SATIRE

Bundeskanzlerin Angela Merkel: Zweite Neujahrsansprache an das Deutsche Volk

Dr. Alexander von Paleske — 2.1. 2012 —–
Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Liebe Deutsche Mitbürgerinnen und Mitbürger,

nachdem ich am Neujahrstag eine Schönwetterrede mit ein bisschen Vorwarnung gehalten habe, werde ich in mich meiner zweiten Ansprache getreu an das Motto „Ehrlich – wenn auch grausam – währt am längsten“ halten.

2011 war zweifellos ein Jahr tiefgreifender Veränderungen, allerdings nicht bei uns daheim.

Das wird sich in diesem Jahr 2012 grundlegend ändern.

Fangen wir mit dem Inland an, bevor wir dann den Blick in die Ferne schweifen lassen.

Der Schnorr von Wulff zu Münchhausen-Krisenskandal
Die Wulff-Krise werde ich alsbald beenden. Nachdem dieser Herr auch noch den hochbegabten und hochanständigen Chefredakteur Kai Diekmann von Deutschlands angesehenster liberaler Zeitung BILD, die zum Medien-Imperium meiner engen Freundin Elfriede Schalom in Kampen / Sylt gehört, bedroht hat, ist nun aber Feierabend.


Bedrohungsopfer: BILD-Kai nach Rubikonüberschreitung Strafanzeige und „Krieg“ angedroht.

Wulff muss gehen, und zwar so schnell wie möglich. Ich habe diesem präsidentialen Graf Schnorr von Wulff zu Münchhausen das unmissverständlich klargemacht.


Angela Merkel………werde die Wulffkrise alsbald beenden
Screenshot: Dr. v. Paleske

Sollte er aber wider Erwarten an seinem Stuhl kleben bleiben, werden wir das Amtsenthebungsverfahren gemäss Artikel 61 des Grundgesetzes in Gang setzen. Ich hoffe aber, dass es dazu nicht kommen wird.

Die SPD wird den Nachfolger stellen, wobei dann der Boden bereitet ist für eine Grosse Koalition.

Diese Andrea Nahles, obgleich Frau, will ich aber auf gar keinen Fall in meinem Kabinett sehen, das habe ich mit meinem Freund, dem wuchtigen Sigmar Gabriel, bereits vereinbart.

Fell über die Ohren
Nicht nur den GRIPS-Ländern werden drastische Sparmassnahmen aufgezwungen, sondern auch hier bei uns. Wir werden der deutschen Volksgemeinschaft (leider) das Fell über die Ohren ziehen müssen, damit genügend Geld verfügbar ist, um die Banken zu rekapitalisieren und einigen notleidenden Deutschen Firmen aus der Patsche zu helfen.

Krankenhausschliessungen kommen
Dann werden wir eine ganze Reihe von kommunalen Krankenhäusern schliessen.

Gerade hat der Chef der Barmer Ersatzkasse, Christoph Straub, darauf hingewiesen, dass es vergleichsweise viel zu viele Krankenhausbetten bei uns gibt. Mehr noch: kommunale Krankenhäuser müssen in das Privateigentum von Klinikkonzernen überführt werden, damit drastische Lohnkürzungen und Personalentlassungen durchgedrückt werden können.

Unser Motto: „Wo ein Bett ist ist, da ist auch ein Kranker“, von Norbert Blüm einst geprägt, hat die logische Konsequenz: Wo weniger Krankenhausbetten, da auch weniger Kranke.

Deutschland wird sich gesundschrumpfen, so wahr ich Angela Merkel heisse.

Weitere Grausamkeiten
Die Pendlerpauschale werden wir abschaffen und die Mehrwertsteuer erhöhen.

Um zu verhindern, dass sich Protest dagegen erhebt, werden wir die Sicherheit erhöhen, also die Polizei aufstocken, und durch Kürzungen im Sozialetat freigewordene Mittel finanzieren.

EU wird Drei Klassen-Verein
Etwas Geld geht natürlich auch in den Europäischen Rettungsfond, aber nur gegen härteste Sparauflagen gegen die GRIPS Länder.

Insbesondere die Mafia in Italien muss zuerst einmal richtig besteuert werden, bisher genossen die völlige Steuerfreiheit.

Zehn Jahre ist es nun her, dass wir die Deutsche Mark auf diesen seeuntüchtigen Kahn namens Euro verladen haben. Wir werden, um den Kahn jetzt vor dem Kentern zu bewahren, einige der Passagiere über Bord werfen, und so unnötigen Ballast loswerden.

Anfangen werden wir mit Griechenland.

Dann werden wir die EU völlig umbauen. In Zukunft wird es Mitglieder Erster, Zweiter und Dritter Klasse geben, wie früher bei der Reichsbahn, und später dann in den Anfangsjahren bei der Bundesbahn.

Deutschland wird einen Dauer-Stammplatz in der Ersten Klasse haben, wie sich das für eine wirtschaftliche Grossmacht so gehört.

Frankreich werden wir erlauben, auch in der ersten Klasse Platz zu nehmen, jedenfalls so lange, wie es nach unserer Pfeife tanzt.

Portugal und andere Pleiteländer müssen in der Holzklasse fahren, und werden nur ein eingeschränktes Stimmrecht haben.

Dampfablassen im Internet möglich
Zum Dampfablassen werde ich im Februar eine Internet-Hydepark-Ecke einrichten, wo an einer Scheindiskussion mit mir teilgenommen werden kann. Lassen Sie sich diese psychische Entlastungsmöglichkeit bitte nicht entgehen.

Deutsche, in einem Jahr werden wir gemeinsam feststellen, dass sich vieles verändert hat und wir wieder mit (falschem) Optimismus in die Zukunft schauen können.

Und denken Sie bitte daran: Du bist Deutschland.


„Logo“ von „Du bist Deutschland“

Ein frohes und erträgliches Jahr 2012

Angela Merkel
Bundeskanzlerin

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(Fäkalworte-) Starkolumnist Post von Wagner an SPD-Sigmar Gabriel: Sind Sie verrückt geworden?

Dr. Alexander von Paleske — 26.12. 2011 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Starkolumnist mit gelegentlichen Fäkalienausdrücken
Franz Josef Post von Wagner
c/o Bild Zeitung
Axel Springer Haus
Axel Springer Gedächtnisplatz 1
Hamburg

An
Herrn Sigmar Gabriel
Chef der SPD
Willy Brandt-Haus
Berlin-Mitte

Sehr geehrter Herr Sigmar Gabriel,

nachdem ich geschrieben hatte dass der Graf Schnorr von Wulff zu Münchhausen die Hosen runterlassen soll, damit wir ihn richtig kennenlernen können, war mein nächster anspruchsvoller Artikel für BILD-Deutschland für morgen schon fast fertig.

Überschrift:

Was für Sie gilt, Herr Wulff, das gilt auch für Ihre Frau: „Bettina Wulff, lassen Sie die Hosen runter“,

da kommen Sie mir, und damit der BILD-treuen deutschen Volksgemeinschaft, mit Ihrer völlig absurden Forderung in die Quere, Wulff müsse im Amt bleiben.

Auch wenn Sie Gabriel heissen, berechtigt Sie das noch lange nicht, hier den Schutzengel für diesen Noch-Präsidenten zu spielen, den wir BILD-Qualitätsjournalisten uns zum Abschuss haben freigeben lassen – von ganz oben.

Gerade haben wir vom Blendergut in Kampen, von Elfriede Schalom, der engen Freundin von Angela Merkel, die Freigabe für den „Fangschuss“ bekommen,da labern Sie von der Staatskrise, die bei einem Rücktritt Wulffs drohen würde.

So ein Quark. Der Wulff im Präsidentenamt ist die Staatskrise, nicht aber dessen Rücktritt.

Der Wulff ist völlig untauglich für den bevorstehenden Marsch der deutschen Volksgemeinschaft durch das „Tal der Tränen“.

