SATIRE

Ukrainisches Regierungsmitglied und rechtsradikaler Anführer Dmytro Jarosch stellt sich vor: „Deutschland, das bin ich“

Dr. Alexander von Paleske —- 13.4. 2015 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Dmytro Jarosch
Mitglied der ukrainischen Regierung und
Führer rechtsradikaler Ukrainer

Maidan 88

Kiew

Ukraine

Guten Morgen Deutschland.

Ich bin Dmytro Jarosch, seit Jahren im rechtsradikalen Milieu der Ukraine zu Hause, Gründer und Führer der rechtsradikalen ukrainischen Heilsbewegung Prawyj Sektor eine vaterländische Blut- und Boden– Sammlungsbewegung, die selbstverständlich liberale und demokratische Werte ablehnt..

Ich sehe es nun als meine Aufgabe an, mich auch der deutschen Volksgemeinschaft näherzubringen, denn es ist ja Deutschland, das Multimillionenbeträge in unsere (kleptooligarchische hochkorrupte Fass-ohne- Boden-) Republik gepumpt hat und noch pumpen wird.

Deutschland hat Anspruch
Deshalb hat die Deutsche Volksgemeinschaft umgekehrt natürlich auch einen Anspruch darauf, die führenden ukrainischen Politiker ein wenig näher kennenzulernen, insbesondere mich, der ich zu den zukunftsweisenden Köpfen unseres Vaterlandes gehöre.


Das bin ich

Mitglied der Regierung
Wie die deutschen Medien zutreffend vor drei Tagen berichteten:
,
„Ukrainische Regierung adelt Rechtsradikalen“

bin ich kürzlich Mitglied der ukrainischen Regierung unter Leitung des (Schokoladen-Klepto-Oligarchen) Petro Poroschenko geworden, nachdem ich früher mehrere Angebote zur Regierungsbeteiligung ausgeschlagen hatte.

In den Berichten über meine Berufung wurde aber unterschlagen, dass ich vom rechtsradikalen Spektrum der ukrainischen Gesellschaft längst in den Adelsstand des unumstrittenen Führers erhoben wurde.


Ukrainischer Faschisten-Freund mit der 88er Nummer – synonym für HH – Heil Hitler – Screenshot: Dr. v. Paleske

Nun also bin ich zum bezahlten Berater des ukrainischen Verteidigungsministers aufgestiegen. Meine Aufgabe soll sein, unsere kämpfenden Milizen in die marode Ukrainische Armee zu integrieren.

Kommt nicht in Frage
Das kommt natürlich überhaupt nicht in Frage. Wir werden unsere kostbaren Milizionäre nicht in diesen marodierenden Sauhaufen, genannt ukrainische Armee, integrieren . Vielmehr werde ich dafür sorgen, dass unsere tapferen Frontkämpfer, denen der Waffenstillstand nach dem Minsker Abkommen völlig gleichgültig ist, zum Kern einer neuen (braunen) ukrainischen Armee werden.


Einer unserer Milizionäre

Wie die Nazi-Sturmtruppen
Unsere nationalistische ukrainische Prawyj- Sektor-Bewegung, die ich anführe, ist straff organisiert, und wir treten paramilitärisch auf, durchaus vergleichbar der SA und SS im Nazi-Deutschland.

Wir haben unsere Kampfstärke auf dem Maidan unter Beweis gestellt, wo wir die einzig ernstzunehmenden Gegner des Präsidenten Janukowitsch waren. Nicht nur demonstriert haben wir, wie diese spinnerten Maidan- Idealisten, nein, wir waren bewaffnet, und haben auch geschossen.

Das ist der wirkliche Grund, warum auch die Aufklärung der tödlichen Schüsse auf dem Maidan nicht vorankommt. Der Generalstaatsanwalt Oleg Machnitzkij von der mit uns verbündeten Swoboda Partei, dachte gar nicht daran, gegen die eigenen Leute zu ermitteln.

Merke: Nur die allerdümmsten Kälber suchen ihre Metzger selber.

Jazenjuk gewarnt
Dem Regierungschef Jazenjuk haben wir klargemacht: Wenn er die Untersuchungen nicht sabotiert, dann muss er mit dem Schlimmsten rechnen.

Der hat auch gespurt und jetzt „Fehler bei der Aufklärung“ zugegeben, die Schuld aber der Staatsanwaltschaft in die Schuhe geschoben:

Der frühere Generalstaatsanwalt hat grosse Fehler bei der Aufklärung dieser Verbrechen gemacht.“

Guter Nebelkerzenwerfer, dieser Jazenjuk, aber ansonsten taugt der nichts.

Was wir wollen
Wir wollen die Nationalrepublik Ukraine russenfrei machen, die Separatisten ausser Landes jagen, die Krim zurückholen, die EU zum Teufel schicken, und Atommacht werden.

Zwar haben wir bei der Parlamentswahl im Jahre 2014 nur ein Mandat gewonnen, das ich halte, aber das ist völlig nebensächlich, weil die politische Macht aus den Gewehrläufen kommt, und nicht aus diesem Parlament, das sich Rada nennt.

Diese Schwatzbude schaffen wir ab, wenn wir an die Macht kommen.

Mehrfach haben die Aussenminister Deutschlands, Polens und Frankreichs die Entwaffnung unserer Truppe gefordert. Darüber haben wir nur gelacht. Wir sind es, die den Russen-Barbaren mit der Flinte in der Hand entgegentreten.

Mit Russenfreunden machen wir kurzen Prozess, die werden ohne Vorwarnung erschossen, so wie in Charkow am 14. März vergangenen Jahres. Die hatten das Lenindenkmal bewachen wollen, das ist ihnen jedoch schlecht bekommen.

So viel heute über mich und unsere Bewegung.

Mit ukrainisch-vaterländischen Grüssen

Dmytro Jarosch
Rechtsradikaler und Mitglied der ukrainischen
Regierung

Nachtrag 16.4. 2015
In dieser Woche haben unsere Freunde gleich noch drei Russophile beseitigt:

1. Den Journalisten und Publizisten Oles Busina.

2. Den früheren Parlamentsabgeordneten Oleg Kalaschnikow

3. Den Journalisten Serhiy Sukhobok .

Aber das ist keineswegs das Ende. Wer unseres Feindes Freund ist, der ist unser Feind, der wird erschossen. Da gibt es kein Pardon.

Dmytro Jarosch

Zur Ukraine-Krise
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Ukraine-Konflikt: Putin nahe am Ziel, Merkel und EU vor den Trümmern ihrer Politik
Die Ukraine beginnt den Grossen „vaterländischen“ Krieg
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Ukraine: Parlamentseröffnung, Milizen, und die Sanktionen gegen Russland
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Genscher und Fischer – zwei ehemalige Aussenminister zum Neuen Kalten Krieg mit Russland
Schoko-Klepto-Oligarch und Ukraine-Präsident Petro Poroschenko: „Nach dem Wahltag ist Zahltag für die EU“
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Deutschland, deine Grünen: Die Ukraine, der Hanf und die Wahl in Thüringen
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Konflikt in der Ukraine – oder: The chickens come home to roost
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Bürgerkrieg, Sanktionen, Flugzeugabsturz – Die Krise in der Ukraine verschärft sich weiter
ISIS-Salafi-Terror-Chef Abu Bakr al-Baghdadi (alias Ibrahim Awwad Ibrahim): „So ein Tag, so wunderschön wie heute“
Ukrainischer Präsident Poroschenko, Premier Jazenjuk und der Bürgerkrieg in der Ostukraine
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Wunderbare Freunde in der Ukraine: Klepto-Oligarchen, Ultras und Faschisten
Obergrünin Katrin Göring-Eckardt: Ich bin Fan von Schalke 05 – aber: Tönnies Schweine von heute sind Putins Schinken von morgen
Danke BILD, danke BILD-Kai (Diekmann) für die Kampagne „Weg mit den russischen Panzern aus dem Tiergarten“
Vorwärtsverteidigungsministerin Dr. med. Ursula von der Leyen an den ehemaligen Bundeswehr-Generalinspekteur: „Halten Sie den Mund, General Kujat“
NATO und EU: Konfliktpolitik statt Friedenspolitik – in Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, und jetzt in der Ukraine

Unkategorisiert

Bundesminister Hermann Gröhe und Gerd Müller auf Afrika-Safari in Ebola-freien Ländern Westafrikas

Dr. Alexander von Paleske —- 10.4. 2015 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Gerd Müller
Bundesentwicklungsminister
Hermann Gröhe
Bundesgesundheitsminister
z. Zt. Accra
Ebolafreies Ghana

Guten Morgen Deutschland,

Wir, der Entwicklungsminister Gerd Müller, und ich, der Gesundheitsminister Hermann Gröhe , melden uns aus Westafrika.
Wir besuchen gerade die beiden Länder Ghana und Liberia im Rahmen einer Ebola-Epidemie-Erkundungs-Safari.


Wir beide, ich, Gröhe (l), und mein Kollege Müller (r) vor dem Abflug zur Westafrika-Safari

Diese beiden Länder sind Ebola-frei, deswegen können wir jetzt auch dorthin reisen. Ghana war nie von der Ebola-Seuche betroffen, und aus Liberia werden keine Neuerkrankungen mehr gemeldet.

