Medizin

Töten von Eintagsküken, Verfeuern von Antibiotika – Zwei Seiten einer Fehlentwicklung, die gestoppt werden muss

Dr. Alexander von Paleske —– 23.5.2016 —- Zwei Nachrichten kamen in der vergangenen Woche über den Ticker:

1. Das Oberverwaltungsgericht Münster hat das Vergasen und Schreddern von Millionen Eintags-Küken für rechtmässig erklärt.

2. Britische Forscher warnen davor, dass resistente Keime zukünftig bis zu 10 Millionen Menschen das Leben kosten könnten.

Obwohl scheinbar kein Zusammenhang zwischen diesen Nachrichten besteht, verbindet beide doch etwas: Sie sind Folgen einer völlig aus dem Ruder gelaufenen Fleischproduktion in der Form von Massenproduktion in Tierfabriken:

. Antibiotikaresistenz durch die regelhafte und massenhafte Verfütterung von Antibiotika

– Abladung riesiger Güllemengen auf den Feldern, dadurch Grundwasserverseuchung mit Nitraten

– Millionenfache Vergasung und Schreddern von Küken – unerträglich aus Gründen des Tierschutzes..

Antibiotika werden wirkungslos
Erst vor wenigen Monaten hat eine EU-Kommission vor massiv zunehmenden Antibiotika-Resistenzen gewarnt.

Wie EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis erklärte, sterben in der EU bereits jetzt jedes Jahr rund 25.000 Menschen durch bakterielle Infektionen, die durch resistente Keime hervorgerufen worden sind.

Die Gefahr sei dem Experten zufolge nicht auf Europa beschränkt, sondern ein globales Problem, das globale Lösungen verlangt“.
.
Eine von den Grünen in Auftrag gegebene Studie der Berliner Universitätsklinik Charite, kam im vergangenen Jahr zu der Schlussfolgerung, dass es bis 2050 rund zehn Millionen Tote pro Jahr durch multiresistente Keime geben könne, wenn es so weitergeht, wie bisher.

Gleiche Schlussfolgerungen
Eine von der britischen Regierung in Auftrag gegebenen Studie zur Gefahr der Antibiotikaresistenz von Mikroorganismen, die jetzt fertiggestellt und veröffentlicht wurde, kommt zu ganz ähnlichen Schlussfolgerungen:

1. Der Gebrauch von Antibiotika muss weltweit eingeschränkt werden, nicht nur in der Humanmedizin, sondern auch und gerade in der Landwirtschaft..

Weltweit werden riesige Mengen von Antibiotika und anderer antimikrobieller Medikamente an Menschen und Tieren verschwendet, die diese nicht brauchen.

„Wir müssen auf verschiedenen Wegen auf der ganzen Welt darüber informieren, warum es entscheidend ist, dass wir aufhören, unsere Antibiotika wie Süßigkeiten zu behandeln“,

erklärte der Studienleiter O’Neill gegenüber der britischen BBC.

Wenn wir das Problem nicht lösen, steuern wir auf das Mittelalter zu.“

Das ist leider nur teilweise richtig, denn ohne Antibiotika schafft es insbesondere Geflügel in der Massentierhaltung gar nicht bis zum Schlachttag. Das Ende der Massentierhaltung steht damit auf der Tagesordnung

2. Ein weltweiter Fond ist erforderlich zur Entwicklung neuer Antibiotika.
Der Grund: die Pharmafirmen zeigen wenig oder kein Interesse an Neuentwicklungen, weil sich damit kaum oder gar kein Geld verdienen lässt.

Anders als Antibiotika, die in der Regel nur über einen Zeitraum von Tagen verabreicht werden, müssen profitable Medikamente, zur Behandlung von Krebs und chronischer Erkrankungen wie Diabetes und Rheuma entweder lebenslang, oder doch über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.

3. Die Diagnostik muss verfeinert und beschleunigt werden, um Antibiotika in der Humanmedizin gezielter einsetzen zu können, statt der jetzt gängigen Praxis, aus allen Rohren auf Verdacht ungerichtet zu schiessen, mit den Folgen der beschleunigten Multiresistenzentwicklung.

Schreddern bleibt erlaubt
Das OVG Münster urteilte jetzt zum millionenfachen Vergasen und Schreddern von Küken:

Die Aufzucht der ausgebrüteten männlichen Küken aus einer Legehennenrasse ist für die Brütereien mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Würden die Küken aufgezogen, seien sie von den Brütereien nicht mehr vermarktbar. Die Tötung von Küken ist daher Teil des Verfahrens zur Versorgung der Bevölkerung mit Eiern und Fleisch“.

Weiter wie bisher
Die Massnahmen der Bundesregierung, die wir hier mehrfach scharf kritisiert haben, laufen im Prinzip auf das „weiter wie bisher“ hinaus.
Politische Leitlinie: Ein wenig muss sich ändern, damit letztlich doch alles bei der bisherigen Massentierhaltung in Tierfabriken bleibt.
Es ist eben es nicht getan mit einem Verbot hier, einer Meldepflicht beim Auftreten von resistenten Keimen dort – alles kosmetische Massnahmen, die dasÜbel nicht an der Wurzel packen.

Gebraucht wird vielmehr eine komplette Revision der Fleischversorgung, die drastisch zurückgefahren werden muss

Es stellt sich die Frage .
Es stellt sich drastisch die Frage: wollen wir morgen noch sicher leben, sollen Infektionen behandelbar bleiben? – oder lieber jetzt jeden Tag billiges Fleisch essen und Millionen von Küken schreddern???

Grüne Woche in Berlin und industrialisierte
Landwirtschaft

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kriminalitaet

Frauenmorde in Frankfurt – Die Spuren führten ins Nichts, nun nach Schwalbach?

Dr. Alexander von Paleske —- 19.5. 2016 — Die Spuren führen nach Schwalbach überschreibt der SPIEGEL am 18.5. einen Artikel über einen Tatverdächtigen namens Manfred Seel, in dessen angemieteter Garage die verwesten Leichenteile einer Frau gefunden wurden. Der Leichnam war zerstückelt, und in eine Mülltonne gestopft worden.

