Dr. Alexander von Paleske — Diese Mail landete heute in meiner Mailbox
14.4. 2010
Zentrum der Vorwärtsverteidigung
Berlin
Im Regierungsviertel 3
An
Herrn Chefunterhalter
Stefan Raab
Abteilung: Unterschichtenfernsehen/
Anspruchslosfernsehen / Klamaukfernsehen/
TV-Witzchen
Projekt „Der Raabschläger“
Für Sie(ben)
München
Sehr geehrter Herr Raab,
Ich sehe mich aus guten und nachvollziehbaren Gründen veranlasst, Ihnen meine Hochachtung nach Ihrer letzten Sendung (Raab-Schlag) in aller Form auszusprechen.
Normalerweise schaue ich diese Klamauksendungen im Unterschichtenfernsehen nicht an. Ich bevorzuge stattdessen oftmals alte Tagesschauen, in denen Franz- Josef Strauss aufkreuzt.. Denn dieser Vollblutpolitiker ist, wie ich Ihnen im Vertrauen mitteilen möchte, mein wirkliches Vorbild, auch wenn ich mich mit dessen grobem Geholze nicht so recht anfreunden kann, das verbietet einfach meine adelige Herkunft,.
Aber diese Straussche Entschlossenheit dieses durch und durch demokratischen Politikers, der selbst in der seinerzeitigen SPIEGEL-Affäre sich strikt an die (fehlinterpretierten) Gesetze hielt und (Schein)-Respekt für die Pressefreiheit zeigte, bewundere ich immer wieder aufs Neue.
Leider haben wir in der CSU keinen Nachfolger von ähnlicher Statur zu bieten, was die Wahlkämpfe ausserordentlich und unnötigerweise erschwert.
Ausserdem war ich noch damit beschäftigt, die Personalakten einiger „Kommissköpfe“ im Generalsrang durchzugehen, um zu klären, wen wir noch nach diesem General Hars rausbefördern müssen, um in Afghanistan eine klare Linie der Vorwärtsverteidigung unserer geliebten Hauptstadt Berlin zu haben.
Ich habe mir daher erst gestern die aufgezeichnete Stelle mit Ihrem Sturz vom Fahrrad, pardon Bike, angesehen. Donnerwetter, wie ein Stehaufmännchen ging es trotz des schweren Schädel-Hirn-Traumas gleich weiter. Deutsche Eiche, wie ich finde.
Ausschlachten erforderlich
Ich denke nur, dass wir das weiter ausschlachten müssen, ähnlich wie Sie es bei TV Total ja auch machen, statt gleich zur TV-Totalordnung, ähem, ich meine Tagesordnung überzugehen.
Ich denke, wir schlachten das in zwei Richtungen aus:
Einmal sollten Sie schleunigst CSU-Mitglied werden, und nach vollzogener Aufnahme lasse ich gleich, unabhängig vom Wahlkampf, Plakate drucken mit der Aufschrift
“Solche Männer braucht Deutschland, solche Männer hat die bayerische CSU“
Das Wort Männer unterstreichen wir. Am besten bilden wir Sie auf dem Mountain-Bike ab, mit Verband um den Kopf und Metzgers- Lachen im Gesicht.
Dann sollten wir Ihren fabelhaften Einsatz und Ihr Durchhaltevermögen auch in verstärkten Kampfgeist bei der Truppe in Afghanistan umsetzen , und natürlich zur Demoralisierung des Gegners nutzen..
Ich lasse, wenn Sie einverstanden sind, gleich Plakate drucken, auf denen steht :
“Wie der Raab, so das Deutschland”
oder ich bilde Sie mit einem Bundeswehrsoldaten auf einem Plakat ab, mit dem Text:
“Ein Mann wie Raab”.
Das alles dürfte den Kampfgeist unserer Truppe in Afghanistan noch gewaltig steigern, und unsere Soldaten dazu bringen, keine Angst mehr auch vor den gefährlichsten und sinnlosesten Einsätzen zu haben. Jeder Soldat muss sich sagen:
„Auch in mir steckt ein Raab“.
Dann lasse ich Videos über afghanischem Feindesland abwerfen, auf denen der Einsatz von Ihnen bei der Show gezeigt wird mit der Unterschrift,
„Wir Deutsche sind alle Raabs, gegen uns habt Ihr keine Chance„.
Das wird ordentlich zur Demoralisierung dieser Taliban-Terroristen beitragen.
Weiterhin viel Erfolg beim Raabschlagen und gute Genesungswünsche
Dr. Alexander von Paleske —12.4. 2010 — Das Ausmass der Misshandlungen, einschliesslich der sexuellen Misshandlungen, an Jugendlichen in Schulen und Internaten wird jetzt erst langsam in seinem vollen Ausmass erkennbar, nachdem mehr und mehr ehemalige Schüler sich mit ihren bedrückenden Erlebnissen gemeldet haben.
Die Wochenzeitumg Die ZEIT vom 25.3. 2010 hat diesem Problem ein ausgezeichnetes Dossier gewidmet ,„Das Schweigen der Männer“ das in beachtlicher Weise auch das Versagen der Presse aufzeigt.
Immerhin spielten sich z.B. die Vorgänge in der Odenwaldschule und in anderen Einrichtungen nicht nur über Jahrzehnte ab, sondern es gelangten offenbar auch Printmedien in den Besitz von brisanten Informationen, insbesondere über die Missbrauchsfälle an der Odenwaldschule.
Nach der Enthüllung die Funkstille
Die Frankfurter Rundschau schrieb in einem explosiven Artikel am 17. November 1999 auf Seite 3 „Der Lack ist ab“ erstmalig über die schweren Vorwürfe gegen den damaligen Leiter Gerold Becker.
Der SPIEGEL begann daraufhin ebenfalls zu recherchieren, gab aber schnell auf, da eine neue Skandalstory lockte: Ein neuer Parteispendenskandal.
Nun trat eine völlige Funkstille in Sachen „Skandal an der UNESCO- gesponserten Odenwaldschule“ ein. Und dies obgleich z.B. ein Schüler offenbar insgesamt rund 400 mal von dem damaligen Schulleiter Becker sexuell missbraucht worden war. Auch Schläge und Mobbing gab es wohl reichlich.
Aber Ex-Leiter Becker, auch Lebensgefährte des Reformpädagogik-Professors Hartmut von Hentig, genoss offenbar Schutz.
Ein Freund mit Beziehungen
Hentig war unter anderem ein enger Freund der ZEIT-Herausgeberin und vormaligen Chefredakteurin Marion Dönhoff und des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker , dessen Sohn Andreas ebenfalls die Odenwaldschule besuchte.
Beide, und nicht nur sie, bewunderten das Reformwerk und die Thesen Hentigs, und wie das alles von dessen Lebensgefährten an der Odenwaldschule umgesetzt wurde – allerdings in offenbar perverser Weise.
Eine Mauer des Schweigens
Den Skandalvorwürfen der Frankfurter Rundschau wurde nicht weiter nachgegangen, selbst in der Rundschau waren sie in den darauffolgenden Wochen, Monaten und Jahren kein Thema mehr.
Die Betroffenen mussten jetzt offensichtlich realisieren, dass sie alleingelassen worden waren, und gegen die Mauer des Schweigens es einfach kein Ankommen gab.
Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen wurden zögerlich betrieben, schliesslich eingestellt. Aussage stand gegen Aussage, zumal bei einer ganzen Reihe von strafbaren Vorfällen die Verjährung eingetreten war.
Opfer wurden im Stich gelassen
Es drängt sich der Eindruck auf , hier wurden auch und gerade von der Presse die Missbrauchsopfer im Stich gelassen. Denn Becker tourte nun weiter von Vortrag zu Vortrag und konnte Thesen vertreten, die er selbst höchstpersönlich dauernd und nachhaltig ad absurdum geführt hatte.
Jeder Vortrag war damit auch eine Verhöhnung der Opfer, und so empfanden diese das wohl auch.
Die Journalisten bzw. die verantwortlichen Chefredakteure sind ihrer Verantwortung ganz offensichtlich nicht gerecht geworden. Denn selbst wenn strafbares Verhalten verjährt war, Skandale als solche kennen keine Verjährung, und mit der Veröffentlichung des Skandals wäre den Opfern auch ein Teil Genugtuung widerfahren zumal damit auch Beckers Vortragstourismus ein Ende bereitet worden wäre.
Kumpanei statt Recherche?
Aber es gab damals keine rückhaltlose Aufklärung, und so bleibt der Verdacht der Kumpanei. Der Kumpanei auch bei der Wochenzeitung Die ZEIT, die unabhängig von der Frankfurter Rundschau die informationen erhielt und nicht weiterrecherchierte.
Nicht besser verfuhren der damalige Heimleiter und Nachfolger Beckers, Wolfgang Harder, und das Mitglied des Trägervereins, der damalige SPD-Bundestagsabgeordnete Peter Conradi. „Unter den Teppich“ war offenbar ihre Devise.
Die Betroffenen mussten weitere 11 Jahre warten, bis das Thema – endlich – wieder hochkam. Diesmal allerdings nicht unmittelbar von der Odenwaldschule, sondern mittelbar über die Vergehen katholischer Priester im In- und Ausland.
Diese Tragödie zeigt mit aller Deutlichkeit, dass unabhängiger Journalismus nicht an der Freundschaft , sei es mit Einzelpersonen oder Staaten, haltmachen darf, wenn er wirklich seiner Verantwortung gerecht werden will.
Was wäre wenn
Man muss sich nun auch noch die Frage stellen, ob dieses ausgezeichnete Dossier auch so abgefasst worden wäre, wenn z.B. die 2002 verstorbene Marion Dönhoff heute noch leben würde.
Allein dass diese Frage gestellt werden muss, ist bedauerlich genug. Aber es sind ernsthafte Zweifel angebracht, .
Die schiefe Betrachtung des Nahostkonflikts und teilweise auch des Kriegs in Afghanistan in dieser führenden liberalen Wochenzeitung sind ein weiteres Indiz , wir berichteten mehrfach darüber.
Und jetzt versuchen der ZEIT-Herausgeber Josef Joffe und der ZEIT-VERLAG auch noch mit Hilfe ihrer Anwälte eine hier veröffentlichte unbequeme Satire, die diese Haltung aufs Korn nimmt, löschen zu lassen
Die weitere Frage, die sich stellt
Würde sich Vergleichbares von Nachrichtenmissachtung, Stichwort: „Was nicht sein darf auch nicht sein kann“, bzw. das Fehlen investigativen Journalismus heute wieder so abspielen? Vermutlich nicht. Nicht etwa, weil der Journalismus heute qualitativ besser geworden ist, als er noch vor 10 oder 20 Jahren war, ganz im Gegenteil.
Das Rauswerfen von Journalisten, und damit zwangsläufig die Abnahme der Qualität, ist weiter in vollem Gange, in vielen grossen und kleinen Verlagen, nicht nur bei der Frankfurter Rundschau, sondern wie sich gerade jetzt z.B. beim Jahreszeitenverlag zeigt (Für Sie, Merian etc).
Journalisten werden ausserdem mehr und mehr zu Contentmanagern, neuerdings werden sie auch zentral zu „Plattformen“ zusammengefasst, die gleich mehrere Zeitungen oder Zeitschriften mit Artikeln „füttern“ müssen, oder es wird vermehrt auf miserabel bezahlte freie Journalisten zurückgegriffen.