Besuch bei der WHO
Wir besichtigen hier in Accra das Einsatzzentrum der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die sich ja dort in sicherer Entfernung eingerichtet hat – 1000 Kilometer vom nächst gelegenen Ebola-Brennpunkt Liberia entfernt – also absolut sicher vor einer Ansteckung mit diesem tödlichen Virus .

Schliesslich sind diese gutbezahlten WHO-Leute keine Gesundheits-Frontkämpfer wie die von der Organisation Ärzte ohne Grenzen (MSF), sondern Gesundheitsbürokraten, die den Beginn der Ebola Epidemie glatt verschlafen hatten.

Diese Herrschaften brauchen natürlich nicht nur Sicherheit vor einer Ebola-Ansteckung, sondern auch Büros mit Klimaanlage und andere Annehmlichkeiten, die in Accra, der Hauptstadt Ghanas, nicht aber in Liberia, Guinea und Sierra Leone zu finden sind.

Weiter nach Liberia
Nach dem wir uns fernsehwirksam dort umgetan haben, geht es dann weiter nach Monrovia, der Hauptstadt Liberias. Ein Land, das von der Ebola Epidemie schwer heimgesucht worden war, wo mittlerweile aber keine neunen Erkrankungsfälle mehr registriert wurden – gut für uns.

Ein wenig Selbstkritik
Wir haben vor Antritt unsrer Reise ja schon ein wenig Selbstkritik über unseren verspäteten und relativ dürftigen Einsatz im Kampf gegen Ebola geübt, was uns aber umso leichter fiel, als die Liste der Versager ja ziemlich lang ist.

Aber zu unserer Entschuldigung: wir konnten, nachdem wir aufwachten zu dem Ausmass der Epidemie, wirklich kein grösseres Kontingent der Bundeswehr dorthin schicken wie es Grossbritannien bzw. die USA gemacht haben, um rasch Krankenstationen aufzubauen, oder ein grosses Kontingent an medizinischem Personal, wie Kuba es vorgemacht hat. Dazu reichen unsere Spezialbetten für den Eventualfall der Erkrankung Deutscher Hilfskräfte nicht aus.

Bundeswehr nur bedingt einsatzbereit, und wird woanders gebraucht
Hinzu kommt, dass unsere Soldatinnen und Soldaten, sollte es zu Unruhen kommen sich auch nur schlecht mit dem Sturmgewehr G36 verteidigen können, weil das schnell heissläuft und dann ungenau wird, noch dazu schneller natürlich unter subtropischen Temperaturen.

Mehr noch: Viele Gerätschaften der Bundeswehr sind nur bedingt einsatzbereit, und damit wollen wir uns nicht auch noch in Afrika blamieren, wo Deutschland und Deutsche Qualität ja noch einen guten Ruf haben.

Schliesslich: Wir brauchen wir die Bundeswehr für Militäreinsätze, wie z.B. zu Grenzmanövern in den baltischen Ländern , um dem russischen Aggressiv-Bären Wladimir Putin eine deutliche Warnung zukommen zu lassen.

Neues Projekt: Weisshelme
Dort in Afrika werden wir auch unser neues grosses Projekt vorstellen: Die Weisshelme. Das ist ein ganz neues, revolutionäres Entwicklungshilfe- und Einsatzprojekt unter Deutscher Flagge.

Wir haben ja schon die Stahlhelme der Bundeswehr, die Blauhelme der UN-Friedenstruppe, und eben bald sie, die schwarz-rot-goldene Weisshelm-Truppe.

Das ist zunächst einmal eine Kerntruppe aus Ärzten, Spezialisten und Technikern. Die reisen in Gebiete, die wir als Brennpunkte ausmachen, klären die Lage vor Ort, hissen die Deutsche Fahne, und prüfen, welche Hilfsmassnahmen angemessen sind, unter Berücksichtigung des uns zur Verfügung stehenden Budgets.

Natürlich hätten wir auch gleich Geld der (hocheffektiv arbeitenden) Organisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) geben können, aber dann ist ja nicht klar, aus welchem Land welche Beträge kommen.

Nein, hier muss Schwarz Rot Gold oder notfalls die EU-Fahne sichtbar sein.

Ein paar Millionen
Im diesem Jahr werden wir zur Entwicklung des Gesundheitswesenes in Afrika rund 55 Millionen Euro spendieren, das sind rund 1-2 Millionen pro Land. Nur Böswillige würden das als einen Tropfen auf dem heissen Stein bezeichnen.

Selbst wenn es nur ein Tropfen ist, dann ist es aber ein deutscher Tropfen auf dem afrikanischen Stein.

Mehr ist nicht drin, angesichts unserer grosszügigen Milliardenhilfe für die kleptooligarchische und korrupte Regierung der Ukraine. Die Ukraine mit dem Poroschenko liegt uns ganz besonders am Herzen, da dürfen wir nicht kleinlich sein, insbesondere wenn es darum geht, die marode Armee dort auf Vordermann zu bringen.

Dafür werden wir bei den Afrikanern um Verständnis werben.

Bis bald.

Eure Safari-Minister Müller & Gröhe

Ebola Epidemie in Westafrika: Wie krank ist die Weltgesundheitsorganisation WHO?
Ebola, Malaria, Medikamentenresistenz und die Weltgesundheitsorganisation (WHO)
Ebola-Epidemie und die Krise im Gesundheitswesen in Westafrika
Antibiotikaresistenz – eine Warnung vom „Schnarchverein“ Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Krieg

Tod in Damaskus – Vier Jahre Krieg in Syrien

Dr. Alexander von Paleske —- 8.4. 2015 — Der syrische Bürgerkrieg tobt mittlerweile auch in einem Vorort der Hauptstadt Damaskus, in Camp Jarmuk, einem Flüchtlingsviertel der Palästinenser, die seit ihrer Vertreibung aus Israel im Jahre 1948 sich hier eingerichtet hatten.

Camp Jarmuk – ein Trümmerhaufen
Das Viertel ist mittlerweile ein Trümmerhaufen.


Verwüstungen im Camp Jarmuk – Screenshot: Dr. v. Paleske

Die dort verbliebenen rund 20.OOO Einwohner – darunter auch viele Kinder – sind von der Versorgung abgeschnitten.

Das Kommando über das Lager hat mittlerweile die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) </i> übernommen, zusammen mit den Terroristen der al-Nusra, die al Qaida nahestehen.

Die vom Westen unterstützte Freie Syrische Armee spielt hier, wie auch in anderen Gebieten unter der Kontrolle von Aufständischen, keine nennenswerte Rolle mehr.

Wer dieses unbeschreibliche Elend sieht, der muss sich die Frage stellen, wie es dazu kommen konnte.

Ein Blick zurück
Vor vier Jahren, am 11.3. 2011 protestierten in der syrischen Stadt Deraa die sunnitischen Einwohner gegen die Regierung, nachdem eine Gruppe von Teenagern, die revolutionäre Parolen auf die Aussenwand einer Schule gesprüht hatten, anschliessend verhaftet und gefoltert worden war.

Die Polizei eröffnete das Feuer auf die Demonstranten , tötete mehrere von ihnen, worauf es zu weiteren Protestaktionen kam.

Die Proteste griffen auf andere Städte Syriens über, und kulminierten in der Forderung nach dem Rücktritt des Präsidenten Bashar al-Assad.

Zunehmende Gewalt – auf beiden Seiten
Im Laufe der folgenden Monate wurden sie zunehmend gewalttätiger, ebenso die Antwort des Assad Regimes.

Angeblich Arabischer Frühling
Westliche Länder beeilten sich, diese Protestbewegung als weiteren Teil des „arabischen Frühlings“ zu feiern und – ähnlich wie in Tunesien seinerzeit – das alsbaldige Ende der Herrschers Assad vorauszusagen.

Zügig erkannten Länder wie Frankreich die sich bildende Befreiungsbewegung FSA als legitime Vertretung des syrischen Volkes an, und schlossen ihre Botschaften in Damaskus.

Innerhalb von wenigen Wochen rechneten die westlichen Regierungen mit dem Sturz Assads. Doch statt wenigen Wochen tobt nun seit vier Jahren der Bürgerkrieg in Syrien, und Assad, von Russland und China unterstützt, ist weiterhin im Amt.

Statt Frühling eine Schreckensbilanz
Nach vier Jahren Bürgerkrieg sieht die traurige Bilanz des immer brutaleren Bürgerkriegs so aus:

– mehr als 200.000 Menschen wurden getötet, grösstenteils unbeteiligte Zivilisten

– mehr als 4 Millionen Menschen flüchteten in die Nachbarländer Türkei, Libanon,Jordanien und Irak

– Im Libanon machen die Flüchtlinge mittlerweile 25% der dort lebenden Bevölkerung aus, die Arbeitslosentrate ist in die Höhe geschosssen, die syrischen Schüler haben in den Schiulen die einheimischen Schüler an Zahl überrundet.