Der Verdächtige Seel erlag vor dem grausigen Fund 2014 einem Krebsleiden.

Späte Dämmerung
Nun dämmert es offenbar der Polizei, dass sie einem Serienkiller auf die Spur gekommen sein könnte, der in den Jahren von 1971 bis 1993 auch andere Frauen getötet hat.Und möglicherweise auch Tristan, der 1998 in Frankfurt-Liederbach regelrecht geschlachtet worden war.

Kontakt gehabt
Zu dem offenbar ersten Opfer, Gudrun Ebel . konkreter: ihrer Familie, hatte ich seinerzeit Kontakt, verteidigte ihren Bruder Manfred in zwei Strafverfahren 1971 und 1974. Im letzteren Fall vor einem Richter namens Effinovicz in Bad Homburg, der seinerzeit Rechtsgeschichte geschrieben hatte, erbärmliche allerdings. Mehr dazu bei anderer Gelegenheit.


Gudrun Ebel

Gudrun Ebel gehörte zu einer Unterschichtenfamilie, die in Notunterkünften in Frankfurt lebte, bis sie 1970 in das besetzte Haus Eppsteinerstrasse 47 einzog.

Schlagzeilen – aber keine Aufklärung
Der Mord an Gudrun Ebel machte damals Schlagzeilen, weil das Opfer regelrecht geschlachtet, und die Gebärmutter entfernt worden war.

Die Polizei vermutete damals, es handele sich um einen Medizinstudenten. Ziemlicher Unfug, zumal die Leichenöffnung in der Anatomie und in den Pathologiekursen ohnehin zum Lehrinhalt gehört.

Die Spuren führten ins Nichts, die Aufklärung verlief im Sande. Der Mord wurde nie aufgeklärt.

Nach dem gleichen Muster tötete dieser Psychopath offenbar weitere Frauen im Raum Frankfurt und entnahm Organe.

Täter angeblich gefunden
Nun glaubt die Polizei den Täter des abscheulichen Mordes an Tristan Bruebach 1998 mit einem Serienkiller in Verbindung bringen zu können. Auch Tristan wurde von dem Täter regelrecht abgeschlachtet.

Auch hier verliefen alle Ermittlungen bisher im Sande.

Schon die vorangegangenen Morde hätten es naheliegen lassen einen Zusammenhang zu erkennen, und eine Sonderkommission einzurichten – doch nichts geschah. Stattdessen: die üblichen Ermittlungen durch die überlastete Mordkommission.

Die Opfer stammten fast sämtlich aus der Unterschicht, viele aus dem Rotlichtmilieu. Also offenbar kein nenneswerter Fahndungsdruck. Das wäre wohl ganz anders gewesen, wenn es sich bei den Opfern um Angehörige der Mittel- und Oberschicht gehandelt hätte.

Nun, nach dem Tod des vermutlichen Täters, die Einrichtung einer Sonderkommission. Reichlich spät.
Wären die Ermittlungen mit dem nötigen Nachdruck nach der Ermordung Gudrun Ebels erfolgt, dann könnten die anderen Opfer vermutlich noch am Leben sein.

Könnten……

global player

Söldner-Ölfirma Heritage Oil, die Panama Papiere und ein fehlgeschlagener Steuer-Coup

Dr. Alexander von Paleske —- 19.5. 2016 ——
Die Rohöl-Explorationsfirma Heritage Oil, über die wir hier bereits mehrfach berichtet haben, ist wieder in die Schlagzeilen geraten – dank der Panama-Papiere.


Heritage Oil …wieder in den Schlagzeilen

Die Öl-Firma wurde von dem Söldnerfirma-Besitzer Tony Buckingham gegründet.
Buckingham war Eigner der Söldnerfirma Sandline, die sich bei ihren blutigen Afrika-Abenteuern ihrerseits auf die südafrikanische Söldnerfirma Executive Outcomes stützte.

Krakenarme ausgestreckt
Buckingham hatte seine Krakenarme nach vielen Ländern Afrikas ausgetreckt, darunter Angola, Namibia, Sierra Leone, Kenia und Uganda. Siehe dazu den ausführlichen Artikel Söldner Gauner, Waffen und Rohstoffe.


Tony Buckingham …..Krakenarme ausgestreckt

In Uganda war er mit seiner Firma Heritage Oil hart an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo auf Öl gestossen.
Grund genug, diesen Explorationserfolg in der Hauptstadt Ugandas, Kampala, mal richtig zu feiern, und dazu hochrangige Gäste einzuladen, an erster Stelle den alten und neuen Staatspräsidenten Yoweri Museveni. Der liess seiner überschwenglichen Freude bei gutem Essen und reichlich Alkohol freien Lauf mit den Worten:

„Heritage approved“.

Wir schrieben damals:

Vor einer Woche fand im Serena Konferenzzentrum in der ugandischen Hauptstadt Kampala ein opulentes Abendessen statt. Als Vorspeise gab es Leberpastete mit exotischen Früchten, als Hauptgericht wurden Kalbsmedaillons mit Trüffeln gereicht und zum Abschluss Schokoladenspeise mit Johannisbeeren. Champagner und Wein flossen in Strömen, wie die ugandische Zeitung New Vision berichtete.
Ein Essen, von dem viele Ugander nur träumen können.
Eingeladen hatte die Firma Heritage Oil, um die erfolgreiche Suche nach Erdöl im Westen Ugandas nahe der Grenze zu der demokratischen Republik Kongo zu feiern. Der CEO und Grossaktionär Tony Buckingham, Nummer 244 der Reichenliste des Vereinigten Königreichs Großbritannien gab sich die Ehre und Präsident Museveni erschien persönlich.

