Katastrophen

Pakistan: Flutkatastrophe ohne genügende Hilfszusagen

Dr. Alexander von Paleske — Die Überschwemmungskatastrophe in Pakistan sprengt alles bisher Dagewesene.

—- Etwa 14 Millionen Menschen sind bisher davon betroffen.


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—- Die Katastrophe ist grösser als die in Haiti dieses Jahr, die Tsunamis in Südostasien 2004, sowie das Erdbeben in Pakistan 2005 zusammengenommen.

—- Millionen Menschen brauchen dringend Hilfe, unmittelbar, um aus den Fluten gerettet zu werden. Und dann sofort Nahrungsmittelhilfe. Und dies nicht nur kurzfristig, sondern mittelfristig, denn das Ausmaß der Zerstörungen ist enorm.
Was jedoch bisher an Hilfsleitungen bereitgestellt wurde, ist erbärmlich.

450 Millionen Dollar sofort
Gemessen an den Mitteln, die dieses Jahr allein für den Krieg im Nachbarland Afghanistan insgesamt lockergemacht wurden (70 Milliarden US Dollar), ist die erbetene Soforthilfe in Höhe von 450 Millionen US Dollar eher ein Kleckerbetrag, der trotzdem bisher nicht zusammenkam.

Die Regierung Pakistans, mit dem Ausbleiben substantieller Hilfe, wird weiter rapide an Ansehen und Zustimmung in der Bevölkerung verlieren.

Dazu trägt auch bei, dass der Präsident Pakistans, Zardari, als die Katastrophe sich abzeichnete, nichts Besseres zu tun hatte, als einen geplanten privaten Besuch in Großbritannien zu absolvieren, der dazu diente, sich um die Weiterbildung seines Sohnes dort zu kümmern

. Das hat – verständlicherweise – unter der Bevölkerung Pakistans Empörung ausgelöst, und wirft ein bezeichnendes Bild auf die Handlungsweise dieser Regierung.

Radikalislamisten füllen die Lücke
All das arbeitet den radikalislamistischne Organisationen wie Jamaat-ud-Dawa und Falah-e-Insaniyat in die Hände. Letztere war für den Angriff in Mumbai/Indien letztes Jahr mit 160 Toten verantwortlich

Diese Organisationen sind vor Ort und werden wahrgenommen, wie die britische Zeitung Guardian zu berichten weiss..
.
So ist es dann auch keine Überraschung, dass diese Organisationen dazu aufrufen, dringend benötigte Hilfslieferungen aus westlichen Ländern abzulehnen. Diesen Organisationen ist es offenbar völlig gleichgültig, wenn das Ausbleiben der Hilfe Tausenden von Menschen das Leben kosten würde.
Allerdings aus deren kruder menschenverachtender Sicht verständlich, denn bei den Flutopfern wird bei ausbleibender Hilfe der Zorn auf die Regierung wachsen, ein Zorn, den die Radikalislamisten auf ihre Mühlen lenken wollen.

Das nötige Gerät und Personal -auch deutsches – zur Hilfeleistung, wie Hubschrauber, um eine Massenevakuierung und Massennahrungshilfe in die Wege zu leiten, stünde theoretisch wenige Hundert Kilometer entfernt bereit – im Nachbarland Afghanistan – aber dort wird es nicht zur Hilfe, sondern zur Kriegführung eingesetzt. Ein Krieg, der auch schon vielen Zivilisten das Leben gekostet hat, nicht nur bei dem spektakulärsten Fall, dem Angriff auf einen Tanklaster bei Kundus.

Und so leiden die Opfer der Überschwemmungskatastrophe, gleichzeitig zerfällt der Staat Pakistan weiter, ein Staat im Besitz von Atomwaffen.

Nachtrag 12.8.2010
Erst heute – zwei Wochen nach Beginn der Flutwelle – besuchte der Staatspräsident Pakistans, Zardari, die von der Flutwelle heimgesuchten Gebiete und sprach mit Flüchtlingen.


Screenshot

SATIRE

Google: Wir treiben den Fortschritt voran – gegen alle Widerstände

Dr. Alexander von Paleske — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox

Google Hauptquartier
Mountain View
Ca.
USA

Statement der Führungmannschaft von Google (Chef: unser Eric (Schmidt), Abteilung: Bekämpfung von Fortschrittswiderständen in der Alten Welt, insbesondere in Deutschland..

Aus gegebenem Anlass wenden wir uns an die breite Öffentlichkeit, um unsere vorwärtstreibende Fortschrittsposition zu erläutern, und den negativen Pressemeldungen sowie den fortschrittsfeindlichen (überwindbaren) Widerständen entgegenzuwirken, die uns zur Zeit das Expandieren (etwas) schwer machen.

Es geht dabei vornehmlich um folgende Projekte:

Street View und

Vorfahrt für Google im Internet, insbesondere im drahtlosen Internet.

Erklärende Vorbemerkungen
Zunächst seien einige erklärende Vorbemerkungen abgegeben:
.
Unsere Firma ist kein Wohltätigkeitsverein, sondern ein auf Profitmaximierung ausgerichteter Konzern, der seine Aktionäre zufriedenstellen, und unseren Angestellten ein Supergehalt plus freiem Essen spendieren will und muss.

Wenn gleichwohl immer noch einige Illusionisten glauben, dass wir eine Art Rotary Club sind, dann geht das in Ordnung, solange sie nicht anfangen, daraus Forderungen an uns Googler zu stellen, wie ich sie heute in der Huffington Post las, unter der abstossenden und unwahren Überschrift „Google goes evil“.

Aus unserer Position ergeben sich einige zwingende Kosequenzen:
.
— Wir müssen weiter äusserst aggressiv expandieren, um unsere Quasi-Monopolstellung in weiteren Info-Bereichen abzusichern, und jeglicher Konkurrenz zuvorzukommen.

— Aus diesem Grunde haben wir das Programm „Moon-Landing“ gestartet, in welchem wir alle Bücher dieser Welt einscannen, wobei uns Urheberrechte eher weniger interessieren, weil sie nur vermeidbare Kosten verursachen.

Wie jeder Fabrikant müssen wir darauf achten, die Rohstoffe, in diesem Fall die Buchinfo, so billig wie möglich, am besten kostenlos, zu bekommen.