– Das ohnehin fragile Miteinander der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen(Christen, Moslems, Sunniten, Schiiten ) droht aus dem Gleichgewicht zu geraten, die Spannungen haben bereits deutlich zugenommen und zu Schiesserein geführt

– Das Land, das einen 15-jährigen Bürgerkrieg von 1975-1990 hinter sich hat, droht in den Strudel des Krieges im benachbarten Syrien mit hineingezogen zu werden. Die schiitische Hisbollah-Miliz des Libanon hat bereits in grösserem Umfang in die Kämpfe auf Seiten der Regierung Assad eingegriffen

– Das Gesundheitswesen in Syrien, einstmals hervorragend, ist weitgehend zusammengebrochen, Ausbrüche von Kinderlähmung, Masern, Tuberkuose, Krätze aber auch Leishmaniose sind die Folge. Operationen können oftmals nur unter primitivsten Bedingungen in Feldhospitalen durchgeführt werden, mit postoperativ hoher Todesrate.

Aus 14 Tagen wurden 4 Jahre
Nur 14 Tage, so prophezeiten die Fachleute in den westlichen Aussenministerien im März 2011, würde sich die Regierung Assad noch halten können, so wie zuvor die verhasste Regierung Ben Ali in Tunesien.

Aus 14 Tagen sind mittlerweile 4 Jahre geworden:

– Assad sitzt noch fest im Sattel
,
– die Freie syrische Armee (FSA) ist bedeutungslos geworden, trotz massiver finanzieller Unterstützung und Waffenhilfe aus dem Westen

– das Sagen haben jetzt die Brutalos von der IS, zu deren Handwerk tägliche Exekutionen gehören, oftmals durch Köpfen oder Steinigung

Nahost Experte Peter Scholl-Latour schreibt zu der Vorgeschichte des Krieges in Syrien in seinem letzten Buch „Der Fluch der bösen Tat“ 2014, Seite 275:

Die USA im Verbund mit Israel und Saudi-Arabien hatten nicht die ersten Demonstrationen von Deraa gegen die Diktatur Bashar el-Assads und seiner alawitisch dominierten Baath Partei abgewartet, um die Grundlagen des Staates zu unterwühlen. Schon lange vorher hatte eine hemmungslose Kampagne, eine systematische Hetze in den amerikanischen und europäischen Medien eingesetzt gegen diese Arabische Republik, die bei aller Brutalität, die sie auch zu praktizieren pflegt, das einzig säkulare Staatswesen im gesamten arabischen Staat darstellt. Verglichen mit den Vorzugsverbündeten des Westens, seien es nun Saudi -Arabien, Qatar, die Vereinigten Arabischen Emirate oder Kuwait bot die Hauptstadt Damaskus ein Bild religiöser Toleranz, fast eines westlichen Lebensstils.


Peter Scholl-Latour ………systematische Hetze in amerikanischen und europäischen Medien.

Meines Feindes Feinde ……
Überraschend vordergründig, dass Israel, Saudi Arabien und die USA sich unisono nicht nur gegen die Syrische Regierung aussprachen, sondern die Rebellen unterstützten.

Israels Feind Nr. 1 ist die schiitische Hisbollah im Libanon, die Israel im vorläufig letzten Libanon-Krieg 2006 schmerzliche Verluste beigebracht hat . Syrien unterstützt die Hisbollah und dient als Transitland für Waffenlieferungen vom Iran , dem Hauptverbündeten der Hisbollah.

Saudi Arabien wiederum sieht die Schiiten grundsätzlich als moslemische Gotteslästerer an, die somit die Todesstrafe verdienen – noch schlimmer als Christen, die „nur“ einer anderen Religion angehören,

Den USA wiederum stand Assad einer „Neuordnung des Nahen Ostens“ im Wege, wurde als Teil der „Achse des Bösen“ bereits unter Obamas Vorgänger Bush angesehen – also weg mit ihm.

Statt Neuordnung Chaos und Tod
Von einer „Neuordnung des Nahen Ostens“ kann überhaupt keine Rede mehr sein, statt Neuordnung das blanke Chaos, nicht nur in Syrien, sondern auch in Libyen. In Ägypten hingegen statt Demokratie die Militärdiktatur.

Vom arabischen Frühling redet ohnehin kaum noch jemand.

Es hätte nur einen Ausweg aus dem eskalierenden Syrienkonflikt gegeben: Die Diplomatie unter Einschluss Russlands.

Verhältnisse zwingen zum Gespräch
Nun zwingt der Vormarsch der IS-Terroristen die USA, sich wieder in irgendeiner Weise mit Assad ins Benehmen zu setzen. Die Alternative wäre der Sieg der IS in Syrien, keine besonders prickelnde Aussicht. Da erscheint in den Augen der westlichen Länder mittlerweile Assad als das „kleinere Übel“.

Den Preis für diese wahnwitzige Politik des Westens müssen die Zivilisten in Syrien bezahlen. Mit ihrem Leben oder ihrer Vertreibung.

Die Europäer hingegen lediglich mit einem nicht abreissenden Flüchtlingsstrom .

Schlachthaus Syrien – Chaospolitik des Westens
Syrien, der Krieg und ein Jahrestag
Die Salafisten wollen an die Macht – oder: hat der Herbst des arabischen Frühlings schon begonnen, oder gar der Winter?

Islamischer Staat (IS), die Kriegskoalition, und die Rückkehr des Terrors im Westen
ISIS-Salafi-Terror-Chef Abu Bakr al-Baghdadi (alias Ibrahim Awwad Ibrahim): „So ein Tag, so wunderschön wie heute“
Irak, der Bürgerkrieg und seine Sponsoren
Bombenanschläge im Irak – was sind die Ziele der Terror-Salafisten?

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Kampf gegen die Vereinbarung mit dem Iran: Israel will alleiniger Besitzer von Nuklearwaffen in der Region bleiben

Dr. Alexander von Paleske —- 5.4.2015 — Die Grundsatz-Vereinbarung mit dem Iran über die Begrenzung der Urananreicherung ist noch nicht einmal eine Woche alt, und schon hat Israels Premier Netanyahu den Kampf dagegen aufgenommen.

Meinungskampf in den USA
Ausgetragen wird der Kampf in den USA. Dort sollen Kongressabgeordnete und Senatoren, welche prinzipiell die Position Israels unterstützen, mobilisiert werden.

Die Vereinbarung soll zu Fall gebracht werden: wenn schon nicht mit Obama, dann auf jeden Fall mit seinem Nachfolger, der, so hofft Netanyahu, aus dem Lager der Republikaner kommen wird.

Gleichzeitig wird die Propagandamaschine seitens der israelischen Regierung auf Hochtouren gebracht, um die öffentliche Meinung in den USA gegen die Urananreicherungs-Sperrvereinbarung aufzubringen. Gebetsmühlenartig wird behauptet, der Iran wolle Israel vernichten.

Iran auf Suizid Mission?
Dazu schreibt der Iran-Kenner Peter Scholl-Latour in seinem letzten Buch vor seinem Tode

Der Fluch der bösen Tat

Wenn es iranischen Wissenschaftlern in absehbarer Zeit gelingen sollte, eine eigene Atombombe zu fertigen, würden die Mullahs sich hüten, mit Nuklearschlägen gegen den Judenstaat vorzugehen. Eine solche Aktion käme für die Iraner einem kollektiven Selbstmord gleich, denn Israel verfügt, dank seiner (in Deutschland hergestellten) U-Boote, über eine Second Strike Kapazität, und die USA wären dank ihres gigantischen Kernwaffen-Arsenals befähigt und auch berechtigt, die Islamische Republik samt ihren Einwohnern auszulöschen…….
Weshalb sollte Ali Khamenei bereit sein, leichtfertig die Existenz seiner Republik und die seines Volkes zu riskieren, nur um an den Bewohnern des für die Perser recht unwichtigen Judenstaates einen Massenmord zu begehen?

Was steckt also hinter der Politik Israels?

Ein Blick zurück
Mitte der 50er Jahre kam die damalige Regierung Israels unter Ministerpräsident David Ben Gurion zu der Erkenntnis, dass Israel auf Dauer die militärische Auseinandersetzung mit den arabischen Ländern nicht gewinnen könne, es müsse deshalb in den Besitz von Nuklearwaffen als Abschreckungsmittel gelangen. Denn: die arabischen Länder könnten mehrere Niederlagen einstecken, Israel jedoch keine einzige, weil diese zwangsläufig zu Auslöschung des Staats Israel führen würde.

Das Resultat dieser Überlegungen war der Bau des Atomreaktors in Dimona mit französischer Hilfe ab 1958, in Betrieb genommen von 1962-1964.

Die israelische Regierung beabsichtigte vorgeblich, den Reaktor nur für friedliche Zwecke zu nutzen: Zur Energieversorgung einer Entsalzungsanlage, um die Negev-Wüste zu begrünen, sowie der Versorgung von einer Textilfabrik und anderen Projekten mit Strom.

Die meisten Experten aber kamen zu dem zutreffenden Schluss, dass der wirkliche Zweck die Produktion von Kernwaffen war.

Nach dem Sechstagekrieg 1967 stoppte der französische Präsident De Gaulle die Versorgung Israels mit Uran.

Aktion Plumbat
Israel wusste sich zu helfen: es kaperte den Frachter Scheersberg A mit 200 Tonnen Uranoxid (Yellowcake) beladen und lud die gesamte Ladung auf ein israelisches Frachtschiff um. Die Ladung landete statt zur Weiterverarbeitung in Italien in Israel.

Die Aktion wurde unter dem Namen Plumbat bekannt.


