SATIRE

Ex- Innenminister Otto Schily: „Geld stinkt nicht, auch nicht Geld aus dem demokratischen Kasachstan“

Dr. Alexander von Paleske —– 14.6. 2014 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox

Otto Schily
Rechtsanwalt
Ex Bundes-Innenminister
Verfasser des Law and Order „Otto-Katalogs“
Villenlage 1
Berlin-Grunewald

Guten Morgen Deutschland

gestern erschien eine SPIEGEL Ausgabe mit drei Fotos auf der Frontseite. Neben dem meinigen noch die des Ex-Bundespräsidenten Horst Köhler und des Ex Bundeskanzlers Gerhard Schröder.

Titel: „Die Verführung“.

Unsere Konterfeis sind so platziert, als seien wir eine Verbrecher-Gang, wie seinerzeit die Terroristen von der RAF, deren Verteidiger ich war.


1970 in Berlin ……..Als ich Horst Mahler verteidigte


1968 – Als ich Gudrun Ensslin verteidigte

Gier vorgeworfen
Uns wird vorgeworfen, aus Geldgier uns mit dem Präsidenten Kasachstans, Nursultan Nazarbajew, eingelassen zu haben. Dass wir, gegen sechsstellige Euro-Beträge, zu seinen engsten Beratern wurden, um mitzuhelfen, eine gute Presse für Nursultan in Deutschland zu bekommen. Aber auch, um dafür zu sorgen, dass sein ehemaliger Schwiegersohn und Geheimdienstchef Rachat Alijew für den Rest seines Lebens hinter Gittern landet.

SPIEGEL übergeschnappt
Ich glaube, der SPIEGEL ist übergeschnappt.

Dann noch ein erbärmlicher Kommentar von diesem Jürgen Dahlkamp auf SPIEGEL-online: „Geld frisst Gewissen“

Zutreffend ist:
Ich habe einen Vertrag mit Nursultan abgeschlossen mit dem Versprechen, unter Einsatz meines Kontakt-Netzwerks, wozu viele ehemalige Regierungsmitglieder aber auch Tintenkulis in Pressehäusern, darunter auch der SPIEGEL, gehören, dafür zu sorgen, dass Kasachstans Nursultan als das dargestellt wird, was er wirklich ist:

– ein aufrechter Demokrat, der nur das Beste für sein rohstoffreiches Land will,

– von seinen Untertanen abgöttisch geliebt, und deshalb mit 95% der Wählerstimmen immer wiedergewählt wird.

– der nur durch harte Arbeit ein steinreicher Mann geworden ist, dessen Vermögen deshalb rund 14 Milliarden Euro beträgt.

– der nur unabsichtlich 2011 gegen tausende streikende Arbeiter wegen Unruhestiftung in Schanaosen etwas strenger vorging, und die Polizei dabei versehentlich 17 erschoss, vermutlich weil sie noch nicht mit deutschen Präzisionsgewehren vom Typ G36 ausgestattet waren.

Ex-Geheimdienstchef muss hinter Gitter
Parallel dazu hatte ich zugesagt, mich dafür einzusetzen, dass sein ehemaliger Schwiegersohn und Geheimdienstchef, Rachat Alijew ,der nach Europa aus Kasachstan abgehauen war, die volle Schärfe des Gesetzes zu spüren bekommt.

Alijew war bereits von der unabhängigen und absolut rechtsstaatlichen Justiz Kasachstans zu 40 Jahren Gefängnis wegen Entführung der Bankmanager Scholdas Timralijew und Aibar Chanesow am 31.1. 20007, und Hochverrats wegen des Versuchs, mich zu stürzen, verurteilt worden.

Später stellte sich heraus, dass die Entführungen tatsächlich mit Morden nach ausgiebiger Folter endeten, wie der Rechtsmediziner Tsokos von der Charite in Berlin nach der Leichenöffnung feststellen konnte.

Also nicht nur Entführung, sondern auch Folter und Mord.

Hinzu kommen noch massive Geldwäschevorwürfe, auch aus Deutschland.

Waschmaschine und Durchlauferhitzer waren offenbar unter anderem die technisch bankrotten Recycling-Metallwerke Bender in Krefeld.

Austrische Justiz weigerte sich
Trotzdem weigerte sich die austrische Justiz mit fadenscheinigen Argumenten, diesen Verbrecher in das demokratische Kasachstan auszuliefern, und somit seiner gerechten Strafe zuzuführen.
Nun starb er leider in seiner Zelle in Wien vorfristig am 24.2. 2015


Richat Alijev – 1952 – 2015

Feinde Kasachstans lügen
Die Feinde Kasachstans behaupten, Nursultan habe von diesen Morden gewusst, sie gebilligt, und von der Geldwäscherei profitiert. Das ist einfach erstunken und erlogen. Nursultan macht so etwas nicht. Deshalb hatte ich auch keine Skrupel, mich Nursultan anzudienen.

Nicht alleine
Ich stehe da keineswegs alleine:

– der ehemalige britische Premier Tony Blair war ebenfalls Berater Nursultans – gegen ein Millionengehalt

– ebenso die einstigen Präsidenten der EU-Kommission Romano Prodi und der ehemalige austrische Bundeskanzler und Bilderberger Alfred Gusenbauer, den nur böswillige Menschen Alfredo Gruselbauer nennen.

Hochanständige Besucher
Auch von hochanständigen hochrangigen Politikern des Westens erhielt mein Nursultan regelmässig Besuch:

– Ex- US-Präsident Bill Clinton kam 2005. Im Schlepptau der Minenmogul und Clinton-Freund Frank Giustra, dem Clinton half – gegen erbitterte Konkurrenz – den Zuschlag zur Ausbeutung der Uranminen Kasachstans zu bekommen. Bei dieser Gelegenheit lobte Clinton die Verbesserung der Menschenrechte.


Wunderbare Freundschaft, Giustra (r) Clinton (m)

– der ehemalige US- Vizepräsident Dick Cheney

– der ehemalige US-Aussenminister Henry Kissinger

– der ehemalige US-CIA-Chef George Tenet

waren gern gesehene Gäste Nursultans.

Auch Freund von Genscher
Nursultan ist auch ein Freund des ehemaligen Bundesaussenministers Hans Dietrich Genscher, mit dem er sich anlässlich des Staatsbesuchs 2012 in Deutschland in den Räumen der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik traf.

Originalton Genschers:

„Mich hat beeindruckt, mit welcher Klarheit Sie den Weg ihres Landes vorgezeichnet haben.“

Nur diese erbärmlichen Gutmenschen von Amnesty international behaupten, dieser vorgezeichnete Weg sei mit Leichen, Folter, und Willkürjustiz gepflastert. Ich halte das für eine grobe Lüge:

– Denn sonst würden ja wohl kaum Deutsche Konzerne wie Linde, Siemens und Thyssen Krupp mit Nursultan Millionengeschäfte abschliessen.

– denn sonst hätte BK Angela Merkel ihn ja wohl kaum zum Staatsbesuch 2012 nach Deutschland eingeladen, und wie einen alten Freund begrüsst.


Nursultan, Merkel – Staatsbesuch in Deutschland 2012 – Screenshot Dr. v. Paleske

Riesige Bodenschätze
Natürlich ist Kasachstan ein wichtiger Handelspartner, es besitzt riesige Vorkommen an Uran, Eisenerz, Gas, Erdöl und dazu noch die Seltenen Erden, für die Herstellung von Laptops, Handys, und Tablet-Computer unersetzlich.

Aber die Politik der Bundesrepublik war schon immer: Kein Handel mit Ländern, die nicht als demokratisch bezeichnet werden können.

Was soll also dieser erbärmliche SPIEGEL-Artikel?

Im übrigen hat der SPIEGEL offenbar vergessen: Geld stinkt nicht – Pecunia non olet – das wussten schon die Römer.

Lächerliche Pensionen
Schliesslich möchte ich noch auf folgendes aufmerksam machen: Die Pensionen, die wir nach härtester Arbeit als Minister bekommen, sind einfach erbärmlich niedrig. Damit lassen sich nicht meine vielen Ausflüge in die Toskana und mein gehobener Lebensstil bezahlen.

Versuche, diese Pension auf dem Rechtswege erhöht zu bekommen, sind leider zum Scheitern verurteilt, wie der Fall des ehemaligen Bundesfinanzministers Hans Eichel nur allzu deutlich zeigt, der letztlich vor dem Bundesverwaltungsgericht kein Recht bekam.

Wie sind daher selbst nach Jahren der Tätigkeit im Dienste des Deutschen Volkes gezwungen, nach unserer Pensionierung noch Geld dazu zu verdienen.

Mir in diesem Zusammenhang Gier vorzuwerfen, ist eine böse Beleidigung des SPIEGEL, gegen die ich mich gerichtlich zur Wehr setzen werde.

Ich stehe zu meinen Verträgen, zu meiner Vergangenheit, und zu Nursultan

Gute Nacht Deutschland

Otto Schily

Zu Nursultans Staatsbesuch in Deutschland
Auf der Jagd nach Rohstoffen: Elefantenhochzeit und Hofieren eines Diktators


Zu Bill Clinton Giustra und Nursultan

Die spendablen Freunde der Clintons werden zum Wahlkampfthema in den USA
Gold, Uran, Frank Giustra und Bill Clinton
Neues von Robert Friedland, Bill Clinton und Frank Giustra – oder: wie man Politiker als Türöffner einsetzt
Bill Clinton und seine grosszügigen Spender

Zu Hans Eichels Pensionserhöhungsklage
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Karstadt-Benko berichtet vom Bilderberg-Geheimtreffen in Tirol: Es läuft super

Dr. Alexander von Paleske —- 13.6. 2015 —— Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Rene Benko
Austrischer Geschäftsmann
z.Zt. Bilderbergkonferenz
Hotel Interalpen (Apenfestung)
Telfs
Austrische Skandalrepublik

Guten Tag Deutschland,
guten Tag Kunden und Freunde der Kaufhäuser Karstadt, Alsterhaus, Oberpollinger und Kaufhaus des Westens (KaDeWe).

Wer mich etwa noch nicht kennen sollte: Ich bin Rene Benko, austrischer Immobilienbesitzer im Milliardenbereich, firmiere unter Signa Holding und bin mittlerweile auch in Deutschland hochaktiv seitdem ich die Karstadt Kaufhäuser übernommen habe.