Dazu brauchen wir jemanden, der als glaubwürdiger Prediger auftreten kann, nicht aber jemand, der Lachanfälle auslöst, wenn er Worte wie Ehrlichkeit, Anstand und Bescheidenheit in den Mund nimmt.

Sind Sie verrückt geworden Herr Gabriel?

Ihnen ist wohl nicht ganz klar, dass Sie sich hier auf ein sinkendes Schiff begeben, mit dem Sie untergehen werden, wenn Sie sich daran festklammern, und wir von der BILD erst richtig loslegen.

Wulff muss weg – auch nach (und trotz) dem „ Hosen herunterlassen“–

Herzlichst

Franz Josef Post von Wagner
Qualitätsjournalist, BILD-Starkolumnist

NACHTRAG
Für die Wenigen der Deutschen Volksgemeinschaft, die mich etwa noch nicht kennen sollten: Hier meine Arbeitsbeschreibung bei der BILD:


Franz Josef Post von Wagner…… „Ich bin Deutschland“

Wenn „Tintenkuli“ Franz Josef Wagner seine Kolumne „Post von Wagner“ schreibt, dann kracht und wackelt es. Da wird geweint und gelacht, mal voller Zorn, mal voller Mitgefühl, oftmals voller Häme.

Der BILD-Kolumnist bringt es auf den Punkt. Ob er an Stasi-Spitzel oder die Abwrackprämie schreibt, an die „Alles-Könner“-Minister, das Impf-Volk oder an den Dienstwagen-Skandal.

Wagner ist Kult!

Franz Josef Post von Wagner schrieb schon als Kriegsberichterstatter und Chefreporter für BILD, seit 2001 ist er „Hau den Lukas“- Chefkolumnist und würdiger Nachfolger von Hans Zehrer Hans im BILD“ und Oskar Lafontaine „Ossi, der BILD-Wessi“

Für die Kolumne „Post von Wagner“ erhielt er einen hochangesehenen Journalisten-Preis in der der Kategorie „Anspruchsloser Print mit Fäkal-Worten“.

Sie können Franz Josef Post von Wagner auch eine E-mail schreiben:fjwagner@bild.de, Stichwort: Gossengoethe.
Jedoch: Nur positive Kommentare erwünscht.

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Vor der Weihnachtsansprache des Präsidenten Wulff: eine Botschaft von Knecht Ruprecht

Dr. Alexander von Paleske — 21.12. 2011 — Folgende Botschaft hinterliess ein gewisser Knecht Ruprecht in meiner Mailbox:

Liebe Deutsche nah und fern

Von draußen, aus Niedersachsen, komm ich her;

ich muß Euch sagen, es wulffet dort sehr !

Überall von den Firmensitzen

sah ich kostenlose Urlaubseinladungen für den Präsidenten blitzen,

und aus dem Landtagstor

lugten mit zornigen Augen Oppositionsmitglieder hervor

Und wie ich strolch‘ durch den grellen Medienwald,

da schrieb fast jeder Journalist: Halt!

„Christian Wulff „alter Gesell´,

heb deine Beine und spute dich schnell!

Dein Präsidentenhaus fängt zu brennen an.

Das Skandal-Einfallstor hast du Sonntagsredner und Grüssaugust selbst aufgetan.

Die Medien nah und fern wollen nun

nicht mehr von der Aufklärungs- Verfolgungsjagd ruhn
.
Rücktritt, Rücktritt ist ihr Ruf

Präsident Wulff, wache endlich zu den Tatsachen auf.

Die Salamitaktik der Anwälte kein wirkliches Vertrauen schafft

Anwälte Redeker, Dahs & Co ihr wohl vergebens hofft.

Schon wird euer Klient mit den Baronen Münchhausen und Münchguttiplag verglichen.

Ich sehe allerdings eher die falschen Versprechen.

Wer andere so kritisiert wie Wulff mit Rau und Glogowski es getan,

der muss die gleiche Messlatte bei sich legen an.

Die Weihnachtsansprache soll zum Befreiungsschlag werden,

aber wer will denn Wulffs Predigt wirklich nach alledem noch hören ?

Der Kredit ist verspielt, das Vertrauen vertan,

der Befreiungsschlag mag als Schlag ins Wasser kommen an.

Ich denke nur , Oh lieber Herre Christ,

Wulffens Dienstzeit trotz Merkels Hilfe wohl doch bald zu Ende ist.

Von draußen, aus Niedersachsen komm ich her;

Ich muß euch sagen, es hat gewulffet dort doch viel zu sehr.

Fröhliche Weihnachten!

Euer Knecht Ruprecht
Assistent des Weihnachtsmanns

Mehr Satire zu Wulffs Darlehen
Bundespräsident Christian Wulff: Jetzt rede ich Klartext
Bundespräsident Wulff: Deutschland ist (noch) keine Bananenrepublik

Keine Satire zu Wulff
Ist Michael Naumann, Chefredakteur des „Cicero“, durchgeknallt?

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Bundespräsident Christian Graf Schnorr von Wulff zu Münchhausen: Jetzt rede ich Klartext

Dr. Alexander von Paleske — 18.12. 2011 — -Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Christian Graf Schnorr von Wulff zu Münchhausen
Bundespräsident
Schloss Schöne Aussicht
Berlin

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

nach all den erbärmlichen Angriffen der Tintenkulis, insbesondere aus den Häusern Springer und SPIEGEL, und dann dem Geschrei diverser Politiker, die glauben immer ihren Senf zu Nichtereignissen dazugeben zu müssen, wende ich mich nun erneut an Euch, liebe Untertanen, um klarzustellen, was wahr ist.

Zuerst ein Dankeschön
Zuerst möchte aber ich die Gelegenheit benutzen, um mich ganz besonders bei zwei lieben Menschen zu bedanken, die mir in diesen Tagen, die wie vom Teufel geschaffen wurden, helfend zur Seite standen:

– dem CICERO-Chefredakteur, Ex Staatssekretär und SPD-Mann Michael Naumann, und

– dem obergrünen 68er Opportunisten und Ex Arbeiterkampf-KB-Nord-Mann Jürgen Flaschenpfand-Trittin.

Naumann hat den Mut gehabt, mit einem tiefschürfenden Artikel in seinem Monatsblättchen CICERO um Verständnis dafür zu werben, dass wir Politiker uns unserer Bedienungsmentalität keineswegs zu schämen brauchen. Ja, dass sie geradezu geboten ist, um zu verhindern, dass wir Politiker unseren Urlaub auf Campingplätzen mit Primus- Gaskochern in der Nachbarschaft von Geringverdienern und Hartz IV -Empfängern verbringen müssen.

Deswegen stehe ich auch nach wie vor zu den herrlichen sechs Urlauben mit / bei ausserordentlich wohlhabenden Freunden:

– in den Ferienvillen der Geerkes in Florida und Spanien

– mit den Maschmeyers auf den Balearen

– mit dem Hannoveraner Finanzunternehmer Wolf-Dieter Baumgartl und dessen Frau Ingrid in Italien

– auf der Insel Norderney in den privaten Räumlichkeiten des Ehepaars Angela Solaro und Volker Meyer

All das hat sich natürlich sehr wohltuend auf meine Finanzen ausgewirkt, aber das war nicht das Hauptmotiv, und dazu stehe ich.

Nur böswillige Lumpen können behaupten, dies sei nicht im Einklang mit den Gesetzen gewesen.

Darlehen gerechtfertigt
Ich finde ich es auch absolut gerechtfertigt, von den Geerkens ein Darlehen zu bekommen, wobei es völlig schnurz- piep-egal ist, wer von den beiden mir das Geld in die Hand gedrückt hat. Beide sind mir gleichermassen ans Herz gewachsen, und diese Volksvertreter im niedersächsischen Landtag ging und geht das sowieso nichts an.