Dass ein Afrika-Söldnerfirma-Besitzer nur Gutes im Schilde führen würde, das hätte auch Präsident Museweni dämmern müssen, denn Buckingham und Heritage Oil hatten weder mit ihm, noch mit dem Wohlergehen es Landes, offenbar allzu viel im Sinn.
Jedenfalls hatte er keineswegs vor, beim geplanten Verkauf seiner Schürfrechte an den irischen Ölmulti Tullow Oil seine in Uganda fälligen Steuern, Capital Gains Tax, zu bezahlen. Die hätten nämlich seinen satten Gewinn etwas geschmälert.

Oh wie schön ist Panama
Da bot sich Hilfe in Panama an, genauer gesagt die berüchtigte Anwaltsfirma Mossack Fonseka und Co, die schon vielen Steuerflüchtlingen aus aller Welt Beistand leisten konnte. Auch Heritage konnte hoffen, nicht enttäuscht zu werden.

In er geleakten Korrespondenz heisst es:

„Man arbeite hart daran, die ugandische Steuer zu vermeiden“.


Von den Bahamas nach Mauritius

Der vorgeschlagene Trick: die Firma von den Bahamas, auch dort sind die Steuertarife ja nicht ungünstig, nach Mauritius umzusiedeln. Der Staat dort hat nicht nur einen geringere Steuer, sondern – wie schön – auch ein Doppelbesteuerungsabkommen mit Uganda.

Wird die lokale Steuer in Mauritius bezahlt, dann fällt keine Steuer in Uganda mehr an – dachten sich die Steuertrickser. Gesagt, getan.

Der Internationale Währungsfond (IWF) schätzt, dass Entwicklungsländer durch diese Steuertricksereien jährlich rund 215 Millionen US Dollar verlieren.

Ein Fall von Denkste
Mittlerweile hatte Tullow Oil die Schürfrechte der Söldner-Ölfirma Heritage Oil abgekauft, und Uganda sollte in die Röhre gucken.

Ugandas Regierung liess aber nicht mit sich spassen, sondern verlangte nun von Tullow die Zeche zu zahlen. Konkret: dass von dem Verkaufspreis zuerst die entgangene Steuer an Uganda gezahlt werden müsse. Tullow lehnte ab.

Uganda hatte aber noch ein As im Ärmel, um Tullow unter Druck zu setzen: Die Nichtverlängerung der Schürflizenz. Das hätte Tullows Kauf wertlos gemacht.

So zahlte Tullow, zuerst an den ugandischen Staat, und dann minus dieses Betrages an Heritage Oil.

Gerichtliche Ohrfeige
Heritage Oil rief die Gerichte in London an und die versetzten Tony Buckingham und Co eine juristische Ohrfeige..

Für den ugandischen Staat ging es immerhin um 121 Millionen US Dollar – nicht wenig für eines der armen Länder Afrikas.

Zum Ölbaron Tony Buckingham
Britischer Ölbaron Tony Buckingham heuert US-Oberst an und geht mit Heritage Oil nach Nigeria
Tony Buckingham: Afrika-Söldner, Ölsucher und nun ugandischer Steuerbetrüger?
Tony Buckingham – Ein britischer Afrika-Söldner wird Milliardär
linkUgandas Ölfunde: Söldner fördern es, die Amerikaner kaufen es.

Zum Söldnerunwesen und Executive Outcomes mit weiteren Quellen:
Kampf gegen somalische Piraten – nun mit Söldnern
Söldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe

SATIRE

Angela Merkel an das Deutsche Volk: Ich freue mich auf den Besuch bei „Doggy“ Erdogan

Dr. Alexander von Paleske — 15.5. 2016 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Angela Merkel
Bundeskanzlerin der
Bundesrepuiblik Deutschland
Im Regierungsviertel 1
Berlin

Guten Morgen Deutschland,

nächsten Sonntag fliege ich in die Demokratur-Republik Türkei, um meinem Freund Recep Tayyip Erdoğan, den ich einfach „Doggy“ nenne, meine Aufwartung zu machen, und meinen Dank dafür abzustatten, dass er den Flüchtlingsstrom so wirksam gestoppt hat. Aus der Lawine sind jetzt ein paar Schneebälle geworden.

Wie ein Deutscher Schäferhund
Ja, Doggy hat Biss, wie ein Deutscher Schäferhund.


Türkischer Präsident Recep Tayyip Erdoğan …….Biss wie ein Deutscher Schäferhund

Ich freue mich riesig auf diese Reise, und ich habe für Doggy ein paar sehr erfreuliche Mitbringsel im Gepäck:

1. Der Majestätsbeleidigungs-Paragraph 103 des deutschen Strafgesetzbuchs (StGB) wird erst nach der Verurteilung dieses Böhmermann abgeschafft. Einen Versuch der vorzeitigen Abschaffung haben wir gerade im Bundesrat abgewendet.

2. Die Milliarden für die Aufrüstung und Stärkung des Unterdrückungsapparates in der Türkei werden noch vor meiner Reise an die türkische Staatsbank überwiesen.

3. Die Visafreiheit, die vor allem der Abschiebung dieser Kurden dient, werden wir auch ohne dass Doggy unsere Konditionen erfüllt hat, als eine Art Pilotprojekt bereits unverzüglich in Kraft setzen.

Ich glaube, Doggy wird sich riesig über diese Gastgeschenke freuen.

Die in der deutschen Presse erhobenen Bedenken gegen meinen Besuch sind einfach zu lächerlich, um sich weiter mit ihnen zu beschäftigen. Doggy Erdogan ist meine politische Rettung, alles andere ist völlig Nebensache.Der gute Zweck heiligt bekanntlich die Mittel.

Neue Marschrichtung
Unsere neue Marschrichtung in Sachen Flüchtlingspolitik und Diktatoren lautet:

– Wir haben keinerlei Berührungsängste mehr , selbst mit Politikern, die vom internationalen Gerichtshof in Den Haag wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gesucht werden, wie dieser Sudanese Omar al-Bashir.

– Wie geben gerne und reichlich an alle, die Zäune errichten, und sonstwie die Ausreise ihrer Landsleute bzw. die Durchreise anderer nach Europa verhindern.

