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Industrialisierung oder De-Industrialisierung in Afrika?

Dr. Alexander von Paleske —- 15.4. 2012 — „Von wegen Armut“ lautet ein Artikel in der Wochenzeitung Die ZEIT vom 27.3. 2013 S. 35, der in einer neuen Serie „ Vorsicht, gute Nachrichten“ publiziert wurde.

Der Artikel will anhand einiger weniger Beispiele den Eindruck vermitteln, gerade auch aus Afrika gebe es viele gute Nachrichten zu melden, eine neue Mittelschicht sei im Kommen, die Armut nehme ab. Verwiesen wird auf einige wenige Unternehmer, die sich trotz aller Widrigkeiten am Markt behauptet oder neu etabliert hätten.


Schönfärberischer ZEIT-Artikel

Pure Schönfärberei
Der Artikel ist aus afrikanischer Sicht allerdings nichts als Schönfärberei.

– Tatsache ist, dass Afrika zum ganz überwiegenden Teil zum reinen Rohstoffexporteur – der einzig wirklich florierende Industriezweig, wie in der Kolonialzeit – abgesunken ist.

Die – so vorhanden gewesen – in bescheidenem Umfang entwickelte verarbeitende Industrie, also Konsumgüter- und insbesondere Textilindustrie, liegt mittlerweile weitgehend am Boden. Überall in Afrika, Südafrika noch grösstenteils ausgenommen.

Aber auch das Erdöl exportierende Land Nigeria muss Benzin einführen, weil es selbst für den eigenen Bedarf nicht genug weiterverarbeitende Raffineriekapazität hat.

De De-Industrialisierung der weiterverarbeitenden Industrie zeigt sich hier in Simbabwe mit aller Brutalität:
In Bulawayo, einstmals das industrielle Herz Simbabwes, haben mehr als 90% Textilbetriebe in den letzten 10 Jahren dichtgemacht. Tausende von Arbeitsplätzen gingen unwiderruflich verloren.Die Fabrikhallen stehen leer, oder dienen als Lagerräume für Supermärkte.

Von zwei Seiten in die Zange genommen
Die Textilindustrie wurde gleich von zwei Seiten in die Zange genommen:

– aus Europa importierte Textilien aus Altkleidersammlungen stammend


Verkauf gebrauchter Textilien in Bulawayo. Fotos: Dr. v. Paleske

– Billigimporte von Neutextilien aus China, den lokalen Produkten in der Qualität eindeutig unterlegen, aber eben erheblich billiger.

Selbst Kleinstbetriebe, das zeigte jüngst ein BBC-Bericht aus Kenia, haben mit Textilimporten aus Altkleidersammlungen in Europa und den USA zu kämpfen, und können sich, wenn überhaupt, nur noch in kleinen Nischen behaupten, wie z.B. Schuluniformen und lokale Tracht, für die sich die Massenherstellung nicht lohnt.

Unverarbeitet exportiert
Die Baumwolle wird jetzt unverarbeitet exportiert – nach China und Bangladesch vorwiegend..

Die Textilarbeiter sind dauerarbeitslos und versuchen sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser zu halten, bzw. emigrieren nach Südafrika, Botswana und anderswo.

Gleiches gilt für die Schuhindustrie, die entweder dichtgemacht hat, oder die Produktiion auf weniger als 20% herunterfahren musste, wie die Schuhfabrik BATA in Gweru- trotz eindeutig besserer Qualität als die Billigimporte aus China..

Ähnlich sieht es in der Nahrungsmittel- und Papierindustrie aus:
Statt Eigenproduktion Importe vorwiegend aus Südafrika.

Schliesslich, nicht zu vergessen, die Möbelindustrie. Das hier gefällte Hartholz wird mittlerweile, wie in vielen anderen afrikanischen Ländern auch, nicht weiterverarbeitet, sondern exportiert.

Das Land lebt ganz überwiegend jetzt vom Rohstoffexport, dank der mittlerweile deutlich gestiegenen Rohstoffpreise, insbesondere für Kupfer, Gold, Nickel, aber auch Kohle und – neuerdings – Diamanten.

Im Zuge der gestiegenen Rohstoff-Exporterlöse baut sich darum herum eine bescheidene Serviceindustrie auf. Zur Behebung der Massenarbeitslosigkeit von mehr als 80% tragen Rohstofferzeugung und Dienstleistungen jedoch nur völlig unzureichend bei.

Simbabwe importiert mittlerweile – anders als noch vor 20 Jahren – fast alle Konsumgüter. Selbst die aus Baumwolle hergestellte Watte wird jetzt aus China importiert .

Eine negative Handelsbilanz ist die Folge, die bei fallenden Rohstoffpreisen noch erheblich deutlicher würde.

Um die Arbeitslosigkeit zu senken, und den Lebensstandard der Bevölkerung nachhaltig zu erhöhen, ist die eigene Weiterverarbeitung der Rohstoffe und eine eigene Konsumgüterproduktion – soweit möglich – der unverzichtbare Ausweg.

Die Entwicklung verlief in den letzten Jahren in Afrika aber eher in die umgekehrte Richtung, keineswegs nur in Simbabwe.

Gute Nachricht? Fehlanzeige!

Afrika – Ein Kontinent wird zum reinen Rohstoffverkäufer

SATIRE

Joseph Martin (Joschka) Fischer: Hurra, ich bin 65, habe alles erreicht, und bereue nichts

Dr. Alexander von Paleske — 12.4.2013 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Joseph Martin (Joschka) Fischer
Industrie-Klinkenputzer
Prominentenallee 68
Berlin Grunewald

Guten Morgen Deutschland,

heute ist ein ganz besonderer Tag, denn heute ist mein 65. Geburtstag. Ein Geburtstag, an dem viele meiner Landsleute in Rente gehen, wenn sie es denn bis dahin arbeitsmässig durchgehalten haben. .

Eigentlich sollte ich dieses Ereignis ja erst in zwei Monaten feiern, denn wir haben federführend in unserer hervorragenden rot-grünen Koalition die Gasprom-Schröder-Grün-Agenda 2010 mit durchgesetzt, die eine sukzessive Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre beinhaltet.

Im Prinzip also ein Rentenkürzungsprogramm, das mich persönlich, dank diverser lukrativer Einnahmen, jedoch unberührt lässt.

Viele Glückwünsche von Industriebossen
Viele Glückwünsche liefen heute morgen schon bei mir ein, allen voran von den Bossen der Firmen RWE, Siemens, Rewe, BMW , also meinen Kunden, die sich auch für die hervorragende Arbeit der von mir gegründeten „Fischer Industrie Klinkenputzer GmbH(FIK GmbH) bedankten. Eine Consultingfirma, mit der ich und meine hochprofessionellen Mitarbeiter – teilweise abgeworben vom Arbeitgeberverband – im Jahre 2011 immerhin einen Millionenumsatz machten, und einen schönen Gewinn von 700.000 Euro einsacken konnten.

Das Geld brauche ich aber auch, um meinen aufwändigen Lebenswandel, und den meiner lieben 5. Ehefrau Minu Barati (36) zu finanzieren. Schliesslich wollen wir auch im Alter nicht am Hungertuche nagen.

Sexy Gehirn
Besonders hat mich gefreut, dass meine Liebste mein Gehirn so sexy findet. Das erspart es mir, meinen Körper wieder in Form zu bringen, und an Marathonläufen teilzunehmen.


Das bin ich, Geburtstagskind mit dem Sexy-Gehirn

So beschränke ich mich darauf, mich von meiner Frau gut bekochen, und morgens meinen fülligen Körper massieren zu lassen.

Danach sitze ich dann oft auf der Terrasse unseres herrlichen Anwesens, das ich mir von meinem hart erarbeiteten Geld im Nobelviertel von Berlin gekauft habe.


Villa Fischer …..von hart erarbeitetem Geld gekauft

Ewiggestrige meldeten sich
Natürlich haben sich auch ein paar ewiggestrige Sozialhilfeempfänger aus der Sponti-Putzgruppenzeit bei mir gemeldet, einer hatte sogar Kot in den Brief gepackt.

Diese Totalversager, die von Hartz IV leben, und es noch nie im Leben (ausser Steinewerfen) zu etwas gebracht haben, sollten froh sein, dass wir damals Hartz-IV beschlossen haben, und sie so regelmässig beim ALDI äh, ich meine bei meinem Klienten REWE, einkaufen können. Wenn das nicht reicht, dann gibt es ja auch noch in vielen Städten mittlerweile Suppenküchen.

Ärgernis STERN
Was mich aber besonders geärgert und mir beinahe meine Geburtstagslaune verdorben hat, ist dieser erbärmliche STERN-Artikel, der noch einmal meine Putzgruppenvergangenheit aufwärmt, als wenn dazu nicht alles bereits vor 12 Jahren gesagt worden wäre.
In das gleiche Horn tutet nun auch noch der Christian X.Y. Schmidt im Journal Frankfurt, der gerade seinen alten Schinken „Wir sind die Wahnsinnigen“ – gemeint bin ich und meine damalige hochprofessionelle Unterstützercrew – wieder neu aufgelegt hat.


Dieses Buch gehört auf den Index

Um aus diesem aufgeblasenen, lächerlichen Anschuldigungs-Luftballon die Luft herauszulassen, stelle ich ein- für allemal klar:

– Ja, ich war gewalttätig – lang ist’s her

– Nein, ich habe immer wieder bestritten, Molotowcocktails geworfen zu haben

– Ja, ich war fleissiger Steinewerfer und Faustkämpfer – auch das lange her. Seitdem kämpfe ich nur noch verbal mit meiner Schnauze. Insbesondere habe ich gelernt, mit bedeutungsschwerer Miene scheinbar Tiefschürfendes aufzusagen.
Im übrigen gilt: Revolution äh, ich meine Demokratie ist kein Deckchen-Sticken, wie der ehemalige Chef des Kommunistischen Bundes Westdeutschland (KBW), der hochintelligente Hans-Gerhart (alias Joscha) Schmierer, dem ich später eine Stelle im Planungsstab des Auswärtigen Amtes verschaffte, zutreffend feststellte.