Die Meinungshoheit der Chefredakteure und der Herausgeber ist auch keineswegs geringer geworden.
Die Rolle des Internets
Es ist das Internet, welches eine derartige Wiederholung unwahrscheinlich macht. Ein gewisser Trost, wenn auch nicht für die bisherigen Opfer.
Bei allen Problemen, die es durch die Ueberflutung von Informationen mit sich gebracht hat, so hat doch gerade das Netz zur gewaltigen Demokratisierung des Zugangs zu, und der Verbreitung von unzensierten Informationen geführt, und gerade von den Medien missachtete Nachrichten den freien Zugang zur Oeffentlichkeit ermöglicht.
Einen wesentlichen Anteil daran haben auch und gerade die Blogger.Zwar werden z.B. jede Menge absurder Verschwörungstheorien in Umlauf gesetzt, und auch die erbärmlichen AIDS-Leugner machen sich dort breit.
Aber ein derartiger Bericht, wie der in der Frankfurter Rundschau über die Odenwaldschule im Jahre 1999, hätte heute eine Flut von zumindest anonymen Berichten auf Blogs ausgelöst, die dann auch von der Presse nicht mehr hätten unter Verschluss gehalten werden können, auf die hätte reagiert werden müssen.
Onlineredaktion – Die Leichen werden zunächst nach Moskau geflogen. Dort auf dem Flughafen Scheremetjewo werden sie zur Identifikation aufgebahrt. Die russische Botschaft in Warschau versprach den Angehörigen unbürokratisch Visa auszustellen. Anfang der Woche soll es in Warschau eine zentrale Trauerfeier geben. Wann die Leichen in Polen eintreffen, wann die Opfer beerdigt werden, ist noch offen. Nachrichten Heute hat eine Namenliste der Opfer:
1. Kaczyński Lech prezydent RP
2. Kaczyńska Maria Małżonka Prezydenta RP
3. Kaczorowski Ryszard b. Prezydent RP na uchodźstwie
4. Agacka-Indecka Joanna Przewodniczący Naczelnej Rady Adwokackiej
5. Bąkowska Ewa wnuczka Gen. bryg. Mieczysława Smorawińskiego
6. Błasik Andrzej Dowódca Sił Powietrznych RP
7. Bochenek Krystyna wicemarszałek Senatu RP
8. Borowska Anna Maria przedstawiciel Rodzin Katyńskich i innych organizacji
9. Borowski Bartosz przedstawiciel Rodzin Katyńskich i innych organizacji
10. Buk Tadeusz Dowódca Wojsk Lądowych RP
11. Chodakowski Miron Prawosławny Ordynariusz Wojska Polskiego
12. Cywiński Czesław Przewodniczący Światowego Związku Żołnierzy AK
13. Deptuła Leszek przedstawiciel Parlamentu RP
14. Dębski Zbigniew osoba towarzysząca
15. Dolniak Grzegorz przedstawiciel Parlamentu RP
16. Doraczyńska Katarzyna osoba towarzysząca
17. Duchnowski Edward Sekretarz Generalny Związku Sybiraków
18. Fedorowicz Aleksander tłumacz języka rosyjskiego
19. Fetlińska Janina senator RP
20. Florczak Jarosław funkcjonariusz BOR
21. Francuz Artur funkcjonariusz BOR
22. Gągor Franciszek Szef Sztabu Generalnego Wojska Polskiego
23. Gęsicka Grażyna przedstawiciel Parlamentu RP
24. Gilarski Kazimierz Dowódca Garnizonu Warszawa
25. Gosiewski Przemysław przedstawiciel Parlamentu RP
26. Gostomski Bronisław ks. prałat
27. Handzlik Mariusz Podsekretarz Stanu w Kancelarii Prezydenta RP
28. Indrzejczyk Roman Kapelan Prezydenta RP
29. Janeczek Paweł funkcjonariusz BOR
30. Jankowski Dariusz Biuro Obsługi Kancelarii Prezydenta RP
31. Jaruga-Nowacka Izabela przedstawiciel Parlamentu RP
32. Joniec Józef Prezes Stowarzyszenia Parafiada
33. Karpiniuk Sebastian przedstawiciel Parlamentu RP
34. Karweta Andrzej Dowódca Marynarki Wojennej RP
35. Kazana Mariusz Dyrektor Protokołu Dyplomatycznego MSZ
36. Kochanowski Janusz Rzecznik Praw Obywatelskich
37. Komornicki Stanisław Przedstawiciel Kapituły Orderu Virtutti Militari
38. Komorowski Stanisław Jerzy Podsekretarz Stanu w MON
39. Krajewski Paweł funkcjonariusz BOR
40. Kremer Andrzej Podsekretarz Stanu w Ministerstwie Spraw Zagranicznych
41. Król Zdzisław Kapelan Warszawskiej Rodziny Katyńskiej 1987-2007
42. Krupski Janusz
Kierownik Urzędu do Spraw Kombatantów i Osób
Represjonowanych
43. Kurtyka Janusz Prezes Instytutu Pamięci Narodowej
44. Kwaśnik Andrzej Kapelan Federacji Rodzin Katyńskich
45. Kwiatkowski Bronisław Dowódca Operacyjny Sił Zbrojnych RP
46. Lubiński Wojciech lekarz prezydenta RP
47. Lutoborski Tadeusz przedstawiciel Rodzin Katyńskich i innych organizacji
48. Mamińska Barbara Dyrektor w Kancelarii Prezydenta RP
49. Mamontowicz-Łojek Zenona przedstawiciel Rodzin Katyńskich i innych organizacji
50. Melak Stefan Prezes Komitetu Katyńskiego
51. Merta Tomasz Podsekretarz Stanu w MKiDN
52. Mikke Stanisław Wiceprzewodniczący ROPWiM
53. Natalli-Świat Aleksandra przedstawiciel Parlamentu RP
54. Natusiewicz-Mirer Janina osoba towarzysząca
55. Nosek Piotr funkcjonariusz BOR
56. Nurowski Piotr szef PKOL
57. Orawiec-Löffler Bronisława przedstawiciel Rodzin Katyńskich i innych organizacji
58. Osiński Jan Ordynariat Polowy Wojska Polskiego
59. Pilch Adam Ewangelickie Duszpasterstwo Polowe
60. Piskorska Katarzyna przedstawiciel Rodzin Katyńskich i innych organizacji
61. Płażyński Maciej Prezes Stowarzyszenia „Wspólnota Polska“
62. Płoski Tadeusz Ordynariusz Polowy Wojska Polskiego
63. Potasiński Włodzimierz Dowódca Wojsk Specjalnych RP
64. Przewoźnik Andrzej Sekretarz ROPWiM
65. Putra Krzysztof wicemarszałek Sejmu RP
66. Rumianek Ryszard Rektor UKSiW
67. Rybicki Arkadiusz przedstawiciel Parlamentu RP
68. Sariusz-Skąpski Andrzej Prezes Federacji Rodzin Katyńskich
69. Seweryn Wojciech przedstawiciel Rodzin Katyńskich i innych organizacji
70. Skrzypek Sławomir Prezes Narodowego Banku Polskiego
71. Solski Leszek przedstawiciel Rodzin Katyńskich i innych organizacji
72. Stasiak Władysław szef Kancelarii Prezydenta RP
73. Surówka Jacek funkcjonariusz BOR
74. Szczygło Aleksander szef Biura Bezpieczeństwa Narodowego
75. Szmajdziński Jerzy wicemarszałek Sejmu RP
76. Szymanek-Deresz Jolanta przedstawiciel Parlamentu RP
77. Tomaszewska Izabela osoba towarzysząca
78. Uleryk Marek funkcjonariusz BOR
79. Walentynowicz Anna osoba towarzysząca
80. Walewska-Przyjałkowska Teresa Fundacja „Golgota Wschodu”
81. Wasserman Zbigniew przedstawiciel Parlamentu RP
82. Woda Wiesław przedstawiciel Parlamentu RP
83. Wojtas Edward przedstawiciel Parlamentu RP
84. Wypych Paweł Sekretarz Stanu w Kancelarii Prezydenta RP
85. Zając Stanisław senator RP
86. Zakrzeński Janusz wybitny polski aktor
87. Zych Gabriela przedstawiciel Rodzin Katyńskich i innych organizacji
88. Michałowski Dariusz funkcjonariusz BOR
89. Pogródka-Węcławek Agnieszka funkcjonariusz BOR
90. Protasiuk Arkadiusz Kapitan
91. Grzywna Robert członek załogi
92. Michalak Andrzej członek załogi
93. Ziętek Artur członek załogi
94. Maciejczyk Barbara stewardessa
95. Januszko Natalia stewardessa
96. Moniuszko Justyna stewardessa
Dr. Alexander von Paleske — Folgende Mail fand ich heute in meiner Mailbox
10.4. 2010
Elfriede Schalom
Blendergut 1
Kampen/Sylt
An
Thilo Sarrazin
Bundesbank-Vorständler
Bundeskrankgelände 1
Frankfurt – Ortsteil Bankfurt-
Lieber Thilo,
so darf ich Dich doch nennen,
Ich möchte mich ganz herzlich für Deinen Einsatz vorgestern im Berliner Dussmann-Keller, bei der Vorstellung des Buches „Hurra, wir dürfen zahlen“, von dieser TAZ- Journalistin Ulrike Herrmann, bedanken.
Ich finde es ausserordentlich empörend, dass Frau Herrmann versucht , die Mittelklasse gegen uns Oberklassenangehörige aufzubringen, zumal gerade Du selbst diesen Aufstieg ja nur durch härteste (Partei)Arbeit auch als Ochsentour bezeichnet, geschafft hast.
Die Mittelklasse ist seit eh und je DIE ideologische Stütze der Klassengesellschaft, an deren oberster Spitze vorwiegend angesehene und verantwortungsbewusste Vermögensträger wie ich stehen.
Geblendet von der Illusion, es auch einmal in die Oberklasse der Leistungsgesellschaft zu schaffen, und auf der anderen Seite mit der Gewissheit, es immerhin bis ins Mittelfeld geschafft zu haben, und voller Angst, eines Tages in die Unterschicht abzugleiten, sind sie für unser eigenes Ueberleben absolut notwendig, das brauche ich Dir ja alles wirklich nicht zu sagen.
Umso empörter bin ich darüber, dass diese Frau Herrmann nun versucht, der Mittelklasse diese Illusionen zu rauben. Das könnte unser ganzes gottgewolltes Gesellschaftsgefüge zum Einsturz bringen. Diese Mittelschichtler könnten dann nämlich auf die Idee kommen, sich mit der Unterschicht, früher auch mal als Lumpenproletariat bezeichnet, zu verbünden, und dann gegen uns im Oberhaus vorgehen.
Ich frage mich wirklich, was diese Herrmann sich dabei gedacht hat..
Der TAZ muss es offenbar richtig schlecht gehen, dass deren Journalisten nun mit aufrührerischem Geschreibe versuchen, mehr Leser für Ihre „Schülerzeitung“ zu finden.
