Krieg

UK minister urged Aljazeera bombing

Aljazeera – David Blunkett, the UK’s former home secretary, has said that during the 2003 invasion of Iraq he suggested to Tony Blair that Britain’s military should bomb Aljazeera’s television transmitter in Baghdad.

Aljazeera television said on Thursday that Blunkett’s claims – made in an interview with Britain’s Channel 4 television to be aired on Monday – support its belief that the US and Britain deliberately bombed its Baghdad offices during the war.

Ahmed al-Sheikh, editor-in-chief of Aljazeera’s Arabic channel, said; „This adds to the growing number of evidences that will one day prove that the attack on Aljazeera was premeditated … at the highest levels.

„Aljazeera was being targeted at the time because the people who were waging war on Iraq didn’t like what it was showing.

„We talk about terrorism, this is pure terrorism.“

Al-Sheikh also said that Aljazeera will ask for an official British statement on Blunkett’s claims.

„In the past, we got in touch with the Americans and asked them to apologise or to hold an investigation. But we haven’t heard anything from them.

„This time, we will also complain,“ he said, adding that an official statement would be released later.

Blunkett’s claims
During his interview with Channel 4, Blunkett, who is promoting a new book, said that he had told Tony Blair, the British prime minister, that Aljazeera television transmitting equipment should be targeted because it was broadcasting „propaganda“.

„There wasn’t a worry from me because I believed that this was a war and in a war you wouldn’t allow the broadcast to continue taking place,“ Blunkett said.

„I don’t think for a minute in previous wars we’d have thought twice about ensuring that a propaganda mechanism on the soil of the country you were invading would actually continue being able to propagandise against you.“

The US has previously accused Aljazeera of aiding its enemies
Two weeks after Blunkett pressed the prime minister to attack Aljazeera, the American military bombed the station’s Baghdad offices, killing journalist Tareq Ayoub.

Blunkett, however, said that although the British government considered targeting Aljazeera’s transmission equipment, it considered that journalists were not a legitimate target.

„I think there’s a big difference between taking out the transmission and taking out journalists – even if you don’t agree with them,“ he said.

„I don’t know whether it was a mistake or not, but I wouldn’t call it legitimacy,“ he added, referring to the US bombing.

Media deaths
Since April 2003, the Committee to Protect Journalists estimates that at least 80 journalists and 22 media support workers have died in the Iraq conflict – the overwhelming majority killed by members of Iraqi groups.

In addition to that tally, 11 employees of Shaabiya, an Iraqi television channel, were killed when their offices were attacked during the night by masked gunmen early on Thursday morning.

„We came in this morning and we saw the massacre,“ Hassan Kamil, executive manager of Shaabiya satellite channel, said.

„All were killed. We think gunmen broke into the house and killed them.“

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kriminalitaet

Nichts wissen über Nordkorea?

Harald Haack – In der „Berliner Runde“ von PHOENIX wurde es wieder einmal gesagt: Man wisse nichts über Nordkorea. TELEPOLIS hatte es kurz zuvor geschrieben: „Über Nordkorea ist erstaunlich wenig bekannt.“

Doch tatsächlich gibt es über Nordkorea eine Menge an furchtbarem Wissen. Reicht das nicht? Will man mehr über nordkoreanisches Trachten-Ringelreien schreiben, anstatt über die Realität? Die aber wird von westlichen Medien größtenteils unter dem Teppich gekehrt. Ihr Interesse dreht sich vornehmlich darum, ob von Korea wieder ein Krieg droht und ob dadurch die allgemeine „Feierabendsruhe“ gefährdet wird, sprich: Ob das bisherige Schubladendenken in Bezug auf Nordkorea verlassen werden muss.

Nichts zu wissen über dieses Land, in dem die Menschenrechte laut Amnesty International nicht mehr existieren, heißt auch: Über die Jahre hinweg haben westliche Politiker wegen der Schreckensnachrichten aus Nordkorea die Köpfe eingezogen und geschwiegen.

Unverständlich ist bis heute, weshalb US-Präsident George W. Bush trotz aller gesicherten Erkenntnisse über die nukleare Aufrüstung Nordkoreas sowie die Existenz von Konzentrationslagern dort, das Bild von Nordkorea auf den Irak projizierte, den Irak angriff und mit dem Krieg die ohnehin instabile Lage im Nahen Osten vollends in ein Chaos verwandelte und damit terroristische Vereinigungen wie Al Qaida reichlich Nahrung für deren Feuer gab. Wer versucht das zu verstehen, kommt kaum an dem Punkt vorbei den US-Präsidenten selbst als Terroristen zu sehen. Aber das ändert nichts an der Lage in Nordkorea. Damit verschwinden die Straflager nicht, davon wird keiner in dem Land satt.

Seit etwa drei Jahren häufen sich Information, die trotz der Strenge der nordkoreanischen Führung aus dem Land, das sich entgegen seiner stalinistisch-kommunistischen Politik „Demokratische Volksrepublik Korea“ nennt, geschmuggelt werden konnten.

Die Verschleppung des Nordkoreaners Park Yong-chol
Amnesty International Deutschland (AID) schreibt am 23.12.2004 über den Fall des Nordkoreaners Park Yong-chol, der im Oktober 2004 nach Nordkorea „zurückgebracht“ wurde. Seitdem fehle von ihm jede Nachricht. Möglicherweise sei er in Gefahr gefoltert oder hingerichtet zu werden.

Park Yong-chol soll einer der Organisatoren des „Boot-Zwischenfalls von Yantai“ im Januar 2003 gewesen sein. Damals versuchte eine Gruppe von 30 Nordkoreanern von der chinesischen Hafenstadt Yantai in Shandong aus, Südkorea auf dem Seeweg zu erreichen. Deshalb verbüßte er im Gefängnis von Weifang in der chinesischen Provinz Shandong eine zweijährige Haftstrafe. Im Januar 2005 sollte er freigelassen werden. Vier weitere Personen waren zusammen mit ihm wegen Fluchthilfe zu Gefängnisstrafen verurteilt worden, von denen drei inzwischen aus der Haft entlassen worden sind. Der Vierte, ein Südkoreaner, soll dagegen weiter in Haft sein.

AID: „Die 30 in Yantai inhaftierten Nordkoreaner sind zum größten Teil zwangsweise nach Nordkorea zurückgeschickt worden. Es ist davon auszugehen, dass sie in ihrem Heimatland unter miserablen Haftbedingungen festgehalten werden. Unbestätigten Berichten zufolge verbüßen sie in Straflagern für politische Gefangene (kwalliso) lange Haftstrafen.“

Gemäß § 117 des Strafgesetzbuches Nordkoreas wird der „illegale Grenzübertritt“ mit bis zu drei Jahren Haft in einem Straflager für politische Häftlinge bestraft.

Dies sei, wie AID weiter ausführt, ein klarer Verstoß gegen das Grundrecht auf Bewegungsfreiheit wie es in Artikel 12 (2) des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte festgeschrieben ist und der auch von Nordkorea unterzeichnet wurde: „Jedermann steht es frei, jedes Land einschließlich seines eigenen zu verlassen.“

Unbestätigten Berichten zufolge soll damals schon mindestens ein von den chinesischen Behörden nach Nordkorea abgeschobener Nordkoreaner exekutiert worden sein. Über zwei Brüder und deren Cousine, die aus Nordkorea stammen, sei aber bekannt, dass China sie in ihre nordkoreanische Heimat abgeschoben habe, wo sie gefoltert und zu fünf bis zehn Jahren Haft im Straflager verurteilt wurden. Seit Oktober 2004 habe man nichts mehr von ihnen gehört.


Mutmaßliches nordkoreanisches Konzentrationslager „Nummer 14“


Kein Mangel an politischen Gefangenen: Nordkoreanisches KZ „Nummer 14“.
Beide Fotos: © 2006 DigitalGlobe/Google Earth

Die Hinrichtung der Arbeiterin Yoo Bun Hee
NKNET (Network for North Korean Democracy and Human Rights) zeigt seit dem 25. September 2006 Standbilder aus einem heimlich gedrehten Video, das zuvor am 20. September vom japanischen Fernsehsender „Asahi Television” gesendet wurde. Darin soll die Hinrichtung der Arbeiterin Yoo Bun Hee zu sehen sein. Ihr wurde vorgeworfen 20 lbs (511 Gramm) Getreide gestohlen zu haben. Offenbar sofort nach der angeblichen Tat wurde sie von einem Erschießungskommando hinter einem Markt am Ufer des Flusses Juyi in der Provinz Hamju im Juli 2006 erschossen. Mutmaßlich fand kein Prozess statt, in dem sie sich hätte verteidigen können.