Herrn Flaschenpfand Trittin danke ich, dass er in der Will‘schen Talkshow am Mittwoch darauf hinwies, in den Landtagen werde sowieso oft genug an der Wahrheit vorbeigeredet, man diese „Debattenbude“ deshalb ohnehin nicht allzu ernst nehmen bräuchte. Eine Entschuldigung (die ich mittlerweile ausgestossen habe), würde reichen.

Dass ich mich zu den milden Gaben meiner Freunde dort überhaupt geäussert habe, entspricht einem Entgegenkommen, nicht aber einer Verpflichtung, sodass es auf den Inhalt gar nicht ankommen kann. Einem geschenkten Gaul guckt man bekanntlich nicht ins Maul.
.
Besonders geärgert
Besonders geärgert hat mich, was die FAZ heute berichtete, dass nämlich mein schönes Anwesen in Burgwedel nur 415.000 Euro gekostet hatte, die Darlehenszuwendung der Geerkens aber 500.000 Euro betrug.

Damit soll mir offenbar unterstellt werden, ich hätte bei den Geerkens richtig zugelangt.

Davon kann jedoch keine Rede sein. Ich habe dieses Geld dringend gebraucht, um mein Haus standesgemäss zu renovieren und mit edlem Mobiliar auszustatten.

Schliesslich kann ich meine hohen Gäste aus aller Welt nicht mit Ikea-Möbeln empfangen, oder gar Gegenständen, die vom Sperrmüll eingesammelt wurden.

Geradezu lächerlich finde ich den Vergleich mit Guttenberg, von dem SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy heute ins Spiel gebracht, völlig an den Haaren herbeigezogen und beleidigend.

Schwere Jugend in kleinsten Verhältnissen
Ich habe nach schwerer Jugend mich, aus kleinsten Verhätlnissen kommend, per Ochsentour in der CDU nach oben gearbeitet, während dieser von und zu Guttenberg bereits in ein adliges, gut gepolstertes Rosenbett geboren wurde.

Es ist doch klar, dass ich da einen entsprechenden Nachholbedarf hatte.

Mehr noch: Guttenberg hat seine Universität Bayreuth, den Wissenschaftsbetrieb und das Deutsche Volk belogen und betrogen, ich hingegen habe schlimmstenfalls im niedersächsischen Landtag von einer Notlüge, auch als politische Ausrede bekannt, Gebrauch gemacht. Der Vergleich hinkt daher vorne und hinten.

Egal, ich stehe wie eine Deutsche Eiche gegen diesen Sturm im Wasserglas, entfacht von meinen Neidern und politischen Feinden, an.

Ich habe es natürlich als selbstverständliche Pflicht angesehen, zuerst mich bei meinen Freunden per SMS von Kuwait aus gleich für deren Unannehmlichkeiten zu entschuldigen, bevor eine Entschuldigung gegenüber dem Deutschen Volk zur Debatte stand. Freunde kommen immer zuerst.

Fröhliche Weihnachten

Christian Graf Schnorr von Wulff zu Münchhausen
Bundespräsident

Mehr Satire zu Wulffs Darlehen
Bundespräsident Wulff: Deutschland ist (noch) keine Bananenrepublik

Keine Satire zu Wulff
Ist Michael Naumann, Chefredakteur des „Cicero“, durchgeknallt?


KOMMENTARE

Daniel (Gast) – 23. Dez, 19:06
Habt Ihr schon mal was von der Kehraus- Theorie gehört in Bezug auf die Wulff- Affaire? Katholische Fundamentalisten usw.
Hier:http://kehraus.blogspot.com/2011/12/katholische-fundamentalisten-vs.html

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Bundespräsident Graf Schnorr von Wulff zu Münchhausen: Deutschland ist (noch) keine Bananenrepublik

Dr. Alexander von Paleske — 14.12. 2011 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Christian Graf Schnorr von Wulff zu Münchhausen
Bundespräsident
Schloss Schöne Aussicht
Berlin

Liebe Deutsche Volksgemeinschaft,

der notwendige Respekt vor meinem Amt gebietet es, dass ich mich mit dem Dreck, der jetzt gegen mich und mein hohes Amt geworfen wird, beschäftigen muss, obgleich ich noch auf einer offiziellen Auslandsreise mich befinde, und dort nun wahrhaftig Besseres zu tun habe.

Spiegel-Scheinskandal
Dieser Scheinskandal im Zusammenhang mit der Beantwortung einer hämischen Abgeordnetenanfrage im niedersächsischen Landtag vor mehr als einem Jahr wurde leider wieder einmal vom SPIEGEL inszeniert, der offenbar glaubt, von dem Dach seines neuen Domizils in der Hamburger Hafencity, auch Palazzo Prozzi genannt, noch besser mit Schmutz auf geachtete Personen werfen zu können.

Diese Tintenkulis versuchen Deutschland als Bananenrepublik zu potraitieren, dabei wachsen in Deutschland gar keine Bananenstauden.

Ich bin zwar nur Dritte Wahl in der Präsidenschaftswahl 2010 gewesen, äh ich meine im dritten Wahlgang, aber ich hatte mich in der Vergangenheit als Landes-Politiker bestens bewährt. vor allem durch drastische Haushaltskürzungen zu Lasten sozial Schwacher..

Im einzelnen:

– Ich schaffte die Lernmittelfreiheit in den Schulen ab, schliesslich kann im Gegenzug dann am Essen gespart werden, ein Beitrag gegen die nur zu häufige Fettsucht.

– Ich schaffte die Blindenhilfe ab, Blinde können sich ja schliesslich einen Blindenhund besorgen.

– ich exerzierte bei mir selbst Sparsamkeit, indem ich für einen Urlaubsflug mit meiner Familie nach Florida Touristenklasse buchte, und kostenlose Upgrades in die Businessclass der Air Berlin nur akzeptierte, nachdem mir von der Fluggesellschaft die Pistole auf die Brust gesetzt worden war, ein klassischer Fall von Politikernötigung

– Ich habe, nachdem der Spiegel mir vorhielt , ich hätte mich doch gegen die Nötigung der Fluggesellschaft zur Wehr setzen müssen, das Upgrade nachträglich aus meiner eigenen Tasche bezahlt.

– Ich habe, um den Staatshaushalt zu schonen, die Sommerfeste in meiner Berliner Landesvertretung nicht etwa aus Steuermitteln bezahlt, sondern von befreundeten Sponsoren finanzieren lassen .

– Ich habe die Kritik an extrem hohen Managergehältern – völlig zu Recht – als das Erzeugen einer Pogromstimmung gegen gesellschaftliche Verantwortungs- und Leistungsträger bezeichnet, und um Verständnis für derartige krasse aber gleichwohl absolut naturgesetzliche Ungleichheiten geworben.

– Ich stellte, zu Lasten des Sozialetats, mehr Polizisten ein. Mein Motto war damals wie heute: Sicherheit geht vor Wohlleben.

Total unterbezahlt
Allerdings bin ich entschieden der Meinung, dass Führungskräfte im Politikbereich völlig unterbezahlt, und so gezwungen sind, Freundschaften mit Reichen zu schliessen, nur um gelegentlich etwas Geld zugesteckt zu bekommen, zu einem teuren Restaurantbesuch eingeladen zu werden, oder Ferien in deren Luxuswohnungen zu machen.

So war auch ich gezwungen, meinem väterlichen Freund, den erfolgreichen Osnabrücker Geschäftsmann Egon „Bubi“ Geerkens anzuhauen, besser: anzubetteln, mir bei meinem Hauskauf finanziell unter die Arme zu greifen.

Bei leistungsgerechter Bezahlung hätte ich unser schnuckeliges Haus im Werte von 500.000 Euro spielend vom laufenden Einkommen bezahlt, selbst unter Berücksichtigung von Unterhaltszahlungen an meine geschiedene Ehefrau.

Onkel Bubi, der aus steuerlichen Gründen seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt hat, war natürlich sofort bereit mir zu helfen, und seine Frau verlangte als Absicherung für den 500.000 Euro-Kredit noch nicht einmal eine Grundschuld. Super.

