SATIRE

Video-Satire © ICCA NOOR (1)

„Excellent Games“
IOC chief Rogge said in Beijing, the torch run will all despite protests through Tibet, and announced „excellent Games“.
                                                                                                                                                                                                                                                                                              

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kriminalitaet

Neues von alten Skandalen – BayernLB, Amis, Hypo Alpe und Kulterer

Dr. Alexander von Paleske – Es gibt wieder Neues zu berichten aus der Skandalbankenwelt, mit der wir uns in den letzten Monaten ausführlich beschäftigt haben.

Fangen wir aber diesmal nicht mit der BayernLB an, denn mittlerweile hat es sich ja herumgesprochen, dass dort mal eben mehr als 4 Milliarden Euro in den Sand gesetzt wurden, die man sicher besser Hartz IV Empfängern hätte zugute kommen lassen, anstatt sie in windige, sogenannte Schrottpapiere zu stecken, die nun nichts mehr wert sind.

Wobei sich als nächstes die Frage stellt: Wo sind denn diese Milliarden eigentlich geblieben?

Die Antwort lautet schlicht und einfach: Bei den auf Pump lebenden amerikanischen Durchschnittsbürgern, also sozusagen deutsche Sozialhilfe zur Hartz-IV-Vermeidung in den USA, denn deren Immobilien waren es schließlich, die auf Pump gekauft wurden und die damit noch den Konsum dann gesteigert haben.

Wobei das Schöne ist, dass die Deutsche Bank, wie es sich für einen Global Player gehört, rechtzeitig wenigstens einen Teil des Schrotts losgeworden ist, an sogenannte Banken-Kleingärtner wie die IKB. Merke: Große Bank – kleine Dummköpfe, kleine Bank – große Dummköpfe.

Neues aus den Kaffeehäusern
Nein, wir wollen wieder in die Alpenrepublik schauen, und sehen, was die Wiener Kaffeehausjustiz gerade macht. Und siehe da, die klagt jetzt den Herrn Wolfgang Kulterer an, Ex-Chef der Skandalbank Hypo-Alpe-Adria oder kurz Skandalpe und Verwalter des milliardenschweren Flick-Vermögens, das seinerzeit wegen angeblich zu hoher zu erwartender Erbschaftssteuern von Deutschland nach Österreich umgezogen war. Wer sich nicht so genau mit Herrn Kulterer auskennt, dem empfehle ich bei Wikipedia hereinzuschauen, dort befindet sich auf der Artikelseite eine geschönte Biografie, sorgsam gepflegt, und eine Diskussionsseite, die sich mehr mit den in der Artikelseite weitgehend ausgelassenen Schattenseiten dieses austrischen Herrn beschäftigt; einst von Österreichs Rechtsaußen Haider als der erfolgreichste Bankmanager Österreichs hochstilisiert.

Die österreichische Justiz interessiert sich aber weniger für die sogenannten Erfolge, wozu angeblich auch zweifelhafte Grundstücksgeschäfte mit kroatischen Verbrechern gehören, so die ZEIT, sondern mehr für seine Misserfolge, die er angeblich zu vertuschen suchte.

Also klagt sie ihn wegen angeblicher Bilanzmanipulation an, strafbar gemäß Paragraph 255 des austrischen Aktiengesetzes, zusammen mit zwei weiteren Vorstandskollegen. Mal sehen was daraus wird.

Verlustbank kauft Skandalbank
Die Skandalbank Hypo Alpe gehört jetzt der Verlustbank BayernLB, eine schöne Kombination. Aber aus der Verlustbank könnte noch eine Skandalbank werden. Wer weiß, was der Untersuchungsausschuss des bayerischen Landtages alles zu Tage fördert.

Neues vom Amis Skandal
Mittlerweile sind wir auch bei dem AMIS-Skandal fündiger geworden. Und da gibt es eine unerschrockene Gruppe von Finanzberatern, HelpAmis, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Licht in diese unerquickliche Betrugsaffäre mit unglaublichen 16.000 Geschädigten zu bringen. In unermüdlicher Kleinarbeit haben sie eine ganze Reihe von Details zu Tage gefördert und der etwas schläfrigen Justiz in der Alpenrepublik Beine gemacht. Sehr beeindruckend. Was mich aber besonders interessierte, bei immerhin etwa 5.000 Geschädigten auch in Deutschland: Was machte eigentlich die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin genannt, nachdem immerhin die Finanzaufsicht in Luxemburg bereits im Jahre 2004 bei der Investmentbank Luxemburg zugeschlagen und die Finanzaufsicht in Österreich benachrichtigt hatte.