Videoframes von der Erschiessung der nordkoreanischen Arbeiterin Yoo Bun Hee am Ufer des Flusses Juyi in der Provinz Hamju im Juli 2006.
© 2006 NKNET / Asahi Television

Das nordkoreanische Volk hungert. Die akute Knappheit von Nahrungsmitteln zwingt Zehntausende von Nordkoreanern zur Flucht in die nordöstlichen chinesischen Provinzen. Die Bedingungen sollen dort für sie erbärmlich sein: Von den chinesischen Behörden erhalten sie keine Unterstützung. Zudem sind sie dem Risiko ausgesetzt körperlich und sexuell ausgebeutet zu werden.

Chinas einzige Reaktion: Ausweisung und Rücktransport von Tausenden dieser Nordkoreaner in ihr Heimatland – zurück in die Hölle des Großen Führers. Die chinesischen Behörden hatten im Oktober 2004 angekündigt „ohne Toleranz“ gegen illegale Immigranten aus Nordkorea vorzugehen.

Dem Großen Führer gedient und zu „menschlichem Unrat“ erklärt
Rico Czerwinski schreibt am 6. März 2005 in seinem Artikel für den TAGESSPIEGEL über die Nordkoreanerin Sun-Ok Li, die sechs Jahre im KZ „Nummer 14“ war, das zu einem System von Konzentrationslagern zählt, „von deren Innenleben man seit einigen Jahren durch die Erzählungen von sechs Männern und einer Frau weiß und für die die Sicherheitsbehörden des Landes den Namen Kjohwa-soh“ benutzen: „Erziehungslager für die Gedankenveränderung“.

Gleich nach ihrer Ankunft werden Gefangene dieses Lagers über ihren Status aufgeklärt. Nach der Lehre von der Eigenständigkeit des „Neuen Koreanischen Menschen“, die erdacht wurde von Kim Il Sung, der zwölf Jahre nach seinem Tod noch immer Staatsoberhaupt des Landes zu sein scheint, gelten Kriminelle als „menschlicher Unrat“. Aber wer alles in Nordkorea ist ein Krimineller? Für die Offiziere von „Nummer 14“ zählen dazu auch politische Gefangene; besonders wohl jene, die dem Großen Führer fanatisch in den Allerwertesten krochen. Auch Sun-Ok Li wurde erklärt, als Kriminelle in einem solchen Kjohwa-soh sei sie noch weniger als menschlicher Unrat, das habe mit der Evolution zu tun.

„Es gibt, sagte einer der Leutnants am Empfang, wo man die Kleider auszog, von nun an nur noch einen Unterschied zwischen euch und Ratten und Hunden. Er deutete auf das Gesäß einer Frau. Es habe bei diesen Gefangenen eine Rückverwandlung stattgefunden, die nicht ganz vollständig verlaufen war. An ihren Gesäßen fehlte das vielen Tieren typische Schwanzende der Wirbelsäule. Gefangene in Nummer 14 gehörten daher zum Stamm der Kkori-Eopneun-Jimseung, dem Stamm der „schwanzlosen Tiere“.“


Mutmaßliche Brandrodung an einem Berghang südlich eines Konzentrationslagers (im Hintergrund im Tal am oberen Bildrand).
© 2006 TerraMetrics / DigitalGlobe / Europa Technologies / Google Earth

In Nummer 14 kamen viele an, die Mitglied der Partei waren. Auch Sun-Ok Li war Mitglied der Partei und hatte ihr Leben dem Führer Kim Il Sung gewidmet und ihre eigene Familie dabei vernachlässigt. Sie wurde im Namen Kim Il Sungs unschuldig inhaftiert.

Ihr Schicksal wie auch das vieler anderer Tausender inhaftierter Nordkoreaner, zeigt, wie destruktiv und selbstzerstörisch die kommunistischen Führer Nordkoreas, Kim Il Sung und sein Nachfolger Kim Jong-il, handeln. Mutmaßlich steht Nordkorea unmittelbar vor dem Zusammenbruch. Dies dürfte die aktuellen Drohungen von Kim Jong-il erklären – ebenso den angeblichen Atomtest. Auffallend in den nördlichen Provinzen Nordkoreas ist die spärliche Besiedlung, was wohl nicht mit den Bergwäldern erklärt werden kann. Satelliten-Fotos zeigen lediglich militärische Bauten: In den Tälern die Konzentrationslager und auf den gerodeten Bergkuppen militärische Anlagen, die sich größtenteils unterirdisch in den Bergen befinden. Die Bauwut des nordkoreanischen Militärs scheint dort ungebrochen. Weitere Bergkuppen werden gerodet, wahrscheinlich mittels Brände. Und dass es sich um Aktivitäten des nordkoreanischen Militärs handelt und nicht um das Anlegen von Getreidefeldern, um damit den Hunger in der Bevölkerung bekämpfen zu können, dafür spricht, dass nahezu alle Bergkuppen jener Region mit militärischen Anlagen überzogen sind.

vermischtes

Weltweit werden Kinder zu Tode geprügelt

Harald Haack – Eine UNO-Studie zur Gewalt an Kindern beschreibt Ausmaß, Erscheinungsformen und Ursachen von Gewalt gegen Kinder. Demnach litten Millionen von Kindern an den Folgen von Vernachlässigung und Gewalt, die keinen Halt vor den Türen des trauten Heims machten und die Mehrheit der Gewaltakte erfolgten durch „Vertrauenspersonen“ der Kinder: Onkel und Tanten, Erzieher, Lehrer und vor allem Eltern. Aber auch ältere Kinder zählen zu den Tätern.

Die Ergebnisse dieser UNO-Studie legen einen dringenden Handlungsbedarf nahe, doch während weiterhin Kinder, wie kürzlich in Bremen, zu Tode geprügelt werden und Jugendämter, die sonst so schnell in Sachen Kindesentzug sind, ausgerechnet in solchen Fällen untätig bleiben, empfehlen die Verfasser der Studie lediglich die Ernennung eines UNO-Sonderbeauftragten. Das erinnert stark an die Vergabe von „Zertifikaten“, um logistische, technische und veterinärmedizinische Schwachstellen, mit denen gezeigt werden soll irgendetwas geregelt zu haben, zu kaschieren. Offensichtlich geht es der UNO nur eine juristische Regelung, denn jener Sonderbeauftragter soll als „unabhängige Stimme“ die Durchsetzung der Rechte des Kindes fordern.

Auf dem Papier mag das vernünftig klingen; immerhin erhielte die UNO etwas mehr an Gewicht in der Welt. Doch wenn sich schon Kriminelle nicht an existierende Gesetze halten, wie sollen dann Kinder vor ihren nächsten Verwandten und auch oftmals stärkeren Altersgenossen geschützt werden? Und so scheint es, als ginge es der UNO nur mehr Macht.

Unklar bleibt also weiterhin, wie man Gewalt unter Kindern und besonders von Erwachsenen gegen Kinder vermeidet. Kein Kind wird mit dem Gesetzbuch unter dem Arm, in dem seine Rechte festgelegt sind, die es vor Gewalt schützen sollen, geboren. Das Papier, auf dem die Gesetze gedruckt sind, ist ebenso praktisch nicht als Schutzschild gegen prügelnde, drogensüchtige Väter – wie im aktuellen Fall in Bremen – wirksam. Es wird wohl so sein: Papier bleibt für verprügelte und totgeschlagene Kinder weiterhin geduldig, wenn Sozialdienste, Jugendämter und vor allem, wenn unsere Gesellschaften auf diesem Planeten, den wir „Erde“ nennen, nicht gewissenhafter gegenüber Kinder werden. Nicht nur, um deren Wohl zu sichern, um ihnen Leid zu ersparen und um sie vor Prügel und Ausbeutung zu bewahren, sondern auch, um sie zu Menschen zu erziehen, die später als Erwachsene Kinder achten, sie nicht missbrauchen und sich um sie sorgen anstatt ihr Leben willkürlich zu beenden – Menschen folglich, die künftig an einer konstruktiven Evolution des Sozialverhaltens von Menschen arbeiten und nicht an einer destruktiven, die zum Beispiel ein Lernen in der Schule unmöglich macht.

