SATIRE

Angela Merkel: Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche (Bankenfreunde)

Dr. Alexander von Paleske — 29.9. 2011 — Folgende Mail landete gerade in meiner Mailbox:

Angela Merkel
Bundeskanzlerin
Im Regierungsviertel 1
Berlin

An
Alle Parlamentarier des
Deutschen Bundestages
Reichstagsgebäude
BERLIN

Liebe Deutsche Parlamentarier,

das war heute eine Sternstunde des Deutschen Parlaments, vergleichbar dem parteiübergreifenden Beschluss zum (sinnlosen) Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan, wie wir in Deutscher Einheit das Rettungspaket für die Deutschen und französischen Banken beschlossen haben, äh, ich meine das Griechenland-(Schein-) Rettungspaket.

Mein engster Freund und Banker Josef „Feldherr“ Ackermann hat mich sogleich angerufen, und mir in bewegenden Worten für diese Richtungsentscheidung gedankt, die viel Geld in die Kassen der Banken spülen wird. Und schon steigen die Kurse der Banken am Aktienmarkt als Reaktion darauf an. Sehr erfreulich.

Mit meinem Freund „Feldherr“ Josef zusammen habe ich für diese Form der Zinsknechtschaft den Begriff Karussell-Rettungspaket geprägt.
Denn wie bei der Entwicklungshilfe kommen für jeden Euro den wir da reinstecken, letztlich 1,50 Euro wieder zurück, durch die exorbitanten Zinsen für die Anleihen, die Griechenland mittlerweile zahlen muss.


Schulden Griechenlands


Zinslast Griechenlands in Prozent – Screenshots: Dr. v. Paleske

Schnurz-piep-egal
Dass dies eine wirtschaftliche Erholung in Griechenland ausschliesst ist uns schnurz-piep-egal, solange die Privatisierung in Griechenland planmässig weiterläuft. Wir sorgen wir dafür, dass Griechenland sein Tafelsilber verhökert und dann werfen wir das Land aus dem Euroverbund.

Ein Schuldenschnitt Griechenlands, der vor allem die Banken, in Deutschland, vor allem aber in Frankreich, treffen würde, kommt nicht in Frage. Das habe ich mit meinem Freund Sarkozy fest vereinbart.

Im Gegenzug hat mir der Nicolas versprochen, bei den Libyern ein gutes Wort für uns einzulegen, und dafür zu sorgen, dass auch deutsche Firmen bei den Riesenaufträgen zum Wiederaufbau nicht ganz unberücksichtigt bleiben, insofern uns daher nicht die volle Wucht der Fehlentscheidung trifft, in Libyen auf das falsche Pferd gesetzt zu haben.

Für uns ohne Belang
Auch dass das Gesundheitswesen und die Kommunen Griechenlands in eine verzweifelte Lage dort geraten, die Arbeitslosigkeit massiv ansteigen, die Armut dramatisch zunehmen wird, die Selbstmordrate bereits um 40% angestiegen ist, und keine Schulbücher mehr verfügbar sind, stattdessen CD’s ausgehändigt werden, ist für uns ohne Belang.

Sicher, insbesondere staatliche Krankenhäuser, die jetzt schon in einer kritischen Lage sich befinden

http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(11)61152-5/fulltext

werden durch die Sparmassnahmen, zu denen wir die griechische Regierung gezwungen haben, an den Rand des Kollapses geschubst. Aber hier gilt das Prinzip der Titanic: Everybody for himself, und das braucht uns deshalb auch nicht weiter zu interessieren.

Träumer Papandreou
Der Regierungschef Papandreou kann nur davon träumen, deutsche Firmen würden in seinem Land investieren. Die Griechen selbst investieren ja mittlerweile in Bulgarien, statt in ihrem Heimatland, und für deutsche Investitionen sind die Löhne (noch) viel zu hoch, da gibt es wesentlich attraktivere Investitionsmöglichkeiten auf dem Balkan und in Osteuropa.

Natürlich hat Griechenland historisch gesehen eine grosse Bedeutung, aber, wie es so schön heisst:

Für Dinge, welche die Vergangenheit vergoldet hat, gibt der Leihhändler nichts.

Heute will auch Italien wieder eine Anleihe platzieren, das wird nur über einen deutlich höheren Zinssatz laufen, der wiederum schönes Geld in die Banken spülen wird. Die Italiener sollen dann eben weniger essen und den Gürtel enger schnallen, auch ein Beitrag zur Verhinderung von Diabetes und Fettsucht.

Glückauf Bundestag der Deutschen

Ihre Angela Merkel
Bundeskanzlerin

Keine Satire

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afrika

Sambia: Präsidentschaftskandidat gewinnt mit antichinesischer Rhetorik

Dr. Alexander von Paleske — 27.9. 2011 —
Die Tage der herzlichen und innigen Freundschaft zwischen China und Afrika scheinen in einigen Ländern der Vergangenheit anzugehören.

In Sambia jedenfalls hat der Präsidentschaftskandidat der Oppositionspartei Patriotic Front, Michael Sata, in der vergangenen Woche die Wahlen in Sambia gewonnen, nachdem er zuvor ordentlich die antichinesische Trommel gerührt hatte, was in der Bevölkerung auf lebhafte Zustimmung stiess – nicht ohne Grund.

Zwar hat das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern enorm zugenommen, von 200 Millionen US Dollar im Jahre 2000 auf nunmehr 2,8 Milliarden US Dollar im vergangenen Jahr.
Zwar baut China ein Wasserkraftwerk in Sambia, finanziert mit einem Kredit der China Development Bank in Höhe von 2 Milliarden US Dollar.

Zwar gibt es riesige Investitionen seitens Chinas in Sambia, aber die konzentrieren sich vornehmlich auf den Abbau von Sambias Reichtum: Kupfer.