Bei der engen Verzahnung der Finanzaufsichten in Europa, gerade auch um den international operierenden Geldwäscherbanden das Handwerk zu legen, kann man wohl davon ausgehen, dass auch die BaFin informiert wurde.

Da schreibt die Bafin am 29.5.2007 an HelpAmis, sie seien überhaupt und gar nicht zuständig, da sich das alles ja in Österreich abgespielt habe.

Da immerhin vermutlich 300 Finanzberater der Amis in Deutschland nicht nur tätig, sondern auch beheimatet waren, zudem sich in Deutschland auch eine Zweigstelle des austrischen Betrugsladens befand und zwar in Holzwickede, und immerhin 4.000 bis 5.000 Menschen in Deutschland hereingelegt und um ihr Geld gebracht wurden, da hätte es doch nahe gelegen, nun tätig zu werden, z.B. durch Einschaltung der Staatsanwaltschaft.

Schnarcht schön weiter im Cafe Einstein zu Berlin! Hier geht es ja auch nur um das angesparte Geld der kleinen Leute, weniger als Peanuts in der Sprache der Deutschen Bank.

Der Fall Amis – ein gigantischer europäischer Betrugsskandal
Es war einmal eine Arbeiterbank in Wien
Freispruch im General-Partners-Prozess – Wiener „Kaffeehausjustiz“ überfordert?
BayernLB, Hypo Group Alpe Adria und kein Mangel an Skandalen

Unkategorisiert

Simbabwe – Oppositionsführer Tsvangirai sucht Verbündete in Südafrika

Dr. Alexander von Paleske – Gestern reiste Simbabwes Oppositionsführer Morgan Tsvangirai nach Südafrika. Die Ergebnisse der Präsidentschaftswahl sind in Simbabwe immer noch nicht veröffentlicht. Heute soll das von der Opposition angerufene Gericht in Harare eine Entscheidung treffen, ob die Regierung gezwungen werden kann, die Ergebnisse zu veröffentlichen, und dies 9 Tage nach der Wahl. Mittlerweile hat die Mugabe-Regierung sieben Mitglieder der Wahlkommission verhaften lassen: Wegen „Falschauszählung“.

Die Regierung Simbabwes spielt auf Zeit. Mugabe klammert sich an die Macht und will seine Terrormaschine für die Präsidentenstichwahl ölen. Das braucht Zeit und geht nicht von heute auf morgen.

Die Opposition, die von Mugabe um ihren Wahlerfolg gebracht werden soll, befürchtet zu Recht, dass Mugabe die Landbevölkerung terrorisieren wird, wie er es schon in den vergangenen Wahlen getan hat. Dazu zählen Mord, Totschlag, Vergewaltigung und körperliche Misshandlungen. Derweil sucht sie nach Verbündeten für ihr berechtigtes Anliegen. Südafrikas Präsident Thabo Mbeki, der sich zur Zeit in London befindet, um an einer Konferenz über Good Governance teilzunehmen, hat um Geduld mit Simbabwe gebeten; darum bittet er schon seit 7 Jahren in seinen erfolglosen Vermittlungsbemühungen.

In Südafrika traf sich Tsvangirai nicht mit Regierungsvertretern, sondern mit dem Vorsitzenden der Regierungspartei ANC, Jacob Zuma, der keinerlei freundschaftliche Gefühle für Mugabe hegt. Zuma soll nächstes Jahr den jetzigen Präsidenten Mbeki ablösen. Zuma ist Zulu, und hat keineswegs den Genozid Mugabes im Matabeleland in den 80er Jahren an dem Stamm der Ndebele vergessen. Die Ndebele sind mit den Zulus verwandt und sprechen die gleiche Sprache.

Der ANC war seinerzeit im Exil eng mit der ZAPU des legendären Ndebele Joshua Nkomo verbunden, beide unterstützten sich gegenseitig in den Befreiungskämpfen.

Mugabe dürfte aus Südafrika – jedenfalls von der Regierungspartei – bald andere Töne zu hören bekommen.

