Krieg

Neue Spannungen im Nahen Osten wegen angeblicher Abhörstation

World Content News – Wegen einer Abhörstation, die der Iran in Syrien gebaut haben soll, um den militärischen Funkverkehr Israels zu belauschen, haben sich die Gerüchte um einen möglichen bevorstehenden Krieg gegen Syrien und Iran urplötzlich wieder verschärft. Angeblich soll Syrien Truppen an der Grenze zusammengezogen haben, in den letzten Tagen haben mehrere Atom-U-Boote aus den USA den Suez-Kanal durchquert. Und heute hat der israelische Verteidigungsminister überrraschend einen Besuch in Berlin abgesagt.

Aus israelischen Militärkreisen verlautete, Iran hätte Syrien dabei geholfen, mehrere hoch entwickelte Abhörstationen zu bauen. Während der Iran umgehend dementierte, sagte ein Abgeordneter des syrischen Parlaments gegenüber der panarabischen Tageszeitung „al-Sharq al-Awsat“, dies wäre kein Geheimnis:

Syrien tut alles, was helfen könnte, sein Hoheitsgebiet zu verteidigen, darunter auch, sich Experten für militärische zu Hilfe zu holen“

Wir sind noch immer im Krieg mit Israel. Wir haben das Recht, unsere Grenzen zu verteidigen, mit allen Mitteln im Rahmen des Völkerrechts

Erst gestern hatte die in London erscheinende arabische Tageszeitung „Al-Quds al-Arabi“ berichtet, Syrien mobilisiere seine Reservisten und verstärke die Truppen entlang der Grenze zu Israel und zum Südlibanon. Syrien bereite sich so auf einen möglichen Angriff Israels auf die pro-iranische Hizbullah-Miliz und auf das eigene Land vor. In Israel hieß es hingegen, es gebe keine syrische Mobilisierung an der Grenze.

In Israel rechnet man offenbar mit Vergeltungsschlägen der Hizbullah, deren Militärchef Imad Maghnijah vor wenigen Wochen mutmaßlich mit Hilfe des israelischen Geheimdienstes Mossad ermordet wurde. Am Sonntag soll eine große Zivilschutzübung im Norden des Landes abgehalten werden. Genau vor einem Jahr hatte anläßlich einer solchen Übung ein russischer General mit ungewöhnlichen Detailaussagen vor einem geplanten Angriff der USA auf den Iran gewarnt.

Am 22. März dieses Jahres berichtete die saudische Zeitung Okaz über Vorbereitungen des Königreichs auf mögliche nukleare Folgen eines US-Angriffs auf Atomanlagen im Südiran. Diese Meldung wurde jedoch kurze Zeit später kommentarlos wieder zurückgezogen.

Quellen:
Nachrichtenzusammenfassung Libanon – Abend – Do., 03. April 2008
(Beirut-Reporter.de, 03.04.2008)
Spannungen zwischen Israel und Syrien
(Vienna Online, 03.04.2008)
Israels Armee in Alarmbereitschaft
(FAZ, 03.04.2008)
Israelischer Verteidigungsminister sagt Besuch in Berlin ab
(Basler Zeitung, 03.04.2008)
Syria confirms, Iran denies Israeli comments on listening stations
(Earthtimes, 03.04.2008)
Israel fears Syrian army moves may signal Hezbollah attack
(Haaretz, 03.04.2008)
Israeli intelligence suspects Hizbullah plans attack via proxy
(Daily Star (lb), 03.04.2008)
Israel: Hizbullah Will not Avenge Mughniyeh Killing
(Naharnet (lb), 03.04.2008)
Syrien dementiert Truppenaufmarsch an israelischer Grenze
(Berliner Umschau, 02.04.2008)
Israel conducts War Games directed against Iran and Syria
(globalresearch.ca, 03.04.2008)
Iran accuses Bush of trying to destabilize Persian Gulf
(RIA Novosti, 03.04.2008)
Der Okaz-Bericht: Steht der Iran-Krieg bevor?
(readers-edition.de, 02.04.2008)
Will America wipe out Iran’s nuclear installations?
(australia.to, 03.04.2008)
U.S. Diplomats Forecast Nuclear Arms Race in Middle East if Iran Gets the Bomb (myfoxla.com, 03.04.2008)
Saudis, Turkey May Go Nuclear if Iran Does
(newsmax.com, 03.04.2008)
US deploys more war machines to Persian Gulf
(casmii, 26.03.2008)
Nordkorea droht Südkorea «Militäraktionen» an
(baz.ch, 03.04.2008)