Als die Kupferpreise im Keller waren, verzogen sich westliche und südafrikanische Konzerne, in ihre Fußstapfen traten die Chinesen.
Der Erfolg: Sambias Chinas Bergbauindustrie wuchs im vergangenen Jahr um 7,62%

Aber….
Aber: die Sambier zahlten einen heftigen Preis dafür, sie räumten den Chinesen grosszügige Steuererleichterungen ein, die angesichts der jetzt hohen Kupferpreise als geradezu unanständig bezeichnet werden müssen.

Mehr noch: Die Behandlung der sambischen Arbeiter durch chinesische Firmen kann leider in nicht wenigen Fällen nur als miserabel bezeichnet werden. Die Chinesen haben den nicht ganz falschen Eindruck, dass sie sich sozusagen alles leisten können, weil die Regierung in Lusaka die schützende Hand über sie hält. Gerne zahlen deshalb chinesische Firmen den einheimischen Arbeitern weniger als den kargen gesetzlichen Mindestlohn, wie die südafrikanische investigative Wochenzeitung Mail and Guardian zu berichten wusste.


Mail and Guardian vom 9.September 2011
.
Im April diesen Jahres erschossen chinesische Vorarbeiter zwei streikende sambische Arbeiter.
Dir chinesische Firma zahlte zwar an die betroffenen Familien eine Entschädigung, ein Strafverfahren gab es jedoch nicht: Die chinesischen Vorarbeiter wurden still und leise nach China zurückgeschickt.

Chinesiche Arbeiter für chinesische Firmen
Mehr noch: Chinesische Firmen bringen gerne ihre eigenen Arbeiter mit, auch für simple Jobs wie LKW-Fahrer oder Zementmischer. Die Sambier sind empört, denn letztlich zahlen sie ja nicht nur für die chinesischen Firmen, sondern auch für Chinesen, die den Sambiern die Arbeitsplätze wegnehmen.

Mehr noch: eine ganze Reihe von Chinesen ist mittlerweile in Sambia sesshaft geworden, betreibt Handel in Konkurrenz zu sambischen Händlern, unterbietet diese meist, auch das schafft Ärger.

Chinesische Billigprodukte zerstören lokale Industrie
Und letztlich, wie in allen anderen afrikanischen Ländern, überschwemmen chinesische Billigprodukte den lokalen Markt und treiben die lokal produzierenden Betriebe in den Bankrott.

Kurzum: es hat sich in den letzten Jahren in Sachen China und Chinesen in Sambia genügend Sprengstoff angesammelt, nicht nur in Sambia, mittlerweile auch in den Nachbarländern Simbabwe und Botswana.


NewsDay, Zimbabwe, 15.9. 2011

So war dann die Wahl von Michael Sata zum neuen Präsidenten Sambias keine Überraschung. Und der verlor keine Zeit, bestellte den chiinesischen Botschafter ein und redete Tacheles: Nicht weiter wie bisher, Investment ja, jedoch keine chinesischen Arbeiter mehr, wenn die Jobs auch von Sambiern gemacht werden können.


NewsDay Zimbabwe vom 27.9. 2011

In der chinesischen Kulturrevolution gab es die Devise: den Tiger durch die Vordertür rausjagen, aber den Wolf nicht dann durch die Hintertür hineinlassen. Vielleicht sollten afrikanische Länder sich an diesen chinesischen Spruch erinnern und ihn beherzigen.

Allerdings stehen westliche Firmen nicht weniger am Pranger. Jüngst wurde bekannt, dass die sambische Kupfermine Mopani der schweizer Firma Glencore an Umweltverschmutzungen beteiligt war, und beschuldigt wird, in grossem Stil Steuern hinterzogen zu haben, wir berichteten darüber.

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afrika

Libyen: Britische Söldner wittern Geschäfte

Dr. Alexander von Paleske — 26.9. 2011 —
Mehrfach haben wir über den Ex-Special Boat-Service (SBS)-Mann, Ex-Sandline-Söldnerfirma Inhaber, und Grossaktionär der britisch-kanadischen Ölfirma Heritage Oil, Tony Buckingham, berichtet.


Tony Buckingham

Er war immer dort zu finden, wo es nach Öl und anderen Bodenschätzen roch, gekämpft wurde, und Schürfrechte zu ergattern waren.

Im Irak war er auf Einladung Saddam Husseins 1995 zu Öl-Fördergesprächen eingeladen. Nach dessen Vertreibung (go with the flow) im Jahre 2003 kreuzte er wieder dort auf, und bekam lukrative Verträge in Kurdistan zugeschanzt.

Spur eines Söldner-Ölbarons
Im Angolakrieg rekrutierte er seinerzeit die südafrikanische Söldnerfirma Executive Outcomes, deren Kämpfer aus Apartheid-Südafrikas Terror- Mörder- und Zerstörungseinheiten stammten, wie dem 32. Buffalo Battalion, den Reconnaissance Commandos (Recce), Koevoet, der 44 Parachute Brigade und aus der Todesschwadron Civil Cooperation Bureau. Im Gegenzug gab es Öl- und Diamanten-Förderkonzessionen.

In Sierra Leone stellte er wieder die Executive Outcomes-Söldner, bekam Bergbaukonzessionen und löste die „Arms to Africa Affair“ aus, wir berichteten ausführlich darüber..

In Uganda fand er Öl, machte Geschäfte mit einer Sicherheitsfirma Saracen, verkaufte später die Öl-Konzessionen an die irische Firma Tullow Oil, unter Hinterlassung von offenbar satten Steuerschulden in Millionenhöhe, wir berichteten auch darüber.

Neue Station: Libyen
Nun raucht der Pulverdampf im Ölförderland Libyen, und schon ist Tony Buckingham wieder über seine Firma Heritage Oil dort aufgetaucht. Zwei „Geschäftsanbahner“ sind für ihn unterwegs, seit Monaten.

