SATIRE

Danksagung an Event-Manager Manfred Schmidt für die Ulla-Schmidt-Geburtstagsparty

26.1.2012

Dr. Alexander von Paleske
Arzt für Innere Medizin, Hämatologie
Leitender Arzt
Ex Rechtsanwalt beim Landgericht Frankfurt (M)
Bulawayo /Simbabwe

An
Herrn
Event-Veranstalter
Manfred Schmidt
Penthouse „Residenz“
Am Brandenburger Tor
Berlin

Betr: Party für SPD-Genossin, Ex-Ministerin und Gesundheitswesen-Fachfrau Ulla Schmidt

Sehr geehrter Herr Party-Manager Schmidt,

Ich fühle mich verpflichtet, Ihnen meine aufrichtige Anerkennung für die Ausrichtung der Party anlässlich des 60. Geburtstags der hochkompetenten und bescheidenen SPD-Genossin und Gesundheitsfachfrau Ulla Schmidt am 13. Juni 2009 auszusprechen, die leider erst heute einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde.


Super-Party für Geburtstagskind Ulla (Schmidt)

Parteienproporz als relevant erkannt
Es ist beruhigend zu wissen, dass auch bei Ihrem Eventmanagement der Parteienproporz eine wichtige Rolle spielt. Sie also nicht nur völlig uneigennützig Partys für den Bundespräsidenten und Ex- Ministerpräsidenten Christian Wulff ausrichteten, sondern auch an verdienstvolle Mitglieder der Opposition dachten.

Hinzu kommt, dass es sich bei Ulla Schmidt um eine ganz besondere Dame handelt, die sich aus kleinsten Hartz IV-Verhältnissen nach oben gestrampelt hat, und sich auch nicht scheute, in einer Rotlichtbar zu kellnern.

Durch und durch bescheiden
Dabei ist die Dame trotzdem durch und durch bescheiden und absolut unbestechlich geblieben, wie die Dienstwagenaffäre in Spanien im Jahre 2009 nur allzu deutlich belegt.

In Bonn wird ihre Fachkompetenz im Gesundheitsministerium schmerzlich vermisst, weil sie mit grosser Durchsetzungskraft sich für den angeblichen Ausbau von Sozialleistungen nicht nur stark machte, sondern sie auch versuchte durchzusetzen.

Besondere Meriten erwarb sie sich insbesondere bei der Schliessung vieler überflüssiger Krankenkassen. Von einst 1000 Krankenkassen in Deutschland, sind weniger als 150 übrig geblieben, und das ist noch lange nicht das Ende. Bewundernswert.

Was lag da näher, zu ihrem runden Geburtstag Ihre wunderbare Penthouse- Wohnung extrem kostengünstig zur Verfügung zu stellen, von der aus man einen so herrlichen Blick auf das Brandenburger Tor hat.

Grossartig.

Heineken-Freibier satt
Hinzu kam dann noch das wohlschmeckende Heineken-Freibier und schöner Frei-Wein aus deutschen Landen. Das Essen – Buletten und Kartoffelsalat – eher proletarisch, wie es sich für Genossen so gehört.

Allerdings hat mich an der Gästeliste gestört, dass nur die SPD-Spitze eingeladen war, nicht aber die einstmals führenden Vertreter aus Ulla Schmidts früherer politischer Heimat, dem Kommunistischen Bund Westdeutschlands (KBW).

Ich dachte da vor allem an den seinerzeitigen weisen KBW-Vorsitzenden Hans-Gerhart (alias Joscha) Schmierer, der dem Grössten Deutschen Aussenminister aller Zeiten (GröDAAZ), Joseph Martin (alias Joschka) Fischer so hervorragend im Planungsstab des Auswärtigen Amtes zur Seite stand.

Auch hätte sich der ehemalige KBW-Rechtsanwalt Eberhard Kempf, der jetzt honorige und wohlbetuchte Leute wie den Deutsche Bank Chef Josef „Feldherr“ Ackermann zu seinen Klienten zählen darf, hervorragend auf dieser Party gemacht, gerade zu dem Thema: „Weisst Du noch….damals… als wir mit einem Geldsack auf das Kapital einschlugen, und unsere KBW-Zentrale auf der Mainzer Landstrasse in Frankfurt im alten Libri-Hochhaus errichteten“.

Aber das lässt sich sicherlich zu Ullas 65. Geburtstag nachholen, der bereits in zwei Jahren ansteht.

Weiterhin erfolgreiches Eventen mit / für bundesdeutsche Spitzenpolitiker(n)

MfG

Dr. Alexander von Paleske

Mehr Schmidt-Satire
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Schweiz

Verdingkinder – Oder: Wie die Schweiz Kinder ihren Eltern wegnahm und versklavte

Dr. Alexander von Paleske — 25.1. 2012 —
Vor ein paar Monaten berichteten wir, wie in Grossbritannien bis zum Jahre 1970 Kinder ihren Eltern weggenommen, und in Heime nach Australien verschafft wurden, wo sie oft genug Zwangsarbeit ohne Lohn und Taschengeld leisten mussten, oft genug körperlich missshandelt und sexuell missbraucht.

Übelste Kindersklaverei, wie wir sie jetzt bei der Kakaoernte in Afrika beschrieben haben.

Ein Musterland mit schwarzen Flecken
Nun stellt sich heraus, dass es in dem „Musterländle“ Europas, der Schweiz, ähnliche mittelalterliche Zustände gab: Die sog. Verdingkinder, de facto Kindersklaven.

Diese Schweizer Variante der Kinder-Versklavung begann um 1800 und dauerte bis 1950.

In der Anfangszeit wurden die Kinder auf den sogenannten Verdingmärkten „versteigert“, später wurden sie durch Verlosung zugeteilt.

Um 1900 waren rund 10% aller schweizer Kinder sog. Verdingkinder. Kinder, die im Alter von 4 Jahren aufwärts ihren Eltern weggenommen, und der Zwangsarbeit bei Schweizer Bauern ausgeliefert wurden.

Die betroffenen Familien, meist in Städten, gehörten zu dem, was man heute als Prekariat bezeichnen würde: Familien, die nicht dem „Mittelstandsideal“ der Schweiz entsprachen. Alleinerziehende Elternteile, Familien mit Problemen, die man einfach durch die Kindwegnahme „löste“.

Geschlagen und missbraucht
Viele der so der Zwangsarbeit ausgelieferten Kinder wurden von ihren „Gastfamilien“nicht selten geschlagen und / oder sexuell missbraucht. Einige starben.

Dem schweizer Staat war das offenbar alles herzlich gleichgültig. Eingeschritten bei Beschwerden wurde kaum.

In vielen Fällen waren die Verdingkinder nicht in der Bauernfamilie familiär aufgenommen, abgesehen davon, dass sie weder Taschengeld noch Entlohnung für die geleistete Arbeit bekamen.


Verdingkinder bei der Arbeit

Weihnachtsgeschenke und Post der Eltern wurden entweder gar nicht oder selten weitergeleitet.