Auch den Kaufhof will ich kaufen, aber da bin ich im Augenblick etwas ins Hintertreffen geraten.


Das bin ich: Jungdynamiker und Milliardär René Benko

Betreiben will ich diese Kaufhäuser allerdings nicht so gerne, deswegen habe ich jetzt Thailänder ins Boot geholt.

In Wien bin ich bereits der grösste Immobilienbesitzer im Innenstadtbereich. Ein wenig vorbestraft bin ich auch, aber als umtriebiger Geschäftsmann kann ich nicht den ganzen Tag mit dem Gesetzbuch unterm Arm herumlaufen.

Nur bösartige Neider nennen mich einen Immobilien-Hai.

Vorbild Onkel Dagobert
Den grössten positiven Einfluss hat bei mir Dagobert Duck ausgeübt, dessen intellektuell unterhaltsame Micky-Maus-Geschichtchen über Geldvermehrung und Geld-Lagerung ich als Kind und Jugendlicher verschlungen und mir geschworen hatte: Das mache ich auch, das kann ich auch.


Mein Vorbild: Dagobert Duck

Heute kann ich sagen: ich habe es erreicht. Ich bin Europas „Dagobert Duck“ im Immobilienbereich.

Einladung zu Dagoberts Tafelrunde
Aber das wirklich Schöne kam vor ein paar Monaten mir ins Haus geflattert: Eine Einladung zum Bilderbergtreffen. Mein Ritterschlag sozusagen, meine Aufnahme in Ritter Dagoberts geheime Tafelrunde, die jetzt schon zum zweiten Mal in meiner austrischen Heimat stattfindet.


Bilderberg-Tagungsort Interalpen Hotel Telfs/Tirol

Wer dort dabei ist, der kann von sich mit Fug und Recht behaupten: Ich bin bedeutend, ich habe etwas erreicht, bzw. als Politiker: Mir wird zugetraut, dass ich eines Tages Bundeskanzler oder zumindest Vizekanzler z .B. in Deutschland werde, sog. Promising Potentials also.

So überrascht es kaum, dass auch Angela Merkel und der ehemalige Vizekanzler und jetzige Industrie Klinkenputzer Joseph Martin (Joschka) Fischer Teilnehmer der Bilderberg-Geheimkonferenzen waren.
.
So ist es auch keine Überraschung, dass Ursula von der Leyen zu den diesjährigen Bilderberg-Gästen gehört.

Besonders gefreut
Besonders gefreut hat mich, dass auch mein Mitstreiter, der ehemalige austrische Bundeskanzler und Rotweinliebhaber Alfred Gusenbauer zu den Gästen gehört. Der hat einen langen Weg von Linksaussen in die Arme des Kapitals hinter sich gebracht.

Hauptthema Griechenland
Eines der diesjährigen Hauptthemen ist natürlich Griechenland, und die Frage, wie dieses Land am kostengünstigsten aus dem Euroraum geworfen werden kann.
Wir Teilnehmer sind uns darüber bereits einig: Bei einem Rauswurf müssen wir Europäer (ausser den Griechen) Schulter an Schulter stehen.

Putin muss weg
Weiteres Thema ist natürlich der Konflikt in der Ukraine: Auch hier sind die Teilnehmer sich weitgehend einig: Russlands Putin muss weg. Am besten durch weitere Sanktionen, verbunden mit grosszügigen Spenden an die Opposition.

Strategie im Irak und Syrien
Schliesslich die Bedrohung durch die Islamisten. Hier plädierte der Ex-US-Aussenminister Henry Kissinger dafür, noch mehr Terroristen aus Europa und anderswo nach Syrien und den Irak einreisen zu lassen, , um diese dann in einem grossen militärischen Aufwasch ins Jenseits zu befördern, sie also nicht mehr in ihre Heimat zurückkehren können

Eine hochinteressante Überlegung.

Nur ein paar Steuermillionen
Natürlich muss auch der austrische Steuerzahler einen Obulus für die Ausrichtung dieser hochwichtigen Geheimkonferenz Bilderberg entrichten. Schlappe 3 Millionen Euro kosten die hervorragenden Sicherheitsvorkehrungen wo 2100 Polizeibeamte im Einsatz sind, um das Hotel in eine Alpenfestung zu verwandeln, und unliebsame Gäste und randalierende Chaoten auf Abstand zu halten.

Ein vergleichsweise lächerlicher Betrag, verglichen mit den Steuergeldern, die für die Pleitebank Hypo Alpe Adria lockergemacht werden mussten und noch werden.

Herzliche Grüsse aus den Bergen Tirols

Rene Benko

Zur Bilderberg-Konferenz grundlegend
link Alle Jahre wieder die Bilderberg- Konferenz – oder: Verhöhnung von Demokratie und Öffentlichkeit

Weitere Bilderberg Artikel
link Auch dieses Jahr wieder: Die Bilderberg-Konferenz – diesmal in Kopenhagen
linkDie Bilderbergkonferenzen, Wikipedia und eine persönliche Erfahrung
linkBeginn der Bilderberg-Geheimkonferenz 2013
linkBilderberg 2013: Fortsetzung der demokratieverhöhnenden Veranstaltungsreihe – diesmal nahe London
linkDie Bilderberg Konferenz 2012 tagt – oder: Alles verkommen
link Jürgen Flaschenpfand-Trittin berichtet von der Bilderberg-Konferenz 2012 in Virginia / USA
linkHallo, ist das der Sonderzug nach Bilderberg? – Da muss ich hin

Zu Signa, Benko & Co
linkKarstadt-Filialen Einkäufer und Signa-Gründer René Benko: „Deutsche und Karstädter, Ihr dürft Euch auf mich freuen“
linkEx-Kanzler Österreichs, Alfred Gusenbauer: Deutschland, das bin ich!
link SPÖ-Ex Bundeskanzler Gusenbauer schreibt an Deutschlands Ex-Kanzler Gerhard Schröder

Zur Skandalrepublik Österreich
linkAustrische Hypo-Alpe-Skandalbank, das knüppeldicke Ende, Deutsche Banken und internationale Geierfonds/b>

Zentraler Artikel für alle bereits bis Dezember 2008 angelaufenen Hypo-Alpe Skandale
linkBayernLB-Tochter Hypo Group Alpe Adria – Reicht mir die Hand, meine Skandale

Mehr zum Industrie-Klinkenputzer und Bilderberger Joseph Martin (Joschka) Fischer
Genscher und Fischer – zwei ehemalige Aussenminister zum Neuen Kalten Krieg mit Russland
Aus Freude am Joseph Martin (Joschka) Fischer – BMW
Joseph Martin (Joschka) Fischer: Hurra, ich bin 65, habe alles erreicht, und bereue nichts
Joschka und Herr Fischer, Regie: Pepe Danquart – Ein deutsches Film-Märchen

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Jack Austin Warner, Ex-FIFA-Vizepräsident: Deutschland, jetzt rede ich – auch über die märchenhafte Sommerkorruption 2006

Dr. Alexander von Paleske — 9.6. 2015 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox

Jack Warner
Ex-FIFA Vizepräsident
Ex Minister
Anti-Corruption Street 1
Trinidad

Guten Morgen Deutschland.
Ich bin Jack Warner,

komme aus dem Karibik-Staat Trinidad und Tobago, bin Politiker, millionenschwerer Geschäftsmann, Fussball-Funktionär, und Hans Dampf in allen Gassen.


Trinidad und Tobago – Meine Heimat

Ich habe es bis zum Vizepräsidenten der FIFA geschafft, von 1997 bis 2011. Eine – keineswegs nur für mich – äusserst lukrative Zeit.


Jack Warner ….lukrative FIFA-Zeit Screenshot: Dr. v. Paleske

Schon seit Jahren
Ich habe bereits vor einer Woche erklärt, dass ich im Besitze von Material bin, welches den Sumpf aus Bestechung, Betrug, Geldschieberei und Geldwäsche beim Weltfussballverband FIFA offenlegen kann – ausgenommen natürlich meinen eigenen Anteil daran.
Ich kann dokumentieren, wie der Laden bei der FIFA lief: Wie geschmiert. Nein: nicht wie geschmiert sondern geschmiert.

Deutschlands Sommermärchen 2006
Seit Jahren kommt der Zuschlag zur Ausrichtung der Fussball-Weltmeisterschaft nur nach Zahlung von Geldbeträgen an die FIFA bzw. an die Wahlmänner zustande.

Bestes Beispiel: Deutschland und das Sommermärchen von 2006.
Eigentlich stand die Austragung der Fussball-WM Jahre 2006 Südafrika zu:

– Afrika war noch nie Austragungsort gewesen, und Fussball ist Afrikas Sport Nr. 1

– der Weltstaatsmann und ehemalige Präsident Südafrikas, Nelson Mandela, hatte sich persönlich eingesetzt

– Südafrika unter Nelson Mandela hatte es geschafft, den friedlichen Wandel von einem Apartheid-Terrorstaat zu einer Demokratie zu vollziehen

– Südafrika war und ist die stärkste Wirtschaftsmacht Afrikas, die daher diese WM stemmen konnte

Deutschland Sieger durch Abwesenheit einer Stimme
Es herrschte im Beschlusskomitee Stimmengleichheit zwischen den Befürwortern Deutschlands und denen Südafrikas, da hätte Sepp Blatter dann per Stichentscheid den Austragungsort festlegen müssen – und der hätte für Mandela und Südafrika gestimmt.

Gute Vorarbeit
Dass es überhaupt zu einem derartigen Patt kommen konnte, lag daran, dass Deutschland schon gute Vorarbeit für seine Bewerbung geleistet hatte:

Panzerfäuste für Saudi-Arabien – gegen den Geist des Kriegswaffenkontrollgesetzes

– Eine ungewöhnliche Serie von drei Testländerspielen in fünf Tagen kurz vor Weihnachten 2004 zugesagt: in Japan, Südkorea und Thailand. Kritiker sahen zu Recht in ihnen weiterhin eine Gefälligkeit für den WM-Zuschlag.

– schliesslich dann offenbar die Spende für den Komitee- Umfaller Charles Dempsey aus Neuseeland: Der hatte klare Anweisung der von ihm vertretenen Verbände für Südafrika zu stimmen. Dieser Verpflichtung entzog er sich elegant, indem idem er einfach vor der entscheidenden Abstimmung verschwand – so ging die Abstimmung zugunsten Deutschlands aus.