In alter Tradition bieten sie „Sicherheitsleute“ auch Söldner zutreffender genannt, dort an. Sie sollen die Bewachung der Ölanlagen übernehmen. Und da Buckingham kräftig vor den Wahlen in die Parteikasse der konservativen Partei eingezahlt hatte, gilt es jetzt, notfalls mit Hilfe des britischen Aussenministers William Hague, die Früchte des Nato-Bombardements zur Unterstützung der Rebellen einzusammeln.

Ein Mann namens John Holmes
Starten wir mit der Nr. 1 der Anbahner, John Holmes, ein Mann der fliessend Französisch spricht, sich schon seit Monaten im Osten Libyens herumtreibt, und gute Kontakte zu der libyschen Übergangsregierung , auch National Transitional Council (NTC) genannt, hält.

Abgestiegen ist er im dem Nobelhotel von Benghazi, dem Tibesti, dort ist er abends an der Bar zu finden.
Holmes ist ein ehemaliger Offizier der britischen Special Forces (SAS) , und der Scots Guards, dem Hausregiment der britischen Königin. Dort diente seinerzeit Königin und Vaterland auch ein weiterer Offizier, den es ebenfalls später in das Söldnerwesen trieb, und der zu Tony Buckinghams rechter (Söldner-)Hand wurde: Tim Spicer, jetzt Chef der Söldnerfirma Aegis.

Holmes war zuletzt Generalmajor, ist sozusagen mit allen Kriegswassern gewaschen, und wurde für seine Verdienste um Königin und Vaterland mit dem höchsten britischen Militärorden, dem Military Cross ausgezeichnet, bevor er dann aus dem Militärdienst aus- und in das Söldnergeschäft einstieg. Zunächst als Direktor der berüchtigten Söldnerfirma Erinys, die im Irak und Aghanistan ihr Unwesen treibt, und nun als Chef der von ihm gegründeten Söldnerfirma Titon.

Der geeignete Mann also, um den Libyern hochbezahlte Sicherheitsdienste, ausgeführt durch Söldnerpack, anzudrehen. Die Kämpfe sind noch nicht vorüber, gerade heute haben Insurgents von Algerien aus einen libyschen Grenzposten überfallen, das ist das rechte Klima für Söldner, die „Sicherheit“ versprechen, brutal zuschlagen und ordentlich abkassieren.

Natürlich hat Tony Buckingham weitergehende Pläne, Libyen besitzt die grössten Ölvorräte Afrikas. Aber da sind grössere Firmen etwas besser positioniert, also fängt man erst einmal eine Nummer kleiner an.

Philosophie eines Söldner-Generals
Holmes Philosophie für seinen Einsatz als eine Art Mini-Lawrence von Arabien:

„To lead the local tribesman successfully, you must have integrity understand and respect the culture, share the dangers and use a carrot and stick approach, often by the judicious use of money“

Im Klartext: Schmeicheln, Drohen, Zuckerbrot (Bestechung) und die Peitsche
Der National Transitional Council (NTC) hat erst einmal dankend das Angebot von Heritage Oil abgelehnt. Das ist aber für Buckingham nicht die letzte Antwort. Denn nun gilt es Lobbyarbeit in Grossbritannien zu leisten: Aussenminister William Hague soll Druck bei den Libyern machen.
Diese Lobby-Arbeit für HeritageOil besorgt ein Herr namens Christian Sweeting, Grundstücksmakler, mit besten Verbindungen zur Konservativen Partei, für die er einst (erfolglos) im Wahlkreis Torbay kandidierte. Der pendelt zwischen London und Libyen her und her, schreibt Frontberichte an Aussenminister Hague. Aber der ziert sich noch etwas.

Es ist wohl nur die Spitze eines Eisbergs, und es bleibt zu hoffen, dass die Libyer bei ihrer dankenden Ablehnung bleiben.

Tony Buckingham: Afrika-Söldner, Ölsucher und nun ugandischer Steuerbetrüger?
Tony Buckingham – Ein britischer Afrika-Söldner wird Milliardär
linkUgandas Ölfunde: Söldner fördern es, die Amerikaner kaufen es.
Söldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe

Zum Söldnerunwesen
linkOlympia 2012 in London — Wir rufen die Söldner der Welt
linkVerfahrenseinstellung gegen Blackwater Söldner – eine Rechtsbeugung?
linkBlackwater–Söldner in Afghanistan oder: Mit der Bundeswehr Seit an Seit
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Israel

Palästina, Israel, Apartheid-Südafrikaner als Siedler in der Westbank, und ein Vorstoss in New York

Dr. Alexander von Paleske. — 20.9. 2011 —
Kommenden Freitag, am 23.9. 2011, will Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas den Antrag im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen einbringen, Palästina als Vollmitglied in die Vereinten Nationen aufzunehmen, und damit als selbständigen Staat anzuerkennen.

Der Stattgabe des Antrags, der am Veto der Vereinigten Staaten scheitern wird, hätte erhebliche Konsequenzen: Die israelische Siedlungspolitik würde offiziell das werden, was sie schon immer war: Eine illegale Besetzung, wogegen jeder Widerstand gerechtfertigt ist, dann sozusagen UN-amtlich.

Israels Regierung fürchtet diese Debatte, diesen Vorstoss, denn das Ziel der israelischen Regierung ist es ist es, genau so wie seinerzeit im Apartheid Südafrika, sogenannte eng begrenzte Homelands in der Westbank zu schaffen, und Ost Jerusalem zu einer rein jüdischen Stadt zu machen.