– Nein, ich habe seinerzeit im Parlament nicht die Unwahrheit gesagt. Wenn mir etwas peinlich ist, oder ich etwas zu verbergen habe, dann schweige ich lieber, so wie in meinem Lebenslauf, wo 34 Jahre fehlen. Schweigen ist aber nicht lügen, das sollte auch der um seine Auflage kämpfende STERN wissen.


Auswärtiges Amt – Mein Lebenslauf mit 34 leeren Lebens-Jahren

Dass bei der seinerzeitigen Demo am 10.5. 1976, nach dem Tode Ulrike Meinhofs, an der ich natürlich putzgruppenmässig teilgenommen habe, und anschliessend unrechtmässig verhaftet wurde, ein Bul….äh, ich meine Polizist, schwer verletzt wurde, ist bedauerlich. Aber da ich es nicht war, hatte ich auch keinen Grund, mich zu entschuldigen.


Polizist Jürgen Weber, der seinerzeit lebensgefährlich verletzt wurde ……..keine Entschuldigung erforderlich.

Das hätte ich im übrigen auch nur getan, wenn dieser Polizist sich ebenfalls dafür entschuldigt hätte, dass er damals der Revolution mit seinem Polizeiauto im Wege stand.

Wollte Volkskommissar werden
Damals, das möchte ich noch hinzufügen, war ich der festen Überzeugung, nach der erfolgreichen Revolution Volkskommissar für die Geheimdienste und Revolutionsgefängnisse zu werden, notfalls zumindest Sicherheitsbeauftragter für die Cuxhavener Fischmehlfabriken.

Das änderte sich, als mit dem Entstehen der Grünen, auf deren Zug ich dann drei Jahre nach deren Gründung mit den Resten meiner Sponti-Putztruppe draufsprang, sich eine wesentlich einfachere Perspektive ergab: Durch Wahlen als Realos an die Futtertröge.
,
Nur Böswillige, wie der Günter Gaus, warfen mir deshalb vor, ein ausgekochter Opportunist zu sein. Alles Quatsch.

Ich habe mich vielmehr Stück um Stück zu einem (durchtriebenen ) Pragmatiker entwickelt.

Deutschland, herzlichen Dank für die vielen Glückwünsche, die ich leider nicht alle beantworten kann.

Joseph Martin (Joschka) Fischer

Geburtstagskind und Jubilar
Industrie-Klinkenputzer
Ex- Sponti-Putzgruppler,
Ex-professioneller Steinewerfer,
Ex-Taxifahrer
Ex-Turnschuhminister,
Ex- Radauparlamentarier,
Ex-Grösster Deutscher Aussenminister aller Zeiten (GröDAAZ)

NACHTRAG
Günter Gaus sagte über Fischer:

Mit Joschka Fischer bin ich, was das Interview mit ihm angeht, nicht zufrieden. Ich hatte schon damals den Eindruck, ich komme nicht ran an das Mass von Opportunität, das er besitzt. …Was er inzwischen an Opportunismus leistet, konnte ich nicht ans Tageslicht bringen.

Er sagt die grössten Banalitäten mit einer Bedeutungsschwere, als ob er gerade die Welträtsel gelöst hat. Das gehört wahrscheinlich zum Klappern des Handwerks eines Aussenministers.
Aber wenn er dann so die Stirn in Falten zieht, dann kommt das Nichtssagendste raus, was Diplomaten abliefern können.

Ich denke, dass er dauernd ein Selbstportrait abliefert.

Siehe hier

…und an anderer Stelle:

….Fischer hat mich richtig hereingelegt. Er hat mit großer Geste geredet – ohne jeden Inhalt. Dem war ich nicht gewachsen. Er hält sich für einen Pragmatiker. Ich halte ihn für den größten Opportunisten, den ich kenne. Ich kenne eine ganze Menge.

Mehr zur Grünen „Ikone“ und GröDAAZ Joseph Martin (Joschka) Fischer
Joschka und Herr Fischer, Regie: Pepe Danquart – Ein deutsches Film-Märchen
Professor J. Fischer: Jetzt rechne ich mit Gasprom Schröder ab
Professor J. Fischers Vorlesung – oder: politischer Opportunismus führt zum Erfolg
Joschka Fischer schreibt an ZEIT-Editor Dr. Theo Sommer

Keine Satire
K(l)eine Dosis Geschichte oder: Joseph (Joschka) Fischers Märchenstunde
Joseph (Joschka) Fischer – ein Entnazifizierungsheld im Auswärtigen Amt
Trauert Ex-Aussenminister Joseph Martin (Joschka) Fischer um Gaddafi?
Schweigen um die Morde an vier Deutschen in Djibouti
Der Vater eines im Auftrag Gaddafis ermordeten deutschen Nachwuchswissenschaftlers im Interview

vermischtes

So ticken die Scheichs von Katar …… und so schuften und sterben ihre Arbeiter

Dr. Alexander von Paleske —— 11.4. 2013 —


Basler Zeitung , Abt. Wirtschaft vorgestern:
So ticken die Scheichs von Katar.

Bewundernd wird aufgezählt, wie diese Herrschaften – vor allem dank reicher Erdgasvorkommen – sich in europäische Firmen einkaufen: Aktienpakete von VW, Porsche, Hochtief und Siemens lagen schon in ihrem Einkaufskorb.


Katar

50 Millarden US Dollar pro Jahr
50 Milliarden Dollar ist der Geldsack schwer, mit dem jedes Jahr zugeschlagen wird. Der katarische Staatsfond darf bereits Aktien im Wert von 200 Milliarden Dollar sein Eigen nennen.

Nicht nur Aktien, auch Immobilien und Anleihen vorausgesetzt die Rendite stimmt, sie soll bei deutlich über 10% liegen. Am besten nahe 20%, wie seinerzeit bei der Deutschen Bank in der Ära Ackermann.

Aber auch Spenden verteilen sie gerne, sofern es sich bei den Empfängern um Sunniten handelt, wie jetzt die Opposition in Syrien, oder die Palästinenser in Gaza..

Die Schiiten–Opposition im benachbarten Bahrain, die von einer kleinen Minderheit von Sunniten brutal unterdrückt wird, ist natürlich keine Unterstützung wert. Im Gegenteil, dort leisten vielmehr die Sunni-Saudis militärische Unterdrückungshilfe.

Da stört es auch keineswegs, dass derartige, von Katar unterstützte Aufstandsbewegungen, wie die in Syrien, auch eine Brutstätte für Al Qaida ist: Hauptsache: Sunniten.


Al Nusra,Teil der Rebellenarmee, mit Al Qaida verbunden. Screenshot: Dr. v. Paleske – Mehr zu Al Nusra siehe hier
und hier

Tiefschwarze Seite
Aber neben diesen selektiven Spenden gibt es noch eine lokale schwarze, eine tiefschwarze Seite, über die weder die lokale Presse schreibt, noch der sonst doch so investigative und ausführlich berichtende, staatlich finanzierte TV Kanal Al Jazeera: Die Gastarbeiter.

Wobei es nicht um die Gastarbeiter geht, die als Nachrichtensprecher bei Al Jazeera anschaffen, oder als Piloten für Qatar Airways fliegen, sondern um die Bauarbeiter, die Flughafenarbeiter in Doha und die Verladearbeiter in den Häfen, ebenso wie die Müllabfuhr.

Absolut angewiesen auf Gastarbeiter
Die Bevölkerung in den arabischen Emiraten ist auf diese Gastarbeiter, insbesondere im Bereich Bau, absolut angewiesen. Nicht nur ist die lokale Bevölkerung viel zu klein, um diese Menge an klotzigsten Bauwerken in Doha, der Hauptstadt Katars, hinzusetzen, und jetzt die Stadien für die Fussball-WM 2020 zu errichten. Vielmehr kommt eine Drecksarbeit wie auf dem Bau, noch dazu bei Temperarturen bis zu 50 Grad Celsius natürlich für sie gar nicht in Frage.

Dafür werden Arbeiter aus Ländern wie Nepal , Indien, Sri Lanka und den Philippinen angeheuert. Weniger beliebt sind allerdings Arbeiter aus moslemischen Ländern wie Pakistan und Bangladesch.

Wenn ein Staat so immens reich ist, dann könnte er ja auch seine Arbeiter anständig bezahlen. Sollte man meinen. Weit gefehlt, die Realität sieht ganz anders aus.

Bereits im November 2008 schrieben wir über die Gastarbeiter im benachbarten Dubai, deren Lage sich kaum von denen in Katar unterscheidet:

Fremdworte für sie sind: Streikrecht, Krankenversicherung, Unfallversicherung, regelmässige Lohnzahlung.

Wer krank wird, der wird in die Heimat zurückverfrachtet. Die Agenturen, welche die Lohnsklaven anheuern, machen bei der Anheuerung Versprechungen, die nicht eingehalten werden.