Der Glaube der Mainstream-Medien, mit dem Rücktritt eines Politikers könnten Probleme beseitigt werden, wurde gestern in dem Beitrag des ARD-Politmagazins „Panorama“ wieder einmal deutlich. Wegen des Falls des von seinem drogensüchtigen Vater misshandelten und erschlagenen Kindes, das man in Bremen in einer Kühltruhe fand, trat die verantwortliche Bremer Sozialsenatorin zurück. Der lapidare Kommentar der Panorama-Moderatorin in ihrer Anmoderierung: „Die politischen Konsequenzen sind also gezogen. Aber trotzdem bleibt die Frage: Wie kann es sein, dass ein Junge sterben muss obwohl er seit Jahren unter Beobachtung des Jugendamtes steht.“

Seit Jahren unter Beobachtung? Das klingt nach etlichen Jahren, doch das Kind war gerade einmal zwei Jahre alt. So oberflächlich und abgedroschen kann die Sprache der Kollegen vom Fernsehen sein. Dies zeigt schon, wie ich meine, wie wenig sich Menschen heutzutage mit dem Kinderschutz beschäftigen. Routiniert werden die Schubladen von jenen gezogen, die sich als professionelle Journalisten ausgeben und sich auch als solche empfinden und möglicherweise nicht mehr lernwillig sind.

Auch in dem Panorama-Beitrag wurde dies wieder einmal deutlich: Anklagend, wenn auch in eiskalter Weise – was mich an die Pedanterie der KZ-Bürokraten vom Nazi-Deutschland erinnert – wurde den Zuschauern eine Todesliste präsentiert:

„Die siebenjährige Jessika aus Hamburg, von ihren Eltern zu Tode gequält“;

„der kleine“ (zweijährige) „Tim aus Elmshorn, vom Lebensgefährten seiner Mutter misshandelt bis er tot war“;

„in einem Schuppen sperrten Eltern aus Brandenburg ihre vier- und sechsjährigen Jungen – wenigstens sie konnten gerettet werden“.

Nicht minder pedantisch listeten die Panorama-Autoren den Leidensweg von Kevin, dem getöteten Kindes, das in Bremen in einer Kühltruhe gefunden wurde, auf. Im weiteren Verlauf verkam der Beitrag zu einem vorverurteilenden Zusammenfügen eines umfassenden Scherbenhaufens. Tenor: Da die Sozialsenatorin zurückgetreten war, muss die Schuld bei den Behörden liegen. Wahrscheinlich sind Versäumnisse dort auch zu suchen. Doch damit bleibt das Ganze nur ein Kratzen an der Oberfläche und hinterlässt schockierte Fernsehzuschauer, die genau diese Anklage sehen wollten, die das Gruseln suchten, in denen generell die Wut keimt – eine Wut, die wohl das eigentliche Problem sein dürfte. Aber dafür sind die Sendezeit von Panorama und möglicherweise auch das Denkvermögen derart manipulierter Fernsehzuschauer zu kurz.

Vorschläge für umfassende und tiefgreifende Features, die über den Schockeffekt und die Voyeurbefriedigung hinaus gehen, werden von den Verantwortlichen der Sendeanstalten – egal, ob nun öffentlich-rechtlich oder privat – entweder als „zu trocken“ oder als „zu abenteuerlich“ abgelehnt. Schließlich geht es geht um Einschaltquoten, und erschlagene Kinder und die Berichterstattung über jene Fälle sind offenbar sehr beliebt; bei den TV-Machern und bei den TV-Konsumenten. Dagegen hilft auch kein Strafgesetzbuch.

Was ebenso fehlt, ist, um Kinder und auch die Pressefreiheit zu schützen, ist eine freie ethische Erziehung, die ihre Basis in der philosophischen Disziplin hat, die der Logik und Vernunft folgend das Gute sucht und keineswegs wie bisher die theologische Ethik, die sittliche Prinzipien „als in Gottes Willen begründet annimmt und insofern den Glauben an eine göttliche Offenbarung voraussetzt“ und sich damit aus der sozialen Verantwortung stiehlt. Verbote allein nützten also wenig. Oder haben die zehn Gebote (Verbote), die Moses seinem Volk einst auf schweren Steintafeln als von Gott gesandt präsentierte, wie es die Bibel der Christen erzählt, seitdem in den mehreren Tausend Jahren die Menschheit bessern können?

Es müssen also bessere Vorschläge her, als einen neuen, möglicherweise unnützen Bürokratenposten bei der UNO zu schaffen – im einlullenden Glauben, damit Kindern zu helfen. „Potemkinsche Dörfer“ hat unsere Welt längst genug.

terror

The agency that runs Pakistan

Vikram Sood – They always refer to it in hushed tones, both in awe and fear, and never by the full name. “The Agency” is how the nationalists in Pakistan or any onewho has earned the wrath of this organisation, call the Inter Services Intelligence (ISI) of Pakistan. Benazir Bhutto, herself a victim of nume-rous murderous ISI conspiracies, described it as “a State within a State,” — which it is and which one of its former chiefs does not hesitate to admit. Other similar honorifics have been bestowed upon this powerful agency over time and not without reason. The most commonly used being “Invisible Government” or Pakistan’s “Secret Godfathers.”

Pakistan’s ISI, created in 1948, came into its own during the US-sponsored Afghan jehad against the Soviet adventure in Afghanistan in 1979. The Pakistan Army and its intelligence had been smarting in the aftermath of 1971 and General Zia-ul-Haq, having hanged ZA Bhutto, was a persona non grata in the West. As Soviet tanks rolled into Kabul that Christmas in 1979, Zia the pariah became Zia the friend along with all the country’s instrumentalities. A tripartite relationship between the Americans, the Saudis and the Pakistanis blossomed as the Afghan jehad began to take shape. This was the beginning of the world’s first State-sponsored global privatised campaign of violence against another State.

The war cry was ‘get the Evil Empire’ and the ISI took full advantage of this. But the Central Intelligence Agency (CIA) had abdicated its policy on Afghanistan to the ISI and Pakistani agenda in Afghanistan became the CIA’s own. It did not seem to worry too much about the ISI’s or Pakistan’s intentions in the post-jehad phase. The relationship between the two agencies warmed up and the CIA chief, William Casey, regularly briefed General Zia about Indian military deployments and a grateful ISI chief Gen Akhtar Rehman presented a $ 7,000 carpet to Casey. The bonding was mutual and satisfying. The ISI had matured.

The origins of the ISI were fairly mundane. There were the usual reasons — the Pakistan Military Intelligence had failed in the 1947-48 invasion of Kashmir. There was need for a new agency manned by officers from the three wings of the armed forces. The charter was to collect and assess external intelligence, both military and non-military, with India as the main focus of attention. This was well intended but the continued military suzerainty or direct control in Pakistan and suspicions about ethnic minorities gradually gave the ISI an ever-increasing role in Pakistan’s internal politics.

In the early days, the ISI was given an internal role in Pakistan-occupied Kashmir, Gilgit and Baltistan. It was a matter of time before the ISI would begin to get a greater role inside Pakistan. There were suspicions about the loyalty and integrity of Bengali officers in the Pakistan Intelligence Bureau operating in distant East Pakistan and Bengali politicians. General Ayub Khan asked the ISI to take over the responsibility of covering internal political intelligence in East Pakistan. There were similar suspicions about the loyalties of politicians in western Pakistan. The Baluch were always suspected and when the revolt in Baluchistan gathered steam in the 70s, Baluch police officers came under the scanner. The Pakistan Army, suspicious of everything not directly controlled by it, worked on ZA Bhutto to hand over the charge of internal intelligence to the ISI. Besides, it needed a ‘victory’ in the post 1971 era to re-establish itself and Baluchistan was the perfect arena.

Pakistan’s brief flirtation with democracy ended in 1977 when Zia took over, locked up Bhutto and had him murdered by a pliant judiciary. Relations between the Bhutto family, the Pakistan People’s Party (PPP) and the Army soured forever. A paranoid Zia moved the ISI into Sindh to cover not only the Bhuttos, but also Sindhi nationalists and the Shias following the Iranian revolution in 1979. The PPP campaign led by the Bhutto ladies, Nusrat and Benazir, gathered momentum and the Movement for Restoration of Democracy was seen as a threat by Zia. Surveillance of all political parties in Pakistan was therefore considered necessary and the ISI, already the favourites in the Afghan campaign, had become the master. Not above skulduggery of the worst kind, the ISI arranged to have Benazir’s brother, Shah Nawaz, poisoned to death when he was in Cannes in 1985. But the lady was not intimidated; nor again when they had her elder brother, Murtaza, assassinated outside his house in Karachi in September 1996. At that time Benazir was prime minister in her second term.

