vermischtes

Begrüssung mit „Heil Hitler“ – ein persönlicher Reisebericht

Dr. Alexander von Paleske —- 15..3. 2014 — Gestern kam ich mit meiner Lebensgefährtin aus Simbabwe in Deutschland an, Ziel: Lippstadt (Westf.) eine Stadt mit rund 66.000 Einwohnern, mein Geburtsort, und wo vor zwei Monaten meine Mutter begraben wurde.

Un-Heilvolle Begegnung
Dort angekommen machten wir uns sogleich auf den Weg zum Friedhof, am Stadtrand gelegen. Auf dem Weg begegneten wir einer Gruppe Jugendlicher, die uns gleich mit „Heil Hitler“ begrüssten. Wissend um die potentielle Gewalttätigkeit dieser Jungfaschisten ignorierten wir sie, statt sie zur Rede zu stellen, und setzten unseren Weg zum Friedhof fort.

Grabsteine erinnern an dunkle Vergangenheit
Im vorderen Teil des Friedhofs befindet sich eine Reihe von Grabsteinen aus dem Jahre 1946 mit teils polnischen Namen. Dort sind ehemalige Zwangsarbeiter beerdigt, die zuvor in Lippstadts Rüstungsbetrieben arbeiten mussten, darunter auch die „Union“ und die Westfälische Metallindustrie (WMI), heute HELLA.

Die Zwangsarbeiter kamen auch aus zwei örtlichen Außenlagern des Konzentrationslagers Buchenwald.

Tod vor Rückkehr in die Heimat
Die hier beerdigten Zwangsarbeiter starben nach Kriegsende kurz vor ihrer Repatriierung. Die britische Militärverwaltung hatte in Lippstadt ein Lager zur Unterbringung so genannter Displaced Persons (DP) eingerichtet. Die meisten stammten aus der Sowjetunion, Polen und Ungarn.


Gräber der „displaced persons“ (darunter viele Zwangsarbeiter)


Grabsteine und Inschriften
Fotos: Dr. v.Paleske

Die bereits vor Kriegsende verstorbenen Zwangsarbeiter hatten die Nazis in Massengräbern verscharrt.

An die russischen Zwangsarbeiter, die sich in Lippstadt zu Tode schuften mussten, erinnert ein Mahnmal.


Mahnmal und Inschrift – Fotos: Dr. v. Paleske

Mehr zu bieten
Lippstadt und Umgebung hatten in der Nazizeit aber noch Schlimmeres zu bieten: Bedingt durch die Nähe zum psychiatrischen Krankenhaus in Eickelborn und zum Provinzialarbeitshaus Benninghausen, das bereits 1933 für kurze Zeit als Konzentrationslager diente und in dem später zeitweise lungenkranke Jugendliche aus dem KZ Moringen untergebracht waren, wurde Lippstadt in den folgenden Jahren zum Ort medizinischer Verbrechen.

Im evangelischen Krankenhaus der Stadt fanden in der Zeit des Nationalsozialismus zahlreiche Zwangssterilisationen statt; die Zustände in den Anstalten gipfelten in körperlichen Misshandlungen sowie in umfangreichen Euthanasieprogrammen.

Für einige Unbelehrbare heisst die Antwort auf diese Grausamkeiten nun wieder „Heil Hitler“ – nicht nur in Lippstadt

Medizin

Dallas Buyers Club – Sehenswerter Film?

Dr. Alexander von Paleske — 10.3. 2014 —– Der Film Dallas Buyers Club erhielt kürzlich zwei Oscars, und dürfte damit genügend Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben, um Kinobesucher anzulocken.

Ausgezeichnet wurden die Schauspielleistungen von Matthew McConaughey und Jared Leto. Aber lohnt sich der Besuch?

Dallas Byers Club spielt 1985 in Dallas, Texas und erzählt die Geschichte des Elektrikers Ron Woodroof, dem nach einem Unfall die Diagnose AIDS gestellt wird. Er habe noch rund 30 Tage zu leben, so die Prognose.

Suche nach einer Behandlung
Woodroof sucht verzweifelt nach Auswegen, diesem Schicksal zu entgehen. In Mexiko findet er einen Hintertreppenarzt, der ihm Medikamente gibt, die jedoch in den USA nicht zugelassen sind. Woodroof behandelt sich selbst , mit einigem Erfolg, findet in Dallas/Texas weitere Abnehmer unter verzweifelten AIDS-Patienten, und bestreitet mit seinem illegalen Handel auch noch seinen Lebensunterhalt.


Ron Woodroof in action

Um einer möglichen Strafverfolgung aus dem Wege zu gehen, gründet er den Dallas Buyers Club, der Import zum Eigenbedarf ist straflos. Ron freundet sich mit der ebenfalls AIDS-kranken Transfrau Rayon an, die er in der Klinik kennengelernt hatte, und die er ebenfalls überzeugt, seine Medikamente einzunehmen.

Eine zunächst ganz auf dem Boden der Schulmedizin stehende Ärztin , wird angesichts der Verbesserung der Wohlbefindens des Hauptdarsteller einerseits, und des therapeutischen Nihilismus der etablierten Medizin andererseits nicht nur skeptisch, sondern sie beginnt schliesslich selbst, diese „alternativen“ Medikamente an ihre Patienten zu verteilen, und verliert prompt ihre Arbeitsstelle in einer Klinik.

Woodroof stirbt schliesslich, sieben Jahre nach Diagnosestellung, allerdings nicht ohne sich zuvor noch einen Lebenstraum zu erfüllen: bei einer Rodeo-Veranstaltung auf einem Bullen sitzend gegen das Herunterfallen anzukämpfen.

Film als Rückblende
Der Film führt noch einmal zurück in die mittlerweile fast vergessene Zeit der 80er und des Beginns der 90er Jahre, als die Immunschwächekrankheit HIV-AIDS zwar diagnostiziert aber nicht behandelt werden konnte, als in ihrer Verzweiflung AIDS-Patienten alles schluckten, was eine angebliche Heilung versprach. Das macht den Film zweifellos sehenswert.

In typisch US-amerikanischer Manier ist es der „Lonesome Cobwoy“ Woodroof, der nun gegen „all odds“ ankämpft, gegen das medizinische Establishment, gegen die US-Behörde FDA, welche die Zulassung neuer Medikamente regelt, die Strafverfolgungsbehörden und den Zoll.

Insofern ähnelt der Film ein wenig Lorenzos Öl und dem Film „Extraordinary Measures“ (dt.: Ausnahmesituation), mit dem Unterschied, dass die von Woodroof geschluckten „alternativen“ Medikamente sich als wirkungslos herausstellten .

Es ist die Schwäche des Films, dass er vergessen macht: es waren nicht Charaktere wie Woodroof, , welche die entscheidenden Veränderungen bewirkten, sondern Netzwerke von Aktivisten, die erfolgreich die „Schwulenseuche“ auf die Tagesordnung brachten, die Entwicklung neuer Medikamente forderten, und deren rasche Zulassung durch die FDA. Bis schliesslich die Kombinationsbehandlung mit mehreren antiretroviralen Medikamenten, einschliesslich des im Film zunächst verteufelten Zidovudin (AZT) den Durchbruch brachte, und die HIV-AIDS Krankheit zu dem machte, was sie heute noch ist: eine behandelbare aber – von wenigen Ausnahmen abgesehen – nicht heilbare, chronische Erkrankung.

Als Fussnote sei noch erwähnt, dass ein paar unbelehrbare HIV-AIDS-Leugner gegen die Behandlung der HIV-Krankheit – trotz aller Behandlungserfolge – anrennen und den Unfug verbreiten, entweder gibt es das HIV-Virus nicht, oder aber es erzeugt nicht AIDS.

Seltene Krankheiten – Teure Medikamente (oder gar keine)
Hollywoodstar Harrison Ford begibt sich in die Forschung

Zu den HIV / AIDS Leugnern
Welt Aids-Kongress in Wien, die HIV-AIDS-Leugner laden zum Gegentreffen

Krieg

Bundestagsabgeordnete Rössner & Lindner: Grüne Rechtfertigung für blutiges Kriegsabenteuer in Afghanistan

Dr. Alexander von Paleske —– 3.3. 2014 —-
Wolf Biermann textete einst:
:
– Sag was hast du im Kopf
– Holz oder Stroh?
– Bist Du so dumm
– Oder tust Du nur so?

