spionage

Genfer Ex-Spion Claude Covassi gestorben

onlineredaktion – Der Genfer Ex-Spion Claude Covassi ist am Freitag im Alter von 42 Jahren gestorben. Covassi hatte 2004 im Auftrag des Schweizer Geheimdienstes das Genfer Islam-Zentrum (CIG) ausgehorcht.

Eine Untersuchung der Todesumstände ist im Gange, wie die Genfer Polizei eine Meldung von «Der Sonntag» bestätigte. Covassi hatte 2006 vor den Medien erklärt, für den damaligen Inlandgeheimdienst DAP als «Maulwurf» illegalerweise das Islam-Zentrum unterwandert zu haben. Er hätte dabei dem Zentrum als «Lockvogel» Verbindungen zu islamistischen Terroristen unterschieben sollen.

Claude Covassi hat damals über Nachrichten Heute seine Geschichte kommuniziert und einige Beiträge verfasst.

Die Geschäftsprüfungsdelegation (GPDel) der eidgenössischen Räte befasste sich darauf mit dem Fall. Sie kam zum Schluss, dass keine illegalen Aktionen angeordnet worden waren. Das Parlamentsgremium widerlegte damit die Anschuldigungen Covassis.

Wie Ständerat Hans Hofmann (SVP/ZH) seinerzeit als GPDel-Präsident vor den Medien ausführte, hatte Covassi im Rahmen einer Operation «Memphis» einen Operationsbefehl des Inlandgeheimdienstes, den «Puls des CIG zu fühlen» und Informationen über den islamischen Fundamentalismus zusammenzutragen. Er wurde dafür mit 2200 Franken entschädigt.

Nach diesen Untersuchungen liess das Medieninteresse an Covassi nach. 2009 wurde Covassi in einer anderen Angelegenheit wegen Anabolika-Handels zu einer bedingten Freiheitsstrafe von acht Monaten verurteilt.

Covassi, ein Ex-Agent, „der die Gerechtigkeit sucht

Dossier Claude Covassi
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Affaire Covassi: Quand la Suisse couvre ses services secrets par des mensonges d’Etat
sendenDossier affaire Covassi:
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SATIRE

Katrin Göring-Eckardt: Läuft super für uns Grüne

Dr. Alexander von Paleske — 7.2. 2013 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Katrin Göring-Eckardt
Vizepräsidentin des Bundestags
Ex-Theologiestudentin
Reichstagsgebäude
Berlin

Liebe Grüninnen und Grüne,

es läuft super für unsere Partei: unsere Konkurrenten demontieren sich selbst. Wir brauchen nur zuzusehen.

Zuerst die FDP
Fangen wir mit der FDP an. Nach deren Leihstimmen-Scheinerfolg in Niedersachsen, wollten die dann mit dem Brüderle das grosse Rad drehen. Der erklärte bereits, dass er als Spitzenkandidat und Sturmspitze der FDP die Tore schiessen werde.

Die Sturmspitze, die vorne die Tore schießen soll, das bin ich.“

Nun wird er lediglich als spitz angesehen, der für die FDP-Eigentore schoss: ein FDP-„Sexismus-Müllmann“ sozusagen, der die FDP unter drei Prozent drücken, und damit aus dem Bundestag entsorgen wird.

Asiatisches Aussehen
Auch die rassistischen Äusserungen des hessischen FDP-Chefs Jörg-Uwe Hahn über das „asiatische Aussehen des Parteichefs Rösler“ und dessen Akzeptanz werden bestenfalls ein paar rechte Hunde hinter dem Ofen hervorlocken, aber nicht die Wählermassen.

CDU: Nach Guttiplag nun Schaviplag
Nach Guttiplag nun Schaviplag dieser CDU-Ministerin Annette Schavan, die deswegen gerade von der Uni Düsseldorf den Doktortitel aberkannt bekam. Da zeigt sich doch, dass dieser ganze akademische Klimbim sich gar nicht lohnt.


Annette Schavan
…..akademischer Klimbim lohnt sich nicht.

Ich habe weder mein Theologiestudium erfolgreich durch Examen abgeschlossen, noch einen Doktortitel. Mir kann also gar nichts passieren in Sachen Plagiat. Trotzdem habe ich es weit gebracht.

Mein Motto bleibt:

Lieber fromm als akademisch tiefschürfend..

Diese Schavan wird gehen müssen, und mit ihr ein Teil des Heiligenscheins der Merkel verschwinden. Damit werden auch deren Zustimmungswerte in der Bevölkerung geringer werden. Wunderbar.

Pöstchen trotz Trunkenheitsfahrt?
Aber damit noch nicht genug: nun will der scheidende CDU-Justizminister Niedersachsens, Bernd Busemann, Landtagspräsident werden, obwohl er beim einer Trunkenheitsfahrt mit mehr als 0,8 Promille Alkohol im Blut am Steuer seines Dienstwagens erwischt worden war.

Der Hüter des Gesetzes als Straftäter, und dann noch schamlos nach einer parlamentarischen Spitzenposition greifen wollen.

Das wird der CDU weitere Minuspunkte einbringen. Sehr erfreulich!

Piraten haben fertig
Die Piraten haben sich mit ihren ständigen Streitereien und dem „Twitterluder“ NRW-MdL Birgit Rydlewski durch das Transparenzfenster ins politische Nirwana katapultiert. Die müssen sich schon gewaltig anstrengen, wenn sie noch 2% der Wähler für sich gerwinnen wollen. Für uns stellen die Piraten keine Gefahr mehr da. Ausserordentlich erfreulich.

Steinbrück muss die Schnauze halten
Die politischen Torheiten des Peer Bilderberg-Steinbrück verblassen glücklicherweise schnell vor diesem Hintergrund. Wer hätte das gedacht?.

Jetzt muss es darum gehen, ihn am Verbreiten weiterer dämlicher Stellungnahmen zu hindern.