Simbabwe – Mugabes Schlägertruppe im Einsatz
Simbabwe – Der Wahlterror hat begonnen
Simbabwe – Mugabe plant Terrorwahlkampf
Wahlen in Simbabwe – Robert Mugabes letztes Gefecht, Makoni kandidiert unter Lebensgefahr
Simbabwe – Simba Makoni tritt gegen Mugabe an

Gift

Toxische Kopfsalate in der Schweiz

onlineredaktion – Wer in der Schweiz lebt und im vergangenen Winter emsig Grünzeugs gegessen hat, sollte sich nicht wundern an Parkinson zu erkranken. Neueste Studien ergaben nämlich, dass Vergiftungen mit Pestiziden zu Parkinson führen. Und wie die Kantonslabors Basel-Stadt und Aargau Pestizide in rund 80 Prozent der getesteten Salate feststellten, wurden in den Wintermonaten Millionen von pestizidhaltigen Salaten verkauft und sicherlich auch gegessen.

Nach einem Bericht der „Sonntags-Zeitung“ wurden vor allem bei Importwaren aus Italien und Frankreich die Höchstwerte hoch überschritten, bei den Sorten Kopfsalat und roter Lollo. Ebenfalls hohe Grenzwertüberschreitungen wurden bei Eichblatt- und Rucolasalat festgestellt.

Warum die toxisch hoch belasteten Salate trotz der Erkenntnisse der Kantonslabore in den Handel gelangten und warum die Bevölkerung nicht davor gewarnt wurde, sollte nun geklärt werden.

Gut sollen einzig die Biosalate abgeschnitten haben. In denen wurden keine Rückstände von Pflanzenbehandlungsmitteln nachgewiesen.

vermischtes

Frühlingsgefühle: Warten auf den neuen Firefox

World Content News – Schneller, sicherer und benutzerfreundlicher – alles Attribute mit denen sich der Open Source-Browser Firefox von jeher schmücken konnte. Mit der neuen Version 3, die im Juni dieses Jahres erscheinen soll, will man bei Mozilla noch einmal ordentlich Gas geben. WCN zeigt anhand der im Internet verfügbaren Beta-Version, was sich ändern wird. Und dass durchaus Grund zur Vorfreude besteht.

Mehr als 900 Verbesserungen haben die Entwickler gegenüber der Vorgängerversion angekündigt, die meisten freilich sind unter der Motorhaube von Firefox versteckt.

Performance und Speichernutzung

Die Performance hat sich durch das schnellere Verarbeiten von javascript-lastigen Webseiten spürbar verbessert. Solche Seiten werden mitunter mehr als doppelt so schnell aufgebaut.

Der ehemals hohe Arbeitsspeicherverbrauch bei mehreren offenen Tabs ist ordentlich reduziert worden, beim Schließen von Tabs wird entsprechend Speicher zur Nutzung von anderen Anwendungen schnell wieder freigegeben.

Schneller wird der Browser auch durch die größere Anzahl der möglichen parallelen Verbindungen. Firefox unterstützt nun 6 statt bisher 2 Verbindungen je Host. Die maximale Zahl von HTTP-Verbindungen wurde von 24 auf 30 gesteigert.

Die Entwickler sprechen inzwischen vom schnellsten Firefox aller Zeiten. Tatsächlich: Er flutscht ganz ordentlich.

Usability und Surfvergnügen

Das komfortabelste Highlight dürfte für die meisten wohl die neue Lesezeichenverwaltung sein. Wenn es mal schnell gehen muss, lässt sich der Link einer zu merkenden Webseite mit einem einfachen Klick auf das Sternsymbol zu einem vorläufigen Lesezeichen-Ordner hinzufügen, sortieren kann man dann später. Auch die Bearbeitung und Verwaltung der Bookmarks ist wesentlich benutzerfreundlicher als früher gestaltet. Bei den Abonnements von Newsfeeds listet Firefox zudem praktischerweise alle auf der Web-Seite vorhandenen RSS-Dateien auf.

Neuer überarbeiteter Download-Manager: Selbst wenn das verwendete Betriebssystem zwischendurch mal den Geist aufgibt, lässt sich ein begonnener Download nach einem Neustart wieder dort fortsetzen, wo er zuvor abgebrochen wurde. Zudem werden Downloads gleich auf Viren gecheckt.

In Version 3 kann Firefox Grafiken und Text gemeinsam skalieren, außerdem lassen sich die Einstellungen für jede Domain individuell speichern. Dies gilt auch für Berechtigungen, ob auf der jeweiligen Seite Grafiken, Pop-ups oder Cookies erlaubt sind. Vermisst wird leider die Funktion zur Erlaubnis von Script-Code.

