Krieg

Afghanistan: Frühjahrsoffensive der Taliban, die Bundeswehr schießt auf Demonstranten

Dr. Alexander von Paleske — 24.5. 2011 — Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass die Lage in Afghanistan und Pakistan trotz, oder vielleicht gerade wegen der Tötung Osama bin Ladens, sich weiter verschärft, dann ist er in den letzten Tagen geliefert worden, und zwar sowohl von den Taliban, wie auch von der Bundeswehr.

Starten wir in Afghanistan: Dort sprengte sich ein Selbstmordattentäter im Militärkrankenhaus von Kabul in am vergangenen Samstag die Luft und tötete 6 Medizinstudenten .
Das Besondere daran ist, dass dieser Anschlag in einem schwerbewachten Militärkrankenhaus stattfand, welches sich außerdem in allernächster Nähe zur US-Botschaft befindet.

Bemerkenswert daran ist weiter, dass die meisten Opfer nicht nur dieses Anschlags , sondern vieler weiterer Anschläge der Taliban, sowohl in Afghanistan, wie auch Pakistan, nicht etwa Angehörige der ISAF-Truppen bzw. Ausländer sind, sondern ofmals unbeteiligte Zivilisten, afghanische und pakistanische Zivilisten, Moslems, in diesem Fall noch dazu Medizinstudenten, die nach ihrer Ausbildung helfen sollten, die katastrophale medizinische Unterversorgung zu verbessern ,
Unter normalen Verhältnissen würde das in jeder Bevölkerung Abscheu und Empörung auslösen, die sich gegen die Verursacher, also die Taliban, richten würde.

Keine normalen Verhältnisse
Aber die Verhältnisse in Afghanistan und auch Pakistan sind längst alles andere als normal, und der Einfluss der Taliban wächst. Ncht wegen, sondern trotz dieser barbarischen Angriffe.

Das zeigt einerseits, wie weitverbreitet der Hass in Afghanistan gegen die fremden Truppen mittlerweile gediehen ist, die Taliban offenbar als das kleinere Übel angesehen werden.

Ein Grund: Nicht in Kabul aber in den Provinzen sind die ISAF Truppen auch verantwortlich für (unbeabsichtigte) Tötungen von unbeteiligten Zivilisten, bzw. für gezielte Tötungen durch sog. Todesschwadronen wie die US-Task Force 373.

Schüsse auf Demonstranten – Die Bundeswehr spielt Polizei
Es waren angebliche Tötungen von unbeteiligten Zivilisten, welche die Massendemonstration in Talokan auslösten, die sich auch gegen ein Lager der Bundeswehr richteten und zu dem Einsatz von Schusswaffen führten. Zwölf Demonstranten wurden getötet.

Nun räumte die Bundeswehrführung ein, daß deutsche Soldaten gezielt auf Demonstranten gefeuert haben.


Demonstration und Demonstranten in Talokan am 18.5. 2011 – Screenshot: Dr. v. Paleske

Die Kontrolle von Demonstrationen, und zwar nicht durch Schusswaffengebrauch als erstes Einsatzmittel, ist normalerweise Aufgabe der Polizei.

Aber die afghanische Polizei ist 10 Jahre nach dem Einmarsch der NATO dazu offenbar gar nicht in der Lage, und dies:

– obgleich Milliardenbeträge in den Aufbau von afghanischer Polizei und Militär geflossen sind

– obgleich bis Ende 2010 insgesamt 300 Milliarden US Dollar in neun Jahren nach Afghanistan geflossen sind, vorwiegend allerdings in die Kriegsmaschinerie.

Das Militär ist mit Angriffswaffen ausgerüstet, die für kriegerische Einsätze nicht aber gegen waffenlose Demonstranten vorgesehen sind.
Der Einsatz von Schusswaffen gegen Demonstranten zeigt die erbärmliche Tatsache, dass die Bundeswehr sich nicht nur der Taliban mit Waffengewalt erwehren muss, sondern mittlerweile auch der aufgebrachten afghanischen Zivilbevölkerung.
Syrien lässt grüßen.

Krieg auch in Pakistan
Aber die Auseinandersetzungen haben längst auf die Atommacht Pakistan übergegriffen, wo immer wieder die Radikalislamisten vom Schlage der Taliban gezeigt haben, dass sie jederzeit angeblich hochgeschützte Basen des Militärs erfolgreich angreifen können.

Vorgestern griffen die Radikalislamisten, angeblich aus Rache für die Tötung Osama bin Ladens, den Marine-Flughafen Mehran in Karachi an.15 Selbstmordattentätern gelang es, durch Täuschung sich Einlass in des Gelände zu verschaffen, Explosionen auszulösen, sich stundenlange Feuergefechte mit der pakistanischen Armee zu liefern, und hochmoderne Militärflugzeuge zu zerstören.


Flughafen Mehran: Feuer nach den Explosionen – Screenshot: Dr. v. Paleske

Es ist ein Attentat von vielen in in einer langen Reihe. Z.B.:

– Vergangenen Samstag wurde ein Lastwagen mit Sprit für Nato-Truppen nahe der pakistanisch-afghanischen Grenze zur Explosion gebracht. Bilanz: 16 Tote

– Mitte diesen Monats kamen 116 Menschen ums Leben, als sich zwei Selbstmordattentäter vor einer Kaserne in die Luft sprengten

– Ende April griffen Taliban-Attentäter Busse der pakistanischen Armee an und töteten mehrere Soldaten

Atomanlagen als nächstes Angriffsziel?
Werden die Atomanlagen und Abschussrampen der pakistanischen Armee das nächste Ziel sein?

Und was steht nicht nur der pakistanischen Bevölkerung, sondern möglicherweise auch Europa bzw. den USA noch bevor?

Hat die Al Qaeda angereichertes Uran, um damit eine schmutzige Atombombe zu bauen, ein konventioneller Sprengsatz mit angereichertem Uran vermischt, um ein weites Gebiet zu verseuchen?