— Aus diesem Grunde haben wir auch Street View gestartet, weil dies ein weiterer Info-Rohstoff ist.
Das Geschrei einiger Datenschützer, insbesondere in Deutschland, aber auch Australien, halten wir für pure Narretei. Schließlich handelt es sich um öffentliche Straßen, also keine Privatsphäre. Wir dringen ja nicht in die Häuser ein, so etwas widerspricht unserem Ehrenkodex

— Dass auch einige Berufsverbrecher Street View benutzen werden, um auszubaldowern, wo man am besten kriminelle Aktivitäten entfalten kann, wo die teuersten Autos stehen, in welches Haus man am besten einbrechen kann, wo die besten Fluchtwege sind, mit anderen Worten wo es am risikolosesten was zu holen gibt, ohne sich durch vorherige Präsenz dort verdächtig zu machen, ist ein unvermeidbarer Kollateralschaden.
Dem stehen die enormen Möglichkeiten gegenüber, die Street-View bietet, wie sie der Schreiber Gerd Blank im Stern in so wunderbar hochpositiver (unkritischer) Weise ausgebreitet hat, wofür wir ausserordentlich dankbar sind.

Nach diesem Geschrei der Datenschützer haben wir jetzt „paranoiden“ Hausbesitzern die Möglichkeit eröffnet, sich bei uns zu melden, sodass wir deren Häuser in unserem Programm als schwarzen Fleck erscheinen lassen werden.

Wir müssen aber jetzt schon darauf hinweisen, dass dies erst recht die Neugier anstacheln wird, etwa dergestalt: Was hat der oder die zu verbergen, werden dort Wertgegenstände gebunkert , handelt es sich um den Wohnbereich einer Terroristenzelle, oder wohnt dort ein Politiker?
Dieser Schuss könnte also voll nach hinten losgehen.

— Obwohl wir das freiwillig gemacht haben, um diesen Leuten den Wind aus den Segeln zu nehmen, geht jetzt das Gejammere weiter, und wollen die völlig unberechtigten Beschwerden einfach kein Ende nehmen.

Einige faseln von einer Hotline, die wir einrichten sollen, aber wir denken gar nicht daran, in diesen Unfug noch einen Cent mehr zu stecken. Außerdem gibt es Klagen, dass wir die Einspruchsfrist in den Sommer gelegt haben.

Das schlägt wirklich dem Fass die Krone ins Gesicht, denn wir haben diese Aktion in den Sommer und nicht in den Winter gelegt, damit gerade auch Menschen, die sich bei kaltem Wetter, insbesondere bei Schnee, nicht aus dem Haus trauen, also Glatteisgefährdete, den Weg zu uns finden.

Projekt: Freie Vor- Fahrt für Google
Auch hier gibt es zu Zeit großes Geschrei, und einige Verschwörungstheoretiker behaupten, wir hätten mit Verizon, einer im übrigen hochinnovativen Firma, ein Abkommen ausbaldowert, wonach wir (gegen Geld) Vorrang bei der Datenverbreitung haben.

Glücklicherweise blicken die meisten Leute und Tintenkulis überhaupt noch nicht durch, um was es da eigentlich geht. Sie bellen mit anderen Worten den falschen Baum an, wie wir im Englischen sagen. Sehr erfreulich.

Im Festnetzbereich bleibt natürlich alles beim alten. Dieser Bereich ist ohnehin kein Zukunftsbereich mehr, weil bereits 45% mittlerweile drahtlos sich einklinken. Eine Entwicklung, die vor ein paar Jahren kaum jemand für möglich gehalten hätte, die aber insbesondere durch den Steve ( Apple-) Jobs mit seinem I-Phone und dem anderen Klimbim, den er herstellt, einen ungeahnten Aufschwung genommen hat. Eine Entwicklung, welche durch 4G oder Next Generation of Mobile Networks weiter vorangetrieben wird, und eines nicht allzu fernen Tages das Festnetz völlig in den Hintergrund drängen wird..

Gleichzeitig hat aber das drahtlose Internet, anders als die Glasfasernetze des Festnetzes, keine so schöne unbegrenzte Kapazität. Wir erwarten also dort eine Art Flaschenhals für die Info, und da kann es doch nicht angehen, dass Leute, die Info-mäßig völlig irrelevant sind, die gleichen Rechte haben, wie Firmen unseres Schlages.

So etwas hat es ja noch nie gegeben, da könnte ja jeder kommen, wo kämen wir denn dahin. Nein, da haben ganz einfach die Gesetze des Stärkeren, des Wichtigeren zu gelten, und das sind z.B. nun mal wir.

Auch im Straßenverkehr, wo einstmals der ADAC den Spruch erfand „Freie Fahrt für freie Bürger“ bedeutete das ja wohl kaum, dass man einfach so von einer Nebenstraße auf eine Hauptstraße einbiegen kann, sondern erst einmal warten muss und schauen.
Genau so wird es im drahtlosen Internet zukünftig laufen: wer weniger wichtig ist, muss warten.

Google, dein guter Freund auf allen Internetwegen

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vermischtes

Rückkehr zur Alma Mater, Reise in die Vergangenheit – Ein persönlicher Bericht

Dr. Alexander von Paleske — 8.8. 2010 — Jedes Mal , wenn ich in Frankfurt bin, eine Stadt in der ich 20 Jahre gelebt habe, von 1960-1980, und wo ich Ostern 1968, direkt nach meiner Entlassung aus der Bundeswehr, sofort an den großen Osterdemonstrationen teilgenommen habe, die Antwort auf das Attentat auf Rudi Dutschke, zieht es mich in das alte Universitätsviertel an der Bockenheimer Warte.

Die Gebäude stehen zwar ( noch), aber die Universität ist mittlerweile in das renovierte IG-Farben-Gebäude umgezogen, der alte Campus verwaist.

Altes Hauptgebäude und Campus der J.W. Goethe Universität Frankfurt (M) – Foto: Dr. v. Paleske

Nostalgie
Erinnerungen werden wieder wach an eine Studentenzeit mit Demos, Teach-ins im Hörsaal V und VI des neuen – nun alten – Hörsaalgebäudes, dort trat – unter anderem – auch der jetzige BMW´-Klinkenputzer und Chefopportunist Joseph (Joschka) Fischer auf, er wurde für die (aufrechte) Speerspitze des Proletariats gehalten..

Und es zieht mich auf die Zeil, wo ich mit zwei weiteren Kollegen, ein Anwaltsbüro 1977 aufmachte an dessen Landgericht ich manches juristische Gefecht in Strafsachen führte, bis ich nach vier Jahren – nach Aufnahme meiner Tätigkeit als Arzt – die Anwaltszulassung wieder zurückgab.
Was macht eigentlich … diese Frage stellte ich mir, als ich mich daran erinnerte, wie ich seinerzeit von der Bahnhofspolizei auf dem Frankfurter Hauptbahnhof nach einem Flugblattverteilen misshandelt wurde, mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen, was aber noch mehr schmerzte war die Demütigung, die damit verbunden war. Was macht eigentlich….. die seinerzeit bearbeitende Staatsanwältin.

