SATIRE

Kretschmann 21 zur Bahnhofsfrage Stuttgart

Dr. Alexander von Paleske — 5.3. 2013 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Winfried Kretschmann
Obergrüner
Landesvater Baden-Württembergs
Bahnhofsstrasse 1
Stuttgart

Liebes Grünes Wahlvölkchen,

Stuttgart 21 ist heute – trotz Kostenexplosion – im Bahn-Aufsichtsrat durchgedrückt worden. Aber anstatt diese Leute nun anzugreifen, bringt das Wochenblättchen STERN in seiner Online Ausgabe heute eine Meldung, die sensationell aufgemacht, aber nichts anderes ist als eine alte Schote ist:

Ein übles Spiel mit grüner Beteiligung
Der neue Tiefbahnhof in Stuttgart wird nicht mehr Züge bewältigen als der alte. Dabei war das genau das Argument mit dem die Bürger geködert wurden. Die grüne Landesregierung wusste das und schwieg

Wir Grüne in der Landesregierung sollen die Wähler also über die Leistungsfähigkeit und die Baukosten von Stuttgart 21 getäuscht haben? So ein Quatsch!

Dazu erkläre ich
Dazu erkläre ich als obergrüner Landesvater:

Stuttgart 21 ist eine Realität, die wir nur kurzzeitig angezweifelt haben, weil wir dadurch das Wählerwasser auf unsere grüne Mühle leiten konnten.

Das hat ja auch fabelhaft geklappt, ich bin Ministerpäsident, was will man mehr.


Das bin ich: Kretschmann 21

Natürlich hatten wir Grüne uns längst innerlich mit dem Projekt abgefunden. Auch dass die anvisierten Kosten nichts als eine Fata Morgana waren.

Allerdings ist es lächerlich, wenn der STERN heute berichtet, die Endkosten würden schliesslich bis zum Eröffnungstage möglicherweise bis auf 20 Milliarden Euro steigen.

Maximale Obergrenze
Wir Grüne haben uns innerlich vielmehr auf eine maximal akzeptable Kostenobergrenze von 19,5 Milliarden Euro eingestellt.

Auch ist es lächerlich, wenn nun der STERN, davon redet, die Fertigstellung sei nach Ansicht von Fachleuten erst 2025 erwartbar.

Wir Grüne rechnen vielmehr erst mit einer Fertigstellung im Jahre 2030, weil wir, um den Volkszorn zu mindern, die Bauarbeiten einfach verlangsamen und so anfallenden Baukosten strecken.

Im übrigen möchte ich noch anmerken: der STERN hat bis heute nicht begriffen, dass durch Schweigen denknotwendig keine Lügen fabriziert werden können. Schweigen ist bekanntlich Gold, wenn es um so heikle Fragen geht, denen wir Grüne nur allzu gern ausweichen.

Wahlkampftaktik erforderlich
Natürlich wird meine Regierung sich auch weiter an den Baukosten beteiligen, aber bis zur Bundestagswahl werden wir uns wahlkampftaktisch zieren, und ordentlich Schaum schlagen.

Stuttgart 21 muss zum Waterloo für die Merkel werden. Mit ein paar grün-angehauchten Reformvorstellungen lassen sich nun einmal die Wahlen gegen Mutti nicht gewinnen.

Nach den Bundestagswahlen werden wir dann den schwäbischen Staatssäckel öffnen. Diesen Vorgang werden wir den Wählern als verantwortungsvolles Staatshandeln verkaufen. Grossartig.

Bahn muss sparen
Selbstverständlich muss auch die Bahn, neben dem Bund, ordentlich die Bahnhofs-Baugrube mit Dukaten füllen. Aber das lässt sich durch Lohnkürzungen bei den unteren Lohngruppen, Streckenstillegungen und Fahrpreiserhöhungen problemlos bewerkstelligen.

Natürlich widerspricht das prinzipiell einigen grünen Parolen, aber wir sind eine Mittelschichts-Partei, und keine Arbeitnehmerpartei oder gar Arbeitslosen-Partei, wie wir seinerzeit bei der Verabschiedung von Hartz IV und der Agenda 2010 des Gasprom-Schröder ja deutlich gezeigt haben.
Ich erinnere an die damalige Stellungnahme unserer theologisch (teil-)gebildeten Frontfrau Katrin Göring-Eckardt:

„Hartz 4 erfüllt wichtige grüne Forderungen, die das Arbeitslosengeld II zu einem Schritt in Richtung Grundsicherung machen. Mit der Zusammenlegung der Arbeitslosenhilfe und der Sozialhilfe wird eine aktivierende Grundsicherung geschaffen, die das soziokulturelle Existenzminimum sichert und die Aufnahme von Erwerbstätigkeit fördert.“

Nur gelegentlich – vor Wahlen – ziehen wir uns ein sozial gefärbtes Mäntelchen an.

Heimat von Opportunisten
Wir Grüne sind schliesslich auch noch Heimat für Opportunisten vom Schlage eines Joseph Martin (Joschka) Fischer, der vom gewalttätigen Putzgruppler und Radauparlamentarier über den GröDAAZ nun zum Industrie-Klinkenputzer mutierte, oder für den Obergrünen Trittin, der an der Demokratie-verhöhnenden Geheimkonferenz Bilderberg teilnahm, und für kritischen Investigativ-Journalismus die griffige Formulierung „Schweinejournalismus“ erfand.

Vielseitig und staatstragend
Wir Grüne sind eben vielseitig, staatragend, verantwortungsbewusst und hochflexibel.

An Prinzipien lassen wir uns jedoch nicht wie mit Pattex festkleben.

Grün hat Zukunft, und in Baden-Württemberg lässt sich heute schon sagen:

Grün macht Zukunft.

Deutschland, wir Grüne kommen, Stuttgart 25, äh ich meine 21, wird kommen.

Ich, der Winfried 21, bleibe was ich bin: Landesvater im Schwabenländle

Herzlichst
Gez. Winfried Kretschmann

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deutschland

Peer Steinbrück – Er kann es nicht (lassen)

Dr. Alexander von Paleske —- 28.2. 2013 —-

Peer Steinbrück redet wie „Hein von der Werft“, aber er ist kein Werftarbeiter, war auch nie einer, kommt auch nicht aus einem Arbeiterhaushalt, und wenn „Hein von der Werft“ nach Hause kommt, dann darf er von einem Kanzlerkandidaten der SPD wohl mehr erwarten, als Sprüche, die in der Frühstückspause auf der Werft gekloppt werden.

Populismus der billigsten Sorte
.Was als vermeintlich klare und richtige Stellungnahme zum Wahlausgang in Italien von seinen Parteifreunden jetzt so hochgejubelt wird – wohl mehr aus Verzweiflung denn aus Einsicht – ist nichts als Populismus der billigsten Sorte.


Peer Steinbrück …..oder Peerlusconi?
Screenshot: Dr. v. Paleske

Steinbrück hätte ja im Wahlkampf die Mitte-Links Koalition Italiens unterstützen, und dabei auch Berlusconi angreifen können:

-dessen Mafia Kontakte, über die wir hier berichtet haben

-dessen permanente Verhöhnung des Rechtsstaats

-dessen Medienterror

-seine leeren Versprechungen

-sein wiederholtes Lob für den faschistischen Diktator Benito Mussolini

-Und vielleicht – aber nur nebenbei – noch seine amourösen Eskapaden.

Nicht als Clown, sondern als eine reale Gefahr für die Demokratie in Italien hätte er ihn darstellen können und müssen. All das hat er jedoch nicht gemacht.