Verdingkinder bis in die Mitte der 60er Jahre
Die letzten Sklavenkinder dürften erst Mitte bis Ende der 60er Jahre ihrem Schicksal entronnen sein. Es waren nach Schätzungen noch mehrere Zehntausend in den 50er und 60er und 70er Jahren, viele leben heute noch.
Nach geraubter Kindheit nun oftmals mit schweren psychischen Folgen wie Depressionen und Bindungslosigkeit

Erst 1981 hat die Schweiz dem Verdingwesen auf anhaltenden Druck des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte offiziell ein Ende gesetzt,

Späte Aufarbeitung
Erst langsam findet jetzt die längst überfällige Aufarbeitung dieses finsteren, menschenverachtenden Kapitels Schweizer Geschichte statt.
In einer schweizer Ausstellung, wo Bilder von Verdingkindern gezeigt, und ihre bitteren Erfahrungen geschildert werden, sind auch die Gegenstände zu sehen, mit denen die Kinder geschlagen wurden, um sie zur Arbeit anzutreiben.

Ebenfalls Briefe und Geschenke der Eltern, die nicht weitergeleitet wurden, sind ausgestellt, zusammen mit Berichten Betroffener.So berichtet Johann, ehemaliges Verdingkind:

„Ich musste in einem fensterlosen Raum essen, direkt neben dem Stall“.

Und eine Alice berichtet:

„Ich war glücklich, wenn ich zu Schule gehen konnte, weil ich dort nicht geschlagen wurde„.

Mittlerweile wurde in einem Film das traurige Schicksal dieser Kinder thematisiert: Der Verdingbub, der seit Wochen in Schweizer Kinos läuft.


Der Verdingbub“….ein finsteres Kapitel Schweizer Geschichte

Es ist mehr als an der Zeit, dass die Schweizer Regierung sich öffentlich entschuldigt, und wenigstens materielle Wiedergutmachung leistet.
Die gestohlene Kindheit und Jugend kann sie den Opfern der seinerzeit politisch Verantwortlichen ohnehin nicht zurückgeben.

Oranges and Sunshine – oder: verlorene Kindheit. Schockierende Kinderemigration aus England

Bitterer Kakao oder: Wieviel Kinderarbeit steckt in der süssen Schokolade?

Zu den Missbrauchsfällen in Deutschland
Die Presse und die Missbrauchsfälle in Schulen und Internaten

Wirtschaftskrise

Griechenland-Krise: Die Geierfonds warten auf ihre Stunde

Dr. Alexander von Paleske 24.1. 2012 —-
Wie das Aas die Geier, so locken die Schuldverschreibungen von finanziell klammen Staaten die Geierfonds an. Mehrfach haben wir über sie berichtet.

Das Geschäftsprinzip:

– Forderungen gegen finanziell klamme Staaten, die oftmals einen Schuldenerlass mit vielen ihrer Gläubigern bereits erreicht haben, billigst aufkaufen

– von denjenigen, die an dem Schuldenerlassabkommen nicht beteiligt waren,

– gnadenlos den vollen Betrag mit einer Armada von Anwälten und oftmals mehreren internationalen Prozessen gleichzeitig einklagen

– dann mit dem gerichtlichen Titel Exporterlöse des verklagten Landes pfänden

Nachdem es bisher ausschliesslich Dritte Welt Länder wie Sambia, Demokratische Republik Kongo, Kongo-Brazzaville und Peru getroffen hatte, ist nunmehr Griechenland an der Reihe.

Ein Mann namens Paul Singer
Der Erfinder dieser lukrativen Geld-Eintreibemaschine, mit der er sich an dem Elend finanziell klammer Staaten mästete, ist ein gewisser Paul Singer, seines Zeichens Milliardär, der seinen Einstand 1996 mit dem Aufkauf von Forderungen gegen den lateinamerikanischen Staat Peru gab:

Gekauft für 11 Millionen, zwang er Peru dann zur Zahlung von 58 Millionen US Dollar.

Ähnlich ging die Geierfond-Firma Donegal vor, die Sambia erfolgreich in London verklagte, wir berichteten darüber. Sie gehört dem “Goldfinger” Michael Sheehan. Seine Firma nennt sich zynischerweise “Debt Advisory International”.

Sheehan lässt es sich 240.000 Dollar pro Jahr kosten, einen Lobbyisten in Washington D.C. / USA zu bezahlen, der dafür zu sorgen hat, dass diese “herrlichen Zeiten” weiter andauern.

Paul Singer ist auf solche Lobbyisten nicht angewiesen, er bezahlte direkt an Republikaner wie G.W Bush oder Rudy Giuliani, den früheren Bürgermeister New Yorks, dem er 15 Millionen für den seinerzeitigen Präsidentschaftswahlkampf in die Tasche schob, um das Geschäftsumfeld günstig zu gestalten und notfalls sich der Hilfe des US- US- Aussenministeriums zu vergewissern.

Zumindest aber zu verhindern, dass Politiker seinen legalen, gleichwohl widerwärtigen Geschäften in die Quere kommen.
So finanzieren Länder der Dritten Welt auch noch ungewollt den US Wahlkampf und Lobbyismus mit.

Viel Armut, viele Geier
Mittlerweile sind auf diesem Geschäftsfeld mehr als zwei Dutzend Geier unterwegs, die es in den vergangenen Jahren geschafft haben, rund eine Milliarde US Dollar von den ärmsten Ländern der Welt einzutreiben. Weitere 1,3 Milliarden sollen folgen, während gleichzeitig diesen armen Ländern in Schuldenabkommen ein Grossteil der staatlichen Kredite erlassen wurde.

Auch die Bestechung von Politikern, wie im Falle Sambias, gehört mit zum Geschäft.

1000% Profit
Die Profitmarge kann bis zu 1000 Prozent gehen. Herrliche (Aasgeier)-Zeiten.
Und so hat natürlich Singers Firma Elliott in grossem Umfang Griechenlandanleihen zum Discountpreis aufgekauft , ebenso Hedgefonds wie Saba Capital, Cape View oder TTN. Und die warten jetzt auf das Schuldenabkommen, an dem sie sich selbstverständlich nicht beteiligen, um dann anschliessend zuzuschlagen.

Der griechische Staat wird bei zu erwartender Zahlungsunwilligkeit mit einer Armada von Anwälten in mehreren aussergriechischen Ländern gleichzeitig auf Zahlung verklagt, so wie jüngst im Falle des Kongo.

Die Geierfonds könnten nur im Falle einer kompletten Staatspleite Griechenlands leer ausgehen, aber das will die Europäische Gemeinschaft und die griechische Regierung unter allen Umständen verhindern. Denn dann würden – abgesehen von allen anderen damit verbundenen Risiken, auch die Kreditversicherungen fällig, die sogenannten Credit Default Swaps (CDS) mit unabsehbaren Folgen, wie bei der Lehman-Pleite im September 2008.

