyer entered the stage and took Kulterer and his Bank to court. He accused them of Insider trading, fraud and falsifying balance sheets. Kulterer in return lodged a complaint with the state prosecutor in Austria, accusing Ed Fagan of blackmailing.

14 days in 2004
In 2004 Dr. Kulterer could prove, what a visionary he was. His bank started trading in Swaps and within 14 days lost 328 million Euro. His bank managers then allegedly tried to hide the loss in the balance sheet by stretching it over several years, a criminal act which came under the spotlight now in a parliamentary subcommittee of the Austrian parliament. And he allegedly informed the supervisory board only six months later.

And when the bank ran short of the legally required capital, the bank allegedly issued shares and sold them to customers, giving them at the same time loans in order to buy them , the loan supplied from a subsidiary of the bank in Liechtenstein, re-routing then the money via Virgin Islands back to Austria. A carousel as a money spinner.

Dr. Kulterer had to vacate his position as CEO however was immediately installed as head of the supervisory board, the visionary became the controller. Haider wanted to park him there for a while, and then put him back as CEO. And Kulterer was, in view of his performance at the Hypo-Alpe offered and he accepted the job of the head of the Flick Foundation and the manager of the Flick money.

As a remainder: Friedrich Flick was a convicted war criminal in the Nuremberg trials and became later on a billionaire and one of the richest, if not the richest man in post war Germany.
His son, Friedrich Karl Flick, regarded the inheritance tax, which his heirs once would have to pay as too high in Germany and emigrated lock stock barrel before his death to Austria.

A former Croatian General
In April this year, the former Croatian General Vladimir Zagorek was arrested in Vienna on request of the Croatian government. He is accused of embezzlement of state money and money laundering. He was a prominent customer of the Hypo Alpe-Alpe Adria Bank, which is now also under investigation for alleged money laundering. And last week the weekly DIE ZEIT reported yet another scandal involving the bank, this time in Istria/Croatia, where large tracks of pristine state land were bought at low prices and then sold with a 200 fold price increase, after the land was subdivided into plots in collusion with the local authorities, many of them now behind bars.

A Bank on sale
The Hypo-Alpe Adria Bank was supposed to be floated on the stock market this year, however this became impossible in view of the scandals. So Dr. Kulterer was actively looking for a buyer and found the Bavarian“Landesbank” (county bank) 100% owned by the state of Bavaria/Germany as being very interested.

So Haider flew on 16.th of May 2007 to Munich to seal the deal. He was not only met by the CEO of Bayerische Landesbank, Werner Schmidt, but also by the Bavarian Finance minister Kurt Faltlhauser and Home Affairs Minister and future Prime minister of Bavaria, Guenther Beckstein. They did, what the European Union refused to do, to negotiate with and thus uplifting the reputation of Haider. And they were not only meeting him, but also exploring ways to strengthen the ties between Bavaria and Kaernten.

Insider Trading?
The sale of the Bank went ahead not without another suspected scandal: Insider Trading. An investment Company headed by Tilo Berlin, the Berlin AG, , where the Flicks had also invested their money, bought in January, when the negotiations started with Bayerische Landesbank, 4% of the shares, and another 10%, when the negotiations were coming to a close. These shares were now sold to Bayerische Landesbank with 50% gain, 148 million Euro profit, and cash to carry in less than 6 months. If this is not Insider trading, what is it? However there are more scandals connected with this bank.

A Jewish family and a plot in Belgrade
On 22.April 2005 the Hypo Alpe announced, that they had acquired for 20 million Euro from the state prime land in Belgrade’s city centre. What the Hypo Alpe regional representative did not tell was, that this plot has a history. It was called “Three Tobacco Leaves” and was owned for generations by the Jewish family Galich. Two of the family member were killed in 1944 by the SS when they tried to defend the building against German troops, on the retreat, who wanted to blow up the building, which they eventually did. Immediately after the Germans had left, the Galich family rebuilt the Three Tobacco Leaves Building, however were later expropriated by the Tito government of Jugoslavia.

