Krieg

Kampf gegen somalische Piraten – nun mit Söldnern

Dr. Alexander von Paleske — 5.3. 2012 —-Söldnerfirmen, die im Irak und Afghanistan im rechtsfreien Raum operier(t)en, deren „Mitarbeiter“ im Irak Zivilisten wie Hasen abknallten, haben offenbar ein neues Terrain ausgemacht: Somalia.

Söldner als bewaffnete Begleitung
Auf Handelsschiffen reisen sie bereits als bewaffnete Begleitung mit, jedenfalls für Reedereien, die es sich leisten können und zwar auf Schiffen, die nichts Explosives oder brennbares Gut wie Gas oder Erdöl an Bord haben. Da wäre ein Gefecht zu riskant.


Söldner auf einem Schiff im Golf von Aden Screenshot: Dr. v. Paleske

Trotz Einsatzes der internationalen Marineeinheiten im Golf von Aden und am Horn von Afrika gelingt es den Piraten immer wieder, Schiffe zu kapern

Piraten sollen an Land bekämpft werden
Damit soll nun Schluss sein. Die Piraten sollen auf dem Festland, in ihren Basen, angegriffen, und in den Häfen am Auslaufen gehindert werden. Das planen offenbar mehrere europäische Regierungen.

Eine zweifelhafte Kampftruppe ist bereits vor Ort: Die Sicherheitsfirma Saracen. Eine Firma, die zum Dunstkreis der inzwischen geschlossenen Söldnerfirma Sandline, des britischen Öl-Barons Tony Buckingham gehörte – oder noch gehört.

Buckingham, Sandline & Co
Tony Buckingham ist Chef und Mehrheitseigentümer der britisch-kanadischen Ölfirma Heritage Oil, über deren Machenschaften, insbesondere in Uganda, wir bereits mehrfach berichtet haben.

Die Söldnerfirma Sandline heuerte seinerzeit ihre Söldner über die südafrikanische Sicherheitsfirma Executive Outcomes an, die ihre „Mitarbeiter“ aus den ehemaligen Terror- Mörder- und Zerstörungskommandos Apartheid –Südafrikas rekrutierte: dem 32. Buffalo Battalion, den 1.-5. Reconnaissance Commandos, der 44. Parachute Brigade, Koevoet, und der Todesschwadron Civil Cooperation Bureau (CCB)

Immer die gleichen Namen
Im Zusammenhang mit diesen Söldnerfirmen tauchten immer wieder die gleichen Namen auf:

Simon Mann, Mitarbeiter Buckinghams in Sandline, der versuchte durch einen Coup den ölreichen westafrikanischen Staat Äquatorial Guinea zu kapern um Multimilliardär zu werden, zusammen mit Sir Mark Thatcher, dem missratenen Sohn der ehemaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher.

Tim Spicer, OBE, Ex-Oberst ihrer Majestät, Chef der Söldnerfirma Aegis, Obersöldner im Irak, der sich dort eine goldene Nase verdiente, und in dessen Firma der ehemalige Botschafter Ihrer Majestät und Ex-Linker Paul Boateng einen gut bezahlten Unterschlupf gefunden hat

Eeben Barlow, seinerzeitiger Gründer und Chef der südafrikanischen Söldnerfirma Executive Outcomes , davor Mitglied der Todesschwadron Civil Cooperation Bureau, davor Offizier in der Terror-Einheit 32. Buffalo Battalion

– und Lafras Luitingh, ebenfalls seinerzeit Mitglied der Todesschwadron CCB und dann von Executive Outcomes. Er war persönlich verantwortlich für die Ermordung des Wissenschaftlers Dr. David Webster am 1. Mai 1989 in Johannesburg, und des Rechtsanwalts Anton Lubowski in Windhoek am 12 Oktober 1989, kurz vor der Unabhängigkeit Namibias. Auch er wechselte zu Executive Outcomes, als die Apartheidzeit Südafrikas sich ihrem Ende näherte und die Dienste einer Todesschwadron nicht länger gefragt waren.
.
Lafras Luitingh zusammen mit Simon Mann, Tim Spicer, Eeben Barlow und unter Führung von Tony Buckingham waren mit den Firmen Sandline / Executive Outcomes immer dort zu finden, wo es Schürfrechte gab, und der Bürgerkrieg tobte: also in Angola, Sierra Leone, und auf der anderen Seite des Erdballs in Papua Neu Guinea.


Söldner-Erinnerungsfibel

Eine Sicherheitsfirma namens Saracen
Und weil Sicherheit ja immer etwas Kostbares ist, gerade in Ländern, wo sich ein ehrbarer Kaufmann ohne Flinte nicht aus dem Hause traut, wurde flugs auch noch die Sicherheitsfirma Saracen gegründet. Inhaber: Tony Buckingham.

Die Firma hatte Ableger in Kenia und insbesondere in Uganda.
Tony Buckingham hatte seinerzeit als Partner für Saracen sich Salim Saleh, alias Caleb Akwandanaho, den Halbbruder des ugandischen Präsidenten Yoweri Museveni, ins Boot geholt, einen Politiker, Tagedieb und Betrüger, was wiederum nützlich war, um an Schürfrechte für Erdöl heranzukommen, wir berichteten darüber.

Um die Firma Saracen, anders als um Heritage Oil und Buckingham, von Simon Mann ganz zu schweigen, war es in den letzten Jahren etwas still geworden, nachdem Sandline von Buckingham 2004 dicht gemacht, und Executive Outcomes sein Namensschild in Südafrika abmontieren musste.

Dort war in der Zwischenzeit ein Anti-Söldner-Gesetz verabschiedet worden, was Söldnerfirmen und die Tätigkeit als Söldner bei Strafe untersagte.

Neues Geschäftsfeld: Somalia
Die Firma Saracen gibt es aber weiterhin, Totgesagte leben als Söldnerfirmen eben länger. Geschäftsführer ist jetzt Lafras Luitingh. Und die Firma Saracen ist jetzt dort aufgetaucht, wo der Bürgerkrieg tobt, wo Piraten ihr Nest haben, und wo Öl vermutet wird. Kurzum: wo es mit dem Einsatz von Söldnern und Waffengewalt viel Geld zu verdienen gibt. In Somalia. Ein ideales Pflaster also für diesen lukrativen, mörderischen Geschäftszweig.


Lafras Luitingh – …einmal Söldner, immer Söldner

Lafras Luitingh sitzt in Südafrika, auch Heimat vieler seiner „Mitarbeiter“, aber dort darf die Firma ja nicht beheimatet sein, wegen des erwähnten Anti-Söldner Gesetzes.

Ein Waschgang für Saracen
Also wurde die Firma ausgelagert, und zwar in den Libanon als Saracen Libanon (SAL), deren Mutterfirma wiederum so klein ist, dass sie in einen Briefkasten passt, zu finden auf den Virgin Islands einer herrlichen Steuer- und Briefkastenfirma-Oase
. .
Als offensichtliche Strohmänner im Libanon dienen der gebürtige Palästinenser mit ukrainischem Pass namens Jamal Muhammad Balassi. Dazu als weitere „ Direktoren“ zwei Herren, die zuvor wegen Finanzbetrugs unerquicklich in Erscheinung getreten waren.

Ein Söldner-Christ namens Erik Prince
Nähere Untersuchungen der UN zeigten, dass der palästinensisch-ukrainische Geschäftsführer wiederum einer Firma angehört die einem aus Söldnerkreisen bestens bekannten Herrn gehört: Erik Prince, bekennender Christ und ehemaliger Eigner der Söldnerfirma Blackwater (dann XE, jetzt Academi), mit der Bush-Administration seinerzeit bestens verbandelt, und dessen Söldner nicht nur durch Schiessübungen auf Zivilisten auffielen, sondern auch durch den schwunghaften Handel und Verkauf von Armeegerät, an „die andere Seite“ auch Feind genannt. Wie schön.

.Prince hatten wir zuletzt auf unserem Investigations-Radarschirm, weil er in den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Söldner-Schutztruppe aufbaute, welche die Untertanen von dortigen steinreichen aber ungeliebten weil undemokratischen Potentaten vor der Infektion mit dem arabischen Frühlingsvirus schützen sollte.

Prince trifft Luitingh
Am 28.10. 2009 traf sich Lafras Luitingh in Washington mit dem Bibel-Princen-Erik, allerdings nicht zum Bibelstudium.
Das Gebot „Du sollst nicht töten“ hatte Prince offenbar schon lange zuvor in seiner Privat-Bibelausgabe unkenntlich gemacht – sondern dieses Duo infernale brütete dort einen Plan aus, wie den Piraten gegen Bares mittels Söldnern zu Land und zur See beizukommen sei.

Geld war kein Problem, denn spendable Araber, die um ihre Öl-und Gastransporte besorgt waren, gab es reichlich an der Zahl. Gesagt, getan.
Saracen rüstet nun Armee und Polizei im nördlichen Teil Somalias, auch Puntland genannt, aus, dort, wo die radikalislamistischen Al Shabab Milizen (noch) nichts zu sagen haben, wo es etwas friedlicher zugeht, und wo auch viele Piraten ihre Nester haben, und wo es offenbar auch viel Erdöl gibt.

