kultur

k-notes

Lukas Vogelsang – 110’000 Franken will die Stadt Bern nach der neuen Kulturstrategie 2007 in die Kulturvermittlung investieren. Diese Vermittlung ist auf die „Berner Kulturagenda“ beschränkt, welche dafür pro Jahr rund 100’000 Franken von der Stadt Bern erhält. In 2.5 Jahren wurde dieses Geld in eine dünne, 14-täglich erscheinende und redaktionell nicht ganz befriedigende Kulturagenda gesteckt. Diese musste aus finanziellen Gründen in diesem Sommer eingestellt werden.

Jetzt wollen die gleichen Leute mit dem Steuer- und Kulturgeld ein noch grösseres Produkt lancieren, mit über 140’000 Exemplaren im Amtsanzeiger – doch just da ist der neue Hacken: Das Amt für Gemeinde und Region hat Einspruch erhoben und Auflagen gemacht. Keine Editorials, keine Gastautoren, keine politischen Texte, wie Bildinhalte. Damit auch keine Kulturdebatte, keine werbende Kulturförderung, keine Interviews, … keine Kultur also! Ich frage mich, ob Kultur nicht apriori politisch ist – dann wären sogar jegliche Vorschautexte illegal. Dumm ist jetzt nur, dass der lizenzierte Amtsanzeiger, der die Kulturagenda neu hoch subventioniert (welch neutrale Haltung…), die Einhaltung dieser Bestimmungen selber überwachen muss! Das ist etwa so, wie wenn der Billett-Kontrolleur selber ein Tramticket lösen würde. Doch da steckt noch viel mehr dahinter – doch das wollen Sie, liebe LeserInnen, lieber gar nicht wissen…

ensuite kulturmagazin
Berner Kulturjournalismus „Super Light“ verabschiedet sich
ensuite goes Zürich
Berner Kulturagenda kann sich kaum mehr überbieten

afrika

Simbabwes Erzbischof Ncube erklärt Rücktritt

Dr. Alexander von Paleske – Der Erzbischof Pius Ncube, auch “Löwe von Matabeleland“ genannt, einer der schärfsten Kritiker von Simbabwes Präsident Robert Mugabe, ist von seinem Amt zurückgetreten.

Der Geheimdienst Mugabes hatte in dessen Schlafzimmer eine versteckte Kamera installiert und die Aufnahmen dann im staatlichen Fernsehen gezeigt, wir berichteten darüber.


Pius Ncube – Bittere Grüsse vom Geheimdienst © Foto: Societas Verbi Divini, Botswana – http://www.svdbotswana.com

Damit hat sich Mugabe den schärfsten Kritiker vom Leibe geschafft, denn die Oppositionspartei MDC ist tief gespalten und deren Vorsitzender Morgan Tsvangirai unfähig, den Protest gegen das Regime Mugabe zu bündeln.

Fertig mit Lebensmittel
In Simbabwe selbst sind Nahrungsmittel kaum noch zu erhalten. Die Geschäfte sind, nachdem die Regierung eine drastische Reduzierung aller Preise für Waren und Dienstleistungen verfügt hatte leer und Tausende von Ladenbesitzern sind wegen angeblichen Verstoßes gegen diese Preisvorschriften vorübergehend ins Gefängnis gewandert.

Derweil verrottet der Mais bei den Bauern, weil die einzig zum Aufkauf autorisierte Agentur „Grain Marketing Board“ weder Fahrzeuge noch Treibstoff hat um den Mais zu transportieren. Der eigenständige Verkauf von Mais ist untersagt. Reihenweise schließen jetzt die Schulen, da die von der Regierung verfügten völlig unzulänglichen Schulgebühren die Kosten nicht mehr decken.

Viele der so genannten Boarding Schools, vergleichbar mit Internaten, haben wegen der völlig unzureichenden Versorgung mit Nahrungsmitteln die Schüler nach Hause schicken müssen.

Zur Nahrungsmittelkrise die Trinkwasserkrise
In Bulawayo, der zweitgrößten Stadt mit knapp 1 Million Einwohner ist die Trinkwasserversorgung in vielen Stadtteilen zusammengebrochen.

Die meisten Staudämme für die Trinkwasserversorgung sind leer, die Versorgung aus dem Grundwasser nördlich von Bulawayo klappt nicht mehr, nachdem der Staat die Stadt Bulawayo gezwungen hatte, über eine Agentur namens ZIMWA das Wasser von dort nun zu kaufen, aber keinerlei Erhaltungsmaßnahmen an den Pumpen stattfanden. Vorher hatte sich die Stadtverwaltung sich selbst darum gekümmert, musste aber alle Anlagen an ZIMWA abgeben.

In der Hauptstadt Harare sind zwar die Dämme für die Trinkwasserversorgung voll, aber die Pumpen funktionieren nicht mehr und für die Erhaltungsmaßnahmen fehlt das Geld. Mit dem Ausbruch von Seuchen, insbesondere Cholera, muss mit Beginn der Regenzeit im Oktober/November nun gerechnet werden.

Täglich versuchen nun bis zu 2000 Menschen über die Grenze nach Südafrika zu gelangen, mittlerweile auch Kinder.

Der Freie Fall eines Erzbischofs.
Simbabwe: Putschversuch – Polizisten quittieren Dienst, Hunger allenthalben
Südafrika: Thabo Mbeki auf dem Kriegspfad
Südafrika: Tokyo Sexwale kandidiert
Tokyo Sexwale nächster Präsident Südafrikas?
Machtkampf am Kap
Bulelani Ngcuka and his Apartheid Soldiers
Simbabwes 27. Geburtstag: Kein Grund zum Feiern, außer für Mugabe und seine Lakaien
SIMBABWE – Polizei mordet, Minister buddeln nach Diamanten
Machtkampf am Kap
Tokyo Sexwale nächster Präsident Südafrikas?
Simbabwe – Katholische Bischöfe warnen vor Massenaufstand
Simbabwe – Streiks im Öffentlichen Dienst
Söldner für das letzte Gefecht – Angolanische Crack-Unit kommt nach Simbabwe“
Erzbischof greift Südafrikas Haltung im Simbabwe-Konflikt an
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Simbabwe vor Bürgerkrieg
Präsident der Afrikanischen Union distanziert sich von Mugabe
Simbabwe: Oppositionspolitiker schwer gefoltert
Mugabes Ende naht, Polizei schiesst mit scharfer Munition.
Zimbabwes Diktator Mugabe feiert seinen 83. Geburtstag – und sein Volk hungert
Ob die Israelis noch zuhören? Seht euch Zimbabwe an!
Zimbabwe: Mugabes Umzug ins Paradies
Südafrika: Thabo Mbekis Abschlussplan ohne AIDS

vermischtes

Der Fall Marco W. – Wir haben sie ertappt!

Karl Weiss – Der Beginn des Prozesses gegen Marco. W. in der Türkei wurde nun erneut bis auf Ende September vertagt. Das Rauschen im Blätterwald war beachtlich gewesen, die Politiker übertrafen sich ein ums andere Mal mit „entschlossenen Forderungen” zur Freilassung: Der siebzehnjährige Deutsche hatte etwas, das man wohl als „Petting’ beschrieben muss, mit einem dreizehnjährigen englischen Mädchen – in der Türkei. Die Mutter des Mädchens zeigte ihn an und er kam in türkische Untersuchungshaft. Fast alles, was dazu hierzulande verlautet wurde, hängt mit den deutschen Befindlichkeiten über Türken zusammen, praktisch nichts mit der Sache. Danach hat sich die „hype“ der Medien und Politiker schon gelegt, Marco W. interessiert nicht mehr – die nächste Sau wird durchs Dorf getrieben.

Es ist nur allzu offensichtlich, warum so viele deutsche Politiker die Freilassung Marcos forderten. Man kennt die Vorurteile gegen Türken und die Türkei und glaubt nun, man kann beim Wähler punkten, wenn man durchscheinen lässt, die Türkei sei ein rettungslos in veralteten Moralvorstellungen befangener Staat.

Was man nämlich dem Wähler wirklich zu bieten hat, ist ja nicht mehr angetan, ihn zu überzeugen: Hartz IV, Arbeitszeitverlängerungen, Lohnsenkungen, Anheben des Rentenalters, Bundeswehr gegen schwache, unterentwickelte Länder, Rentenkürzungen, Bezahlen fürs Studium, Schließen von Schulen, nicht enden wollende Steuererhöhungen für den kleinen Mann bei gleichzeitigen großzügigen Geschenken für die Grosskonzerne und –Banken, die sowieso im Geld schwimmen, dazu Schnüffelei und Überwachung bis zum Exzess, all dies hat dem Bundesbürger klargemacht, was von diesen Politikern zu halten ist.

Da war es eine goldene Gelegenheit, sich in der Zustimmung der Bürger zu sonnen, wenn man den armen, verfolgten Marco verteidigt. Dass es überhaupt nicht um das Schicksal des Jungen ging, merkt man danach, als plötzlich Schweigen im Walde war und sich niemand mehr dafür interessierte, was aus Marco W. wird. Tatsächlich ist angesichts dessen, was ihm vorgeworfen wird, eine monatelange Untersuchungshaft nicht angemessen. Auch seine Kondition als Jugendlicher wird offenbar nicht genügend berücksichtigt.

