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Machtkampf in Südafrika: Präsident Jacob Zuma gegen Jugendliga-Boss Julius Malema

Dr. Alexander von Paleske — 2.09. 2011 — Zur Zeit spielt sich ein Machtkampf in Südafrika ab, der jedoch angesichts der Kämpfe in Libyen wenig Aufmerksamkeit gefunden hat: Julius Malema, der Anführer der Jugendliga (ANC Youth League, ANCYL) der Regierungspartei African National Congress (ANC), will die Machtfrage stellen. Nicht nur für seine Jugendbrigaden, dort ist er bereits seit 2008 Chef, sondern für den ANC insgesamt.


Julius Malema, im Hintergrund seine „politische
Mentorin“ Winnie Mandela – Screenshot: Dr. v. Paleske

Südafrikas Präsident Jacob Zuma soll zukünftig ihn nicht nur kritiklos in vollem Umfang gewähren lassen, sondern möglichst auch noch seiner politischen Linie folgen, langfristig will Malema ihn in seinen Ämtern als Parteivorsitzender und Präsident beerben.

Es geht hier also schon nicht mehr um das „irgendwie miteinander auskommen“, sondern darum, wer hier der Stärkere ist, wer politisch bereits jetzt das Sagen hat.

Staatssozialismus und Wortradikalismus
Malema war in der Vergangenheit vor allem durch Wortradikalismus und Propagierung von althergebrachtem Staatssozialismus (besser als Staatskapitalismus zu bezeichnen) als anzustrebenden zukünftigen (Ab-)Weg Südafrikas aufgefallen, was ihn oft genug in Konflikt mit der Mutterpartei gebracht hatte. Leichtsinnigerweise wurde das als jugendliche Torheiten auf die leichte Schulter genommen.

Malema fiel aber nicht nur durch seine bizarren Forderungen im Wirtschaftsbereich auf, sondern auch durch Absingen eines alten Kampfliedes des ANC aus der Zeit des Befreiungskampfes „Tötet die Buren“.

Befreiungskampf nur vom Hörensagen
Den südafrikanischen Befreiungskampf kennt der 30-jährige Malema allerdings mehr vom Hörensagen als eigenem Miterleben und Mitkämpfen: Er war bei der Entlassung Nelson Mandelas aus der Haft gerade mal 9 Jahre alt.

Malemas Spezialität: Unter Zuhilfenahme von Geschichtsklitterung alte Ideen und Kampfparolen aus der ANC- Mottenkiste hervorzuholen, die vom ANC bereits 1969 auf der Morogoro Konferenz in Tansania auf den Abfallhaufen geworfen worden waren, weil sie letztlich auf einen puren afrikanischen Nationalismus, und damit auf einen neuen Rassismus bzw. Chauvinismus, diesmal von afrikanischer Seite, hinausliefen.

Nun auch beim Nachbarn Botswana aktiv
Nun hatte Malema zu einem Schlag ausgeholt, den der ANC möglicherweise mit seinem Rauswurf beantwortet: Heute soll die Entscheidung nach Anhörungen fallen, die vor einem Ausschuss des ANC stattfinden.

Malema hatte lautstark, öffentlich und extrem undiplomatisch einen Regierungswechsel im Nachbarland Botswana gefordert, eine massive Unterstützung der dortigen Oppositionspartei Botswana National Front, (BNF) seitens seiner Jugendorganisation zugesagt, und sich damit in ziemlich unverfrorener Weise in die inneren Angelegenheiten des Nachbarlandes eingemischt.

Ein Land, das nicht nur unter dem Apartheidregime Südafrikas gelitten hatte, sondern vielen ANC- Kämpfern seinerzeit Unterschlupf gewährt, bzw. als Transitland für ANC-Kämpfer sich zur Verfügung gestellt hatte, unter der Regie des damaligen ersten Staatspräsidenten Sir Seretse Khama, dessen Sohn, Ian Khama, jetzt der 4. Staatspräsident nach der Unabhängigkeit 1966 ist.

Botswana, wo Wahlen absolut demokratisch ablaufen, und das zu Recht als die „Schweiz Afrikas“ bezeichnet wird, ist der neue Dorn im Auge eines politischen ungestümen Ungetüms, der das politische Spektrum in schwarz und weiss, und das schwarze Spektrum in Freunde und Feinde einteilt, Grauzonen nichtexistent. Motto: „wer nicht für mich ist, der ist gegen mich“.

Malema warf dem Staatspräsidenten Khama und dessen Partei Botswana Democratic Party (BDP) vor, eine „Marionette der Imperialisten“ zu sein. Das müsse nun geändert werden – mit seiner, Malemas Hilfe.

Hintergrund: Die guten Beziehungen zwischen den USA und Botswana und der Vorwurf: Botswana wolle Africom, das Africa-Command der US Armee, zur Zeit in Stuttgart Möhringen beheimatet, bei sich aufnehmen.

Beweise dafür gibt es allerdings nicht.

Aber anstatt gegen die mögliche Stationierung von Africom in Afrika generell aufzutreten – das habe ich auch in einem Artikel in der führenden Tageszeitung Botswanas MMEGI seinerzeit getan – die direkte Eimischung.

Malema-Fass läuft über
Dieses unverfrorene und völlig unakzeptable Vorgehen brachte nun das Fass innerhalb der Regierungspartei ANC zum Überlaufen. Seit Dienstag dieser Woche muss sich Malema vor dem Partei-Disziplin-Ausschuss verantworten.

Vor dem Luthuli-Haus, der Parteizentrale des ANC in Johannesburg, spielten sich am Dienstag dieser Woche, dem ersten Verhandlungstage, gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern Malemas und der Polizei ab.


Demonstrationen am 30.8. 2011 – Screenshot: Dr. v. Paleske

Fast wäre es den Demonstranten gelungen, in das Luthuli Haus einzudringen.

Skandale pflastern seinen Weg
Insgesamt ist der politische Weg Malemas durch Skandale gepflastert, vor allem dass er sich offenbar nicht scheut, notfalls Abstimmungen durch Wahlbetrug, Wahlfälschung oder Einschüchterung für sich zu entscheiden.

Wasser für die Massen, Sekt und Breitling für mich
Allerdings ist Malema keineswegs ein materiell anspruchsloser und insoweit vorbildlicher Politiker, dem das Wohlergehen der Massen am Herzen liegt. Er fällt vor allem dadurch auf, dass er, wie viele andere führende Politiker Südafrikas auch, die allerdings nicht (mehr) die Gospel des Staatssozialismus verbreiten, Wasser predigt aber Champagner trinkt.

Die Liste seiner ihm bzw. seiner Firma gehörenden Gebäude ist durchaus beeindruckend:

Unter anderem:

– Ein Haus Wert 1,3 Millionen Rand (137.000 Euro) in Polokwane (früher Pietersburg), gekauft letztes Jahr für seinen Sohn und dessen Mutter, mittlerweile getrennt von Malema lebend

– Ein weiteres Haus in Bendor, Wert 3,5 Millionen Rand

– Eine 3,5 Hektar Farm ausserhalb von Polokwane, vor einem Jahr für 900.000 Rand gekauft

– Eine weitere Residenz, in Polokwane, seiner Heimatstadt,

– und noch eine weitere in Johannesburg, die letztere in dem Nobelstadtteil Sandton, Wert: 3,6 Millionen Rand. Die wird aber von ihm mittlerweile nicht mehr als repräsentativ genug angesehen, wurde deshalb abgerissen und wird jetzt durch einen mehr „standesgemässen“ Prachtbau ersetzt. Kosten: schlappe 16 Millionen Rand. Ein Bunker gehört zukünftig auch dazu, Gaddafi lässt grüssen.

– Das Haus seiner Grossmutter wurde von ihm ebenfalls abgerissen, um Platz für ein neues zweigeschossiges Haus zu schaffen. Wert: nicht unter 1 Million Rand.

Und Julius M. liess bereits ankündigen, weitere Häuser würden bald in seinem Besitz übergehen.

Der plötzliche Reichtum des Julius M.
Woher der plötzliche Reichtum eines Mannes, der vor 8 Jahren nicht einmal ein eigenes Haus besass?

Dazu muss man wissen, dass Malema mit seiner Baufirma On Point v or allem von öffentlichen Aufträgen lebt, die er dank seiner Verbindungen in der Regierungspartei leicht bekommt, Korruption und Vetternwirtschaft ein anderes Wort dafür.

Um das Bild zu vervollständigen: Die Erledigung der überteuerten Aufträge durch die Julius-Firma führte in der Regel zu erheblichen Klagen wegen gravierender Baumängel.

Er hat es mittlerweile geschafft, seine Heimatprovinz Limpopo durch Lancieren seiner Getreuen an die Schalthebel der Macht korruptionsmässig richtig auf Vordermann zu bringen, man könnte sie zutreffend auch Malempopo oder Korrupopo nennen.

Massen für dumm verkauft
Wie schafft es dieses politische Grossmaul, der gerne Diamanten-Ringe trägt und eine Maybach-Breitling Uhr am Handgelenk schlackern liess, bis sein Sohn sie beschädigte, die armen Massen Südafrikas zu mobilisieren?