Für Onkel Bubi und mich reicht ein Handschlag aus, wir vertrauen einander.

Später vermittelte mir Geerkens einen Bankkredit , mit dem ich seinen Kredit ablösen konnte. Das nenne ich wahre Freundschaft.

Natürlich handelte es sich dabei um ein Geschäft, denn, wie Bubi der Presse sagte, wollte er sein Geld anlegen. Aber es war ein reines Privatgeschäft, mehr im Bereich der Gefälligkeiten angesiedelt. Eine Gefälligkeit, welche die Mitglieder des niedersächsischen Landtags überhaupt nichts angeht.

Parlament nicht belogen
Die Behauptung, ich hätte seinerzeit das Parlament belogen, ist geradezu lächerlich.

Erstens heisse ich nicht Franz Josef Strauss, und zweitens wurde ich ja nicht speziell nach Privatgeschäften im Bereich der Gefälligkeiten gefragt.

Allgemeine Geschäftsbeziehungen unterhielt ich natürlich nicht mit meinem Onkel Bubi. Insofern war meine Auskunft absolut korrekt

Bubi Geerkens habe ich auch gerne auf meine dienstlichen Urlaubs- äh ich meine Ministerpräsidenten-Auslandsreisen als Teil der Wirtschaftsdelegation mitgenommen, obgleich er ja nur noch sein Vermögen verwaltet. Aber ich wollte auf die Anwesenheit eines so guten Freundes im Ausland nicht verzichten.

Onkel Bubi hatte seinerzeit seinen Reichtum mit Schrott, Juwelen, Diamanten und Immobilien gemacht, und stellt seine diversen Wohnungen wie z.B. in Florida oder seine Penthousewohnung samt güldener Badewanne in Osnabrück gerne auch sehr engen Freunden wie mir zur Verfügung.

Sehr sozial und anständig.

Drohender Verlust politischer Kultur
Wie ich bereits am 12. Juni 2010 zum Besten gab, sehe ich einen bedrohlichen Verlust der politischen Kultur.

Damals sagte ich:

Für mich sind Stil und Inhalt der Politik gleichermassen wichtig. Nicht nur Inhalte sind wichtig, sondern auch die Form. Da sehe ich einen bedrohlichen Verlust der politischen Kultur.
Es gibt eine verhängnisvolle Tendenz zur Vereinfachung, Emotionalisierung und Skandalisierung.“

Weiter forderte ich Ehrlichkeit von Politikern und sagte:

„Ich bin davon überzeugt, dass die Wahrheit den Menschen zumutbar ist, sie sehnen sich danach, reinen Wein eingeschenkt zu bekommen“.

Dies gilt selbstverständlich auch für mich, jedenfalls soweit es sich um die Äusserungen von anderen Politikern handelt.

Schliessen möchte ich mit einem abgewandelten Zitat des seinerzeitigen ersten Nachkriegsbürgermeisters von Berlin, Ernst Reuter:

Ihr Völker der Welt, ihr Völker in Afrika, in Asien und in Südamerika, schaut auf dieses Deutschland und erkennt, dass ihr uns wegen unserer Ehrlichkeit , Wahrheitsliebe und Unbestechlichkeit nicht verurteilen könnt, nicht verurteilen dürft.

Gute Nacht Deutschland

Christian Graf Schnorr von Wulff zu Münchhausen
Bundespräsident

Nachtrag 15.12. 21.00h
Ich möchte mich an dieser Stelle ganz, ganz herzlich bedanken für die Stellungnahme des obergrünen 68er Opportunisten Jürgen Flaschenpfand-Trittin, der in der Anne Will’schen Fernsehshow gestern sagte, dass in den Landesparlamenten schon mal an der Wahrheit vorbeigeredet werde, mit anderen Worten man diesen Provinzparlamentarismus nicht allzu ernst nehmen sollte.

Eine Entschuldigung meinerseits würde deshalb voll ausreichen.

Tausend Dank Herr Ex-Arbeiterkampf-KB-Nord-Trittin für Ihren erfrischenden Zynismus, mit dem Sie sich dieser Ungeheuerlichkeiten mittlerweile annehmen, sie verharmlosen und mir auch noch einen wunderbaren Notausgang gewiesen haben, den ich natürlich sofort benutzt habe.

Da merkt man doch gleich, wie besorgt Sie waren, diese Krise nicht ausufern zu lassen.

So, und jetzt Schwamm drüber.

Christian Graf Schnorr von Wulff zu Münchhausen

Neues SPIEGEL-Domizil in Hamburgs Hafencity, oder: Umzug in den „Palazzo Prozzi“

Glückwunsch Frau Merkel! Christian Wulff – Der richtige Mann zur richtigen Zeit

SATIRE

Briten-Premier David Cameron: Deutsche, ich bin Euer Freund, nicht jedoch des Euro

Dr. Alexander von Paleske — 9.12. 2011 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox

David Cameron
Prime Minister
10, Downing Street
London
UK

Guten Tag Deutschland,

nach der Nachtsitzung in Brüssel, auf der ich verhindert habe, dass dieser Napoleon-Franzose Sarkozy im Schlepptau Eurer Angela Merkel, beide zusammen ein duo infernale, Europa seinen Willen aufzwingt, scheint es mir nunmehr geboten, Euch Deutschen zu erklären, warum ich gar nicht anders handeln konnte, als von meinem Vetorecht gegen Änderungen der EU-Verfassung Gebrauch zu machen.

Vernunft auf unserer Seite
Ich und mein Land sind auch keineswegs isoliert, wie Eure Presse glauben machen will, sondern wir haben als stärksten Verbündeten die Vernunft auf unserer Seite.

Wir, als Mutterland der Demokratie, beugen uns weder der Diktatur einer Brüsseler Bürokratie-Regierung, noch der germanischen Merkel-Dampfwalze.


Angela Merkel gestern……..“germanische Dampfwalze“.
Screenshot: Dr. v. Paleske

Wir Briten sind vielmehr der Auffassung, dass Änderungen der EU-Verfassung – ohnehin bloss zur Finanzrettung – nur demokratisch, notfalls durch Volksabstimmung vollzogen werden können, nicht aber im Merkelschen Hauruck-Verfahren.

Ärger, nichts als Ärger
Ganz besonders hat mich die vorkonferenziale Pendeldiplomatie, die ausschliesslich zwischen Frankreich und Deutschland sich abspielte, geärgert. Wir Briten sollten also, wie viele andere EU-Länder auch, nach der Devise handeln: „Vogel friss oder stirb“ .
Das hat mich noch mehr in meiner Ablehnung bestärkt.

Berechtigte Interessen ignoriert
Unsere berechtigten Interessen, den Finanzplatz London zu erhalten, wo wir mit Hilfe von hervorragenden Hedgefonds und Investmentbanken aus Geld noch viel, viel mehr Geld machen, also „Geld heckendes Geld“, wurden einfach unter den Tisch gekehrt.

Stattdessen sollten wir einer Teil-Aufgabe unserer Souveränität und der anderer Euro-Staaten im Haushaltsbereich zustimmen, verbunden mit noch mehr Brüssel-Bürokratie.

Nicht mit uns.

Dagegen haben wir erstmalig von unserem Vetorecht Gebrauch gemacht.

Standhaftigkeit britische Tradition
Gerade jährte sich zum 70. mal der Eintritt der USA in den 2. Weltkrieg, der die Wende brachte, nachdem Japan Pearl Harbour angegriffen hatte.

Bis zu diesem Zeitpunkt, dem 7.12. 1941, hatte mein Vaterland – zumindest bis Juni 1941 – die Hauptlast des Krieges gegen Nazi-Deutschland getragen, in heroischen Schlachten wie dem Luftkrieg über England, der „Battle of Britain“, die Oberhand behalten, aber auch den Italienern in Afrika eine knackige Niederlage beigebracht, vorzüglich angeführt von unserem Premier Winston Churchill.


