afrika

Der Wonga Coup

Dr. Alexander von Paleske — 8.7. 2006 — Wie eine Meute von ehemaligen Absolventen britischer High Society Schulen (Public Schools) einen ölreichen afrikanischen Staat im Jahre 2004 erobern wollte. Mit dabei: Sir Mark Thatcher, Simon Mann, Greg Wales, David Hart, Eli Calil, Lord Archer, Howard Flight sowie ehemalige Apartheid Söldner aus Südafrika. Ebenfalls mit dabei als Transportoffizier: der Deutsche Gerhard Eugen Merz.

Der fehlgeschlagene Coup im ölreichen westafrikanischen Staat Äquatorial Guinea, der auf die Beseitigung des despotischen Präsidenten Obiang Mbasogo Nguema und die Installierung eines Marionettenregimes unter der Leitung von ehemaligen Söldnern abzielte, ist in England wieder in den Schlagzeilen. Der Grund dafür ist die Veröffentlichung eines Buches mit dem Titel „Wonga Coup“ von Adam Roberts. Wonga ist ein Slangwort für Geld, das mehrere der “Coupisten” benutzten.

Der versuchte Coup erregte damals erst dann grosses Aufsehen, als Mark Thatcher wegen seiner Beteiligung in Südafrika verhaftet wurde.
Äquatorial Guinea ist der drittgrösste Erdölproduzent in Afrika, nach Nigeria und Angola.

Am 4. März 2004 landete eine betagte Boeing 727 auf dem Flughafen der simbabweschen Hauptstadt Harare. An Bord mehrere Dutzend Söldner aus den ehemaligen Terror-Mörder-und Zerstörungskommandos Apartheid-Südafrikas, wie dem 32. Buffalo Battalion, das für die komplette Zerstörung des Südens Angolas und der Tötung unzähliger Befreiungskämpfer der SWAPO in den 70’ und 80er Jahren verantwortlich zeichnet.

Die Maschine, die dort einen Zwischenstopp zum Aufladen von Waffen eingelegt hatte, steht noch heute dort. Die Söldner sind nach einem mehr als einjährigen Zwischenaufenthalt im Hochsicherheitsgefängnis von Harare wieder nach Südafrika zurückgekehrt, bis auf einen, Simon Mann.

Ziel: Malabo, Aequatorial Guinea
Ziel war eigentlich die Hauptstadt von Äquatorial Guinea, Malabo. Gleichzeitig wurde in Malabo eine Reihe von Südafrikanern festgenommen und zum Teil zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. Der Deutsche Gerhard Merz starb dort nach weniger als zwei Wochen im berüchtigten Black Beach Gefängnis, vermutlich an den Folgen von Folter.

Britische Hintermaenner
Werfen wir zunächst einen Blick auf die Drahtzieher und Hintermänner aus dem Vereinigten Königreich Grossbritannien. Da wäre zunächst Simon Mann zu nennen, Eton Absolvent, Sprössling einer reichen Bierbrauerfamilie. Er diente dereinst in der Spezialeinheit SAS, bevor er sich der ertragreicheren Tätigkeit eines hauptberuflichen Söldners zuwandte.

Sein Ziehvater: Tony Buckingham, Inhaber der Söldnerfirma Sandline und Gründer von und Direktor in der Ölfirma Heritage Oil. Er kümmerte sich vorwiegend um dessen Ölfelder und Diamantenminen in Angola, letztere firmierten unter dem Namen DiamandWorks. Dort arbeitete er eng mit dem Apartheiddreck der südafrikanischen Söldnertruppe Executive Outcomes zusammen, die von der Regierung Angolas angeheuert worden war, um den Bürgerkrieg zu ihren Gunsten zu gestalten.

Simon Mann soll der Organisator des Putsches gewesen sein. Er wurde in Harare rechtzeitig verhaftet und ist für eine Auslieferung nach Äquatorial Guinea vorgesehen. Reichlich trübe Aussichten.

Dann wäre als nächstes Eli Calil zu nennen, ein Libanese mit britischem Pass. Calil, bekannt für seine windigen Ölgeschäfte, hat in Frankreich ein Verfahren wegen Geldwäsche pp. gegen sich laufen. Er sorgte auch dafür, dass das nigerianische Ölgeld, das der seinerzeitige Diktator Sunny Abacha zusammengerafft hatte, auf sicheren Konten in Europa landete, alles illegal natürlich.

Calil ist auch ein guter Freund von Tony Blairs Skandalminister Peter Mandelson, der zweimal das Blairsche Kabinett verlassen musste, weil er es nicht lassen konnte, Geschenke von Leuten wie Calil anzunehmen. Tony Blair fand allerdings wieder eine Beschäftigung für ihn. Ein richtiger Freund ist ein guter Freund, diesmal in Brüssel als EU Handelskommissar.

Mandelson hat heftig bestritten, etwas mit dem Coup zu tun gehabt zu haben. Man wird sehen.

Calil soll Simon Mann mit dem äquatorialguineaschen Oppositionspolitiker Severo Moto Nsa zusammengebracht haben. Moto war als Regierungschef nach dem Coup mit eingeschränkten Vollmachten und unter Dauerbewachung südafrikanischer Söldner vorgesehen. Calil streitet natürlich alles ab.

Weiter geht’s mit Lord Jeffrey Archer, ehemaliger Vorsitzender der Konservativen Partei Maggie Thatchers. Er hatte gerade eine mehrjährige Freiheitsstrafe wegen Meineids und Behinderung der Justiz verbüsst.

Er soll ein wenig Taschengeld auf Simon Manns Coup-Sparkonto eingezahlt haben, das in dem Finanzparadies Guernsey eingerichtet war, die kleine Summe von 100.000 Pfund. Er bestreitet das natürlich, aber es findet sich dort ein Eingang von einem J.H. Archer – ein Namensvetter?

Als nächstes dann Greg Wales, eine Figur aus der Londoner Geschäftswelt mit Afrika Erfahrung. Er bestreitet natürlich auch alles, aber ich bin im Besitze eines Briefes, der das genaue Gegenteil bezeugt.

Dann David Hart, ein guter Freund von Maggie Thatcher. Er händigte während des Streiks der Arbeiter in den Kohlezechen in den 80 er Jahren Geld an Streikbrecher aus, und zwar von einer Suite in dem Hotel Claridges, wo die Übernachtung so viel kostet, wie ein Zechenarbeiter im Monat verdient. Auch er soll involviert gewesen sein.

Weiter geht’s mit Howard Flight, ehemaliger Vizechef der Konservativen Partei. er hatte einen Kredit für die Not leidende Landbevölkerung in Äquatorial Guinea klargemacht in Höhe von 30 Millionen Pfund und zwar über die Investec Bankengruppe, für die Zeit nach einem erfolgreichen Putsch, versteht sich.

Und natürlich Mark Thatcher, der immer für eine Schlagzeile gut ist, meistens unerfreuliche.

Mama Maggies liebstes Kind war nicht nur ein enger Freund von Simon Mann, er kümmerte sich als Aviator des Putsches um die fliegerische Logistik, einen Hubschrauber wollte er zu dem Unternehmen beisteuern. Gekauft mit seinem Geld war der bereits.

Vor einem Kapstädter Gericht hat er sich schuldig bekannt, gegen Südafrikas Anti-Söldnergesetze verstossen zu haben. Er wurde zu einer saftigen Geldstrafe und einer Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Dadurch vermied er es, nach Äquatorial Guinea ausgeliefert zu werden, einer Reise ohne sichere Rückfahrkarte.

Südafrikanische Drahtzieher
Und wir wollen die südafrikanische Seite nicht vergessen, nicht die einfachen Söldner, die für das Kämpfen und Sterben vorgesehen waren, sondern die Drahtzieher.

Nick du Toit, Teil des Vorauskommandos. Er hatte als angeblicher Fischfangunternehmer sich dort in Äquatorial Guinea schon einmal eingenistet mit einem Fischkutter, der allerdings niemals Fische fangen sollte. Nick du Toit kann auf eine lange Karriere in den Terror- und Mörderkommandos des Apartheidregimes zurückblicken. Vor 21 Jahren kam er mit seiner Gang, genannt Reconnaissance Commando oder kurz RECCE hier nach Gaborone. Die Gang brachte 14 Menschen um, darunter eine schwangere Frau und ein sechsjähriges Kind und jagte anschliessend eine Reihe von Häusern in die Luft. Das ist hier keineswegs vergessen und viele meiner Mitarbeiter können sich noch gut daran erinnern.

Als nächstes “Bones” Boonzaaier, auch er ein alter RECCE Mann.
Dokumentiert ist sein Einsatz im Juli 1975, wo er mit einem Kommando in Sambia einfiel und 190 Befreiungskämpfer der namibischen Befreiungsbewegung SWAPO in deren Lager Schatowa im Morgengrauen überraschte und im wahrsten Sinne des Wortes abschlachtete (Peter Stiff, Silent War, 2001, Seite 225).