Auf diesem Wege ist Israel schon ein ganzes Stück vorangekommen, aber nach Auffassung der israelischen Regierung eben noch nicht weit genug. Noch leben nach ihrer Ansicht zu viele Araber in Ost Jerusalem, noch gibt es nicht „genügend“ Siedler in der besetzten Westbank, die jüdischen Siedlungen fressen sich deshalb ständig weiter in besetztes palästinensisches Land hinein.
Noch sind, trotz des täglichen Terrors, der täglichen Schikane, nicht „genügend“ Palästinenser nicht nur von ihrem angestammten Land innerhalb Palästinas sondern insgesamt aus Palästina angesichts der kaum erträglichen Verhältnisse vertrieben.
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Schon in Camp David zugesagt – nie eingehalten
1977 hatte der damalige israelische Premier Begin bei den Friedensverhandlungen in Camp David / USA, mit dem damaligen ägyptischen Staatspräsidenten Sadat, unter der Schirmherrschaft des damaligen Präsidenten Jimmy Carter, grundsätzlich zugesagt, die besetzten Gebiet in der Westbank zu räumen. Daran erinnerte Carter in der vergangene Woche noch einmal in einem Interview..

Das Gegenteil ist jedoch geschehen
Mittlerweile gibt es rund 500.000 jüdische Siedler im Westjordanland, die mehr als 40% des Bodens sich rechtswidrig angeeignet haben, mit der geradezu lächerlichen Begründung, jüdische Vorfahren hätten vor zweitausend Jahren auch schon dort gelebt, bevor sie dann vertrieben wurden.
Mit dieser abenteuerlichen Begründung könnten mit noch weit grösserer Berechtigung die Indianer Nordamerikas ebenfalls die Rückgabe grosser Teile der USA verlangen, gleiches gilt für die Ureinwohner Australiens, deren Vertreibung ebenfalls wesentlich kürzer zurückliegt.

Zu welcher – allerdings konsequenten – Perversion es mittlerweile gekommen ist, zeigt die Gruppe der weissen Apartheid-Südafrikaner, die nach 1990, dem Beginn des Endes der Apartheid, Südafrika verliessen, zum jüdischen Glauben konvertierten und sich in Palästina breitmachten, wie die südafrikanische investigative Fernsehsendung Carte Blanche berichtet.


Auf zu neuen Apartheidufern – Hard Core Buren in der neuen „Heimat“- Screenshot: Dr. v. Paleske

Ihre Herrenrasse- Ideen dürften von anderen Siedlern dort freudig aufgenommen werden, ebenso ihre Homelandpolitik.

Genug ist genug
Palästina-Präsident Mahmoud Abbas steht unter massivem Druck der USA und Europas, die angedroht haben, ihre Mittel für Palästina drastisch zu kürzen. Abbas ist nach mehr 30 Jahren des Hinhaltens der Palästinenser offenbar entschlossen, diesem Druck nicht nachzugeben.

Israel will ganz offensichtlich wieder Zeit gewinnen, um weiter an seinen Plänen festzuhalten, und hat ein Gesprächsangebot unterbreitet. Die letzten Gespräche waren daran gescheitert, dass die israelische Rechtsregierung nicht aufhören wollte, weitere Siedlungen in der besetzten Westbank zu errichten.

Die nahezu vollständige Isolierung in Nahost ist den Israelis offenbar ziemlich gleichgültig. Israel vertraut letztlich auf seine Atombomben als Abschreckung.

Noch jemand hofft auf neue Auseinandersetzungen in Nahost: Assad von Syrien, der dank einer äusseren Bedrohung vermutlich glaubt, besser mit dem Aufstand im eigenen Lande fertig zu werden.

Europa könnte, wenn es der Politik der USA folgt, rasch seine Sympathien in der arabischen Welt verspielen. Denn in Sachen Palästina gibt es auch durch den arabischen Frühling keine andere Einstellung. Geändert hat sich, dass die Revolutionäre Gaddafi und Mubarak als politischen Feinde aus dem eigenen Land ansehen, zu deren Beseitigung nicht israelische Flaggen verbrannt werden müssen.

Die Kriegsgefahr im Nahen Osten steigt
Stuxnet und die Folgen: Legalisierung von Virusattacken und Cyberwars, Fortsetzung der Landwegnahme in Ost-Jerusalem und der Westbank
Das Stuxnet-Virus und der Siedlungsbau im Westjordanland
Nahost: Wem nützen die Enthüllungen der Palästina-Papiere?

… als Satire
Israels Premier Benjamin Netanjahu schreibt an ZEIT-Herausgeber Josef Joffe

…. und die Antwort von Josef Joffe und der ZEIT
IDeutschlands liberale Wochenzeitung “Die ZEIT” verlangt Löschung einer Satire</

Zur Journalistin Anat Kam und anderen Kritikern
Israel: Journalismus, illegale Staatsgeheimnisse und Todesschwadronen
Innerstaatliche Feinderklärung, Staatsmassnahmen gegen Kritiker

europa

Pharmakonzerne wollen Lieferung von Medikamenten in südeuropäische Länder stoppen

Dr. Alexander von Paleske — 19.9. 2011 —
Es ist eine Nachricht, die nur allzu deutlich zeigt, welches Ausmaß die Finanzkrise bereits erreicht hat. Getroffen werden dabei vor allem die Unterschicht und untere Mittelschicht, die sich eine private ambulante oder stationäre Krankenhausbehandlung nicht leisten können:.

Die global operierende Pharmafirma Roche hat mitgeteilt, dass sie die Lieferung von Medikamenten, insbesondere die sehr teuren Krebsmedikamente, wie zum Beispiel das bei der Brustkrebsbehandlung eingesetzte Herceptin, an öffentliche (staatliche) Krankenhäuser in Griechenland einstellen wird.

Der Grund: Die staatlichen Krankenhäuser bezahlen ihre Rechnungen ganz oder teilweise nicht mehr, die zeitlichen Rückstände betragen mittlerweile bis zu drei Jahren.

Aber auch andere Länder wie Italien und Spanien sollen demnächst von diesen Massnahmen betroffen sein.

Der Hintergrund:: Die ungenügende finanzielle Ausstattung der öffentlichen Krankenhäuser, angesichts der ständig steigenden Arznei- und Behandlungskosten.