Neu ist auch eine erweiterte Zoomfunktion und die Anpassung an das jeweilige Betriebssystem mit plattformspezifischen Icons und Schaltflächen.

Endlich hat man auch unkomplizierten Zugriff auf die eingebetteten Plug-Ins, die sich bei Bedarf auch deaktivieren lassen. Unter Einstellungen – Anwendungen kann man festlegen, welches Plug-In jeweils für welche Dateiart verwendet werden soll. Jedem Dateityp lässt sich eine individuelle Aktion zuordnen, z.B. Flash-Filme immer mit dem VLC Media Player abspielen.

Für Add-ons, das sind die kostbaren Zusatztools wie z.B. Werbungsblocker, Feed-Reader oder ähnliches, ist jetzt eine extra Suchmaschine verfügbar.

Vortrefflich gelungen sind die neuen Markierungs- und Drag-and-Drop Funktionen, mit denen sich wesentlich zügiger arbeiten lässt:
Zum einen lassen sich die Eingabefelder für Internet-Adressen und Suchmaschinenbefehle durch einfaches Ziehen mit der Maus vergrößern oder verkleinern. Wenn man ein Wort markiert und es in die Suchmaschinenleiste zieht – schwupp schon werden die Suchergebnisse angezeigt. Mit dem Strg-F-Tastendruck landet das markierte Wort automatisch in der unteren Suchleiste, mit dem sich eine Seite durchsuchen lässt.

Mehrfachmarkierungen: Wenn man beim Markieren die STRG- (bzw. CTRL-)Taste festhält, lassen sich künftig gezielt ausgewählte Teile einer Webseite in einem Rutsch kopieren. Ein Doppelklick markiert wie bisher ein Wort, zusätzlich gibt es jetzt auch den Triple-Click: Beim dreimaligen Anklicken wird der gesamte Absatz markiert.

Stop and Go: Firefox stellt jetzt nicht nur bei einem Absturz auf Wunsch die letzte Sitzung wieder her. Wenn man es allgemein einstellt, kann man am nächsten Morgen dort weitersurfen, wo man am Abend zuvor aufgehört hat. Eine gute Idee wäre vielleicht noch ein spezieller Menüpunkt etwa in der Art „Sitzung speichern und Beenden“. Mal fragen… 🙂

Sicherheit

Firefox 3 verfügt über einen integrierten Malware- und Phishing-Schutz. Das Aufrufen von möglicherweise schädlichen Internetseiten lässt sich dadurch fast gänzlich verhindern. Die dazu notwendige Blacklist wird jede halbe Stunde automatisch aktualisiert.

Die Adresszeile wird bei einer gesicherten Verbindung farblich hervorgehoben, mit einem Klick auf das links vor der Adresse stehende Favicon kann man sich von der Echtheit einer verschlüsselten Seite überzeugen und erhält reichlich Zusatzinformationen über Zertifikat und Betreiber.

Ein verbesserter Passwortmanager lässt zu, dass ein Passwort erst nach erfolgreichem Einloggen auf einer Webseite gespeichert wird. Dadurch wird verhindert, dass fehlerhafte Passwörter gespeichert werden, die sich nur umständlich wieder aus dem Manager entfernen lassen.

Beta downloaden und testen

Inzwischen ist fast im Sauseschritt die fünfte Betaversion (und damit möglicherweise die letzte) zum Testen im Internet bereitgestellt. Vorab: Zum Dauersurfen mit dieser Version ist es wohl noch zu früh, schon allein weil die vielen entsprechenden Add-Ons, mit denen Firefox erst die entsprechende Würze kriegt, noch nicht auf den neuen Browser upgedatet worden sind und ein kleines Sicherheitsproblem könnte hier und dort ja auch noch auftauchen. Aber gucken kann man ja mal.

Die 3.0 Beta5 installiert sich in ein separates Verzeichnis und lässt sich auch wieder problemlos entfernen. Man braucht dabei keine Angst zu haben, dass sich an Einstellungen der 2-Version etwas ändert oder was verloren geht. Beim ersten Start dauert es einen Moment, bis die vorhandenen Add-Ons auf ihre Kompatibilität überprüft wurden und der Browser sich eingerichtet hat. Mit der gleichen Prozedur lässt sich auf die gewohnte Version zurückswitchen, beide lassen sich aber nicht gleichzeitig ausführen.