Mein Vorbild: Sir Winston Churchill


David Cameron….trete in Churchills Fußstapfen.
Screenshot: Dr. v. Paleske

Bin bereit zu kämpfen
Nun steht mein Land wieder (fast) allein gegen geplante Falschentscheidungen in Europa, und ich bin bereit, diesen Kampf genauso standhaft zu führen, wie Churchill seinerzeit.

Europa wird ein Europa der Vaterländer bleiben, als enger Wirtschafts-, aber loser Staatenverbund.

Alles andere, wie Aufgabe der Souveränität z.B. beim Budget, ist nichts als Tagträumerei einiger Europa-Trunkener, wie dieser Merkel oder des seinerzeitigen Ex-Putzgruppen-Steinewerfers Joseph Martin (Joschka) Fischer.

Hätten auf Augstein hören sollen
Die Deutschen hätten seinerzeit mal lieber auf den SPIEGEL-Herausgeber Rudolf Augstein hören sollen, der immer wieder vor der Einführung des Euro warnte, und ihn eine Camembert-Währung nannte..

Wir Briten denken gar nicht daran, für diese Fehlentscheidungen den Kopf hinzuhalten, die Zeche zu zahlen.

Die Ausgabefreudigkeit einiger Euro-EU-Länder, die ja nicht erst seit gestern bekannt war, oder hätte bekannt sein müssen, hätte schon viel früher gestoppt werden können und müssen, statt den Euro-Tanker voll auf ein Riff laufen zu lassen.

Lässt uns kalt
Das Geschrei nach Zwangsmassnahmen durch Änderung der EU-Verfassung lässt uns Briten daher völlig kalt. Diese Euro- Länder sollen sehen, wie sie ihre Suppe, die sich nun eingebrockt haben, auslöffeln. Ich wünsche ihnen dabei viel Erfolg.

Soweit ich den Konferenzverlauf verfolge, wird Frau Merkel in grober Täuschungsabsicht versuchen, gegenüber ihrem Volk den Ausgang der Konferenz als grossen Erfolg aufzubauschen, obgleich sie sich mit ihrem abenteuerlichen Plan der Euro-Zwangs-Geisterfahrt, und dem Austeilen von Handschellen an Brüssel, gar nicht durchsetzen konnte..

Es wird daher wohl bei rechtlich äussert zweifelhaft verbindlichen Willenserklärungen bleiben, also bestenfalls Absichtserklärungen.

Die EU-Juristen werden dieser Physikerin Merkel alsbald klarmachen, dass es irgendwelche Parallelbeschlüsse neben der EU-Verfassung gar nicht geben kann, und weder das EU-Parlament noch der Europäische Gerichtshof mit diesen zwischenstaatlichen Regelungen der Euro-Gruppe irgend etwas zu tun haben können.

Schon bald wird das böse Erwachen kommen, aber nicht für uns.

Lang lebe das Europa der Vaterländer. Kein Aushändigen von Handschellen an die Brüsseler Bürokraten.

Herzliche Grüsse von der Themse an die Havel

David Cameron
Britischer Premier

Mehr Satire zu Merkel
Vorweihnachtsbotschaft der Kanzlerin Merkel: Aktion Comecon in Euro-Zone

Angela Merkel: Die lange Nacht von Brüssel und die kurzen Folgen

Angela Merkel: Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche (Bankenfreunde)
Angela Merkel an Nicolas Sarkozy: Danke für die erfolgreiche Griechenland-Krise-Videokonferenz
Angela Merkel weist Helmut Kohl zurecht
Angela Merkel: Deutschland, ich melde mich aus dem Urlaub
Angela Merkel: Hackertruppe gegen Ratingagenturen muss sofort aufgestellt werden
Deutschbanker Ackermann schreibt an Angela Merkel Thema: Griechenlandkrise

Zum GröDAAZ und Europa-trunkenen Joseph Martin (Joschka) Fischer
Trauert Ex-Aussenminister Joseph Martin (Joschka) Fischer um Gaddafi?
Joschka und Herr Fischer, Regie: Pepe Danquart – Ein deutsches Film-Märchen
Professor J. Fischer: Jetzt rechne ich mit Gasprom Schröder ab
Professor J. Fischers Vorlesung – oder: politischer Opportunismus führt zum Erfolg
Joschka Fischer schreibt an ZEIT-Editor Dr. Theo Sommer

SATIRE

Giovanni di Lorenzo: Jetzt antworte ich auf die unsachliche Münchguttenberg-Interview-Kritik

Dr. Alexander von Paleske — 7.12. 2011 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox

Giovanni di Lorenzo
Qualitätsjournalist und Chefredakteur
DIE ZEIT
Liberales Pressezentrum
Josef Müller-Marein Gedächtnisallee 1
Hamburg

Guten Abend Deutschland,

nachdem der Trubel um mein Interview des Jahres mit dem Baron Münchguttenberg, alias Baron Guttiplag, abgeklungen ist, möchte ich meinen journalistischen Pflichten nachkommen, und sowohl die Leser der ZEIT, als auch die Deutsche Volksgemeinschaft, offen, ehrlich und objektiv über die Hintergründe meines Interviews mit dem adligen Plagiateur unterrichten.

Journalisten im Dauerkonflikt
Wir Journalisten, insbesondere die Chefredakteure, befinden uns ja in einem Dauerkonflikt: Wir sollen einerseits die Auflage steigern, und andererseits seriös bleiben, Distanz wahren und kritische Fragen an seriöse Interviewpartner stellen.

Dieser Konflikt wird angesichts der Krise, in der die Printmedien sich mittlerweile befinden, immer öfter – auch in seriösen Medien – in Richtung pure Auflagensteigerung entschieden. Leider.

Deswegen haben wir solche Vorfreisprechungs-Artikel zur Kachelmann-Affäre von dieser Sabine Rückert, den Steinbrück-Wahlhilfe-Artikel „Die Partie ist eröffnet„, Untertitel: „Er kann es“, den Fischfangtrip mit Bodo Hombach und die Lierhaus-Geschichte ins Blatt gehoben. Nicht nicht nur ins Blatt, sondern sogar ins Dossier, und jetzt eben das Guttiplag Interview.


Das Interview des Jahres……..natürlich betrügen Chaoten nicht, adlige schon gar nicht. Photo: Dr. v. Paleske

Artikel, die natürlich jemand wie die Gräfin Dönhoff seinerzeit nie und nimmer akzeptiert hätte. Aber neue Zeiten verlangen eben neue Antworten.

Wie ich vor einiger Zeit schon bemerkte, lassen sich mit Artikeln wie “Europa-Quo vadis“ einfach keine Hunde, geschweige denn Leser, hinter dem Ofen mehr hervorlocken.

Auf das Echo kommt es an
Ganz ähnlich wie die BILD-Zeitung brauchen wir als sogenanntes seriöses Blatt gelegentlich mal einen richtigen Knaller, der unsere Auflage ordentlich nach oben zieht, zumal wenn er noch geteilte und heftige Reaktionen auslöst, die unsere potentiellen und Gelegenheitsleser auch noch in den darauffolgenden Wochen zu unserer Zeitschrift greifen lassen.

Wie ich schon in meinem ZEIT-Online Artikel zur historischen Entwicklung dieses einmaligen Gutti-Interviews und Buchs „Vorerst nicht gescheiter“ äh, ich meine „Vorerst gescheitert“ schrieb, hat keine Geschichte in der ZEIT ein solches Echo ausgelöst, und nur darauf kam es mir letztlich an.


Jetzt – rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft – erhältlich, da heisst es : Zugreifen

Im gesamten Blätterwald – und nicht nur dort – rauschte es gewaltig.