Die anhaltenden Probleme Südafrikas, nämlich die weit verbreitete Armut, die hohe Arbeitslosigkeit, die hohe Kriminalität und die Aids-Seuche, sind auch nach Abschaffung der Apartheid und Abhaltung von demokratischen Wahlen, die regelmässig vom ANC haushoch gewonnen werden, 17 Jahre danach keineswegs geringer geworden.

Gewachsen ist aber die Ungeduld der südafrikanischen Massen, die endlich Fortschritte sehen wollen. Diese ungelösten Probleme bieten genügend Sprengstoff, an denen der Jugendbrigadeführer mit seinen abstrusen Wirtschaftsvorschlägen und rassistischen Parolen gerne zündelt.
Malema spricht an und aus, was die Massen denken, auch wenn das alles von seiner Seite nach purer Heuchelei aussieht, vielmehr sind das Werkzeuge für den Fortgang seiner politischen Karriere in Richtung Parteivorsitz und dann Präsidentenamt.

Für Jacob Zuma wäre allerdings ein Rauswurf Malemas nicht ungefährlich. Abweichend von dem, was er vor Beginn seiner ersten Amtsperiode verkündete, möchte er nun doch recht gerne noch eine zweite Amtszeit.

Malema sorgte seinerzeit mit seinem Brigaden-Tross dafür, dass Zumas Vorgänger als ANC Parteichef, Thabo Mbeki, abgewählt wurde und warf alle Politische Kraft hinter Zuma. Er erklärte sich sogar bereit, für Zuma zu „sterben“, bis der schliesslich das Rennen machte und Mbeki aus dem Sattel und schliesslich auch aus dem Präsidentenamt warf.


Bild aus besseren Tagen: Zuma und Malema – Screenshot: Dr. v. Paleske

Malema könnte Zuma gerade nach einem Rauswurf aus dem ANC – aber selbst ohne diesen – noch einige schlaflose Nächte bereiten. Getreu dem Motto: „Die ich rief die Geister werd ich nun nicht los“.


So sieht der grosse südafrikanische Cartoonist Zapiro den ANC-Jugendliga-Präsidenten Malema

Südafrika: Jugendführer Julius Malema “ Die ich rief die Geister, werd ich nun nicht los“

Africom: USA greifen nach Afrika

Medizin

Lymph node aspirates in Tuberculosis-Diagnosis: New challenges, new solutions – a study of 156 patients

Dr. Alexander von Paleske 30 August 2011
Mpilo-Hospital
Teaching Hospital of the University of Zimbabwe
Bulawayo/Zimbabwe
Africa

Introduction
Lymph node tuberculosis is not infrequent in Sub-Saharan Africa. Even though precise figures do not exist, the incidence can be estimated to be between 10 and 25% of all TB cases..

A few studies have been published which show the value of fine needle aspiration for the diagnosis of lymph node TB, albeit with small numbers. The results were, apart from a few exceptions based on microscopy only.

In the meantime new challenges have arisen:

1. 3% of all Tuberculosis cases worldwide are multidrug resistant (MDR-TB), in certain affected areas the percentage is, however, much higher. Thus the diagnosis for MDR-TB in lymph node TB becomes extremely important. The extensive drug resistant TB (XDR-TB) is on the rise as well..

2. The HIV epidemic has brought more challenges for the diagnosis of lymph node TB

– Many patients present with enlarged lymph nodes of which it is unclear, whether this is TB, or persistent generalized HIV-related lymph node enlargement

– Other infectious diseases like Histoplasmosis and Cryptococcal infections, or simple bacterial lymphadenitis can present with lymph node enlargement as well

– The same applies to HIV-related cancers presenting with lymph node enlargement (Kaposi-Sarcoma, high grade Non Hodgkin lymphoma, Hodgkin´s disease, Castleman’s disease).

– HIV-positive patients, who are on anti-TB-treatment (ATT) for lymph node TB, and who have been started concurrently or shortly before on treatment with antiretroviral drugs, can show increasing, or at least persistent lymph node enlargement, which may be in fact not drug resistant TB, but part of an Immune-Reconstitution Syndrome (IRS) or newly developed high grade lymphoma.

– The new WHO recommendations for TB-prophylaxis in HIV-positive patients – INH for a period of at least 6 months – require the exclusion of active TB, which is clinically often not possible in view of the frequently enlarged lymph nodes in HIV-positive patients.

The gold standard for a definitive diagnosis is certainly a lymph node biopsy. However this is in most of Sub-Saharan Africa, due to lack of facilities and manpower, at present only feasible for a very small number of patients.

Lymph node aspirates on the other hand are simple to perform, the specimen obtained can easily be spread on slides and then assessed by a laboratory technologist .

However, the microscopy result is often negative for TB-bacilli (AAFBs, Alcohol and Acid fast Bacilli), especially in fairly immune-competent patients, unlike with sputum in cases of TB lung,.

Helpful in the diagnosis of lymph node TB, despite the absence of microscopically detectable TB-Bacilli, is the detection of caseous material and / or the presence of Langhans giant cells.

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Langhans Giant cell in a lymph node aspirate – Photo: Dr. v. Paleske


Caseous material in lymph node aspirate – Photos: Dr. v. Paleske

In our setting 25% of all lymph node aspirate specimens were falling into this category (unpublished data.). Culture of these aspirates would help further in the diagnosis of TB

In contrast: the lymph node aspirates of severely immune-compromised patients are often pus-like, packed with AAFBs and can thus fairly easily be diagnosed under the microscope.


Lymph node TB, plentiful AAFBs, full blown AIDS – Photo: Dr. v. Paleske

Moreover, In view of the increasing numbers of MDR-TB and XDR-TB, culture and sensitivity testing should be done, whenever possible.

The problems: amount of specimen and mode of transport / culture medium.

For lymph node aspirates this poses a challenge, as the amount of specimen obtained with a fine needle aspirate is often little. Moreover TB-culture-medium is not available in district hospitals and clinics.

We have investigated a way to solve this problem, which allows the aspirate firstly to be spread on a slide for microscopy diagnosis and also sent off for TB culture as well.

Patients and methods
129 patients age 15 – 85 years and 27 pat. age 2 months to 14 years were referred to Mpilo-Hospital Bulawayo / Zimbabwe for fine needle aspirate of enlarged peripheral or paraarotic/parailiacal/abdominal lymph nodes during the period from 1st May 2010 to 30th April 2011.

None of the patients had a formal lymph node biopsy before.

Aspirates were performed with a 5ml or 10 ml syringe. For peripheral lymph nodes size 18 or 19 G needles were used, however for abdominal or paraaortal /parailiacal lymph node aspirates the smaller size 21 G needles.

The specimens were spread on a glass slide and a quash smear with another glass slide facilitated. This technique is better in preserving fragments and thus allows better the recognition of caseous material.

Thereafter a blood sample was taken from the patient and 1 – 1,5ml blood filled in an EDTA-Tube (Full blood count tube).

The aspirate syringe with the aspirate needle on top was flushed several times with the blood in the EDTA-tube by sucking the blood into the aspirate syringe an pressing it back into the EDTA tube, thus delivering the rest of the specimen into the EDTA-tube.
The EDTA tube was then sent to the TB-Lab for TB-culture.

May- Gruenwald Giemsa staining was being done on one glass slide, Ziehl-Neelsen for detection of AAFBs on the other.


Results

Altogether the diagnosis TB was made in 79 of the 156 specimens (50.6%)

1. Microscopically positive for TB (Langhans Giant Cells and / or caseation and / or AAFBs detected) were 62 / 79 (78,4%), of which 36 / 79 (45%) were microscopically AAFBs-positive

2. TB-Culture positive were 52/79 (65,8% of all TB diagnoses) all m. tuberculosis.

In Detail:
— Culture positive, plus microscopically positive including AAFBs detected were 27 / 79 (34,1%)

– Culture positive plus microscopically caseation and / or Langhans giant cells but no AAFBs microscopically detected were 12 / 79 (15,1%)

– Culture positive “only” , microscopically no evidence of TB (neither AAFB’s detected, nor caseation, nor Langhans giant cells were found, instead a reactive pattern) was seen in 13 / 79 specimens (16,4%)

– Culture negative but microscopically positive plus AAFBs detected were 9 /79 (11,3%)

– Culture negative, but microscopically positive however no AAFBs detected were 18 / 79 (22,7%)

Discussion
The aspirate-specimens from lymph nodes mixed with 1-1,5 ml of EDTA-Blood from the patient, had an acceptable yield.
We, however, did not separate the patients, who are on Anti TB drugs, and for how long, or not at all.

Patients, whose aspirates are microscopically AAFB´s negative, culture negative but were diagnosed on the basis of caseation, or pus, or Langhans giant cells, without the presence of Non-TB bacilli, and without a significant amount of granulocytes or macrophages, who are either for weeks on anti-TB-drugs or have recently completed their TB treatment cannot outright be regarded as therapeutic failures.