Israel baut Nuklearwaffen

Später kam der Urannachschub aus dem Apartheid-Südafrika, mit dem zusammen auch ein oberirdischer Atombombenversuch unternommen wurde.Siehe hier und hier.

Mit Hilfe dieses Materials ging Israel an den Bau von Atom- und Wasserstoffbomben.

Heute ist Israel im Besitz von geschätzt rund 150 Atombomben und mehreren Wasserstoffbomben.

Bereits 1974 hatte der Mossad-Agent und Mörder Dan Ert alias Dan Erbel alias Dan Ertz alias Dan Erteschick nach seiner Festnahme die norwegischen Strafverfolgungsbehörden davon in Kenntnis gesetzt, dass sich Israel im Besitz von einsatzbereiten Nuklearwaffen befindet. Einige waren bereits während des Sechstagekrieges im Juni 1967 einsatzbereit.

Atomwaffen einsatzbereit gemacht
Mehr noch: Als Ägypten 1973 Israel angriff, um die von Israel nach dem Sechstagekrieg besetzten Gebiete zurückzuerobern, soll der israelische Verteidigungsminister Moshe Dayan die Vorbereitung zum Einsatz israelischer Atomwaffen angeordnet haben, wie Peter Scholl-Latour in seinem Buch „Der Fluch der bösen Tat“ berichtet.

1986 enthüllte Mordechai Vanunu gegenüber den britischen Medien Israels Nuklearprogramm, und wurde prompt vom israelischen Geheimdienst Mossad entführt, nach Israel gebracht, und zu einer langen Gefängnisstrafe verurteilt.

Monopol soll gesichert werden
Israels Regierung wollte aber nicht nur in den Besitz von Nuklearwaffen gelangen, sondern gleichzeitig einzige Nuklearmacht in der Region bleiben, um so das Abschreckungspotential aufrechtzuerhalten. Von einem Gleichgewicht des Schreckens mit mehreren Atommächten, wie es im „kalten Krieg“ zwischen dem Westen und der UdSSR zum Frieden führte, hielt und hält Israel nichts.

Mehr noch, das Monopol musste auf jeden Fall, und unter allen Umständen verteidigt werden, notfalls durch den Einsatz militärischer Mittel.

So war es die Konsequenz dieser Politik, den im Bau befindlichen irakischen Atomreaktor in Osirak vor dessen Fertigstellung im Jahre 1981 zu zerstören.

So auch der Angriff auf Nukleareinrichtungen in Syrien im September 2007.

Israel hätte längst auch den Iran angegriffen, aber anders als in Osirak:

– sind die Anlagen im Iran auf mehrere Standorte verteilt

– sind die Uranzentrifugen zur Herstellung angereicherten Urans in tiefen Stollen untergebracht, die, wenn überhaupt, nur von Bunker Buster Bomben der USA aufgeknackt werden können,

– Ist die Entfernung zu diesen Anlagen ungleich grösser, als in den Irak, die Maschinen müssen also in der Luft aufgetankt werden,

– muss die Zweitschlagskapazität des Iran nach einem israelischen Angriff ausgeschaltet werden, dazu ist Israel selbst nicht in der Lage sondern Bedarf der Hilfestellung der USA.

Ohne USA kein Angriff
Mit anderen Worten: Israel ist auf die Zusammenarbeit mit, und auf die Militärunterstützung von den USA zwingend angewiesen.

Die hat jedoch Präsident Obama, anders noch als der Vorgänger Bush, konsequent verweigert, solange nicht alle diplomatischen Möglichkeiten ausgeschöpft sind.

Israel hat jedoch in der Zwischenzeit die Hände keineswegs in den Schoss gelegt:

– Um einen möglichen Angriff risikoloser zu gestalten, wurde der unter finnischer Flagge fahrende Frachter Arctic Sea, der mit modernsten russischen Flugabwehrraketen des Typs S 300 beladen war, im Juli 2009 auf der Ostsee durch vom Mossad angeheuerte russische Berufskriminelle gekapert , die russische Besatzung des Frachters festgesetzt, und erst 14 Tage später vor der afrikanischen Küste wieder freigelassen. Zwischenzeitlich hatten sich Russland und Israel geeinigt, dass diese Raketen, und auch weitere Raketen dieses Typs, nicht in die Hände Teherans gelangen sollten.

Details siehe hier und hier

– Wurden Anschläge auf iranische Nukleareinrichtungen verübt

– Wurden iranische Nuklearforscher mit Attentaten aus dem Wege geräumt, siehe auch hier

– Wurde das Stuxnet- Virus in die Rechner der Atomanlagenn Irans eingeschleust, der etliche Zentrifugen durch Manipulierung der Geschwindigkeit zerstörte.

– Gleichzeitig mobilisierte Israel seine Lobby in den USA, um Druck auf die Obama-Administration auszuüben.

Obama war jedoch entschlossen, einen weiteren Krieg im nahen bzw. mittleren Osten zu verhindern.

Keine Notwendigkeit für Krieg
Gleichzeitig sahen die Geheimdienstchefs Israels keine Notwendigkeit für einen Angriff auf den Iran.

Als wäre das noch nicht schlimm genug für Netanyahu, ist es nun zu einem Abkommen mit dem Iran gekommen, das die militärische Auseinandersetzung verhindert.

Netanyahu schäumt, als hätte er eine Packung Waschpulver verschluckt, und will erreichen, dass, selbst wenn der Vertrag nicht verhindert werden kann, Obamas Nachfolger ihn nicht einhält.

Denn dass dieser Vertrag neu verhandelt werden könne, mit Bedingungen, wie Israel sie will, das glaubt wohl nicht einmal Netanyahu.

Derweil setzt Netanyahu seine Aggressions- und Vertreibungspolitik fort.

Was Netanyahu nicht verstehen will – und kann – , dass nur ein Frieden mit den Palästinensern verbunden mit dem Rückzug auf die Grenzen von 1967 die Kriegsgefahr in Nahost beseitigt und Atomwaffen überflüssig macht, sodass der gesamte Nahe und Mittlere Osten zu einer atomwaffenfreien Zone werden kann.

Zur Kaperung der Arctic Sea
Der Mossad-Piratenakt auf der Arctic Sea, und ein kriminell-politisches Nachspiel
Arctic Sea“- Kaperung: Indizien deuten auf Geheimdienstaktion – vermutlich Mossad – und nicht Piraten
Pressebericht bestätigt Mossad-Beteiligung an der Arctic- Sea Kaperung

Zu Stuxnet
Stuxnet und die Folgen: Legalisierung von Virusattacken und Cyberwars, Fortsetzung der Landwegnahme in Ost-Jerusalem und der Westbank
Das Stuxnet-Virus und der Siedlungsbau im Westjordanland

Israels Waffenlieferungen in den Iran einschliesslich Massenvernichtungswaffen
linkGasmasken, Giftgas und Milliardenbetrug – auf den Spuren des Moshe Regev
Der Fall Barschel, der Mossad und die Waffenlieferungen in den Iran

Keine Freilassung des Waffenhändlers Nahum Manbar zu erwarten
linkMassenvernichtungswaffen in den Iran – Schmierige Geschäfte internationaler Kriegstreiber
linkIsraels tödlicher Export – Waffen in den Iran
linkIsrael has a long history of supplying Iran with weapons

Nuklearzusammenarbeit Israels mit Apartheid Südafrika
linkIsrael und sein Export von Massenvernichtungswaffen
linkIsraels radioaktive Partnerschaft mit Apartheid-Südafrika – Mehr Details

Zur Lillehammer-Affäre
Eine Visitenkarte und die Mossad-Affäre von Lillehammer

SATIRE

Star-Journalist Franz Josef Post von Wagner zur Kritik an der Germanwings-Absturz Kolumne „Liebe Absturz Opfer“

Dr. Alexander von Paleske — 3.4. 20015 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox

Franz-Josef Post von Wagner
Star-Kolumnist der BILD– Zeitung
BILD-Redaktion
Axel Springer Verlagshaus
Axel Springer Gedächtnisplatz 1
2000 Hamburg 36

Guten Morgen Deutschland
Guten Morgen liebe anspruchsvolle BILD-Leser

Am 24.3.2015, nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen, habe ich einen enorm wichtigen Kommentar in BILD geschrieben, der einen ungerechtfertigten Shitstorm ausgelöst hat.

Ich schrieb:

Das Gepäckband in Düsseldorf bewegt sich nicht, weil Tote keine Koffer abholen. Die Koffer und die Toten liegen verstreut in den französischen Alpen.

Und weiter:

Was alles geschah in diesem Flugzeug – bevor es abstürzte?
Knabberten die Passagiere Nüsse, tranken sie Cola, guckten sie in die Sonne durch das Kabinenfenster? Nervten die Babys, die quengelten? Wie war die Stimmung in dem Flugzeug, das in den Tod flog? Ich hoffe, sie waren glücklich, bevor sie starben.

Hochwichtige Fragen
Das alles sind doch hochwichtige Fragen, welche die Phantasie der
BILD-Leser anregen, und süchtig machen, am nächsten Tag wieder zur BILD zu greifen.

– Waren es Erdnüsse, oder waren es Haselnüsse?

– Welche Cola tranken sie, Diet Coke oder Coke Zero?

