Wirtschaftskrise

Noch mehr Milliarden Euro Bürgschaften oder: Vorwärts mit der IKB

Dr. Alexander von Paleske – — 5.7. 2009 — In den letzten Tagen kamen zwei Nachrichten über den Ticker, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben:
.
Meldung 1 – Der Bundestag beschliesst eine Intensivierung der Finanzaufsicht.

Meldung 2 – Die Industriekreditbank IKB braucht und bekommt vom Bund eine Erhöhung der Bürgschaften um 7 Milliarden auf nunmehr insgesamt 12 Milliarden Euro

Und doch haben beide Meldungen sehr viel miteinander zu tun.

Die IKB war eine Art Ableger der Staatsbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) , die zuletzt mehr als 90% Anteile hielt.

Zweck der Bank war und ist die Gewährung von Krediten an den Mittelstand.

Das lief viele Jahre so, bis die Bank das ganz grosse Rad drehen wollte, sprich Spekulation mit Immobilienderivaten, auch CDO’s genannt.

Da dies aber mit dem eigentlichen Zweck der Gesellschaft nicht vereinbar war, wurden sogenannte Zweckgesellschaften gegründet, die unter wohlklingenden Namen wie Rhineland Funding Capital, Rhinebridge, Conduit Rhineland Funding und anderen in grossem Umfang Immobilienschrott in den USA einkauften.

Aber nicht nur in den USA, sondern als die Deutsche Bank diesen Schrott paketweise in weiser Voraussicht, was da kommen würde, aus den Tresoren warf, da fand sie in der IKB mit ihren Zweckgesellschaften einen dummen Abnehmer.

Um diese Käufe zu ermöglichen räumte die IKB diesen wohlklingenden Töchtern satte Kreditlinien ein. So zum Beispiel für die Conduit Rhineland 8,7 Milliarden Euro.
Das alles hatte mit der Mittelstandsfinanzierung natürlich überhaupt nichts mehr zu tun.

Rien ne va plus – Nichts geht mehr
Im Juli 2007 war es dann vorbei, 10 Milliarden Euro Schulden waren angelaufen. Im normalen Geschäftsleben wäre der Konkurs fällig gewesen, oder, wie es modern heisst, die Insolvenz.

Aber die Bank durfte ja nicht pleitegehen, da sie als „zentral für das Wirtschaftsleben“ angesehen wurde.

Also begann jetzt die Aktion „Euro-Pumpe“. Als Pumpenmanager: Vorwiegend der Bund
Immer mehr Geld wurde in die Bank gepumpt. Hier die Details:

– November 2007 Risikogarantie der Banken über 350 Millionen Euro

– Jamuar 2008 Wandelschuldverschreibung der Mutter KfW über 54 Millionen Euro

– März 2008 Bundesverband der Banken spendiert 300 Millionen

– März 2008 KfW gibt 1,03 Milliarden Euro, durch den Bund abgesichert.

– März 2008 Verstecktes Darlehen über 1,25 Milliarden Euro, als „Kapitalerhöhung“ getarnt, von der KfW allein gezeichnet – wer hätte auch sonst diesen wertlosen Schrott gekauft

Nach der „Euro-Pumpe“: Weg mit Schaden
Nach der Aktion „Euro-Pumpe“ kam jetzt die Aktion „Weg mit Schaden“, der Verkauf an eine „Heuschrecke“, mit dem Namen „Lone Star“ , gemessen an den Geldbeträgen für die Aktion „Euro-Pumpe“ zu einem Trinkgeld nämlich läppische 137 Millionen Euro.

Aber wer glaubte, dies sei das Ende, der sollte sich täuschen. Schliesslich ist Lone Star kein Wohltätigkeitsverein. Also jetzt erst einmal die Abfallbeseitigung.

Weiteren risikobehafteten Wertpapierschrott im einstmaligen Anschaffungswert von 600 Millionen Euro musste die KfW noch vorher in die eigene Abfalltonne umpacken.

Dann wurde eigens eine Abfallbeseitigungsgesellschaft von der KfW als Zweckgesellschaft gegründet, die den Rest-Wertpapiermüll entsorgte – durch Einlagerung.

Die bis dato grösste Wertpapier-Abfall-Beseitigungsaktion. Sozusagen das Vorspiel zur Causa der Hypo Real Estate.

Wer nun gedacht hatte, jetzt ist aber Schluss, der lag schief. Denn die Bank hatte ja nun kein Geld zum Verleihen an den Mittelstand mehr, und musste sich das Geld auf dem Kapitalmarkt borgen.
Nur, dieser Bank hätte niemand Geld geliehen.

Also musste der Bund wieder ran. 5 Milliarden Euro Kreditbürgschaft diesmal.

Aber auch das reichte nicht, also nun weitere 7 Milliarden Kreditbürgschaft, macht zusammen 12 Milliarden Euro.
So, wer glaubt, nun seien wir endlich am Ende, der mag sich erneut täuschen.

Was hat die BaFin damit zu tun?
Die Antwort lautet: Sie hätte das alles verhindern müssen und können, eingreifen müssen und können, , stoppen müssen und können, warnen müssen und können, als noch Zeit dazu war.

Doch das Gegenteil ist der Fall. Bis zum bitteren Ende nannte die BaFin die IKB „unproblematisch“.Ein Schnarchverein hätte wohl nicht erheblich schlechter arbeiten können.

Wer solche Böcke schiesst, der sollte eigentlich nicht weitermachen . Eigentlich.

Der „Dampfplauderer“ Jochen Sanio, verkündete einstmals vollmundig : „Die Bafin wird beissen, solange ich Präsident bin“ das war – noch gar nicht lange ist’s her – im Jahre 2002.

Nichts davon. Unordnung und Betrug im eigenen Haus, Versagen beim Schutz von Kleinanlegern (siehe Phoenix, siehe Göttinger Gruppe, siehe DM-Beteiligungen, siehe Wohnungsbaugessellschaft Leipzig West, siehe AMIS u.v.m) , wir berichteten ausführlich darüber.

Es ist Zeit für einen Neubeginn
Nun hat zwar der Bundestag der BaFin mehr Rechte eingeräumt, aber wer nicht in der Lage war, den bisherigen Rahmen voll auszuschöpfen, der braucht zunächst einmal nicht mehr Rechte, sondern besseres Personal.

Finanzkrise, Bankenkrisen, Kleinanlegerbetrug – Hat die Finanzaufsicht BaFin versagt?
Finanzgauner, ihre Opfer und die BaFin
linkDie Grossbanken und der Staatsanwalt
linkBayernLB-Tochter Hypo Group Alpe Adria – Reicht mir die Hand, meine Skandale
linkDer Fall Amis – ein gigantischer europäischer Betrugsskandal
linkFinanzkrise – Steuerzahler sollen Rettungsversuche bezahlen
linkWeltfinanzkrise geht in die nächste Runde
linkWeltfinanzkrise – Staatsbank KfW zockte bei Swaps kräftig mit

Krieg

Saddam Hussein Talks to the FBI

National Security Archive – FBI special agents carried out 20 formal interviews and at least 5 „casual conversations“ with former Iraqi dictator Saddam Hussein after his capture by U.S. troops in December 2003, according to secret FBI reports released as the result of Freedom of Information Act requests by the National Security Archive.