Unser neuer Wahlspruch lautet:

Ob Diktator oder Tyrann – ganz egal,
bei uns lassen wir alle Zäunlebauer an die Futtertröge ran
.

Errichtungshilfe statt Entwicklungshilfe
So werden wir die Entwicklungshilfe umleiten, Wir nennen sie jetzt Errichtungshilfe.

Aber wir werden nicht nur Bauzäune errichten helfen, sondern z.B. Nachtsichtgerate und Fahrzeuge für Polizei und Militär liefern.

Dass diese Gerätschaften auch zur Niederschlagung von Protesten, also zur Unterdrückung im Innern eingesetzt werden können, sollte für uns überhaupt kein Hinderungsgrund sein, angesichts des angestrebten Zieles. Ein kleiner Kollateralschaden sozusagen.

Die Liste der Empfängerländer führen die Tyranneien Eritrea und Sudan an.

Vehikel GIZ
Vehikel für diese Hilfe wird die GIZ sein, die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit.

Natürlich werden wir diese Länder auch zu sicheren Herkunftsländern erklären, wie Marokko, Algerien und Tunesien.
Wer es also trotzdem über das Mittelmeer nach Europa schafft , den schicken wir sofort zurück. So läuft der Hase.

Deutsche, ich führe Euch jetzt mir starker Hand heraus aus diesem Flüchtlings-Schlamassel.
Das ist auch keine Abkehr von meiner bisherigen Politik, sondern lediglich die Anpassung an sich verändernde Gegebenheiten

Angela Merkel
Bundeskanzlerin

Mehr zu Erdgan-Merkel
Das Merdogangate der Bundesregierung, oder: der Merkelsche Kniefall vor dem Tyrannen Erdogan
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Türkischer Präsident Erdoğan schreibt an Angela Merkel: „Das sind meine wirklichen politischen Ziele“

kriminalitaet

Antikorruptions-Gipfel in London – ein Gipfel an Heuchelei

Dr. Alexander von Paleske —- 14.5. 2016 — In London fand in dieser Woche ein Antikorruptionsgipfel statt, an dem hochrangige Politiker und Präsidenten aus rund 40 Ländern teilnahmen, darunter auch die Präsidenten Nigerias und Afghanistans.


Antikorruptionskonferenz in London

Deren Länder hatte der britische Premier David Cameron am Tage zuvor der britischen Königin gegenübet – vor laufenden Kameras – als“ fantastisch korrupt“ bezeichnet.. Die durch und durch korrupte Ukraine hatte er offenbar glatt vergessen.

Hört sich gut an – oder?

Hört sich gut an, dieses Krebsgeschwür gemeinsam zu bekämpfen, das nach Berichten des Internationalen Währungsfonds IMF einen globalen jährlichen Schaden von rund 2 Billionen Dollar verursacht, davon 170 Milliarden Dollar an hinterzogenen Steuergeldern.

Der US-Aussenminister John Kerry legte noch nach:

„Die Bedrohung durch Korruption ist so gross, wie die durch Extremisten, weil sie Staaten zerstört“

„Wer für mehr Wirtschaftswachstum ist, der muss gegen die Korruption sein“

tönte IWF Chefin Christine Lagarde.

Hört sich nur gut an

Allerdings stellt sich bei näherer Betrachtung heraus, dass die Korruptionsgehilfen in London sitzen, und anderen Ländern Europas, ebenso den USA.

Folgen der Panama-Papiere

Der Gipfel aber hat seine besondere Brisanz durch die Panama-Papiere erhalten, in denen nachzuverfolgen ist, welche verschlungenen Wege die illegal erworbenen Gelder aus Korruption, Steuerhinterziehung usw. genommen haben.

Da waren die Staatsmänner allerdings am richtigen Ort der schmutzigen Tat: London und das vereinigte Königreich haben sich zu einer besonders gesuchten Endstation der Waschfritzen entpuppt: Als Anlagemetropole.

Die schmutzigen Gelder wurden über Durchlauf-Cleaner gewaschen, und zwischenlandeten zu einem guten Drittel in Briefkastenfirmen in Ländern, die unter der Ägide des britischen Königreichs stehen: also beispielsweise den Jungferninseln.

Um dann unverzüglich weiterverfachtet zu werden – und schliesslich ganz legal in der Hauptstadt des Vereinigten Königreichs zu landen.

Anders als die ukrainischen und russischen Klepto-Oligarchen, die ganz offen in London einkaufen, weil sie vorgeben, ihren zusammengeplünderten Reichtum rechtmässig aus der Konkursmasse des Sozialismus erworben – in Wirklichkeit zusammengeraubt – zu haben, und selbst Fussballclubs wie Chelsea einkauften, möchten Politiker aus bettelarmen bzw. weniger bettelarmen Ländern und Steuerhinterzieher gerne ihren Namen verbergen.

Oh Panama
Die berüchtigte Anwaltsfirma in Panama sorgte dafür, dass alles geräuschloss und ohne Aufdeckung der Hintermänner und -frauen über die Bühne lief.

So kamen Briefkastenfirmen in den schönen Besitz von Immobilien in London: die Hintermänner hatten alles sozusagen „mündelsicher“ und inflationsfest angelegt




Umfang des Besitzes von Firmen, vielfach Briefkastenfirmen

.Das Schöne an Immobilien ist ja gerade auch die Wertsteigerung, ohne auch nur einen Finger krumm zu machen.

Nichts als Heuchelei
Insofern ist es nichts als ein Ausbund an Heuchelei, wenn sich der britische Premier Cameron hinstellt, und sich über die Korruption in anderen Ländern hermacht, während sein Land einer der grössten „Zuhälter“ bei der Wäsche und Investition dieser schmutzigen Gelder ist.