Auftrag an Saracen: Aufbau einer Eliteeinheit der Armee, einer Präsidentengarde, und einer Piratenbekämpfungstruppe.

Saracen sorgt für Sicherheit, ballert auch schon mal (versehentlich) auf Zivilisten und bereitet den Boden für die umfassende Pirateneliminierung und die ungehinderte Erdölförderung.

Waffenembargos der UN interessieren Söldnerfirmen wie Saracen nicht, weder damals in Sierra Leone (Arms to Africa Affair) , noch jetzt in Somalia. Söldnerfirmen operieren grundsätzlich im rechtsfreien Raum.

Moderne Kriegführung: das Outsourcen an schiesswütige Söldner. Dass diese Herrschaften keine Friedensstifter sind, versteht sich von selbst .

Zum Söldnerunwesen
Söldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe
Vereinigte Arabische Emirate: Eine Söldnertruppe gegen den arabischen Frühling
linkOlympia 2012 in London — Wir rufen die Söldner der Welt
linkVerfahrenseinstellung gegen Blackwater Söldner – eine Rechtsbeugung?
linkBlackwater–Söldner in Afghanistan oder: Mit der Bundeswehr Seit an Seit
Chefsöldner Tim Spicer erhält Pentagon-Vertragsverlängerung im Irak
Vom britischen Südafrika-Botschafter zum Söldnerfirma-Direktor
Söldnerchef Spicer sucht neues Geschäftsfeld: Piratenbekämpfung vor Somalia?
linkBlair drängt auf Söldnernachschub aus Südafrika
On The Road Again – Blackwater-Söldner dürfen weiter töten
Irak: Wenn die regulären Truppen gehen, kommen die Söldner

Zum Ölbaron Tony Buckingham
Tony Buckingham: Afrika-Söldner, Ölsucher und nun ugandischer Steuerbetrüger?
Tony Buckingham – Ein britischer Afrika-Söldner wird Milliardär
linkUgandas Ölfunde: Söldner fördern es, die Amerikaner kaufen es.

Zum Coup in Aequatorial Guinea:
Der Wonga Coup
Cry Havoc – Ein Chefsöldner packt aus und belastet auch die deutsche Beteiligungsschiene
Ein Putschversuch in Afrika und ein juristisches Nachspiel in Hessen
Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft ohne Verfolgungswillen bei Fall von internationalem Terrorismus

SATIRE

Bundesfinanzminister Schäuble: Warum die Griechenlandhilfe in Wirklichkeit uns Deutschen hilft

Dr. Alexander von Paleske — 2.3. 2012 —– Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox

Wolfgang Schäuble
Bundesfinanzminister
Im Regierungsviertel 5
Berlin

Guten Morgen Deutschland

Ich möchte einige Klarstellungen im Zusammenhang mit der 130 Milliarden Euro-„Hilfe“ für Griechenland machen.

Um es vorweg zu nehmen: diese Hilfe hat nicht den Zweck, Griechenland wieder auf die Beine zu helfen, sondern vielmehr dafür zu sorgen, dass die Gläubiger Griechenlands nicht allzu hohe Verluste erleiden, wobei uns das Wohl insbesondere der Deutschen Banken ganz besonders am Herzen liegt.


Wolfgang Schäuble……..Deutsche Banken liegen mir am Herzen. Screenshot: Dr. v. Paleske

In Wirklichkeit Karussellbetrieb
Wir nennen in meinem Ministerium die sogenannte „Griechenlandhilfe“ auch das Griechenland-Karussell, weil das meiste Geld nämlich gar nicht an Griechenland geht, sondern letztlich an dessen Gläubiger.

Insofern handelt es sich tatsächlich ein Karussell, weil das Geld räumlich dort wieder landet, wo es herkommt.

Im einzelnen:
Von den 130 Milliarden Euro gehen de facto:

– 35 Milliarden an private Besitzer von Griechenland-Anleihen

– 33 Milliarden an institutionelle Inhaber von Anleihen (Banken)

– 35 Milliarden an Griechische Banken als Liquiditätshilfe mit der europäischen Zentralbank

wie die britische Financial Times heute völlig zutreffend berichtete.

Keine Fälligkeit der Credit Default Swaps
Damit haben wir auch erreicht, dass die Kreditausfallversicherungen auf griechische Anleihen (Credit Default Swaps, CDS) durch die International Swaps and Derivatives Association (ISDA) gestern nicht fällig gestellt wurden. Sehr erfreulich.

Nur 17 Milliarden der „Griechenland–Hilfe“ gehen an die griechische Regierung .

Da dies natürlich nicht ausreicht, um die immer grösseren Löcher im Staatshaushalt – bedingt durch die rapide schrumpfende griechische Wirtschaft – zu stopfen, haben wir die griechische Regierung ultimativ aufgefordert, die Kosten im Gesundheitsbereich, die Gehälter der Staatsbediensteten und die Renten drastisch weiter zu reduzieren.

Dass diese Massnahmen sozial negative Auswirkungen haben, bereits jetzt rund 15% der Bevölkerung unter dem Existenzminimum leben, immer mehr Griechen obdachlos werden, auf der Strasse landen, ist sicher bedauerlich , aber nun wirklich nicht unser Problem.


Obdachlose in Athen. Screenshot: Dr. v. Paleske

Genau so wenig, dass viele Arzneien nicht mehr erhältlich sind, wie die internationale Medizinzeitschrift Lancet berichtete.
Ich habe deshalb meinen Kollegen Dirk Niebel vom Entwicklungshilfe-/ Aussenhandelsministerium gebeten, ein paar Tausend Euro aus dem Entwicklungshilfeetat als Soforthilfe bereitzustellen.

Vielleicht kann auch das Deutsche Rote Kreuz ein paar Decken dorthin schicken.

Dies zur Klarstellung.

Glückauf Deutschland und Deutsche Banken!

Wolfgang Schäuble
Bundesfinanzminister

Mehr Satire zu Schäuble
Wolfgang Schäuble: Der Rauswurf Griechenlands aus dem Euro ist längst beschlossene Sache
Wolfgang Schäuble an das deutsche Volk: Ich rette die Banken (und Euch)

Zu Credit Default Swaps – keine Satire
linkDefault Swaps oder: Die nächste Weltfinanzkrise rückt näher

afrika

Private firm flouts UN embargo in Somalia

Ivor Powell – Eight months after SA-linked private military company Saracen International was fingered in a UN Security Council as the “most egregious threat” to peace and security in the failed state of Somalia, Saracen continues to run and train a private army in violation of UN Security Council resolutions.

Saracen, one of a cluster of shadowy private military contractors born from the ashes of the SA/British mercenary outfit Executive Outcomes, after nearly 18 months of military activity in the region, has yet to secure permission to operate as a security provider in a region so volatile Somalia has not had a functioning central government for upwards of 20 years.

Tlali Tlali, the spokesman for the National Conventional Arms Control Committee, confirmed that neither the SA arm of the Saracen operation, nor any of the individuals associated with the Somali adventure had applied for accreditation as legitimate security contractors.

UN Somalia and Eritrea Monitoring Group (SEMG) co-ordinator Matthew Bryden confirmed the company had failed to seek or secure authorisation from the international authority to operate as a private military contractor in Somalia after being fingered in the Monitoring Group’s June 2011 report.

We understand that the UN is in possession of compelling evidence that Saracen has continued with military training and deployment in defiance of the UN’s general arms embargo. The continuing violations of UN Resolutions 1973 and 1976 are expected to be addressed in detail in the SEMG’s forthcoming annual report at midyear.

Saracen’s operation in Somalia is headed by Executive Outcomes stalwart and – until the mercenary outfit was disbanded – holding company director, Lafras Luitingh. Luitingh is also a director of Australian African Global Investments (AAGI) the company primarily involved in logistical supply and procurement for the operation.

The Saracen operation, funded by anonymous donors in the United Arab Emirates, has also been linked to US private military contractor Erik Dean Prince, formerly head of the notorious Blackwater, now operating out of Abu Dhabi as Xe Services. A third shadowy connection uncovered in respect of the Saracen programme is to former Mogadishu CIA bureau chief Michael Shanklin.

Originally contracted under the auspices of Somalia’s fragile Transitional Federal Government (TFG) to train up an anti-piracy task force, and to take care of presidential security, Saracen has since early 2011 been exclusively contracted to the administration of Abdurahman Farole, “president” in the semi-autonomous region of Puntland, and based near the Puntland port of Bossaso.

The transfer of base and allegiance followed the cancellation of the TFG contract in the wake of allegations of violations of the UN arms embargo in February 2010.

Shortly before the TFG deal was cancelled, a flight chartered by Saracen was grounded by the authorities in Somaliland – another of the semi-autonomous regions that make up the failed Somali state – and an unauthorised cargo of combat uniforms, military webbing and other materiel impounded. The cargo – enough to equip more than 500 soldiers- was vaguely detailed in the flight manifest as “safari equipment”.