Saddam denied any connections to the „zealot“ Osama bin Laden, cited North Korea as his most likely ally in a crunch, and shared President George W. Bush’s hostility towards the „fanatic“ Iranian mullahs, according to the FBI records of conversations from February through June 2004 between Saddam and Arabic-speaking agents in his detention cell at Baghdad International Airport.


Saddam denied any connections to the „zealot“ Osama bin Laden, cited North Korea as his most likely ally in a crunch, and shared President George W. Bush’s hostility towards the „fanatic“ Iranian mullahs.

The former Iraqi leader, when asked about his accomplishments, listed social progress for the people of Iraq, a temporary truce with the Kurds in the early 1970s, the nationalization of Iraq’s oil in 1972, support for the Arab side during the 1973 Middle East war with Israel, and after that, for the remaining 30 years of his rule, simple survival – through a devastating eight year war with Iran that he had launched, and a 12-year sanctions regime imposed on his people after another war that he began. During the interviews he repeatedly contests FBI evidence and the neutrality of his interlocutors – which one of them finds ironic, given the record of peremptory Iraqi justice under Saddam’s governance. He selectively outlines recent Iraqi history and acknowledges some mistakes, including the destruction without U.N. supervision or verification of some of Iraq’s WMD arsenal left over from the 1980s.

During the interviews Saddam refutes some examples of what he views as myths, like his purported use of body doubles. Instead he says that to evade his enemies he never used the telephone and traveled constantly from one dwelling to another (he describes the farm where he was captured in a “spider hole” as the same place where he took refuge after a failed 1959 coup attempt.)

He takes personal responsibility for ordering the launching of SCUD missiles against Israeli targets during the 1991 Persian Gulf War, because he blamed Israel and its influence in the U.S. for “all the problems of the Arabs”, but denies that his purpose was to draw that country into the conflict and to divide Washington from its Arab allies. He provides details on the lead-up to the war, reporting that during a January 1991 meeting former Secretary of State James Baker told Saddam’s foreign minister that if Iraq did not comply with U.S. conditions “we’ll take you back to the pre-industrial stage.”

Saddam’s historical recollections include his ascendancy within the Ba’athist party in 1968 and 1969; his disappointment after the Iran-Iraq war with Arab governments for their lack of gratitude for Iraq’s “saving all of the Arab world” from occupation by Iran; details about the 1991 Persian Gulf war; and the post-war Shi’a uprising in Iraq’s south, which he characterizes as “treachery” instigated by Iran.

Not included in these FBI reports are issues of particular interest to students of Iraq’s complicated relationship with the U.S. – the reported role of the CIA in facilitating the Ba’ath party’s rise to power, the uneasy alliance forged between Iraq and the U.S. during the Iran-Iraq war, and the precise nature of U.S. views regarding Iraq’s chemical weapons policy during that conflict, given its contemporaneous knowledge of their repeated use against Iranians and the Kurds.

This series of interviews also does not address chemical warfare in Kurdish areas of Iraq in 1987-1988, although an FBI progress report says Saddam was questioned on the topic. One interview, #20, is redacted in its entirety on national security grounds, although it is not clear what issues agents could have discussed with Saddam that cannot now be disclosed to the public.

The interviews and conversations were led by George L. Piro, one of an exceedingly small number of FBI agents who spoke Arabic. The agency expected that Saddam would feel rapport with Piro and develop a sense of dependency. During the interviews Piro hears Saddam out but is often openly skeptical of the former leader’s recollections. The agent does, however, assert with confidence that the U.S. side had information that Iraq was maintaining or developing a WMD capability and cites “evidence” of continuing contact between Iran and al-Qaeda, seemingly implying an operational relationship.

Saddam does not provide comfort to his interlocutors on these matters, refuting any notion of collaboration with al-Qaeda, or of a remaining WMD capacity, and in reality the charges, meant to win public support for the invasion of Iraq, were collapsing while the interviews were underway. Investigators from the CIA, operating freely in occupied Iraq, failed to uncover any credible supporting evidence for the U.S. claims, and ultimately President Bush himself acknowledged that “most of the intelligence turned out to be wrong.”

One of the last interviews in the series ends on a valedictory note, after Piro listens to a poem that Saddam had written. The former president of Iraq is “done,” Piro says, “his life is nearing its end,” and other detainees are blaming him for all of Iraq’s many mistakes. Saddam is fatalistic and acknowledges reality. His interviews with Piro ended soon thereafter, and on December 30, 2006, he was hanged, amid the taunts of the political enemies who carried out his execution.

Read it all @ The National Security Archive

vermischtes

Will Ban Ki-moon’s trip to Burma be fruitful?

Chiang Mai – Ban Ki-moon, United Nations Secretary General will visit Burma on Friday. And during his two-day stay, Ban has sought a meeting with Nobel Peace Laureate Aung San Suu Kyi and the ruling junta’s military Chief Senior General Than Shwe.

According to a UN statement, the world leader will urge Burma to implement three changes – the release of Aung San Suu Kyi and other political prisoners, resumption of dialogue for national reconciliation and to create a political ambience and legal frame work conducive to holding a credible election in 2010.

To analyse the UN chief’s visit to Burma and whether he will be able to achieve his goals, Mizzima’s Editor Sein Win talks to Dr. Thaung Tun, the UN representative of Burma’s government in exile – the National Coalition Government of Union of Burma.

Q: As an envoy to the UN, what is the expectation you have of Ban Ki-moon’s visit to Burma?

A: Ban Ki-moon’s visit to Burma is an important stage for the United Nations in its efforts to facilitate a process of national reconciliation in Burma. The involvement of the Secretary General himself, in trying to help resolve Burma’s problems show that Burma has become a hot issue in the political agenda of the international community.

After Daw Aung San Suu Kyi was charged for violating the terms of her house arrest by sheltering an uninvited American man, who swam to her lake side home and stayed there for two nights, not only leaders from western democracies but also regional countries including the ASEAN (Association of Southeast Asian Nations) and China have called for her release and for national reconciliation and democratic reforms in the country.

With such changes, the visit of Ban can be viewed as a step forward and it is a good prospect to address the political problems in Burma.

Q: Do you hope that Aung San Suu Kyi will be freed, which is one of the important steps for solving Burma’s problem?


The Secretary General has said the purpose of his visit is for the release of Aung San Suu Kyi and other political prisoners. I remember that he had mentioned about it through diplomatic channels and in a press release.

A: As far as I know, I believe the Secretary General will set his priority in discussing the release of Aung San Suu Kyi. We need to view Ban’s visit as a process not as a onetime visit. We need to see it as the UN’s process of mediating in the political problems in Burma. Therefore, there is interconnection between the three factors that Ban has said he will raise during his visit.

Q: Some said the junta has agreed to host Ban Ki-moon because of pressure from China. Do you think the Burmese regime will listen?

A: For whatever reason the junta may be accepting Ban’s visit, it is a first step. And it gives the UN an opportunity to deal with the regime and talk to them. As I have mentioned earlier, if we look at it as a process, then regional countries must continue to maintain diplomatic pressure until there is a response by the junta.

Q: Some critics have pointed out that the visit of Ban Ki-moon might legitimize the trial against Daw Aung San Suu Kyi. What is your view on that?

A: The Secretary General has said the purpose of his visit is for the release of Aung San Suu Kyi and other political prisoners. I remember that he had mentioned about it through diplomatic channels and in a press release. The trial against Daw Aung San Suu Kyi has created a negative impact on national reconciliation as she is the main partner for a dialogue. Since she is essential for dialogue, the visit of Ban will not legitimize the ongoing trial.

