SATIRE

Peer Bilderberg-Steinbrück: Warum sollte ich spenden, wenn die Banken auch abkassieren?

Dr. Alexander von Paleske — 3.11. 2012 —
Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Peer Bilderberg-Steinbrück
Einkommensmillionär, MdB
Ex Finanzminister
Karl Schiller Gedächtnisallee 66
Berlin

Guten Abend Deutschland,

da die Medien-Hatz gegen mich einfach kein Ende nehmen will, sehe ich mich hier zu einer erneuten Klarstellung gezwungen:

1. Ich habe für meinen hochwissenschaftlichen Atrium-Talk-Vortrag bei den Stadtwerken der in Finanznot befindlichen Stadt Bochum 25.000 Euro eingesackt. Dieses Honorar ist mehr als gerechtfertigt, angesichts der Dauer des Vortrags und des (körperlichen) Gewichts meiner Person.

2. Die Tatsache, dass die Stadt Bochum, der die Stadtwerke gehören, völlig klamm ist, und eine der Haupteinnahmequellen, die Opelwerke, von der Schliessung bedroht sind, kann mich bei meinen Honorarforderungen kalt lassen, schliesslich muss ich dafür sorgen, dass auch bei mir zu Hause Brot auf den Tisch kommt.

3. Dass alle meine Atrium-Talk-Vortragsvorgänger, wie Grönemeyer Maffay und Gauck ihr Honorar gespendet haben, ist für mich völlig belanglos: Gauck ist Gauck, Grönemeyer ist Grönemeyer, Maffay ist Maffay und ich bin ich.

4. Die klamme Lage der Kommunen kann mich also kaum davon abhalten, ein anständiges Honorar für meine schweisstreibende Tätigkeit anzufordern.

Hier stehe ich standhaft in einer Linie mit den Banken, allen voran der Deutschen Bank, die sich auch nicht davon abhalten liessen, bei den hochverschuldeten Kommunen, und deren Versorgungsbetrieben, durch das Andrehen bzw. Aufschwatzen hochspekulativer Zinswetten als „Ausweg“ aus der drückenden Zinslast, ordentlich abzukassieren.

Als Beispiele (aus Hunderten) seien genannt:

– Hagen (51 Millionen Euro Verlust)

– Neuss ( 16 Millionen Euro Verlust)

Würzburg

Flensburg

Ravensburg

Göttingen

Solingen

Dortmund

Mülheim

Luebbecke

Pforzheim

Kreis Borken

.. usw. ….usw…..usw. ….

……..und aus den letzten Monaten

Neuruppin

Landsberg

Falkenstein

Steinfurt

Hückeswagen

Kamen

Lauterbach

Riesa

– Heiligengrabe

– Bad Sooden-Allendorf

Märkischer Kreis

Aber auch z.B. in Italien

oder Österreich

5. Ich habe deshalb meinen Anwalt beauftragt, den Stadtwerken Bochum ordentlich einzuheizen, damit diese Herrschaften endlich zugeben, dass von einer Spende in meinem Fall niemals, zu keinem Zeitpunkt, und überhaupt nicht die Rede war. Vielmehr es sich hier um einen gerechten Lohn für harte Arbeit gehandelt hatte..

Im übrigen gilt für mich der Wahlspruch:

„Das schöne Gefühl, Geld zu haben, ist nicht so intensiv wie das saublöde Gefühl, kein Geld zu haben.“ (siehe hier)

Grosszügige Spenden und Angebote für gut dotierte Vorträge und Interviews nehme ich daher jederzeit und gerne entgegen.

So viel zur Klarstellung.

Gute Nacht Deutschland

Peer Bilderberg Steinbrück
SPD-Bundeskanzler in spe

Keine Satire
Zur Deutschen Bank und Zinsswaps
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Deutsche Bank und CDO’s oder: wie man Schrottpapiere losschlägt und dabei noch einen Riesen-Reibach macht. Drei Beispiele

Mehr Satire
Deutschbanker Ackermann stoppt Swapserei mit Kommunen
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Zu Peer Bilderberg-Steinbrück
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Keine Satire zur Bilderberg-Konferenz

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link Alle Jahre wieder die Bilderberg- Konferenz – oder: Verhöhnung von Demokratie und Öffentlichkeit
linkDie Bilderbergkonferenzen, Wikipedia und eine persönliche Erfahrung

SATIRE

Peer Bilderberg-Steinbrück: Habe gut verdient – na und?