Ich hatte Strafanzeige gegen die Verantwortlichen der Bahnhofswache erstattet, und zwar direkt bei der Staatsanwaltschaft, damals bereits als Rechtsanwalt zugelassen aber noch Student der Medizin.
Die Staatsanwaltschaft leitete pflichtgemäß ein Ermittlungsverfahren ein, und beauftragte dann die Polizei, die Vernehmungen der Kollegen durchzuführen.

Es kam, wie es kommen musste: Nach der Vernehmung der Bahnpolizisten durch Kollegen, die selbstverständlich alles abstritten, stellte die besagte Staatsanwältin das Verfahren ein.

Diese Staatsanwältin war mir nur deshalb in Erinnerung geblieben weil sie als Studentin in einer gestörten Vorlesung des Strafrechtsprofessors Geerds einem der „Störer“ einen Apfel anbot und ihn aufforderte, nun den Hörsaal zu verlassen.

Google macht‘s möglich, mehr Info als ich erwartet hatte, ich landete nämlich auf der Alumni-Seite also der Ehemaligen-Seite der Frankfurter Universität, einer Hochschule, an der ich immerhin 10 Jahre studiert hatte, erst Jura und dann Medizin. Die Staatsanwältin hat erwartungsgemäß im Justizdienst Karriere gemacht, bevor sie vor einem Jahr in den hochverdienten Ruhestand ging..

Knapp am Berufsverbot vorbei
Frankfurt, wo ich die mir im städtischen Krankenhaus zum Heiligen Geist angebotene Stelle als Assistenzarzt nicht antreten konnte, weil auf Anfrage beim Verfassungsschutz Zweifel an meiner Verfassungstreue geäußert worden waren.
Ganz offensichtlich waren (und sind) diese Herrschaften vom Stamme Lausch und Horch nicht in der Lage, den Unterschied zwischen kritischem Rechtsdenken und Rechtsfeindschaft klar zu erkennen, ganz abgesehen davon, dass es bei der Ausübung ärztlicher Tätigkeit wohl kaum darauf ankommen dürfte.
Es war die Zeit der Berufsverbote, des Radikalenerlasses der damals sozialdemokratischen/freidemokratischen Bundesregierung

Liberale Katholiken
Stattdessen öffnete das erzkatholische Limburg an der Lahn seine Tore für mich und so trat ich am 1. Juli 1979 meine erste Stelle als Assistenzarzt am St. Vincenz Krankenhaus auf dem Schafsberg an.
Einer meiner Studienkollegen, mittlerweile ebenfalls dort als Assistenzarzt beschäftigt, teilte dem Chefarzt Dr. P. Becker gleich mit, dass ich als Student einer linken Organisation angehört hätte, worauf dieser nur trocken meinte, „damit werden wir auch noch fertig“.

Ich habe damals in Limburg weniger Angst während meiner Probezeit und danach ausgestanden, als später im damals noch sozialdemokratisch regierten Hamburg.

Zu den von mir behandelten Patienten gehörte übrigens auch die Frau eines der besagten Bahnpolizisten aus Frankfurt.

Frankfurt 17. Oktober 1970 – Zweite Hausbesetzung
Aber das wollte ich eigentlich gar nicht erzählen ,sondern ein Ereignis, das nunmehr sich zum 40. mal jährt: Die ersten Hausbesetzungen in Deutschland, an deren zweiter, – die erste fand im kurz zuvor in der Eppsteiner Strasse 47 statt –ich aktiv beteiligt war.

Am 17. Oktober besetzte eine Gruppe von Studenten und kinderreichen Familien das Haus Corneliusstraße 24.Dieses Haus war eines von mehr als dreißig Häusern im Frankfurter Westend, die leerstanden, im Falle der Corneliusstrasse24 nicht ganz, denn im dritten Stock wohnte noch eine 90 jährige alleinstehende Dame namens Lessing, verwandt mit den Nachfahren des Dichters G.E. Lessing..

Das Haus steht, anders als viele andere, heute noch.

Corneliusstrasse 24 heute – Foto: Dr. v. Paleske

Damals, das war die Zeit, als die Wohnhäuser des Frankfurter Westend nach den Plänen des Baudezernenten Kampffmeyer der Spitzhacke preisgegeben werden sollten, um Platz zu schaffen für das Finanzfurt-Bankfurt, damals, als in Vorbereitung zu diesem Kahlschlag 30 Wohnhäuser leerstanden, während gleichzeitig für untere Einkommensgruppen erschwinglicher Wohnraum, insbesondere für Studenten, kaum bzw. gar nicht zu finden war.

Spiegel-Journalist Peter Brügge schrieb damals:

“Funktionäre des Eigentums wie der Exekutive fühlen sich schuldbewusst genug, auch in dem, was sie nicht begreifen, eine durchaus gerechtfertigte Demonstration zu erblicken. Stadtplaner wie Spekulanten , Bauherren wie Banken sind sic h betreten darin einig, im Frankfurter Westend gewaltige kapitalistische Antriebskräfte etwa so gewissenhaft entbunden zu haben, als zünde man versehentlich mit dem Streichholz eine Saturn-Rakete.“.

Und weiter:

„Stadtplaner ohne eigentlichen Plan, blindlings fasziniert von dem kapitalistischen Ideal, die steuerkräftigen … Banken Versicherungen und Konzerne in diesem Viertel zu bündeln, gaben den Start frei für eine beispiellose Grundstücksspekulation. Ganze Strassenzüge wurden verslumt, von den angestammten Bewohnern schweren Herzens verlassen, umgewandelt zu Schluchten zwischen Bürogebirgen“.


Damaliger Artikel im Spiegel

Und damals, als im Stadtteil Griesheim, wo einige Straßen nach Bäumen benannt sind: Ahornstraße, Kiefernstraße etc. sozial schwache, oftmals kinderreiche Familien in Notunterkünften und Übergangswohnungen zusammengepfercht wohnten.

Heute würde man das als „sozialen Brennpunkt“ mit ausschließlichem Hartz IV-Ánteil bezeichnen. Eine benachteiligte Gruppe der Gesellschaft, die der SPD-Mann und Bundesbanker Thilo Sarrazin immer wieder in erbärmlicher Weise aufs Korn nimmt.
Das Haus in der Corneliusstrasse gehört(e) dem jüdischen Mitbürger Moritz Gertler, ehemaliger KZ Insasse, dem die Nazi-Schergen eine KZ- Nummer in dem Oberarm eingebrannt hatten, der aber das Glück hatte, den Holocaust zu überleben
.
Wir trafen uns nach der Besetzung mit ihm. Trotz des Drängens des Polizeipräsidenten weigerte er sich, Strafantrag gegen uns Besetzer zu stellen.
Das Haus wurde erst 1974, also vier Jahre nach der Besetzung geräumt.

