vermischtes

Tratschundlaber

Sonja Wenger – Zum Glück gibt’s die «Schweizer Illustrierte»: Immer dann, wenn der Überdruss an Jahresrückblicken einsetzt, schaut Elisabeth Tessier wohlgemut in die Zukunft und verkündet überraschend: «2008 wird ein gutes Jahr».

Die Planetenzyklen seien positiv. Das wird aber auch nötig sein, schliesslich weiss man bald nicht mehr, was denn nun zu tun ist: «Licht aus!», propagierte der «Blick» auf der Titelseite am 8. Dezember, als die grosse «Umwelt-Aktion des Jahres» als ein «leuchtendes Zeichen» für die Klimakonferenz auf Bali. Gleichzeitig lancierte die deutsche Tageszeitung «taz» auf ihrer Titelseite für das gleiche Datum «Licht an!».


So macht regieren Spass!

Während sich der «Blick» allerdings nach der Aktion wie immer selbst auf die Schulter klopfte, lieferte die «taz» immerhin eine «Klimaaktion für Fortgeschrittene»: Schliesslich gehe es doch darum, seine eigene Klimabilanz zu verbessern und «auf keinen Fall das eigene Hirn auszuschalten». Ein Appell, den man nicht oft genug wiederholen kann. Denn mehr als je zuvor wollen uns Medien und Werbung vom Gegenteil überzeugen und vertreten – frei nach Sartre – die Philosophie: «Ich kaufe, also bin ich.»

Aus diesem Grund werden beispielsweise die Fotos der Restkörper von Models nochmals künstlich in die Länge gezogen, wie kürzlich ein deutscher Modefotograf bestätigte. Mit ein paar Mouseklicks könne er leicht «zwei Konfektionsgrössen wegzaubern». Weshalb sich die Models dann trotzdem zu Tode hungern, hat er allerdings nicht erklärt.

Gleichzeitig kann sich die Weltpresse kaum davon erholen, dass Frankreichs Präsident Nikolas Sarkozy mit einem Model anbandelt, als ob das etwas Neues sei. So viel Fressen auf einmal, oder wie «Welt Online» schrieb: «Früher waren Männer Jäger und Frauen Sammlerinnen. Heute gibt es Carla Bruni», ihr Beuteschema heisst «Grosswild».

Doch noch ist die Vernunft nicht ganz tot: So hat der britische Sänger Damon Albarn vorgeschlagen, alle sogenannten Talent-Shows abzuschaffen, da die «Celebrity-Kultur eine falsche Botschaft vermittelt». Weiter hat Michael Jacksons Sohn Prince Michael seinen Papa «versehentlich» ins Gesicht geschlagen, frei nach dem Motto «Ich bin auch eine Halloween-Maske».

Und obwohl vor dem 10. Dezember kaum jemand geglaubt hätte, einmal froh über die Wahl einer SVP-Bundesrätin zu sein, bleibt vor allem eine Frage: Wieso gibt es noch keine CHVersion in blauweiss jener Plastikpuppe, die US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton als Nussknacker mit «Schenkeln aus Edelstahl» zeigt? http://www.hillarynutcracker.com.

medien

k-notes

Lukas Vogelsang – Das ist die Höhe: Das Regierunsstatthalteramt Bern entschied Anfang Januar 2008, dass wer den Berner Anzeiger nicht will, diesen mit der Willensäusserung „Bitte keinen Anzeiger Region Bern in diesen Briefkasten“ auch nicht annehmen muss. Nur gerade mal 4 Tage später wird diese Entscheidung wieder korrigert. Was läuft da schief im Stattthalteramt?

Nur gegen den Amtsteil hätten wir ja nichts, aber gegen die 22 Seiten Werbung und die 12 Seiten Beilagen. Es muss aber auch erwähnt werden, dass das Beispiel von Herrn Ramseier im Bundartikel (siehe Dossier Anzeiger) unsinnig ist: MieterInnen haben sehr wenig Einfluss auf Baupublikationen – das ist was für LiegenschaftsbesitzerInnen. Als Argument, um die Wichtigkeit eines zwangsverordneten Anzeigers zu unterstreichen, kann dies auf jeden Fall nicht gelten.

Und grotesk wird es, wenn wir noch feststellen müssen, dass gerade die neue Weisung vom Stadthalteramt NICHT im Amtsanzeiger kommuniziert wird! Sowieso, alle Begründungen sind fadenscheinig und lächerlich, denn: Bisher – und dies seit 1993 – wurden die Kleber („Bitte keinen Anzeiger“) an den Briefkästen akzeptiert. Jetzt plötzlich nicht mehr. Gilt da nicht schon das Gewohnheitsrecht?

Dieses plötzliche Doktrin der Werbung auf Amtswegen ist weder erwünscht, noch dient es der Sache. Und schlussendlich beweist die Berner Regierung mit solchen Taten, dass sie käuflich und verfilzt ist – denn anders kann man sich diesen Sinneswandel nicht erklären. Mut also zum Widerstand – wir stellen sofort unsere Abhilfeliste ins Netz und sie können auch die offizielle Verzichtserklärung als PDF downloaden.