The Galich family emigrated to the US.
The building was eventually torn down by the Milosevic Government of Serbia. Potential buyers were advised by the Galich family, that they intend to reclaim the plot from the state, and thus no buyers came forward until eventually the Hypo-Alpe-Adria Bank entered the stage.

Totally disregarding the interests of the Galich family and the history of the plot and it’s former buildings on it,, they grabbed the plot. However protests against this ridiculous grabbing mounted and in May 2005 several hundred people, some of them Holocaust survivors, demonstrated in front of the Hypo-Alpe dependance in Belgrade. The local newspapers, reporting about the scandal, asked, whether the Hypo Alpe had learned nothing from the scandal around the Croatian ski-athlete Ivica Kostelic in 2003.

A Ski athlete named Kostelic
Kostelic was sponsored by the Hypo-Alpe Adria Bank, better named Scandalpe or Skandalpe. He became not only famous for his skiing performance, but also for his remarks about Nazi-Germany similar to Joerg Haider, Governor of the Austrian county of Kaernten which owned half of the shares of the Hypo Alpe bank. Haider, similar to Kostelic also became famous for his praise of Nazi Germany’s labour policy, recommending it as a good example to Austria’s government. A few statements of Kostelic in 2003:

The Nazi-System was a healthy system for an ambitious person

Before a start to one slalom, he felt well prepared like a German soldier on the 22nd June 1941 (the day, Hitler attacked the Soviet Union)

The Nazi Regime equals to 2000 years of Roman history, compressed into 12 years

The Communists were worse than the Nazis, because under Nazi rule one could pursue a career.

He was excited when watching in a movie the attack of the Nazi airforce on Britain, the so called Battle of Britain.

As a remainder: England was at that time alone in it’s fight against Adolf Hitler’s army. In a heroic performance the British pilots pushed back Hitler’s air force. Their performance was acknowledged in Churchill’s historic speech in the commons “never before in history owed so many so much to so few”. One would have expected, that the Hypo-Alpe-Adria bank would have immediately cancelled the sponsorship. That did not happen, they were satisfied with a lukewarm apology from Kostelic.

What happened to the alleged WMP criminals?
Regis Possino is still in business. Last year he was with his company “Geneva Equities” on a “roadshow” in Asia and collected 28 million US Dollars money from investors. Geneva equities was also involved in a fake company by the name of “L-Air” supposedly to be an airline, however it’s planes never made it to the runway, only the money of the investors flew away-forever.

Sherman Mazur is busy in the US. He created a company with his children by the name of “Accu-Poll-Holdings”, and selling the shares via boiler-rooms, the usual story.

Adnan Khashoggi is allegedly in the United Arab Emirates and enjoying his retirement. Last year Deutsche Bank, Germany’s biggest bank, paid 350 million US Dollars in compensation for share fraud, in which both, Deutsche Bank and Khashoggi were involved, the Genesis Intermedia scandal.

Rakesh Saxena was last year put into prison, pending extradition to Thailand. In December he was freed as the extradition request from Thailand expired after 10 years. Good to be a rich economic refugee in Canada! He is now again in self paid house arrest and most likely doing, what he always did.

Raoul Berthaumieu did not get a good reputation either. If you put the name of his company, Pacific Federal SA into a search engine, plenty of warnings, not to do business with this company, are appearing.

linkHypo-Alpe-Adria-Bank (Scandalpe): Update of the Scandal
linkKilling the Journalist or: Sreten Jocic alias Joca Amsterdam – The bloody journey of a Mafia boss across Europe

Adnan Khashoggi, Rakesh Saxena and the Spiderweb
Jörg Haiders Hypo-Alpe (Skandalpe) auf dem Balkan
Neues von der Hypo-Alpe- Adria Bank (Skandalpe): Gewinne verheuschreckt, Verluste gekärntent, das Volk verhaidert
Der Fall Hypo-Alpe-Adria- Bank (Skandalpe) – Ein österreichisch-deutsches Schmierenstück.
Tilo Berlin und das schnelle Geld mit der Hypo-Skandalpe Bank
Hypo-Alpe wird zum Beckstein-Skandal
Jörg Haider: Rechtsaussen, Saubermann und Lügner – Hypo-Alpe letzter Teil
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Haider, Kulterer und die Hypo-Alpe-Adria Bank (2)
Prostituierte, Parties, Pferderennen, Penny Stocks, Deutsche Bank in Toronto und Khashoggi
Söldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe
Haider und Khashoggi und das Spinnennetz internationaler Abzocke