Atomwaffen in den Händen von Radikalislamisten?
Peter L. Bergen, ausgewiesener Kenner der Al Qaida hat das in seinem neuesten Buch als sehr unwahrscheinlich beschrieben.

Allerdings befanden sich hochradioaktive abgebrannte Brennstäbe aus einem Atomkraftwerk bereits im Jahre 2000 auf dem Wege nach Afghanistan, wurden aber an des usbekisch-kasachstanischen Grenze abgefangen, wie Peter Bergen berichtet.

Der renommierte investigative pakistanische Journalist Hamid Mir hatte im Jahre 2001 das letzte Interview mit Osama bin Laden geführt. Bei dieser Gelegenheit wies Osama bin Laden auf das angeblich vorandene Arsenal der Al Qaida von und Potential für Massenvernichtungswaffen hin.


Hamid Mir …. Atomwaffen in den Händen von Al Qaeda -Screenshot: Dr. v. Paleske

Hamid Mir ging der Sache nach und kam zu folgenden Erkenntnissen:
As far as I know, they smuggled three suitcase nukes from Russia to Europe.
They smuggled many kilos of enriched uranium inside the US for their dirty bomb projects. They said in 1999, that they must have material for more than six dirty bombs in America. They tested at least one dirty bomb in the Kunar province of Afghanistan in 2000. They have planned a bigger attack than 9/11 even before 9/11 happened.

Der gut informierte Nachrichtenkanal Al Jazeera brachte jüngst eine Sendung, die sich mit diesem Themenkreis beschäftigte und in der Hamid Mir seine Erkenntnisse noch einmal wiederholte.

Henry Crumpton, Mitarbeiter im US Department of State von 2005-2007, erklärte in der gleichen Sendung, dass er die Richtigkeit der Behauptungen von Hamid Mir nicht ausschliessen könne.


Henry Crumpton …. kann ich nicht ausschliessen. Screenshot: Dr. v. Paleske

Das bei der Tötung Osama bin Ladens gefundene Info-Material könnte hier möglicherweise weiteren Aufschluss geben.

Unabhängig davon: Das Problem der Taliban lässt sich weder in Afghanistan noch in Pakistan militärisch lösen.
Die hochgradig korrupten Regierungen beider Länder sind durch scheindemokratische Wahlen in keiner Weise legitimiert, werden gleichwohl mit Milliardendollars von den USA und ihren Verbündeten alimentiert.
Und so kann die Talibanisierung der Gesellschaft weiter voranschreiten, begleitet von spektakulären Anschlägen, und der weit weniger spektakulären Infiltrierung der Zivilgesellschaft mit ihren kruden menschenverachtenden Ideen.

Es wird allerhöchste Zeit für die deutschen Politiker, und nicht nur für sie, endlich einen Schlußstrich unter das Afghanistanabenteuer zu ziehen.

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Ehrenmitglieder der Bilderberg-Konferenzen werden Sex-Verbrechen mit Kindern vorgeworfen

onlineredaktion – Vicomte Étienne Davignon, Vizepräsident der Europäischen Kommission und Ehrenpräsident der Bilderberg-Konferenz tauchte mit Graf Maurice Lippens (beide gehören zum Freundeskreis der Rothschilds) und dem belgischen König Albert II. in den Dutroux-Dossiers auf.

Es gebe Hinweise, wonach der damalige Prinz in den frühen Achtzigern an Sexpartys teilgenommen habe, bei denen – neben einem Premierminister, dem Chef der Gendarmerie, einem Richter – auch zwei minderjährige Jungen anwesend gewesen seien, die später spurlos verschwanden; eine Mitwisserin soll beseitigt worden sein. (Quelle spiegel.de)

Nach Aussagen von Zeugin X1,wurden „Parties mit minderjährigen im Hotel Cromwell in Knokke (welches inzwischen nicht mehr exisitiert) veranstaltet. Anwesend waren: Delvoie – Karel – X2 – Lippens – Van Gheluwe – Etienne Davignon. Die Mädchen wussten wohin sie gehen mussten und mit wem. Lipperts schlug die kleinen Mädchen. Verschiedene Meetings zwischen Karel und Davignon fanden im Memling Hotel mit den Lippens-Brüdern statt.“

Beide Personen wurden bis Heute nicht festgenommen. Vielleicht wird das Volk mit der Verhaftung ihres guten Freundes Dominique Strauss Kahn, wieder wachgerüttelt und alte Erinnerungen werden wach. Wer sich das Dutroux-Dossier genauer anschaut und sich mit ritueller Misshandlung im Satanismus befasst, wird Zeuge eines perversen, mörderischen Netzwerks, dessen Mitglieder von den nobelsten, elitärsten Zirkeln gedeckt werden und sich im Falle der Adelsfamilien, ein Luxusleben auf Kosten der Bürgen gönnen. Wenn sogar im Vatikan mit den Kinderschändern abgerechnet wird, dann wieso nicht auch in der Politik und in der Wirtschaft?

Dieser „Ehrenpräsident“ wird die Bilderberg-Konferenz in der Schweiz besuchen und die Regierung ist hell begeistert und hofiert diese Verbrecher mit Polizeieskorten! Nach Roman Polanski könnte die Schweiz nun endlich einen weiteren beschuldigten Pädophilen verhaften lassen und ein Exempel statuieren, dass vor dem Gesetz alle Gleich sind.

linkCountdown to Bilderberg 2011
linkBilderberg-Conferences – An Insult to Democracy and Press Freedom
linkIn drei Wochen: Bilderbergkonferenz in St. Moritz/Schweiz
link Alle Jahre wieder die Bilderberg- Konferenz – oder: Verhöhnung von Demokratie und Öffentlichkeit
linkHallo, ist das der Sonderzug nach Bilderberg? – Da muss ich hin

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Countdown to Bilderberg 2011

Mark Anderson – As the economy tanks, AMERICAN FREE PRESS prepares to cover Bilderberg 2011 in St. Moritz, Switzerland June 9-12. The average American, the average European and countless others are much more affected than ever before by the painful policies that come from the very people who comprise the notorious Bilderberg group.