– Konnte man aus dem Flugzeug nicht nur die Sonne, sondern auch die herrlichen Berge der französischen Alpen sehen?

– Und dann die Babys natürlich. Waren es Mädchen oder Jungen? Wer quengelte lauter.

– Schliesslich die Stimmung im Flugzeug. Waren sie glücklich in den Tod gesegelt?

Fragen über Fragen, die wir von der BILD Redaktion leider nicht beantworten können, aber gerne würden.

Anstatt meinen Artikel wegen seiner positiven Attitude zu loben, hat diese fehlgeleitete Jenny Jürgens, Tochter des verstorbenen Greisen-Sängers Udo Jürgens sich erdreistet, eine Petition zu starten:

Genug ist genug!“,

und will damit gegen meinen hochprofessionellen Text protestieren. Das ist lächerlich.

Auch die Huffington Post stellte die saublöde Frage.:

Lieber Franz Josef Wagner, sind Sie wirklich so ein Mensch?

Natürlich bin ich so ein Mensch und ausserdem: Wie die BILD, so der Franz Josef Post von Wagner.

Noch ganz andere Sachen
Ich habe im übrigen noch ganz andere Sachen im Laufe meiner Journalistenkarriere geschrieben. Erinnert sei meine Schlagzeile in der Super Illu, deren Chefredakteur ich sein durfte:

Angeber Wessi mit Bierflasche erschlagen. Er protzte mit seinem BMW herum, beschimpfte seine Mitarbeiter als doofe Ossis, Ganz Bernau ist glücklich, dass er tot ist“

Gerade deshalb liebt mich ja auch die hochintellektuelle BILD-Lesergemeinschaft, gerade deshalb habe ich ja von dem hochangesehenen Bauer-Verlag in Hamburg als Auszeichnung für meinen hervorragenden Qualitätsjournalismus die goldene Feder verliehen bekommen.


Franz Josef Post von Wagner…… „Ich bin Deutschland“

Wenigstens gibt es noch aufrechte Journalisten, wie die von der Jungen Freiheit, ein Blatt, dass nur von dem SPD-Mann Stephan Braun in die rechte Ecke gestellt, und als potentiell gefährlich verunglimpft wurde, deren Redaktion sich erfreulicherweise vehement gegen diese Jürgens-Kampagne ausspricht.

Herzlichst

Franz-Josef Post von Wagner

ANHANG
BILD-Beschreibung des Starkolumnisten Franz Josef Post von Wagner:

Wenn „Tintenkuli“ Franz Josef Wagner seine Kolumne „Post von Wagner“ schreibt, dann kracht und wackelt es. Da wird geweint und gelacht, mal voller Zorn, mal voller Mitgefühl, oftmals voller Häme.

Der BILD-Kolumnist bringt es auf den Punkt. Ob er an Stasi-Spitzel oder die Abwrackprämie schreibt, an die „Alles-Könner“-Minister, das Impf-Volk oder an den Dienstwagen-Skandal.

Wagner ist Kult!

Franz Josef Post von Wagner schrieb schon als Kriegsberichterstatter und Chefreporter für BILD, seit 2001 ist er „Hau den Lukas“- Chefkolumnist und würdiger Nachfolger von Hans Zehrer „Hans im BILD“ und Oskar Lafontaine „Ossi, der BILD-Wessi“

Für die Kolumne „Post von Wagner“ erhielt er einen hochangesehenen Journalisten-Preis in der der Kategorie „Anspruchsloser Print mit Fäkal-Worten“.

Sie können Franz Josef Post von Wagner auch eine E-mail schreiben:fjwagner@bild.de, Stichwort: Gossengoethe.
Jedoch: Nur positive Kommentare erwünscht.

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Unglück

Wird der Suizid-Absturz der Germanwings-Maschine zum Lockerbie für die Lufthansa?

Dr. Alexander von Paleske — 2.4. 2015 —- Die Lufthansa konnte sich bisher in der mittlerweile gnadenlosen Konkurrenz der Airlines um Passagiere einigermassen behaupten. Konkurrenz, die gerade auch vom Persischen Golf aus den Markt aufrollen will:, also Emirates, Qatar Airways und Etihad. Fluggesellschaften, die ihrem Kabinen- und Bodenpersonal deutlich geringere Löhne bezahlen, als europäische Fluggesellschaften.

Die Lufthansa konnte bisher vor allem mit einem Pfund wuchern, das für Flugpassagiere wohl am bedeutendsten ist: Mit der Sicherheit.

Hinzu kamen Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit.
In diesen letztgenannten Punkten musste die Lufthansa durch die mehrfachen Streiks der Piloten bereits erheblich Federn lassen.

Wie es schien, wäre das auch so weitergegangen, denn die Lufthansa-Piloten wollten selbst in den Osterferien streiken, und zwar für Forderungen, die der Öffentlichkeit kaum noch zu vermitteln waren und sind.

Streiks vorläufig kein Thema
Zwar dürfte angesichts der Katastrophe in den französischen Alpen den Lufthansa-Piloten erst einmal der Appetit auf neue Streiks vergangen sein, aber in Punkto Sicherheit hat die Lufthansa eine schwere Schlappe einstecken müssen – selbstverschuldet.

Die Vier- Augen-Regel hätte diesen Selbstmordflug mit einiger Sicherheit unmöglich gemacht. Die Lufthansa hatte sie vor dem tragischen Ereignis nicht eingeführt:

– obgleich sie in den USA längst gilt,

– obgleich bereits ein Suizid -Absturz bei einer Luftlinie im Jahre 2013 in der gleichen Weise stattgefunden hatte, auch der hätte wohl mit der Vier-Augen-Regel verhindert werden können,

– obgleich sie vor einem Jahr ausführlich in einem deutschsprachigen Luftfahrtmagazin thematisiert und vor möglichen Folgen verschlossener Cockpit-Türen gewarnt wurde,

– obgleich zuletzt der holländische Pilot Jan Cocheret noch vor zwei Monaten in einem Luftfahrtmagazin schrieb:

„Ich hoffe, ich befinde mich niemals in einer Situation, dass, wenn ich von der Toilette zurückkomme, sich die Cockpit-Tür nicht mehr öffnen lässt“.

Fast hellseherisch muten seine Worte an:

One of the scenarios which is still being investigated is a deliberate takeover by one of the pilots when his colleague briefly left the cockpit,”

Jan Cocheret stellte weiter die Frage, ob der Absturz der bisher nicht gefundenen Air Malaysia Maschine im April 2014 nicht auf die gleiche Weise zustande kam.

Keine Anzeichen
Es gibt keine Anzeichen dafür, dass die Lufthansa sich ernsthaft mit diesem Thema beschäftigt hat, und eine stichhaltige Begründung für die Nichteinführung der Vier-Augen-Regel liefern konnte, abgesehen vom „grenzenlosem Vertrauen in unsere Piloten“.

Weitere Fragen stellen sich bei den Auswahlkriterien für Piloten.

Schliesslich hat der Vorstand Carsten Spohr durch seine Äusserungen nach dem Unglück auch noch Uneinsichtigkeit demonstriert: die Vier-Augen-Regelung mit dem grenzenlosen Vertrauen (besser wohl: blindes Vertrauen) in seine Piloten agelehnt, nur um sie am nächsten Tag dann doch einzuführen.

Es drängt sich der Eindruck auf, für die Lufthansa gab es vor allem ein Thema: Kostensenkung, Kostensenkung und nochmals Kostensenkung.

Warum Lufthansa buchen??
Die Frage, die sich Passagiere jetzt wohl stellen: was bietet die Lufthansa, denn noch, was andere Airlines nicht oftmals billiger und – zum Teil mit weitaus besserem Service – anbieten?

Im Konkurrenzkampf mit den Golf-Airlines bleibt nur der Wegfall des Umsteigens, des Zwischenaufenthalts auf der Arabischen Halbinsel, als Vorteil.

Es könnte jetzt aber noch schlimmer für die Lufthansa kommen, denn Fluggäste reagieren auf einen Vertrauensverlust ausserordentlich sensibel, wie die Geschichte der einst stolzen Pan Am (Pan American World Airways) nur allzu deutlich belegt:
Die Fluggesellschaft war über Jahrzehnte die grösste Fluggesellschaft der USA, 1927 gegründet, stand schlichtweg für Interkontinentalflüge von und nach den USA.

Sie war die erste, die Düsenflugzeuge vom Typ Boeing 707 auf der Transatlantikstrecke einsetzte.


PanAm Jumbo

Am 21.12 1988 brachte eine Bombe einen Pan Am Jumbo Jet über Lockerbie/Schottland zum Absturz. Alle 259 Insassen starben.

Bereits zuvor, am 5. September 1986, töteten Terroristen auf dem Flughafen Karatschi 20 Personen an Bord eines PanAm 747 Jumbo Jets.

Das Vertrauen in die Airline ging verloren. Die Pan Am wurde als eine „Target Airline“ für terroristische Anschläge angesehen, die Passagierzahlen sanken rapide.

Dies, zusammen mit Management-Fehlern, führte bereits 1991 zum Konkurs.

Schwere Zeiten
Für die Lufthansa brechen schwere Zeiten an. Es gilt Vertrauen wiederherzustellen, den Service auf Langstreckenflügen zu verbessern, mehr zu bieten als lediglich Kostensenkungsprogramme, die natürlich auch die Passgiere am schlechteren Service spüren.