An diesen Spottgesang fühlte ich mich erinnert, als ich folgende Erklärung der Grünen-Abgeordneten aus Rheinland Pfalz, Tabea Rössner und Tobias Lindner las, die damit ihr Abnicken des blutigen und sinnlosen Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan rechtfertigen:


„Wir haben uns stets für eine geordnete Beendigung des ISAF-Einsatzes der Bundeswehr bis spätestens Ende 2014 eingesetzt. Deshalb stimmen wir der letztmaligen Verlängerung des ISAF-Mandates der Bundeswehr und damit verbunden einem Abzug der deutschen Kampftruppen zu. Dies ist eine Gewissensentscheidung.
Auf der Londoner Afghanistankonferenz 2010 haben die an ISAF beteiligten Nationen die Beendigung des Einsatzes bis Ende 2014 beschlossen. Die Entscheidung, den ISAF Militäreinsatz zu beenden und die Sicherheitsverantwortung vollständig an die afghanische Regierung zu übergeben, war und bleibt richtig.
Damit wird dem politischen Prozess endlich Vorrang gegeben. Denn nur politisches und ziviles Engagement kann der afghanischen Bevölkerung eine wahrhaft nachhaltige Perspektive bieten. Nur zivile Aufbauhilfe kann zum Aufbau von Verwaltungsstrukturen, eines Justiz-, Bildungs- und auch Gesundheitssystems beitragen. Nur durch die zivilen Anstrengungen kann sich eine nachhaltige Wirtschaftsperspektive entwickeln. Die zivile Aufbaustrategie darf militärischen Zielsetzungen nicht untergeordnet werden.
ie Bundesregierung hat ein ISAF-Mandat vorgelegt, das den Einsatz deutscher Kampftruppen in Afghanistan bis spätestens 31. Dezember 2014 beenden wird. Dieses letzte ISAF-Mandat ist ein klares Abzugsmandat und von möglichen Folgemandaten entkoppelt. Sollte es kein Mandat auf einer neuen völkerrechtlichen Grundlage für ein Engagement ab Januar 2015 geben, endet Ende 2014 das gesamte deutsche militärische Engagement in Afghanistan.

Berlin, 20. Februar 2014
Dr. Tobias Lindner Tabea Rößner

Gewissenlosigkeit statt Gewissensentscheidung?
Ich erkenne hier allerdings keine Gewissensentscheidung, sondern nur ein gewissenloses Abnicken angesichts der erdrückenden Faktenlage, die auch diesen Abgeordneten, die stellvertretend für die Mehrheit der Grünen im Bundestag stehen, bekannt sein dürfte:

2013 sind wurden insgesamt 2.959 Zivilisten als Folge des Krieges getötet und 5.656 verletzt – ein Anstieg um 14 Prozent im Vergleich zu 2012.

mehr Kinder und Frauen sind zu Schaden gekommen als jemals seit Beginn der UN-Erhebung 2009:

561 Kinder wurden getötet und 1.195 weitere verwundet , ein Plus von 34 Prozent gegenüber 2012

235 Frauen wurden getötet und 511 verwundet, 36 Prozent mehr als 2012.

Zehntausende Afghanen sind nach dem Einmarsch der ISAF im Jahre 2001 zu internen Flüchtlingen geworden.

Die gesundheitliche Lage der Bevölkerung ist nach einem bereits im Jahre 2009 veröffentlichten UN-Bericht katastrophal, woran sich auch in der Zwischenzeit nichts geändert hat:

Das Land hat die dritthöchste Kindersterblichkeit in der Welt, mehr als 20% aller Kinder unter 6 Jahren sterben vor Erreichen des 7. Lebensjahres.

300.000 Kinder sterben jedes Jahr an Krankheiten und/oder Unterernährung, wobei die Unterernährung die Kinder wiederum anfälliger für Krankheiten macht.

Mehr als die Hälfte der Kinder unter 6 Jahren sind unterernährt

Die Rate von akuter und schwerer Unterernährung bei Kindern liegt zwischen 6 und 10%, in einigen Gebieten bei 16%.

Die Zahl der Kinder, die wegen Unterernährung behandelt werden, sofern sie das Glück haben, eine Behandlungseinrichtung wie ein Hospital oder eine Krankenstation in erreichbarer Nähe zu haben, hat sich Jahr für Jahr erhöht, von 2100 im Jahre 2005 auf 7100 im Jahre 2008.

Sauberes Trinkwasser fehlt in vielen Gegenden, nur 22% der Bevölkerung Afghanistans haben diesen „Luxus“ . Das Resultat sind Durchfallerkrankungen vor allem bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen.

35% der Haushalte haben keine ausreichende Kalorienzufuhr

12 Millionen Menschen haben ein Einkommen von weniger als 0.45 US Dollar pro Tag

42 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der absoluten Armutsgrenze. Selbst wenn Nahrung auf dem Markt erhältlich ist, können sich viele Familien die nicht leisten.

Als Resultat stagniert die durchschnittliche Lebenserwartung bei 43 Jahren.

Und dies angesichts von 500 Milliarden US-Dollar die nach dem Einmarsch 2001 nach Afghanistan flossen, und damit fast ausschliesslich die Kriegsmaschine – und die Korruption der Regierung Karsai – ölten.

Perspektiven-Faselei
Von welcher Perspektive der afghanischen Bevölkerung faseln die beiden Abgeordneten in ihrer Abnick-Rechtfertigung?

Nach der fast vollständigen Vertreibung der Taliban im Jahre 2001 / 2002 konnten im Windschatten der ausbleibenden Aufbauhilfe und Armutsbekämpfung, die Taliban ihren Kampf um die Rückeroberung der Macht beginnen.

Im Jahre 2005 waren es immerhin schon 11 Provinzen, die wieder einen de facto Taliban-Gouverneur hatten, im Jahre 2009 aber bereits 33 der 34 Provinzen (Peter L. Bergen: „The longest war“ 2011.

Parallel damit gelang ihnen die Einrichtung von islamischer Administration wie Gerichten etc.
Klar ist, dass die Umwandlung in einen blutigen Bürgerkrieg die grausame Perspektive nach Abzug der ISAF ist. Dem lässt sich wohl kaum etwas Positives abgewinnen..

Nur wenige Aufrechte
Es gibt nur wenige Grüne, die für sich in Anspruch nehmen können, die Tradition der Friedensbewegung fortgesetzt zu haben. Dazu gehört an erster Stelle der einzige direkt gewählte Abgeordnete der Grünen, Hans Christian Ströbele.
Die Abgeordneten Lindner und Rössner, – und mit ihnen die Mehrheit der Grünen im Bundestag – gehören ganz gewiss nicht dazu.

Mehr zu MdB Rössner
linkTabea Rössner: Wir Futtertrog-Grüne sind voll angekommen in der VVIP-Lounge

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Unsere kanadischen Folterfreunde in Afghanistan

Krieg

NATO und EU: Konfliktpolitik statt Friedenspolitik – in Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, und jetzt in der Ukraine

Dr. Alexander von Paleske —- 2.3. 2014 —
Auf der Münchner Sicherheitskonferenz vor vier Wochen hielt der Deutsche Bundespräsident Joachim Gauck eine vielbeachtete Rede, in welcher er sagte:

Wir können nicht länger die „Drückeberger der Weltgemeinschaft“ sein.

Gauck, und ihm folgend Aussenminister Steinmeier forderten ein stärkeres Engagement Deutschlands in der Weltpolitik einschliesslich Truppenentsendungen, und damit eine klare Abkehr von der bisherigen Linie unter dem Ex-Aussenminister Guido Westerwelle, der Deutschland aus den Konflikten in Libyen und Syrien herausgehalten hatte.

Parallel dazu sagte Gauck einen Besuch der olympischen Winterspiele in Sotschi ab, ein Affront gegenüber Russland und seinem Präsidenten Putin.

Testfall alsbald
Es dauerte nicht lange, bis sich ein neuer Konflikt anbot, bei dem Deutschland die neue Strategie „auf den Prüfstand stellen“ konnte: In der Ukraine.

Offenbar reichte es den NATO Staaten nicht, nach dem Einmarsch im Irak (ohne Deutschland), dem Einmarsch in Afghanistan, der bewaffneten Unterstützung des Aufstands in Libyen, und der Rebellenunterstützung in Syrien, in allen Ländern ein Chaos hinterlassen bzw. verursacht zu haben:

– Im Irak den anhaltenden Bürgerkrieg mit täglichen Bombenanschlägen und jeweils Dutzenden von Toten.