For too many years, the American press has been unforgivably silent on this global planning group, whose secret meetings about important matters—always behind sealed doors, ringed with heavily armed guards—were first brought to light by the late columnist Westbrook Pegler in the early days and then given grand exposure by AFP’s own Willis A. Carto and Jim Tucker ever since.

Tucker helped bring the European press into the fold. While the U.S. corporate media remain silent, readers of papers around the world now know about these conspirators.

Never before have there been fewer excuses for the continual U.S. press blackout on the annual Bilderberg meetings. Television reports in mid-May did focus heavily on one infamous Bilderberg member, Dominique Strauss-Kahn, who headed the International Monetary Fund. The IMF has saddled several nations with impossible debt structures, resulting in major news stories. Yet, Strauss-Kahn made even bigger headlines than the IMF with his alleged sexual crime that landed him in a jail in New York. Still, his obvious Bilderberg pedigree escapes America’s reporters, editors and publishers.

Remember David Rockefeller’s oft-quoted words during a 1991 Bilderberg meeting in Baden-Baden, Germany exactly 20 years ago: “We are grateful to The Washington Post, The New York Times, Time Magazine and other great publications whose directors have attended our meetings and respected their promises of discretion for almost 40 years. It would have been impossible for us to develop our plan … if we had been subjected to the lights of publicity during those years. But the world is now more sophisticated and prepared to march toward a world government. The supranational sovereignty of an intellectual elite and world bankers is surely preferable to the national auto-determination practiced in past centuries.”

The “national auto-determination” traditional to Switzerland is a major reason why a prominent Swiss legislator wrote a letter to a federal councilor in charge of police functions (see AFP’s May 23 issue, page 1), stressing that many Swiss do not want the likes of Rockefeller, Henry Kissinger and other undesirables breaking bread for global control within Swiss borders.

Bilderberg’s ongoing plan to make crude oil cost much more and strangle national economies with their debt schemes are finally being felt by everyone—up close and personal. That is why AFP, We Are Change/ Switzerland and others are sounding the alarm more loudly than ever.

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In drei Wochen: Bilderbergkonferenz in St. Moritz/Schweiz

Dr. Alexander von Paleske —22.5. 2011 —
In der Südostschweiz-Regional vom 3.5. 2011 findet sich folgende Mitteilung:

Bündner Regierung bestätigt Treffen der Mächtigen in St. Moritz
St. Moritz kommt zu hohen Ehren, denn dort wird vom 9. bis 12. Juni die diesjährige Bilderberg-Konferenz der Mächtigen der Welt stattfinden. Die Bündner Regierung bestätigte damit einen Artikel in der «Südostschweiz» vom Freitag. Zum genauen Tagungsort in St. Moritz, zum Ablauf der Konferenz, zu Traktanden und der Gästeliste wollte sie keine Stellung nehmen. Allerdings wisse man «natürlich», wer im Juni den Weg ins Oberengadin finden werde. Es handle sich, so die kantonale Polizeidirektorin und Regierungsrätin Barbara Janom-Steiner, aber um einen «privaten Anlass», den man nicht weiter kommentiere

Das „Ereignis“ soll im Hotel Suvretta Haus in St. Moritz/Schweiz stattfinden.


Hotel Suvretta Haus , St. Moritz/Schweiz …. privates Ereignis?

Irreführung und Verdummung
Der Schreiber in Südostschweiz-Regional redet von einem “privaten Anlass“, meint offenbar aber ein „privates Treffen“, etwas, was die Organisatoren der Bilderbergkonferenz der Öffentlichkeit in volksverdummender Weise seit Jahren und immer wieder einzureden versuchen.

Es handelt sich aber hier um nichts anderes, als um eine mit Steuermitteln unterstützte, privat organisierte, aber gleichwohl öffentliche Veranstaltung, deren Geheimhaltung, und Ausschluss von Presse und Öffentlichkeit, mit dem Demokratiegebot , und dem zwingend dazu gehörenden Prinzip der Öffentlichkeit und Pressefreiheit, unvereinbar ist.

Die Bilderbergkonferenz ist vielmehr eine Verhöhnung dieser Prinzipien, und passt in der Art und Weise ihrer Durchführung bestens in das finsterste Mittelalter.
Zur Geschichte der Bilderbergkonferenz siehe hier.

Bereits vor 5 Monaten schrieben wir

Bei dem Bilderbergtreffen, an denen unter anderem auch der Ex- Sponti- Putzgruppenmitglied und Ex-Aussenminister Joseph Martin (Joschka) Fischer teilnahm, handelt es sich keineswegs um ein privates Treffen in kleinem Kreis von Bekannten, sondern hier handelt es sich vielmehr um ein institutionalisiertes, in regelmäßiger Folge stattfindendes, und von Steuergeldern mitfinanziertes Treffen einflussreicher Personen, ähnlich wie beispielsweise das privat organisierte aber selbstverständlich öffentliche World Economic Forum in Davos.

Daher hat bei zwar privat organisierten, aber im Zentrum oder im gesteigerten öffentlichen Interesse stehenden institutionalisierten Veranstaltungen, an denen Personen des öffentlichen Lebens teilnehmen, meistens auch noch von Steuergeldern gesponsert, die Öffentlichkeit selbstverständlich umgekehrt einen Anspruch darauf, zu erfahren, nicht nur wer teilgenommen hat, sondern auch was dort diskutiert wurde, ggf. welche Beschlüsse dort gefasst wurden.

Privat ist nicht immer Privat
Die Veranstalter der Bilderbergkonferenzen versuchen „privat organisiert“ mit „privat“, also kein Anspruch auf Information, gleichzusetzen. Ein purer Etikettenschwindel, und eine Verdummung der Öffentlichkeit noch dazu.

Mehr noch: Es ist eine Verhöhnung des Demokratiegebots und der zu ihr gehörenden Informationsfreiheit. Die Verhinderung von Öffentlichkeit ist damit auch ein schwerer Verstoß gegen das Öffentlichkeitsprinzip als integraler Bestandteil der Demokratie.