Earlier, the Bhutto and ISI/Army animosity was one of the reasons that led Benazir to take the unheard of step of sacking her ISI chief, Hameed Gul, in 1989, and appoint a Bhutto loyalist, Lieutenant General Shamsur Rehman Kallue. This was the beginning of an open rift between her and Army chief Aslam Beg. The pms’ ISI bosses were completely ostracised from attending meetings of Pakistan’s super-cabinets — the meetings of the corps commanders. They, thus, had no access to real information. Nawaz’s ISI chief, Ziauddin, had no clue about the Kargil operation being planned by Musharraf. Nominally, the ISI chief was supposed to report to the prime minister, but in reality he was always the Army chief’s man. Pakistan Army chiefs have never hesitated to countermand political instructions. When Nawaz Sharif sent his ISI boss Lieutenant General Ziauddin to Kandahar to request Mullah Omar to call off assistance to the Sunni sectarian militia, the Sipah-e-Sahaba, Musharraf instructed Omar not to follow these instructions. Whenever Pakistan prime ministers tried to have their own man as the ISI chief, the Army ensured that it was the prime minister who lost his job. Nawaz Sharif had tried to mess with the ISI and the Army and he eventually had to go, for he had violated the first commandment.

Domestic political gamesmanship has become a way of life for the ISI. The idea was to keep the political parties divided, the nationalists and religious groups were also manipulated so that opposition and dissent were stifled. The Muttahida Qaumi Movement was split, religious parties were encouraged to weaken nationalist forces, sectarian mafia was encouraged and elections were rigged. This has become a fine art in the ISI where even Sunni organisations are split periodically to prevent any single organisation from becoming too powerful. Assassinations of recalcitrant leaders of these organisations are the favoured method of terminating arrangements. Afzal Beg had no hesitation in accepting that Rs 140 million, had been taken from the Mehran Bank to plot against the PPP in the elections. The Army is to remain supreme domestically and the ISI is the handmaiden.

The ISI has played a crucial role in Pakistan’s quest for the nuclear bomb, in association with the infamous Bank of Credit and Commerce International, to be in league with many of the well-known arms smugglers like Viktor Bout, and subsequently in the elaborate AQ Khan caper. The Afghan jehad enriched the ISI professionally and personally where narcotics smuggling added to the ISI and personal coffers. Its assistance to India-specific terrorist outfits justified as jehad against the ‘infidel’ is much too well documented and known in India but the ethos of these organisations has rubbed off on their managers in the ISI. There is an internal struggle also being played out in Pakistan. Any attempt by Musharraf to control these jehadi Frankenstein’s at the insistence of the US is proving difficult. The murder of Daniel Pearl, the attempts on Musharraf’s life, the targeted killings of professionals, Shias and Barelvis have trails leading to the ISI’s doorsteps. The message is for the General of Enlightened Moderation.

While on India, the ISI consists of chest-thumping hardliners, internally it is perceived as the essence of Punjabi domination. Pakistan establishment as represented by the ISI is far too much down the radical path for others to be comfortable or for it to turn back. The ISI has acquired this control on the body-politic of Pakistan because the Pakistan Army was not willing to trust its politicians, the elite in the Punjab did not want to lose their stranglehold and were willing to play along with forces of control in the name of a strong Pakistan against enemy India.

A Pakistan rapidly being guided into a vortex of extremist beliefs is the result of this unbridled control by its intelligence agencies.

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Krieg

Umkehr der Realität oder Wahrheit?

Harald Haack – US-Präsident George W. Bush wird von seinen eigenen Landsleuten inzwischen mehrheitlich bezichtigt, mehrfach gelogen zu haben – was er kürzlich auch zugab und dafür „Sicherheitsinteressen“ als Grund vorschob. Doch ausgerechnet er dient der britischen Regierung als Quelle, demnach die Ergebnisse einer Studie, nach der seit Beginn der US- Invasion im Irak 655.000 Menschen ums Leben gekommen sind, unzutreffend sein sollen – eben deshalb, weil Bush sie als „unglaubwürdig“ bezeichnet hatte und weil die in der Studie genannte Zahl wesentlich höher sei als „sämtliche andere Studien“ – Studien, deren Ergebnisse wahrscheinlich schon vor Auftragserteilung von den Regierenden festgelegt wurden. Wie der Sprecher des Premierministers Tony Blair nun sagte, gehe die Regierung nicht davon aus, dass die Zahl in der (mutmaßlich von Regierungsseite nicht abgesegneten Studie) auch nur annähernd der Realität entspreche. Er füge hinzu, damit solle aber nicht „der Ernst der Sicherheitslage im Irak“ heruntergespielt werden.

Nach den am Mittwoch (11. Oktober 2006) veröffentlichten Erkenntnissen von US-amerikanischen und irakischen Gesundheitsexperten wurden beim US-geführten Einmarsch 2003 und der folgenden Gewalteskalation zweieinhalb Prozent der irakischen Bevölkerung getötet; über 6550.000 Tote.

Seit Kriegsbeginn habe sich die Todesrate mehr als verdoppelt, heißt es in der Studie weiter, die in der medizinischen Fachzeitschrift «The Lancet» im Internet zu finden ist. Das US- Verteidigungsministerium hatte die Zahl der im Irak getöteten Menschen am Mittwoch lediglich auf maximal 50.000 beziffert.

650 000 Iraker durch Kriegsfolgen gestorben
It’s worth it Baby!

vermischtes

37 Offiziere aus 17 Ländern zur Militärbeobachterausbildung im schweizerischen Stans

Vom 9. bis 27. Oktober findet im Grossraum Stans der 15. Schweizer Militärbeobachterkurs statt. Schweizer und internationale Instruktoren bilden die Offiziere, normalerweise ab Rang eines Hauptmannes, zu UNO-Militärbeobachtern aus.
Während der kommenden drei Wochen lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Besonderheiten der Aufgabenschwerpunkte „Patrolling“ (Patrouillieren) „Observing“ (Beobachten), „Reporting“ (Rapportieren), und „Negotiation“ (Verhandeln). Die Auffrischung medizinischer Grundkenntnisse, Geländefahrschule, Übermittlungstechniken, Landnavigation (Kartenlehre und Funksprechregeln) und Lektionen über die UNO und deren friedenserhaltenden Missionen runden die Ausbildung ab. Kurssprache ist ausschliesslich englisch.

Militärbeobachter sind stets unbewaffnet. Als militärische Experten überprüfen sie die Einhaltung von Waffenstillstandsvereinbarungen und Friedensverträgen. Sie werden landläufig als „Blaumützen“ bezeichnet und gelten als „Augen und Ohren“ der jeweiligen UNO-Mission. Voraussetzung für eine Militärbeobachtermission sind ein klar definiertes Mandat (UNO-Resolution), das Einverständnis der ehemaligen oder möglichen Konfliktparteien, das Einverständnis der Truppen stellenden Staaten und eine gesicherte Finanzierung.

Zurzeit stehen 20 Schweizer Offiziere als UNO-Militärbeobachter im Einsatz: zehn im Nahen Osten (UNTSO), vier in Georgien (UNOMIG), zwei in der Demokratischen Republik Kongo (MONUC) und vier in Eritrea/Äthiopien (UNMEE).

Für die Auswahl, Ausbildung, Ausrüstung und Ablösung der Schweizer Militärbeobachter zeichnet das Kompetenzzentrum SWISSINT verantwortlich, das Einsatz führende Kommando der friedensfördernden Einsätze der Armee.

weird world

DIE FALSCHMELDUNG – Norwegische Mädchen pinkeln vorbei

KURZ/VERTICKERT – Nach dem Neubau einer Grundschule in Süd-Norwegen musste der Schulleiter feststellen, dass die kleinen Norwegerinnen beim Pinkeln nicht richtig zielen können und der Fußboden unterhalb der an den Wänden montierten Urinale ständig mit Urin bekleckert ist. In dieser modernen Schule gibt es keine getrennten Toiletten für Jungs und Mädchen, so die Idee, da Sitzpinkeln wider die Natur sei. Norwegische Politikerinnen entdeckten schnell das Thema und schimpften: „Wenn Mädchen nicht auf die natürliche Weise pinkeln dürfen, wie sie es seit Generationen getan haben, ist das ein Eingriff in Gottes Schöpfung“.

terror

Dark Side – Ali Agca’s Secret Services

David Dastych – The best Polish weekly „Wprost“ (vprost) reported about new evidence, leading to an investigation by Polish authorities into the 25-year-old assassination attempt against John Paul II on St Peter’s Square in Rome.