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G8-Foto-Tagebuch – 8. Juni 2007

Bastian Graupner – Am Mittag wurden alle Blockaden von den Demonstranten – nicht von der Polizei – aufgelöst und verlassen.


Über Bad Doberan fuhren sie mit der S-Bahn zum Rostocker Hauptbahnhof, wo um 12 Uhr die Abschlussdemonstration zum Gipfelprotest 2007 stattfinden sollte.


Auch hier wurden wieder Taschen kontrolliert. Einem Demonstranten soll sogar sein mitgebrachtes Apfelmus von den Beamten weggenommen worden sein – die Polizei rechnete also immer noch mit Ausschreitungen.


Während sich der Versammlungsplatz hinter dem Bahnhof langsam füllte, schmorten die Polizeihunde bei unerträglicher Hitze und knallender Sonne in ihren kleinen Boxen – zweifellos Tierquälerei.


Um kurz vor eins zogen die 2.500 Demonstranten dann los.


Wie schon bei der Großdemonstration am 2.Juni ging es über die vierspurige Straße „Am Vögenteich“ – diesmal jedoch ohne Ausschreitungen.


Die auf allem vorbereitete Polizei führte den Demonstrationszug auf einer verkürzten Route zum Rostocker Stadthafen, an dem die Abschlusskundgebung stattfand.


Die Veranstalter sprachen von 5.000 Menschen, die sich bei der Abschlusskundgebung versammelten.


Diese endete um 15 Uhr, allerdings zog nun eine Spontandemonstration vom Stadthafen zur Gefangenen-Sammelstelle (kurz GeSa) in Rostock, um Solidarität mit den Gefangen zu zeigen, was bei der Polizei einige Verwirrung hervorrief.

Stehen die G8 wirklich für Frieden?
Die Proteste zum G8-Gipfel 2007 waren, bis auf wenige Ausnahmen, friedlich. Die Medienberichterstattung verzerrte das Bild des Gipfelprotestes.


Dass es die Demonstranten drei Tage lang geschafft haben, das Tagungshotel von allen Zufahrtsstraßen abzuschneiden, ist ein unglaublicher Erfolg für die globalisierungskritische Szene in Deutschland.

Auf der anderen Seite war der G8-Gipfel in Heiligendamm eine unvorstellbare Niederlage für die Polizei, die sich mit ihrer Arbeitsgruppe „Kavala“ schon Jahre vor dem Gipfel auf den Einsatz vorbereitet hat und die Demonstranten dennoch nicht zurückhalten konnte.

Einige Gipfelgegner munkelten von einem „Bummelstreik“ bei der Polizei, da die Unterkünfte der Polizisten unerträglich gewesen sein sollen. Die Polizeigewerkschaft bezeichnete die Verpflegung und die oft 16 Stunden dauernden Arbeitstage für die Einsatzkräfte als schlicht „inakzeptabel“. Nach unbestätigten Meldungen sollen einige Polizisten den G8-Gegnern sogar ihre Solidarität bekundet und den Gipfelgegnern „viel Erfolg bei den Blockaden“ gewünscht haben.

Leider verkannten einige Demonstranten, dass sich der Proteste gegen die Politik der G8 richtete und nicht gegen die Polizei. Oftmals schienen nicht die G8 das Feindbild der Demonstranten zu sein, sondern die Polizei – dies ist bei Demonstrationen natürlich kein Einzelfall.