At the present time, Saracen controls, on behalf of Farole, what is estimated to be the largest military presence in Somali territory with the exception of the nearly 20 000 strong Amisom peacekeeping force.

Photographs in the possession of Independent Newspapers show that its troops are equipped with state of the art hand-held light machine guns, as well as heavier machine guns mounted on turrets fitted in armoured vehicles and AK47 assault rifles.

Earlier, as highlighted in the SEMG report, Saracen’s trainers complained that weapons already available from Puntland’s armouries were inadequate, and proposed that new weapons be accessed by “other channels”.

Warned by the UN they would be closely monitored and that such imports would be in flagrant violation of the general arms embargo enforced under UN Security Council Resolutions 1973 and 1976, Saracen apparently backed down, saying they would rely on what the Farole administration could legitimately access on Somali markets.

However, sources close to the UN in Somalia told Independent Newspapers that while the UN mission had not been in a position to scrutinise all deliveries, many of the weapons in the possession of the Farole forces were not available on internal markets in Somalia.

After being fingered for “egregious violation of the arms embargo” and “representing a threat to peace and security in Somalia” in June 2011, Saracen undertook to suspend all operations, but said it would maintain a presence to secure equipment already inside Somali territory and to perform humanitarian functions like building clinics and delivering famine relief in rural areas.

However, Independent Newspapers investigations have revealed that Saracen has routinely exceeded its avowed brief, and appears to have been pursuing different and shadowy agendas.

At present the Saracen base outside Bassaso has capacity for an estimated 1 500 soldiers – three times the number of soldiers trained by the time Saracen agreed to suspend operations.

Moreover, in the course of the past year, according to sources close to the UN operation, Saracen is known to have brought 15 000 tons of materiel into Puntland in defiance of the UN arms embargo, and without the UN being in a position to execute inspections.

Other intelligence in the possession of Independent Newspapers indicates that in the second half of 2011, the Puntland port was closed off to normal control mechanisms for a period of 10 days while Saracen materiel was unloaded. It remains unclear exactly what the cargoes were.

Meanwhile, in the current frame, Saracen has deployed forces to a military command centre at Qow in the Puntland hinterland, according to sources on the ground. There is also evidence that Saracen is operating at least four helicopters in Puntland – after UN monitors blocked the unloading of two Alouettes on a vessel linked to Saracen and its shadowy associates in the early part of 2011. In addition the operation is suspected to have access to at least six ocean-going vessels as well as several inflatable attack vessels.

Funded to the tune of some $50 million (R380m) a year for an initial period of three years – the figure excludes the cost of military hardware – the avowed purpose of the Saracen operation was to train up an-anti piracy force on behalf of the Puntland administration. However, even in the June 2011 SEMG report the concern is expressed that “there were early indications that the Puntland authorities may have had alternate objectives in mind for the force”.

Some of those “alternate objectives” could be highlighted in a letter dated 6 December 2010 and addressed to the UN by the “president” of the Galmudug region of fractured Somalia. Here reference is made to a “massacre” of “innocent nomads” carried out by Puntland security forces explicitly identified as having been armed and trained by Saracen. In one of a series of actions conducted by troops in armoured vehicles equipped with heavy weapons, the Galmudug leader says 35 people were killed, and 46 wounded, many of the casualties inflicted on women and children.

While the direct involvement of Saracen in the incidents referred to has been questioned, sources close to the UN monitoring group said there were indications that Saracen could be equipping and advising militias loyal to Farole in ongoing civil conflict with Bedouin clans in the Puntland domain.

Especially targetedare clans with an allegiance to the militant religious leader Sheikh Mohamed Said Atom – who has emerged as one of the major targets of US interventions in Somalia.

Avowedly linked with the militant Al Shabaab, Atom, as well as other clan leaderships in the area are also highly resistant to the exploitation of mineral resources in their territory.

Ironically, little activity is on record or has been alleged involving anti-piracy actions on the part of Saracen.

Meanwhile the stakes have risen higher in troubled Puntland. With a concerns growing that Farole intends to secede from the fragile Somali federation, drilling has begun on two oil concessions in the territory held by Canadianmining company Africa Oil. With huge reserves already identified – and initial surveys indicating even more extensive offshore resources, Puntland is poised to become a major player in the horn of Africa.

Against this backdrop, intelligence sources indicated that Saracen’s operatives, backed by Mohamed Farole – son of and designated advisor to the president – have sought to insert themselves into an oil security operation that to date has operated with UN accreditation and in co-operation with the international authorities.

This would give Saracen a foothold in the resources-for-arms trade that characterised Executive Outcomes’ military adventures in Angola and Sierra Leone among other troublespots in the 1990s.

Contacted for comment, Luitingh said he could not speak at that moment and failed to answer calls later. – Sunday Independent

Krieg

Bundeswehr in Afghanistan: Der Abzug sollte rasch kommen

Dr. Alexander von Paleske— 29.2. 2012 —Wer die Wut und Empörung der Afghanen über die Koranverbrennungen gesehen hat, dem sind vermutlich letzte Zweifel, so vorhanden, genommen, dass die ISAF, zu der auch die Bundeswehr-Truppen gehören, von den Afghanen ganz überwiegend als pure Besatzungsarmee angesehen wird, und dass mittlerweile die bereits weit verbreitete Ablehnung in offenen Hass umgeschlagen ist.


Afghanen betrachten teilverbrannte Koranbücher


…..Demonstrationen danach – Screenshots: Dr. v. Paleske

Eingeigelt sitzt die Bundeswehr in ihren Feldlagern, unternimmt gelegentlich hochgefährliche Exkursionen, und die Soldaten haben längst realisiert, dass es dort keinen sinnvollen Auftrag mehr zu erfüllen gibt.

Eine Armee, die früher oder später den Abzugsbefehl erhalten wird und einen Scherbenhaufen hinterlässt

Ausbaden der politischen Fehlentscheidungen
Jeder Bundewehrsoldat, der dort noch stirbt, oder verletzt wird, badet die Fehlentscheidungen der Politiker aus. Politiker, die sich kaum noch in Afghanistan blicken lassen. Das gilt auch für die Mehrheit der Grünen, von denen die Obergrünen Jürgen Trittin und Renate Künast seinerzeit noch an den Anti-Vietnamkriegs -Demonstrationen in den 70er Jahren teilgenommen hatten, und es eigentlich besser wissen sollten…..sollten!

Erbärmliche Flüchtlingslager trotz Multimilliarden Dollar
Wer die Wut der Afghanen verstehen will, der braucht nur ausserhalb Kabuls eines der Flüchtlingslager zu besuchen, dort, wo afghanische Familien, die dem Kriegsgeschehen entgehen wollten, .nun hingeflüchtet sind.


Eingeschneites Flüchtlingslager am Stadtrand von Kabul. Screenshot: Dr. v. Paleske

Im bitterkalten afghanischen Winter sind sie nur notdürftigst in einfachen Zelten untergebracht, dem Winter weitgehend schutzlos ausgeliefert, und haben kein Geld für Heizmaterial. Sie erhalten nur eine völlig unzureichende Unterstützung von der durch und durch korrupten afghanischen Regierung. Die Kinder erkranken an Infektionen, nicht wenige sterben.

Dies enthüllte in der vergangenen Woche ein Bericht der BBC, der die Zustände in einem Flüchtlingslager in Kabul dokumentierte.

Skandalös gerade angesichts der mehr als 400 Milliarden US Dollar, die mittlerweile in diesen Krieg geflossen sind. Ein Betrag, der ausgereicht hätte, um gleich mehrere Länder aus der Armut zu befreien. In Afghanistan wurde hingegen mit diesem Riesenbetrag lediglich die Kriegsmaschinerie geölt.

Den einzigen Halt finden Aghanen unter diesen erbärmlichen Verhältnissen in ihrem Glauben, der jetzt mit der Koranverbrennung – ob absichtlich oder vesehentlich das sei dahingestellt – einen Fusstritt erhielt.

Wer gesehen hat, wie US-Soldaten auf tote Taliban urinierten, oder sich mit einer SS-Fahne fotografieren liessen, dem kommen allerdings Zweifel, ob es sich wirklich um ein reines Versehen gehandelt hat


US Soldaten in Afghanistan posieren unter SS-Fahne- Screenshot: Dr. v. Paleske

Ein US-Oberstleutnant packt aus
US-Oberstleutnant Daniel Davis, der in Afghanistan eingesetzt war, erfuhr aus eigener Erfahrung über tägliche Falschmeldungen und Lügen, die über die Lage in Afghanistan seitens der Militärs verbreitet wurden.


Daniel Davis im Interview – Screenshot: Dr. v. Paleske

Oberstleutnant Davis hatte sich nämlich selber kundig gemacht. Er besuchte z.B. ein angeblich befriedetes, von Taliban gesäubertes Gebiet. Davis musste jedoch feststellen, dass es sich um einen fabrizierten Bericht handelte:

Die Taliban kontrollierten das Terrain, und die afghanische Armee machte mehr offen als versteckt gemeinsame Sache mit ihnen.
Offenbar kein Einzelfall.