In a four-page article, written by Leszek Szymowski and consulted by Marek Lasota, a research fellow of the Polish Institute of the National Memory, the Warsaw-based weekly magazine (comparable to „Time“) reports about new facts, confirming that the Soviet KGB planned and led all efforts to „eliminate“ the Polish Pope, from 1978 up to 1989, when the Communist regime finally collapsed in Poland, and soon after in all Eastern and Central European countries of the former Soviet Bloc.


Ali Agca: Member and executor of the extreme-right Grey Wolves

New evidence is a crushing blow to all „conspiracy theories“, invented by the Soviet disinformation experts or circulated in the West. These theories, disseminated by the communist propaganda machine all over the World, pointed to the extreme-right Grey Wolves organization in Turkey (of which Mehmet Ali Agca was member and executor), to the CIA (what for, while it was known that the CIA helped the Polish Pope) and to the Vatican itself (to put the blame on the political rivalry in the Holy See).

It is already known, beyond any doubt, that the Bulgarian secret services helped Agca in the execution of the attempt. New evidence, found in Berlin, in the archives of the East German communist secret service (STASI) confirms this conclusion. The East German intelligence was also allotted by the Kremlin a task to counter all reports and accusations against the Bulgarians. It looks like the Moscow-led efforts to get rid of the dangerous Pontiff were shared by other secret services of the Warsaw Pact countries and were well coordinated by the KGB. What was not known earlier, is the participation of the Polish secret services in the preparations for all plots.

The over-all picture of these assassination attempts (some 21-22 of them in total, from 1978 to 1989) is still dim. In spite of the 25 years since the May 13, 1981 assault made by Mehmet Ali Agca and probably one or more of his accomplices, the whole puzzle could not be put together. Only fragments of the truth are known. „The whole truth“ — writes „Wprost“ — could compromise not only the Soviet Union, but also the secret services of the satellite countries, including the Polish ones. These services wanted to reach the Pope and undercut his anti-communist crusade. Polish special services played a key part in this criminal plan.“

„Operation Triangolo“
For a long time, this code-name used by the Polish special service (SB), was mistakenly linked to a singular provocation, led by a super-secret „Section D“ of the SB in Cracow, in 1983. „Section D“ was a special operations group, secretly organized in the Polish Ministry of Interior to carry out criminal operations against the Catholic Church. This particular action aimed at compromising a Cracow priest, Andrzej Bardecki, an editor of „Tygodnik Powszechny“ weekly paper and one of the closest friends of Cardinal Karol Wojtyla, elected pope John Paul II. In 1983, special SB agents Grzegorz Piotrowski, Barbara Szydlowska and Barbara Borowiec (women agents) broke into the apartment of the priest and left there provocative materials. The provocation failed.

Only in 2005, the researches and investigators of the Polish Institute of National Memory (IPN) discovered that the „Operation Triangolo“ embraced all hostile actions against the Pope, carried out by the Polish communist secret services. These findings were really shocking: it became evident that the assassination of John Paul II was the most important goal in the whole history of the communist special services in Poland. No other intelligence operation lasted so many years, involved so many people and used as big financial and other resources. The Polish communist services worked out a plan to kill the Polish Pope for at least four years. Fortunately, they scored no success.

The secret files, concerning the „Operation Triangolo“ disappeared from the archives of the secret service (SB) in the Polish Ministry of Interior (the equivalent of the Home Office) on the 11th of April in the year 1989. A special delegation of the KGB officers came to Warsaw to secure and move out these documents. They are still kept as „top secret“ in Moscow.

Imposimato: It was planned in Moscow
„It wasn’t done by Grey Wolves at all“, a retired Italian Judge, Ferdinando Imposimato, told Wprost during his recent visit in Poland. He only repeated the words of Mehmet Ali Agca, whom he had questioned only hours after the May 13, 1981 attempt in Rome. Agca confirmed to him that he acted on behalf of the KGB. He added: „The Soviet Union directed my hand“. As Richard Owen wrote in London’s „The Times“ (January 10, 2006):
„Ferdinando Imposimato, the retired judge who led the initial inquiry and has since conducted his own research, said that 25 years after the shooting in St Peter’s Square on May 13, 1981, ‘many mysteries remain’. He told The Times that he remained ‘120 per cent convinced that the murder attempt was planned in Moscow’. […] ‘The Kremlin started to plot the Pope’s murder the moment he was elected in October 1978’ Signor Imposimato said.“

A retired Italian judge, Imposimato, has no right to conduct an official investigation on his own. But he continues his private inquiry as one of the best informed officials, who participated in the investigation of Ali Agca and Sergei Antonov (a Bulgarian spy, released for lack of formal evidence for his part in the plot). He came to Poland to inspect the archives of the IPN and to meet Polish investigators, who plan to open an official investigation into the attempted murder of John Paul II, Karol Wojtyla, a Polish citizen.

SB-men on St Peter’s Square
In March 2005, archivists working in the Polish Institute of National Memory (IPN) found an interesting note, with information about a trip of an SB General, Zenon Platek, to Vienna, after April 3, 1979, for a 6 day’s meeting with a secret informant called „Tom“. The trip was organized as part of the „Operation Triangolo“. Researches of the IPN have examined the passports of the secret service (SB) officers, employed in the so called „4th Department“ (an anti-Church unit) of the Ministry of Interior, from 1971 to 1989.

The results were very interesting. Usually one officer of this department traveled with pilgrims from Poland to Rome and attended a public general audience of the Pope. Only two times, three high officers of the SB attended Vatican public events: first time on the 22d of October 1978, during an inaugural pontificate Holy Mass, the second time on the 13th of May, 1981 — during the tragic general audience, when Agca was shooting at John Paul II. The names of these officers are known: Adam Pietruszka, Zenon Chmielewski and Jan Zacherowski, all employed in the 4th Department. They always used their service passports (perhaps also diplomatic passports were in use by some of these Polish communist spies).

In a document of the IPN, concerning „The travels out and in Poland of the employees of the 4th Department“, there is also some evidence of the trips to Moscow for official meetings with representatives of the 5th Main Directorate of the KGB. Some notes from these meetings, fragmentarily conserved, indicate that these meetings were devoted to the planning of joint actions against the Catholic Church. Similar meetings took also place in Czechoslovakia. Usually, these meetings were attended by General Zenon Platek, then the Director of the 4th Department of the Ministry of Interior, his deputy, Colonel Adam Pietruszka and Captain Grzegorz Piotrowski, the head of the special „Section D“.

IPN researchers are convinced that a decision to kill the Pope had been taken by the top KGB leaders during one of these meetings. Tactical operations were also decided about there, and tasks were allotted to the particular communist secret services. The Polish services claimed that, apart from the KGB, they had the best informers inside the Vatican.

Vatican’s ring of insiders

The attempt in St Peter’s Square on May 13, 1981, was the second known criminal act to attempt to murder John Paul II. The first occurred already in 1979, in the holy shrine city of Czestochowa, in Poland, when John Paul II celebrated a mass at Jasna Gora (a cloister with a holy painting of the Black Madonna, the most adored by the Polish Catholics). Some notes found in the SB archives testify that in 1979 a regional prosecutor investigated a case of placing explosives to detonate them when the Pope visited the Jasna Gora Church. This case was to be examined by a special SB team from Warsaw, under the command of General Platek. No documents of this case had ever been discovered.

In Rome and in the Vatican, a Polish communist spy-group began to invigilate the Pope and his close aides. The spies were supervised by General Zdzislaw Sarewicz, then the head of the 1st Department (Intelligence) of the Ministry of Interior. After the regime change in 1989, Gen. Sarewicz was officer and chief of the Intelligence Directorate of the State Protection Office (UOP), a new secret service. Until November 2005, he was still president of the Consultative Board of the Intelligence Seniors, serving the Chief of the Intelligence Agency.

Professional spies changed, working under diplomatic cover (like Colonel Adam Pietruszka) or even posing as agents of the Western services, like Andrzej Maczynski, code-named „Lakar“, who was chief of the Polish intelligence station in Cologne and posed as officer of the West German intelligence, the BND. He had excellent contacts among the Polish clergy in the Vatican. And he recruited the most important (known until now) agent in the Vatican, a Dominical monk, Father Konrad Hejmo (code names „Hejnal“, ‘Dominik“ or „Vox“).