Lehren von einer Schein-Sexualaufklärerin
Gerade die hohen Auflagen der Literatur-Prachtstücke dieser Schein-Sexualaufklärungs-Tante Charlotte Roche, die ich seinerzeit als eine Art „schamlose Skandalnudel“ in meiner 3 nach 9 Talkshow hatte, haben doch gezeigt, wie man mit Kontroversen, um nicht zu sagen skandalträchtigen Ergüssen, die Auflage so puschen kann, dass die Leser dann zum Medium greifen, wie der Süchtige zum Stoff.

Natürlich ist völlig klar, dass dieser Münchguttenberg nicht nur ein erbärmlicher Täuscher, sondern noch dazu ein Chaot ist, der nicht einmal seinen Zitaten-Zettelkasten von seinen eigenen (mageren) Einfällen trennen kann, und dann alles noch (völlig unbeabsichtigt) durcheinander bringt wie beim Mischen eines Kartenspiels – das behauptet er jedenfalls.

Vermisster Draufgänger
Aber wir dürfen nicht vergessen, viele Mitglieder der deutschen Volksgemeinschaft vermissen diesen jugendlichen Draufgänger in der Politik als Alternative zum Trauergesicht dieser Merkel. Und viele sind noch nicht ZEIT-Leser, die wir aber zum Kauf animieren wollen, und ich bin sicher, das wird uns gelingen.

Natürlich habe ich mich gehütet, dem Gutti tiefschürfende Fragen zu stellen, weil die Leser dann sehr schnell gemerkt hätten, was für ein Bla Bla der von sich gibt, das hätte dann das ganze Interview entwertet.

Redakteure kuschten
Einige Redakteure der ZEIT , die offenbar noch nicht begriffen hatten, dass erst das Geschäft kommt, und dann die journalistische Ethik, wollten mich auf einer Redaktionskonferenz zur Rede stellen. Aber denen brauchte ich noch nicht einmal einen Marsch blasen, die haben nämlich auf meine durchsichtigen Argumente hin sofort „konstruktiv“ gekuscht, weil sie nur allzu genau wissen, wie verzweifelt die Lage auf dem Arbeitsmarkt für Journalisten mittlerweile ist.

Deutsche, dank meiner ZEIT-Dampferfahrt in seichte bzw. hochkontroverse Gewässer, und dank meiner unschlagbaren Professionalität ist es hervorragend gelungen, die Auflage der ZEIT in nie gekannte Höhen zu treiben.

Sehr erfreulich.

Aber es wird in Zukunft durch mich alles noch viel besser.

Gute Nacht Deutschland!

Giovanni di Lorenzo
Qualitätsjournalist und Chefredakteur

Zu Lorenzos Guttenberg Artikel – keine Satire
DIE ZEIT: Liberale Meinungsführerschaft ade? – ein Einwurf

Satire:
Danke Giovanni di Lorenzo von der ZEIT für die Guttenberg-Raushole

Zum Bilderberger Steinbrück
Bravo Helmut Schmidt: Ein Bilderberger namens Peer muss Deutscher Kanzler werden

Zu Charlotte Roche, Literatur-Grossmeisterin
Stefan Raab schreibt an Charlotte Roche: Sauber gemacht
Charlotte Roche: Ohne Geld habe ich Angst, Geld ist richtig sexy

Zu BILD-Wagner und Guttenberg
BILD-Kai (Diekmann): Kampagnenstart „Junge komm bald wieder“

Zu Bodo Hombach von der WAZ
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Alle Jahre wieder die Bilderberg- Konferenz – oder: Verhöhnung von Demokratie und Öffentlichkeit
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Aus der Abteilung Guttenberg-Satire
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Guttenberg: Ich bin fi… und fertig – aber ich klammere mich an meinen Posten
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Freiherr von und zu Guttenberg: Ich bin kein Plagiat – und nur darauf kommt es an
Tagesbefehl des Selbstverteidigungsministers von und zu Guttenberg vom 22.1. 2011
CSU-Seehofer mailt an Frontbesucher und Vorneverteidigungsminister Baron von und zu Guttenberg
CSU-Wahlkampf-Spot – Nur die Wahrheit zählt
Der Theodor, der Theodor der steht bei uns im Rohstoff-Militär-Kontor

Minister Guttenbergs Tagesbefehl
Verteidigungsminister gratuliert Schlag-Raab
Minister Guttenberg gratuliert Supertalent Lena Meyer- Landrut

SATIRE

Vorweihnachtsbotschaft der Kanzlerin Merkel: Aktion Comecon in Euro-Zone

Dr. Alexander von Paleske 28.11. 2011 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox

Angela Merkel
Bundeskanzlerin
Im Regierungsviertel 1
Berlin

Liebe Deutsche,

in dieser schönen Vorweihnachtszeit möchte ich Sie gerne mit meinen neuesten Überlegungen zur Lösung der Euro-Krise vertraut machen.

Neue Lösungen für die Euro-Krise
Nach Wochen der Überlegung bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass es so mit dem Euro einfach nicht weitergehen kann, und die mir unterbreiteten Lösungsvorschläge allesamt nichts taugen.

Ich habe deshalb im Bundeskanzleramt den Thinktank „Comecon“ ins Leben gerufen, der sachgerechte und praktikable Vorschläge zur Lösung der Euro-krise, ohne Deutschland zum Zahlmeister zu machen, erarbeiten soll.

Der Hintergrund
Die Vorschläge, die bis dato auf dem Tisch liegen, also

– Emittieren von Eurobonds oder

– Aufkaufen von Schrottanaleihen der GRIPS-Länder (Griechenland Italien, Spanien, Portugal) durch die Europäische Zentralbank (EZB)

kommen überhaupt nicht in Frage, weil sie beide auf dreierlei hinauslaufen:

1. Deutschland ist der Zahlmeister derartiger Aktionen bis zur Zahlungsunfähigkeit

2. Was Deutschland nicht zahlen kann soll dann über die Gelddruckerei der EZB erledigt werden.

3. Wir enden zwangsläufig in einer galoppierenden Inflation.

Ich habe den Staatsmännern der GRIPS-Staaten klargemacht, dass ich nicht deren Zahl-Mutter bin, und die Bundesrepublik Deutschland gegenüber wirtschaftspolitisch pubertierenden Südländern nicht alimentierpflichtig ist.


Angela Merkel ……..bin keine Zahlmutti – Screenshot: Dr. v. Paleske

Solidarität nur bei Sonnenschein
Solidarität in Europa gilt für uns nur bei Sonnenschein, und auch nur mit reifen, verantwortungsvollen Regierungen.

Wenn es regnet muss sich jeder selbst einen Unterstand suchen.

Auch habe ich dieses ganze Geschwafel in den Euro-Staatsmänner-Hauptversammlungen satt, die immer wieder auf die Forderung hinauslaufen: Deutschland, zahl Du.

Deshalb müssen völlig andere Vorschläge auf den Tisch, die diesen GRIPS-Ländern Beine machen, ohne dass wir an den Institutionen im Euroland irgend etwas ändern, weil das viel zu lange dauert.

Möglicherweise kommen dann noch übereifrige Volksdemokraten auf die Idee, die jeweiligen Völker auch noch über diese Änderungen abstimmen zu lassen.

EU-Institutionen links liegenlassen
Meine Idee ist daher: Wir umschiffen sowohl die EZB, Strrassburg und Brüssel, und greifen einfach zum Mittel des politischen Drucks, von Böswilligen auch als Erpressung bezeichnet.

Als Vorbild schwebt mir der seinerzeitige Ostblock-Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe, COMECON vor.

Ich bin ja auch im Gebiet des Comecon „drüben“ in der „DDR“ aufgewachsen. Natürlich waren die Konsum-HO Läden oftmals leer, und hatten den Spitznamen SED-Läden – selten etwas da, aber dieses Brüssel-Strassburg-EU-Gipfel-Gelabere , das gab es dort nicht. Die Mitgliedsländer hatten lediglich die Freiheit das auszuführen, was der grosse Bruder Sowjetunion anordnete. Auch als (etwas) eingeschränkte Souveränität bezeichnet.