Zwar hat die griechische Regierung mittlerweile per Gesetz rückwirkend Forderungen auf einen vereinbarten Schuldenschnitt begrenzt, die Rechtmässigkeit dieser Massnahme ist aber zweifelhaft, da die Europäische Zentralbank offenbar davon nicht betroffen ist – ein Verstoss gegen das Gleichbehandlungsgebot und möglicherweise auch das Rückwirkungsverbot.

Fazit:
Nur wenn internationale Abkommen sämtliche Forderungen auf den Schuldenschnitt begrenzen, und darüber hinaus endlich den finanziellen Massenvernichtungsmitteln Credit Default Swaps (CDS) den Garaus machen, kann den Geiern das Handwerk gelegt werden, und lassen sich derartige zwickmühlenähnliche Zustände, wie im Falle Griechenlands, in der Zukunft vermeiden.

Geierfonds plündern Länder der Dritten Welt

Sambia muss an Geierfond 15 Millionen US Dollar bezahlen.

linkCredit Default Swaps oder: Die nächste Weltfinanzkrise rückt näher

linkDie Geierfonds klagen zur Kasse – diesmal gegen die Demokratische Republik Kongo (DRC)

deutschland

Josef Joffe und Präsident Wulff: Gemütliches Beisammensein zu einer Plauderstunde

Dr. Alexander von Paleske 22.1. 2012 —-
Josef Joffe, Mit-Herausgeber der Wochenzeitung DIE ZEIT, eine Wochenzeitung, die sich jüngst unrühmliche Verdienste mit der versuchten „Zurückholung“ des Freiherrn von und zu Guttenberg in den Politikbetrieb erwarb, was wir hier deutlich kritisiert haben, und was unter den ZEIT-Lesern zu einem Sturm der Empörung geführt hatte, lud den Bundespräsidenten zu einer Art Talkshow am heutigen Tage in Berlin ein.

Josef Joffe, der Journalist
Josef Joffe ist in seinen Artikeln in der ZEIT zu Afghanistan und dem Israel-Iran Konflikt nicht gerade durch tiefschürfende Analyse aufgefallen. Im Gegenteil! Gerade im Afghanistan-Konflikt forderte er – noch gar nicht so lange ist es her – mit konkreten Vorschlägen aus der Militär-Kiste zum Durchhalten auf. Motto: Berlin wird in Kabul verteidigt.

Sein letzter Artikel zum Konflikt Israel-Iran „Der grosse Bluff“ vom 5.1. 2012 versucht eher die Kriegsgefahr im Persischen Golf herunterzuspielen. So wie es aussieht eine ziemliche Fehleinschätzung.

Nicht zu vergessen, dass Joffe versuchte, unseren satirischen Artikel, der sich mit Israels illegaler Siedlungspolitik in den besetzen Gebieten von Westbank und Ost Jerusalem beschäftigte, über seine Anwälte verbieten zu lassen. Ein vergebliches Unterfangen allerdings.

Diskussion unter Ausschluss des Publikums
Nun also hatte Joffe und die ZEIT zur Zweier-Podiumsdiskussion mit Wulff eingeladen.

Das Interesse an dieser Veranstaltung war verständlicherweise gross, denn es war der zweite Talk nach dem Bekanntwerden der Präsidenten-Skandale.

Die Veranstaltung hätte eine Sternstunde des Journalismus werden können, sie wurde jedoch eher zu einem Abgesang darauf.

Nicht nur dass Josef Joffe sichtlich darum bemüht war, dem Skandal-Präsidenten breitesten Raum für seine Selbstdarstellung zu gewähren. Nein, er versuchte offenbar auch noch den Skandal als Medienskandal darzustellen, offenbar um ihm einen billigen Verantwortungs-Abladungsgrund zu liefern.

Gefahr erkannt und gebannt
Allerdings ahnte Wulff wohl, welchen Gefahren er sich mit einem erneuten Angriff auf die Presse aussetzen würde, also lobte er stattdessen die freie Presse, was eher Zweifel an seiner Aufrichtigkeit ausgelöst haben dürfte.

Das „System Wulff“
Immer mehr Details werden nun bekannt, die zeigen, dass es sich offenbar nicht nur um einige Gefälligkeiten handelte, sondern um ein ganzes „System“ von Schnorrereien und Anbaggern von Firmen und reichen Geschäftsleuten . Ein System, das offenbar gemanagt wurde seinem ehemaligen Sprecher Olaf Glaeseker. Alles angeblich ohne das Detail-Wissen des damaligen Ministerpräsidenten Wulff.


Olaf Glaeseker …Manager des „Systems Wulff“
Screenshot: Dr. v. Paleske

Ein „System“, das nun zu einer Anklage vor dem Staatsgerichtshof Niedersachens in der kommenden Woche führen wird.

Hintergrund: Dem niedersächsischen Parlament wurde offensichtlich die Unwahrheit gesagt.

Ich heisse Wulff und wusste von Nichts
Konfrontiert mit diesen Enthüllungen behauptet Wulff nun, nichts von diesen kompromittierenden Details gewusst zu haben und daher nach bestem Wissen und Gewissen nur objektiv, aber nicht subjektiv, die Unwahrheit gesagt zu haben.

Gleichzeitig stellte er sich vor seinen Ex-Sprecher Glaeseker, für den doch erst einmal die Unschuldsvermutung gelte.

Sollte Wulff aber tatsächlich wissentlich das Parlament belogen haben, dann kommt es entscheidend darauf an, ob Glaeseker ihn ans Messer liefern würde. Denn dann wäre die Verletzung der Verfassung durch Wulff bewiesen, und die Opposition könnte im Bundestag den Antrag auf Präsidentenanklage stellen. Dazu würde es wohl weder Wulff noch seine Partei die CDU kommen lassen wollen. Wulff würde zurücktreten. Aber auch nur dann. Alles andere ist er fest entschlossen es auszusitzen.

Verlübketes Amt
Für das Amt des Präsidenten bedeutet dies: Für den Rest der Amtszeit, also noch 3 ½ Jahre, ist es „verlübket“.

Die grosse Mehrheit der Deutschen traut Wulff nicht mehr, und ist darüber hinaus auch der Überzeugung, dass Wulff in der Zukunft nicht vertrauenswürdig sein wird.

Wer sich noch an die Ära Heinrich Lübke erinnert, der ahnt, dass – wie bei Lübke – nichts mehr als das Ende der Präsidentschaft herbeigesehnt wird. Es war dann Gustav Heinemann, der grossen Respekt in der Bevölkerung genoss, und der endlich dem Präsidentenamt wieder das nötige Ansehen verlieh.

Was ausserdem übrig bleibt, ist der Nachgeschmack des erbärmlichen Taktierens der Grünen und der SPD in Berlin in dieser Skandal-Affäre, die einzig und allein versuchten, aus dieser Affäre politisches Kapital zu schlagen. Die versuchten, ihr erbärmliches Süppchen darauf zu kochen, das heisst: den Skandal als Munition gegen Angela Merkel zu benutzen, statt den Rücktritt des Präsidenten mit allem Nachdruck zu fordern.