Danke, Danke
Umso dankbarer bin ich, dass Du im Dussmann- Keller die Initiative an Dich gerissen, von diesem Thema abgelenkt und stattdessen den Angriff auf diese fetten, bewegungsarmen und dauerfernsehenden Leute in der Unterschicht gerichtet hast.
Damit hast Du die Diskussion in eine für die Oberschicht rational nachvollziehbare und systemstabilisierende Richtung gelenkt.
Allein dafür gebührt Dir das Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband..
Die Presse und die breitere Oeffentlichkeit sind voll darauf abgefahren, kaum jemand redet noch von diesem Herrmann- Buch, alles dreht sich jetzt um die Frage: Hat Thilo Sarrazin, der Aufrührer, der Aufmischer, hat er recht oder nicht. Das Thema „betrogene“ oder gar „ausgebeutete“ Mittelschicht ist vom Tisch.
Das Wutgeschrei dieser verhinderten Systemveränderer braucht Dich gar nicht zu interessieren, weil, wie wir in einer Blitzumfrage festgestellt haben, immerhin 35% der Bevölkerung Deine Auffassung teilen.
Natürlich sind die Zustimmungswerte nicht ganz so hoch, wie bei der Kopftuch-Kinderproduktionsdebatte, die Du dankenswerterweise angestossen hast.
Immer wieder beeindruckt
Ich bin immer wieder beeindruckt, wie Du es schaffst, heisse Eisen anzupacken und unbequeme Wahrheiten auszusprechen.
Vielleicht solltest Du das bei nächster Gelegenheit zu diesem Thema noch etwas nachlegen, etwa so:
Heute Kopftuch, morgen Burka, übermorgen Sprenggürtel.
Ich habe schon mit meinen Chefredakteuren gesprochen und angeregt, Dir eine tägliche Kolummne in der BILD einzuräumen, wie seinerzeit Hans Zehrer „Hans im BILD“ und später dann Ossi, pardon Wessi Lafontaine.
Die Kolummne könnte z.B. unter dem Titel laufen:
— „Tagebuch eines Aufmischers“ ,
— „Politisches Kaltduschen mit Thilo“,
— „Unterschicht aus der Bundeskrankperspektive“ oder
— „Betrachtungen eines Armutsleugners“
Aber das überlasse ich ganz Dir.
Du könntest dann eine änhnliche, für uns segensreiche, Lafontaine-Spaltpilzrolle in der SPD spielen, was diese einstmalige „Proletenpartei“ weiter schwächen würde.
Sollten die Dir in der Bundesbank Schwierigkeiten wegen Deiner Wahrheitsverbreitung machen, dann informiere mich bitte sofort , damit wir dann das Trommelfeuer unserer Blätter auf diesen Verein richten können.
Sollten die es tatsächlich wagen, Dich rauszuwerfen, dann werde ich sofort einen neuen Vorstandsposten bei uns kreieren, dessen Aufgabenbereich die Völkeraufklärung sein wird.
Dr. Alexander von Paleske — 8.4. 2010 — Reich an Skandalen, knapp an Barem, so lässt sich der Zustand der Hypo-Alpe Adria, der ehemaligen Tochter der Verlustbank Bayern LB umschreiben.
Seid verschwunden, Milliarden – oder: Wie man Geld problemlos entsorgt
Mehr als 3 Milliarden Euro hatte die BayernLB zunächst für diese Skandalbank bezahlt bzw. dann in sie hineingepumpt.
Bereits um mehrere 100 Millionen Euro überbewertet (3,2 Milliarden statt 2,4 Milliarden Euro) war sie nach einem Geheim-Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young, das der BayernLB schon vor Vertragsabschluss im Mai 2007 vorlag, auch noch. wie sich jetzt erst herausstellte.
Schliesslich wurde sie dann für einen symbolischen Euro an den österreichischen Staat „verkauft“.
.
Ein Geldvernichtungsprogramm, das sich sehen lassen kann.
Und es ist erstaunlich, mit welcher Geschwindigkeit immer neue, unerfreuliche Fakten, wie Dreck nach einem Regenguss, angespült werden.
Sag zum Abschied leise: BARES oder: Warum es sich immer lohnt, Banker zu sein
Starten wir also zunächst mit dem Ex-Vorstandsvorsitzenden der Hypo-Skandalpe, Franz Pinkl, der gerade seinen goldenen Handschlag nach nur 10 Monaten im Amt erhielt: Knapp 2 Millionen Euro, cash to carry. Und das bei einem Jahresverlust von 1,6 Milliarden Euro den seine Bank eingefahren hat im fast gleichen Zeiraum seiner Regentschaft.
Bereits bei seiner „Berufung“ zum Vorstandsvorsitzenden durch den BayernLB- Chef Michael Kemmer, hatten wir heftige Kritik an dieser Personalie geübt da Pinkl in die Verlustgeschäfte der austrischen Kommunalkreditbank insoweit involviert war, als er die Aufsicht führte.
Mehr noch: Bei seiner Berufung liefen staatsanwaltschaftliche Ermittlungen wegen Verdachts der Untreue gegen ihn.
Nun kann er wohl mit Freude seinem vorzeitigen Ruhestand entgegensehen. Vielleicht noch ein Beraterjob bei Banken, die sich in den Miesen befinden? Daran gibt es ja zur Zeit keinen Mangel.
Noch ein Grosser Skandalpe Vorsitzender
Weiter geht es nun mit Pinkls Vorgänger im Amt des Hypo-Alpe Vorstands: Dem Investor Tilo Berlin.
Mit diesem Herrn und den Vorgängen bei dem Kauf der Hypo Alpe durch die BayernLB beschäftigen wir uns bereits seit Anfang 2007, als das skandalumwitterte Verkaufs-Geschäft mit der Hypo-Alpe noch gar nicht unterschrieben war.
Immer mehr Unerquickliches wird nun zutage gefördert.
Berlin, zu dessen Kundenkreis nicht nur die Flick-Familie, sondern auch die Familie des austrischen Ex-Finanzministers Karl Heinz Grasser gehörte, wurde zuächst als Zeuge gehandelt , er ist aber mittlerweile längst zum Beschuldigten geworden, denn die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen Verdachts der Beihilfe zur Untreue pp. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Alte Freundschaft rostet nicht?
Nun soll Berlin, der durch seine Geschäfte beim Verkauf der Hypo-Alpe an die BayernLB seinen Investoren schöne Gewinne in der Grössenordnung von 50% bescherte, schon erheblich früher hier tätig geworden sein, als zunächst angenommen.
So soll die Grazer wechselseitige Versicherung (GRAWE) schon ein Jahr vor Abschluss des Schicksals-Vertrages, ihm, Tilo Berlin, Anteile an der Hypo verkauft haben, die dann von der BayernLB, dem späteren Käufer zwischenfinanziert wurden.
Damaliger BayernLB-Vorstand Werner Schmidt und Tilo Berlin kannten sich bestens von gemeinsamen Bankerjahren in der Landesbank Baden-Württemberg
Und bereits im Dezember 2006, und nicht, wie Tilo Berlin und seine Mitstreiter behaupten, erst nach Erwerb und Bezahlung seiner Anteile, also im Frühjahr 2007, waren die Verhandlungen zwischen BayernLB und der Hypo- Alpe bzw. Rechtsaussen Jörg Haider weit fortgeschritten.
Es haftet all dem der Geruch des Insiderhandels an, was wir hier bereits vor drei Jahren an Hand der uns vorliegenden Indizien behauptet hatten.
Und weil der Herr Berlin ein so guter Kümmerer ist, jedenfalls für seine Investoren, vereinbarte er beim Verkauf an die Bayern LB gleich offenbar noch eine Sonderdividende an sie. Und die BayernLB zahlte freudig, nicht nur diese Dividende, sondern auch noch die sogleich fällige Kapitalerhöhung bei der Hypo-Skandalpe in Höhe von 670 Millionen Euro, welche vertragsgemäss von der BayernLB alleine zu stemmen war.
Man konnte fast glauben, die Bayern LB druckte selbst das Geld, so freigiebig und leichtsinnig ging man offenbar damit um.
Es lässt sich der Verdacht nicht von der Hand weisen, hier sollten auf Kosten der BayernLB einige Leute, die oftmals schon reich waren, noch ein bisschen reicher gemacht werden. Motto: „Geld, davon kann man nie genug haben“
Und als Tilo Berlin vom Posten des Vorstandsvorsitzenden bei der Hypo- Alpe schliesslich zurücktrat, da gab es , wie bei Pinkl, auch noch mal einen schönen goldenen Handschlag: 1, 02 Millionen Euro. Schliesslich gehört es sich offenbar in diesen Kreisen nicht, nachtragend zu sein.
Ein Detektiv Guggenbichler
Aber wenn so viel dreckige Wäsche gewaschen wird, dann möchten oftmals einige Personen noch gerne mitwaschen, sei es durch Beisteuern von Waschchpulver, um Beschuldigte reinzuwaschen, oder durch Nachliefern von dreckiger Wäsche.
Genau letzteres tat der Detektiv Guggenbichler.
Guggenbichlers Auftrag, er war vom damaligen Vorstand Wolfgang Kulterer angeheuert worden, bestand darin, Hypo- Alpe Mitarbeiter auszuschnüffeln um angebliche Geldlecks dann abdichten zu können.
Kulterer jedoch, mittlerweile wegen Bilanzfälschung rechtskräftig verurteilt, wollte Guggenbichler nach getaner Arbeit nicht den angeblich vereinbarten Schnüffel- Lohn von schlappen 250.000 Euro bezahlen.
Schon aus Grimms Märchen hätte Kulterer wissen müssen, dass so etwas nicht gutgehen kann.
Noch dazu war mit Guggenbichler, der auch schon einmal die Pistole an den Kopf eines säumigen Schuldners gehalten hatte, nun wirklich nicht zu spassen.
Der packte aus Rache aus. Und zwar substantiiert , da er alle Gespräche mit Kulterer auf Tonträger, ohne dessen Wissen allerdings, festgehalten hatte. Anders, als in der Offentlichkeit verbreitet, hatte man den Plan, mit der Hypo Alpe den „Gang an die Börse“ anzutreten, bereits Mitte 2006 offenbar fallengelassen. Das war vermutlich der Beginn der Schicksals-Verhandlungen mit der Bayern LB.
Jörg Haider und der runde Fussball
Aber es geht munter weiter. Der mittlerweile verstorbene Eventpolitiker und Rechtsaussen Haider wollte ein Fussballstadium in Klagenfurt , ein richtig grosses. Ein kräftiger Geldzuschuss kam angeblich von der BayernLB und sollte sozusagen ein Dankeschön für das Ueberlassen des Kuckuckseies Hypo Alpe sein.
Die Montenegro-Connection
Und auch ein anderer hochprofitabler Geschäftszweig wurde angeblich nicht vernachlässigt: Das Drogengeschäft.
Saric , geschätztes Jahreseinkommen 1 Milliarde Euro, ist zur Zeit nicht zu sprechen, da er sich auf der Flucht befindet, wie die dortige Zeitung Monitor berichtet.
Passendes Motto der Hypo-Alpe dort wäre doch: „Geld kokst bzw. stinkt nicht“ – Pecunia non olet.
Ein Super-Kreditportfolio
Nicht nur „Skandale Galore“ sondern auch bisher angelaufene hochgradige Problemkredite in Höhe von 7,3 Milliarden Euro.