Oberstleutnant Davis brach jetzt in einem Interview mit der BBC sein Schweigen, weil er es nicht länger ertragen konnte, wie GI’s in diesem Krieg verheizt, und ständig Lügenmeldungen fabriziert werden..

Am Ende ohnehin der Abzug
Am Ende wird ohnehin der Abzug stehen, die Taliban werden an die Macht zurückkehren, und der einzige Verhandlungsgegenstand kann nur noch sein, dass Al Qaida keine Basen dort mehr errichtet.

Aber all das hätte sich bereits im Jahre 2002 durch Verhandlungen erzielen lassen. Stattdessen wurde der deutschen Bevölkerung die Mär von der Verteidigung Berlins gegen den Terrorismus mit Hilfe eines Krieges in Afghanistan untergejubelt.

Ein auch nur halbwegs anständiger Politiker in Berlin kann wohl kaum noch rechtfertigen, dass Bundeswehrsoldaten dafür auch nur für einen Tag länger ihren Kopf hinhalten sollen.

Zu Afghanistan
Ein nutzloses Afghanistan-Meeting in Bonn
Liberale Wochenzeitung gibt Afghanistan-Krieg verloren
9/11 – 10 Jahre danach
Rückzug aus Afghanistan – oder: nach uns die Sintflut. Fällt nun Berlin?
Afghanistan: Frühjahrsoffensive der Taliban, die Bundeswehr schießt auf Demonstranten
K(l)eine Dosis Geschichte oder: Joseph (Joschka) Fischers Märchenstunde
Meuterei auf der Gorch Fock – bald auch in Afghanistan?
Abzug aus Afghanistan und Rückkehr aus Afghanistan

Tod in Afghanistan – Undank in der Heimat
Aus der Hölle in Krankheit und Obdachlosigkeit – US-Soldaten nach der Rückkehr von der Front
Afghanistan: Rückt das Ende des Schreckens näher?
Vietnam damals, Afghanistan heute: Kriegsverbrechen und Irreführung
Afghanistan – wann kommt der Waffenstillstand?
Blackwater–Söldner in Afghanistan oder: Mit der Bundeswehr Seit an Seit
Der Krieg in Afghanistan und eine führende liberale deutsche Wochenzeitung
Afghanistan: Milliarden für den Krieg, Peanuts zur Bekämpfung von Hunger und Unterernährung
Verteidigung westlicher Kulturwerte am Hindukusch oder: So fröhlich ist das Söldnerleben in Afghanistan
Keine Strafverfolgung deutscher Soldaten in Afghanistan?
Unsere kanadischen Folterfreunde in Afghanistan

Interviews mit Botschafter a.D. Dr. Werner Kilian
Nach der Afghanistankonferenz – Dr. Werner Kilian im Interview
Schrecken ohne Ende? – Ein Interview mit Botschafter a.D. Dr. Werner Kilian

spionage

WikiLeaks: The Global Intelligence Files

LONDON—Today, Monday 27 February, WikiLeaks began publishing The Global Intelligence Files – more than five million emails from the Texas-headquartered „global intelligence“ company Stratfor. The emails date from between July 2004 and late December 2011. They reveal the inner workings of a company that fronts as an intelligence publisher, but provides confidential intelligence services to large corporations, such as Bhopal’s Dow Chemical Co., Lockheed Martin, Northrop Grumman, Raytheon and government agencies, including the US Department of Homeland Security, the US Marines and the US Defense Intelligence Agency. The emails show Stratfor’s web of informers, pay-off structure, payment-laundering techniques and psychological methods, for example :

„[Y]ou have to take control of him. Control means financial, sexual or psychological control… This is intended to start our conversation on your next phase“ – CEO George Friedman to Stratfor analyst Reva Bhalla on 6 December 2011, on how to exploit an Israeli intelligence informant providing information on the medical condition of the President of Venezuala, Hugo Chavez.

The material contains privileged information about the US government’s attacks against Julian Assange and WikiLeaks and Stratfor’s own attempts to subvert WikiLeaks. There are more than 4,000 emails mentioning WikiLeaks or Julian Assange. The emails also expose the revolving door that operates in private intelligence companies in the United States. Government and diplomatic sources from around the world give Stratfor advance knowledge of global politics and events in exchange for money. The Global Intelligence Files exposes how Stratfor has recruited a global network of informants who are paid via Swiss banks accounts and pre-paid credit cards. Stratfor has a mix of covert and overt informants, which includes government employees, embassy staff and journalists around the world.

The material shows how a private intelligence agency works, and how they target individuals for their corporate and government clients. For example, Stratfor monitored and analysed the online activities of Bhopal activists, including the „Yes Men“, for the US chemical giant Dow Chemical. The activists seek redress for the 1984 Dow Chemical/Union Carbide gas disaster in Bhopal, India. The disaster led to thousands of deaths, injuries in more than half a million people, and lasting environmental damage.

Stratfor has realised that its routine use of secret cash bribes to get information from insiders is risky. In August 2011, Stratfor CEO George Friedman confidentially told his employees : „We are retaining a law firm to create a policy for Stratfor on the Foreign Corrupt Practices Act. I don’t plan to do the perp walk and I don’t want anyone here doing it either.“

Stratfor’s use of insiders for intelligence soon turned into a money-making scheme of questionable legality. The emails show that in 2009 then-Goldman Sachs Managing Director Shea Morenz and Stratfor CEO George Friedman hatched an idea to „utilise the intelligence“ it was pulling in from its insider network to start up a captive strategic investment fund. CEO George Friedman explained in a confidential August 2011 document, marked DO NOT SHARE OR DISCUSS : „What StratCap will do is use our Stratfor’s intelligence and analysis to trade in a range of geopolitical instruments, particularly government bonds, currencies and the like“. The emails show that in 2011 Goldman Sach’s Morenz invested „substantially“ more than $4million and joined Stratfor’s board of directors. Throughout 2011, a complex offshore share structure extending as far as South Africa was erected, designed to make StratCap appear to be legally independent. But, confidentially, Friedman told StratFor staff : „Do not think of StratCap as an outside organisation. It will be integral… It will be useful to you if, for the sake of convenience, you think of it as another aspect of Stratfor and Shea as another executive in Stratfor… we are already working on mock portfolios and trades“. StratCap is due to launch in 2012.

The Stratfor emails reveal a company that cultivates close ties with US government agencies and employs former US government staff. It is preparing the 3-year Forecast for the Commandant of the US Marine Corps, and it trains US marines and „other government intelligence agencies“ in „becoming government Stratfors“. Stratfor’s Vice-President for Intelligence, Fred Burton, was formerly a special agent with the US State Department’s Diplomatic Security Service and was their Deputy Chief of the counterterrorism division. Despite the governmental ties, Stratfor and similar companies operate in complete secrecy with no political oversight or accountability. Stratfor claims that it operates „without ideology, agenda or national bias“, yet the emails reveal private intelligence staff who align themselves closely with US government policies and channel tips to the Mossad – including through an information mule in the Israeli newspaper Haaretz, Yossi Melman, who conspired with Guardian journalist David Leigh to secretly, and in violation of WikiLeaks’ contract with the Guardian, move WikiLeaks US diplomatic cables to Israel.

Ironically, considering the present circumstances, Stratfor was trying to get into what it called the leak-focused „gravy train“ that sprung up after WikiLeaks’ Afghanistan disclosures :

„[Is it] possible for us to get some of that ’leak-focused’ gravy train ? This is an obvious fear sale, so that’s a good thing. And we have something to offer that the IT security companies don’t, mainly our focus on counter-intelligence and surveillance that Fred and Stick know better than anyone on the planet… Could we develop some ideas and procedures on the idea of ´leak-focused’ network security that focuses on preventing one’s own employees from leaking sensitive information… In fact, I’m not so sure this is an IT problem that requires an IT solution.“

Like WikiLeaks’ diplomatic cables, much of the significance of the emails will be revealed over the coming weeks, as our coalition and the public search through them and discover connections. Readers will find that whereas large numbers of Stratfor’s subscribers and clients work in the US military and intelligence agencies, Stratfor gave a complimentary membership to the controversial Pakistan general Hamid Gul, former head of Pakistan’s ISI intelligence service, who, according to US diplomatic cables, planned an IED attack on international forces in Afghanistan in 2006. Readers will discover Stratfor’s internal email classification system that codes correspondence according to categories such as ’alpha’, ’tactical’ and ’secure’. The correspondence also contains code names for people of particular interest such as ’Hizzies’ (members of Hezbollah), or ’Adogg’ (Mahmoud Ahmedinejad).

Stratfor did secret deals with dozens of media organisations and journalists – from Reuters to the Kiev Post. The list of Stratfor’s „Confederation Partners“, whom Stratfor internally referred to as its „Confed Fuck House“ are included in the release. While it is acceptable for journalists to swap information or be paid by other media organisations, because Stratfor is a private intelligence organisation that services governments and private clients these relationships are corrupt or corrupting.