Sagen sie es weiter, reden Sie mit ihren Nachbaren – denn hier will offensichtlich jemand aus der Unwissenheit der Bevölkerung Profit ziehen (Werbeverkauf). Und was wir BürgerInnen dazu meinen, interessiert niemanden. Prost ökologische Stadt.

medien

Afghan journalist sentenced to death…

Larisa Alexandrovna – Well, so much for winning the war in Afghanistan or freeing the Afghanis from the Taliban. Freedom continues to be on the march, err, farce:

„KABUL, Afghanistan (AP) — An Afghan court on Tuesday sentenced a 23-year-old journalism student to death for distributing a paper he printed off the Internet that three judges said violated the tenets of Islam, an official said.

The three-judge panel sentenced Sayad Parwez Kambaksh to death for distributing a paper that humiliated Islam, said Fazel Wahab, the chief judge in the northern province of Balkh, where the trial took place. Wahab did not preside over the trial.

Kambaksh’s family and the head of a journalists group denounced the verdict and said Kambaksh was not represented by a lawyer at trial. Members of a clerics council had been pushing for Kambaksh to be punished.

The case now goes to the first of two appeals courts, Wahab said. Kambaksh, who has been jailed since October, will remain in custody during appeal.

Wahab said he did not immediately have the details of the paper that Kambaksh circulated, other than that it was against Islam. Kambaksh discussed the paper with his teacher and classmates at Balkh University and several students complained to the government, Wahab said.“

Read all at atlargely

deutschland

Schwarz-gelbe Bildungsmiserere – Demo gegen Kopfnoten in Düsseldorf

Michael Schulze von Glaßer – Verhalten kann sich ändern – die Kopfnote bleibt ein Leben lang. Am Samstag letzter Woche, demonstrierten rund 2.000 Schülerinnen und Schüler auf den Straßen der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf gegen die Einführung von Kopfnoten – einen Tag nach der Halbjahreszeugnisvergabe. Neben den Fachnoten wurden Noten in den beiden Kategorien Arbeits- und Sozialverhalten verteilt, welche wiederum in jeweils drei Kompetenzbereiche unterteilt sind: Leistungsbereitschaft; Zuverlässigkeit und Sorgfalt; Selbstständigkeit und Verantwortungsbereitschaft; Konfliktverhalten; Kooperationsfähigkeit.

Die Kopfnotenvergabe ist jedoch sehr umstritten. So zeigten auf der Demonstration nicht nur Schülerinnen und Schüler ihren Unmut über Kopfnoten, sondern auch die Oppositionsparteien im Land-NRW – Grüne, SPD und LINKE – so wie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Laut LandesschülerInnenvertretung wurde mit den Kopfnoten ein weiteres Druckmittel gegenüber den SchülerInnen geschaffen; eine Maßnahme, die die Individualität der Schüler gefährdet und kritische SchülerInnen unterdrückt. Wer wird dem Lehrer noch widersprechen, wenn dieser einen für den Rest des Lebens durch eine schlechte Kopfnote degradieren kann?

Der Kurs der Schwarz-Gelben-Landesregierung war abzusehen, schon im Jahr 2006 mussten die SchülerInnen zusehen wie ihnen die Stimme genommen wurde. Das damals verabschiedete neue Schulgesetz sah vor, dass der Stimmanteil der Schüler bei Schulkonferenzen geschmälert wird. Hielten bisher Schüler, Lehrer und Eltern jeweils ein Drittel der Stimmen wurde der Anteil der Schüler und Lehrer jeweils auf ein Viertel reduziert und die Dominanz der Lehrer noch vergrößert. Die jetzige Einführung von Kopfnoten ist ein weiterer Machtzuwachs der Lehrerschaft, von denen ein Großteil diese Macht jedoch gar nicht will. Kopfnoten seien aus erziehungswissenschaftlicher wie aus psychologischer Sicht ein untaugliches Mittel zur Beurteilung von Schülerinnen und Schülern, damit sei Willkür und Subjektivität Tür und Tor geöffnet, behauptet die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). In ihr sind viele Lehrer organisiert.

Besonders der Mehraufwand führt zur Abneigung der Lehrkräfte gegen Kopfnoten. Wenn je Kopfnote nur vier Minuten Arbeitszeit der Lehrerinnen und Lehrer gerechnet werden würden, verbräuchten sie dafür 2.000.000 Arbeitsstunden pro Schuljahr, was der Leistung von 1.100 vollen Lehrerstellen entspricht. Viele Schulen in NRW folgen den Anweisungen des Bildungsministeriums indes nicht und boykottieren die Benotung.