Wladimir Putin im Interview: Wir haben die Panama-Papers erbeutet und freigegeben

global player

Gehalts-Bonus-Schamlosigkeit auf Vorstandsetagen

Dr. Alexander von Paleske — 4.5. 2016 —– Der VW-Konzern, der schon einmal 14 Milliarden Euro wegen zu erwartender Straf- und Schadensersatzzahlungen als Resultat der Abgas-Betrügerei in der in die Reserven stellen musste – die Gesamtkosten dürften vermutlich weit höher liegen – ist in einer ganz anderen Angelegenheit in wieder die Schlagzeilen geraten: Die Bonuszahlungen für die Vorstandsmitglieder.

Boni als fester Gehaltsbestandteil
Bonuszahlungen sollten eigentlich ja eine Belohnung für erfolgreiche Vorstandstätigkeit sein, auch als Ansporn.

Wofür sollten bitteschön die Vorstände bei VW belohnt werden? Vielleicht dafür, angeblich so erfolgreich die Öffentlichkeit mit den falschen Abgaszahlen jahrelang hinters Licht geführt zu haben?

Reguläre Vorstandsgehälter, die sich vielfach bereits astronomisch ausmachen, stellen die Normalbezüge dar. Boni sind Extrazahlungen aus bestimmtem Grund.

Viele Vorstände haben aber mittlerweile mit Abnicken der Aufsichtsräte es geschafft, Boni als festen Bestandteil ihrer Einkünfte anzusehen, komme was da wolle, come rain, come sunshine, also keineswegs mehr an erfolgreiche Tätigkeit geknüpft.

Mittlerweile haben in einigen Firmen die Vorstands-Bonigehälter das bis zu 400-fache des Durchschnittslohns der in der Produktion Beschäftigten erreicht.

Ein paar Beispiele

Hier ein paar Bespiele aus der Welt der Grosskonzerne, wo sich Vorstände über üppigste Bonigehälter freuen konnten, trotz mieser bzw. miesester Jahresabschlüsse.

Die britische BP machte 2015 6,5 Milliarden US Dollar Verlust, warf 7000 Beschäftigte raus, und erhöhte das Vorstandsgehalt um 20% auf fast 20 Millionen US Dollar pro Jahr..


Anglo American Vorstand: sieht vergleichsweise noch bescheiden aus. Aber:diese Firma schloss etliche Minen, entliess Tausende, und war die Aktie mit dem grössten Verlust an der Londoner Börse im Top FTSE 100 Index im vergangenen Jahr..


Auch die Pharma Firma Astra Zeneca mit knackigen Verlusten an der Londoner Börse, gleichwohl 12 Millionen für den Kapitän.


Den Vogel schoss gehaltsmässig dieser Vorstand der Werbefirma WPP ab: Satte 100 Millionen pro Jahr

Während sich in vielen Betreiben, nicht selten durch Missmanagement verursacht, die Beschäftigten um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze sorgen mussten, bzw. bereits rausflogen, heisst es in den Vorstandsetagen oftmals: Zulangen.

Medizin

Das Zika-Virus, seine Gefährlichkeit, und ein Virologe namens Kekulé

Dr. Alexander von Paleske —– 2.5. 2016 —
Im Jahre 2011 wütete die Enterohaemorrhagic E-Coli Epidemie (EHEC-Epidemie) in Deutschland.

Insgesamt erkrankten 2.987 Menschen. 53 starben an der Infektion.

Der Erreger wurde nie isoliert, die Herkunft blieb im Dunkeln.
Die Epidemie verschwand so schnell wieder, wie sie gekommen war.

Wir schrieben damals:

Noch haben sich die Virus- / Epidemieleugner nicht gemeldet, diesmal geht der Spuk mit Leuten vom Fach los, die es besser wissen sollten.
Fangen wir mit dem immer Presse-offenen Alexander S. Kekulé an, Direktor des Instituts für Biologische Sicherheitsforschung in Halle und Direktor des Instituts Medizinische Mikrobiologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Am 23.5. 2011 war in der Frankfurter Rundschau, eine Kekule-Stellungnahme zu lesen, die zunächst doch recht harmlos klang:

„Todesfälle sind selten, wenn Krankheit rechtzeitig erkannt wird“

Wir wissen heute, dass diese Epidemie alles andere als harmlos war.

Erneut zu Wort gemeldet
Nach dem Beginn der ZIKA-Epidemie meldete sich erneut der besagte Virologe, der offenbar gerne der Erste sein will, diesmal in der ZEIT vom 21.1. 2016:

„Die WHO schürt die Angst vor Zika mit falschen Zahlen, die Gefahr für Schwangere wird übertrieben.“

Keine Übertreibung
Drei Monate später, und nun stellt sich heraus: Die Zahlen sind keineswegs übertrieben. Ganz im Gegenteil!

Heute wissen wir, dass rund 1% aller Schwangeren, die während der Schwangerschaft mit dem Zika- Virus infiziert wurden, ein schwer behindertes Kind mit einer Mikrozephalie zur Welt bringen.


Kind mit Mikrozephalie – Opfer der Zika-Virus-Epidemie
Screenshot: Dr. v. Paleske

Wir wissen aber heute auch, dass rund 20% der während der Schwangerschaft Infizierten ein Kind mit zerebralen Schäden – andere als die Mikrozephalie – zur Welt bringen. Das können beispielweise Gehörschäden sein.

Das ganze Ausmass wird sich erst in einigen Jahre endgültig feststellen lassen.

Stammzellversuche beweisen
Aus Stammzellversuchen in Brasilien ist mittlerweile erwiesen, dass dieses Virus eine hohe Affinität zu Gehirnzellen hat und so zu diesen Schäden führt.


Stammzelforscherin Patricia Garcez …….hohe Affinität des Virus zu Gehirnzellen Screenshot: Dr. v. Paleske

Die Stellungnahme des Spitzen-Virologen Kekulé, wie er in den deutschen Medien tituliert wurde, ist zwar schnell, er konnte sich aber sich nicht lange in dieser Erstlingssonne wärmen, denn nun ist klar, dass:

– Dieses Virus für Schwangere weitaus gefährlicher ist, als zunächst angenommen: hochgefährlich.