Dr. Alexander von Paleske — 31.10. 2012 —
Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Peer Bilderberg-Steinbrück
Einkommensmillionär, MdB
Ex Finanzminister

Karl Schiller Gedächtnisallee 66

Berlin

Guten Morgen Deutschland,

ich will heute einen Zwischenstand geben über meine Abwehr der niederträchtigen Pressekampagane, die einzig und allein das Ziel verfolgt, meinem Sturm auf das Bundeskanzleramt die Luft ausgehen zu lassen.

Transparent wie in Diktaturen
Ich habe jetzt transparent – wie sonst nur in Diktaturen üblich – meine Einkünfte, also meine Meilensteine auf dem Weg zum Einkommensmillionär, offengelegt.

Weil es so viele Vorträge waren, hatte ich glatt vergessen, zwei davon bei der Bundestagsverwaltung zu melden. Kann passieren bei den vielen Vortragsverpflichtungen, und ausserdem noch dem gelegentlichen Aufkreuzen im Bundestag.

Um gleich irgendwelchen Verdächtigungen entgegenzutreten: Ich leide keineswegs an Altersdemenz, ganz im Gegenteil. Mein Gehirn ist gespitzt wie ein ordentlicher Schulbleistift.

Keine Altersarmut für uns
Was meine Einkommenshöhe angeht, so kann ich nur sagen: weder in der Bibel, dem kommunistischen Manifest oder dem Godesberger Programm ist zu lesen, dass wir führende Sozialdemokraten unseren Lebensabend in Armut verbringen müssen bzw. sollten.

Es ist doch geradezu lächerlich von mir zu erwarten, dass ich meine Wohnung mit Ikea-Möbeln einrichte und am Hungertuche nage, nach diesem anstrengenden Politikerleben.

Im übrigen waren das alles bereits versteckte Wahlkampfauftritte, und wenn die Industrie den Strick, an dem wir sie finanziell aufhängen werden, uns auch noch bezahlt – umso besser.

Auch Schröder und Fischer
Auch Gasprom-Schröder, mein politischer Leuchtturm, und der GröDAAZ und Industrie-Klinkenputzer Joseph Martin (Joschka) Fischer, haben ja sich auch nicht auf ihrer schmalen Pension ausruhen wollen und können, angesichts ihres aufwändigen Lebensstils.

Ich beabsichtige, alsbald in Berlin von meinem hart erarbeitetem Geld, ein mindestens genau so grosses Haus mein eigen zu nennen, wie dieser Fischer.


Berliner Villa Joseph Martin (alias Joschka) Fischer im „sozialen Brennpunkt“ Grunewald

Fortschritte beim Wahlkampfteam
Auch bei der Zusammenstellung meines Wahlkampfteams mache ich Fortschritte.

Aber anders als mein Freund Gerhard (Schröder), der damals diesen wuchtigen Bodo Hombach engagierte, der alles „plattmachte“, was versuchte, sich dem Schröder in den Weg zu stellen, suche ich eher nach „Windhunden“ aus der Industrie, die alles der deutschen Volksgemeinschaft „verkaufen“ können: Von der Notwendigkeit des Verbuddelns von CO2, bis zu einer auch anderweitig zukunftslosen Politik des „weiter so“, die ich vehement vertrete.

Plattmachen kann ich natürlich selber, dazu brauche ich keinen Adjudanten.


Genosse Peer ….brauche keinen Adjudanten zum Plattmachen. Screenshot: Dr. v. Paleske

Deshalb habe ich den Michael Donnermeyer in mein Wahlkampfteam geholt: er erfüllt alle oben genannten Voraussetzungen. Er wird mein Sprachrohr.