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deutschland

Simbabwe – Mugabe am Ende

Dr. Alexander von Paleske – Das ist die Bilanz des gestrigen Tages: Mugabes Minister haben ihre Wahlkreise verloren, dagegen dürfte der Oppositionsführer Morgan Tsvangirai die absolute Mehrheit der Stimmen erzielt haben. Selbst in seinem Geburtsort Zvimba konnte Mugabe nur wenige Wähler bewegen für ihn zu stimmen. Obgleich die Wahlergebnisse noch nicht amtlich verkündet sind, kennt die Regierung die Zahlen natürlich ebenso gut wie die Opposition.

Ein paar Stunden Aufschub haben sich Mugabe und seine Lakaien noch erzwungen, indem sie die Polizei und die Armee in die Städte schickten. In Marondera trieben sie eine Freudenkundgebung mit Tränengas auseinander. Aber auch die Polizei und die Armee sind von der katastrophalen Lage nicht weniger betroffen als der Rest der Bevölkerung und es steht heute eine Meuterei ins Haus, sollten die Ergebnisse frisiert sein.

Für Mugabe bleibt nur noch ein Ausweg: Ins Exil zu gehen, vermutlich nach Malaysia. Dort hat er sich bereits in einem Touristenparadies einen kleinen Palast errichten lassen. Und schon halten sich Gerüchte, demnach er das Land bereits verlassen hat.

Es wird lange dauern, die Schäden, die Mugabe mit seiner katastrophalen Politik angerichtet hat, zu beseitigen. Vieles wird irreparabel sein, der Exodus der Fachkräfte zum Beispiel, die gerade jetzt dringend gebraucht würden.

Hochachtung für die geschundene Bevölkerung, die sich nicht hat einschüchtern lassen. Sie ist die wahre Heldin in dieser afrikanischen Tragödie.

Wahlen in Simbabwe – Robert Mugabes letztes Gefecht, Makoni kandidiert unter Lebensgefahr
Simbabwe – Simba Makoni tritt gegen Mugabe an

afrika

Simbabwe – Mugabes Machterhalt durch „Geisterwähler“?

Dr. Alexander von Paleske – In Simbabwe wurde gewählt. Was von Anfang an befürchtet wurde, scheint sich bereits jetzt zu bestätigen: Massiver Wahlbetrug.

Die Oppositionspartei MDC hatte sich erst durch ein Gerichtsurteil in letzter Minute Einblick in die Wählerlisten verschaffen können; auf einer Diskette, die in mühsamer Kleinarbeit dechiffriert wurde. Und mit den Reportern des Senders Al Jazeera, einer der ganz wenigen, die unabhängig aus Simbabwe berichten können, ging es am Freitag in ein Gebiet in Harare Nord, wo nach den amtlichen Wählerlisten angeblich 8.000 Wähler wohnen sollen. MDC und die Reporter von Al Jazeera fanden dort ganze acht Wähler. Außerdem ließ Mugabe 9 Millionen Stimmzettel drucken für knapp 6 Millionen Wähler. Damit ist klar, dass Mugabe, wie „Nachrichten Heute“ schon berichtete, über Geisterwähler seine Wiederwahl sichern will.

Putsch oder Ausnahmezustand?
Der Bombenanschlag in Bulawayo auf die Senatskandidatin der Regierungspartei, Judith Mkwanda, und die Erklärung von Präsident Robert Mugabe, dass er niemals zulassen werde der Opposition zu gestatten die Macht zu übernehmen, weil sie „Marionetten der britischen Regierung seien“, eröffnet Spekulationen über „was wenn“. Was passiert, wenn trotz aller Betrugsmanöver Mugabe verlieren sollte?