Q: Opposition groups and pro-democracy groups have long called for a dialogue but the regime does not seem to pay any attention. Why is it so do you think?

A: Dialogue is a diplomatic means. For two sides to engage in dialogue several other factors are needed. Especially, for the military regime that holds power there must be a driving force that will push them to a dialogue. The situation must compel them for having a dialogue.

But Burma still lacks such a situation. And if we are to sum-up, the international community is still divided in their approach to Burma, and there is a lack of unity and collective force. And because of these divisions, the UN Security Council could not apply strong pressure that could result in a change in Burma.

Another factor is we, as pro-democracy groups, also need to act more for changes inside our country. I think we still lack unity, and could not pressure the regime to implement changes and we also could not inject the sense of the need for change in the military.

Q: Despite several visits by representatives of the UN to Burma, there have been no concrete changes. Do you think the role of UN is still important in trying to solve Burma’s problem?

A: We have all seen that the UN’s performance on Burma’s problem is not effective yet. However, the UN is the only body which can legally intervene and address the problems in sovereign countries. It is impossible to solve the political problems of Burma by political means without the UN.


This article was first published by Mizzima News

kriminalitaet

Ein Putschversuch in Afrika und ein juristisches Nachspiel in Hessen

Dr. Alexander von Paleske — 4.7. 2009 — Dieser Artikel verdankt seine Entstehung der Weigerung der Staatsanwaltschaft in Darmstadt und der Generalstaatsanwaltschaft des Landes Hessen ein Kapitalverbrechen mit Nachdruck aufzuklären.

Was war geschehen?
Am 4. März 2004 sollte der Präsident des ölreichen afrikanischen Staates Äquatorial Guinea, Obiang Mbasogo Nguema, von einer Meute britscher Glücksritter aus der High Society unter Hilfe südafrikanischer Söldner mit Waffengewalt durch Ausschaltung seiner Palastgarde gestürzt werden.

Dem Umsturzkommando gehörten als Fussoldaten ehemalige Mitglieder aus Apartheid-Südafrikas Mörder- Terror- und Zerstörungskommandos an, wie dem 32. Buffalo Battalion, den 1.-5. Reconnaisance Commandos (Recce), der 44. Parachute Brigade sowie der Todesschwadron Civil Cooperation Bureau.

Viele von ihnen hatten in der Nach-Apartheidzeit bei der Söldnerfirma Executive Outcomes angeheuert.
Als Anführer der Söldner fungierte der Spross einer britischen Bierbrauerfamilie und ehemaliges Mitglied der britischen Armee-Spezialeinheit SAS, Simon Mann. Mit dabei der missratene Sohn der ehemaligen britischen Premierministern Margaret Thatcher, Sir Mark Thatcher, sowie eine ganze Reihe Südafrikaner.

Ein Flugzeug aus Offenbach
Die Söldner sollten von Südafrika aus mit einem Flugzeug des russischen Typs Antonov abgeholt werden, das von der Offenbacher Firma ACL/CAL, in Armenien samt Crew gechartert worden war.

Der Angestellte der Firma CAL/ACL, Gerhard Eugen Merz, hatte in Malabo Quartier bezogen. Der Plan war, durch ein Vorauskommando unter Anleitung des Südafrikaners Nick du Toit den Flughafen von Malabo mit Waffengewalt unter ihre Kontrolle zu bekommen und dann die Landung der Söldner zu ermöglichen.

Anschliessend sollte die marrokanische Palastgarde angegriffen werden und der Präsident Nguema entweder umgebracht oder ausser Landes gebracht werden. Dann sollte eine Marionettenregierung unter Führung des Oppositionspolitikers Severo Moto Nsa unter Dauerbewachung südafrikanischer Söldner installiert werden.

Wir haben uns bereits ausführlich mit dem Putschversuch beschäftigt und wollen uns hier deshalb kurzfassen. Der Putschversuch schlug fehl, weil die Söldner auf dem Wege von Südafrika nach Malabo in Harare einen Zwischenstopp einlegten, um Waffen aufzuladen. Dort wurde dann der ganze Söldnerhaufen verhaftet einschliesslich Simon Manns.

Nach deutschem Strafrecht handelte es sich um folgende Delikte:

– Bildung einer terroristischen Vereinigung im Ausland, Paragraph 129b StGB.

– Versuchte Beihilfe zu den versuchten Tötungsdelikten (Mord, Totschlag) Paragraphen 211, 212 StGB
In Verbindung mit den Paragraphen 23 und 27 StGB

Mark Thatcher, der in Südafrika blieb und ungeduldig auf positive Nachrichten wartete, wurde schliesslich ebenfalls verhaftet und später von einem Gericht in Kapstadt zu einer Gefängnissstrafe auf Bewährung und zu einer saftigen Geldstrafe verurteilt.

Das Vorauskommando in Malabo einschliesslich des Deutschen Gerhard Eugen Merz wurde ebenfalls verhaftet , Nick du Toit bekam 34 Jahre aufgebrummt.

Ein Deutscher stirbt in Malabo
Der Deutsche Gerhard Eugen Merz verstarb knapp 2 Wochen nach der Festnahme vermutlich an den Folgen im Gefängnis erlittener Folter. Nun könnte man meinen, strafrechtlich sei der Fall in Deutschland erledigt, da Gerhard Eugen Merz ja tot war.

Das ist jedoch ein Irrtum.
Merz war nicht Geschäftsführer, sondern lediglich Angestellter der Luftfrachtfirma CAL/ACL in Offenbach die von dem Flughafen Hahn/Hunsrück aus ihre Luftfrachtgeschäfte besorgt.

Geschäftsführer dieser Firma ist ein Thomas Rinnert..(Zur Person hier)
Aufgrund eines Gesprächs mit Rinnert schrieb die Frankfurter Rundschau am 21.5.2004:

Rinnert der Merz seit einem Jahr gekannt haben will, hat nach eigener Aussage Merz erst Anfang des Jahres für den Auftrag (Frachtflüge für Oelfirmen) in Aequatorial Guinea eingestellt, ausdrücklich übrigens, weil er auf Reife und Kompetenz setze. Leute über 50 seien ihm da gerade recht.“

Recherchen widerlegen Rinnert
Nach den gründlichen Recherchen des britischen Journalisten Adam Roberts, die er in seinem Buch „The Wonga Coup“ veröffentlichte ergibt sich jedoch ein völlig anderes Bild. Danach kam Merz mit dem Verschwörer Nick du Toit in Kontakt und ein Vertrag wurde zwischen Merz und du Toits Firma PANAC im Dezember 2003 geschlossen. Danach stellte Rinnerts Firma CAL/ACL zwei russische Maschinen samt armenischer Crew zur Verfügung, und zwar eine Antonov und eine Iljuschin 76 über die armenische Firma Tiga-Eiri.

Die beiden Maschinen wurden nach Angaben du Toits am 8. Und 10. Januar 2004 nach Malabo gebracht. Dafür zahlte der Hauptverschwörer Simon Mann nach Angaben von Roberts 125.000 Dollar an die Firma ACL/CAL (Roberts aaO Seite 128).

Der weitere Putschplan sah folgendermassen aus (Roberts Seite 160): Merz sollte mit seiner Antonov nach Kolwezi im Kongo fliegen, um dort von Simon Mann in Simbabwe gekaufte Waffen aufzuladen, darunter Maschinengewehre und Granatwerfer. Gesteuert wurde das Flugzeug von dem armenischen Piloten Ashot Karpetyan.