Das zur Brustkrebsbehandlung bei besonders aggressiven Varianten eingesetzte Herceptin kostet pro Patientin für die gesamte mehrmonatige Behandlung rund 40.000 Euro.
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Nicht anders sieht es bei den neuen Medikamenten zur Behandlung der chronischen myeloischen Leukämie aus, die pro Monat nicht weniger als 1000 Euro bzw. mehr kosten, und voraussichtlich lebenslang eingenommen werden müssen. Medikamente, welche die Behandlung revolutioniert, und die ansonsten einzig heilende Methode der Knochenmarkstransplantation weitgehend überflüssig gemacht haben.

Roche gehört zu den nicht gerade zahlreichen forschenden Pharmafirmen gerade auf dem Gebiet der Krebsbehandlung . Die geforderten Preise dieser Medikamente, soweit sie noch Patentschutz haben, sind meistens völlig abgekoppelt von den Herstellungspreisen: es wird vielmehr das gefordert, was der Markt „hergibt“.

Je verzweifelter die Patienten, je wirksamer die Therapie und je geringer die Alternativen, umso mehr kann verlangt werden und wird auch bezahlt, von Fällen der Staatskrankenhäuser im südlichen Europa einmal abgesehen.

Was heute für besonders teure Medikamente gilt, das dürfte im Falle Griechenlands bald für die gesamte Krankenbehandlung gelten, und auch für wesentlich billigere Medikamente.

Wie es heute zutreffend im Wallstreet online heisst:

Jeder weiß, dass Griechenland pleite ist. Nach Credit Default Swaps liegt die Wahrscheinlichkeit einer Pleite Griechenlands bei über 90%, in dieselbe Richtung weist die Rendite zweijähriger Staatsanleihen mit über 90%.

Griechenland werden die Daumenschrauben im Tages-Takt fester angezogen.

So soll Griechnland streichen oder kürzen:


…bei einer Arbeitslosenrate von rund 20%


Daumenschraubenprogramm, da ist der Gesundheitsbereich noch gar nicht dabei, das wird auf „kaltem Wege“ erledigt

…..und der Protest dagegen:

Screenshots: Dr. v. Paleske

Dabei ist es offensichtlich ist, dass es letztlich doch zu Staatsbankrott, und damit zum Rauswurf aus dem Euro kommen wird. Mit dieser Taktik soll aber der Staatsbankrott Griechenlands für Euroländer sozusagen als „unabwendbares Ereignis“ verkauft und den Griechen letztlich dann doch in die Schuhe geschoben werden.

Motto: Wir haben mit den Griechen alles versucht, aber es hat leider alles nicht geholfen.

In Griechenland dürfte ein heisser Herbst bevorstehen, und nicht nur dort.

Angela Merkel an Nicolas Sarkozy: Danke für die erfolgreiche Griechenland-Krise-Videokonferenz

Unkategorisiert

Mozambique holds ‚pirate hunters‘

BBC – Four Americans and one Briton, who say they were trying to free a boat seized by pirates, have been arrested in Mozambique and accused of possessing illegal weapons.

They were detained at the airport in the country’s third city, Nampula, police say.
The men reportedly say they work for the US security firm GreySide. The US embassy says the group has no connection to the US government.
GreySide has not commented.

Nampula provincial police spokesperson Inacio Dina told the BBC that the weapons include an FN 5.5mm rifle, as well as ammunition and communications equipment.

The police have named the leader of the group as 42-year-old US citizen Michael Ferguson. He has not commented to the press.

The group had reportedly flown from the United States via Ethiopia and Kenya, where they picked up the weapons.

Mr Ferguson reportedly said their plan was to catch small boats in the northern Mozambican coastal city of Pemba before joining a larger vessel and trying to free the boat from pirates – it is not clear which ship they were allegedly trying to rescue.

They expected further weapons to reach them in Pemba, which they had not been able to load on the plane, police say.
Somalia-based pirates have attacked ships across the Indian Ocean, earning millions of dollars from ransom payments.

afrika

Libya: Rebels execute 85 mercenaries, including 12 Serbs

Onlineredaktion – Libyan rebels who control most of the country after defeating Muammar Gaddafi’s military, have executed 85 foreign mercenaries, including 12 Serbs, in the city of Misrata alone, Serbian media reported on Tuesday.

Belgrade daily Press said the executions took place in the state insurance building in Misrata after it was taken by the forces loyal to rebels’ National Transitional Council (NTC). Among the killed mercenaries, who fought on Gaddafi’s side, were also nine Croats, 11 Ukrainians and ten Colombians, the paper said.

The report was also confirmed by Zagreb daily Vecernji list whose correspondent in Misrata, Hasan Hajdar Dijab, said many mercenaries had been killed in fighting, but those arrested were shot in the head.
It quoted a rebel commander in Misrata Abdelaziz Madini as saying “those killed weren’t soldiers but executioners who came here to kill for money”. He said other mercenaries who surrender would have a fair trial.

Balkans military analysts said they were not surprised by the report, because hundreds of veterans of 1990s Balkans war have sought engagement abroad after the end of the Balkan wars in 1995 and fought for money in various African and Asian countries.

In a related development, the human rights organization Amnesty International (AI) said in its latest report that both sides in the Libyan conflict committed crimes, especially Gaddafi’s forces, but “crimes committed by rebels weren’t negligible either”, it added.

Amnesty International has called on Libya’s National Transitional Council to take steps to prevent human rights abuses by anti-Gaddafi forces

Medizin

Diagnosis of disseminated Tuberculosis in bone marrow aspirates

Dr. Alexander von Paleske 16th September 2011
Mpilo-Hospital
Teaching Hospital of the University of Zimbabwe
Department of Haematology
Bulawayo/Zimbabwe
Africa

Introduction
Disseminated /miliary TB is a lifethreatening form of Tuberculosis, not rarely see in HIV-AIDS patients with a CD4 count below 200/ul.