Selbst im Zusammenhang mit dem Peer-Blog konnte er es sich offenbar nicht verkneifen, Unfug zu verbreiten. In der Presse hiess es:

Steinbrück bestritt zunächst die Spender zu kennen, sein Sprecher bestätigte jedoch das Gegenteil: Auf Anfrage von SZ.de hatte Michael Donnermeyer sich folgendermaßen geäußert: „Der Peerblog ist natürlich mit Wissen des Kandidaten eingerichtet, er kennt auch eine Reihe der Unterstützer, ob er alle kennt, kann ich nicht abschließend sagen.“ Schließlich schaltete sich die Bundestagsverwaltung ein und kündigte an, Peerblog auf Parteienfinanzierung hin zu überprüfen.

Deswegen begrüssen wir Grüne es auch, dass der Peer-Blog wegen Hackerangriffen vom Netz genommen werden musste.

Ich persönlich bete dafür, dass der Bilderberg-Peer in Zukunft seine Klappe hält.

Herzlichst
Eure
Katrin Göring-Eckardt
Obergrünin

Zu Rainer Brüderle
Rainer FDP-Brüderle: Deutschland, jetzt rede ich

Zu den Grünen
Katrin Göring-Eckardt (KGE): Ich mache grüne Zukunft
Claudia Roth an die grüne Basis: „Das werdet ihr noch bereuen“
Obergrüne Claudia Aufrege-Roth: „Halt die Klappe Boris Palmer“
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Grünen-Fraktionsvorsitzender Jürgen Flaschenpfand-Trittin schreibt an Bundespräsident Joachim Gauck

Zu den Piraten
Willkommen Piratenpartei
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Danke Giovanni di Lorenzo von der ZEIT für die Guttenberg-Raushole

kriminalitaet

Irische Regierung akzeptiert staatliche Mitschuld bei der Versklavung und Zwangsarbeit von rund 30.000 irischen Frauen in den Jahren 1922 – 1996

Dr. Alexander von Paleske — 5.2. 2013 —
Wir haben bereits mehrfach über die Versklavung, Zwangsarbeit, Medikamentenversuche und sexuellen Missbrauch in den vergangenen 100 Jahren in der sogenannten „zivilisierten Welt“ berichtet:

– Über die Zwangsemigration von englischen Heimkindern nach Australien und dortigen sexuellen Missbrauch und Zwangsarbeit

– über die Zwangsarbeit der Verdingkinder in der Schweiz

– über die Medikamentenversuche an Heimkindern in Österreich

– und über die Zwangskastrationen und den sexuellen Missbrauch von Jugendlichen in katholischen Heimen in den Niederlanden.

Auch in Irland
Aber auch in Irland gab es Versklavung und Zwangsarbeit von Mädchen und jungen Frauen in Einrichtungen der katholischen Kirche.

Deren Umfang, und die Verwicklung staatlicher Organe darin, wurden durch den Bericht einer Untersuchungskommission unter dem Vorsitz des Senators Martin McAleese jetzt der Öffentlichkeit bekannt gemacht.

Derartige Einrichtungen, es handelte sich um Wäschereien unter der Leitung von Nonnen, wurden 1922 als Magdalene Laundries eingeführt, und als Arbeitskräfte angeblich „gefallene Mädchen“ dorthin eingewiesen.

Einweisende waren Priester oder Familienangehörige – so hiess es bisher. Nun aber stellt sich heraus, dass der irische Staat mit Hilfe seiner Organe, also vor allem der Polizei ebenfalls dort einwies.

Die Eingewiesenen waren nur zum geringsten Teil „gefallene Mädchen“ also Prostituierte. Überwiegend handelte es sich um Waisen, nichtverheiratete Mütter und Jugendliche aus dem Prekariat .

Jede Frau, die dort eingewiesen wurde, erhielt einen neuen Vornamen, der Nachname wurde ignoriert.

Wäschewaschen für Hotels und Armee
Die Zwangsarbeit bestand im Wäschewaschen. Auftraggeber waren Hotels, aber auch die Armee.


Magdalene Laundries – Screenshot: Dr. v. Paleske

Bezahlung gab es selbstverständlich keine, auch keine Einzahlung in eine Rentenkasse, sodass nicht einmal Rentenansprüche aus der Zwangsarbeitszeit bestanden bzw. bestehen..

Von rund 10.000 Frauen, über die von der Kommission noch Dokumente aufgefunden werden konnten, waren immerhin 2500 vom Staat eingewiesen worden.

Obwohl die in Irland geltenden Arbeitsschutzgesetze – angesichts der Zwangsarbeit ohne Entlohnung – ständig und grob verletzt wurden, schritt der Staat als Komplize natürlich nicht ein.

Mädchen und Frauen, die wegliefen, wurden von der Polizei eingefangen und in die Einrichtungen zurückgebracht.

Körperliche Gewalt und sexueller Missbrauch
Frauen bekamen körperliche Gewalt seitens der Nonnen zu spüren, hinzu kamen auch sexuelle Übergriffe. Insgesamt 988 Frauen starben in diesen Einrichtungen, und wurden in namenlosen Gräbern auf den Klostergeländen verscharrt .

Frauen, welche die Einrichtungen verlassen konnten, waren stigmatisiert und psychisch beschädigt.
Die von der Kommission befragten noch lebenden ehemaligen Insassen berichteten von der Traumatisierung durch den Verlust der Freiheit, überwiegend wussten sie gar nicht, warum sie in diese Einrichtungen eingewiesen worden waren. Hinzu kam, dass jegliche Kontakte zu Familie, Verwandten und Freunden unterbunden wurde.


Maureen Sullivan (60), ehemalige Insassin, im Alter von 12 Jahren eingewiesen, im Interview – Screenshot: Dr. v. Paleske

Späte Entschuldigung
Nun hat sich die irische Regierung, die bisher jegliche Mitverantwortung des irischen Staates abgestritten hatte, endlich aufgerafft, und sich bei den Opfern entschuldigt.

Eine eigentlich selbstverständliche materielle Entschädigung für diese Zwangsarbeit steht nach wie vor aus.

Schöne „zivilisierte Welt“.

Menschenversuche, Zwangsadoptionen und Zwangskastrationen: Schreckensberichte aus der „zivilisierten Welt“ mehren sich
Verdingkinder – Oder: Wie die Schweiz Kinder ihren Eltern wegnahm und versklavte
Oranges and Sunshine – oder: verlorene Kindheit. Schockierende Kinderemigration aus England

Zu den Missbrauchsfällen in Deutschland
Die Presse und die Missbrauchsfälle in Schulen und Internaten

Medizin

Weltkrebstag 2013 – Die Hälfte der Krebspatienten kann auf Heilung hoffen?