Von der alten Besatzung sind mir noch zwei Namen in Erinnerung: Ludwig Salgo, mittlerweile Rechtsprofessor und Thomas Eisenhardt, der Rechtsanwalt wurde.

Vor 10 Jahren erhielt ich eine Einladung zum Ehemaligentreffen. Aber eine 9000 km Reise zu einem Ehemaligentreffen war mir nicht möglich.

Den ersten Hausbesetzungen folgten noch weitere.
Die Räumung der Häuser in der Bockenheimer / Ecke Alleenring führte 1974 zu den härtesten Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Ironie der Geschichte: Der damalige Polizeipräsident Knut Müller betrieb nach seiner Pensionierung eine Anwaltspraxis im Westend, in einem der Häuser, die dank der Hausbesetzungen und der Änderung der Bebauungspolitik nicht der Spitzhacke zum Opfer fielen.

Polizeipräsident Müller, links daneben der Verfasser, Zeitungsausschnitt aus dem Jahr 1971

E-Mail avpaleske@botsnet.bw

Ein Tag wie jeder andere – In einem Krankenhaus in Simbabwe
Dumela Ngaka – 8 Jahre als Krebsarzt in Botswana – Ein persönlicher Erfahrungsbericht
Cancer surge overwhelms AIDS-struck Botswana

Krieg

Afghanistan: Rückt das Ende des Schreckens näher?

Dr. Alexander von Paleske 5.8. 2010 — Das Ende des Afghanistaneinsatzes rückt nun offenbar näher. Selbst den Hurrapatrioten in den politischen Parteien einschliesslich der Grünen und in den Redaktionsstuben dämmert es langsam, dass dieser Krieg nicht nur nicht zu gewinnen ist, sondern letztlich – abgesehen von der (möglicherweise temporären) Vertreibung von Al Qaida – keines der Kriegsziele (jemals) erreicht werden kann.

Auch innerhalb der SPD wächst der Widerstand.

Mehr noch: die Veröffentlichung von Tausenden von Dokumenten bei Wikileaks zeigt noch einmal deutlich, dass die Öffentlichkeit nur bestenfalls unzureichend informiert wurde.

Nachdem das niederländische Kontingent dieser Tage abgezogen wird, und weitere kriegsteilnehmende Länder im nächsten Jahr folgen werden,steht der Abzug der Bundeswehr nun dringender denn je auf der Tagesordnung.

Selbst die ZEIT-Universalreporterin Andrea Böhm, die noch im vergangenen Jahr dem Hurrapatriotismus frönte, und Sprüche wie „Geschichte schreibt kein Dikat für die Zukunft“ zum besten gab, was hier einer scharfen Kritik unterzogen wurde, scheint in ihrem Leitartikel auf Seite 1 der ZEIT vom 29.7. nun der Resignation anheimzufallen.

Stichwort: Es hätte von Anfang an alles anders laufen müssen: Mehr Entwicklungshilfe.

Ich bat den Botschafter a.D. Dr. Werner Kilian, den ich schon zweimal zum Thema Afghanistan-Krieg interviewt hatte, um eine kurze Stellungnahme, die ich hier in wenigen Punkten zusammenfasse:

Wenn man sich deren Auswahl und Auswertung (der geleakten Dokumente) ansieht, kann man tatsächlich zu dem Ergebnis kommen, dass die Geheimdokumente die Beurteilung der rechtlichen und politischen Lage nicht verändern.

– Wir wussten schon vorher, dass aus der anfänglichen Polizeiaktion (Fangt Osama!) inzwischen eine kriegerische Auseinandersetzung mit Teilen der paschtunischen Bevölkerung in Afghanistan und den pakistanischen Grenzgebieten geworden ist.

– Wir wussten, dass dieser Kampf für die US-Soldaten und ihre Verbündeten weder militärisch noch politisch zu gewinnen ist.

– Was erschreckt, ist die Brutalität der beiderseitigen Kampfhandlungen und der bürokratische Stil der Chronisten des Todes.

– Wir wussten, dass sich für die NATO-Truppen der Kampf gegen die Hydra wiederholt: Für jeden abgeschlagenen Kopf wachsen mehrere neue nach.

– Das schwer erklärbare Ziel der Todeskommandos scheint es dennoch zu sein, in der verbleibenden Zeit bis zum Abzug noch möglichst viele „Insurgents“ unschädlich zu machen, auch wenn das deren Gesamtzahl eher erhöht als verringert.

– Die vielen Namen afghanischer Informanten eröffnen einen düsteren Blick in die Zukunft. Spätestens nach dem Abzug der NATO-Truppen werden die Taliban als blutige Rächer durch die Lande ziehen und die Kollaborateure ergreifen. Man spricht schon von einem künftigen neuen Bürgerkrieg, an dem die NATO-Aktion ihr gerütteltes Mass an Mitschuld zu tragen hat.

So weit Dr. Kilian.

Nach wie vor ist völlig unklar, ob, und wenn ja,in welchem Umfang, die deutsche Spezialtruppe KSK bei gezielten Tötungen in Afghanistan involviert ist. Dass deren Aktionen nur beschränkt einer parlamentarischen Berichtspflicht unterliegen, ist ein unerträglicher Zustand. Auch dass der US-Präsident G.W. Bush seinerzeit voll des Lobes über diese Truppe war, sollte eher zur Beunruhigung beitragen.

Der Grünen-Bundestags-Abgeordnete Hans-Christian Ströbele hat sich – bisher vergeblich – darum bemüht, mehr Licht in dieses Einsatzdunkel zu bekommen.

Der Artikel von Susanne Gaschke über die KSK „Unter Kriegern trägt leider absolut nichts dazu bei, hier auch nur einen Funken mehr Klarheit zu verschaffen.

Für die NATO-Soldaten dürfte das Ende des Schreckens nun näherrücken.

Für die Angehörigen der gefallenen Soldaten bleibt letztlich die bittere Erkenntnis, dass ihr Tod sinnlos war.

Für die verantwortlichen Politiker und Parlamentarier die Pflicht, die Bundeswehr so schnell wie möglich abzuziehen.

Und für die afghanische Bevölkerung, auch nach dem Abzug, kein Ende von Hunger und Armut, trotz der 300 Milliarden US Dollar, die bis Ende diesen Jahres insgesamt in das Kriegsabenteuer geflossen sein werden.