-In Syrien den anhaltenden Bürgerkrieg, in dem mittlerweile auf Seiten der Rebellen die al Qaida-Terroristen das Sagen haben, von Verfechtern des arabischen Demokratiefrühling kann da wohl keine Rede sein

-In Afghanistan die Umwandlung der militärischen Okkupation durch die ISAF „Friedenstruppe“ in einen Bürgerkrieg, der nach dem Abzug der ISAF Kontingente Ende des Jahres so richtig losgehen wird. Und der – da braucht man wohl kein Prophet zu sein – schliesslich mit der Machtübernahme durch die Taliban enden wird, die bereits jetzt grosse Teile des Landes kontrollieren.

– In Libyen Chaos und Machtvakuum mit sukzessiver Füllung durch Radikalislamisten mit und ohne al Qaida-Connections

Noch lang noch nicht Schluss
Als ob das nicht schon genug an Kriegspolitik und Amateurdiplomatie wäre: nun also der Konflikt in der Ukraine.

Der Konflikt in Syrien hätte schon zu Beginn durch Zusammenarbeit mit Russland gelöst werden können. Aber die westlichen Länder wollten ja Assad, verbündet mit Russland, loswerden. „Das werde nur wenige Wochen dauern“ wurde vollmundig erklärt. Aus Wochen wurden Monate, aus Monaten Jahre,

Millionen Zivilisten sind mittlerweile geflüchtet, mehr als 100.000 Menschen getötet, und viele Städte bzw. Stadtteile bis zur Unkenntlichkeit zerstört.

Nun die Ukraine
Nun also der Kampf zwischen EU und Nato einerseits und Russland andererseits um die Einflusssphäre in der Ukraine.

Auch hier hätte sich rasch eine Lösung in Zusammenarbeit mit Russland finden können, aber nein. Die Protestierer im Westteil der Ukraine stürzten die Regierung Janukowitsch, was unweigerlich Russlands Intervention heraufbeschwören musste.


Putins Antwort: Einmarsch auf der Krim. Screenshot: Dr. v. Paleske-

Dass diese Umstürzler zum Teil zweifelhafter Gesinnung sind, viele davon eindeutig Rechtsradikale und Faschisten – und keineswegs Demokraten – wird im Westen heruntergespielt.


Ukrainischer Faschist mit der 88er Nummer – synonym für HH – Heil Hitler – Screenshot: Dr. v. Paleske


Gruppe faschistischer Kämpfer in Kiev – Screenshot: Dr. v. Paleske

Mit dem Vorgehen und den Lockrufen der EU wurde Öl ins Feuer gekippt, und es kam wie es kommen musste.

Nun ist aus den kleinen Feuer, das in Zusammenarbeit mit Russland hätte gelöscht werden können, ein vorhersehbarer internationaler Konflikt entstanden, von dem bisher niemand weiss, wie er sich weiter entwickeln wird.

So ist es also mit dem

„Wir dürfen nicht mehr die Drückeberger der Nationen sein.“

Was sagte Gauck auch noch zur Bundeswehr:

„Deutschland wird nie rein militärische Lösungen unterstützen, sondern besonnen vorgehen, und alle diplomatischen Möglichkeiten ausschöpfen.
Aber wenn schliesslich der äusserte Fall diskutiert wird, der Einsatz der Bundeswehr, dann gilt:
Deutschland darf weder aus Prinzip nein noch ja sagen!“.

Wie das „Ausschöpfen der diplomatischen Lösungen“ konkret ausssieht, das haben wir sowohl in Syrien, wie auch jetzt in der Ukraine gesehen.

Obergrüne Katrin Göring-Eckardt an BuPrä Gauck: Danke, danke für die hervorragende Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz

Mehr zum Terror-Salafismus
Syrien, der Krieg und ein Jahrestag
Schlachthaus Syrien – Chaospolitik des Westens
Die Salafisten wollen an die Macht – oder: hat der Herbst des arabischen Frühlings schon begonnen, oder gar der Winter?
Bombenanschläge im Irak – was sind die Ziele der Terror-Salafisten?
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Zu Afghanistan
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SATIRE

Das grosse „Interview“ mit Profi-Aufmischer Thilo Sarrazin: „Ich will zurück in die gute alte Zeit“

Dr. Alexander von Paleske —- 28.2. 2014 ——
Folgendes Interview landete heute in meiner Mailbox:

Interviewer:
Herr Sarrazin, Ihr neues Buch über den angeblichen Tugend-Terror ist raus, das Echo ist gross, und, wie nicht anders zu erwarten, gespalten. Haben Sie das herbeigewünscht oder nur in Kauf genommen

Thilo Sarrazin:
Herbeigewünscht, denn mein Hauptinteresse ist ja im Gespräch zu bleiben, täglich in Fernsehtalkshows und Diskussionsveranstaltungen präsent zu sein, als ein sog. narzistisches Ego-Boosting, dann den Absatz meiner Traktate zu fördern, und damit natürlich auch noch ordentlich Geld zu verdienen.
Aber ich hiesse nicht Thilo Sarrazin, wenn es mir nicht auch ein klein wenig um weitergesteckte Ziele ginge, die ich natürlich nicht in aller Offenheit darlegen kann.


Neues Buch – Starkes Ego-Boosting

Welche Ziele wären das denn?

Das Rad der Geschichte zurückdrehen, zurück in die Zeit Anfang der 60er Jahre, als die Axel-Springer-Rechtspresse meinungsmässig Deutschland fest im Griff, die BILD-Zeitung noch eine Auflage von 5 Millionen hatte, und als noch nicht diese Journo-Gleichmacher-Sozis das Sagen hatten. Damals, als lediglich im SPIEGELund dem Blättchen KONKRET diese Links-Journos sich ausbreiten konnten, ohne grösseren gesellschaftlichen Flurschaden anrichten zu können.
Als Sekundärtugenden wie Fleiss, Ordnung und Pünktlichkeit selbstverständlich waren, wo in der Schule frontal unterrichtet wurde, und gelegentlich der Lehrer den Rohrstock rausholen durfte.

Als individueller Reichtum erstrebenswert, der erreichte Reichtum als bewundernswert angesehen, und von deren Inhabern offen gezeigt werden konnte, wie bei den Flicks, den Quandts, und dem Axel Springer.

Wo es keine Immigranten sondern nur Gastarbeiter gab, die als Gäste bestenfalls geduldet aber keine Aufenthaltsberechtigung hatten, die in Massenunterkünften eingepfercht waren, und deren Familien dort blieben, wo sie hingehören: in Anatolien und Sizilien. Wo ganz offen von „Kümmeltürken“ und „Spaghettis“ geredet werden konnte, ohne sogleich vom Bannstrahl der Tugendterroristen getroffen zu werden.


Gastarbeiter-Unterkunmft 1971 – …..8 Personen pro Zimmer, 100 DM pro Monat pro Bett

Warum können sie das denn nicht offen darlegen

Weil meine Bücher ja von Stammtisch-Aufmisch-Kritik leben, aber nicht von meinen rückwärts gerichteten Vorstellungen, die ich in meinem Hinterkopf habe. Meine Kunden würden mich ja sonst auslachen.

Aber nähert sich dann ihr Weltbild nicht dem der Rechtsradikalen an, die „Deutschland den Deutschen und Ausländer raus“ fordern?

Nein natürlich nicht. Diese Rechts-Krakeeler sind ja Bewunderer von Adolf Hitler, mit solchen Leuten will ich nichts zu tun haben. Ich bin erzkonservativ bis auf die Knochen, aber kein NPD-Symphatisant.

Meinen Sie nicht, dass Sie mit diesen Ihren Vorstellungen die SPD besser verlassen sollten?

Nein ganz und gar nicht. Diese SPD „Betroffenheitsgimpel“ schreien ja immer sofort auf, wenn ich ein neues Aufklärungswerk herausbringe, das fördert die Debatte ganz enorm.

Ausserdem verleiht mein SPD-Parteibuch meinen Tiraden mehr Gewicht. Eine taktische Parteimitgliedschaft, wenn Sie so wollen. Das Schlimmste was mir passieren könnte, wäre, dass meine Ergüsse totgeschwiegen würden: eine Katastrophe für die Verkaufszahlen.

Nun ist es ja so, dass die Milliarden-Zockereien der Banken die Welt-Finanzkrise ausgelöst haben, insbesondere mit diesen Derivaten wie Swaps. Wäre es nicht Ihre Aufgabe als Banker gewesen, nicht nur vor der Krise zu warnen, ggf. in Buchform, sondern auch drastische Veränderungen zu fordern, wie z.B. George Soros und Warren Buffett das taten?