Seit dem Aufkommen der Presse gibt es den Kampf für die Pressefreiheit, zu dem auch der Kampf für den Zugang zu Informationen gehört. Viele Journalisten weltweit sind für den Kampf um die Pressefreiheit gestorben, andere haben lange Gefängnisstrafen verbüßt

Bundestagsabgeordnete, aber auch Beamte und Minister, die sich gegenüber den Bilderbergern zur Geheimhaltung verpflichten, verstoßen damit gegen die demokratischen Prinzipien, deren Aufrechterhaltung und Durchsetzung ihre Pflicht ist, bzw. sein sollte. Ein Anachronismus ersten Ranges.

Der ehemalige stellvertretende Chefredakteur und nunmehr Reporter der Wochenzeitung „Die Zeit“, Matthias Nass, neben dem Deutsche (Skandal-) Bank-Chef Josef Ackermann einer der Organisatoren der Konferenz, zeigte sich in einem Interview mit der Financial Times Deutschland zum Thema im Januar 2011 unbeirrt, und damit uneinsichtig:

„Diese ganzen Verschwörungstheorien sind absoluter Nonsens. Die Bilderberg hat keine Agenda. Die Geheimniskrämerei ist die Existenzgarantie der Konferenz.“

Journalist Nass muss sich ernsthaft fragen lassen, wie er diese Einstellung und dieses erbärmliche Handeln selbst mit einem Minimum von journalistischer Ethik vereinbaren kann.

Fazit:
Entweder bekennt sich die Bilderbergkonferenz zu fundamentalen demokratischen Prinzipen, oder ihr sollte als Fremdkörper in einem demokratischen Staat mit demokratischen Mitteln der Garaus gemacht werden.

Es bleibt zu hoffen, dass sich genügend Demonstranten gegen diese Konferenz in St. Moritz einfinden.

link Alle Jahre wieder die Bilderberg- Konferenz – oder: Verhöhnung von Demokratie und Öffentlichkeit
linkHallo, ist das der Sonderzug nach Bilderberg? – Da muss ich hin

Zu Joseph Martin (Joschka) Fischer
K(l)eine Dosis Geschichte oder: Joseph (Joschka) Fischers Märchenstunde
Joseph (Joschka) Fischer – ein Entnazifizierungsheld im Auswärtigen Amt
Schweigen um die Morde an vier Deutschen in Djibouti

Fischer Satire
Joschka und Herr Fischer, Regie: Pepe Danquart – Ein deutsches Film-Märchen
Professor J. Fischer: Jetzt rechne ich mit Gasprom Schröder ab
Professor J. Fischers Vorlesung – oder: politischer Opportunismus führt zum Erfolg
Joschka Fischer schreibt an ZEIT-Editor Dr. Theo Sommer

Zur Deutsche (Skandal) Bank
Deutsche Bank: „Raubtierkapitalismus“, Staatsknete und rechtswidriges Vorgehen als Geschäftsidee?

Deutsche Bank und CDO’s oder: wie man Schrottpapiere losschlägt und dabei noch einen Riesen-Reibach macht. Drei Beispiele
Deutsche Bank, Anlagemüll und die Zinswetten mit hochverschuldeten Kommunen
linkProstituierte, Parties, Pferderennen, Penny Stocks, Deutsche Bank in Toronto und Khashoggi
linkDie Grossbanken und der Staatsanwalt
Söldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe

europa

Italien: Flüchtlingsfrauen unter großem Druck

Stephan Fuchs – Die Zeiten in Italien sind hart, der Druck auf alleinstehende Frauen die es nach Italien geschafft haben ist erdrückend. Trotzdem bleiben die meisten in Europa.

Sechs und mehr Tage verbringen Flüchtlinge in kaum seetauglichen Schiffen auf dem Weg von Libyen nach Lampedusa. Viele von ihnen verschätzen sich mit Lebensmitteln und Wasser. Die meisten zahlen horrende Preise für die Überfahrt. Wer es auf das italienische Festland schafft vermutet sich im Paradies, doch die Wirklichkeit ist die Hölle.

Am schlimmsten trifft es alleinstehende Frauen mit Kindern. „Wir hatten kein Dach. Ich musste mit meinem einjährigen Sohn auf den Bahnhöfen und Schienenunterführungen schlafen.“ Die Caritas gewährt befristete Unterkunft für Frauen und Kinder. Nach zwei Monaten ist aber die Notunterstützung beendet. Der italienische Staat stellt die Leute auf die Strasse und empfiehlt ihnen die weiterreise in den Norden. Eine Odyssee in die Abgründe der Städte beginnt. „Wohin sollte ich denn weiterreisen? Ich kannte niemanden, meine Landsleute lebten auch auf der Strasse und konnten uns nicht helfen. Nachts auf den Strassen wurde ich von Männern angesprochen. Mit Glück waren es warme Nächte und ich musste keine Angebote annehmen. In kalten Nächten musste ich zur Nutte werden, um meinem Sohn eine halbe Stunde in einem warmen Auto zu geben, während ich vergewaltigt wurde. In sehr kalten Nächten waren es mehrere Männer.“

Am Tag wird gebettelt. Chancen auf eine Arbeit gibt es nicht. Mit Kind ist es gar unmöglich irgendwelche illegalen Arbeiten zu tun. „Manchmal habe ich Windeln oder Lumpen aus den Mülltonnen gesucht und sie gereinigt, damit mein Sohn Windeln hatte. Ich habe am Tag geweint vor Frust und Hunger, in der Nacht habe ich geweint vor Schande und Schmerzen. Der Druck hat mich genötigt in die Schweiz zu gehen, wie das die Italiener empfohlen haben.“

Mit dem Dubliner Übereinkommen, einem völkerrechtlichen Vertrag über die Bestimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines Asylgesuchs, wird Frau und Kind allerdings wieder polizeilich zurück nach Italien geschafft.