Er ist gerade aus gesundheitlichen Gründen aus der Haft in Malabo entlassen worden. Ihm wurde Mitleid demonstriert, das er zeitlebens selbst, jedenfalls gegenüber Schwarzen, nie aufbringen konnte.

Und ein Deutscher
Mit dabei der Deutsche Gerhard Eugen Merz, ehemaliger Transporteur von Massenvernichtungswaffen in den Iran. Seine Frachtfirma war ACL, mit Sitz in Frankfurt und Hahn im Hunsrück. Für ihn war es die letzte Reise und das Deutsche Auswärtige Amt tat alles, um die Sache unter den Teppich zu kehren. Angelegenheit unbekannt, obwohl sie mehrfach durch die Presse hier im südlichen Afrika ging.

Erst als ich Strafanzeige bei der Generalstaatsanwaltschaft bei dem Landgericht Berlin erstattet hatte, wusste man auf einmal Bescheid. Umgekehrt hatte das AA sofort nach der Festnahme von Merz die Deutsche Botschaft in Kamerun, zuständig auch für Äquatorial Guinea über den Hintergrund von Merz informiert.

Ein Beamter der Botschaft, der keinerlei medizinische Kenntnisse hatte, beeilte sich, festzustellen, dass die Leiche keinerlei Anzeichen von Folter aufwies während der in Kamerun stationierte Botschaftsarzt keine Veranlassung sah, dorthin zu reisen “weil Herr Merz ja schon tot war”, wie er mir gegenüber erklärte.

War Merz ein Mitarbeiter des BND? Hat man ihn dort “absaufen lassen”?

Gerhard Merz kam mit einer Antonow, in Armenien gechartert und samt Crew angereist. Die Maschine hatte jedoch technische Probleme und so kaufte Simon Mann kurzerhand eine betagte Boeing 727 in den USA. Diese hob am 4, März 2004 vom Flughafen Wonderboom nahe Pretoria ab. Nicht ahnend, dass man sie in Harare, der Hauptstadt Zimbabwes bereits erwartete um dem Söldnerspiel den Garaus zu machen.

Offene Fragen
Dennoch bleiben einige Fragen noch zu beantworten: Wie weit war die Blair Regierung, die zwei Monate zuvor detaillierte Informationen über den geplanten Putsch erhielt, selbst involviert? Das Foreign Office, man höre und staune, bestellte daraufhin den Obersöldner Tim Spicer, einen ehemaligen Arbeitskollegen von Simon Mann, zum Gespräch ein.

Was wurde da verhackstückt?
Welche Rolle spielte der Auslandsgeheimdienst MI6? Chef des Dienstes war seinerzeit Sir Dearlove. Sein Neffe, Justin Longley, war in der Söldnerfirma Simon Manns’ beschäftigt. Und wie weit war Tony Buckingham involviert, der seine Söldnerfirma Sandline sechs Wochen nach dem Coup dichtmachte, mit der Begründung, nicht genug Unterstützung von der britischen Regierung zu bekommen?

Wir werden sehen, der Skandal ist noch nicht zum Abschluss gekommen.

Nachtrag vom 10 September 2009
Die Staatsanwaltschaft Darmstadt und ihr folgend die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt (M) haben trotz vorgelegter Beweismittel das Ermittlungsverfahren gegen die Verantwortlichen der Offenbacher Luftfrachtfirma, in deren Auftrag Merz nach Malabo kam, eingestellt. Siehe hier.

Ein Putschversuch in Afrika und ein juristisches Nachspiel in Hessen
Guardian Spezial Report
Amazon: The Wonga Coup

Dr. Alexander von Paleske ist Arzt für Innere Medizin – Haematologie und Head des Department of Oncology am Princess Marina Hospital im afrikanischen Gabarone in Botswana. Herr Dr. von Paleske ist ehemaliger Rechtsanwalt beim Landgericht Frankfurt (M).

Prostituierte, Parties, Pferderennen, Penny Stocks, Deutsche Bank in Toronto und Khashoggi
Gletscher, Safari und Zyanid – Barricks-Gold
Massenvernichtungswaffen für den Iran
Söldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe

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terror

The New York Jihad flood starts in Lebanon?

Walid Phares – More information has transpired about one of the designated participants in the alleged plot, which according to the Federal Bureau of Investigation, was to bomb the Holland Tunnel, connecting New Jersey with Manhattan, with the ostensible goal of flooding the financial district of Manhattan. Details of the plot were published in the New York Daily News today.

Sources in Lebanon revealed that a key figure in the plot was a Lebanese national, who had been arrested in Lebanon on April 27, 2007 upon the request of US authorities. His real name is Assem Hammoud, who also used the name of Amir Andalousi. The sources said he is a computer science professor. He is apparently the only Lebanese among the eight suspects, who are from six or seven countries. It is understood that Hammoud was close or part of the Zarqawi group.

This is a translation of today’s communiqué from the general-directorate of Lebanon Internal Security Forces. (Translation was performed as a direct transcription of Arabic words into English words)

”After information as a result of constant surveillance of suspected internet websites, observation took place of “chat rooms” and e-mails on extremist Islamist websites used to recruit terrorists around the world. The result of their analysis showed that they were connected with the planning of the execution of a big terrorist act targeting the tunnels in New York under the Hudson River. As a result of rapid technical pursuit of what is called the Internet Protocol, used by hundreds of persons, and in cooperation and coordination with the Federal Bureau of Investigation (FBI), and based upon an indication from relevant judicial authorities, the Information Division of the Internal Security Forces identified the wanted person, A.H., a Lebanese nicknamed Amir Andalousi, who was living a life of pleasure, far from suspicions. His arrest took place on April 27, 2006.

Upon an investigation of him, he confessed that he belonged to an extremist organization and was currently preparing to execute a big terrorist act in the United States. For this purpose, he undertook to send detailed maps about the place and manner of executing this operation to his partners, through the internet. He was intending to travel to Pakistan in the near future to undertake a training course to last for four months, provided that the time of the operation was to be at the end of 2006. It was requested from him not to show any religious tendencies during his stay in Lebanon and to give the picture of a frivolous and uncommitted youth. He implemented this expertly. During 2003, he met a Syrian in Lebanon, who gave him many weapons courses. He headed in the Syrian’s company to Ain El-Helweh camp and undertook a training session of light weapons during the tenth month of 2005. He met a foreigner, who asked him to guarantee apartments to host jihadists, recruit persons, and collect money and weapons for the organization. He was in communication with in many persons in foreign countries.

Coordination with security apparati occurred so that they were able to arrest most of the members of this group.”
(End of the communiqué)

As a quick commentary on the Lebanese security release and the sources information, here are few points to consider:

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1. Assem Hammoud’s war name “Amir Andalousi” evidently indicates his personal ideological interest or connection to Spain, or al Andalous, for Andalusia. The last name is not the only reference in Jihadi linguistics, but also his first nom de guerre: Amir. From Arabic, it is also transcribed as Emir. In Jihadi hierarchy “Emirs” are commanders, high or lower levels. This could be a rank or an appointment. Hence, for our fertile imagination, his Jihadi personality is an “Andalou Emir.” But from here on, two tracks are possible. One is that he has the link to Spain, a past one. But the second track is that he has chosen this nickname as just that: a code name among Jihadists, to be used in chat rooms and within correspondence. Keep in mind that the Andalousian fantasy is alive in the minds of the Salafi Jihadists. As a young student in Lebanon, I do remember vividly how intense where the fundamentalists about al Andalous. It could also be both: that he chose that name for Jihadi fervor, but that he also has a link. Let’s see which scenario will be confirmed. Ironically I just came back a forum in Spain organized by a national Think Tank, under the auspices of former Prime Minister Jose Maria Aznar, which one of the central themes was to examine the “Andalousian” factor in al Qaida’s doctrine.

2. The “extremist organization” he belonged to, in Lebanese legal and Governmental language is found in the Salafist pool: It ranges from al Qaida-branch to Asbat al Ansar to Abu Muhjen’s direct unit; but it could be another off shoot as well. Most likely, he is linked to the al shabaka al jihadiya, which within Lebanon’s inner Jihadi world, is a web of cells and individuals who have aggregated together to support the worldwide Jihad since Afghanistan’s Soviet war, and have grown in numbers through the Iraq war. The shabaka is found in all visible groups, including the asba and the former Harakat al Tawheed, including the Hizb al Tahrir. To describe it dramatically as Lebanese analysts have put it: No one knows where exactly it starts but we know where it ends: al Qaida. And since the Lebanese battlefield was dedicated by al Qaida’s commanders to support the general efforts in Iraq, it is then more likely that at the Iraqi end of the network was Abu Mus’ab al Zarqawi. At the Lebanese end, you have a web stretching into the main radical Sunni neighborhood from Tripoli to Saida into the Palestinian camps.