Es gibt auch andere Stellungnahmen, die schon fast lustig wären, so absurd sind sie. Dazu gehört zum Beispiel, was ein gewisser Oliver Eberhard in „telepolis“schrieb:

„Aber in einer zutiefst sexualisierten Gesellschaft verschwimmen die Grenzen zwischen Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen, erleben Heranwachsende ihr erstes Mal in einem immer jüngeren Alter (…)
Denn in westlichen Gesellschaften sind Kinder und Jugendliche zunehmend sexualisiert: Selbst Zehn-, oder Zwölfjährige gehen bauchfrei, geschminkt oder mit enganliegender Kleidung,(…)
Es ist ein gesellschaftliches Umdenken erforderlich: Kinder müssen wieder zu Kindern werden.“

Man hört direkt heraus, wie er die guten alten Zeiten zurück wünscht, als Kinder noch Kinder waren.

Da fiel dem Autor Romeo und Julia ein. Rein zufällig, so als wäre es ein Omen, geht nämlich die Sage, die wirklichen Figuren aus jenen Zeiten in Verona seien eben genau so alt gewesen: Sie 13, er 17.

Moment mal, das kann nicht sein, Julia war bereits für eine Hochzeit vorgesehen, als sie Romeo kennen lernte und sie wurde von einem Priester mit Romeo verheiratet, die kann unmöglich 13 gewesen sein! In früheren Zeiten waren doch Kinder noch Kinder und sie zogen sich nicht unzüchtig an. Die Eltern sorgten dafür, dass kleine Mädchen keine unzüchtigen Begegnungen haben konnten! Daher kann Julia mit dreizehn gar nicht gewusst haben, was Sex ist. Und bei Shakespeare machen die beiden schliesslich eindeutig Sex!

Tja, da wird es nun wirklich wunderlich. Hatten wir uns nicht gerade noch die guten alten Zeiten zurück gewünscht?

Sieht man sich die Geschichte der Menschheit als Ganzes an, seit den Vorzeiten, so waren Mädchen mit 12 , 13 fast zu allen Zeiten bereits sexuell aktiv, sei es in der Urgesellschaft, wo die Mädchen begannen Sex zu haben, sobald sie geschlechtsreif waren, also mit etwa 12, 13, oder sei es in späteren Zeiten, als man sie in diesem Alter zu verheiraten pflegte.

Die Institution der Hochzeit war zu fast allen Zeiten etwas, was arrangiert wurde – meistens durch die Eltern – und es spielte eine grosse Rolle, dass der Freier mit jungem Fleisch angelockt wurde. Man wollte schliesslich eine „gute Partei“ für seine Tochter. Da versprach eine frühe Verheiratung fast immer ein besserer „Deal“ zu werden als wenn sie bereits nicht mehr so jugendlich knackig war.

Es gibt ein anderes Theaterstück aus jenen Zeiten, in dem das Mädchen sogar schon bei dem älteren Herrn lebt, der sie heiraten will, sobald „die Zeit gekommen ist“. Nur, wie das bei Theaterstücken zu sein hat, sie lernt einen Jüngling kennen und will den Alten nicht mehr heiraten. Das findet statt, so muss man es interpretieren, bevor sie geschlechtsreif wird, also mit vielleicht 10 oder 11 Jahren.

Kurz, bei uns wie auch in anderen Breiten, wurden Mädchen mit etwa 13 Jahren typischerweise gefreit und geheiratet – über Jahrhunderte hinweg. Das trifft, so kann man sagen, auf etwa 95% der Zeit zu, die es bisher an Menschheit gab. War also nichts mit den guten alten Zeiten, in denen Kinder noch Kinder sein durften.

Auch wenn wir auf den männlichen Teil der Jugendlichen sehen, ist das Bild nicht wesentlich anders, nur üblicherweise im Alter etwas nach oben verschoben. Unsere Ur-Urgrossväter pflegten ihre Spösslinge, meist mit etwa 15, in die Dinge der Erwachsenen einzuweihen, indem sie sie zu einer gut bekannten Prostituierten brachten, die ihnen beibrachte, wie die Dinge so ablaufen.

Auch die Inaugurationsriten, mit denen seit Urzeiten die jungen Leute in die Gemeinschaft aufgenommen werden, fanden und finden in solchem Alter statt. Was davon heute noch üblich ist, wie z.B. die Firmung bei den Katholiken und die Konfirmation bei den Protestanten, bezieht sich alles auf Zeitpunkte, zu denen die Jugendlichen geschlechtsreif werden.

Hier in Brasilien z.B. wird bei allen Mädchen der 15. Geburtstag mit einem grossen Fest begangen – nicht aber bei den Jungs. Zwar ist dies offiziell nicht mehr eine „Aufnahme in die Gemeinschaft“, doch im Grunde ist sich jeder bewusst, was damit gesagt werden soll: Sie ist soweit, Freier, kommt und seht sie euch an!

Seit der Aufklärung allerdings und im Zusammenhang mit dem heutzutage weit komplexeren Leben als früher haben wir heute eine andere Einstellung zu den Jugendlichen. Sie müssen ja viel lernen, zur Schule gehen, studieren, eine Lehre machen, kaum einer, der vor seinen 18 Jahren „fertig“ wäre, meistens deutlich später.

Die Natur allerdings hat das noch nicht kapiert, sie lässt die jungen Leute weiterhin üblicherweise mit 11 bis 13 Jahren geschlechtsreif werden. Geschlechtsreif heisst ja nicht nur, man ist nun bereit, Sex zu machen, sondern heisst auch, man hat sexuelle Bedürfnisse, hat bereits ein Sexualleben.

Bei den Jungs spielt sich das meistens einfach als häufiges Masturbieren ab, aber auch die Mädchen fühlen oft schon, dass da etwas ist, denn die Hormone wirken, unabhängig davon, ob die Gesellschaft Sex erlaubt oder nicht. Ja, in diesen Jahren gleich nach der Geschlechtsreife sind die Hormone sogar deutlich aktiver als später.

Vor allem aber sind Jungs wie Mädchen in jenen Jahren ja auch extrem neugierig. Man will wissen, was es ‚damit’ auf sich hat. Aufklärung ist nicht, oder wenn, dann hauptsächlich in Form der Erklärung mechanischer Abläufe, ohne jede Lust – und in Form von Warnungen vor den Gefahren (Schwangerschaft, AIDS) und ohne je zu erwähnen, dass hier, in der Sexualität, die Quelle der grössten Freude für die meisten Menschen liegt.

So lernen die jungen Menschen vor allem, dass die Erwachsenenwelt heuchlerisch ist. Fast alle sind darauf angewiesen, sich die Kenntnisse zum Sex selbst anzueignen und das wichtigste Mittel dazu war und ist, sexuelle Kontakte zum anderen Geschlecht zu haben, so wie die meisten von uns Älteren dies auch getan haben, als sie jung waren.

Junge Leute treffen sich, knutschen, und beginnen, sich sexuell zu betätigen. Zuerst greift der Junge meistens nach ihren Brüsten, dann fährt er ihr mit der Hand zwischen die Beine, meistens ohne viel Erfolg, denn er weiss ja noch nicht, was da zu tun ist. Sehr oft greift sie dann auch in seinen Hosenstall und holt heraus, was sie schon lange sehen wollte.

Wie durch ein Wunder wissen die Mädchen auch schon in sehr jungen Jahren, dass sie da reiben müsen und wundern sich, wie schnell dann alles vorbei ist und dass es da so feucht wird.

In vollem Bewusstsein dieser Dinge hat denn auch fast jedes Land, in dem die Aufklärung gewirkt hat (und dazu gehört auch die Türkei), nicht nur Verbote des Sex mit Kindern zu ihrem Schutz erlassen, sondern gleichzeitig auch Ausnahmen für den Beginn sexueller Betätigung (fast) Gleichaltiger aufgestellt.

In den meisten aufgeklärten Ländern ist das generelle Schutzalter von Kindern auf 14 Jahre festgelegt – in einigen Ländern sind ausdrücklich Ausnahmen für dreizehnjährige festgelegt, wenn es sich um Partner handelt, die fast gleichaltrig sind. Für das Alter zwischen 14 und 16 gibt es meist Regelungen, die ausdrücklich sexuelle Betätigung mit Partnern von der Strafbarkeit ausnehmen, die weniger als fünf Jahre älter sind (nach geltendem deutschen Recht darf der ältere Partner nicht über 21 sein).

Ist – wie im Fall des Siebzehnjährigen mit der Dreizehnjährigen – das Schutzalter um nur ein Jahr unterschritten, wird in der Regel – wegen geringer Schuld – von einer Strafverfolgung abgesehen, wenn die Regel des maximalen Altersunterschieds von fünf Jahren eingehalten ist und eindeutig einverständlicher Sex vorlegt.

Falls sich also die Version von Marco W. als richtig herausstellt, man habe einverständlich „Petting“ gemacht, würde der Prozess in jedem aufgeklärten Land eingestellt.

Falls aber die Verson aufrecht erhalten bleibt, welche die junge Britin am Anfang erzählt hat, er habe sich an ihr im Schlaf gütlich getan, liegt tatsächlich strafwürdiges Verhalten vor. Allerdings reicht das bestenfalls für eine Geldstrafe oder eine gemeinnützige Arbeit aus. Auch in diesem Fall wäre eine Untersuchungshaft bis zum Prozess und jeglicher Freiheitsentzug als Bestrafung völlig unangemessen.