Die Kopfnoten-boykottierenden Schulen vergeben ohne Abweichungen nur „sehr gut“ – andere Schulen ein pauschales „gut“. Eine unfaire Behandlung. Gerade jetzt wo das Gerücht kursiert, viele Unternehmen stellten nur noch junge Menschen mit „sehr guten“ Kopfnoten ein. Die LandesschülerInnenvertretung rief die Schüler dazu auf, gegen jede Kopfnote, die nicht „sehr gut“ ist, Einspruch einzulegen und eine Begründung für die Note zu verlangen; diese ist in den meisten Fällen einfach nicht möglich. Mit dieser Taktik will die SchülerInnenvertretung das Kopfnoten-System zum Einsturz bringen.

NRW-Bildungsministerin Barbara Sommer verteidigt ihren Vorstoß: „Es geht darum, den Schülern die Bedeutung von Tugenden wie Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbereitschaft deutlich zu machen“, außerdem habe die Wirtschaft ein Recht darauf zu erfahren welches Arbeitsverhalten die jungen Menschen an den Tag legen, so Sommer.

Dass die SchülerInnen eben nicht nur Humankapital für die Wirtschaft sind, wollten sie auf der Düsseldorfer Demonstration klar machen. Trotz schlechten Wetters wurde lautstark, friedlich und bunt demonstriert. Der Demozug setzte sich kurz vor 15 Uhr in Bewegung – durchquerte die Düsseldorfer Innenstadt, beginnend vom Hauptbahnhof und endete nach einer Abschlusskundgebung mit zahlreichen Reden von SchülerInnenvertretungen und verschiedenen Organisationen gegen 17 Uhr am Ufer des Rheins.


Impressionen von der Demonstration gegen Kopfnoten vom 19. Januar 2008 in Düsseldorf
© Copyright Alle Fotos: Michael Schulze von Glaßer

Nordrhein-Westfalen ist ein Vorreiter bei der Schaffung neuer Bildungsgesetze. Viele Bundesländer sind noch längst nicht so weit. Doch sind die meisten Änderungen sehr Kritik-würdig und die Demokratie blieb schon längst auf der Strecke.

Was wäre den jungen Menschen in NRW ohne die schwarz-gelbe Landesregierung erspart geblieben?

Studenten müssten wahrscheinlich keine Studiengebühren zahlen, Bildung wäre kostenlos und im Kindergarten wären die Kinder gut betreut, doch das neue Kinder-Bildungsgesetz (KiBiz) sieht eine drastische Reduzierung des Kindergartenpersonals vor. Und für die Schülerinnen und Schüler? Nach der Abschaffung der Drittelparität und der Einführung von Kopfnoten fragen sich viele, wann die Prügelstrafe an Schulen wieder eingeführt wird. Zum vermeintlichen Wohle der Wirtschaft geht es mit der schwarz-gelben Landesregierung zurück ins Mittelalter!

Links:
http://www.kopfnoten-abschaffen.de
http://www.lsvnrw.de

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Blackwater, Iraq and the Brothers Krongard

Laurie Bennett – Howard „Cookie“ <, State Department inspector general, recused himself this week from the ongoing probe of Blackwater Worldwide after learning that his brother sits on the company’s advisory board.

When questioned Wednesday by the House Oversight and Government Reform Committee, Krongard at first said his brother did not hold the position.

But during a break in the hearing, Krongard checked with his brother and learned otherwise. It was at that point, Dana Milbank later wrote in the Washington Post, that „Cookie’s credibility crumbled.“

Blackwater, which provides security to State Department employees, is being investigated by Congress and other government agencies for the shooting deaths of 17 Iraqis.

The committee had obtained a July 26 letter from Blackwater CEO Erik Prince inviting Alvin „Buzzy“ Krongard to accept a seat on the board, as well as a Sept. 5 email thanking him for accepting the invitation.

Upon learning of his brother’s post, Krongard told the committee: „I’m not my brother’s keeper, and we do not discuss our business with each other. We have gone to great lengths to keep our professional experiences separate, because of his position and because of my position.“

Buzzy Krongard is even more connected that his brother. He’s former executive director of the CIA, former chairman of Alex Brown and a director of Iridium Satellite.

His wife, Cheryl Gordon Krongard, is a director of Legg Mason, Rothschild Asset Management and US Airways, and a regent of the University System of Maryland.

Cheryl Krongard’s first husband, New York Realtor Edward S. Gordon, died in 2000. Buzzy Krongard also lost his first spouse, Patricia Lion Krongard, whose sister is Broadway producer Margo Lion.

Blackwater’s courting of Krongard just days before Prince appeared before Congress indicates an ongoing effort to strengthen government connections, particularly to the State Department and the CIA.

The company’s vice chairman, Cofer Black, was CIA director of counterterrorism. Black is also chairman of another private security company, Total Intelligence Solutions, whose president is Robert Richer, former associate deputy director of the CIA. Enrique Prado, Blackwater VP and COO of Total Intelligence Solutions, was a senior executive officer with the agency.