Die Pässe müssen sie nach der Ankunft gleich an den Arbeitsvermittler abgeben. Sklaverei im 21 Jahrhundert ein anderer Begriff dafür.
Diejenigen, welche illegal eingereist sind, leben darüber hinaus noch in ständiger Angst
Um fünf Uhr morgens wird aufgestanden, um neun Uhr abends kehren die Bauarbeiter zurück. Gearbeitet wird bei sengender Hitze. Wer nach /durch Dubai, und sei es auch nur zum Umsteigen auf dem Flughafen, gekommen ist, weiss, wovon ich rede.
Es existiert eine Pyramide, der Achtung, sozialen Anerkennung und Bezahlung, an deren Kopf die Einheimischen stehen, darunter kommen die Europäer und Nordamerikaner, die hier etwa das Doppelte verdienen, was sie ansonsten zu Hause verdienen würden, steuerfrei versteht sich. Darunter finden sich Araber, die aus anderen arabischen Ländern kommen, Palästinenser, Jordanier, Syrer, Ägypter.
Am Fusse der Pyramide stehen die Bauarbeiter, Kellner usw, die aus Indien, Pakistan, Bangladesh, Äthiopien und den Philippinen kommen. Sie spüren in vollem Umfang auch den Rassismus, der sich unter den Arabern ausbreitet, selbst wenn die asiatischen Gastarbeiter moslemische Glaubensbrüder sind..
Es herrschen Zustände, wie im 19. Jahrhundert. In jeder Hinsicht.

In Katar nicht anders
Dubai hat mittlerweile etwas seinen Glanz etwas verloren, dank der internationalen Finanzkrise, zumal es nur geringe eigene Erdölvorkommen besitzt, aber die Verhältnisse im benachbarten Katar stinken genauso zum Himmel.

Wie in Dubai:

– brutalste Ausbeutung und Arbeit unter sengender Sonne.

– selbst minimalen Arbeitsschutz sucht man dort vergeblich

– Monats-Mindestlohn: 200 Dollar, der nicht selten nur unregelmässig ausgezahlt wird..

– Völliges Streikverbot

– Unmöglichkeit der Ausreise dank Abgabe des Passes nach der Ankunft an den Arbeitsvermittler.

Die Herkunftsländer der Gastarbeiter versuchen mit Katar auf dem Verhandlungswege eine Erhöhung des Monatslohns auf wenigstens 300 US Dollar zu erreichen.

Sklaven für die Fussball-WM
Der Focus schrieb am am 27.3. 2013 .:

Katar ist ein „Sklavenhalter Staat“, für die WM sterben vier Nepalesen pro Woche.

Der Internationale Gewerkschaftsbund erwartet bis zur WM Hunderte von Toten wegen der vorherrschenden mörderischen Arbeitsbedingungen.

Der Nachbarstaat Abu Dhabi – auch dort herrschen selbstverständlich die gleichen unerträglichen Arbeitsbedingungen – hat darüber hinaus, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, mit dem US-Radikalchristen Erik Prince, früherer Eigentümer der Söldnerfirma Blackwater – später in XE umbenannt, dann in Academi – einen Vertrag über die Etablierung einer Söldnertruppe abgeschlossen. Angeheuert wurden Söldner, die beste Erfahrungen im Abknallen von Zivilisten aus dem Irak- und Afghanistankrieg mitbrachten, „proven in combat“ sozusagen, wir berichteten darüber.

Wer mit Emirates, Qatar Airways oder Etihad fliegt, oder diese Länder besucht, der sollte das alles auch im Hinterkopf behalten.

Und der Weltfussballverband FIFA sollte endlich Druck machen, dass die Arbeitsbedingungen verbessert werden, oder will er mitschuldig werden am Tod und an den Verletzungen der Bauarbeiter??

Vereinigte Arabische Emirate: Eine Söldnertruppe gegen den arabischen Frühling
Dubai – Die einen stehn im Lichte….

Medizin

Der ARZNEIMITTELBRIEF zur Krise der Antibiotikaresistenz

Dr. Alexander von Paleske —– 9.4. 2013 —-
Der Arzneimittelbrief (AMB) ist eine medizinische Fachzeitschrift, die sich vor allem mit Wirkungen und unerwünschten Nebenwirkungen von Arzneimitteln beschäftigt. Der AMB erscheint monatlich, enthält keinerlei Werbung, und wird seit 1967 von klinisch und pharmakologisch erfahrenen Ärzten herausgegeben, die sich dem Ziel verpflichtet fühlen, Arzneimittel rational einzusetzen, und deren Einsatz kritisch zu hinterfragen.

Rarität im medizinischen Blätterwald
Eher eine Rarität angesichts der Fülle von medizinischen
Zeitschriften, die oftmals nicht nur von Werbumg strotzen sondern deren Artkel nicht selten nach der Devise redigiert werden: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.“

Herausgeber des AMB sind:

– der Berliner Nephrologe Dr. Dietrich von Herrath, Mitglied des Fortbildungsausschusses der Ärztekammer Berlin

– der Berliner Hämatologe und Onkologe Prof. Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft

Ich habe den AMB seit 1979 abonniert, und viele nützliche Informationen daraus gewonnen.

In der neuesten Ausgabe des AMB (März 2013) findet sich ein Leitartikel, der sich ausführlich mit der zunehmenden Antibiotikaresistenz von Bakterien und deren Ursachen beschäftigt:

Infektionen mit Antibiotika-resistenten Gram-negativen Bakterien nehmen zu – die Rolle der Umwelt.


AMB März 2013

In der Zusammenfassung heisst es:

– Der übermässige Gebrauch von Antibiotika in der Medizin und in der Massentierhaltung hat besonders bei gram-negativen Bakterien zu komplexen Resistenzen geführt, die sich rasch verbreiten.

– Hierbei spielt der Austausch mobiler, Resistenzinformationen tragender Gene von Bakterium zu Bakterium (hotizontaler Austausch) eine entscheidende Rolle.

– Diese spezielle Form der Resistenzentwicklung findet in unserer Umwelt zunehmend dort statt, wo Bakterien aus medizinischen Einrichtungen und aus der Massentierhaltung mit anderen Bakterien zusammentreffen, z.B. in Kläranlagen und Gewässern.

– Insbesondere die ESBL (Extended Spectrum Betalactamases ) und die Carbapenem-Resistenzen sind auf diesem Weg entstanden. Infektionen mit diesen Erregern nehmen zu und sind zum Teil schwer zu behandeln.

– Immer wieder neue (und teure) Antibiotika zu entwickeln wird diese Probleme letztlich nicht verringern. Es muss auch Einfluss auf die ökologische Gesamtsituation genommen werden.

Selbst World Economic Forum warnt
Vom World Economic Forum – nicht zu verwechseln mit dem World Health Summit, den wir gerade einer massiven Kritik unterzogen haben – werden die durch resistente Bakterien verursachten Infektionen mittlerweile als eines der grössten Gesundheitsrisiken der Zukunft eingestuft.

Von da an ging’s bergab
Seit 2004 kommt es zu einem dramatischen Anstieg dieser Infektionen.
Infektionen durch ESBL-enthaltende E-Coli-Bakterien sind von deutlich unter 10% im Jahre 2004 auf 11,6% im Jahre 2008 angestiegen, ESBL enthaltende Klebsiellen gar auf 17%.
Tendenz: Weiter zügig aufwärts. Siehe hier und hier.

Reistente Klebsiellen waren auch für Infektionen und Todesfälle auf Neugeborenen-Stationen in Bremen, Berlin und Leipzig verantwortlich.

Zurück in die Nahrungskette
Antibiotika, insbesondere wenn sie nur langsam abgebaut werden, gelangen über die Abwässer und die Düngung von Feldern wieder in die Nahrungskette.

Nicht besser sieht es bei Fischen aus, die mit Abwässern in Berührung kamen, oder – häufiger – in Fischfarmen mit Antibiotika gefüttert werden.

Jährlich tonnenweise Antibiotika
In Grossbritannien wurden in den Jahren 2006 bis 2011 jährlich bis zu 400 Tonnen Antibiotika in der Tierzucht verbraucht (in Deutschland sind es 1760 Tonnen insgesamt in der Veterinärmedizin pro Jahr, der grösste Teil in der Massentierhaltung) .

Davon tauchen rund 15% als Dünger oder durch Beregnung mit Abwässern wieder auf den Feldern auf, und gelangen so in die Nahrungskette.

Auch unter dem Selektionsdruck resistent gewordene Bakterien tauchen in den Nahrungsmitteln auf, die diese Resistenz-Info im Darmtrakt der Konsumenten dann an dort befindliche fakultativ pathogene Keime weiterreichen.
Dies gilt insbesondere für Geflügel aus der Massentierhaltung

Vorschläge zur Schadensminderung
Der Artikel im Arzneimittelbrief beschränkt sich jedoch nicht nur darauf, dieses Horrorszenario aufzuzeigen, sondern macht gleichzeitig Vorschläge, wie diese Umweltbelastung deutlich vermindert werden kann.

Bei der Abwasserbehandlung:

– durch besondere Entsorgung der Krankenhausabwässer

– Reduktion der mikrobiellen Kontamination durch neue Technologien. z.B. UV-Behandlung

– durch Membran und Ozontechnologie zur Entfernung von Arzneimitteln aus dem Abwasser

In der Landwirtschaft

– durch Reduktion des Antibiotikaverbrauchs in der Nutztierhaltung

– durch Vermeidung von Massentierhaltung

– durch eine Viehhaltung in genügendem Abstand zu Fliessgewässern

– durch Vermeidung bzw. Verminderung der Düngung der Felder mit Fäkalien von Mensch und Tier

– durch besondere Behandlung des Abwassers aus der Viehhaltung

In der Medizin und Veterinärmedizin:

– durch zielgerichteten und reduzierten Einsatz von Antibiotika

– durch Verwendung von leicht abbaubaren Antibiotika

– durch Entwicklung von Alternativen zur Antibiotikatherapie.

Dieser AMB-Artikel ist wesentlich präziser als der Bericht Professor Ansgar Lohses vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Sprecher der Arbeitsgruppe „Infektionsforschung und Gesellschaft“.