So stellten denn auch schon die Kommentaristen der „Süddeutschen“ und in „freace.de“ klar, die harte Reaktion der Türkei kam erst, als die `Bild` das Ganze zum deutsch-türkischen Skandal hochspielte und Politiker glaubten, auf dem Schicksal von Marco W. ihr Süppchen kochen zu sollen.

Was alle Massenmedien aber vergassen zu erwähnen, obwohl ausführlichst über den Fall berichtet wurde, ist die Gefährdung des aufgeklärten Konsenses unter den zivilisierten Nationen.

Ausgehend von den Vereinigten Staaten gibt es nämlich – nicht nur in dieser Frage, sondern auch in anderen – ein generelles „Roll-Back“ des extremistischen religiös-christlichen Fanatismus gegen die Werte der Aufklärung. In den USA gibt es bereits in einer grossen Anzahl von Staaten Sondergesetze, die auf religiösen Überzeugungen beruhen, die jene Fanatiker dem Rest der Menschheit aufzwingen wollen.

Dazu gehören nicht nur die Schulen, in denen neben der wissenschaftlichen Lehre der Evolution auch der creationistische Unsinn gelehrt werden muss, basierend auf einem „wörtlich-nehmen“ der Bibel, und jene, in denen neben der Entwicklung der globalen Erwärmung zu einer Klimakatastrophe auch gelehrt werden muss, dabei handele es sich um die Vorboten des Jüngsten Gerichts. Dazu gehören auch Gesetze, die Ehebruch als Straftat wieder einführen, bis hin zur Bestrafung mit lebenslänglich, das Wiedereinführen der Strafbarkeit von homosexuellen Geschlechtsverkehrs, die generelle Strafbarkeit jeglichen Sexes unter 18, die Strafbarkeit von Oral- und Analsex, auch unter Erwachsenen, die Einstufung von jeglichen Abbildungen von Kindern und Jugendlichen – auch bekleidet, – die eventuell eine erotische Komponente enthalten könnten, als Kinderporno usw. usf.

Einiges davon kann man in diesem Artikel lesen:

„USA – Absurditäten des religiösen Extremismus“

Was aber weit wichtiger ist, diese Art von absurder Gesetzgebung wird nun auch für Europa eingeführt und speziell für Deutschland.

Im einzelnen kann man das hier nachlesen:
„Schnüffeln im Sexualleben der Bundesbürger“

„Dossier Verschärfung Sexualstrafrecht, Teil 1“
und „Dossier Verschärfung Sexualstrafrecht, Teil 2“

So stellt sich nun plötzlich heraus, die gleichen Politiker, die gerade eben noch die Türkei als zurückgebliebenen Staat mit veralteten Moralvorstellungen darstellen wollten, sind gerade hier in Deutschland dabei, wirklich mittelalterliche (in Wirklichkeit gab es solche Gesetze im Mittelalter ga r nicht – man plant etwas mittelalterlicher als im Mittelalter) Gesetzgebungen über sexuelle Strafrechtsnormen einzuführen!

Wir haben sie ertappt!

deutschland

“Riesige Terroranschläge standen unmittelbar bevor”

Karl Weiss – Als Chemiker muss man sich denn doch wundern, mit welcher Unbekümmertheit BKA, Staatsanwaltschaft, Innenministerium und Landes-Innenminister vermutlich freche Lügen verbreiten. Mit Wasserstoffperoxid, auch in der konzentrierten Lösung, kann ein „Möchte-Gern-Terrorist“ keinesfalls einen handhabbaren funktionierenden Sprengstoff herstellen!

Polizei, BKA, Staatsanwälte und Innenminister Schäuble verkündeten unisono, Terroranschläge riesigen Ausmaßes (grösser als die Madrid-Anschläge mit 200 Toten) seien mit den Festnahmen von ein paar Spinnern in einem Ferienhaus im Sauerland verhindert worden. Die Terroranschläge seien „in letzter Minute“ verhindert worden.


in letzter Minute verhindert?

Die ausgerasteten Moslems hätten sich konzentrierte Wasserstoffperoxid-Lösung beschafft, das ausgereicht hätte, eine große Anzahl riesiger Terroranschläge auszuführen – und sie seien bereits kurz vor der Durchführung gestanden.

Man kann keineswegs mit Wasserstoffperoxid und anderen Ingredienzien einen handhabbaren Sprengstoff herstellen, ohne über fortgeschrittene Kenntnisse der Emulsionschemie, Monate von Produktionszeit und eine gut ausgerüstete chemische Fabrik zu verfügen.

Unbrauchbares Zeug
Der Sprengstoff Acetonperoxid, der immer wieder in den Behauptungen von Offiziellen im Zusammenhang mit Terrorismus auftaucht, ist absolut unbrauchbar als Terror-Sprengstoff. Es gibt bis heute keinen Hinweis, dass er schon einmal bei einem Terroranschlag verwendet wurde. Die Londoner Anschläge vom 7.Juli 2005 wurden zunächst von Scotland Yard mit Acetonperoxid in Verbindung gebracht, aber als es später angebracht erschien, die „vier britischen Jungs“ als Alleintäter ohne Hinterleute hinzustellen, verschwand die These vom Acetonperoxid von der Bildfläche.

Später waren angeblich erneut eine Vielzahl von Terroranschlägen geplant im UK, angeblich hätten Terroristen 200 Flugzeuge zum Absturz bringen wollen (allerdings wurden nur 19 Gruppenmitglieder gefunden und es blieb ungeklärt, wie 19 Mann 200 Flugzeuge in Selbstmordakten hätten hochjagen sollen), der Sprengstoff sei Acetonperoxid und man könnte ihn auf einer Flugzeugtoilette zusammenmischen und herstellen. Alle Flüssigkeiten wurden in einer hysterischen Reaktion hierauf aus dem Handgepäck in Flugzeugen verbannt und man verkündete fröhlich, die Bestandteile „könne man in jeder Apotheke kaufen“.

Siehe hierzu auch den Artikel …in jeder Apotheke erhältlich.

Auch dies war nichts als Angstmache und ein Lügengebäude. Bis heute konnte man keinem der angeblichen Terroristen in England genügend nachweisen, um überhaupt vor Gericht gestellt zu werden. Am Ende werden sie wahrscheinlich unter einem Generalparagraphen wie „Bildung einer terroristischen Vereinigung“ oder ähnlichem abgeurteilt, die man immer anwendet, wenn man keine konkreten Taten nachweisen kann.

Auch die deutschen Terroristen, die man jetzt genau rechtzeitig zur Bundesinnenministerkonferenz auffliegen liess, haben gute Chancen, lediglich mit Generalparagraphen, die im Kern Gesinnung verurteilen, zu einer Verurteilung gebracht werden zu können.

Acetonperoxid ungeeignet als Terror-Sprengstoff
Warum ist Acetonperoxid als Terror-Sprengstoff völlig ungeeignet?

Entweder er wird nach der Herstellung vom Wasser abfiltriert und getrocknet, dann fliegt er den Amateur-Terroristen im gleichen Moment um die Ohren, wenn er trocken ist. Er explodiert dann nämlich schon bei Sonnenlicht, auf leichten Schlag oder auf eine Temperaturerhöhung. Er ist schlicht und einfach nicht handhabbar und kann daher für Sprengstoffanschläge nicht in Frage kommen. Er kann zum Beispiel nicht in einem Auto transportiert werden, weil die Strassenunebenheiten ihn schon in die Luft jagen würden.


Unbrauchbares zeug?

Oder er wird als Emulsionssprengstoff in Wasser hergestellt. Dann nennt man diesen Sprengstoff Apex. Er wird in flüssiger Form in Plastikwürste gepresst, die man dann in Bohrlöchern anbringt. Gegenüber den Dynamit-Stangen hat er den Vorteil: Die Plastikwürste sind beweglich und passen sich an die Form jedes Bohrlochs an. Apex ist im Bergbau ein gebräuchlicher Sprengstoff. Um ihn herzustellen, muss man das bei der Herstellung anfallende feste Acetonperoxid (genau gesagt: eine Mischung aus den Dimeren und dem Trimeren davon) in einer öligen Flüssigkeit lösen, die ihrerseits wiederum in Wasser emulgiert wird, darum heisst er Emulsionssprengstoff. Es dürfte nicht mehr als 10 oder 20 Personen auf der Welt geben, die diese Technik beherrschen, spezielle Emulsionschemiker mit wahrscheinlich mehr als dreissig Jahren Erfahrung auf diesem Gebiet.

Komplizierte Sache
Warum ist es so kompliziert, einen solchen Sprengstoff herzustellen? Zunächst muss man eine ölige Flüssigkeit kennen, die hierfür geeignet ist, also das Acetonperoxid sehr gut löst und gleichzeitig gut und stabil in Wasser emulgiert weden kann. Dann muss man die geeigneten Emulgatoren und Stabilisatoren kennen, wahrscheinlich eine Kombination von mindestens fünf Substanzen in unterschiedlichen Anteilen, die das Acetonperoxid nicht aus der Lösung im Öl verdrängen und gleichzeitig eine absolut stabile Emulsion des Öls (mit dem Acetonperoxid drinnen) in Wasser garantieren, auch wenn die Emulsion höheren Temperaturen oder niedrigen Temperaturen ausgesetzt ist. Zur Herstellung sind daher auch Spezialkesssel in einer chemischen Fabrik notwendig.