Ein Narr würde wohl meinen, dies sei nicht durch Geld beeinflusst gewesen

Ein Sommermärchen wurde wahr
Ein deutsches Sommermärchen konnte wahr werden – nicht jedoch für Südafrika – und mit einem Märchen über die Abstimmung, dank diesem mittlerweile verstorbenen Charles Dempsey – Gott hab ihn seelig..

Sepp Blatter: Das war Bestechung
FIFA- Präsident Sepp Blatter, nachdem er von Deutschland, sechs Jahre nach der Sommermärchen-WM, provoziert worden war, erklärte 2012 in einem Interview mit der Schweizer Zeitung Blick:

Sepp Blatter:
Da erinnere ich mich an die WM-Vergabe für 2006, wo im letzten Moment jemand (Dempsey) den Raum verliess. Und man so statt 10 zu 10 bei der Abstimmung ein 10 zu 9 für Deutschland hatte. Ich bin froh, musste ich keinen Stichentscheid fällen. Aber, na ja, es steht plötzlich einer auf und geht. Vielleicht war ich da auch zu gutmütig und zu naiv.

Blick

Sie vermuten, die WM 2006 in Deutschland sei gekauft gewesen?

Blatter
Nein, ich vermute nichts. Ich stelle fest.

Streiten alles ab
Natürlich haben die Verantwortlichen in Deutschland abgestritten, hier sei es nicht mit rechten Dingen zugegangen. Der damalige Innenminister Otto Schily, Herausgeber des Law and Order-scharfen „Otto-Katalogs“, behauptete gar kürzlich, es habe keine Unregelmässigkeiten bei der Vergabe gegeben.

„Dieser Narr“, dachte ich nur.

Ich fand es im übrigen komisch, dass nun Russland und Katar die WM-Ausrichtung ausgerechnet wegen angeblicher Korruption abgenommen werden soll.

Überraschend allerdings nicht, dass sofort England und Australien, die am schärfsten gegen Blatter auftraten und seinen Rücktritt forderten, sich anboten, stattdessen die WM auszurichten. Die wittern jetzt das grosse Geschäft, zumal die Stadien von der Ausrichtung anderer Weltmeisterschaften bereits vorhanden sind.

Südafrika 2010 am Zug
Auch die WM 2010 sollte eigentlich ohne Probleme dann nach Südafrika gehen, sollte man meinen.
Aber zunächst sah das keineswegs gut aus für Südafrika, denn Marokko trat als scharfer Konkurrent auf den Plan, und Leute wie der Steuerbetrüger und Bayern München-Boss Uli Hoeness hatten für Südafrika nur Verachtung übrig.

Da sprang ich hilfreich ein, und offerierte Südafrika meine Stimme gegen einen kleinen Unbequemlichkeitszuschlag in Höhe von 10 Millionen US Dollar.

Thabo Mbeki, dem damaligen Präsidenten Südafrikas, fiel ein Stein vom Herzen, und gerne sandte er der FIFA 10 Millionen US Dollar für den Zuschlag, die ich – wie ein Pirat – für Sportförderung in der Karibik kaperte.
,
Ich habe dann dafür gesorgt, dass diese Gelder auf Umwegen auf meinen Konten landeten, um erst einmal die Wirtschaft Trinidads anzukurbeln.

Nicht nur ich: Bestechung und Geldwäsche, das fand auf allen Ebenen statt, da hiess es: Zugreifen.

Schöner Ticketverkauf
Natürlich verdiente ich auch etwas an der Sommermärchen WM 2006 in Deutschland, indem ich tausende von Tickets, die ich über die den DFB-Ticketmanager Willi Behr vom deutschen Fussballbund erhielt, auf dem Schwarzmarkt absetzte.

Darüber sollte sich gerade in Deutschland niemand beschweren, denn der Willi hat insgesamt 12 Millionen Euro an illegalem Ticketverkauf verdient, da war ich mit meiner lumpigen 1 Million ein ganz kleiner Fisch

Schöne Investments mit FIFA-Money
Im einzelnen investierte ich FIFA- Geld in folgende mir gehörende Unternehmen:

– Scarlet Ibis Hotel in Saint Augustine (6 Millionen) und als Emerald Plaza wiedereröffnet.Mein Sohn Daryl übernahm die Leitung des Hotels.


Mein EmeraldPlaza Hotel

– Kantac Plaza in Arouca

– Die Verwaltungsgebäude der TTFF und CONCACAF in Trinidad und Tobago

– und noch ein paar Investitionen in den USA und Costa Rica

Nichts Verwerfliches
Ich sehe in meinen Handlungen nichts Verwerfliches. Auch nicht in der Einbehaltung einer FIFA-Spende in Höhe von 800.000 US Dollar für die Erdbebenopfer in Haiti im Jahre 2010. Dieses Geld wollte ich zunächst investieren, um dann eine erheblich grössere Summe nach einiger Zeit zur Verfügung stellen zu können.

Das hätte auch alles geklappt, wenn dieser US-FIFA-Mann Chuck Blazer nicht beim FBI wie eine Nachtigall gesungen hätte, und so der FIFA und dem internationalen Fussball einen grossen Schaden zugefügt hat.
,
Ich darf abschliessend noch mitteilen, dass ich weiter als Politiker segensreich für mein Heimatland tätig sein werde, wie auch bisher schon.

Es lebe der Fussball. Viva FIFA.

Jack Austin Warner

Bundespräsident Gauck an FIFA-Präsident Sepp Blatter: Danke, danke für die Schmiergeld-Steilvorlage

Medizin

MERS breitet sich jetzt in Korea aus. Erneutes Versagen auch der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Dr. Alexander von Paleske —- 4.6. 2015 ——Das MERS (Middle East Respiratory Syndrom) verursachende Virus, ein Corona-Virus, zuerst vor drei Jahren in Saudi-Arabien als Verursacher einer schweren Infektionskrankheit mit einer hohen Todesrate entdeckt, ist wieder in den Schlagzeilen, nachdem es lange Zeit daraus verschwunden war. Eine trügerische Ruhe wie sich jetzt zeigt.


Corona-Virus (schematisch)


Corona Virus – EM-Aufnahme

Das verursachende Virus vermehrt sich erst in den oberen Atemwegen (Nase, Rachen), alsdann findet ein Etagenwechsel in die Lunge statt, mit einer schweren Lungenentzündung bis zum Lungenversagen (ARDS). Bakterielle Superinfektionen können komplizierend hinzukommen. Auch die Nieren können befallen werden, mit der Folge des Nierenversagens.

Hohe Todesrate

Bis Ende Mai 2015 wurden nach weltweit 1172 MERS-Fälle gemeldet – fast ausschliesslich auf der Arabischen Halbinsel. 479 Menschen starben an den Folgen der Infektion.

Als Erregerreservoir werden Fledermäuse angenommen, so wie beim Tollwutvirus und dem Ebola-Virus auch. Offenbar nach Mutationen sprang das Virus auf Kamele über, und vermutlich nach weiteren Mutationen auch auf den Menschen.

Vor einem Jahr schrieben wir zum Ausbruch von MERS in Saudi-Arabien:

Einerseits wird die Übertragung von Mensch zu Mensch als „nicht bewiesen“ hingestellt, anderseits erklärte ein Mitarbeiter der Weltgesundheitsorganisation (WHO):
„Uns geht es jetzt darum, herauszufinden, wie der Erreger von Kamelen auf Menschen überspringt. Es gibt Hinweise, dass die Symptome bei einer Ansteckung von Mensch zu Mensch weniger schwerwiegend sind, als wenn der Erreger vom Tier auf den Menschen übergeht.“

Längt war damals jedoch schon bewiesen, dass das Virus, auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann: bewiesen an den Krankenhausbediensteten in Saudi Arabien die erkrankten, keinen Kontakt mit Kamelen, jedoch Kontakt mit erkrankten Patienten hatten.

Kamele woanders
Die Kamele sassen und sitzen offenbar in den Gesundheitsministerien und in der WHO.


Kamele – nicht nur in der Wüste

Anstatt auf die fortdauernde Gefahr aufmerksam zu machen, und Reisenden zu empfehlen, bei entsprechenden Krankheitssymptomen sofort sich in ärztliche Behandlung unter dem Verdacht dieser Erkrankung zu begeben, wurde die Krankheitsgefahr eher verharmlost, oder, noch schlimmer: einfach vergessen – mit fatalen Folgen wie sich jetzt zeigt. Die WHO erklärte gar::

„Die Fälle sind „lokal begrenzt“ und der gegenwärtige Anstieg ihrer Zahl hat „womöglich triviale Ursachen“.

Von Bahrein nach Korea
Ein 68 jähriger Koreaner, der sich in Bahrein, einem kleinen Nachbarstaat von Saudi-Arabien aufhielt, infizierte sich mit dem Virus, das MERS verursacht.

Infektionsquelle: unbekannt.


Bahrein

In Bahrein gab es bisher – angeblich – keine Infektionen mit dem Virus.
Zurückgekehrt nach Süd-Korea entwickelte er die typischen Krankheitssymptome, und steckte weitere Personen.an, die wiederum andere ansteckten.

Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle lag vorgestern bei 30, heute bereits bei 35, drei davon starben bereits. Und der Sohn des Indexpatienten reiste nach China, erkrankte dort und steckte dort möglicherweise weitere Personen an.

25 der 35 Patienten hatten sich offenbar in einem Krankenhaus infiziert. Der Beginn einer kleinen Epidemie. Bei den jüngst diagnostizierten Fällen hatten die Patienten keinen Kontakt mit dem Rückkehrer aus Bahrein.

Ignoranz rächt sich
Die koreanischen Gesundheitsbehörden, von den behandelten Ärzten alarmiert, ignorierten das Problem zunächst. Mit fatalen Folgen: So wurde ein Patient mit öffentlichen Verkehrsmitteln in ein grösseres Krankenhaus überwiesen, die Mitreisenden damit einem Infektionsrisiko ausgesetzt, statt ihn in einem Ambulanzfahrzeug zu befördern.