Dass dieser Schuss daneben ging, zeigen die Umfragen. Frau Merkel geht nämlich weitgehend unbeschadet aus der Affäre hervor. Zu durchsichtig waren die Manöver der Opposition.

Zu Josef Joffe
IDeutschlands liberale Wochenzeitung “Die ZEIT” verlangt Löschung einer Satire</
Mission impossible – Josef Joffes Iran-Kriegs-Artikel in der ZEIT</a
Der Krieg in Afghanistan und eine führende liberale deutsche Wochenzeitung
Afghanistan: General McChrystal schreibt an ZEIT-Herausgeber Josef Joffe

Zu Wulff
SPD-Chef Sigmar Gabriel und Präsident Wulff: Wieviel politische Torheit ist erlaubt?
Der Bundespräsident lügt – und bleibt
Strafanzeige gegen Bundespräsident Wulff wegen Verdachts der versuchten Nötigung erstattet
Fröhliche Weihnachten oder: Wäre auch Wladimir Putin geeignet für das Amt des Bundespräsidenten?
Ist Michael Naumann, Chefredakteur des „Cicero“, durchgeknallt?

Christian Wulff und der Axel Springer Verlag: (K)ein Herz und eine Seele?

Satire zu Wulff
Präsident Christian Graf Schnorr von Wulff zu Münchhausen: Jetzt kläre ich alles auf
(Fäkalworte-) Starkolumnist Post von Wagner an SPD-Sigmar Gabriel: Sind Sie verrückt geworden?
Angela Merkel an Christian Graf Schnorr von Wulff: Heute muss über dem Rubikon kurz der Rückwärtsgang eingeschaltet werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel: Zweite Neujahrsansprache an das Deutsche Volk
Vor der Weihnachtsansprache des Präsidenten Graf Schnorr von Wulff: eine Botschaft von Knecht Ruprecht
Bundespräsident Christian Graf Schnorr von Wulff: Jetzt rede ich Klartext
Bundespräsident Graf Schnorr von Wulff: Deutschland ist (noch) keine Bananenrepublik
Glückwunsch Frau Merkel! Christian Wulff – Der richtige Mann zur richtigen Zeit

SATIRE

Verband zur Förderung der Massentierhaltung Deutschlands (VEFMAD) dankt der Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner

Dr. Alexander von Paleske 20.1. 2012 Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Verband zur Förderung
der Massentierhaltung Deutschlands (VEFMAD)
Am Gesundbrunnen 1
Berlin

An
Ministerin
Ilse Aigner
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft
und Verbraucherschutz
Wilhelmstraße 54

10117 Berlin

Hochverehrte Frau Ministerin Aigner,

ganz, ganz herzlichen Dank für Ihre gestrigen aufrüttelnden Bemerkungen anlässlich der Eröffnung der Grünen Woche in Berlin.
,
Insbesondere Ihre mannhafte und entschlossene Verteidigung der Massentierhaltung hat uns natürlich besonders gefreut..

Diesem grünen Gesocks aus Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Tierschützern und Salatfutterern haben Sie ordentlich Contra gegeben.

Beeindruckende Argumentation
Besonders beeindruckt hat uns hier im Verband, wie Sie den Antibiotika-Speer der Tierschützer und Massentierhaltungs-Bedenkenträger umgedreht haben, und es geradezu als Aufgabe des Tierschutzes bezeichnet haben, kranke Tier mit Antibiotika zu behandeln, alles andere würde auf Tierquälerei hinauslaufen.

Auch wie sie energisch den (offensichtlichen) Zusammenhang zwischen Massentierhaltung, Tierkrankheiten und Antibiotikaverbrauch geleugnet haben. Extrem professionell!

Natürlich wissen wir, dass die Antibiotika zur Massentierhaltung gehören, wie die Butter zum Brot, weil die Viecher früher oder später alle krank werden, es ohne Antibiotika also gar nicht bis zum Schlachttag schaffen. Aber Ihre Argumentation hat diese Fusskranken der modernen Ernährungsrevolution erst einmal sprachlos gemacht.

Glückwunsch!

Offensive tut not
Wir müssen aber jetzt in der Offensive bleiben, ideologisch und materiell.
Für uns ist es deshalb selbstverständlich, einer Partei wie die Ihrige, die CSU, die so fortschrittlich in ihrer Denkweise ist, materiell unter die Arme zu greifen. Beigefügt daher ein Scheck für den bevorstehenden harten Wahlkampf in Bayern.

Parallel dazu schlage ich Brathendlstände neben ihren CSU-Ständen in den Fussgängerzonen vor, wo wir Freihähnchen braten und austeilen.

Motto: „Massentierhaltung tut gut“.

Auch sollten Slogans wie „Der Gesundheit zuliebe – Fleisch aus der Massentierhaltung“ zum Einsatz kommen.

Aber auch gerne aggressiver: „Lieber satt als keimfrei“.

Unvermeidlicher Kollateralschaden
Dass Resistenz-bakterienhaltiges Fleisch auf den Esstisch kommt, muss als ein unvermeidlicher Kollateralschaden dargestellt und verharmlost werden.

Gleichzeitig möchte ich Sie bitten, über Ihre Vertreter bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dafür zu sorgen, dass das Thema „Massentierhaltung und resistente Bakterien“ von diesem Schnarchverein – wie bisher – auf gar keinen Fall umfassender thematisiert wird.
Resistente Bakterien, so muss die Botschaft lauten, sind ein unvermeidlicher, aber relativ harmloser Zivilisationsschaden.

Fleisch muss erschwinglich bleiben
Fleisch muss darüberhinaus erschwinglich bleiben, gerade auch für Hartz IV Empfänger, sonst müssten nämlich deren Tagessätze heraufgesetzt werden, damit stünde dann weniger Geld zur Unterstützung notleidender Banken zur Verfügung – völlig unakzeptabel.

Kurzum: Die Massentierhaltung ist unverzichtbarer Bestandteil unserer Zivilisation.

Diese Ewiggestrigen, die wieder diese Mistkratzer auf einem idyllischen Bauernhof haben wollen, sind nichts als spinnerte Romantiker. Diesen grünen Rattenfängern wird die Deutsche Volksgemeinschaft nicht folgen, dafür werden wir gemeinsam Sorge tragen.

Wir grüssen Sie ganz herzlich

gez. Dr. Krankgockel

Verband zur Förderung der Massentierhaltung Deutschlands

Keine Satire
Zwei Schreckensmeldungen zur Antibiotika-Verfütterung in der Massentierhaltung
Frühchentod und Antibiotikaresistenz

Antibiotikaresistenz: Nach Pest, Tripper, MRSA, NDM-1, TB, Campylobacter nun die Salmonellen
Bleibt die Gonorrhoe (Tripper) behandelbar?
Antibiotika-Resistenz: Spätes Erwachen. Oder: Minister Bahrs Wort zum Sonntag
WHO, Weltgesundheitstag und Antibiotikaresistenz – eine Nachbemerkung
Pest-Seuche und Antibiotika-Resistenz

Eine besiegt geglaubte Krankheit droht wieder zur unkontrollierbaren Seuche zu werden
Antibiotika oder Massentierhaltung?