Nach der Wahl sich hinzustellen, und dann mit primitiv-populistischen Sprüchen indirekt auch noch die Wähler zu beleidigen, die – leider – Berlusconi gewählt haben, ist einfach miserabel.

Mit der Bezeichnung „Clown“ verharmlost Steinbrück den Mafiafreund und Totengräber des Rechtsstaats, Silvio Berlusconi, auch noch, und beleidigt nebenbei die professionellen Clowns.

Geheimtreffen und Populismus
Während Peer Bilderberg-Steinbrück gerade ein Geheimtreffen mit den Bossen der im DAX gelisteten Unternehmen hinter sich gebracht, und denen vermutlich versichert hat, wie sehr er auf ihrer Seite steht, will er offenbar weiterhin durch populistischen Quark der Masse der Bevölkerung vorgaukeln, dass er ein Mann aus dem Volk ist, dessen Sprache spricht und dessen Interessen er vorgeblich vertritt.

Der billige Versuch, nach seiner Fettnäpfchen-Tour zu punkten.

Nein, der Steinbrück kann es nicht, und er kann es nicht lassen, dämliche Sprüche loszulassen:

Pirat Störtebeker müsse nach Zypern, um dort bei den Banken aufzuräumen

– Die deutsche Kavallerie müsse in die Schweiz geschickt werden.

Aber wenigstens hat der Bundestag heute mit den Stimmen auch der SPD und der Grünen die Bundeswehr schon mal nach Mali geschickt.

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Medizin

Neue Partydrogen treiben HIV-Infektionen in London hoch

Dr. Alexander von Paleske —- 25.2. 2013 —-
Eine neue (alte) Droge ( früher schon als Pervitin bekannt) erobert die Londoner Party-Szene insbesondere die „All Weekend-Partys“ im Sturm: N-Methylamphetamin (Metamphetamine), in kristallisierter Form. (Zu den Wirkungen und vor allem den Nebenwirkungen siehe hier)

Alarmierende Zunahme sexuell übertragbarer Erkrankungen
Insbesondere in Teilen der Schwulenszene, aber nicht nur dort, führt der Rausch der neuen Droge zu zunehmend sorglosem, ungeschützten Sex mit katastrophalen Folgen: Die Infektionszahlen für HIV und Hepatitis C steigen dramatisch an.

Ebenfalls nimmt die Zahl der klassischen Geschlechtskrankheiten wie Gonorrhoe, Syphilis und Lymphogranuloma venereum zu. Wobei die Behandlung der Gonorrhoe immer schwieriger wird, dank zunehmender Antibiotikaresistenz der Erreger.

In den vergangenen Jahren waren als Partydrogen vor allem Ecstasy und Kokain, sowie Ketamin, y-Butyrolacton (GBL) und Amphetamin (Speed) verbreitet.

Im Jahre 2009 kam Mephedrone dazu, und nun ist Methamphetamin (in kristallisierter Form ) der Renner. Es treibt die User auf nie gekannte Kicks, ohne Schlafbedürfnis für Tage. Die neue „Speed Highway“ Droge wird geschnupft, geraucht oder injiziert. Letzteres auch als Slamming bezeichnet. Ein unmittelbarer und unvergleichlicher Kick wird erlebt, bis es dann zum Absturz kommt.

Während bis dato die Mehrheit der „Party-Raver“ immer noch Kombinationen aus Mephedron, Kokain und GBL sich reinhaute, und von der Hardcore Droge Methamphetamine, auch „Tina“ genannt, sich fernhielt, geht der neueste Trend deutlich in Richtung: Höherer Kick, höheres Risiko, und in der Folge mehr ungeschützter Sex.

Folge einer Trendwende
Im Jahre 2011 kam es als Resultat der Trendwende zu einem neuen Höchststand mit insgesamt 3010 neuen HIV-Infektionen, vorwiegend – aber nicht ausschliesslich – in der Schwulenszene, davon allein 1296 Fälle allein in London, wie die hochangesehene Medizinzeitung LANCET im Januar 2013 berichtet.

In der 56 Dean Street Clinic im Londoner Stadtteil Soho, wurden alleine 511 neue HIV Fälle registriert, wovon 482 in der Gruppe MSM (Men Sex with Men).

Der Prozentsatz von Metamphetamin-Usern, die sich diese neue Droge wegen des unmittelbaren und höheren Kicks injizieren, stieg in der Klinik von 30% in 2011 auf 80% im Jahre 2012 , wobei 70% die Nadeln anderer User mitbenutzen, der beste Weg zur Übertragung von HIV und Hepatitis.

Treibsatz Internet
Als Treibsatz für diesen steigenden Konsum fungiert das Internet, wo zum einen die Ankündigungen der Partys zu finden sind, und dann Tipps zur Herstellung von Methamphetamin.

Schliesslich auch noch die Leichtigkeit der Beschaffung.

Die Injektions-Zubereitung findet entweder mit Wasser oder mit Eigenblut statt, das dann auch noch weiteren Konsumenten weitergereicht wird.

Die Gruppe der User von Metamphetamin sind nicht die typischen Junkies, sondern auch und gerade Professionals, darunter, man glaubt es kaum, auch Ärzte.

HIV-Infizierte nehmen oftmals während der tagelangen Ekstase ihre antiretroviralen Medikamente nicht ein, was das Infektionsrisiko zusätzlich erhöht und ausserdem der Medikamentenresistenz Vorschub leistet.

Über eine Zunahme der Infektionen mit Hepatitis C wird auch aus der Schweiz berichtet, wo die Zahl der neu Infizierten im Vergleich zu vor 15 Jahren nun 18 mal so hoch ist.

Auch in Deutschland
Auch in Deutschland breitet sich die Droge Methamphetamin mittlerweile mit rasender Geschwindigkeit aus, wie die ZEIT vom 24.1. 2013 berichtete: „Der Seelen Fresser“


ZEIT vom 24.1. 2013

Hergestellt wird die Droge teils in Nigeria, teils bereits auch in Hintertreppen-Labors in Deutschland.

Inwieweit die Droge auch, wie in Grossbritannien, zu sorglosem ungeschützten Sex, und damit höheren HIV- und Hepatitic C-Infektionen führt, darüber gibt bisher keine Zahlen. Auch nicht über die Zunahme des Needle-Sharing.

Während sich die Droge weiter ausbreitet, und offenbar auch in Deutschland zu einem echten Problem wird, nehmen die Politiker das Problem kaum zur Kenntnis. Ein schwerer Fehler.

Opioide – eine weitere „legale“ Sucht in den USA

Bleibt die Gonorrhoe (Tripper) behandelbar?

Anmerkungen zum Welt-AIDS-Tag

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SATIRE

Granate-Renate Kuenast zu drängenden Fragen der Zeit

Dr. Alexander von Paleske — 23.2. 2013 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Granate-Renate Kuenast, MdB
Stellvertretende Obergrüne
Reichstagsgebäude
Berlin

Guten Morgen Grüninnen und Grüne,

zwar bin ich nach der Wahl des Duos Flaschenpfand-Trittin und der nichtakademischen Theologie-Fachfrau Goering-Eckardt etwas in den grünen Hintergrund gedrängt worden, aber wer glaubt, mich abschreiben zu können, der irrt gewaltig. Ich äussere mich lautstark, wie jetzt auch hier, zu den drängenden Fragen der Zeit und grünen Sachproblemen.


Das bin ich in Aktion

Zum Kriegseinsatz in Mali
Gerade habe ich das in den Medien zu unserem bevorstehenden Kriegseinsatz in Mali getan. Den werden wir kritisch wohlwollend prüfen, also im Bundestag passieren lassen. Genauso wie unser kontinuierliches Abnicken des (sinnlosen) Afghanistan-Abenteuers – trotz aller Schreckensmeldungen, die von dort kommen: Korruption grössten Ausmasses und Kämpfe selbst in der einst absolut friedlichen Stadt Kundus in dieser Woche.