Michael hat sich in der Elektrizitätsindustrie bestens bewährt, und wird jetzt die noch unentschlossenen Wähler elektrisieren.

Dass er ausserdem ein Freund der Kohle ist, versteht sich von selbst, denn Kohle ist billig. Insbesondere wenn wir sie nicht aus der deutschen Erde buddeln, sondern einfach aus Kolumbien importieren, ganz egal, wie die das dort machen, welche Löhne die zahlen, und wieviele Bauern z.B. von der Kohlemine Correjon vertrieben wurden und werden, und wie die Gewerkschaftler dort behandelt werden.

Auch die Umweltverschmutzung dort geht uns wirklich nichts an, wir haben genug damit zu tum, bei uns die ökologische (Schein-)Revolution voranzutreiben.

Dieser Quatsch mit Internationalismus, den gibt es mit mir nicht.

Nahles – nein danke
Diese Andrea Nahles will ich auf gar keinen Fall in meinem Wahlkampfteam haben. Die vertreibt ja nur Wähler, anstatt sie anzulocken.

Der werde ich die Aufgabe geben, billige Druckereien ausfindig zu machen, die unsere Wahlkampfplakate drucken, und die Druckausführung zu überwachen. Das ist aber auch die äusserste Polit-Rolle, die ich dieser Links-Opportunistin im Wahlkampf zutraue und zubillige.

So und nun rein in den Vor-Wahlkampf!

Glückauf Deutschland, ich komme.

Herzlichst

Peer Bilderberg-Steinbrück
Bundeskanzler in spe

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link Jürgen Flaschenpfand-Trittin berichtet von der Bilderberg-Konferenz in Virginia / USA

Zur kolumbianischen Kohle
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Zu Bodo Hombach
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Zur Grünen „Ikone“ und GröDAAZ Joseph Martin (Joschka) Fischer
Joschka und Herr Fischer, Regie: Pepe Danquart – Ein deutsches Film-Märchen
Professor J. Fischer: Jetzt rechne ich mit Gasprom Schröder ab
Trauert Ex-Aussenminister Joseph Martin (Joschka) Fischer um Gaddafi?
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Joschka Fischer schreibt an ZEIT-Editor Dr. Theo Sommer

SATIRE

Hamburger Bordellbesitzer schreibt an Constantin Film: „Stelle mein Bordell als Drehort für Verfilmung von Schossgebete zur Verfügung“

Dr. Alexander von Paleske — 31.10. 2012 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox

Otto Anschaffer
Grosse Freiheit 6 / Ecke Reeperbahn
St. Pauli
Hamburg

An
Constantin Film
Feilitzschstraße 6
D-80802 München

Betr: Verfilmung des Feuchtgebiete-Romans Schossgebete

Sehr geehrte Damen und Herren,

darf ich mich zunächst vorstellen: Mein Name ist Otto Anschaffer und ich besitze mehrere Etablissements in Hamburgs Rotlichtbezirk.

Mit grosser Freude las ich heute, dass die von Charlotte Roche fabrizierte literarische Kostbarkeit Stossgebiete, äh, ich meine Schossgebete verfilmt werden soll.

Ganz aus dem Häuschen
Ich bin ganz aus dem (Freuden-)Häuschen vor Begeisterung, zumal die Verfilmung des hochanspruchsvollen teilautobiographischen Romans der Heroldin des neuen (Cosmopolitan-like Schein-)Feminismus, Charlotte Roche, mit einer Starbesetzung aufwarten kann.


Charlotte Roche ….Heroldin des neuen (Schein-)Feminismus: „Frauen sind total masochistisch

Starbesetzung
Oliver Berben, Sohnemax von Iris Berben, soll wohl den Regisseur machen. Er wurde durch eine hochpositive Reportage in der ZEIT gerade einem grossen Publikum so richtig nahegebracht.

Und in den weiteren Hauptrollen dann die Spitzen-Stars und Grosschauspieler Lavinia Wilson, Jürgen Vogel und Juliane Köhler. Sie werden dafür sorgen, dass der Roman möglichst detail- und geräuschgetreu auf die Leinwand kommt.