Mittlerweile kamen 1300 Kontaktpersonen der Infizierten in Quarantäne, 700 Schulen schlossen die Gesundheitsbehörden als Vorsichtsmassnahme.


Hinweistafel in Süd-Korea

Nach Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten ist Südkorea jetzt das Land mit den meisten bestätigten MERS-Fällen

„Ein solch großer Ausbruch außerhalb des Nahen Ostens ist eine neue Entwicklung“

warnt nun die Weltgesundheitsorganisation (WHO)
Allerdings eine Entwicklung, die keineswegs überraschend kommt, denn anders als bei der SARS-Epidemie vor 13 Jahren war das MERS verursachende Virus und dessen Reservoir keineswegs eliminiert.

Schnee von gestern
Bis vor einem Jahr galt folgendes:

1. Die Übertragungsrate anfangs offenbar gering, aber anders, als zuerst angenommen, ist die direkte Übertragung von Mensch zu Mensch möglich, und offenbar häufiger. Dafür ist allerdings eine körperliche Nähe zu der Infizierten Person erforderlich, vermutlich weil eine grössere Menge infektiösen Material zur Übertragung notwendig ist (Tröpfcheninfektion nach Niesen und Husten ). Vermutlich auch, weil das Virus ausserhalb der Körpers nicht überlebensfähig ist.

2. Die Letalität, d.h. der Prozentsatz der Infizierten, der an der Infektion stirbt ist, sehr hoch, sie liegt bei rund 35%, insbesondere wenn der Patient noch an anderen Erkrankungen wie z.B. Diabetes leidet.

Mutationsbedingte erhöhte Ansteckungsgefahr?
Offenbar ist die Infektiosität des Virus mittlerweile gesteigert, was die Konsequenz von Spontanmutationen sein könnte, auch wenn ein deutscher Virologe von der Uni Bonn behauptet,

„das Virus sieht in diesem Jahr nicht gross anders aus, als vor einem Jahr“,

also keine Neumutation, so spricht die rasche Ausbreitung in Korea deutlich dagegen.

Südkorea wird vermutlich die Epidemie unter Kontrolle bekommen. Das gilt jedoch nicht für Saudi-Arabien und die Nachbarländer. Dort wurden die notwendigen Massnahmen nicht konsequent durchgeführt:

– Unverzügliche Klärung, wie lange das Virus von Kamelen ausgeschieden wird und wo

– Sofortiges Verbot der Verbreitung von Kamelprodukten (Milch, Fleisch)

– Unterbindung der Kontakte Mensch-Kamele – soweit möglich.

– Durchforstung weiterer Haustiere nach Antikörpern gegen das MERS-Virus

– Sofortige und konsequente Isolierung aller Verdachtsfälle der Erkrankung, und maximaler Schutz des medizinischen Personals.

Kontrolle von SARS als Vorbild
Die SARS- Epidemie vor 13 Jahren, auch durch ein Corona Virus verursacht, hat gezeigt, wie man erfolgreich den Ausbruch einer derartigen Krankheit unter Kontrolle bringen kann – selbst ohne zu impfen. Die Impfung, so ein Impfstoff verfügbar, könnte sich dann auf bestimmte Risikogruppen beschränken, insbesondere das medizinische Personal – und auf Kamele.

Darüber hinaus dürfte es ratsam sein, Reisen nach Saudi-Arabien und Nachbarländer , so nicht dringend geboten, zu unterlassen. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass selbst eine mehrstündige Flugreise in der Nachbarschaft eines Infizierten bzw. auf einem der Umsteigeflughäfen am Golf nicht doch ausreicht, um die Krankheit zu übertragen.

Die Empfehlung, sich von Atemwegserkrankten in Saudi-Arabien und den Golfstaaten tunlichst fernzuhalten, kann demgegenüber nur als Witz betrachtet werden. Derartige Patienten dürften wohl kaum ein Schild mit Diagnose MERS mit sich herumtragen, zumal die meisten selbst ihre Diagnose zu diesem Zeitpunkt noch nicht kennen.

NACHTRAG 13.6. 2015
Bis heute sind 14 Patienten in Korea gestorben, und insgesamt bei 138 Personen die Infektion nachgewiesen.

Wie gefährlich ist das MERS-Virus wirklich?

Wie gefährlich ist das neue Corona-Virus NCoV?

Vogelgrippe H7N9 in China: Eine neue gefährliche Epidemie?

Zur WHO
Welt-Gesundheitsversammlung in Genf: Der „zahnlose Tiger“ WHO verspricht viel und will mehr Geld
Ebola Epidemie in Westafrika: Wie krank ist die Weltgesundheitsorganisation WHO?
Ebola, Malaria, Medikamentenresistenz und die Weltgesundheitsorganisation (WHO)
Ebola-Epidemie und die Krise im Gesundheitswesen in Westafrika
Antibiotikaresistenz – eine Warnung vom „Schnarchverein“ Weltgesundheitsorganisation (WHO)
WHO, Weltgesundheitstag und Antibiotikaresistenz – eine Nachbemerkung

Tuberkulose und die Krise bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Kein Nachlassen der Schreckensmeldungen

Medikamente ohne Wirkstoffe – ein hochlukratives Geschäft mit tödlichen Folgen
Weltgesundheitsorganisation (WHO) – ein teurer, bisher zahnloser Tiger im Kampf gegen gefälschte Medikamente

SATIRE

Bundespräsident Gauck an FIFA-Präsident Sepp Blatter: Danke, danke für die Schmiergeld-Steilvorlage

Dr. Alexander von Paleske —— 2.6. 2015 —–Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Der Bundespräsident
der Bundesrepublik Deutschland
Joachim Gauck
Schloss Schöne Aussicht
Berlin
Deutschland

An Sepp Blatter
FiFA-Präsident
Zürich
Schweiz

Nachrichtlich:

Barack Obama
Präsident der USA
Weisses Haus
Washington D.C-
USA

Sehr geehrter Herr Blatter,

ganz, ganz herzlichen Dank für die Schmiergeld-Steilvorlage am Wochenende.

Seit Monaten habe ich gegrübelt, wie wir den Fussball World Cup aus Russland wegbekommen bzw. notfalls boykottieren können.

Ich bin ja, genau wie Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel auch, ein grosser Fussballfan, und wenn unsere Elf erwartungsgemäss wieder im Finale steht, hätte ich – anders als 2014 in Sotschi bei den olympischen Winterspielen – nicht einfach demonstrativ absagen können.

Die boshafte Nähe dieses Wladimir Putin hätte mir den ganzen Spass am Spiel verdorben, und eine Stresssituation sondersgleichen noch dazu geschaffen.

Portofrei geliefert
Jetzt haben Sie uns mit der Schmiergeldaffäre die Argumente sozusagen portofrei geliefert, nachdem die USA, die mit dem Fussball ohnehin bestenfalls peripher etwas zu tun haben, öffentlichkeitswirksam vor der Jahreshauptversammlung der FIFA Haftbefehle wegen angeblicher Bestechungen und Geldwäsche ausstellten.


Karikatur von Zapiro, Mail & Guardian vom 29.5. 2015

Sie wollten jedoch, wie ein störrischer Esel einfach nicht abtreten, sich stattdessen – erfolgreich auch noch – zur Wiederwahl stellten. Unerhört.

Das ist vor allem den unterentwickelten Ländern der Südhalbkugel zu danken. Die haben Sie in den letzten Jahren gepäppelt, statt,,wie es vor Ihrem Amtsantritt üblich war, die FIFA als Europa-zentrierte Organisation zu belassen.

Aber letztlich konnten wir den Schmiergeld-Vorgängen viel Gutes abgewinnen:
Nachdem die US-Haftbefehle von der dienstbeflissenen Schweizer Polizei sofort ausgeführt wurden, und sich ein Abgrund von Bestechung bei der FIFA auftut, werden den Fussball-WorldCup 2018 in Russland einfach boykottieren.

Wir argumentieren, dass dies nicht eine Fussball-WM, sondern eine Schmiergeld-WM ist, und wir in der Nachbarschaft solcher Krimineller auf gar keinen Fall gesehen werden wollen.


………denn Schmiergelder – so etwas gibt es bei uns nicht

Glecihzeitig werden wir Druck auf den deutschen Fussballbund ausüben, mit uns an einem Boykott-Strick zu ziehen.

Nicht mehr nur Ukraine
Als Begründung brauchen wir uns also nicht mehr auf den Konflikt in der Ukraine beschränken, sondern sammeln unsere Bälle in der Tiefe des Schmiergeld-Raumes auf. Wir behaupten einfach, dass die FIFA ein durch und durch korrupter Laden ist, und natürlich die Vergabe an Russland nur mit Schmiergeldern zustande kam.

Blatters Alter kein Thema
Allerdings lassen wir das Altersargument heraus, denn ich bin ja auch schon über siebzig, und will auf jeden Fall 2017 wiedergewählt werden. Am Ende meiner zweiten Amtszeit wäre ich dann bereits 82..

Erfreulicherweise hat es ja bereits Stimmen im grünen Lager gegeben, die jetzt schon fordern, sich auf meine Wiederwahl festzulegen. Das hat mich natürlich ganz besonders gefreut, obgleich ich mit bestimmten grünen Personen wie diesem Ströbele nichts, aber auch gar nichts zu tun haben will.

Mit herzlichen Grüssen

Joachim Gauck
Bundespräsident

NACHTRAG 2.6. 2015 18.57
Gerade wird mir die Mitteilung gebracht, dass Sie von Ihrem Amt zurückgetreten sind. Das wurde aber auch höchste Zeit, ändert aber nichts an meiner Dankbarkeit für die Steilvorlage.

J.G.

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SATIRE

Ukraines Premier Arsenij Jazenjuk: „Wir bauen mit EU-Geldern einen Europa-Schutzwall gegen die Putin-Barbaren“

Dr. Alexander von Paleske — 28.5.2015 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Arsenij Jazenjuk
Premier der Ukraine
Maidan 007
Kiev
Ukraine

Guten Tag Deutschland,

mein Gesicht ist Ihnen ja sicher schon aus dem Fernsehen bekannt: Ich heisse Arsenji Jazenjuk und bin der der Premier der von der EU gepäppelten Maidan-Republik Ukraine.