Der Gipfel konnte mit erheblichen Einschränkungen durch die erfolgreichen Blockaden zwar stattfinden, doch war der G8-Gipfel 2007 eher eine PR-Show als ein politischer Gipfel der Staats- und Regierungschefs der acht größten und wichtigsten Industrienationen der Welt.


Ob ein Politiker auf der anderen Seite des Zauns durch die Massenproteste seine Meinung geändert hat, lässt sich nicht sagen – es ist aber auch sehr unwahrscheinlich.

Aus dieser Blickrichtung waren die Demonstrationen und Blockaden also kein Erfolg. Doch wurde den Menschen durch die G8-Gegner wenigstens gezeigt, dass die Politik der G8 eben nicht unumstritten, sondern alles andere als perfekt ist.

surveillance

New FBI Center: 6 Billion Records

Sabrina Pacifici Subcommittee Asks GAO to Investigate New FBI Center Designed to Amass Re-cords on Citizens Press release: „The leaders of the House Committee on Science and Technology’s Subcommittee on Investigations and Oversight have asked the Government Accountability Office (GAO) [copy of the letter] to investigate the proposed creation of a new federal facility aimed at identifying terrorists.

The Subcommittee is concerned that, without the proper safeguards in place, billions of personal records that will be stored there may be vulnerable to theft or abuse. The FBI is currently seeking $12 million to develop a new, mammoth, data-mining center that will collect billions of records on individuals suspected of terrorist connections over the next few years. The new National Security Branch Analysis Center (NSAC) proposed in the Department of Justice’s FY2008 budget justification document, will include 90,000 square feet of office space and a total of 59 staff, including 23 contractors and five FBI agents.

„Documents predict the NASC will include six billion records by FY2012. This amounts to 20 separate ‚records‘ for each man, woman and child in the United States,“ wrote the Subcommittee leaders.“

medien

Die Saure-Gurken-Zeit

Lukas Vogelsang – «Studie: Zehn Millionen Deutsche trinken zu viel Alkohol» (82,4 Millionen Einwohner / Anm. Redaktion) – Eine Studie jagt die andere. Mal stimmen die Studien und sagen rot, dann stimmt das Gegenteil und es ist belegt und bewiesen, dass es grün ist – doch schon nach einem Jahr kriegt irgendwer was Neues raus und es wird alles violett.

Super. Das fördert und hebt den ohnehin hohen Bildungsgrad in der Bevölkerung. Wir dürfen gar nicht erwähnen, dass diese Studien von unserer angeblichen Elitegesellschaft, den Universitätsgenossen, erstellt werden. Doch viel bedepperter stellen sich die Medien darin an: Die drucken was das Zeug hält – ist schliesslich wissenschaftlich und belegt. Zudem sind solche Studien kurz und falsch genug, um nicht richtig verstanden zu werden. Aber ein paar Millionen LeserInnen schnappen sie jeweils auf und die Studien-Sponsoren reiben sich genüsslich die Hände. Aha, es geht um Geld. Wohl deswegen sind da auch unsere Medien…

«Studie: Hoher Lärmpegel in den Schulen – Konzentration leidet» – Mit diesen dümmlichen – und notabene wissenschaftlichen – Abhandlungen gedenken vorwiegend jüngere Chefredaktorinnen und Chefredaktoren (man liest eigentlich immer nur von Männern…), die Aufl agen und das Interesse beim Publikum zu steigern. Ältere Semester in dieser Branche verhalten sich eher zurückhaltend mit solcher Art von «Shortnews». Denn die jungen Beratungsfirmen, welche heute den Medienunternehmungen zur Seite stehen, kommen aus den heutigen Universitäten. Dort hatten sie gelernt, wie man eine Studie erstellt – egal was zu beweisen war, man kann alles beweisen. Mit Handwerk und Erfahrunghat das schon lange nichts mehr zu tun. Und genau das verkaufen sie den Medien. Und diese verkaufen es der Leserschaft. Und diese verkauft es ihren Kindern. Und diese werden es weiterverkaufen.Ich wette, man könnte dies wissenschaftlich in einer Studie belegen.