Der Gesamtanteil aller von der Hypo-Skandalpe vergebenen Problemkredite inklusive der hochgradigen liegt bei 17%. Im austrischen Bankendurchschnitt sind es nur 3-5%.
Fazit
Eine wahrlich grossartige Erfolgsbilanz, welche die goldenen Abschiedsgeschenke an die diversen Vorstände nur allzu sehr rechtfertigt.
An Israeli journalist has been under secret house arrest since December on charges that she leaked highly sensitive, classified military documents that suggest the Israeli military breached a court order on assassinations in the occupied West Bank.
Anat Kam, 23, goes on trial in two weeks on treason and espionage charges and could face up to 14 years in jail. A court-imposed gagging order, proposed by the state and more recently by the defence, is preventing media coverage of the arrest and charges in Israel.
Kam is reportedly accused of copying military documents while she was a soldier on national service and then passing them to an Israeli newspaper, Haaretz. Kam denies the charges. Her lawyers declined to respond to repeated requests for comment.
A Haaretz journalist, Uri Blau, who has written several stories critical of the Israeli military and who has been linked in internet reports to the case, has left Israel and is now in London, apparently for fear he will be targeted for his reporting. Haaretz and Channel 10, an Israeli television station, will challenge the media gagging order at a hearing on 12 April, two days before Kam’s trial is due to start at the Tel Aviv district court.
[snip]
Attention has focused on an investigation Haaretz published on the Israeli military’s assassination policy in November 2008, written by Uri Blau and headlined „Licence to Kill“. He reported that the military, the Israel Defence Force, had been carrying out assassinations of Palestinian militants in the West Bank in contravention of an Israeli high court ruling, which said efforts should be made first to arrest suspected militants rather than assassinating them.
URGENT ACTION ALERT
Indefinite and secret detention of a journalist is not something that happens in a democracy. I urge you to contact the State Department and demand the US get involved in brokering Kam’s freedom:
Larisa Alexandrovna is a journalist, essayist, and poet. She has served as the Managing Editor of Investigative News of Raw Story and contributes opinion and columns to online publications such as Alternet. She is also an American blogger, for the Huffington Post and for her own journalism blog, at-Largely. Alexandrovna has had her work referenced in Rolling Stone, Vanity Fair, and Newsweek among others.
collateralmurder 00:03 Ok, ich habs.
00:05 Letzte Unterhaltung Hotel Zwei-Sechs.
00:09 Verstanden Hotel Zwei-Sechs [Apache Helikopter 1], [hier spricht] Viktor Charlie Alpha. Willst Du Dein Hotel Zwei-Zwei L …
00:14 Ich habe ein schwarzes Fahrzeug im Ziel. Es kommt im Norden der Moschee an.
00:17 Ja, das fände ich gut. „Over“.
00:21 Faehrt suedlich an der Moschee vorbei. Diese Strasse runter.
00:27 Okay, wir haben ein Ziel Fuenfzehn auf dem Weg zu Dir. Es ist ein Mann mit einer Waffe.
00:32 „Roger“ [Verstanden].
00:39 Dort ist ein …
00:42 Da sind vier oder fuenf ..
00:44 Bushmaster Sechs [Bodenkontrolle] „Copy“ [Verstanden] Eins-Sechs.
00:48 … diese Lokation und da sind noch andere die dazu kommen und einer von ihnen traegt eine Waffe
00:52 „Roger“, Ziel Fuenfzehn erfasst.
00:55 Ok.
00:57 Siehst du die ganzen Menschen da unten rumstehen?
01:06 Bleib unveraendert. Und oeffne den Innenhof.
01:09 Ja, „Roger“. Ich schaetze da sind ca zwanzig von ihnen.
01:13 Da ist einer, ja.
01:15 Oh ja.
01:18 I weiss nicht ob das eine …
01:19 Hey Bushmaster-Element [Bodentruppen Kontrolle], „Copy“ Eins-Sechs.
01:21 Das ist eine Waffe.
01:22 Ja.
01:23 Hotel Zwei-Sechs; Crazy Horse Eins-Acht [Zweiter Apache Helikopter].
01:29 „Copy“ Eins-Sechs. Bushmaster Sechs-Romeo. „Roger“.
01:32 Verdammter Scheisskerl.
01:33 Hotel Zwei-Sechs, hier ist Crazyhorse Eins-Acht [Kommunikation zwischen Heli 1 und Heli 2]. Sehe Personen mit Waffen.
01:41 Ja. Der hat auch eine Waffe.
01:43 Hotel Zwei-Sechs; Crazy Horse Eins-Acht. Habe fuenf oder sechs Individuen mit AK47s [automatische Gewehre]. Erbitte Erlaubnis zum Angriff.
01:51 „Roger“ dafür. Uh, wir haben keine Leute oestlich von unserer Position. Dir steht frei anzugreifen. „Over“.
02:00 Alles klar, wir greifen an.
02:02 „Roger“. Schiess los.
02:03 Ich werde … I kann sie jetzt nicht kriegen weil sie hinter dem Gebaeude sind.
02:09 Um, hey Bushmaster-Element…
02:10 Ist das eine RPG [Panzerabwehrrakete]?
02:11 Alles klar, wir haben einen Mann mit einer RPG.
02:13 Ich werde schiessen.
02:14 Okay.
02:15 Nein, warte. Lasst uns rumfliegen. Hinter Gebaueden im Moment aus unserer Sicht … Okay, wir kommen rum.
02:19 Hotel Zwei-Sechs; habe Sichtkontakt zu einem Individuum mit RPG. Mache mich bereit zum feuern. Wir werden nicht ..
02:23 Ja, wir hatten einen Mann, der geschossen hat und jetzt ist er hinter dem Gebaeude.
02:26 Gott verdammt.
02:28 Uh, negativ, er war, uh, direkt vor dem Brad [Bradley Gefechtsfahrzeug; ein gepanzertes Truppenfahrzeug, das wie ein Panzer aussieht]. Uh, etwa da, auf „ein Uhr“. [Himmelsrichtung]
02:34 Habe seitdem nichts mehr gesehen.
02:36 Ich mach nur Spass, wenn Ihr sie einmal reinkriegt [in das Ziel], macht sie einfach auf …
02:38 Alles klar.
02:40 Ich sehe dein Element, uh, die haben etwa 4 Hummer [gepanzerte PKW] uh, da draussen …
02:43 Du bist „Clear“ [Feuer frei].
02:44 Alles klar, schiesse.
02:47 Sag Bescheid wenn du sie erwischt hast.
02:49 Lasst uns schiessen.
02:50 Fackel sie alle ab.
02:52 Komm schon, schiess!
02:57 Weiterschiessen, weiterschiessen.
02:59 Weiterschiessen.
03:02 Weiterschiessen.
03:05 Hotel.. Bushmaster Zwei-Sechs, Bushmaster Zwei-Sechs, wir muessen uns bewegen, es ist Zeit.
03:10 Alles klar, wir haben gerade auf alle 8 Individuen geschossen.
03:12 Ja, wir sehen zwei Voegel [Helikopter] und wir schiessen immer noch [nicht].
03:14 „Roger“.
03:15 Ich hab sie.
03:16 Zwei-Sechs, hier spricht Zwei-Sechs, wir sind mobil.
03:19 Oops, entschuldigung, was war los?
03:20 Gott verdammt, Kyle.
03:23 Alles klar, hahaha, ich hab sie erwischt …
03:28 Uh, du bist „Clear“.
03:30 Alles klar, ich versuche nur weitere Ziele zu finden.
03:38 Bushmaster Sechs, hier spricht Bushmaster Zwei-Sechs.
03:40 Hab da einen Haufen Leichen liegen.
03:42 Alles klar, wir haben etwa, uh, acht Individuen.
03:46 Ja, wir haben einen Typen rumkriechen da unten, aber, äh, weisst du, wir haben defintiv was.
03:51 Wir schiessen noch ein bisschen weiter.
03:52 „Roger“.
03:56 Hey, Du schiesst, ich werde reden.
03:57 Hotel Zwei-Sechs; Crazyhorse Eins-Acht.
04:01 Crazyhorse Eins-Acht; hier spricht Hotel Zwei-Sechs. „Over“.
04:03 „Roger“. Zur Zeit ca. 8 Individuen unter Feuer, äh, KIA [Killed in Action / getötet im Gefecht], äh RPGs (Panzerabwehrgranaten] und AK-47s [automatische Gewehre].
04:12 Hotel Zwei-Sechs, Du musst Dich zu dieser Stelle begeben wenn Crazyhorse fertig ist und Bilder machen. „Over“.
04:24 Feldwebel Zwanzig ist die Lokation.
04:28 Hotel Zwei-Sechs; Crazyhorse Eins-Acht.
04:31 Oh ja, schau Dir diese toten Bastarde an.
04:36 Hübsch.
04:37 Zwei-Sechs; Crazyhorse Eins-Acht.
04:44 Hübsch.
04:47 Guter Schuss.
04:48 Danke.
04:53 Hotel Zwei-Sechs.
04:55 Hotel Zwei-Sechs; Crazyhorse Eins-Acht.
05:03 Crazyhorse Eins-Acht; Bushmaster Sieben. Mach weiter.
05:06 Bushmaster Sieben; Crazyhorse Eins-Acht. Äh, Koordinaten der Leichen, Mike-Bravo Fuenf-Vier-Fuenf-Acht Acht-Sechs-Eins-Sieben [militaerische Rasterangabe].
05:15 Hey, gut ..
05:17 Fuenf-Vier-Fuenf-Acht Acht-Sechs-Eins-Sieben [militaerische Rasterangabe]. „Over“.
05:21 Hier spricht Crazyhorse Eins-Acht, „thats a good „Copy““ [kann genau bestaetigen]. Sie sind auf einer Strasse vor einem offenen, hm, Innenhof mit ein paar blauen Trucks, ein paar Fahrzeugen im Innenhof.
05:30 Da unten bewegt sich noch einer, aber er ist, äh, verwundet.
05:35 Alles klar, wir sagen ihnen Bescheid, damit sie sich beeilen koennen und hierher kommen.
05:40 Eins-Acht, wir haben außedem ein Idividuum, äh, sieht verwundet aus, versucht wegzukriechen.
05:49 „Roger“, wir werden uns darunter begeben.
05:51 „Roger“, wir stellen das Feuer ein.
05:54 Ja, wir werden nicht mehr schiessen.
06:01 Er steht auf.
06:02 Vielleicht hat er eine Waffe in seiner Hand?
06:04 Nein, ich habe noch keine gesehen.
06:07 Ich sehe, ihr habt den Typen da, der auf dem Rinnstein kriecht.
06:08 Ja, ich hab ihn. Ich habe zwei Schuss [30mm Geschützkugeln] in seine Naehe gesetzt, und ihr habt auch dahin geschossen, also, äh, wir werden sehen.
06:14 Ja, „Roger“ dafür.
06:16 Bushmaster Sechsunddreissig-Element; hier ist Hotel Zwei-Sieben, „Over“.
06:21 Hotel Zwei-Sieben; Bushmaster Sieben Legt los.
06:24 „Roger“, will nur sicherstellen das ihr mein Gebiet habt. „Over“.
06:31 „Roger“, wir haben dein Gebiet.
06:33 Komm schon, Kumpel.