3. The fact –if verified- that he is a “computer science” professor would heighten my own suspicion of the whole context and would revive some theories and observations I had developed since the 1990s about the penetration of this field. But that is another story. A computer science professor means that “technological know how” was available, that an access to maps, data, and more was potentially requested, and that other “colleagues” may well be in the picture. These are just theories of course.

4. If you read this sentence from the Lebanese security report well you’d draw very important conclusions: “It was requested from him not to show any religious tendencies during his stay in Lebanon and to give the picture of a frivolous and uncommitted youth.” First start with the “it”: Who requested this guideline from him? Obviously a higher level of command, and a sophisticated one. In Jihadi tactics, Taqiya is just about that: You have the right to play another personality until you perform your mission. Unfortunately many among us are still unaware of it. Often media reactions to arrests start with “well, he didn’t look like he was a fundamentalist.” Well, now you have your answer. The misinformation is not restrained to the public, but is also present in the judicial world facing off with Terrorism. At the Detroit Terror case where I testified as an expert in 2003, I wasn’t even able to give a real example of Taqiya from an article published in a national daily.

5. When you read this sentence from the report, you raise even more questions: “He was intending to travel to Pakistan in the near future to undertake a training course to last for four months”. So inside Pakistan, there are “training spaces” for Jihadists, including al Qaida. If you link most cases in the West from London, Toronto, and many groups in the US, you’d conclude that “going to Pakistan, or into Afghanistan,” is a common trait. Which should begin to draw some analytical conclusions, not just that there is “something central” in Pakistan, but that all the Jihadi groups (or most), including the so-called “homegrown” in different countries are linked or wish to be linked.

6. The report says that “during 2003, he met a Syrian in Lebanon, who gave him many weapons courses.” Syria withdrew from Lebanon (officially) in April 2005. So the question is this: Was that Syrian operating under the Syrian Mukhabarat or as an opposition to them? Articles in the Lebanese press between 2003 and 2005 report that Jihadists were heading into Lebanon from various parts of the region, and many local Jihadists inside Lebanon were shipped by buses “through” Syria to Iraq. The buses were not traveling underground and the articles in al Nahar and al Safir were not secret. Thus we have two theories: First, Jihadists in Lebanon between 2003 and 2005 were acting under Syrian observation and tolerance, as long as they were heading towards Iraq to kill Americans, Coalition soldiers and Iraqis. Many Salafists in Lebanon, who disliked the Baath ideologically, took advantage of the Assad umbrella to go perform Jihad in Iraq. Just note that it was precisely for this reason, among others, that Washington and Paris introduced then voted UNSCR 1559 in September 2004: Assad had refused to stop the Jihadi activities across the two borders. Note too, that the one of the main supply lines in warriors for Zarqawi started from Lebanon, and especially inside the Islamist sectors of the Palestinian camps. Another theory is that “al Andalousi” operated among a group of Salafists outside Syrian observation.

7. The report continues: “He headed in the Syrian’s company to Ain El-Helweh camp and undertook a training session of light weapons during the tenth month of 2005; which again point the finger at the basis of Jihadists inside the armed camps. And also shows that a “Syrian” (we still need to uncover his affiliation) escorted a Lebanese Jihadi inside a Palestinian camp for training. Note the date: “Tenth month of 2005,” that is October, i.e. 6 months after the official withdrawal of April. This would leave the analyst with the picture that although the Syrian troop evacuated, yet Syrian operatives are in touch with Jihadis and have access to the camps.

8. The report goes on to state: “He met a foreigner, who asked him to guarantee apartments to host jihadists, recruit persons, and collect money and weapons for the organization. He was in communication with in many persons in foreign countries.” A foreigner means a non-Lebanese. The information signals that a plan is designed to establish a vast network of Terrorism in Lebanon and in foreign countries. From a background expertise on Syrian, Hizbollah and Salafist operations out of Lebanon, one would project that the “network” Assem Hammoud has Jihadi business with has cells in various countries, with the very legitimate assumption that the US isn’t obviously one of them.

9. Internet use: over the past few years, many among us, including myself have insisted that internet and the chat rooms have become “the” new habitat of al Qaida and other related groups. Evidently this case, especially when clarified and confirmed, will show that cyber war with Terror is serious and is shifting the battleground significantly. It is also opening our mind inquiry about the whole issue of traditional monitoring of the Terrorists with all strategic implications on the so-called NSC domestic surveillance issue. It just shows us that the Jihadists are way ahead of us, our legal system and our national consensus. Fortunately the FBI and their Lebanese counterparts have been able to catch a “fish” in the murky waters of international cooperation.

But I advise caution, and a lot of it. We don’t know who is that “Syrian,” and where are his allegiances. We don’t know much about the Lebanese end of the investigation and its complexities: “Intox” could also be a factor. But the psychological conditions are very plausible: Such an operation would be as a revenge for Zarqawi’s elimination. I invite the reader to re-read the speeches of eulogy by Bin laden and Zawahiri, and see what is common to both: a threat of massive retaliation inside the US!

But having noted that, the one remaining item for public concern are “the plans” devised by the cell: Major cataclysm in Amrica. This reinforce the conviction that the “strategic intentions” of al Qaida, the Jihadists, their direct and indirect allies, and the would-be Jihadists seem to converge into one pool: They want the US homeland’s security seriously wounded.

Dr Walid Phares is a Senior Fellow with the Foundation for the Defense of Democracies and the author of Future Jihad.

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terror

FBI vereitelt El-Kaida-Anschlag auf New Yorker Tunnel

AFP – Die US-Bundespolizei FBI hat einen Terroranschlag von El-Kaida-Anhängern auf eine der wichtigsten Verkehrsadern New Yorks vereitelt. Im Zusammenhang mit dem Anschlagsplan seien außerhalb der USA drei Verdächtige festgenommen worden, deren Anführer sich klar zum Terrornetzwerk El Kaida bekannt habe, sagte New Yorks FBI-Chef Mark Mershon. Nach Informationen der Zeitung „Daily News“ wollten moslemische Terroristen den viel befahrenen Holland-Tunnel unter dem Hudson-Fluss zwischen New Jersey und Manhattan sprengen.

Bei dem Anführer der mutmaßlichen Terroristengruppe handelt es sich laut Mershon um einen libanesischen El-Kaida-Anhänger, der inzwischen festgenommen worden sei. Der Mann habe ausgesagt, der „Philosophie der El Kaida zu folgen und einen Gefolgschaftseid auf Osama bin Laden geschworen zu haben“. Der Verdächtige habe zudem eingeräumt, der Kopf der Gruppe gewesen zu sein. Insgesamt habe das FBI acht Hauptverdächtige identifiziert, von denen fünf auf freien Fuß seien, sagte Mershon. Der Anschlag hätte im kommenden Oktober oder November ausgeführt werden sollen. Die Explosion hätte New Yorks Finanzdistrikt um die Wall Street unter Wasser setzen sollen.

Nach Informationen des libanesischen Innenministers Ahmed Fatfat wurde der Verdächtige vor sechs Wochen in Beirut gefasst. Aus diplomatischen Kreisen im Libanon verlautete, der Festgenommene heiße Assem Hammoud. Bei dem Namen Amir Andalousli, den die New Yorker Zeitung „Daily News“ genannt hatte, handle es sich um einen Decknamen. Der Vorsitzende des Ausschusses für Heimatschutz im Repräsentantenhaus, Pete King, sagte dem Sender CNN, das FBI und örtliche Behörden hätten seit neun bis zehn Monaten ermittelt und dabei genaue Pläne aufgedeckt. New Yorks Senator Charles Schumer sagte, die Pläne seien offenbar noch in einem Anfangsstadium gewesen.

Nach Angaben der „Daily News“ zielten die Terroristen darauf ab, mit dem Anschlag das Finanzviertel um die Wall Street im Süden von Manhattan zu überfluten. Dies wäre aber selbst bei einem Einsturz des Tunnels unwahrscheinlich gewesen, da Manhattan über dem Wasserspiegel liegt. Für eine Zerstörung des Tunnels wäre vermutlich eine enorme Menge Sprengstoff nötig, da die Röhren aus robustem Stahlbeton gebaut sind.

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Communiqué ATS/SDA: ULTIMATUM

ULTIMATUM

Claude Covassi – Je laisse jusqu’à lundi 10 juillet 2006 1800 à la Commission de gestion le soin d’informer mon avocat, Me Razi Abderrahim, d’une date (heure et lieu précis) pour une audition avec un délai préalable de 48h, comme indiqué dans son courrier du 4.07.06, disponible sur „Claude COVASSI / Son audition par la Délégation des Commissions de Gestion“„> communiqué ATS du 3.07.06

Si tel n’est pas le cas, je livrerai de nouvelles informations sensibles aux médias. Peu importe les conséquences pour moi et les individus impliqués.