Download-Link des Firefox 3.0b5

Von dieser Stelle aus noch ein dickes Lob an die Entwickler der neuen Firefox-Version – da ist Musik drin. Jetzt heißt es nur noch warten.

siehe auch:
Firefox 3 verspricht höchste Geschwindigkeit
(digitalproduction.com, 04.04.2008)
Studie: Firefox hat Chancen in Unternehmen
(linux-magazin.de, 03.04.2008)
Mozilla: Zehn Jahre Kampf gegen Microsoft (silicon.de, 01.04.2008)
Firefox durchbricht 500-Millionen-Marke (chip.de, 22.02.2008)

linkDieser Artikel erschien erstmalig bei World Content News

Krieg

Petraeus-Report: Neue „Smoking Gun“ im Gepäck?

World Content News – Der amerikanische Oberbefehlshaber im Irak, General David Petraeus, wird am Dienstag und Mittwoch dem US-Kongress neuerlich einen Report zur Sicherheitslage im Irak unterbreiten. Insbesondere wird die angespannte Lage im Süden Thema der Erörterungen sein, Beobachter glauben aber auch, dass der General die Gunst der Stunde nutzen wird, öffentlich den Iran für den Angriff auf die Grüne Zone in Bagdad am 23. März mitverantwortlich zu machen.

Bereits unmittelbar nach den schweren Bombardements, bei der 15 irakische Zivilisten ums Leben gekommen sein sollen und auch Raketen in unmittelbarer Nähe der US-Botschaft einschlugen, hatte er laut einem BBC-Bericht behauptet, er hätte Beweise dafür, dass Iran die Aufständischen trainiert und ausgerüstet hätte:

In an interview with BBC world affairs editor John Simpson, Gen Petraeus said violence in Iraq was being perpetuated by Iran’s Quds Force, a branch of the Revolutionary Guards.

„The rockets that were launched at the Green Zone yesterday, for example… were Iranian-provided, Iranian-made rockets,“ he said, adding that the groups that fired them were funded and trained by the Quds Force.

„All of this in complete violation of promises made by President Ahmadinejad and the other most senior Iranian leaders to their Iraqi counterparts.“ (Quelle)


Smoking Gun: Nach Powell nun auch Du, Petraeus ?

Ob er seine Aussagen wiederholen wird und in wie weit sie im Mittelpunkt seines Berichtes stehen werden ist derzeit noch unklar, insbesondere britische Diplomaten fürchten, dass die USA derzeit heimlich einen Überraschungsangriff auf den Iran vorbereitet.

Dabei ist die Lage im Nahen Osten momentan völlig unübersichtlich und lassen Raum für zahlreiche (haltlose?) Spekulationen. Die Mainstream-Medien wiederum berichten kaum über die neuesten Entwicklungen.

Im Irak ist die Regierung Maliki durch den Aufstand der Mahdi-Armee in Basra ziemlich gerupft worden, tausende Soldaten sollen desertiert sein. Ausgerechnet der Iran soll den vorübergehenden Waffenstillstand erwirkt haben. Jetzt ist für Mittwoch den 9. April, dem fünften Jahrestag des Falls von Baghdad, in Najaf eine Massendemonstration geplant, die bis zu einer Million Iraker auf die Straße bringen könnte. Allein im März sind im Irak 1.000 Zivilisten getötet worden, Großbritannien hat seinen geplanten Abzug aus der Region inzwischen verschieben müssen.

In Israel findet seit heute das größte Zivilschutzmanöver der Geschichte statt. Fünf Tage lang soll mit „Wendepunkt 2“ für den Kriegsfall mit Angriffen durch chemische und biologische Waffen geprobt werden. Sogar der israelische Verteidigungsminister muss zu Hause bleiben, ein Besuch von Ehud Barak in Deutschland wurde ohne großes Aufsehen kurzfristig abgesagt. Begründung: Die Lage sei nicht gut, weder im Süden noch im Norden Israels. Der Premierminister Olmert musste extra bekunden, dass die Übungen nichts mit den Spannungen mit Syrien zu tun hätten.

Syrien hat arabischen Medienberichten zufolge in der vergangenen Woche Reservisten mobilisiert, seine Truppen entlang der Grenze zu Israel verstärkt und in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Syrien hat daneben eingeräumt, mit Hilfe Irans Horchposten auf seinem Territorium aufzustellen, um Israels militärische Kommunikation mitzuhören.