Nur ein erster Schritt
Natürlich sind die jetzt vorgesehenen 300 Bundeswehr-Soldaten nur ein erster Schritt, bald werden es wesentlich mehr sein, und das lässt sich recht einfach lösen, indem wir aus dem Afghanistan-Abzug einfach einen Umzug machen.

Schliesslich muss es doch möglich sein, nach dem Afghanistan- Debakel diesen Moslem-Radikalinskis irgendwo in der islamischen Welt mal eine ordentliche Niederlage beizubringen.

Leider wollen diese Islamisten in Mali ja nicht das Handtuch werfen, so ist ein Ende des Krieges dort noch gar nicht abzusehen.
Vorgestern griffen diese Gotteskrieger erneut die im Norden gelegene Stadt Gao an, die ja längst als befreit galt. Und nur mit Hilfe der französischen Fremdenlegion konnten sie von dort nach stundenlangen Schiessereien wieder vertrieben werden

Ohne Jahreszahl
Die Franzosen hatten ja angekündigt, Anfang März wieder aus Mali sich zurückziehen zu wollen Die hatten aber offenbar vergessen, eine Jahreszahl dazuzusetzen, denn im März dieses Jahres werden sie sicherlich nicht abziehen, der Krieg fängt ja jetzt erst richtig an.

Der deutschen Volksgemeinschaft werden wir Grüne die Legende von der Etablierung der Demokratie in Mali unterjubeln, genauso, wie wir es seinerzeit mit dem Demokratieversprechen und der Frauenbefreiung in Afghanistan gemacht haben.

Wenn alles schiefgehen sollte, dann ziehen wir uns nach ein paar Jahren, und nach einem Dutzend gefallener Bundeswehrsoldaten, eben wieder aus Mali zurück.

Zum bevorstehenden Bundestagswahlkampf
Dieses „politische Trampeltier“, der SPD-Peer Bilderberg-Steinbrück hatte zu einem Geheimtreffen mit den Bossen der im DAX gelisteten Unternehmen eingeladen, und zwar ohne uns Grüne darüber zu informieren, geschweige denn einzuladen, wie ich dem Handelsblatt entnehmen musste:

Steinbrück umgarnt die Wirtschaft bei Geheimtreffen“

Dort hat er offenbar versucht, den Industriebossen Freundschaft anzudienen, im Gegenzug ihnen versprochen, dass keine grundsätzlichen Änderungen in der Besteuerung von (selbst märchenhaften) Unternehmensgewinnen nach einer Regierungsübernahme durch ihn zu erwarten seien, er vielmehr nach der Devise verfahren werde:
.
Viel muss sich ändern, damit alles beim alten bleibt.

Auch hat er wohl durchblicken lassen, dass er natürlich nichts dagegen habe, wenn diese Bosse ihm auch ein paar Dukaten als Wahlkampfhilfe zustecken würden, ganz im Gegenteil!.

Grundsätzlich keine Einwände
Dazu erklären wir Grüne:

1. Wir haben grundsätzlich keine Einwände gegen undemokratische Geheimkonferenzen. Auch unser Flaschenpfand-Jürgen, und der ehemalige GröDAAZ und jetzige Industrie-Klinkenputzer, Joseph Martin (Joschka) Fischer, haben ja bereits an Bilderberg-Geheimkonferenzen der IG Banken, Adel, Militärs und Industrie teilgenommen. Daselbst dann wertvolle und hochinteressante Gespräche mit hochpotenten Entscheidungsträgern geführt, und später diese Teilnahme als zwar undemokratisch, aber als absolut notwendig offensiv verteidigt.

2. Es gehört sich aber nicht, uns, den potentiellen Koalitionspartner, einfach von der Steinbrück-Geheimkonferenz auszusperren. Auch wir hätten, ähnlich wie der Bilderberg-Peer, den Industriebossen gerne erklärt, dass mit uns alles beim alten bleibt, und auch gerne die Hand für milde Wahlkampfgaben aufgehalten.

Klotz am Bein
Aber, wie sich heute wieder einmal zeigt, wird der Bilderberg-Peer immer mehr zu einem Klotz an unserem Wahlkampf-Bein.

Nun stellt sich heraus, dass die Anwalts-Kanzlei Frischlinge, Krächsinger und Bruchhaus nicht nur 1,8 Millionen für ihre Steinbrück-Beratungstätigkeit kassiert hat, sondern honorarmässig, nach der Ratgeberschaft zur Überwindung der Bankenkrise, mit insgesamt 7,5 Millionen Euro richtig zulangen durfte, frei nach dem Motto:

Erst helfen wir bei der Formulierung der Gesetze, dann helfen wir bei deren Anwendung, und schliesslich halten wir die Hand auf.

Wir als Grüne können leider dieses „politische Trampeltier Peer“ kaum stoppen, und beschränken uns deshalb darauf, wie Flaschenpfand- Jürgen es in seinem Grossen SPIEGEL-Interview bereits gemacht hat, die (angeblich) enorme Lernfähigkeit des Bilderberg-Steinbrück hervorzuheben: „ein Bemühen erkennbar“.

So viel erst einmal für heute.

Seid alle ganz herzlich gegrüsst von

Eurer

Grünen-Granate-Renate (Kuenast)

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Zu den Grünen
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USA

MLM-Firma Herbalife und eine Schlammschlacht zwischen Wallstreet-Spekulanten

Dr. Alexander von Paleske — 20.2.2013 —
„Schlammschlacht der Wall Street Könige“ titelte das Handelsblatt vor etwas mehr als zwei Wochen einen Artikel. Die verbale Schlammschlacht fand vor knapp drei Wochen zwischen zwei Wall- Street Spekulanten statt: Carl Icahn (76), und Hedge-Fond Manager Bill Ackmann (46).

Derartige Auseinandersetzungen, selbst in der pöbelhaften Sprache, der sich die beiden Kontrahenden befleissigten, interessieren uns hier aber nicht weiter.

Unser Interesse gilt einzig dem Gegenstand ihrer Auseinandersetzung: Der Multi-Level-Marketing-Firma Herbalife, in dem Artikel auch als „Pharmafirma“ bezeichnet.

MLM – nicht zum ersten Mal
Es ist nicht das erste Mal, dass wir uns mit diesen MLM-Firmen beschäftigen, die Millionen Haushalte weltweit mit dem Versprechen gelockt haben, leicht nebenher Geld zu verdienen.

Die Firma Herbalife, in den USA beheimatet, verkauft seit Jahren Mittel zur Nahrungsergänzung, Pflege und Diät, und zwar nicht über Grosshändler an Einzelhändler, und diese dann weiter an Kunden, sondern im Direktvertrieb über rund 2,3 Millionen Verkäufer in 80 Ländern.


Herbalife-Werbeträger: Fussballer David Beckham. Screenshot: Dr. v. Paleske

Zu diesen MLM Unternehmen gehört auch die US Firma Amway, und mittlerweile sind auch chinesische Firmen wie Tiens auf den MLM Zug gesprungen.

MLM-Prinzip
Das Prinzip ist immer das Gleiche: die Verkäufer dieser Produkte sind Einkäufer, Lagerhalter, Auslieferer, Werbeperson und Rekrutierer weiterer Verkäufer – alles in einem.

Das Werbe- und Schulungsmaterial muss von den Verkäufern ebenfalls in der Regel eingekauft werden, und wird nicht etwa kostenlos zur Verfügung gestellt.