Dr. Alexander von Paleske — 4.2. 2013 —
Heute ist Weltkrebstag 2013 – in der deutschen Presse ist zu lesen, die Hälfte der Krebspatienten kann auf Heilung hoffen.

Die Welt insgesamt ist jedoch weit davon entfernt, dass die Hälfte der Krebspatienten auf Heilung hoffen kann.

Während in den letzten 30 Jahren in Deutschland der Prozentsatz der geheilten Krebspatienten von einem Drittel auf rund die Hälfte angestiegen ist, liegt er in Ländern der Dritten Welt und selbst in einem Schwellenland wie Indien unter 15%, China einmal ausgenommen..

Dabei sollte nicht vergessen werden, dass mehr als 2/3 der weltweiten Krebsfälle in Ländern der Dritten Welt zu finden sind und nicht etwa in Europa, den USA und japan.

Eine Tag wie jeder andere
Heute morgen in meiner Ambulanz: Eine Patientin, 55 Jahre alt, kommt, begleitet von ihren zwei Schwestern. Sie hat einen 7 cm grossen Tumor in der linken Brust entdeckt. Ich habe es mir abgewöhnt zu fragen, wann sie ihn entdeckt habe, weil dann aus Angst immer die 14-Tage Geschichte erzählt wird, sondern Frage, wie gross der Tumor vor einem Jahr war. Die korrekte Beantwortung dieser Frage lässt dann wieder Rückschlüsse auf die Wachstumsdynamik zu.

Die Antwort der Patientin: Vor einem Jahr, da habe sie ihn entdeckt und er sei wesentlich kleiner gewesen. Bei der Untersuchung zeigt sich: Der Brusttumor ist nicht frei beweglich, vielmehr mit der darüber liegenden Haut verwachsen, und in der Achselhöhle finden sich miteinander verbackene, eindeutig vergrösserte Lymphknoten.

Diagnose: fortgeschrittener Krebs
Die klinische Diagnose: Weit fortgeschrittener metastasierter Brustkrebs. Die Feinnadelpunktion bestätigt die Diagnose.

Bei der Patientin hat die Angst vor den Konsequenzen die frühzeitige Entdeckung verhindert. Angst, dass dann die Brustamputation folgt. In der Bevölkerung hält sich hartnäckig das Gerücht, dass die Brustoperation ein Todesurteil darstelle. Das ist in gewisser Weise zutreffend, denn nach Späterkennung ist oftmals die Brustoperation kein heilender Eingriff mehr, sondern dient lediglich dazu, den ulzerierenden und nekrotisierenden Zerfall des Tumors, der dann unweigerlich folgt, zu vermeiden, während der metastasierte Krebs anderswo weiterwächst.

Angst der Frauen auch davor, den Ehemann oder Partner zu verlieren, denn nicht wenige Männer verlassen die Frauen nach der Brustamputation, und eine junge Frau ohne Partner hat grösste Schwierigkeiten nach einer Brustamputation noch einen Partner zu finden. Nach der Krebsdiagnose folgt so die Stigmatisierung auf dem Fusse.

Die umfassende Aufklärung ist ein enorm wichtiger erster Schritt zu einer erfolgreichen Krebsbehandlung, aber sie findet oftmals gar nicht statt.

Ende der Bezahlbarkeit
Und während die Entfernung eine Tumors kostenmässig für viele Länder gerade bezahlbar ist, wird die weitere Behandlung , die auch Chemotherapie und Bestrahlung einschliesst, bereits vielfach unbezahlbar. Gerade in den Ländern, die auch noch von der HIV-Seuche heimgesucht sind und wo die Behandlung dieser Patienten erst einmal Priorität hat.

Nicht nur das: Die HIV-Seuche hat die Krebskrankheiten drastisch ansteigen lassen und zwar anders als in Europa in den mittleren Altersgruppen von 20-40, allen voran das Kaposi-Sarkom, ein Hautkrebs, der auch innere Organe wie die Lunge befallen kann.

Dann der Gebärmutterhalskrebs bei Frauen, der bei HIV-positiven Patientinnen früher und aggressiver in Erscheinung tritt, und bei beiden Geschlechtern die hochgradig malignen Non Hodgkin Lymphome, ebenfalls oftmals als Folge der HIV-Krankheit.

Der erste Schritt ist auch der letzte
Die Diagnosestellung ist bei vielen Krebserkrankungen in den ärmeren und armen Ländern nicht nur der erste Schritt, er ist auch oftmals der letzte.
Insbesondere die Behandlung mit teuren Zytostatika, einstmals hier von der Regierung finanziert, muss längst von den Patienten getragen werden.

Nur wer zu den 10 Prozent der Bevölkerung gehört, die sich eine Krankenversicherung leisten können, kann eine zumindest ausreichende Behandlung erwarten.

Impfung gegen Krebs – keine Utopie mehr
Die häufigsten Krebserkrankungen, soweit sie viral bedingt sind, können aber mittlerweile durch Impfung vermieden werden.

Das gilt für den Gebärmutterhalskrebs, das Vulvakarzinom, das Analkarzinom und das Karzinom des Penis, die – beim Gebärmuttehalskrebs immer, bei den anderen genannten Krebsformen oftmals – durch Papillomaviren verursacht sind-

Aber die mittlerweile verfügbare Impfung liegt wiederum weit jenseits der Bezahlbarkeit, gerade für die stärksten von diesen Krebsarten betroffenen Länder.

Auch der Leberkrebs, vielfach die Folge einer nicht ausgeheilten Hepatitis, könnte, soweit er durch das B-Hepatitis-Virus verursacht ist, durch systematische und umfassende Impfung weitgehend verhindert werden.

Andere Krebse, wie das hochgradig maligne Non Hodgkin Lymphom, das Nasopharynxkarzinom, die Hodgkin-Erkrankung, und die meisten der hier vorkommenden Krebse im Kindesalter, wie der Wilms-Tumor (nach einer Operation) könnten durch Chemo-Strahlentherapie behandelt und geheilt werden. Gleiches gilt für die Chemotherapie der akuten Leukämien.
Könnten…. Wenn…..
.
Und so erinnert der Weltkrebstag uns vor allem daran, was sein könnte, aber nicht ist, und was eben ein Todesurteil für die betroffenen Patienten bedeutet.