Der Dioxin-Skandal flaut ab, die Probleme der Massentierhaltung bleiben
Die Zukunft heisst Resistenz? – Antiinfektiva verlieren ihre Wirksamkeit
Hilflos bei Infektionen – Antibiotika verlieren ihre Wirksamkeit
Tierfabriken, Schweineviren und die Zukunft
Bittere Pillen für die Dritte Welt

Welt-Tuberkulose Tag – eine Krankheit weiter auf dem Vormarsch</

Medizin

Weltgesundheitsorganisation (WHO) – ein teurer, bisher zahnloser Tiger im Kampf gegen gefälschte Medikamente

Dr. Alexander von Paleske 19.1. 2012 — Das Mahosot Hospital in Vientiane / Laos in Zusammenarbeit mit der einer Forschungsgruppe der Universität Oxford – University Tropical Medicine Research Collaboration –brachten es ans Tageslicht: Millionen Menschen sind durch gefälschte unwirksame Anti-Malaria Medikamente gefährdet: da diese Medikamente oftmals niedrige, allerdings zum Therapieerfolg unwirksame Mengen der Wirkstoffe gegen die Krankheit enthalten, die sie bekämpfen sollen, leisten sie so der Resistenzentwicklung Vorschub.

Jährlich sterben an der Malaria weltweit rund 800.000 Menschen.

Die Erreger der Malaria sind mittlerweile gegen die meisten der einst wirksamen Medikamente wie Chloroquin resistent, wir berichteten darüber. Umso wichtiger ist es, die Wirksamkeit der noch verbliebenen Medikamente zu erhalten.

Gefälschte Anti-Malaria Medikamente in 11 afrikanischen Ländern
Die Forscher der Universität Oxford untersuchten im Zeitraum von 2002 bis 2010 in Asien und Afrika eindeutig gefälschte Anti-Malaria-Medikamente auf ihre Zusammensetzung.


NewsDaily, Zimbabwe, vom 18.1. 2012

Die gefälschten Medikamente stammen unter anderem auch aus Nigeria, Südafrika und China.

Immer wieder fanden die Forscher in den gefälschten Medikamenten in geringen Mengen die heute noch hochwirksame Anti-Malaria Arznei Artemisinin. Die Unterdosierung könnte auch dieses Medikament längerfristig vollständig oder teilweise wirkungslos machen, eine Katastrophe, da Alternativmedikamente bisher und in der nahen Zukunft nicht verfügbar sind.

Der Leiter der Forschungsgruppe, Dr. Paul Newton berichtete, dass einige der gefälschten Medikamente auch noch andere Substanzen enthielten, die den Patienten sich kurzfristig besserfühlen lassen, wie fiebersenkende Wirkstoffe.

Die Verpackungen derartiger Scheinpräparate ähneln den Originalpackungen mittlerweile so stark, dass selbst Pharmazeuten Schwierigkeiten haben, Fälschungen von Originalmedikamenten zu unterscheiden. Oftmals kann nur die Seriennummer auf der Packung letztlich Klarheit bringen.


Kaum zu unterscheiden: Originalpackung links, gefälschtes wirkungsloses Präparat rechts

Die Fälschung und das Inverkehrbringen derartiger Medikamente ist mittlerweile ein kriminelles Milliardengeschäft, und damit ein weltweites Riesenproblem geworden. Es wird geschätzt wird, dass bereits rund 15% aller Medikamente weltweit gefälscht sind, vorwiegend in Afrika, Lateinamerika und Asien.

Auch in Deutschland hat sich die Zahl der sichergestellten Plagiate zwischen 2009 und 2010 von 5 auf 10 Millionen glatt verdoppelt. Allerdings handelt es sich hier vor allem Lifestyle-Medikamente, z.B. potenzfördernde Mittel wie Viagra, oftmals über das Internet vertrieben.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollte eigentlich an vorderster Front in der Bekämpfung dieser zum Teil nicht nur wirkungslosen, sondern hochgefährlichen Fälschungen stehen.

Obgleich die WHO finanziell keineswegs am Hungertuche nagt, hat sie auf diesem bedeutenden Feld bisher nur allzu kläglich versagt.

Erst auf Anforderung der WHO-Mitgliedsstaaten in der Mitgliederversammlung 2010 bequemte sich die WHO, eine Arbeitsgruppe einzurichten, die konkrete Vorstellungen und zu ergreifende Massnahmen der Mitgliederversammlung im Mai 2011 vorlegen sollte.

Obwohl das Problem nur als äusserst dringend lösungsbedürftig beschrieben werden kann, traf sich diese Arbeitsgruppe ein einziges Mal, und das war im Februar 2011, nur um festzustellen, dass man mehr Zeit brauche, um Empfehlungen auszusprechen. Geradezu lächerlich.

Wer allerdings mit den Verhältnissen in der WHO etwas vertrauter ist, die Seilschaften kennt, die sich nicht selten gegenseitig behindern um nicht zu sagen bekämpfen, der dürfte kaum überrascht sein.

Es wird allerhöchste Zeit für die WHO, endlich hier ihrer Verantwortung gerecht zu werden.

Medikamente ohne Wirkstoffe – ein hochlukratives Geschäft mit tödlichen Folgen
Die Zukunft heisst Resistenz? – Antiinfektiva verlieren ihre Wirksamkeit

Im Profil: Chinesische Pharmazie-Forscherin Tu Youyou

Israel

Israel: Kanonen statt Butter, Ermordungen und Entführungen statt Friedensverhandlungen

Dr. Alexander von Paleske .— 16.1. 2012

Der arabische Frühling und die damit notwendige Neuorientierung hat die Regierung Israels vollzogen – zur militärischen Aufrüstung, zur Weiterführung seiner Mossad-Morde und zum Siedlungsbau im illegal besetzten Ost-Jerusalem und der Westbank.

Protestbewegung erreichte Israel
Im Sommer 2011 gab es, wie überall in der westlichen Welt eine neue soziale Protestbewegung, auch in Israel, die sog . J 14 Bewegung, die mit Demonstrationen und Zeltaufbau in Innenstädten auf die unerträgliche soziale Lage in Israel aufmerksam machte.


Proteste in Israel Screenshot: Dr. v. Paleske

Schere öffnet sich weiter
Die Regierung Israels unter Premier Netanyahu geriet erstmals seit der Peace Now-Bewegung in den 80er und 90er Jahren die sich für eine Aussöhnung mit den Palästinensern und Rückzug aus der Westbank einsetzte, unter Druck: Diesmal wegen der sich verschärfenden wirtschaftlichen Lage und der sich immer weiter öffnenden Schere zwischen Arm und Reich.