06:38 Alles was du tun musst, ist eine Waffe aufheben.
06:44 Crazyhorse hier spricht Bushmaster Fuenf, Bushmaster Vier „break“. Wir sind direkt unter Dir, guter Moment jetzt, Du kannst uns rüber zu der Stelle führen. „Over“.
06:54 Hier ist Zwei-Sechs. „Roger“. Ich werde Leuchtsignale absetzen. Wir haben auch ein Indiviuum, das sich bewegt. Wir suchen nach Waffen. Wenn wir eine Waffe entdecken, werden wir schiessen.
07:07 Ja Bushmaster, Wir sehen einen Transporter rankommen und die Leichen einsammeln.
07:14 Wo ist der Transporter?
07:15 Genau da unten bei den Leichen.
07:16 Ok, ja.
07:18 Bushmaster; Crazyhorse. Wir sehen Individuen, die sich der Szene naehern, sieht aus wie möglicherweise zum Leichen und Waffen einsammeln.
07:25 Lasst mich eingreifen.
07:28 Kann ich schiessen?
07:31 „Roger“. „Break“. Äh, Crazyhorse Eins-Acht erbittet Erlaubnis zu feuern.
07:36 Sammeln sie die Verwundeten ein?
07:38 Ja, wir versuchen eine Erlaubnis zum Feuern zu bekommen.
07:41 Kommt schon, lasst uns schiessen!
07:44 Bushmaster; Crazyhorse Eins-Acht.
07:49 Sie nehmen ihn mit.
07:51 Bushmaster; Crazyhorse Eins-Acht.
07:56 Hier spricht Bushmaster Sieben, legt los.
07:59 „Roger“. Wir haben ein schwarzes SUV, äh einen Bongo Truck [Transporter] der die Leichen einsammelt. Erbitte Erlaubnis zu schießen.
08:02 Scheisse.
08:06 Hier spricht Bushmaster Sieben, „Roger“. Hier spricht Bushmaster Sieben, „Roger“. Schießt.
08:12 Eins-Acht, Feuer.
08:12 „Clear“.
08:13 Komm schon!
08:17 „Clear“.
08:20 „Clear“.
08:21 Wir feuern.
08:26 Wir kommen rum. „Clear“.
08:27 „Roger“. Versuchen zu uh…
08:32 „Clear“.
08:35 Ich hoere sie ko.. Ich habe sie im Staub verloren.
08:36 Ich hab sie.
08:41 Bin am feuern.
08:42 Hier spricht Bushmaster Vierzig, habt ihr ein BDA [Battle Damage Assessment – Schadensschaetzung] fuer den Truck? „Over“.
08:44 Ihr seid „Clear“.
08:47 Hier spricht Crazyhorse. Stand by.
08:47 Ich kann nicht schiessen, warum auch immer.
08:49 Mach weiter.
08:50 Ich glaube der Van ist fahruntüchtig.
08:53 mach weiter und schieß drauf.
08:54 Ich habe ein Azimuth Limit, warum auch immer [Schuetze hat Ziel nicht mehr im Visier]
09:00 Geh nach links.
09:03 „Clear“ links.
09:15 Alles klar, Bushmaster Crazyhorse Eins-Acht.
09:20 Ein Fahrzeug sieht ausgeschaltet aus.
09:22 Es waren ungefaehr vier oder fuenf Individuen im Fahrzeug, die Leichen bargen.
09:28 Dein Führungs-Bradley sollte die naechste rechts nehmen.
09:31 Das heisst nach Osten die Strasse runter fahren.
09:34 Kein weiteres Schiessen.
09:38 Crazyhorse; hier spricht Bushmaster Vier. Wir bewegen ein „abgesetztes Element“ [Fusstruppen] geradewegs suedlich durch die Bradleys [Panzer].
09:44 Ich habe euer Elem- äh, Bradley Element, nach Süden abbiegend die Strasse runter wo das Gefecht war.
09:53 Letzte Meldung zu „station’s“, äh Bradley-Element, bitte wiederholen.
09:56 „Roger“, hier spricht Crazyhorse.
09:58 Euer fuehrender Bradley ist gerade nach Sueden auf die Strasse abgebogen, wo das ganze Gefecht stattfand.
10:03 Sollte ein Transporter in der Mitte der Strasse sein, mit etwa 12 bis 15 Leichen
10:11 Oh ja, schaut euch das an. Genau durch die Windschutzscheibe!
10:14 Ha ha!
10:16 Alles klar. Da waren etwa vier bis fuenf Individuen in diesem Fahrzeug, ich zaehle also ca. zwoelf bis fuenfzehn.
10:24 Ich wuerde sagen, das ist eine ziemlich genaue Schaetzung soweit.
10:27 „Roger“ dazu.
10:29 Ich möchte eine Anweisung Sechs, Bushmaster Sechs steigen gerade wieder ein.
10:35 Okay, „Roger“. Hey, wir können nicht in diese Strasse einbiegen, wo, äh, wo Crazyhorse geschossen hat.
10:43 So, äh, ich weiss nicht ob ihr wollt das wir das machen oder ob wir warten sollen. „Over“.
10:46 Wieso koennen sie nicht dort runtergehen?
10:56 Ich glaube wir haben sie alle umgelegt.
10:58 Das stimmt, gut so.
10:59 Hier spricht Hotel Zwei-Sechs.
11:03 Hey, Du hast meine abgesetzten Elemente [Truppen] genau dort drueben zu Deiner Linken.
11:06 „Roger“, I sehe sie.
11:11 Hey, ja, „Roger“, ich weise dich darauf hin, dass da ein paar Typen mit AK’s hinter dem Dreckhaufen da rauskamen.
11:19 Wir haben auch ein paar RPG’s erfasst, äh, vorhin, also, äh, stell sicher das Deine Männer die Augen offen halten.
11:26 „Roger“.
11:27 Und, äh, Bushmaster, dort vorn sind, äh, Hotel Zwei-Sechs; Crazyhorse Eins-Acht.
11:33 Crazyhorse Eins-Acht; hier spricht Hotel Zwei-Sechs.
11:35 Ja, Zwei-Sechs; Crazyhorse Eins-Acht.
11:37 Äh, an der Stelle habe ich ca. zwölf bis fünfzehn Leichen.
11:42 Äh, woher bekommen wir Feuer?
11:48 Zurzeit werden wir nicht beschossen, äh, aber genau südlich von der Stelle, „break“
11:55 Du müßtest „abgesetzte Elemente“ mit Hummern [Panzerwagen] sich Richtung Osten bewegen sehen, „Over“
12:01 Hier spricht Crazyhorse Eins-Acht; wir sehen die Truppen.
12:05 Bushmaster Drei-Sechs.
12:07 Ich werde etwas tiefer gehen.
12:09 Alles klar.
12:10 Ich werde etwas tiefer gehen und einen schnellen Blick darauf werfen.
12:13 „Roger“ dazu.
12:14 Sechs, hier spricht Vier. Wir bewegen uns zu der Stelle, wo Crazyhorse schoss.
12:26 Bushmaster Sechs; Hier spricht Hotel Zwei-Sechs.
12:28 Erbitte Erlaubnis nach Süden zum ursprünglichen Gefechtsplatz zu gehen, so dass, wenn Ihr sie Richtung Süden scheucht, wir da sein werden, um, äh, einzugreifen.
12:39 Hey, hier spricht Bushmaster Sieben; wir kommen hoch zu B…, am Arsch-Ende der Brads [Panzer].
12:54 Hey, äh, Bushmaster Element; hier spricht Copperhead Eins-Sechs. „break“
13:00 Wir bewegen uns in der Nachbarschaft des Gefechtsgebietes und es sieht aus als wäre da eine leichte Bewegung vom, äh, von dem Fahrzeug, das beschossen wurde.
13:06 Sieht aus wie ein Kind. „Over“
13:11 Hier spricht Bushmaster Sieben, „Roger“. Äh, wir sind ca. hundert Meter hinter dir.
13:16 Siehst du den großen Haufen, zur Rechten?
13:18 „Roger“, wirst du dorthin fahren? Willst du, dass ich Zeug wegschiebe damit Du freie Fahrt hast?
13:21 Rechts an der Ecke?
13:22 Was ist das?
13:23 Siehst du den großen Haufen Leichen, rechts, an der Ecke?
13:24 Yeah, genau hier.
13:25 Wir haben abgesetzte Infanterie und Fahrzeuge, „Over“.
13:30 Noch mal, „Roger“.
13:31 Und „Clear“
13:48 Da ist der Bradley, gerade da drüben.
13:51 Ich seh ihn.
14:00 Hotel Zwei-Sechs, Bist du, äh, bei dieser Koordinate? „Over“
14:05 Yeah, ich wollte Dich vermeiden, also hast du nicht gerade diesen einen Typen da gekriegt um sie alle zu vergraulen? Das hat ziemlich gut funktioniert.
14:11 Ich wollte nicht, dass diese Arschlöcher wegrennen und sich verteilen.
14:12 Ja.
14:15 Bushmaster Sechs: Hotel Zwei-Sech. „Roger“. We haben uns zusammengeschlossen mit unseren zwei Truppenteilen, sie sind alle in unsere Transporter eingestiegen. „break“.
14:23 Wir haben uns nach Süden bewegt, so dass wir, äh, möglicherweise Personen aufhalten können, die nach Süden fliehen. Wir sind also nähe fünfte Strasse.
14:30 Und, äh, bitte sperre Gadins [Strasse], „Over“
14:37 Bring die Tracks rein, riegele das Gebiet ab.
14:39 Können wir den Bradley vorwärts bewegen, so dass wir Transporter reinbringen und das Gebiet absperren können
14:44 Wenn die Bradleys die südliche Absperrung nehmen können, würde das eine Menge helfen.
14:53 Bushmaster oder Element. Welches Element forderte Crazyhorse an, um die Acht- ähem – Acht Personen Gruppe auf dem Dach zu beschießen?
15:02 Bushmaster Sechs; hier spricht Hotel Zwei-Sechs. Äh, Ich glaube, das war ich.
15:07 Sie, äh, hatten AK47 und waren östlich von uns, von wo wir aus Handfeuerwaffen beschossen wurden. „Over“.
15:20 Hotel Crazyhorse Eins-Acht.
15:26 Crazyhorse Eins-Acht; hier spricht Hotel Zwei-Sechs.
15:28 Ja, Zwei-Sechs. Eins-Acht, Ich wollte nur auch noch sicher stellen, dass Du weisst, dass wir einen Typen da hatten, der mit einer RPG [Panzerabwehrgranate] um die Ecke auftauchte und sich fertig machte, auf Deine Lokation zu schießen.
15:36 Deshalb haben wir, äh, Erlaubnis zum feuern angefordert.
15:40 Ok, „Roger“ dafür. Tango-Mike.
15:46 Hotel Zwei-Sechs; hast du mich verstanden? „Over“
15:51 Ich habe das letzte nicht verstanden, du warst unterbrochen [stepped on]. Bitte wiederholen.
16:00 Sie haben das Gebäude abgesperrt, wo die Hubschrauber die Menschen drauf getötet haben.
16:04 Geht nirgendwo anders hin, wir müssen das Gebäude absperren, so dass wir auf das Dach gehen können und mit einer kleinen Einheit das Gebäude besetzen können. „Over“.