So muss es in Zukunft in Europa laufen. Deutschland entscheidet, Frankreich stimmt grollend zu, und dem Rest wird die Peitsche gezeigt, notfalls geschwungen.

Euro IMF per Staatsvertrag
Das Ganze kann über eine Art “Euro IMF“ laufen, den die Triple A-Staaten wie wir, die Niederlande, die Skandalrepublik Österreich und Frankreich – solange es noch nicht herabgestuft ist – per Staatsabkommen gründen. Da haben dann EZB, Strassburg und Brüssel gar nichts mitzureden, geschweige denn mitzuentscheiden.

Dieser Euro-IMF verkauft dann „Elite-Bonds“ mit relativ niedrigen Zinsen an BRICS-Länder (Brasilien, China, Südafrika, Indien), und dieses dann eingenommene Geld benutzen wir selbst, insoweit wir unsere eigenen Anleihen nicht mehr loswerden können.

Was übrig bleibt geht an die GRIPSE , aber nur mit scharfen Auflagen versehen wie: Herunterfahren der Sozialleistungen, Abschaffung des Streikrechts, 52-Stundenwoche etc.

Da wollen wir doch mal sehen, ob Europa nicht am deutschen Wesen finanziell genesen kann.

Liebe Deutsche, Europa hat Zukunft, Deutschland macht Zukunft.

Besinnliche Adventszeit wünscht

Angela Merkel
Bundeskanzlerin

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SATIRE

Danke Giovanni di Lorenzo von der ZEIT für die Guttenberg-Raushole

Dr. Alexander von Paleske 24.11. 2011
Leitender Arzt
Ex-Rechtsanwalt beim Landgericht Frankfurt (M)
Bulawayo / Simbabwe

An
Herrn Qualitätsjournalist
Giovanni di Lorenzo
Chefredakteur „Die ZEIT“
Pressehaus
Hamburg

Betr.: ZEIT-Aktion „Guttenberg-Raushole“

Sehr geehrter Herr Chefredakteur di Lorenzo,

ich möchte mich als langjähriger ZEIT-Leser ganz, ganz herzlich bedanken für Ihre Aktion „Publizistische Raushole des Guttenberg (Guttiplag)“.

Nicht nur haben Sie in der heutigen Ausgabe der von Ihnen geleiteten Wochenzeitung in einem ausführlichen Interview den Wissenschafts-Täuscher Guttenberg vom „Galgen“, aus der politischen Wildnis geholt, sondern gleich auch noch mit ihm ein Gutti-Buch geschrieben, Titel: „Vorerst gescheitert“, für das durch Ihren Artikel natürlich Neugier geweckt wird, eine sicherlich völlig unbeabsichtigte Buch-Promotion, also zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
Hervorragend.

Zum Fall Gutti nichts Neues
Natürlich bringen weder das Buch, noch das Interview substantiell wirklich etwas Neues, was den Skandal selbst betrifft,. Aber dafür bringen Sie den Faktor „Guttenberg menschlich gesehen“ zur Geltung, und schaffen damit dem „Lügenbaron“ eine Plattform, von der er in den Berliner Politikbetrieb zurückkehren kann.

Da zeigt sich, was für ein hervorragender Journalist und Chefredakteur Sie doch sind.

Bewundernswerte Voraussicht
Insbesondere bewundere ich Ihre Konsequenz mit der Sie an diesem politischen Showmaster festgehalten haben. Sie haben, viel früher als viele andere, nicht nur im Bereich der Medien, erkannt, dass Berlin und damit Deutschland diesen Gutti dringend braucht.

Angefangen hatte es bereits, als Sie auf dem Höhepunkt der Guttiplag-Krise in einem hervorragenden Artikel auf Seite 1 der ZEIT, Titel: „Doktor Ade“, – anders als die meisten Medien, abgesehen von der BILD-Zeitung und ihrer Starkolumne „Post von Wagner“ – sich für ein Verbleiben Guttenbergs im Amt stark machten.

Das war nicht nur vorausschauend, sondern Meinungsführerschaft im besten Sinne.

Gleichzeitig brachten Sie zur Geltung, dass Deutschen mit geringerem Bildungsstandard die Promotionsordnungen der Universitäten letztlich „schnurz-piep-egal“ sind.

Genau so, wenn auch drastischer, hatte es BILD-Wagner ausgedrückt: „Scheiss auf den Doktor Titel“.

Hervorragende Pionierarbeit
Damit haben Sie völlig zu Recht darauf hingewiesen, dass die Betrügerei mit der Doktorarbeit – obgleich im öffentlichen Raum Universität begangen – strikt von dem glänzenden Auftreten auf der politischen Bühne getrennt werden muss.

Eine derartige Trennung war bisher nur zwischen privat – öffentlich bekannt und akzeptiert. Insofern haben Sie hier zweifellos Pionierarbeit geleistet. Glückwunsch!

Ohr an den Volksgefühlen
Ich glaube, hochverehrter Herr di Lorenzo, Sie haben auch Ihr Ohr an den Gefühlen der breiten deutschen Öffentlichkeit, besser noch, als es die BILD-Zeitung vermag.

So ein blendend aussehender Mann wie dieser bayerische Baron – insbesondere so wie er jetzt ausschaut, ohne Brille und ohne Gel im Haar, viel mehr statesmanlike – so ein Star im politischen Showbusiness, den brauchen wir wieder, der muss ohne Zeitverzug zurückkommen.

Ein Mann, der in Zukunft jedes Auftreten auf der politischen Bühne in eine Show verwandelt, zu einer Talkshow macht. Insofern wäre dann seine Talkshow in Afghanistan seinerzeit mit Johannes B. Kerner nur ein Testlauf gewesen, ein höchst erfolgreicher allerdings.

Nein, die deutsche Volksgemeinschaft hatte bereits Entzugserscheinungen nach diesem grossartigen, gutaussehenden und politisch (leicht)gewichtigen Vollblutpolitiker, wir brauchen so einen energischen, zupackenden (falschen) Optimismus ausstrahlenden Mann gerade in der jetzigen Wirtschafts- und Finanzkrise mehr denn je.

Hervorragendes Hackfleisch
Hervorragend wie dieser Guttenberg bei seinem Auftritt in Halifax / Kanada in der vergangenen Woche Hackfleisch aus Politikern und Parteien der Krisenrepublik Deutschland machte.


Der neue „statesmanlike“ Guttenberg …machte „Hackfleisch“ aus deutschen Politikern. Screenshot: Dr. v. Paleske

Und Sie, lieber Giovanni di Lorenzo, haben dieses deutsche Gefühl, diese Sehnsucht nach einem (scheinbar) starken Politiker, erkannt, ihm Ausdruck verschafft, während die anderen Presseorgane ihn gerne noch in der politischen Wüste gehabt hätten-

Als Vorlage: Franz Josef Strauss
Als nachahmenswertes Beispiel hat Ihnen sicher der Fall Franz Josef Strauss gedient. Der wanderte nach der SPIEGEL-Affäre, für die er verantwortlich war, die dem SPIEGEL eine polizeiliche Durchsuchung, und dem Herausgeber Rudolf Augstein und weiteren Redakteuren wie Conrad Ahlers Untersuchungshaft einbrachte, auch erst einmal ins politische Abseits und studierte Volkswirtschaft

Nach vier Jahren, als die übrige deutsche Presse ihn noch als Unperson behandelte, holte die ZEIT Strauss in einem langen Interview vom politischen Galgen, aus der politischen Wüste (Karl Heinz Janßen Die Zeit in der ZEIT 1995 S. 134). Insofern stehen Sie ganz in der Tradition der liberalen Wochenzeitung.