SATIRE

Joschka und Herr Fischer, Regie: Pepe Danquart – Ein deutsches Film-Märchen

Dr. Alexander von Paleske 19.5. 2011 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Prof. h.c. Joseph (Joschka) Fischer
Industrie-Klinkenputzer
und Ex-Außenminister
Prominentenallee 68
Berlin

Guten Morgen Deutschland,

endlich hat ein Deutscher Regisseur erkannt und umgesetzt, wie man aus meinem Leben einen spannenden Märchenfilm machen kann .

Ich fordere dehalb alle Deutschen auf, sich diesen Film nicht entgehen zu lassen.

Nur Böswillige werden behaupten, hier handele es sich um Geschichtsklitterei oder Schönfärberei.

Ich finde vielmehr, dass Pepe Danquart gerade auch meine Rolle als GröDAAZ , als größter deutscher Außenminister aller Zeiten, ins rechte Licht rückt.


Ein Mann mit Mut und Hut – Mein Freund Pepe – Screenshot: Dr. v. Paleske

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Film ist 146 Minuten (zu) lang und beschreibt in höchsten positiven Tönen , wie ich es vom Fotografen, 68er Revoluzzer, Pseudoproletarier, steinewerfendem Putzgruppenmitglied, Taxifahrer, Turnschuhminister, Radau-Parlamentarier, Außenminister es schließlich es dahin geschafft habe, wo ich schon immer schon immer hin wollte: In die Industrie, als Klinkenputzer für Großkonzerne.

Natürlich werden viele behaupten, dass dieser Film einige Ähnlichkeiten mit dem Deutschen Märchen „Rotkäppchen und der Wolf“ habe.

Richtig ist, daß es in der Tat da einige Parallelen gibt, denn auch ich hatte mir einst ein rotes Käppchen aufgesetzt und mir- wie der Wolf – eine Verkleidung, eine linke Verkleidung, angezogen.


Ein pseudorevolutionäres Alpha-Tier mit Verkleidung: Auf dem Weg nach oben auch mal in Turnschuhen – Screenshot: Dr. v. Paleske

Auch daß es sich in beiden Fällen um ein deutsches Märchen handelt und dass ich, wie der Wolf, ein Alpha-Tier bin, ein politisches.
Aber dann enden die Parallelen auch schon.

Leere Lebens-Seiten
Im Auswärtigen Amt habe ich aus wohlverstandenen Gründen 34 Jahre in meinem vollständigen Lebenslauf verschwinden lassen müssen.


Auswärtiges Amt – Lebenslauf des Joseph Fischer mit 34 leeren Lebens-Jahren

Schließlich waren die meisten meiner Außenminister- Kollegen (europäisch und außereuropäisch) ja ausgewiesene Akademiker, auch meine Mitarbeiter des höheren Dienstes im Auswärtigen Amt, und da konnte ich natürlich mit meiner Schmalspurausbildung – trotz der Lernmittel- und Studierfreiheit in Deutschland — nicht mithalten.

Ich hatte ja nur eine Mittlere Reife, und um das Abitur nachzuholen, dafür war ich viel zu faul. So beschränkte ich mich darauf, bei Machiavelli die Volksschule zu besuchen und bei Professor Kalauer die Mittlere Reife abzulegen.

Ein bürgerliches Studium kam mangels Eintrittsvoraussetzungen gar nicht in Frage. Statt in irgendwelchen Abendkursen das Abitur nachzuholen, bin ich viel lieber Taxi gefahren und habe in den Uni-Vollversammlungen und Teach-ins im Hörsaal VI der Uni Frankfurt als Vorzeigeproletarier das große Wort geschwungen.


Ja, das waren noch Frankfurter Zeiten – Screenshot: Dr. v. Paleske

Damals hatten die Studenten ja einen Heiden-Respekt vor der angeblich „ revolutionären Klasse“, dem Proletariat, und damit auch vor mir.

Kleinbürgerliche Verhältnisse
Natürlich kam ich als Kind einer Metzgersfamilie aus kleinbürgerlichen Verhältnissen, aber schon meine Stimme und meine Ausdrucksweise ließen eine zutiefst proletarische Herkunft sehr überzeugend erscheinen.

Endlich: Joseph Fischer – Der Film
Es hat mich eigentlich in der letzten Zeit immer gewurmt, daß bis dato niemand sich gefunden hatte, der meine Lebensgeschichte in einem Film extremst positiv darstellt.

Dieser Aufgabe hat sich nun der Groß-Filmemacher Pepe Danquart in dankenswert (unkritischer) Weise gewidmet.

Pepe hat zum Glück gar nicht durchgeblickt hat, was für ein ausgekochter Opportunist (Journalist Günter Gaus über mich ) ich in Wirklichkeit bin. Auch hat er natürlich nicht sehen können (oder wollen) dass ich andere Menschen benutze wie Tempo-Taschentücher, und fallen lasse, wenn sie mir nicht mehr nützen.
Böswillige Zungen sagen mir ausserdem ausgeprägten Narzismus nach. So ein Quatsch.

Deutsche, laßt noch einmal mein filmisch verhübschtes, spannendes, turbulentes,aufregendes und ehereiches Leben an Euch vorbeiziehen.


Habe alles erreicht – gewichtsmässig – und blicke staunend auf meine Vergangenheit – Screenshot: Dr. v. Paleske

Meinen alten Kampfgenossen in Frankfurt rufe ich zu:
„Erinnert Ihr euch noch: Frei sein, frei sein, Terror – äh ich meine natürlich Karriere und viel Geld – muss dabei sein“

Euer

Professor h.c. Joseph Martin (Joschka) Fischer

E-Mail avonpaleske@yahoo.de

Mehr Satire zu Joseph Fischer
Professor J. Fischer: Jetzt rechne ich mit Gasprom Schröder ab
Trauert Ex-Aussenminister Joseph Martin (Joschka) Fischer um Gaddafi?
Professor J. Fischers Vorlesung – oder: politischer Opportunismus führt zum Erfolg
Joschka Fischer schreibt an ZEIT-Editor Dr. Theo Sommer
linkHallo, ist das der Sonderzug nach Bilderberg? – Da muss ich hin

Keine Satire
K(l)eine Dosis Geschichte oder: Joseph (Joschka) Fischers Märchenstunde
Joseph (Joschka) Fischer – ein Entnazifizierungsheld im Auswärtigen Amt
Schweigen um die Morde an vier Deutschen in Djibouti

Soeldner

Vereinigte Arabische Emirate: Eine Söldnertruppe gegen den arabischen Frühling

Dr. Alexander von Paleske 18.5. 2011 —
Es ist keine Nachricht aus 1001 Nacht, ganz im Gegenteil, aber sie scheint zutreffend zu sein: Söldner sollen verhindern, dass der arabische Frühling auch in den ölreichen arabischen Emiraten am Persichen Golf Einzug hält.