This article was published at Muckety

Laurie Bennett is a co-founder of Muckety, as well as a co-founder of ePodunk, a community-information web site that was sold to Internet Brands in June 2007. Her journalism career spans 30 years, including positions as city editor of the Rochester (NY) Times-Union, government reporter for Gannett News Service in Washington, investigative reporter for the Detroit News and new media editor for the Detroit Free Press.

Allah, Odin und die Schatten der Unterwelt
Blackwater Articles
Blackwater’s Owner Has Spies for Hire

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Pakistan’s Bomb, U.S. Cover-up

Daniel Ellsberg – For the second time in two weeks, the entire U.S. press has let itself be scooped by Rupert Murdoch’s London Sunday Times on a dynamite story of criminal activities by corrupt U.S. officials promoting nuclear proliferation.

But there is a worse journalistic sin than being scooped, and that is participating in a cover-up of information that demands urgent attention from the public, the U.S. Congress and the courts.

For the last two weeks — one could say, for years — the major American media have been guilty of ignoring entirely the allegations of the courageous and highly credible source Sibel Edmonds, quoted in the London Times on Jan. 6, 2008, in a front-page story that was front-page news in much of the rest of the world but was not reported in a single American newspaper or network.

It is up to readers to demand that this culpable silent treatment end.

Just as important, there must be pressure by the public on congressional committee chairpersons — in particular Rep. Henry Waxman and Sen. Patrick Leahy — who have been sitting for years on classified sworn testimony by Edmonds — as she reveals in the Times‘ new story on Sunday — along with documentation in their possession confirming parts of her account, to hold public hearings to investigate her accusations of widespread criminal activities over several administrations that endanger national security. Read all at: Consortiumnews

Londoner Times deckt FBI-Lügen im Proliferations-Skandal auf

spionage

Londoner Times deckt FBI-Lügen im Proliferations-Skandal auf

World Content News – Im Zusammenhang mit wohl einem der größten Skandale in der US-Geschichte, bei der hochrangige Beamte des Außenministeriums bestochen worden sein sollen, um türkischen und israelischen Agenten Zugang zu Atomwaffenlabors zu verschaffen (WCN berichtete), bestätigt die britische „Times“ heute die Echtheit eines von dem FBI abgezeichneten Geheimdokuments, dessen Existenz die Behörde bestritten hatte.

Zwei Wochen, nachdem die Sonntagsausgabe der Zeitung auf der Titelseite mit einer Enthüllungsgeschichte über Atomproliferation die schweren Anschuldigungen der früheren FBI-Übersetzerin Sibel Edmonds veröffentlichte, hat das Blatt nun nachgelegt. Zitiert wird ein FBI-Dokument mit dem Aktenzeichen 203A-WF-210023, das der Redaktion vorliegt und von einem FBI-Offiziellen abgezeichnet wurde. Letzte Woche hatte das FBI auf eine Anfrage im Rahmen des Freedom of Information-Aktes (FOIA) noch mitgeteilt, ein Dokument mit dieser Nummer sei der Behörde unbekannt.

Das Dokument basiert auf der Abschrift eines anonymen Briefes an die US-Menschenrechtsorganisation Liberty Coalition. Der Brief beschreibt unter anderem, dass die damalige Nr. 3 im Außenministerium, Marc Grossman, 2001 die türkische Botschaft in Washington davor gewarnt hatte, dass eine verdeckte CIA-Antiproliferations-Aktion über eine Firma mit dem Namen „Brewster Jennings“ laufe. Diese Firma wurde zwei Jahre später bekannt, als die „Plame-Affäre“ in die Öffentlichkeit gelangte. Valerie Plame war in dieser CIA-Firma als „Analystin“ beschäftigt.

Daneben bezieht sich der Brief auf Abhöraktionen von türkischen Zielpersonen, die mit ISI-Geheimdienstagenten an der pakistanischen Botschaft in Washington in Kontakt waren. Dadurch gelangten Nukleargeheimnisse auf den Schwarzmarkt in Ländern wie Pakistan und Saudi-Arabien.

In dem Schreiben heißt es wörtlich:

“You may wish to request pertinent audio tapes and documents under FOIA from the Department of Justice, FBI-HQ and the FBI Washington field office.”

Die Existenz dieses Briefes beweist: Entweder hat das FBI die Öffentlichkeit angelogen oder das nicht mehr auffindbare Dokument wurde vernichtet. Letzteres ist jedoch kaum vorstellbar. Angeblich soll noch mehr beweisbares Material existieren.

Sibel Edmonds behauptet jedenfalls:

We have the facts, we have the documents, we have the witnesses. Put out the tapes, put out the documents, put out the intercepts – put out the truth.


Früherer Pentagonberater Ellsberg: „She is certainly on of my heroes“

Edmonds hatte 2002 vor dem amerikanischen Kongress hinter verschlossenen Türen umfassend über ihre Erkenntnisse ausgesagt, mit dem Ergebnis, dass ihr strafrechtliche Konsequenzen im Falle einer Veröffentlichung angedroht wurden. Sie hat sich vor wenigen Monaten dennoch entschlossen zu reden, wenn sich nur eine genügend große Öffentlichkeitsplattform bietet. Doch die regierungskonformen US-Medien haben sie abblitzen lassen, sie musste sich an die Auslandspresse wenden.