Robert Mugabe hat keinerlei Aussichten, die Wahlen, so es mit rechten Dingen zuginge, zu gewinnen, darüber sind sich die meisten Beobachter weitgehend einig.

Selbst der Professor für Politische Wissenschaften an der Universität in Harare, Joseph Kurebwa, ein Anhänger der Regierungspartei ZANU, hat dies ZDAMM PARSC Q in einem geheimen Bericht für seine Parteifreunde eingestanden. Sein Bericht geriet in die Hände der südafrikanischen Zeitung „Saturday Star“ und wurde am Wahltag veröffentlicht.

Die politische Analyse besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil ist für die Öffentlichkeit bestimmt, wird in der Regierungspresse zitiert und behauptet, Robert Mugabe erhielte 56 bis 57 Prozent der Stimmen.

Im zweiten und nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Bericht wird Mugabe keine Chance auf eine absolute Mehrheit im ersten Wahlgang eingeräumt, so dass ein zweiter Wahlgang notwendig werde. In diesem weiteren Wahlgang trete die Opposition dann nur noch mit einem Kandidaten statt jetzt mit zweien an und erhielte damit vermutlich die Mehrheit der Stimmen. Darüberhinaus prophezeit Kurebwa Massenunruhen, wenn Mugabe durch Wahlbetrug im ersten Wahlgang siegen würde.

Loyalitätseid auf die Republik
Der Befehlshaber der Armee, Constantine Chiwenga, der Chef der Polizei, Augustine Chihuri und der Leiter der Gefängnisse, Pradzayi Zimondi, haben erklärt, dass sie weder einen Präsidenten Tsvangirai, noch einen Präsidenten Makoni akzeptieren wollen. Da der Armeebefehlshaber Chiwenga seinen Loyalitätseid auf die Republik und die Verfassung, nicht aber auf die Person Mugabes geleistet hat, muss dies dann als Meuterei oder Putsch seitens Mugabes angesehen werden.

Der Bombenanschlag auf Mkwanda soll möglicherweise ein von der Regierung geplantes Chaos einläuten, um den Boden für einen derartigen Putsch oder Ausnahmezustand – oder beides – zu bereiten.

Robert Mugabe hat bei seiner letzten Wahlkampfrallaye in Bulawayo erklärt, jede Stimme für die Opposition sei eine verlorene Stimme, weil er niemals zuließe, dass die Opposition an die Macht kommt.

Die Frage bleibt: Wird die Bevölkerung Simbabwes den Wahlbetrug hinnehmen? Wir werden es bald wissen.

Wahlen in Simbabwe – Robert Mugabes letztes Gefecht, Makoni kandidiert unter Lebensgefahr
Simbabwe – Simba Makoni tritt gegen Mugabe an

terror

Murat Kurnaz spricht vor Millionenpublikum in den USA über sein Folterschicksal

World Content News – Der mehr als vier Jahre von den USA gefangen gehaltene Deutsch-Türke Murat Kurnaz wird erstmals im TV-Sender CBS über Einzelheiten seiner Folterhaft in Kandahar berichten.

Die gewöhnlich als Publikumsmagnet gepriesene Sendung „60 Minutes“ soll am 30. März ausgestrahlt werden. Das Interview das vorab aufgezeichnet wurde, enthält erschütternde, in der Öffentlichkeit in diesen Einzelheiten bisher so nicht bekannte Details.


Kurnaz klärt US-Bürger über die Verbrechen ihrer Regierung auf

http://www.cbs.com/thunder/swf/rcpHolderCbs-prod.swf

Er erzählt, wie er in Afghanistan in einem Flugzeughangar mit dem Kopf nach unten an der Decke aufgehängt wurde. Dass man seinen Kopf unter Wasser drückte. Er schildert, wie er elektrische Schläge auf sein Fußsohlen verpasst bekam, wie er dabei von den Ärzten auf seine weitere „Foltertauglichkeit“ untersucht wurde:

„Every five or six hours they came and pulled me back down and the doctor came,“ he recalls. „He looked into my eyes. He checked my heart and when he said ‚okay,‘ then they pulled me back up,“ he tells Pelley.