WikiLeaks has also obtained Stratfor’s list of informants and, in many cases, records of its payoffs, including $1,200 a month paid to the informant „Geronimo“ , handled by Stratfor’s Former State Department agent Fred Burton.

Read all at WikiLeaks The Global Intelligence Files

SATIRE

Joachim Gauck: Jetzt rede ich und stelle klar

Dr. Alexander von Paleske — 26.2. 2012 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Joachim Gauck
Bundespräsident in spe
Berlin

Guten Tag Deutschland,

ich bin zur Zeit auf Vorstellungstour bei den Parteien, aber kaum hatten mich die fortschrittlichen Entscheidungsträger (Grüne, SPD, FDP und dann schliesslich auch die CDU/CSU) auf den Schild gehoben, da geht schon das Geschrei aus der linken und pseudoliberalen Ecke los, die mir mit irgendwelchen Zitaten kommen wollen, die meist auch noch aus dem Zusammenhang gerissen sind.

Schweinejournalismus hat dies zu Recht mein lieber Freund, der Obergrüne Jürgen Flaschenpfand-Trittin, in der Fernseh-Talkshow Maybrit Illner bezeichnet.

Es ist daher an der Zeit, nun endlich direkt mich an meine zukünftigen Untertanen zu wenden, und mich zu all diesen lächerlichen und bösartigen Vorwürfen zu äussern:

Gestalter, kein Apostel
Am meisten habe ich mich natürlich über den Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom heutigen Tage geärgert:

Ich sei ein Apostel und kein Gestalter. Ich würde zwar von Freiheit reden, sie aber nicht gestalten.


Bin Gestalter

Völliger Kokoloris, das zeigt schon meine Lebensgeschichte.

Ich habe lange in der „DDR“ gelebt. Für mich sind die Kommunisten rotlackierte Nazis. Deshalb schrieb ich an anderer Stelle:

„Der Holocaust soll nicht in eine Einzigartigkeit überhöht werden“,

Keine „DDR“-Bürger, sondern Almosenempfänger
Wir waren in der „DDR“ Almosenempfänger, die sich über jede Geschenksendung aus dem Westen gefreut haben, die uns zeigte, dass wir nicht vergessen waren. Ich schrieb:

„Wir, die wir diese Bürgerrechte nicht hatten, waren zwar auch wertvoll und hatten auch unsere Würde – aber Bürger waren wir nicht.“

Und weiter:
Im Herbst 1989 wuchs ich Schritt für Schritt in eine politische Rolle hinein. (…) Binnen Kurzem nannte mich eine Rostocker Zeitung „Revolutionspastor“

Zwar stand ich nicht an der Spitze der Bewegung, war auch nicht einer der ersten, der den Zug zusammenstellte, aber als der Zug dann so richtig in Bewegung war, sprang ich drauf und wurde gleich einer der Lautstärksten.

Gestaltete in der / mit der Stasi-Aufklärungsbehörde
Die Tintenkulis von der Süddeutschen Zeitung werden alsbald erkennen:
Bereits in meiner Zeit als Chef der Stasi-Unterlagen Aufklärungsbehörde habe ich gezeigt, wie sehr ich gestalten kann, indem ich rückhaltlos gegen diejenigen Material zusammentrug, die mit einem „DDR“-Stasi-Rucksack, ob klein oder gross, belastet waren, sich im wiedervereinigten Deutschland Pöstchen holen wollten. Da bin ich mit der Löwenpranke dazwischengefahren.

Was anderes ist denn das, wenn nicht Gestaltung?

Natürlich hätte es auch ein anderes Modell nach der Wiedervereinigung gegeben: das einer Wahrheitskommission wie in Südafrika. Erst Aufklärung durch Anhören der Opfer, Geständnisse der Täter, Reue und , dann Vergebung.

Zwar wird dadurch eine wesentlich grössere Aufklärungsquote erreicht, als es nach der Wiedervereinigung hier der Fall war.
Vergebung ist ja auch ein sehr christliches Prinzip, und Versöhnung ein bedeutender gesellschaftlicher Faktor, aber für mich stand ein ganz anderer Bibelspruch im Vordergrund:

Mein ist die Rache sprach der Joachim, äh, ich meine der Herr (5. Mose 32).

Und so schrieb ich dann auch in meiner Lebensgeschichte „Frühjahr im Sommer, Herbst im Winter“:

„Wir waren stolz und froh, dass wir das Bedürfnis nach Aufklärung befriedigen konnten.“


Mein hervorragendes 4-Jahreszeiten-Buch

Vergebung und Versöhnen hatten hier nichts zu suchen.

Toleranz richtig verstanden
Insbesondere habe ich mich zum Toleranzprinzip verbreitert.
Zwar verstehen viele unter Toleranz auch Duldsamkeit, ein Geltenlassen und Gewährenlassen fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten, auch die Anerkennung einer Gleichberechtigung unterschiedlicher Individuen.

Vor einer derartigen Toleranz steht aber zuallererst das, was ich in meinem Vier-Jahreszeiten-Buch schrieb:

„Es ist wichtig, zu begreifen, dass wir der Toleranz nicht dienen, wenn wir unser Profil verwässern, sondern indem wir uns umgekehrt unserer eigenen Werte wieder vergewissern“.

Also erst einmal die Abgrenzung, bevor man überhaupt auf das Einander zugehen denken kann.

Gerade die Abgrenzung schärft ja auch den Blick für die Fehler und Schwächen der anderen. Insofern war es für mich selbstverständlich, dem professionellen Ab- und Ausgrenzer und hochintelligenten Gendatenbanker Thilo Sarrazin Mut zuzusprechen.

Freiheit die ich, Gauck, meine
Bei der „Freiheit“ halte ich es eher mit dem diffusen Freiheitsbegriff, der sich an den hervorragenden Philosophen Helmuth Plessner anlehnt:

Wir müssen lernen, dass wir immer die Freiheit der Wahl im Leben haben, vielleicht nicht immer jede, aber immer eine“,

wie ich in dem grossartigen Interview mit der Kundenzeitschrift „Alverde“ der Drogeriemarktkette DM ausführte.

Ich schrieb weiter an anderer Stelle:

„Es ist meine tiefe Überzeugung, dass die Freiheit das Allerwichtigste im Zusammenleben ist und erst Freiheit unserer Gesellschaft Kultur, Substanz und Inhalt verleiht.“

Dabei habe ich vergessen, dass die Freiheit des Einzelnen von staatlicher Unterdrückung ein wesentlicher Punkt ist, aber das ist ja selbstverständlich, gilt aber natürlich nicht ohne Einschränkungen. So bin ich der Meinung, dass der Verfassungsschutz zu Recht Linke bespitzelt.

Wenn der Verfassungsschutz bestimmte Personen oder Gruppen innerhalb dieser Partei observiert, wird es dafür Gründe geben. Er ist nicht eine Vereinigung von Leuten, die neben unserem Rechtsstaat existiert und Linke verfolgt.“

Keine Freiheit ohne Verantwortung
Immer wenn ich von Freiheit rede, komme ich gleich zum Thema Verantwortung, das mir besonders am Herzen liegt, und sich insbesondere an Hartz IV Empfänger richtet::

„Ich nenne die Freiheit der Erwachsenen „Verantwortung“. Wenn ich für Freiheit als Verantwortung werbe, gerade bei Menschen, die nicht in politischen Ämtern stehen, mache ich das so: Wir können das eigentlich alle. Wir alle haben dies erlebt, wenn wir einen anderen Menschen lieben. Mit einem Mal bin ich mir selbst nicht mehr der Wichtigste, sondern will alles tun für den geliebten Menschen. (…) Am deutlichsten erleben wir das wohl, wenn wir ein eigenes kleines Kind haben“

Verantwortung, weil wir immer die Wahl haben: in die eine Richtung, oder in die andere. Ich nenne das „bürgerliche Ermächtigung“ (nicht zu verwechseln mit dem Ermächtigungsgesetz).

Für alle Hartz IV-Empfänger bedeutet dies: Nicht im Hartz IV-Dasein zu verharren, sondern die Wahl zu treffen, guten Mutes zu neuen Ufern aufzubrechen. Chancen gibt es an diesen Ufern ja mehr als genug.

Und so schrieb ich völlig zutreffend über BK Gerhard Schröder:

„Als Bundeskanzler Schröder einst die Frage aufwarf, wie viel Fürsorge sich das Land noch leisten kann, da ist er ein Risiko eingegangen… Solche Versuche mit Mut brauchen wir heute wieder.“

Und diese albernen Montagsdemonstrationen gegen angeblichen Sozialabbau bewertete ich so:

„töricht und geschichtsvergessen, wenn der Protest gegen Sozialreformen unter dem Titel Montagsdemonstrationen stattfindet“

Nach Verantwortung der Schlag
Nach der Verantwortung kommt gleich der Schlag gegen die Kapitalismusfeinde:

„Ja, es gibt auch Mängel in unserer Demokratie und Marktwirtschaft. (…)Aber es ist ein lernfähiges System, das Vorbildcharakter hat.“

Zum angeblichen Raubtierkapitalismus habe ich mich nicht geäussert, weil es den gar nicht mehr gibt, dank der vielen Reformen. Deshalb finde ich auch diese Occupy-Bewegung so albern und lächerlich.