Eigentlich hatte ich ja Charlotte Roche und ihren Ehemann, Martin Kess, in den Hauptrollen erwartet, aber so ist es zweifellos besser. Die Stimme von Frau Roche scheint mir einfach nicht ideal dafür zu sein.

Mein Anliegen
Nun zu meinem Anliegen: Ich würde Ihnen sehr gerne eines meiner Bordelle als Drehort zur Verfügung stellen. Ein nicht unerheblicher Teil des literarischen Jahrhundertwerks spielt sich ja im Bett und auch im Bordell ab. Was kann da besser sein, als ein Original?

Meine Damen würden sich kostenfrei als Komparsen anbieten.

Wir gehen nämlich davon aus, dass nach der Uraufführung des Films, also ab Oktober 2013, es zu einem wahren Ansturm auf die Bordelle kommen wird, insbesondere von Paaren mit Beziehungsschwierigkeiten, wie diese in dem Gesamtkunstwerk dargestellten, aber nicht nur.

Bitte teilen Sie mir alsbald mit, ob Sie mein grosszügiges Angebot annehmen können.

Auch wir möchten gerne an vorderster Front mitmachen, wenn es darum geht, einen neuen (Schein-)Feminismus zu etablieren, der uns neue Kundschaft zuspült.

Herzliche Grüsse von (Freuden-)Haus zu Haus.

Ganz ergebenst

Otto Anschaffer

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SATIRE

Fiona Grasser: Ich lade ganz herzlich zum tierischen Ball in Wien ein

Dr. Alexander von Paleske 29.10. 2012
Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Fiona Pacifico Griffini Grasser
In den Sümpfen 1
Kitzbühel
Austrische Skandalrepublik

Guten Morgen Deutschland,

ich möchte alle Deutschen, die sich Anfang November 2012 in Wien aufhalten, oder die Möglichkeit haben, nach Wien zu kommen, ganz, ganz herzlich zum Wiener Tierball am 8.11. 2012 einladen. Dort soll Geld für arme Vierbeiner und anderes Getier gesammelt werden.

Meine Herkunft
Ich bin die Schirmherrin der Veranstaltung, stamme aus dem Hause Swarovski, einem Familienclan von 150 Mitgliedern, dem die edle austrische Kristall- und Schmuckfirma Swarovski mit einem Jahresumsatz von 2,5 Milliarden Euro gehört.

Viele Mitglieder der austrischen High Society werden sich auf dem tierischen Wohltätigkeits- Aufgalopp ein Stelldichein geben. Darauf freue ich mich schon riesig.

Ich bin nicht nur selbst Mitglied des austrischen Jet-Sets, sondern natürlich auch ein grosser und grossherziger Tierfreund, und besitze vier Hunde, drei Hasen, zwei Katzen und vier Meerschweinchen.

Mein Motto
Ich habe ein ganz persönliches Motto für diesen hochwichtigen Ball, was wiederum das Resultat der unglaublichen politischen Verfolgungsjagden in meiner geliebten Alpenrepublik ist, deren Opfer mein lieber Gatte, Karl Heinz Grasser wurde, einst Finanzminister der (Skandal-)Republik Österreich, der beste, den unser geliebtes Alpenländle je hatte.


Das bin ich mit meinem lieben Karl-Heinz. Screenshot: Dr. v. Paleske

Mein Motto lautet daher:

Seit ich die Menschen kenne, liebe ich noch mehr die Tiere

Verfolgung eines Unschuldigen
Die linke austrische Kampfpresse hat meinen völlig unschuldigen Gatten jahrelang verfolgt, ihm Vetterleswirtschaft, Korruption und persönliche Bereicherung versucht anzuhängen, nachdem er beschloss, führender Politiker zu werden.

Zunächst begab sich mein Mann unter die Fittiche Jörg Haiders, des viel zu früh verstorbenen Rechtsaussen, Ausländerfeindes und Bewunderers hitlerscher Arbeitsmarktpolitik. Später dann unter die Fittiche der ÖVP, dem österreichischen Pendant zur deutschen CDU.