Wer schon einmal versucht hat, stabile Emulsionen (für andere Zwecke) zu erzeugen, kann ein Lied von diesen Schwierigkeiten singen – wie z.B. der Autor.

Der Aufwand, die einzelnen Komponenten zu besorgen – was Spuren hinterlässt – und dann eine Produktion von Apex in Gang zu bringen, was Monate gedauert hätte, bevor die Mengen für große Anschläge fertig gewesen wären, ist für wirkliche Terroristen völlig unakzeptabel. Man legt Spuren und muss dann noch Monate weitermachen, bevor man zur Ausführung schreitet. Da ist die Wahrscheinlichkeit aufzufliegen schon fast zur Sicherheit geworden.

Demgegenüber gibt es in jedem größeren Bergbauunternehmen große Lager von Sprengstoff. Man kann mit einem Einbruch an sie herankommen oder aber auch einen unterbezahlten Arbeiter dort bestechen, sie herauszuschmuggeln. Das geht schnell und man hat den Sprengstoff gleich anwendungsbereit zur Verfügung.

Niemals auch nur nahegekommen
Es kann also mit Sicherheit gesagt werden, die ausgeflippten Möchte-gern-Terroristen vom Sauerland konnten unmöglich der Ausführung von Terroranschlägen auch nur nahe gekommen sein – und das unabhängig von der Frage, ob die hochkonzentrierte Wasserstoffperoxid-Lösung durch eine niederkonzentrierte ausgetauscht worden war oder nicht.

Falls ihnen wirklich jemand in einem Terroristen-Ausbildungskamp in Pakistan beigebracht haben sollte, man könnte Acetonperoxid als Terrorsprengstoff herstellen und verwenden, so ist die Ausbildung in diesem Kamp grottenschlecht und man kann ruhig weiterhin Konvertiten zum Islam dort ausbilden lassen, ohne sich um die angebliche Gefahr von Terroranschlägen zu sorgen.

Eher wahrscheinlich ist allerdings, die deutschen und US-Dienste hatten einen ‚agent provocateur’ in der Gruppe, der sie anleitete, einen Rohstoff für Sprengstoffe zu beschaffen, der sowieso nicht verwendet werden kann, so dass man später eine wirkliche Tat hat, wegen der man verurteilen kann.

Dass die zum mohammedanischen Glauben Konvertierten allerdings auf so primitive Tricks hereinfielen, würde schon zeigen, von ihnen wäre in hundert Jahren noch keine wirkliche Gefahr ausgegangen. Um Terrorist zu sein, reicht es nicht, einen festen Glauben in Allah zu haben, man muss auch handwerkliches Können in terroristischer Alltagsarbeit haben. Hier scheint es sich aber eher um Personen gehandelt zu haben, die nie über unverdaute Hassgefühle auf die westlichen Mächte hinausgekommen sind und sich von einem alten Spezialisten mit Verbindungen zu einer „Islamischen Dschihad Union“ in Usbekistan an der Nase herumführen liessen.

Diese Terrororganisation gibt es nämlich wirklich. Sie wurde von der CIA aus der Taufe gehoben, als man auch die Al Quaida schuf und als man die Taliban durch massive Unterstützung mit Geld, Waffen und Ausbildung zu einer bedeutenden Organisation machte, weil man damals nämlich die wildgewordenen Islamisten auf die Sowjetruppen in Afghanistan hetzte. So besteht über die gemeinsame Herkunft aus CIA-Gruppen und CIA-Günstlinge auch wirklich eine Verbindung zu Al Quada, denn das war nie etwas andere als das Kodewort für eine Unterorganisation des CIA unter Führung des US-Vertrauten Osama Bin Laden, die zuerst gegen die Sowjets in Agfghanistan, dann gegen die Serben in Bosnien und später gegen Russland in Tschchenien eingesetzt wurde.

Seltsam, dass alle deutschen Massenmedien diese einfachen Zusammenhänge der US-Regierung mit all diesen Gruppen „aus dem Gedächtnis verloren“ haben, obwohl man entsprechende Zeugnisse finden kann, wenn man will.

Mit genau dieser US-Regierung hat man aber „vertrauensvoll zusammengearbeitet“ bei der Überwachung der angeblichen Terrorgruppe. Mit dem Urheber der Terrorgruppe bei deren Überwachung zusammenzuarbeiten ist eigentlich nicht gerade das Angebrachte, oder?

Widersprüchliches, wohin man sieht
Aber zumindest die schreiendsten Widersprüche in den Aussagen gegenüber der versammelten Presse hätten den Massenmedien auffallen müssen – aber auch hier Fehlanzeige. Brav als Hündchen der Bundesregierung – „die Stimme seines Herrn“- berichtet man nacheinander über die sich widersprechenden Aussagen.

Einmal behauptete man, die Terroranschläge hätten „unmittelbar bevorgestanden“, dann heisst es, es sei über mögliche Anschlagziele bisher nur Gespräche geführt worden, während eine dritte Stimme bereits weiss, der Frankfurter Flughafen und die US-Einrichtungen in Ramstein seien das Ziel gewesen. Was denn nun?

Am 8. September kommen neue Widersprüche. Die „Süddeutsche“ titelt: „Anschläge sollten noch im September ausgeführt werden.“ Und schreibt: „Die Festnahme im Sauerland kam gerade noch rechtzeitig.“ Drei Kleintransporter seien bereits besorgt gewesen, mit denen als Autobomben Anschläge in Deutschland getätigt werden sollten. Wann man denn die grossen Mengen Sprengstoff hergestellt hätte, für die ja Monate der Produktion notwendig gewesen wären, hat niemand geklärt. Doch dann kommt auch schon das Dementi: Man wisse nicht, zu was die Kleintransporter dienten, verlautet aus der Bundesanwaltschaft.

Erst hiess es, alles sei fertig gewesen für die Anschläge, dann, es seien erst die ersten Mengen von Wasserstoffperoxid-Lösung beschafft worden – andere Ingredienzien gab es noch gar nicht, dann: Die Lösung sei durch eine verdünnte ausgetauscht worden, die gar nicht für die Reaktion verwendet werden kann – wie hätten dann bald Anschläge ausgeführt werden können?

Dass die Anschläge unmittelbar bevorstünden, wurde daraus geschlossen, das die beschaffte Wasserstoffperoxid-Lösung nur eine Woche lagerfähig sei („Welt“), nur liest man in einer anderen Quelle, die Mengen seinen von Februar bis August besorgt worden. Ob die „Welt“ der Meinung ist, seit Februar sei in etwa eine Woche vergangen?

Zuerst wurde erzählt, die Terroristen-Anwärter hätten sich hochgradig subversiv verhalten, denn sie hätten versucht, mögliche Überwachung abzuschütteln (böse Jungs, nicht? Das macht man doch nicht!), dann: Sie hätten bemerkt, dass sie unter ständiger Überwachung standen (es stand im Mai ja auch in „Focus“, hier:), hätten aber ihr Vorhaben ungerührt weiter verfolgt. Na, das ist aber hochgradig subversiv, was? Einfach weitermachen, das hatte die Polizei nicht erwartet. Das muss eine höhere Form von Subversivität sein, nicht? Vielleicht jene, die man „Nicht mehr alle Tassen im Schrank“ nennt?

Nachdem durch irgendein Leck im Mai die ganze Story an „Focus“ kam, schlug man aber nicht sofort zu, sondern vertraute offenbar darauf, die Terroristen werden schon nicht Focus lesen. So gab man einem Teil der Gruppe Zeit rechtzeitig unterzutauchen. Ist das die Art von Polizeiarbeit, die in Deutschland üblich ist? Oder wollte man genau das, damit der (die?) Spitzel verschwinden konnte(n), ohne Aufsehen zu erregen?

Was denn nun?
BKA-Präsident Zierke erklärte, es seien in diesem Fall insgesamt 49 Personen unter Beobachtung, die Sprecherin der Bundesanwaltschaft Kneuer dagegen nannte diese Grössenordnung „unrealistisch“. Wie denn nun?

Vielleicht sollten unsere Sicherheitsorgane, Massenmedien und Innenminister zuerst mal einen Kurs machen „Wie lüge ich, ohne dass es auffällt?“- bevor sie sich das nächste Mal an die Öffentlichkeit wagen. Dass sie selbst nicht darauf kommen, kann man ja verstehen, aber hat ihnen niemand gesagt, dass man sich auf EINE Version einigen muss, bevor man an die Öffentlichkeit geht?

Was sollten aber all diese Lügen? Angst erzeugen, eine Hysterie wecken. Dann würde man rasch die neuen Überwachungsmassnahmen und neuen Gesinnungsstraftaten durchsetzen – und niemand hätte es richtig gemerkt vor lauter Angst vor den bevorstehenden Terroranschlägen.

Es fragt sich wirklich, wer mehr „einen in der Waffel“ hat, die Konvertiten, die nicht bemerkt haben, wie sie von Sicherheitskräften für deren Zwecke missbraucht wurden, oder diese selbst, die uns achtzehn verschiedene Versionen erzählen und glauben, wir würden es nicht bemerken.