Improvising Medicine: An African Oncology Ward in an Emerging Cancer Epidemic – eine Buchbesprechung

Ein Tag wie jeder andere – In einem Krankenhaus in Simbabwe
Dumela Ngaka – 8 Jahre als Krebsarzt in Botswana – Ein persönlicher Erfahrungsbericht
Diagnose: Krebs
Cancer surge overwhelms AIDS-struck Botswana</b

SATIRE

Rainer FDP-Brüderle: Deutschland, jetzt rede ich

Dr. Alexander von Paleske —- 1.2. 2013—– Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Rainer Brüderle, MdB
Fraktionsvorsitzender der FDP
Thomas Dehler Haus
Berlin

Guten Morgen Deutschland,

lange habe ich geschwiegen, nachdem diese STERN-Reporterin Laura Höllenreich, äh, ich meine Himmelreich, versucht hat, mit einem Foul-Artikel mich ins politische Abseits zu befördern.


Rainer Brüderle …….bin völlig harmlos

Zunächst war ich der Meinung, dass Schweigen Gold ist, aber nun zeigt sich, dass diese sensationsgeilen Tintenkulis einfach keine Ruhe geben wollen, allen voran diese Schreiberlinge vom STERN, einem Blatt, das nach dem Abgang Henri Nannens mehr als ein Dutzend Chefredakteure hat kommen und gehen sehen.

Dieses Wochen- Blättchen, dessen Auflage von einst 1,8 Millionen auf lächerliche 800.000 abgesackt ist, versucht im Überlebenskampf ein paar Punkte zu machen, und da haben sie diese alte Geschichte ausgegraben, nach der unter normalen Umständen kein Hahn mehr gekräht hätte.

Was diese Leute einfach nicht verstehen wollen und können, dass auch über 65-jährige präsenile Greise gerne schöne Frauenbusen betrachten, und dies im Land der Meinungsfreiheit deren Trägerinnen auch sagen wollen.

Gerne überreiche ich solchen begehrenswerten Damen eine Tanzkarte – bin ja noch ein Kavalier alter Schule – in der Hoffnung, dass sie diese zweideutige Einladung nicht zurückweisen.

Diese Tintenkuli-Herrschaften sollten verstehen lernen, dass diese Damen auch für über 65-jährige noch begehrenswert sind, gerade auch in Zeiten, wo Viagra hilft, aus alten Böcken noch Jünglinge – in diesem Punkte jedenfalls – zu machen.

Dieser STERN sieht sich jetzt als Vorreiter in der Sexismus- Debatte, deren sexistischer Täter im Zusammenhang mit den Titelbild-Nacktfotos in den 70er Jahren er selbst einmal war, und sich prompt 1978 eine (erfolglose) Klage von dieser Alice Schwarzer, Inge Meysel, Margarete Mitscherlich und anderer vor dem Landgericht Hamburg einfing.

In die Klagebeantwortung hatte STERN-Chefredakteur Henri Nannen eigenhändig eingefügt, dass es ja auch Frauen gebe, die nicht beleidigt seien, wenn sie von Männern begehrt würden (Hermann Schreiber: Henri Nannen, Drei Leben 1999 S. 358), was natürlich diese Feministin Schwarzer auf die Palme trieb.

Zwar schrieb schon damals die SPD-Frau Heide Simonis in dem Blättchen VORWÄRTS, dass sich bei ihm (Nannen) wohl einiges sexistisches Urgestein finden würde (Hermann Schreiber aaO). Aber Ich bin mit meinen 67 Jahren in dieser Nannen-ähnlichen Gedankenwelt stehen geblieben, und daraus kann mir ja wohl kaum ein Vorwurf gemacht werden.

Dass dieser STERN jetzt gegen mich in dieser üblen Weise vorgeht, soll einfach von den Diskussionen um diesen Peer Bilderberg-Steinbrück ablenken, von dessen Untaten heute kein Mensch mehr redet.
Stattdessen ist dauernd von dem „geilen alten Bock Brüderle“ die Rede.

Jeder der mich kennt und sieht weiss, dass ich völlig harmlos bin.

Ich hoffe, dass diese meine Stellungnahme hilft, die Diskussion um mich und meine angeblich ungezügelten Triebe ein- für allemal zu beenden, zumindest aber zu versachlichen..

Gute Nacht Deutschland

Rainer Stern-Brüderle, MdB

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Witchcraft, Juju & Human Trafficking: Fachtagung 13.03.13 in Bern

Stephan Fuchs – Juju und Witchcraft sind Phänomene, die vor allem in westafrikanischen Ländern weit verbreitet sind. Die alten Kulte und Rituale wurden 1994 von findigen Menschenhändlern und Kartellen zur Manipulation und Indoktrinierung künftiger Sexsklaven missbraucht. Die Macht der okkulten Rituale ist schier unbrechbar.

Die Opfer, vorwiegend junge Frauen, aber auch Kinder, werden rituell auf brutalste Weise bearbeitet, sexuell, psychisch und physisch missbraucht und verstümmelt, um sie gefügig und hörig zu machen. Die Körper werden verbrannt, geäzt, geritzt und vergewaltigt. Blut, Schamhaare und Nägel werden entnommen, zum Teil werden gar Menschenopfer verlangt. Die Juju-Opfer werden mit Flüchen belegt, die jeder Gewalt, jedem gesunden Menschenverstand und jeder Befragung in Europa trotzt.

Opfer dieser perfiden Art der Manipulation können so jahrelang ausgenutzt und weiterverkauft werden. Diese Sklaven sind nicht angekettet. Sie bewegen sich grösstenteils frei unter uns. Ihr Geist und ihre Seelen jedoch sind Gefangene der schwarzmagischen Juju-Kulte und sind nicht ohne Weiteres erkennbar.