16:13 Hotel Zwei-Sechs; Crazyhorse Eins-Acht.
16:16 Hier spricht Hotel Zwei-Sechs.
16:19 Hej, wer immer über Dächer gesprochen hat sollte wissen, dass alle Personen, die wir beschossen haben, auf Strassenlevel waren. Ich wiederhole, auf Strassenlevel.
16:27 „Roger“, ich wiederhole Strassenlevel. „Over“.
16:30 Eins-Acht, „Roger“.
16:33 Kann ich die Koordinaten dafür noch einmal bekommen, bitte?
16:36 Ziel zwanzig.
16:36 „Roger“.
16:40 Willst du, dass ich übernehmen, mit Ihnen zu sprechen?
16:42 Okay.
16:46 Sieben-Sechs Romeo, „Over“.
16:49 „Roger“, Verstanden, ich habe hier, äh, elf irakische KIAs [Getoetet im Gefecht]. Ein kleines verwundetes Kind. „Over“.
16:57 „Roger“. Verdammt. Ach naja.
17:04 „Roger“, wir muessen, wir muessen, äh, dieses Kind evakuieren. Ah, sie hat eine, äh, sie wurde am Bauch verwundet.
17:10 Ich kann hier gar nichts machen. Sie muss evakuiert werden. „Over“.
17:18 Bushmaster Sieben, Bushmaster Sieben; hier spricht Bushmaster Sechs Romeo.
17:20 Wir brauchen eure Lokation. „Over“.
17:25 „Roger“, wir sind in der Lokation wo Crazyhorse auf das RPG Feuer [Panzerabwehrgranate] geschossen hat.
17:37 Koordinaten Fünf-Vier-Fünf-Acht.
17:46 Gut, es ist ihre Schuld das sie ihre Kinder mit in den Kampf bringen.
17:48 Das stimt.
17:56 Ich hab, äh, elf.
18:01 Ja, „Roger“. Wir observieren.
18:02 Entschuldigung.
18:04 Kein Problem.
18:07 Korrektur: Acht-Sechs-Eins-Sechs.
18:16 Wir schauen nach mehr Individuen im Sueden.
18:18 Bushmaster Sechs-Bushmaster Sieben.
18:29 Ich glaube, die sind gerade ueber eine Leiche gefahren.
18:31 Hey hey!
18:32 Yeah!
18:37 Vielleicht war es eine optische Taeuschung, aber es sah so aus.
18:41 Naja, die sind tot, von daher.
18:44 Bushmaster Sechs; Hotel Zwei-Sechs. Ende
18:56 Sechs; hier spricht vier. Ich habe hier ein Indiviuum, das aussieht als haette es eine Panzergranate unter sich liegen. „break“.
19:05 Wahrscheinlich wollte …
19:10 Schaut euch das an.
19:12 Bushmaster Sechs; Hotel Zwei-Sechs, „Over“.
19:29 Bushmaster Sechs; Romeo Hotel Zwei-Sechs, „Over“.
19:44 Bushmaster Sechs; Hotel Zwei-Sechs, „Over“.
19:56 Hotel Zwei-Sechs; Bushmaster Sieben zusammen mit Sechs.
20:08 Hotel Zwei-Sechs; Bushmaster Sieben.
20:10 Bushmaster Sieben; Hotel Zwei-Sechs, „Over“.
20:14 „Roger“, wir haben ein kleines Maedchen, das evakuiert werden muss. Wie ist eure Lokation? „Over“.
20:22 Auf der Gadins, ich bin ganz unten im Sueden. Also ich bin Gadins und Fuenfte Strasse.
20:28 Ich wiederhole: Gadins und Fuenfte Strasse, „Over“.
20:40 Bushmaster Sieben; Hotel Zwei-Sechs. Sollen wir zu eurer Lokation vorstossen?
20:55 Hey, äh, ich brauche die Brads [Panzer] für schnelle Hilfe [RADS/Rapid area distribution support). Habe ein verwundetes kleines Maedchen. Wir muessen sie wegbringen.
21:04 Bushmaster Sieben; Hotel Zwei-Sechs. Sollen wir zu eurer Lokation rüberkommen?
21:30 Bushmaster Sechs; Hotel Zwei-Sechs. „Over“.
21:34 Hotel Zwei-Sechs; hier spricht Bushmaster Sieben. „Roger“, kommt zu unserer Lokation.
21:39 Okay, „Roger“, wir kommen noerdlich die Gadins hoch und werden dann nach Osten zu eurer Lokation vorstossen.
22:06 Bushmaster Elemente bitte beachten wir haben befreundete Kräfte aus dem Sueden zu eurer Lokation kommend. „Over“.
22:13 Alles klar, wir haben sie aus dem Sueden kommend.
22:35 Bushmaster-Elemente, bitte beachten wir kommen hoch, aus dem Osten.
23:49 Hey Eins-Zwei; folgt mir. Ich werde versuchen so schnell wie möglich hier raus zu kommen.
24:10 Bei euch Jungs dahinten alles klar?
24:13 Ja, wir sind bei euch.
24:35 Ganze Menge Leute hier unten.
24:37 Oh ja.
24:37 Kamen aus dem Unterholz.
24:38 Dies ist Operation, ah, Operation Secure (Sicher).
25:16 Yeah wir haben 50 Schuss Munition uebrig.
25:17 Japp.
25:19 Zwei-Sechs; Sechs Romeo; „Over“.
25:21 Zwei-Sechs; Romeo; „Over“.
25:23 Hey „Roger“, wie ist eure aktuelle Lokation? „Over“.
25:47 Sechs; sprich, hier ist Romeo.
25:50 Drei-Sechs Romeo; Sechs Romeo; „Over“.
25:52 „Roger“, zur Sechs, wenn er wieder dran ist.
25:56 Hab ihn verloren.
26:00 Was hat er fuer uns?
26:01 Warte.
26:06 Hotel Zwei-Sechs; Crazyhorse Eins-Acht.
26:21 Hey, hast Du schon Aktivitaet zu diesem Ziel gesichtet? „Over“
26:25 Sprich mit Charlie, „Roger“.
26:32 Hotel Zwei-Sechs; Crazyhorse Eins-Acht.
26:55 Bushmaster Sechs; Crazyhorse Eins-Acht.
26:59 „Roger“, bei euch bewegt sich was; „Over“.
27:02 „Roger“. äh, wollte nur wissen, ob Du noch etwas anderes hast, das wir anfahren sollen.
27:08 Yeah „Roger“ bleibt dabei, äh, fürs erste. „Over“.
27:11 Sechs ruft Sechs Romeo. Kannst Du Batallion Bescheid geben, dass zwei zivile verwundete Kinder im Bradley auf dem Weg zur Basisstation sind? „Over“.
27:26 Sechs ruft Sechs Romeo.
27:29 Bushmaster Sechs Copper White Sechs.
27:32 Copperhead White Sechs; hier spricht Bushmaster Sechs Romeo, „Over“.
27:36 Verstanden, dies ist eine Absage der Evakuierung der zwei, ah, zivilen, ah, Kinder zu, ah, wir werden die irakische Polizei einbinden. Sie können uns da rüber bringen. „break“. Die irakische Polizei wird sie in ein örtliches Krankenhaus bringen. „Over“.
27:50 „Copy“, „Over“.
27:54 Eins-Sechs, oh.
28:08 … wo sie alle hingehen.
28:10 Bitte wiederholen?
28:12 Wo alle diese Infanteristen hingehen?
28:18 Sie gehen in dieses Haus – sorry.
29:29 Drei Sechs, Drei Sechs; Bushmaster Sechs Romeo; „Over“.
29:37 Sechs Romeo, Sechs Romeo.
29:39 „Roger“, Bushmaster Sieben will einen „up on all personnel“ in Deinem Battalion, „Over“.
29:44 „Roger“
30:08 …Freunde [US troops] auf dem Dach.
30:10 Crazyhorse Eins-Acht; hier spricht Bushmaster Vier; „Over“.
30:12 Bushmaster Vier; hier spricht Crazyhorse Eins-Acht.
30:15 „Roger“, Ich kann, äh, Handfeuerwaffen aus Deinem Gefechtsgebiet hören, auf zwei null null null, äh, ca. dreihundert Meter von diesem Ziel, „Over“
30:27 Crazyhorse; ich habe verstanden Handfeuerwaffen auf zwei null null null Grad in ca. 200 Meter.
30:39 Genau Richtung Südwest.
30:41 Yep.
30:49 Genau dort, wo wir geschossen haben.
30:51 Ja, einer von denen mit der Panzerabwehrgranate oder was auch immer.
30:55 Er hatte eine Waffe, hatte ein RK–AK47.
30:58 Hotel Zwei-Sechs;Crazyhorse Eins-Acht.
31:02 Werde ihn verlieren.
31:03 Crazyhorse Eins-Acht dies ist Hotel Zwei-Sechs; „Over“.
31:08 „Roger“, hab ein weiteres Individuum mit einer Waffe.
31:10 Verdammt, die sind im selben Gebaeude.
31:12 Hey, „Roger“ dazu, stell nur sicher, dass, äh, Du von Westen nach Osten schiesst; „Over“.
31:16 Ging gerade ins Gebaeude.
31:18 Crazyhorse Drei und Vier werden unterwegs sein.
31:21 Das Individuum ging in das Gebäude, vorher außerhalb des Planquadrats. So, dann sind mindestens sechs Individuen mit Waffen in diesem Gebäude.
31:30 Wir koennen eine Rakete reinjagen.
31:31 Wenn ihr Lust habt könnte, äh, Crazyhorse Eins-Acht eine Rakete in das Gebaeude jagen.
31:46 Es ist ein dreieckiges Gebaeude. Scheint verlassen zu sein.
31:51 Ja, sieht aus als sei es im Bau, verlassen.
31:52 Scheint verlassen, im Bau.
31:56 Äh, wie ich gesagt habe, sechs Individuen aus unserem frueheren Gefecht sind dort hineingegangen.
32:01 Crazyhorse Eins-Acht; hier spricht Bushmaster Sechs Romeo. Wenn ihr die Individuen mit Waffen in diesem Gebaeude positiv identifiziert habt [Positively IDentified], macht weiter und beschiesst das Gebaeude. „Over“.
32:08 Crazyhorse One-Eight; wir werden von Norden nach Sueden kommen und mit Hellfires [Raketen] feuern.
32:13 Alles klar, ich mache das manuell.
32:17 Alles klar, wir haben Erlaubnis das Feuer zu eroeffnen…
32:18 Hier spricht Bushmaster Sechs Romeo. Crazyhorse Eins-Acht wird von Norden nach Sueden mit Hellfire Raketen feuern. „Over“
32:24 Hier spricht Hotel Zwei-Sechs. „Roger“.
32:26 Alles klar. Bist du bereit?
32:27 Nein, ich versuche rüber zu dem Ziel zu kommen. Suche das verdammte …
32:33 Hier spricht Bushmaster Sechs. Wurde diese Panzerabwehrgranate schon abgefeuert oder ist sie noch scharf? „Over“
32:38 Sieht scharf aus für mich.
32:40 Lass mich wissen, wenn Du schiessen wirst.
32:44 Okay, ich habe gerade einen verdammten Blackout, wo ist der manuelle Vorschub?