«Studie: 90 Prozent der US-Babies sitzen vor der Glotze» – Es gibt zwei Kategorien von Journalistinnen und Journalisten: Die einen üben diesen Beruf aus, weil sie Geld verdienen, die anderen, weil sie die Welt erklären wollen. Die eine Kategorie stirbt langsam aus oder wird mundtot gekauft. Die meisten Journalistinnen oder Journalisten welche ich kenne, arbeiten fürs Geld und sind glücklich, dass sie einen Monatslohn haben. Erst danach kommt die Frage über den Inhalt – wenn diese Frage überhaupt noch kommt. Viele drucken den Blödsinn ab, den der Chef oder die Chefi n sehen will – wenn’s hoch kommt, lästert man noch auf einem Blog, natürlich anonym. Und weil alles nach dem gleichen Muster abläuft, entscheidet die journalistische Instanz bei einer Meldung nicht mehr nach Sinn und Wahrheit, sondern nach Leseprozent und Unterhaltungswert. Der Journalist und die Journalistin haben sich zu Leser-EntertainerInnen entwickelt.

Vor einigen Jahren erklärte mir ein Freund, dass der Berufsbegriff Journalist abgeschafft und durch «Faxnachrichtenumschreiber» ersetzt werden sollte. Wie Recht er hatte. Und weil Studien auch belegt haben wollen, dass der Mensch nur noch Häppchennachrichten will (neuste Meldungen aus den Medien: Nachrichten werden gar nicht mehr gebracht, das ist noch kürzer!), werden Häppchenzeitungen erstellt. Jetzt gibt’s also diverse Gratis-Morgenzeitungen à la «20-Minuten», dann wird’s Gratis-Mittagszeitungen geben à la «20-Minuten» und etwas später lesen wir den ganzen Gratismüll vom Häppchentag in den Abendzeitungen à la «20-Minuten».

Falsch, diese Zeitungen werden ja nicht für die Leserschaft produziert, sondern haben nur den einen Zweck: Aushungern der Konkurrenz. Denn je mehr Gratis- Häppchenzeitungen es gibt, umso schwieriger wird der Inseratemarkt aufgeteilt. Dass der eine oder andere Verlag aufgeben muss ist das Ziel, nicht mehr die Leserschaft. Und da die Marktstudien irgendwelche unwahren Wahrheiten erzählen (Studie: Schweizer informieren sich über TV-Programm bei Teletext), macht die Presseagentur lässig mit und platziert nach wissenschaftlichen Studien und nicht mehr nach gesundem Menschenverstand. «Studie: Online-Werbung: Stammt Ein Zehntel der Klicks von Betrügern?» Nein, der Betrug ist viel grösser.

Dieser Artikel erschien im Berner Kulurmagazin ensuite

spionage

Flugdatenanalyse: N982RK

World Content News – Die Gulfstream, die Khaled el Masri von seinem Gefängnis in Kabul in Richtung nach Hause beförderte und in den Jahren 2002-2004 mindestens sieben mal auf Guantanamo gelandet ist, lässt einige Fragen offen, wohin die Reise sonst noch ging.

Gewiss, sie stand nicht in der ersten Reihe der CIA-Folterflieger – aus einigen Europa-Flugrouten, die zum Teil noch lückenhaft sind, ergeben sich jedoch Anzeichen, dass die Maschine wohl noch des öfteren Gefangene der CIA transportiert haben könnte. World.Content.News dokumentiert die bisher bekannten Flugdaten und stellt sie am Ende des Artikels zum Download bereit.


Schön gemütlich in der N982rk

Nur wenige Tage nach der sogenannten „home rendition“ von el Masri, der am 28.05.04 von Kabul zum albanischen Militärflughafen Bezat-Kucova transportiert wurde, hatte sich das Flugzeug erneut auf den Weg nach Europa gemacht. Am 07.06.04 flog die N982RK von Washington nach London-Luton, um am nächsten Tag nach Larnaca in Zypern aufzubrechen. Von da an verliert sich ihre Spur, sie taucht erst vier Tage später wieder in Washington auf.