Eine Antonov macht schlapp
Aber dann begannen die Probleme. Bei einer Zwischenlandung in Douala/Kamerun brach das Bugrad, konnte aber an Ort und Stelle repariert werden. Bei einer weiteren Zwischenlandung in Kongo/Brazzaville wurde ein Vogel von der Turbine der Antonov angesaugt.

Schliesslich landete die Maschine in Lubumbashi/Demokratische Republik Kongo, statt, wie vorgesehen, auf einem unkontrollierten Feldflughafen in Kolwezi, wie der Mitverschwörer Simon Mann in seinem Geständnis nach seiner Verhaftung in Harare angab. Der Grund: Der Feldflughafen im Kongo, wo die Waffen in aller Heimlichkeit um- und aufgeladen werden sollten, war unter die Kontrolle von Rebellen geraten, und eine Landung daher nicht möglich. Die Antonov mit Merz sollte deshalb nach Malabo zurückkehren.

Allerdings waren weitere Reparaturen nötig. Also flog Simon Mann nach Ndola/Sambia, um die Reparaturen zu organisieren und vor allem zu bezahlen.

Simon Mann hatte nun die Nase voll und kaufte kurzerhand eine Boeing 727 in den USA und heuerte eine Crew bestehend aus Piloten und Flugingenieuren der ehemaligen Söldnerfirma Executive Outcomes an.

Der Ausgang des Putschversuchs ist bekannt, er scheiterte. Die südafrikanischen Behörden hatten Wind von der Aktion bekommen und warnten sowohl die Regierung Aequatorial Guineas als auch die Regierung Simbabwes. Das Vorauskommando mit du Toit, Merz, Boonzaaier und anderen wurde in Malabo verhaftet, ebenso die armenische Crew, die südafrikanischen Söldner wiederum bei einem Zwischenstopp in Harare.

Was nach dem Putschversuch geschah.
Merz war nun tot, aber die armenische Crew immer noch im Knast in Malabo. Da wandte sich nun der Mitverschwörer Greg Wales, dessen Beteiligung an dem Putschversuch Adam Roberts detailliert nachweist, in einer E-Mail an Thomas Rinnert.

In dieser E-Mail, die mir im Jahre 2005 von der Witwe des Gerhard Merz gegeben wurde, macht Wales ihm, Rinnert, Vorschläge, wie man Druck auf Aequatorial Guinea ausüben könne, um die armenische Besatzung freizubekommen. Und zwar sollte ein Mitglied der Regierung Aequatorial Guineas bei einem Besuch in London wegen Verdacht des Tötungsdelikts an Merz durch die britischen Behörden verhaftet werden.

Zu diesem Zweck solle sich die Witwe Merz (in der E-Mail falsch geschrieben Merckx) an das britische Home-Office (innenministerium) wenden. Ein abenteuerlicher Plan.

Die Witwe Merz, die das Schreiben von Rinnert erhielt, weigerte sich jedoch, der Aufforderung nachzukommen. Rinnert wird in dem Schreiben von dem Mitverschwörer Wales mit seinem Vornamen angeredet, offenbar kennen sich die beiden Herren sehr gut.


E-Mail an Rinnert

Somit bestand der Verdacht, dass Rinnert Mitglied des Mordkomplotts war. Also Verdacht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung.

Ein Kapitalverbrechen und keine erforderliche Aufklärung?
Der Verfasser des Artikels stellte, als keinerlei sichtbare Aktivitäten der für Offenbach zuständigen Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht Darmstadt erkennbar waren, Strafanzeige.

Die Ermittlungen, so wurde dem Anzeigeerstatter mitgeteilt, seien bereits seinerzeit eingestellt worden, weil kein Verdacht auf ein strafbares Verhalten seitens Rinnert vorläge.

Man hatte die Aussagen des Rinnert, trotz des Geständnisses des Simon Mann, trotz des Geständnissses des Nick du Toit, trotz der Recherchen des Autors Adam Roberts, trotz der E-Mail des Mitverschwörers Greg Wales als korrekt angesehen. Selbstverständlich hatte man darauf verzichtet, auch nur eine dieser Personen zu vernehmen. Und dies, obgleich auch Scotland Yard nach Malabo gereist war, um Simon Mann zu vernehmen.

Noch nicht einmal diese Ermittlungsergebnisse wollte man in Erfahrung bringen. Und dies, obgleich es hier nicht um einen Kaufhausdiebstahl geht sondern um internationale Schwerkriminalität.

Und so lehnte dann auch die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt auf Beschwerde es ab, die Ermittlungen erneut aufzunehmen zu lassen. Trotz des angebotenen erdrückenden Beweismaterials.

In dem Bescheid der Generalstaatsanwaltschaft vom 24.6.2009 machte man sich stattdessen voll die Angaben des Rinnert zu eigen. Ein erbärmliches Zeugnis der hessischen Justiz, die sich weigert, ein Kapitalverbrechen mit Nachdruck aufzuklären. Man muss vermuten, dass der Bundesnachrichtendienst zumindest von dem geplanten Putsch vorab informiert war, genau so wie das britische Foreign Office. Es drängt sich der Eindruck auf, dass die ganze Affäre unter den Teppich gekehrt werden soll.

Hier der Text besser lesbar

Der Wonga Coup
Söldnerreise endet im afrikanischen Knast – Simon Mann zu 34 Jahren verurteilt
Simon Mann – Auslieferung gegen Öl?
HARARE-MALABO – Das Ende einer Söldnerkarriere
Tony Buckingham – Ein britischer Afrika-Söldner wird Milliardär
Söldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe</
Ugandas Ölfunde: Söldner fördern es, die Amerikaner kaufen es
Söldnerchef Spicer sucht neues Geschäftsfeld: Piratenbekämpfung vor Somalia?
Global Player –
Ex-Drogenhändler Robert Friedland und seine Spießgesellen

Global Player –
Robert Friedland in Guayana und auf den Spuren von Dschingis Khan

Massenvernichtungswaffen in den Iran – Schmierige Geschäfte internationaler Kriegstreiber
Gasmasken, Giftgas und Milliardenbetrug –
auf den Spuren des Moshe Regev

Blair drängt auf Söldnernachschub aus Südafrika>/b>
USA greifen nach Afrika
Angolagate in Frankreich – Geldgier, Geschütze und Granaten

Wirtschaftskrise

Die Arbeitslosenrate steigt, die Zockerei mit Swaps geht weiter

Dr. Alexander von Paleske – Nach der Weltfinanzkrise hätte man erwarten dürfen, dass unverzüglich gehandelt würde, um der Zockerei , insbesondere mit Credit Default Swaps (CDS), ein Ende zu bereiten oder wenigstens scharfe Kontrollen zu etablieren, gerade auch in Europa.

Die neuesten Meldungen zeigen jedoch genau das Gegenteil.

Wir haben uns in mehreren Artikeln mit diesen finanziellen „Massenvernichtungswaffen“ wie der Grossinvestor Warren Buffet sie bereits im Jahre 2002 bezeichnete, beschäftigt.
Nun ist die weltweit steigende Staatsverschuldung offenbar ein neuer Casinotisch, wo gezockt wird, was das Zeug hält, unkontrolliert versteht sich.

Zocken bis die nächste Krise kommt
Was hat die Staatsverschuldung mit Zocken zu tun und wie kann man aus der Staatsverschuldung Geld machen?