Hejmo, whose longtime collaboration with the communist Polish intelligence has been recently discovered and made public by the IPN, was „duped“ by Lakar and produced (until December 1, 1983) 17 large information sheets (115 pages). A part of his information, which was very important, concerned the policy of the Vatican and highly placed officials. His caretaker in Rome was the chief of the Rome Station of the Polish Intelligence, Major Edward Kotowski („Pietro“), who also paid him money for his work „for the BND“.

Father Hejmo’s reports were examined and evaluated by Colonel Tadeusz Grunwald, until 1982 the chief of the 4th Department’s Warsaw „Section D“. In the 1990s, Grunwald became a businessman. An other agent, recruited by „Lakar“ in the Vatican, was Father Piotr R., a close friend of John Paul II, code-named „Hrabia“ (Count).

Italian secret services began to trace him as a possible communist informer. Polish SB service organized a disinfo action to turn the attention from Father Piotr to other persons. Father Hejmo was a voluntary informer, while Father Piotr R. was blackmailed to become one. The IPN is continuing the research to discover more Polish SB agents in the Vatican.
The Soviet communist secret services in Warsaw communicated directly with the KGB HQ in Moscow. One of the reports communicates: „Our friends [of the SB] dispose of a powerful operational force [agents] in the Vatican, which enables them to reach directly at the Pope and to the Rome Congregation…“ This report has been made public by a Russian KGB defector, Vasilij Mitrokhin.

A failed journalist’s investigation

The attempt to assassinate the Polish Pope, on May 13, 1981, was a shock to the great majority of the Polish people. The Polish media was strictly controlled by the state censorship and only „approved“ news and comments were released. In the early 1980s, I decided to do some research on my own. Working on the staff of a popular weekly paper and also for Polish Radio and the TV, I had a chance to travel to the countries of the Soviet Bloc, while my trips to the West had been cancelled by the secret services (SB).

In 1983, I decided to go to Sofia, and to interview two Bulgarian intelligence officers, Vasiliev and Ayvazov, who escaped from Italy after the attempt on the pope. I succeeded to meet them, but only Vasiliev granted an interview to me. Of course, he denied any Bulgarian involvement in the attempted killing. But he also told me that he was very depressed, because many people associated him with Agca and the attempt, and his family was suffering because of this situation.

Then, I was asked to write an epilogue for a book on the attempt, which was originally published in France. My text was heavily censored, but some hints were left about the future of the investigation. When I was in Hungary, some Hungarian intelligence officers (with whom I worked in South Vietnam in 1973) told me they had doubts about the official outcome of the Agca trial. They told me Agca could not work alone, and Bulgarians helped him. Choosing an extreme right-wing killer was a purposeful choice of the Soviet KGB.

Then, in 1987, I was arrested as a „spy“ and put to jail for 8 years in Poland, after a secret trial by a Warsaw Military Tribunal. While in a communist jail, in Barczewo near Olsztyn (North-Eastern Poland), serving my sentence in a special prison ward, I incidentally met…Colonel Adam Pietruszka of the SB. Pietruszka, who was serving his 25 year’s sentence for his alleged part in the brutal murder of a „Solidarity“ chaplain, priest Jerzy Popieluszko (beatificated by John Paul II, after his death as a martyr). The chief of the killers’ squad was Major Grzegorz Piotrowski, the former chief of „Section D“ in Cracow. Pietruszka, who has been already released from jail and who told me in 1989 about his work in Rome, under a diplomatic cover, developing secret SB agents in the Vatican. He also told me that many high priests in Poland and in the Vatican did not believe in his participation in Popieluszko’s murder. He said that Piotrowski was „out of control“ and probably cooperated with the KGB. I couldn’t verify his claims.

I traveled to the USSR many times, in the 1970s and 1980s. Each time, Soviet officials asked me about the Pope and they regretted that John Paul II was still alive and active. My efforts to get out any details, concerning the May 13, 1981 attempt, produced no results. One time I was warned that if I continued to ask questions, I might never return home.

In 2005, I tried to reach Sergei Antonov in Sofia, Bulgaria, and interview him. But my Bulgarian journalist friends told me Antonov was insane, and in a psychiatric ward. True or not, he was fed special medicaments to „forget“. The KGB developed at least equal methods of mind control, as the CIA, or even better. Bulgaria is still under a Russian supervision, though a candidate-state to join the EU soon.

The 20-21 attempts on the life of the late Pope, John Paul II, still remain a mystery unsolved. „Wprost“ ends the article by a description of the pope’s meeting with Agca in a Rome prison, in 1982. The cameras of the Italian TV, filming the scene from a distance, recorded a moment, when John Paul II, after a short conversation with Agca, covered his face with the palms of his hands. He seemed to be very upset but calmed down and said to his would-be-killer: „What we told each other, that will remain our secret“ — he told the journalists. Did Agca reveal to the Pope who ordered to kill him? Did he point to the Polish accomplices? We shall never know.

In Poland, Judge Imposimato met with Polish researchers and investigators and examined some documents in the IPN. A final decision to begin an official investigation into the attempt at the life of the Polish Pope has not been made yet. But it is being considered by the Polish authorities the head of the investigative section of the IPN, Professor Witold Kulesza, told `Wprost’.

Krieg

Sahnige braucht die Bundeswehr

Michael Schulze von Glaßer – „Sport kombiniert mit Party“ war das Motto einer „Olympiade“, die im Mai in der Nordrhein-Westfälischen Stadt Warendorf stattfand.

Bei drei modernen Teamsportarten – Streetball, Beachvolleyball und Streetsoccer – nahmen an dem Wochenende vom 19.-21. Mai 2006 über 1000 Jugendliche teil. Abends wurden Partys gefeiert und DJ’s legten Musik auf. Die Veranstaltung wurde allerdings nicht von einem Verein organisiert. Auch die Stadt Warendorf oder soziale Einrichtungen der Region hatten nichts damit zu tun.

Unter dem ungemein spannenden Kürzel „BW Olympix ’06“ fand das „Teamsport-Event der Bundeswehr“ auf dem Gelände der Sportschule der Bundeswehr in der Kreisstadt Warendorf statt. Neben den sportlichen Angeboten hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich in mehreren Büros, die direkt neben den Sportstätten lagen, für die Bundeswehr einzuschreiben, um, wie von den flotten Veranstaltern suggeriert, eine „Karriere“ bei der Bundeswehr zu starten. Gleich neben dem „Streetsoccer“-Feld befanden sich die neusten technischen Errungenschaften der Armee. Neben schicken Panzern und luftigen Hubschraubern konnten sich die Jugendlichen auch den neuen Jeep der Bundeswehr mit der Bezeichnung „Fennek“ angucken – Technik, die blauäugige Teenager begeistert!

Mit den „BW-Olympix“ konnte die Bundeswehr gleich mehrere Erfolge erzielen. Einerseits steigt angeblich durch solch zivile Veranstaltungen die Akzeptanz der Bundeswehr in der Bevölkerung, was einem Gesetz für Bundeswehr-Einsätze im Innern sehr nützlich ist, anderseits kann die Bundeswehr dadurch neue junge und potente Rekrutinnen und Rekruten gewinnen. Nicht umsonst wird „Teamsport“ angeboten – immerhin wird auf den Schlachtfeldern der Welt „Kameradschaft“ groß geschrieben – und Fitness natürlich auch. Wer möchte da nicht seinem Mann stehen!

Diese Strategie der Bundeswehr ist nicht neu. Schon 2002 und 2004 fanden die „BW-Olympix“ statt, 2005 ging es mit der Bundeswehr zum „BW-Beachen“ nach Warnemünde.