Claude Covassi, vendredi 7 juillet 2006

Claude COVASSI / Son audition par la Délégation des Commissions de Gestion
Covassi: lettre à la Delegation des Commissions de Gestion
Covassi: Communiqué à l’ATS/SDA
Lettre à Monsieur Hofmann et La Délégation des Commissions de gestion
Claude Covassi: Communiqué à l’ATS/SDA
Affäre Covassi: Wer trägt die Verantwortung?
Communique a l’ATS-SDA
Streng öffentlich: Ex-Spion droht Geheimdienst bloßzustellen
Schweiz: Covassi – der Spion, der in die Kälte kam …
Vereitelte Schweizer Geheimdienst Terroranschlag auf El-Al?

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Abwerbung von afrikanischen Krankenschwestern

Dr. Alexander von Paleske – — 7.7. 2006 — Die Abwerbung von afrikanischen Krankenschwestern durch Agenturen nach England, Australien und Saudi-Arabien und die sich ergebenden Folgen für den lokalen Gesundheitsdienst.

Kürzlich erschien ein Trupp von Mitarbeitern einer Personalagentur namens MMA-Recruiting, aus dem britischen Ort Reading hier in Gaborone, um Krankenschwestern und -Pfleger nach Australien und England zu vermitteln. Diese Abwerbungstätigkeit ist das Resultat eines eklatanten Mangels an Krankenhauspersonal in den genannten Ländern.

Mangel an Pflegepersonal besteht praktisch in allen Ländern, die zur EU gehören. Der Grund liegt keineswegs in den unzureichenden Ausbildungsplätzen, sondern in den Arbeitsbedingungen und der Bezahlung. Viele verlassen nach Abschluss der Ausbildung und kurzer Tätigkeit im Kankenhaus die Arbeitsstelle, um sich nach einer anderen Beschäftigung umzusehen. Anstatt die Arbeitsbedinguungen und Bezahlung attraktiver zu gestalten, wird stattdessen Pflegepersonal aus Ländern der Dritten Welt angeworben.

In diesem globalen Wettbewerb können Länder der Dritten Welt nicht mithalten. Gleichwohl wird gerade dort das lokal unter grossem finanziellem Aufwand ausgebildete Krankenhauspersonal am dringendsten gebraucht.

Stephen Bach vom King’s College in London stellt in einem Bericht zutreffend fest, dass die Migration des Pflegepersonals eine Gefahr für das Gesundheitswesen in Entwicklungsländern bedeutet.

Auch hier in Botswana.
Es besteht zur Zeit ein Mangel an Pflegepersonal der noch zunehmen wird, weil Botswana sich zum Ziel gesetzt hat, alle Patienten, die an HIV/AIDS erkrankt sind, kostenlos mit antiretroviralen Medikamenten zu behandeln.

Südafrika hat während der vergangenen zehn Jahre rund 4000 Krankenschwestern und Pfleger durch Migration verloren, die meisten gingen nach England, Australien und Saudi-Arabien.
Etwa 13000 ausländische Krankenschwestern und Pfleger sind in Grossbritannien registriert.

Ghana verlor 500 Krankenschwstern in Jahre 2000 schreibt Roxane Nelson in der britischen Medizinerzeitung „The Lancet“ im Jahre 2004. Eine Krankenschwester verdient in Ghana umgerechnet 75 US Dollar pro Monat, in Botswana sind es umgerechnet 500 US Dollar, aber immer kein Vergleich zu den Gehältern, die in Europa geboten werden.

Ähnliches gilt für Ärzte.
Was tun? Die Gehälter lassen sich in Dritte Welt Ländern nicht steigern, so dass sie konkurrenzfähig werden mit Gehältern, die z.B in Europa gezahlt werden, allerdings lassen sich die Arbeitsbedingungen für das Pflegepersonal in Europa attraktiver gestalten, sodass Abwerbungen unnötig werden. Und generell sollte die Abwerbung von Pflegepersonal und Ärzten aus Entwicklungsländern nicht zugelassen werden, jedenfalls dann nicht, wenn dort ein Mangel an Pflegepersonal und Ärzten besteht.

Dr. Alexander von Paleske ist Arzt für Innere Medizin – Haematologie und Head des Department of Oncology am Princess Marina Hospital im afrikanischen Gabarone in Botswana. Herr Dr. von Paleske ist ehemaliger Rechtsanwalt beim Landgericht Frankfurt (M).

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Die Legende vom Sparen – Dafür ist kein Geld da!

Karl Weiss – Landauf, landab erklären Politiker, Medien und auch ein Teil der irregeleiteten Bundesbürger, es müsse eben gespart werden. Es sei eben nicht mehr so viel zu verteilen da und da müsse jeder sein Scherflein beitragen. Kein Kindergarten, öffentliche Bäder geschlossen, öffentlicher Nahverkehr unbezahlbar, mehr als 30 Kinder in einer Klasse: Tut uns ja so leid, aber man muß sparen. Es fehlt einfach Geld an allen Ecken und Enden!

Die allgemeine Sparorgie ist nichts als eine Legende, das ganze Spargetue ist nicht mehr als „bullshit“, wie sich unsere amerikanischen Freunde auszudrücken pflegen.

Leider haben sich auch bereits weite Teile der Linkspartei/WASG auf diese Sprachregelung eingelassen. In Berlin, wo sie mitregieren, erklären die „Genossen“, es sei eben kein Geld da. Wenn man sich den Bundeshaushalt ansieht, so müßte der also geschrumpft sein – 30, 40%. Das ist aber Wundersamerweise nicht der Fall. Er ist im Wesentlichen gleich geblieben. Nur kleine Veränderungen von Jahr zu Jahr, mal etwas nach unten, mal etwas nach oben. Moment mal, wie kann das sein, wenn doch überall das Geld hinten und vorne fehlt?

Warum glauben die Politiker eigentlich, wir seien so dumm, daß wir nicht einmal die Zahlen des Bundeshaushalts der letzten Jahrem und dieses Jahres vergleichen können?

Das Ganze begann unter der Regierung Kohl. Die Monopolkonzerne hatten ageordnet, daß nun Schluß mit lustig sein mußte, soziale Leistungen sollten rigoros abgebaut werden. Gehorsam startete Kohl die erste Sondierung, den ersten Versuch, massiv Soziales abzubauen und zu sehen, was geschieht. Doch die Regierung Kohl und die Herren der Konzerne fielen voll aufs Maul. Man hatte dort angefangen, wo die größte Kampfkraft der Arbeiter lag: Man versuchte als erstes, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zu kappen und bereitete bereits das Ende der Steuerbefreiung der Nacht- und Schichtzuschläge vor.

Mythos
Daraufhin begannen Streiks in mehreren großen Betreiben, hauptsächlich bei DaimlerChrysler, zunächst befristet. Praktisch alle Arbeiter machten mit. Die SPD-gelenkten Gewerkschaftsführungen sahen die große Gelegenheit, der scheinbar unschlagbaren Kohl-Regierung eins auszuwischen und ihre Partei als Alternative anzupreisen. Sie organisierten die Streiks und Kohl mußte schnellstens zurückrudern, um nicht in die Situation zu geraten, die ein Villepaine in Frankreich vor kurzem kennengelernt hat.

Der Mythos der Kohl-Regierung war vorbei, der Weg war frei für Schröders und Fischers Sieg 1998 in den Bundestagswahlen. Das war genau, was die Monopole nun brauchten. Sie wußten, dass die Arbeiter ohne die SPD-Führer nur schwerlich streiken konnten, also brauchte man die SPD an der Regierung. Und so geschah es. Die meisten, die damals SPD und Grüne wählten, glaubten, ein kleineres Übel gegenüber der CDU-FDP-Regierung gewählt zu haben. In Wirklichkeit hatte man genau jene gewählt, die die Monopole jetzt wollten.

Bereits kurz nach der Regierungsübernahme beschloß Rot-Grün die größte Unternehmenssteuer-Entlastung, die Deutschland je gesehen hat. Es wurden alle Arten von Abschreibungsmöglichkeiten eingeführt, speziell für all jene Dinge, die große Konzerne abschreiben wollen. So kam man zum Ergebnis, daß die Monopolkonzerne praktisch keine Steuern mehr zahlen brauchten, z.T. sogar Geld aus anderen Jahren wieder herausbekamen.

Du verlagerst deine Fertigung nach Polen? Klar, daß du alle Kosten dafür abschreiben kannst! Dein Gewinn ist in Irland angefallen? Brauchst du in Deutschland keine Steuern mehr bezahlen! Deine Aktien sind gefallen? Kannst du von den Steuern absetzen! Kosten für Entlassungs- und Frühpensionierungsaktionen? Kannst du von den Steuern absetzen! Die Krise hat dir Verluste beschert? Dafür bekommst du Steuern vom letzten Jahr wieder raus! Usw. Usf. Insgesamt fehlen seitdem etwa 100 bis 150 Milliarden Euros jedes Jahr im Staatssäckel, während in den Vorstandsetagen ohne Unterlaß die Sektkorken knallen.