– Nicht nur Embryos betroffen sein können, sondern bei Erwachsenen das gefürchtete Guillain-Barré-Syndrom
auftreten kann, mit generalisierten schlaffen Lähmungen. Im ausgedehnten Fall bis hin zur Atemmuskulatur, was eine Beatmung erforderlich macht, und damit eine Intensivbehandlung.

– Jetzt geklärt ist: das Virus kann durch Intimverkehr übertragen werden.

Futter für Virusleugner
Leider führen Stellungnahmen wie die des Professors Kekulé nicht nur zur Sorglosigkeit, sondern sie füttern auch die Virusleugner, die ihre Botschaft vom vermeintlichen Virus-Wahn unter das Volk bringen.

So heisst es in einer Internet-Postille:

„Zika-Virus – Pharmamafia treibt neue Sau durch ´s Dorf“

Klappern mag zum Handwerk – auch von einschlägig erfahrenen Professoren – gehören. Wenn eine neue Epidemie auftritt, sollte statt klappern lieber erst mal die Klappe gehalten und abgewartet werden. Auch in Halle an der Saale.

NACHTRAG 5.5. 2016
In Brasilien wurden seit Beginn der Epidemie fast 1.300 Fälle von Mikrozephalie bei Babys registriert, mindestens 57 Babys starben an dem schweren Defekt.

Zika-Epidemie – zwischen Übertreibung und Verharmlosung

deutschland

Grüner Abgeordneter Volker Beck: Gehen Sie endlich!

Dr. Alexander von Paleske —- 1.5. 2016 —- Grüner Volksvertreter und erwischter Drogenkäufer Volker Beck glaubte nach der Einstellung seines Ermittlungsverfahrens sich wieder in mehreren Interviews zu Wort melden zu müssen.

Wir haben in unserem letzten Artikel Volker Beck aufgefordert, sein Mandat im Bundestag niederzulegen.

Kommt nicht in Frage
Das kam für ihn natürlich gar nicht in Frage. Beck braucht den Bundestag. Aber braucht der Bundestag, brauchen die Wähler ihn?


Volker Beck

Statt Klarheit in seinen Drogenkonsum zu bringen: die Strategie Schwamm drüber- Gleich wieder zu politischen Fragen Stellung zu nehmen, und die ganze Angelegenheit in den Privatbereich zu verschieben, wo niemand ausser ihm und ein paar Freunden etwas zu suchen haben. Wie ein schmutziges Wäschestück, das im Wäschekorb landet, und auf Persil wartet.

Folgendes hatte er Süddeutschen Zeitung vor zwei Tagen zu sagen:

Ich werde künftig versuchen, achtsamer mit mir(!) selber umzugehen, meiner Gesundheit, und den Menschen, die mir etwas bedeuten.“

Von den Wählern die Beck in den Bundestag geschickt haben, und deren Enttäuschung: kein Wort.

Wieder Beck:

Ich habe überraschend starken Zuspruch erfahren, und gesehen, welche Freundschaften im Laufe des Lebens entstanden sind. Das ist ein Schatz den ich ins weitere Leben mitnehme.“

Spricht hier ein Kranker, den eine überraschende Krankheit aufs Krankenbett geworfen hat, und der sich über Zuspruch freut?“
Nein, hier spricht ein Politiker, der offenbar eine strafbare Handlung begangen hat, und der sich als Opfer stilisiert. Man könnte fast auch sagen, der das Pech hatte, von der Polizei erwischt zu werden.

Falsche Kameraderie
Der Zuspruch ist falsche Kameraderie, stattdessen wäre Kritik am Platz gewesen. Aber bei den Grünen kann er sich auf unerschütterliche Solidarität verlassen. An vorderster Front die berufsaufgeregte Betroffenheits-Spezialistin Claudia Roth und der Kollege und Fraktionschef Hofreiter.

Nichts mit „Privat“
Absurd wird es – wir hatten bereits früher dazu Stellung genommen – wenn Beck versucht, die Angelegenheit in den Privatbereich zu verschieben, als Privatangelegenheit zu reklamieren
Davon kann jedoch keine Rede sein.

Beck versucht die Öffentlichkeit ganz offensichtlich für dumm zu verkaufen: Er hatte offenbar bei einem bekannten Drogendealer eigekauft, als wäre es ein Aldi-Supermarkt.

Allerdings war dieser Dealer nicht nur Herrn Beck und Druggies bekannt, sondern auch der Polizei, dessen Aktivitäten von ihr überwacht wurden.

Derartiges Drogendealer-Gesindel mästet sich an der Abhängigkeit anderer, und Politiker Beck hat deren Aktivitäten mit seinem Einkauf gefördert.

Nicht nur das Geschäft der Dealer, sondern durch sein Verhalten auch noch den Konsum einer der schlimmsten Droge, Crystal Meth inzidenter verharmlost. Eine Droge, die sich wie ein Flächenbrand in Deutschland ausbreitet. Was hat das alles mit Privatleben zu tun?

Privatleben wäre es – wenn überhaupt – bestenfalls nur dann, wenn er das Zeugs auf einer Party angeboten bekommen hätte, und sich zur Einnahme hätte verführen lassen.

Es reicht
Es reicht Herr Beck! Mit Ihrem strafbaren Verhalten haben Sie als Politiker versagt, mit Ihren Stellungnahmen danach auch noch zu erkennen gegeben, dass Sie ein total ichbezogener Charakter sind, der ganz offensichtlich nicht den Begriff, die Bedeutung und die Implikationen des Politischen und des Politikers verstanden hat.

Sagen Sie ihrem Bundestagsmandat endlich Lebewohl, es wird allerhöchste Zeit, bevor es die Wähler tun – sofern Sie überhaupt wieder aufgestellt werden.