Nein, mit derartigen Warnungen, zumal aus dem Munde eines Bundesbankers, hätte ich meinen Rauswurf aus der Bundesbank und damit Einbussen bei meinen Pensionszahlungen riskiert, das wollte ich auf gar keinen Fall, zumal ich damals noch nicht ahnte, was für ein erfolgreicher Aufmisch-Bestseller-Autor ich eines Tages sein würde.
Ich habe darüber hinaus ja selbst derartige Zockereien als Aufsichtsratsvorsitzender der Berliner Verkehrsbetriebe seinerzeit freudig abgesegn
et: Einmal der Abschluss von Hochrisiko-Swaps, und dann sog. Cross-Border-Leasing Geschäfte, wo wir „Tafelsilber“ an sogenannte „Heuschrecken“ in den USA verhökerten, und anschliessend zurückmieteten.

Beide Geschäfte sind ja – nicht ganz unerwartet – voll in die Hose gegangen, mit dreistelligen Millionenverlusten. Trifft Sie da nicht eine schwere Verantwortung? Zu diesem ganzen Problemkreis findet sich- wenn überhaupt – herzlich wenig in Ihren Büchern

Das sind Themen, die ich natürlich zweckgerichtet ausklammere, weil ansonsten ich dann sofort meine (Schein-)Glaubwürdigkeit verlieren würde. Also hüte ich mich davor. Ich bitte dafür um Verständnis.

Sie bekämpfen, unter dem Stichwort „Gleichmacherei,“ die Forderung nach Kürzung der hohen Vorstandsbezüge deutscher Unternehmen, insbesondere der Banken, selbst wenn diese von Vorständen an die Wand gefahren werden. Ich zitiere mal:

Der Normalbürger hat ja keinen Begriff davon – und kann ihn auch gar nicht haben – wie unternehmerische Leistungen zustande kommen, wie Vorstände entlohnt werden. Er sieht nur die Zahlen und denkt: es kann doch niemand so viel arbeiten, dass er wie z.B. der ehemalige Porsche-Vorstand Wiedeking 65 Millionen Euro im Jahr bekommt.

Wäre es nicht gerechtfertigt, diese Vorstände auch zur Rechenschaft zu ziehen, z.B. die Deutsche Bank-Vorstände Ackermann, Breuer Fitschen. Ich nenne die Stichworte Kirch-Pleite, reichlichst Prozesse mit Steitwerten im Multimillionen- ja sogar im Milliardenbereich in den USA wegen angeblich krummer Hypothekengeschäfte, Libormanipulationen u.s.w.?

Nein, die Deutschbanker wie Ackermann, Breuer, Fitschen und Co sollten nicht zur Verantwortung gezogen werden, weil dies ja ihre Risikofreude, der Motor der wirtschaftlichen Expansion, einschränken würde, das kommt der Gleichmacherei nahe, die ich in meinem neuen Buch so vehement bekämpfe.

Schliesslich lässt sich die Arbeit eines Vorstandsmitglieds nicht mit der Arbeit, sagen wir mal eines Filialangestellten der Deutschen Bank vergleichen. Wenn bei dem die Portokasse nicht stimmt, muss der natürlich zur Verantwortung gezogen werden. Die Aufrechterhaltung dieser Ungleichheit, und der Kampf gegen die Propagandisten der Gleichheit, sind mein grosses Thema.

Was leitete sie dann sonst bei der Themenauswahl für neue Aufmisch-Bücher?

Natürlich zunächst mal nichts, was die Gesellschaftspyramide in Frage stellen könnte: also insbesondere keine Angriffe auf unsere Reichen und Superreichen, also die Oberschicht. Keine Zerstörung der Aufstiegs- Illusionen der Mittelschicht, es auch eines Tages in die Oberschicht zu schaffen. Bestes Beispiel: mein Auftritt bei der Buchvorstellung im Dussmann-Keller im Jahre 2010 in Berlin.Mein Ziel ist es, die Mittelschicht gegen die Unterschicht aufzubringen. Gleichzeitig in der Unterschicht die (scheinbare) Verantwortung für ihren miserablen Zustand den Ausländern und dem Euro zuzuschieben.
Verbinden tue ich das mit heftigen Angriffen gegen die Teile der Unterschicht, die von Hartz IV leben, also die Gruppe, die ich als „Sozialparasiten“ bezeichnen würde: Arbeitsscheue, und natürlich deren viel zu grosszügige Alimentierung. Ich spiele also auch Unterschicht gegen Unterschicht aus.

Damit begann ich bereits, als ich noch Finanzsenator in Berlin war: Diese „Sozialparasiten“ waren mein beliebtes Angriffsziel. Ich prangerte an: ihren Stolz auf ihren Status, statt sich zu schämen; ihre Verantwortungslosigkeit, im Winter die Zimmertemperatur über das Öffnen und Schliessen der Fenster zu regeln, Warmduschen statt kalt; ihr Geld für Alkohol, Lotto und Zigaretten ausgeben und tagsüber in Trainingsanzügen herumzuschlurfen.

Wie sähen denn nach ihrer Ansicht nach die geeigneten Gegenmassnahmen aus?

Drastische Kürzungen und zeitliche Begrenzung von Hartz IV; Kochkurse, um zu lernen, wie man sich mit 3 Euro pro Tag vollwertig ernähren kann; Abschaffung der Suppenküchen; Druck auf Arbeitslose, selbst Jobs bei Firmen als „Drücker“ anzunehmen, schliesslich unbezahlte gemeinnützige Tätigkeiten. Harz IV muss als Entlohnung für gemeinnützige Tätigkeiten neu entdeckt werden, dadurch liesse sich die Infrastruktur in vielen Gemeinden reparieren, die zu verlottern droht.

Weitere für mich interessante Stammtischthemen erfahre ich oftmals aus den Leserzuschriften der BILD-Zeitung, die ich regelmässig studiere.

Der „kleine Mann“ ist ja der Ansicht, dass seine Probleme von „denen da oben“ ignoriert werden, und dieser Einschätzung hab ich einen gewaltigen Schub verliehen durch meine Aufklärungsfibel „Tugendterror“.

Fördert das nicht den ohnehin schon weitverbreiteten Defätismus?

Nein, nicht den Defätismus sondern die Empörung. Zweck meines neuen Buches ist, dass diesen öffentlich rechtlichen Sendeanstalten, deren Tugendterror von uns allen alimentiert wird, und diesen tugendterrorisierenden Journalisten kein Glaube mehr geschenkt wird.

Noch einen Satz zum Schluss?

Ungleicheit ist die Lokomotive unserer Gesellschaft. Die Tugendterroristen wollen diese Lokomotive zum Stillstand bringen. Dagegen schreibe ich an.

Vielen Dank für dieses „Interview“

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SATIRE

Karl-Heinz Grasser schreibt an Profi-Polit-Aufmischer Thilo Sarrazin: Austrisches Skandal-Thema für ein neues Buch

Dr. Alexander von Paleske — 23.2. 2014 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Karl-Heinz Grasser
Ex Finanzminister
In dem Sümpfen 1
Kitzbühel
Skandalrepublik Österreich

An
Herrn
Thilo Sarrazin
Ex Bundesbanker, Bestsellerautor
und Profi-Polit-Aufmischer
Deutschlanderneuerungsirrpfad 1
Berlin
Bundesrepublik Deutschland

Hochverehrter Herr Dr. Sarrazin,

ich nehme an, Sie kennen mich: ich bin der beste Finanzminister (2000-2007), den die Skandalrepublik Österreich je hatte, und ein politischer Zögling des mittlerweile verstorbenen austrischen Rechtsaussen Jörg Haider.


Das bin ich, der fesche Karl-Heinz

Zunächst einmal : ganz, ganz herzlichen Glückwunsch zu Ihrer neuen Aufmisch-Fibel:

Der neue Tugendterror: Abseits vom Mainstream lauert die Medien-Stasi

Ich freue mich schon riesig darauf, nicht nur Auszüge aus Ihrem Buch in dem Intellektuellen-Blättchen BILD zu lesen, sondern das ganze Machwerk zu verschlingen, wie ich es bereits mit Ihren Berichten von der Deutschlandabschaffungsverhinderungsfront und der Wahrheitsfibel über die Eurolüge getan habe.

Auch mein politischer Ziehvater Jörg Haider dachte ja in sehr ähnlichen Dimensionen, insbesondere was die drohende Überfremdung durch Asylanten angeht.

Austrischer Medienterror als Thema
Da Sie ja in atemberaubender Geschwindigkeit Ihre tiefschürfenden Ergüsse in Buchform fertigstellen, und damit einen nachhaltigen und positiven Einfluss auf den gesellschaftlichen Entwicklungsprozess in Deutschland ausüben, wäre vielleicht auch ein Thema für Sie interessant, das in unserem skandalreichen Alpenländle- und natürlich auch für mich – zur Zeit brandaktuell ist: Der Medienterror gegen erfolgreiche Politiker und Wirtschaftsführer.