Diese ganze „Reform“ wurde zunächst in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, weil die Folgen nicht unmittelbar zu sehen waren. Noch schien ja alles seinen gewohnten Gang zu gehen.

Charakteristisch war auch, daß diese Unternehmenssteuer-Abschaffung praktisch nicht auf kleinere Betriebe anzuwenden war. Für sie blieben die Steuern vielmehr gleich hoch. Da wurde klar wie kaum je zuvor, daß wir nicht mehr im normalen Kapitalismus, sondern im Monopolkapitalismus leben, in dem nur die großen, die Monopol-Konzerne das Sagen haben.

Die Bahn aufs Abstellgleis, die Post zum Tode verurteilt.
Als dann, bereits während der ersten Rot-Grünen Legislaturperiode, nach und nach die staatlichen Leistungen in den Kommunen (und auch Ländern) abgebaut zu werden begannen, merkten zunächst nur wenige, daß es das Geld der Konzerne war, das nicht mehr in den Kommunen und Ländern ankam, die daraufhin Grundlegendes zu streichen begannen. Es begann die Zeit der Privatisierungen, der „Public-Private“-Konzepte, das Herunterfahren der Lehrerstellen, das Schließen von Schulen, die Krankenhäuser ließ man einschnurzeln usw. usf. Die Bahn wurde aufs Abstellgleis gefahren, die Post zum Tode verurteilt, der öffentliche Nahverkehr mehr und mehr ausgetrocknet.

Man stelle sich nur vor, wenn die Unternehmensbesteuerung noch so wäre wie zu Kohls Zeiten. Es stünden zwischen 100 und 150 Milliarden Euros mehr zur Verfügung. Man könnte eine wirkliche Familienförderung durchführen, Kindergärten für alle anbieten, die Schulklassen verkleinern, den öffentlichen Nahverkehr ausbauen und billigere Tickets anbieten, die Bahn zu einem wirklichen Verkehrsmittel für Alle und alle Güter ausbauen – zu angemessenen Preisen -, die öffentlichen Bäder wieder öffnen, die preiswerten Wohnungen in der öffentlichen Hand lassen, die Krankenhäuser zu wirklichen Gesundheitszentren machen – und hätte immer noch Geld übrig für weitere wichtige Aufgaben.

Stattdessen wurde all dies Geld den Großkonzernen in den Rachen geworfen, die sich dafür mit mehr und mehr Entlassungen und Stellenabbau bedankten.Als es dann 2002 wieder ans Wählen ging, hattten schon eine Reihe von Rot-Grün-Wählern gemerkt, daß von „kleinerem Übel“ keine Rede sein konnte. Doch mit dem Trick vorzugeben, man werde sich nicht am Irak-Krieg der US-Regierung beteiligen, konnte Rot-Grün noch ein zweites Mal triumphieren, wenn auch knapp. In Wirklichkeit war der Beitrag der Bundesrepublik als „Etappe“ für den völkerrechtswidrigen Krieg weit größer als zum Beispiel der von Spanien oder Italien.

Nun wurde das zweite große „Reform“-Projekt der Monopole in Auftrag gegeben. Diesmal sollte der massive Abbau von Löhnen, die Einführung von Niedrigstlöhnen und das Durchlöchern des gesamten Netzes von Tarifverträgen erreicht werden. Man war sich klar, daß dies nicht dadurch möglich war, daß man einfach in den Tarifrunden minus 10% forderte. Es wurde das Projekt Hartz IV geboren, erstellt in einer Komission durch die Monopolverbände und Schröder zum Umsetzen vorgelegt, der dann auch keine Zeit verlor.

Man mußte die Arbeitslosen in Armut stürzen, sie demütigen bis aufs Unterhemd, so daß der Fall in die Arbeitslosigkeit für die Arbeiter (und Angestellten) zum absoluten Alptraum würde. Dann brauchte man nur noch Entlassungen ankündigen und konnte jegliche Verschlechterung durchsetzen, denn damit würden ja Entlassungen verhindert. Ebenso würde man so einen Niedrigstlohnbereich einführen können, denn der wäre ja immer noch besser als Hartz IV.

Harziges Hartz
So wurde dann – wieder unter dem Vorwand von angeblichem Sparen – Hartz IV durchgezogen. In Wirklichkeit war jedem klar, der rechnen konnte, daß Hartz IV selbstverständlich keinen Cent Einsparung bringen, sondern eher mehr kosten würde, so wie es dann ja auch kam. Auch daß Hartz IV natürlich nicht einen mehr in Arbeit bringen würde, war völlig klar. Es ging ja auch nicht um Einsparungen und nicht um Arbeitsplätze, sondern um mehr Profite für die großen Monopolkonzerne.

Man braucht sich nur die Unternehmensberichte durchsehen, die im ersten Halbjahr 2006 für 2005 veröffentlicht wurden: Es hat geklappt, die Profite haben Höhen erreicht, die selbst hartgesottenen Spitzen-Managern die Freudentränen in die Augen treiben.

Insoweit hört es sich auch immer wieder rührend an, wenn bemängelt wird, daß Hartz IV doch eine so riesige Bürokratie geschaffen habe, daß es so schlecht gemacht sei. Es ist genauso gemacht, wie es sein sollte.

Aber selbst wenn wir dies alles nicht berücksichtigen. Wenn wir einfach sagen: Nun, mehr als da ist, ist eben nicht in der Steuerkasse, wäre denn dann wenigstens die Sparhysterie gerechtfertigt?

Nicht die Bohne.
Sieht man sich nämlich genau an, für was alles Geld da ist, Millionen von Euros da sind, wird klar, daß mans wirklich hat, aber eben nur für das, was man will.

Schweigen wir hier von Militärausgaben und Auslandseinsätzen, für die immer genug Geld da ist, nehmen wir andere Beispiele.

Reden wir hier auch nicht von den gewaltigen Kosten für die Betreuung, den Transport und die Aufbewahrung der Atommüllabfalle, für die jene besitzenden Konzerne keinen Cent bezahlen müssen.

Fangen wir mal mit den ca. 100 Milliarden Euro an, die Deutschland jedes Jahr in die Europäische Union zahlt. Jeder Cent davon ist rausgeworfenens Geld. Diese unglaubliche Summe von Geld wird nämlich fast ausschließlich für zwei Dinge ausgegeben: Für die Brüsseler Bürokratie und für Subventionen, die fast ausschließlich an Konzerne gehen.

Daß die Brüsseler Bürokratie so überflüssig ist wie ein Kropf, bracht nicht mehr eigens erläutert zu werden. Um Verordnungen darüber zu schaffen, um wieviel cm die Verpackung größer sein darf als das Produkt, dafür braucht man keinen Apparat von 21 000 Bürokraten, das könnte im Einvernehmen der Länderministerien geregelt werden – wenn so etwas denn regelwürdig ist.

Aber auch die Subventionen Europas, laufen sie unter dem Namen Agrarsubventionen oder Regionalfonds oder anderen, haben keinerlei Daseinsberechtigung. Weder die kleinen Bauern werden davor gerettet ihrer Höfe aufgeben zu müssen noch werden unterentwickelte Regionen Europas gestützt. In Wirklichkeit sind das alles Gelder, die am Ende in den Taschen der Großkonzerne landen.

Was man mit 100 Milliarden jährlich alles Sinnvolles anfangen könnte!
Um sich nur einmal ein Bild zu machen, was da für eine Schlange am Busen der Steuerzahlen gezüchtet wurde, hier einige Zahlen vom unabhängigen österreichischen Europa-Abgeordneten Hans-Peter Martin zum Beamten-Futtertrog Brüssel: Die durchschnittliche Pension eines Europa-Beamten beträgt 5.509 Euro, das ist der Durchschnitt, also vom Pförtner bis zum Generaldirektor. Die Ausgaben allein für Pensionen dieser Beamten sind seit 1999 um 75% angestiegen. Heute stehen bereits Pensionszusagen fest, die den europäischen Steuerzahler mit 22,8 Milliarden Euro belasten werden – bei wohlgemerkt, wie gesagt, nur 21.000 Beamten!

Bereits jetzt gibt es 7.500 ehemalige Euro-Beamte. Die durchschnittliche Pension der Spitzenbeamten beträgt 10.500 Euro! Allein die Pensionsleistungen kommen heute auf 491,5 Millionen Euro jährlich. 2004 gab es eine Sonderregelung, daß die Beamten bereits mit 50 in Pension gehen konnten. Gehen sie in Pension, bekommen sie zunächst einmal 6 Monate ihr Gehalt weiter, dann für 5 Jahre 70%. Das alles sind keine Renten, sondern Pensionen, für die also bestenfalls symbolische Eigenleistungen eingezahlt werden. Na, man hats ja!