32:48 Du hast einen bei der Kupplung, links unten an Deiner linken Tür.
32:54 „Roger“, lass mich in Bereitschaft sein.
32:57 Verstanden?
32:59 Nein.
33:03 Alles klar.
33:09 Lass mich nur schnell ein Kilo [Hellfire Rakete] da rein tun.
33:12 Ok.
33:15 Verstanden?
33:21 Ein Kilo reinmachen?
33:22 Alles klar, lass mich zurück kommen.
33:26 Ich komme nochmal rum, nimm etwas mehr Abstand.
33:27 „Roger“ dafür, Du bist frei.
33:33 Da sind mehr Individuen da drin.
33:36 Willst Du von Nord nach Süd oder von West nach Ost schießen? Ich möchte keinen Schusswechsel mit Freunden [US Truppen] dort, weißt du.
33:41 Ja, machs von Nord nach Süd.
33:53 Okay, komme rum, okay.
33:56 Ich mach grad ein oder zwei rein, wenn sie noch mehr wollen.
34:09 Okay.
34:12 Hab die Rakete gefunden.
34:15 „Roger“, ich bringe dich da direkt rein.
34:16 Du hast Freigabe.
34:17 Ich schiesse.
34:26 Ziel getroffen.
34:28 Das war eine Rakete.
34:29 Links.
34:32 Du hast feuerfrei. Ich bin ueber Dir.
34:36 Crazyhorse Eins-Acht; War diese Explosion ein Schuss von Euch? „Over“
34:38 Crazyhorse Eins-Acht, „Roger“. Beschießen Gebäude mit einer Hellfire.
34:46 Lass uns rum fliegen und wir vertreiben den Rauch. Wir werden eine mehr abfeuern.
34:50 Hey, äh, wir werden warten bis sich der Rauch verzogen hat.
34:52 Ja Crazyhorse Eins-acht jetzt. Wir werden noch eine Rakete in das Gebäude schießen.
34:57 Ja, ist sie, äh, ins Gebäude gegangen? Ich sehe die Wand ist total weggeschossen.
34:59 Ja, sie ging rein.
35:01 Bushmaster Sechs-Romeo; hier spricht Hotel Zwei-Sechs. Ja, „Roger“, das war Crazyhorse der mit einer Hellfire geschossen hat.“Over“.
35:10 Ja, „Roger“, Ich hab ein Ziel, wenn du willst.
35:12 Schieß los.
35:13 Du willst, dass wir schießen?
35:18 Bist du bereit?
35:19 Ja.
35:20 Bushmaster Sechs Romeo. Sie werden noch eine weitere Hellfire in das Gebaeude schiessen.
35:24 Oh Scheisse, wieso blinkt AP [Warnung im Helikoptercockpit] hier?
35:47 Werden wir diese verdammte Scheisse nicht einmal sehen?
35:49 Bis zur naechsten. Es wird noch nicht rum kommen, ich brauche etwas mehr Distanz.
35:53 Wollt Ihr immer noch, dass ich schieße?
35:57 Jungs, bleibt dran.
35:59 „Roger“.
36:13 Du bist „Clear“.
36:14 „Roger“.
36:16 Wirst Du die Rakete klar machen?
36:18 „Roger“.
36:19 Und Feuer!
36:20 Runter kommen? Na bitte!
36:23 Feuer.
36:24 Alles klar.
36:28 Ich habe, äh, „backscatter“ [Warnung im Helikopter Display].
36:30 Alles klar, komm rum.
36:32 „Roger“.
36:34 Komme von links, „backscatter“.
36:49 ich schiesse.
36:53 Da geht sie! Schau Dir an, wie dieses Miststück fliegt!
36:56 Krawumm!
37:03 Ach, wunderbar.
37:07 Brauche etwas mehr Platz.
37:09 Hübsche Rakete.
37:11 Sieht sie gut aus?
37:12 Suess!
37:16 Äh, bist du bereit?
37:18 „Roger“.
37:30 Da ist eine ganze Menge Staub.
37:36 Crazyhorse Eins-Acht; hier spricht Hotel Zwei-Sechs. Gab es eine Schadensabschaetzung?
37:40 Hier spricht Crazyhorse Eins-Acht. Warte ab, feuere eine weitere Hellfire [Rakete].
37:43 Alles klar.
37:45 Du bist freigegeben.
37:47 Sag Bescheid wenn ich freigegeben bin.
37:50 „Roger“ dazu.
37:59 Er wars nicht.
38:02 Hotel Zwei-Sechs; Crazyhorse Eins-Acht.
38:07 Crazyhorse Eins-Acht.
38:09 „Roger“, Gebaeude zerstoert. Beschossen mit drei Hellfire Raketen.
Dr. Alexander von Paleske — Am 24.3. 2010 veröffentlichten wir einen satirischen Artikel unter dem Titel „Israels Premier Benjamin Netanjahu schreibt an den ZEIT-Herausgeber Josef Joffe“
Es handelt sich ganz offensichtlich um einen fiktiven Brief, der unter die Kategorie Satire fällt, mit einem allerdings bitterernsten Hintergrund: Dem Konflikt in Nahost zwischen Israelis und Palästinensern.
Satire geniesst in Deutschland den erweiterten Schutz der Kunst, jedenfalls dann, wenn es sich wirklich um Satire handelt und auch als solche klar erkennbar ist woran bei unserem Artikel wohl kaum Zweifel bestehen dürften.
Es ist nicht das erste Mal, dass wir zum Mittel der Satire in unserem Onlinemagazin gegriffen haben, und zwar in der Form eines fiktiven Briefes.
Es ist auch nicht das erste Mal, dass ich die Wochenzeitung DIE ZEIT kritisiert habe. Nicht weil es mir so viel Spass machen würde , Kritik an dieser einflussreichen Zeitung zu üben, sondern weil ich der der Ansicht bin, dass die ZEIT, die ich selbst seit 23 Jahren abonniert habe, sich von einem liberalen Bollwerk wegentwickelt hin zu einer Art „Musikdampfer“, wie ich das in einem kürzlich hier veröffentlichten Artikel ausgebreitet habe . Und das wird nicht ohne Auswirkungen bleiben, was den politischen Diskurs in der Bundesrepublik angeht.
Zuletzt habe ich in der vergangenen Woche einen Artikel des ZEIT-Redakteurs Bahnsen kritisiert, weil sich darin juristischer Unfug befand.
Artikel sollten von Fachleuten abgeklopft werden, bevor sie in Druck gehen. Z.B. durch die Kanzlei Senfft. Aber nun hat die ZEIT diese Anwälte gegen uns losgeschickt.
Vor vier Tagen erhielten wir die folgende Mail von dem Anwaltsbüro Senfft und Co.
Sehr geehrter Herr Fuchs,
die Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG und deren Herausgeber Dr. Josef Joffe haben uns gebeten, Ihnen wegen der Veröffentlichung unter http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/6256364/
tätig zu werden.
Sie haben hier behauptet, es gäbe den dort veröffentlichten Leserbrief von Benjamin Netanjahu an Zeit-Herausgeber Josef Joffe. Diese Behauptung ist falsch. Nach Deutschem und nach Schweizer Recht sind solche Falschbehauptungen unzulässig. Wir werden unserer Mandantschaft empfehlen, zivil- und strafrechtliche Schritte einzuleiten, falls die entsprechende Publikation nicht spätestens bis zum
Ein renommierter Anwalt in Hamburg
Das Anwaltsbüro Senfft wurde einst von dem renommierten Presseanwalt Heinrich Senfft gegründet, ein Anwalt von Format, auch ein Freund von Rudolf Augstein, der STERN, ZEIT und SPIEGEL in vielen Verfahren vertreten hatte.
Fast immer ging es darum, die Pressefreiheit zu verteidigen, gegen Angriffe des Staates, aber auch um Flankenschutz für investigative Artikel zu geben, unter anderem auch gegen den Springer-Verlag.
Damals hatte die ZEIT geschrieben, der Springer-Verlag verfälsche die Wahrheit, und verbreite zahllose Falschmeldungen (Karl Heinz Janssen „Die Zeit in der ZEIT, 1996, Seite 228)
Ich habe mich, als ich die Mail dieser Anwälte, der Juniorpartner von Heinrich Senfft, erhielt, gefragt, ob Heinrich Senfft wohl auch einen solchen Brief verfasst hätte. Ich habe guten Grund, das zu bezweifeln, denn das Begehren der Sozii von Heinrich Senfft im Auftrag der ZEIT hat wenig, wenn gar nichts, mit der Verteidigung der Meinungs-und Pressefreiheit zu tun.
Ganz im Gegenteil.
Ich habe darauf wie folgt geantwortet:.
Sehr geeehrter Herr Kollege,
Herr Fuchs hat mir Ihre E-Mail weitergeleitet .
Um es kurz zu machen, der Artikel bleibt. Es handelt sich ganz offensichtlich um eine Satire, die kaum als Behauptung aufgefasst werden kann, dieser Artikel sei tatsächlich von Benjamin Netanjahu an Josef Joffe geschrieben worden.. Jeder vernünftige Mensch dürfte das wohl eigentlich schon aus der ganzen Diktion schliessen.
Darüberhinaus heisst es am Ende des Artikels als Verweis: „Mehr Satire zum Thema“
Ausserdem ist der Artikel in dem Online-Magazin unter der Abteilung Satire abgelegt.
Wir beide wissen als Juristen ja, dass Satire unter den Kunstbegriff fällt. Damit geniesst er einen wesentlich grösseren Schutz.
Vielleicht sollten Sie sich der Mühe unterziehen, auch meine anderen satirischen Artikel zu lesen, die fast alle in einer fiktiven Briefform abgefasst sind.
Ich möchte eigentlich die Auseinandersetzung hier beendet wissen, und nicht Ihre Mail veroeffentlichen bzw. einen Artikel darüber schreiben.
Deswegen bitte ich um zügige Rückantwort ob Ihre Mandantschaft den Rechtsweg einschlagen will. Ich werde einer juristischen Auseinandersetzung auf gar keinen Fall aus dem Wege gehen, sondern sie notfalls durch alle Instanzen führen.
Nebenbei gebe ich noch folgendes zu bedenken: Sollten Sie tatsächlich den Rechtsweg einschlagen, dann müssen Sie sich auch mit den Folgen negativer Publizität auseinandersetzen.
DIE ZEIT, ein Bollwerk des liberalen Journalismus, will einen satirischen Artikel verbieten? Ich kann mir eigentlich gar nicht vorstellen, dass Ihre Mandantschaft das wirklich will.
Abschliessend noch: Ich bin Abonnent der ZEIT seit 1987.
Mit freundlichen Grüssen
Dr. Alexander von Paleske
Arzt für Innere Medizin, Hämatologie
Leitender Abteilungsarzt
Mpilo-Hospital
Bulawayo/Simbabwe
Ex Rechtsanwalt beim Landgericht Frankfurt (M)
Es ist schon erbärmlich, dass Deutschlands führende liberale Wochenzeitung die Auseinandersetzung im journalistischen Bereich mit Hilfe der Gerichte, statt mit Hilfe des Meinungskampfs austragen will.
Ich habe mich deshalb entschlossen, ohne eine weitere Antwort der gegnerischen Anwälte abzuwarten, die bisherige Korrespondenz bereits jetzt zu veröffentlichen.