Mein Mann hat in mehreren hier (siehe unten) veröffentlichten Artikeln alle gegen ihn erhobenen (aus der Luft gegriffenen) Anschuldigungen nachhaltig und überzeugend zurückgewiesen.

Von Freunden im Stich gelassen
Was ihn aber am meisten empört, ist das undankbare und treulose Verhalten seiner ehemaligen Freunde, die mein Mann nicht nur protegiert hat, wie Heinrich Traumüller, den er zum Kabinettschef machte, sondern am geschäftlichen Leben unserer geliebten Skandalrepublik erfolgreich und lukrativ hatte partizipieren lassen, wie diesen Peter Hochegger, und noch einige andere.

Anstatt sich aus Dankbarkeit nun auf die Seite meines Mannes zu schlagen, und dessen Unschuld zu beteuern, sind diese Herrschaften im Untersuchungsausschuss des Parlaments umgefallen wie Zinnsoldaten .

Der Traumüller wurde nach seiner „Aussage“ in völlig verwirrtem Zustand von der Polizei aufgegriffen, offenbar hatte er ein extrem schlechtes Gewissen, meinen Gatten so in den Dreck gezogen zu haben.

Nun hat die Staatsanwaltschaft auch noch ein Verfahren wegen angeblicher Steuerhinterziehung eingeleitet , Verfolgung eines offensichtlich Unschuldigen ein anderes Wort dafür.

Gegen geltendes Recht
Unter Verstoss gegen geltendes Recht sind diese Berufsverfolger dann in das Büro seines Steuerberaters eingebrochen und haben illegal 35 Kartons Unterlagen mitgenommen, die mein Gatte diesem Steuerfachmann Peter Haunold zu treuen Händen übergeben hatte.

Nichts hatten diese Berufsverfolger in der Kralle gegen meinen Mann, also versuchten sie was bei dem Haunold zu finden.

Mein Mann war völlig niedergeschlagen über diesen Freundesverrat, und die rechtwidrigen Aktionen der austrischen Staatsanwaltschaft.
Ich habe ihn deshalb zu einem wunderbaren Shoppingtrip nach Mailand / Italien eingeladen, und ihn dort wieder aufgerichtet.

Rechtsstaat Liechtenstein
Glücklicherweise haben die (Winkel-)Gerichte in Liechtenstein es abgelehnt, den austrischen Verfolgern Zugang zu den Bankgeheimnissen meines Gatten dort zu geben. Wenigstens dort herrscht noch Rechtsstaatlichkeit.

Zum Tierball
Zurück zu meinem Tierball: Der Eintrittspreis beträgt lediglich 80 Euro, etwas was sich auch Sozialhilfempfänger leisten können, jedenfalls dann, wenn sie meine Ratschläge befolgen:

Sollen die Leute halt ihren Salat und ihre Tomaten auf ihren Terrassen selber züchten. Ich backe auch mein Brot selber, züchte mein Gemüse und trinke gerne Wasser statt Champagner.“

Servus

Fiona Pacifico-Griffini-Grasser
MAJS (Member of the Austrian Jet Set)

Zu Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser
linkÖsterreichs Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser meldet sich wieder zu Wort
linkPost von Karl-Heinz Grasser, Ex Finanzminister Österreichs
linkÖsterreichs Ex- Finanzminister Karl-Heinz Grasser: Deutschland, jetzt rede ich
linkGuten Morgen Deutschland, ich bin KHG, der Karl-Heinz Grasser aus Wien

Zu Fiona Grasser
linkFiona Grasser: Hallo Deutschland, jetzt rede ich

Zur Skandalrepublik Österreich
linkHypo Alpe (Skandalpe-) Bank und BayernLB: Die schier unendliche Skandal- (Betrugs- Untreue-) Geschichte. Ein Update

Medizin

Weg mit dem Ballast, oder: Lasst schneller sterben und ihr werdet belohnt – Perverse Finanzanreize für britische Krankenhäuser

Dr. Alexander von Paleske — 26.10. 2012 —
Der Bericht, der heute in der britischen Tageszeitung Daily Mail erschien, ist unglaublich, aber wahr:
Britische Krankenhäuser bekommen Prämien und finanzielle Anreize, wenn sie prozentual genügend Patienten, die terminal erkrankt sind, auf den „schnellen Entsorgungsweg“ bringen, auch Liverpool Care Pathway (LCP) genannt.