Das kann der alte Vorstand kaum glaubwürdig vertreten. Eine neue Crew muss ins Cockpit.

Suizidabsturz der Germanwings-Maschine und die Bruchlandung eines Nimbus
Eine Anmerkung zum Absturz der Germanwings-Maschine

Unglück

Suizidabsturz der Germanwings-Maschine und die Bruchlandung eines Nimbus

Dr. Alexander von Paleske — 28.3.2015 —–
Vor einem Jahr veröffentlichte die Pilotin Julia November ihre Negativ-Erfahrungen bei einer Billigfluglinie unter dem Titel:

„Kaufen Sie noch ein Los, bevor wir abstürzen – Aus dem Alltag als Pilotin bei einer Billig-Airline“

Es ist fraglich, ob sie ihrem Buch, angesichts der tragischen Ereignisse in den französischen Alpen, heute noch den gleichen Titel geben würde. Denn abgestürzt ist nicht etwa eine Maschine ihres Arbeitgebers, sondern eine Maschine der Germanwings.

Zwar ist Germanwings auch eine Low Cost Airline, aber gleichzeitig eine 100%ige Tochter der Lufthansa, die dort in jeder Hinsicht, gerade auch bei den Sicherheitsbestimmungen, das Sagen hat.

Unvollständig abgekupfert
Germanwings sollte die verlustbringenden Kurz- und Mittelstrecken der Lufthansa profitabel machen, um den Low Cost Carriern wie Ryanair Paroli zu bieten. Insofern wurde deren Geschäftsmodell „abgekupfert“, nicht jedoch deren strengere Sicherheitsbestimmungen.

Bei Ryanair wird die Vier-Augen-Regel bereits seit langem praktiziert, eine Regel, die in den USA längst zwingend vorgeschrieben ist: Immer müssen zwei Personen im Cockpit sein.

Die Regel wurde eingeführt, um die Passagiere vor eventuellen zerstörerischen Aktionen eines der Piloten zu schützen. Die jetzt gegen diese Regel von ein paar Bedenkenträgern geäusserten Befürchtungen können jedoch in keiner Weise überzeugen.

Keine Hirngespinste
Das waren keineswegs Hirngespinste von wildgewordenen Sicherheitsfanatikern: Es gab bereits mehrere Suizidabstürze in der Vergangenheit. Zuletzt hatte der tragische Suizid-Absturz einer LAM Maschine im November 2013 über Namibia die Notwendigkeit unterstrichen, dafür zu sorgen, dass sich ein Pilot niemals allein im Cockpit aufhalten darf, die Tür von innen verriegeln kann, und anschliessend das Flugzeug abstürzen lässt.

Sowohl der Absturz der LAM Maschine, wie auch der Absturz der Germanwings-Maschine, hätte sich durch die Vier-Augen-Regel mit grosser Wahrscheinlichkeit verhindern lassen. Insofern war die bisherige Nichteinführung der Vier-Augen-Regel bei der Lufthansa ein schwerer Fehler.

Es darf doch wohl nicht die Regel gelten:

„Erst muss etwas passieren, damit etwas geschieht“

Dabei ist es auch unbeachtlich, dass das Luftfahrt-Bundesamt die Vier-Augen-Regel bisher nicht zur Vorschrift machte. Das Bundesamt legt lediglich Mindeststandards fest.

Hinter vorgehaltener Hand
Piloten haben hinter vorgehaltener Hand sehr wohl über das Sicherheitsrisiko ohne Vier-Augen-Regel gesprochen.
De österreichische Luftfahrtzeitschrift Austrian Wings hatte vor einem Jahr in einem ausführlichen Artikel unter Verweis auf die Suizidabstürze auf diese Probleme hingewiesen.

Die Lufthansa und mit ihr eine Reihe anderer Fluggesellschaften unternahmen nichts, anders als die Billig-Linien Ryanair, Flybe und Jet2com aber auch die tschechische Fluggesellschaft CSA.

Nimbus beschädigt
Der Sicherheitsnimbus der Lufthansa gründete sich ja gerade darauf, dass in Punkto Sicherheit bei der Kranich-Linie weit mehr getan wurde, als nur den Mindeststandards zu genügen.

Der tragische Suizidabsturz der Germanwings-Maschine hat nicht nur das Leben von 150 Menschen gefordert, er hat auch einen Nimbus in Mitleidenshaft gebracht: Die Lufthansa als Luftlinie, bei der Sicherheit an allererster Stelle steht. Zumindest nach dem letzten Absturz einer Lufthansa Maschine (Jumbo-Jets) am 20.11. 1974 in Nairobi.
Um das Vertrauen in die Kranichlinie wiederherzustellen, genügt es kaum, die Angehörigen der Opfer zu entschädigen, und dann zur Tagesordnung überzugehen.

Der Vorstand Carsten Spohr muss sich nicht nur schwere Vorwürfe in Punkto Sicherheitspolitik gefallen lassen, sondern auch nach dem Unfall sich uneinsichtig gezeigt zu haben.

Auf einer internationalen Pressekonferenz vor zwei Tagen betonte er, auf die Vier-Augen-Regel angesprochen: Er habe volles Vertrauen in seine Piloten – blindes Vertrauen möchte man ergänzend hinzufügen. Nur einen Tag später wurde die Vier Augen-Regel dann europaweit eingeführt.

Medien-Lamento fehlgeleitet
Auch wenn in den Medien in Deutschland und anderswo nun darüber lamentiert wird, man hätte die Psychopathologie des Kopiloten doch rechtzeitig erkennen müssen: Diese Pathologie der Psyche ist eben oftmals nur sehr schwierig zu erkennen und eröffnet sich weit eher im Bekanntenkreis, als bei einem Arzt.

Weit wichtiger, als über die Beschränkung der ärztlichen Schweigepflicht nahzudenken, ist es, wie suizidale Aktionen solcher Personen durch umfassende Sicherheit weitgehend unmöglich gemacht werden können: Suizidale Aktionen von Passagieren wie von Piloten.

Rücktritt erforderlich
Eine Wiederherstellung des Vertrauens in die Kranichlinie setzt eine neue Führungsmannschaft voraus, die andere Prioritäten setzt, als nur Kostensenkung, Kostensenkung und nochmals Kostensenkung, sondern an allererster Stelle die Sicherheit für die Flugpassagiere.

Carsten Spohr sollte seinen Vorstands-Sessel räumen, und zwar sofort.

Den immer streikbereiten Lufthansa-Piloten muss vorgeworfen werden, die Vier-Augen-Regel nur hinter vorgehaltener Hand problematisiert, nicht aber als Forderung gegenüber dem Management erhoben, und – notfalls durch Streik – durchgesetzt zu haben.

Eine Anmerkung zum Absturz der Germanwings-Maschine

Unglück

Eine Anmerkung zum Absturz der Germanwings-Maschine

Dr. Alexander von Paleske — 26.3. 2015 –


Am 14.5. 2014 erschien in der österreichischen Luftfahrtzeitschrift „Austrian Wings“ ein Artikel
Verriegelte Cockpittüren: Notwendigkeit oder gar Sicherheitsrisiko
?

Darin heisst es:

Das Cockpit kann nur noch dann betreten werden, wenn ein Flugbegleiter an der Türe durch Eingabe eines Codes „anläutet”. Danach müssen die Piloten über einen Monitor, der an eine Videokamera in der Galley angeschlossen ist, überprüfen, ob die Einlass begehrende Person auch tatsächlich zur Crew gehört, ehe sie die Türe elektronisch öffnen. Zusätzlich gibt es einen – streng geheimen, sich ständig ändernden – Notfallcode, der nur Crewmitgliedern bekannt ist, damit diese im Notfall das Cockpit betreten können, da – wie schon beschrieben – ein physisches Aufbrechen der Türe mittlerweile mit den an Bord üblicherweise zur Verfügung stehenden Mitteln unmöglich geworden ist.
Genau hier liegt nach Ansicht mancher Piloten und Brancheninsider aber auch eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Allerdings äußern sie diese Meinung nur vorsichtig hinter vorgehaltener Hand in kleiner Runde, denn die offizielle Policy lautet „Sicherheit über alles” und da wird die tatsächliche Sinnhaftigkeit nicht hinterfragt. Schließlich müssen wir alle vor Terroristen beschützt werden.


Nicht aus der Luft gegriffen

Dass diese Überlegungen nicht aus der Luft gegriffen sind, zeigt sich bei dem Selbstmord eines Piloten mit einer Maschine der Fluggesellschaft LAM Ende November 2013 mit 33 Todesopfern.

Hier hatten verzweifelt der Copilot und andere Crewmitglieder sich bemüht, die Tür zu öffnen – vergeblich. Der Pilot ging auf Sinkflug, bis die Maschine zerschellte.

Nichts unternommen
Obwohl diese Risiken bekannt sind, haben die Fluggesellschaften offenbar nichts unternommen, um dieser Gefahr wirksam zu begegnen.

Der einfachste Weg wäre, ein Mitglied des Bordpersonals so lange auf dem freien Sitz zu platzieren, bis der Pilot oder Copilot zurückkehrt, das ist bei US-Gesellschaften bereits üblich..

In Europa gilt dies bisher nur für Ryan Air, FlyBe und Jet2.com.