Die Antwort ist einfach: Während vor der Finanzkrise es einzelne Betriebe waren, wie zum Beispiel der US-Autozulieferer Delphi, dessen Kredite bzw Anleihen versichert wurden, sind es mit der globalen Finanzkrise Anleihen von Staaten, die nun versichert werden.

Der Hintergrund ist die enorm ansteigende Staatsverschuldung vieler Länder, um die Finanzkrise in den Griff zu kriegen. Und diese Staatsverschuldung macht dann aus vormals sicheren Staatsanleihen Wackelkandidaten. Und wo etwas wackelig ist, da kann gewettet werden. So könnte man das etwas vereinfacht umschreiben.

Versichert werden die Anleihen bzw. Kredite an diese Länder und im Fall der Pleite, bzw. Nichtbedienung, Island lässt grüssen,, ist dann der Versicherungsfall eingetreten.

Aber diese Kredite werden ja nicht nur versichert sondern auch überversichert, teilweise dutzendfach.
Und was ist schöner, als wenn man nicht auf den Versicherungsfall warten muss, sondern ihn durch aktives Handeln befördert, z.B. durch plötzliches Abdrehen des Kredithahns, Ausstreuen von Gerüchten etc.

Insbesondere für Hedgefonds, aber nicht nur für sie, könnte der Eintritt des Versicherungsfalls durchaus vorteilhaft sein. Der Verlust von Arbeitsplätzen interessiert hier niemanden. Raubtierkapitalismus ein anderes Wort dafür.

Es sind nicht selten diese Fonds, die auf der Insolvenz eines Unternehmens bestehen und nicht auf der Fortführung unter Zugeständnissen der Kreditgeber.

Die Staaten, welche als unsichere Kantonisten eingestuft werden sind nach Angaben der FTD: Ukraine, Venezuela, Lettland, Litauen, Kasachstan, Rumänien, Agentinien, Bulgarien aber auch der Kalifornien, der US Bundesstaat, in dem der Terminator Schwarzenegger Gouverneur ist und Dubai.

Wo es Gewinner gibt und keine win-win Situation besteht, und die gibt es nunmal bei Wetten nicht, da muss es ergo auch Verlierer geben.
Wer letztlich die Verlierer sind, das hat die Weltfinanzkrise nur allzu deutlich gezeigt: Es sind die Bürger, die letztlich die Zeche bezahlen müssen, durch Arbeitsplatzverlust, Einkommensverlust und schliesslich Steuererhöhungen..

Und so warnte jüngst der US Investor Soros erneut: „CDS sind Instrumente der Zerstörung… Der Handel mit ihnen sollte verboten werden.“

Und auch Warren Buffett bezeichnete in seinem Jahresbericht für seinen Hathaway-Fund die CDS erneut als „finanzielle Massenvernichtungswaffen“.

Aber es darf weitergezockt werden, als sei nichts geschehen.

linkDefault Swaps oder: Die nächste Weltfinanzkrise rückt näher</
Nach Konjunkturprogrammen und Bankenrettungsaktionen die Gelddruckerei?
Finanz- und Wirtschaftskrise trifft Länder der Dritten Welt
Börsencrash und Krisengipfel: Alles im Griff auf dem sinkenden Schiff?
Finanzkrise und Hypo-Real Estate: Nach dem Scheitern ist vor dem Bezahlen
Finanzkrise, Bankenkrisen, Kleinanlegerbetrug – Hat die Finanzaufsicht BaFin versagt?
Finanzgauner, ihre Opfer und die BaFin
linkDie Grossbanken und der Staatsanwalt
BayernLB – Verlustbank, Problembank, Skandalbank, Albtraumbank
BayernLB – Vom stolzen Adler zum „gerupften Suppenhuhn“
linkBayernLB-Tochter Hypo Group Alpe Adria – Reicht mir die Hand, meine Skandale
linkDer Fall Amis – ein gigantischer europäischer Betrugsskandal
linkFinanzkrise – Steuerzahler sollen Rettungsversuche bezahlen
linkWeltfinanzkrise geht in die nächste Runde
linkWeltfinanzkrise – Staatsbank KfW zockte bei Swaps kräftig mit
linkDie Finanzkrise, Casinos und Zockerchips
linkDie Krise am Finanzmarkt und Swaps

afrika

Nach den Peanuts nun der Sack Reis – China gibt Simbabwe fast 1 Milliarde US Dollar Kredit

Dr. Alexander von Paleske – Simbabwes Premier Morgan Tsvangirai gab gestern auf einer Pressekonferenz bekannt, die Volksrepublik China habe Simbabwe eine Kreditlinie von 960 Millionen US-Dollar verfügbar gemacht.

Diese Nachricht kommt wie ein Paukenschlag nach der „Peanuttour“ Tsvangirais in die USA und nach Europa.
Obgleich Premier Tsvangirai das Ergebnis seiner Reise in einer heutigen Pressekonferenz schönzureden versuchte, kann deren Ergebnis nur als mager bezeichnet werden.

Der Schritt Chinas kommt keineswegs unerwartet.
Tsvangirai vergass allerdings zu erwähnen, dass diese Kreditzusage zeitlich zusammenfiel mit dem Besuch einer Delegation von Mugabes Partei ZANU-PF in China unter Leitung des Ministers und Mugabe-Vertrauten Emmerson Mnangagwa.
Und so kann sich Mugabe diesen „Krediterfolg“ auf die eigene Fahne schreiben.

Die Tsvangirai gegeben mageren Zusagen in den USA und Europa – Angela Merkel stellte wenig mehr als 20 Millionen Euro in Aussicht – dürften Tsvangirais Position weiter schwächen, obgleich der Premier sich redlich bemüht, alle rechtswidrigen Aktionen von Mugabes Leuten zu entschuldigen.

Zuletzt machte er sich die Behauptungen von Mugabes Presse zu eigen, die im Vorjahr verschleppten und vermutlich getöteten Oppositionmitglieder seien wohl ins Ausland geflüchtet, also noch am Leben.

Selbst den Boykott der Kabinettssitzung durch seine MDC-Minister am Montag dieser Woche versuchte Tsvangirai kleinzureden.

Mugabe fest im Sattel
Mugabe hat das Heft in der Hand, daran kann nach vier Monaten Regierung der Nationalen Einheit kein Zweifel bestehen, während Tsvangirai offenbar bereit ist, alle Verletzungen des Koalitionsabkommens seitens Mugabe und seiner Leute nicht nur zu tolerieren, sondern zu entschuldigen.

In weniger als 18 Monaten soll nach einer noch zu verabschiedenden Verfassung es wieder Wahlen geben.

Mugabe und seine Mannschaft bereiten sich offenbar schon darauf vor, indem sie „Instrukteure“ in lädliche Gebiete schicken, um die Bevölkerung in dem „richtigen Ausfüllen“ des Wahlzettels zu „unterrichten“.

Anders als bei den Präsidentschaftsstichwahlen im Juni vergangenen Jahres soll es dieses Mal offenbar von langer Hand vorbereitet werden.

Der simbabwesche „Frühling der Hoffnung“ könte kürzer dauern, als viele erwartet haben.