Aber nicht nur für den allseits unbeliebten Brüsseler Wasserkopf und seine Subventionen wird Geld zum Fenster hinaus geworfen.

Ein besonders interessantes Kapitel ist das Übergeben von Hunderten von Millionen von Euros an Firmen, die dies absolut nicht brauchen. Zum Beispiel trifft das zu auf die FIFA. Es handelt sich um eine der reichsten Handels-Firmen im ganzen Sportgeschäft. Was sie verkauft? Sportrechte! Die Rechte, die sie für die WM in Deutschland verkauft hat, darunter Fernsehrechte, Werberechte, Eintrittskarten usw. werden auf größenordnungsmäßig 3 Milliarden Schweizer Franken geschätzt, allein die Fernsehrechte kosteten 1,8 Milliarden Euro.

Nun, verehrter Leser, wenn Sie eine Firma aufmachen, die in Deutschland etwas verkauft, dann müssen Sie natürlich dafür Steuern zahlen. Nicht so die FIFA. Ihr wurde im Rahmen der deutschen Bewerbung für die WM 1998 zugesagt, daß sie völlig steuerbefreit sein würde. Damit hat man nach „Wikipedia“ auf etwa 250 Millionen Euro verzichtet.

In diesen 250 Millionen Euro aber noch keineswegs eingeschlossen die ganzen Polizeiaufgebote und sonstigen staatlichen Maßnahmen, um die WM zu organisieren und abzusichern. Auch das alles, was von jeder anderen Firma natürlich bezahlt werden müßte, wird der FIFA umsonst gegeben. Aber man hats ja, warum soll man dann nicht ein bißchen der FIFA abgeben, nicht wahr?

So könnte man noch seitenweise weitermachen. Es wird Geld verpulvert, daß es eine Art hat, während man uns gleichzeitig weismachen will, es würde gespart und es sei kein Geld vorhanden.

terror

Peinlich: Al-Zarkawi-Nachfolger sitzt im Knast

Stephan Fuchs – Die irakische Regierung publizierte ihre neueste „Most Wanted“ Liste. Darunter ist auch jener Mann, der als Al-Zarkawis Nachfolger gilt: Abu Hamza al-Muhajir, Iraks neuer Top-Terrorist. Peinlich: jener sitzt seit sieben Jahren in Ägypten im Knast.

Nachdem Amerikas irakischer Lieblingsterrorist Abu Mussab al-Sarkawi mit einer 250-Kilogramm-Bombe in die Luft gesprengt wurde, machte sich sofort sein Nachfolger bemerkbar. Flugs verbreitete die US-Armee Einzelheiten über den mutmaßlichen neuen Chef der Al-Kaida im Irak. Hinter dem von der Al-Kaida als Abu Hamza al-Muhajir bezeichneten Nachfolger des getöteten Abu Musab al-Zarqawi stecke der Ägypter Abu Ayyub al-Masri, sagte US-Generalmajor William Caldwell in Bagdad gegenüber dem US-Sender CNN.

Neues Phantom im Trainingscamp
Masri alias Muhajir sei im Jahr 2000 in einem Al-Kaida-Trainingscamp in Afghanistan gewesen und habe dort auch Zarqawi kennen gelernt. Im Jahr 2002 sei er in den Irak gelangt, wo er nach dem Krieg 2003 eine der ersten Al-Kaida-Zellen in Bagdad gegründet habe. Im Irak habe Masri dem Al-Kaida-Führer Zarqawi als rechte Hand gedient, sagte Caldwell. Die USA unternähmen derzeit „sehr intensive Anstrengungen“, um seiner habhaft zu werden. Bereits am vergangenen Donnerstag hatte die US-Armee Masri als wahrscheinlichen Zarqawi-Nachfolger präsentiert. In einer am Dienstag im Internet veröffentlichten Botschaft der Al-Kaida wurde ebenfalls der Name des neuen Anführers mit Abu Hamza al-Muhajir angegeben.

No Comment
Jetzt wurde bekannt, dass der neue Al-Kaida Führer ein Stichfestes Alibi hat. Wie die Ägyptische Zeitung Al-Masri al-Yawm schreibt, hat der Anwalt Mamduh Ismail den vermeintlichen Terrorführer im Tura Gefängnis in Kairo gesehen.

„Sharif Hazaa [al-Muhajir] is in Tura prison, and I met him two days ago while I was visiting some of my clients“

Sagte der Anwalt gegenüber der Zeitung. Al-Masri ist seit sieben Jahren inhaftiert und kann unmöglich der neue Terrorführer sein. Das amerikanische Militär gibt sich sprachlos:

„We cannot comment on the news that … al-Masri is in an Egyptian prison and not in Iraq, we have to clarify that from the Egyptian government.“

Wer gibt Terroristen finanzielle Unterstützung?
Wie viele Beine hat Al Sarkawi?
Al-Zarqawi Video Is A Pentagon Propaganda Psy-Op
A U.S. ‚Propaganda‘ Program, al-Zarqawi, and ‚The New York Times

vermischtes

Aufrechter Gang

Karl Weiss, Rio de Janeiro – Ja, es hat weh getan. Die zwei Tore, unmittelbar vor dem Ende der Verlängerung – so weh, wie damals 1970, als man ebenso im Halbfinale gegen Italien ausschied, auch in der Verlängerung. Aber wie damals, wird das Spiel als heroischer Kampf, den man verlor, aber aufrecht, bis zur letzten Sekunde, in die Fußballgeschichte eingehen (im Gegensatz zu den Einzelspielern einer gewissen südamerikanischen Elf, die sich, wie es ein hiesiger Beobachter ausdrückte, „auf allen Vieren“ aus dem Turnier verabschiedete). Wanderer, kommst du nach Berlin, sage dort, du habest uns hier liegen gesehen, wie Klinsmann befahl.

Ein anderer zynischer Betrachter der erbitterten brasilianischen Fangemeinde charakterisierte die Art und Weise, wie Brasilien verlor, als „wegen Nichterscheinen“.

Brasilien, wie auch andere der „großen“ Fußballnationen, steht vor einem umfangreichen Neuanfang. Wer auch immer der neue Trainer in Brasilien sein wird (eventuell wird sogar Parreira weitermachen), wird gut daran tun, Ronaldo mit den gebührenden Ehren zu verabschieden und neue Optionen zu suchen. Ronaldinho, Robinho und Kaká sind noch jung und stehen sicherlich auch zur nächsten Weltmeisterschaft zur Verfügung, aber ansonsten wird viel Erneuerung nötig sein.

Was sich speziell Ronaldo und Roberto Carlos leisteten, wird wohl noch lange Anlaß zu Diskussionen geben. Ronaldo erschien in Deutschland ohne jede Vorbereitung. Er hatte offenbar seit dem Ende der Saison bei Real nicht trainiert und hatte 5 kg zuviel auf den Rippen. Aufgrund der Schwierigkeiten mit den neuen Nike-Schuhen, die Blasen verursachten, konnte er die auch bis zum ersten Spiel nicht heruntertrainieren. So stand er denn beim ersten Spiel gegen Kroatien nur hüftsteif herum und verstolperte ab und zu Bälle. Erst in der Vorbereitung auf das Australien-Spiel trainierte er die fünf Kilo herunter und spielte dann auch gegen Australien einigermaßen und begann, Tore zu schießen.

Jeder normale Spieler wäre unter diesen Bedingungen im ersten Spiel gar nicht aufgestellt worden, ja, wäre besser noch gleich wieder nach Hause geschickt und gegen einen anderen ausgetauscht worden. Warum Ronaldo da Sonderprivilegien besitzt, kann wohl nur der brasilianische Verband und Nike erklären.

Roberto Carlos dagegen war offenbar nicht damit einverstanden, daß er keine speziellen Star-Privilegien bekam. So darf er z.B. bei Real bestimmen, ob er oder ein anderer Freistöße in Tornähe schießt. Bei der WM wurde ihm mehrfach verwehr, Freistöße zu schießen, gegen Frankreich sogar vom Reservespieler Juninho Pernambucano. Er antwortetet darauf mit einem privaten Streik, d.h. er spielte nur gerade so viel, daß ihm nicht offen Sabotage vorgeworfen werden konnte, nach dem Motto: Ihr werdet schon sehen, was ihr davon habt.

Wieso er dann nicht, wie jeder normale Spieler, aus dem Team genommen wurde, blieb unklar. Parreira weiß es wohl auch nicht, da muß man also wieder den brasilianischen Verband und Nike fragen.

Für beide Spieler gilt, daß eben nicht immer fußballerisches Talent und ein entwickelter Charakter Hand in Hand gehen.