Therefore a change of treatment (switch to 2nd line TB treatment) seems not justified, rather a “wait and see policy” should be pursued with a second aspirate in due course.
.
Those however, whose aspirates are microscopically AAFBs positive, not on ATT and culture negative are definitely culture falsely negative and need treatment. A repeat aspirate solely for culture may be appropriate.

The now recommended Xpert MTB/ RIF-test may be quite useful for rapid detection of TB in lymph node aspirates..
However,it cannot replace the need for TB culture to detect MDR- and XDR-TB, as it can only detect Rifampicin- resistance, which alone is not sufficient to qualify for MDR-TB, and the test contributes nothing for the detection of XDR-TB.

Moreover, this test gives a false negative result, if resistance is present not aginst Rifampicin, but instead against two of the other drugs in use for first line TB-treatment (see Lancet 2011 Vol 377, 1467) .

Conclusions
This method of fine needle lymph node aspiration shows, that even without culture medium in place, the yield is impressive, and, in combination with cytology, excellent results can be expected.

Moreover a sensitivity testing can be carried out, thus enabling the detection of MDR- and XDR – TB

Further improvement may be possible by doing two aspirates, to increase the amount of specimen for the culture.

This technique of aspirates – at least from peripheral lymph nodes – is simple and can even be performed by trained nurses in small hospitals and clinics.

See the 2nd study of 545 patients

linkLymph node aspirates in Tuberculosis-Diagnosis: New challenges, new solutions – a second study of 545 patients
linkLymph node aspirates in Tuberculosis-Diagnosis – A third study of 549 patients

linkDiagnosis of disseminated Tuberculosis in bone marrow aspirates
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avonpaleske@yahoo.de

1) Pithie AD, Chicksen B.
Fine-needle extrathoracic lymph-node aspiration in HIV-associated sputum-negative tuberculosis, Lancet. 1992 Dec 19-26;340(8834-8835):1504-5

2) Dandapat, M.C. B. M. Mishra, S. P. Dash, P. K. Kar
Peripheral lymph node tuberculosis: A review of 80 cases British Journal of Surgery
Vol. 77, pp. 911–912, 1990

3)Scott K. Heysell, Anthony P. Moll, Neel R. Gandhi, François J. Eksteen, Palav Babaria, Yacoob Coovadia, Lynn Roux, Umesh Lalloo, Gerald Friedland, and N. Sarita Shah
-Extensively Drug-Resistant Mycobacterium tuberculosis from Aspirates, Rural South Africa— CDC-EID Vol. 16 No 3, March 2010

Medizin

Tuberkulose-Diagnostik mit einem neuen Test, Sperrung der Mittel für Global Fund – Fortschritt oder nicht, das ist die Frage

Dr. Alexander von Paleske — 28.8. 2011 — Vor ein paar Wochen tauchten Mitarbeiter einer niederländischen Nichtregierungsorganisation vor dem Tuberkulose-Referenzlaboratorium hier in Bulawayo auf. Von dort ging es dann in umliegende Krankenhäuser und Kliniken, um einen neuen Test zur Diagnose der Seuche Tuberkulose zu proagieren, der alsbald zum Einsatz kommen soll: Der Xpert-MTB-RIF Test.

Ein sicherer und schneller Test zur Diagnose der TB ist zweifellos zu begrüssen. Aber ist dieser Test wirklich ein echter Fortschritt, oder bezahlen die Länder der Dritten Welt, die von dieser Seuche so sehr heimgesucht werden, teuer für einen Scheinfortschritt?

Die Zahlen
Im Jahre 2009 sind 9,4 Millionen Menschen weltweit neu an Tuberkulose erkrankt, die absolut überwiegende Mehrheit in armen Ländern der Dritten Welt, und hier insbesondere in Afrika südlich der Sahara, oftmals in Kombination mit der Immunschwächekrankheit HIV / AIDS.


Jährlich erkranken 9 Millionen Menschen neu , 1,8 Millionen sterben an TB.

Weltweit ist die Tuberkulose dramatisch im Vormarsch, wir haben mehrfach darüber berichtet.

Die Diagnose der Tuberkulose, von Robert Koch eingeführt, war bisher relativ einfach durch eine Färbung des diagnostischen Material , die sogenannte Ziehl-Neelsen Färbung. Dazu erforderlich neben dem billigen Färbematerial ein Mikroskop, und ein trainierter Labor-Assistent, der die Beurteilung vornimmt.
Die Durchschnittskosten belaufen sich auf weniger als 2 US Dollar pro Patient. Gefolgt von einer Kultur, so die Möglichkeit besteht, deren Ergebnis aber erst nach rund 50 Tagen vorliegt.


Tuberkelbakterien unter dem Mikroskop (rot). Foto: Dr. v. Paleske

Resistente Tuberkulose als Herausforderung
Mittlerweile hat sich aber ein neues Problem ergeben, über das wir schon mehrfach berichtet haben: Die resistente Tuberkulose, die in zwei Formen auftritt: Die Multidrug- resistant TB (MDR-TB), die gegen zwei der Erstlinienmedikamente resistent ist, also z.B. INH und Rifampicin, und die extrem resistente TB, (XDR-TB), eine MDR-TB, die auch noch gegen zwei der Zweitlinienmedikamente resistent ist, nämlich gegen die Chinolone und ein injizierbares Tuberkulosemedikament.

Die Multidrug-resistant -TB (MDR-TB) ist ständig in Ausbreitung begriffen. Weltweit sind es sind bereits 3% aller neu diagnostizierten TB-Fälle, fokal z.T. weit höher. Vor 10 Jahren waren es weit unter 1% .

Die Testung der Tuberkulosebakterien auf Resistenz, vor 10 Jahren noch eher unnötig, von Ausnahmefällen abgesehen, wird daher immer dringender.

Allerdings steht in den armen Ländern pro 10 Millionen Menschen im Durchschnitt nur 1,5 Labore zur Verfügung, die eine derartige Sensitivitätstestung nach Anzüchtung (Kultur) der TB Bakterien vornehmen können.

Das Resultat des diagnsotischen Mangels: Nur 7% dieser Patienten werden korrekt diagnostiziert. Der Rest wird, – wenn die wesentlich teureren Zweitlinienmedikamente, die pro Patient 1300 US Dollar pro Jahr kosten, überhaupt verfügbar sind — klinisch, also auf Verdacht hin behandelt. Also dann, wenn die Erstlinientherapie nicht anschlägt, was sich erst nach Wochen bzw. Monaten feststellen lässt.

Damit ist nicht nur der Patient selbst gefährdet, sondern auch Menschen in seiner Umgebung, die mit den resistenten TB-Bakterien infiziert werden können.

Bezahlbarer Fortschritt?
Nun also ein neues Verfahren, das sogar in Zukunft keine Laborassistenten braucht, sondern von angelernten Krankenschwestern durchgeführt werden kann.

Aber:
– Die ganze Diagnostik-Maschine, beruht auf einem empfindlichen Polymerase-Chain-Reaction (PCR)Verfahren, und ist ausserdem stromabhängig

– Kosten: ca. 20 US Dollar pro Patient

– Die Umgebungstemperatur muss unter 30 Grad Celsius liegen, was in vielen tropischen und subtropischen Ländern nur über Klimaanlagen erreichbar ist, die in den kleineren Krankenhäusern und Kliniken nicht vorhanden sind, und, die selbst wenn vorhanden, eine ununterbrochene Stromversorgung brauchen, was ebenfalls nicht gewährleistet ist.

– Test-Kartuschen, die nach einiger Zeit ausgewechselt werden müssen, fallen ebenfalls kostenmässig deutlich ins Gewicht

– Es wird ein Laptop Computer gebraucht, der wiederum stromabhängig ist, und sich auch ausserhalb von Labors grosser Beliebtheit erfreut, sodass erhöhte Sicherheitsvorkehrungen nötig sind.

-die Bearbeitungszeit für eine Probe dauert zwei Stunden

Vorläufiges Fazit
Natürlich, das neue System, vorausgesetzt die Arbeitsbedingungen stimmen, hat unbestreitbare Vorteile:

– die Empfindlichkeit und Treffsicherheit der Tuberkulosetestung liegt bei 90%, verglichen mit 63% der herkömmlichen Mikroskopiererei.

– Feststellung, ob die TB-Bazillen gegen das Erstlinienmedikament Rifampicin-resistent sind.

Aber:

nur Rifampicin-Resistenz kann festgestellt werden, nicht aber ob der Patient resistent gegen ein weiteres Erstlinienmedikament ist, erst dann kann ja von MDR gesprochen werden.

– In 37% der Fälle liegt eine Resistenz gegen zwei andere Erstlinienmedikamente – nicht jedoch Rifampicin – vor, die der Test nicht bestimmen kann.

Mit anderen Worten:

-eine Reihe von Patienten wird als MDR-TB klassifiziert, obwohl keine vorliegt, und wird dann, so vorhanden, automatisch mit wesentlich teureren Medikamenten behandelt
,
– ein nicht geringer Teil der Patienten hat MDR-TB ohne Rifampicin-Resistenz, und diese werden fälschlicherweise als Nicht-MDR-TB klassifiziert.