Krieg

Bush vergleicht Irak mit Vietnam

Prof. Marjorie Cohn – Verzweifelt bemüht, seinen unpopulären Krieg im Irak fortzusetzen, sprach George W. Bush in seiner Rede vor den ‚Veterans of Foreign Wars‘ von einer Analogie zwischen Irak und Vietnam. „Den Preis für Amerikas Rückzug (aus Vietnam) zahlten Millionen unschuldiger Zivilisten“, erklärte Bush. Dabei hat er die 4 Millionen Toten Indochinas und die 58 000 getöteten US-Soldaten übersehen. Sie waren es, die den ultimativen Preis für diesen Imperialkrieg zahlten. Myriaden von Vietnamesen und Amerikanern leiden zudem bis heute unter den verheerenden Folgen von Agent Orange, das die US-Streitkräfte über Vietnam versprühten. Zehn Jahre haben wir gebraucht, um unseren Krieg dort zu beenden – zehn Jahre, in denen unzählige Menschen starben.

In seiner Rede spielte Bush auf Kambodschas „killing fields“ an. Er bezog sich auf jene über 1 Million Kambodschaner, die starben, nachdem wir uns aus Vietnam zurückgezogen hatten. Was Bush nicht erwähnte: Hätte Nixon den Vietnamkrieg schon 1969 – wie von der Antikriegsbewegung gefordert -, beendet, der Krieg hätte sich nicht auf Kambodscha ausgeweitet. Kambodscha wurde von den USA durch heimliche Flächenbombardements zerstört, wodurch es Pol Pot und den Roten Khmer ermöglicht wurde, an die Macht zu kommen.

Auch Nixon hatte damals vor einem Blutbad gewarnt, um die Fortsetzung seines Krieges in Vietnam zu rechtfertigen.Im Gegensatz zu dem Bild, das Bush in seiner Rede entworfen hat, ist Vietnam ein stabiles, vereinigtes Land, das keine Bedrohung für die Region darstellt. Vietnam ist heute Handelspartner der USA.

In seinem verzweifelten Bemühen, rational zu begründen, was er über den Irak gebracht hat – Tod und Zerstörung – führte Bush Südkorea und Japan als Beispiel an. Ihre großen Fortschritte hätten sie Amerika zu verdanken. Dabei ließ er unerwähnt, dass die Menschen in Süd- und Nordkorea ein vereinigtes Korea anstreben und die USA dabei im Weg stehen. Er vergaß auch zu erwähnen, dass seine Regierung Druck auf die Japaner ausübt, Artikel 9 der japanischen Friedensverfassung aufzuheben, der es heute verbietet, das Militär zu Zwecken der Aggression einzusetzen.

George Bush betonte in seiner Rede erneut, der Irak sei „die zentrale Front“ im Krieg gegen den Terror. Ohne den Irakkrieg und die Okkupation wäre Al Kaida allerdings erst gar nicht im Irak.

Bush behauptete in seiner Rede, „unsere Truppen sehen den Fortschritt, der vor Ort erzielt wird“. Vielleicht hat er den eleganten Artikel übersehen, den sieben Infanteristen/ (inaktive) Offiziere letzte Woche in der New York Times veröffentlichten: „Die Behauptung, wir hätten mehr und mehr die Kontrolle über das Schlachtfeld im Irak, ist eine Einschätzung, die durch ein wurmstichiges, Amerika zentriertes Rahmenwerk zustande gekommen ist“, schrieben sie. Über zwei Millionen Iraker würden in Flüchtlingslagern leben, fast ebenso viele seien Vertriebene im eigenen Land. „Nach vier Jahren der Besatzung haben wir alle unsere Versprechen gebrochen und die Tyrannei der Bath-Partei durch eine Tyrannei islamistischer, militärischer und krimineller Gewalt ersetzt“.

Wir waren nur deshalb so lange in Vietnam, damit die Supermacht USA nicht als „Verlierer“ dastehen musste. Die amerikanische Rolle in Vietnam endete schließlich, weil unsere Soldaten sich weigerten zu kämpfen, weil das amerikanische Volk in rekordverdächtiger Zahl auf die Straße ging, weil Nixon ein Amtsenthebungsverfahren drohte und er deshalb geschwächt war und weil die Nordvietnamesen – im Gegensatz zu der Regierung Südvietnams – die Vietnamesen emotional und geistig für sich gewinnen konnten.

Was den US-Kongress angeht, so ist er heute nicht gewillter als damals, den Krieg zu beenden. Erst nachdem unsere Truppen schon ein Jahr aus Vietnam zurück waren, hatte der Kongress die Finanzierung sämtlicher Hilfen für die Regierung Südvietnams gestoppt. Nixon legte kein Veto dagegen ein, um vor einem Amtsenthebungsverfahren sicher zu sein. Auch heute findet sich im Kongress – oder unter den führenden Präsidentschaftskandidaten – keine substantielle Unterstützung für einen Truppenrückzug und für die Auflösung der von Bush im Irak aufgebauten Mega-Basen.

Der Widerstand innerhalb des Militärs gegen den Irakkrieg wird wachsen. Auch die Irakis werden – wie damals die Vietnamesen – dazu beitragen, Bushs Krieg zu beenden. Die 7 US-Soldaten schrieben in ihrem Artikel für die New York Times, die Iraker „werden bald erkennen, dass sie ihre Würde am besten dadurch wiedererlangen, dass sie uns als das bezeichnen, was wir sind – eine Besatzungsarmee – und indem sie unseren Rückzug erzwingen“

Übersetzung von Andrea Noll.
Dieser Artikel erschien erstmalig bei ZMag.

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Marjorie Cohn ist Professorin an der Thomas Jefferson School of Law, Präsidentin der Lawyers Guild, und die US Repräsentantin des exekutivkomitees der American Association of Jurists. Ihr Buch “Cowboy Republic: Six Ways the Bush Gang Has Defied the Law” erscheint am 28. Juni 2007
Marjorie Cohn’s neustes Buch: Cowboy Republic

terror

How Osama bin Laden Escaped death 4 times after 9/11

(Editor’s Note: Pakistani journalist Hamid Mir is perhaps the only journalist who knows Osama bin Laden and still has a sort of secret contact with him through proxies. Journalist David Dastych, Hamid Mir’s friend in Poland, received this unpublished article from the author yesterday and presented the timely analysis of Osama bin Laden exclusively to our readers).

Hamid Mir / Islamabad, Pakistan – One man changed the world on 9/11 six years ago. Unfortunately, there are no guarantees that he won’t change it more with other attacks similar to the world-altering 9/11. The world’s only superpower has declared him their most dangerous enemy, and he as been wanted by the superpower for more than a decade. But the truth is that Osama bin Laden, the World’s Most Wanted Man, has been lucky enough to have escaped death four times in Afghanistan since September 11, 2001.

Sometimes he dodged the world’s most sophisticated satellite systems and dangerous missiles by his own cleverness, and at other times it was only luck which saved him from enemy strikes with only minutes to spare. US air strikes were started against the Taliban and Al Qaeda on the 7th of October 2001, and Osama bin Laden, was spotted along with Dr. Ayman al Zawahri, on November 8th 2001 in Kabul. They had come to Kabul from Jalalabad to attend an al Qaeda meeting, but also to pay tribute to their Uzbek comrade, Jummah Khan Namangani who lost his life in the Northern city of Mazar-e-Sharif, Afghanistan on November 6th.

„We’ll take the pictures,“ al Qaeda tells Mir
Namangani was a former soldier of the Soviet Army who joined al Qaeda in late the 1980s. He was commanding the Taliban and Al Qaeda forces resisting the US-backed Northern Alliance. Warlord Abdul Rashid Dostum, in Northern Afghanistan and Muhammad Atif were looking after the resistance in Eastern and Southern Afghanistan. First Atif lost his life and then Namangani. Their death was a big blow to the enemies of the USA. A multinational Muslim Army of al Qaeda was in retreat after the death of Muhammad Atif and Namangani.

Osama bin Laden paid rich tributes to both of them in a meeting of selected al Qaeda leaders in Kabul, on November 8th. He also reviewed the situation in the same meeting. It was the same day that I was granted an interview by the World’s Most Wanted man in Kabul. I was not allowed to use my camera to take any pictures of bin Laden. One of his sons, Abdul Rehman, took my picture with his father, which is published with this story and with Dr. Ayman al Zawahri. Abdul Rehman used his own camera and gave me the film. Despite all of these security measures, a female spy was able to notice the unusual movement of many important Arabs in Kabul.

I remember an incident that happened when I was having tea with bin Laden and Dr. Zawahri after my interview. bin Laden reminded that this was the third interview I had with him. He informed me that I made some translation mistakes in the article published after my first interview, but said he had found no evidence of any misrepresentation. He was hopeful, he said, that I would not misrepresent him on this interview. More than 20 al Qaeda leaders were also present in the small room where were taking tea. Conversation on that day proved that most of them were of the view that the US-backed Northern Alliance was moving close to Kabul due only to the support of General Pervaiz Musharraf, who was providing air bases to Americans in Pakistan.

Spy in a blue burqa
Suddenly an Arab Al Qaeda fighter entered the room and informed his leaders that they had arrested a woman in a blue burqa just a few meters away from the place where we were meeting. She had been spying under the cover of posing as a beggar. She begged money–even from some al Qaeda security guards posted outside of the place where I was interviewing bin Laden. But after a few minutes, one guard noticed that she seemed more interested in watching him than in begging.