Gerade haben wir auf dem Gipfeltreffen der EU in Riga zwar nicht die Zusage der Aufnahme in diesen Club bekommen, aber immerhin einen kleinen Kredit in Höhe von 1,8 Milliarden Euro zusätzlich zu den vielen Milliarden, die wir bereits von der EU und dem IMF bekommen haben.

Wir sind zwar technisch bankrott, aber 1,6 Milliarden davon, also der Löwenanteil, wird für den Bau unseres 2200 Kilometer langen antibarbarischen Schutzwalls an der Ostgrenze.eingesetzt. Dieser Schutzwall befindet sich bereits seit einem Jahr im Bau. Dessen Finanzierung ist jetzt – dank EU-Geldern – voll abgesichert.

Ich komme gerade von einer Inspektion dort zurück und bin hocherfreut über die Fortschritte.


Ich auf Besichtigungstour – Screenshot: Dr. v. Paleske

Nicht wie in der „DDR“
Im Gegensatz zu den Grenzanlagen der untergegangenen „DDR“ geht es bei unserem Schutzwall nicht darum, unser Volk einzusperren, sondern angriffslustige Russo-Barbaren auszusperren.

Insoweit handeln wir ganz in geschichtlicher Tradition: So wie die Römer seinerzeit den Limes quer durch Germania bauten, um die Langobarden und sonstiges primitives Gesocks draussen zu halten, ebenfalls in Grossbritannien den sogenannten Hadrianswall,
um die primitiven Vorfahren der Schotten an der Ausdehnung nach Süden zu hindern, und in neuerer Zeit die Israelis mit ihrer Grenzmauer, um die Palästinenser draussen zu halten, so bauen wir jetzt eben unseren Europa-Schutzwall.


Unser Vorbild: „Schutzwall“ in Jerusalem


…..und das ist unser im Bau befindlicher Schutzwall. Screenshot: Dr. v.Paleske

Insofern sind Vergleiche mit der innerdeutschen Grenze seinerzeit völlig daneben.

Die Ulbricht-Kommunisten schafften es ja nicht, den Gulaschkommunismus und die Ideale der Weltrevolution der Bevölkerung schmackhaft zu machen, so dass die in den Westen abwanderte.

Diesen rotlackierten Herrschaften fiel dann nichts besseres ein, als die Bevölkerung einfach einzusperren – „antifaschistischer Schutzwall“ wie die das auch nannten.

Uns geht es darum, die Putin-Barbaren und -Hunnen daran zu hindern, sich weiter in unser Vaterland auszudehnen.

Fort mit den Russen aus der Ukraine
Unserer Bevölkerung steht es völlig frei, durch die Grenzstellen nach Osten zu reisen.
Gerade die russische Bevölkerung, ein Fremdkörper in unserem Lande, ermutigen wir nicht nur zur Ausreise, sondern zur Umsiedlung.

Sollten allerdings einige von ihnen zu laut die russische Nationalhymne krähen, dann überlassen wir es gerne unseren Freunden vom rechten Spektrum, diese uneinsichtigen Russophilen ins Jenseits zu befördern.

Jüngst haben unsere Freunde gleich drei krakehlende Russophile beseitigt:

– den Journalisten und Publizisten Oles Busina

– den früheren Parlamentsabgeordneten Oleg Kalaschnikow

– den Journalisten Serhiy Sukhobok
.
Statt Beton: Maschendraht
Ursprünglich wollten wir ja eine Betonmauer errichten, aber das müsste auf Druck von der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel – vorläufig – fallengelassen werden, es hätte angeblich zu viel Ähnlichkeit mit der Berliner Mauer seinerzeit..

Für eine derartige Beton- Mauer hatte sich insbesondere unser Klepto-Oligarch und frühere Gouverneur lgor Kolomoiskij , der drittreichste Mann der Ukraine und Sponsor der faschistischen Azov-Brigaden, eingesetzt.

Was wir uns von den „DDR“- Grenzanlagen aber abgeguckt haben ist ein 25 Meter breiter Todesstreifen, und das ganze Gebiet um den Zaun zum Sperrgebiet zu erklären.

Auch verminen
Wir überlegen auch, das Gelände zu verminen, um notfalls vorrückende Panzer der Putin-Barbaren zu zerstören.
Gerne würden wir auch, dort Atomminen verbuddeln, als maximale Abschreckung, aber wir haben leider nur den radioaktiven Abfall aus dem stillgelegten Kernkraftwerk Tschernobyl zu Verfügung, nachdem wir dummerweise unsere Atomwaffen in den 90er Jahren verschrottet haben.

Mauerspezialisten um Hilfe gebeten
Da wir selbst ja wenig Erfahrung mit der Errichtung derartiger Grenzanlagen haben, und die Architekten der Berliner Mauer tot sind, haben wir uns an die Israelis gewandt, und die haben sofort zugesagt, uns beim Bau der Barbar-Abwehranlagen zu helfen.

Natürlich gibt es noch ein paar Probleme, nämlich ob wir auch einen Grenzzaun zur Krim ziehen, die ja uns gehört, und die wir zurückerobern werden. Ich habe deshalb angeordnet, Schilder aufzustellen, wo draufsteht, dass es sich um einen vorläufigen Grenzzaun handelt.

Gleiches gilt für die von den Russo-Barbaren besetzten Gebiete um Lugansk und Donezk.

Ich denke, diese Anlage trägt zur Friedenssicherung hervorragend bei, und markiert die Grenze Europas.

An dem Zaum werden wir Schilder aufstellen:

„Vorsicht Schusswaffengebrauch“

und an den Grenzübergängen Schilder mit der Aufschrift:

„Achtung, neue europäische Grenze. Sie verlasen jetzt das Freie Europa. Weitergehen auf eigene Gefahr“.

So viel für heute.

Herzliche Grüsse von

Arsenij Jazenjuk
Premier der Ukarine

Zur Ukraine-Krise
Ukrainisches Regierungsmitglied und rechtsradikaler Anführer Dmytro Jarosch stellt sich vor: „Deutschland, das bin ich“
Danke, danke Bundespräsident Joachim Gauck für Ihren Besuch zum Maidan-Gedenktag in der Ukraine
Ukraine-Konflikt: Putin nahe am Ziel, Merkel und EU vor den Trümmern ihrer Politik
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Ukraine: Die Rekrutierung von Söldnern geht weiter, westliche Befürworter von Sanktionen bekommen kalte Füsse
Ukraine: Parlamentseröffnung, Milizen, und die Sanktionen gegen Russland
Ober-Grüner und „Steuerspar-Fachmann“ Anton Hofreiter, Blackwater (Academi)-Söldner in der Ukraine, Günter Wallraff und ein Nachrichtenmagazin namens SPIEGEL
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Genscher und Fischer – zwei ehemalige Aussenminister zum Neuen Kalten Krieg mit Russland
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Danke BILD, danke BILD-Kai (Diekmann) für die Kampagne „Weg mit den russischen Panzern aus dem Tiergarten“
Vorwärtsverteidigungsministerin Dr. med. Ursula von der Leyen an den ehemaligen Bundeswehr-Generalinspekteur: „Halten Sie den Mund, General Kujat“
NATO und EU: Konfliktpolitik statt Friedenspolitik – in Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, und jetzt in der Ukraine

Medizin

Welt-Gesundheitsversammlung in Genf: Der „zahnlose Tiger“ WHO verspricht viel und will mehr Geld

Dr. Alexander von Paleske —- 26.5..2015 —-
In der vergangenen Woche tagte in Genf die diesjährige 68. Weltgesundheitsversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Sie fand vor dem Hintergrund des kolossalen Versagens der WHO in der Ebola-Krise in Westafrika statt, die mehr als 11.000 Menschen das Leben kostete.

Viele Überlebende haben noch mit den Folgen der Erkrankung zu kämpfen, und die Epidemie ist bisher keineswegs besiegt, denn neue Fälle werden aus Guinea und Sierra Leone gemeldet.

Ineffizienz offengelegt
Diese Krise hat mit aller Brutalität die Ineffizienz der WHO aufgedeckt, die wir bereits vor der Ebola Krise in mehreren Artikeln scharf angegriffen haben.



WHO-Hauptquartier in Genf ….Ineffizienz offengelegt.
Screenshot: Dr. v. Paleske

Die WHO Chefin Margaret Chan erklärte vor 3000 Delegierten aus 194 Ländern auf der 68. Weltgesundheitsversammlung:

„Ich möchte nie wieder erleben, dass diese Organisation mit einer Situation konfrontiert ist, für deren Bewältigung sie nicht vorbereitet, personell nicht stark genug, nicht ausreichend finanziert oder verwaltungstechnisch nicht aufgestellt ist“,

und weiter:

Jetzt steht ein Jahr des Wandels und der Transformation an. 2015, stellt die WHO Weichen“.

Starke Worte, vor allem die Forderung nach noch mehr Geld seitens der WHO-Chefin.

Bundeskanzlerin Merkel sprach auf der Veranstaltung den bedeutungsschweren Satz:

„Der Kampf ist erst gewonnen, wenn man für die nächste Krise gerüstet ist“.

Die hochrangigen Staatsmänner- und -Frauen, unter ihnen auch der Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, öffneten die Geldbörse, bzw. versprachen es zu tun.

Alles neu macht der Mai
Jetzt will die WHO alles besser machen. Ein Programm zur Reaktion auf Erregerausbrüche soll aufgestellt werden, das im Detail angibt, was innerhalb der ersten Stunden und Tage nach einem Ausbruch zu tun ist.

„Soll aufgestellt werden“ sagt eigentlich alles: Selbst nach Ausbruch der Ebola Epidemie gibt es ein solches Programm bisher nicht. Und das fast 70 Jahre nach der Gründung der WHO.

Keine Überraschung
Überraschend ist das allerdings nicht: Wer gesehen hat, wie die WHO z.B. in der schweren Cholera- Epidemie im Jahre 2008 in Zimbabwe agiert bzw. nicht agiert hatte.

Die Übelstände der WHO:

– keine vorausschauende innovative Planung, stattdessen Verbürokratisierung und verkrustete Strukturen

– Seilschaften, die sich zum Teil gegenseitig bekämpfen bzw. behindern

– Mangelndes Engagement der WHO Mitarbeiter, von denen viele sich vor allem an ihre Pöstchen klammern.

– Schliesslich: Aktivitäten auf Gebieten, wo die WHO nichts verloren hat, wie bei der Klassifizierung von Lymphomen, Leukämien etc.