Erfolgreiche Unternehmer wie Walter Meischberger, Frank Stronach , Ernst Plech oder Martin Schlaff – und natürlich ich – werden wie Säue von den Medien durch die Republik gehetzt, und ohne Gerichtverfahren bereits an den Medien-Pranger gestellt.

Hier ist insbesondere die austrische Kampfpresse zu nennen, vertreten durch Blättchen wie FORMAT, PROFIL, NEWS aber auch die Tagespresse wie KRONE, STANDARD und DIE PRESSE, wobei die meisten noch voneinander abschreiben, nachdem das erste Halali geblasen wurde.

Blut soll schneller fliessen
Mehr noch: Während in früheren Jahren Verfahren gegen höhergestellte Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik – so sie je zustande kamen – von der Aufnahme der Ermittlungen bis zum Strafprozess gut und gerne 10 Jahre und mehr dauerten, wie jetzt im Y-Line Verfahren, sodass dann einige Anklagepunkte schon wegen Verjährung unter den Tisch fallen, drängt nun die austrische Kampfpresse darauf, dass „schneller Blut fliessen soll“, also die angemessene Frist zu unserer Verteidigung deutlich verkürzt wird, womit unsere Verteidigungsrechte stark und unverhältnismässig beschnitten werden.

Besonders betroffen
Ich bin ganz besonders von dieser medialen Treibjagd betroffen, weil die Presse nicht honorieren will, dass ich der erfolgreichste Finanzminister war, den die austrische Alpenrepublik je hatte.

Mehr noch, diese Kampfpresse, die ihren Tintenkulis, ob angestellt oder (vogel-)freiberuflich nur Hungerlöhne zahlt, ist offenbar der irrigen Meinung, dass auch Politiker mit Hungerlöhnen auskommen müssen, und nicht angemessen am gesellschaftlichen Reichtum partizipieren dürfen, bzw. jeden durch harte Arbeit haupt- bzw. nebenberuflich eingenommenen Cent gleich der Steuer melden müssen.

Angriff als letzte Verteidigung
Als Verteidigungsmittel bleibt mir daher dann nur noch, zum Angriff überzugehen: mit Strafanzeigen bzw. Zivilklagen mich gegen Verfolgungsbehörden und schwatzhafte Steuerberater zur Wehr zu setzen. Steuerberater wie Haunold und Beratungsfirmen wie Deloitte, , die offenbar vergessen haben, sich nur gegenüber ihren Klienten verantwortlich zu fühlen, nicht aber gegenüber einer verfolgungsgeilen Staatsanwaltschaft.

Angebliche Grasser Skandale
Bei den folgenden Skandalen werde ich rechtswidrig mit in Verbindung gebracht:

– Buwog-Skandal

– Austria Telekom Skandal

– Valora Skandal

– Eurofighter Skandal

– Hypo-Alpe-Schwiegermutter Skandal

– Terminal-Tower-Linz-Skandal,

– Steuer-Hinterziehungsskandal

– Schliesslich die Porr-Geschichte, der in die Hose gegangenen Novomatic Deal, und die Dorotheum-Privatisierung.

Details siehe hier. und hier

Mit anderen Worten: Überall wo in Österreich Skandal draufstand, setzte die Kampfpresse das Wort „Grasser“ dazu. Lächerlich!

Anschaffung des Eurofighters
Heute will ich, nachdem ich der deutschen Volksgemeinschaft schon in mehreren Botschaften meine Unschuld in den vielen Skandalen dargelegt habe, zu dem Komplex Eurofighter Stellung nehmen.

Unser austrisches Militär braucht eine kampfstarke Luftwaffe, da wir – anders als noch zu Zeiten des Kalten Krieges – ringsum von politischen Feinden umgeben sind, gegen die wir uns notfalls schlagkräftig verteidigen müssen.

Ich habe deshalb im Jahre 2002 darauf gedrängt, den besonders teuren aber hochmodernen Eurofighter von der EADS (Airbus) zu kaufen, nachdem ich eine Woche zuvor genau das Gegenteil wollte.


Eurofighter ……alles sauber zugegangen.

Obwohl ich das völlig uneigennützig und nur aus übergeordnetem Staatsinteresse gemacht habe, warf die austrische Presse mit Dreck nach mir und schrieb:

Bis heute nicht geklärt ist Grassers Rolle beim Kauf der 18 Abfangjäger. Für Freund und Feind gleichermaßen überraschend setzt sich der Minister 2003 plötzlich sehr dafür ein, die Flugzeuge bei EADS/Eurofighter zu kaufen. Im Rahmen eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses kommt Jahre später ans Licht, dass EADS äußerst großzügige Aufträge an die Werbeagentur „100% Communications“ vergeben hat, die den Grasser-Parteifreunden Erika und Gernot Rumpold gehört. Am Ende wurden Honorare von fast sieben Millionen Euro bezahlt. Zu den größten Nutznießern der umfangreichen Gegengeschäfte mit EADS zählte wiederum Grassers ehemaliger Arbeitgeber Magna.“.

Griff in die Skandal-Mottenkiste
Nachdem eine Zeitlang Ruhe an dieser Front herrschte, greift jetzt die Kampfpresse wieder in diese Mottenkiste: Danach habe die hochseriöse EADS eine Firma City Chambers in London beauftragt, in der austrischen Bananenrepublik der Entscheidungsfindung im Sinne der EADS etwas nachzuhelfen, und sei zu diesem Zwecke mit 8 Millionen Euro ausgestattet worden.

Hinzugekommen seien auch noch Kompensationsgeschäfte zwischen dem damaligen EADS Grossaktionär Daimler und der
austro-kanadischen Firma Magna International in Höhe von 27 Millionen Euro, nach anderen Quellen bis zu 300 Millionen Euro.

Man habe sich seinerzeit mit einem Dr. Lüssel, Dr.Laider und Dr. K.H. Lassel in der Milchbar des austrischen Parlaments
getroffen.

Die Kampfpresse fehl-dechiffriert nun diese Namen als Dr. Schüssel (damaliger austrischer Bundeskanzler), Dr. Haider, unser verstorbener Rechtsaussen, und Dr. K.H. Grasser.

Die Fehl-Dechiffrierung ergibt sich schon daraus, dass alle angeblich blossgestellten Persönlichkeiten keinen Doktortitel besitzen und auch nie geführt haben. Die phonetische Ähnlichkeit ist daher rein zufällig.

Dass die Firma Magna von der Daimler AG nach dem Vertragsabschluss mit Aufträgen gesegnet wurde, hat nichts,aber auch gar nichts damit zu tun .

Die in den Medien verbreitete Meldung:

„Am 11. Juni 2001 flog ein gewisser Karl-Heinz Grasser – Finanzminister und Ex-Magna-Manager – mit Magna-Boss Siegfried Wolf im Firmen-Jet zur Eurofighter-Fabrik nach Manching (Bayern): Stronach selbst gab im U-Ausschuss auf Nachfragen des BZÖ-Abgeordneten Ewald Stadler zu, dass Magna den Flug bezahlt habe. Warum scheint auch klar zu sein: Man hoffte im Zuge des Jet-Deals an Autobau-Aufträge der Daimler-AG – der Mutter von Eurofighter-Hersteller EADS – heranzukommen. 27,2 Millionen Euro konnten Magna-Firmen 2002 und 2003 im Zuge des Eurofighter-Deals als Gegengeschäfte umsetzen.

ist eine glatte Lüge.

Die Verträge waren Resultat der guten Qualität und der Preiswürdigkeit der Magna-Produkte.

Lieber Herr Dr. Sarrazin, ich denke, dass sich hier ein reiches Forschungsgebiet erschliessen lässt, und ich habe keinen Zweifel, dass Ihr Resumee lauten würde:

Justizterror in einer Skandalrepublik

und Untertitel:

Wie unbescholtene Bürger in einem EU-Staat von einer Kampfpresse an die Wand gefahren werden.

Ich freue mich schon darauf.

Servus

Ihr
Karl Heinz Grasser

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Dr. Alexander von Paleske — 19.2. 2014 —
Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Thilo Sarrazin
Profi-Aufmischer und Bestsellerautor
Ex Bundesbanker
Deutschlanderneuerungsirrpfad 1
Berlin

Guten Morgen Deutschland,

Ein Chinesisches Sprichwort sagt:

„Wenn Du lange genug an einem Fluss wartest, schwimmen die Leichen Deiner Feinde an Dir vorbei“

Erste politische Leiche schwimmt vorbei
Lange warten brauchte ich nicht: Nur drei Jahre, denn gerade schwimmt die politische Leiche eines meiner ärgsten SPD-Widersacher vorbei, die des Sebastian Edathy.