Am 17.07. dann schließlich der mysteriöse Trip von Guantanamo nach Nürnberg und weiter nach Duschanbe in Tadschikistan. Hier ist die Flugroute zwar komplett, aber wer da transportiert wurde, liegt noch immer im Dunkeln.

Auszug aus den Flugdaten:

17.07.04    N982RK   12:34   Guantanamo   –    Santa Maria, Azoren

17.07.04    N982RK   15:18   Santa Maria, Azoren   –    Nürnberg
17.07.04    N982RK   19:58   Nürnberg   –    Dushanbe
18.07.04    N982RK   04:04   Dushanbe   –    Nürnberg

19.07.04    N982RK   10:06   Nürnberg   –    Keflavik, Island

Quelle: Gomez-Report (S.11, pdf-Datei, 67 Seiten, 3611 KB, 31.08.06)

Vergleiche zeigen: Von den bisher bekannten Entführungsflugzeugen ist nur eines jemals in Tadschikistan gewesen: die N379P, auch bekannt unter dem Namen „Guantanamo Bay Express“, und zwar wenige Wochen nach den Ereignissen des 11. September:

Auszug aus den Flugdaten:

28.10.01    N379P    Washington, USA – Prestwick, UK
29.10.01    N379P    Prestwick, UK – Karshi, Usbekistan
29.10.01    N379P    Dushanbe, Tadschikistan – Frankfurt, Deutschland

04.11.01    N379P    Frankfurt, Deutschland – Tashkent, Usbekistan

05.11.01    N379P    Tashkent, Usbekistan – Frankfurt, Deutschland
05.11.01    N379P    Frankfurt, Deutschland – Prestwick, UK
05.11.01    N379P    Prestwick, UK – Washington, USA

07.11.01    N379P    Washington, USA – Prestwick, UK
08.11.01    N379P    Prestwick, UK – Kairo, Ägypten

09.11.01    N379P    Kairo, Ägypten – Frankfurt, Deutschland
10.11.01    N379P    Frankfurt, Deutschland – Prestwick, UK
10.11.01    N379P    Prestwick, UK – Washington, USA

14.11.01    N379P    Washington, USA – Prestwick, UK
14.11.01    N379P    Prestwick, UK – Tashkent, Usbekistan

15.11.01    N379P    Dushanbe, Tadschikistan – Prestwick, UK
17.11.01    N379P    Prestwick, UK – Washington, USA

Quelle: http://www.ghostplane.net/flightlog

Sollten sich diese Flüge mit dem der N982RK in mittelbaren Zusammenhang bringen lassen, könnte man spekulieren, die N379P hätte damals Personen entführt (was eine weitere Verwicklung Deutschlands bedeuten würde) und die N982RK hätte sie nach der Gefangenschaft wieder aus Guantanamo zurückgebracht. Hier besteht also noch Aufklärungsbedarf.

Mit dem Besitzerwechsel der N982RK Anfang 2005 hören dann die Guantanamoflüge auf, es gibt weitere Europareisen, deren Lücken noch nicht vollständig gefüllt sind. Hervorzuheben sei noch ein Flug Ende Januar 2007 von Teterboro, NJ über London nach Wien, zurück ging es laut einer Planespotter-Notiz über das tschechische Ostrau. Soweit bekannt, zeichnete auch nach dem Eigentümerwechsel die Firma Richmor Aviation als Betreiber dieses Flugzeugs verantwortlich. Bis heute (Stand: Mai 2007) bietet sie die 12-sitzige Gulfstream für 4.550 Dollar pro Stunde zum Chartern an.

Und was den immer noch nicht eindeutig identifizierten „Sam“ betrifft, der Masri an Bord der N982RK nach Hause begleitete und – wenn es denn ein Deutscher war – spätestens in Sarajevo oder Prag von Bord gegangen sein dürfte: Hier noch ein Auszug aus dem Bericht des Sonderermittlers Dick Marty, der im Zuge seiner Recherchen noch auf einen besonders süffisanten Zufall gestoßen ist:

288. Nor has any progress been made in identifying “Sam”, the German-speaking agent who, it is claimed, accompanied Mr El-Masri home from Afghanistan. It was revealed recently that then Interior Minister Schily was personally present in Kabul at the time when “Sam” announced to Mr El-Masri that he would soon be repatriated. But the prosecutor sees no link between Mr Schily’s presence and the allegations made by Mr El-Masri himself that “Sam” was in fact a German federal agent.