Für die Außenbahnen, jahrelang ein Prunkstück des brasilianischen Fußballs, stehen wohl Cicinho von Barcelona rechts und Gilberto von Hertha links zur Verfügung, das ist eine Klasse schlechter. Nur eben immer noch weit besser als das, was die beiden alten Herren, Cafú und Roberto Carlos, ablieferten.

Ähnlich wie Brasilien geht es auch Frankreich – und Italien – und Portugal – und Spanien usw. Wer könnte Zidane oder Figo ersetzen – niemand in Sicht. Und Nesta, Totti, Del Piero, alle zu alt für die nächste WM (oder es geht ihnen wie Cafú). Das gleiche gilt für Raul.

Währenddessen hat Deutschland das Privileg, das Grundgerüst von Spielern einer Nationalmannschaft zu haben, die noch die nächste und zum Teil sogar die übernächste WM ins Auge fassen können.

Als gegen Ende des Spiels Odonkor gegen Schneider eingewechselt war, bemerkte der Kommentator am brasilianischen Fernsehen, daß in diesem Moment der Altersdurchschnitt der Deutschen 23,6 Jahre sei, während bei den Italienern, wo ja Del Piero eingewechselt worden war, der Durchschnitt bei 29 Jahren lag.

Mertensacker und Metzelder sind jetzt schon eine Bank. Was sie gegen Argentinien und Italien geleistet haben, ist außerordentlich. Lahm, Schweinsteiger und Podolski werden bei der nächsten WM auf dem Höhepunkt ihrer Leistungsfähigkeit stehen, Odonkor eher bei der übernächsten – diese vier müssen sich allerdings auch noch steigern und viel dazulernen.

Zwar ist die Zukunft von Ballack ungewiß, aber er könnte, weniger überfrachtet, auch bei der nächsten WM noch Regisseurfunktionen wahrnehmen. Ballack mußte gegen Italien ohne Frings zuviel nach hinten arbeiten. So kam man nicht effektiv genug nach vorne. Vielleicht entwickelt sich aber Lahm auch noch weiter und wächst in die Rolle eines offensiven Mittelfeldmannes und Regisseurs hinein.

Ballack hat auch einen Oskar für Schauspielkünste verdient. Wie er gegen Italien mit dem Ellbogen in den Mann ging und sich dann hinwarf und so tat, als sei er am Kopf getroffen wurde, das war wirklich bühnenreif – und der mexikanische Schiedsrichter fiel darauf herein. Aber vielleicht sollte er doch solche Mätzchen lieber sein lassen. Man stelle sich vor, Deutschland wäre weitergekommen und hätte wieder auf ihn im Endspiel verzichten müssen.

Schneider wird nun zu alt, man sollte ihm ein ehrenhaftes Abschiedsspiel geben. Bis Odonkor so gut wird, muß er noch viel arbeiten. Schnelligkeit allein genügt nicht.

Klose ist jetzt schon der Stürmer der Weltmeisterschaft. Er wird bei der nächsten in Südafrika die Gelegenheit haben, den Müller’schen Rekord von 14 Toren in Weltmeisterschaften zu brechen oder sogar den jetzt neu aufgestellten mit 15 von Ronaldo.

Wie wichtig Frings ist, wurde gegen Italien deutlich. Auch er kann noch bis zur nächsten WM weitermachen.

Friedrich war und ist der Schwachpunkt in der Elf. Sowohl Argentinien als auch Italien wußten das und griffen bevorzugt über links an, weil die rechte deutsche Abwehrseite die offene Flanke war. Für diese Position muß unbedingt ein besserer Mann gefunden werden.

Dabei darf allerdings nicht vergessen werden, daß das entscheidende Tor für Italien von Grosso erzielt wurde, für den Lahm zuständig war. Zu diesem Zeitpunkt war allerdings nicht nur Lahm nicht mehr in der Lage, zum Torschützen zu eilen (man sollte sich scheuen, dabei auf seinen Namen anzuspielen), sondern die ganze deutsche Mannschaft stehend k.o. Aber eben stehend!

Nicht umsonst kam niemand mehr mit zurück, als der letzte Versuch, noch einen Ausgleich zu erzielen, gescheitert war. So kam Del Piero in die glückliche Situation, allein vor dem überragenden Lehmann auftauchen zu können. Da war selbst ein Del Piero außer Form nicht in der Lage, vorbei zu zielen.

Bleibt die Frage, ob Klinsmann bleiben soll. Er ist offensichtlich ein begnadeter Psychologe. Da Psychologie 90% der Trainerarbeit ausmacht, befähigt ihn das, weiterzumachen. Was seine neuen Trainingsmethoden angeht, war eigentlich jetzt, im Härtetest, nicht Neues zu bemerken. Die Spieler weisen keine überdurchschnittliche Beweglichkeit auf. Auch die allgemeine Fitness ist nicht außerordentlich. Nach der schweren Verlängerung gegen Argentinien bauten sie in der Italien-Verlängerung rapide ab, wie es normal ist. Die zweiten 15 Minuten der Verlängerung war nur ein Bangen und
„Auf-die-Uhr-schauen“.

Andererseits fiel dem kritischen Betrachter auf, wie oft den deutschen Spielern bei Ballannahmen die Bälle vom Fuß oder vom Kopf sprangen, ganz zu schweigen von dem kaum gebrauchten Ballannahme mit der Brust. Sowas kann man üben.

Prinzipiell ist es nicht so wichtig, ob Klinsmann bleibt oder nicht. Auch unter einem anderem guten Trainer könnte man eine Spitzenmannschaft zur Europameisterschaft und zur nächsten Weltmeisterschaft in Südafrika aufbauen. Es gibt aber auch keinen speziellen Grund, warum Klinsmann gehen sollte (soweit man innerhalb des Sachlichen bleibt).

Wer Weltmeister wird? Ich tippe auf Frankreich. Wenn diese absolut überalterte Mannschaft weiterhin alles zeigt, was gegen Spanien, Brasilien und (zum Teil) Portugal zu sehen war, dann nützt den Italienern ihr ganzer ‚Catenaccio’ nichts. Außerdem haben die Italiener eine kraftraubende Verlängerung gegen Deutschland in den Knochen und werden zum Ende des Spiel müder sein als die Franzosen. Das wurde den Italienern schon 1970 im Endspiel gegen Brasilien zum Verhängnis.

kriminalitaet

Prostituierte, Parties, Pferderennen, Penny Stocks, Deutsche Bank in Toronto und Khashoggi

Dr. Alexander von Paleske— 6.7. 2006 — Am 29 Juni 2006 erschien eine kleine Meldung in der Tageszeitung Pioneer Press, die in Minneapolis im US Bundesstaat Minnesota erscheint. Danach hat die Deutsche Bank ohne einen Kommentar abzugeben, einen Betrag von etwas unter 100 Millionen US Dollar an ein dortiges Brokerhaus namens Stockwalk gezahlt.

Schon am 18 Januar dieses Jahres hatte das grösste deutsche Finanzhaus einen Betrag von 270 Millionen US Dollar in dieser Sache gezahlt, allerdings an andere Brokerhäuser und an eine Versicherungsagentur für zusammengebrochene Brokerhäuser.

Auch hierzu hatte die Deutsche Bank keinen Kommentar abzugeben.
Woher auf einmal diese Grosszügigkeit, wo man sich doch gerade vorher strikt geweigert hatte, dem eigenen offenen Immobilienfonds, der in Schieflage geraten war, unter die Arme zu greifen, obwohl bis zuletzt und in Kenntnis dieser Schieflage der Fond seitens der Bank den Kunden wärmstens angeboten worden war, etwas, was schon an Betrug grenzt? Und natürlich sollten dann die Kunden der Bank die Verluste übernehmen.

Die Erklärung ist simpel: Wenn die Deutsche Bank damals am 18. Januar und jetzt nicht gezahlt hätte, wären massive Strafzahlungen auf sie zugerollt, die sicherlich im Bereich von mehreren Milliarden US Dollar gelegen hätte und weggerollt wäre der Kopf des Herrn Ackermann. Von Grosszügigkeit daher keine Rede, sondern die nackte Furcht hatte das diktiert. In Deutschland nennt man so etwas einen Unterwerfungsvergleich, wenn einem die Argumente ausgehen und die Verurteilung gewiss ist.

Was war geschehen?
Die Geschichte die jetzt folgt spielt sich in den trüben Gewässern des internationalen Finanzbetrugs ab. Starten wir also mit der Deutschen Bank in Toronto. Die heuerte Ende der 90er Jahre einen Finanzfachmann namens Wayne Breedon an und machte ihn flugs zum Leiter der Wertpapierleihabteilung.