Der vor zwei Wochen erschienene Artikel in der Times hat bisher in den westlichen Medien fast keinerlei Reaktion hervorgerufen. Die vermutlich gebriefte US-Presse hat unisono dazu geschwiegen, die europäischen Medien haben Angst, sich die Finger daran zu verbrennen. Denn zu ungeheuerlich wirkt der Umfang der Anschuldigungen:

  • Beihilfe von Regierungsbeamten zum Einschmuggeln von ausländischen Agenten in das US-Atomwaffenforschungs-Labor von Los Alamos

  • Verwicklung des pakistanischen Geheimdienstes ISI in die Vorbereitungen der Anschläge zum 11. September 2001
  • Behinderungen von FBI-Ermittlungen durch die Regierung
  • Unterstützung des internationalen Drogenschmuggels durch hohe Offizielle, die bei Ermittlungen die Einschaltung der Drogenbekämpfungsbehörde DEA verhinderten
  • Der einzige Grund für ihre Kündigung durch das FBI war, dass sie die Behörden auf ihre Erkenntnisse aufmerksam machte.

Insgesamt ist es vermutlich jedoch nur die Spitze eines Eisberges, was bisher enthüllt wurde. Beobachter glauben an einen größeren Zusammenhang mit historischen Ereignissen wie etwa der BCCI-Skandal („Bank of Credit and Commercial International“), der Iran-Contra-Affäre und den Geschäften der Bush-Familie mit saudi-arbischen Geschäftsleuten, darunter die Bin-Laden-Familie.

Unter den von Sibel Edmonds insgesamt 21 Beschuldigten, darunter Pentagon- und State Department- Mitarbeiter, Kongreßabgeordnete und Wissenschaftler, befinden sich zudem auch Personen, die neben Marc Grossman falsche Informationen über angeblich vorhandene Massenvernichtungswaffen von Saddam Hussein verbreiteten, was letztendlich der Auslöser für die US-Invasion im Irak war.

Weitere Informationen in Kürze …

Quellen:
FBI denies file exposing nuclear secrets theft
(The Sunday Times, 20.01.2008)
UK Times: Official Documents Prove FBI lied to protect US officials
(letsibeledmondsspeak.blogspot.com, 20.01.2008)
UK Sunday Times Scoops US Media Again, Confirms FBI Cover-Up of Documents in Sibel Edmonds Nuke Secrets Case
(The Brad Blog, 20.01.2008)

linkDieser Artikel erschien erstmalig bei World Content News

kriminalitaet

Freispruch im General-Partners-Prozess – Wiener „Kaffeehausjustiz“ überfordert?

Dr. Alexander von Paleske – Vorgestern war Urteilsverkündung in Wien: Angeklagt waren eine Gruppe von Finanzberatern, unter ihnen ein Wolfgang Kössner, im so genannten General-Partners-Prozess. Ihnen wurde Untreue und gewerbsmäßiger Betrug in der Größenordnung von einigen Millionen Euro vorgeworfen. Das Strafverfahren endete mit Freisprüchen. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft kündigte Revision an.

Doch was interessiert uns ein Betrugsverfahren in Wien?

Wenn nicht der Betrug in Milliardenhöhe, mutmaßlich verübt von internationalen Finanzjongleuren wie Adnan Kashoggi, Rakesh Saxena, Amador Pastrana, Regis Possino, Raoul Berthaumieu nur am Rande zur Sprache kam, sollte uns das wenig interessieren. Doch hier scheint die österreichische „Kaffeehausjustiz“ überfordert gewesen zu sein. Etliches deutet wieder einmal darauf hin, dass man in Österreich nach dem Motto: „Die Kleinen verfolgt man, die Großen lässt man laufen“ vorgeht.

Ein Blick zurück
Der Hauptangeklagte in dem Prozess, Wolfgang Kössner, war Mehrheitseigner einer Privatbank in Wien mit dem Namen WMP-Bank; später umbenannt in General Commerce Bank. Er war auch mit der Firma Global Capital Partners in den USA verbandelt; eine Dot-Com-Blase wie so viele andere zur Zeit des Internet-Aktien-Booms vor acht Jahren. Allerdings löste er sich von dieser Firma in den USA als klar war, dass eine Gruppe von größtenteils vorbestraften Kriminellen sich dort breitmachten, die dann auch bei der General Commerce Bank aufkreuzten und ihm das Heft aus der Hand nahmen.