Interviews mit Dr. Werner Kilian
Nach der Afghanistankonferenz – Dr. Werner Kilian im Interview
Schrecken ohne Ende? – Ein Interview mit Botschafter a.D. Dr. Werner Kilian


Weitere Links

Vietnam damals, Afghanistan heute: Kriegsverbrechen und Irreführung
Afghanistan – wann kommt der Waffenstillstand?
Tod in Afghanistan – Undank in der Heimat
Blackwater–Söldner in Afghanistan oder: Mit der Bundeswehr Seit an Seit
Der Krieg in Afghanistan und eine führende liberale deutsche Wochenzeitung
Afghanistan: Milliarden für den Krieg, Peanuts zur Bekämpfung von Hunger und Unterernährung
Verteidigung westlicher Kulturwerte am Hindukusch oder: So fröhlich ist das Söldnerleben in Afghanistan
Keine Strafverfolgung deutscher Soldaten in Afghanistan?
Unsere kanadischen Folterfreunde in Afghanistan
Justiz in der Krise oder Krisenjustiz?
Mission impossible – Josef Joffes Iran-Kriegs-Artikel in der ZEIT</a

Aus der Abteilung Satire
Afghanistan: General McChrystal schreibt an ZEIT-Herausgeber Josef Joffe
Minister Guttenbergs Tagesbefehl
Verteidigungsminister gratuliert Schlag-Raab
Positionspapier von Jürgen Rüttgers zum Fall Baron Münchguttenberg
Minister Guttenberg gratuliert Supertalent Lena Meyer- Landrut

SATIRE

Muammar el Gaddafi: Jetzt rede ich zum Thema „Jörg Haider und die Euro-Millionen“

Dr. Alexander von Paleske — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox

3rd August 2010

Muammar el Gaddafi
Desert Tent 1
Tripolis
Arabic Republic of Libya

Ich will nicht lange um den heissen Brei herumreden: Das jetzt in der Verbankungsrepublik Liechtenstein gefundene Jörg-Haider-Geld stammt von mir.

Ich verstehe überhaupt nicht diesen Pressewirbel, der darum veranstaltet wird.

Es gibt genügend Gründe, einen so tüchtigen und (Rechts-)schaffenden Mann, der leider tragischerweise ums Leben kam, zum guten Freund zu haben und ihn finanziell zu unterstützen.

– Jörg hatte daür gesorgt, dass mein Sohn, Saif al-Islam al-Gaddafi, in Wien/Österreich eine vernünftige Universitätsausbildung bekam, und einen guten Abschluss, der ihn für die Übernahme wichtiger Aufgaben in meinem Wüstenstaat qualifiziert.

– Jörg hatte – wie ein Vater – dafür gesorgt, dass, als bei einer grossen Party, zu der auch eine Reihe von attraktiven Prostituierten aus Bulgarien und der Ukraine eingeladen worden waren, und wo es leider zu einem Unfall mit fast tödlichen Ausgang kam, mein Sohn sogleich ausfliegen konnte, und nicht von der Polizei behelligt wurde.

– Als dann die Presse Wind von der Sache bekam, hat mein Freund Jörg mit ein paar diskreten Zahlungen dafür gesorgt, dass um die Sache kein weiteres Aufhebens gemacht wurde.

– Jörg hatte zuvor gelegentlich notleidenden Journalisten immer wieder mal Geld zugesteckt, damit sie über mich und mein Land mehr Positives berichteten, denn damals war ich ja noch geächtet und gegen mein Land bestand ein Handelsboykott.

Gerade in solchen Zeiten erkennt man, wer die wahren Freunde sind. So besuchte mich Haider zusammen mit dem erfolgreichsten austrischen Banker, Wolfgang Kulterer ,im Jahre 2000 in meinem Wüstenzelt bei Tripolis und wir konnten eine Tour d‘ Horizon unternehmen, wobei wir immer wieder feststellten, wieviel Übereinstimmung wir doch bei der Beurteilung der Weltlage hatten.


Mein Freund Harvey –äh ich meine Haider

Für mich war es deshalb selbstverständlich, Jörg, und damit seiner jeweiligen Partei (FPÖ, dann BZÖ), etwas Geld zuzustecken, damit er auch weiterhin in der austrischen Politik lautstark wahrgenommen werden konnte, und privat nicht am Hungertuche nagen musste.

Ich habe das sehr gerne getan.

Dann hat mir der Jörg noch erzählt, wie sehr er die arbeitspolitischen Massnahmen Adolf Hitlers bewundert.

Er berichtete mir auch, dass Israel ein Einreiseverbot gegen ihn verhängt und seinen Botschafter aus Wien abgezogen habe.

Ich habe ihm darauf lachend erwidert, dass er sich darum mal keine Gedanken machen sollte, es würde genug korrupte Israelis geben, die gegen Geld ein gutes Wort für ihn einlegen würden bei der dortigen Regierung, und dann würde auch deren Botschafter wieder zurückgeschickt.

Jörg hat dann wohl mit dem nichtkorrupten Grossindustriellen Martin Schlaff gesprochen, und der hat angeblich dem Ariel Scharon sowie dem jetzigen Aussenminister Israels, Avigdor Lieberman, offenbar einige Riesen ( Scheine) für den Wahlkampf in die Tasche gesteckt.

Nun soll ja der Haider-Freund Gerald Mikscha mit dem Rest meines Haider-Geldes untergetaucht sein.

Hier ist er nicht, aber bei mir sind selbstverständlich auch die Freunde Jörgs immer willkommen. insbesondere natürlich der Mikscha, der ja seinerzeit den Kontakt zwischen Jörg und mir hergestellt hat.

Allerdings verstehe ich überhaupt nicht, dass der Haider-Freund Walter Meischberger nicht sein Tagebuch ordentlich versteckt aufgehoben hat, sodass es nun der austrischen Polizei in die Hände fiel. Damit hat er dem Andenken meines Freundes Jörg sehr geschadet..

Habe jetzt viele Freunde
Ich bin natürlich heute nicht mehr so sehr auf derartige Freundschaften angewiesen, weil mittlerweile sich die westlichen Regierungen darum reissen, mich einzuladen bzw. zu besuchen.

Auch der deutsche Kanzler spurte
Auch der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder, der mich im Jahre 2004 besuchte, hat sich gehütet, den von mir 1987 angeordneten Bombenanschlag in Djibouti, bei dem ein paar deutsche Nachwuchsforscher ums Leben kamen, noch einmal aufs Tapet zu bringen.

Lektion für die Schweiz
Lediglich die Schweizer hatten offenbar noch nicht verstanden, dass der Wind sich gedreht hat, der Wüstenwind jetzt in nördliche Richtung weht.
Diesen Schweizern habe ich daher eine Lektion erteilt, nachdem sie meinen Sohn Hannibal und dessen schwangere Frau grundlos und völkerrechtswidrig verhaftet hatten, eine Lektion, die sie so schnell nicht vergessen werden.

So viel für heute.