Vereinigte Arabische Emirate

Ex Blackwater (jetzt XE) – Mehrheitseigentümer und Radikalchrist Erik Prince, mit besten Verbindungen seinerzeit in die US-Administration, und dem es deshalb gelang, sozusagen von null auf hundert mit seiner Söldnerfirma Blackwater zu starten, der einen Multimillionen-Söldnerfirma-Vertrag mit dem Pentagon erhielt, und dessen Söldner durch Abknallen von unbeteiligten Zivilisten im Irak auf sich aufmerksam machten, hat einen neuen lukrativen Markt für sein Drecksgeschäft gefunden: Arabische Potentaten, die den arabischen Frühling fürchten, wie der Teufel das Weihwasser.

Schreck in die Glieder
Nach den Demonstrationen in Bahrain, wo eine sunnitische Minderheit über die schiitische Mehrheit herrscht, ist auch dem de facto Herrscher von Abu Dhabi, dem in der britischen Militärakademie Sandhurst ausgebildeten Kronprinz Mohammed bin Zayed, offenbar der Schreck in die Glieder gefahren.

Jüngst hat der Herrscher dem Nachbarscheichtum Dubai mit seinen Petromilliarden finanziell aus der Patsche geholfen, als dort der Immobilienmarkt zusammenzubrechen drohte.

Seine Untertanen sind gering an der Zahl – vergleichsweise –
groß ist dagegen die Zahl der Arbeiter aus Bangladesch, Pakistan und Indien die dort schuften, vom Bauarbeiter bis zum Flughafenangestellten.

Und Haushaltshilfen von den Philippinen, die nicht nur gebraucht, sondern nicht selten auch (sexuell) missbraucht werden.

Wer ernsthaft krank wird, den schicken die Arbeitsvermittler, die auch die Pässe der Arbeiter einbehalten, in ihr Heimatland zurück.

Sozialer Sprengstoff
Diese Arbeiter haben auch keinerlei Aussicht auf eine unbefristete Aufenthaltsberechtigung, leben oftmals von ihren Familien getrennt , und weder die Arbeitsbedingungen, noch die Wohnverhältnisse können ausdauernde Zufriedenheit erzeugen.
Das schafft Sprengstoff.

Wie im Nachbarscheichtum Dubai gibt es eine Pyramide der Achtung, sozialen Anerkennung und Bezahlung: an deren Spitze die einheimische Bevölkerung steht, darunter kommen Europäer und US-Amerikaner, darunter Araber aus Ägypten und Palästina. Weiter unten dann Moslems aus Bangladesh und Pakistan. Afrikaner stehen noch weiter unten.

Söldner als Retter in der Not
In dieser, mit sozialem Sprengstoff reichlich gefüllten Gesellschaft, hat sich der bekennende Radikal-Christ Erik Prince als „Retter in der Not“ angeboten.

Er hat mit dem Herrscher den Plan ausgeheckt, ein Eingreifbattalion aufzustellen: Stärke: 800 Mann, Auftragswert: 529 Millionen US-Dollar.

Die ersten „Rekruten“ sind bereits eingetroffen. Kampferprobt sollen sie sein, fordert der Kronprinz – „Proven in Combat“ – also aus Ländern, wo entweder der Bürgerkrieg tobt, wie in Kolumbien, bzw. einschlägige Erfahrung aus Ländern mitbringen, wo Krieg geführt wird, wie im Irak und in Afghanistan.

Ehemalige Kämpfer aus aus der seinerzeitigen südafrikanischen Söldnerfirma Executive Outcomes, mit Kampferfahrung in Angola und Sierra Leone, sind ebenfalls herzlich willkommen. Executive Outcomes, eine Firma, auf deren Gehaltsliste seinerzeit ehemalige Mitglieder von Apartheid-Südafrikas Terror,- Mörder,,- und Zerstörungskommandos wie den 1.- 5. Reconnaissance Commandos (Recce), Koevoet, 32. Buffalo-Battalion, 44. Parachute- Brigade und der Todesschwadron Civil Cooperation Bureau standen.

Ehemalige Kämpfer und Piloten dieser Firma waren auch in den fehlgeschlagenen Putsch in Äquatorial Guinea im Jahre 2004 verwickelt (Wonga Coup), landeten aber im Hochsicherheitsgefängnis von Zimbabwes Hauptstadt Harare, bzw. im Black Beach Gefängnis von Malabo, der Hauptstadt des ölreichen Äquatorial Guinea.

Verständlich, daß der Botschafter des Emirates in den USA, Yussf al-Otaiba, auf Fragen der britischen Zeitung „Independent“ die Auskunft verweigerte.

Die Trainer der Söldner wiederum kommen aus der französischen Fremdenlegion und der britischen Eliteeinheit SAS .
Jahresgehalt: mindestens 200.000 US Dollar, steuerfrei, und freie Unterkunft und Verpflegung.

Lange Wartezeiten am Flughafen gibt es für dieses Söldnerpack nicht: In den Pässen der Söldner findet sich ein Stempel, der ihnen ungehinderten Durchmarsch durch Zoll und Immigration garantiert.

De Facto Nationalarmee
„Wir sind de facto die Armee der arabischen Emirate“ erklärte einer der Söldner, aus Kolumbien stammend, der mit Erfahrungen bei der Bekämpfung der kolumbianischen FARC-Guerilla aufwarten konnte. Fürstliche Bezahlung: Mindestens 10.000 US Dollar pro Mann und Monat. Nachteil: die Haudegen müssen in der Kaserne bleiben, ständig, Tag und Nacht, und können bei Tag nur die Sonne und den Wüstensand anglotzen.