So the al Qaeda fighter started observing her movements. He soon caught her red-handed when she was overheard talking to someone about „Sheikh“ on a Thoraya Satellite telephone. This news was broken to the meeting in Arabic, but I also understood the gist. bin Laden immediately ordered one of his close associates that his „guest“ must not be harmed. The associate, whose name was Muhammad told me that he would be taking me to Jalalabad.

In the ensuing rush, I said goodbye to Osama bin Laden and I departed with Muhammad in a private car. We were arrested by some Taliban guards outside of Kabul because I was without a beard and I also had a camera, in my possession, which had not been used in the interview. Muhammad never informed the Taliban that he was from al Qaeda. He told them instead that he worked for Interior Minister Mullah Abdul Razaq Akhund. The Taliban verified this information from the Interior Minister and released us after three hours.

It was late in the evening when we reached Jalalabad. Muhammad dropped me in a big house and disappeared. He came back after two hours with some startling news. He claimed that the place in Kabul where I met his „Sheikh“ had been bombed just 15 minutes after our departure, but luckily „Sheikh“ and others also left that place immediately after us and nobody was harmed. Muhammad smilingly told me: „Brother, you missed Martyrdom with us“. I was unaware of the exact location of the earlier interview. Muhammad told me that it was in the Wazir Akbar Khan area of Kabul, where I had met the World’s Most Wanted Man.

bin Laden survives carpet bombing
I spent that night in Jalalabad, surviving intense US bombing on my right and left. Next morning, in Jalalabad Muhammad said goodbye to me and I left for Pakistan by road. We were to meet again in 2004 when I was covering Presidential Elections in Afghanistan. It was then that he told me the whole story of how he and his „Sheikh“ had survived the carpet-bombing of the US Air Force for many days running in the Tora Bora Mountains of Eastern Afghanistan.

It wasn’t until the third week of December 2001 when bin Laden and his fighters broke the circle created by Americans with the help of Haji Zahir, Haji Zaman and Hazrat Ali. The strategy of al Qaeda sometimes resembles that of the hunted in American western movies. A huge number of al Qaeda fighters entered into the Kurram tribal area of Pakistan from Tora Bora–but Osama bin Laden headed off in a different direction with a small group. Eyewitness Muhammad was also part of that group. Some Chechen and Saudi fighters provided them a cover of gunfire and they walked the whole night towards the safety of Paktia.

A top Afghan security official, Lutfullah Mashal confirmed to me later that Osama bin Laden escaped to Paktia from Tora Bora in December 2001. Mashal followed him secretly. He claimed that Osama bin Laden entered North Wazirastan from Paktia. He spent some time there and then moved to the mountains of Eastern Afghanistan, province of Khost. Mashal is now working with President Hamid Karzai and he is sure that the Americans missed the capture of bin Laden in Tora Bora because they were not ready to deploy their own forces on the ground. Americans depended more on a Northern Alliance commander, Hazrat Ali–but this man betrayed them. According to highly reliable Afghan sources, Hazrat Ali provided safe passage to al Qaeda after getting lots of money from them. Hazrat Ali incidentally is a member of the Afghan Parliament these days.

„Get Americans in Iraq before they get us in Afghanistan“
Osama bin Laden remained underground throughout the entire year of 2002. He and his colleagues were always on the run. They kept changing their hideouts again and again. They were determined to save their lives, and because of that, during this chapter they were not fighting.

It was until April of 2003 that the World’s Most Wanted man was to surface again in Afghanistan, after the US invasion of Iraq. He called a meeting in the Pech Valley of Kunar province and delivered a hard-hitting speech, in which he announced his plans to resist America in Iraq. He said: „Get Americans in Iraq before they get us in Afghanistan“. He declared that Saif ul Adil would be in charge for organizing resistance in Iraq, and advised him to contact Abu Musab Al Zarqawi, who was hiding in Iran at the time. Bin Laden started addressing small gatherings of his comrades in Kunar, as well as in Paktia. One of his daughters-in-law died during childbirth in the in Kunar Mountains.


Hamid Mir with Osama bin Laden 2001

There was a big gathering at the funeral of his daughter-in-law. Local Afghans came to know about the death and started visiting the homes of some al Qaeda fighters, who had married in Kunar. The news of these events reached the ears of the Americans. The Americans launched an operation in Kunar, but once again Osama bin Laden escaped towards the south before the bombing had started in Pech Valley.

No suicide for the „Sheikh“
It was late in 2004 when bin Laden found himself surrounded by British troops in the Southern Afghan province of Helmand. bin Ladin had been hiding in a mountain area with three defense lines. Highly placed diplomatic sources revealed to this writer recently in Kabul that the British forces were very close to taking Osama bin Laden–dead or alive. He was besieged for more than 24 hours only to manage to dodge one of the world‘ best equipped armies—escaping with his life yet again. According to details gathered from some Taliban sources in Helmand, the British forces broke two defense lines of al Qaeda in an area of five kilometers.

One-to-one fighting was about to start, but daylight ended and the darkness of night provided some welcome relief to al Qaeda. Osama bin Laden wanted to fight on the frontline, but his colleagues stopped him. Hot arguments were exchanged. bin Laden was angry, but Abu Hamza Aljazeeri convinced him to make a try for escape. They placed many rockets with timers, aimed at two different directions, as a deception. They decided to break the enemy encirclement, heading in the third direction with a group of foot fighters. That group was providing cover to bin Laden. Most of the fighters lost their lives, but the escape plan succeeded.

Osama bin Laden slipped from British hands with Abu Hamza Al Jazeeri and some other fighters. These sources denied some reports that bin Laden had ordered his guards to shoot him if he were near arrest. The al Qaeda sources claimed that he does not believe in suicide, it is easier for him to sacrifice his life in battle against the enemy till the last bullet and his last drop of his blood have been spent.

bin Laden ignored his own death rumours
Osama bin Laden is facing lots of „in house“ restrictions since the Helmand episode. This is still another secret of his survival. Rather than relying on his own instincts, he believes in accepting the majority opinion of his colleagues. The majority of them advised him to restrict his movements, not to use satellite phones and to concentrate more on planning rather than fighting on his own. He was even advised to issue messages only on very important occasions.

He never felt it necessary to contradict some media reports of his death last year. In the last two years, most of al Qaeda’s messages were issued by Dr. Ayman al Zawahri. This Egyptian doctor is constantly in touch with his leader, but they are living separately. Dr.Zawahri spends more time in Pakistani tribal areas, while Osama bin Laden still feels that Afghanistan is safer for him than Pakistan. He is more interested in organizing resistance against the NATO forces rather than fighting against the Pakistan Army. Now many Taliban leaders in the East and South of Afghanistan proudly narrate the stories of their meetings with the most wanted man in the last three years.

They now believe that „Sheikh“ is still fighting their war against America, „Sheikh“ is winning and the Superpower is losing. In 1999, bin Laden’s head money was only 5 million US dollars, then it was increased to $ 25 million after 9/11 and in 2007 it rose to 50 million. Before 9/11, al Qaeda was operating only in a few countries, now it is operating in more than 62 countries with active cells in Afghanistan, Pakistan, Bangladesh, India, Saudi Arabia, UAE, Qatar, Yemen, Jordan, Kuwait, Egypt, Libya, Lebanon, Algeria, Tunisia, Mauritania, Sudan, Somalia, Ethiopia, South Africa, Malayasia, Indonesia, Thailand, the Philippines, Uruguay, Ecuador, Mexico, USA, UK, Canada, France, Germany, Italy, Spain and Australia.

Burning with the raging fire of anti-Americanism
Bin Laden was less popular in the Muslim world before 9/11, but he is more popular 6 years after. Some of his critics believe that he is popular by default. All those who hate US policies like Osama bin Laden just in reaction alone. His real strength is bad US policies. The world has become more unsafe after 9/11. The United States provided him relief by attacking Iraq without finishing the war in Afghanistan. More Muslims have been killed in Afghanistan and Iraq than Americans killed on 9/11.

The whole Muslim world is now burning in the raging fire of anti-Americanism, and Osama bin Laden is the only beneficiary of this situation. He is still determined to stage more 9/11’s, with attacks bigger than the previous one. His sympathizers claim that it’s not only America that is on his hit list. Al Qaeda is also capable of attacking other Western countries. The United Kingdom and Italy are the most possible targets because of what is perceived as their blind support to the Bush administration after the US invasion of Iraq. But also other European countries, like Poland, whose troops are fighting in Iraq and Afghanistan, could be hit by al Qaeda in revenge.

Osama bin Laden is a threat to all these countries but is still at large six years after 9/11. Any new 9/11-like attack may ignite an ultimate clash of civilizations. That’s what Osama bin Laden wants. I have interviewed top US and British officials in the last six years. I have asked many of them, from Condoleezza Rice, Tony Blair and US top General Richard B. Myers to General David Richards, British Commander in Afghanistan why Osama bin Laden is still at large.

They had no answer. Rice and Blair clearly told me that they don’t believe in a clash of civilizations, but their actions are different from their words. By issuing threats of U.S. troops entering Pakistan and by honoring people like Salman Rushdie they are only strengthening the hands of Osama bin Laden. The more hatred they create, the more power Osama bin Laden gains. He changed the world six years ago and he can again push the world towards a grand clash with another massive attack. All strong countries are ready to play into his hands through their policies, which bin Laden would say, create more and more hatred everyday.