The diagnosis is often made on clinical grounds. Chest X-rays may show involvement of the lungs, however a final diagnosis is often difficult.

Disseminated / miliary TB can involve the bone marrow. A few studies albeit with small numbers have shown, that bone marrow aspirates may thus play a useful role in the diagnosis.

3% of all Tuberculosis cases worldwide are meanwhile multidrug resistant (MDR-TB). In certain affected areas the incidence is much higher. The extensive drug resistant TB (XDR-TB) is on the rise as well.
Thus the diagnosis of MDR-and XDR-TB becomes extremely important.

In disseminated / miliary TB it is difficult to obtain a specimen for culture, as the sputum results are often negative, and invasive procedures like lung- or liver aspirates carry a considerable risk for the patient.
The bone marrow aspirate, however carries a comparatively low risk.


Disseminated TB – Bone marrow aspirate, Presence of AAFB’s (red)


Severe disseminated TB – Two Bone marrow aspirates, plentiful AAFB’s. Photos: Dr. v. Paleske

In a small pilot study (not published) in 1997 we investigated the incidence of TB-culture-positive bone marrow aspirates obtained from 30 unselected patients. One specimen was positive for m. tuberculosis.

In view of increasing numbers of MDR-TB and XDR-TB, we decided to investigate

– Whether the incidence of TB in bone marrow aspirate cultures has significantly increased and thus becomes a useful tool in the diagnosis of disseminated TB

– How frequently can Alcohol and Acid Fast Bacilli (AAFBs) be detected in bone marrow specimens and thus enabling a rapid diagnosis

– Whether or not bone marrow aspirates can be collected in simple EDTA-tubes and sent to a TB-laboratory for culture, thus enabling the sampling of bone marrow aspirates for culture even in provincial and district hospitals without access to culture mediums.
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Patients and Methods
312 bone marrow aspirates from patients with the diagnosis of anaemia, severe granulocytopenia, thrombocytopenia, bicytopenia or pancytopenia, referred to Mpilo Hospital, Department of Haematology during the period from 1st May 2010 to 30th April 2011, were obtained.

– 186 adults, age 15-86 years (median 32 years)

– 126 children age 2 months – 14 years (median 5 years)

Bone marrow smears were stained in a conventional way, in addition one slide was stained with Ziehl-Neelsen for detection of AAFBs, and the bone marrow specimens, collected in an EDTA-tubes, then sent for TB-culture.

Results:

33 / 312 specimens were TB-culture positive ( 10,58%), all m. tuberculosis

– 6 / 126 in children ( 4,76 %)

– 27/186 in adults ( 14,5%)

Microscopically AAFBs positive were 4 /33 ( 12%) of the culture positive specimens

– 0 / 6 in children

– 4 / 27 ( 14,8 %) in adults

Patients, whose specimens were AAFBs microscopically positive were all at an advanced stage of HIV-disease.

Discussion
Bone marrow aspirates turn out to yield a comparatively high rate of TB-culture-positive results in a setting with a high incidence of HIV-disease.

The results in adults ( 14,5%) are much higher, than expected from a previous pilot study.

However It remains unclear, how high the detection rate in disseminated / miliary TB with bone marrow involvement truly is.
PCR – not available here – has shown to increase the yield compared to culture.

The now recommended Xpert MTB/ RIF-test may be quite useful for rapid detection of TB in bone marrow aspirates.
However,it cannot replace the need for TB culture to detect MDR- and XDR-TB, as it can only detect Rifampicin- resistance, which alone is not sufficient to qualify for MDR-TB.

Moreover, this test gives a false negative result, if resistance is present not aginst Rifampicin, but instead against two of the other drugs in use for first line TB-treatment (see Lancet 2011 Vol 377, 1467) .
Furthermore this test offers nothing for the detection of XDR-TB.
Not to forget the costs of that test: roughly ten times higher than the conventional tests.

Disseminated / miliary TB – or at least the uptake rate – in children is apparently much lower than in adults.

Not rarely, TB was clinically not suspected in patients, whose bone marrow aspirate turned out to be culture-positive for TB.
The microscopic detection rate of AAFBs in this study is relatively low, nevertheless useful.

Conclusions

1. Disseminated / miliary TB can be detected in bone marrow aspirates.

2. In a setting with a high incidence for HIV-disease, all bone marrow aspirates should be routinely examined for AAFB’s, and also sent for TB- culture.

3. If a culture medium is not at hand, the specimen may be sent to a TB-Laboratory in an EDTA-tube.

4. In cases of suspected disseminated / miliary TB, a bone marrow aspirate should be performed, if possible.

linkDiagnosis of disseminated Tuberculosis in bone marrow aspirates – Results of a second study

linkLymph node aspirates in Tuberculosis-Diagnosis: New challenges, new solutions – a study of 156 patients
linkLymph node aspirates in Tuberculosis-Diagnosis – A third study of 549 patients

References
Görgün Akpek, Shing M. Lee, David R. Gagnon, Timothy P. Cooley, and Daniel G. Wright
Bone Marrow Aspiration, Biopsy, and Culture in the
Evaluation of HIV-Infected Patients for Invasive
Mycobacteria and Histoplasma Infections –
American Journal of Hematology 67:100–106 (2001)

Lombard EH, Victor T, Jordaan A, van Helden PD.
The detection of Mycobacterium tuberculosis in bone marrow aspirate using the polymerase chain reaction. Tuber Lung Dis. 1994 Feb;75(1):65-9.