Wie sagte doch einst Heinrich Senfft zu seinem langjährigen Freund Rudolf Augstein:
„Ach Rudolf, wohin hast Du es, wohin haben wir es gebracht“ (Zitiert nach Peter Merseburger, Rudolf Augstein, der Mann der den Spiegel machte, 2007 S. 488)
Ob er den Stosseufzer in diesem Zusammenhang wohl wiederholen würde? Ich halte das nicht für ausgeschlossen.
Wir werden die Auseinandersetzung führen, das sind wir der Meinungs- und Pressefreiheit schuldig, eine Freiheit, die ich persönlich umso mehr schätze, je länger ich in Ländern arbeite, in denen sie bedroht ist
Wir werden an dieser Stelle weiter über die Auseinandersetzung berichten.
Nachtrag 7.4. 11.00h
Ich schrieb hier, dass der renommierte Anwalt Heinrich Senfft mittlerweile verstorben ist. Dies ist unzutreffend, wie ich feststellen musste. Ich bitte das zu entschuldigen.
Dr. Alexander von Paleske— 5.4. 2010 —
Anat Kam (23), israelische Journalistin, die für die Nachrichtenseite Walla arbeitet, wurde im Dezember vergangenen Jahres verhaftet und dann unter Hausarrest gestellt. Ihr wird vorgeworfen, während ihres Militärdienstes, den sie bis Ende vergangenen Jahres ableistete, illegale Staatsgeheimnisse verraten zu haben. Konkret: Dass israelische Soldaten Palästinenser töten, die auf sogenannten Todeslisten stehen, sie also wie eine Todesschwadron morden.
Selbst nach israelischem Recht ist das rechtswidrig, da israelische Gerichte diese Praxis für unzulässig erklärt hatten. Erlaubt waren danach „nur“ Tötungen, wenn Verdächtige, die Israel beschuldigte, Terroranschläge zu planen oder ausgeführt zu haben, nicht verhaftet werden konnten.
Aber selbst an diese eingeschräkten „Freischussregeln“ wollte sich die israelische Armee offenbar nicht halten.
Eine Journalistin im Wehrdienst endeckt illegale Staatsgeheimnisse
Die Journalistin Anat Kam leistete ihren Militärdienst bei Generalmajor Yair Naveh ab, der damals als oberster Befehlshaber für die Westbank zuständig war. Dort fand sie Unterlagen, aus denen hervorging, dass drei Palästinenser von der israelischen Armee ermordet worden waren, obwohl sie keine ernstzunehmende Gefahr für Israel darstellten und auch nicht verdächtig waren, Terroranschläge ausgeführt zu haben.
Diese Morde wurden dann als fehlgeschlagene Verhaftungen kaschiert, um so scheinbar den israelischen Gesetzen zu genügen.
Anat Kam kopierte die Unterlagen und leitete sie an den Journalisten Uri Blau von der linksliberalen israelischen Tageszeitung Ha‘aretz weiter, der einen Artikel darüber schrieb. Uri Blau befindet sich in Grossbritannien und weigert sich, nach Israel zurückzukehren. Dort droht ihm die Verhaftung und bis zu 14 Jahre Gefängnis. Die gleiche Strafe droht Anat Kam.
Es wäre nicht das erste mal, dass ein israelischer Staatsbürger wegen eines solchen Verrats zu einer langen Freiheitsstrafe verurteilt würde. Erinnert sei an Mordechai Vanunu, der Informationen über Israels Produktion von Atomwaffen an eine britischen Zeitung weitergab.
Maulkorb für die Medien
Den Medien in Israel wurde verboten, über diesen Skandal zu berichten. Die israelische Zeitung Haaretz und ein privater Fernsehkanal haben nun bei Gericht beantragt, die Verbotsverfügung aufzuheben.
In Deutschland ist mittlerweile, nach den leidvollen Erfahrungen in der Weimarer Zeit, die Verbreitung von illegalen Staatsgeheimnissen nicht mehr unter Strafe gestellt.
Der Journalist Carl von Ossietzky wurde deswegen im November 1931 durch das Reichsgericht in Leipzig zu 18 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt..
Ossietzky war von 1927 bis 1933 Herausgeber der linksliberalen Wochenzeitung Weltbühne zur Zeit der Weimarer Republik. Zu den Artikelschreibern in der Weltbühne gehörten Kurt Tucholsky, Lion Feuchtwanger, Erich Muehsam, Erich Kästner, Carl Zuckmayer und viele andere.
Am 12.3. 1929 erschien dort ein investigativer Artikel unter dem Titel „Windiges aus der deutschen Luftfahrt“. Darin wurde die unter Verstoss gegen das Versailler Abkommen betriebene Wiederaufrüstung der Luftwaffe angeprangert.
Ein klar illegales Staatsgeheimnis, aber auch dessen Bekanntmachung ist Landesverrat, so das Reichsgericht.
Ossietzky, der 1936 den Friedensnobelpreis erhielt, war von den Nazis 1933 ins KZ eingeliefert worden und starb 1938 an Tuberkulose.
Der Antrag auf Wiederaufnahme des Weltbühneprozesses, 1990 von Ossietzkys Tochter Rosalinde von Ossietzky-Palm eingereicht, wurde letztinstanzlich vom Bundesgerichtshof mit Beschluss vom 3.12. 1992 verworfen.
Dr. Alexander von Paleske –3.4. 2010 — Während Südafrika die letzten Vorbereitungen für die in zwei Monaten stattfindende Fussballweltmeisterschaft trifft, macht sich dort ein politischer Feuerbrand breit, den die Regierung unter Jacob Zuma vermutlich lieber heute als morgen loswerden möchte. Doch hängt er ihr wie ein Klotz am Bein. Die Rede ist von Julius Malema, seines Zeichens Chef der ANCYL, der Jugendorganisation der Regierungspartei Afrikanischer Nationalkongress (ANC).
Malema gehörte und gehört zu den größten Unterstützern des jetzigen Präsidenten Zuma. Dieser war seinerzeit von Thabo Mbeki, seinem Vor-Vorgänger im Amt des Staatspräsidenten, als Vizepräsident abgesetzt und in die politische Wüste geschickt worden. Zuma musste sich wegen Vergewaltigungs- und Bestechlichkeitvorwürfen vor Gericht verantworten.
Malema, Zumas treuer Unterstützer
Malema organisierte Demonstrationen vor den Gerichtsgebäuden und kreierte eine Website „Friends of Jacob Zuma“, auf der Unterstützungsadressen abgeladen werden konnten. Einen nicht geringen Teil seines politischen Comebacks verdankt Jacob Zuma somit Malema, der auch weiterhin sein treuer Unterstützer bleibt.
Zur Zeit fordert er unter anderem auch, dass Zuma für eine zweite Amtszeit als Präsidentschaftskandidat zur Verfügung stehen müsse. Dies allein wäre noch kein wirkliches Problem. Wer Malema allerdings heute reden, besser gesagt geifern hört, könnte glauben, er und nicht etwa Mandela und seine Mitstreiter seien die schlimmsten Opfer des Apartheid-Regimes gewesen.
Malema, nunmehr 29 Jahre alt, hat jedoch die Freilassung Nelson Mandelas und damit das Ende des Apartheid-Regimes als zartes Kind im schulpflichtigen Alter erlebt. Die meiste Greueltaten des Apartheid-Regimes kennt er nur vom Hörensagen und die ausgezeichneten Ergebnisse der Versöhnungspolitik Nelson Mandelas scheinen ihn herzlich wenig zu interessieren.
Gerade hat er einen alten Anti-Apartheids-Song wieder populär gemacht: „Kill the Boers“ – Tötet die Buren“. Ein wahrlich vortrefflicher Einladungsgesang zur Fussballweltmeisterschaft, der sicherlich auch bisher noch Unentschlossene überzeugen dürfte, die Reise zur Fussball-WM zu buchen.
Aggressives Verhalten und eine Show in den Medien
Das Absingen wurde Malema mittlerweile gerichtlich untersagt. Sein aggressives Auftreten als Anwalt der Benachteiligten erfuhr eine empfindliche Delle, als sich herausstellte, dass er neben seiner anstrengenden Tätigkeit als Volkstribun auch noch einen Posten als Direktor einer Firma innehielt, die auf zweifelhafte Weise Regierungsaufträge zugeschanzt bekam. Zudem nennt Malema selbstverständlich nicht einen sozialen Brennpunkt sein Zuhause, sondern eines der besten Wohngebiete in
Johannesburg.
Nachdem sein einstiges Ziel, Zuma aus der politischen Wüste heraus zu helfen erreicht war, verspürte Malema das dringende Bedürfnis, weiter seinen Namen in den Medien zu finden. Und zwar möglichst häufig, am besten täglich. So fiel er vor allem durch Stellungnahmen auf, die zumeist nicht nur der offiziellen Linie seiner Mutterpartei widersprachen, sondern sich vor allem durch Unwissenheit – um nicht zu sagen Kreuzdummheit – auszeichneten, gepaart mit einem kräftigen Schuss Aggressivität.
Zunächst avancierte er deshalb zu einer Art Witzfigur. Der renommierte Journalist Max du Preez brachte ein Buch der gesammelten Sprüche dieses Herrn heraus, nach Themenbereichen geordnet.
Das Buch löste große Heiterkeit aus und der berühmte Cartoonist Jonathan Shapiro (Zapiro) ließ es sich nicht nehmen, Malema ordentlich mit seinen Zeichnungen durch den Kakao zu ziehen.
“
Mit der Propagierung des Songs „Kill the Boers“ hat sich Malema allerdings von einem Clown zu einem gefährlichen Hasspropagandisten gemausert, zumal nach wie vor weiße Farmer ermordet werden, 3000 sind es mittlerweile seit 1994.
Großer Bahnhof für einen Troublemaker
Gestern nun traf er in Simbabwe ein, um den Jugendbrigaden Mugabes seine Aufwartung zu machen. Vier Tage soll die „Staatsvisite“ dauern. Diese Jugendbrigaden sind insbesondere für unzählige Gewalttaten verantwortlich, die von einfacher Körperverletzung über Vergewaltigung bis zum Mord angeblicher oder tatsächlicher politischer Gegner reichen.
Mugabe und seine Mannen sind begeistert über diesen Besucher. Endlich kommt einer, der diese „revolutionäre“ Politik vorbehaltlos unterstützt. Ein „Großer Bahnhof“ zum Empfang war vorbereitet.
Es bleibt die Frage: Wann endlich distanziert sich Zuma von diesem Troublemaker?
Nachtrag vom 5.4. 2010
Auch in Harare, wo Tausende ihm auf einer Kundgebung lauschten, stimmte er unter grossem Applaus den Song „Kill the Boers“ an. Gleichzeitig rief er dazu auf, den politischen Kampf mit Ueberzeugungsarbeit, und nicht mit Gewalt zu führen. Dafür erheilt er von den zur Gewaltausübung erzogenen Jugendlichen der Regierungspartei ZANU verständlicherweise keinen Beifall.
Malema in Harare im Mugabe-Outfit – Zimbabwe Standard, 4.4. 2010
Am darauffolgenden Morgen (4.4.) wurde in Südafrika der Oberrassist und Rechtsradikale Eugene Terre’Blanche auf seiner Farm ermordet aufgefunden.