Und heute wurde bekannt, dass Israel und die USA planen, in Kürze Einzelheiten über den ominösen Luftschlag preiszugeben, mit dem am 6. September letzten Jahres angeblich ein syrischer Atomreaktor ausgeschaltet worden sein soll. Was wird wohl hier wieder aus dem Zylinder gezaubert?

Nach dem Ende der 40-tägigen Trauerzeit rechnet man darüber hinaus in Israel mit Vergeltungsschlägen der Hizbullah, deren Militärchef Imad Maghnijah vor wenigen Wochen mutmaßlich mit Hilfe des israelischen Geheimdienstes Mossad ermordet wurde.

Und den Mord an dem früheren libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri vor drei Jahren kann man der syrischen Regierung auch nicht mehr so ohne weiteres in die Schuhe schieben. Nach Angaben von Ermittlern sei dafür eine Gruppe Krimineller verantwortlich. Ein «Netzwerk aus Einzelpersonen» habe Hariri getötet, erklärte Chefermittler Daniel Bellemare am Freitag vor dem Weltsicherheitsrat.

Ob diese Gemengelage für die Region ohne größere Folgen bleiben wird, hängt jetzt vom Verhalten aller Akteure ab. Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen, ob die USA zusammen mit Israel tatsächlich noch vor dem Ende der Amtszeit des US-Präsidenten Bush zu einem Zwei-Fronten-Krieg blasen werden, oder ob Petraeus im Interesse des Friedens seine persönlichen Erkenntnisse tiefer hängen wird.

News:
Iran, Syria, Lebanon on military alert over US Gulf movements and Israel’s home defense drill (debka.com, 06.04.2008)
Is Syria preparing Lebanon to be a battleground for revenge? (yalibnan.com, 05.04.2008)
Petraeus To Face All 3 Presidential Hopefuls
(Los Angeles Times, 06.04.2008)
Iraq planning Iran-US talks (presstv.ir, 06.04.2008)

linkDieser Artikel erschien erstmalig bei World Content News

afrika

Simbabwe – Mugabes Schlägertruppe im Einsatz

Dr. Alexander von Paleske – Von den einstmals 4-000 weißen Farmern sind nach den von Mugabe inszenierten Farmbesetzungen in den Jahren 2000 bis 2002 nur noch 500 übrig geblieben. Die sollen jetzt vertrieben werden.

Als erste Aktionen des Wahlterrors haben Mugabes „War Veterans“ (Kriegsveteranen) in der Provinz Masvingo die wenigen Farmen, auf denen noch weiße Farmer sind, besetzt. Die anderen Provinzen sollen folgen. Dies meldete der Staatsrundfunk gestern Abend.

Dies hat weniger mit Landverteilung zu tun, ohnehin sind die Großfarmen seinerzeit größtenteils an Mugabes Gefolgsleute gegangen und oftmals unproduktiv zu einem Wochenendausflugsziel umgewidmet, als in Afrika Zustimmung zu erheischen. Aktionen gegen Weiße stoßen vielfach auf Zustimmung. Hinter dem Rauchvorhang dieses „PR Coups“ kann dann ungestört gegen die widerborstige schwarze Bevölkerungsmehrheit vorgegangen werden, die nicht einsehen will, dass „Mugabe Präsident bleiben muss“.

„Wahlsieg“ für Mugabe und seine Zanu
Das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen liegt immer noch nicht vor. Gestern wurden aber die Ergebnisse der Senatswahlen veröffentlicht. Danach haben Regierung und Opposition jeweils 30 Mandate errungen.
Da aber noch 14 Chiefs dazukommen, die von Mugabe in den letzten Monaten mit Autos beschenkt wurden und Mugabe selbst noch einige Senatoren selbst bestimmen kann, hat er im Senat jetzt eine Mehrheit.

Im Parlament, in dem die Opposition die Mehrheit hat, sollen sich die Mehrheitsverhältnisse ebenfalls alsbald ändern, zugunsten der Regierung per Wahlanfechtung und Neuberechnung der abgegebenen Stimmen. Dies kündigte der Mugabe-Vertraute Didymus Mutasa gestern an.

Der Oppositionsführer Morgan Tsvangirai hat gestern Nachmittag eine Pressekonferenz abgehalten und die Möglichkeit offengehalten, nicht an einer Präsidentenstichwahl teilzunehmen, wegen des zu erwartenden Terrors. Gleichzeitig forderte er ein Eingreifen der Uno.