K. Ritis, S. Giaglis, S. Rafail, E. Alepopoulou, V. Tsironidou, D. Tzoanopoulos, M. Speletas,S. Ktenidou-Kartali, P. Sideras, G. Kartalis –
Diagnostic usefulness of bone marrow aspiration material
for the amplification of IS6110 insertion element in extrapulmonary
tuberculosis: comparison of two PCR techniques –
Int J Tuberc Lung Dis 9(4):455–460 (2005)

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spionage

Internet Spy Room Found In Tripoli – Packed With Western Technology

Peter Murray – From protests precipitated by Facebook posts to internet censoring by authoritarian regimes technology has played a prominent role in the world’s recent moments of social unrest. We all know that the governments of Iran and Egypt and Libya eavesdrop when their citizens talk, but to listen in on Yahoo chat or Skype they needed help. Where that help came from might surprise you. Companies in the UK, Germany, France, the US and other countries in the West have sold software to regimes that enable them to spy on their citizens – ironically the same regimes those countries are now trying to topple.

Reporters from the Wall Street Journal recently discovered a technological spy headquarters in Tripoli. They found stacks of paper documenting thousands of conversations between Libyan citizens that had been intercepted by Moammar Gadhafi’s agents. They also saw a sign on the wall that read, “Help keep our classified business secret. Don’t discuss classified information out of the HQ.” The logo on the sign belonged to a subsidiary of a French company, that develops equipment to monitor communications over the Internet. According to the Wall Street Journal, in 2009 they provided Tripoli with their Eagle system. A kind of “deep packet inspection” technology, the Eagle is a powerful monitoring tool that can eavesdrop on emails, chats, and other online communications. A poster in the room instructed Eagle users: “Whereas many Internet interception systems carry out basic filtering on IP address and extract only those communications from the global flow (Lawful Interception), EAGLE Interception system analyses and stores all the communications from the monitored link (Massive Interception).”

Since the story broke, Amesys responded with a press release to address the “great deal of erroneous and false information” that has appeared in recent media. They confirm that they signed a contract with Libyan authorities in 2007, but only to monitor “a small fraction of the Internet lines…(a few thousand). This did not include either Internet communications via satellite (as used in Internet cafes), encrypted data such as Skype-type communications, or filtering of Web sites.”

Whatever their involvement, Amesys is hardly alone in their dealings with Gadhafi. The Chinese telecom company ZTE Corporation sold Libya technology that was used in their monitoring operations. The WSJ offered no more details but mentioned that a ZTE spokeswoman declined to comment.

To tap international phone calls Libya acquired technology from VASTech SA Pty Ltd, a South African firm. In a separate building that housed the country’s international phone switch a room occupied by Gadhafi’s security agents was outfitted with VASTech devices. A person there familiar with the operation said the agents recorded between 30 and 40 million minutes per month from both landline and mobile phone conversations. The recordings were then stored for years. When WSJ tried to contact the company “VASTech declined to discuss its business in Libya due to confidentiality agreements.”

Narus, a part of US-based Boeing, makes sophisticated Internet-monitoring products. Narus reps met earlier this year with Libyan officials “as they looked to add sophisticated Internet-filtering capabilities to Libya’s existing monitoring operation.” When queried by WSJ, a Narus spokeswoman said, “Narus does not comment on potential business ventures.” But added, “There have been no sales or deployments of Narus technology in Libya.”

Notice a pattern?
Perhaps if those pesky WSJ reporters hadn’t stuck their noses in Libya’s spy headquarters there wouldn’t be all this buzz and company spokeswomen wouldn’t be losing sleep at night. But the fact is, getting help from the West to spy or censor is nothing new for Middle Eastern and North African rulers.

Skype, the online video and voice software, is a favorite among would-be revolutionaries because its powerful encryption technology makes it difficult to tap. But leave it to Western entrepreneurs to find a way in. FinSpy is a “spyware” that can listen in on computer audio streams and therefore get around Skype’s fortress of encryption. It’s produced by Britain’s Gamma International UK Ltd. A “Top Secret” memo from Egypt’s Interior Ministry was discovered earlier this year. Dated Jan. 1, 2011, the memo described a trial that took place between August and December of last year in which Egypt gave Gamma’s hacking technology a test run. The memo reported the trial’s “success in hacking personal accounts on Skype” and “recording voice and video conversations over the Internet.” Gamma reps were showcasing their technology to governments at a trade show in Dubai this past February. The titles of their presentations were “Monitoring Encrypited Data on Computers and Mobile Phones” and “Applied Hacking Techniques used by Government Agencies.” Once again, WSJ reports that “Gamma officials there declined to be interviewed.”

Other Western companies develop software that allows networks to block Skype use altogether. Two companies based in California, Boeing’s Narus Inc. and Bitek International Inc., and Germany’s Ipoque GmbH sell such products to overseas buyers. Who? We don’t know, as “the companies all declined to discuss their foreign customers” when asked by the WSJ.

McAfee Inc., now part of Intel, sold Internet-filtering software to Bahrain, Kuwait, and Saudi Arabia. The Canadian company Netsweeper has sold similar software to the United Arab Emirates, Yemen and Qatar. Despite a company policy that it “does not sell to governments or Internet Service Providers that are engaged in government-imposed censorship,” San Diego-based Websence Inc. has sold Internet-filtering technology in Yemen. Thanks to the technology Yemen’s government is able to block online tools used to disguise people’s identities from government probes. Websence released a statement in 2009 about how their technology was used in Yemen: “On rare occasions things can slip through the cracks.”

Keeping tabs on the citizens of Tripoli.

In China, prying government officials wouldn’t stand for a device that would allow their people to talk about anything they damn well please. When the Luxembourg-based company brought Skype to China in 2004 they had to create a special version of the software with filters that block text chats containing politically sensitive words.

Of course, China would lose the respect of other intrusive regimes if they merely filtered out naughty words. A report released in 2008 by the University of Toronto’s Citizen Lab, which researches how digital media impacts human rights, showed that China goes far beyond simple filtering. Messages containing sensitive keywords, such as “Taiwan independence” and the dissident group name “Falun Gong,” are uploaded and stored on servers in China. The report also adds that “many of the captured messages contain words that are too common for extensive logging, suggesting that there may be criteria, such as specific usernames, that determine whether messages are captured by the system.”