Das sind nur ein paar Bereiche der WHO, die dringend des Aufräumens harren.

Geld reicht nicht
Die Zurverfügungstellung weiterer Geldbeträge alleine kann das Problem nicht lösen. Gefordert ist vielmehr eine Radikalkur, bei der alles auf den Prüfstand kommen muss.

Die Organisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) hat nicht nur in der Ebola-Krise vorgemacht,, wie mit einem Minimum an Mitteln höchste Effizienz und perfekte Organisation erreicht werden kann.

Bestenfalls die Nachhut
Sowohl bei den brennenden Fragen wie der Massentierhaltung und deren Gefahren, als auch dem Problem gefälschter Medikamente, und der bedrohlich zunehmenden Antibiotikaresistenz spielte die WHO bisher bestenfalls die Nachhut – wenn überhaupt.

Mittlerweile zeigt der Ausbruch der Vogelgrippe vom Typ H5N2 in den USA, wo bisher rund 40 Millionen Hühner und Truthähne geschlachtet werden mussten, welch ein Irrweg diese Massentierhaltung ist. In den USA sind pro Betrieb im Durchschnitt rund 1,5 Millionen Hühner eingepfercht.

Die WHO hätte längst die Tierfabriken problematisieren und letztlich deren Abschaffung fordern müssen, nicht nur als Brutstätten der Antibiotikaresistenz, sondern ebenfalls als Multiplikator bei der Vogelgrippe und der Schweinegrippe, mit der deutlich erhöhten Gefahr von Spontanmutationen, welche Infektionsrate und Übertragbarkeit auf den Menschen steigern können.

WHO – zur Zeit steht die Abkürzung eher für World Helpless Organisation.

Ebola Epidemie in Westafrika: Wie krank ist die Weltgesundheitsorganisation WHO?
Ebola, Malaria, Medikamentenresistenz und die Weltgesundheitsorganisation (WHO)
Ebola-Epidemie und die Krise im Gesundheitswesen in Westafrika
Antibiotikaresistenz – eine Warnung vom „Schnarchverein“ Weltgesundheitsorganisation (WHO)
WHO, Weltgesundheitstag und Antibiotikaresistenz – eine Nachbemerkung

Tuberkulose und die Krise bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Kein Nachlassen der Schreckensmeldungen

Medikamente ohne Wirkstoffe – ein hochlukratives Geschäft mit tödlichen Folgen
Weltgesundheitsorganisation (WHO) – ein teurer, bisher zahnloser Tiger im Kampf gegen gefälschte Medikamente

global player

„Arschloch Taxi“, Uber und die Pläne B, C und D

Dr. Alexander von Paleske —– 25.5. 2015 ——
Der Uber-Pop-Plan, den Personenbeförderungsmarkt auch in Deutschland mit „Jedermann-Taxis“ aufzurollen, ist erst einmal gescheitert.

Das Landgericht Frankfurt (M) hat Uber-Pop kurzerhand verboten, gestützt auf das Personenbeförderungsgesetz, dessen Voraussetzungen Uber-Pop nicht erfüllen konnte und wollte.


Uber – Niederlage vor Gericht

Uber, mittlerweile global operierend, ist kein Taxiunternehmen, sondern Vermittler und greift bei Vermittlungen satte 20% ab. Das hat den „Erfinder“ dieser grandiosen Idee namens Travis Kalanick der die Taxis als „Arschlöcher“ bezeichnete, steinreich gemacht.


Travis Kalanick ……steinreich durch 20%

Sein Unternehmen, hinter dem mittlerweile auch US-Geldgeber wie die Grossbank Goldman Sachs stehen, soll angeblich 40 Milliarden US-Dollar wert sein.

Das Prinzip, das erst einmal für Deutschland verboten wurde: Jeder der ein Auto hat, nicht älter als 9 Jahre, kann mitmachen.

Eine herzliche Einladung zur Selbstausbeutung.

Wild-West-Eldorado vermieden
Man braucht kein Prophet zu sein, um vorauszusagen, dass die Zulassung von Uber-Pop nicht nur das mittlerweile recht schmale Einkommen der Taxifahrer weiter reduziert, sondern aus dem geregelten Personenbeförderungs-Markt eine Art Wild-West-Eldorado gemacht hätte.

Gleichwohl beeilten sich gleich einige Persönlichkeiten, meistens in gut dotierter Position, sich für dieses „Selbstausbeutungs-Modell“ stark zu machen, wir berichteten darüber.

Statt Rückzug neue Pläne
Wer geglaubt hatte, Uber würde nach der gerichtlichen Niederlage in Frankfurt den Rückzug antreten, der sollte sich täuschen.
Uber setzte seinen Plan B um, versuchte, sein Uber Pop in eine Art Mitfahrzentrale umzumodeln. Pech nur, dass dabei die Tarife so gering sind, dass es sich nicht lohnt. Bei diesem Extrem-Selbstausbeutungsmodell wollte kaum jemand anbeissen.

Hunger auf grosses Kuchenstück und ein Plan C
Da der Personenbeförderungsmarkt in Deutschland ein Volumen von rund vier Milliarden Euro hat, versuchte Uber weiter, ein grosses Sück von diesem Kuchen abzubekommen. Nun also der Plan C, auch Uber X genannt.

Die Uber-Fahrer machten einen Personenbeförderungsschein, versicherten ihr Auto, und legten eine Prüfung bei der IHK ab, und los ging’s. Die Kosten dafür übernahm in dankenswerter Weise Uber, die so Gekürten und sind jetzt Mietwagenunternehmer im Ein-Mann-Betrieb.

20-25% billiger als Taxis soll der Trip mit Uber-Assoziierten sein.

Alter Wein in neuen Flaschen?
Mietwagen auch Minicabs oder Minicars genannt, die in den 60er Jahren anfingen, den Taxis Konkurrenz zu machen, sind nach dem Personenbeförderungsgesetz zulässig, müssen aber geordert werden, das Aufsammeln von Passagieren unterwegs ist nicht zulässig, und den Taxen vorbehalten.

Die Mietwagen müssen auch nach der Erledigung des Auftrags in ihre Zentrale zurückkehren, dürfen also nicht in Stadtzentren auf neue Aufträge lauern, es sei denn, dass sie unterwegs per (Funk Internet) einen neuen Auftrag bekommen.

Aber: wer will das überprüfen?
Die Befürchtung besteht nun, dass diese neuen Uber-Mietwagenbesitzer dennoch auf neue Aufträge lauern, und zwar dort, wo das Geschäft am besten brummt.

Konflikte bereits in der Vergangenheit
Bereits in der Vergangenheit gab es reichlich Konfliktstoff zwischen Taxis und Mietwagen (siehe auch hier), der dürfte mit dem Aufkreuzen von Uber eher noch zunehmen.

In der Zwischenzeit wird Uber wohl weiter die Werbetrommel für sein Uber-Pop-Geschäftsmodell und die komplette Deregulierung der Personenbeförderung rühren, der Plan D sozusagen.

Allerdings sind die Befürworter von Uber-Pop mittlerweile ziemlich leise geworden.

Vielleicht macht sich doch noch die Einsicht breit, dass dieses Geschäftsmodell nun wirklich keinen Fortschritt darstellt, und das Personenbeförderungsgesetz keineswegs antiquiert .

„A………h“ Uber-Chef startet Charmeoffensive und verspricht 50.000 (Selbstausbeutungs-) Jobs
Fäkaliensprache, Aggressivität, Schmutzkampagne: Uber unter allem
US-Firma Uber: Kampf dem „Arschloch Taxi“ weltweit

Bilderberg

G7, Bilderberg – und Demonstrationen dagegen – im Juni

Dr. Alexander von Paleske —- 24.5. 2015 —Am 7/8 Juni 2015 findet im bayerischen Elmau, ganz in der Nähe der österreichischen Grenze, der Weltwirtschaftsgipfel der sieben angeblich führenden Industrienationen (G7) statt.


Tagungsort Schloss Elmau

Drei Tage danach die Bilderberg-Konferenz mit 150 hochrangigen westlichen Vertreten aus Politik, Wirtschaft, Finanzen und Militär.

In Medienberichten heisst es:

Die Angst vor Anschlägen und gewaltbereiten Demonstranten führt zu einem in der Dimension ganz besonderen länderübergreifenden Einsatz. Es soll eine Mission „aus einem Guss“ werden.

Rund 4000 Beamte der Gastgeberländer sollen in der heißen Phase in den beiden Einsatzzentralen präsent sein.

Absolut schützenswerte Herrschaften
Zwar hat das deutsche Bundeskriminalamt jüngst erklärt, es habe nicht genügend Beamte, um die gewaltbereiten Islamisten in Deutschland zu überwachen, und so Anschläge in Deutschland zu verhindern. Aber diese wertvollen Herrschaften sollen auf jeden Fall und umfassend geschützt, von Demonstranten abgeschirmt werden, und keinen Schaden erleiden.

Auch die finanziell klamme Hypo-Alpe-Skandalrepublik Österreich, über deren Bundesland Kärnten mittlerweile der Pleitegeier schwebt, spart weder Mann/Frau noch Mittel.

Polizisten in den Hotelbetten
Rund 16.000 Hotelbetten stehen in der Region zu Verfügung, in jedem dritten davon wird ein Polizist schlafen.
Die Hoteliers in der Region freuen sich über diese gute Buchungslage in der Vorsaison.

Von G8 nach G7 – und ein Etikettenschwindel
Aus dem G8 Gipfel (1998 – 2004) ist – nach der Suspendierung Russlands – wieder der G7 Gipfel geworden. Und es fehlt natürlich China.

China, mittlerweile zur zweitgrössten Wirtschaftsmacht aufgestiegen, wird in absehbarer Zeit auch die zur Zeit noch stärkste Wirtschaftsmacht, die USA, überholen, und bei der Suche nach Lösungen der anstehenden Konflikte in der Welt ein gewichtiges Wort mitreden – mit oder ohne G7.

Mehr noch: Im Jahr 2013 lagen nicht nur die Volksrepublik China, sondern auch Indien, Mexiko und Brasilien nach Angaben des Internationalen Währungsfonds mit dem jeweiligen Bruttoinlandsprodukt vor mehreren G7-Gründungsstaaten wie z.B. Italien.