Hamid Mir, the author of this article, is a top Pakistani reporter, Executive Editor of the Geo TV in Islamabad. He has won a world-wide acclaim for his interviews with Osama bin Laden and Dr. Ayman al-Zawahiri, before and following 9/11. His new book about OBL is due to appear in Britain, later this year.
This article was first published at Canada Free Press.

surveillance

Verichip Implantate erzeugen Krebs

Stephan Fuchs – Die umstrittenen, reiskorngroßen Implantate Verichip von Applied Digital Solutions, die mit einer Nadel injiziert werden, können offensichtlich auch Krebs verursachen. Der Verichip wird als Toröffner sensitiver Bereiche, als Geldbörse in Clubs und Bars, zur Lokalisation kidnapp-gefährdeter Menschen wie auch als scannbare Informationsbeschaffung in einem medizinischen Notfall unter der Haut getragen.

Obwohl die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) das Einpflanzen von Mikrochips in Menschen genehmigte, scheint diese Methode doch nicht so sicher zu sein. Die FDA will an der Bewilligung indes nichts ändern und verweigerte die Aussage auf die Frage, ob man vor der Genehmigung von den negativen Studien wusste. Die Erteilung der FDA Genehmigung war allerdings ominös und beschreibt einige negativ Effekte:

Seltsame Randnotiz
Verichip konnte, solange die US Food and Drug Administration (FDA) die Zulassung als medizinisches Gerät verweigerte, amerikanischen Bürgern bislang nicht ohne weiteres in Massen eingepflanzt werden. In anderen Ländern, Mexiko und Spanien aber schon. Ein praktisches Spielfeld für Tests. Am 13. Oktober 2004 verkündete ADS endlich die langersehnte Freigabe der Bundesbehörde. Für die Aktionäre der Firma ein finales Geschenk und einen weiteren Höhenflug an der Nasdaq Börse. Seltsam immerhin die Randnotiz, denn bereits am 22. Oktober 2002 war in einer Pressemitteilung der Firma zu lesen, dass diese Genehmigung von der FDA erteilt worden sei.

Diese Falschmeldung von ADS wurde von der Aufsichtsbehörde schriftlich gerügt, worauf die Pressemitteilung eine Korrektur erfuhr. Wie vertrauenswürdig ist eine solche Firme? Besonders wenn sie Vorbehalte der FDA nicht klar kommuniziert? Denn der Chip birgt auch Risiken. In einem Brief von der FDA, datiert vom 12. Oktober 2004 steht: “The potential risks to health associated with the device are: adverse tissue reaction; migration of implanted transponder; compromised information security; failure of implanted transponder; failure of inserter; failure of electronic scanner; electromagnetic interference; electrical hazards; magnetic resonance imaging incompatibility; and needle stick.”


Seltsames Verhalten der Verichip Firma – Auszug aus dem FDA Bericht

Dass es bei der Mini-Operation zu Infektionen kommen kann, dürfte nicht verwundern. Schließlich ist jeder operative Eingriff mit diesem Risiko verbunden und sei er noch so klein. Ähnliches gilt für die Gefahr, dass es im Körper zu Abstoßungsreaktionen kommen könnte. Die FDA weist aber auch daraufhin, dass es zu „elektromagnetischen Interferenzen“ kommen könne, zu „elektrischen Problemen“ und auch zur Inkompatibilität zum „Magnetic Resonance Imaging“, also dem hier meist als Kernspintomografie bezeichneten Diagnoseverfahren. Laut einem 1997 von der FDA erstellten Primer zu diesem Verfahren muss damit gerechnet werden, dass in metallischen Implantaten möglicherweise elektrische Ströme erzeugt werden, die zur Erhitzung und damit zu Verbrennungen des Patienten führen kann.

Auch noch Krebs?
Laut Washington Times legte Keith Johnson, ein pensionierter Pathologe, in einem Interview dar, dass Studien bereits 1996 gegenteilige Ergebnisse erbracht hatten. Damals war in einigen Mäusen und Ratten Krebs aufgetreten, den die Forscher eindeutig auf das Implantat zurückführen konnten. Eine deutsche Studie fand 1997 Krebs in 1% der Testmäuse, eine Studie in Ridgefield gar in 10% der Mäuse. Dabei handelte es sich fast immer um bösartige Geschwüre, die sich direkt um das Implantat bildeten, so dass die Ursache offensichtlich war. Ein Geschwür hat sich

„Wir haben keine Ahnung wohin die Chips geliefert werden. Geheim!“
In einigen Ländern wurden bereits Verträge mit Verichip Verteilern gezeichnet. Darunter sind Versicherungen und vor allem Sicherheitsfirmen unter anderem eine Firma mit Sitz in Miami, die 1998 von Sicherheitspersonen gegründet wurde und sich auf Antiterrorismus, Geiselbefreiung und Überwachungsfragen spezialisierte. Die Verteiler-Firmen sind zum Teil suspekt und abgerundet wird diese Meinung durch Angela Fulcher, Verichip’s Kommunikationschefin. Sie meinte dann auch: „Rund 7000 Chips sind verkauft worden, etwa 1.000 davon (mittlerweile über 2000) sind implantiert. Wir haben keine Ahnung wohin die Chips geliefert wurden, wir vermuten, dass viele zu Testzwecken von militärischen Einheiten und Nachrichtendiensten gebraucht werden. Darüber können wir aber nicht sprechen.“

Gesetz gegen Zwangsimplantierung in Wisconsin
Gastarbeiter und Flüchtlinge sollen implantiert werden
Hitachi lehrt VeriChip das Fürchten
Ohne Chip kein Job?
Chips für Behinderte
US-Konzerne setzen auf RFID-Chips
Deutschland kommt in den Genuss implantierbarer Chips
Chipen bis die Leiche qualmt
Quasseln mit dem Chip in der Schulter
Schwofen bis der Chip qualmt
Zu Besuch im Ministerium für Wahrheit
Die große Welt der kleinen Chips
Der implantierbare Chip erreicht die Schweiz

afrika

Maulkorb und Rassismus – Folgt Südafrika Zimbabwe?

Dr. Alexander von Paleske —-8-9- 2007 —– Bedenkliche Nachrichten kommen aus Südafrika. Der Presse soll ein Maulkorb umgehängt werden und es zeigen sich erste Anzeichen von Rassissmus, diesmal schwarzer Rassismus. Als Lokomotivführer dieser Fahrt in den Irrsin fungiert Südafrikas Präsident Thabo Mbeki.

Es hatte alles so gut angefangen.
Nelson Mandela wurde der erste Präsident nach den ersten freien, gleichen und geheimen Wahlen in Südafrika im Jahre 1994. Zwar konnte er nicht durchsetzen, dass Cyril Ramaphosa Vizepräsident wurde, sondern Thabo Mbeki, aber er schaffte, was sonst keiner geschafft hätte, die Nation als „Rainbow Nation“ zu vereinen.

Akzeptiert und dann geliebt von allen, einschliesslich denen, die ihn für 27 Jahre eingesperrt hatten, versprach – und hielt – er, dass in Südafrika Platz für alle sei, ob Schwarz, Coloured oder Weiss.

Für die Versöhnung standen zwei herausragende Ereignisse, die scheinbar nichts miteinander zu tun hatten, der Rugby-World Cup im Jahre 1996, von Südafrika gewonnen, und die Wahrheitskommission (Truth and Reconciliation Commission) deren Aufgabe es war, Licht in das Dunkel der Verbrechen der Apartheid-Zeit zu bringen.

Es war die einzige Möglichkeit, den Opfern die Möglichkeit zu geben, über all die Misshandlungen zu berichten, und den Tätern, schonungslos alles offenzulegen, um damit Gnade zu erreichen. Nur so war es möglich, Licht in die ganze Palette der Verbrechen der Apartheidzeit zu bringen, gegen das gehaltene Versprechen von Begnadigung.

Es war ein Augiasstall der dort ausgemistet wurde, und es verlangte von derem Vorsitzenden, Erzbischof Desmond Tutu, das Äusserste ab, Tag für Tag den unfassbaren Verbrechen zuzuhören, die im Namen des südafrikanischen Apartheidsstaates über Jahrzehnte begangen wurden.


Thabo Mbeki spielt offenbar die Rassismus Karte aus

Man muss den Hass in Südafrika erlebt haben, Schwarz auf Weiss und Weiss auf Schwarz. Ich habe es erlebt als ich mit meiner Familie, schwarze Frau und deren schwarzen und meinen weissen Kindern im Jahre 1990 Südafrika und Namibia besuchte, um die Leistung Tutus zu würdigen.

Was interessieren mich meine Reden von gestern
Im Jahre 1996, damals noch Vizepräsident, hielt Thabo Mbeki eine bemerkenswerte Rede unter dem Thema „Ich bin ein Afrikaner“, in welcher er hervorhob, alle Südafrikaner, gleich welcher Hautfarbe, haben Platz unter dem Dach einer gemeinsamen Nation.