– Für die extrem resistente XDR-TB, die sich ebenfalls weiter ausbreitet, liefert der Test nichts in Punkto Resistenz

Fazit:
Der Xpert-Test liefert zu viele ungenügende bzw. unbrauchbare Resistenz-Resultate, gerade auch in Fällen der XDR-TB, verzehnfacht die Kosten der Diagnose, kann in vielen Kliniken und Hospitälern nicht durchgeführt werden, weil die Voraussetzungen dafür fehlen (Klimaanlagen, Strom), und treibt die Kosten der TB-Behandlung durch falsch positive MDR-TB -Resultate in die Höhe.

Der Test, so wie er ist, ist denkbar ungeeignet, um nicht zu sagen unbrauchbar für Länder in der Dritten Welt.

Gleichwohl hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sich stark für die Einführung gemacht, was einige Rückschlüsse auf deren wirkliche Kenntnisse vor Ort nahelegt.

Medizinzeitung warnt
Und so warnt auch die hochangesehene Medizinzeitung LANCET bereits am 30 April (Lancet Vol. 377 S. 1467 vom 30.4. 2011) vor der überstürzten Einführung dieses teuren Tests.
Sie fordert zutreffend, dass ein derartiger Test

-Bezahlbar

-genau (sensitiv und spezifisch)

-einfach zu handhaben

-unempfindlich gegen höhere Umgebungstemperaturen

– unabhängig von teuren Geräten sein muss, und unabhängig von ununterbrochener Stromversorgung .

Die meisten dieser Voraussetzungen erfüllt eben der Xpert-Test nicht.

Stattdessen wird die Notwendigkeit der Expansion von Referenzlaboratorien immer dringender, die eine umfassende und bezahlbare Sensitivitätstestung gegen alle herkömmlichen TB-Medikamente durchführen können.

Daran ist leider deshalb nicht zu denken, weil dem Global Fund zur Bekämpfung von TB, Malaria und Aids – gerade auch von Deutschland – drastisch die Mittel gekürzt werden.


Labore wie dieses hier in Bulawayo/Simbabwe sind zur effektiven Diagnose und Behandlung der TB unverzichtbar. Dieses Labor wird mit Global Fund Geldern unterstützt. Foto: Dr. v. Paleske

Wir haben in mehreren Artikeln, nachdem Geld, das der Fund bereitgestellt hatte, zweckentfremdet wurde, kritisiert, wie der Fund arbeitet.

Anstatt auf eine Änderung der Arbeitsweise und striktere Überwachung zu drängen, werden einfach, nicht nur von Deutschland, die Mittel gekürzt oder ganz gestrichen.

Dem deutschen Entwicklungshilfe-Minister Dirk Niebel ist der Global Fund ohnehin ein Dorn im Auge. Er möchte den deutschen Beitrag lieber heute als morgen nur noch an bestimmte (willfährige) Länder verteilen, die vermutlich auch dem deutschen Aussenhandel dienen.

Dass der Global Fund unzweifelhaft erheblich zur Verbesserung der Diagnose und Behandlung der genannten Menschheitsseuchen beigetragen hat, ist für ihn offenbar ohne Belang.

Die vergleichsweise (am Gesamtvolumen) geringe (gleichwohl inakzeptable) Mittelentwendung bot sich da offenbar als schöne Ausrede an.

Andere europäische Länder haben trotz 2010 gemachter Zusagen erst gar nichts bezahlt, wie der Lancet am 6.8. 2011 zu berichten wusste.

Eine besiegt geglaubte Krankheit droht wieder zur unkontrollierbaren Seuche zu werden
Die Zukunft heisst Resistenz? – Antiinfektiva verlieren ihre Wirksamkeit
Welt-Tuberkulose Tag – eine Krankheit weiter auf dem Vormarsch</

Zum Global Fund und seinen Problemen
Global Fund: Erreichen alle Gelder der Geldgeber die richtigen Empfänger?
Global Fund – oder: Warum Aushändigen von Geld nicht reicht

SATIRE

Angela Merkel weist Helmut Kohl zurecht

Dr. Alexander von Paleske — 25.8.2011 —
Folgende E-Mail landete heute in meiner Mailbox:

Angela Merkel
Bundeskanzlerin
Im Regierungsviertel 1
Berlin

25.8. 2011

Hallo Deutschland,
gestern hat der Altkanzler Helmut Kohl eine Art politische Stinkbombe, geboren im Kohl-Kopf, gegen mich zur Explosion gebracht, die ich aus Gründen der politischen Hygiene nicht unbeantwortet lassen kann.

Natürlich hat mich geärgert, dass Helmut Kohl mir diese unberechtigten Rügen nicht per E-Mail oder per Post zugeschickt hat, sondern sie unbedingt gleich in die Öffentlichkeit posaunen musste, wo ich zur Zeit ohnehin alle Hände voll zu tun habe, mich meiner Kritiker innerhalb und außerhalb meiner Partei zu erwehren.

1. Kohl behauptet, Deutschland habe seinen Kompass verloren.
Das ist natürlich kompletter Kokoloris. Die Kompassnadel meiner Regierung zeigt konstant in Richtung Bankfurt.

Ich habe alles unternommen, um meinen Banker-Freunden, an erster Stelle Josef Feldherr Ackermann, ihre Spekulationseinkünfte aus dem Casinobetrieb Investmentbanking sicherzusstellen.

Natürlich weiß ich, dass insbesondere die Swaps, von einigen alten Herren aus der Finanz-Szene wie George Soros und Warren Buffett auch als finanzielle Massenvernichtungsmittel bezeichnet, nicht ohne Risiko sind, und einen Gutteil Schuld an der Lehman-Pleite 2008 und der dann folgenden Finanzkrise hatten.

Aber auf der anderen Seite, so hat mir der Feldherr aus Frankfurt versichert, bringen sie wunderbare Spekulationsgewinne in den Händen vertrauenswürdiger Banker, wie denen der Deutschen Bank, ein. Deshalb bleibt da alles so wie es war.

Auch die neuen Instrumente, wie die Indexfonds, auch als ETF bezeichnet (Exchange Trade Fonds), sind herrliche Gewinnbringer (für die Banken und Hedge Fonds), und werden natürlich nicht reguliert oder gar der Handel mit ihnen eingeschränkt.

Zwar glauben die Kunden, dass der DAX oder andere Indizes dort mit entsprechenden Papieren, z.B. aus dem DAX, real nachgebildet wird, aber das ist natürlich völliger Blödsinn. In diesen Fonds stecken ganz andere Papiere, mit denen sich spekulativ viel Geld (für die Banken) verdienen lässt und ein bisschen Schummelei darf ruhig sein, wie in der Politik.

Die Bankkunden wiegen sich eben in einer (Schein–) Sicherheit . Wenn sich dann die spekulativen Papiere negativ entwickeln, springen „Versicherungen“ ein, also handelt es sich also wieder um sogenannte Swaps

Natürlich ist das alles nicht ohne Risiko, aber mein Wahlspruch war auch schon immer: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und notfalls springt der Staat wieder ein wie 2008, wenn die Verluste zu gross werden. Also Kontinuität auf der ganzen Linie.

2. Kohl behauptet, Deutschland drohe ein massiver Bedeutungsverlust.
Das ist geradezu lächerlich. Jeden Tag stehen die Abgesandten der Schafskäse- Paella- und Spaghetti- Länder, aber auch die IRA-Heimat Irland bei uns Schlange, um sich Geld zu pumpen.

Immer wieder höre ich: Wie macht ihr das bloss mit eurer brummenden Wirtschaft.

– Meine Antwort an die Iren lautet: Wir gehen nicht jeden Tag ins Pub

– meine Antwort an die Spanier: Wir kennen keine Siesta

– meine Antwort an die Italiener lautet: Wir machen kein Bunga Bunga mit Minderjährigen

– und meine Antwort an die Griechen lautet: wir ruhen uns nicht auf antiken Lorbeeren aus.

Stattdessen kürzen wir Hartz IV, um noch mehr Leute in die Billigjobs zu treiben und kürzen die Leistungen im Sozial-Krankenbereich.

Dass US-Präsident Obama bei seinem letzten Europabesuch über Deutschland hinweggeflogen ist, statt hier Station zu machen, zeigt nur, dass die USA längst an Bedeutung eingebüsst haben, und deshalb dort auftreten, wo sie noch Eindruck schinden können, wie z.B. in Polen.

Wir haben längst erkannt, dass China viel bedeutender für unsere Exporte ist, wenn auch nicht auf Dauer, weil diese Schlitzohren, äh, ich meine Schlitzaugen alles (illegal) kopieren und dann selbst herstellen, aber vorläufig brummt der Export dorthin.

3. Kohl behauptet: Deutschlands Aussenpolitik verliere an Kontinuität.
Auch das ist Kokoloris.
Gerade am Beispiel Libyen hat sich gezeigt, dass wir bis zum nahenden Ende unserem Geschäftsfreund Gaddafi die Treue gehalten, und nicht, wie dieser Gambler Sarkozy, auf diesen verlumpten Rebellenhaufen gesetzt haben.

Gaddafi hat uns in vielen E-Mails für unsere aufrechte kontinuierliche Aussenpolitik gedankt, und drängte darauf, mit seinen Kamelen uns einen Besuch abzustatten. Nun müssen wir eben einen Richtungswechsel vornehmen, und uns mit den neuen Herren in Tripolis irgendwie arrangieren.

Auch die Kritik, Deutschland hätte sich nicht am Irak-Krieg beteiligt , liegt – was meine Person betrifft – völlig neben der Sache.

Wenn ich damals bereits Kanzlerin gewesen wäre, dann wären wir Seite an Seite mit Bush und Blair (in den Abgrund) marschiert, das Lied: Wenn wir schreiten Seit an Seit, dann muss es gelingen“ auf den Lippen.

4. Auch Kohls Kritik, die Politik müsse mehr Zuversicht geben, liegt neben der Sache.
Richtig ist, dass unsere Politik besser verkauft werden muss.
Mein Gesicht, für das ich nichts kann, strahlt leider nicht diesen (unbegründeten) Optimismus aus, deshalb hatte ich ernsthaft erwogen, den Unterschichten-Anspruchslos-Schadenfreude-Entertainer Stefan Raab mit seinem fröhlichen Schadenfreude-Metzgersgrinsen als Regierungssprecher zu verpflichten.
Leider konnte ich das in meiner Partei (noch) nicht durchsetzen.

5. Schliesslich: Mit Kohl als Kanzler wäre alles besser geworden
Das wage ich zu bezweifeln, es handelt sich offenbar um die bei alten Menschen vielverbreitete Selbstüberschätzung.

Nur in einem stimme ich zu: Fehler sind heilbar, vor allem der Fehler von Schröder und Konsorten, Griechenland in den Euro aufzunehmen.
Wir sind gerade dabei diesen Fehler zu korrigieren, indem wir Griechenland die Daumenschrauben anziehen und vermehrt Polizeiausrüstung dorthin liefern.

So viel für heute

Glückauf Deutschland

Angela Merkel
Bundeskanzlerin

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kriminalitaet

Mord verjährt nicht – das Verfahren gegen Muammar Gaddafis Auftragsmörder in Djibouti muss weitergeführt werden

Am 18.3. 1987 wurde im Auftrag des Libyschen Ex-Diktators Muammar Gaddafi ein Bombenanschlag in Djibpouti am Horn von Afrika verübt, dem 13 Menschen zum Opfer fielen, darunter vier deutsche Nachwuchswissenschaftler. 41 weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt, darunter drei deutsche Meereskundler der Universität Kiel.

Organisator des Attentats war der Libyer Taher Chaabane.

Das Auswärtige Amt hat nach dem Terroranschlag alles unternommen, um die Sache unter den Teppich zu kehren, und damit de facto die Opfer des Attentats bzw. deren Angehörige an der Nase herumgeführt. Wir haben ausführlich darüber berichtet.

Nachdem Gaddafi nun verjagt wurde, gibt es weder für die Staatsanwaltschaft, noch für das deutsche Auswärtige Amt irgendwelche Ausreden, dem Fortgang des Verfahrens im Wege zu stehen.

Vielmehr sollte jetzt endlich der Antrag auf Auslieferung Chaabanes und seiner Mittäter auf der Tagesordnung stehen.

Mord verjährt nicht, das gilt nicht nur für die Täter und die Justizbehörden, sondern gerade auch für das Auswärtige Amt.
Ich habe deshalb wie folgt an die Staatsanwaltschaft Bonn geschrieben, die seinerzeit ein Ermittlungsverfahren eingeleitet hatte, was dank der Unwilligkeit bzw. gewollten Untätigkeit des Auswärtigen Amtes im Sande verlief:

24.8.2011

Dr. Alexander von Paleske
Arzt für innere Medizin, Hämatologie
Leitender Abteilungsarzt
Ex Rechtsanwalt beim Landgericht Frankfurt (M)
P.O. Box 917
Bulawayo
Simbabwe / Afrika
E-Mail: avpaleske@botsnet.bw

An die
Staatsanwaltschaft
bei dem Landgericht
Herbert-Rabius-Straße 3
53225 Bonn
Germany

poststelle@sta-bonn.nrw.de

Sehr geehrte Damen und Herren,

In der Strafsache gegen Taher Chaabane und andere wegen Verdachts der Anstiftung zum und Mittäterschaft des Mord(es) in 13 Fällen und schwerer Körperverletzung in 41 Fällen durch einen
Bombenanschlag in Djibouti am 18.3. 1987, bei dem auch die Deutschen Nachwuchswissenschaftler

Annete Barthelt

Marco Buchalla

Hans-Wilhelm Halbeisen

und Daniel Reinschmidt getötet wurden

– Az 90 Js 259 / 87 –

Ist nach der Revolution in Libyen eine grundsätzlich veränderte Lage eingetreten.
Das Amtsgericht Bonn hat bereits 1987 Haftbefehle wegen dringenden Verdachts des mehrfachen Mordes erlassen.

Das Deutsche Auswärtige Amt hat jedoch nichts, aber auch gar nichts unternommen, um eine Auslieferung der per Haftbefehl Gesuchten zu erreichen, damit sie in Deutschland angeklagt und vor Gericht gestellt werden können..

Die vom Auswärtigen Amt in Verfolgung offenbar purer wirtschaftlicher Interessen verfolgte Haltung gegenüber dem Tyrannen und Menschenverächter Gaddafi wurde von dem damaligen Aussenminister Hans-Dietrich Genscher begründet, und dann unter allen seinen Nachfolgern konsequent fortgesetzt.

Die berechtigten Interessen der Verletzten und der Angehörigen der Verstorbenen nach Strafverfolgung und angemessener Entschädigung wurden dabei grob missachtet, um nicht zu sagen mit Füssen getreten. Eine Haltung, die in krassem Gegensatz zu dem Vorgehen der britischen Behörden im Falle des Bombenanschlags auf den PanAm Flug 103 im Jahre 1988 über Lockerbie steht.

Auch als Gaddafi sich bemühte, mit dem Westen wieder ins Gespräch zu kommen, die Lockerbie- Attentäter auslieferte, und im weiteren Verlauf die Opfer nicht nur des Lockerbie- Attentats entschädigte, vermied es das Auswärtige Amt, damals unter der Regie des Joseph Martin (Joschka) Fischer, mit durchsichtigen Begründungen, die Morde von Djibouti wieder auf die Tagesordnung zu setzen.

Mit der Vertreibung von Gaddafi und seiner Clique hat das Auswärtige Amt nun keine Ausreden mehr zur Verfügung, die Auslieferung von Chaabane und Konsorten zu hintertreiben.

Ich darf sie daher bitten, sobald sich die Lage in Libyen stabilisiert hat, das Verfahren mit Nachdruck wieder aufzunehmen und weiterzuführen.

Im übrigen verweise ich auf meine Artikel
„Schweigen um die Morde an vier Deutschen in Djibouti“
http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/4222429/

und zur jahrzentelangen Zusammenarbeit mit Tyrann Gaddafi:

Libyen: Gaddafi lässt schiessen – die Ausbildung besorgte auch Deutschland
http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/libyen-gaddafi-laesst-schiesen-die-ausbildung-besorgte-auch-deutschlan/

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Alexander von Paleske

CC. Auswärtiges Amt
Am Werderschen Markt
Berlin

KOMMENTARE
Santiago (Gast) – 24. Aug, 14:32
Ja klar
Dann sollen doch bitte auch mal andere vor Gericht gestellt werden in deren Namen getötet wurde. Mir fallen da jede Menge ein. Ihnen auch?

Kissinger
und etwa die letzten 10 Ami Präsidenten zb.

Bei denen ist es aber wohl nicht Mord oder?

onlinedienst – 24. Aug, 14:55
Stimmt
Stimmt, auch Assad von Syrien wollen wir als „newcomer“ in diesem „Club“ nicht vergessen, ist aber wohl keine Entschuldigung für das Auswärtige Amt, den 13-fachen Mord ungesühnt zu lassen und die Auslieferung der Attentäter zu hintertreiben.
Geradezu lachhaft wird es, wenn man berücksichtigt, dass wesentlich geringere Straftaten nachhaltig verfolgt werden, hier aber aus angeblich „übergeordneten Interessen“ nichts unternommen wurde.

Dr. v. Paleske

sadhu (Gast) – 24. Aug, 14:50
rache
ja … zugegeben … es ist bitter wenn sühne nicht stattfindet – aber ihr aufruf gleicht nach den vielen jahren die schon vergangen sind eher einem racheakt – die welt trudelt an allen ecken und enden … libyen wird gerade wirtschaftsreif gebombt und ihr schrei nach gerechtigkeit wird hier ins netz getragen – ich würde mir wünschen das wir wieder in einer gerechten welt leben würden … so wies vor 10.000 jahren schon mal war – nicht das ich jetzt auf mein warmes wasser verzichten möchte … wenn ich mir den rache und vergeltungsstaat usa ansehe … hat es ihnen nur ihren binnenmarkt mit jva´s überschwemmt … tolle geschäfte … das dabei die moral und die daraus resultierende kultur flöten geht ist anscheinend völlig egal – wieso wird nach vergeltung geschrien – das mag verstehen wer will …. es hat auch nichts mit gerechtigkeit zu tun … den gerade das marktgerechte verhalten vor allem auch der deutschen … im ausland und die damit zusammenhängenden manipulationen fremder nationen führt zu solch obszönen handlungen wie mord — heute ist was anderes gefragt … wir brauchen mehr rückgrad in unserer kulturlanschaft … und vergebung ist ein sehr guter anfang …. an tote erinnern reicht … mehr brauch es nicht … beteiligen sie sich einfach an einem grundsätzlichen geschehen welches uns als gemeinschaft wieder zu einem soliden und rechtmässigen fundament verhilft ….

ich hoffe meine sichtweise hilft ihnen einen moderateren weg zu erkennen ….

vielen dank

onlinedienst – 24. Aug, 15:45
??????
Vor der Vergebung steht ja wohl erst einmal die Entschuldigung, wie es so hervorragend in der südafrikanischen Wahrheitskommission gelang.
Gelten Ihre Argumente auch für Massenmörder (so ab 50 Tote) oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie Nazi-Mörder – bei denen waren die Taten ja auch schon „lange her“ oder Mörder wie Pinochet?
Tut mir leid, aber nur die Toten beklagen, weil die globalen Probleme so immens sind, das reicht wohl nicht, nicht vorne und nicht hinten.
Ich fand es ausserordentlich befriedigend, wie Mitglieder der argentinischen Militärjunta der 70er Jahre schliesslich vor Gericht gebracht und verurteilt wurden. Auch deren Taten waren ja „lange her“. Die Opfer bzw. deren Angehörige hatten sie keineswegs vergessen und zu einer Vergebung dieser Schandtaten bestand angesichts der Uneinsichtigkeit der Täter auch wenig Grund.

Dr. v. Paleske

spionage

Dutch man funneled munitions to Iran

Jason Grant – He operated out of The Netherlands. But according to federal authorities, the Dutch national brazenly flouted U.S. export laws again and again, directing cloaked shipments of American munitions from New York to Iran for nearly a year.

At least some of those munitions, authorities said, may have landed in the hands of the Iranian military.

Ulrich Davis, 50, a former manager of a Dutch freight-forwarding company was arrested this weekend while trying to board a flight to his homeland at Newark Liberty International Airport, authorities said.

Davis used various methods in order to hide the nature of what his company was up to. He‘d have invoices and item-lists removed from shipments, according to the criminal complaint unsealed in Newark federal court today. He’d also direct employees to wrongly list The Netherlands as the ultimate country of destination for shipments, rather than Iran, the complaint alleges.

His company, described in the complaint as a „Netherlands freight forwarding company“ and a subsidiary of an Austrian-based company, also allegedly had an affiliate freight-forwarding company in New York that was used to send out the American products.

In 2007 and 2008, Davis conspired with others to export a variety of goods, from aircraft parts that included altitude direction indicators and fuel control units, to peroxide and aerosols, U.S. Attorney Paul J. Fishman said.

According to the complaint, Davis‘ freight-forwarding company even shipped out parts that were stamped „Country of Origin: USA“ while also saying the parts were intended for the „C-130 Red Half Moon.“ „Red Half Moon,“ authorities explained, is a companion organization to the American Red Cross – but the C-130 is an American-manufactured military transport aircraft that is used by the U.S. but „is also currently in service with the Iranian Air Force.“

Davis, the complaint alleges, was listed as the employee responsible for the shipment.

Today, authorities said, Davis appeared before U.S. Magistrate Judge Patty Shwartz in Newark on a charge of conspiracy to violate the International Emergency Economic Powers Act and the Iranian Transactions Regulations, and he was detained.

Davis sent prohibited shipments to Iran, intentionally hiding the nature of sensitive materials to be provided to the Iranian military, said Fishman.

„The violation of export laws designed to keep American munitions out of the wrong hands is more than shady business practice; it is a threat to national security,“ he added.

Authorities said Davis got some of the materials shipped to Iran between August 2007 and January 2008 from a New Jersey Company – including adhesive primer, peroxide and aerosols. The company remained unnamed in the complaint, as did the Dutch freight forwarding company.

In a January 2008 e-mail he allegedly sent to a representative of another company, Davis wrote: „99% of these goods were destined to be send to Teheran [sic]/Iran, which was and still is a very difficult destination due to political reasons.“

Fishman‘s office credited both the Boston and New York offices of Department of Commerce, Bureau of Industry and Security, Office of Export Enforcement in the investigation leading to the arrest and charge against Davis.

„This investigation demonstrates our ongoing commitment to pursue individuals, including those in the freight forwarder community, who knowingly violate U.S. export control laws no matter where in the world they set up their illicit operations,“ said Eric Hirschhorn, Under Secretary for Industry and Security.
Davis faces up to 20 years in prison and a $1 million fine.

USA

The US Military’s Secret Military

Nick Turse – Somewhere on this planet a US commando is carrying out a mission. Now, say that 70 times and you’re done for the day. Without the knowledge of much of the general American public, a secret force within the US military is undertaking operations in a majority of the world’s countries.

This Pentagon power elite is waging a global war whose size and scope has generally been ignored by the mainstream media, and deserves further attention.

After a US Navy SEAL put a bullet in Osama bin Laden’s chest and another in his head, one of the most secretive black-ops units in the US military suddenly found its mission in the public spotlight. It was atypical. While it’s well known that US Special Operations forces are deployed in the war zones of Afghanistan and Iraq, and it’s increasingly apparent that such units operate in murkier conflict zones like Yemen and Somalia, the full extent of their worldwide war has often remained out of the public scrutiny.

Last year, Karen DeYoung and Greg Jaffe of the Washington Post reported that US Special Opera-tions forces were deployed in 75 countries, up from 60 at the end of the Bush presidency. By the end of this year, US Special Operations Command spokesman Colonel Tim Nye told me, that number will likely reach 120. „We do a lot of travelling – a lot more than Afghanistan or Iraq,“ he said recently. This global presence – in about 60 per cent of the world’s nations and far larger than previously acknowledged – is evidence of a rising clandestine Pentagon power elite waging a secret war in all corners of the world.

The rise of the military’s secret military
Born of a failed 1980 raid to rescue American hostages in Iran, in which eight US service members died, US Special Operations Command (SOCOM) was established in 1987. Having spent the post-Vietnam years distrusted and starved for money by the regular military, special operations forces suddenly had a single home, a stable budget, and a four-star commander as their advocate.

Since then, SOCOM has grown into a combined force of startling proportions. Made up of units from all the service branches, including the Army’s „Green Berets“ and Rangers, Navy SEALs, Air Force Air Commandos, and Marine Corps Special Operations teams, in addition to specialised helicopter crews, boat teams, civil affairs personnel, para-rescuemen, and even battlefield air-traffic controllers and special operations weathermen, SOCOM carries out the United States‘ most specialised and secret missions. These include assassinations, counterterrorist raids, long-range reconnaissance, intelligence analysis, foreign troop training, and weapons of mass destruction counter-proliferation operations.

One of its key components is the Joint Special Operations Command, or JSOC, a clandestine sub-command whose primary mission is tracking and killing suspected terrorists. Reporting to the president and acting under his authority, JSOC maintains a global hit list that includes US citizens. It has been operating an extra-legal „kill/capture“ campaign that John Nagl, a past counterinsurgency adviser to four-star general and soon-to-be CIA Director David Petraeus, calls „an almost industrial-scale counterterrorism killing machine“.

This assassination programme has been carried out by commando units like the Navy SEALs and the Army’s Delta Force as well as via drone strikes as part of covert wars in which the CIA is also involved in countries like Somalia, Pakistan, and Yemen. In addition, the command operates a network of secret prisons, perhaps as many as 20 black sites in Afghanistan alone, used for interrogating high-value targets.

Growth industry
From a force of about 37,000 in the early 1990s, Special Operations Command personnel have grown to almost 60,000, about a third of whom are career members of SOCOM; the rest have other military occupational specialties, but periodically cycle through the command. Growth has been exponential since September 11, 2001, as SOCOM’s baseline budget almost tripled from $2.3bn to $6.3bn. If you add in funding for the wars in Iraq and Afghanistan, it has actually more than quadrupled to $9.8bn in these years. Not surprisingly, the number of its personnel deployed abroad has also jumped four-fold.

Further increases, and expanded operations, are on the horizon.
Lieutenant General Dennis Hejlik, the former head of the Marine Corps Forces Special Operations Command – the last of the service branches to be incorporated into SOCOM in 2006 – indicated, for instance, that he foresees a doubling of his former unit of 2,600. „I see them as a force someday of about 5,000, like equivalent to the number of SEALs that we have on the battlefield. Between [5,000] and 6,000,“ he said at a June breakfast with defence reporters in Washington. Long-term plans already call for the force to increase by 1,000.

During his recent Senate confirmation hearings, Navy Vice Admiral William McRaven, the incoming SOCOM chief and outgoing head of JSOC (which he commanded during the bin Laden raid) endorsed a steady manpower growth rate of 3 per cent to 5 per cent a year, while also making a pitch for even more resources, including additional drones and the construction of new special operations facilities.

A former SEAL who still sometimes accompanies troops into the field, McRaven expressed a belief that, as conventional forces are drawn down in Afghanistan, special ops troops will take on an ever greater role. Iraq, he added, would benefit if elite US forces continued to conduct missions there past the December 2011 deadline for a total American troop withdrawal. He also assured the Senate Armed Services Committee that „as a former JSOC commander, I can tell you we were looking very hard at Yemen and at Somalia“.

During a speech at the National Defense Industrial Association’s annual Special Operations and Low-intensity Conflict Symposium earlier this year, Navy Admiral Eric Olson, the outgoing chief of Special Operations Command, pointed to a composite satellite image of the world at night. Before September 11, 2001, the lit portions of the planet – mostly the industrialised nations of the global north – were considered the key areas. „But the world changed over the last decade,“ he said. „Our strategic focus has shifted largely to the south … certainly within the special operations community, as we deal with the emerging threats from the places where the lights aren’t.“

To that end, Olson launched „Project Lawrence“, an effort to increase cultural proficiencies – like advanced language training and better knowledge of local history and customs – for overseas operations. The programme is, of course, named after the British officer, Thomas Edward Lawrence (better known as „Lawrence of Arabia“), who teamed up with Arab fighters to wage a guerrilla war in the Middle East during World War I. Mentioning Afghanistan, Pakistan, Mali, and Indonesia, Olson added that SOCOM now needed „Lawrences of Wherever“.

While Olson made reference to only 51 countries of top concern to SOCOM, Col. Nye told me that on any given day, Special Operations forces are deployed in approximately 70 nations around the world. All of them, he hastened to add, at the request of the host government. According to testimony by Olson before the House Armed Services Committee earlier this year, approximately 85 per cent of special operations troops deployed overseas are in 20 countries in the CENTCOM area of operations in the Greater Middle East: Afghanistan, Bahrain, Egypt, Iran, Iraq, Jordan, Kazakhstan, Kuwait, Kyrgyzstan, Lebanon, Oman, Pakistan, Qatar, Saudi Arabia, Syria, Tajikistan, Turkmenistan, United Arab Emirates, Uzbekistan, and Yemen.

The others are scattered across the globe from South America to Southeast Asia, some in small numbers, others as larger contingents.

Special Operations Command won’t disclose exactly which countries its forces operate in. „We’re obviously going to have some places where it’s not advantageous for us to list where we’re at,“ says Nye.“Not all host nations want it known, for whatever reasons they have – it may be internal, it may be regional.“

But it’s no secret (or at least a poorly kept one) that so-called black special operations troops, like the SEALs and Delta Force, are conducting kill/capture missions in Afghanistan, Iraq, Pakistan, and Yemen, while „white“ forces like the Green Berets and Rangers are training indigenous partners as part of a worldwide secret war against al-Qaeda and other militant groups. In the Philippines, for instance, the US spends $50m a year on a 600-person contingent of Army Special Operations forces, Navy Seals, Air Force special operators, and others that carries out counterterrorist operations with Filipino allies against insurgent groups like Jemaah Islamiyah and Abu Sayyaf.

Last year, as an analysis of SOCOM documents, open-source Pentagon information, and a database of Special Operations missions compiled by investigative journalist Tara McKelvey (for the Medill School of Journalism’s National Security Journalism Initiative) reveals, the US‘ most elite troops carried out joint-training exercises in Belize, Brazil, Bulgaria, Burkina Faso, Germany, Indonesia, Mali, Norway, Panama, and Poland.

So far in 2011, similar training missions have been conducted in the Dominican Republic, Jordan, Romania, Senegal, South Korea, and Thailand, among other nations. In reality, Nye told me, training actually went on in almost every nation where Special Operations forces are deployed.“Of the 120 countries we visit by the end of the year, I would say the vast majority are training exercises in one fashion or another.They would be classified as training exercises.“

The Pentagon’s power elite
Once the neglected stepchildren of the military establishment, Special Operations forces have been growing exponentially not just in size and budget, but also in power and influence. Since 2002, SOCOM has been authorised to create its own Joint Task Forces – like Joint Special Operations Task Force-Philippines – a prerogative normally limited to larger combatant commands like CENTCOM. This year, without much fanfare, SOCOM also established its own Joint Acquisition Task Force, a cadre of equipment designers and acquisition specialists.

With control over budgeting, training, and equipping its force, powers usually reserved for departments (like the Department of the Army or the Department of the Navy), dedicated dollars in every Defense Department budget, and influential advocates in Congress, SOCOM is by now an exceptionally powerful player at the Pentagon. With real clout, it can win bureaucratic battles, purchase cutting-edge technology, and pursue fringe research like electronically beaming messages into people’s heads or developing stealth-like cloaking technologies for ground troops. Since 2001, SOCOM’s prime contracts awarded to small businesses – those that generally produce specialty equipment and weapons – have jumped six-fold.

Headquartered at MacDill Air Force Base in Florida, but operating out of theatre commands spread out around the globe, including Hawaii, Germany, and South Korea, and active in the majority of countries on the planet, Special Operations Command is now a force unto itself. As outgoing SOCOM chief Olson put it earlier this year, SOCOM „is a microcosm of the Department of Defense, with ground, air, and maritime components, a global presence, and authorities and responsibilities that mirror the Military Departments, Military Services, and Defense Agencies“.

Tasked to coordinate all Pentagon planning against global terrorism networks and, as a result, closely connected to other government agencies, foreign militaries, and intelligence services, and armed with a vast inventory of stealthy helicopters, manned fixed-wing aircraft, heavily-armed drones, high-tech guns-a-go-go speedboats, specialised Humvees and Mine Resistant Ambush Protected vehicles, or MRAPs, as well as other state-of-the-art gear (with more on the way), SOCOM represents something new in the military.

Whereas the late scholar of militarism Chalmers Johnson used to refer to the CIA as „the president’s private army“, today JSOC performs that role, acting as the chief executive’s private assassination squad, and its parent, SOCOM, functions as a new Pentagon power-elite, a secret military within the military possessing domestic power and global reach.
In 120 countries across the globe, troops from Special Operations Command carry out their secret war of high-profile assassinations, low-level targeted killings, capture/kidnap operations, kick-down-the-door night raids, joint operations with foreign forces, and training missions with indigenous partners as part of a shadowy conflict unknown to most Americans.

Once „special“ for being small, lean, outsider outfits, today they are special for their power, access, influence, and aura.
That aura now benefits from a well-honed public relations campaign which helps them project a superhuman image at home and abroad, even while many of their actual activities remain in the ever-widening shadows. Typical of the vision they are pushing was this statement from Admiral Olson: „I am convinced that the forces … are the most culturally attuned partners, the most lethal hunter-killers, and most responsive, agile, innovative, and efficiently effective advisors, trainers, problem-solvers, and warriors that any nation has to offer.“

Recently at the Aspen Institute’s Security Forum, Olson offered up similarly gilded comments and some misleading information, too, claiming that US Special Operations forces were operating in just 65 countries and engaged in combat in only two of them. When asked about drone strikes in Pakistan, he reportedly replied, „Are you talking about unattributed explosions?“

What he did let slip, however, was telling. He noted, for instance, that black operations like the bin Laden mission, with commandos conducting heliborne night raids, were now exceptionally common. A dozen or so are conducted every night, he said. Perhaps most illuminating, however, was an offhand remark about the size of SOCOM. Right now, he emphasised, US Special Operations forces were approximately as large as Canada’s entire active duty military. In fact, the force is larger than the active duty militaries of many of the nations where the US‘ elite troops now operate each year, and it’s only set to grow larger.

Americans have yet to grapple with what it means to have a „special“ force this large, this active, and this secret – and they are unlikely to begin to do so until more information is available. It just won’t be coming from Olson or his troops. „Our access [to foreign countries] depends on our ability to not talk about it,“ he said in response to questions about SOCOM’s secrecy. When missions are subject to scrutiny like the bin Laden raid, he said, the elite troops object. The military’s secret military, said Olson, wants „to get back into the shadows and do what they came in to do“.

SATIRE

Aussenminister Westerwelle schreibt an die neue Übergangsregierung in Libyen

Dr. Alexander von Paleske — 22.8. 2011 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox

Guido Westerwelle
Aussenminister
der Bundesrepublik Deutschland
Heinrich von Brentano-Gedächtnisplatz 1
Berlin
Bundesrepublik Deutschland

An
Libysche Übergangsregierung.
Martyrs Square
Tripolis
Arab Republic of Libya

Sehr geehrte Rebellen und Mitglieder der neuen Übergangsregierung,

ich möchte Ihnen auch im Namen des gesamten Deutschen Volkes meine Glückwünsche zu Ihrem erfolgreichen Kampf gegen unseren Ex-Freund Gaddafi übermitteln.