Richtig Geld verdienen lässt sich jedoch nur, wenn eine grosse Zahl weiterer Verkäufer rekrutiert werden, die dann wiederum weitere Verkäufer rekrutieren.

MLM in Deutschland
Auch in Deutschland vertreiben Tausende von „Beratern“ die Produkte von Herbalife, Amway und anderen MLM-Firmen, auch chinesischen mittlerweile.

Ansprechen lassen sich natürlich leicht Menschen, die bereits in finanziellen Problemen stecken, und glauben, mit diesem Direktverkauf ihre finanziellen Probleme zu lösen, oder zumindest zu verringern.

Ein Hedge-Fond- Manager bläst zum Angriff
Nun hat der Hedge Fond Manager William Ackmann zum Angriff gegen Herbalife geblasen,

Er erklärte:

Herbalife sei keine anständige Firma, sondern ein sozialschädliches Betrugsunternehmen, das in Wirklichkeit keinen echten wirtschaftlichen Wert besitze

– diese Firma einen enormen finanziellen Schaden verursache, gerade bei denen, die finanziell ums Überleben kämpften

Gleichzeitig kündigte Ackmann an, dass er Leerverkäufe der Herbalife-Aktien vornehme, weil mit einem kräftigen Kurssturz zu rechnen sei, sein Gewinn an dem Absturz der Herbalife-Aktie würde er aber nicht einstecken, sondern wohltätigen Organisationen zur Verfügung stellen.

Bereits zuvor hatte ein anderer Hedgefond-Manager, David Einhorn, öffentlich Zweifel an dem Geschäftsmodell von Herbalife geäussert.

Nicht überraschend
Das alles ist aber keineswegs überraschend. Bereits seit Jahren bekämpft Robert L. FitzPatrick diese Firmenstrategie, und veröffentlicht regelmässig Warnungen auf seinem Blog, Pyramid Scheme Alert

www.pyramidschemealert.org

Durch Prozess ans Tageslicht gebracht
Wie wenig für die Verkäufer am unteren Ende des Vetriebsweges – trotz der zeitaufwendigen und mühevollen Arbeit – letztlich finanziell übrig bleibt, das wurde in einem Gerichtsverfahren in Grossbritannien offenbar:
Nur 90 von 33.000 Netzwerkern der weltweit grössten MLM-Firma, AMWAY , erzielten ein Einkommen, das nicht nur die Kosten deckte, sondern als einträgliches Geschäft bezeichnet werden konnte.

Das sind weniger als 1%.

MLM-Kritiker FitzPatrick dazu:

– Die Rekrutierung von Netzwerkern in diesen Firmen
ähnele offenbar einem Pyramiden-Schema

– 99% der Netzwerker verdienten netto weniger als 10
US Dollar pro Woche

– Die Totalverluste der „Fusssoldaten“ beziffert er auf
rund 5 Milliarden US Dollar pro Jahr

-84% der Kommissionsgelder gingen an 1% der Netzwerker

– 60% aller Netzwerker seien neu rekrutiert was auf einen hohen „Turnover“ schliessen liesse

– 60-90% der Netzwerker gäben früher oder später auf

Die Konsumenten der Artikel sind nach seinen Feststellungen bei diesen speziellen MLM’s fast ausschliesslich die Netzwerker selbst, es gebe keinen eigentlichen nennenswerten Markt ausserhalb der Netzwerker, was zu immer neuer Rekrutierung von Verkäufer-Konsumenten zwinge.

Warum erst jetzt, warum nur Herbalife?
Zwei Fragen stellen sich:

-Warum erst jetzt dieser „Patriotismus“ und nicht schon wesentlich früher?

– warum nur Herbalife und nicht auch Amway und andere?.

Offenbar liess sich mit dem Spekulieren der Herbalife-Aktien und anderer MLM-Unternehmen gut Geld verdienen. Jetzt aber hat die die US-Börsenaufsicht SEC Untersuchungen über das Geschäftsgebaren dieser Firmen aufgenommen.
Wall-Street Spekulant Icahn möchte offenbar Herbalife nicht aus seinem Depot werfen, daher der Stunk.

Was bleibt?
Herbalife, Amway und wie sie alle heissen machen Wenige sehr reich, die Masse bleibt arm oder wird ärmer, trotz harter Arbeit.

Mehr noch, neben den finanziellen Schaden tritt der emotionale Schaden, das Gefühl des Versagens.

Schon vor vier Jahren schrieben wir dazu:

Nun bräuchte uns das nicht weiter zu interessieren, wenn jemand, sagen wir nach einigen Wochen, merkt, es läuft nicht. „Versucht und nicht geklappt“.
Aber das läuft bei vielen MLMs mit Verkäufergewinnung leider nicht so. Der Schaden sowohl emotional wie finanziell ist nicht selten beträchtlich.
Neben den finanziellen Verlusten gehen durch die Verdinglichung der Freundschaftsbeziehungen nicht selten auch lange Freundschaften in die Brüche und der Netzwerker, der ein Jahr oder noch länger dranbleibt, getrieben von dem Ehrgeiz es irgendwie zu schaffen, wird verständlicherweise versuchen, Druck auf seine Freunde auszuüben, seine Freundschaften nur auf den Gesichtspunkt der Nützlichkeit für sein Geschäft reduzieren. Und er wird, nachdem er viel Zeit und Aufwand in dieses „Unternehmen“ gesteckt hat, oftmals schlechter dastehen:. Geld weg, Freundschaft weg, Hoffnung weg.

Dazu findet sich in dem Handelsblatt-Artikel allerdings nichts. Vielmehr geht es dort um lediglich um die Schlammschlacht. Manch einer nennt das Journalismus.

Netzwerk-Multi-Level-Marketing: (K)ein Ausweg aus Arbeitslosigkeit und Finanznot?

Chinesische Firmen springen auf den MLM-Zug

kriminalitaet

Horsemeat scandal linked to secret network of firms

Intermediaries in horsemeat supply chain seem to be using similar companies to arms dealer Viktor Bout

Jamie Doward – Europe’s unfolding horsemeat scandal took a new twist on Saturday when it emerged that key intermediaries involved in the trade appeared to be using a similar secretive network of companies to the convicted arms trafficker Viktor Bout.

The Organised Crime and Corruption Reporting Project (OCCRP) identified an intermediary firm, Draap Trading, based in Limassol, Cyprus, as playing a pivotal role in shipping horsemeat across Europe.

Draap has confirmed that it bought horsemeat from two Romanian abattoirs. The company sold the meat to French food processors including Spanghero, which supplied another French company, Comigel, that turned it into frozen meals for the likes of food firm Findus, some of which had a meat content that was almost 100% horse.

Draap, which is owned by a trust in the British Virgin Islands tax haven, insists the meat it sold into France was labelled as horse. Spanghero says the meat arrived labelled „beef“. Jan Fasen, who runs Draap and has denied any wrongdoing, was convicted last year of selling South American horsemeat as German and Dutch beef.

In a development that sheds light on the mysterious networks operating in the European food chain, it has emerged that Draap’s sole director is an anonymous corporate services company called Guardstand, set up in 1996 and based in Limassol.

A 2011 joint report by the International Peace Information Service and TransArms, an organisation which researches arms shipments, produced evidence that Guardstand also owned a share in a business called Ilex Ventures, a connection that links the company to the global arms trade and Viktor Bout.

Documents filed in a New York court by US prosecutors allege that in 2007 Bout and an associate transferred almost $750,000 (£483,000) to Ilex for the purchase of aircraft to fly arms and ammunition around Africa’s trouble spots in breach of embargos.

The prosecutors said Ilex was owned and controlled by Bout, an international weapons dealer known as the „merchant of death“, who last April was sentenced to 25 years in jail for arms smuggling.