Im Einzelnen handelte es sich um:

1. Regis Possino, ehemaliger US-Rechtsanwalt

  • 1978 wegen Verkaufs von Kokain verhaftet;
  • er versuchte außerdem einen Deal über einen monatlichen Verkauf von Kokain im Wert von 680.000 Dollar zu landen;
  • und er versuchte weiterhin gestohlene Pfandbriefe unters Volk zu bringen;
  • wurde verhaftet, weil er versuchte eine Geschworene zu beeinflussen;
  • Verlust der Anwaltslizenz im Jahr 1984 wegen seiner kriminellen Aktivitäten;
  • 1996 erneut verurteilt wegen Aktienbetrugs.

    2. Sherman Mazur, US-Amerikaner

  • 1993 im US-Bundesstaat Arkansas rechtskräftig wegen Scheckbetrugs zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt;
  • während der Zeit seines Gefängnisaufenthalts soll er einen Filipino namens Amador Pastrana beauftragt haben seine kriminellen Aktivitäten fortzuführen.

    3. Der Filipino Amador Pastrana,
    König des internationalen Aktienbetrugs

  • soll wenigstens 100 internationale Zweigstellen des betrügerischen Telemarketings (Boiler Rooms) kommandiert haben.

    4. Der Inder Rakesh Saxena,
    internationaler Großbetrüger

  • residiert in Kanada, das seit 12 Jahren über einem Auslieferungsbegehren von Thailand brütet;
  • soll in Thailand Betrug in Höhe von 2,2 Milliarden US-Dollar begangen haben;
  • und soll von Kanada aus unter Hausarrest stehend weiter Betrügereien in großem Stil begangen haben.

    5. Adnan Kashoggi,
    internationaler Waffenhändler und Großbetrüger

  • war zusammen mit Oliver North in den Iran-Contra Skandal verwickelt.

    6. Raoul Barthaumieu (auch Raoul Berthamieu) alias Lee Sanders, Kanadier belgischer Abstammung

  • 1991 wegen Scheckbetrugs in den USA zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt;
  • traf dort auf Sherman Mazur.

    Diese Herren organisierten nach Presseberichten in Wien Betrug im großen Stil, indem sie die General Commerce Bank im Jahr 2000 in ein Zentrum des internationalen Aktienbetrugs verwandelten. Wertlose Wertpapiere sollen mutmaßlich weltweit von dieser Crew verhökert worden sein und ein Schaden von insgesamt 1 Milliarde US-Dollar verursacht haben.

    Die Hypo-Alpe-Adria Bank kommt ins Spiel
    Die Hypo-Alpe Adria Bank gehörte zur Hälfte dem Land Kärnten/Österreich, deren Landeshauptmann Jörg Haider ist – Rechtsaußen, Saubermann und Ausländerfeind Nr. 1 Österreichs -, bevor sie an die Bayerische Landesbank letztes Jahr verkauft wurde; wir berichteten darüber.

    Die Hypo-Alpe-Bank war Minderheitsaktionär in der WMP-Bank und verkaufte Anleihen der Global Capital Partners an ihre Kunden; wertlose Papiere, wie sich herausstellen sollte und das sollte sich noch bitter rächen. Kössner hatte mit großer Sorgfalt diese Beziehungen zu der renommierten Bank aufgebaut. Er verlor allerdings durch Kapitalerhöhungen die Mehrheit in der Bank und damit den Einfluss auf das Geschehen.

    Die Vorstrafen des Herrn Berthaumieu haben die Hypo Alpe Bank und deren seinerzeitigen Vorstand Dr. Wolfgang Kulterer keineswegs davon abgehalten, ihm im Jahr 2000 einen 100-Millionen-Schilling-Kredit zur Finanzierung zweier Lagerhäuser in Belgien zu gewähren.

    Als die WMP-Bank schließlich ins Trudeln kam, spielte sich Berthaumieu als Sanier auf und zu diesem Zweck erhielt er nochmals von der Hypo-Alpe-Bank Kredit über mehreren Millionen Schilling; gutes Geld hinter schlechtem Geld hergeworfen.

    Der Herr Dr. Kulterer wusste von Nichts und hörte nichts von der Vergangenheit dieser Herren. Im Gegenteil: Er bezeichnete den vorbestraften Berthaumieu als „seriös“. Das habe er „polizeilich“ nachprüfen lassen.

    Bei der Polizei in Kärnten? Von einer Internet Suchmaschine hatte er offenbar noch nichts gehört.

    Im Herbst 2000 schließlich machte Berthaumieu Herrn Dr. Kulterer von der Hypo-Alpe mit Herrn Khashoggi bekannt. Khashoggi wollte direkt bei der Hypo-Alpe Geschäftskonten eröffnen und brachte eine Reihe “interessanter” Geschäftsmodelle zu Sprache. Betrugsmodelle?

    Das war dann wohl selbst Herrn Dr. Kulterer etwas zu viel. Im Jahr 2001 flog dann alles auf und die Tür zur General Commerce Bank flog zu: Amtlich mit Siegel. Herr Kössner wanderte erst einmal ins Gefängnis.