Friede, Friede, aber keineswegs gegen den Krieg
Insbesondere zum Thema Frieden habe ich eine zeitlos gültige Botschaft, die gerade im Zusammenhang mit dem Afghanistan-Feldzug grosse Bedeutung hat, und die sich strikt an dem Bibel-Gebot orientiert: Du sollst nicht töten.

„Frieden ist zweifellos eines der ganz großen politischen Ziele und eine große theologische Vision. In konkreten Situationen aber kann Verzicht auf Gewalt auch bedeuten, der Gewalt von Unterdrückern und Aggressoren den Weg zu ebnen oder ihren Terror zu dulden“.

Deshalb habe ich mich zum Afghanistankrieg in klarer Weise so geäussert:

„Um es klar zu sagen, ich finde den Einsatz nicht gut, aber erträglich und gerechtfertigt., Er ist schon sehr merkwürdig, dass eine politische Richtung, die Jahrzehnte lang den bewaffneten Befreiungskampf in Afrika und anderswo bejubelt hat, nun einen Radikalpazifismus pflegt. Das ist ein taktischer, aber kein ethischer Pazifismus“.

Und deshalb war ich selbstverständlich auch ein Befürworter des Irakkrieges, wie Christoph Dieckmann in der ZEIT (vom 25.2. 2012 Seite 2) zutreffend sich erinnert.

So viel, liebe zukünftige Untertanen, erst einmal für heute.

Gute Nacht Deutschland

Joachim Gauck
Euer Präsident in spe

NACHTRAG 27.2. 2012
Ich möchte mich an dieser Stelle ganz, ganz herzlich für den heutigen Kommentar des BILD-( Fäkalworte-) Starkolumnisten Franz Josef Post von Wagner bedanken!


Franz Josef Post von Wagner…… „Ich bin Deutschland“

Wunderbar, wie Franz-Josef insbesondere mit den Tintenkulis der Süddeutschen Zeitung Schlitten fährt, ihr Geschreibsel als „Faselei“ bezeichnet, und weiter:

Raben fallen mir ein. Wie sie auf den Ästen (Redaktionsstuben) sitzen und auf ein Opfer warten, auf das sie picken können. .

Besser hätte ich es auch nicht formulieren können.(Mehr zu Franz Josef Post von Wagner hier)

J.G.

Mehr Satire zu Gauck
Herbert Rechtslastig schreibt an Thilo Sarrazin: Danke für das dicke Gauck-Lob
Jürgen Flaschenpfand-Trittin zur Kandidatur von Joachim Gauck
Frau BK Merkel: Joachim Gauck kann es, ja, muss es machen

Zum Thema Wahrheitskommission – keine Satire – siehe auch Interview mit dem ehemaligen Generalstaatsanwalt von Berlin, Dr. Karge
Justiz in der Krise oder Krisenjustiz?

SATIRE

Herbert Rechtslastig schreibt an Thilo Sarrazin: Danke für das dicke Gauck-Lob

Dr. Alexander von Paleske 23.2. 2012 —–Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Herbert Rechstlastig,
Oswald Spengler Gedächtnisallee 33
Brandenburg

An
Dr. Thilio Sarrazin
Deutschlanderneuerungsirrpfad 2
Berlin

Werter Herr Dr. Sarrazin,

Sie kennen mich ja mittlerweile aus diversen Briefen, die ich an Sie geschickt habe. Ich bin Mitglied der NPD und im öffentlichen Dienst beschäftigt.

Danke, danke
Ich möchte mich ganz, ganz herzlich bedanken für das Lob, das Sie dem Präsidentschaftskandidaten Gauck gespendet haben.

Ihre Worte von vorgestern haben mir gutgetan und ich kann sie voll unterschreiben:

Ich hätte mir schon im Jahr 2010 Gauck als Bundespräsidenten gewünscht, und bin sehr froh, dass es jetzt so kommen wird . Ich schätze den ehemaligen DDR-Bürgerrechtler und Pastor sehr (auch weil er mir Mut bescheinigt hat im Anpacken der Ausländerfrage ) Ich habe Achtung vor dem Mann und Respekt vor seiner Lebensleistung. Gauck ist des wohlgesetzten Wortes mächtig, eine Fähigkeit, die in seiner zukünftigen Position nicht ganz unwichtig ist. Ich erwarte von Gauck, dass er sich zu seinen Aufgaben und anstehenden Themen klug äußert (wie er es bisher schon getan hat).

Viel Übereinstimmung
Wir von der NPD haben ja bereits im Jahre 2010 für Joachim gestimmt, weil wir erkannt haben, dass er viel von dem vertritt, was auch wir vaterländisch für richtig halten.

Natürlich habe ich mich auch über die Torheit dieser Grünen, insbesondere den Flaschenpfand-Trittin und das „Ecstasy-Eichhörnchen“ Claudia Roth gefreut, die völlig trunken vor Begeisterung waren, weil sie glaubten, mit dem Durchsetzen der Kandidatur von Gauck der BK Merkel eins ausgewischt zu haben, und dabei gar nicht realisiert hatten oder wahrhaben wollten, was für eine “Laus“ sie sich mit dem Gauck da in den Pelz gesetzt haben.

Während der Krach in der CDU / CSU über die Nominierung Gaucks vorüber ist, geht er jetzt bei den Grünen so richtig los, nachdem die anfangen, sich einige Stellungnahmen dieses zutiefst deutschen Vaterlands-Patrioten mal genauer anzusehen.

Aber das kann uns nur recht sein.

Stehen fest hinter der Kandidatur
Wir von der NPD stehen aus guten vaterländischen Gründen jedenfalls fest hinter der Kandidatur von Gauck.
Insbesondere gefällt uns an dem Pfaffen, dass er auf alles reinhaut, was auch nur ein wenig nach links aussieht, also Occupybewegung, Atomausstieg (vor Fukushima), Linke Partei sowieso.

Zum Umweltschutz hat er noch keine Meinung, was wir aber sehr fortschrittlich finden..

Insbesondere gefallen uns von der NPD die Äusserungen zur Oder-Neisse-Grenze mit Polen. Und natürlich, dass Gauck mit Äusserungen wie:

„Der Holocaust soll nicht in eine Einzigartigkeit überhöht werden“,

aber auch dass er durch sein Nachwort zum Braunbuch, äh, ich meine „Schwarzbuch Kommunismus“ die Verbrechen der Nazizeit implizit relativiert, ganz ähnlich wie dieser hervorragende Berliner Professor Ernst Nolte es seinerzeit in Berlin in seinen hochwissenschaftlichen Darstellungen machte, und damit den sogenannten „Historikerstreit“ auslöste.

Sehr erfreulich.

Gauck Glücksgriff
Auch in der Postille Junge Freiheit, die ich gerne lese, weil ich viele meiner Gedanken dort wiederfinde, wird Gauck positiv bewertet:

Die Nominierung Joachim Gaucks ist ein Glücksgriff …Sein Plädoyer für Vaterlandsliebe und Freiheitswillen, sein beispielgebender Patriotismus könnten die Normalisierung unserer Nation befördern. Von ihm sind intellektuelle Impulse, geschichtspolitische Akzente zu erwarten, kurz: eine geistig-moralische Führung, zu der das versammelte Bundeskabinett nicht mehr in der Lage ist.

Ich hätte es nicht besser ausdrücken können.

Herr Sarrazin, ich glaube wir können einer spannenden Präsidentschaft unter einem treuen deutschen Vaterlands-Patrioten, erbittertem Linkenfeind und Mutmacher des führenden Immigationskritikers entgegensehen.