Muammar el Gaddafi
Oberst und Herrscher

Keine Satire
link Österreich – Ein Land versinkt im Skandalsumpf
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linkEin APO-Mann aus Wien – Martin Schlaff
Heimkehr eines Attentäters, Libyens Staatschef Gaddafi und das deutsche Auswärtige Amt
Schweigen um die Morde an vier Deutschen in Djibouti

Mehr Satire zum Thema
linkGuten Morgen Deutschland, ich bin KHG, der Karl-Heinz Grasser aus Wien
Wie die Schweiz auf den Hund kam
Gaddafi: Uns reichts mit der Schweiz
Er ist wieder da – Hannibal aus Tripolis meldet sich zurück
Hannibal aus Tripolis oder: Ein schweizer Bundespräsident auf Canossa-Reise

Soeldner

No „buy recommendation” for a book about a former mercenary

Dr. Alexander von Paleske — 02nd August 2010 — A book about a former notorious mercenary, and former member of Apartheid South Africa’s murder and destruction gangs called Recce (Reconnaissance Commando), has hit the book market: James Brabazon “My friend, the mercenary”

Brabazon describes in his book the „adventures“ of Nick du Toit, a soldier turned mercenary, who, in 2004, together with mercenary and Ex-SAS soldier Simon Mann, tried to topple the ruler of the tiny, but oil rich West African Country Equatorial Guinea, Obiang Mbasogo Nguema (Wonga Coup).

Originally Brabazon, a British film maker, was invited to accompany the mercenaries and film the coup. Brabazon can praise himself to be lucky, that he had to attend the funeral of his grandfather, otherwise he would have been arrested in March 2004, together with some 60 other mercenaries, including du Toit in Equatorial Guinea, the rest on a stopover in Harare/Zimbabwe, whilst Sir Mark Thatcher was arrested in Cape Town and later released after his mother paid a fine of 35.000 British Pounds.

Du Toit and Simon Mann were both sentenced to 34 years in prison and pardoned in November last year.

Brabazon met du Toit when he was filming the Liberian Civil war in 2002, and hired him as his bodyguard.

In his book Brabazon tries to create some sort of sympathy for this rotten character, who can look back to a murderous career in Apartheid South Africa’s Special Forces.

He was in 1985 commander of Recce 5.
On 14th of June 1985 this gang came to Gaborone, capital city of neighboring Botswana, for a killing spree.
Nick du Toit and his “comrades” killed 14 people, amongst them a pregnant mother and a six year old child. Afterwards they blew up a number of houses.

For this crime against humanity, Nick du Toit was never charged. Neither is this murderous episode mentioned in Brabazon’s book.

I do believe, that there is no good reason at all, to feel any sympathy for this mercenary, who never appeared before the South African Truth and Reconciliation Commission, headed by Archbishop Desmond Tutu, to confess and ask for forgiveness, unlike many others, including those, who ordered the raid on Gaborone.


Not forgotten: Daily Botswana newspaper MMEGI 18th June 2010


Mourning the victims of the raid, Michael Dingake, Ex Robben- Island prisoner
Photo: Dr. v. Paleske

A Coup for a Mountain of Wonga
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kriminalitaet

Österreich – Ein Land versinkt im Skandalsumpf

Dr. Alexander von Paleske —-1.8. 2010 — Vor zwei Wochen berichteten wir unter der Überschrift „Österreich –Paradies für Wirtschaftskriminelle?“ über das Versagen der Justiz, die bis dato angelaufenen Wirtschaftsverbrechen in angemessener Zeit – wenn überhaupt – vor Gericht zu bringen.

Wer geglaubt hatte, die Aufzählung der Skandale und der darin involvierten Personen würde ein Ende haben, der hat offenbar unterschätzt, wie weit Österreich mittlerweile im Skandalsumpf steckt.

In der vergangenen Woche allein wurde folgendes bekannt:

– Österreichs verstorbener Rechtsaussen, Hitler-Politik-Verehrer cum Ausländerfeind Jörg Haider, hatte offenbar 45 Millionen Euro in Liechtenstein gebunkert. Das Geld stammte nicht aus harter (Rechts-) Arbeit, sondern wurde vermutlich aus Bankenkreisen abgezweigt.

An erster Stelle als Geldquelle kommt wieder die Skandalbank Hypo-Alpe Adria auf den Radarschirm, vor Jahresfrist noch Tochter der Verlustbank BayernLB und Grab für 3,7 Milliarden Euro BayernLB-Zuwendungen und damit Steuergeldern aus Deutschland.

– Und weil ausgeschiedene Politiker nach ihrem stressreichen Politikerdasein ja offenbar auch irgendwie versorgt werden müssen, so wurde der SPÖ-Exkanzler Gusenbauer gleich mal „Berater“ bei dieser Skandalbank, besser Skandalpe genannt, zu einem Zeitpunkt, als die BayernLB diese einstmals teuer eingekaufte und nun ungeliebte Tochter noch nicht an den austrischen Staat verschenkt hatte.

Für diese anstrengende Tätigkeit erhielt Gusenbauer – neben seinen Ruhegeldbezügen – schöne 60.000 Euro in 6 Monaten.

Dass Gusenbauer diesen gutbezahlten Job bekam ist nur allzu verständlich, denn schliesslich fiel in seine Regierungszeit auch die Gewährung eines schönen Kredits an die Hypo-Alpe in Höhe von 900 Millionen Euro, als der Bank – bereits in Bayernbesitz – das Wasser bis zum Halse stand. Die Kreditgewährung wurde damit begründet, dass die Skandalpe im Kern gesund sei.

Endlose Liste
Weitere Personen werden in dem Haider Vermögensnetz genannt darunter:

– Haiders ehemaliger Sekretär Gerald Mikscha, der wiederum bei einer privaten Rundfunkgesellschaft namens Globalaudionet GmbH beschäftigt war, worin wiederum auch ein Mario Fagitsch sich wiederfindet, ehemaliger Sprecher des skandalumwitterten ehemaligen austrischen Finanzministers Karl-Heinz Grasser, dem wir bereits eine Satire widmeten.

– Weitere darin auftauchende Personen finden sich hier.

Darunter wiederum Verbindungen zu Leuten, die in den Y-Line und den FirstInEx Skandal verwickelt sind, über den wir jüngst berichteten. Von dort gibt es dann wiederum Verbindungen zum Amis-Betrugsskandal und zum BAWAG-Skandal.

Ein Skandal-Organigramm wurde mir von einem Insider zugespielt. Es bereitet allerdings einige Mühe, sich darin noch zurechtzufinden.

Fortsetzung folgt.

link Österreich: Paradies für Wirtschaftskriminelle?