Mehr noch, er fordert mit Vorschlägen zum unverzüglichen Handeln auf, da die Zeit drängt-

linkGrossbritannien: Gefahr der Antibiotikaresistenz vergleichbar mit Terrorismusgefahr und Gefahr der Klimaveränderung
Deutsche Spitzenforscher: Späte Warnung vor Antibiotikaresistenz und unzureichende Vorschläge
Die Zukunft heisst Resistenz? – Antiinfektiva verlieren ihre Wirksamkeit
Neue schlechte Nachrichten zur bakteriellen Resistenz gegen Antibiotika
Putenlaster-Unfall, kranke Puten und grüne Stellungnahmen zu schwarzer Zukunft
Erst Bremen, jetzt Leipzig – Die Antibiotikaresistenz breitet sich aus

Zwei Schreckensmeldungen zur Antibiotika-Verfütterung in der Massentierhaltung
Frühchentod und Antibiotikaresistenz

Antibiotikaresistenz: Nach Pest, Tripper, MRSA, NDM-1, TB, Campylobacter nun die Salmonellen
Bleibt die Gonorrhoe (Tripper) behandelbar?
Antibiotika-Resistenz: Spätes Erwachen. Oder: Minister Bahrs Wort zum Sonntag
WHO, Weltgesundheitstag und Antibiotikaresistenz – eine Nachbemerkung
Pest-Seuche und Antibiotika-Resistenz

Antibiotika oder Massentierhaltung?

Der Dioxin-Skandal flaut ab, die Probleme der Massentierhaltung bleiben
Hilflos bei Infektionen – Antibiotika verlieren ihre Wirksamkeit
Tierfabriken, Schweineviren und die Zukunft
Bittere Pillen für die Dritte Welt
Eine besiegt geglaubte Krankheit droht wieder zur unkontrollierbaren Seuche zu werden
Welt-Tuberkulose Tag – eine Krankheit weiter auf dem Vormarsch</
Tuberkulose und die Krise bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Kein Nachlassen der Schreckensmeldungen

Zur Ministerin Aigner
Will Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner uns für dumm verkaufen? – Ein Kommentar zur geplanten Reform des Tierarzneirechts
Verband zur Förderung der Massentierhaltung Deutschlands (VEFMAD) dankt der Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner

Medizin

Regional World Health Summit Asia – Nichts als ein Etikettenschwindel

Dr. Alexander von Paleske — 7.4. 2013 —-
Morgen beginnt in Singapur eine Konferenz, die sich „Regional World Health Summit Asia nennt.

Angesichts

– der neu ausgebrochenen Erkrankungen in China mit dem Virus H7N9, das erstmalig beim Menschen nachgewiesen wurde und bereits mehrere Todesopfer gefordert hat

– der sich weiter ausbreitenden Dengue-Epidemie, gerade auch in Südost-Asien

– einer neu aufgetretenen Corona Virus Krankheit, die bereits mehrere Todesopfer forderte

– der zunehmenden Resistenz der Malaria-Erreger gegen herkömmliche Anti-Malaria-Medikamente, insbesondere an der kambodschanisch-thailändischen Grenze

– der zunehmenden Ausbreitung und wachsenden Resistenz der Tuberkulose-Bakterien (MDR, XDR, TDR) gegen die herkömmlichen Tuberkulostatika

– der zunehmenden Resistenz der Bakterien gegen Antibiotika auch und gerade dank der Massentierhaltung

– der immer noch ungenügenden Versorgung HIV-Infizierter mit antiretroviralen Medikamenten

– der weiten Verbreitung der Fake Drugs, Scheinmedikamenten, (gerade wurden in China 20.000 Personen verhaftet, die diese Counterfeit Drugs herstellten oder verbreiteten, im Gesamtwert von 2,6 Milliarden US Dollar, LANCET vom 2.3. 2013)

– der insbesondere angesichts der globalen Krise spärlicher fliessenden Mittel für den Global Fund zur Bekämpfung von AIDS, TB und Malaria

könnte man einiges von der Konferenz an Antworten auf die bzw. Vorschlägen zur Lösung von den schweren Probleme(n) im Gesundheitswesen erwarten, angesichts des hochtrabenden Namens – könnte man….

Wo der Hase langläuft
Ein kurzer Blick auf das Tagungsprogramm zeigt jedoch gleich, wo der Hase langläuft:
Begonnen wird – nach zwei Begrüssungsvorträgen, die zu den drängenen Fragen nichts Wesentliches beitragen , mit einer „ Industry Leaders‘ Roundtable Discussion“ über 1 ¼ Stunden. Thema:

Sustainable Innovations for Healthcare in Asia – An Industry Perspective”

Teilnehmer sind:

– Osamu Nagayama | Chief Executive Officer | Chugai Pharmaceutical Co., Ltd. | Japan

– Vladimir Makatsaria | Chairman Asia Pacific | Johnson & Johnson | Singapore

– Andreas Busch | Head of Global Drug Discovery and Member of the Executive Committee | Bayer HealthCare | Germany

– Ferry Soetikno | President Director | Dexa Medica | Indonesia

– Alex Chang | Head of Asia Cluster | Novartis | Singapore

Die hier genannten Hauptprobleme, werden, wie dem Tagungsprogramm zu entnehmen ist, auf dieser Konferenz – wenn überhaupt – bestenfalls als Nebenthemen abgehandelt..

Keine Überraschung
Das ist allerdings keine Überraschung: Es handelt sich hier um eine Art Regionalveranstaltung des in ungeheurer Anmassung so genannten World Health Summit, der erstmals im Jahre 2009 in Berlin stattfand, organisiert von dem ehemaligen Chef der Berliner Charite, Prof. Detlev Ganten, und der seitdem die gastronomischen Betriebe in Berlin erfreut.

Bei der ersten Veranstaltung im Jahre 2009 hatte dieser „Summit“ sofort eine Gegenveranstaltung der Gewerkschaften und verschiedener im Gesundheitswesen arbeitender Nichtregierungsorganisationen (NGO’s) zur Folge, wir berichteten darüber.
Die folgenden Konferenzen in Berlin fanden dann in den Medien – zu Recht – kaum noch Widerhall.

Die Ähnlichkeit der Veranstaltungen mit dem World Economic Forum sind kaum zufällig, sondern offenbar durchaus beabsichtigt.

World Health Summit – ob regional, wie jetzt in Singapur, oder zentral in Berlin: nichts als ein Etikettenschwindel, ein ärgerlicher noch dazu. Zur Lösung der drängenden Probleme in Gesundheitswesen tragen sie nichts bei.

World Health Summit in Berlin: Heisse Luft als Antwort auf weltweite Herausforderungen
2. World Health Summit – Ein weiterer Heißluftballon steigt in den Berliner Kongress-Himmel

Medikamente ohne Wirkstoffe – ein hochlukratives Geschäft mit tödlichen Folgen
Weltgesundheitsorganisation (WHO) – ein teurer, bisher zahnloser Tiger im Kampf gegen gefälschte Medikamente

Zur Tuberkulose
Tuberkulose – nicht nur am 24.3., dem Welt-Tuberkulosetag
Eine besiegt geglaubte Krankheit droht wieder zur unkontrollierbaren Seuche zu werden
Welt-Tuberkulose Tag – eine Krankheit weiter auf dem Vormarsch</
Tuberkulose und die Krise bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Kein Nachlassen der Schreckensmeldungen

Zur Medikamentenresistenz als drohende Apokalypse
linkGrossbritannien: Gefahr der Antibiotikaresistenz vergleichbar mit Terrorismusgefahr und Gefahr der Klimaveränderung
Deutsche Spitzenforscher: Späte Warnung vor Antibiotikaresistenz und unzureichende Vorschläge
Die Zukunft heisst Resistenz? – Antiinfektiva verlieren ihre Wirksamkeit

medien

Nachrichtenmagazin SPIEGEL in der Krise: Eine Fahrt ins journalistische Nirgendwo?

Dr. Alexander von Paleske 6.4. 2013
In den letzten zwei Tagen kamen zwei Meldungen über den Ticker:

Meldung 1:
Ein Konsortium von Journalisten hat in einjähriger investigativer Arbeit Millionen Datenbankeinträge, Verträge, Urkunden und E-Mails aus dem Innenleben etlicher Steueroasen zugespielt bekommen und ausgewertet.

Die Daten geben Einblick in die Steueroasen-Welt. Sie identifizieren mehr als hunderttausend Kunden, unter ihnen Staatsoberhäupter, Waffenhändler , Steuerbetrüger , Prominente und weniger Prominente.

In Deutschland waren der NDR und Süddeutsche Zeitung federführend die Bearbeiter.

Meldung 2:
Das Nachrichtenmagazin Der SPIEGEL löst sich offenbar von seinem zerstrittenen Chefredakteurs-Duo Georg Mascolo / Mathias Müller von Blumencron .

Mascolo war zuletzt für die Printausgabe zuständig,, Blumencron für Online, auch wenn er weiterhin als SPIEGEL-Chefredakteur im Impressum stand.
So kämpfte jeder für sich in seinem Ressort und beide öfters gegeneinander.


Georg Mascolo


Mathias Müller von Blumencron ………miteinander und gegeneinander. Screenshots: Dr. v. Paleske

Diese beiden Nachrichten haben auf den ersten Blick gar nichts miteinander zu tun.

Bei näherem Hinsehen allerdings sehr wohl: Als Wkileaks 2011 seine brisanten Dokumente über den Irakkrieg zunächst den Medien zur Aufarbeitung gab – erst später warf dann Julian Assange die Cables ohne redaktionelle Bearbeitung ins Internet , ohne Rücksicht auf Verluste, wir berichteten darüber – gehörte selbstverständlich der SPIEGEL in Deutschland zu den mit der Auswertung und Veröffentlichung bestimmten Medien.

SPIEGEL unbeteiligt
Das ist bei den neuen Dokumenten von Offshoreleaks jedoch nicht mehr der Fall. Die nun involvierte Süddeutsche Zeitung hatte in den letzten Jahren unter der Leitung des investigativen Journalisten Hans Leyendecker, der früher beim SPIEGEL arbeitete,. und etliche Skandale aufdeckte, hervorragenden investigativen Journalismus dort etabliert.