Apartheid-Südafrika konnten diese Schiessprügel nicht vor dem Niedergang bewahren. Despotische Regime wie in Oman oder die Emirate am Golf, denen der Wind des arabischen Frühlings ins Gesicht bläst, können ihren geschichtlichen Untergang mit dem Söldnerhaufen vielleicht noch aufhalten – bestenfalls aber nur vorübergehend.

Der Wonga Coup
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kriminalitaet

IMF-Boss Dominique Strauss-Kahn – Skandale pflastern seinen Weg

Dr. Alexander von Paleske 15.5. 2011 —
Ein Fressen für den Sensationsjournalismus: Der Chef des Internationalen Währungsfonds und Sozialdemokrat Dominique Strauss–Kahn, außerdem aussichtsreicher Kandidat für die französischen Präsidentschaftswahlen nächstes Jahr, ist gestern aus dem Flugzeug heraus in New York verhaftet worden.


Dominique Strauss-Kahn (R) vor Gericht in New York – Screenshot: Dr. v. Paleske

Schwere Vorwürfe
Vorwurf: Verdacht der versuchten Vergewaltigung, Freiheitsberaubung und Körperverletzung.

Das Ganze soll sich in einer Suite des Sofitel-Hotels in New York abgespielt haben (Übernachtungspreis 3000 US Dollar)

Ein Skandal nach dem anderen
Es ist nicht der erste Skandal, in den Strauss-Kahn verwickelt ist, aber es könnte wohl sein letzter als IMF-Boss sein.

Dabei wird in den heutigen Sensations-Presseberichten gerne unterschlagen, dass die bekannte Skandalchronik bereits in das Jahr 1990 zurückreicht, als DSK, wie Dominique Strauss- Kahn abgekürzt genannt wird, in einen riesigen Waffenexportskandal verwickelt war: Es handelte sich um die Lieferung von sechs Kriegsschiffen (Fregatten) an Taiwan. Ein Auftrag, den die französische Firma Thomson CSF (heute Thales) an Land gezogen hatte. Auftragswert: 2,8 Milliarden US Dollar,angeblich darin 350 Millionen US Dollar Schmiergelder versteckt.

Aber der damalige französische Außenminister Roland Dumas hatte , weil dieser Milliarden-Auftrag außenpolitische Verstimmungen mit der Volksrepublik China zur Folge haben würde, dagegen sein Veto eingelegt.
Dieses Veto wurde von der Firma Thomson CSF auf zwei Wegen bekämpft:

Einmal beauftragte sie die französische Erdölfirma Elf- Aquitaine (heute. TotalElf Fina ) Dumas zu bestechen. Die Beauftragung von Elf lief über eine Geliebte des Außenministers namens Christine Deviers Joncour, „Hure der Nation“, die mit dem Elf-Vize Alfred Sirven bekannt war.
Thomson bestach Joncour, die daraufhin mit Alfred Sirven redete und auf Dumas einredete.

Elf bestach im Auftrag von Thales dann Roland Dumas, der schließlich umfiel und sein Veto zurückzog.

Außerdem soll Strauss-Kahn als damaliger Außenhandelsminister bestochen worden sein. Strauss- Kahn war seinerzeit auch Vorsitzender einer obskuren französisch-taiwanesischen Freundschaftsgesellschaft, deren Personal wiederum identisch mit dem der Studentenkrankenkasse MNEF war, die wiederum Strauss-Kahn für seine angeblichen „Beraterdienste“ bezahlte, und zwar aufgrund von vordatierten Rechnungen. Wie schön.

Der Strafprozess gegen Strauss-Kahn verlief gleichwohl im Sande, weil die Angestellten der MNEF für ihn die Schwurhand hoben.

Über die weiteren Detail dieses Skandals, in dessen Folge auch ein taiwanesischer Offizier, der sich quergelegt hatte, ermordet wurde, und der vormalige französische Präsident Chirac offenbar ebenfalls Millionenbeträge kassiert haben soll , siehe hier.

Capable of anything
Die nächsten Strauss-Kahn-Skandale liegen bereits im sexuellen Bereich:

Gegenüber der sozialistischen Abgeordneten Aurélie Filipetti wurde er sexuell handgreiflich, und die sorgte anschliessend dafür, dass sie nie mehr mit ihm allein in einem Raum war.

Im Jahre 2002 versuchtte DSK angeblich, mit einer Journalistin namens Tristane Banon, die ihn interviewte, Sex zu haben. Inwieweit es sich hier um sexuelle Belästigung oder mehr gehandelt hatte, ist nicht ganz klar.
Angebliche Details hier.
Die Journalistin, Patentochter von Strauss-Kahns zweiter Ehefrau, beschrieb DSK bei anderer Gelegenheit als aggressiv und gewalttätig, als „geilen Schimpansen“, und der bekannte französische Schauspieler Roger Hanin pflichtete ihr bei: „He is capable of doing anything.“

und Interview aus dem Jahre 2008 hier:

Ein diesbezügliches Kapitel in ihrem Buch musste Tristane Banon auf Verlangen des Verlagshauses herausnehmen.


Tristane Banon – Screenshot: Dr. v. Paleske

Eine Anzeige erstattete Tristane Banon gleichwohl nicht. Begründung: Angst vor Rache und Zweifel, dass ihr überhaupt geglaubt würde. Hinzu kam, dass auch ihre Mutter, Anne Mansouret, die mit Strauss-Kahn gut bekannt war, ihr von einer Anzeige abriet, was sie heute zutiefst bedauert, denn monatelang nach diesem Ereignis war ihre Tochter traumatisiert, und litt an Depressionen.


Anne Mansouret … meine Tochter war traumatisiert – Screenshot: Dr. v. Paleske

Dieser Skandal kam deshalb erst heraus – fand aber keine weitere Aufmerksamkeit – als ein neuer Sexskandal im Jahre 2008 Schlagzeilen machte: diesmal mit einer verheirateten ungarischen IMF-Angestellten namens Piroska Nagyn. Nun meldete sich auch Tristane Banon zu Wort..