„They used to beat me when my head was underwater…they beat me into my stomach….I had to inhale the water,“ he tells Pelley.

Auch nach seiner Überstellung von Kandahar nach Guantanamo, wo er laut eigenen Worten als einer der ersten „feindlichen Kombattanten“ angekommen sein soll, wurde er weiter gequält. Es gab Schläge auf seine Hände von US-Soldaten in voller Kampfmontur, Schlafentzug und Einzelhaft.

„It’s dark inside, no lights and they can punish you in isolation… by coldness or…heat. They have special air conditioners. Very strong. They can turn it very cold or very hot.“

Das Pentagon hat sich bisher auf Anfragen so dazu geäußert:

„We treat all detainees humanely… and all credible claims are investigated thoroughly…. The abuses Mr. Kurnaz alleges are not only unsubstantiated and implausible, they are simply outlandish.“

Outlandish hat laut Wörterbuch unterschiedliche Bedeutungen:

ausgefallen – ausländisch – fremdartig – haarsträubend – seltsam

Quelle:

CBS (Bericht und Vorschau-Video):

Ex-Terror Detainee Says U.S. Tortured Him
Tells 60 Minutes He Was Held Underwater, Shocked,
And Suspended From the Ceiling

siehe auch:
Analyse: Der Fall Kurnaz im US-Wahlkampf
(Berliner Zeitung, 29.03.2008)
Kurnaz-Anwalt kündigt Beschwerde gegen Staatsanwaltschaft an
(Yahoo News, 12.03.2008)
KSKler droht kritischem Offizier Jürgen Rose
(readers-edition.de, 26.03.2008)
Ermittlungen im Fall Kurnaz erneut eingestellt
(Gießener Anzeiger, 13.03.2008)

linkDieser Artikel erschien erstmalig bei World Content News

umwelt

Vom Himmel, da kommt es her – „Weltraumschrott“

onlineredaktion – Laut Goscinny und Uderzo, die Schöpfer von Asterix und Obelix, waren die Gallier ein sehr mutiges Volk, das nur eines fürchtete, nämlich dass ihm der Himmel auf dem Kopf fiele. Wahrscheinlich sind wir Mensch heutzutage zu sorglos. Oder wir haben zu viel, vor dem wir uns fürchten, so dass wir kaum noch an den Himmel denken, der uns auf dem Kopf fallen könnte. Sicherlich wird nicht der ganze Himmel herunter kommen, aber gewisse Teile aus den Tiefen des Weltalls fallen täglich auf die Erde und erreicht uns höchstens als Staubkorn, weil der überwiegende Teil des Himmelskörpers in der Atmosphäre verglühte. Doch Heiner Klinkrad, Leiter der Abteilung Raumfahrtrückstände bei der Europäischen Raumfahrtagentur ESA in Darmstadt, sagt, im Jahr 2007 seien rund 70 Tonnen „Weltraumschrott“ auf die Erde gefallen, von Menschen gemachte Himmelkörper also.

Wie jetzt bekannt wurde, schlug im November 2007 ein rund 20 Kilogramm schweres Stück „Weltraumschrott“ in Australien bei Cheepie im Bundesstaat Queensland auf eine Farm ein. James Stirton, der Besitzer der Farm, fand das Teil in einem abgelegenen Feld und benachrichtigte die Behörden. Angereiste australische Wissenschaftler identifizierten es als „Weltraumraumschrott“. Sie sind überzeugt, dass es sich um den Teil einer Rakete handele, mit der Satelliten in den Weltraum befördert werden, sagte der Direktor des Planetariums in Brisbane, Mark Rigby. Vermutlich habe der Farmer den Helium- oder Stickstoff-Tank einer Rakete gefunden, die vor gut eineinhalb Jahren in den USA gestartet sei. Es sei nicht ungewöhnlich, „Weltraumschrott“ auf der Erde zu finden. „In der Erdumlaufbahn sind wahrscheinlich rund 5000 Tonnen an ausgedienten Satelliten und Müll-Teilen unterwegs“, sagte er.