Hans Leyendecker ……… Top investigativer Journalist. Verliess den SPIEGEL im Streit mit Stefan Aust und ging zur Süddeutschen Zeitung

Der SPIEGEL war zwar in ein pompöses Domizil umgezogen, wir nannten es in einem Artikel „Palazzo Prozzi“, jedoch mit investigativem Journalismus konnte dieses einstige „Sturmgeschütz der Demokratie“ (Rudolf Augstein) nun wirklich nicht protzen.

Ganz im Gegenteil: Langweilige Titel wie „Schlaflosigkeit“ „ Hitlers Uhr“ oder „Die Mutigen“ konnten Leser nicht an die Kioske locken, und trugen zum Auflagenrückgang von über 1 Million auf 890.000 Exemplare bei.

Die ständigen Querelen zwischen den beiden Chefredakteuren haben darüber hinaus kaum zur Motivierung der Mitarbeiter beigetragen.

Auch der Diskussionsservice von SPIEGEL-online strotzte von nicht nachvollziehbarer, offenbar willkürlicher Zensur von Diskussionsbeiträgen, was Leser / Schreiber zusätzlich verärgerte.

Nun also geht der SPIEGEL wieder mal auf Chefredakteurs-Suche. Dass Nikolaus Blome, stellvertretender Chefredakteur der BILD, zu den Kandidaten der engeren Wahl gehört, lässt allerdings Schlimmes befürchten.

Der SPIEGEL bleibt ein notweniges Element der Pressefreiheit in Deutschland. Es wird allerdings allerhöchste Zeit, dass er sich auf seine Hauptaufgaben rückbesinnt: aufzuklären und zu enthüllen.

Eine Anleitung, wie das gemacht wird, dürfte sich beim Studium alter SPIEGEL-Hefte im Archiv finden, aus der Zeit, bevor Stefan Aust das Magazin auf Lifestyle trimmte.

Zum SPIEGEL
Neues SPIEGEL-Domizil in Hamburgs Hafencity, oder: Umzug in den „Palazzo Prozzi“
Discounter ALDI-Süd, ein ehemaliger leitender Angestellter, Günter Wallraff und der SPIEGEL oder: Angriff ganz unten?
Günter Wallraff als Paketzusteller – eine persönliche Anmerkung
Zensur bei Spiegel-Online – ein persönlicher Erfahrungsbericht

Zu WIKILEAKS
Wikileaks mischt Zimbabwe auf
Wikileaks am Ende? Die Idee wird überleben

afrika

Zentralafrikanische Republik: Diktatoren, Rohstoffe, Plünderer und Putsche

Dr. Alexander von Paleske — 4.4. 2013 —
Die Zentralafrikanische Republik (CAR) war nur kurzfristig in den Schlagzeilen – in Europa jedenfalls: Wieder ein Putsch in Afrika, da kräht kaum noch ein Hahn danach, es sei denn, es handele sich um Islamisten.


Zentralafrikanische Republik

200 Millonen Dollar für eine „Kaiserkrönung“
Dann auch noch in einem Land, wo 1977 ein gewisser Jean Bedel Bokassa sich zum Kaiser krönte. Eine pompöse Zeremonie, die 20 Millionen US Dollar kostete – nach heutigen Verhältnissen rund 200 Millionen US Dollar – in einem der ärmsten Länder Afrikas.


Bokassas „Kaiserkrönung“

Reichtum und Armut
Ein reiches Land zugleich: reich an Rohstoffen, deren Erlöse aber nicht bei der Bevölkerung ankommen.

Das Land ist reich an Diamanten, Gold, Uran, Kupfer und vermutlich auch Erdöl. Jedoch bettelarm insbesondere an Politikern, deren Hauptinteresse das Wohlergehen der Bevölkerung ist, und nicht das Klammern an die Macht um jeden Preis, verbunden mit dem schamlosen Füllen der eigenen Taschen.

Vom Kolonialismus zum Neokolonialismus
Hauptschürfer der Rohstoffe, allen voran Uran: Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich.

Zur Absicherung ihrer Wirtschaftsinteressen, insbesondere der Uranmine Arevia, ist ein Kontingent französischer Truppen in der Hauptstadt Bangui stationiert.

Putschland CAR
Wie überall in Afrika, hatte auch in der Zentralafrikanischen Republik (CAR) die alte Kolonialmächt keine institutionellen Strukturen hinterlassen, die eine Demokratie nicht nur dem Namen nach beinhaltet und perpetuiert. So konnten sich nach der Unabhängigkeit im Jahre 1960, wie in vielen anderen afrikanischen Lländern auch, Diktatoren festsetzen, die nicht aus demokratischen Wahlen hervorgegangen waren, sondern durch Putsche.

Es gibt nur wenige Länder in Afrika, wie beispielsweise Botswana, deren Strukturen demokratisch zu nennen sind, und wo der Reichtum des Landes den Weg zur Bevölkerung nimmt, ohne vorher von gierigen Politikern und Militärs abgegriffen zu werden.

Die Zentralafrikanische Republik (CAR) gehörte noch nie zu diesen Demokratien, und so waren Diktatur, Putsch und Gegenputsch die Folge, gefolgt von der Plünderung des Reichtums durch die jeweiligen Putschisten und deren Gefolgsleute bzw. durch die jeweiligen Rebellen.

Der jetzt verjagte Präsident Francois Bozize war ebenfalls im Jahre 2003 durch einen Putsch mit Unterstützung des Nachbarlandes Tschad an die Macht gekommen.


Francois Bozize ……..in mehrere Putsche verwickelt

In all diesen Putschen und Putschversuchen mischte auch die ehemalige Kolonialmacht Frankreich ordentlich mit.

Ex Präsident Bozize war vor seiner Machtübernahme bereits in den Jahren 1982 und 2001 in Putschversuche verwickelt, landete deswegen auch schon mal im Gefängnis. Bis das Nachbarland Tschad ihn als potentiellen Stabilitätsfaktor ansah, und einen erneuten Putschversuch 2003 militärisch massiv und erfolgreich unterstützte.

Frankreich, Ange-Felix Patasse und andere
Auch Frankreich unterstützte ihn – zunächst – liess ihn, wie auch der Tschad aber schliesslich wieder fallen, als Bozize Zug um Zug die Kontrolle über sein Land verlor.

Dort machten sich die Rebellen unter dem von Bozize 2003 gestürzten Ange-Felix Patasse breit, unterstützt von einem weiteren Rebellen namens Michel Djotodia, dem neuen Präsidenten. Die vereinigten Rebellen firmierten unter dem Namen Seleka.

So überrascht es nicht, dass Frankreichs Fremdenlegion nicht auf der Seite Bozizes in die Kämpfe eingriff. Die Franzosen hatten einen politischen Pferdewechsel vorgenommen, auf die Rebellen gesetzt, die in letzter Zeit grosse Teile des Landes kontrollierten, und die sich von den Diamanten finanzierten, deren Schürfgebiete sie kontrollierten.

Die Hauptstadt Bangui hätten die Rebellen schon wesentlich früher eingenommen, wenn da nicht eine andere, ebenfalls an den Rohstoffen interessierte Mittelmacht auf den Plan getreten wäre: Südafrika.


Ein Kampf um Rohstoffe

In Afrika findet ein Kampf um den Zugang zu Rohstoffen statt. Wir hatten mehrfach darüber im Zusammenhang mit dem Krieg im Ostkongo berichtet.

Bis in die 90er Jahre waren internationale Konzerne aus Grossbritannien, Frankreich, Belgien den USA und Australien im Geschäft. Daneben auch noch Anglo American aus Südafrika.

Aber nun ist mit China in neuer, mächtiger Wettbewerber auf den Plan getreten. Mittlerweile in jedem afrikanischen Land präsent. Nicht nur präsent, sondern als Dienstleister von Entwicklungshilfe in der Form von Infrastrukturmassnahmen, ausgeführt von chinesischen Firmen und chinesischen Arbeitern.

Und natürlich gewinnt Afrika für China als Absatzmarkt für seine Produkte, zunehmend Interesse, bei Textilien oftmals in zerstörerischer Konkurrenz zur lokalen Produktion

Chronologie eines korrupten südafrikanischen Desasters
Aber nun ist auch Südafrika als ein neuer Player in diesem Kampf um Rohstoffe aufgetreten: in der zentralafrikanischen Republik. Ziemlich erfolglos allerdings.

Ein südafrikanischer Geschäftsmann, aus Kongo-Brazzaville stammend, namens Didier Pereira wollte in der CAR ordentlich Geschäfte machen, vorwiegend allerdings ohne grössere eigene Investitionen.

Der Plan: Eine Art Sammelstelle für Diamanten verbunden mit einem Exklusivvertrag über den Export mit der Regierung Bozize. Alleinvermarktung oder Monopol ein anderes Wort dafür.

Für ein derartiges Unternehmen braucht es Connections. Also holt sich Pereira ein paar Spitzenleute der südafrikanischen Regierungspartei ANC ins Boot mit dem Versprechen des grossen Geldes. Geld, nicht nur für diese ANC-Fat Cats, sondern auch für die Regierungspartei ANC.


Pereira (r) seine ANC-Fat Cats v.l.n.r: Billy Masethla, Paul Langa, Joshua Nxumalo ausserdem Ex CAR-Präsident Bozize

Nachdem das geklappt hatte , brauchte Pereira die Zustimmung der korrupten Regierung Bozize.
Ein derartiger Deal, mit dem ein bettelarmes Land seine Exportrechte einfach weggibt, funktioniert nur, wenn etwas Lukratives im Gegenzug angeboten wird.