Nicht nur stehen Sie in der Tradition, nein, Sie sind viel moderner, wie die Vorfreisprechung in der Kachelmann-Affäre durch Ihre hervorragende hochemotional parteiergreifende Qualitätsjournalistin Sabine Rückert nur allzu deutlich belegt. Auch zeigen die Interviews mit Charlotte Roche, Autorin von literarischen Kostbarkeiten wie „Feuchtgebiete“ und „Stossgebiete“ äh, ich meine „Schossgebete“ in Ihrer Zeitung und auf der Buchmesse, wie progressiv Sie Ihren Laden umgemodelt haben. Hochachtung!

Dann die Promotion des Bilderbergers Peer Steinbrück durch Helmut Schmidt in einem wunderbaren Dossier „Die Partie ist eröffnet“ Tenor: „Er kann es“ das sich leicht konsumieren lässt, weil es aus viel Schaum und wenig Substanz besteht.

Herr Di Lorenzo, Sie sind zweifellos einer der besten Chefredakteure, die die ZEIT je hatte, fast so gut wie dieser Schmidt-di-Simoni, aber viel tiefschürfender.

Weiter so.

Herzliche Grüsse

Ihr treuer Abonnent

Dr. Alexander von Paleske

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Freiherr von und zu Guttenberg: Ich bin kein Plagiat – und nur darauf kommt es an
Tagesbefehl des Selbstverteidigungsministers von und zu Guttenberg vom 22.1. 2011
CSU-Seehofer mailt an Frontbesucher und Vorneverteidigungsminister Baron von und zu Guttenberg
CSU-Wahlkampf-Spot – Nur die Wahrheit zählt
Der Theodor, der Theodor der steht bei uns im Rohstoff-Militär-Kontor

Minister Guttenbergs Tagesbefehl
Verteidigungsminister gratuliert Schlag-Raab
Minister Guttenberg gratuliert Supertalent Lena Meyer- Landrut

SATIRE

Fiona Grasser: Hallo Deutschland, jetzt rede ich

Dr. Alexander von Paleske 20.11.2011 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Fiona Pacifico-Griffini-Grasser
Sumpfblütenweg 1
Wien
Österreich

Hallo Deutschland,

erstmals ,möchte ich mich nun auch an das Deutsche Volk direkt wenden, nachdem dieses Blättchen „Die Bunte“ im Sommer Falschdarstellungen über mich verbreitet hatte, die ich gern richtigstellen möchte, und gleichzeitig möchte ich etwas über mich und mein aufregendes Leben erzählen.

Zunächst zu meinem Hintergrund: Ich bin 47 Jahre alt, verheiratet mit Karl Heinz Grasser, dem besten Finanzminister, den Österreich je hatte, der aber jetzt von der linken austrischen Kampfpresse gehetzt, beleidigt, und verunglimpft wird.

Ich stamme dem Hause Swarovski, einem Familienclan von 150 Mitgliedern, dem dle edle austrische Kristall- und Schmuckfirma Swarovski mit einem Jahresumsatz von 2,5 Milliarden Euro gehört.

Von allen Clanmitgliedern hat meine Mutter Maria Giori Lhota die meisten Stimmenanteile, entsprechend hoch wird sie auch geachtet.

Mehr über mich
Ich bin eigentlich hochbegabte Kunstdesignerin, habe auch ein wenig Kunstgeschichte studiert, und halte mich vorwiegend im austrischen und europäischen Jet-Set-Bereich auf.

Nicht mehr so häufig allerdings in Österreich, weil statt der Regenbogenpresse immer gleich diese Skandalreporter der linken Kampfpresse aufkreuzen, und uns mit niederträchtigen Fragen bombardieren. Das habe ich satt wie 1000 Mann.

Weiche gerne aus
So weiche ich gerne nach Venedig aus. Insbesondere wenn dort die Biennale stattfindet bin ich auf vielen Parties präsent.

Gern besuche ich auch den Billionaires Club, auf Sardinien. Dort ist man wirklich als Reiche nur unter Reichen. Dort bin ich deshalb auch immer hochwillkommen. Der Betreiber, Flavio Briatore, Verflossener von Heidi Klum, Organisatorin dieser Teenie Nackt Show namens GNTM, begrüsst mich immer gleich mit einem dicken Bussi. Herrlich.

Vorgestern aber hielt es mich nicht mehr zu Hause, wo ich auf meiner Terrasse Gemüse züchte, äh, ich meine anbaue, und mehr Wasser als Sekt trinke, ein Leben, das ich gerade auch den austrischen Unterschichten und Sozialhilfeempfängern wärmstens empfehle.

„Sollen die Leute halt ihren Salat und ihre Tomaten auf ihren Terrassen selber züchten. Ich backe auch mein Brot selber, züchte mein Gemüse und trinke gerne Wasser statt Champagner.“

Mit meinem glänzend aussehenden Gatten machte ich mich auf zur Ronald McDonald Kinderhilfe-Gala, auf der auch meine Nichte Victoria S. ihre Sangeskünste unter Beweis stellen durfte.

Ich darf hier ergänzend einfügen, dass ich in meinen Gatten noch so verliebt bin wie am Tage, als wir uns kennenlernten, und das habe ich gezeigt, indem ich ihm auf den Schoss sprang und ihn zärtlich umarmte (Video hier).

Tussi vom Nachbartisch
Aber eine Tussi vom Nachbartisch konnte diese Zärtlichkeit nicht ertragen, nahm vielmehr Anstoss daran, und zischelte eine Unverschämtheit in meine Richtung. Aber der habe ich ordentlich Bescheid gesagt.

Erst behauptete diese Darme, sie würde mich gar nicht kennen, eine unglaubliche Lüge angesichts meines Bekanntheitsgrades, nur um dann gleich dazuzusetzen, sie würde mich so nicht kennen. Aber die hat mich richtig kennengelernt.
Ich habe der eine Lektion erteilt, die sie so schnell nicht vergessen wird.

Frei erfundene Geschichten
In Österreich lieben mich die meisten Menschen, weil ich so viel Stoff für schöne Society-Geschichten liefere.

Allerdings stimmen einige dieser Geschichten nicht, sind vielmehr frei erfunden. So berichtete die deutsche Regenbogenzeitschrift Bunte in diesem Sommer, ich hätte bei einem Treffen der Münchener und Wiener Society in der Berg-Gaststätte Sonnenbichl während eines Kalbsessens gesagt:

„Ich finde, jeder Mensch muss Schwarzgeld haben“.

Das ist glatt gelogen, weder hiess die Gaststätte Sonnenbichl, noch habe ich Kalbfleisch gegessen.

Respekt auch im Finanzamt
Selbst bei den Finanzbehörden geniesse ich Bewunderung und Respekt, jedenfalls solange mein liebster Gatte dort noch der Minister war.

Irgendein übereifriger Beamter in Tirol wollte bei uns eine Betriebsprüfung machen. Geradezu lächerlich angesichts der blütenweissen Westen, die wir meistens anhaben.

Mein Mann hat dann aber eine alte Studienfreundin in der Finanzverwaltung, eine gewisse Anneliese K. in Wien gebeten, den Akt an sich zu ziehen , weil wir ja mittlerweile nach Wien umgezogen waren in diese schöne Penthousewohnung. Die hatte mein liebster Kalli mit einem Kredit der Firma Valuecreation, die wiederum meinem Mann gehört, gekauft.

Diese hochintelligente Anneliese K. war ausserordentlich empört über die Ansetzung einer Betriebsprüfung, und hat diesen Kokoloris sofort gestoppt.
Nun behauptet die austrische Kampfpresse, dies sei Begünstigung gewesen – geradezu lächerlich.

So viel erst einmal für heute

Servus

Fiona Pacifico-Griffini-Grasser
MAJS (Member of the Austrian Jet Set)

Mehr Satire zu Grassers
linkPost von Karl-Heinz Grasser, Ex Finanzminister Österreichs
linkÖsterreichs Ex- Finanzminister Karl-Heinz Grasser: Deutschland, jetzt rede ich
linkGuten Morgen Deutschland, ich bin KHG, der Karl-Heinz Grasser aus Wien