Na, dann könnte bald ein neuer Beruf entstehen: Weltraumschrotthändler. Auf einfachsten wäre es, wenn die Teile aus dem All gleich auf dem Schrottplatz fielen. Das wäre der Raumfahrt angemessen und effizienter für den Weltraumschrotthändler.

SATIRE

Satire © RONALD SLABBERS (1)

                                                                                                                                                                                                                                                                                      slabbers_olympic400
© Copyright 2008 by Ronald Slabbers

Weitere Bilder des in Amsterdam lebenden Ronald Slabbers finden Sie auf seiner Webseite

http://www.ronaldslabbers.com/drawings

afrika

Wahlen und Wahlbetrug in Simbabwe

Dr. Alexander von Paleske – Am 29. März finden in Simbabwe Wahlen statt, gewählt werden sollen der Präsident, die Abgeordneten zum Parlament und die Senatoren.

Die vorangegangenen Wahlen seit der Unabhängigkeit 1980 waren sämtlich durch gewalttätige Einschüchterung und seit 2000 auch zusätzlich durch offenen Wahlbetrug gekennzeichnet. Die umfassende gewalttätige Einschüchterung fand diesmal längst nicht in dem erwarteten Umfang statt.

Mugabe setzt auf Wahlbetrug
Der seit der Unabhängigkeit regierende Staatspräsident Mugabe setzt, wie auch der kenianische Staatspräsident im Januar dieses Jahres, voll auf Wahlbetrug.

Mugabe hätte bei freien Wahlen keine Chancen, auch nur 20 Prozent der Stimmen zu bekommen. Simbabwe ist wirtschaftlich am Ende, die Inflationsrate liegt bei 100.000 Prozent, die Bevölkerung hungert. Und im Gegensatz zu manch anderem Land in Afrika kennt der große Teil der Bevölkerung noch das Simbabwe, als es die Kornkammer des südlichen Afrika war, in dem Land, in dem der Tourismus Jahr für Jahr zweistellige Zuwachsraten aufwies und es stetig aufwärts ging, das waren die „goldenen Jahre“ nach der Unabhängigkeit, insbesondere nach dem Ende des Genozids im Matabeleland im Jahr 1987.

Und die Bevölkerung weiß auch, wer für den Untergang ohne dass ein Krieg stattgefunden hat, verantwortlich ist: Präsident Robert Mugabe. Also setzt Mugabe voll und ganz auf Wahlbetrug.

Grabsteine im Wählerverzeichnis
Aus den Wählerverzeichnissen hat Mugabes Regierung jede Menge junger Wähler, insbesondere aus den Städten, die traditionell Hochburgen der Opposition sind, entfernen lassen. Darüber hinaus sollen in den Städten eine völlig unzureichende Anzahl von Wahlurnen bereitgestellt werden. Stattdessen hat er alte Wählerverzeichnisse reaktivieren lassen, auf dem sich eine große Anzahl Verstorbener wiederfindet. Und er hat 9 Millionen Wahlzettel drucken lassen, und dies bei weniger als sechs Millionen Wählern. Die Polizei, die normalerweise von den Wahllokalen fernbleiben musste, darf nun in den Wahllokalen „helfen“. Aber für Mugabe gibt es erstmalig Unsicherheitsfaktoren: Werden all diese „Betrugshelfer“, die selbst auch Opfer des wirtschaftlichen Niedergangs sind, Mugabe „helfen“?

Der Wunsch nach der Abwahl Mugabes ist weitverbreitet, auch innerhalb der Sicherheitskräfte. Das zeigte sich kürzlich, als bei der Ankunft Mugabes zu einer Wahlveranstaltung in Magunje, wo einige Soldaten Mugabe den militärischen Gruß verweigerten.