Bozize kontrollierte immer geringere Teile seines Landes, insbesondere nicht den Teil, wo die Diamanten geschürft wurden, also dort, wo die Rebellen sich eingenistet hatten. Zum Machterhalt brauchte er deshalb dringend Waffen und Soldaten, die seine zerlumpte Armee auf Vordermann bringen könnten, um an der Macht zu bleiben. Und natürlich militärische Hardware.

Südafrika liefert und plündert
All das konnte Südafrika liefern, und lieferte es.
So kam ein dreckiges Geschäft zustande, das jetzt die südafrikanische investigativen Wochenzeitung Mail & Guardian enthüllte.


Mail and Guardian vom 28.3. 2013

Bis dato sah es nämlich so aus, als ob Südafrika uneigennützig Hilfe für einen afrikanischen Bruderstaat leisten würde. Davon kann jedoch keine Rede sein.

Das südafrikanische Kontingent konnte das angestrebte Ziel aber nicht erreichen. Das lag nicht an mangelnder Professionalität der südafrikanischen Truppen, sondern vielmehr an Bozizes verlumptem und korrupten Apparat. So gab es nicht nur keine militärischen Erfolge gegen die Rebellen, vielmehr waren es schliesslich die Südafrikaner alleine, welche die Rebellen bekämpften.

Von der Nachhut zur Vorhut
Die südafrikanische Nachhut wurde zur Vorhut, nachdem die Regierungstruppen, aber auch die afrikanische Friedenstruppe, die dort nach einem Friedensabkommen im Januar 2013 stationiert war, sich vor den Rebellen aus dem Staube gemacht hatte.

Das tat dann auch Bozize selbst in der vergangenen Woche, während die Südafrikaner zurückblieben, und ihre toten Kameraden einsammelten, 13 an der Zahl. Ausserdem etliche Verwundete.

Französische Truppen hielten lediglich den Flughafen der Hauptstadt Bangui offen, griffen aber in die Kämpfe nicht ein.

Der neue Präsident, Michel Djotodia, will alle fremden Truppen aus dem Land jagen, insbesondere natürlich die südafrikanischen – nicht jedoch die Franzosen, versteht sich.

So gibt es zwar eine neue Regierung in der CAR, aber keine neue Politik.

Die Armut der Bevölkerung, die fehlende Infrastruktur, all das dürfte auch die neue Regierung genau so wenig interessieren, wie die alte.

In Südafrika ist die „Akte CAR“ jedoch noch lange nicht abgeschlossen, nachdem sich herausstellte, dass diese Soldaten für korrupte schmutzige Geschäfte ihren Kopf hinhalten mussten.

NACHTRAG 6.4. 2013
Aus der Mail & Guardian vom 5.4. 2013:

und die Antwort des berühmten südafrikanischen Cartoonisten Zapiro darauf:

Afrika als Rohstoffverkäufer
Afrika – Ein Kontinent wird zum reinen Rohstoffverkäufer

Zum Ostkongo
Rebellenführer Bosco Ntaganda in Den Haag – Das „Bauernopfer“ des ruandischen Präsidenten Paul Kagame
Frieden im Ost-Kongo?
Ostkongo (DRC): Vorübergehende Waffenruhe im langen Krieg
Ruandas Paul Kagame greift nach dem Ost-Kongo – Der Dritte Kongokrieg hat begonnen
Der Krieg im Ost-Kongo, Ruanda und die USA
Der vergessene Krieg im Osten des Kongo
Kampf um Kongos Ostprovinzen
Die Kongo-Plünderer
Reichtum, Armut, Krieg – Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo – 50 Jahre Unabhängigkeit. Grund zum Feiern?
Im Interview: Sir Ketumile Masire zur Lage im Kongo
Kongo: Warlord Laurent Nkunda benennt „Kriegsziele“
Wohin treibt der Ost-Kongo oder: Krieg ohne Frieden

China und Afrika
Sambia: Präsidentschaftskandidat gewinnt mit antichinesischer Rhetorik
China-Afrika: Nicht nur eitel Sonnenschein
Chinesische Firmen springen auf den MLM-Zug
China und Afrika – wohin geht die Reise?
Der hässliche Chinese – oder: wie China in Afrika neuerdings agiert

Chinesische Scanner und ein Korruptionsskandal in Namibia
Europa Addio? – EU-Afrika-Gipfel in Lissabon

SATIRE

Katrin Göring Eckardt (KGE): Unsere grüne Agenda 2013 – mindestens 20,13 % mit sozialer Benebelung

Dr. Alexander von Paleske — 31.3. 2013 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Katrin Göring-Eckardt
Obergrüne und Vizepräsidentin
des Deutschen Bundestags
Reichstagsgebäude
Berlin

Betr: Bundestagswahlkampf 2013

Hallo grüne Aktivistinnen und Aktivisten nah und fern,

dies ist mein erster wahlkampfvorbereitender Rundbrief. Er soll allen grünen Aktivlingen m / f eine Richtschnur geben, wie der nun anlaufende Wahlkampf richtig angepackt werden muss, um ihn zu einem Waterloo für Mutti Merkel, aber auch für die SPD zu machen.

Diese SPD ist ein Auslaufmodell wie es in der ZEIT vom 21.3. 2014 Seite 4 hiess.

„Die SPD ist eine sterbende Partei, die Wähler wachsen der SPD davon, im 150. Jahr ihrer Existenz hat sie keine Idee davon, wo es für sie hingeht. Die Grünen haben eine Nachhaltigkeit auf allen Ebenen.“

sagte einer unserer jungdynamischen Wahlkampfmanager gegenüber dem Wochenblatt zutreffend.


„Die Zeit“ vom 21.3. Seite 4 – Die tot-grüne Koalition

Das entspricht haargenau der Einschätzung von uns Obergrünen.

Diese sterbende Partei wollen wir ohne Testament beerben.
Mein Rundbrief ist also dahingehend eine Argumentationshilfe und Richtschnur.

Aktion Sozialmäntelchenüberwurf
Ganz im Vordergrund steht die Aktion „Sozial-Mäntelchenüberwurf„.
Darunter ist die Täuschung der Deutschen Volksgemeinschaft über unsere wahren Ziele im Sozialbereich zu nennen.

Wir fordern

– höhere Reichensteuern

– Abschaffung des Ehegattensplitting

– Volksrente unabhängig von vorangegangenen Einzahlungen in irgendwelche Rentenkassen während des Berufslebens.

Im Klartext: Jeder Arbeiter / Angestellte wird am Ende seines Berufslebens Hartz-IV Empfänger.

Ich drückte das beim seinerzeitigen Durchpeitschen der Schröder-Grün-Agenda 2010 so aus:

„Hartz 4 erfüllt wichtige grüne Forderungen, die das Arbeitslosengeld II zu einem Schritt in Richtung Grundsicherung machen“

Bis zum Wahltag
Ausserdem fordern wir Grüne – bis zum Wahltag jedenfalls:

– Einen Mindeststundenlohn von 8,50 Euro – eine Forderung, mehr nicht.
In der Sache werden wir nach gewonnener Wahl, und nach Beratungen mit der Wirtschaft uns äusserst flexibel zeigen.

– Minijobs nur noch bis 100 Euro, wofür ich besonders auf die Pauke gehauen habe.


Lernfähig …………..bis zur Selbstverleugnung

Finanzieren werden wir das alles über Steuern – sagen wir bis zum Wahltag.

Wir Grüne versöhnen die Deutsche Volksgemeinschaft mit sich selbst, weil wir die Hochverdienenden überzeugen werden, dass diese Steuererhöhungen nur den Bedürftigen zugute kommen, nicht aber den gerade auch von uns kraftvoll unterstützten Kriegsabenteuern in Afghanistan und Mali.

Läuft sowieso alles dann anders
Natürlich wissen wir: wenn wir erst einmal an der Regierung sind, läuft das alles ohnehin anders, das haben wir ja in der Regierung Basta-Schröder als Juniorpartner bestens bewiesen:.

Ich habe seinerzeit gar nicht schnell genug mithelfen können, die Hartz IV-Regelungen durchzuboxen, wie es zutreffend in dem ZEIT Artikel vom 21.3. 2013 heisst. Ebenso die 400 Euro-Minijobs.

Auch habe Ich damals, sozusagen an vorderster Front, für die Verschiebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre (de facto also für eine Rentenkürzung) gekämpft, gegen den Widerstand mancher Sozialdemokraten, die noch immer diesem sozialen Arbeiter-Partei-Klimbim anhängen.

Aber jetzt geht es erst einmal darum, auf Stimmen- (Bauern-) Fang zu gehen. Devise: Spuren verwischen.

Vordergründig setzen wird uns also von den Hartz-IV Reformen der Gasprom-Schröder-Grün-Agenda 2010 ab, und behaupten (wahrheitswidrig): Basta-Schröder hätte sie uns aufgezwungen.
Wir tun also so, als wenn wir damals nur mitgeharzt hätten – gezwungenermassen.

Unsere Strategie
Die von uns Obergrünen beschlossene Strategie lautet daher:

1. Was interessiert uns unser Geschwätz von gestern

2. Wir Grüne sind hochflexibel, und richten unsere Fahne auch nach dem Wind. Notfalls täuschen wir auch absichtlich die Wähler, wie vor der Volksabstimmung über Stuttgart 21.

3. Wir Grüne sind lernfähig bis zu Selbst- und Vergangenheitsverleugnung.

Für den Hinterkopf
Im Hinterkopf sollten wir jedoch immer behalten:
Wir Grüne sind die wahre Mittelschichtspartei, die grüne FDP sozusagen, also grün angestrichener Liberalismus. Hinzu kommt im Sozialbereich – nur bis zum Wahltag – noch ein roter Anstrich.