Längst ist aus dem 1975 von dem damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt und dem französischen Präsidenten Giscard dEstaing gegründeten Weltwirtschaftsgipfel ein All-Themen Gipfel geworden, auf dem dieses Jahr auch die Antibiotika-Resistenz diskutiert werden soll, ohne dass irgendwelche nachhaltigen Schritte gegen den Haupt-Verursacher, die industrielle Massentierhaltung, zu erwarten sind.

Hauptthema: IS
Auf der Tagesordnung des anstehenden des G7 Treffens ganz oben aber dürfte der Vormarsch der Religionsfaschisten der IS im Irak, Syrien, und Libyen stehen, sowie ihr Auftauchen im Yemen, Afghanistan und Saudi-Arabien. Dazu die Querverbindungen zu Al Shabab in Somalia und Boko Haram in Nigeria.

In den USA, die mit ihrem Einmarsch in Afghanistan 2001 und Irak 2003, ihrer Syrienpolitik, und dem Eingreifen in den Bürgerkrieg auf Seiten der Gaddafi-Gegner erst die Verhältnisse schafften, unter denen sich terrorbereite Religionsfaschisten so richtig ausbreiten konnten, zirkulieren bereits Pläne, wieder Truppen zur Bekämpfung der IS in den Irak zu schicken. Diesmal zur Abwechslung nicht unter einem Vorwand, wie 2003.

Diskutiert wird eine Truppenstärke von bis zu 10.000 Mann – vorerst – nachdem sich herausstellt, dass die Luftangriffe mehrerer Staaten, an der Spitze die USA, den Vormarsch der IS nicht aufhalten konnten

Assads Truppen auf dem Rückzug
Der Kampf des syrischen Präsidenten Assad gegen diese faschistischen Gotteskrieger wird immer verzweifelter, da diese zu Selbstmordattacken und zum freudigen Sterben nur allzu bereit sind, und der personelle Nachschub dieser Kamikaze–Kämpfer aus dem Ausland ungehindert weiterläuft – grösstenteils über die Türkei.

Der Westen trägt für diesen Vernichtungskrieg die volle Verantwortung, denn er war es, der die Opposition gegen Assad nicht nur mit Worten, sondern auch durch Taten einschliesslich Geld und Waffen massiv unterstützte.

Liebesgrüsse nach Moskau.
Mittlerweile schielt die Obama-Administration im Syrienkonflikt in Richtung Moskau, Assads Verbündeten.

US- Aussenminister Kerry traf Russlands Präsidenten Putin und Aussenminister Lawrov (Kerry nannte ihn immner wieder mit seinem Vornamen Sergeij) vor zwei Wochen, und beeilte sich, fast unterwürfig, Präsident Putin zu danken, dass er so viel Zeit für ihn, Kerry, sich genommen habe.

Im Hintergrund
Der Ukrainekonflikt ist dabei ziemlich in den Hintergrund getreten. Mittlerweile scheint es den USA zu dämmern, dass:

– Das Ukraine-Problem der notwendigen Absprache mit Russland im Kampf gegen IS im Wege steht.

– Die wirtschaftliche Lage in der Ukraine sich weiter verschlechtert mit galoppierender Inflation und rapidem Kaufkraftverlust.

– Dies die allgegenwärtige Korruption nur noch weiter anheizen wird

– Die Ukraine bereits jetzt zu einem „Fass ohne Boden“ für Hilfsgelder geworden ist

– Dass die desolate ukrainische Armee und sowohl die faschistischen wie auch die radikalislamistischen Milizen kaum geeeignete Verbündete sein können

Kurzum: dass hier jetzt ein Politikwechsel vollzogen werden muss. Auch das ein Thema für G7.

Auf Linie eingeschwenkt
Die EU ist bereits auf diese Linie eingeschwenkt, und hat auf ihrem Treffen in Riga tunlichst alles unterlassen, was Russlands Proteste provozieren könnte, insbesondere der Ukraine eine baldige Mitgliedschaft in der EU oder gar der NATO in Aussicht zu stellen.

Wie raus aus dem Schlamassel?
Nachdem die EU und die USA in Osteuropa und dem Nahen Osten ein Chaos geschaffen haben mit allein 4 Millionen Flüchtlingen aus Syrien, soll jetzt auf dem G7 Gipfel beraten werden, wie aus diesem Schlamassel wieder herauszukommen:

– durch Bodentruppen im Irak, für die wieder eine „Koalition der Willigen“ gesucht werden dürfte.

– durch Luftangriffe auf die Küstenregion von Libyen, mit dem Ziel der Zerstörung potentieller Flüchtlingsboote und Infrastruktur, um den Flüchtlingsstrom zu stoppen,

– durch weitere Luftangriffe und kurzdauernde Bodentruppen-Einsätze in Syrien.

Dass gegen dieses G7- Chaoten-Treffen massive Proteste stattfinden werden, darf als sicher gelten.

Und wieder tagt der Bilderberg
Drei Tage nach dem G7-Treffen, ein paar Kilometer entfernt auf österreichischem Boden, im Interalpen-Hotel nahe Seefeld, dann die diesjährige Bilderbergkonferenz (Nichtssagende Website der Veranstalter siehe hier). Schon einmal, 1988, wurde dort Bilderberg veranstaltet.

Schön abgelegenes Hotel der Superklasse, also 5-Sterne S-Klasse, der schweizer Industriellen-Familie Liebherr gehörend, also an nichts gespart, dazu, wie praktisch, nur eine einzige Zufahrtsstrasse.


Tagungsort der Bilderberger: Interalpen-Hotel nahe Seefeld

Verhöhnung der Demokratie
Wir haben mehreren Artikeln darauf hingewiesen, dass diese grobe Verletzung des Prinzips der Öffentlichkeit – ein integraler Bestandteil der Demokratie – durch die Bilderberg-Geheimkonferenz, eine Verhöhnung demokratischer Prinzipien darstellt, da es sich weder um eine Privatveranstaltung handelt, noch diese ausschliesslich aus privaten Mitteln bestritten wird.

Im Gegenteil: dieses Jahr dürfte der Anteil und Umfang der Steuergelder noch weit höher liegen, als bereits 2013 in Grossbritannien.

Beschämende Kumpanei
Beschämend insbesondere die geistige aber auch praktische Kumpanei vieler Journalisten mit dieser Veranstaltung und ihren Teilnehmern.
Journalisten, die, wie Matthias Nass von der deutschen Wochenzeitung „DIE ZEIT“, als Organisatoren daran mitwirkten, oder Journalisten, die diese Konferenz über viele Jahre totschwiegen, offenbar aus Sorge, Anzeigenaufträge von Grossfirmen, deren Chefs daran teilnahmen, zu verlieren.

Diese, seit 1954 stattfindende Konferenz, ruft mittlerweile regelmässig Gegendemonstrationen hervor, die sich gegen diesen Fremdkörper in einem demokratischen Staatswesen zur Wehr setzen

Auch dieses Jahr darf sicherlich wieder mit Gegendemonstrationen gerechnet werden.

Zur Bilderberg-Konferenz grundlegend
link Alle Jahre wieder die Bilderberg- Konferenz – oder: Verhöhnung von Demokratie und Öffentlichkeit

Weitere Bilderberg Artikel
link Auch dieses Jahr wieder: Die Bilderberg-Konferenz – diesmal in Kopenhagen
linkDie Bilderbergkonferenzen, Wikipedia und eine persönliche Erfahrung
linkBeginn der Bilderberg-Geheimkonferenz 2013
linkBilderberg 2013: Fortsetzung der demokratieverhöhnenden Veranstaltungsreihe – diesmal nahe London
linkDie Bilderberg Konferenz 2012 tagt – oder: Alles verkommen
link Jürgen Flaschenpfand-Trittin berichtet von der Bilderberg-Konferenz 2012 in Virginia / USA
linkHallo, ist das der Sonderzug nach Bilderberg? – Da muss ich hin

Zur Skandalrepublik Österreich
linkAustrische Hypo-Alpe-Skandalbank, das knüppeldicke Ende, Deutsche Banken und internationale Geierfonds/b>

Zentraler Artikel für alle bereits bis Dezember 2008 angelaufenen Hypo-Alpe Skandale
linkBayernLB-Tochter Hypo Group Alpe Adria – Reicht mir die Hand, meine Skandale


Weitere Artikel

linkJournalistenmord-Hintermänner in Freiheit, die Frage nach Involvierung der austrischen Hypo Alpe Adria-Bank unbeantwortet
linkBayernLB Ex-Tochter Hypo Alpe Adria Bank in Journalistenmord verwickelt?
link Ex-Premier Kroatiens Ivo Sanader verhaftet – „nur“ Korruption oder auch Mordvorwurf?

linkMittelkürzung für Schulen in Österreich, der Hypo-Alpe-Bank-Skandal, und ein Strafprozess in München
linkHypo-Alpe Adria Bank – Das dicke Ende rückt näher
linkHypo Alpe (Skandalpe-) Bank und BayernLB: Die schier unendliche Skandal- (Betrugs- Untreue-) Geschichte. Ein Update

linkHypo-Alpe-Bank und Österreich – Wenn eine Bank zum „Rattennest“ und ein Staat zur Skandalrepublik wird

Zur Ukraine-Krise
Ukrainisches Regierungsmitglied und rechtsradikaler Anführer Dmytro Jarosch stellt sich vor: „Deutschland, das bin ich“
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Zu den Religionsfaschisten
Tod in Damaskus – Vier Jahre Krieg in Syrien
Schlachthaus Syrien – Chaospolitik des Westens
Syrien, der Krieg und ein Jahrestag
Die Salafisten wollen an die Macht – oder: hat der Herbst des arabischen Frühlings schon begonnen, oder gar der Winter?

Islamischer Staat (IS), die Kriegskoalition, und die Rückkehr des Terrors im Westen
ISIS-Salafi-Terror-Chef Abu Bakr al-Baghdadi (alias Ibrahim Awwad Ibrahim): „So ein Tag, so wunderschön wie heute“
Irak, der Bürgerkrieg und seine Sponsoren
Bombenanschläge im Irak – was sind die Ziele der Terror-Salafisten?