Mit vaterländischen Grüssen

Ihr

Herbert Rechtslastig

Mehr Satire zur Kandidatenauslese Gauck
Jürgen Flaschenpfand-Trittin zur Kandidatur von Joachim Gauck
Frau BK Merkel: Joachim Gauck kann es, ja, muss es machen

Mehr Satire zu Sarrazin
Mein neues wissenschaftliches Werk steht vor der Veröffentlichung

Sarrazin: Deutschland, mein zweites Buch ist in Arbeit
Thilo Sarrazin – Gentest beweist: Ich bin nicht verwandt mit dem Zwickauer Mörder-Trio
Herbert Rechtslastig schreibt an Thilo Sarrazin: Wunderbar diesen Wowereit abgewatscht
Elfriede Schalom an Thilo Sarrazin: Du wunderbarer Spaltpilz
Hurra, ich habe gewonnen und bleibe (in der SPD)
Thilo Sarrazin: Warmwasserduschen und die Bundesbank-Schrottmillionen
Das geistige Entsorgerquartett – Eine neue Show für das ZDF

Thilo Sarrazin: Gute Nacht Deutschland, ich bin wieder da und noch mehr
Sarrazin – Sag zum Abschied leise: EINEN RIESEN MEHR
Herbert Rechtslastig schreibt an BILD-Chefredakteur Kai Diekmann
Buchsensation des Jahres: Sarrazins Weisheiten oder: Deutschland durch die Brille eines politischen Kaltduschers
Herbert Rechtslastig schreibt an Thilo Sarrazin
Herbert Rechtslastig schreibt an SPD-Andrea Nahles
Thilo Sarrazin muss Bundesbankpräsident werden
Bundesbanker Thilo Sarrazin schreibt an Deutschkbanker Josef Ackermann
Post für Thilo Sarrazin

Keine Satire zur „Jungen Freiheit“
Ein kroatischer Rechtsrocker und die „Junge Freiheit“ in Deutschland

Stephan Braun (SPD: „De facto bleibt das Blatt gefährlich“
Im Namen der Freiheit: „Junge Freiheit“ kritisch unter der Lupe

Medizin

Tuberkulose und die Krise bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Kein Nachlassen der Schreckensmeldungen

Dr. Alexander von Paleske — 23.2. 2012 —-
Fangen wir mit der Tuberkulose an, eine einst dank hochpotenter Medikamente besiegt geglaubte Seuche die weltweit wieder auf dem Vormarsch ist.

Schreckensmeldung aus Indien
Die neueste Schreckensmeldung kommt aus Indien.
Forscher in Mumbai haben bei 10 Patienten Tuberkelbakterien gefunden, die total resistent sind gegen sämtliche Tuberkulose bekämpfende Medikamente.

Einer der indischen Patienten hatte sich nachweislich bei einem anderen Patienten mit dieser resistenten Variante angesteckt. Bei den anderen ist unklar, ob sich die Resistenz aufgrund unzureichender oder vom Patienten abgebrochener Behandlung entwickelt hat.

Bereits in Italien und im Iran wurden in den vergangenen Jahren einzelne Fälle von total resistenter Tuberkulose (TDR-TB) nachgewiesen. Es handelte sich aber bisher um Einzelfälle.
Nach den bisher gemachten Erfahrungen ist davon auszugehen, dass diese Resistenz alsbald auch in anderen Ländern auftreten wird – auch in Deutschland.

Während vor 15 Jahren die medikamentenresistente Tuberkulose so gut wie keine Rolle spielte, gibt es mittlerweile die Multidrug-resistant Tuberkulose (MDR), die gegen zwei der Erstlinienmedikamente resistent ist.

Die MDR-TB ist ständig in Ausbreitung begriffen. Weltweit sind es bereits 3% aller pro Jahr neudiagnostizierten 9 Millionen TB-Fälle. Die Behandlungskosten liegen pro Patient und Jahr bei 1200 US Dollar.

Parallel dazu breitet sich die extensiv resistente Tuberkulose (XDR-TB) ebenfalls aus, die im Gegensatz zur MDR auch eine zusätzliche Resistenz zu zwei der Zweitlinienmedikamente zeigt und mit einer hohen Letalität behaftet ist.
Abgesehen von den Behandlungskosten, die bei rund 7000 US Dollar pro Patient und Jahr liegen – unbezahlbar für Länder der Dritten Welt, die am stärksten von der Tuberkulose heimgesucht werden.

Nun TDR-TB
Und nun eben die TDR-TB, die medikamentös nicht behandelbar ist.
Parallel dazu stellen sich mit immer grösserer Dringlichkeit die bisher ungelösten Fragen nach Isolierung derartiger, oftmals hochinfektiöser Patienten.

WHO kämpft mit eigenen Problemen
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die an vorderster Front im Kampf gegen diese und andere Erkrankungen stehen sollte, kämpft zur Zeit vorwiegend mit eigenen Problemen.

In einem Brief der britischen Entwicklungshilfeorganisation OXFAM im Januar 2012 an die internationale Medizinzeitung LANCET wird nun Alarm geschlagen.

Neben den Querelen zwischen Seilschaften, die wir bereits erwähnt hatten, muss die WHO:

– Strukturveränderungen vornehmen, die durch Budgetkürzungen in Höhe von 300 Millionen US Dollar erzwungen werden. Budgetkürzungen, die aus geringeren Mitgliederbeiträgen und einem Anstieg des Schweizer Franken gegenüber dem US Dollar resultieren (Die Zentrale der WHO befindet sich in Genf)

– einen Exodus von qualifizierten Mitarbeitern verkraften, die aus finanziellen Gründen nicht ersetzt werden können

– Budgetlöcher durch Mittelabzug aus anderen Projekten stopfen

Dadurch wird das Funktionieren der WHO in einer Reihe von Bereichen völlig in Frage gestellt.

Wir hatten bereits scharf kritisiert, dass die WHO sich völlig unfähig zeigte, auf das Problem gefälschter und damit gefährlicher Arzneien, die weltweit bereits 15% aller vertriebenen Medikamenten ausmachen, wirksam zu reagieren.

Und dies angesichts immer neuer Probleme, insbesondere des Neuauftretens von Krankheiten oder schwere Verlaufsformen bekannter Erkrankungen:

Genannt seinen

– Der chronische Botulismus

– Die aggressivere Verlaufsform der EHEC, zuletzt vergangene Woche in Hamburg beobachtet (Hämolytisch urämisches Syndrom)

– Das SFT-Syndrom (Severe fever with thrombocytopenia), ausgelöst durch ein Bunyavirus

Vor allem aber die durch Massentierhaltung massiv geförderte allgemeine Antibiotikaresistenz, auf welche die WHO bisher völlig unzureichend reagiert hat.
Globale Anstrengungen sind erforderlich, um adäquate Antworten für neue Herausforderungen im Gesundheitsbereich zu finden.

Stattdessen sehen wir Mittelkürzungen und enorme Probleme bei der WHO.

Weltgesundheitsorganisation (WHO) – ein teurer, bisher zahnloser Tiger im Kampf gegen gefälschte Medikamente

Medikamente ohne Wirkstoffe – ein hochlukratives Geschäft mit tödlichen Folgen
Die Zukunft heisst Resistenz? – Antiinfektiva verlieren ihre Wirksamkeit

Zwei Schreckensmeldungen zur Antibiotika-Verfütterung in der Massentierhaltung
Frühchentod und Antibiotikaresistenz

Antibiotikaresistenz: Nach Pest, Tripper, MRSA, NDM-1, TB, Campylobacter nun die Salmonellen
Bleibt die Gonorrhoe (Tripper) behandelbar?
Antibiotika-Resistenz: Spätes Erwachen. Oder: Minister Bahrs Wort zum Sonntag
WHO, Weltgesundheitstag und Antibiotikaresistenz – eine Nachbemerkung
Pest-Seuche und Antibiotika-Resistenz

Eine besiegt geglaubte Krankheit droht wieder zur unkontrollierbaren Seuche zu werden
Antibiotika oder Massentierhaltung?

Der Dioxin-Skandal flaut ab, die Probleme der Massentierhaltung bleiben
Hilflos bei Infektionen – Antibiotika verlieren ihre Wirksamkeit
Tierfabriken, Schweineviren und die Zukunft
Bittere Pillen für die Dritte Welt
Welt-Tuberkulose Tag – eine Krankheit weiter auf dem Vormarsch</

Wissenschaftliche Veröffentlichungen des Verfassers zur Tuberkulose
linkLymph node aspirates in Tuberculosis-Diagnosis: New challenges, new solutions – a study of 156 patients

linkDiagnosis of disseminated Tuberculosis in bone marrow aspirates

SATIRE

Jürgen Flaschenpfand-Trittin zur Kandidatur von Joachim Gauck

Dr. Alexander von Paleske 20.2. 2012 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox

Jürgen Flaschenpfand- Trittin
MdB
Vorstand Fraktion B.90 / Die Grünen
Bundestag
Berlin

Hallo grüne Freundinnen und Freunde

es ist mir ein inneres Bedürfnis, zu erklären, warum wir den Kandidatenvorschlag Joachim Gauck unterstützt haben, den sicher einige von Euch – aus möglicherweise verständlichen Gründen – nicht leiden können.

Maxime: Was schadet der Merkel
Wir Grüne lassen uns einzig und allein von der Maxime leiten:

Wie können wir Angela Merkel schaden, und so schneller wieder an die Berliner Fleischtöpfe kommen.

Deswegen haben wir schon in der Affäre Wulff nicht etwa gefordert: „Christian, mach’n Satz“ sondern immer wieder gefragt: „Merkel, wo bleibst Du“ . „Merkel, warum unternimmst Du nichts in der Affäre Wulff?“

Leider hat diese Taktik nicht den gewünschten Erfolg gehabt, weil sich zu viele Mitglieder der Deutschen Volksgemeinschaft gesagt haben:

„Wulff ist doch ein Bundespräsident und kein Merkelpräsident

Die Attacke ist also voll in die Hose gegangen. Schade.

Endlich geschafft
Aber gestern haben wir es endlich geschafft. Die schwarz gelbe Koalition ist in den Krieg gezogen. Merkel musste den Gauck schlucken, und alles sieht nach einer saftigen Merkel-Niederlage aus.