Eine Peanut Reise – Simbabwes Premier Morgan Tsvangirais vergebliche Bitte um Milliardenhilfe
Der Vizepräsidentin Mujurus (be)trügerischer Goldschatz
Simbabwe: Kein Attentatsversuch auf Premier Tsvangirai
Keine finanzielle Unterstützung für Simbabwes neue Regierung – neue Regierung zum Scheitern verurteilt?
Simbabwe: Cholera-Epidemie und Tod im Gefängnis
Simbabwe – Auferstehung aus den Ruinen?
Ein fauler Kompromiss wird Wirklichkeit</b
Simbabwe – Mugabe plant Terrorwahlkampf
linkSimbabwe: Erfolg des Terrors, Mugabe bleibt Präsident
Simbabwe: Mugabes Terrorkampagne erreicht neuen Höhepunkt
linkSimbabwe: Mugabes Umzug in Paradies

afrika

Tony Buckingham – Ein britischer Afrika-Söldner wird Milliardär

Dr. Alexander von Paleske — 27.6. 2009 — Anfang Juni kam eine Nachricht über den Ticker, von der in Deutschland praktisch keine Notiz genommen wurde: Die britisch/kanadische Firma Heritage- Oil schliesst sich mit der türkischen Firma „Genel Energy International“ zusammen. Ein 5 Milliarden US-Dollar schwerer Erdöl-Explorationskonzern entsteht dadurch.

Diese neue Firma ist einer der grössten Exploratoren in Kurdistan, einer Gegend des Irak, in der reichlichst Erdöl vermutet wird . Demnächst wird die neue Firma auch in die Top 100 britischen Firmen, den sogenannten FTSE-100-Aktienindex, aufgenommen.

Wir kümmern uns normalerweise nicht um derartige Firmenzusammenschlüsse, das können wir getrost der Frankfurter Allgemeinen Zeitung überlassen.

Aber 30% Anteilseigner und Chef der Firma Heritage Oil ist ein ehemaliger Afrika- Söldner namens Tony Buckingham, mit dem wir uns bereits in mehreren Artikeln beschäftigt haben, und der es nun zum Milliardär geschafft hat.

Söldner- und Minengeschäfte
Die Ursprünge seines Reichtums kommen aus Söldner- und Minengeschäften in den 90er Jahren mit instabilen Regierungen in Afrika. Zwei Namen stehen für die Söldner-Geschäfte: Executive Outcomes und Sandline.

Mit dabei seinerzeit auch Simon Mann, der zusammen mit Mark Thatcher, dem missratenen Sohn der ehemaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher, im März 2004 den ölreichen afrikanischen Staat Aequatorial Guinea erobern wollte. Simon Mann sitzt mittlerweile eine Gefängnisstafe von 34 Jahren in Malabo, der Hauptstadt Aequatorial Guineas ab. Der Deutsche Gerhard Eugen Merz, ebenfalls Mitglied des Eroberungskommandos, starb in diesem Gefängnis wenige Tage nach seiner Festnahme am 17. März 2004, wir berichteten darüber.

Ebenfalls seinerzeit bei Sandline mit dabei Tim Spicer, der sich im Jahre 2000 selbständig machte und eine neue Söldnerfirma namens Aegis gründete. Nach dem Einmarsch in den Irak erhielt Spicer nicht nur sofort einen 293-Millionen US Dollar Söldner-Vertrag von der US-Regierung,, sondern im Jahre 2007 auch eine Vertragsverlängerung über mehr als 400 Millionen US Dollar.

Vom Soldaten zum Söldner.
Wie so viele Söldnerkarrieren hatte auch die Karriere des Tony Buckingham bei der britischen Armee angefangen, bei der Spezialeinheit SBS das maritime Gegenstück zu der SAS. Später wurde er Taucher bei Erdölfirmen, bevor er sich der einträglicheren Tätigkeit des Afrika-Söldners und Erdöl-Explorateurs zuwandte.

In Afrika gründete er ein Anzahl von Firmen, einige davon zusammen mit dem Chef und Gründer von „Executive Outcomes“, Eeben Barlow, dieser ein ehemaliges Mitglied der südafrikanischen Apartheid-Todesschwadron „Civil Cooperation Bureau“. Es war dieser Barlow, der für Buckingham den Söldnernachschub organisierte.

Diese Söldner waren zumeist ehemalige Mitglieder von Apartheid-Südafrikas Terror- Mörder- und Zerstörungskommandos wie dem 32. Buffalo Battalion, den 1.-5. Reconnaissance Commandos (Recce) der 44. Parachute Brigade und eben der Todesschwadron „Civil Cooperation Bureau“.

Es entstand unter Buckingham ein Minen-, Söldner- und Militärkonglomerat, das Dependancen in Angola, Sierra Leone, Zaire (jetzt Demokratische Republik Kongo) Kenia und Uganda unterhielt. Einschliesslich einer Fluglinie namens Ibis-Air, die von dem Johannesburger Flughafen Lanseria aus die Waffen- und Söldnertransporte übernahm.

Zusammen mit Robert Friedland, ehemaliger Drogenbaron und nunmehr Minenmagnat, auch über den berichteten wir, gründete Buckingham die Firma DiamondWorks (mittlerweile umbenannt in Energem Resources), ebenfalls in Afrika unterwegs.

Buckinghams Geschäftsprinzip: Gib mir Minenrechte, ich liefere Söldner und Waffen. Das funktionierte prächtig in Ländern wie Sierra Leone und Angola, Länder, reich an Rohstoffen wo aber der Bürgerkrieg tobte.

In Kenia machte er darüberhinaus den nunmehr nach seiner Flucht wieder international gesuchten Verbrecher Sanjivan Ruprah zum Geschäftsführer seiner dortigen Dependance „Branch Energy“.
Auch über seine Oelexplorationen in Uganda hatten wir ausführlich berichtet. Die Oelfunde in Uganda und jüngst die in Kurdistan liessen den Kurs der Aktien seiner Firma Heritage Oil explodieren und machte sie für Merger interessant.

Tony Buckingham – eine wahrlich erfolgreiche britische Karriere.

Söldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe</
Ugandas Ölfunde: Söldner fördern es, die Amerikaner kaufen es
Söldnerchef Spicer sucht neues Geschäftsfeld: Piratenbekämpfung vor Somalia?
Simon Mann – Auslieferung gegen Öl?
HARARE-MALABO – Das Ende einer Söldnerkarriere
Global Player –
Ex-Drogenhändler Robert Friedland und seine Spießgesellen

Global Player –
Robert Friedland in Guayana und auf den Spuren von Dschingis Khan

Massenvernichtungswaffen in den Iran – Schmierige Geschäfte internationaler Kriegstreiber
Gasmasken, Giftgas und Milliardenbetrug –
auf den Spuren des Moshe Regev

Der Wonga Coup
Blair drängt auf Söldnernachschub aus Südafrika>/b>
USA greifen nach Afrika
Angolagate in Frankreich – Geldgier, Geschütze und Granaten

Unkategorisiert

BayernLB-Tochter Hypo-Alpe-Adria – Die Schreckensmeldungen reissen nicht ab

Dr. Alexander von Paleske – — 24.6. 2009 — Die „kostbare“ Tochter der Verlustbank Bayern LB, die austrische Hypo-Alpe-Adria (Skandalpe) macht weiter von sich reden, im negativen Sinne.

Diesmal sind es die faulen Kredite in Osteuropa.
Die austrischen Banken sind mit rund 300 Milliarden Euro an Krediten in Osteuropa engagiert.

Bisher an faulen Krediten, also Kredite die seit mehr als 90 Tagen nicht mehr vom Kreditnehmer bedient wurden, sind etwa 40 Milliarden Euro aufgelaufen

Die Banken bestreiten natürlich diese Zahl und reden von 20 Milliarden Euro.