But who owns Guardstand and why Draap employs it as a director is a mystery that is likely to be studied closely by fraud investigators. Guardstand’s sole shareholder is Trident Trust, a business based in Cyprus that specialises in establishing companies in tax havens chiefly for Russian and Ukrainian clients and which helped set up Ilex.

Petros Livanios, who runs Trident and was once a director of Ilex, declined the Observer’s requests for an interview.

While there is no suggestion anyone at Trident was aware Guardstand may have been exploited by criminal networks, the opaque nature of its ownership will be a concern for investigators trying to unpick the web of interests that facilitate Europe’s meat trade.

„This illustrates why hidden company ownership is such a problem,“ said Rosie Sharpe, of the campaign group Global Witness. „It could be all too easy for crooks passing horsemeat off as beef, arms dealers fuelling wars or corrupt dictators nicking their country’s wealth to set up a company if they so wished. The ownership or control of European companies can be hidden perfectly legally by using nominees or companies incorporated in secrecy jurisdictions.“

Cyprus has been a favourite place through which former Soviet bloc oligarchs and military chiefs have laundered cash plundered from the privatisation programme of state assets that followed the end of the cold war. The island is seeking an EU bailout, but Germany is known to be balking at the prospect unless it reforms its offshore services industry.

„Cypriot companies frequently turn up in criminal investigations,“ Sharpe said. „They have been used by the Iranian government to evade sanctions, by Slobodan Milosevic to provide arms for the wars in Bosnia and Kosovo, and by Russian officials who used them to steal hundreds of millions of pounds.“ Last week the French authorities claimed the scandal had spread to 13 countries and 28 companies. Sorin Minea, head of Romalimenta, the Romanian food industry federation, blamed the crisis on „an international mafia ring“.

Christos Christou, Cyprus’s public health services deputy director, said investigators had seized a „variety of documents“ from Draap’s Limassol office which it would share with the European commission.

The scandal, which started in January when authorities in the UK and Ireland found traces of equine DNA in supermarket burgers, has raised concerns that criminal networks may be playing a role in the food chain. What seemed a UK and Ireland problem is becoming a major concern for many EU member states as they conduct tests to establish the security of their food chains.

Several slaughtermen in the UK have been arrested in connection with the UK arm of the scandal. On Thursday the Food Standards Agency raided three more meat processing plants and removed samples for testing, computers and documents.

The FSA said it had passed on evidence to Europol, the European Union’s law enforcement agency, as well as authorities in dozens of countries, suggesting at least part of the fraud has an international dimension.

As the scandal spread to school dinners and some of the UK’s largest catering firms and restaurants, Catherine Brown, chief executive of the FSA, said it was unlikely that the exact number of people in the UK who had unwittingly eaten horsemeat would ever be known.

Her comments came as the FSA released test results for possible horsemeat contamination.

The watchdog said 2,501 tests were conducted on beef products, with 29 results positive for undeclared horsemeat at or above 1%. The results related to seven different products, which have been withdrawn from sale. The products linked to the positive results were confirmed as Aldi’s special frozen beef lasagne and special frozen spaghetti bolognese, the Co-op’s frozen quarter-pounder burgers, Findus beef lasagne, Rangeland’s catering burger products, and Tesco value frozen burgers and value spaghetti bolognese.

Pub and hotel group Whitbread said its meat lasagnes and beefburgers had been affected. The firm, which owns Premier Inn, Beefeater Grill and Brewers Fayre, said the products had been removed from menus and would not be replaced until after further testing.

Tesco chief executive Philip Clarke yesterday emailed customers to tell them the supermarket was introducing „a new benchmark for the testing of products, to give you confidence that if it isn’t on the label, it isn’t in the product.“Figures released today by market analysts, Nielsen, show retail sales of frozen burgers are down 40% year-on-year in the wake of the horsemeat revelations.

SATIRE

Peer Bilderberg-Steinbrück: In der allergrössten Umfrage-Not, ist selbst ein Klamauk-Raab für mich gut

Dr. Alexander von Paleske — 15.2. 2013 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Peer Bilderberg-Steinbrück, MdB
Grün-Rosa Kanzlerkandidat und Fettnäpfchenspezialist
Karl Schiller Gedächtnis-Allee 66
BERLIN

Guten Morgen Deutschland,

nach meinem letzten Desaster mit dem Peerblog, auf den ich mich so gefreut hatte, bin ich nunmehr dem Ratschlag meiner Medienberater gefolgt, und werde meine mediale Präsenz positiv-drastisch verbessern, und insbesondere bei den jungen Unterschichten-Mitgliedern meine Akzeptanz erhöhen.


Das bin ich, Bilderberg-Fettnäpfchen-Peer ….werde Unterschichten Akzeptanz verbessern. Screenshot: Dr. v. Paleske

Dies werde ich auf zwei Wegen in Vilshofen-ähnlicher Manier bewerkstelligen:

1. Regelmässige Interviews und Stellungnahmen in der BILD-Zeitung

2. Ein Kandidatenduell mit der Merkel im Unterschichten-Fernsehen, mit dem Klamauk-Schadenfreude-Spezialisten Stefan Raab als Moderator.

Neue innovative Wege
Wie ich bereits gegenüber BILD erklärt habe, müssen neue innovative Wege gefunden werden, um aus dem Umfragetief herauszukommen. Da kann mir dieser Klamauk-Raabschläger durchaus nützlich sein.

Eigentlich fällt mir diese Entscheidung gar nicht so schwer, weil ich mit dem Quotenkönig „Stefan dem Ersten“ ja durchaus eine Reihe geistiger Berührungspunkte habe.


Stefan Raab …..geistige Berührungspunkte vorhanden

Ja, ich möchte fast sagen eine gewisse geistige Verwandtschaft mit diesem TV-Promi, dessen Grinsen mich immer an einen Metzger erinnert, der sich darüber freut, einem Kunden minderwertiges Fleisch angedreht zu haben.

Mehr noch
Metzger Raab und ich haben ja Sprüche, auch Döneken genannt, drauf, die besonders anspruchslose Gemüter erfreuen, und so ideal in Raabs Unterschichten-Fernsehsendungen passen. Und was ich noch nicht so perfekt für eine Unterschichtenshow drauf habe, das kann ich ja noch vom Raabschläger dazulernen.

Insofern hat der Jürgen Flaschenpfand-Trittin in seinem Interview mit den SPIEGEL-Leuten in dieser Woche durchaus – teilweise jedenfalls – recht, als er gefragt wurde:

Wie oft haben Sie schon darüber geflucht, dass Steinbrück zum Kanzlerkandidaten der SPD ausgerufen wurde? ….. Jetzt gab es wieder Ärger, wegen des Peerblogs. Halten Sie den Ex-Finanzminister für lernfähig?

Mein Bilderberg-Kollege Jürgen antwortete sinngemäss so:

Die Schule des Lebens kann niemand schwänzen, auch der Peer nicht. Wenn ich sehe, wie Steinbrück auf der Grünen Woche aufgetreten ist …. dann ist da ein Bemühen erkennbar.

Stimmt nicht ganz
Natürlich stimmt das nicht so ganz, was der Flaschenpfand-Jürgen da schwafelte, denn am liebsten hätte er wohl gesagt:

Ich verfluche mehrmals jeden Tag die Kandidatur des Fettnäpfchen-Peer.

Auch gibt es meinerseits natürlich kein ernsthaftes Bemühen, mich substanziell zu ändern. Es gibt lediglich ein Bemühen, die Zahl der potentiellen Fettnäpfchen zu verringern, in die ich zu treten pflege.