Diese Fachtagung soll Ihnen das Thema näher bringen. Sie lernen aus erster Hand, was der führende englische Ermittler Andy Desmond aufgedeckt hat. Er führt sie in die Kulte und deren Geschichte ein. Sie lernen Eshu kennen, einen der spirituellen Götter, der es vermag, Menschen auszutricksen und unter falschen Versprechungen anzulocken. Sie lernen die Konzepte „Living Dead“ und „Death Dead“ kennen.

Sie werden verstehen, warum Juju-Opfer in der Nacht nur bei Licht schlafen und warum Träume wichtige Hinweise bei Ermittlungen sind. Anhand des „Case of Beauty“ erhalten Sie Einblicke in die Ermittlungstaktik von Andy Desmond beim New Scottland Yard. Sie erhalten Einblick in das verborgene Netz der Menschenhändler und ihre Tricks, die Spuren zu verwischen. Sie hören, wie Desmond es schaffte, den Ring auszuheben und 20 Jahre Haft unbedingt für den Hauptangeklagten zu erreichen.

Opfer erleben Vergewaltigung, Angst und Demütigung. Enorme Belastungen, die ein ganzes Leben andauern, die mit täglichen Vorsichtsmassnahmen und mit traumatischen Alpträumen verbunden sind. Zwei Frauen, welche die Macht des Juju und des Witchcraft erlebt haben und Opfer der Menschenhändler wurden, sind für Fragen anwesend.

Die Koordinationstelle Menschenhandel und Menschenschmuggel KSMM der FEDPOL gewährt Einblick in ihre Arbeit. Die KSMM stellt sich vor.

Am Schluss der Fachtagung lernen Sie, wie Sie Juju-Opfer erkennen können, wie Sie mit ihnen umgehen sollten und dass Juju und Witchcraft für die Opfer real ist. Sie können hören, warum es wichtig ist, konsequent alle Gegenstände eines Opfers zu verbrennen und jeden Kontakt zur Crime Scene zu vermeiden.

Juju und Witchcraft ist eine Herausforderung für alle, die mit Menschenhandel zu tun haben.

Link zur Fachtagung:
Koordinsationstelle Menschenhandel & Menschenschmuggel
Trafficking.ch

Unkategorisiert

Grimme-Preise für Dschungel-Quark und Schamlos-Charlotte

Dr. Alexander von Paleske — 30.1. 2013 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

An das
Preiskomitee der Adolf-Grimme Preise
Marl

Betr.: Grimme Preise für 2012

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit grosser Freude habe ich gestern den Medien entnehmen dürfen, dass die Dschungel-Ekel-Anspruchslos-Show „Ich bin (angeblich) prominent, holt mich hier raus“ für den Grimme Preis vorgeschlagen wurde.
Ich konnte beim Lesen dieser Nachricht meine Begeisterung kaum unterdrücken.


Grimme Preis Logo ……….hervorragende Kandidaten für 2012

Drücke beide Daumen
Jetzt drücke ich beide Daumen, dass diese Show den Preis auch bekommt, den sie absolut verdient.

Zwar ist mit dem Preis kein Geld verbunden, aber der Grimme Preis gehört zu den sehr angesehenen Medienpreisen unserer Bundesrepublik Deutschland.
Der Vorschlags-Jury dürfte insbesondere gefallen haben, auf welchem niedrigen Unterhaltungs-Klamauk-Niveau sich diese Show bewegt, und die Teilnehmer all das machen lässt, was sich unter den Begriffen „eklig“, „verabscheuungswürdig“, „widerwärtig“ und „primitiv“ zusammenfassen lässt.

Hoden und Schweinesperma
Nicht jeder würde sich ja trauen, Hoden zu verspeisen oder Schweine-Sperma zu schlucken. Das ist schon eine Mutprobe, eine Selbstüberwindung, die Anerkennung abnötigt, und die Zuschauer bei Laune hält.

Das einzige, was ich bisher noch nicht sah, ist Sex mit Tieren. Aber das lässt sich in den nächsten Folgen bestimmt noch einbauen.

Umrahmt werden diese (un)menschlichen Herausforderungen von einer exotischen Umgebung, und ausgefüllt mit den geistlosen Sprechblasen (Schein-) Prominenter.
Aber die deutsche Volksgemeinschaft hat sich mittlerweile daran gewöhnt, wie der Grimme-Direktor Uwe Kammann völlig zutreffend feststellte:

Anfangs galt die Show als prollig und ekelerregend. Man musste sich erst daran gewöhnen, weil es so etwas bisher nicht gab. Das hat sich jetzt gelegt.

und weiter:

das Dschungelcamp ist die letzte Form des (aufregend perversen) Lagerfeuerfernsehens….eine besondere Unterhaltung..

Auch Schamlos-Charlotte
Aber meine gestrige Begeisterung wollte schier kein Ende nehmen, als ich ausserdem von der Grimme Preis-Nominierung der (Schamlos-) Buchschreiberin Charlotte Roche für ihre Sendung mit Jan Böhmermann hörte.

Ihre beiden Bücher, Stossgebiete und Feuchte Liebe, aus dem Reich der literarischen Sumpfblüten habe ich verschlungen, und dabei manches entdeckt, was ich noch nicht kannte. Dazu gehörte auch der gemeinsame Bordellbesuch mit dem/der Ehemann/frau

Ich halte diese Bücher für literarische Kostbarkeiten, nein, Jahrhundertwerke, und ich wäre keineswegs überrascht, wenn diese Dame eines Tages mit dem Literatur-Nobelpreis geehrt wird..

Ihre Talk-Sendung mit diesem Jan Böhmermann hat doch gezeigt, wie man eine Talkshow inhaltlich auf Null-Niveau setzen, und trotzdem immer noch anspruchslose Gemüter erheitern kann.

Vorsicht!
Allerdings sollte in der weiteren Diskussion darauf geachtet werden, dass kein Bezug zur Person Adolf Grimme hergestellt wird, nach dem der Preis ja benannt ist.


Adolf Grimme (rechts) im Jahre 1932 mit dem preussischen Ministerpräsidenten Otto Braun.

Bösartige Zungen würden dann behaupten, dass dieser Widerstandskämpfer gegen den Faschismus, Christ und sozialdemokratische Politiker, den die Briten 1945 aus dem Zuchthaus Hamburg-Fuhlsbüttel befreiten, wegen dieser Preiskandidaten sich noch im Grabe herumdrehen würde.