Nur noch 15 Prozent der Männer im wehrfähigen Alter werden zu ihrem BW-Dienst herangezogen, immer mehr aber haben irgendwelche Beschwerden. Die Bundeswehr sucht sich die „Crème de la crème“ unter den jungen Erwachsenen aus. Der Musterungsstatus T (für Tauglichkeit) 1 ist der von der Bundeswehr bevorzugte. Diese „Sahnigen“ entsprechen dem Idealtypus eines Soldaten. Aber auch Schaumschläger, die als T2 gemustert wurden, können auch damit rechnen, ihren Dienst an der Waffe „verrichten“ zu können. Alle Anderen, die weiter vom sahnigen Ideal abweichen und über die „Schlagsahne“ oder den „Schaum“ hinaus ausbuttern, wer also beispielsweise Allergien oder Asthma hat, werden ausgemustert und müssen weder zur Bundeswehr noch Zivildienst verrichten. Verweigern können alle jungen Erwachsenen den Wehrdienst, müssen dann aber Zivildienst ableisten. Des Weiteren ist das Risiko zu hoch, vermeintlich kranke Rekruten zur Waffe zu bitten. Falls beispielsweise ein Rekrut bei einer Übung an einem Asthma-Anfall zugrunde geht, kämen auf die Bundeswehr horrende Entschädigungen zu. In Zeiten, in denen sich die Bundeswehr für 16 Milliarden Euro neue Düsenjäger zulegt, ist für solch einen Klamauk wirklich kein Geld da.

Die Vorgehensweise der Bundeswehr ähnelt stark an die der US-Armeen, obwohl sie doch gleichsam verschiedene Ziele verfolgen.

Den US-Streitkräften mangelt es derzeit an Rekruten. Nun versuchen sie mit allen Mitteln welche anzuwerben. Opfer dieser bittersüßen Anwerbestrategien sind Greenhorns, die dann, zu großen Teilen nach einer kurzen Ausbildung an der Waffe, direkt in die Krisengebiete wie den Irak geschickt werden und erkennen müssen, dass das Pentagon sie verheizen will. Dies ist auch der Grund für die mangelnde Bereitschaft zur US-Armee zu gehen. Es soll auch schon Anwerbungen des Pentagons in Deutschland unter Rechtsextremisten und Abwerbungen von Bundeswehrsoldaten gegeben haben. Doch das wurde von beiden Seiten weder bestätigt noch dementiert.


Amerikanischer Nascar-Bolide, der von der US-Navy gesponsert wird.

Die Bundeswehr hat hingegen eine große Auswahl an Rekruten und pickt sich die heraus, die am besten als Soldaten geeignet sind. Jedoch hapert es bei der Bundeswehr an Akzeptanz in der Zivilbevölkerung. Die Bundeswehr im Inland einzusetzen, stößt in der Bevölkerung auf Misstrauen. Bundeswehreinsätze im Ausland werden von der Bevölkerung oft wegen der damit verbundenen Verschwendung von Steuergeldern abgelehnt. Jedoch entschied die deutsche Regierung bislang über den Willen der Wähler hinweg, stimulierte Parlamentarier zur Abstimmung und bewilligte letztendlich die Regierungsvorgabe, nämlich die Bundeswehr-Einsätze. Gebe es in Deutschland eine direkte demokratische Abstimmung, wären deutsche Soldaten jetzt weder im Kongo noch an der Küste des Libanons; wie Umfragen zu diesen Ergebnissen ergaben.

Um aber letztendlich akzeptiert zu werden, rührt die Bundeswehr die Werbetrommel. Modern und attraktiv soll die Bundeswehr wirken. Neuste Technologien werden angepriesen – die mörderische Wirkung neuer Waffen jedoch ausgeblendet.

Die Websites der deutschen Armee sind auf dem neusten Stand der Technik. Fotos und sogar Videos der verschiedenen Vehikel der Bundeswehr können jederzeit online abgerufen werden. Es gibt sogar einen Katalog mit allen Waffen der Bundeswehr inklusive verschiedener Angaben wie „Schuss pro Minute“ und „Reichweite der Geschosse“. Ein direkter Link mit der Aufschrift „Karriere Bundeswehr“ darf auf keiner Startseite der Bundeswehr-Websites fehlen. Neben sportlichen Veranstaltungen besuchen Angehörige der Bundeswehr schon heute den potentiellen Nachwuchs in den Schulen und mühen sich, neue junge Männer und Frauen für die Armee zu begeistern. Aber: Das ist nicht neu. Das gab es zur Zeit des Kalten Krieges in der DDR und davor schon im Nazi-Deutschland. Das gibt es auch in vielen totalitären Staaten.

So darf man darüber staunen, dass die Führung der Bundeswehr befürchtet, zu einer reinen Berufsarmee „degradiert“ zu werden. Dies hätte zur Folge, dass die Nähe zur Bevölkerung noch weiter schwinden würde. Aber noch kommen viele Soldaten aus der Zivilbevölkerung und schaffen so eine Verbindung zwischen Bundeswehr und Bevölkerung. Diese Verbindung allerdings droht der Bundeswehr abzureißen.

Skandale wie jener, der die Abteilung „Kommando-Spezialkräfte“ betrifft, werfen zudem ein schlechtes Bild auf die Bundeswehr. Neben dem Folterskandal sollte hier auch die Misshandlung von Wehrdienstleistenden in verschiedenen Kasernen nicht vergessen werden. Das Image, das nie gut war – schon gar nicht zum Zeitpunkt der Gründung der Bundeswehr – scheint immer schlechter zu werden.

Nun zielt die Propaganda der Bundeswehr speziell auf jüngere Menschen, die noch beeinflussbar sind, um „von unten“ ein gutes Image aufzubauen. Der Auftritt solcher Rekrutierungskommandos muss für Jugendliche beeindruckend sein; moderne Autos neuester Generation entdeckt man immer häufiger im Fuhrpark der Bundeswehr. Und so kommt es schon einmal vor, dass die Soldaten zur Beerdigung eines Kriegsveteranen mit einem BMW der M-Klasse vorfahren. Auf allen Fahrzeugen klebt natürlich der Schriftzug der Bundeswehr; oftmals auch die Internetadresse.

In dieser Hinsicht kommt der Medien-Mainstream der Bundeswehr immer mehr entgegen. Besonders beim Nachrichtensender N24 kriegt man den Eindruck, dass nahezu jede Reportage mit dem Thema „Militär“ zu tun hat. Oft wird aalglatt eine einwandfrei funktionierende Technik angepriesen – die Wirklichkeit jedoch bleibt im Verborgenen.

In „Lenz – das junge Magazin“, einer wöchentliche Beilage für Jugendliche in der Zeitung „Westfälische Nachrichten“, wurde zuletzt die Karriere einer 18-jährigen Soldatin beschrieben. Der Artikel ist eine Verführung der Jungendlichen und zeigt weder den realen Alltag noch die Gefahren Soldat zu sein. So schwieg man vor einem Einsatz über Krieg oder Angst. Die jugendlichen Leser erfuhren, wie sie bei der Bundeswehr auch eine Ausbildung machen können und wie toll es doch ist, damit zugleich seinem Vaterland zu dienen. Negative Aspekte des Soldatenlebens wurden ebenfalls verschwiegen. Der vorletzte Satz in dem Artikel mit der Überschrift „Ich bin Soldat geworden, keine Friseurin“ lautet wie folgt: „Nicht in der Disco, sondern in der Lützow-Kaserne fand sie (die Soldatin) ihre große Liebe.“ Von den Folgen dieser Liebe keine Spur. Spendiert die Bundeswehr jetzt auch Verhütungsmittel?

Extra für Jugendliche wurde sogar eine Internetseite eingerichtet. Auf ihr können sich die Jugendlichen interaktiv austauschen. Und der „Große Bruder“ liest selbstverständlich mit und taxiert schon mal die Plappermäuler.

Aber auch hier wieder werden die neuen Technologien der Gerätschaften angepriesen.

Mit Gewinnspielen wird versucht die Jugendlichen zu ködern. Um beispielsweise einen iPod im Tarnlook zu gewinnen, muss man erst einmal Mitglied der „Community“ werden. Über fünfzehn persönliche Angaben müssen die Jugendlichen bei der Anmeldung eingeben. Es wird beispielsweise nach der deutschen Staatsangehörigkeit und der momentanen Tätigkeit gefragt. Auch Handylogos, Bildschirmschoner und Wallpapers sind auf der Homepage zu finden – eben alles, wofür Jugendliche sich angeblich interessieren – und alles mit dem Logo der Bundeswehr versehen.

Eine unverschämt stämmige Truppe – wie im richtigen Krieg! Da aber der Krieg fern von Deutschland lauert, ist die Front derzeit fern der „Heimat“. Blauäugig waren sie, die Sahnigen, die Crème de la crème, schon immer – blind wurden sie hinterher, wenn sie nicht schon vorher fielen.