Sollte der von Mugabe geplante Wahlbetrug nicht klappen, dann will er putschen, dies haben jedenfalls schon einmal die Armeebefehlshaber durchblicken lassen. Und so bleibt der wirklich wichtige Teil der Wahl: Zu wessen Gunsten wird der Wahlbetrug laufen, und was passiert nach der Wahl?

Wahlen in Simbabwe – Robert Mugabes letztes Gefecht, Makoni kandidiert unter Lebensgefahr
Simbabwe – Simba Makoni tritt gegen Mugabe an

deutschland

Landung in Anjouan – Thabo Mbekis Einfluss in Afrika schwindet

Dr. Alexander von Paleske – Heute Morgen landeten Truppen der komorischen Armee zusammen mit einem Kontingent der Afrikanischen Union (AU) mit Amphibienfahrzeugen auf der abtrünnigen Insel Anjouon und brachten den Hauptort der Insel unter ihre Kontrolle. Der Sezessionist Mohamed Bacir hatte sich mit einigen Hundert ihm ergebener Polizisten aus dem Hauptort zurückgezogen.

Die Landung sollte ursprünglich schon vor zehn Tagen stattfinden, aber Südafrikas Präsident Thabo Mbeki hatte alles versucht, um das zu verhindern, „Nachrichten Heute“ berichtete ausführlich darüber.

Dass sich die AU letztlich darüber hinweg setzte, dokumentiert einmal mehr, wie Mbekis Einfluss in Afrika sich in einem steilen Sinkflug befindet.

ANC-Präsident Jacob Zuma besucht Angola
Aber auch in Südafrika schreitet der Machtverfall Mbekis unaufhörlich weiter. Am vergangenen Osterwochenende reiste der neue ANC-Präsident Jacob Zuma nach Angola. Er wurde mit der Privatmaschine von Angolas Präsidenten befördert und wie ein Staatspräsident behandelt. Offiziell ging es um die Teilnahme an den Feierlichkeiten zum Gedenken an die Schlacht von Cuito Cunavale vor 20 Jahren, eine Schlacht, bei der zum ersten Mal die massiv eingesetzten südafrikanischen Truppen keinen Sieg mehr erringen konnten, sondern gegenüber den kubanisch-angolanischen Truppen ins Hintertreffen gerieten.

Der Ausgang der Schlacht markierte gleichzeitig einen Wendepunkt im strategischen Denken des Apartheidstaates und führte zu dem Beginn der ernsthaften Verhandlungen über die Unabhängigkeit Namibias, die zwei Jahre später folgte.

Zuma verhandelte in Angola, wie ein Staatspräsident über die Intensivierung der bilateralen Beziehungen und Teilnahme südafrikanischer Firmen bei dem Aufbau der Infrastruktur des durch 30 Jahre Krieg verwüsteten Landes, das dank der Erdöl- und Diamantenvorkommen zu den potentiell reichsten Ländern Afrikas zählt.

Militärische Invasion gestoppt – Südafrikas Präsident Thabo Mbeki und die Komoren

spionage

The Curveball Affair

John Prados – On February 5, 2003, Secretary of State Colin Powell made a dramatic presentation before the United Nations Security Council, detailing a U.S. bill of particulars alleging that Iraq possessed weapons of mass destruction that threatened not only the Middle East, but the rest of the world. Unbeknownst to the public at the time, a key part of the U.S. case—relating to biological weapons—was based on the direct knowledge of a single agent known as CURVEBALL, whose credibility had previously been cast in serious doubt.


U.S. Secretary of State Colin Powell holds up a model vial of anthrax during his historic presentation before the United Nations Security Council, February 5, 2003.

CBS News’ 60 Minutes is now reporting the identity of the agent as one Rafid Ahmed Alwan, (Note 1) who appeared in a German refugee center in 1999 and brought himself to the attention of German intelligence. CBS News describes Alwan as “a liar … a thief and a poor student instead of the chemical engineering whiz he claimed to be.” (Note 2) If accurate, the CBS report raises even more troubling questions about the basis for the Bush administration’s decision to go to war in Iraq, as well as more general considerations about the relationship between intelligence and the policy process.