Grüner Volker Beck, MdB: Ihr Verhalten ist unerträglich – treten Sie ab!
Grünen-MdB Tatjana Bussner zum Drogenkonsum im Bundestag und Volker Beck


Neue Psychodrogen mischen den Markt auf, und schaffen neue Gefahren und Abhängigkeiten

Neue Partydrogen treiben HIV-Infektionen in London hoch

Israel

Vergangene Woche: Israels Premier in Moskau, und was er dort wirklich wollte

Dr. Alexander von Paleske —- 26.4.2016 — Am vergangenen Donnerstag 21.4. 2016 stattete der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu dem russischen Präsidenten Putin einen Besuch ab.

Viel hatten die beiden nach einem Bericht in der Israel Times angeblich zu besprechen: Vermeidung von Zwischenfällen zwischen russischen und israelischen Flugzeugen über Syrien, die Lage auf dem Golan, wo Netanyahu keine zweite Front mit der Hisbollah haben will, die Verhandlungen mit den Palästinensern etc etc.


Netanyahu besucht Putin …nichts anzubieten

Am Ende lässt dann der Artikel die Katze aus dem Sack: In Wirklichkeit ging es Netanyahu vor allem darum, die Lieferung von hochmodernen Boden-Luftraketen des Typs S-300 an den Iran in letzter Minute noch zu verhindern.
Schon einmal war ihm das geglückt, als diese Raketen offenbar ohne Kenntnis der russischen Regierung illegal über den Seeweg in den Iran geschafft werden sollten.

Die Kaperung es Frachtschiffes Arctic Sea
Die Israelis hatten ein Abkommen mit Russland geschlossen, was den Stopp israelischer Waffenlieferungen nach Georgien vorsah, und keine Modernisierung der georgischen Armee.

Im Gegenzug verpflichtete sich Russland, keine S 300-Raketen an den Iran zu liefern. Israel stand kurz davor, die Atomanlagen des Iran aus der Luft anzugreifen, und zu zerstören, wäre aber auf einen Zweitschlag der USA angewiesen, und den verweigerte US-Präsident Obama.


Boden-Luftrakete S-300

Das hat Obama zum Feind der israelischen Netanyahu-Regierung gemacht.

Die S-300 Abwehrraketen hätten die zu erwartenden Verluste der israelischen Luftwaffe bei einem Angriff um 60% gesteigert.
Um die israelischen Verluste gering zu halten musste also verhindert werden, dass diese Abwehrwaffen in den Iran gelangen.

Offenbar wollten korrupte Elemente der russischen Armee ein Riesengeschäft machen. Die Raketen wurden in Kaliningrad auf den Frachter Arctic Sea gebracht, den der israelische Geheimdenst Mossad dann bei seiner Fahrt auf der Ostsee durch angeheuerte Kriminelle russischer Abstammung kapern liess.
Details siehe hier

Das Schiff tauchte nach zwei Wochen nahe er kapverdischen Inseln vor der westafrikanischen Küste wieder auf.

Deutsche Medien verbreiteten in der Zwischenzeit die Mär von einer Kaperung durch Piraten.

Nun aber hat, nach Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran, die russische Regierung ganz offiziell die Genehmigung für den Export von S-300 Raketen in den Iran erteilt. Beim israelischen Militär und der Netanyahu-Regierung klingelten die Alarmglocken.
Mehrfach hatte Netanyahu bei Putin angerufen, um ihn von der Lieferung abzubringen: vergeblich., Nunmehr also ein letzter Versuch durch persönliche Vorsprache.

Angriffspläne nicht aufgegeben
Trotz des Atomabkommens mit dem Iran, ist der Angriffsplan gegen den Iran keineswegs in die Schublade gelegt, sondern nach wie vor aktuell.

Premier Netanyahu rechnet fest damit, dass der Iran sich nicht an die Vereinbarungen des Atomabkommens halten wird, und hofft natürlich darauf, dass ein neuer US Präsident vom Schlage eines Haudrauf-Kasinobesitzer Donald Trump die Karten im Nahen Osten neu mischen wird – zugunsten Israels versteht sich. Da weiss der israelische Premier sich in völliger Übereinstimmung mit dem saudischen Königshaus, das Israel schon mal Überflugrechte eingeräumt hatte: für den Fall des Falles.

Auch drückt der Besuch des israelischen Premiers natürlich die bittere Erkenntnis aus, dass Russland jetzt und in Zukunft eine entscheidende Rolle im Syrienkonflikt spielt und spielen wird.

Israel hat gegenüber Russland nichts anzubieten, denn auch in der Palästinenserfrage ist Israels Position klar, und für Netanyahu nicht verhandelbar: Aggressive Einverleibung des grössten Teil der Westbank mit dem absurden Argument, dass es sich nicht um eine Wegnahme, sondern um eine Rücknahme handele, da dieses Land vor 2000 Jahren schon einmal den israelischen Vorfahren gehört habe.
Bei Putin dürften derartige Argumente keinerlei Gehör finden. Netanyahu wird daher von der Zwei-Staaten-Lösung geredet haben, die jedoch in Israels Regierungskreisen in Wirklichkeit kein Thema ist .

Und so fressen sich, wie ein Krebsgeschwür, die israelischen Siedlungen immer weiter in das Westjordanland hinein.

Mit leeren Händen
Netanyahu kehrt im Prinzip mit leeren Händen nach Israel zurück,

Russland wird zwar nicht zulassen, dass die S-300 an die Hisbollah geliefert, und im Südlibanon stationiert werden, aber dazu hätte es eines Besuchs bei Putin nicht bedurft.

Israel wird an seiner gewaltsamen Politik gegenüber den Palästinensern festhalten, und die wehren sich mit Verzweiflungsattentaten.

Israels Regierung ist nicht an Verhandlungslösungen interessiert, sondern dreht weiter an der Eskalationsschraube.

Keine guten Aussichten – weder für die Israelis noch für die Palästinenser und die Region.