Der einzige Punkt wo ich lernbereit bin, ist, wie ich bereits ausführte, das Niveau meiner Sprüche noch weiter abzusenken, sodass sie bequem in eine Raabschläger-Unterschichten-Klamauk-Show passen.

Auch das Gequassel des Flaschenpfand-Jürgen von der „verfestigten medialen Wahrnehmung, die die ich ändern müsse“, ist natürlich blanker Unfug. Vielmehr geht es einzig und allein darum, dass ich mir ein sozial angehauchtes Mäntelchen umhänge, und mich ein wenig als der barmherzige Johannes darstelle, sodass die deutsche Volksgemeinschaft leichter eine Art libidinöser Beziehung zu mir entwickeln kann.

Deutsche, noch fliesst der Rhein durch Deutschland, noch ist weder Deutschland noch der Wahlkampf verloren, und auf einen holprigen Start kann ja durchaus ein guter Endspurt folgen.

Herzlichst

Peer Bilderberg-Steinbrück, MdB
Zukünftiger Bundeskanzler Deutschlands

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spionage

Der Fall des Mossad-Spions Ben Zygier weitet sich zum Skandal aus – auch in Australien

Dr. Alexander von Paleske 15.2. 2013 — Der Fall des Mossad-Spions Ben Zygier weitete sich immer mehr zu einem Riesenskandal aus, nicht nur in Israel, sondern auch in Australien.

Dabei geht es um folgende Bereiche:

– Der Umfang an Information über die Verhaftung Zygiers seitens Israels an sein Heimatland Australien.

– Die anfänglichen Unwahrheiten seitens des australischen Aussenministers Bob Carr

– Die näheren Umstände des Todes Zygiers trotz 24 Stunden-Videoüberwachung in einer angeblich selbstmordsicheren Zelle

– Die Druckmittel der israelischen Behörden gegenüber Zygier, um zu einem Geständnis zu gelangen. Druckmittel, die wiederum mitverantwortlich für den Selbstmord gewesen sein könnten.

– Schliesslich die Umstände der Verhaftung: wurde Zygier in Israel verhaftet, oder unter Verletzung internationalen Recht, wie in einigen Medien berichtet, in einem fremden Staat gekidnappt und nach Israel verbracht?

Beginnen wir in Australien
Dort ist mittlerweile eine Auseinandersetzung darüber entbrannt, was das australische Aussenministerium von der Verhaftung wusste, wann es etwas wusste, und warum es seinen konsularischen Pflichten, also einem Besuch im Gefängnis, nicht nachkam.


THE AGE 15.2. 2013

Offenbar war, entgegen den ersten Statements des Aussenministers Carr gegenüber der der australischen Rundfunkanstalt ABC, die mehr einem Cover Up dienten, die australische Regierung seinerzeit nicht über normale diplomatische Kanäle, aber über den australischen Geheimdienst ASIO informiert worden, der wiederum die Info vom israelischen Inlandsgeheimdienst Shin Bet erhielt.


Australischer Ausssenminister Bob Carr …….Cover up
Screenshot: Dr. v. Paleske

Zwar besass Ben Zygier auch die israelische Staatsangehörigkeit, aber das entbindet nach Auffassung führender australischer Rechtsexperten die australische Regierung keineswegs von ihren konsularischen Verpflichtungen, wozu selbstverständlich auch ein Besuch im Gefängnis gehört hätte. Aber nichts dergleichen geschah.

Zur gleichen Zeit
Etwa zur gleichen Zeit kam es auch zu einer diplomatischen Auseinandersetzung zwischen den Regierungen Israels und Australiens: Es stellte sich nämlich heraus, dass auch offenbar gefälschte australische Pässe bei der Einreise von Mossad-Agenten in Dubai benutzt wurden. Agenten, die dort den Hamas-Waffenbeschaffer Mahmoud el-Mabouh im Januar 2010 ermordeten.

Möglicherweise war Zygier selbst an der Ermordung beteiligt, wie von einigen Medien berichtet.

Die australische Regierung, damals unter Premier Kevin Rudd, legte scharfen Protest gegen den Passmissbrauch ein, und ordnete als eine Art Vergeltung die Ausweisung eines israelischen Diplomaten an, eines Mossad-Mitarbeiters.
Mehr noch: der Name des Mossad-Mannes, Eli Elkoubi, wurde der Presse mitgeteilt, was diesen für zukünftige Einsätze disqualifizierte.

Fragen in Israel
In Israel stellen sich derweil bohrende Fragen nach der mangelnden Überwachung des Häftlings, der ganz offenbar mit Drohungen unter Druck gesetzt worden war, um ein Geständnis zu erhalten.

Neben einer langen Gefängnisstrafe wurde ihm auch in Aussicht gestellt, de facto von seiner Familie mangels Besuchsmöglichkeit für so gut wie immer getrennt zu sein.

Derweil gehen die Vermutungen weiter, ob er tatsächlich, und in welchem Umfang, Staatsgeheimnisse weitergegeben hat, oder aber kurz davor stand.


THE AGE 15.2.2013

Was sich jedoch bereits jetzt herausstellt, ist wieder einmal die Verhöhnung des Rechtsstaats – gegenüber Palästinensern sowieso an der Tagesordnung, einschliesslich des Einsatzes von Todesschwadronen der Armee – auch gegenüber Israelis selbst, soweit sie als Verräter angesehen werden.

Mr. X – Der Mossad-Spion, der aus Australien kam

spionage

Mr. X – Der Mossad-Spion, der aus Australien kam

Dr. Alexander von Paleske —- 13.2. 2013 —- „Schleierhafte Agenten-Affäre: Rätsel um Tod von Israels „Gefangenem X“ lautete heute die Schlagzeile im STERN. Andere Medien zogen nach. Gleichwohl blieb einiges im Dunkeln, selbst in dem SPIEGEL-Artikel, der behauptete „ausführlich“ zu sein.

Die Medien in Australien, insbesondere in Melbourne, wo ich mich gerade zu einem Krankenbesuch aufhalte, sind da längst weiter


The Age vom 14.2. 2013 mit der Story und Bild auf Seite 1 Foto: Dr. v. Paleske

Genauer gesagt: seit drei Jahren, noch bevor dieser Mossad Agent namens Ben Zygier von den israelischen Behörden verhaftet wurde, und sich im Dezember 2010 das Leben nahm. ,

Die australische Presse hatte nämlich bereits im Jahre 2010 über diesen Fall berichtet, noch bevor Zygier von den israelischen Behörden in den Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses Ayalon nahe Tel Aviv gesteckt wurde, und zwar im Zusammenhang mit dem Verdacht auf Namesänderungen zum Zwecke der Passfälschung.


Ayalon-Gefängnis in Ramla nahe Tel Aviv – Screeshot: Dr. v. Paleske

Was steckt dahinter?
Ben Zygier, der aus einer prominenten jüdischen Familie in Melbourne stammt, wanderte 2000 im Alter von 24 Jahren aus Australien aus und in Israel ein, heiratete dort eine Israelin und zeugte mit ihr zwei Kinder.


Hochzeitsfoto des Paares Screenshot:Dr. v. Paleske

Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad ist auch bei der Einwanderungsbehörde präsent. Auf zwei Dinge ist man dort scharf: Potentiell rekrutierbare Agenten und ausländische Pässe.
.
Das Interesse des Mossad konzenntriert sich also darauf:

– Wer kommt als Spion in Frage?

– Wessen Pass können wir beim Mossad gebrauchen? – nach Fälschung versteht sich.