Unterer Mittelstand steigt ab
Wie auch in anderen westlichen Ländern zu beobachten, schmilzt der Mittelstand in Israel ab. Wohnungen in Tel Aviv sind für Durchschnittsverdiener nahezu unerschwinglich geworden.

Parallel dazu wurden erhebliche Ressourcen nicht nur in den Militärapparat gepumpt, sondern gerade auch in den aggressiven und illegalen Siedlungsbau in Ost-Jerusalem und der Westbank.

Kommissionsbericht vorgelegt und ignoriert
Der israelische Ministerpräsident Netanyahu war gezwungen, eine Kommission einzusetzen die den sozialen Ursachen der Proteste nachgehen sollte, sich mit den von den Protestierern erhobenen Forderungen auseinanderzusetzen und Verbesserungsvorschläge zu machen.

Die Kommission, geleitet von dem angesehenen Wirtschaftswissenschaftler Manuel Trajtenberg, unterbreitete der Regierung im Oktober 2011 einen Massnahmenkatalog, darunter soziale Massnahmen, deren Kosten durch Kürzungen im Militärbudget kostenneutral finanziert werden sollten.

Das Militärbudget Israels beträgt zur Zeit umgerechnet 14 Milliarden US Dollar pro Jahr, wovon 3 Milliarden Dollar von den USA als Militärhilfe beigesteuert werden.

Netanyahu begrüsste die Empfehlungen der Kommission, aber das waren pure Lippenbekenntnisse, denn statt das Militärbudget zu kürzen, wurde es jetzt erst einmal aufgestockt um sage und schreibe 750 Millionen US Dollar.

Kanonen statt Butter
Israel rüstet für den Krieg gegen den Iran. Da verbietet es sich natürlich, Geld für „sozialen Klimbim“ lockermachen. Und selbstverständlich wurden keinerlei Abstriche an dem Bau neuer Siedlungen in den besetzten Gebieten gemacht.

Gleichzeitig setzt die Regierung ihre Politik der Nadelstiche gegen den Iran mit Sabotageakten und Mordanschlägen gegen Wissenschaftler der Atomforschung fort.


Bereits vor einem Jahr: Newsweek, 20. Dezember 2010

Nach Fereidoun Abbassi Davani , der bei einem Anschlag schwerverletzt wurde, und seinem Kollegen Majid Shahriari (der getötet wurde) wurde vor genau zwei Jahren ein weiterer Wissenschaftler , Masoud Ali Mohammad ermordet, im offenbaren Auftrag des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad..

Das vorläufig letzte Mordopfer war in der vergangenen Woche dann der Atomwissenschaftler Mostafa Ahmadi Roshan, Spezialist für die Verarbeitung von Petroleum, in der Urananreicherungsanlage Natanz beschäftigt als stellvertretender Direktor der Wirtschaftsabteilung .


Mostafa Ahmadi Roshan mit seinem Sohn


Nach dem Anschlag auf Mostafa Ahmadi Roshan – Screenshot: Dr. v. Paleske

Kurden als willige Mossad-Helfer
Die Mordaufträge werden offenbar von kurdischen Agenten ausgeführt, die vom Mossad unter iranischen Kurden-Flüchtlingen in der Provinz Kurdistan des Irak rekrutiert und ausgebildet werden, wie die französische Zeitung Le Figaro zu berichten wusste.

Ganz abgesehen davon, dass es sich bei den Ermordungen um Staatsterrorismus seitens Israel handelt, ist es wohl reichlich naiv anzunehmen, dass dadurch ein Atomprogramm zum Bau einer Atombombe, so es denn existiert, in irgendeiner Weise signifikant verlangsamt oder gar zum Stillstand gebracht werden könnte.


Ronen Bergman „investigative“ Stimme des Mossad

Die Tage, als Israel das ägyptische Raketenbauprogramm in den späten 50er und frühen 60er Jahren, an dem führende deutsche Raketentechniker aus Hitlers ehemaliger Raketenentwicklungsanstalt in Peenemünde, wie Heinz Krug, Wolfgang Pilz, Hans Kleinwächter und Paul Görcke beteiligt waren, durch Anschläge gegen diese Ingenieure zum Erliegen bringen konnte, sind längst vorbei.

Gleiches gilt für die Superkanonen des kanadischen Ingenieurs Gerald Bull, für den Irak geplant, deren Konstruktion bzw. Fertigstellung durch einen Mordanschlag des Mossad im Jahre 1990 ein jähes Ende bereitet wurde, wir berichteten darüber.


Bull (rechts), mit einer seiner „Superkanonen“

Selbst wenn es gelingen würde, sämtliche Atomwissenschaftler des Iran zu töten, eine gruselige, völlig unrealistische Utopie, so stünde Nachschub bereit aus Pakistan, Nordkorea und von anderswo.

Auch die Vorstellung, dass die Bombenanschläge so viel Schrecken erzeugen, dass die Atomwissenschaftler sich nun auf Dauer krank melden oder aus dem Iran flüchten, muss wohl als aberwitzig bezeichnet werden.

Erhöhung der Spannungen einziges Resultat
Eines aber kann man bereits jetzt mit Sicherheit sagen: die ohnehin angespannte Lage im Mittleren Osten wird durch diese Morde weiter angeheizt. Und das liegt durchaus im Interesse der Regierung israels, die lieber heute als morgen den Iran angreifen möchte.

.Die jetzt verstärkte US-Truppenpräsenz im persischen Golf nach der Drohung des Iran, die Strasse von Hormuz nach der Verhängung weiterer Sanktionen gegen den Iran zu schliessen, kommt den Israelis nur recht.

Je mehr die USA selbst einem Kriegseintritt näherkommen, umso risikoloser kann die Regierung Israels zuschlagen, wohl wissend dass die USA dann gleichfalls problemlos in den Konflikt hineingezogen werden.

Die Krise im Mittleren Osten treibt ihrem Höhepunkt entgegen, und Europa ist viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um hier entscheidend zur Kriegsverhinderung beizutragen. Vielmehr dreht es selbst an der Sanktionsschraube.