Der hatte nach dem zweiten gegen mich gerichteten aber erneut fehlgeschlagenen Ausschlussverfahren aus der SPD im Jahre 2011 erklärt:

Wenn sich Sarrazin erneut biologistisch äussert, ist sein Ausschluss aus der SPD unumgänglich“.

Jetzt fliegt der selber raus, und aus der politischen Wüste wird er nie mehr heimkehren, Strafbarkeit der Bestellung von Nacktbildern hin oder her, während ich als SPD-Mitglied weiter ausserordentlich erfolgreich Volksaufklärung und Aufmischung abseits vom Mainstream betreiben kann.

Sigmar Gabriel und sein Opferlamm
Aber auch der Gabriel ist nach dem Edathy-Skandal angeschlagen. Der hatte vor meinem zweiten SPD-Ausschlussverfahren noch frech erklärt:

„Sarrazin führt keine Integrations-, sondern eine Selektionsdebatte. Der „Hobby-Eugeniker Sarrazin und seine medialen Helfershelfer“ sind dabei, Theorien der staatlichen Genomauswahl wieder salon- und hoffähig zu machen. Andere und Schlimmere würden sich noch darauf berufen. Die SPD will sich damit nicht in Verbindung bringen lassen.“

Papperlapapp. Ich bin ja nach wie vor in der SPD, und mische nicht nur die SPD, sondern die gesamte deutsche Volksgemeinschaft mit meinen (kruden) Thesen weiter auf.
Jetzt muss dieser Saubermann Gabriel den Oppermann zum Opferlamm machen, um selbst aus der Schusslinie zu geraten .

Freue mich auf nächste Woche
Währenddessen freue ich mich schon darauf, nächste Woche meinen neuesten Aufmisch-Schinken vorstellen zu können, in dem ich haarklein nachweise, dass abseits vom Mainstream die Meinungsvernichtungsmaschine in Deutschland läuft.
Mehr noch: dass die Homo-Ehe widernatürlich, und die Intelligenz der Männer die der Frauen bei weitem übertrifft.

Ich weise in meiner Aufklärungsschrift – wie üblich mit beeindruckenden Statistiken – nach, wie nicht in das politische Leitbild passende Wahrheiten aber auch Wahnideen und Verschwörungstheorien systematisch der medialen Unterdrückung, der Zensur, zum Opfer fallen.

Tugendterror in Deutschland

Tugendterror in Deutschland

der Titel,

Abseits der Mitte lauert die Medien- Stasi

der Untertitel.

Natürlich bringe ich mich selbst als besonders überzeugendes Beispiel ein, insbesondere mit meinem Deutschlandabschaffungsschinken, und wie der von interessierter Seite verrissen wurde, z.B. von dieser „Mutti“ Merkel, ohne ihn überhaupt gelesen zu haben. Dies entspricht fast einer geistigen Bücherverbrennung.

Honorige Volksaufklärer Opfer des Tugendterrors
Aber auch honorige Volksaufklärer wie die hochgebildete Eva Herman werden als Beispiel herangezogen.

Die konnte aus Angst vor tätlichen Übergriffen nicht direkt, sondern nur per Videokonferenz zu den Teilnehmern des hochaktuellen Compact-Treffens sprechen.

Gerade sie ist es, die vorwärtstreibend die deutschen Frauen dahin befördern will, wo sie hingehören: zurück zu Heim und Herd.

Oder diese wunderbare Zeitschrift „Junge Freiheit“ , die sogar zeitweise vom Verfassungsschutz beobachtet wurde – rechtswidrig natürlich – und für die mittlerweile auch der Peter Scholl- Latour die Werbetrommel rührt. Ein Blättchen, das aber in Medien nicht selten als Rechtsausleger verunglimpft wird, oder, schlimmer noch, von dem SPD-Mann Stephan Braun als gefährlich bezeichnet wird, statt sie als (rechte) Bereicherung des Meinungsspektrums zu begreifen.

Steuersparmodell Schwarzer
Auch diese Alice Schwarzer ist als politische Leiche nun flussabwärts geschwommen, aber die war ja nur teilweise meine Feindin, denn immerhin hat sie ja gegen den Moslemismus ihre steuersparende Stimme erhoben.

Muslim-kritische und steuersparende Stimme erhoben

Deutschland, nächste Woche wird das Wutgeheul der Tugendmedien und ihrer Tintenkulis losgehen, wenn ich zu den ersten Buchsignaturen schreite. Aber das wird meinen Buchverkauf nicht stoppen.

Die Erstauflage beträgt bereits 100.000.

Deutsche, Ihr dürft Euch auf meinen neuen Aufmisch-Schinken freuen

Gute Nacht Deutschland

Thilo Sarrazin
nimmermüder Deutschland-Abschaffungs-Verhinderungs-Forscher,
Ex Bundesbanker,
Gendatenbanker, Entdecker des Intelligenz-Sarrazin- Gens,
Unterschicht-Heizungskosten-Spar-Consultant,
Hartz IV- Nahrungsmittelspezialist,
Politisch-kaltduschender Pofi-Aufmischer,
Selbsternannter Integrationsfachmann,
Sprecher der Obsthändler- und Kopftuch-Crisis- Group

Mehr zu Gabriel, Oppermann, Edathy & Co
Minister Sigmar Gabriel: Mea culpa, ich bin unschuldig

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Neues vom politischen Schlachtermeister Thilo Sarrazin</b
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Herbert Rechtslastig schreibt an Thilo Sarrazin: Wunderbar diesen Wowereit abgewatscht
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Hurra, ich habe gewonnen und bleibe (in der SPD)
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Mehr zur Jungen Freiheit (keine Satire)
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SATIRE

Minister Sigmar Gabriel: Mea culpa, ich bin unschuldig

Dr. Alexander von Paleske — 15.2. 2014 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox.

Sigmar Gabriel
Bundeswirtschaftsminister
Im Regierungsviertel 5
Berlin Mitte

Guten Abend Deutschland,

nachdem dieser Agrar-Minister Hans-Peter Friedrich gestern wegen der Edathy-Affäre seinen Rücktritt erklärt hat, werden von Scharfmacher Seehofer und in einigen Medien weitere Konsequenzen, diesmal bei uns, der SPD, gefordert.

Kommt nicht in Frage
Das kommt überhaupt nicht in Frage, und zur Begründung werde
ich einige Klarstellungen treffen:

Während der Koalitionsverhandlungen informierte mich dieser Friedrich, damals noch Innenminister, über die Vorwürfe gegen unseren Genossen und MdB Sebastian Edathy.

Diese Vorwürfe waren absolut neu für mich, und auf den ersten Blick unglaublich. Ich sah sofort die Gefahr für uns, nicht zügig an die Regierungs-Futtertröge zu kommen, und den weiteren Imageschaden, bevor wir unter Beweis stellen konnten, wie fabelhaft wir Regierungsverantwortung wahrnehmen.

So war es selbstverständlich, dass ich meinen aufwärts strebenden Genossen Thomas Oppermann informierte, und ihn bat, doch gleich mal beim Bundeskriminalamt (BKA) zu recherchieren, was an dieser Sache dran ist.


Thomas Oppermann ……mal eben nachrecherchiert

Ein Mitschnitt
Der Thomas hat auch sofort den Chef des BKA, Jörg Ziercke, angerufen. Hier ein Mitschnitt des Telefonats:

Oppermann: Hallo ist dort das BKA? Geben Sie mir sofort ihren Chef Ziercke

BKA: Der ist in einer Besprechung

Oppermann: Dann holen sie ihn dort raus, dies ist eine Angelegenheit von höchster nationaler Dringlichkeit. Das Wohl Deutschlands im Allgemeinen und der SPD im Besonderen steht auf dem Spiel.

BKA: Moment. (Knacken der Leitung, dann eine Stimme mit amerikanischem Akzent: „Hallo hier NSA,. läuft das Gespräch noch?“ Erneutes Knacken dann meldet sich der BKA-Chef)
Hallo, spreche ich mit Sigmar Gabriel?

Oppermann
: Nein, ich bin es, Thomas Oppermann!

BKA-Chef: Opferlamm?

Oppermann: Nein verdammt noch mal, Oppermann, die aufstrebende Hoffnung der SPD. Kennen Sie mich gar nicht?

BKA-Chef: Ja, habe schon von Ihnen gehört. Was kann ich für Sie tun?