Bereits eingeführt

Es ist unbegreiflich, dass die übrigen Fluggesellschaften diese Gefahr, die sich möglicherweise beim Todesflug der Germanwings-Maschine 4U 9525 realisiert hat, nicht ernstgenommen, bzw. angemessen darauf reagiert haben.Zumal es nicht der erste Selbstmordflug eines Flugkapitäns war.

Bereits im Oktober 1999 wurde eine Maschine der Egypt Air vom Piloten auf dem Wege von New York nach Kairo offenbar zum Absturz gebracht. Details siehe hier

Genannt seien weitere Suizid-Abstürze:

Silk-Air (Absturz am 19.12,1997)

Royal Air Maroc (Absturz am 21.8. 1994)


NACHTRAG 26.3. 2015 14.00

Mittlerweile hat der ermittelnde französische Staatsanwalt auf einer Pressekonferenz mitgeteilt, die Maschine sei vom Kopiloten absichtlich zum Absturz gebracht worden.

In diesem Zusammenhang müssen die Verantwortlichen von Germanwings und Lufthansa sich möglicherweise den Vorwurf der fahrlässigen Tötung gefallen lassen, indem sie keine Vorsorge dafür trafen, dass Piloten – auch für kurze Zeit – nicht alleine im Cockpit sind.

NACHTRAG 26.3.2015 19.45
Als Reaktion auf den Suizid-Absturz der Germanwings-Maschine, haben einige Fluggesellschaften in Europa, hre Bestimmungen über die Präsenz im Cockpit geändert: Zukünftig müssen immer und jederzeit zwei Personen im Cockpit anwesend sein.

Das gilt allerdings nicht – noch nicht – für die Lufthansa und deren Tochter Germanwings. Lufthansa-Chef Carsten Spohr erklärte auf einer Pressekonferenz: No Change. Er habe volles Vertrauen in seine Piloten.

Psychopathen gibt es offenbar bei der Lufthansa nicht – von Ausnahmen einmal abgesehen.


Kranich auf Irrflug?

Es geht ja hier nicht nur um Suizide, sondern auch um plötzliche Todesfälle von Piloten während des Fluges, die immer wieder mal vorkommen, z.B. durch einen Herzinfarkt

Spohrs Haltung lässt sich nur als Unwilligkeit bezeichnen, aus der Tragödie die dringend notwendigen Konsequenzen zu ziehen.

Spohr sollte zurücktreten, und zwar sofort!

Medizin

Ebola Epidemie in Westafrika: Wie krank ist die Weltgesundheitsorganisation WHO?

Dr. Alexander von Paleske —– 25.3. 2015 ——-Vorgestern zog die Nichtregierungsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) Bilanz – ein Jahr nach ihrem Appell an die Welt, Westafrika im Kampf gegen die Ebola-Epidemie zu helfen.

Sofort gehandelt
Ärzte ohne Grenzen hatte sofort, nach dem Auftauchen der ersten Berichte über Ebola in Westafrika gehandelt, und medizinisches Personal in die betroffenen Länder Sierra Leone, Guinea und Liberia entsandt.

Die Epidemie startete bekanntlich in Guinea im Dezember 2013. Im März 2014 tauchte die Krankheit in der Grenzregion mit Liberia und Sierra Leone auf, und breitete sich weiter rasch auch in den beiden Nachbarländern aus.

Im März 2014 berichtete die Organisation Ärzte ohne Grenzen bereits über das Ausmass der Epidemie und die Notwendigkeit von umfassenden Hilfsmassnahmen..

Fünf Monate gewartet
Die WHO sah über fünf Monate keine Notwendigkeit, die internationale Staatengemeinschaft zu mobilisieren.
Erst im August 2014 erklärte die WHO die Ebola-Epidemie zu einem Desaster, bat um internationale Hilfe, und berief ein Krisentreffen in Conakry, der Hauptstadt Guineas, ein. In der Zwischenzeit konnte sich die Epidemie wie ein Flächenbrand ausbreiten.



WHO-Hauptquartier in Genf ….fünf Monate gewartet.
Screenshot: Dr. v. Paleske

Am 4. August 2014 wurden bereits mehr als 1600 Fälle von Ebola der WHO gemeldet. Mehr noch: die betroffenen Staaten , basierend auf dem hohen Ansehen, das die WHO nach wie vor geniesst , verkannten offenbar auch die Riesengefahren.

Am 21. Mai hatte des Gesundheitsministerium Guineas bereits 258 Ebola Erkrankungen an die WHO gemeldet, auf der Generalversammlung der WHO vom 19-24 Mai 2014 in Genf, an der 3500 Teilnehmer aus aller Welt anwesend waren, sah es die WHO-Präsidentin Chan es noch nicht einmal als erforderlich an, die Weltöffentlichkeit wenigstens auf eine sich anbahnende Katastrophe aufmerksam zu machen.

Mehr als 10.000 Tote – bisher
Erst nachdem die WHO im August 2014 das tat, was sie spätestens schon im März hätte tun müssen, kam die internationale Hilfe in Gang. So konnte die Katastrophe ihren Lauf nehmen, die mehr als 10.000 Menschen das Leben kosten sollte – bisher. Denn die Krankenzahlen in Sierra Leone und Guinea sind keineswegs am Nullpunkt angekommen. In Guinea sind es noch immer 100 Neuerkrankungen pro Woche.

Wir hatten in mehreren Artikeln der WHO schwere Versäumnisse vorgeworfen, die Organisation Ärzte ohne Grenzen hielt sich jedoch vorerst zurück. Sie sah ihre Aufgabe in der Hilfeleistung mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln, und nicht in verbalen Schuldzuweisungen..

Die notwendige Abrechnung mit der Weltgesundheitsorganisation WHO, die schliesslich ihr Katastrophenzentrum im 1000 km entfernten Accra/Ghana einrichtete, hat Ärzte ohne Grenzen vorgestern nachgeholt.

Frontalangriff gegen die WHO
Mit scharfen Worten warf deren Generaldirektor, Christopher Stokes, insbesondere der WHO vor, durch ihre unverständliche Fehleinschätzung des Ernstes der Lage der Ausbreitung der Epidemie Vorschub geleistet zu haben.

Versagen offengelegt
Die Ebola Epidemie hat brutal nicht nur die mangelnde Infrastruktur im Gesundheitswesen der betroffenen Ländern blossgelegt, sondern auch und gerade das kolossale Versagen der WHO, auf diese Krise zeitgerecht und umfassend zu antworten.

Aber es war nicht nur die Ebola-Krise, in welcher die WHO kläglich versagte:

– die zunehmende Antibiotikaresistenz, ein Riesenproblem, auf das die WHO spät und unzureichend reagiert hat.

– die Bekämpfung von gefälschten Medikamenten, die in Ländern wie Nigeria fast 80% aller verkauften Arzneien ausmachen, weltweit immerhin 15%, mit katastrophalen Folgen, wir berichteten darüber

– die sich abzeichnende Resistenz der Malaria- und Tuberkuloseerreger gegen herkömmliche Medikamente.

Träger Beamtenverein
Die WHO ist zu einem trägen Beamtenverein mit vergleichsweise fürstlichen Gehältern verkommen, wo zu allem Überfluss sich auch noch Seilschaften gegenseitig bekämpfen.

Ärzte ohne Grenzen hat demgegenüber wieder einmal vorexerziert, wie mit geringen Mitteln ein Höchstmass an Effektivität erreicht werden kann.

Der kranke Patient am Genfer See genannt WHO braucht eine Radikalkur. Alles muss auf den Prüfstand. Sonst wird alles so weiterlaufen wie bisher.

Ebola, Malaria, Medikamentenresistenz und die Weltgesundheitsorganisation (WHO)
Ebola-Epidemie und die Krise im Gesundheitswesen in Westafrika
Antibiotikaresistenz – eine Warnung vom „Schnarchverein“ Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Medikamente ohne Wirkstoffe – ein hochlukratives Geschäft mit tödlichen Folgen
Weltgesundheitsorganisation (WHO) – ein teurer, bisher zahnloser Tiger im Kampf gegen gefälschte Medikamente

Medizin

Antibiotikaresistenz, McDonald’s Hühnerfleisch und die Bundesregierung

Dr. Alexander von Paleske —– 22.3. 2015 —
Die letzten Schreckensmeldungen über Patienten, die an multiresistenten Bakterien verstorben sind, liegen gerade erst acht Wochen zurück. Sie stammen aus der Uniklinik Kiel, wo mehr als 30 Patienten sich im Krankenhaus mit dem resistenten Bacterium Acinetobacter Baumanii infiziert hatten, und mehr als ein Dutzend daran verstarb.
Keineswegs handelte es sich nur um alte, multimorbide Patienten. Das Alter reichte von 27 bis 88 Jahren.

Auch das Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf kämpfte mit multiresistenten Keimen, in diesem Fall mit Klebsiellen, ein besonders gefürchteter Keim, insbesondere auf Neugeborenenstationen.

Erfreuliche Nachrichten?
Nun kamen scheinbar erfreuliche Nachrichten aus dem Hause der Fast Food Kette Mc Donalds: Die Kette will keine Antibiotika-belasteten Hühner mehr verarbeiten.


McDonalds …………..erfreuliche Nachrichten?