Zur Kaperung der Arctic Sea
Der Mossad-Piratenakt auf der Arctic Sea, und ein kriminell-politisches Nachspiel
Arctic Sea“- Kaperung: Indizien deuten auf Geheimdienstaktion – vermutlich Mossad – und nicht Piraten
Pressebericht bestätigt Mossad-Beteiligung an der Arctic- Sea Kaperung

Israels Waffenlieferungen in den Iran einschliesslich Massenvernichtungswaffen
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Der Fall Barschel, der Mossad und die Waffenlieferungen in den Iran

Keine Freilassung des Waffenhändlers Nahum Manbar zu erwarten
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Ein Nazi-Kriegsverbrecher namens Otto Ambros, eine deutsche Karriere, ein Medikament namens Contergan, und ein englischer Dokumentarfilm

Dr. Alexander von Paleske — 23.4.2016 —— In Grossbritannien ist im März 2016 ein Film in die Kinos gekommen mit dem Titel:

Attacking the devil – Harold Evans and the last Nazi War Crime

Er beschäftigt sich mit dem seinerzeitigen Kampf der britischen Sonntagszeitung Sunday Times für eine angemessene Entschädigung von Tausenden Contergan-Opfern.

Das Mittel Contergan (Thalidomid)wurde in den 50er Jahren Schwangeren als Schlafmittel verschrieben, und führte zu schweren embryonalen Schäden: die Babies kamen ohne Arme und Beine zur Welt.
Weltweit kamen so rund 10.000 schwer geschädigte Kinder zur Welt


Contergan-Opfer

Der Hersteller dieses Medikaments war die deutsche Pharma-Firma Grünenthal, in Grossbritannien wurde das Medikament durch die Firma Distillers vertrieben.

Lächerlicher Betrag
Die Opfer dort verklagten die Firma Distillers auf Schadenersatz, die bot einen lächerlichen Betrag von 2 Millionen Pfund Sterling als Kompensation an, also 8000 Pfund pro Kind.

Das brachte wiederum den damaligen Chefredakteur der Wochenzeitung Sunday Times, Harold Evans, auf die Palme, und der startete eine Kampagne für eine angemessene Entschädigung.

Our Thalidomide (Contergan)- children – a national shame.

Evans gehörte zusammen mit seinen Journalisten zu einer aussterbenden Gattung von Investigativ-Journalisten, die sich an einen Skandal hängten, und den ungeachtet der erforderlichen Mittel aufdeckten und weiterverfolgten – er hatte die volle Unterstützung es damaligen Herausgebers Lord Thomson.

Schliesslich, nach Jahren der Auseinandersetzung, war Evans am Ziel: Distillers zahlte 20 Millionen statt er lumpigen drei Millionen Pfund Sterling.

Nicht das Ende
Damit war die Kampagne der Sunday Times aber keineswegs am Ende angelangt: die investigativen Journalisten hefteten sich an die Spur des Chemikers Otto Ambros, der dieses Medikament bereits in der Nazizeit als Antoidot gegen das hochtoxische Nervengas Sarin entwickelt und an KZ Häftlingen in Bergen-Belsen getestet haben soll.

Zum Testen als Antidot gehört die Exposition mit dem Nervengas, dem die Häftlinge offenbar ausgesetzt wurden.

Auch in Auschwitz experimentierte die IG Farben mit Thalidomid (Contergan).

Die Hersteller und Vertreiber wehrten sich vehement gegen diese Darstellungen in der britischen Presse, der Rechtsstreit ging durch alle Instanzen bis zum Europäischen Gerichtshof, bis schliesslich auch dieser Teil veröffentlicht werden durfte.
Daher der Film-Teiltitel

„The last Nazi War Crime“

Eine deutsche Karriere
Otto Amboros 1901-1990, von Hause aus Chemiker, wurde bei der IG Farben zum Giftgas- und Buna-Experten.


Otto Ambros

Während es 2. Weltkrieges plante er die Grossherstellung von chemischen Kampfstoffen wie Sarin und Tabun.

Die IG Farben siedelte sich ebenfalls nahe dem KZ Auschwitz an und bezog von dort ihr „Menschenmaterial“.

Am 7. April 1941, sagte Ambros offen:

»Die IG Farbenindustrie hat mit dem Projekt Auschwitz einen Plan zu einer neuen Werksgründung größten Ausmaßes entworfen. Sie ist entschlossen, unter Einsatz ihrer besten Kräfte ein lebendiges Werk aufzubauen, das sich ebenso gestaltend auswirken wird wie die vielen Anlagen in West- und Mitteldeutschland. Die IG Farbenindustrie erfüllt damit eine hohe Pflicht, auf ihre Weise mitzuwirken und alle Kräfte einzusetzen, dass diese Industriegründung zu einem festen Eckpfeiler wird für ein kräftiges, gesundes Deutschtum im Osten“.

Und nach der Gründungssitzung der IG Auschwitz schrieb er:

„außerdem wirkt sich unsere neue Freundschaft mit der SS sehr segensreich aus«.

In der Tat. Er erhielt für seinen Einsatz das Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes.

Kurze Haft
Wegen seiner Untaten (Versklavung und Massenmord) wurde er als Kriegsverbrecher, insbesondere wegen seines Einsatzes in Auschwitz, im IG-Farben-Prozess zu 8 Jahren Haft verurteilt, aber bereits fünf Jahre später wieder freigelassen, und konnte nun seine neue Karriere – wie so viele andere Nazi-Schwerbelastete – im Nachkriegsdeutschland ungehindert fortsetzen.

Bei folgenden Firmen sass er im Aufsichtsrat:

– Chemie Grünenthal

Pintsch Bamag

Knoll

Feldmühle

Telefunken

Damit nicht genug: er war auch ein Berater des ersten Bundeskanzlers Konrad Adenauer, und des ebenfalls als Kriegsverbrecher verurteilten Grossindustriellen Friedrich Flick.

Nach seinem Ableben 1990 veröffentlichte die BASF in einer Traueranzeige folgende Würdigung des Kriegsverbrechers:

„Eine ausdrucksvolle Unternehmerpersönlichkeit von grosser Ausstrahlungskraft“

Das hätten die Nazis nicht besser formulieren können.

Es bleibt zu hoffen, dass der Film auch in Deutschland gezeigt wird