Die Präsidentschaftsstichwahlen müssten spätestens am 21. April stattfinden, dies würde Mugabe aber nicht genug Zeit lassen, seinen Terrorwahlkampf voll zu entfalten. Es wird deshalb damit gerechnet, dass die Wahlen frühestens in 2 Monaten stattfinden.

Simbabwe – Der Wahlterror hat begonnen
Simbabwe – Mugabe plant Terrorwahlkampf
Wahlen in Simbabwe – Robert Mugabes letztes Gefecht, Makoni kandidiert unter Lebensgefahr
Simbabwe – Simba Makoni tritt gegen Mugabe an

afrika

Simbabwe – Der Wahlterror hat begonnen

Dr. Alexander von Paleske – Vorgestern hatte die Oppositionspartei MDC einen Eilantrag bei Gericht eingebracht, die Regierung zu verpflichten, die ausstehenden Wahlergebnisse für die Präsidentschafts-, Senats- und Gemeindewahlen sofort zu veröffentlichen. Das Gesetz schreibt vor, dass die Wahlergebnisse innerhalb von 6 Tagen veröffentlicht werden müssen. Das ist bis zur Stunde nicht geschehen.

Die mündliche Gerichtsverhandlung war für heute anberaumt worden. Die Rechtsanwälte der Oppositionspartei wurden von der Polizei mit Gewalt gehindert daran teilzunehmen; ein eklatanter Rechtsbruch. Aber das alles schert Mugabe und seine Mannschaft nicht.

Rückendeckung vom südafrikanischen Präsidenten
Angesichts der Vorkommnisse wurde der südafrikanische Präsident Thabo Mbeki, der gerade an einer Konferenz in Großbritannien über „Good Governance“ teilnimmt, heute gefragt, wie er zu den Ereignissen stehe. Seine Antwort war, die Situation sei „manageable“ und sehe er keinen Grund zum Eingreifen.

Das überrascht keineswegs nachdem er sich schon seinerzeit nicht hat dazu aufraffen können, einen der schlimmsten Diktatoren Afrikas, Sunnny Abacha von Nigeria, öffentlich zu verurteilen, nachdem dieser den Dichter Ken Saro Wiwa 1995 hatte hinrichten lassen. Sein Präsident Nelson Mandela, Mbeki war Vizepräsident, griff damals den Diktator im Gegensatz dazu in schärfster Form an. Thabo Mbeki hingegen sprach im Zusammenhang mit Sunny Abacha von einer „komplexen Persönlichkeit“.

Auch dass er sich in Simbabwe in stiller Diplomatie über 7 Jahre übte, ohne etwas zu erreichen, wie auch seine Einschätzung die durch Terror und Wahlbetrug 2002 zustande gekommenen Ergebnisse der Präsidentschaftswahl in Simbabwe als „legitim“ zu bezeichnen, sprechen für sich. So abgedeckt kann der richtige Terror nun beginnen.

Beispielsweise Joseph Chinotimba
Dieser Herr, der vor dem Jahre 2002 in Harare als Hilfspolizist beschäftigt war und Schwierigkeiten hat drei zusammenhängende Sätze zustande zu bringen, hatte sich als Oberschläger in den Wahlen 2002 und 2005 bestens bewährt. Mit seiner Schlägertruppe, bestehend aus angeblichen und echten ehemaligen Befreiungskämpfen, hatte er die Bevölkerung in der Umgebung von Harare und in Buhera terrorisiert. Nach erfolgreicher Arbeit belohnte ihn Mugabe mit mehreren Farmen, einem Landrover und der Ehre, ausländische Staatsgäste zusammen mit dem Präsidenten Mugabe am Flughafen empfangen zu dürfen.

Er kandidierte nun wieder bei den Parlamentswahlen in Buhera, in gemäßigt terroristischer Manier, wurde trotzdem oder gerade deswegen nicht gewählt, aber das kann sich immerhin noch ändern, weil Mugabes Regierung eine Reihe von Wahlergebnissen nicht akzeptiert; nämlich dort, wo besonders treue und/oder gewalttätige Gefolgsleute nicht wieder gewählt wurden.

Chinotimba erklärte auf Wahlveranstaltungen in Buhera, er besitze keinerlei akademische Qualifikationen, dafür aber eine Qualifikation im Töten. Die wird er jetzt wohl zum Einsatz bringen.