Zum Mossad
Trojanerexplosion im Libanon, Raketen auf Israel, Botschaftsbesetzung in Teheran und Explosion in Urananlage in Isfahan
Explosion auf Militärbasis war offensichtlich ein Mossad-Anschlag
Geheimdienst Mossad – Bilanz der letzten 20 Monate: Piraterie, Mord, Kidnapping
Der mysteriöse Fall des vom Mossad gekidnappten Ingenieurs Dirar Abu Sisi
Noch ein Mossad Mord?
Eine Visitenkarte und die Mossad-Affäre von Lillehammer

Ein “investigativer“ israelischer Journalist und Geschichten, die der Mossad erzählte

Konflikt Israel-Iran
Apokalypse Nahost schon bald?
Gefangenenaustausch Israel-Hamas: Israelischer Premier Benjamin Netanyahu als Friedenstaube?
Geplantes Attentat des Iran in den USA oder „Tonkin-Zwischenfall“ des Jahres 2011?
Die Kriegsgefahr im Nahen Osten steigt
Palästina, Israel, Apartheid-Südafrikaner als Siedler in der Westbank, und ein Vorstoss in New York

Stuxnet und die Folgen: Legalisierung von Virusattacken und Cyberwars, Fortsetzung der Landwegnahme in Ost-Jerusalem und der Westbank
Das Stuxnet-Virus und der Siedlungsbau im Westjordanland
Nahost: Wem nützen die Enthüllungen der Palästina-Papiere?
Mission impossible – Josef Joffes Iran-Kriegs-Artikel in der ZEIT
Raketenabwehr am Persischen Golf – Vorbereitung auf Irans Angriff oder Gegenschlag?
Gasmaskenverteilung in Israel: Kriegsvorbereitungen gehen weiter
Nach der Sicherheitskonferenz in München: Mit der iranischen Atombombe leben oder Krieg?
Israel bereitet sich auf einen Vergeltungsschlag des Iran vor
Greift Israel den Iran an ?
Sindbad, der Iranfahrer oder: wie man beim BND einen nutzlos gewordenen „Top-Spion“ los wird

Links zu Israels Waffenlieferungen in den Iran einschliesslich Massenvernichtungswaffen
linkGasmasken, Giftgas und Milliardenbetrug – auf den Spuren des Moshe Regev
Keine Freilassung des Waffenhändlers Nahum Manbar zu erwarten
linkMassenvernichtungswaffen in den Iran – Schmierige Geschäfte internationaler Kriegstreiber
linkIsraels tödlicher Export – Waffen in den Iran
linkIsrael has a long history of supplying Iran with weapons

SATIRE

Präsident Christian Graf Schnorr von Wulff zu Münchhausen: Jetzt kläre ich alles auf

Dr. Alexander von Paleske — 15.1. 2012 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Christian Graf Schnorr von Wulff zu Münchhausen
Bundespräsident
Schloss Schöne Aussicht
Berlin

Guten Abend Deutschland,
nachdem die Bundeskanzlerin Angela Merkel mich heute erneut aufgefordert hat, volle Aufklärung zu leisten – eine Zumutung besonderer Art – will ich jetzt in wohldosierter Form dieser Aufklärungsaufforderung – wie üblich teilweise jedenfalls – nachkommen.

Zunächst einmal will ich aber nicht verhehlen, dass ich nach wie vor der Überzeugung bin, dass diese Merkel letztlich hinter der verleumderischen Kampagne gegen mich steckt, die vom Springer Verlag und seinem Kettenhund „BILD“ losgetreten wurde.

Wenn diese Angela hinter mir gestanden hätte, wie ein Mann, und zwar von Anfang an, als dieses Revolverblatt BILD anfing, verleumderisch gegen mich zu recherchieren, dann hätte sie über ihreFreundin Elfriede Schalom dafür gesorgt, dass der BILD-Kai (Diekmann) und seine Mannen ihre Schnüffelei einstellen. Angela und Elfriede telefonieren ja fast jeden Tag miteinander.

Der Grund für dieses „mich im Regen Stehenlassen“ ist auch ganz einfach: ich hatte der Angela signalisiert, einige der von ihr geplanten Gesetzesvorhaben im Zusammenhang mit der Eurokrise würden nicht problemlos über meinen Schreibtisch laufen, ich sie vielmehr blockieren würde, worauf diese Dame dann eine Art Tobsuchtsanfall bekam, und offenbar auf die Idee verfiel, mir die Daumenschrauben anzuziehen. Dann muss sie zusammen mit Elfriede Schalom diese Schein-Enthüllungsgeschichte ausgeheckt und dem BILD-Kai das Signal auf Grün gestellt haben. Eine erbärmliche politische Intrige.

Und nun zu den Einzelheiten
Stichwort Upgrading aus der Holzklasse auf einem Urlaubs-Rückflug aus den USA:
Es ist doch selbstverständlich, dass ich als Ministerpräsident Niedersachsens nicht mit dem gemeinen Volk in der Holzklasse reise – auch im Urlaub nicht – sondern dass die Lufthansa von sich aus, mit einiger Nachhilfe meinerseits, mich dann upgegradet hat. Schliesslich habe ich auch während meiner Urlaubsreise immer dienstliche Papiere mit dabei, die das Touristenklasse-Volk nicht zu Gesicht bekommen sollte.

Insofern kam es hier auf die die Bonusmeilen überhaupt nicht an.

Dann die Buch-Unterstützungskampagne:
Da das Buch „Besser die Wahrheit“ leider auf wenig Resonanz stiess – ganz zu Unrecht – habe ich einige Freunde um Anschubhilfe gebeten.

Insbesondere habe ich natürlich auch an Hartz-IV-Empfänger gedacht, die dieses hochinformative Buch sich nicht hätten leisten können. Insofern handelt es sich um einen Akt sozialer Hilfe zugunsten von Geringverdienern. Der Vorteil lag einzig und allein in der politischen Aufklärung, die ich ja weitergab, also einer Vorteilsweggabe, und nicht einer Vorteilsannahme.

Schliesslich die Präsidentensuite im Hotel Bayerischer Hof in München und die Einladung ins Maikäferzelt zum freien Ess- und Trinkgelage auf dem Oktoberfest.

Ich war Ministerpräsident, also hatte ich selbstverständlich Anspruch auf die Präsidentensuite, die ja für Präsidenten vorgesehen ist, und Einladungen zum freien Essen und Trinken schlage ich grundsätzlich nicht aus.

Ich verstehe gar nicht, wo das Problem hier liegen sollte, genau so wie es selbstverständlich war, dass ich auf meine dienstlichen Auslandsreisen mehrfach ein paar gute Freunde eingeladen habe, und nicht nur strikt Teilnehmer für eine Wirtschaftsdelegation. Schliesslich wollte ich mich für geleistete Freunschaftsdienste erkenntlich zeigen und ausserdem bei solchen Auslandsreisen auch gut unterhalten werden.

So, damit habe ich alle relevanten Fragen erschöpfend beantwortet.
Ein Rücktritt meinerseits kommt deshalb überhaupt nicht in Frage.

Gute Nacht Deutschland!

Christian Graf Schnorr von Wulff zu Münchhausen
Bundespräsident

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Bundeskanzlerin Angela Merkel: Zweite Neujahrsansprache an das Deutsche Volk
Vor der Weihnachtsansprache des Präsidenten Graf Schnorr von Wulff: eine Botschaft von Knecht Ruprecht
Bundespräsident Christian Graf Schnorr von Wulff: Jetzt rede ich Klartext
Bundespräsident Graf Schnorr von Wulff: Deutschland ist (noch) keine Bananenrepublik
Glückwunsch Frau Merkel! Christian Wulff – Der richtige Mann zur richtigen Zeit

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SATIRE

Thilo Sarrazin: Mein neues wissenschaftliches Werk steht vor der Veröffentlichung

Dr. Alexander von Paleske 11.1. 2012 Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox

11.1. 2012
Dr. Thilo Sarrazin
Deutschlanderneuerungsirrpfad 1
Berlin

Guten Morgen Deutsche,

zunächst, wie üblich zum Jahresbeginn, wünsche ich allen Deutschen ein erfolgreiches Neues Jahr, den in Deutschland aufenthältigen Ausländern hingegen eine rasche Heimreise ohne Rückfahrkarte.