Wie gut das bereits eingeschlagen hat, zeigt der neue Artikel in der ZEIT : Das mit Rot überpinselte Grün . Damit überholen wir nicht nur die SPD vordergründig von links, sondern zapfen mit dem Sozial-Klimbim auch das Wählerpotential der Linken an. Sehr erfreulich!.

Keine diesbezüglichen Gebote in der Bibel
Wer sich darüber aufregt, dass ich, als ehemalige (abgebrochene) Theologiestudentin mich so verhalten kann, der vergisst, dass ein Gebot

„ Du sollst nicht heucheln“

in der Bibel nicht vorkommt, so viel habe ich jedenfalls aus meinen Theologieseminaren noch in Erinnerung.

Ebenfalls gibt es in der Bibel nicht die Gebote

Du sollst im Wahlkampf nicht lügen

– Du sollst nicht Renten kürzen

Du sollst nicht hartzmässig der Unterschicht das Fell über die Ohren ziehen

Unsere neue grüne Agenda 2013 – viele Jahre nach der Basta-Schröder-Grün Agenda 2010 – kennt nur ein Ziel:: 20,13% bei den anstehenden Bundestagswahlen – mindestens. Dann stellen wir den Bundeskanzler, und der Bilderberger Peer Fettnapf-Steinbrück bekommt das Resort Abfallwirtschaft.

So viel erst einmal für heute

Gute Nacht Wahlkampf-Front-Grünlinge

Eure

Katrin Göring-Eckardt
Obergrüne und Wahlkampf-Frontfrau

Mehr zur Frontfrau KGE und den Grünen
Katrin Göring-Eckardt: Läuft super für uns Grüne
Katrin Göring-Eckardt (KGE): Ich mache grüne Zukunft
Kretschmann 21 zur Bahnhofsfrage Stuttgart

Granate-Renate Kuenast zu drängenden Fragen der Zeit
Jürgen Flaschenpfand-Trittin: Natürlich muss Deutschland in den Mali-Krieg ziehen
Claudia Roth an die grüne Basis: „Das werdet ihr noch bereuen“
Obergrüne Claudia Aufrege-Roth: „Halt die Klappe Boris Palmer“
link Jürgen Flaschenpfand-Trittin berichtet von der Bilderberg-Konferenz in Virginia / USA
Grünen-Fraktionsvorsitzender Jürgen Flaschenpfand-Trittin schreibt an Bundespräsident Joachim Gauck

Zur Grünen „Ikone“ und GröDAAZ Joseph Martin (Joschka) Fischer
Joschka und Herr Fischer, Regie: Pepe Danquart – Ein deutsches Film-Märchen
Professor J. Fischer: Jetzt rechne ich mit Gasprom Schröder ab
Trauert Ex-Aussenminister Joseph Martin (Joschka) Fischer um Gaddafi?
Professor J. Fischers Vorlesung – oder: politischer Opportunismus führt zum Erfolg
Joschka Fischer schreibt an ZEIT-Editor Dr. Theo Sommer

Medizin

Tuberkulose – nicht nur am 24.3., dem Welt-Tuberkulosetag

Dr. Alexander von Paleske — 30.3. 2013 —
Am 24.3. 1882 machte Robert Koch die Entdeckung des Tuberkelbazillus bekannt. In Erinnerung daran wurde der 24.3. zum Welttuberkulosetag. Damals grassierte die Tuberkulose in Europa und den USA, jeder 7. Mensch starb daran.

Nach dem Welttuberkulosetag 2013
Montag, 25.3. 2013, am Tage nach dem Welttuberkulosetag in der Laborambulanz des Mpilo-Krankenhauses in Bulawayo: 15 Patienten warten auf Punktionen, die meisten sind wegen geschwollener Lymphknoten zur Abklärung hierher überwiesen worden.

Vier Patienten leiden, wie sich nach der Punktion herausstellt an Tuberkulose, genauer gesagt an Lymphknoten-Tuberkulose, die zwar nicht in Europa, aber dafür in Afrika ausserordentlich verbreitet ist. Es wird geschätzt, dass rund 20-30% aller Tuberkulosekranken einen ausserhalb der Lunge gelegenen Lymphknotenbefall haben.


Einer der Patienten vom 25.3.: Lymphknoten-Tuberkulose, Eiter aspiriert


…unter dem Mikroskop: übersät mit Tuberkelbakterien (rot). Zusammengebrochene Immunabwehr, Vollbild AIDS – Fotos: Dr. v. Paleske

Ein Tag wie jeder andere
Ein Tag wie jeder andere also. Aber eben doch nicht ganz, denn in den letzten Jahren gab es deutliche Veränderungen, keineswegs zum Besseren.

Ein Blick zurück
Die Tuberkulose war hier im südlichen Afrika in dem Zeitraum von 1960-1985 im deutlichen Abklingen begriffen, dank der hocheffektiven Kombinationstherapie mit Tuberkulostatika, die in den 50er Jahren, beginnend mit dem Streptomycin, entwickelt worden waren, und dann zum Einsatz kamen. Eine der schlimmsten Infektionskrankheiten verlor mit den Tuberkulostatika ihren Schrecken.

Vorher halfen, wenn überhaupt, nur die Liegekuren, Verbesserung der Ernährung, und notfalls chirurgische Eingriffe..
Die Architektur des Lungekrankenhauses hier erinnert noch heute an die Zeit der Liegekuren.

HIV und Tuberkulose
Tuberkelbakterien können auch nach durchgemachter Infektion über lange Jahre im Körper „überwintern“, vom Immunsystem in Schach gehalten. Wenn dieses zusammenbricht können die Tuberkelbakterien sich wieder ausbreiten, oder es kommt erleichtert zu einer Neuinfektion von aussen.

Parallel zur Ausbreitung der HIV-Krankheit, in deren Folge es zum sukzessiven Verlustes der Immunabwehr kommt breitet sich deshalb die Tuberkulose wieder rasant aus: entweder mit einer Reaktivierung einer durchgemachten Infektion, oder aber es kommt zu einer Neuansteckung von einer anderen, an offener Lungen-Tuberkulose erkrankten Person.

Zunahme der Resistenz
Zunächst reichte es, die Diagnose TB zu stellen, und dann die Behandlung zu beginnen. Die Bakterien-Kulturen, die auch hier im Referenzlabor seit Jahrzehnten angelegt wurden – eine Kultur nimmt rund 5-6 Wochen in Anspruch – dienten in erster Linie zur Bestätigung der Diagnose, insbesondere dann, wenn die Bakterien im Lungenauswurf nicht unter dem Mikroskop nachgewiesen werden konnten.

Resistenzen gegen die Erstlinienmedikamente INH, Rifampicin und Ethambutol gab nur sehr selten.

Das hat sich mit dem Beginn der 90er Jahre, parallel zur explosionsartig sich wieder ausbreitenden Tuberkulose, grundlegend geändert: Die bakteriellen Resistenzen gegen Tuberkulostatika sind auf dem Vormarsch

Eine Hauptursache – nicht die einzige – der Resistenz ist die inkonsequente (unregelmässige) Einnahme, oder der Therapieabbruch seitens des Patienten.So können sich dann resistente Tuberkelbakterien unter der Therapie bilden.

Dieser Resistenzbildung kann effektiv nur mit einer täglich überwachten Therapie, Directly Observed Treatment, (DOT) begegnet werden, was ein engmaschiges System der Gesundheitsversorgung voraussetzt, und das ist gerade in vielen ärmeren Ländern nicht vorhanden.

Mittlerweile kommen aber bereits eine ganze Reihe von Patienten erstmalig mit resistenter Tuberkulose zur Behandlung, die sich also bei Patienten angesteckt haben müssen, welche bereits an Medikamenten-resistenter Tuberkulose litten.

Kontinuierliche Resistenzausbreitung
In den vergangenen Jahren hat sich die medikamentenresistente Tuberkulose kontinuierlich weiter ausgebreitet. Hier liegt sie im Augenblick bei 4%, vor acht Jahren waren es noch 0,6% wobei es eine erhebliche Dunkelziffer gibt: Nur ein Teil der Proben wird in dazu eingerichteten Laborartorien auf Medikamentenresistenz gezielt nach Anzüchtung getestet. Stattdessen wird oftmals die Diagnose „Resistenz“ klinisch, also aus den Krankheitssymptomen gestellt. Bei klinischem Nichtansprechen wird eine medikamentenresistente Tuberkulose unterstellt, was durchaus nicht immer zutreffend ist.

Teuer und aufwendig
Teilweise-medikamentenresistente Fälle (MDR-TB) können nur mit einer Zweitlinientherapie behandelt werden, die statt 100 Dollar pro Patient, dann schon das Zehnfache kostet, und für viele arme Länder aus eigener Tasche nicht mehr finanzierbar ist. Ausserdem dauert die Behandlung erheblich länger, bis zu einem Jahr und mehr, statt der 6 Monate mit der Erstlinientherapie.

XDR auf dem Vormarsch
Ebenfalls auf dem Vormarsch ist die extrem medikamenten-resistente TB (XDR-TB), die mittlerweile aus 58 Ländern gemeldet wird; zwei Jahre zuvor waren es „erst“48.

Die grosse Mehrzahl der Patienten, die an XDR leidet, verstirbt – trotz aufwändiger Therapie – innerhalb eines Jahres daran. Eine Therapie, die pro Patient rund 7000 US Dollar kostet.

Erstmalig TDR gesichtet
Mittlerweile wurden im Jahre 2012 aus Indien erstmals Fälle von total Medikamenten-resistenter Tuberkulose (TDR-TB) gemeldet, verursacht von Tuberkelbakterien, die gegen alle verfügbaren, gegen Tuberkulose wirksamen Medikamente, resistent sind.

Erschreckende Zahlen
Die Tuberkulosezahlen weltweit sind erschreckend: Jedes Jahr erkranken rund 9 Millionen Menschen neu an TB, rund 1 Million sterben an der Erkrankung.