    Nun hat nach sieben Jahren schließlich der Strafprozess gegen Kössner und andere stattgefunden und mit einem Freispruch geendet.
    Von einem Strafverfahren gegen Kashoggi, Berthaumieu, Possino, Mazur und anderen ist nichts zu hören.

    Ist die österreichische Justiz damit überfordert?

    Herr Kulterer zieht derweil nach London um; mit Sack und Pack, Reitpferden und Lebensgefährtin. Und die österreichische Justiz brütet derweil noch über der Frage, ob sie ein Strafverfahren gegen ihn eröffnen soll – im Zusammenhang mit angeblichen Bilanzfälschungen bei der Hypo-Alpe.

    Wie hieß es doch: „In Nürnberg hängen sie keinen, es sei denn, sie hätten ihn“. In Österreich aber muss es wohl heißen: „Sie verfolgen keinen, es sei denn sie hatten ihn“.

    Der Fall Hypo-Alpe-Adria-Bank (Skandalpe) –
    Ein österreichisch-deutsches Schmierenstück

  • Unkategorisiert

    Kenias Wahlen – eine Nachbetrachtung

    Dr. Alexander von Paleske – Die Wahlen in Kenia sind vorüber, die Wahlergebnisse gefälscht, daran gibt es keinen Zweifel. Das Land hat als Ergebnis der gefälschten Wahlergebnisse eine Orgie der Gewalttätigkeit erlebt, die mehr als tausend Menschen das Leben gekostet hat, Hunderttausende wurden obdachlos und das Land, einst als Hort der Stabilität gepriesen, steht am Abgrund.

    Ach Afrika! Hier schlagen sich eben die Menschen verschiedener Stammeszugehörigkeit die Schädel ein. Wirklich?

    Rückblick
    In der südafrikanischen Zeitung „Sunday Independent“ meldete sich Carl Niehaus zu Wort. Er traf den Oppositionspolitiker Raila Odinga zum ersten Mal vor 4 Monaten. Man bat ihn, Odinga, der zu Besuch in Südafrika weilte, mit einer Reihe von Geschäftsleuten bekannt zu machen.

    Wer ist Carl Niehaus?
    Carl Niehaus stammt aus einer Burenfamilie, und schloss sich 1980 als Student zusammen mit seiner Freundin Jansie dem ANC, der jetzigen Regierungspartei Südafrikas an. Wegen ihrer Aktivitäten für den damals verbotenen ANC wurden Carl Niehaus und Jansie vor Gericht gestellt und wegen Hochverrats 1983 verurteilt; Niehaus erhielt 15 Jahre, seine Freundin 4 Jahre Freiheitsentzug. Sie heirateten im Gefängnis. Jansie saß ihre Strafe vollständig ab, Niehaus wurde, wie alle politischen Gefangenen, 1991 aus der Haft entlassen und sogleich Pressesprecher des ANC, dann Parlamentsabgeordneter und später Botschafter Südafrikas in den Niederlanden. Er arbeitet heute als Media Consultant.

    Carl Niehaus und Raila Odinga
    Als Niehaus und Odinga sich vor vier Monaten zum ersten Mal trafen, da drehte sich ihr Gespräch vor allem um „Change“. Zwar akzeptierte Odinga die wirtschaftlichen Fortschritte unter Kibaki, aber gleichzeitig kritisierte er das Unvermögen Kibakis, sich um die sozial Benachteiligten zu kümmern, sowie die Korruption und den Kikuyu-Nepotismus einzudämmen. Und nebenbei berichtete er, dass er, Odinga, acht Jahre unter Daniel Arap Moi ohne Gerichtsverfahren im Gefängnis zugebracht hatte. Odinga bat ihn schließlich, als Media-Consultant ihm bei der Wahlkampagne zu helfen. Niehaus sagte zu.

    Er beschreibt in seinem Bericht die Vorfreude der Bevölkerung auf die Wahlen und das Gefühl, mit dem Stimmzettel eine Veränderung erreichen zu können. Zwar hatte Odinga weit weniger Mittel für den Wahlkampf zur Verfügung, aber das machte er wett durch sein Auftreten. Er verkörperte „Change“.

    Nachdem die ersten Wahlergebnisse einliefen, die Odinga ganz klar in Führung sahen, begann der Wahlbetrug, über den ausführlich in den Medien weltweit berichtet wurde. Die von den Wahllokalen und in den Medien veroeffentlichen Ergebnisse stimmten plötzlich nicht mehr mit den amtlichen Ergebnissen überein: Es kam zu einem Stromausfall, Wahlboxen verschwanden und tauchten wieder auf mit vorgefertigten Stimmergebnissen zugunsten Kibaki.

    Und mit der Verfälschung des Wahlergebnisses schlug die Hoffnung in Enttäuschung und Wut um. Die Hoffnung starb zuerst und zwar sofort. Die grenzenlose Wut folgte postwendend.