Zweites Buch kommt heraus
Verschiedene Medien berichten heute, dass mein zweites Buch bald herauskommt. Das ist absolut zutreffend.

Mehr noch: aus vielen Zuschriften weiss ich, dass die deutsche Volksgemeinschaft es kaum erwarten kann:

– den Ausblick wieder nach rechts geschärft zu bekommen

– wie ich mit den Politikern Schlitten fahre und

– wie ich bereits vorhandene (unberechtigte) Vorurteile verfestige bzw. neue erzeuge.

Vor mehr als einem Jahr angekündigt
Wie ich bereits auf diesem Blog am 25.12. 2010 ankündigte, wird mein Buch sich mit der Euro-Pleite beschäftigen, und gerade rechtzeitig herauskommen, wenn Deutschland tief in die Rezession absackt ist, die Eurokrise ihrem Höhepunkt zutreibt, und der Hunger der deutschen Volksgemeinschaft nach (scheinbar) profunder Orientierungshilfe besonders gross ist.

Und genau das werde ich liefern: Eine intellektuelle (rechtslastige) Roadmap wie mein Erstlingswerk, der Deutschland-Abschaffungs-Schinken (mit aktualisiertem Vorwort – jetzt auch für Hartz IV-Empfänger erschwinglich – im Taschenbuchformat erhältlich).


Thilo Sarrazin …neues Werk vor der Veröffentlichung

Der Arbeitstitel meines neuen Aufmischer-Werks lautet:

„Die Euro-Pleite – Deutschland vor dem endgültigen Abschaffen. Untertitel: Auf dem Marsch in die Dritte-Welt“.

Darin werde ich – wie in meinem ersten Deutschland-Abschaffungs-Verhinderungs-Buch – alle Aspekte dieser Krise offenlegen und das hilflose Agieren dieser Berliner Politiker-Laienspielschar ans Sarrazin-Licht zerren:

– die Verschwendungssucht der Schafskäse- Paella- und Spaghetti-produzierenden Länder geisseln, für welche die deutsche Volksgemeinschaft jetzt die Zeche zahlen soll,

– dass der Euro von Anfang an eine Fehlgeburt war,

– wie die Regierung Merkel, fernab von jeder Kenntnis der wirtschaftlichen Zusammenhänge, von einer Fehlentscheidung in die nächste rast, statt sich bei mir sachkundigen Rat einzuholen.

Erinnerungen an die stocksolide Deutsche Mark
Ich werde noch einmal daran erinnern, wie die Deutsche Mark (DM) zustande kam, welche Stärke sie besaß, bevor sie auf den seeuntüchtigen Kahn namens Euro verladen wurde.

Als Haupttäter werde ich schonungslos den früheren Bundeskanzler Helmut Kohl und meine Erzfeindin Angela Merkel benennen.

Aber auch der Europa-trunkene Ex-Außenminister Joseph Martin (alias Joschka) Fischer wird sein Fett abbekommen.

Nach der Veröffentlichung meines hochwissenschaftlichen Buches werden der deutschen Volksgemeinschaft gleich mehrere Lichter aufgehen.

Gute Nacht Deutschland!

Euer

nimmermüder Deutschland-Abschaffungs-Verhinderungs-Forscher,
Ex Bundesbanker,
Gendatenbanker, Entdecker des Intelligenz-Sarrazin- Gens,
Unterschicht-Heizungskosten-Spar-Consultant,
Hartz IV- Nahrungsmittelspezialist,
Politisch-kaltduschender Pofi-Aufmischer,
Selbsternannter Integrationsfachmann,
Sprecher der Obsthändler- und Kopftuch-Crisis- Group

Dr. Thilo Sarrazin

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kriminalitaet

‚50,000 Iraqi refugees‘ forced into prostitution

Nihal Hassan in Damascus – Women and girls, many alarmingly young, who fled the chaos at home are being further betrayed after reaching ’safety‘ in Syria.

It’s Monday night in a dingy club on the outskirts of the Syrian capital. Two dozen girls are moving half-heartedly on the dance floor, lit up by flashing disco lights.

They are dessed in tight jeans, low-cut tops and knee-high boots, but the girls‘ make-up can’t disguise the fact that most are in their mid-teens. It’s a strange sight in a conservative Muslim country, but this is the sex business, and it’s booming as a result of the war in Iraq.

Backstage, the manager sits in his leather chair, doing business. A Saudi client is quoted $500 for one of the girls. Eventually he beats it down to $300. Next door, in a dimly lit room, the next shift of girls arrives, taking off the black all-covering abayasthey wear outside and putting on lipstick and mascara.

To judge from the cars parked outside, the clients come from all over the Gulf region – many are young Saudi men escaping from an even more conservative moral climate. But the Syrian friend who has brought me here tells me that 95 per cent of the girls are Iraqi.

Most are unwilling to talk, but Zahra, an attractive girl with a bare midriff and tattoos, tells me she’s 16. She has been working in this club since fleeing to Syria from Baghdad after the war. She doesn’t like it, she says, „but what can we do? I hope things get better in Iraq, because I miss it. I want to go back, but I have to look after my sister“. Zahra points to a thin, pubescent girl with long black hair, who seems to be dancing quite happily. Aged 13, Nadia started in the club two months ago.

As the girls dance suggestively, allowing their breasts to brush against each other, one winks at a customer. But these girls are not just providing the floor show – they have paid to be here, and they need to pick up a client, or they’ll lose money. If successful, they’ll earn about $60, equivalent to a month’s wages in a factory.

There are more than a million Iraqi refugees in Syria, many are women whose husbands or fathers have been killed. Banned from working legally, they have few options outside the sex trade. No one knows how many end up as prostitutes, but Hana Ibrahim, founder of the Iraqi women’s group Women’s Will, puts the figure at 50,000.

I met Fatima in a block of flats operating informally as a brothel in Saida Zainab, a run-down area with a large Iraqi population. Millions of Shias go there every year, because of the shrine of the prophet Mohamed’s granddaughter. „I came to Syria after my husband was killed, leaving me with two children,“ Fatima tells me. „My aunt asked me to join her here, and my brothers pressured me to go.“ She didn’t realise the work her aunt did, and she would be forced to take up, until she arrived.

Fatima is in her mid-20s, but campaigners say the number of Iraqi children working as prostitutes is high. Bassam al-Kadi of Syrian Women Observatory says: „Some have been sexually abused in Iraq, but others are being prostituted by fathers and uncles who bring them here under the pretext of protecting them. They are virgins, and they are brought here like an investment and exploited in a very ugly way.“