Oppermann: Ähem, ich wollte mal fragen, ob gegen meinen Parteifreund Edathy etwas vorliegt. Der soll Minister werden, aber unser Vorsitzender Gabriel wurde vom Innenminister Friedrich gewarnt, da liefe was gegen Edathy wegen Pädophilie.

BKA-Chef: Das hat der Friedrich tatsächlich weitergegeben?

Oppermann: Ja, aber unter dem Siegel der Verschwiegenheit.

BKA-Chef: Hören sie mal, da könnte ja jeder kommen. Ich bin nicht berechtigt Ihnen zu sagen, dass die Kanadier uns einen Tipp gegeben haben, und wir daraufhin Ermittlungen gegen Edathy aufgenommen haben. Der Edathy soll zu Pädophilen Kontakt gehabt haben. Ich bitte um Verständnis, dass ich prinzipiell keinerlei Auskünfte darüber geben kann, auch nicht, wer uns den Tipp gegeben hat

Oppermann: Vielen Dank, das hilft uns bereits.


BKA-Chef Jörg Ziercke …..habe nichts ausgeplaudert

Keinerlei Auskünfte bekommen
Daraus ergibt sich ja überdeutlich, dass unser Oppermann keinerlei Auskünfte vom BKA bekommen hat.

Im übrigen kennt der Friedrich uns Sozialdemokraten offenbar schlecht, und dessen Naivität ist nun wirklich nicht unser Problem.

Bei uns wird alles kollektiv diskutiert, und dann von mir entschieden. Dass dadurch Informationen nach aussen gelangen, ist ein unvermeidlicher Kollateralschaden bei der konsequenten Verfolgung demokratischer innerparteilicher Prinzipien.

Schon daraus ergibt sich, dass wir mit den Infos des Herrn Friedrich mit der uns Sozialdemokraten üblichen Sorgfalt umgegangen sind.

Ich selbst habe diese brisante Info weiteren Personen immer nur unter dem Siegel der Verschwiegenheit mitgeteilt.

Deutschland, Geheimnisverrat hat hier nur der naive Friedrich begangen, das ist nun wirklich nicht unser Problem. Insofern ist es lächerlich, nun Rücktritte bei uns zu fordern.

Ich denke, damit ist der ganze Vorgang klargestellt.
Insofern ist die Frage in der Süddeutschen Zeitung heute:

„Was kann man den Sozialdemokarten noch erzählen

völlig unangebracht.

Wir Sozialdemokraten nehmen gerne und weiterhin interessante Infos entgegen, auch von CSU-Ministern.

Gute Nacht Deutschland

Sigmar Gabriel
Bundeswirtschaftsminister
GroKo-Vize

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Krieg

Steinmeier in Afghanistan: Von der Wahrheit weit entfernt

Dr. Alexander von Paleske —- 10.2. 2014 ——–
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, zur Zeit der beliebteste Politiker laut dem Deutschlandtrend, ist zum ersten Mal in seiner zweiten Amtszeit nach Afghanistan gereist.

Dort gab er sogleich die folgende Stellungnahme ab:

Wir werden uns verpflichtet sehen, das was hier in Afghanistan in den letzten mehr als 12 Jahren auf den Weg gekommen ist, so gut wie möglich sichern zu helfen. Wenn man zurückschaut: Wir sind nicht da, wo wir uns vor mehr als 12 Jahren gesehen haben, wir haben nicht alles das erreicht, was wir uns vorgestellt haben, aber wir sollten nicht gering schätzen, was erreicht worden ist.“


Steinmeier in Afghanistan mit Präsident Karsai …..von der Wahrheit weit entfernt.

Angesichts der Verhältnisse in Afghanistan kann dies allerdings nur als blanker Hohn bezeichnet werden. Gestern hat die UN Zahlen veröffentlicht, die eine ganz andere Sprache sprechen:

– 2013 sind wurden insgesamt 2.959 Zivilisten als Folge des Krieges getötet und 5.656 verletzt – ein Anstieg um 14 Prozent im Vergleich zu 2012.

– mehr Kinder und Frauen sind zu Schaden gekommen als jemals seit Beginn der UN-Erhebung 2009:

– 561 Kinder wurden getötet und 1.195 weitere verwundet , ein Plus von 34 Prozent gegenüber 2012

– 235 Frauen wurden getötet und 511 verwundet, 36 Prozent mehr als 2012.

Weiter erklärte Steinmeier:

Mit dem Abzug der internationalen Kampftruppen zum Jahresende ist nun ein Wendepunkt erreicht. Er hoffe, dass vieles von dem, was unter Gefahr für Leib und Leben auf den Weg gebracht worden ist, erhalten bleibt und das Land den Weg in eine Zukunft finde, die nicht von Gewalt geprägt sei.“

Plumpe Schönfärberei
Es bedarf keiner prophetischen Gabe um zu erkennen, dass der Krieg nach dem Abzug der ISAF–Truppen Ende des Jahres „vietnamisiert“, also zum reinen Bürgerkrieg wird, so wie seinerzeit nach dem Abzug der US-Truppen aus Vietnam, und nach dem Abzug der Sowjettruppen aus Afghanistan 1989.

Er wird sogar noch blutiger werden, und angesichts der bereits heute bestehenden Kontrolle der Taliban über weite Teile des Landes letztlich zu deren Machübernahme führen.

Von „Zukunft ohne Gewalt“ kann daher kaum die Rede sein. Und da dies Steinmeier nicht unbekannt sein dürfte, müssen seine Äusserungen als Versuch der plumpen Schönfärberei angesehen werden.

Weiter erklärte er:

Das, was erreicht worden ist, dürfe aber nicht gering geschätzt werden. In Afghanistan werden keine Terroristen mehr ausgebildet. Dies sei ein Ziel gewesen, als der Einsatz vor knapp 13 Jahren begonnen habe. Zudem könnten Kinder wieder zu Schule gehen, die Gesundheitsversorgung ist besser geworden, und viele Kulturstätten seien vor der Vernichtung gerettet.

Fakten sprechen andere Sprache
Auch hier sprechen die Fakten wiederum eine ganz andere Sprache:

– Zehntausende Afghanen sind nach dem Einmarsch der ISAF im Jahre 2001 zu internen Flüchtlingen geworden.


Eingeschneites Flüchtlingslager am Stadtrand von Kabul. Screenshot: Dr. v. Paleske

– Die gesundheitliche Lage der Bevölkerung ist nach einem bereits im Jahre 2009 veröffentlichten UN-Bericht katastrophal, woran sich auch in der Zwischenzeit nichts geändert hat:

– das Land hat die dritthöchste Kindersterblichkeit in der Welt, mehr als 20% aller Kinder unter 6 Jahren sterben vor Erreichen des 7. Lebensjahres.

– 300.000 Kinder sterben jedes Jahr an Krankheiten und/oder Unterernährung, wobei die Unterernährung die Kinder wiederum anfälliger für Krankheiten macht.

-Mehr als die Hälfte der Kinder unter 6 Jahren sind unterernährt

– Die Rate von akuter und schwerer Unterernährung bei Kindern liegt zwischen 6 und 10%, in einigen Gebieten bei 16%.

– Die Zahl der Kinder, die wegen Unterernährung behandelt werden, sofern sie das Glück haben, eine Behandlungseinrichtung wie ein Hospital oder eine Krankenstation in erreichbarer Nähe zu haben, hat sich Jahr für Jahr erhöht, von 2100 im Jahre 2005 auf 7100 im Jahre 2008.

– Sauberes Trinkwasser fehlt in vielen Gegenden, nur 22% der Bevölkerung Afghanistans haben diesen „Luxus“ . Das Resultat sind Durchfallerkrankungen vor allem bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen.

– 35% der Haushalte haben keine ausreichende Kalorienzufuhr

– 12 Millionen Menschen haben ein Einkommen von weniger als 0.45 US-Dollar pro Tag

– 42% der Bevölkerung leben unterhalb der absoluten Armutsgrenze. Selbst wenn Nahrung auf dem Markt erhältlich ist, können sich viele Familien die nicht leisten.

Zum Zeitpunkt des Berichts waren bereits knapp 300 Milliarden US Dollar in den Krieg geflossen grösstenteils in die Kriegsmaschinerie, bis heute sind es rund 500 Milliarden US-Dollar.

Allein der Abzug der ISAF wird 6 Milliarden US Dollar kosten. An der sozialen Lage der Bevölkerung hat sich jedoch nichts geändert. Steinmeiers Worte über die angeblich verbesserte Gesundheitsversorgung sind die glatte Unwahrheit.