Der Mossad benutzt zur Tarnung seiner Agenten nicht etwa Phantasienamen, sondern die Namen und Daten von lebenden Personen, wie wir bereits im Zusammenhang mit der Mossad-Superspionin Sylvia Rafael berichteten.Die Pässe werden dann von erprobten Fälschern frisiert, also gefälscht bzw. neu ausgestellt als sog. Totalfälschung.

Mit derartigen Pässen lassen sich dann als Handelsvertreter, Journalisten oder Touristen getarnte Agenten in arabische Länder im Nahen Osten schicken.

Jüdisch klingender Name unbrauchbar
Sollte aber der Pass einen israelisch klingenden Namen enthalten, ist das eher hinderlich. Aber dieses Hindernis lässt sich ja durch eine Namensänderung beseitigen.

Und genau das machte Ben Zygier, der sich zunächst in Ben Allen umbenannte, drei weitere Namensänderungen folgten, darunter Ben Alon, und Ben Burrows, ganz offiziell und legal in Australien, und schwupps wurde aus seinem verdächtigen Pass mehrere unverdächtige.

Entweder reist dann der Passbesitzer selbst als Agent in arabische Länder ein, oder aber ein anderer Mossad Agent mit einem entsprechend gefälschten Pass. So geschehen, als bei der Ermordung des HAMAS-Waffenbeschaffers Mahmud el-Mabuh in Dubai im Jahre 2010 die Mossad-Agenten mit gefälschten Pässen einreisten. Die Daten stammten aus echten europäischen Pässen, auch aus Deutschland, was sofort zu heftigen Protesten seitens der betroffenen Länder führte.

Nicht der einzige
Zygier war aber nicht der einzige jüdische Mitbürger, der eine derartige Namensänderung beantragt hatte, sondern noch zwei weitere jüdische Mitbürger, und das alarmierte den australischen Auslandsgeheimdienst Australian Security Intelligence Organization (ASIO). Der hatte wenig Interesse daran, dass Australien in das Fadenkreuz der Islam-Terroristen gerät, sozusagen als Pass- Helfershelfer des Mossad.

Wer Melbourne besucht, was ich zu Zeit umständehalber mache, der bekommt eine Ahnung über die Zahl der Immigranten und Studenten auch aus moslemischen Ländern, eine wahre Multikulti-Gesellschaft, die hier friedlich zusammenlebt. Und das soll auch so bleiben.

Also begann der australische Geheimdienst ASIO zu ermitteln, und liess offenbar auch ein paar Infos an den Nahost-Korrespondenten der Mediengruppe Fairfax , Jason Koutsoukis durchsickern. Fairfax gibt die Zeitungen THE AGE in Melbourne und den SYDNEY MORNING HERALD heraus.

Derbe Schimpfworte
Als Koutsoukis Ben Zygier alias Allen Anfang 2010 in Israel aufstöberte, hatte er für die Anfragen des Journalisten bezüglich seiner Mossad-Mitarbeit nur beleidigende Schimpfworte wie „fuck off“ und „bullshit“ übrig.

Ben Zygiers berufliche Spur nach seiner Ankunft in Israel lässt sich jedoch nur bis zum Jahre 2002 verfolgen – bei einer Versicherungsgesellschaft, dann verliert sie sich.

Nachverfolgen liess sich allerdings, dass eine derartige Passperson seines Namens in arabische Nahostländer einreiste.

Im Jahre 2008 tauchte Ben Zygier wieder auf, in Melbourne, wo er sich an der dortigen Monash-Universität eingeschrieb, um sein MBA-Studium zu komplettieren.
Diese Universität arbeitet eng mit saudi-arabischen Universitäten zusammen, entsprechend gibt es dort viele arabische Studenten, und in deren – ahnungsloser – Gesellschaft wurde Zygier auch gesichtet.

Aber dann wurde es kritisch um ihn: im Jahre 2010 verschwand er –ohne Prozess – im Hochsicherheitsgefängnis Ayalon und erhängte sich – in einer angeblich selbstmordsicheren Zelle.
Niemand durfte wissen, wer dieser Mister X war. Besuche von Angehörigen waren verboten.

Die israelische Presse bekam einen Maulkorb umgehängt, auch Gag-Order genannt, nachdem ein Gefängniswärter die Medien auf diesen mysteriösen Mister X aufmerksam gemacht hatte.
Monate später war er tot – vier Tage nach der Geburt seiner zweiten Tochter.

Viel Beileid
In Australien wurde der Tod des nunmehr 34-jährigen gleichwohl schmerzhaft wahrgenommen, den Todesanzeigen in der israelischen Gemeindezeitung nach zu urteilen. So gab es unter anderem Beleidsbekundungen von der Monash Universität und der jüdischen Gemeinde in Melbourne.

Leichnam überführt, Fragen bleiben
Schliesslich, auf Verlangen seiner Eltern, wurde der Leichnam repatriiert und so liegt er nun auf einem jüdischen Friedhof in Melbourne begraben.


Grabstein auf dem jüdischen Friedhof in Melbourne

Ich habe es mir erspart, den Friedhof aufzusuchen, um ein Foto von dem Grab zu machen, schliesslich bin ich hier in Melbourne nur für kurze Zeit, um einem kranken Verwandten zu besuchen und moralisch aufzurüsten.

Gleichwohl bleibt noch eine Frage unbeantwortet: was hatte Ben Zygier verbrochen, um in dieser Isolationshaft ohne Verwandtenbesuche zu landen?

Die israelische Regierung will natürlich keine Auskunft geben.
Eine derartige absolut rechtsstaatswidrige „Spezialbehandlung“ – sonst nur Arabern vorbehalten – genoss als Israeli zuletzt Mordechai Vanunu, wenngleich dessen Identität bekannt war: er hatte 1986 die Atombombengeheimnisse Israels an die britische Presse „verraten“.

Geheimnisse, die allerdings für die Geheimdienste längst keine mehr waren, nachdem der Mossad-Agent Dan Ertel, alias Dan Erbel alias Dan Erteschik geplaudert hatte. Erbel war 1968 an der Kaperung des Frachtschiffes Scheersberg A, mit 200 Tonnen Uran an Bord, beteiligt, das Israel in die Lage versetzte, in seinem Reaktor Dimona in der Negev-Wüste Atombomben herzustellen. Er informierte bereits 1974 nach seiner Verhaftung wegen Mordes die norwegischen Behörden über Israels Griff zur Atombombe und seine Beteiligung an der Kaperung des Schiffs.

Kein Pardon
Mit Israelis, die Geheimnisse an den „Feind“ verraten, kennt Israel kein Pardon, auch wenn es sich um illegale Geheimnisse handelt, wie im Falle der Journalistin Anat Kam. Und so lag es vermutlich auch hier. Denn für einen schiefgelaufenen Mossadauftrag gibt es einen Anschiss oder ggf. den Rauswurf, aber keine Einzelhaft.
Und so muss er wohl geplappert haben, vielleicht war er auch in einen erotischen Honigtopf mit einer verschleierten Frau gefallen, auch das kommt ja gelegentlich vor.

Die israelische Regierung versucht jedenfalls verzweifelt, die offenbar peinlichen Details unter dem Deckel zu halten. Aber das gelang weder mit Vanunu, noch mit der Journalistin Anat Kam. So werden wir früher oder später noch erfahren, in welche missliche Lage der Mossad durch Ben Zygier geriet.

In der Zwischenzeit – und auch danach – möge Ben Zygier alias Allen in Frieden ruhen.