Der doch in dieser Hinsicht absolut ahnungslose Otto Schily als rettender Engel im Folter-Sumpf? Das wäre ja noch schöner …

Überblick:
Auszüge Flugdaten N982RK (außerhalb des US-Territoriums, Html-Datei)

Download:
Flugdaten N982RK (Gesamtliste, Excel-Sheet, zipped, 91 KB)

Dieser Artikel erschien erstmalig bei World Content News

medien

Tratschundlaber

Sonja Wenger – Das Filmfestival in Cannes ist vorbei, und kaum einer hat’s gemerkt. Die Sendung «Germany’s Next Top Model» ist vorbei, und kaum einen kümmert’s – denn im November kommt schon die Schweizer Ausgabe von «Supermodel», in der Frauen, O-Ton «NZZ am Sonntag», im «Zehn-Kleine-Negerlein-Modus» um Ruhm und Werbeverträge «kämpfen».

Alles also «same procedure as every year». Im Nahen Osten ist wieder Krieg, in der Schweizer Politik sieht’s auch nicht besser aus und nicht mal die Prinzen von heute sind noch aus echtem Holz geschnitzt. Denn so schnell wie das Thema «Prinz Harry muss nun
doch nicht in den Irak» wieder vom Tisch war, ist sogar in unserer abgebrühten Medienwelt fast peinlich.

Andererseits brauchen wir ja den Platz, um uns ausgiebig über die von 45 auf 23 Tage reduzierte Haftstrafe der «neureichen Celebritygöre» Paris Hilton auszulassen. Eine Petition zur Freilassung wurde sogleich von ihren Fans mit der Begründung ins Leben gerufen, sie bringe Glamour in unsere sonst langweiligen Leben. Der Blog auf der Tratschwebseite des britischen «The Guardian» schäumte – und bot ein weiteres Beispiel für die Mobilisierungsfähigkeit der schieren Banalität.

Über einen ganz anderen Skandal wusste die «Süddeutsche Zeitung» zu berichten: Das schlagkräftige Supermodell Naomi Campbell habe sich während ihres fünftägigen (fünf!) Strafeinsatzes bei der New Yorker Stadtreinigung um ihre Schönheit gesorgt. Tsts! Nach der Arbeit sei sie ausgelaugt gewesen, habe schlecht geschlafen und Tränensäcke bekommen. Trotzdem habe sie geschrubbt wie eine Wilde, schrieb sie in ihrem Tagebuch, das sicher bald als politische Dokumentation verfilmt werden wird – vielleicht lässt sich ja Michael Moore dafür begeistern.

Aber wir wollen nicht böse sein. Das Leben als Modell ist wirklich hart, bedenkt man nur schon die Anfeindungen, denen sie ständig ausgesetzt sind. Immerhin titelte die «NZZ» vor kurzem «Wer hat Angst vor Heidi Klum» in einem Beitrag der kulminierten Blödheit. Eine Studie zum Einfl uss von Fotomodellen auf das weibliche Selbstbewusstsein habe herausgefunden, dass – Himmel hilf – «manche Frauen tatsächlich sehr negativ auf Modells reagieren».

Da muss man schon wieder die Konsequenz von Keira Knightly bewundern. In einem Interview mit «ELLE» sagte sie kürzlich, das ganze «Celebrity Ding» sei verrückt und wie besorgt sie darüber sei, auf Pro-Anorexia-Seiten als Vorbild zu gelten. Deswegen werde sie vermutlich die Schauspielerei aufgeben. Sie sei in ihrem Job «nicht mehr so hungrig».

Tratschundlaber escheint im Berner ensuite Kulturmagazin