Mehr Terrorcamps als je zuvor
Lassen wir mal die angeblich geretteten Kulturstätten beiseite. Was die al Qaida-Terroristen angeht, so sind die längst in andere Gebiete abgewandert und bestreiten dort ihr Ausbildungsprogramm. Genannt seinen Al Qaida im Yemen, Al Shabab in Somalia, Boko Haram in Nord-Nigeria, und Al Qaida im Maghreb.

All diese Gruppen haben mit dem letztlich erfolgreichen Kampf der Taliban gegen die ISAF starken Aufwind bekommen.

Grösster Opiumproduzent
Nicht zu vergessen: Die Opiumproduktion, die nach dem Einmarsch der ISAF so richtig Fahrt ausgenommen, und Afghanistan mittlerweile zum weltweit grössten Opiumproduzenten gemacht hat.


Mohnanbau in Afghanistan. …..weltweit grösster Opiumproduzent Screenshot: Dr. v. Paleske

Auch hier lassen sich die Worte Steinmeiers nur als Hohn verstehen.

Schliesslich, das sollte nicht vergessen werden, haben 55 Bundeswehrsoldaten ihr Leben verloren, Dutzende, wenn nicht Hunderte kehrten traumatisiert zurück.

Dies allles auch nur als teilweise Erfolgsbilanz zu verkaufen, muss schon als grobe Volksverdummung bezeichnet werden – vom beliebtesten Politiker der Republik.

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Medizin

Grüne Woche vorbei, die Massentierhaltung bleibt – Oder: Wieviel Torheit darf’s denn sein?

Dr. Alexander von Paleske — 8.2. 2014 —
Die grüne Woche in Berlin ging am 29. Januar zu Ende, das Riesenproblem der Massentierhaltung, der industriellen Fleischproduktion, aber bleibt.

Wird noch schlimmer
Nein, es wird noch schlimmer, denn sie soll noch ausgeweitet werden. Zwar kam das Thema Massentierhaltung auf, aber vor allem unter dem Gesichtspunkt der nicht artgerechten Tierhaltung.

Das ist jedoch völlig unzureichend.

Die Massentierhaltung, besser als industrielle Produktion von Fleisch, in „Tierfabriken“ zu bezeichnen, , bedroht massiv die in den letzten Jahrzehnten gemachten Fortschritte in der Medizin bei der Behandlung bakterieller Infektionen.

Gerade auch durch den unvermeidlichen Grosseinsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung haben die Resistenzen der Bakterien mittlerweile ein alarmierendes Ausmass angenommen.

Aber das war offenbar kein brennendes Thema auf der grünen Woche trotz der schwarzen Zukunft

Zu wenig Tiere oder zu wenig verantwortungsvolle Politiker?
Schlimmer noch: der Agrarminister Brandenburgs, Jörg Vogelsänger (SPD), will die Massentierhaltung noch drastisch ausweiten. Kurz vor Beginn der Grünen Woche in Berlin erklärte er:

Brandenburg hat zu wenig Tiere, und neue Mastanlagen sind Investitionen ins Tierwohl.

Ganz offensichtlich hat Brandenburg – nicht nur Brandenburg – keineswegs zu wenig Tiere in der Massentierhaltung, sondern zu wenig Politiker, die mit einem gesunden Menschenverstand und ausreichendem Problembewusstsein ausgerüstet sind.


Brutstätten der Antibiotikaresistenz: Tierfabriken – Screenshot: Dr. v. Paleske

Der Fleischkonsum wächst in Deutschland seit den 1960er Jahren unaufhörlich: Pro Kopf verzehrt jeder Deutsche mittlerweile im Jahr durchschnittlich 60 Kilogramm Fleisch. In seinem Leben isst jeder damit durchschnittlich 1094 Tiere, davon 945 Hühner, 46 Puten, 46 Schweine, 37 Enten, zwölf Gänse, vier Schafe und vier Rinder.

Der Konsum von Schweine- und Hühnerfleisch wird weiter steigen. Damit steigt auch der Bedarf an Futtergetreide, und dies angesichts weltweit immer knapper werdender Nahrungsmittel.

Blinde Industriegläubigkeit
Was sich im Falle Brandenburgs wieder einmal ausdrückt, ist die blinde Industriegläubigkeit der SPD, ohne Rücksicht auf die damit verbundenen Gefahren, wie sie die SPD seit dem Beginn der Umweltbewegung auszeichnete, und die dazu beitrug, dass die SPD dank eines Vertrauensverlustes in der Wählergunst abstürzte.

Statt für geringeren Fleischkonsum zu werben, und die Gefahren der Massentierhaltung zu benennen, soll die Produktion und damit der Konsum weiter angekurbelt werden.

Langsames Umdenken auch in den USA
Inzwischen beginnt auch in den USA ein Umdenkungsprozess, allerdings im Schneckentempo. Dort, wo die Massenproduktion insbesondere bei Schweinen und Geflügel weit verbreitet ist, warnte die Pew Commission on Industrial Farm Animal Production vor den Auswirkungen des zügellosen Einsatzes von Antibiotika.

Mittlerweile forderte die Food and Drug Administration (FDA )die Hersteller von Antibiotika auf, dafür zu sorgen, dass diese nicht mehr dem Futter beigemischt werden.

Allerdings ist dies in Europa bereits seit dem Jahre 2006 verboten, ohne dass sich an dem Verbrauch der Antibiotika in der Massentierhaltung auch nur irgend etwas geändert hätte. Ganz im Gegenteil: der Verbrauch stieg weiter an, insbesondere in der Geflügelzucht, weil es keines der Tiere ohne Antibiotika bis zum Schlachttag schafft. Mit dem Unterschied, dass seit 2006 die Antibiotika nicht mehr dem Futter beigemischt werden, sondern ins Trinkwasser gekippt werden – welch ein Fortschritt.

In Zahlen: Im Jahre 2011 wurden 1734 Tonnen Antibiotika in der Massentierhaltung in Deutschland verfüttert – 40 mal so viel wie in allen Krankenhäusern zusammengenommen, und 7 mal mehr als in der gesamten Humanmedizin in Deutschland.

Der neue Grünen- Fraktionsvorsitzende Anton Hofreiter mahnte nur lau auf der Grünen Woche:

„Wir müssen weg von der nicht artgerechten Massentierhaltung.“

Von den Riesengefahren keine Rede. Dass auch die Grünen sich des Themas nur in völlig unzureichender Form annehmen, zeigt nur, wie sklerotisch dieser Verein längst geworden ist.
Aber es ist gerade dieses Gefahrenpotential, das sofortiges Handeln erfordert.

Kleiner Lichtblick
Ein kleiner Lichtblick ist die Bildung eines Aktionsbündnisses gegen die Massentierhaltung, zu dem sich 34 regionale Verbände der Landwirtschaft, des Umwelt- und Naturschutzes sowie andere zivil-gesellschaftliche Kräfte und Initiativen im November 2013 zusammengeschlossen haben.

Zur Massentierhaltung
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linkDer ARZNEIMITTELBRIEF zur Krise der Antibiotikaresistenz
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Deutsche Spitzenforscher: Späte Warnung vor Antibiotikaresistenz und unzureichende Vorschläge
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Putenlaster-Unfall, kranke Puten und grüne Stellungnahmen zu schwarzer Zukunft
Erst Bremen, jetzt Leipzig – Die Antibiotikaresistenz breitet sich aus

Zwei Schreckensmeldungen zur Antibiotika-Verfütterung in der Massentierhaltung
Frühchentod und Antibiotikaresistenz

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Bleibt die Gonorrhoe (Tripper) behandelbar?
Antibiotika-Resistenz: Spätes Erwachen. Oder: Minister Bahrs Wort zum Sonntag
WHO, Weltgesundheitstag und Antibiotikaresistenz – eine Nachbemerkung
Pest-Seuche und Antibiotika-Resistenz

Antibiotika oder Massentierhaltung?

Der Dioxin-Skandal flaut ab, die Probleme der Massentierhaltung bleiben
Hilflos bei Infektionen – Antibiotika verlieren ihre Wirksamkeit
Tierfabriken, Schweineviren und die Zukunft
Bittere Pillen für die Dritte Welt
Eine besiegt geglaubte Krankheit droht wieder zur unkontrollierbaren Seuche zu werden
Welt-Tuberkulose Tag – eine Krankheit weiter auf dem Vormarsch</
Tuberkulose und die Krise bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Kein Nachlassen der Schreckensmeldungen

Will Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner uns für dumm verkaufen? – Ein Kommentar zur geplanten Reform des Tierarzneirechts
Verband zur Förderung der Massentierhaltung Deutschlands (VEFMAD) dankt der Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner