terror

Verfrühter Jubel nach der Tötung Osama bin Ladens

Dr. Alexander von Paleske — 2.5. 2011 — Die Tötung Osama bin Ladens in Pakistan durch ein Kommando der US-Streitkräfte aus Afghanistan hat in weiten Teilen der westlichen Welt Jubel ausgelöst, frei nach dem Motto: „Endlich haben sie ihn erwischt“.


Osama bin Laden – Screenshot Dr. v. Paleske

Was dabei übersehen wird, daß ein Monster wie bin Laden nur entstehen konnte, weil er es schaffte, den Zorn und die Empörung von Moslems in der Welt zu bündeln, die sich aus Armut, Unterdrückung und Demütigung nährten, und ihnen einen Hauptschuldigen servieren: Die USA und Israel.

Nährboden für Al Qaeda
Es gibt kaum einen Staat, dessen Bevölkerungsmehrheit Muslims sind, der als demokratisch bezeichnet werden kann.
In all diesen Ländern herrscht ein erhebliches Maß an Unterdrückung, haben Despoten das Sagen, mal mehr, wie auf der arabischen Halbinsel, mal weniger, wie in Indonesien.

In den meisten Ländern, von Saudi-Arabien und den Golfstaaten einmal abgesehen, herrscht dort auch Armut, oftmals verbunden mit schamloser Bereicherung der Regierungsclique.

Und es gibt den Palästinakonflikt, wo Moslems Tag für Tag, Monat für Monat, und Jahr für Jahr gedemütigt werden, ihnen Land weggenommen wird, und alles verbunden mit gewaltsamen Übergriffen auf Nachbarländer, wie zuletzt in den Libanonkriegen 1982 und 2006.

Hinzu kommen der Kaschmirkonflikt zwischen Pakistan und Indien und der Konflikt in Tschetschenien.

Nicht zu vergessen: Der Einmarsch in den Irak im Jahre 2003 unter Vorwänden und mit Lügen gespickt, sowie der Afghanistankrieg.
Afghanistan, dessen Bevölkerung nicht nur unter dem Krieg enorm leidet, sondern an deren sozialer Lage sich so gut wie nichts in den letzten 10 Jahren geändert hat, und wo die ISAF mittlerweile als Besatzungstruppe angesehen wird, wir haben mehrfach darauf hingewiesen.

Im Palästinakonflikt, im Irak und in Afghanistan sind die USA zwanglos als Gegner auszumachen, da sie die aggressive Politik Israels zumindest toleriert, wenn nicht gar, wie Bush, aktiv unterstützt haben und mit eigenen Truppen in den Irak und Afghanistan einmarschiert waren .

Konflikte bestehen fort
Diese Konflikte bestehen allesamt weiter, und damit wäre die Basis für das Fortleben von Al Qaeda – nunmehr ohne Osama bin Laden – gesichert. Der Jubel über seinen Tod wird daher wohl nichtallzu lange anhalten.

Diese Auffassung vertritt auch einer der wohl besten Al Qaeda-Kenner, Peter L. Bergen, der seine Erfahrungen in einem Buch zusammengefasst hat, das Anfang des Jahres erschienen ist:

The longest War – The enduring conflict between America and al Qaeda“

Er schreibt (aao S. 348):

It may take years, but it’s likely, bin Laden, who turns 54 almost a decade after 9/11 will eventually be apprehended or killed..

Welche Auswirkungen würde das haben, fragt der Autor, und fährt dann fort:

In the short term bin Laden’s death would likely trigger violent attacks around the globe, while in medium term term his death would be a serious blow to al Qaeda the formal organization, since bin Laden’s charisma played a critical role in the success of his group
In the longer term bin Laden’s “martyrdom” would likely give a boost to the power of his ideas.

Und er warnt:

Make no mistake, this will not end the war of the terrorists. Bin Laden’s ideas have circulated widely and will continue to attract adherents for years to come. Arresting (or killing) is a generally relatively simple matter. Arresting ideas is entirely another thing.

Anders ausgedrückt: Soweit die Konflikte weiter existieren, wird der Terrorismus weiter Anhänger finden.

Nicht vorhergesehen
Was aber Peter Bergen nicht vorhergesehen hat – und nicht nur er – ist der Aufstand in der arabischen Welt gegen die Unterdrückung.

Damit hat sich eine moderne und attraktive Alternative zu bin Ladens mittelalterlicher Kalifenstaatsidee im Kampf gegen Unterdrückung Bahn gebrochen, die Al Qaida zunächst einmal sprachlos gemacht hatte.

Diese Idee hat, anders als bin Ladens gewalttätige und extrem brutale Ideologie sie je hatte, eine Massenbasis und teilweise beachtlichen Erfolg.

Diese Massenbewegung will nichts vom Kalifenstaat und moslemischen Großreich wissen, sondern ihr eigenes nationales Haus in demokratische Ordnung bringen, sieht die Verantwortlichkeit für die Zustände bei der regierenden Clique, und nicht als „ Weltverschwörung der Kreuzritter“ .

Durch diese Massen-Partizipation entfällt die Basis für den Fundamentalismus.

Anders: Nur dort, wo diese Bewegung nicht erfolgreich ist, und die Unterdrückung fortbesteht, kann Al Qaeda mit den kruden Vorstellungen auf eine (begrenzte) aber hochgefährliche Anhängerschaft hoffen.

Und so waren Osama bin Laden und Al Qaeda bereits in Nordafrika ideologisch auf den Abfallhaufen der Geschichte geworfen worden, bevor er heute getötet wurde.


Cartoonist Zapiro in der südafrikanischen Wochenzeitung Mail and Guardian vom 6.5. 2011 zum Thema

K(l)eine Dosis Geschichte oder: Joseph (Joschka) Fischers Märchenstunde

Zu Afghanistan
Meuterei auf der Gorch Fock – bald auch in Afghanistan?
Abzug aus Afghanistan und Rückkehr aus Afghanistan

Tod in Afghanistan – Undank in der Heimat
Aus der Hölle in Krankheit und Obdachlosigkeit – US-Soldaten nach der Rückkehr von der Front

Afghanistan: Rückt das Ende des Schreckens näher?
Vietnam damals, Afghanistan heute: Kriegsverbrechen und Irreführung
Afghanistan – wann kommt der Waffenstillstand?
Blackwater–Söldner in Afghanistan oder: Mit der Bundeswehr Seit an Seit
Der Krieg in Afghanistan und eine führende liberale deutsche Wochenzeitung
Afghanistan: Milliarden für den Krieg, Peanuts zur Bekämpfung von Hunger und Unterernährung
Verteidigung westlicher Kulturwerte am Hindukusch oder: So fröhlich ist das Söldnerleben in Afghanistan
Keine Strafverfolgung deutscher Soldaten in Afghanistan?
Unsere kanadischen Folterfreunde in Afghanistan
Justiz in der Krise oder Krisenjustiz?
Mission impossible – Josef Joffes Iran-Kriegs-Artikel in der ZEIT</a

Interviews mit Botschafter a.D. Dr. Werner Kilian
Nach der Afghanistankonferenz – Dr. Werner Kilian im Interview
Schrecken ohne Ende? – Ein Interview mit Botschafter a.D. Dr. Werner Kilian

Krieg

Krieg als lukratives Geschäft

onlineredaktion – Ein neu entwickeltes, im Libyenkrieg erstmals eingesetztes Modell des Tomahawk-Marschflugkörpers kostet 1,5 Millionen Dollar, eine Bombe rund 40’000 Euro. Für die Kriegsindustrie gibt es also handfeste Gründe, das Morden möglichst in die Länge zu ziehen.

Jeder Kriegstag spült Millionen in die Kasse. Für den deutsch-französischen Waffenkonzern Cassidian (ehemals EADS Defence and Security) ist der Libyenkrieg ein Geschenk des Himmels. Das neu entwickelte Kampfflugzeug „Eurofighter“ kann im Krieg getestet werden, genauso wie der französische Kampfjet „Rafale“ oder das US-Flugzeug „Growler“.

Der zynische Kommentar eines Wirtschaftsjournalisten zur Katastrophe in Japan gilt noch weit mehr für den Krieg: So tragisch grosse Katastrophen für die einzelnen Menschen auch sind, für die Wirtschaft wirken sie eher belebend.

Trotz der Aufstände im arabischen Raum fand vom 20. bis 24. Februar die Waffenmesse IDEX in Abu Dhabi statt. An der weltgrössten Waffenschau beteiligten sich rund 1000 Rüstungsfirmen, allein 100 aus den USA. Mit dem grössten Stand wartet die deutsche Rheinmetall auf.

Auch der Chef des US-Generalstabes, Admiral Mullen, findet sich ein und bekräftigt kurz vor dem Einmarsch der saudischen Truppen in Bahrain die hohe Bedeutung des ultrareaktionären islamistischen Königreichs für die USA.

Aber auch die Schweiz ist mit zahlreichen Firmen, u.a. Mowag, der Rheinmetall (Schweiz), Andair, Crypto AG, Vetronic AG, Swiss Arms AG, Aimpoint, RUAG in einem speziellen Swiss Pavillon vertreten. Unverhohlen wirbt die RUAG für „Spezialmunition für Ordnungskräfte“ und „Scharfschützenmunition“. Und um die Provokation noch abzurunden, erweist auch Armeechef Blattmann der Messe seine Aufwartung.

Krieg

Selbstbewaffnung und Beschießen von Polizei und Armee ist überall Landesverrat

Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait – Sowohl der SZ-Leitartikel vom 26.4.11 „Schutzzonen für Libyen“ von Stefan Kornelius als auch der SZ-Kommentar vom selben Tag „Die Angst der Diktatoren vor der Nordsee“ von Nicolas Richter gehen am vorliegenden strafrechtlichen Tatbestand vorbei: Nicht Diktatoren, sondern stehen im Rampenlicht des Strafgesetzbuchs. Zahlreiche Autokratien und Diktaturen sind zulässige Mitglieder der Weltstaatengemeinschaft, nämlich der Vereinten Nationen.

Eine Demokratie zu haben, ist keine Voraussetzung, um Mitglied der Vereinten Nationen zu sein. Solange die Diktatoren oder Autokraten die UN-Grundsätze achten, bedeuten sie keine Gefahr für den Weltfrieden. Nicht sie, die Autokraten und Diktatoren, sind die neuen Aggressoren, sondern gerade die hochgelobten westlichen „Demokraten“: George Bush Sr., Bill Clinton, George W. Bush, Barack Obama, David Cameron und Nicolas Sarkozy, um nur die Hauptkriegsverbrecher zu nennen.

Nicht Gaddafi, sondern solche Aggressoren verhindern Friedensverhandlungen in Libyen und setzen auf militärische Gewalt und weiteren Mord mittels ständiger NATO-Bombardierungen. Gehören sie etwa nicht vor ein Strafgericht? Sich mit dem westlichen Aggressionsverbrechen zu befassen, darf der Redaktion der Süddeutschen Zeitung nicht länger verweigert werden; das gilt auch für Stefan Kornelius und Nicolas Richter, die sich diesem schwersten Kriegsverbrechen gegen die Menschlichkeit entgegenstellen müssen wie jeder zivilisierte Mensch.

Seit den Nürnberger Prozessen wurde das inhumane Verhalten nach dem gesunden Menschenverstand geahndet. Außenminister Guido Westerwelle würdigte die Nürnberger Prozesse als „Antwort auf die Perversion des Rechts im nationalsozialistischen Deutschland.“ Der russische Außenminister Sergej Lawrow nennt die Nürnberger Prozesse die „bedeutendsten Prozesse in der Geschichte der Zivilisation.“ Die Nürnberger Prinzipien sind von allen Journalisten, Politikern und Richtern zu beachten: Der Grundsatz VI verdammt den Angriffskrieg. Im Jahr 2002 haben sechzig Staaten das Statut des Internationalen Strafgerichtshof ratifiziert, jenes Statut, das auf den Nürnberger Prinzipien beruht. Die USA haben es aber nicht ratifiziert. Die Amerikaner treten dem Tribunal nicht bei aus Furcht vor Ermittlungen wegen ihrer eigenen Kriegsverbrechen. Washington sollte sich dem Strafgericht endlich selbst unterwerfen. Die Doppelmoral der USA ist unhaltbar.

Eine dauerhafte, weltweite anerkannte Strafjustiz muss sich mit den aktuellen Angriffskriegen und der Gewalt westlicher Staaten befassen. Bezeichnenderweise hat das Haager Weltstrafgericht noch keinen westlichen Verbrecher verurteilt. Diese großen neuen Kriminellen laufen frei herum, auf freiem Fuß in den USA und Europa.

Es ist eine verbreitete konstruierte Lüge, dass Gaddafi Krieg gegen Zivilisten führe. Seriöser, unbefangener und professionell sachlicher als die Süddeutsche Zeitungsredaktion beurteilt die Frankfurter Allgemeine Zeitung die Bürgerkriegslage in Libyen (22.3.): „Der libysche Aufstand gegen Gaddafi ist illegitim. Gaddafi führt Krieg gegen bewaffnete Rebellen, die ihrerseits Krieg gegen ihn führen.

Kämpfende Aufständische sind keine Zivilisten.
Dass Gaddafis Truppen gezielt Zivilisten töteten, ist vielfach behauptet, aber nirgends glaubhaft belegt worden. Jeder legitimierte, also autonome Staat der Welt, darf… bewaffnete innere Aufstände…bekämpfen. Die Reaktion der Staatsgewalt ist in der Verfassung aller Länder der Welt als legitim fixiert. Auch im Grundgesetz! Eine Selbstbewaffnung und Beschießung von Polizei- oder Armeeeinheiten im eigenen Lande wird in den USA selbst mit Landesverrat und Todesstrafe geahndet.

Der Angriff der drei NATO-Mitglieder USA, Frankreich und Großbritannien auf Libyen unter dem Vorwand, die Zivilbevölkerung dort zu schützen, ist von der UNO-Charta gar nicht gedeckt. Sie höhlt den Kern der UNO-Charta aus, diskreditiert die Weltorganisation in höchstem Maße und widerspricht ihren eigenen Prinzipien!“

Hätte die NATO nicht interveniert und sollte sie erst jetzt ihren Bomben-Terror einstellen, hätten längst Friedensverhandlungen stattfinden und sogar eine Abmachung zwischen den beiden Seiten zustande kommen können. Umso gravierender die NATO-Kriegsverbrechen gegen Libyen.

Die Weltstaatenorganisation für den Frieden, die UNO, wurde nach dem Ende der verbrecherischen faschistischen Aggressionskriege Nazi-Deutschland 1945 gegründet. Seitdem ist der Angriffskrieg als Kriegsverbrechen anzusehen.

In den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen 1945/1946 hat der US-Hauptankläger Robert Jackson, damaliger USA-Bundesrichter, den Aggressionskrieg als schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt. Seine gerichtliche Erklärung ist heute zu aktualisieren und anzuwenden: „Dieses Gesetz hier wird zunächst auf deutsche Angreifer angewandt. Es schließt aber ein und muss, wenn es von Nutzen sein soll, den Angriff jeder anderen Nation verdammen, nicht ausgenommen die, die hier zu Gericht sitzen.“ Niemand hätte sich damals vorstellen können, dass sechzig Jahre danach gerade drei der Ankläger-Mächte und zwar die USA, Großbritannien und Frankreich, die neuen Aggressoren würden, und zwar mit noch zerstörerischem Potential als das Dritte Reich.

Die wahre Klägerin war und ist die Zivilisation, die Verbrechen gegen den Frieden der Welt niemals akzeptiert
Auch nach den Nürnberger Prozessen werden Kriegsverbrechen wie Verbrechen aller Art erneut verübt. Umso sehnsüchtiger erwarten doch die Menschen, dass der Nürnberger Richterspruch dem Völkerrecht die notwendige Kraft verleiht, dass dessen Maximen und Verbote, vor allen dessen Sanktionen, um Frieden zu erhalten oder wiederherzustellen, anzuwenden sind, so dass Männer, Frauen und Kinder in allen Ländern friedlich unter dem Schutz des internationalen Gesetzes leben können. Insofern war der Sinn und Zweck der Nürnberger Prozesse, über die Zukunft des Friedens auf der Erde zu entscheiden, wie damals die amerikanische Öffentlichkeit richtig bekanntgibt.

Die wahre Klägerin war und ist die Zivilisation, die Verbrechen gegen den Frieden der Welt niemals akzeptiert, sondern bestraft. Es geht darum, Aggressionen und Aggressoren zu bestrafen, im Namen der Zivilisation, im Namen des Rechts und Gesetzes. An die Stelle der alten Nazi-Verbrecher gehören heute die neuen aggressiven Faschisten auf die Anklagebank : Die Führungsspitze der USA, Großbritanniens und Frankreichs.

Die deutsche Öffentlichkeit muss mit allen jenen Parteien hierzulande ins Gericht gehen, die wie SPD und Grüne die brutale Bombardierung eines ehemaligen Koloniallandes rechtfertigen. Haben sie kein Gewissen? Oder heißt ihr Gewissen NATO? Die größte Schuld besteht darin, dass sie ihre Augen verschließen. In Freiheit und Demokratie.

Zivilisierte Politiker und zivilisierte Journalisten sollten aus den Nürnberger Prozessen gelernt haben, um deren historischen gerechten Zweck für heute zu begreifen: Die Nürnberger Prozesse sollten die Grundlage für das Verhalten der Nationen bilden und Einfluss auf die Geschichte der Menschheit haben. Sonst bleibt es dabei, dass wieder die Infamie neuer Kriegsverbrechen, neuer Angriffskriege und Aggressoren, genauso wie die damaligen, vor Gericht gebracht werden müssen. Vasallenpolitik und Vasallenverhalten gegenüber den USA verblenden den allgemeinen menschlichen Verstand Europas. Dagegen muss eine zivilisierte und aufgeklärte Weltöffentlichkeit, Diplomatie und Politik mit Würde und Entschlossenheit reagieren.

Deutsche Politiker und Journalisten müssen sich heute nicht nur völkerrechtlich, sondern auch aufgrund des Grundgesetzes gegen einen Angriffskrieg wenden. Nach seinem Artikel 26 ist schon die Vorbereitung eines Angriffskriegs unter Strafe gestellt. Nach Paragraph 80 des Strafgesetzbuches ist dieses Delikt mit lebenslanger Freiheitsstrafe oder mit Freiheitsstrafe nicht unter 10 Jahren zu ahnden.

Die Medien haben eine besondere Rolle bei der Vorbereitung von Kriegen gespielt und beteiligen sich an einem Angriffskrieg, indem sie die deutsche Öffentlichkeit die Kriegsverhetzung predigen. Sie müssen sich dafür mit allen strafrechtlichen Konsequenzen verantworten, genauso wie erst recht bestimmte Politiker und ihre Referenten von SPD und Grünen, die von ihrer politisch einflussreichen Stellung aus gegen das Grundgesetz und die internationale Ordnung arbeiten. Wir leben in einem Rechtsstaat.

Wie erklären sie ihr Verhalten selbst? Befolgen sie Anordnungen oder Befehle dazu? Geht es ihnen darum, ihr Einkommen zu sichern, ihren Arbeitsplatz zu behalten? Befürworten sie eine Karriere ohne Gewissen? Millionen Deutsche im Dritten Reich fielen für ein falsches Ideal; sie alle haben Dinge getan, von denen sie wussten, dass sie falsch waren. Sind sie heute bereit, dasselbe zu tun?

In diesem Zusammenhang ist es für das richtige Rechtsverständnis und wirksame zutreffende Funktionieren der heutigen gerichtlichen Institutionen sehr lehrreich, sich den Prozess und das Urteil von Nürnberg gegen deutsche Richter, Justizminister und Beamte des Justizministeriums der NS-Zeit vorzunehmen. Von Anfang an stellte der Ankläger fest: „Sie haben das Recht untergraben, vergewaltigt und zerstört. Sie untergruben, vergewaltigten und zerstörten Recht und Gesetz, ohne jede Hemmung. Das allein ist ohne Zweifel ein schweres Verbrechen. Gerade sie – Richter und Beamte – sollten wissen müssen und sogar besser als jeder andere, welche Bedeutung das Recht hat.“

Unrecht in Recht umzukehren ist als Perversion des Denkens, d.h. als Perversion des normalen Menschenverstand monströs und destruktiv im weitesten Sinn. Verbrechen sind als solche von jedem Menschen anzuerkennen und zu bezeichnen, egal wo und egal, wer der Täter ist. Richter und offizielle Institutionen müssen sich einschalten, um das Grundgesetz im vollen Einklang mit der UN-Charta hochzuhalten und sie vor ignoranten oder böswilligen Attacken zu verteidigen.

Das Ziel, einen Diktator zu stürzen und bewaffneten Aufständischen dabei zu helfen, ist kein legitimer Titel zur gewaltsamen Intervention dritter Staaten. Das Zusatzprotokoll der Genfer Konventionen von 1977 (Art.3) und das Urteil des Internationalen Gerichtshof von 1986 „Nicaragua gegen die USA“ bestätigen vollkommen den Straftatbestand einer Intervention und ahnden ihn.

Damals (1986) wurden die USA verurteilt und zu Reparationszahlungen verpflichtet, weil sie jahrelang in Nicaragua US-hörige Rebellen-Truppen, die Contras, gegen die Sandinista-Regierung finanziert, bewaffnet und bei Anschlägen auf die Infrastruktur und auf Politiker des Landes angeleitet hatten. Die amerikanische Regierung hat dieses Urteil nie anerkannt.

Sie hat jahrzehntelang in zahlreichen fremden Ländern immer wieder gewaltsam interveniert, um ihre wirtschaftlichen und militärischen Interessen zu verfolgen. Der grobe Bruch des Völkerrechts in den Kriegen gegen Jugoslawien, Afghanistan und den Irak wurde genauso vorbereitet durch die Manipulation der Medien wie jetzt beim illegitimen Angriffskrieg gegen Libyen. Die Herangehensweise der Vorbereitung und Durchführung von Kriegen ist immer die gleiche.

Nach dem 2. Weltkrieg wollte Deutschland mit dem Verbrechen Krieg nichts mehr zu tun haben. In der Präambel des Grundgesetzes verpflichtet sich das deutsche Volk, dem Frieden in der Welt zu dienen. Diese Verpflichtung steht in vollem Einklang mit der Präambel der Charta der Vereinten Nationen: „Wir, die Völker der Vereinten Nationen – fest entschlossen, künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren, die zweimal … unsagbares Leid über die Menschheit gebracht hat …“

Die UN-Charta und das Grundgesetz sind mehr als Denkanstöße für jeden Journalisten und Politiker. Sie sind Richtungsnormen, an die sich eine zivilisierte Gesellschaft zu halten hat.

Sie zu überschreiten ist strafbar. Gerichtliche Instanzen gegen Rechtsbrecher sind gefragt.

sendenDie Autorin Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait ist Juristin und Diplomatin a.D.

Wirtschaftskrise

BayernLB-Ex-Tochter Hypo-Alpe-Adria-Bank (Skandalpe) – Das dicke Ende kommt erst noch

Dr. Alexander von Paleske — 1.5. 2011 Alle ehemaligen Top-Manager der BayernLB dürften ihre Zukunft wohl hinter sich haben, (es gilt die Unschuldsvermutung), denn die Staatsanwaltschaft in München bereitet Anklagen gegen sie vor. Vorwurf: Bedenkenlos-Einkauf der maroden austrischen Skandaltochter Hypo-Alpe Adria (Skandalpe) im Mai 2007, im juristischen Fachjargon auch Untreue genannt.

Verlust für die Bayern LB – und damit den Steuerzahler – bisher: 3,7 Milliarden Euro, wir berichteten mehrfach darüber.

Was oft genug übersehen wird: Die jetzigen Manager der BayernLB plus die Landespolitiker beten vermutlich, dass es der Ende 2009 für einen Euro zur Adoption an den austrischen Staat freigegebenen Skandalbank , die zur ungeliebten Stieftochter als „Fass ohne Boden Bank“ wurde, in den nächsten drei Jahren doch bitte, bitte besser gehen möge.

Der Grund: Die Hypo Alpe soll nämlich noch 3,1 Milliarden Euro aus Krediten und Darlehen bis zum 31.12. 2013 an die BayernLB zurückzahlen. Plus Zinsen versteht sich.

Diese Forderungen stehen bei der BayernLB in den Büchern und sind keineswegs abgeschrieben.

Aber: auch der BayernLB dürfte es mittlerweile dämmern, dass der austrische Staat sich auf die Hinterbeine stellen wird, wenn die marode Bank dies nicht aus eigener Kraft schaffen könnte, sondern der austrische Staat als Eigentümer dies aus dem Staatssäckel begleichen müsste. Und ganz danach sieht es jetzt aus. Für die Bayern LB könnten so aus 3.7 Milliarden Euro Verlust schliesslich 6,8 Milliarden werden.

Düstere Aussichten
Der Grund: Die Fass ohne Boden Bank Hypo-Alpe ist diesem Attribut weiter unverändert mehr als gerecht geworden, wobei einige der Miesen aus der von der BayernLB nach der Übernahme im Jahre 2007 forcierten und ungezügelten Expansionspolitik in Ost und Südeuropa stammen.

Motto seinerzeit::

ist der süd-ostländische Kreditnehmer auch noch so klamm,
er kommt spielend leicht an Hypo-Alpe Kredite ran.

Bisher hat der austrische Staat, nachdem die BayernLB 3,7 Milliarden Euro hinblätterte bzw. hineinsteckte, nochmals 1,55 Milliarden in den Hypo-Alpe-Schlund geworfen. Verständlich, dass die Hypo-Alpe darauf keine Zinsen zahlen kann, woher auch. Das Jahr 2010 wurde wieder tiefrot abgeschlossen, Wertberichtigungen für faule Kredite allein 1,3 Milliarden Euro, 2009 waren es 1,76 Milliarden Euro. Der Gesamtverlust lag 2010 bei 1,6 Milliarden Euro.

Die sogenannten Non Performing Loans (faule Kredite) lagen 2010 bei insgesamt 10 Milliarden Euro, ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 25%.

Am 31. Dezember 2010 wurde eine Ausfallbürgschaft von 250 Millionen Euro vom austrischen Staat bereitgestellt, um das Verscherbeln von Immobilien in Südeuropa zu verhindern.

Die Rückzahlungsverpflichtungen der Bank bis zum Jahre 2017 liegen bei insgesamt 20 Milliarden. Da hilft auch kein Wirtschaftsaufschwung mehr, sondern eigentlich nur noch Beten.

Wie konnte es dazu kommen?
Viele der Projekte waren nichts als heiße Luft, oder unsolide, oder die Hypo-Alpe begab sich sogar noch der Sicherheiten.
Ein paar Beispiele:

Hühnerställe und LKW-Finanzierung in der etwas gesetzlosen Ukraine

Skulpturenpark in Wien

– Kredite für die marode Styrian Spirit (mittlerweile bankrott)

– Nobel-Tourismusanlage Novi-Spa, wo Kredite angeblich zweckentfremdet verwendet wurden

– Verkauf der Hypo-Consultants. Das waren, anders als der Name vermuten lässt, von der Hypo-Alpe finanzierte Immobilien. Diese Gesellschaft wurde verkauft , damit war die Hypo Alpe die Immobilien auch los, blieb aber auf den Finanzierungsverpflichtungen sitzen. Eine Geschichte die sehr an das Märchen vom „Hans im Glück“ erinnert.

Businesscenter „Rotonda“ in Laibach: Verkauf des Projekts an die Firma Vegard und Finanzierung des Projekts durch Kredite der Hypo-Alpe. Anschließend – nach dem Bau – extrem teurer Rückkauf von der Vegard.

– Verblasen von 50 Millionen mit Biogas in Deutschland

– Finanzierung von Geschäftsflugzeugen für die Investorengruppe Köck/Zöchling /Riefler, auserdem Erwerb von Aktien für diese Gruppe, die aber dann die Abnahme verweigerte, nachdem die Aktien im Zuge der Finanzkrise abgestürzt waren, und auch die Zahlungen für die Flugzeuge einstellte..
Das brachte die Bank in den Besitz von zwei Flugzeugen, deren Verwertung sich als schwierig gestaltete.

Freigiebigkeit als Geschäftsprinzip
Es gibt nicht viele Banken, die derart freizügig mit Geld umgingen, eine Freizügigkeit, für die jetzt der Steuerzahler die Zeche zahlen muss.

Hinzu kommen noch die teilweise mehr als dubiosen „Kapitalerhöhungen“ , welche schließlich sich nicht als Kapitalerhöhung sondern als Kapitalvernichtung herausstellten.
Dies geschah, um den gesetzlichen Vorgaben und den Auflagen der staatlichen Finanzmarktaufsicht gerecht zu werden, wurde allerdings nur im Wege der „Scheinkapitalvermehrung“ erreicht..

Das lief so:
Scheinkapitalerhöhung Schiene 1:
Man gibt frische Aktien aus, und finanziert den Kauf selber, indem man den Käufern ein Darlehen gibt über eine Tochterbank (hier eine luxemburger Tochtzerbank), und Potzblitz, wie von Zauberhand ist die Kapitalbasis verbreitert.

Anschließend werden die Kredite zurückgezahlt, indem man der Tochterbank die Papiere zurückgibt. Karussellbetrieb ein anderes Wort dafür.

Scheinkapitalerhöhung Schiene 2:

Man gründet mit einer anderen Bank – bei der Hypo-Alpe war es die Deutsche Bank – einen Ableger, an dem die Hypo 51% hält. In der Bilanz taucht der aber vollumfänglich also mit 100 Prozent, als Kapitalbasis der Bank auf .

Dann werden von der Hypo Alpe 400 Millionen Euro eingezahlt. Die Deutsche Bank zahlt ebenfalls ein, kann aber diese Einlage ohne Haftung später zurücknehmen, weil die Hypo Alpe das volle Haftungsrisiko trägt, wenn die Papiere im Wert abstürzen. Wie schön.

Im März 2007, kurz vor dem Verkauf der Hypo-Alpe an die BayernLB wurden nochmals 400 Millionen Euro ab auf die Jersey-Insel gebracht. Macht zusammen 800 Millionen.

Schwer mit den Schätzen Österreichs beladen – auf Nimmerwiedersehen
Von der Deutsche Bank-Tochter in Delaware USA, werden nun Schrottpapiere mit diesem Geld eingekauft. Wir berichteten darüber. Verluste für die Hypo-Alpe rund 500 Millionen Euro, nachdem die Papere im Wert abstürzten. Gleichwohl: Für die Deutsche Bank ein schöner Gewinn, risikolos, um die 50 Millionen Euro.

Scheinkapitalerhöhung Schiene 3
Man gibt Aktien aus, und , da das Interesse nicht allzu groß ist, gibt man den Aktionären eine Art Rückkaufgarantie mit Call- Options. In der Zwischenzeit eine zugesicherter Dividende.
Auch hier ging die Sache schief für die Bank, denn derartige Dinge klappen nur, wenn die wirtschaftliche Entwicklung die AG wertvoller macht. Das war, wie wir wissen, alles andere als der Fall. Also musste die Hypo zum vereinbarten Termin den Schrott zurückkaufen. Zum Garantiepreis.
Aushebelung der Marktkräfte wäre wohl ein besseres Wort.

Weg mit Schaden
Um an etwas Geld ranzukommen heisst die neue Marschrichtung: Weg mit Schaden.
Begonnen hatte es gerade mit dem Schlosshotel Velden, einst von Deutschlands ersten und wirklichen Playboy Gunter Sachs in etwas baufälligem Zustand an die Skandalpe für etwas mehr als zwanzig Millionen Euro verkauft.
Rund 100 Millionen steckte die Hypo- Alpe in den Kasten, der einst dem Schulzensänger Roy Black als Drehkulisse für die gleichnamige Fernsehsendung diente.
Geld brachte das Hotel nie ein. Jetzt wurde es für 50 Millionen Euro verscherbelt..

Nach den Plänen des verstorbenen Rechtsaußen und Gaddafi-Freundes Jörg Haider, sollte dieses Hotel zu einer Art Trailblazer und Leuchtturmprojekt für den Tourismus in Kärnten werden.
Verlust: Alles in allem einschliesslich Betriebsverluste: 130 Millionen Euro.

Dort soll angeblich jetzt eine Art Kurklinik entstehen.
Vielleicht für die etwas betuchtere Gesellschaft, zum Beispiel um abzuspecken, oder dem Drang zum Alkohol etwas zu entsagen, auch Entziehungskur genannt.

Aber nicht nur das Schlosshotel, sondern Flugzeuge, Skulpturen, Golfplätze und Grundstücke warten auf das Verscherbeln.
Und im Jahre 2014 muss die Bank selbst privatisiert sein, fordert Brüssel..

Man braucht keine prophetischen Gaben, um vorauszusagen, daß es für die Hypo-Alpe wohl keine Zukunft mehr geben wird. Die Bank wird wohl in Teile zerlegt und verkauft – so sich überhaupt Käufer finden.

Aber die Manager hatten immerhin eine schöne Zeit, an die sie sicher gerne zurückdenken, einschließlich Lustreisen mit Ehefrauen zum Formel 1-Rennen in Silverstone, zum Urlaub nach Zadar/Kroatien mit Frau und Kindern, und nach Delaware in die USA. Alles „Geschäftsreisen“. Auf Kosten der Bank.
Ja, das waren noch Zeiten……

Die Mitarbeiter der Bank hingegen fürchten jetzt um ihre Arbeitsplätze, während die Personalkosten für ehemalige und gegenwärtige Top Manager der Bank sich im vergangenen Jahr von 3,7 auf 7,4 Millionen Euro verdoppelten. Wie schön.

Zentraler Artikel für alle bis Dezember 2008 angelaufenen Hypo-Alpe Skandale
linkBayernLB-Tochter Hypo Group Alpe Adria – Reicht mir die Hand, meine Skandale

Weitere Hypo Alpe Artikel
link Ex-Premier Kroatiens Ivo Sanader verhaftet – „nur“ Korruption oder auch Mordvorwurf?
linkBayernLB Ex-Tochter Hypo Alpe Adria Bank in Journalistenmord verwickelt?
linkJoca Amsterdam (Sreten Jocic) oder: die Blutspur eines Mafiosi durch Europa
linkHypo-Alpe-Bank und Österreich – Wenn eine Bank zum „Rattennest“ und ein Staat zur Skandalrepublik wird

linkSkandalbank Hypo-Alpe (Skandalpe), BayernLB und der Teil-Weisswaschgang der CSU
linkBayernLB kann Schadenersatz für Hypo-Alpe (Skandalpe)-Debakel fordern – oder doch nicht?
linkDie 3,7 Milliarden Hypo-Alpe-Pleite: Stoiber wusste angeblich von Nichts
linkEx Hypo-Alpe-Adria Chef Wolfgang Kulterer – Die lange Reise des österreichischen Bankmanagers in den vorläufigen Knast
linkHypo Alpe Adria Bank (Skandalpe) – die endlose Geschichte – Was bleibt?.
linkEx BayernLB-Tochter Hypo-Alpe-Adria-Bank (Skandalpe) – wieviel Gülle kommt noch hoch?
linkSkandal-Update: Hypo-Alpe-Adria Bank (Skandalpe)
linkBayernLB prüft Schadensersatzansprüche – eine PR-Geschichte?
Der Fall Hypo Alpe-Adria (Skandalpe) – Eine Abschlussbetrachtung
linkHypo-Alpe-Skandalbank – Am Ende Sozialisierung der Verluste
linkVerlustbank BayernLB zahlt weiter: Noch eine Milliarde Euro an die Hypo- Alpe
linkHypo Alpe Adria und BayernLB – Haben die Flick -Erben mitverdient?
linkHypo-Alpe-Adria-Bank – vorwärts abwärts
linkVon Milliardengrab zu Milliardengrab: BayernLB-Tochter Hypo- Alpe Adria hat neuen Vorstand

Unkategorisiert

Aegis security firm sues Swiss newspapers

onlineredaktion – The British security firm Aegis Defense Services is suing two Swiss newspapers for comments printed about the firm basing a holding company in Basel.

Aegis names the Basler Zeitung and SonntagsZeitung in a lawsuit, claiming the papers hurt the company financially with printed insults. The suit was confirmed by the Basler Zeitung.

It is unknown what specifically Aegis has taken offence to, but if it wins its case it will receive up to 268,000 francs and an injunction to prevent certain statements from being printed.

In August, newspapers reported Aegis had set up a holding company in Basel, sparking cantonal and federal lawmakers to look at stricter regulations for private security firms.

medien

Aegis klagt gegen „Basler Zeitung“ und „Sonntags-Zeitung“

onlineredaktion – Die britische Sicherheitsfirma Aegis Defence Services hat die Verlage von „Basler Zeitung“ und „Sonntags-Zeitung“ eingeklagt. Sie wirft ihnen Verletzung von Persönlichkeitsrechten und Verstösse gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb vor. Die Zeitungen bestreiten die Vorwürfe.

Die Klage sei im März eingereicht worden, bestätigte der Rechtsvertreter der „Basler Zeitung“ (BaZ) am Freitag eine Vorabmeldung des Medienmagazins „EDITO + KLARTEXT“. Aegis Defence Services wirft den Zeitungen vor, dem Unternehmen mit schwerwiegenden Verunglimpfungen finanziell geschadet zu haben.

Die BaZ hatte im vergangenen August berichtet, dass Aegis einen Holding-Sitz in Basel eingerichtet hat. Das Thema wurde in der Folge auch von anderen Medien aufgenommen und führte zu politischen Vorstössen.

Die Klage hält der BaZ nun aber falsche Behauptungen sowie unwahre und verletzende Berichte vor. Die BaZ habe die Firma weder mit den erhobenen schweren Vorwürfen konfrontiert noch sie dazu angehört. Gefordert werden rund 268’000 Franken Schadenersatz und ein Verbot, bestimmte Aussagen zu wiederholen.

Die BaZ sowie – gemäss „Tages-Anzeiger“ vom Freitag – auch der Verlag der „Sonntags-Zeitung“ weisen die Vorwürfe zurück.

SATIRE

Elfriede Schalom an Thilo Sarrazin: Du wunderbarer Spaltpilz

Dr. Alexander von Paleske — 28..4. 2011 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

28.4. 2011
Elfriede Schalom
Blendergut 1
Kampen/Sylt

An
Thilo Sarrazin
Deutschlanderneuerungsirrpfad 1
Berlin

Lieber Thilo,

nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg rief mich meine Freundin Angela Merkel völlig aufgelöst an, sie sei politisch „am Ende“.

Spaltpilz als Hoffnungsträger
Ich habe sie aber trösten können, und darauf aufmerksam gemacht, dass sie ganz offensichtlich nicht realisiert, was für einen vortrefflichen Spaltpilz die Genossen in der SPD haben, der sicher dafür sorgen wird, dass es dort alsbald zu heftigen Grabenkämpfen, und damit zum Verlust in der Wählergunst kommt.

Ich habe mich nicht getäuscht: Du hast es geschafft, bleibst weiter zahlender und spaltpilzender SPD-„Genosse“ .

Das lief wirklich wie geschmiert, denn die SPD- Führung hatte die Hosen gestrichen voll, aus Angst vor der Wut und Empörung unter den Deutschen, und sich deshalb nicht getraut, Dich rauszuwerfen.

Standhaft wie Luther
Du bist in wunderbarer Weise standhaft am Gründonnerstag geblieben, und hast nichts, aber auch gar nichts von Deinen (pseudo-) revolutionären (Quark-) Thesen preisgegeben.

Den SPD-Granden hast Du, lieber Thilo, durch Dein fabelhaftes, (schein-) demütiges Auftreten den Wind aus den Segeln genommen, so dass diesen „Weicheiern“ nichts anderes übrig blieb, als Dich als ungeliebten Stiefsohn weiter in diesem Verein an Bord zu halten.

Glückwunsch!

Fraktionen ziehen blank
Und schon haben nach dieser (opportunistischen) Entscheidung die verschiedenen Fraktionen in der SPD blank gezogen. Und es hat bereits die ersten Parteiaustritte gegeben.

Sehr erfreulich!

Chefopportunistin Andrea Nahles, die einstmals wortstark ganz links stand, aber aus Karrieregründen kontinuierlich sich von dort wegbewegte, muss sich nun gegen die Angriffe der sogenannten Linken verteidigen, und gegen die Leute in der SPD, die immer noch diesem Integrationstralala anhängen.

Ein paar Artikel aus der heutigen Presse zeigen, wie durcheinander der SPD-Haufen mittlerweile ist:

Nahles verteidigt Einigung mit Sarrazin

Gabriel kapituliert

Memminger Fraktionschef Häring hält Verbleib Sarrazins in der Partei für richtig, Unterbezirkschefin Kraus gegenteiliger Meinung

NRW-Integrationsminister (was für ein Wort) nicht von Läuterung Sarrazins überzeugt

Dohnanyi : SPD braucht mehr Quertreiber, pardon, Querdenker, wie Sarrazin

Sarrazin spielt Arme gegen Ausländer aus

Sarrazin spaltet SPD

Sarrazin Verbleib – keiner will es gewesen sein

Wegen Sarrazin: SPD verliert Mitglieder

Grossartig!

Allerdings hat der ehemalige Hamburger 1. Bürgermeister Klaus von Dohnanyi, der Dir ja zur Seite stand, natürlich Unrecht: wir brauchen nicht mehr Querdenker dort, sondern mehr Quertreiber, bzw. noch mehr Spaltpilze in der SPD.

Viele Menschen werden sich alsbald entsetzt von der SPD ab- und der CDU wieder zuwenden.

BILD gibt Flankenschutz
Parallel dazu wird meine BILD bei all Deinen Auftritten Flankenschutz geben, und die Auseinandersetzungen innerhalb der SPD noch ein paar Takte dramatischer darstellen, als sie ohnehin schon sind. Ich habe entsprechende Instruktionen schon an BILD-Kai (Diekmann) gegeben.

Außerdem bleibt mein Angebot an Dich weiter bestehen, eine regelmäßige Kolumne in der BILD zu schreiben, die vom Niveau her ähnlich anspruchsvoll sein sollte, wie „Post von Wagner

Als Titel, angesichts der veränderten Ausgangslage, schlage ich vor:

– Post vom Gendatenbanker

– Tagebuch eines politisch kaltduschenden Profi-Aufmischers

– Betrachtungen eines politischen Spaltpilzes

– Politische Hartz-IV – Spaziergänge mit Thilo

– Neues von der Deutschlandabschaffungsverhinderungsfront

Aber das überlasse ich natürlich Dir.

Ich wünsche Dir weiter ein fröhliches Spaltpilzen.
Und jetzt muss ich mich auf den Weg nach London machen, zu dem Jahrhundertereignis. Ich freue ich mich riesig darauf

Deine Elfriede

Mehr Satire zu Sarrazin
Hurra, ich habe gewonnen und bleibe (in der SPD)
Thilo Sarrazin: Warmwasserduschen und die Bundesbank-Schrottmillionen
Das geistige Entsorgerquartett – Eine neue Show für das ZDF

Sarrazin: Deutschland, mein zweites Buch ist in Arbeit
Thilo Sarrazin: Gute Nacht Deutschland, ich bin wieder da und noch mehr
Sarrazin – Sag zum Abschied leise: EINEN RIESEN MEHR
Herbert Rechtslastig schreibt an BILD-Chefredakteur Kai Diekmann
Buchsensation des Jahres: Sarrazins Weisheiten oder: Deutschland durch die Brille eines politischen Kaltduschers
Herbert Rechtslastig schreibt an Thilo Sarrazin
Herbert Rechtslastig schreibt an SPD-Andrea Nahles
Thilo Sarrazin muss Bundesbankpräsident werden
Bundesbanker Thilo Sarrazin schreibt an Deutschkbanker Josef Ackermann


Mehr Post von Elfriede Schalom

Post für Thilo Sarrazin
Post für BILD-Diekmann

SATIRE

Die Jahrhunderthochzeit und ihre wunderbaren Gäste

Dr. Alexander von Paleske — 26.4. 2011— Ja, nun sind es nur noch drei Tage bis zu dem Jahrhundertereignis, bis die zauberhafte Kate und ihr Hubschrauberpilot William (von Kate auch zärtlich „My big Willie“ genannt), sich ihr Ja-Wort geben.

Selbst das hiesige Simbabwe ist würdig vertreten, durch Chelsy Davy, die on/off Freundin des William-Bruderherzes Harry, der immer mal wieder Schlagzeilen mit seinen lärmenden Barbesuchen macht.

Gästeliste veröffentlicht
Endlich ist jetzt die vollständige Gästeliste raus, und wir interessieren uns weniger dafür, wer vom Geld- bzw. Hochadel dort vertreten ist, sondern unser Interesse gilt mehr den nicht ganz „hasenreinen“ Persönlichkeiten bzw. deren Verwandtschaft, die überraschenderweise ebenfalls auf der Gästeliste gelandet sind, also z.B. Putschisten bzw. solche, die entweder denen geholfen haben, bei ihrem unerquicklichen Tun,. oder im nahen Verwandtschaftsverhältnis zu Denselbigen stehen.

Fangen wir also mit Jack Mann an, dem Sohn des Afrika- Söldners und Putschisten Simon Mann.


Polo-Chum, Söldner- und Putschistensohn: Jack Mann

Der Vater hatte zwar eine lange Karriere als Söldner in Afrika, aber nur eine kurze Karriere als Putschist: : sein geplanter Putsch im erdölreichen Äquatorial-Guinea schlug fehl.


Vorzeitiges Ende einer Putschistenreise – Simon Mann im Gefängnis, Harare, Simbabwe 2004

Ein Putschversuch, an dem auch Deutschland über die Offenbacher Luftfrachtfirma ACL beteiligt war, ebenso Mark Thatcher, der missratene Sohn der ehemaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher.

Jack Mann schaffte es auf die Einladungsliste, weil er zu den Polo-Chums der königlichen Hoheiten gehört.

Ein Sultan aus 1001 Nacht
Als nächster wäre Sultan Qaboos Bin Said Al Said zu nennen, 70- jähriger Herrscher über das Sultanat Oman, Nachbarstaat zum krisengeschüttelten Yemen, Saudi-
Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Qaboos ist Staatspräsident und Regierungschef in einem. Seine von ihm ausgesuchten speichelleckenden Minister haben lediglich eine beratende und administrative Funktion.

Die „demokratischen“ Wahlen in Oman sehen so aus, dass die Omanis eine Vorschlagsliste wählen dürfen, bestehend aus 164 Kandidaten, aus denen der Sultan dann 84 nach seinem Gutdünken auswählt.
Die so Auserwählten dürfen dann in das Unterhaus einziehen, haben aber keinerlei Entscheidungsbefugnis, sondern fungieren als „Berater“ des Sultans.

Erinnert eigentlich recht wenig an Demokratie, dafür umso mehr an Frankreichs absolutistischen Sonnenkönig Ludwig XIV „L’État, c’est moi“ ( „Der Staat bin ich“) bzw hier „“L’État Oman c’est moi.


Sultan Qaboos „L’État Oman c’est moi“

Qaboos ist außerdem das klassische Beispiel für den ausgelebten Ödipus-Komplex, den andere Glücklose nur unterdrücken können, und dafür im späteren Leben heftig bezahlen müssen: mit psychischen Auffälligkeiten.

Qaboos stürzte nämlich im Jahre 1970 seinen Vater vom Sultansthrone mit Hilfe britischer SAS-Kämpfer, die er bei seiner Militärausbildung in der berühmten britischen Militärakademie Sandhurst kennengelernt hatte. Offenbar hatte man dort aber vergessen Qaboos auch ein paar demokratische Grundbegriffe beizubringen.

Im Jahre 1970 gab es in Oman noch die Sklaverei, und die Eingangstore der Hauptstadt Maskat wurden bei Einbruch der Dunkelheit geschlossen: weder rein noch raus ging es dann.

Das alles änderte der Sultan Sohn Qaboos nach seinem ödipalen Rausch, denn mittlerweile war Erdöl gefunden worden, und auch in der Provinz Dhofar tat sich einiges, dort hatte sich nämlich eine Befreiungsbewegung gegen diesen Mummenschanz etabliert, vom benachbarten Südjemen aus kräftig unterstützt.

Und da die Briten schon so hilfreich bei der Machtergreifung waren, konnten sie auch in der Provinz Dhofar „helfen“ – mit Waffengewalt, Militärberatern und Counter-Guerilla Strategie.

Aber nun hat die arabische Demokratiebewegung auch vor den Stadttoren Maskats nicht Halt gemacht. Mittlerweile gab es auch dort im März diesen Jahres Demonstrationen, die der Sultan durch Polizeigewalt unterdrückte – vorläufig jedenfalls..

Muss man solch einen Kerl einladen?
Muss man solch einen Despoten, der keinerlei Kritik an sich zulässt, in das Mutterland der Demokratie einladen?
Ja doch, denn der Sultan bewundert zwar nicht die britische Demokratie, dafür aber die britische Königin und ihren Prinzen Philip.

Als beide zum Staatsbesuch nach Oman kamen, und sich keineswegs an den undemokratischen Zuständen störten, da eilte Qaboos unter Verachtung des Protokolls selbst an den Flughafen, um das britische Königspaar in Empfang zu nehmen. Wie aufmerksam. Richtige Zuneigung kennt eben keine Protokollgrenzen.

Die britische Königin schenkte ihrem Bewunderer nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch eine Reihe von Kostbarkeiten.

Und natürlich kauft im Gegenzug Despot Qaboos mit seinen Ölmilliarden in England alles ein – von Panzern, über Kampfjets bis zum Porzellan für den Sultanshof.

Zurück zur Einladungsliste
Da finden wir auch den Sohn des SAS-Brigadiers Tim Landon namens Arthur Landon.
Tim Landon hatte seine Millionen dadurch gemacht, dass er als SAS-Kämpfer dem Despoten Qaboos half, seinen Vater zu stürzen, was ihm prompt den Spitznamen Landon von Arabien bzw. Weisser Sultan eintrug, und eine gut dotierte Beraterstelle im Dienste des Despoten-Sultans . Man hatte sich in Sandhurst kennen- und schätzen gelernt, wie praktisch.

Offenbar waren etliche positive Beratungs- und Vermittlungstätigkeiten mit nicht gerade kleinlichen „Vermittlungsprovisionen“, im Volksmund auch als Schmiergeld bezeichnet, seitens europäischer Firmen für Tim Landon verbunden. Firmen, die gerne ihre Produkte an Oman verkaufen wollten. Details siehe hier

Mit den so gemachten Millionen konnte der im Jahre 2007 verstorbene Timothy Landon dann in den europäischen Hochadel einheiraten: Sein Auge fiel auf die austro-ungarische Prinzessin Katalina Esterhazy de Galantha. Auch sie gehört selbstverständlich zu den Gästen.

Sohnemann Arthur machte sich für die jungen Royals nützlich, indem er Dinners und Parties organisierte, und mit ihnen Billiard spielte.

Weitere Persönlichkeiten mit zweifelhaftem Hintergrund finden sich hier.

Na, das ist ja eine wirklich bemerkenswerte Hochzeits-Gesellschaft.


Südafrikas Catoonist Zapiro zum Thema – Mail and Guardian (Südafrika) 29.4. 2011

Ein Putschversuch in Afrika und ein juristisches Nachspiel in Hessen
Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft ohne Verfolgungswillen bei Fall von internationalem Terrorismus

Der Wonga Coup
Afrika-Söldner – und was aus ihnen wurde
Söldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe

Satire
Angela Merkel: Danke, danke für die Einladung zur Jahrhunderthochzeit

Angela Merkels Glückwunschschreiben an Prinz William zur Verlobung mit Kate Middleton

Krieg

Justiz muss tätig weden

Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait – Warum spielt man in Deutschland so gerne den Militär-Experten wie Christian Wernicke in seinem SZ-Kommentar vom 23.4.11 „Waffen für Gaddafis Gegner“? Spielt hier eine Rolle, dass man in Deutschland nie einen großen Angriffskrieg gewinnen konnte?

Die ganze Welt braucht die Wende weg von Missbrauch und Perversion der höchsten Weltfriedensinstitution. Als Weltstaatengemeinschaft muss sie endlich ihren Kompass in den Vereinten Nationen richtigstellen. Eine Abkehr von sinnlosen, zerstörerischen und räuberischen Kriegen, abgesegnet von der faschistischen, nämlich rechtlosen Politik des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen, ist lebenswichtig. Von seinem Diktat muss sich die Weltstaatengemeinschaft dringend zuerst befreien. Die Weltstaatengemeinschaft und die deutsche Öffentlichkeit stehen wieder vor dem Kampf zwischen Zivilisation und Barbarei, zwischen Mensch und Tier, Geist und Bestie. Sie müssen sich dem Ernst der Lage bewusst werden. Heute gibt es die Freiheit dazu, sie aufrichtig gegen diese unermessliche Gefahr zu nutzen und zu beweisen, wirklich aus Fehlern gelernt zu haben. Die Zeit läuft uns davon.

Aus der Völkerrechtswidrigkeit der Resolution zu Libyen folgt ihre Unwirksamkeit. Aus ihrer Unwirksamkeit wiederum folgt, dass jedwede ausländische Angriffshandlung gegen libysche Ziele völkerrechtswidrig ist und den Tatbestand der Aggression erfüllt. Dieser entspricht dem Begriff des Angriffskriegs im deutschen Strafgesetzbuch. Die laufende Militäroperation einschließlich der künftigen von der NATO koordinierten Maßnahmen in Bezug auf Libyen muss im Interesse des Völkerrechts sofort beendet werden.

Auf deutschem Boden ausgeführte Handlungen, die mit ihr im Zusammenhang stehen, sind strafbar. Für strafbare Handlungen öffentlich zu werben, sie zu verteidigen oder zu beschönigen, wie es in einigen deutschen Medien geschieht, ist nicht durch die Meinungsfreiheit gedeckt, sondern verstößt gegen unsere freiheitliche demokratische Rechtsordnung.

Erst recht, wenn es um den Schutz von Leben geht, menschliches Leben, das jeder Angriffskrieg am höchsten bedroht. Hier muss endlich die Justiz tätig werden. Das sollten aufgeklärte Bürger und alle Juristen, denen ihr Berufsethos etwas bedeutet, mit Nachdruck fordern. Hierin wird sich zeigen, ob Deutschland trotz US-amerikanischer Truppen und Institutionen auf seinem Territorium in der Tat ein freiheitlicher Rechtsstaat ist.

Das theoretische Negieren des Völkerrechts erfolgt durch die demagogische Doktrin der „Humanitären Intervention“ und der Konstruktion „Responsability to Protect“. Diese Erfindungen dienen als Instrumente der Massenbeeinflussung. Es sind lancierte propagandistische Schlüsselbegriffe (buzz words) zur Ablenkung der Menschen, die eifrig von ignoranten, überforderten und korrupten Medien in Umlauf gebracht werden. Mit dem Libyen-Krieg ist es erneut akut notwendig geworden, das Völkerrecht im Interesse des Weltfriedens und der Gerechtigkeit hochzuhalten und einer demagogischen „humanitären“ Kriegspropaganda entgegenzutreten.

Die Menschenrechte gelten als unantastbar aber ihre Geschichte ist zugleich die Geschichte ihres permanenten Entzugs, der Entrechtung, von Verfolgung und Mord. Die USA und EU kultivieren eine Menschenrechtsrhetorik, der sie selbst durch ihre verschiedenen Attentate widersprechen, Attentaten und Aggressionen, die nur Destruktion, Mord und humanitäre Katastrophen hinterlassen: wiederholte Aggressionen gegen den Irak, Serbien, Afghanistan und jetzt gegen Libyen. Dazu wird die Öffentlichkeit durch angestiftete Medien gezielt manipuliert.

Die Pressefreiheit machte ihr Début in Frankreich schon am Anfang der Revolution 1789 als Volksverhetzung jenseits der Menschenrechte.

Obszöne niederträchtige Pamphlete mit aller Art von Falschheiten, Hässlichkeiten und Ungeheuerlichkeiten entlarvten grenzenlosen Hass und niederträchtige Instinkte eines Plebs und Mobs, der unter dem Terror des revolutionären Moralisten Maximilien Robespierre zügellos die neue Macht Frankreichs von der Straße aus dirigierte. In diesem Zusammenhang war der Prozess gegen die französischen Könige ein schändlicher Schauprozess, der gar nichts mit den frisch proklamierten Menschenrechten zu tun hatte.

Vor allem der Schauprozess gegen die Königin Marie Antoinette war eine Tirade von falschen Anschuldigungen, die ohne jede Beweise, nur auf den mörderischen abstoßenden Pamphleten der sogenannten öffentlichen Meinung beruhte. Die Menschenrechte wurden sofort in dem Moment ignoriert, als dieser abstoßende populistische Schauprozess stattfand und zum Mord der Königin von Anfang an abgestimmt und vorprogrammiert wurde.

Degeneration und Missbrauch der Pressefreiheit, um das Volk gegen Recht und Gesetz umzustimmen, ist in einer zivilisierten Gesellschaft nicht zu dulden. Nicht jede Meinung sollte willkommen und wünschenswert sein, sondern nur diejenige, die die Zivilisation achtet, nicht diejenige, die sie zerstört. Sonst läuft die Gesellschaft Gefahr, in die Hände des Mobs und Plebs zu fallen. Die Geschichte Frankreichs ist ein abschreckendes Beispiel dieses Zerwürfnis.

Deutschland hat sich im UN-Weltsicherheitsrat (17.3.) dank seines Außenministers Guido Westerwelle richtigerweise auf Basis des Rechts gegen die NATO-Verbündeten USA, Großbritannien und Frankreich gestellt und die Teilnahme der Bundeswehr an der Aggression unter NATO-Kommando kategorisch ausgeschlossen. Beides ist angesichts der offensichtlichen Rechtswidrigkeit der UN-Resolution und des kriminellen Charakters der alliierten Intervention anerkennenswert. Daher hat der deutsche Außenminister die glaubwürdige Legitimität, auf internationaler Ebene das völkerrechtswidrige Verhalten der Interventionsmächte zu thematisieren. Die Nutzung von US-Militärstützpunkten in Deutschland ist zu unterbinden.

Nach der Definition des Aggressionsverbrechens, die durch die UNO-Generalversammlung (Resolution 29/3314 vom 14.12.1974) festgeschrieben wurde, ist ein Land, das einem Aggressor sein Territorium zur Durchführung einer Aggression zur Verfügung stellt, selbst ein Aggressor.

sendenDie Autorin Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait ist Juristin und Diplomatin a.D.

terror

Pan Am 103 Why Did They Die?

Roy Rowan – „FOR THREE YEARS, I’ve had a feeling that if Chuck hadn’t been on that plane, it wouldn’t have been bombed,“ says Beulah McKee, 75. Her bitterness has still not subsided. But seated in the parlor of her house in Trafford, Pennsylvania, the house where her son was born 43 years ago, she struggles to speak serenely. „I know that’s not what our President wants me to say,“ she admits.

George Bush’s letter of condolence, written almost four months after the shattered remains of Pan Am Flight 103 fell on Lockerbie, Scotland, on Dec. 21, 1988, expressed the usual „my heart goes out to you“ sorrow. „No action by this government can restore the loss you have suffered,“ he concluded. But deep inside, Mrs. McKee suspects it was a government action gone horribly awry that indirectly led to her only son’s death. „I’ve never been satisfied at ( all by what the people in Washington told me,“ she says.

Today, as the U.S. spearheads the U.N.-sanctioned embargo against Libya for not handing over two suspects in the bombing, Mrs. McKee wonders if Chuck’s background contains the secret of why this plane was targeted. If her suspicions are correct, Washington may not be telling the entire story. Major Charles Dennis McKee, called „Tiny“ by his Army intelligence friends, was a burly giant and a superstar in just about every kind of commando training offered to American military personnel. He completed the rugged Airborne and Ranger schools, graduated first in his class from the Special Forces qualification course, and served with the Green Berets. In Beirut he was identified merely as a military attache assigned to the U.S. Defense Intelligence Agency (DIA). But his hulking physique didn’t fit such a low- profile diplomatic post. Friends there remember him as a „walking arsenal“ of guns and knives. His real assignment reportedly was to work with the CIA in reconnoitering the American hostages in Lebanon and then, if feasible, to lead a daring raid that would rescue them.

McKee’s thick, 37-page Army dossier contains so many blacked-out words that it’s hard to glean the danger he faced. Surviving the censor’s ink was his title, „Team Chief.“ Under „Evaluation,“ it was written that he „performs constantly in the highest-stress environment with clear operational judgment and demeanor . . . Especially strong in accomplishing the mission with minimal guidance and supervision . . . Continues to perform one of the most hazardous and demanding jobs in the Army.“

For Beulah McKee the mystery deepened six months after Chuck’s death, when she received a letter from another U.S. agent in Beirut. It was signed „John Carpenter,“ a name the Pentagon says it can’t further identify. Although the letter claimed that Chuck’s presence on the Pan Am plane was unrelated to the bombing, Carpenter’s message only stirred her suspicions. „I cannot comment on Chuck’s work,“ he wrote, „because his work lives on. God willing, in time his labors will bear fruit and you will learn the true story of his heroism and courage.“

Chuck had given no clues about his work. Back home in November for Thanksgiving three weeks before he perished, he wouldn’t even see his friends. „I don’t want to mingle, so I don’t have to answer any questions,“ he told his mother. „Anyway, he didn’t have time,“ she recalls. „He stayed up till 3 every morning studying reports. And when he flew back to Beirut, all he said was, ‚Don’t worry, Mom. Soon I’ll be out from under all this pressure.‘ “

Almost immediately after the Pan Am bombing, which killed the 259 people aboard the plane and 11 more on the ground, the prime suspect was Ahmed Jibril, the roly-poly boss of the Popular Front for the Liberation of Palestine-General Command (P.F.L.P.-G.C.). Two months earlier, West German police had arrested 16 members of his terrorist organization. Seized during the raids was a plastic bomb concealed in a Toshiba cassette player, similar to the one that blew up Flight 103. There was other evidence pointing to Jibril. His patron was Syria. His banker for the attack on the Pan Am plane appeared to be Iran. U.S. intelligence agents even traced a wire transfer of several million dollars to a bank account in Vienna belonging to the P.F.L.P.-G.C. Iran’s motive seemed obvious enough. The previous July, the U.S.S. Vincennes had mistakenly shot down an Iranian Airbus over the Persian Gulf, killing all 298 aboard.

Suddenly, last November, the U.S. Justice Department blamed the bombing on two Libyans, Abdel Basset Ali al-Megrahi and Lamen Khalifa Fhimah. The scenario prompted President Bush to remark, „The Syrians took a bum rap on this.“ It also triggered an outcry from the victims‘ families, who claimed that pointing the finger at Libya was a political ploy designed to reward Syria for siding with the U.S. in the gulf war and to help win the release of the hostages. Even Vincent Cannistraro, former head of the CIA’s investigation of the bombing, told the New York Times it was „outrageous“ to pin the whole thing on Libyan leader Muammar Gaddafi.

A four-month investigation by Time has disclosed evidence that raises new questions about the case. Among the discoveries:

— According to an FBI field report from Germany, the suitcase originating in Malta that supposedly contained the bomb may not have been transferred to Pan Am Flight 103 in Frankfurt, as charged in the indictment of the two Libyans. Instead, the bomb-laden bag may have been substituted in Frankfurt for an innocent piece of luggage.

— The rogue bag may have been placed on board the plane by Jibril’s group with the help of Monzer al-Kassar, a Syrian drug dealer who was cooperating with the U.S.’s Drug Enforcement Administration in a drug sting operation. Al- Kassar thus may have been playing both sides of the fence.

< — Jibril and his group may have targeted that flight because on board was an intelligence team led by Charles McKee, whose job was to find and rescue the hostages.

Investigators initially focused their efforts on examining the procedures in the baggage-loading area at Frankfurt’s international airport. But risking the transfer of an unaccompanied, bomb-laden suitcase to a connecting flight did not jibe with the precautions terrorists usually take. Security officers using video cameras routinely keep watch over the area. An intricate network of computerized conveyors, the most sophisticated baggage-transfer system in the world, shunts some 60,000 suitcases a day between loading bays. Every piece of luggage is logged minute by minute from one position to the next, so its journey through the airport is carefully monitored. The bags are then X-rayed by the airline before being put aboard a plane.

But the U.S. government’s charges against al-Megrahi and Fhimah don’t explain how the bronze-colored Samsonite suitcase, dispatched via Air Malta, eluded Frankfurt’s elaborate airport security system. Instead, the indictment zeroes in on two tiny pieces of forensic evidence — a fingernail-size fragment of green plastic from a Swiss digital timer, and a charred piece of shirt.

Even though investigators previously thought the bomb was probably detonated by a barometric trigger (considered much more reliable, especially in winter, when flights are frequently delayed and connections missed), a Swiss timer was traced to Libya. The shirt, which presumably had been wrapped around the bomb inside the suitcase, was traced to a boutique in Malta called Mary’s House. The owner identified al-Megrahi as the shirt’s purchaser, although he originally confused al-Megrahi with a Palestinian terrorist arrested in Sweden.

It was the computer printout produced by FAG, the German company that operates the sophisticated luggage-transfer system, that finally nailed down the indictment of the two Libyans. The printout, discovered months after the bombing, purportedly proved that their suitcase sent from Malta was logged in at Coding Station 206 shortly after 1 p.m. and then routed to Gate 44 in Terminal B, where it was put aboard the Pan Am jet. But a „priority“ teletype sent from the U.S. embassy in Bonn to the FBI director in Washington on Oct. 23, 1989, reveals that despite the detailed computer records, considerable uncertainty surrounded the movement of this suitcase.

TIME has obtained a copy of the five-page FBI message, which states, „This computer entry does not indicate the origin of the bag which was sent for loading on board Pan Am 103. Nor does it indicate that the bag was actually loaded on Pan Am 103. It indicates only that a bag of unknown origin was sent from Coding Station 206 at 1:07 p.m. to a position from which it was supposed to be loaded on Pan Am 103.“

The FBI message further explains that a handwritten record kept by a baggage handler at Coding Station 206 was even less specific about what happened to the suitcase. „It is noted,“ the teletype continues, „that the handwritten duty sheet indicates only that the luggage was unloaded from Air Malta 180. There is no indication how much baggage was unloaded or where the luggage was sent.“ The FBI agent’s report concludes, „There remains the possibility that no luggage was transferred from Air Malta 180 to Pan Am 103.“

Also described in the teletype is an incident that „may provide insight into the possibilities of a rogue bag being inserted into the baggage system.“ On a guided tour of the baggage area in September 1989, it was disclosed, detective inspector Watson McAteer of the Scottish police and FBI special agent Lawrence G. Whitaker „observed an individual approach Coding Station 206 with a single piece of luggage, place the luggage in a luggage container, encode a destination into the computer and leave without making any notation on a duty sheet.“ This convinced the two investigators that a rogue suitcase could have been „sent to Pan Am 103 either before or after the unloading of Air Malta 180.“

Lee Kreindler, the lead attorney for the victims‘ families, who are suing Pan Am for $7 billion, says he can prove that the suitcase from Malta was put aboard Flight 103. He charges that a gross security failure by Pan Am, which went bankrupt in January 1991 and later folded, contributed to the disaster.

But it was the rogue-bag theory that was pursued by Pan Am’s law firm, Windels, Marx, Davies & Ives, representing the airline’s insurers. To piece together their version of how the bomb was planted, Pan Am’s lawyers hired Interfor, Inc., a New York City firm specializing in international intelligence and security. If it hadn’t been for the government’s implausible plottings revealed during the Iran-contra hearings, Interfor’s findings might be dismissed as a private eye’s imagination run amuck — especially considering the controversial background of the company’s president, Juval Aviv.

Now 45 and an American citizen, Aviv claims to have headed the Mossad hit squad that hunted down and killed the Arab terrorists who murdered 11 Israeli athletes at the 1972 Olympics in Munich. Israeli and U.S. intelligence sources deny that Aviv was ever associated with Mossad. However, working for Pan Am, he spent more than six months tracking the terrorists who the airline now alleges are responsible for the bombing. While his report has been written off as fiction by many intelligence officials, a number of its findings appear well documented.

The central figure emerging from the Interfor investigation is a 44-year-old Syrian arms and drug trafficker, Monzer al-Kassar. His brother-in-law is Syria’s intelligence chief, Ali Issa Duba, and his wife Raghda is related to Syrian President Hafez Assad.

Al-Kassar has many passports and identities. Most important, he was part of the covert network run by U.S. Lieut. Colonel Oliver North. During the Iran- contra hearings, it was revealed that al-Kassar was given $1.5 million to purchase weapons. Questioned about al-Kassar, former U.S. National Security Adviser John Poindexter said, „When you’re buying arms, you often have to deal with people you might not want to go to dinner with.“

It was through al-Kassar’s efforts, or so he claimed, that two French hostages were released from Lebanon in 1986 in exchange for an arms shipment to Iran. The deal caught the eye of a freewheeling CIA unit code-named COREA, based in Wiesbaden, Germany. This special unit was reported to be trafficking in drugs and arms in order to gain access to terrorist groups.

For its cover overseas, COREA used various front companies: Stevens Mantra Corp., AMA Industries, Wildwood Video and Condor Television Ltd. Condor paid its bills with checks drawn on the First American Bank (account No. 2843900) in Washington, D.C., which was subsequently discovered to be a subsidiary of the Bank of Credit and Commerce International.

According to Aviv, agents in COREA’s Wiesbaden headquarters allowed al- Kassar to continue running his smuggling routes to American cities in exchange for help in obtaining the release of the American hostages being held in Lebanon. At about the same time, al-Kassar’s drug-smuggling enterprise was being used by the U.S.’s DEA in a sting operation. The DEA was monitoring heroin shipments from Lebanon to Detroit, Los Angeles and Houston, which have large Arab populations, in an attempt to nail the U.S. dealers.

By the fall of 1988, al-Kassar’s operation had been spotted by P.F.L.P.-G.C. leader Ahmed Jibril, who had just taken on the assignment from Tehran to avenge the U.S. downing of its Airbus. A CIA undercover agent in Tripoli reported that Jibril also obtained Gaddafi’s support. According to Mossad, Jibril dined with al-Kassar at a Paris restaurant and secured a reluctant promise of assistance in planting a bomb aboard an as yet unselected American transatlantic jet.

Al-Kassar’s hesitancy was understandable. He wouldn’t want anything to disrupt his profitable CIA-assisted drug and arms business. Presumably he was also worried because West German police had just raided the Popular Front hideouts around Dusseldorf and Frankfurt. Among those arrested: the Jordanian technical wizard and bombmaker Marwan Khreesat.

The bomb that ended up on the Pan Am jet could have been assembled by Khreesat. However, last month the Palestine Liberation Organization reported that it was built by Khaisar Haddad (a.k.a. Abu Elias), who is also a member of Jibril’s Popular Front. Haddad purchased the detonator, the P.L.O. said, on the Beirut black market for more than $60,000.

The detonator, in fact, is considered one of the main keys to the bombing puzzle. Thomas Hayes, a leading forensics expert, did the main detective work on a minute piece of timer recovered from the wreckage by Scottish authorities. In a recent book about the Lockerbie investigation, On the Trail of Terror, British journalist David Leppard reports that „Hayes is not prepared to commit himself publicly on whether the bomb that blew up Pan Am 103 was originally made by Khreesat and subsequently modified by timers of the sort found in possession of the Libyans.“ In fact, adds Leppard, „his authoritative view is that not enough of the bomb’s timing device has been recovered to make a definite judgment about whether it was a dual device containing a barometric switch and a timer, or a single trigger device, which was activated by just a timer.“

James M. Shaughnessy, Pan Am’s lead defense lawyer, has tried to drive a wedge into this opening left by Hayes, thereby casting further doubt on Libya’s responsibility for the bombing. Britain’s High Court ruled that Pan Am’s lawyers could depose Hayes. However, in a last-minute legal maneuver by the Scottish authorities, the deposition was blocked for reasons of national security. Pan Am’s lawyers are now appealing that decision.

But regardless of the bomb’s design, al-Kassar still didn’t know how and when Jibril planned to use it. A Mossad agent, according to Aviv, first tipped off U.S. and West German intelligence agents that a terrorist attack would be made on an American passenger plane departing from Frankfurt on or about Dec. 18. Al-Kassar quickly figured out that Pan Am Flight 103 was the most likely target and, playing both sides of the fence, notified the COREA unit. His warning corroborated an earlier bomb threat, involving an unspecified Pan Am flight from Frankfurt, telephoned to the U.S. embassy in Helsinki.

Precisely how a rogue bag containing the bomb eluded the Frankfurt airport security system, Aviv doesn’t know. Presumably this required the help of baggage handlers there. So in January 1990 he and a former U.S. Army polygraphist flew to Frankfurt, accompanied by Shaughnessy. At the Sheraton Conference Center, adjoining the airport, the polygraphist administered lie- detector tests to Pan Am baggage handlers Kilin Caslan Tuzcu and Roland O’Neill. Pan Am had determined that they were the only ones who were in a position to switch suitcases and place the bomb-laden bag aboard Flight 103.

Tuzcu took the test three times, and O’Neill took it twice. As the polygraphist later testified before a federal grand jury in Washington, Tuzcu „was not truthful when he said he did not switch the suitcases.“ The polygraphist also told the grand jury, „It is my opinion that Roland O’Neill wasn’t truthful when he stated he did not see the suitcase being switched, and when he stated that he did not know what was in the switched suitcase.“ The two men continued to claim ignorance of a baggage switch.

After flunking their lie-detector tests, both were sent on a bogus errand by Pan Am to London, where it was assumed they would be arrested. But British authorities refused to even interrogate the pair. According to Leppard, Tuzcu and O’Neill were simply „scapegoats“ and were never „considered serious suspects.“ They returned to Frankfurt that same night.

If the bomb-laden luggage replaced an innocent bag, what happened to the displaced suitcase? On Dec. 21, 1988, the day of the bombing, one of Pan Am’s Berlin-based pilots was about to head home to Seattle, Washington, for Christmas when he received orders to fly to Karachi first. He had with him two identical Samsonite suitcases full of presents. At the Berlin airport, he $ asked Pan Am to send them directly to Seattle. „Rush“ tags, marked for Flights 637 to Frankfurt, 107 to London and 123 to Seattle, were affixed to the bags.

It so happened that the flight from Berlin to Frankfurt was delayed. While all the passengers ultimately made the connection to London, 11 suitcases, including the pilot’s two bags, remained behind in Frankfurt. They were entered into the airport computer system and rerouted via the Pan Am flight. But only one of the pilot’s suitcases was recovered at Lockerbie. The other had been mysteriously left behind in Frankfurt, and arrived safely in Seattle a day later. That story, which TIME has corroborated, doesn’t prove Pan Am’s claim that terrorists used al-Kassar’s drug pipeline to pull a suitcase switch in Frankfurt. But it does support the theory that a rogue bag was inserted into the automated baggage-control system, as the secret FBI report indicates was possible.

TO GATHER FURTHER EVIDENCE that the bomb was not contained in an unaccompanied bag from Malta, Pan Am lawyer Shaughnessy recently interviewed under oath 20 officials who were in Malta on Dec. 21, 1988, including the airport security commander, the bomb-disposal engineer who inspected all the baggage, the general manager of ground operations of Air Malta, the head loader of Flight 180 and the three check-in agents. Their records showed that no unaccompanied suitcases were put aboard the flight, and some of the staff Shaughnessy interviewed are prepared to testify under oath that there was no bag that day destined for Pan Am Flight 103.

Although Shaughnessy subpoenaed the FBI, CIA, DEA and four other government agencies for all documents pertaining to both the bombing of Flight 103 and the narcotics sting operation, he has been repeatedly rebuffed by the Justice Department for reasons of national security. Even so, with the help of investigators hired after Aviv, he has managed to obtain some of the documents needed to defend Pan Am’s insurers in the trial scheduled to begin April 27 at the U.S. District Court for the Eastern District of New York. The stakes are enormous, and the incentive is high for Shaughnessy to demonstrate the government’s responsibility for the bombing. In addition to defending against the compensation claims of $7 billion, he is bringing a claim against the government for failing to give warning that Pan Am had been targeted by the terrorists.

The man who has been Shaughnessy’s key witness in these proceedings is hiding in fear of his life in a small town in Europe. His real name is Lester Knox Coleman III, although as a former spy for the dia and DEA he was known as Thomas Leavy and by the code name Benjamin B. A year ago, the stockily built, bearded Coleman filed an affidavit describing the narcotics sting operation that Shaughnessy claims was infiltrated by Jibril.

It wasn’t until July 1990, when Coleman spotted a newspaper picture of one of the Pan Am victims and recognized the young Lebanese as one of his drug- running informants, that he realized he might be of assistance to Pan Am. He was also looking for work. Two months earlier he had been deactivated by the DIA after being arrested by the FBI for using his DIA cover name, Thomas Leavy, on a passport application. Coleman claims that the DIA instructed him to do this. „But such trumped-up charges are frequently used to keep spooks quiet,“ says A. Ernest Fitzgerald, a Pentagon whistle-blower and a director of the Fund for Constitutional Government in Washington, which has been looking into Coleman’s case.

Coleman spent three days in jail. His official pretrial services report, filed with the U.S. District Court of Illinois for the Northern District, began, „Although Mr. Coleman’s employment history sounds quite improbable, information he gave has proven to be true.“

Raised in Iran, Libya and Saudi Arabia, Coleman, now 48, was recruited by the dia and assigned to the still classified humint (Human Intelligence) MC-10 operation in the Middle East. In early 1987 he was transferred from Lebanon to Cyprus, where he began his work for the DEA. However, he says he was instructed not to inform the DEA there of his role as a DIA undercover agent. By this time even the DIA suspected that the freewheeling narcotics sting operation was getting out of hand.

In Nicosia, Coleman saw the supposedly controlled shipments of heroin, called kourah in Lebanon — inspiration for the CIA operation’s code name COREA — grow into a torrent. The drugs were delivered by couriers who arrived on the overnight ferry from the Lebanese port of Jounieh. After receiving their travel orders from the DEA, the couriers were escorted to the Larnaca airport by the Cypriot national police and sent on their way to Frankfurt and other European transit points. The DEA testified at hearings in Washington that no „controlled deliveries“ of drugs through Frankfurt were made in 1988.

Coleman’s DEA front in Nicosia, called the Eurame Trading Co. Ltd., was located on the top floor of a high-rise apartment near the U.S. embassy. He says the intelligence agency paid him with unsigned Visa traveler’s checks issued by B.C.C.I. in Luxembourg. Additionally, the DEA country attache in Cyprus, Michael Hurley, kept a drawer full of cash in his office at the embassy, which he parceled out to Coleman and to a parade of confidential informants, known by such nicknames as „Rambo Dreamer,“ „Taxi George“ and „Fadi the Captain.“ Hurley admitted in a Justice Department affidavit that he paid Coleman $74,000 for information.

The informants, Coleman reported, were under the control of Ibrahim el-Jorr. „He was a Wild West character who wore cowboy boots and tooled around in a Chevy with expired Texas plates,“ he says. „I was told ((by el-Jorr)) that in the Frankfurt airport the suitcases containing the narcotics were put on flights to the U.S. by agents or other sources working in the baggage area. From my personal observation, Germany’s BKA ((Bundeskriminalamt, the German federal police)) was also involved, as was Her Majesty’s Customs and Excise service in the United Kingdom.“

After deciding to become a witness for Pan Am, Coleman phoned a friend, Hartmut Mayer, a German intelligence agent in Cyprus, and asked if he knew how the bomb got aboard Flight 103. Mayer suggested calling a „Mr. Harwick“ and a „Mr. Pinsdorf,“ who Mayer said were running the investigation at the Frankfurt airport. „I spoke with Pinsdorf,“ says Coleman. „From his conversation I learned that BKA had serious concerns that the drug sting operation originating in Cyprus had caused the bomb to be placed on the Pan Am plane.“ Mayer and Pinsdorf gave depositions last year at the request of Pan Am. But the German Federal Ministry of the Interior ruled they couldn’t discuss law-enforcement matters relating to other nations. Mayer did say he knew Coleman.

„It took three informants just to keep tabs on al-Kassar,“ claims Coleman. He said the informants reported that al-Kassar and the Syrian President’s brother Rifaat Assad were taking over drug production in Lebanon’s Bekaa Valley, under protection of the Syrian army. Coleman also says he learned that the principal European transfer point for their heroin shipments was the Frankfurt airport.

In December 1988 al-Kassar picked up some news that threatened to shut down his smuggling operation. Charles McKee’s counterterrorist team in Beirut that was investigating the possible rescue of the nine American hostages had got wind of his CIA connection. The team was outraged that the COREA unit in Wiesbaden was doing business with a Syrian who had close terrorist connections and might endanger their planned rescue attempt.

Besides McKee, a key member of the team was Matthew Gannon, 34, the CIA’s deputy station chief in Beirut and a rising star in the agency. After venting their anger to the CIA in Langley about al-Kassar, McKee and Gannon were further upset by headquarters‘ failure to respond. Its silence was surprising because Gannon’s father-in-law Thomas Twetten, who now commands the CIA’s worldwide spy network, was then chief of Middle East operations based in Langley. He was also Ollie North’s CIA contact.

MCKEE AND GANNON, joined by three other members of the team, decided to fly back to Virginia unannounced and expose the COREA unit’s secret deal with al- Kassar. They packed $500,000 in cash provided for their rescue mission, as well as maps and photographs of the secret locations where the hostages were being held. Then the five-man team booked seats on Pan Am 103 out of London, arranging to fly there on a connecting flight from Cyprus.

McKee’s mother says she is sure her son’s sudden decision to fly home was not known to his superiors in Virginia. „This was the first time Chuck ever telephoned me from Beirut,“ she says. „I was flabbergasted. ‚Meet me at the Pittsburgh airport tomorrow night,‘ he said. ‚It’s a surprise.‘ Always before he would wait until he was back in Virginia to call and say he was coming home.“

Apparently the team’s movements were being tracked by the Iranians. A story that appeared in the Arabic newspaper Al-Dustur on May 22, 1989, disclosed that the terrorists set out to kill McKee and his team because of their planned hostage-rescue attempt. The author, Ali Nuri Zadeh, reported that „an American agent known as David Love-Boy ((he meant Lovejoy)), who had struck bargains on weapons to the benefit of Iran,“ passed information to the Iranian embassy in Beirut about the team’s travel plans. Reported to be a onetime State Department security officer, Lovejoy is alleged to have become a double agent with CIA connections in Libya. His CIA code name was said to be „Nutcracker.“

Lawyer Shaughnessy uncovered similar evidence. His affidavit, filed with the federal district court in Brooklyn, New York, asserts that in November and ; December 1988 the U.S. government intercepted a series of telephone calls from Lovejoy to the Iranian charge d’affaires in Beirut advising him of the team’s movements. Lovejoy’s last call came on Dec. 20, allegedly informing the Iranians that the team would be on Pan Am Flight 103 the following day.

In his book, Lockerbie: The Tragedy of Flight 103, Scottish radio reporter David Johnston disclosed that British army searches of the wreckage recovered more than $500,000 cash, believed to belong to the hostage-rescue team, and what appeared to be a detailed plan of a building in Beirut, with two crosses marking the location of the hostages. The map also pinpointed the positions of sentries guarding the building and contained a description of how the building might be taken.

Johnston also described how CIA agents helicoptered into Lockerbie shortly after the crash seeking the remnants of McKee’s suitcase. „Having found part of their quarry,“ he wrote, „the CIA had no intention of following the exacting rules of evidence employed by the Scottish police. They took the suitcase and its contents into the chopper and flew with it to an unknown destination.“ Several days later the empty suitcase was returned to the same spot, where Johnston reported that it was „found“ by two British Transport Police officers, „who in their ignorance were quite happy to sign statements about the case’s discovery.“

Richard Gazarik, a reporter for the Greensburg, Pennsylvania, Tribune- Review, spent many months probing the major’s secret mission. He found, hidden inside the lining of McKee’s wallet, which was retrieved from the Pan Am wreckage and returned to his mother, what he assumes was McKee’s code name, Chuck Capone, and the gangster code names (Nelson, Dillinger, Bonnie and Clyde) of the other team members.

The theory that Jibril targeted Flight 103 in order to kill the hostage- rescue team is supported by two independent intelligence experts. M. Gene Wheaton, a retired U.S. military-intelligence officer with 17 years‘ duty in the Middle East, sees chilling similarities between the Lockerbie crash and the suspicious DC-8 crash in Gander, Newfoundland, which killed 248 American soldiers in 1985. Wheaton is serving as investigator for the families of the victims of that crash. „A couple of my old black ops buddies in the Pentagon believe the Pan Am bombers were gunning for McKee’s hostage-rescue team,“ he says. „But they were told to shift the focus of their investigation because it revealed an embarrassing breakdown in security.“ The FBI says it investigated the theory that McKee’s team was targeted and found no evidence to support it.

Victor Marchetti, former executive assistant to the CIA’s deputy director and co-author of The CIA and the Cult of Intelligence, believes that the presence of the team on Flight 103 is a clue that should not be ignored. His contacts at Langley agree. „It’s like the loose thread of a sweater,“ he says. „Pull on it, and the whole thing may unravel.“ In any case, Marchetti believes the bombing of Flight 103 could have been avoided. „The Mossad knew about it and didn’t give proper warning,“ he says. „The CIA knew about it and screwed up.“

The CIA may still be trying to find out more information about why McKee and Gannon suddenly decided to fly home. Last year three CIA agents, reportedly following up on their hostage-rescue mission, were shot dead in a Berlin hotel while waiting to meet a Palestinian informant.

Beulah McKee has given up trying to find out if Pan Am’s bombers were after her son, although she says, „The government’s secrecy can’t close off my mind.“ Twice she called and questioned Gannon’s widow Susan, who like her husband and her father Tom Twetten worked for the CIA. „The last time, I was accused of opening my mouth too much,“ says Mrs. McKee.

Yet memories die hard, and mothers never quite get accustomed to losing a child. Beulah McKee keeps her son’s bedroom all tidied up, as if she still expected him to come home. His pictures, diplomas, miltary awards, even his chrome-plated bowie knife, decorate the walls. In a cardboard carton under the made-up bed are the heavily censored service records of her son, which may contain the secret of why Pan Am 103 was blown out of the sky over Scotland.

senden Fair Use Notice: JNvH contain copyrighted material the use of which has not always been specifically authorized by the copyright owner. The material is being made available for purposes of education and research of the subscribers themselves. This constitutes a „fair use“ of such copyrighted material as provided for in section 107 of the US Copyright Law.