Zum AMIS-Skandal

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Zu Ex Finanzminister Grasser (Satire)
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Zu BAWAG und Mobitel
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….und zur Hypo-Alpe
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Zentraler Artikel für alle bis Dezember 2008 angelaufenen Hypo-Alpe Skandale
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afrika

Demokratie bleibt ein Fremdwort in Ruanda

Dr. Alexander von Paleske –31.07. 2010 —– Am 9. August sollen Wahlen in Ruanda stattfinden – Präsidentschaftswahlen 16 Jahre nach dem Genozid.

Der Gewinner dürfte bereits feststehen, denn der alte Präsident wird auch der neue sein: Paul Kagame.

Schon im Jahre 2003 erhielt er 93% der Stimmen, ein Ergebnis, wie es in Demokraturen sich gehört.

Zur Zeit ist er offenbar damit beschäftigt, sich seiner Gegner zu entledigen – durch Mord.


Paul Kagame, TV-Screenshot vom 1-8- 2010, Dr. v. Paleske

Paul Kagame war der Führer der Rwandan Patriotic Front (RPR), die den Genozid beendete, aber, wie es nun aussieht, dem Land keine Demokratie brachte, im Gegenteil.

Die internationale Gemeinschaft, von Dänemark und Schweden abgesehen, unterstützt Kagame, ebenso die deutsche Bundesregierung.

Auch Minister Niebel – Kennzeichen: Bundeswehrkappe – liess es sich nicht nehmen, auf seiner Afrika-Reise bei Kagame vorbeizuschauen. Sie ignorieren die willkürlichen Verhaftungen von kritischen Journalisten und Mitgliedern der Opposition.

Ausschluss und Mord
Wenig Freude bei dem Blick auf Ruanda empfinden allerdings Nichtregierungsorganisationen (NGO’s) wie Amnesty International.

Schon bei den vorausgegangenen Wahlen im Jahre 2003 kam es zu erheblichen Unregelmässigkeiten, und dieses Jahr sieht es keineswegs besser, sondern eher schlechter aus.

Alle drei Oppositionsparteien, die Democratic Green Party of Rwanda, FDU-Inkingi und PS-Imberakuti wurden kurzerhand von der Teilnahme an den Wahlen ausgeschlossen.

Aber nun ist offenbar noch der politische Mord dazugekommen.
Auf den ehemaligen General Kayumba Nyamawasa, der sich mit Paul Kagame zerstritt und ins südafrikanische Exil ging, wurde ein Mordanschlag veuübt.

Ein ruandischer investigativer Journalist namens Jean Leonard Rugambage wurde ermordet. Ermordet wurde ebenfalls Andre Kagwa Rwisereka von der Green Party. Er wurde offenbar mit einer Machete hingerichtet.

Ruandas Studenten werden quasi genötigt, Mitglieder der Regierungspartei RPF zu werden, wie die südafrikanische investigative Zeitung Mail and Guardian berichtete.

Keine guten Aussichten.

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SATIRE

Kachelmann frei: Danke, danke Frau Sabine ( ZEIT) Rückert

Dr. Alexander von Paleske — 29.7. 2010 — Jörg Kachelmann, der Fernseh-Wetterfrosch mit den vielen Freundschaften im Terminkalender und dem Vorwurf der Vergewaltigung am Hals, wurde heute aus der Untersuchungshaft entlassen. Das ist wunderbar, war aber auch schon lange überfällig.

Verfolgung eines Unschuldigen
Herr Kachelmann ist unschuldig, der Vorwurf der Vergewaltigung an den Haaren herbeigezogen. Das wissen wir, nachdem die ZEIT-Qualitätsjournalistin Sabine Rückert nicht nur eigene Recherchen angestellt hat, sondern offenbar auch sämtliche Zeugenaussagen und bisher erstatteten Gutachten einsehen konnte, und daraus ihre sachverständigen Schlüsse gezogen hat, die dem geneigten Leser mehr als einleuchten.

Es kann doch nicht angehen, dass solche hochwichtigen Persönlichkeiten, wie der Herr Kachelmann, gerade zu einer Zeit, wo insbesondere die Deutsche Bahn AG auf akkurate Hitzevoraussagen für ihre ICE‘s dringend angewiesen ist, ein solcher Mann seine Unschuld beteuern, und in der Haftzelle vergitterte Fenster anstarren muss, statt die Wetterkarte zu erklären.

Das wäre noch Monate so weitergegangen, wenn nicht die couragierte Aufklärungsjournalistin Sabine Rückert die Initiative ergriffen , und den Richtern in Mannheim die Leviten gelesen hätte, indem sie die vorliegenden Gutachten bewertet, die Zeugenaussagen gewürdigt und zu einem Urteil gelangt ist.
Wir können uns in Zukunft darauf verlassen, dass solche glatten Fehleinschätzungen und Fehlbewertungen, wie die des Landgerichts und der Staatsanwaltschaft Mannheim, sich nicht mehr auswirken bzw. wiederholen, jedenfalls dann, wenn der Fall medienträchtig ist.

Die ZEIT sollte ihre Schrottabladestelle „Zeit der Leser“ , wo die Leser selbst den allergrössten Blödsinn samt Kleinkinder-Kritzeleien loswerden können, umändern in die Seite „ZEIT kämpft für Sie“. Dann könnten auch Journalisten in Bedrängnis die bisher fehlende Unterstützung bekommen, wie die israelische Journalistin Anat Kam, die sich in einem Geheimprozess in Israel verantworten muss, weil sie offenlegte, wie die israelische Armee auf Verdacht hin Palästinenser erschiesst.

Früher, in der Steinzeit des Qualitätsjournalismus, wurde von Reportern , wie beispielsweise Gerhard Mauz vom Spiegel, abgewartet, bis der Prozess stattfand und dann bewertend – immer mit der gebotenen Zurückhaltung – dazu Stellung genommen. Vorprozessual wurde lediglich dann kritisiert, wenn die Voraussetzungen für die Untersuchungshaft, also neben dem dringenden Tatverdacht entweder Flucht- oder Verdunkelungsgefahr, ganz offensichtlich nicht vorlagen, oder wenn, wie im Falle Rudolf Augsteins im Jahre 1962 ein Angriff auf die Pressefreiheit damit gegeben war.

Jetzt ist alles anders, wesentlich besser
Solches Abwarten, solche Zurückhaltung ist in den Zeiten der pfeilschnellen Autos und des Internets nun wirklich überholt.

Wir brauchen nicht nur die schnelle Nachricht, sondern auch das sofortige Urteil, den schnellen K.O.- Schlag wie beim Wrestling, und nicht diesen Boxkampf über 10 Runden, die Schneckentempo-Gerichtsverfahren, wo manchmal mühsam und zeitraubend nach der Wahrheit gesucht wird.

Man kennt die Aussagen ja schon aus den Vernehmungsprotokollen und die Glaubwürdigkeit aus den Glaubwürdigkeitsgutachten, die man sich ja irgendwie beschaffen kann, Das reicht ja wohl für eine Vorverurteilung bzw. Vorfreisprechung.