By way of background to this latest revelation, the National Security Archive is reproducing the existing public record on CURVEBALL as derived from declassified records, official inquiries and former officials’ accounts. The documents below are a small fraction of the full record, which remains almost entirely classified. The National Security Archive has filed Freedom of Information Act requests for these still-secret materials and will post them as they become available.

The public record as of this posting, while miniscule, nevertheless has an important story to tell, the centerpoint of which is Powell’s speech, which represented the Bush administration’s most powerful public argument leading to the decision to invade Iraq.

Powell’s address, modeled after Adlai Stevenson’s vivid appearance before the same body in 1962 during the Cuban missile crisis, was punctuated by a glossy slide presentation and show-and-tell devices including a vial of powder which he held up before his audience, declaring that if it were a biological weapon it would be enough to kill thousands of people. Saddam Hussein, Powell forcefully asserted, possessed stockpiles of such weapons and the infrastructure to produce them. (Note 3)

According to both of the major official U.S. investigations into Iraq’s weapons of mass destruction (WMD) programs—by the so-called Silberman-Robb Commission and the Senate Select Committee on Intelligence (Note 4)—Powell based this particular claim on data gathered by the CIA, which in turn relied principally on information it had obtained indirectly from CURVEBALL.

Read all at the National Security Archive

Krieg

Meeres-Rambo: US-Schiff feuert auf Kleinboote fliegender Händler

World Content News– Weil im Suez-Kanal ägyptische Händlerboote nicht sofort der Aufforderung nachgekommen waren, sich von einem Frachter fernzuhalten, der im Auftrag der US-Armee unterwegs war, hat ein sich an Bord befindendes Sicherheitskommando der Navy das Feuer eröffnet und einen 32 Jahre alten Mann erschossen, drei wurden verletzt.

Das zivile Motorschiff „MV Global Patriot“ von der Firma Global Container Lines, das im Auftrag des Navy’s Military Sealift Command unterwegs war und nach Medienberichten gebrauchtes Militärgerät aus Dubai an Bord hatte, wartete aus dem Roten Meer kommend etwa zwei Seemeilen vom Hafen von Suez entfernt auf die Einfahrt in den Kanal, als sich mehrere kleine Boote mit Händlern näherten, die Zigaretten, Getränke und Lebensmittel verkaufen wollten.


MV Global Patriot: Wer kein Englisch versteht, hat Pech gehabt

Offenbar hatte ein Boot die auf Englisch gehaltene Aufforderung, sich dem Schiff nicht zu nähern und sofort abzudrehen, nicht verstanden, da eröffnete die Besatzung an Bord des Frachters das Feuer. Angeblich soll es zuvor eine Serie von Warnschüssen gegeben haben, wie zumindest Vertreter der 5. US-Flotte sowie ein ägyptischer Offizieller behaupteten. Warum das Kleinboot seinen Kurs trotzdem fortsetzte, ist nicht bekannt.

In der jüngeren Vergangenheit hatte der US-Frachter auch so genannte Mine Resistant Ambush Protected (MRAP)-Fahrzeuge von Südafrika aus in den Irak geliefert, die vom britischen Rüstungskonzern BAE Systems gebaut werden. Ob sich auch bei dem Zwischenfall solche gepanzerten Spezialfahrzeuge an Bord befanden, ist bisher nicht bestätigt. Die „MV Global Patriot“ hatte 2006 auch Munition und Bauteile von Patriot-Abwehrraketen nach Japan geliefert.

Im Golf von Aden, am anderen Ende des Roten Meeres, hatten El- Kaida-Terroristen im Jahr 2000 den amerikanischen Zerstörer «USS Cole» mit einem mit Sprengstoff beladenen Boot gerammt. Damals waren 17 US-Marinesoldaten ums Leben gekommen.

Dieser Artikel erschien erstmalig bei Worls Content News