Es werden also vermutlich mindestens 40 Milliarden Euro abgeschrieben werden müssen. Und das dürfte noch nicht einmal das Ende sein. Denn mit dem Fortbestehen der Finanzkrise werden weitere Kredite notleidend.

Die Hypo-Alpe nimmt den Spitzenplatz ein – bei den faulen Krediten. Knapp 8% aller faulen „Osteuropa-Eier“ hat die Hypo Alpe „im Nest“.

Auch daheim schaut es nicht gut aus.
Die Kärntner Bank Hypo Alpe, einst im Mehrheitsbesitz des Landes Kärnten, bevor der seinerzeitige Landeshauptmann Haider sie an die BayernLB losschlagen konnte, gehört noch zu einem recht kleinen Teil, weniger als 10%, dem Land Kärnten.

Das hat den Verkäufer und Kleinaktionär, die Landesregierung Kärntens, aber nicht gehindert, nunmehr die Gründung einer Landesbank ins Auge zu fassen, die Klein- und Mittelbetriebe mit Krediten versorgen soll. Also eine Konkurrenz für die Hypo-Alpe auf dem Heimatmarkt.

Im Juristenjargon würde man solch ein Verhalten wohl als „groben Undank“ qualifizieren. Offenbar hatte die BayernLB noch vor der Bankenhochzeit vergessen, eine entsprechende Konkurrenzverbotsklausel in den Heiratsvertrag aufzunehmen.

Für die BayernLB alles in allem trübe Aussichten am Wörthersee. Aber der bayerische Steuerzahler wirds schon richten.

linkHypo-Alpe-Adria-Bank – vorwärts abwärts
linkVon Milliardengrab zu Milliardengrab: BayernLB-Tochter Hypo- Alpe Adria hat neuen Vorstand
linkBayernLB-Tochter Hypo Group Alpe Adria – Reicht mir die Hand, meine Skandale
Neues von der Hypo-Alpe und aus der Meinl-Welt“
Wolfgang Kulterer – vom „erfolgreichsten Bankmanager“ zum bestraften Bilanzfälscher
linkInvestmentbank Luxembourg (IBL) und der Air-Holland-Skandal
linkNeues von den Finanzskandalen, BayernLB, Hypo Alpe, Meinl
Der Fall Hypo-Alpe-Adria- Bank (Skandalpe) – Ein österreichisch-deutsches Schmierenstück.
linkJörg Haiders Hypo-Alpe (Skandalpe) auf dem Balkan
Kroat-Rechts-Rocker Marko Perkovic und die Hypo-Alpe-Adria Bank
linkEin kroatischer Rechtsrocker und die „Junge Freiheit“ in Deutschland
Kroatiens Rechts-Rocker Marko Perkovic – im Ausland unerwünscht
BayernLB – Verlustbank, Problembank, Skandalbank, Albtraumbank
BayernLB – Vom stolzen Adler zum „gerupften Suppenhuhn“
BayernLB-Tochter Hypo-Alpe, Bilanzfälschung und eine Frau mit Zivilcourage
linkRepublik Oesterreich – Finanzskandale ohne Ende
linkBayernLB, Hypo Group Alpe Adria und kein Mangel an Skandalen
Finanzkrise, Bankenkrisen, Kleinanlegerbetrug – Hat die Finanzaufsicht BaFin versagt?
Finanzgauner, ihre Opfer und die BaFin

medien

Die neue Gruner und Jahr Story oder: Von Gruner und Jahr zu Anzeigen und Spar

Dr. Alexander von Paleske —- 22.6. 2009 — In den letzten Wochen kamen drei Meldungen über den Ticker, die für den Qualitätsjournalismus und die Beschäftigten des traditionsreichen Verlagshauses Gruner und Jahr in Hamburg offenbar wenig Gutes erwarten lassen.

Gruner und Jahr ist nicht irgendein Verlag, sondern gibt allein in Deutschland 40 Zeitschriften heraus, darunter GEO, STERN, BRIGITTE und ART.

Am SPIEGEL hält das Verlagshaus einen Anteil von 25%.

Meldung 1: Gruner und Jahr- Vorstandsvorsitzender Bernd
Buchholz kündigt einen radikalen Umbau
angesichts der Medienkrise an, der in drei Stufen
erfolgen soll.

Meldung 2 : Gruner und Jahr startet ein Gesundheitsheft mit
Millionenauflage

Meldung 3 : Schlussredaktionen der Gruner und Jahr Medien
sollen angeblich an andere Dienstleister
ausgelagert werden

Diese Meldungen haben auf den ersten Blick gar nichts miteinander zu tun, bei näherem Hinsehen aber doch.

Dichtmachen, Verkaufen und Sparen
Gruner und Jahr-Vorstand Buchholz plant offenbar Zeitungen und Zeitschriften, die nicht den vom Verlag gesetzten Rentabilitätsansprüchen entsprechen, dichtzumachen oder zu verkaufen.

Solchen, denen eine profitable Ueberlebenschance zugetraut wird, werden offenbar einem radikalen Sparkurs unterworfen, das haben die Financial Times Deutschland und andere bereits zu spüren bekommen. Darunter fällt wohl auch das Auslagern von bestimmten Redaktionstätigkeiten, wie zum Beispiel die Schlussredaktion.

Eine Expansion in die Abhängigkeit oder: ein Verlagshaus auf Abwegen?
Das Gruner und Jahr Verlagshaus plant gleichzeitig eine Expansion.

Das ist ja sehr erfreulich, könnte man denken. Für neue redaktionelle Ideen sollte man immer aufgeschlossen sein, zum Beispiel den investigativen Journalismus auszudehnen, angesichts des Aufdeckungsbedarfs an so vielen Skandalen und Skandälchen, von der Finanzkrise über Mitarbeiterüberwachung bis zur Politikerbestechlichkeit.

Weit gefehlt, die Offensive geht in eine ganz andere Richtung: Die Redaktionen sollen Firmenzeitungen entwerfen und Auftritte von Firmen auf Messen vorbereiten.

Ein Verlagshaus als Firmen-Dienstleister, oder sollte man besser sagen: auf Abwegen?
Denn damit sind Konflikte mit dem Rest des investigativen Journalismus sozusagen vorprogrammiert.

Rücksichtnahmen auf Kunden, die dort ihre Firmenzeitungen herstellen lassen und es natürlich überhaupt nicht gerne sehen, wenn sie von einer anderen Postille des Verlagshauses in die Zange genommen werden.

Es kommt noch schlimmer
Um die Sache offenbar auf die Spitze zu treiben, soll ein Gesundheitsmagazin den Printmedien wie STERN, GEO, BRIGITTE und anderen beigelegt werden.

Gegen gute Gesundheitsinfo ist ja nichts einzuwenden, aber dieses Blättchen Pardon: Magazin soll sich aus Pharmawerbung finanzieren, möglicherweise damit auch anderen Journalen mit seinen Gewinnen in harten Zeiten unter die Arme greifen.

Man möchte nur den Kopf schütteln. Der STERN hat oft genug die Pharmaindustrie zu Recht attackiert.

Dass in dem Gesundheitsmagazin wenig Pharma-Kritisches zu finden sein dürfte, damit darf man rechnen. Dass das Geschrei der Magazinjournalisten über geplante Reportagen des STERN gegen die Pharmaindustrie gross sein dürfte, versteht sich von selbst.