Die ursprünglich erhobenen Vorwürfe wegen Missbrauchs einer Abhängigen (Piroska Nagyn) seitens Strauss-Kahn wurden aber nach einer internen IMF Überprüfung fallengelassen. Strauss-Kahn blieb im Amt.

Die jetzt erhobenen Vorwürfe wiegen jedoch ungleich schwerer. Aus der Luft gegriffen sind sie aber wohl nicht.

Offenbar war Strauss-Kahn in Paris für seine „Eskapaden“ längst bekannt, einschliesslich Besuchen in „Swinger Clubs“. Und nur noch sehr wenige Journalistinnen gingen zu einem Interviewtermin
mit ihm ohne Begleitung.

Zahltag für französischen Rüstungkonzern oder: wie schmiert man eine Republik/Provinz

Elf – oder Sprit für Bestechungen im Grossformat

Clearstream ein Megaskandal in Frankreich

Ein Berg von Korruption und ein Maulwurfshügel von Strafverfahren- Oder: Keine Aufklärung des Leuna-Skandals zu erwarten


David gegen Goliath: Französischer Journalist Denis Robert obsiegt im Verfahren wegen übler Nachrede gegen die Deutsche Börse-Tochter Clearstream.

spionage

Declassified Documents Show Pakistani Refusal to Help Apprehend Terrorist before 9/11

National Security Archive – As the discovery of Osama bin Laden in Abbottabad, Pakistan, raises fresh questions about U.S.-Pakistan relations, newly released documents show that as early as 1998 U.S. officials concluded the Government of Pakistan „is not disposed to be especially helpful on the matter of terrorist Usama bin Ladin.“ According to previously secret U.S. documents, Pakistani officials repeatedly refused to act on the Bin Laden problem, despite mounting pressure from American authorities. Instead, in the words of a U.S. Embassy cable, Pakistani sources „all took the line that the issue of bin Ladin is a problem the U.S. has with the Taliban, not with Pakistan.“


1998 State Deparment talking points describe unsuccessful efforts, through Pakistan, to have Bin Laden expelled from Taliban-controlled Afghanistan.

The documents in this compilation – part of the National Security Archive’s developing Osama Bin Laden File – were obtained by the Archive through the Freedom of Information Act. They reveal a history of „disappointment that Pakistan … a good friend of the U.S., was not taking steps to help with Usama bin Ladin (UBL.)“

As an ally to both the Taliban and the United States, Pakistan was balancing conflicting policies towards the Bin Laden question. Islamabad continued to support the Taliban regime in Afghanistan, an organization protecting the al-Qaeda leader, while simultaneously promising U.S. leaders it was „taking the bin Laden matter very seriously,“ and would cooperate with U.S. counterterrorism efforts. Portending momentous events to come, U.S. officials in 1998 lamented that getting Pakistani help in apprehending bin Laden would be „an uphill slog.“

Read the Documents

SATIRE

Stefan Raab: Deutsche, heute ist Lena-Tag

Dr. Alexander von Paleske — 14.5. 2011 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Stefan Raab
Entertainer
c/o Abt. Unterschichtenfernsehen, Klamaukfernsehen
TV Witzchen
Firma Hirnvoll
München

Deutsche,

heute ist einer der wichtigsten Tage im Deutschen National-Kalender: Heute ist Lena-Tag.

Heute abend wird Lena wieder auf dem Siegertreppchen stehen.


Mein Star Lena

Diese Euro Sing-Sang- Konkurrenten taugen bestenfalls für Provinz- und Scheunenfeste mit ihrer Performance.

Wesentlicher Unterschied
Allerdings gibt es einen wesentlichen Unterschied zum letzten Euro-Liedchen-Contest:
Diesmal werde ich auf der Siegertreppe als erster stehen, und nicht als zweiter hinter Lena wie bei der letzten Ausscheidung.

Erst nachdem der hochverdiente Beifall für mich abgeklungen ist, werde ich Platz für Lena machen.

Ich bin der eigentliche „spiritus rector“, Promoter, Karriere-Pusher, Coach und Liedchenschreiber für Lena, und das muß sich einfach auch in der Personenfolge auf der Siegertreppe ausdrücken.
Ich werde dann mein breites Metzgersgrinsen aufsetzen, und anschließend wird Lena auf die Knie fallen und mir danken.


Metzgersgrinsen, Schamlosigkeit, Schadenfreude, Verwurstung und heute auf der Siegertreppe – Deutschlands einzig wahre Hoffnung: Quotenkönig Stefan der Erste

So muss es sein.

Ich habe auch noch viel vor mit Lena. Nachdem sie sich noch ein Tattoo mit meiner Visage auf den rechten Oberarm hat anbringen lassen, wird sie meine ständige Mitarbeiterin in der Unterschichten-Anspruchslos-Schadenfreude-Show TV Total bla bla.

Sie wird die Abteilung Personality -Interviews übernehmen. Dort wird sie öffentlichkeitsgeile Persönlichkeiten, die unbedingt im Fernsehen gesehen werden wollen, verwursten, bloßstellen und der Lächerlichkeit preisgeben. Sehr unterhaltend.

Eine kleine Kostprobe für ihr freches und respektloses Können hat sie bereits im Interview mit dem greisen Entertainer aus der Fernsehsteinzeit, Frank Elstner, abgeliefert. Die Presse hatte nach dem Interview aufgeheult mit Schlagzeilen wie: „Was ist mit Lena los“? Aber da werden noch wesentlich stärkere Hämmer kommen, denn das war erst der Anfang..

Deutsche, Ihr dürft stolz sein auf mich, unsere Lena, und Euch auf die Siegerehrung, und natürlich auf das neue TV-Total-bla bla freuen.

Seid alle ganz herzlich gegrüßt von Eurem Unterschichten-Anspruchlos-Schadenfreude-Entertainer

Stefan Raab

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