NACHTRAG 14.2. 2013, 13.20Uhr
Die israelische Nachrichtenseite ynet, die seinerzeit zuerst über den mysteriösen Häftling X berichtet hatte, schreibt heute,

http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4345002,00.html

dass Zygier an der Ermordung des Hamas-Waffenbeschaffers el-Mabouh (siehe oben und detaillierter hier) in Dubai 2010 beteiligt gewesen sein soll, aber später die Regierung in Dubai – gegen das Versprechen der Nichtverfolgung seiner Beteiligung – dann mit Infos versorgte:

Western sources „in the know“ told Kuwait’s Al-Jarida newspaper on Thursday that Ben Zygier, AKA „Prisoner X,“ was one of the members of the squad which assassinated senior Hamas terrorist Mahmoud al-Mabhouh in Dubai in January 2010.
The same sources noted that following the mission, Zygier contacted the government in Dubai and updated them on the details of the assassination in exchange for protection. The sources also said that Israel managed to uncover Zygier’s hiding place, kidnapped and jailed him for treason, and all this while maintaining absolute secrecy. The report has not been confirmed by any other sources.

Zur Journalistin Anat Kam

Israel: 4 1/2 Jahre Freiheitsstrafe für eine mutige
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Israel: Journalismus, illegale Staatsgeheimnisse und Todesschwadronen
Innerstaatliche Feinderklärung, Staatsmassnahmen gegen Kritiker

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afrika

Wahlen in Kenia am 5.3. 2013 – die ersten 100 Toten bereits jetzt

Dr. Alexander von Paleske — 13.02. 2013 —
Am 5. März 2013 sind Wahlen in Kenia. Bis jetzt haben gewaltsame Auseinandersetzungen und Chaos bei den Vorwahlen bereits rund 100 Menschenleben gefordert.


Kenia

Offen werden Befürchtungen geäussert, dass es zu einer Wiederholung der Ereignisse wie bei den letzten Präsidentschaftswahlen im Jahre 2007 kommen könnte.

Erst friedlich, dann betrügerisch, schliesslich gewalttätig
Am 27. Dezember 2007 fanden zunächst friedliche Wahlen statt. Es gibt genügend Hinweise dafür, dass die Ergebnisse dann aber gefälscht wurden.

In grosser Eile wurde unmittelbar nach Bekanntgabe der Ergebnisse am 30.Dezember 2007 der alte und nun zum Gewinner erklärte Präsident Mwai Kibaki vereidigt. Ein Politiker, der auch die Unterstützung der Bush-Regierung genoss.

Sein Herausforderer, Raila Odinga, der unter Kibakis Vorgänger Daniel Arap Moi jahrelang aus politischen Gründen im Gefängnis einsass, fühlte sich um seinen Wahlsieg betrogen.


Raila Odinga

Sofort brachen, angesichts des vermuteten Wahlbetrugs, gewaltsame Proteste aus, in deren Folge 1300 Menschen getötet und 500.000 vor dem mordenden und plündernden Mob fliehen mussten.

Um die gewaltsamen Unruhen zu beenden, vermittelte der ehemalige UN-Generalseäkreatär Kofi Annan ein Friedensabkommen, das eine Regierung der nationalen Einheit unter Einschluss der Opposition vorsah.

Raila Odinga erhielt das Amt des in der Verfassung nicht vorgesehenen Premiers, Mwai Kibaki blieb Präsident.

Zwei Untersuchungskommissionen
Zwei Kommissionen untersuchten den angeblichen Wahlbetrug und die dann folgenden gewaltsamen Ausschreitungen:

– Zunächst die Kriegler Kommission unter Leitung des pensionierten südafrikanischen Richter Johann Kriegler die als Ergebnis ihrer Arbeit Vorschläge für eine Wahlrechtsreform machte.

– Eine zweite Untersuchungskommission, die sogenannte Waki-Kommission, sollte untersuchen, wer die Gewalttätigkeiten letztlich zu verantworten hatte, und diese stellte als Ergebnis ihrer Zeugenvernehmungen eine Namensliste der angeblich Verantwortlichen zusammen.
Ausserdem empfahl sie die Einrichtung eines Tribunals.

Kein kenianisches Tribunal
Das Einrichtung eines Tribunals wurde jedoch immer wieder hinausgezögert, und so gab Kofi Annan schliesslich dem internationalen Gerichtshof in den Haag einen verschlossenen Umschlag mit der Liste der angeblichen Hauptverantwortlichen. Darunter befindet sich auch der jetzige Präsidentschaftskandidat Uhuru Kenyatta, Sohn des ersten kenianischen Präsidenten nach der Unabhängigkeit Kenias, Yomo Kenyatta.


Uhuru Kenyatta

Ebenfalls unter den Angeschuldigten: Uhuru Kenyatta’s Vizepräsidentschaftskandidat, William Ruto, der bei den Wahlen 2007 noch an der Seite von Raila Odinga angetreten war, und mittlerweile das Lager gewechselt hat.


William Ruto

Einmischung in innere Angelegenheiten?
Dass ein internationaler Gerichtshof über Schuld oder Unschuld von Kenianern urteilen soll, stösst in Kenia keineswegs nur auf Zustimmung, sondern wird unter Teilen der Bevölkerung und der politischen Elite als Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates angesehen.

Zeugen verschwinden
Zahlreiche wichtige Belastungszeugen, insbesondere aus den seinerzeit von Politikern angeheuerten Privatarmeen, die zur Aussage bereit waren, sind mittlerweile verschwunden, und wurden von „interessierte Seite“ vermutlich umgebracht.

Weitere 50 Zeugen werden durch ein Zeugenschutzprogramm notdürftig geschützt.

Der Termin für den Strafprozess vor dem internationalen Gerichtshof ist für Anfang April angesetzt – einen Monat nach den Wahlen. So drohen die Wahlen auch zu einer Abstimmung über die Zuständigkeit des Internationalen Gerichtshofs zu werden.

Seit 2010 hat Kenia eine neue per Volksabstimmung gebilligte Verfassung, welche auch mithelfen soll, eine Wiederholung der gewaltsamen Auseinandersetzungen vom Dezember 20007 zu verhindern.

Statt Programmwahl der Stamm
Jedoch: nach wie vor bestimmt sich die Support-Basis der Politiker nach der Stammeszugehörigkeit: Sowohl Raila Odinga wie auch Uhuru Kenyatta kommen aus Politiker-Stammes-Dynastien, die seit Jahren das Land regieren, oder eben auch nicht.

Wer den Riesenslum Kibera in Nairobi sieht, und weiss, wie sich die Politiker daran mästen – Geld von den Ärmsten der Armen eintreiben – der erkennt, dass diese Politiker mit dem Wohl und Wehe der Masse der Bevölkerung wenig am Hut haben, vielmehr damit beschäftigt sind, ihren eigenen Reichtum zu vermehren.

Insofern ist der Ausgang der anstehenden Wahlen für die soziale Lage der Bevölkerung ohne grossen Einfluss.

Krasse soziale Gegensätze
Der Gegensatz zwischen Arm und Reich, zwischen einer dünnen Oberschicht und der Masse der Bevökerung, wie er besonders krass in der Hauptstadt Nairobi zu besichtigen ist, wird weiterbestehen: mit oder ohne Raila Odinga, mit oder ohne Uhuru Kenyatta.
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Darüber hinaus ist das Land mittlerweile knietief in den Somalia-Konflikt verwickelt. Die Armee Kenias marschierte mit finanzieller Unterstützung und logistischer Hilfe der USA und Grossbritanniens in Somalia ein, nachdem Islamisten der somalischen Al Shabab-Miliz gewaltsame Ausflüge nach Kenia unternommen hatten.

Friedliche Wahlen am 5.3.? –Time will tell. Die bisherigen Vorzeichen lassen allerdings wenig Gutes erwarten.

linkKenia: Friedliche Wahlen nächstes Jahr? – Eindrücke von einem Kurzbesuch