You can‘t always get what you want
Das gilt auch für uns Grüne. Deswegen mussten wir das lange politische Gauck-Sündenregister unter den Tisch schieben, und ich hoffe zu Gott, dass es dort auch bleibt.

Und ich bete zu Gott, dass dies jetzt nicht zu einem Krieg unter den Grünen führt, ausgelöst von diesem Berufsnörgler Ströbele.

Um hier gleichwohl gewappnet zu sein, werde ich die Sünden des Gauck benennen, und dann Vorschläge zur Argumentation machen.

1. Gauck setzte sich schon sehr früh für den Bau von Stuttgart 21 ein, und zwar als die Demonstrationen ihren Höhepunkt erreicht hatten, und noch keine Schlichtung gelaufen war.

Bei Beckmann im Fernsehen sagte er:

Ich fordere die Politik auf, das Bahnprojekt Stuttgart 21 trotz der Bürgerproteste zu realisieren. In jahrelangen Prozessen seien Entscheidungen zu dem Milliardenvorhaben gefallen, die bekannt gewesen seien, und diese Entscheidungen jetzt nicht zu vollziehen, das wäre ja fast eine STRAFTAT.
Die Politiker, die jetzt sagen, ich baue einfach nicht weiter, die dürfen das gar nicht tun, wenn sie sich selbst ernst nehmen
.“

Dazu sagen wir Grünen: Die Sache Stuttgart 21 wird auch von unserem grünen Ministerpräsidenten mittlerweile mitgetragen. Der Volksentscheid ist gelaufen. Die Sache ist erledigt.
Gleichwohl hätte sich Gauck als Schlichter anbieten sollen. Kleiner entschuldbarer Fehler
.

2. Gauck setzte sich für den Afghanistankrieg mit den Worten ein:

Um es klar zu sagen, ich finde den Einsatz nicht gut, aber erträglich und gerechtfertigt.,
Er ist schon sehr merkwürdig, dass eine politische Richtung, die Jahrzehnte lang den bewaffneten Befreiungskampf in Afrika und anderswo bejubelt hat, nun einen Radikalpazifismus pflegt. Das ist ein taktischer, aber kein ethischer Pazifismus
”.

Natürlich ist das Quatsch, denn Befreiungskampf ist nicht mit Besatzung zu vergleichen, und ausserdem steht die Stellungnahme Gaucks auch noch im Widerspruch zu dem Gebot:

Du sollst nicht töten“

Aber erstens kann man auch als Pfaffe nicht den ganzen Tag mit der Bibel unter dem Arm herumlaufen, und zweitens richtet sich dieser Angriff Gaucks eindeutig gegen die Linken, die in unserer Partei – siehe Ströbele – klar in der Minderheit sind.

Die Mehrheit von uns hat immer wieder der Verlängerung des (sinnlosen) Afghanistan-Einsatzes im Parlament zugestimmt. Ohnehin ziehen wir ja bald von dort ab.

3. Die Oder-Neisse Grenze.
Dazu schrieb Gauck im Schwarzbuch des Kommunismus:

„Unbeliebt machten sich die Kommunisten auch, als sie Stalins Territorialforderungen nachgaben, die Westverschiebung Polens und damit den Verlust der deutschen Ostgebiete guthießen.
Einheimischen wie Vertriebenen galt der Verlust der Heimat als grobes Unrecht, das die Kommunisten noch zementierten, als sie 1950 die Oder-Neiße-Grenze als neue deutsch-polnische Staatsgrenze anerkannten.

Das ist starker Tobak, denn dass dies die Folge des von Hitlerdeutschland angezettelten Krieges war, in dessen Folge Millionen Menschen ihr Leben verloren, bleibt unerwähnt.

Auch dass es nicht allein Stalin war, sondern auch die Alliierten, welche die Grenzziehung ebenso absegneten, unterschlägt Gauck.

Und er distanziert sich nicht von diesen Stellungnahmen der Vertriebenen, offenbar teilt er sie..

Wir Grüne sagen dazu: auch ein Pfaffe kann sich mal irren.

4. Die weiteren Punkte:

– Umweltschutz und Gefährdung der Schöpfung

– Raubtierkapitalismus

erwähnt er erst gar nicht, deshalb können wir uns darauf zurückziehen, wir brauchen uns nicht mit einer Meinung auseinandersetzen, die noch gar nicht geäussert wurde.

5. Schliesslich die

Verunglimpfung der Occupybewegung

– Die Ermutigung des Sarrazin

– Die Verhohnepiepelung der Atomaussteiger

müssen wir totschweigen, weil wir uns sonst in Teufels Küche begeben.

Liebe Grüninnen und Grüne, Hauptsache, die Merkel hat einen auf die Mütze bekommen, und die Koalition liegt sich in den Haaren.

Es grüsst Euch ganz herzlich

Euer

Jürgen Flaschenpfand-Trittin

Mehr Satire zu Gauck
Frau BK Merkel: Joachim Gauck kann es, ja, muss es machen

SATIRE

Frau BK Merkel: Joachim Gauck kann es, ja, muss es machen

19.2. 2012
Dr. Alexander von Paleske
Leitender Arzt
Bulawayo / Simbabwe

An
Angela Merkel
Bundeskanzlerin
Im Regierungsviertel 1
Berlin

EILT! Sofort auf den Tisch

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

dieses Gezerre um den Nachfolger für diesen Wulff im Schloss Bellevue kann ich gar nicht nachvollziehen.
Es muss aus Gründen des Staatswohls ein sofortiges Ende finden.

Versöhner gesucht
Deutschland braucht jetzt einen Versöhner:

– einen der die Banken mit dem Volk versöhnt,

– der die Elektrizitätswirtschaft mit sich selbst versöhnt

– und der den patriotischen und hochintelligenten Thilo Sarrazin nicht als Bösewicht verteufelt sondern herausstellt, dass er ein mutiger (rechtslastiger) durch und durch Deutscher ist.

Joachim Gauck hat nach seiner fehlgeschlagenen Wahl im Jahre 2010 die Katze zu den zu den brennenden gesellschaftlichen Fragen aus dem Sack gelassen und bedeutende Statements abgegeben, die ihn hervorragend als gesellschaftlichen Versöhnungspolitiker qualifizieren.


Joachim Gauck …….raus aus der Hängematte, Deutsche

Die Occupy-Bewegung, die sich gegen die schamlose Bereicherung durch die Banken formierte, und ausserdem die Perspektivlosigkeit der Jugend angesichts der weltweit verbreiteten hohen Jugendarbeitslosigkeit anprangerte, bezeichnete Gauck als „unsäglich albern“.

Ton getroffen
Damit hat er genau den richtigen Ton der Banker getroffen, denen diese Bewegung bei ihrer ungehinderten Reichtumsvermehrung ein besonderer Dorn im Auge war.

Mit der ihm eigenen Eloquenz und Redegabe wird er es schaffen, insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit als Herausforderung an die Jugendlichen, und nicht als Schicksal zu „verkaufen“. Er wird die Langzeitarbeitslosen auffordern, doch öfter in die Kirche zu gehen, um dort tröstende Worte zu hören, statt in den Bankenvierteln Radau zu machen.

Atomausstieg Gefühlsduselei
Der Atomausstieg ist Gefühlsduselei, wie Gauck zutreffend feststellte. Das ist absolut richtig, insbesondere nach Fukushima.

Die depressive Elektrizitätsindustrie wird sich an diesen aufrüttelnden Worten besonders wärmen können. Deren Vorstände können in Zukunft den tiefschürfenden Reden von Gauck lauschen, statt Antidpressiva sich von ihren Ärzten verschreiben zu lassen.Grossartig!

Hervorragende Parteinahme für Sarrazin
Schliesslich finde ich es hochanständig, dass unser Joachim für den Thilo Sarrazin Partei ergriffen hat, und seinen Mut lobend herausstellte.

Wir brauchen solche mutigen Menschen wie Thilo, die der Deutschen Volksgemeinschaft reinen Wein einschenken, den Ausländern die alsbaldige Ausreise nahelegen, und darüber hinaus auch noch bahnbrechende Erkenntnisse in der Genforschung mit der Entdeckung des Sarrazin-Gens liefern.

Mehr noch: die nicht wie diese Politiker eine Lüge nach der anderen der deutschen Volksgemeinschaft unterjubeln.

Und wir brauchen Männer wie Gauck, die solchen mutigen Mitgliedern der Deutschen Volksgemeinschaft wie Sarrazin den Rücken stärken.

Frau Merkel, es ist einfach Ihre Eitelkeit, die es bisher verhindert, zu unserem Joachim, dem Präsidenten der Deutschen Herzen, JA zu sagen.

Springen Sie über Ihren Schatten, hören Sie, was Ihr Herz Ihnen rät, und treten Sie vor das Deutsche Volk und rufen Sie: Joachim kann es, macht es. Joachim for (deutsche) President

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Alexander von Paleske

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