Nachdem bereits im Fall des Transplantationspioniers Professor Broelsch dem Beitrag der Journalistin Martina Keller („Der Kassierer“ ) der Geruch der Vorverurteilung anhing, nahm dankenswerterweise auch im Fall Kachelmann eine Journalistin das Heft in die Hand und konnte extrem sachkundig zeigen, wo es langzugehen hat-

Und sie konnte auch, neben der Anwaltsschelte, den Namen eines prominenten Anwalts aus der Freien und Hansestadt Hamburg ins Spiel bringen, vermutlich ein gewisser G. St., der schon längst für eine Entlassung des Wetter-Kachelmanns Sorge getragen hätte, statt diesem Wirtschaftsanwalt, dessen Name ich noch nie in den einschlägigen Medien gelesen habe

Die Rolle der Journalisten in der freiheitlichen Gesellschaft wird damit immer bedeutungsvoller, sie sind Hilfsermittler, Hilfs-Staatsanwälte, Hilfs-Richter, sowie notfalls Anwaltsvermittler und Stimmungsmacher, alles in einer Person. Das kann dem Prinzip der Gewaltenteilung in der Demokratie nur guttun.

Ich denke, dass der Artikel von Sabine Rückert preisverdächtig, auf jeden Fall aber höchstgradig lesenswert ist.

Die ZEIT – eine führende Wochenzeitung auf dem Weg zum „Musikdampfer“?

Israel: Journalismus, illegale Staatsgeheimnisse und Todesschwadronen

Professor Christoph Broelsch – Die lange Reise eines Starchirurgen auf die Anklagebank
Im Interview: Professor Christoph Broelsch
Broelsch Prozess: Urteil verkündet, Fragen bleiben

Krieg

Vietnam damals, Afghanistan heute: Kriegsverbrechen und Irreführung

Dr. Alexander von Paleske — 26.7. 2010 — Vor Monaten haben wir an dieser Stelle in einem ausführlichen Artikel auf die erschreckenden Parallelen zwischen dem Vietnamkrieg und dem Krieg in Afghanistan hingewiesen.

Mit der Veröffentlichung der Afghanistan-Papiere auf Wikileaks sind die Parallelen komplettiert. Denn was bisher fehlte, war die wirkliche Einschätzung des US-Verteidigungsministeriums über den Krieg und welche bisher unbekannten Kriegsverbrechen begangen wurden.

Im Jahre 1971 veröffentlichten die Washington Post und die New York Times die sogenannten Pentagon Papiere,durch deren Bekanntmachung nachgewiesen werden konnte, wie seinerzeit das Pentagon die Öffentlichkeit systematisch über den Vietnam-Krieg getäuscht hatte.

Gezielt wurden Lügen und Fehlinformationen verbreitet. Die damalige US-Regierung unter Präsident Lyndon B. Johnson und Verteidigungsminister Robert McNamara hatten – nun beweisbar – Kriegsvorbereitungen getroffen, obwohl US-Präsident Johnson behauptet hatte, nicht in Vietnam intervenieren zu wollen.

Außerdem sollte dann der Vietnamkrieg, trotz großer Verluste auf amerikanischer Seite, weitergeführt werden.

Diese bisher fehlende Parallele zum Vietnamkrieg gibt es nun, dank der Veröffentlichung von zehntausenden geheimen Pentagon- Dokumenten bei Wikileaks, die offenbar auch von dem Spiegel und dem britischen Guardian als authentisch eingestuft werden

Nun stellt sich heraus:

– Dass die militärische Lage weitaus schlimmer sich darstellt, als bisher zugegeben

– Dass die Öffentlichkeit daher systematisch hinters Licht geführt wurde und wird

– Dass US- Killerkommandos, also Todesschwadronen mit dem Namen „Task Force 373„, die direkt dem US-Verteidigungsministerium unterstellt – davon 300 im Bundeswehrlager in Mazar-i-Scharif untergebracht ´- gezielte Tötungen, nach eigenem Gutdünken, von vermeintlichen oder tatsächlichen Taliban-Führern vornehmen, ein klarer Verstoss gegen die Genfer Konvention, und ein Kriegsverbrechen noch dazu, das stark an den Kommissarbefehl Adolf Hitlers im Russlandfeldzug erinnert

– Dass durch Stationierung eines derartigen Kommandos im Bundeswehrlager in Masar- i- Sharif damit die Bundeswehr sich mitschuldig macht an derartigen Kriegsverbrechen.

– Dass weitaus mehr unbeteiligte afghanische Zivilisten getötet wurden, als bisher von dem gemeinsamen Kommando in Kabul bzw der Regierung Karsai zugegeben.

Damit ist klar, dass der unverzügliche Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan dringender denn je auf der Tagesordnung steht. Es ist geradezu pervers, dass Politiker insbesondere der Grünen, die einstmals gegen den Vietnamkrieg demonstrierten, wie Trittin und Kuenast, für die Fortsetzung des Einsatzes der Bundeswehr im Bundestag stimmten.

Und für die Bundeswehrsoldaten sollte sich die Frage des Gehorsams bei der Befolgung von Befehlen in Afghanistan ernsthaft stellen.

Nachtrag vom 27.7.2010
Die Reaktionen der deutschen Presse sind ganz überwiegend von dem (sicherlich vergeblichen) Bemühen gekennzeichnet, die Bedeutung der Afghanistan-Papiere herunterzuspielen „war alles bereits bekannt“.

Stellvertretend sei hier ein Stefan Kornelius in der Südeutschen Zeitung vom heutigenTage zitiert::

„Das Land (Afghanistan) lässt sich offenbar nicht befrieden. Gewalt, Hunger und Vertreibung werden auch weiter das Leben in Afghanistan bestimmen, wie schon in den letzten Jahrzehnten…….

Die mehr als 40 Nationen werden vom aufrichtigen Interesse geleitet, Afghanistan Frieden und Entwicklung zu bringen… Es drängt sich der Eindruck auf, dass der Lebenszweck der Taliban und vieler Afghanen der Kampf ist“

So kann man das natürlich auch sehen. Dagegen stehen die nackten Fakten:

– 230 Milliarden US-Dollar flossen nach Afghanistan bis Ende 2009, dieses Jahr kommen weitere 70 Milliarden dazu, davon lächerliche 1% in die Entwicklung der Landwirtschaft. Der Löwenanteil wurde und wird für Militärausgaben verwendet.

-.9 Millionen Afghanen leben unter der absoluten Armutsgrenze

– Die Säuglings- und Müttersterblichkeit ist eine der höchsten in der Welt.

Aber das verschweigt der Kommentator Kornelius natürlich..

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