Ich habe mir, als es zu den ersten Protesten und dem Kampf um Bengasi kam, einfach nicht vorstellen können, dass, ohne den Einsatz von Nato-Bodentruppen, ein Rebellenhaufen es schaffen würde, Muammar Gaddafi, den Herrscher Libyens und Freund der diversen Bundesregierungen, aus dem Sattel zu werfen, angesichts seiner starken Armee, seiner hervorragenden – auch von uns (mit-) – ausgebildeten Palastgarde und Leibwächter, und seiner überlegenen Waffen.

Uns ging und geht es in erster Linie darum, unsere massiven Wirtschaftsinteressen in Libyen zu sichern, die sich unter Gaddafi so vorteilhaft entwickelt hatten, Menschenrechte hin, Unterdrückung her.

Für uns kam es daher vor allem darauf an, auf das richtige Pferd zu setzen, was damals zweifellos Gaddafi hiess.
Aus diesem Grunde haben wir uns bei der Abstimmung im
Weltsicherheitsrat auch der Stimme enthalten, als es um den Militäreinsatz in Libyen ging.

Großes Bedauern
Das bedaure ich heute zutiefst. Ein derartiger taktischer Fehler wird uns in Zukunft, zumindest in Libyen, nicht mehr passieren.

Denken Sie bitte auch daran, dass ich noch relativ neu in diesem Gebiet der Außenpolitik war und bin.

Nun aber zur Sache
Ich denke, wir sollten alsbald uns über Milliardenaufträge an Deutsche Unternehmen zum Wiederaufbau unterhalten, und natürlich über den Neu-Aufbau von Armee und Polizei.

Wir können Ihnen dazu eine ganze Reihe von Experten mit Libyen-Erfahrung vermitteln, die völlig wertneutral seinerzeit schon für Gaddafi den Sicherheitsapparat aufgebaut hatten, nachdem dieser erklärt hatte, dass er die deutsche Terrorgruppe RAF für geisteskrank halte.

Hühnchen zu rupfen
Um zu zeigen, dass auch wir noch ein Hühnchen mit Gaddafi zu rupfen haben, möchte ich sie bitten, den Libyer Taher Chaabane und seine Mitstreiter alsbald an uns zu überstellen.
Die werden angeschuldigt, seinerzeit vier deutsche Nachwuchswissenschaftler in Djibouti umgebracht zu haben, aber wir haben aus verständlichen (opportunistischen) Gründen die Sache nicht weiter verfolgt.

Das soll nun nachgeholt werden.

Für Gaddafi selbst haben wir keine Verwendung, der kann nach Simbabwe oder Südafrika ins Exil gehen. Zum internationalen Gerichtshof sollte er besser nicht überstellt werden, er könnte sonst Dinge ausplaudern, die auch für uns sehr unangenehm sind.


Muammar Gaddafi …..weg mit ihm, am besten ins südliche Afrika.
Screenshot: Dr. v. Paleske

Ich werde alsbald den Außenhandels-Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel nach Tripolis schicken, um alles Nähere auszuhandeln.

Auf eine weitere ertragreiche Zukunft.

Lang lebe die deutsch-libysche (Wirtschafts-) Freundschaft

Gez. Guidomobil Westerwelle
Deutscher Aussenminister

Keine Satire
Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait und der Konflikt in Libyen
Schweigen um die Morde an vier Deutschen in Djibouti

Libyen-Konflikt: Wir rufen die Söldner der Welt
Libyen: Verraten und Verkauft – Die Bürgerbewegung Libyens rüstet zum letzten Gefecht
Libyen: Gaddafi lässt schiessen – die Ausbildung besorgte auch Deutschland
Heimkehr eines Attentäters, Libyens Staatschef Gaddafi und das deutsche Auswärtige Amt

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Krieg

Nach 6 Monaten: Rebellen erobern Tripolis

Nach sechs Monaten Kämpfen sind die Aufständischen in Libyen ins Zentrum der Hauptstadt Tripolis vorgerückt. Auf dem Grünen Platz im Zentrum der Stadt feierten Kämpfer zusammen mit Einwohnern. Die Rebellen haben nach eigenen Angaben drei seiner Söhne in der Hand. Der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH), Luis Moreno-Ocampo, bestätigte am Montag die Festnahme von Ghadhafis Sohn Saif al-Islam.

Der Nachrichtenagentur AP sagte er, Saif al-Islam Ghadhafi sei von «Spezialkräften» der Aufständischen festgenommen worden. Den Übergangsrat der Aufständischen rief Moreno-Ocampo auf, den Gaddafi-Sohn nach Den Haag zu überstellen. Gegen ihn liegt wie gegen Muammar al-Ghadhafi selbst und dessen Geheimdienstchef Abdullah Senussi ein internationaler Haftbefehl vor. Ihnen werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Ein Sprecher der Aufständischen sagte, Saif al-Islam und dessen Bruder Al-Saadi seien in Westen der Stadt gefangengenommen worden. Sie seien gemeinsam in einem Touristendorf festgesetzt worden.

Den ältesten Sohn Ghadhafis, Mohammed al-Ghadhafi, stellten die Rebellen unter Hausarrest. Die Aufständischen würden für seine Sicherheit garantieren, sagte Mohammed al-Ghadhafi am Telefon dem Fernsehsender al-Jazeera Während des Gesprächs mit Mohammed al-Ghadhafi waren Schüsse zu hören. Dann brach der Telefonkontakt ab. Der Präsident des nationalen Übergangsrates, Mustafa Abdul Jalil, sagte dem Sender, er garantiere für die Sicherheit des Gaddafi-Sohnes.

Der Aufenthaltsort von Machthaber Muammar al-Ghadhafi selbst war nicht bekannt. In einer weiteren Audio-Botschaft, der dritten innerhalb von 24 Stunden, rief er am Sonntagabend die Einwohner erneut zur Verteidigung von Tripolis auf. Die Menschen müssten auf die Strasse gehen und «die Hauptstadt säubern».

Die Aufständischen brachten in der Nacht den Grünen Platz im Herzen von Tripolis unter ihre Kontrolle. Verschiedene Fernsehsender zeigten Hunderte Menschen, die auf dem Platz feierten und Freudenschüsse abgaben. Andere schossen auf Riesenposter mit dem Konterfei von Gaddafi.

Die von Westen kommenden Rebellen-Kämpfer wurden in Tripolis von jubelnden Menschen begrüsst, wie ein AFP-Journalist berichtete. Während ihres Vormarschs lieferten sich die Aufständischen zunächst aber auch schwere Kämpfe mit Gaddafi-Anhängern. Diese schossen mit schweren Maschinengewehren. Die Rebellen erwiderten das Feuer.

Gaddafis Sprecher Mussa Ibrahim sagte am Sonntagabend, in den vorangegangenen 24 Stunden seien 1300 Menschen in Tripolis getötet worden. Nato: Regime am Bröckeln Die Nato erklärte, Gaddafis Regime sei am Bröckeln. Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sagte am frühen Montagmorgen in Brüssel, die Zeit sei gekommen, ein neues, demokratisches Libyen zu schaffen.

Die NATO werde die Truppen Gaddafis beobachten und bombardieren, falls die Zivilbevölkerung durch sie bedroht sei. Der Vorsitzende des Übergangsrates, Mustafa Abdul Jalil, sagte Al-Jazeera, dass alle Aktionen vorbereitet und koordiniert seien. Die NATO hatte ihre Kampfeinsätze am Samstag stark auf Libyens Hauptstadt konzentriert.

Obama: Libyen an Wendepunkt
Ein kanadischer Nato-Sprecher erklärte, die Angriffe seien nicht mit den Rebellen abgestimmt worden.

«Wir reduzieren die militärische Stärke der Pro-Ghadhafi-Truppen», sagte Oberst Roland Lavoie. «Die Opposition hat das zu ihrem Vorteil genutzt.» US-Präsident Barack Obama sieht Libyen an einem Wendepunkt. Das Regime zeige Anzeichen des Zusammenbruchs, erklärte er am Sonntag gemäss einer Mitteilung des Weissen Hauses in Washington.

Gaddafi müsse einsehen, dass er Libyen nicht länger kontrolliere. Der nationale Übergangsrat der Rebellen müsse die notwendige Führungsstärke zeigen, um das Land durch die Phase des Übergangs zu steuern.

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Schlacht um Tripolis hat begonnen

Onlineredaktion – Die Aufständischen haben bei ihrem Vormarsch auf Tripolis erneut Erfolge verzeichnen können. Sie eroberten einen Stützpunkt der Chamis-Brigade, einer Eliteeinheit der Truppen von Machthaber Muammar al-Gaddafi. Die an der Strasse nach Sawija gelegene Kaserne, rund 25 Kilometer vor Tripolis, galt als schwierigste Hürde auf dem Weg in die Hauptstadt.

Nach heftigen Gefechten konnten zudem dutzende Häftlinge aus dem Gefängnis in Maja befreit werden. Hier waren Gaddafi-Gegner inhaftiert und gefoltert worden. Viele der Häftlinge sahen blass und abgemagert aus.