Denn, so würden diese Herrschaften argumentieren, dies ist sicherlich nicht der Typ Fernsehen, der diesem ehemaligen Generaldirektor des NWDR wohl vorgeschwebt hat, und von dem der Spruch stammt:

Sozialisten können Christen sein. Christen müssen Sozialisten sein.

Macht nichts, die Zeiten ändern sich, und wir uns mit ihnen.

Mit freundlichen Grüssen

Ein aufmerksamer Fernsehzuschauer ,
Liebhaber von Unterschichten-Klamauksendungen

Zum Dschungelcamp
Neue Staffel für das Dschungelcamp: EU-Politiker, EU Kommissare und Euro-Skeptiker

Zu Charlotte Roche
Charlotte Roche schreibt an NRW-MdL Piratin Birgit Rydlewski: Wunderbar, Du mutige Entschämerin
Stefan Raab schreibt an Charlotte Roche: Sauber gemacht
Charlotte Roche: Ohne Geld habe ich Angst, Geld ist richtig sexy

Hamburger Bordellbesitzer schreibt an Constantin Film: „Stelle mein Bordell als Drehort für Verfilmung von Schossgebete zur Verfügung“

Katastrophen

Deutsche Spitzenforscher: Späte Warnung vor Antibiotikaresistenz und unzureichende Vorschläge

Dr. Alexander von Paleske — 29.1. 2013 —– Namhafte deutsche Wissenschaftler, Mitglieder der Deutschen Akademie der Wissenschaften (bis 2008 Leopoldina) warnen vor den Gefahren der zunehmenden Antibiotikaresistenz.
Professor Ansgar Lohse vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Sprecher der Arbeitsgruppe „Infektionsforschung und Gesellschaft“ rief gestern zu grösseren Anstrengungen im Kampf gegen resistente Keime auf.


Antibiotika ……vielfach schon wirkungslose Pillchen

Gleichzeitig wurde ein acht-Punkte-Plan vorgestellt, der Abhilfe schaffen soll:

– Stärkung der Grundlagenforschung in den Bereichen Resistenzbildung und Entwicklung neuer Antibiotika.

– Verbesserung der strukturellen Voraussetzungen für Innovationen, zum Beispiel durch internationale Koordination von Maßnahmen zwischen Regierungen und Industrie.

– Erleichterungen für die klinische Forschung.

– Weiterentwicklung von regulatorischen Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel beschleunigte Zulassungsverfahren von neu entwickelten Antibiotika gegen kritische Erreger.

– Einschränkung des Einsatzes von Antibiotika in der der Tiermedizin und im Pflanzenschutz.

– Überwachung von Resistenzentwicklungen.

– Stärkung der sozioökonomischen Forschung und

-Einrichtung eines runden Tisches zu Antibiotika-Resistenzen und neuen Antibiotika aus Wissenschaft, Politik, Behörden und Industrie.

Zwei Fragen
Zwei Fragen stellen sich:

1. Ist die Diagnose richtig?

2. Sind die vorgeschlagenen Massnahmen geeignet, Abhilfe zu schaffen?

Ad 1) Die Diagnose ist korrekt, aber sie kommt reichlich spät. Viel zu spät. Das Problem der Antibiotikaresistenz ist seit Jahren bekannt und wird von Jahr zu Jahr grösser.

Die Akademie der Wissenschaften, früher Leopoldina, welche die oben genannte Arbeitsgruppe eingesetzt hat, ist eine Vereinigung , zu der nur die Spitzenforscher unter den Naturwissenschaftlern Zutritt haben.
Zu seinen prominentesten Mitgliedern gehörten einst neben J.W. von Goethe auch Nobelpreisträger wie Albert Einstein und Werner Heisenberg. Entsprechend darf man von diesem Gremium Stellungnahmen von Substanz erwarten – sollte man meinen.


Wappen der Leopoldina

Nicht nur Substanz in den Aussagen, sondern dass sie Gefahren rechtzeitig erkennen und entsprechend den Alarmknopf drücken, gerade dann, wenn sie der Allgemeinheit bestenfalls nur in Umrissen erkennbar sind.

Keine Rede davon
Davon kann jedoch im Falle der Antibiotikaresistenz gerade keine Rede sein. Seit Jahren wird immer wieder davor gewarnt, auch wir haben kontinuierlich seit 2007 auf diese sich anbahnende Katastrophe hingewiesen. Hier liegt ein kolossales Versagen der Wissenschaftler vor.

Ad 2) Sind die von den Wissenschaftlern vorgeschlagenen Massnahmen geeignet,, dieser sich anbahnenden Katastrophe wirksam entgegenzutreten?

Die Vorschläge der Forscher konzentrieren sich im Wesentlichen auf zwei Bereiche:

1. Entwicklung neuer Antibiotika und Beseitigung von Hindernissen bei deren Einführung. Weil Antibiotika der Pharmaindustrie vergleichsweise niedrige Profite bescheren, sollen sie mit Forschungsgelder (Staatsknete) zum Forschen getragen werden, und das, nachdem die pharmazeutische Industrie sich in den 60er, 70er, 80er und auch noch in den 90er Jahren eine goldene Nase mit dem Verkauf von Antibiotika verdient hat, allen voran die Firmen Bayer und Hoechst (jetzt Teil von Sanofi).

2. Der Verbrauch der Antibiotika in der Pflanzen und Tierzucht soll zurückgefahren werden.
Dieser Vorschlag ist in seiner Allgemeinheit und Unverbindlichkeit geradezu lächerlich, weil die Antibiotika zur Massentierhaltung gehören, die das Gelbe zum Ei.

In Zahlen: Im Jahre 2011 wurden 1734 Tonnen Antibiotika in der Massentierhaltung verfüttert – 40 mal so viel wie in allen Krankenhäusern zusammengenommen, und 7 mal mehr als in der gesamten Humanmedizin in Deutschland.

Statt klar und deutlich zu sagen, dass die Massentierhaltung beendet werden muss, und zwar zügig, werden wolkige Empfehlungen abgegeben.

Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Diagnose der Wissenschaftler kommt reichlich spät, und die Vorschläge zur unverzüglichen Abhilfe sind bestenfalls ungeeignet, um der sich anbahnenden Katastrophe wirksam zu begegnen.

Deartige unzureichende Vorschläge sind wir aus dem Hause der Agrarministerin (Verbraucherschutzministerin) Ilse Aigner gewohnt. Die Wissenschaftler sollten sich jedoch mehr ihrer Verantwortung bewusst sein, und auch vor unpopulären Vorschlägen nicht zurückschrecken. Sollten……

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Medizin

Global Fund: Neuer Chef – alte Probleme?

Dr. Alexander von Paleske — 27.1. 2013 —
Der Global Fund ist ein Finanzierungsinstrument zur Bekämpfung der drei großen Infektionskrankheiten Aids, Malaria und Tuberkulose. Der weltweit in 140 Ländern tätige Fonds ist eines der wichtigsten Instrumente zur Bekämpfung dieser Krankheiten.


Website: http://www.theglobalfund.org/en/

Seit dem Beginn der Arbeit des Global Fund im Jahre 2000 haben Geberländer und private Organisationen, wie die Bill und Melinda Gates Foundation, insgesamt 22.9 Milliarden US Dollar eingezahlt.

Die Spendenfreude hatte jedoch beginnend mit dem Jahre 2010 erheblich nachgelassen.

Die Gründe waren dreifach:

1. Die Globale Wirtschaftskrise: Spanien, Irland und Italien stellten sämtliche Zahlungen ein

2. Fehlgeleite Leistungen

3. Korruption, Betrug und Unterschlagung von Spendengeldern wie im Falle Sambias, Mauretaniens und anderer Länder

Kommission macht Vorschläge
Eine daraufhin einberufene Kommission, die von dem früheren Präsidenten Botswanas, Festus Mogae, und dem früheren US-Gesundheitsminister Michael Leavitt geleitet wurde, machte eine Reihe von Verbesserungsvorschlägen, insbesondere die Überprüfung der Mittelverwendung.

Ein General-Manager wurde daraufhin bestellt: der kolumbianische Banker Gabriel Jamarillo, der sogleich 100 Stellen strich, die Landes-Vergabeabteilung jedoch personell aufstockte

Die Geber kamen zurück, erstmals nach zwei vergabelosen Jahren können 1,5 Milliarden US Dollar für Projekte neu vergeben werde.

Resultate einer Überprüfung
Im Juli 2012 teilte der Global Fund nach interner Überprüfung mit, insgesamt 3% der Mittel von 3,8 Milliarden US Dollar, die einer Prüfung unterzogen wurden, also 114 Millionen US Dollar, seien gestohlen, unterschlagen oder zweckentfremdet worden.

Das dürfte allerdings nur die Spitze des Eisbergs sein, denn hier handelte es sich um offenbare Zweckentfremdung. Kaum dürfte in diesen Fällen untersucht worden sein, was von den vergebenen Mittel prozentual tatsächlich voll dem beabsichtigten Zweck zugekommen ist.

Abzweigungs-Erfindungsreichtum
Der Abzweigungs-Erfindungsreichtum in einigen Empfängerländern ist enorm.

-Durch überhöhte Rechnungen (entweder wird deutlich über dem Marktpreis eingekauft, Rabatte nicht weitergegeben, falsche Rechnungen ausgestellt, oder Ausschreibungen umgangen oder im Ausschreibungsverfahren seitens der Anbieter Absprachen über erhöhte Preise getroffen).

-Medikamente, die wegen Nähe zum Verfallsdatum billiger angeboten wurden, aber voll in Rechnung gestellt werden, der Differenzbetrag dann eingestrichen.

-Projekte gefördert, deren Erfolg zweifelhaft bzw. überhaupt nicht messbar ist, (Theatergruppen zur HIV-Aufklärung).

-Veranstaltung von Workshops, die auf dem Papier gut aussehen, jedoch oftmals nur Bekanntes wiederkauen, und bestenfalls die Hotelindustrie mästen.

-Anschaffen von Fahrzeugen, die auch extensiv für private Zwecke genutzt werden

Ansporn durch lasche Kontrolle
Der Erfindungsreichtum wird noch angespornt durch lasche Kontrolle, die beim Global Fund systemimmanent war und immer noch sein dürfte.

Es reicht einfach nicht, Gelder wie ein Weihnachtsmann auszuteilen, und zu hoffen, dass die Verteiler und Zwischenempfänger verantwortungsvoll damit umgehen.

Derartiges Verantwortungsbewusstsein trifft auf Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen (MSF) durchaus zu, nicht selten jedoch auf staatliche und nichtstaatliche Organisationen in den Empfängerländern gerade nicht.

Sofern andere Organisationen ohne eine derartige Reputation sich bewerben, hilft nur die engmaschige Überprüfung. Zu gross ist die Versuchung abzuzweigen, insbesondere für Personen, die mit einem schmalen Gehalt ganze Grossfamilien miternähren müssen.

In der TB-Behandlung ist Geld drin
Ich erinnere mich an die Worte eines Arztes: „In der TB-Behandlung ist Geld drin“, wobei klar war, was er meinte. Ein Arzt, der pro Monat 300 US Dollar verdient bei vergleichsweise hohen Lebenshaltungskosten.

Umgekehrt sind die Mittel des Global Fund für viele Länder und Behandlungsprogramme unersetzlich. Auch das hiesige TB-Labor braucht die finanzielle Unterstützung des Global Fund, um die dringend notwendigen diagnostischen Untersuchungen fortzuführen, neben den Kulturen vor allem die Resistenztestung.


Labore, wie dieses hier in Bulawayo/Simbabwe, sind zur effektiven Diagnose und Behandlung der TB unverzichtbar. Dieses Labor wird mit Global Fund Geldern unterstützt. Foto: Dr. v. Paleske

Neuer Direktor, alte Probleme
Mittlerweile hat der Global Fund einen neuen Exekutiv-Direktor, Mark Dybul, der einige Erfahrung aus dem US President’s Emergency Plan for AIDS Relief Relief (PEPFAR) mitbringt, und zuletzt an der Georgetown University im O‘Neill Institute for Health Law arbeitete.