Medizin

Deutscher Ärztetag, die Bundesregierung, und das Versagen der Antibiotika

Dr. Alexander von Paleske —– 19.5. 2015 — Am Freitag vergangener Woche ging in Frankfurt der 118. Deutsche Ärztetag zu Ende.

Der Deutsche Ärztetag ist die jährliche Hauptversammlung der Bundesärztekammer, zu der 250 Delegierte aus den 17 deutschen Ärztekammern entsandt werden.

Zu seinen Aufgaben zählt das Erarbeiten von bundesweiten Regelungen zum Berufsrecht und Positionen zur Gesundheitspolitik

.
Parlament der Ärzte?
Die Bundesärztekammer nennt den Ärztetag auf ihrer Website auch das »Parlament der Ärzteschaft«

Die jeweiligen Landesärztekammern sind jedoch Zwangskörperschaften, die Ärzte also Pflichtmitglieder. Den Ärztetag als „Parlament der Ärzte“ zu bezeichnen, erscheint daher reichlich hergeholt.

Trotzdem haben die Stellungnahmen und Beschlüsse dieser Versammlung Gewicht, die Delegierten daher eine grosse Verantwortung, nicht nur gegenüber der Ärzteschaft, sondern insgesamt gegenüber der Gesellschaft: gesundheitliche Gefahren rechtzeitig zu erkennen und davor zu warnen, und konkrete Schritte zur Abwehr der Gefahr zu fordern .

Die Bundesgesundheitsminister kreuzen regelmässig auf den Ärztetagen auf, sei es, um ihre Gesundheitspolitik zu erläutern und zu verteidigen, sei es, um Forderungen der Ärzteschaft argumentativ entgegenzutreten, oftmals beides, so auch dieses Jahr..


Minister Hermann Gröhe —–starke Worte, wenig Taten

Ärztetag und Antibiotikaresistenz
Uns interessierte insbesondere: Was hatte der Ärztetag zu einem der grössten Probleme der Medizin zu sagen, der Antibiotikaresistenz der Bakterien?

Vor zwei Jahren fasste der bayerische Ärztetag bereits folgenden Beschluss:

„Der BÄT spricht sich klar gegen die Massentierhaltung aus. Weltweit besteht ein gravierendes Problem der Resistenzentwicklung vieler Bakterienarten gegenüber einer Vielzahl von Antibiotika. Diese multiresistenten Erreger verbreiten sich rasch. Gleichzeitig geht die Neuentwicklung von Antibiotika drastisch zurück. Es gibt schon heute Erreger, gegen die alle gängigen verfügbaren Antibiotika unwirksam seien. Die Ursache für die zunehmende Resistenz sei nicht allein die unsachgemäße Verordnung von Antibiotika in der Humanmedizin, sondern ganz erheblich deren Einsatz in der Tiermedizin und hier ganz besonders in der Massentierhaltung. 85 Prozent aller Antibiotika werden in der Veterinärmedizin verwendet, da eine Massentierhaltung ohne Antibiotika nicht möglich ist“.

Man durfte erwarten, dass, angesichts der immer mehr sich verschärfenden Krise der Antibiotikaresistenz, der diesjährige Deutsche Ärztetag eine an Deutlichkeit nichts zu wünschen lassende Stellungnahme abgibt. Insbesondere sich klar und deutlich, wie schon zwei Jahre zuvor die bayerischen Kollegen, gegen die Massentierhaltung ausspricht. Dort, wo sieben mal so viel Antibiotika verfeuert werden, wie in der gesamten Humanmedizin und 40 mal so viel wie in allen deutschen Krankenhäusern zusammengenommen..

Dass die „Ärzte-Parlamentarier“ insbesondere auch kritisch zu den neuen Plänen der Bundesregierung Stellung nehmen, die jetzt – verbal – den Kampf gegen den unkontrollierten Einsatz von Antibiotika in der Human- und Tiermedizin auf ihre Fahnen geschrieben hat.

Gröhe auf dem Ärztetag
„Die weltweite Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen muss gestoppt werden, Resistenzen machen nicht an Grenzen
 halt“,

sagte Bundesgesundheitsminister Gröhe.

Wohl wahr, denn mittlerweile sterben z.B. in Indien jedes Jahr fast 60 000 Säuglinge an Infektionen mit multiresistenten Keimen.

Und Gröhe weiter:

„Wenn Antibiotika nicht mehr wirken, drohen die Behandlungsmöglichkeiten in ein Vor-Penicillin-Zeitalter zurückzufallen, mit dramatischen Konsequenzen.“

Stimmt ebenfalls.

Deshalb soll in dieser Woche auf der Vollversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein weltweiter Aktionsplan zur Bekämpfung der Antibiotikaresistenz erarbeitet werden. Ebenso, soll das Thema beim Treffen der sieben führenden Industrienationen (G7) im Juni im bayerischen Elmau auf die Tagesordnung. Dort will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das Thema diskutieren.

Zuvor hatte das Kabinett die Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie (DART 2020) des Gesundheits-, des Landwirtschafts- und des Forschungsministeriums beschlossen.

Aktionsplan gegen Resistenzen
Gröhe bezeichnete die Pläne der Regierung als gesellschaftliche Querschnittaufgabe. Von der Medizin und der Forschung forderte Gröhe, mehr Wissen durch bessere Diagnostik zu schöpfen, um den Anstieg des Einsatzes von Breitbandantibiotika zu stoppen. Hygiene müsse gelebter Bestandteil der Krankenhauskultur werden.

Dünne Suppe
Die Stellungnahme des Ärztetages in Frankfurt dazu sah so aus:

– Mehr Personal für die Kliniken im Kampf gegen die Keime zur Verfügung zu stellen.

– Darüber hinaus müsse bereits bei der Ausbildung junger Mediziner angesetzt werden. Die Zahl der Universitäts-Lehrstühle für Krankenhaus- und Umwelthygiene müssten aufgestockt werden.

Kaum zu glauben
Das war’s, kaum zu glauben:

Kein Wort zur Massentierhaltung, als einer der Mit-Hauptverantwortlichen

Kein Wort dazu, wie verhindert werden kann, dass eingesetzte Antibiotika nach der Ausscheidung in die Umwelt gelangen:

– über Hospital –Abwässer

– über die auf die Felder gebrachte Gülle aus der
Massentierhaltung

– über kontaminierte Produkte aus der Massentierhaltung

Nach starken Worten keine Taten
Der Massnahmenkatalog der Bundesregierung ist völlig unzureichend, um das Problem der Antibiotikaresistenz in den Griff zu bekommen:

Dem Antibiotika-Missbrauch in der Massentierhaltung soll entgegengetreten werden.Was heisst hier Missbrauch, wenn es die Viecher ohne Antibiotika gar nicht bis zum Schlachttag schaffen?

Der Gebrauch von Antibiotika, wozu die Massentierhaltung zwingt, ist bereits der Missbrauch. Die Bundesregierung versucht zu suggerieren, es gäbe in der Massentierhaltung eine Grenze zwischen harmlosem Gebrauch und schädlichen Missbrauch.

Der Bundesgesundheitsminister Gröhe muss sich bei seinem Vorstoss bei der WHO in dieser Woche fragen lassen, wo denn die Fortschritte in Deutschland im Kampf gegen die Antibiotikaresistenz liegen.

Bisher sind keinerlei Schritte erkennbar, die der Resistenzentwicklung ernsthaft Einhalt gebieten.

Ein britischer Volkswirt und seine Vorschläge
Mittlerweile meldete sich in Grossbritannien Jim Neill, Volkswirt und ehemaliger Chef der Asset-Management-Abteilung der Grossbank Goldman Sachs zu Wort.

Er war von der britischen Regierung beauftragt worden, Lösungen für die globale Antibiotika-Resistenz-Krise zu finden.

O’Neill fordert in seinem Bericht die britische Regierung auf, 3 Milliarden US Dollar pro Jahr der pharmazeutischen Industrie zur Verfügung zu stellen. Mit diesem Geldsack sollen die pharmazeutischen Unternehmen zum Forschen, zur Entwicklung neuer Antibiotika angestiftet werden.

Man möchte sich die Augen reiben: Nachdem die grossen Pharmakonzerne in den 70er, 80er und teilweise noch in den 90er Jahren sich an den Antibiotika eine goldene Nase verdient hatten – genannt seinen Renner wie die Chinolone, die Cefalosproine der zweiten und Dritten Generation, die Breitbandpenicilline, die Peneme – soll jetzt die Allgemeinheit über Steuergelder die Forschungsgelder aufbringen.

Forschung nur, wo es lukrativ ist
Und dies, nachdem die Pharmaunternehmen sich vor allem auf die lukrativen Zweige der Medizin konzentrieren: Erkrankungen, wie Krebs, Diabetes, Herz- und Gefässkrankheiten, wo Dauermedikation erforderlich ist, und deshalb Riesenprofite winken.

Pharmafirmen, die ihre exorbitanten Medikamentenpreise immer damit rechtfertigten, dass die Grossgewinne ja wieder zurück in die Forschung laufen würden.

Neue Antibiotika – alte Probleme
Auch gegen neue Antibiotika, so sie denn kommen, wird es über kurz oder lang wieder Resistenzen geben. Deshalb muss an erster Stelle die Verhinderung der Resistenzentwicklung stehen:
.
– durch strikteste Indikationsstellung und gezielten Einsatz

– durch moderne Diagnostik der Bakterien und ihrer Resistenzen gegen Antibiotika mit Hilfe von Multiplex- PCR- Maschinen. Diese müssen routinemässig, erschwinglich und global zum Einsatz kommen.

– Gefälschte Medikamente, worin sich oftmals unterdosierte Wirksubstanzen, auch Antibiotika, befinden, müssen energisch bekämpft werden, weil unterdosierte Antibiotika die Resistenzentwicklung massiv fördern
.
– Die Massentierhaltung als Brutstätte für Antibiotikaresistenzen muss abgeschafft werden – global.

Was sagte doch der Präsident der Bundesärztekammer Dr. F.U. Montgomery zum Abschluss des Ärztetages:

Ich hätte mir ein noch besseres Ergebnis gewünscht.


Dr. F.U. Montgomery ………wünschte mir was

Das bezog er allerdings nicht auf die Inhalte, sondern auf die Zahl der Delegierten- Stimmen, mit denen er wiedergewählt wurde.

Dazu erübrigt sich allerdings jeder weitere Kommentar.

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