Und bei dieser von Vorstand Buchholz angesagten Verlagspolitik kann man sich unschwer vorstellen, wie diese Auseinanderstzungen dann entschieden werden dürften.

Es drängt sich der Eindruck eines erbärmlichen Abschieds von einer einst durch Richard Gruner, Gerd Bucerius und John Jahr sen. geprägten Verlagspolitik auf.
Insbesondere, aber nicht nur, Gerd Bucerius ein „Ueberzeugungstäter“ für den der Journalismus an erster und der Gewinn an zweiter Stelle standen.
Jahrelang hatte er die verlustbringende ZEIT zunächst aus seiner Privatschatulle und dann aus den Einnahmen des STERN finanziert.

Wie Hohn für die Zukunft klingen die Worte des Vorstands Buchholz in seinem letzten Jahresbericht:
„Gruner und Jahr ist ein Medienhaus mit einer langen Tradition, hohen verlegerischen Ansprüchen und Qualitätsbewusstsein.“

Das war einmal, möchte man fast meinen.

Darfs ein bisschen weniger sein? Oder: Neues zum Niedergang des Qualitätsjournalismus
Untergang des Qualitätsjournalismus? – oder: Josef Joffe und seine Albträume
Josef Joffe und das Gespenst des drohenden Todes der Tageszeitungen
Rettet Rupert Murdoch den guten Journalismus?
Rupert Murdoch – Citizen Kane in der Aera der Globalisierung
Alles frei?– oder: Der Streit um das Urheberrecht und seine Vergütung
Der Fall Susanne Klatten und die Presse</
Der Fall Susanne Klatten-eine Nachlese

Unkategorisiert

Iran: Der Machtkampf verschärft sich

Dr. Alexander von Paleske – .Der Machtkampf zwischen Rafsanjani und dem mit ihm verbündeten Mousavi gegen den geistlichen Führer Khamenei und dessen Zögling Ahmadinejad nimmt täglich an Schärfe zu. Wahrend Rafsanjani sich im Hintergrund hält , hat Mousavi nunmehr erklärt, er sei bereit sei, als Märtyrer zu sterben.

Damit hat die Auseinandersetzung eine neue Stufe erreicht, weil diese Aeusserung Mousavis als indirekter Aufruf gewertet werden muss, die Demonstranten sollten der Polizeigewalt nicht weichen, selbst um den Preis des Todes.

Schon jetzt sind offenbar mehr als zwei Dutzend Menschen von den Sicherheitskräften erschossen worden, Hunderte verhaftet.

Gandhi des Iran?
Wir haben uns in dem vorangehenden Artikel mehr mit Rafsanjani beschäftigt, es scheint aber angebracht, auch einen Blick auf Mir Hossein Mousavi zu werfen, auch wenn er nicht der eigentlich starke Mann in dieser Ausseinandersetzung ist.

Seine Anhänger nennen ihn den „Gandhi des Iran“, aber mit dem Freiheitshelden der indischen Nation und seinem gewaltlosen Widerstand gegen die britische Kolonialmacht hat Mousavi herzlich wenig gemein.

Er wurde sozusagen im letzten Moment als Präsidentschaftskandidat der Opposition ins Rennen geschickt, von einem langjährigen Oppositionsführer daher keine Rede.

Mousavi gehörte nach der islamischen Revolution im Iran, die mit der Vertreibung des Schah begann, zu den Hardlinern. Und er war einer der Vertrauten des geistlichen Oberhaupts Ayatollah Ruhollah Khomeini.

Mousavi war iranischer Premier von1981 bis 1989 und bereits zu dieser Zeit hatte er Auseinandersetzungen mit dem jetzigen Religionsführer und damaligen Staatspräsidenten Khamenei . Mousavi war für die Kontrolle des Staates über die Wirtschaft, Khamenei dagegen. Heute ist das eher umgekehrt.

Das Atomprogramm einschliesslich des Erwerbs von Zentrifugen zur Urananreicherung auf dem Schwarzmarkt, besser gesagt von dem Vater der pakistanischen Atombombe, Qadeer Khan, mit angeblicher Hilfe des schweizer Trios Tinner und des Deutschen Gotthard Lerch unterstüzte Mousavi ebenso wie Rafsanjani nach Kräften.

Nach dem Ende seiner Zeit als Premier im Jahre 1989 verschwand Mousavi weitggehend von der politischen Bildfläche und betätigte sich als Architekt, Stadtplaner und Künstler.
In diesen zwei Jahrzehnten stand er eher im Schatten seiner Frau, Zahra Rahnavard , einer ausserordentlich bekannten Professorin für politische Wissenschaften und Künstlerin . Zeitweise wurde Mousavi als der Mann von Professorin Zarah Rahnavard vorgestellt. Seine Frau unterstützte ihn während des Wahlkampfs.

Ein Freitagsgebet und die Folgen
Die Auseinandersetzungen treiben nunmehr offenbar dem Höhepunkt entgegen. Es bleibt abzuwarten, wie der Rat der Geistlichen in Qom sich in dieser Auseinandersetzung verhalten wird.
Mit dem Freitagsgebet und der Ansprache von Khamenei in der vergangenen Woche, verbunden mit der Warnung an die Opposition erscheint Präsident Ahmadinejad eher als Nebenfigur in der gegenwärtigen Auseinandersetzung..

Khamenei vermied in seiner Ansprache auch Anschuldigungen gegen Rafsanjani.Offenbar ist er der Ansicht, mit Rafsanjani über einen Kompromiss verhandeln zu können. Das dürfte sich alsbald als Irrtum herausstellen. Zur Zeit läuft wohl alles auf Sieg oder Niederlage hinaus.

Freiheit die sie meinen
Derweil geht es den Demonstranten sichtlich um weit mehr, als nur um die Frage: Wahl gefälscht oder nicht. Sie wollen Freiheit, und haben die Bevormundung und Gängelei durch den Staat satt.
Ob Mousavi allerdings wirklich auch diese Ziele verfolgt, muss man angesichts seiner Biografie anzweifeln. Der bekannte Iranschriftsteller Bahman Nirumand , der bereits vor mehr als 40 Jahren in Deutschland mit dem Buch „Persien, Modell eines Entwicklungslandes“ bekannt wurde, nennt Mousavi einen „Khomeini im Westentaschenformat“.
.
Iran:Machtkampf dauert an – Rafsanjani der Mann im Hintergrund
Iran-Israel: Nach den Wahlen ist vor dem Angriff?
Israel bereitet sich auf einen Vergeltungsschlag des Iran vor
Greift Israel den Iran an ?
Ein “investigativer“ israelischer Journalist und Geschichten, die der Mossad erzählte
Der Iran, das Atomprogramm und Ahmadinejad
linkIran: Der Krieg rückt näher
linkGasmasken, Giftgas und Milliardenbetrug – auf den Spuren des Moshe Regev
Keine Freilassung des Waffenhändlers Nahum Manbar zu erwarten
linkMassenvernichtungswaffen in den Iran – Schmierige Geschäfte internationaler Kriegstreiber
linkIsraels tödlicher Export – Waffen in den Iran
Prozess in Suedafrika und Banditen im Nuklearbereich
linkNahost-Neue Eskalationsstufe erreicht
Lügen vor dem Irakkrieg und Vorbereitungen für den Irankrieg
linkIsrael has a long history of supplying Iran with weapons
US aganist Iran (Gerhard Merz)
linkA Coup for a Mountain of Wonga