Simbabwe – Mugabe plant Terrorwahlkampf
Wahlen in Simbabwe – Robert Mugabes letztes Gefecht, Makoni kandidiert unter Lebensgefahr
Simbabwe – Simba Makoni tritt gegen Mugabe an

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Simbabwe – Mugabe plant Terrorwahlkampf

Dr. Alexander von Paleske — 4.4. 2008 –. Das Politbüro der Regierungspartei ZANU hat heute beschlossen, dass Simbabwes Präsident Robert Mugabe zu einer Präsidentenstichwahl antreten wird, und dies, obgleich es sechs Tage nach der Wahl noch nicht einmal offizielle Wahlergebnisse für die Präsidentschaftswahl gibt.

Die Teilnehmer einschließlich der Chefs von Armee und Polizei sicherten ihm zu dafür zu sorgen, dass er die Wahlen gewinnt. Da Mugabe aber keine Chancen hat auf demokratischem Weg diese Wahlen zu gewinnen, wird es einen Terrorwahlkampf wie schon bei den vorangegangenen Wahlen geben.

Obgleich Arthur Mutambara im Matabeleland und Simba Makoni Vorbehalte gegen Tsvangirai haben und für sie somit einiges gegen Tsvangirai spricht, so spricht für beide gegen Mugabe alles. Sie werden daher aller Voraussicht nach ihre Wähler auffordern, für Tsvangirai zu stimmen. Damit wäre Mugabe völlig chancenlos; wohlgemerkt, bei ordnungsgemäßen Wahlverlauf.

Zum Wahlkampf: Terror und Betrug
Mugabe wird daher wohl seine letzten beiden Karten in der Stichwahl ausspielen, Terror und Wahlbetrug. In seiner Regierungszeit hat er noch nie vor Terror zurückgeschreckt. Dies zeigte sich während der Operation Gukurahundi in den 80er Jahren, als er schätzungsweise 20.000 Angehörige des Matablestammes ausrotten ließ. Teilweise lebendig begraben, teilweise ausgehungert – mit dabei auch Folter und Vergewaltigungen.

Die deutsche Missionsärztin Dr. Davis, Leiterin des katholischen Missionskrankenhauses St. Lukes in Lupane, und der Orthopäde am Mpilo Krankenhaus in Bulawayo, Professor Ken Rankin, mit ihnen arbeitete ich später zusammen, beschwerten sich persönlich bei Mugabe.

Professor Rankin, dessen Frau ein prominentes Mitglied des südafrikanischen ANC war und unter Nelson Mandela später Unterstaatssekretärin im südafrikanischen Außenministerium wurde, stellte eine Fotodokumentation über die Opfer von Misshandlungen, die in seine Sprechstunde im Mpilo Krankenhaus kamen, zusammen, und schickte sie an Mugabe. Nichts änderte sich. Stattdessen erhielt er Besuch vom Geheimdienst.

Terror ohne Ende
Aber Mugabes Terror endete nicht dort. Vor den Präsidentschaftswahlen im Jahre 2002 ließ er über seine „Kriegsveteranen“ einen unbeschreiblichen Terror entfalten, wozu Mord, Totschlag und Vergewaltigung zählten; anschließend ließ er dann noch die Wahlergebnisse fälschen.

Im Jahr 2005, vor den Wahlen zum Senat, ließ er Zerstörungskommandos in die Städte einrücken und die ärmlichen Behausungen von mehr als 500.000 Menschen zerstören und jagte sie ins Freie – mitten im Winter.

Er wird bei dieser Vergangenheit natürlich keine Skrupel haben, nun wieder zum Mittel des Terrors zu greifen. Diesmal nicht in den Städten, weil das zu auffällig wäre, sondern wieder in den ländlichen Gebieten, wo 70 Prozent der Bevölkerung leben.

Fast ist man versucht zu sagen, dass für die gequälte und hungernde Bevölkerung Simbabwes der „große“ Wahlbetrug besser sein könnte.

Aber diesmal könnte er sich trotzdem irren. Der Hass auf ihn könnte größer sein als die Angst. Den Menschen in Simbabwe könnten noch schwere Wochen bevorstehen.

Wahlen in Simbabwe – Robert Mugabes letztes Gefecht, Makoni kandidiert unter Lebensgefahr
Simbabwe – Simba Makoni tritt gegen Mugabe an

SATIRE

Satire © RONALD SLABBERS (2)

                                                                                                                                                                                                                                                                                      slabbers_US_flag400

© Copyright 2008 by Ronald Slabbers

Weitere Bilder des in Amsterdam lebenden Ronald Slabbers finden Sie auf seiner Webseite

http://www.ronaldslabbers.com/drawings