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SATIRE

Angela Merkel an Nicolas Sarkozy: Danke für die erfolgreiche Videokonferenz

Dr. Alexander von Paleske 14.9. 2011 — Folgende Mail landete just in meiner Mailbox:

Angela Merkel
Bundeskanzlerin
Im Regierungsviertel 1
Berlin
Bundesrepublik Deutschland

An
Nicolas Sarkozy
Staatspräsident
Elysee-Palast
Paris
France

Lieber Nicolas,

danke für diese erfolgreiche Videokonferenz mit dem Griechen Papandreou .


Videokonferenz – Schafskäse nach China?
Screenshot: Dr. v. Paleske

Ich denke, diese von uns eingeschlagene Strategie wird erst einmal die Finanzmärkte beruhigen, um nicht zu sagen: hinters Licht führen, nachdem wir die schöne Lüge verbreitet haben, dass Griechenland mit unserer Finanzhilfe und Gottes Segen aus der Finanzkrise kommt.
Unsere wahre (Titanic everyone for himself -) Strategie, die natürlich auch Eurobonds zwingend ausschliesst, versuchen wir, solange es geht, zu verheimlichen, und in den Medien schwafeln wir als Vernebelungsaktion weiter von Europa und dessen Miteinander / Füreinander.

Fix und Foxi
Wir beide wissen natürlich, dass Griechenland fix und foxi ist, und auch mit noch so vielen Finanzspritzen – angesichts seines Schuldenbergs – ohne Schuldenerlass nicht gerettet werden kann. Aber weder Schuldenerlass noch Eurobonds sind ein Thema, sondern es muss der Staatsbankrott kommen.

Auch als Warnung an die anderen Spaghetti, Paella und Pub-Länder, die ansonsten bei einem Griechen-Schuldenerlass glauben, der Schuldenerlass-Weihnachtsmann kommt ja immer, wenn es kritisch wird, anstatt durchgreifend im Sozialbereich zu kürzen und die Steuern für die unteren Einkommen in die Höhe zu treiben.


Schulden Griechenlands


Zinslast Griechenlands in Prozent – selbst ein griechischer Gott hätte da Probleme- Screenshots: Dr. v. Paleske

Aber die Überantwortung der Hellasrepublik an den Konkursverwalter und der dann folgende Rauswurf aus dem Euro muss in genau geplanten Etappen vonstatten gehen, so dass es scheibchenweise von den Finanzmärkten geschluckt und verdaut werden kann.

Ich unterstütze voll Deinen Vorschlag, die heute wegen umfangreichen Besitzes maroder hellenischer Anleihen herabgestuften Banken in Frankreich, wie Societe Generale und Credit Agricole, mit frisch gedrucktem Geld zu versorgen, und damit aus der Gefahrenzone zu bringen.

Abnehmer für mehr Schafskäse
Zwischenzeitlich hatte ich mir überlegt, ob wir Griechenland raten sollten, die Schafskäseproduktion hochzufahren und dann in Brüsseler Subventionsmanier den Schafskäse einlagern, an Biogasbetriebe weiterleiten, wo er richtig gären kann und etwas Elektrizität erzeugt, oder aber an China zu verkaufen, dessen Bevölkerung allerdings erst noch auf diesen Geschmack gebracht werden müsste.

Ich halte diese Vorgehensweise aber letztlich für zu umständlich.
Ich denke, dass Griechenland in 2-3 Monaten zum Konkurs freigegen werden kann, aus dem Euro fliegt und die Drachme wieder einführt. Der Euro wird dann in Griechenland zu einer Parallelwährung.


Müssen raus aus Euroland: Hellas und seine Pfeifen – Screenshot: Dr. v. Paleske

Quertreiber FDP
Das politische (Über-) Leben in Berlin wäre erheblich leichter, wenn wir nicht ständig diese Quertreiberei seitens der FDP- Gernegrossen hätten.

Besonders auf den Wecker geht mir dieser vorlaute Rösler, nachdem der Guidomobil Westerwelle jetzt endlich die Klappe hält und sich darauf beschränkt, Botschafterernennungen zu unterschreiben.


Vorlauter Quertreiber – Minister Rösler – Screenshot: Dr. v. Paleske

Da diese Pendlerpartei F.D.P. de facto am Ende ist, werde ich nach den Landtagswahlen in Berlin mit den beiden SPD- Steinen Brück und Meier sowie dem Gabriel Gespräche über die Bildung einer Grossen Koalition aufnehmen.

Die Grünen sind für uns kein geeigneter Partner, weil die einschneidenden Massnahmen, die jetzt anstehen, nur mit einer Grossen Koalition durchgesetzt und verständlich gemacht werden können.

Die Grünen mit ihrer Kurzhaar- und Currywurstliebhaberin (Rohrkrepierer-) Granate-Renate werden am nächsten Sonntag in Berlin einen knackigen Dämpfer bekommen.
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Ich plane im Übrigen ein Gesetz zur Rettung der Exportnation und des Finanzplatzes Deutschlands, das im folgenden vorsieht:

1. Anwerfen der Gelddruckmaschinen um die Banken mit frischen Scheinen zu versorgen

2. Drastische Kürzung der Krankheitskosten auch durch weitere Beteiligungen der Krankenversicherten, bis zu 50% an Medikamenten unter 100 Euro

3. Weitere Schliessung von Krankenhäusern

4. Senkung der Renten auf das Niveau des Jahres 1998

5. Suppenküchen statt Armutsausgleich.

So viel für heute, mein lieber Nicolas, hoch lebe die deutsch-französische Freundschaft und der deutsch-französische Kartoffelsalat.

Deine Angela

Zu Merkel
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