    Kein Problem für US Botschafter
    Der US-Botschafter Michael Ranneberger wusste sehr wohl um den offensichtlichen Wahlbetrug, zumal Odingas Partei mehr Parlamentssitze als Kibakis Partei bekam und gleichwohl die Präsidentschaftswahl verlor, eine offensichtliche Unmöglichkeit angesichts der Popularität von Odinga. Nur der umgekehrte Ausgang wäre verständlich gewesen. Gleichwohl empfahl Ranneberger unverzüglich nach Bekanntgabe der gefälschten Wahlergebnisse, den Ausgang zu akzeptieren. „Nunmehr ruhe eine schwere Last auf Kibakis Schultern die Versöhnung herbeizuführen“ erklärte Ranneberger.

    Man möchte sich die Augen reiben. Wie das?

    Um die Haltung der USA zu verstehen, muss man wissen, dass Kibaki ein enger Freund und Verbündeter der USA ist. Der Hafen Mombasa wird von US-Kriegsschiffen benutzt und Al-Quaida-Verdächtige durften ohne förmliches Auslieferungsverfahren in die USA verbracht werden.
    Solch einen Freund lässt man nicht einfach fallen. Den stützt man. Und so war Präsident Bush einer der ersten, der Kibaki zu
    seinem Wahl(betrugs)erfolg gratulierte.

    Aus Kibaki wird Mubaki
    Mittlerweile wird Kibaki auch Mubaki genannt in Anlehnung an den mehrfachen Wahlbetrüger Robert Mugabe aus Simbabwe. Und damit sind wir auch schon in Südafrika angelangt, Afrikas Powerhouse.

    Für Mugabes Wahlbetrug hatte der Staatspräsident Südafrikas, Thabo Mbeki, seinerzeit die Formel „legitim“ erfunden. Also nicht frei und fair bzw. unfrei und gefälscht, sondern „legitim“. Mit anderen Worten: Wenn ein ehemaliger Freiheitskämpfer über Wahlbetrug bzw. Einschüchterung Wahlen gewinnt, dann ist der Ausgang akzeptabel. Und was Mbeki recht ist, das kann in Afrika den Amerikanern und Kibaki allemal billig sein.

    afrika

    Herz-OP ohne Strom – Südafrikas Reise in die Finsternis

    Dr. Alexander von Paleske – Etwas mehr als zwei Jahre vor der Austragung der Fußballweltmeisterschaft feiert Südafrika ein trauriges, einjähriges Jubiläum: Loadshedding, zu Deutsch: Stromabschaltungen. Die Stromproduktion der Kraftwerke in Südafrika hinkt dem Bedarf hinterher. Ein neuerliches Versagen der Regierung Mbeki.

    Die Stromversorgungsgesellschaft Eskom hat allen neuen industriellen Projekten eine Absage erteilt, dies wird erhebliche Auswirkungen auf das wirtschaftliche Wachstum des Schwellenlandes haben.

    Wie alles anfing
    Alles fing am 18 Januar letzen Jahres an. Damals wurden als Begründung für Stromabschaltungen notwendige Reparaturarbeiten in mehreren Kraftwerken genannt. Man dachte, es handele sich um eine einmalige Angelegenheit. Mittlerweile ist aber klar, dass es sich damals um eine glatte Lüge handelte. Stromabschaltungen wurden Teil des täglichen Lebens in Südafrika.

    Wer Geld hatte, kaufte sich Generatoren, um diese Abschaltungsphasen zu überbrücken. Wer kein Geld hatte, und dies betrifft die große Mehrheit der Bevölkerung, kauft sich Kerzen.

    Nun hat die Eskom eingestanden, sie habe nicht genügend Kapazitäten, um mit der Nachfrage Schritt zu halten. Dies war jedoch vorherzusehen, wenn man nur die entsprechenden Planungen angestellt hätte.

    Immerhin hat man jetzt eine Voraussage für die Zukunft getroffen: Es wird in den nächsten sieben Jahren nicht besser, sondern eher schlimmer, bevor neue Kraftwerke, darunter Atomkraftwerke, ans Netz gehen sollen.

    Dabei hätte es ein enormes Einsparpotential gegeben, gerade bei der Warmwasserzubereitung durch Sonnenenergie. Und die Nutzung von erneuerbaren Energien wie Windkraft steht erst ganz am Anfang.

    Taschenlampen und Kerzen für Fußballweltmeisterschaft
    So richtet sich der Zorn der Bevölkerung z.B. unmittelbar gegen Eisenbahnzüge, die wegen der Stromabschaltung stehenbleiben und aus Wut von den Reisenden angezündet werden. Denn die Eskom hat es noch nicht einmal geschafft, eine planmäßige und weit im Voraus angekündigte Stromabschaltung vorzunehmen. Und so traf es dann, wie die Tageszeitung „Star“ gestern berichtete, einen Patienten während einer Herzoperation.

    So kann man dann den Besuchern der Fußballweltmeisterschaft im Jahre 2010 nur empfehlen, sich mit Taschenlampen und Kerzen einzudecken.

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