Ballerspiel: „America’s Army“
Wie immer sind auch hier die USA das große Vorbild. Als eines der besten Beispiele für die oftmals hinterhältigen Anwerbungsversuche bei der US-Armee gilt derzeit ein Computer-Game names „America’s Army“. Dieser „Ego-Shooter“ wurde im Juni 2002 (also kurz nach Beginn des Afghanistan-Krieges) veröffentlicht. Es ist frei auf einer Homepage der US Army als Download erhältlich. Zuvor aber muss man sich selbstverständlich registrieren – mit allen Konsequenzen.

Spieler dieser Kriegssimulation bezeichnen das Game als sehr realitätsnah. Doch wissen sie schon vom Krieg? Waren sie jemals als Soldaten in einem richtigen Krieg? Sahen sie den Tod leibhaftig in die Augen? Erfuhren sie das Leid, wenn Kameraden neben ihn verbluteten? Kriegs-Vetaranen aber, die den Krieg bestens kennen, haben die Schnauze von ihm und von der niederträchtigen Art und Weise, wie sie von der amerikanischen Gesellschaft behandelt werden, voll.

Das Game wurde vom MOVES Institute der Naval Postgraduate School entwickelt und vom amerikanischen Steuerzahler bezahlt. So muss man zu Beginn des Spieles eine virtuelle Ausbildung, bestehend aus verschiedenen Schiess- und Hindernisübungen bestehen. Dabei wird den besonderen Fähigkeiten auch eine bestimmte Funktion (die es auch in der Armee gibt) zugeordnet. Ist man beispielsweise auf dem virtuellen Schiess-Stand sehr erfolgreich, kommt man in eine „Sniper School“, in der man seine Fähigkeiten noch verbessern kann. Alle Waffen entsprechen dem Original-Equipment der US-Army.


Screenshots der von der US-Army frei zum Download zur Verfügung gestellten Kriegssimulation „America’s Army“.

Da das „Ballerspiel“ online zu spielen ist, kämpfen immer Gruppen meist junger Leute gegen eine andere Gruppe von PC-Spielern. Dabei ist interessant, dass beide Teams sich in Gestalt von US-Soldaten sehen und die feindlichen Soldaten als Terroristen. Das gegnerische Team wiederum sieht sich als Soldaten und die Spieler des anderen Teams als Bösewichte.

Hierarchie täte der Realität natürlich einen Abbruch. So gibt es Team-Leader, die den Rang eines Offiziers haben und ihr Team befehlen. Jeder Spieler sammelt Punkte während einer Mission. Wird ein Gegner erschossen, gibt es als Pluspunkte so genannte HONOR-Points – Ehren-Punkte – wer einen Zivilisten oder gar ein Team-Mitglied erschießt, dem werden Punkte abgezogen. Da Jugendliche am häufigsten Computerspiele spielen, ist das Ziel des Propaganda-Games klar – neue Rekruten für die Armee zu begeistern. Zudem, so ergaben Studien im Auftrag des Pentagons, werden schon frühzeitig auf spielerische Weise die psychischen und physischen Fähigkeiten künftiger Top-Soldaten trainiert, denn der Krieg der Zukunft, wie es sich amerikanische Militärs erträumen, soll ein Krieg der von (in „sicheren“ Bunker hockenden) Soldaten gesteuerten Kampfmaschinen sein.

Die Choreographie ziviler Gewalt

deutschland

Open Letter to the Rulers in Germany

Karl Weiss – In fact you almost persuaded us. We were nearly convinced of the stories of the alleged welfare state making all of us into a great family, of the constitutional state that enjoins justice for everyone, of the democracy where3 we supposedly join in the conversation and of constitutionality allegedly protecting everyone.

We were almost convinced we really had the same interests as your corporations, banks and politicians.

We almost believed that all our desires could become reality in capitalism: enough money to live, suitable housing, education for the childre4n, child care so women could cooperate, sufficient jobs for everyone who wants to work, a complete and progressive health care, training and places at a unive4rsity, a future worth living for our children, a decent pension after a full working life and perhaps a little extra every now and then.

It would be beautiful if a just state could be created here in capitalism.

But now we must admit shocked that all this was only a sleeping pill with a limited effect for us. You in no way provided all this for us. Tat we wanted this seems bluntly absurd.

The sixties, seventies and even the eighties almost sold all this as possible. We were almost there; not much was lacking. Having a car and taking a vacation was beautiful. We cannot deny this. But now we see already this cannot be afforded any more and will not last long. It was wonderful that some of us could fulfill the dream of a little house. Now we see how those who are unemployed cannot usually afford the payments.

Now you explain to us repeatedly and in detail: whether we have enough to eat, whether we have jobs and whether our children have a future – all this isn’t your problem. You only worry about your profit and we should not criticize.

You shocked us with the health reform and the ten-euro visitation fee for the doctor. Still we thought everything wasn’t so bad. When you cut the pensions again and again, we still hoped other politicians would cancel this. Then when Hartz IV (radically reducing social benefits by combining income support and unemployment money) was introduced, the promise that no one would suffer want if he or she couldn’t find work was broken. Then many were rebellious and the Monday demonstrations began. You trivialized this but have no illusions. The status quo will not last.

That all your parties, the laws, the media and even some social associations have accepted Hartz IV is deeply shocking to us. No constitutional court stopped this. Now we know, the constitutional state, democracy and the constitution are all hollow phrases to deceive us.

Still most of us are paralyzed by horror, unable to do anything and helpless about what must be done. But in the depths of our hearts, we know what we must do. Most of us will not yet admit this and wrestle with ourselves. More and more we realize: capitalism has not changed its face. You could only hide your real grimace for a brief phase in history. Capitalism has no future for our children or us. We will have to make the revolution and send you packing.

You abolish our jobs as you please. You cut our wages, lengthen our working hours, let the pensions fall to nothing and carry out the greatest tax increase (for us) in the history of Germany while your big corporations and banks pay no taxes any more. You cancel the apprenticeships that our children need and ignore those who have not found a stable work situation.

You call us social parasites when we don’t find any work, are sick, need care or are seniors. You defraud us of money that we and our fathers and mothers paid in to social security. You use the money for other things and now shrug your shoulders: there’s nothing for you any more.

You have a strong grip on the newspapers, journals, television and radio. They shower us with your ideology that the state doesn’t exist to look after us when we are needy. Earlier it occurred to us that the unanimous ideology comes from the media and the responsible ones never stand on our side. This insight is beginning to spread like that insight that communists did not devour little children. Now we are also be4ginning to find alternative news on the Internet.

For years our real wages have been falling and are cut additionally by lengthened working hours. You want us to continue working to 67. There4 is even talk of pensions at 70.

We have started to reject this. In the elections that you always use as a great excuse (“The majority voted for this”), we have taught your politicians a lesson. In the last Bundestag election, 35% of those entitled to vote voted for your parties. Only 20% of the population has confidence in your politicians.

That the “Club of Rome,” one of your think tanks, proclaimed that only 20% will be needed in the future and the others will be without work is a coincidence. Thanks for the frankness.

The present does not make us worried and furious but the future you have earmarked for us. Nearly every one of us must expect unemployment before retiring. Then one is called work-shy. After paying in the social treasuries for decades, one is placated with alms far below the poverty line, unemployment benefits II or later pensions.

After humiliating petitions to authorities that send inspectors to our living quarters, politicians announce in a choir: social hammocks, social parasites and misuse!

For the rest of life, there are “vouchers” to get something to eat. Health care is so limited that necessary operations cannot be performed any more. One either moves into a tiny dwelling or becomes homeless. That is the future you design for us. Then you drum into our heads that people in developi9ng countries face worse conditions.

Thanks also that one of your politicians made clear to us that food is in no way guaranteed with the “voucher”: “Whoever does not work should not eat.”

Perhaps that already occurred to us – or some of us. People easily fall into resignation, despair or depression. Your plans are mainly directed against our children. While we noticed that class sizes increased more and more when the discussion about student tuition began, we saw when you cancelled more and more apprenticeships that our children were condemned to remain at home with us if they couldn’t find any work and were offered only part-time jobs, mini-jobs, one-euro jobs, contract work, practical assignments and precarious work.

We love our children and will not let you do this to them! This is crucial! We now fight against you even if our struggle was clumsy in the beginning. You don’t have4 the least presentiment how intense is the rage in our bellies and how wild is our determination. You are obviously not very impressed by our struggle. Those union leaders allied with your parties always successfully choked off the battles before they began. Still we learned. Look, the number of union members in the striking factories has doubled.

Yes, we will learn to be combative – and we will learn French. You should begin to tremble.

Translation: MB Translation