Aber um drastisch sicherzustellen, dass die Gelder, und zwar ohne nennenswerte Abzweigungen, dort ankommen, wo sie hin sollen, braucht es weit mehr als nur einen neuen Mann an der Spitze.

Gerade weil wir die Gelder hier so dringend brauchen, um den grossen Seuchen AIDS, Malaria und vor allem der immer weiter sich ausbreitenden und zunehmend behandlungsresistenten Tuberkulose Herr zu werden, kann und darf ein Abzweigen nicht geduldet werden, weil nur das effektive Ankommen sicherstellt, dass auch weiter grosszügig in den Global Fund eingezahlt wird.

Zum Global Fund
Global Fund – oder: Warum Aushändigen von Geld nicht reicht

Global Fund: Erreichen alle Gelder der Geldgeber die richtigen Empfänger?

Zu AIDS
Anmerkungen zum Welt-AIDS-Tag

Zur Tuberkulose
Die Zukunft heisst Resistenz? – Antiinfektiva verlieren ihre Wirksamkeit
Eine besiegt geglaubte Krankheit droht wieder zur unkontrollierbaren Seuche zu werden
Welt-Tuberkulose Tag – eine Krankheit weiter auf dem Vormarsch</
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SATIRE

Neue Staffel für das Dschungelcamp: EU-Politiker, EU Kommissare und Euro-Skeptiker

Dr. Alexander von Paleske — 25.1. 2013 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Programmdirektor
Abt Unterschichten- & Klamaukfernsehen
RTL-Fernsehen
RTL-Hauptquartier
Köln-Deutz
,
Betr: Ihre Anspruchslossendung mit Ekeleffekten „Dschungelcamp, Hol mich hier raus“

Sehr geehrter Herr Programmdirektor,

Ihr Dschungelcamp mit diesen intellektuellen Federgewichten, die sich in dümmlichen Witzchen und inhaltsleerer Quasselei ergehen, sowie lebensfremde, teils ekelerregende Schein-Herausforderungen bestehen müssen, droht langsam zu versanden, wie zuvor schon diese Big Brother Show.

Änderung notwendig
Eine durchgehende Änderung erscheint deshalb notwendig. Statt dieser Schein- und Möchtegern-Prominenten müssen jetzt die wirklich Prominenten ran: die Politker.

Statt dieser Spinnen- Hoden- und Würmerfresserei: politisches „Knüppel aus dem Sack“.

Die Show müsste dann auch noch eine Namensänderung haben: „Ich bin (k)ein Euro-Politiker, lasst mich am Leben“.

Erste Teilnehmer
Als Teilnehmer für die erste Staffel schwebt mir der britische Premier David Cameron vor, der gerade dabei ist, den Ausstieg Grossbritanniens aus der EU vorzubereiten, und natürlich unser Muttchen Angela.

Damit aber ein wenig Pfeffer hereinkommt, brauchen wir auch Politiker, die sich nicht scheuen, reichlichst anzügliche Bemerkungen zu machen, bzw. derbe Herrenwitze zum Besten zu geben. Ich denke da an diesen Freidemokraten Rainer Brüderle.

Auch Tischgebete
Ebenfalls sollte es im Dschungelcamp an Tischgebeten nicht fehlen. Und wer könnte das besser, als diese berufslose Katrin Göring- Eckardt von den Grünen. Das erscheint auch deshalb geboten, weil den Zerfall der EU nach der Rede Camerons eigentlich nur noch Gebete aufhalten können.

Damit im Dschungelcamp auch keine leeren Flaschen herumliegen, dafür sollte der Jürgen Flaschenpfand-Trittin sorgen, der diese Gesellschaft auch mit seinem Zynismus, mit seiner „Schadenfreude-Visage“ erfreuen könnte.

Bühne frei für EU Kommissare
Aber natürlich sind auch lebendige Berichte aus dem Herzen der EU-Bürokratie vonnöten, die gerade dem David Cameron signalisieren, wie falsch seine Einschätzung der Brüsseler Bürokratie ist.

Ich denke da in erster Linie an die EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes aus den Niederlanden, und den ehemaligen EU-Handelskommissar Peter Mandelson aus dem Vereinigten Königreich. Politiker, die in ihrem Heimatland wegen Skandalen keine Zukunft mehr hatten, aber in Brüssel hochwillkommen waren – und sind.

Neelie Kroes könnte nicht nur über ihre positiven Erfahrungen als Politikerin mit nicht weniger als 5 Wahrsagern erzählen, sondern auch über ihre herzliche Verbindung mit dem Kriminellenfreund und Waschfritzen für dreckiges Geld, dem mittlerweile verurteilten Jan-Dirk Paarlberg.
Peter Mandelson wiederum könnte berichten, wie er trotz seiner Bestechungsskandale in Grossbritannien, die ihn dort als Minister untragbar machten, bei der EU als Handelskommissar unterkommen konnte.


EU-Kommissarin Neelie Kroes…. bis zu fünf Wahrsager (Astrologen) konsultiert.

Schöner Abschiebebahnhof
Kein Einzelfall: die EU Kommission hat sich ausserordentlich bewährt als Abschiebebahnhof für abgehalfterte Politiker.
Insbesondere der Cameron sollte sich deshalb ernsthaft überlegen, ob die EU-Ausstiegsidee ihm nicht möglicherweise eine spätere Zukunft als EU Kommissar verhageln könnte.

Beide, Kroes wie Mandelson, könnten ausserdem berichten, wie die EU-Kommissare in Brüsseler Nachsitzungen Ideen aushecken, zum Beispiel die vorzuschreibende Länge einer EU-Salatgurke, und deren maximal zulässiger Krümmungsradius.

Hochverehrter Herr RTL-Programmdirektor, eine derartige Show würde nicht nur das Unterschichten-Publikum anlocken, und damit ihre Einschaltquote richtig in die Höhe treiben. Damit stiegen gleichzeitig auch die Werbeeinnahmen.

Mit freundlichen Grüssen

Ein treuer RTL-Dschungelcamp-Fan

Zu Neelie Kroes & Co
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Zu Flaschenpfand-Trittin & Co
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link Jürgen Flaschenpfand-Trittin berichtet von der Bilderberg-Konferenz in Virginia / USA
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