Dieser Breedon hatte vorher bei einem vorbestraften Broker namens d’Angelo in seiner Firma RBF in New Jersey/USA gearbeitet. D’Angelo war wegen Aktienbetrugs im Jahre 1985 rechtskräftig verurteilt worden. Diesem Herrn fehlte ganz offensichtlich das Unrechtsbewusstsein, denn im Jahre 1993 geriet er wieder mit dem Gesetz in Konflikt und wurde von der Securities und Exchange Commission (SEC) zu einem saftigen Bussgeld verdonnert.

Dieser schwarze Fleck in dem Curriculum Vitae – Mitarbeit in einem dubiosen Brokerhaus – hat die Deutsche Bank bei der Einstellung des Herrn W.Breedon offenbar keineswegs gestört, solange der nur sein Geld wert war. Und der war sein Geld wert, nicht nur für die Deutsche Bank.

Alte Freundschaft rostet nicht, Breedon und d’Angelo hielten Kontakt. Eines Tages kochten die beiden einen Plan aus, in dem ein gewisser Herr Batrawi und ein Herr Khashoggi auftaucht. Khashoggi gehörte über seine Firma Ultimate Holdings, auf dem Steuerparadies Bahamas angesiedelt, die grosse Mehrheit der Aktien der Firma GenesisIntermedia, eine dot-com Blase ohne Gewinne aber mit viel heisser Luft rund um die Verwertungsrechte der tiefschürfenden Partnerlektüre „Männer kommen vom Mars und Frauen von der Venus“, verfasst von einem gewissen John Gray.

Wer nun wen hier ansprach und wer was im Einzelnen ausheckte ist nicht ganz klar, Tatsache ist, dass auf einmal eine ganze Crew zusammen war und zwar:

Wayne Breedon, wir kennen ihn schon
Kennneth d’Angelo, auch ihn kennen wir schon
Mr. Keiller, Stripbarbesitzer aus Las Vegas
Mr. Evangelista, der bei einer Brokerfirma in New Jersey arbeitete, die der Schauspielerin Valerie Red Horse gehörte. Sie spielte in Serien wie: Santa Barbara, Perry Mason, „Murder she wrote“ etc mit.

Klar, dass da wenig Zeit blieb, sich um die Brokergeschäfte zu kümmern, Das besorgte Herr Evangelista – nicht gerade zum Besten wie sich zeigen sollte.

Der Plan war ebenso durchtrieben wie simpel.
Die Herren Khashoggi und El Batrawi liehen die Papiere von Genesis Intermedia an andere Brokerhäuser aus, das ist in den USA gang und gäbe und bekommen dafür Geld. Wenn zwischenzeitlich der Kurs fällt, dann muss das verleihende Brokerhaus Geld zurückgeben, steigt der Kurs, dann muss das ausleihende Brokerhaus Geld an das verleihende Brokerhaus zahlen und genau auf diese Variante hatten es alle abgesehen.

Durch allerhand Tricks, die hier im einzelnen nicht dargestellt werden sollen, aber im internationalen Finanzbetrug gang und gäbe sind, wurde nun von der gesamten Crew der Kurs hochgetrieben (im Fachjargon „Pump and Dump“ genannt) und immer mehr Geld floss an El Batrawi und Khashoggi.

Die Papiere wurden von den ursprünglichen Brokern weiter verliehen und schliesslich blieb ein grosser Teil bei Stockwalk hängen. Im Zuge des Anschlages vom 9/11 kollabierte dann der Kurs.

Die Brokerhäuser wollten die Papiere zurückgeben, fanden aber die Verleiher El Batrawi und Khashoggi nicht mehr, die hatten sich mit 140 Millionen US Dollar aus dem Staube gemacht, cash to carry, sozusagen.

Stockwalk ging bankrott, 200 Beschäftigte flogen auf die Strasse und auch auf dem Haus von Valerie Red Horse hatte sich der Pleitegeier niedergelassen. Dann setzten die Ermittlungen ein und die ergaben das Komplott, in welchem die Deutsche Bank über Herrn Breedon offenbar bei der Verleihaktion ordentlich mitgespielt und mitverdient hatte, ohne dass die Bank schliesslich nach 9/11 einen nennenswerten Schaden erlitten hatte. Man war rechtzeitig ausgestiegen.
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El Batrawi und Kashoggi wollten sich nicht lumpen lassen. Nach Berichten des investigativen kanadischen Finanzreporters Brent Mudry, der jetzt bei der Polizei in Vancouver arbeitet, gab es zur Unterhaltung Prostituierte, Parties, Dinners, Sports -Tickets und natürlich Cash. So fröhlich kann das Leben in einer Bank sein.

Selbstverständlich stritt die Deutsche Bank jegliche Verantwortung ab als die Sache aufflog obgleich die Beweislast durch das Geständnis des Herrn d’Angelo und die mitgeschnittenen Telefonate erdrückend war.

Die Sache ging vor Gericht und nach vierjährigem Leugnen, das von der Zentrale in Frankfurt abgesegnet war, stimmte die Bank in allerletzter Minute dem Unterwerfungsvergleich zu. Ohne jegliche Anerkennung einer Schuld, versteht sich.

Alles zusammen 350 Millionen US Dollar, oder 3 1/2 Packungen Peanuts in der Sprache der Deutschen Bank.

Schön wäre es gewesen, wenn niemand etwas in Deutschland davon erfahren hätte, Herr Ackermann hatte mit dem gerade vom Bundesgerichtshof aufgehobenen Freispruch vom Vorwurf der Untreue schon genug an Hals. Die Nachricht platzte aus einer Ecke auf den Redaktionstisch, die etwas weiter entfernt liegt, aus Botswana.

Denn auch in Afrika gibt es mittlerweile das Internet. Am 27. Dezember 2005 erhielt der Finanzeditor der Financial Times Deutschland, Clausen, das Material auf den Tisch, das bis dato unbekannt war. Innerhalb von zwei Tagen war das von mir übersandte Material nachrecherchiert und am 29.12. als grosser Exklusivartikel erschienen. Mit der letzten Zahlung vor knapp zwei Wochen kommt dieser Skandal nun zum Abschluss. Herr Ackermann bleibt trotz allem. Wie schön.

Viele Skandale hat die Deutsche Bank schon hinter sich gebracht, da kommt es auf einen mehr oder weniger gar nicht mehr an. Bei der Eingabe der Key Words Deutsche Bank und Skandal werden bei Google 129.000 Websites ausgeworfen. Na denn.

Dr. Alexander von Paleske ist Arzt für Innere Medizin – Haematologie und Head des Department of Oncology am Princess Marina Hospital im afrikanischen Gabarone in Botswana. Herr Dr. von Paleske ist ehemaliger Rechtsanwalt beim Landgericht Frankfurt (M).

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Italienische Geheimdienstbeamte verhaftet

Rom – Im Zuge der Ermittlungen zur mutmasslichen Entführung eines islamischen Geistlichen durch die CIA sind zwei italienische Geheimdienstmitarbeiter festgenommen worden. Ihnen wird laut Medienberichten vorgeworfen, im Jahr 2003 an der Verschleppung des Ägypters Osama Mustafa Hassan Nasr in Mailand beteiligt gewesen zu sein. Die Untersuchung des Falls erstreckt sich damit erstmals auch auf italienische Staatsbürger. Gegen 22 mutmassliche Agenten des US-Geheimdienstes CIA wird bereits seit längerem ermittelt.

Bei einem der am Mittwoch Festgenommenen handle es sich um Marco Mancini, einen ranghohen Mitarbeiter des italienischen Geheimdienstes SISMI, meldeten die Nachrichtenagenturen Apcom und ANSA. Im Rahmen der Ermittlungen wurden auch die Mailänder Redaktionsräume der Tageszeitung «Libero» durchsucht, der Computer des stellvertretenden Chefredakteurs wurde beschlagnahmt. Ausserdem erklärte die Mailänder Staatsanwaltschaft, sie habe die Verhaftung von vier weiteren Amerikanern beantragt, darunter drei CIA-Agenten.

Auf offener Strasse in Mailand entführt
Nasr wurde im Februar 2003 auf offener Strasse in Mailand entführt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft brachten ihn CIA-Agenten auf den Luftwaffenstützpunkt Aviano, von wo er nach Deutschland und dann nach Ägypten geflogen wurde. In Ägypten wurde Nasr nach eigener Aussage gefoltert.

Die italienische Regierung hat jegliche Beteiligung an der Verschleppung des Imams zurückgewiesen. Der frühere Ministerpräsident Silvio Berlusconi erklärte wiederholt, weder Regierungsstellen noch der Geheimdienst seien über die Operation informiert gewesen. Die Ermittler werten den Fall als Teil eines umstrittenen CIA-Programms im Anti-Terror-Kampf. Darunter fällt auch die Entführung des Deutsch-Libanesen Khaled El Masri, der Ende 2003 von der CIA in Mazedonien verschleppt und nach Afghanistan gebracht worden sein soll.

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Dossier Geheime CIA Flüge & das ägyptische Fax:
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http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/1507846/
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