Das ist ja wunderbar – möchte man glauben. Nur:

– das ganze beschränkt sich auf die USA, wo bereits 80% aller dort hergestellten Antibiotika in der Tiermast eingesetzt werden.

– Wo Antibiotika auch routinemässig dem Futter beigemischt sind, was in der EU (erst) seit 2006 verboten ist.

– Wo die Hühner im Kot stehen, weil die Ställe nicht ausgemistet werden während eines Durchgangs

– Wo bereits die auszubrütenden Eier mit Antibiotika beimpft werden.

– Es ist auch nicht das erste Mal, dass diese Fast Food Kette eine derartige Ankündigung macht, aber prompt meldet das Handelsblatt:


Wirklich das Aus?

Schön wär’s, aber es empfiehlt sich, erst einmal das Kleingedruckte zu studieren: Keineswegs sollen die Antibiotika aus der Massentierhaltung verbannt werden.

Weiterhin Antibiotika in der Massentierhaltung
In den USA dürfen Zulieferer für McDonalds weiterhin Antibiotika bei der Hühnerzucht verwenden, sofern sie nicht in der Humanmedizin eingesetzt werden.

Originalton McDonalds:

Unsere Kunden wollen Nahrung, bei der die Lebensmittelkette stimmt, von der Farm bis zum Restaurant Es werde mit den Hühnerfarmen zusammenarbeiten, um den Einsatz der für den Menschen wichtigsten Antibiotika zu stoppen. Die 14.000 Filialen in den USA sollen die Entscheidung binnen zwei Jahren umsetzen. McDonald’s wird nur noch Hühner beziehen, die ohne Antibiotika großgezogen wurden, die wichtig für die Humanmedizin sind. Es werde sich dabei an den Vorgabe der Weltgesundheitsorganisation (WHO) orientieren. Die Züchter würden aber weiter verantwortungsvoll Antibiotika-Typen nutzen, die speziell für die Gesundheit von Hühnern entwickelt wurden“.

Radikale Wende?
Was ist von den Massnahmen in den USA zu halten, stellen sie wirklich – sofern umgesetzt – eine radikale Wende dar?
Die Frage kann mit einem glatten NEIN beantwortet werden.

„McDonald’s wird nur noch Hühner beziehen, die ohne Antibiotika großgezogen wurden, die wichtig für die Humanmedizin sind“,

heisst es.

Das lässt Tür und Tor offen für den weiteren ungezügelten Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung.

– Selbst wenn bestimmte Antibiotika nur in der Massentierhaltung eingesetzt werden, bedeutet dies keineswegs, dass sie nicht gruppenmässig zu den gleichen gehören, die in der Humanmedizin zum Einsatz kommen.
Mehr noch: Resistenzen können die Bakterien, die Antibiotika ausgesetzt sind, auch gegen ähnliche Antibiotika entwickeln, und sie können diese Resistenzen per Info-Transfer, auch an andere Bakterienstämme weitergeben.

– Weiter will McDonalds keine Hühner von Betrieben beziehen, die Antibiotika zur Tiermast und prophylaktisch einsetzten. Dies ist jedoch völlig irrelevant, weil der Verbrauch von Antibiotika trotz dieser Massnahme nicht zurückgeht, vielmehr weiter ansteigt, wie das Beispiel Deutschland zeigt: trotz des seit 2006 geltenden Verbots der prophylaktischen Verabreichung von Antibiotika in der Tiermast kein Rückgang sondern weiterer Anstieg des Verbrauchs.

Der Grund: kein Hähnchen schafft es ohne Antibiotika bis zum Schlachttag. Und individuell lassen sich die kranken Tiere ohnehin nicht behandeln, also rein mit den Antibiotika, statt ins Futter eben ins Trinkwasser.

– Das Versprechen, die Vorgaben der WHO, der Weltgesundheitsorganisation, einzuhalten, kann kaum Enthusiasmus auslösen. Die WHO kann in Sachen Antibiotikaresistenz – wie auch bei der Ebola-Epidemie – nur als „Schlafmützenverein“ bezeichnet werden.

Deren Vorgaben hinken der drohenden Krise der Antibiotikaresistenz meilenweit hinterher, wie wir bereits früher scharf kritisiert haben.

Bis heute hat die WHO sich nicht dazu aufraffen können. die Massentierhaltung als einen entscheidenden Schrittmacher bei der dramatisch zunehmenden Antibiotikaresistenz zu benennen. Von der Forderung nach einem generellen Verbot des Einsatzes von Antibiotika in der Massentierhaltung ganz zu schweigen.

– Schliesslich ist es nicht das erste Mal, dass McDonalds eine derartige Ankündigung macht: Zuvor bereits im Juni 2003. Da hiess es in der Presse:

On June 19, the fast-food titan McDonald’s announced it would ask its meat suppliers to stop using antibiotics to promote growth, and to cut back on antibiotics used in animals for other purposes. Close to 25 million pounds of antibiotics are fed every year to livestock almost eight times the amount given to humans to treat disease according to the Union of Concerned Scientists. The unregulated, widespread use of antibiotics in animals has led to bacteria that are resistant to older drugs such as penicillin and tetracycline, making them less effective in treating sick humans.”

12 Jahre danach
Nach 12 Jahren eine kaum veränderte Geschäftspolitik bekanntzugeben, zwingt zu der Frage: was hat das Unternehmen denn in der Zwischenzeit getan, um seine Forderung gegenüber den Hühnerzüchtern durchzusetzen? Es drängst sich der Verdacht aus, dass die erneute Ankündigung der fast Food Kette eine, wenn nicht folgenlose, so doch in Sachen Antibiotikaresistenz wirkungslose Massnahme ist.

Der wirtschaftliche Hintergrund
Der Umsatz von McDonalds ist zunehmend ins Stocken geraten. In den USA sind sogenannte Fast-Casual Restaurants wie Chipotle Mexican Grill oder Panera im Kommen, die sich als Premium-Label mit Bio-Anspruch vermarkten. Jetzt soll Hühner- Bio McDonalds zum Umsatzplus verhelfen.

Abwegige Schlagzeile
Die Schlagzeile des Handelsblattes:

Mc Donalds überholt Bundesregierung

ist somit abwegig.

Richtig daran ist, dass die Bundesregierung sich im Nichtstun übt, angesichts dieser gefährlichen Entwicklung.

Die neueste Mitteilung aus dem Ministerium für Verbraucherschutz hört sich so an:

„Der Bund überprüft bei allen Antibiotika, ob sie weiterhin in der Landwirtschaft eingesetzt werden sollten. Eine Liste mit Mitteln sei in Arbeit. Alle würden intensiv geprüft…… Verbote sind nicht ausgeschlossen“.

Na, dann prüft mal schön, während die Katastrophe ihren Lauf nimmt.

Woher weiss der Minister ……..
Schliesslich versteigt sich Landwirtschaftsminister Schmidt auch noch zu der Feststellung:

“ Ein Grossteil der Antibiotikaresistenzen entsteht in der Humanmedizin“.

Woher weiss der Minister das? Es gibt keine umfassende Studie, die das belegen kann, und die Richtigkeit der Aussage ist schon deshalb zweifelhaft, weil in der Massentierhaltung 40 mal so viel Antibiotika verbraucht werden, wie in allen Krankenhäusern zusammen, und immer noch sieben mal so viel wie in der gesamten Humanmedizin in Deutschland.

Das Ministerium hat offenbar auch keine umfassende Studie in Auftrag gegeben, welche diese wichtige Frage klären könnte.

Nutzlose Grüne
Wie wenig die Grünen diese Entwicklung beeinflussen können und / oder wollen, zeigt sich auch daran dass der agrarpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Friedrich Ostendorff die Bundesregierung aufforderte,

„das Signal von McDonald’s aufzunehmen und Reserveantibiotika in der Tiermast gänzlich zu verbieten. Die Regierung wird beim Verbraucherschutz von der Fastfoodkette überholt, dies ist vor allem für Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) blamabel. Die problematische Abgabe von äußerst wichtigen Reserveantibiotika steigt auch in Deutschland gefährlich an“.

Dass von Überholen höchstens im Zusammenhang mit der Wortwahl geredet werden kann, scheint diesem grün angehauchten Herrn überhaupt nicht in den Sinn zu kommen, zumal die Mc Donalds –Massnahmen ja nur für die USA, nicht aber für Deutschland gelten. Wie schön.

In das gleiche, harmlose grüne Horn tutet auch die grüne Agrarministerin Hessens, Priska Hinz. Keine Überraschung angesichts des hessischen Koalitionsvertrags, den wir bereits mehrfach heftig kritisiert haben.

Die Grünen sollten sich vielmehr ein Beispiel an Greenpeace nehmen: Statt unberechtigter Lobhudelei demonstrierten Greenpeace-Aktivisten am 20.3.2015 vor der McDonalds Deutschland-Zentrale in München gegen Gentechnik, Antibiotika und schlechte Tierhaltung bei den Zuliefererfirmen der Fast Food Kette.

Und so geht es weiter mit Volldampf in die Resistenzkatastrophe..

Ebola-Epidemie und die Krise im Gesundheitswesen in Westafrika
Antibiotikaresistenz – eine Warnung vom „Schnarchverein“ Weltgesundheitsorganisation (WHO)
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