Auch in Deutschland bleibt die Tuberkulose als Krankheit präsent, wenngleich die Krankenzahlen kaum vergleichbar mit denen in anderen Ländern sind: 4317 Fälle im Jahre 2011 mit 162 daran Verstorbenen.

Zwei Entwicklungen geben dennoch genügend Anlass zur Sorge:

1. Die Krankenzahlen fallen nicht weiter ab, sondern haben in Deutschland ein Plateau erreicht, bei Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren steigen sie bereits wieder an:(2009: 142, 2010: 160, 2011: 179).

2. Auch in Deutschland breitet sich die medikamenten- teilresistente Tuberkulose (MDR-TB) aus, z.Zt. bei 2% aller TB-Fälle, wobei in Deutschland regelhaft die Erreger auf Resistenz getestet werden, die Dunkelziffer demzufolge vernachlässigbar klein ist.

Grassierende TB in Osteuropa
Viel schlimmer sieht es in Osteuropa aus:

– In der WHO-Region Europa, die unter anderem auch die Türkei und Russland umfasst, wurden 300.000 Erkrankungen registriert, mit 44.000 Todesfällen.

– 78.000 Patienten, also bereits rund 25% litten an teilresistenter MDR-TB.

Todesfalle russische Gefängnisse
Noch schlimmer sieht es in russischen Gefängnissen aus: Dort grassiert mittlerweile die MDR-TB mit einem Anteil von 50% aller TB Fälle, 7% sind bereits XDR-TB. So werden die russischen Gefängnisse für manchen Insassen zu Todesfallen.

Auch in bestimmten Regionen Südafrikas liegt der Anteil der XDR-TB mittlerweile bei über 10%.

Isolierung der Kranken und wo?
Bisher gibt es darüberhinaus keinerlei erkennbares ernsthaftes Nachdenken darüber, ob und wie Patienten mit MDR / XDR/ TDR- TB isoliert werden können und müssen, solange sie an offener Lungentuberkulose leiden, also für ihre Umgebung infektiös sind, um weitere hochgefährliche Ansteckungen zu verhindern.

Hier wird eine Vogel-Strauss-Politik betrieben – überall.

Neue TB-Medikamente? – weitgehend Fehlanzeige
Wichtig bleibt jedoch die Entwicklung neuer Medikamente. Grössere Anstrengungen seitens der pharmazeutischen Industrie in dieser Richtung sind bisher nicht erkennbar.

Hinzu kommt, dass Medikamente der Zweitlinientherapie gegen TB, wie das Streptomycin, in der Obstbaumzucht (gegen Feuerbrand) missbraucht werden. Das Medikament wurde im Bienenhonig nachgewiesen. Aber auch der Einsatz von Gyrase-Hemmern (Chinolonen) bei banalen bakteriellen Infektionen in der Humanmedizin, und der Missbrauch in der Massentierhaltung führen dazu, dass sie mittlerweile bei der Behandlung der Tuberkulose unwirksam geworden sind, bzw. drohen, unwirksam zu werden.

Entschiedene Schritte in der Bekämpfung der TB, und gegen den Missbrauch von Anti-TB Medikamenten, sind erforderlich, aber bisher nicht erkennbar. Daran werden auch gelegentliche Artikel in der Presse zum Welttuberkulosetag, welche oft genug die Schwere des Problems gar nicht richtig beschreiben wollen – oder können – nichts ändern.

Wenn nichts geschieht, dann wird bald etwas geschehen, wegen Unwirksamkeit aller verfügbaren Medikamente: die Rückkehr zu Liegekuren und Operationen.

Thomas Manns gossartiges Werk Der Zauberberg könnte dann plötzlich ein Ausblick in die Zukunft sein, statt eines Rückblicks auf die relative Hilflosigkeit gegenüber der Tuberkulose in der Vergangenheit, die endgültig vorüber zu sein schien.

Die Zukunft heisst Resistenz? – Antiinfektiva verlieren ihre Wirksamkeit
Eine besiegt geglaubte Krankheit droht wieder zur unkontrollierbaren Seuche zu werden
Welt-Tuberkulose Tag – eine Krankheit weiter auf dem Vormarsch</
Tuberkulose und die Krise bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Kein Nachlassen der Schreckensmeldungen

Eigene Beiträge zur Verbesserung der TB-Diagnose
linkLymph node aspirates in Tuberculosis-Diagnosis: New challenges, new solutions – a study of 156 patients

linkDiagnosis of disseminated Tuberculosis in bone marrow aspirates

Zur Medikamentenresistenz als drohende Apokalypse
linkGrossbritannien: Gefahr der Antibiotikaresistenz vergleichbar mit Terrorismusgefahr und Gefahr der Klimaveränderung

SATIRE

Beschwerde eines Pro-Sieben Fans über Raabschlägers Unterschichten-Klamaukshow „Absolute Mehrheit“

Dr. Alexander von Paleske —– 25.3. 2013 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox

Herrn
Programmdirektor
Abt. Unterschichtenfernsehen,
Klamaukfernsehen, TV Witzchen
Pro Sieben
München

Sehr geehrter Herr Programmdirektor,

ihre gestrige Sendung „Absolute Mehrheit“, mit dem Metzgergesellen, Schadenfreude-Spezialisten und Anspruchslos-Entertainer Stefan Raabschläger, war ja wohl der totale Reinfall.
Wie konnten Sie auch nur diesen zweitrangigen Grünen Boris Palmer einladen.

Statt

– Dampf in die Bude zu bringen,

– bei dem aufgeblasenen Metzger Stefan Raabschläger die Luft rauszulassen,

– zu erklären, warum die Grünen nicht nur Salat futtern und neuerdings Bionade bei McDonald’s sich reinziehen, sondern auch gelegentlich zum „Gras“ greifen

outet sich dieser Polit-Tölpel als langweiliger Abstinenzler. Das hat nicht nur den Grünen geschadet, sondern auch und vor allem Ihrer Sendung.

Vom Vater nichts gelernt
Von seinem Vater Helmut Palmer, der einst bei dem Dienst-Mercedes des Landesvaters und ehemaligen gnadenlosen Nazi-Richters Hans Filbinger, der als Kriegsrichter Wehrmachtsdeserteure zum Tode verurteilte, und noch nach Kriegsende einen Matrosen mit Nazi-Gesetzen verfolgte, die Luft aus den Reifen liess mit der Bemerkung: „Umweltschützer fahren Bahn“, hat Boris offenbar nichts gelernt.

Der Vater wusste, wie man das von Natur aus rebellische Völkchen im Remstal mit volksnahen Aktionen aufmischen konnte. Und nicht nur das Remstal-Völkchen.

Bilderberger Flaschenpfand-Trittin muss ran
Ich schlage deshalb vor, dass in der nächsten Sendung der Bilderberger Jürgen Flaschenpfand-Trittin als Grünen-Vertreter aufkreuzt .

Der Jürgen wird nicht nur das ganze Polit-Geschwafel mit seinem herrlichen Zynismus würzen, sondern auch mit griffigen unterschichtennahen Formulierungen wie „Schweinejournalismus“ die Diskussion bereichern.

Seehofer und Sarrazin
Als weitere Gäste wünsche ich mir Thilo Sarrazin und den Seehofer. Da werden Sie sehen, wie die Post abgeht.

Dem Seehofer mit seiner Schwulenfeindlichkeit kann dieser Trittin sicherlich nachweisen, dass seine homophobe Haltung nur aus unterdrückter und verdrängter eigener Homophilie stammt.

Und statt dem Buschkowsky, einer schlechten Kopie des Sarrazin, muss das Original ran.

Der arbeitet ja schon wieder an einem neuen Buch, Arbeitstitel: „Mein Europa“, womit er seine „Gartenzwerg-Vorstellungen“ über Europas Zukunft der deutschen Volksgemeinschaft unterjubeln will.

Den SPD-Sarrazin kann Raab natürlich noch nicht auf sein neues Buch ansprechen, weil der selbst bisher nicht weiss, was er da im Detail bringen will. Stattdessen sollte Raab nebenbei auf die verblüffende Ähnlichkeit des Sarrazin mit dem Ruhrpott Kumpel Adolf Tegtmeier, alias Jürgen von Manger hinweisen, und am besten diese Bilder einspielen:


Thilo Sarrazin


Adolf Tegtmeier – Verwandter von Sarrazin?

Ausserdem könnte Raab ihn fragen wie viel er von Oswald Spenglers Buch „Untergang des Abendlandes“ für seine Büchlein denn abgeschrieben habe.

Auch Cindy muss kommen
Als Vertreterin aus dem Volk könnte Cindy aus Marzahn eingeladen werden, die würdige Nachfolgerin der seinerzeitigen Ulknudel Trude Herr ( „Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann“).
Cindy wird gerade dem Sarrazin, wegen Kaltduschen von Hartz IV – Empfängern, aus eigener Erfahrung ordentlich einheizen, und die Zuschauer mit ihrer Berliner Schnauze und derb untergürteligen Kalauern zum Lachen bringen.


Cindy aus Marzahn

Um den Seehofer zu provozieren schlage ich ausserdem vor, diese etwas korpulente Dame in (weiten) Lederhosen antreten zu lassen gemäss dem Motto:

Die Berliner Preussen sind die besseren Bayern.

Natürlich darf der FDP -Brüderle nicht fehlen zum Thema:

Wieviele Tanzkarten darf ein Politiker pro Abend austeilen, ohne in den Geruch der sexuellen Nötigung zu geraten?

So wird die Chose laufen.

So eine Veranstaltung wie gestern abend darf es nie wieder geben, sonst laufen ihnen mit den Zuschauern auch die Werbekunden weg.

Herzliche Grüsse

Ein Pro Sieben Fan

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