Vergessen, vorbei. Wie Robert Mugabe, der bei seinem Amtsantritt 1980 versprach , Schwerter würden nun zu Pflugscharen, in Zimbabwe sei Platz für alle und damit viele Weisse, die schon gepackt auf ihren Koffern sassen, zum Dableiben bewegte, später aber die Karte des Rassismus ausspielte, so spielt jetzt ebenfalls Thabo Mbeki offenbar diese Karte aus.

Ein Anti-Apartheid Journalist sieht rot
Max du Preez war Anti-Apartheid Journalist und seinerzeit Herausgeber der Zeitung „Vrye Weekblad“, einer Zeitung in Afrikaans, die viele der Apartheidverbrechen aufdeckte und als Antwort darauf im Juli 1990 mit einem Bombenanschlag seitens der Regierung bedacht wurde. Er erhielt, von Nelson Mandela im Jahre 1993 persönlich überreicht, den Preis für „Outstanding Journalism“.

Du Preez meldete sich in der vergangenen Woche in einer Kolumne der grössten südafrikanischen Tageszeitung „Star“ zu Wort. Unter dem Titel „I’m South African, irrespective of my colour“ geisselte er den nun aufkommenden Rassismus der Regierung Thabo Mbeki.

Er berichtete beispielhaft über die vergebliche Bewerbung eines Weissen, der an vorderster Front im Anti-Apartheidkampf gestanden hatte, für eine Top-Position. Die Stelle bekam ein gleich Qualifizierter, ein Schwarzer aus – Ghana.

Und nicht zu vergessen das Jubelbuch des Herrn Ronald Suresh Roberts für Thabo Mbeki „Fit to Govern“ ein Schinken, angereichert mit Rassismus – schwarzem Rassismus.

Letzte Woche durfte Herr Ronald Suresh Roberts in der Zeitung „Star“ eine weitere Attacke fahren, diesmal gegen den AIDS-Aktivisten Zackie Achmat, der Thabo Mbeki seit langer Zeit, zu Recht, wegen dessen Wahnfahrt in Sachen AIDS angegriffen hatte.

Gesundheitsministerin und Majestätsbeleidigung
In dieser Woche stand nun Manto Tshabalala-Msimang, Ärztin und Gesundheitsministerin Südafrikas, Mbeki-Vertraute und treü Begleiterin auf dessen AIDS-Wahnfahrt, in Botswana vorbetraft wegen Diebstahls und für 10 Jahre des Landes verwiesen, wir berichteten darüber, im Zentrum der Auseiandersetzungen..

Die Oppositionspartei im südafrikanischen Parlament „Democratic Alliance“ hatte wegen des Diebstahls der Ministerin „nachgefragt“. Nicht nur dass diese Nachfrage als unzulässig vom Parlamentspräsidenten zurückgewiesen wurde, sondern der Abgeordnete wurde für 5 Sitzungen ausgeschlossen.

Aber damit nicht genug, die Regierungspartei ANC will jetzt über ein Gesetz nachdenken, das der Presse einen Maulkorb umhängen soll, sodass Hintergrundinformationen, wie die über Mantos kriminelle Vergangenheit, in Zukunft unterbunden werden sollen.

Wie sagte doch Nelson Mandela: „Wenn ich mich am meisten über die Presse geärgert, habe, hatte sie meistens Recht…“ Er meinte dies allerdings als einen – wenn auch unbequemen- Anstoss des Nachdenkens für sich selbst, nicht aber um einen Maulkorb für die Presse auch nur in Erwägung zu ziehen.

Südafrikas Gesundheitsministerin wegen Säuferleber und Kleptomanie unter Beschuss
Südafrika: Thabo Mbekis erneutes Versagen in der AIDS Krise-Ministerin gefeuert
Machtkampf in Südafrika und Gipfel in Ghana
Südafrika: Thabo Mbekis Abschlussplan ohne AIDS
Kampf gegen AIDS: Gesundheitsministerin bevorzugt Gemüse statt Kondome
Das Ende einer Wahnfahrt – Südafrika wendet sich von den Virusleugnern ab
Südafrika: Thabo Mbeki auf dem Kriegspfad
Südafrika: Tokyo Sexwale kandidiert
Tokyo Sexwale nächster Präsident Südafrikas?
Machtkampf am Kap
Bulelani Ngcuka and his Apartheid Soldiers

Krieg

Bandenkrieg in Bagdad’s US Truppen

Stephan Fuchs – 7.9. 2007 —-20’000 Gangmembers kämpfen den Krieg in Bagdad nicht gegen den Terror, sondern gegen andere amerikanische Gangs. Blood und Crips und die Gangster Disciples, eingebettet in den amerikanischen Truppen haben den Bandenkrieg amerikanischer Urbans in den Irak gebracht. Im Irak soll Kampferfahrung gelehrt und Ehre nach Hause gebracht werden.

Gangs of Iraq
Es war ein Wunder dass Juwan Gomez noch stand. Fußtritte mit dem Kampfstiefel in den Magen, in die Nieren, Gewehrkolbenschläge in den Rücken, aus seinem Mund rann Blut. In jener Nacht wurde Gomez Mitglied der Crips, einer Gang aus Los Angeles die sich seit den 70er Jahren in amerikanischen Großstädten ausbreitete.

Sie dealen Koks, Angel Dust und Heroin, halten sich Nutten auf der Strasse und eroberten sich die Autorität mit Uzis. Sie wurden so mächtig, dass sie mit der CIA und der Mafia ins Geschäft kamen. Gomez indessen hielt noch immer das blaue Band, blau ist das Zeichen der Crips, in seinen Händen. Ein Zeichen der absoluten Loyalität. Nach dieser Nacht der Prügel und des Blutes soll er, nicht loyal der US Armee, sondern loyal der Gang, Mitglied der Crips werden.


L.A. City Gangs in Bagdad City

Im heimischen Bandenkrieg kämpften sie um die Vormachtstellung um Nutten, Drogen und Schutzgeld. Stanley „Tookie“ Williams, einer der Mitbegründer der Crips wurde, des vielfachen Mordes beschuldigt, am 15. Dezember 2005 mit der Giftspritze hingerichtet. Nun sind die Straßenkämpfer in den Irakkrieg gezogen um das zu tun was sie am besten können: töten.

Mit den Crips sind aber auch die Bloods und die Gangster Disciples mit in den Krieg gezogen. Auch sie wollen Kriegserfahrung, Drill und möglichst neue Gangmembers mit nach Hause nehmen. Dies schreit nach Krieg im Krieg und stellt fragen.

Offensichtlich sind Platoons (ein Zug in einer Kompanie) in einigen Kampfeinheiten mit Gangmitgliedern besetzt und werden als eigentliche Gang geführt. Verheerend, denn der Bandenkrieg ist so brutal, dass der Krieg sich gegen die eigenen Truppen wenden kann. Friendly fire! Truppenteile die aus eigenen Reihen angegriffen und getötet werden.

Gründer der Crips Hingerichtet

medien

Blogs haben Reichweitenpotenziale

Peer Dittmar– Logcut, das erste Schweizer Premium-Blogportal, legt nach dem ersten Betriebsmonat beachtliche Zahlen vor. Im August wurden 130’000 Unique Visitors erreicht. In nur einem Monat wurden 500’000 vermarktbare Seitenaufrufe verzeichnet. Basis ist ein Blognetzwerk mit aktuell 26 Teilnehmern, aus den unterschiedlichsten Themen.

Das Blogportal Logcut mit seinem Premium Netzwerk liefert aussergewöhnliche Inhalte mit spannenden Informationen aus der Tastatur hochwertiger Blog-Autoren. Die Inhalte der einzelnen Autoren werden kategorisch miteinander verbunden. Mit nur einem Klick auf die gewünschte Kategorie erhält der Leser alle relevanten Artikel aus unterschiedlichen Quellen aufgelistet. Derzeit sind 12’000 Artikel abrufbar.

Nicht nur Blogleser sonder zunehmends auch Werbung treibende Unternehmen schätzen das Angebot von Logcut. Zusammen mit dem Vermarktungspartner Adlink Media konnte Cabelcom der erste Werbeauftraggeber akquiriert werden. „Unsere Blogs sind als Micro Medienangebot bestens für Imagefördernde und bekanntmache Kommunikationsmassnahmen geeignet. Unser Netzwerkkonzept ist die richtige Antwort für Werbeauftraggeber, welche sich in diesem innovativen Medienumfeld engagieren wollen. Im Sommerlochmonat August konnten bereits 5 Kampagnen realisiert werden.“

Über adImmersion.com
adImmersion.com ist ein Verlagshaus für Blogs. Der Verlag fasst hochwertige Blogs in einem Premium Blognetzwerk zusammen und bietet mit dem Blogportal Logcut hoche Reichweiten und Frequenzen.

Das Angebot startete am 22.Juli 2007 und repräsentiert aktuell die Blogs:
Arlesheim Reloaded
Bloggingtom
Blogisch
Carmart
d9pe
DailyFraggle
Das Subjektive
Der Dissident
Die Blogdenunzianten
Der Misanthrop
Der Verwerter
eDemokratie.ch
Finanzblog
Gedankenbörsen-Blog, Hopehope
Ignoranz
Immomart, Infamy
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Online Nutzern wird mit Logcut durch die thematische Zuordnung und Verschlagwortung von Artikeln ein einfacher und übersichtlicher Einstieg in die Welt der Blogs ermöglicht.