Fast Track to Death
Treffender müsste es wohl als „Fast track to death“ bezeichnet werden.
Die betreffenden Patienten werden, nachdem der behandelnde Arzt die „Hoffnungslosigkeit des Falles“ festgestellt hat, auf eine „Behandlungsschiene“ gesetzt, die dafür sorgt, dass der Patient innerhalb von durchschnittlich 29 Stunden stirbt.

Die Details
LCP oder besser „Fast Track to death“ bedeutet dabei:

– Sedierung des Patienten

– Stopp jeglicher lebenserhaltender Medikamente wie z. B. Antibiotika

– Abklemmen jeglicher Flüssigkeitszufuhr, nicht nur der Nahrung.

Rund 100.000 Patienten sollen auf diese Weise jährlich schneller „ins Jenseits“ befördert worden sein.

Krankenhäuser, welche die festgesetzte LCP-Quote erreichen, werden mit Millionenbeträgen „belohnt“ .

Vor der Belohnung die Einhaltung der Quoten
Einige Krankenhäuser haben Quoten festgelegt, die irgendwo zwischen 1/3 und 2/3 der im Krankenhaus verstorbenen stationären Patienten liegen sollen.

In den letzten Jahren sind rund 30 Millionen britische Pfund Sterling extra an solche Krankenhäuser geflossen, die sich innerhalb der „gesetzten Ziele“ bewegten.

Festgestellt wird die Belohnung und deren Höhe von Konsortien, aus niedergelassenen Ärzten. Wir berichteten bereits über die Aufgabe der Konsortien bei der „Kostendämpfung“ im britischen Gesundheitswesen.

Keine Palliativmedizin
Es ist selbstverständlich, dass in bestimmten Fällen die Nicht-Fortsetzung lebensverlängernder Massnahmen durchaus gerechtfertigt ist.
Aber Abklemmen von jeglicher Flüssigkeitszufuhr, also nicht nur der Nahrungszufuhr ist schlichtweg unzulässig.

Hier auch noch Zielvorgaben zu machen, und finanzielle Belohnungen auszusetzen, kann nachgerade nur als menschenverachtend und pervers bezeichnet werden.

Das hat alles nichts mehr mit sogenannter Palliativmedizin zu tun, für welche die Ärzte in ihrer Studienzeit ohnehin höchst unzureichend ausgebildet werden.

Nur ein Narr kann glauben, dass diese „Anreize“ angesichts der desolaten Finanzlage in den Krankenhäusern, letztlich ohne Einfluss auf die Entscheidung des behandelnden Arztes bleiben.
.
Nicht in Deutschland?
Wer jedoch glaubt, dass es so etwas in Deutschland nicht gibt, der dürfte sich täuschen. Zwar gibt es keine direkten „Belohnungen“. Aber unter der Ägide der SPD-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt wurde im Jahre 2003 in Deutschland die Tagespauschale abgeschafft, und stattdessen die Fallpauschale eingeführt.

Die „segensreichen“ Wirkungen dieser Massnahme sind:

Kürzere Liegezeiten, auch wenn medizinisch oft nicht vertretbar

Entlassung von halbkranken Patienten, um innerhalb des Kostenrahmens zu bleiben

Schliessung von „nichtrentablen“ Krankenhäusern, also vor allem Krankenhäuser der bürgernahen Grundversorgung, wo oftmals multimorbide Patienten eingewiesen werden, die aber zu „Defizitfällen“ wegen der nur geringen Fallpauschale und der oftmals längeren Behandlungsdauer werden . Auch hier wächst dann der Druck, eine „schnelle Lösung“ herbeizuführen – aus Kostengründen und zur Sicherung der Überlebensfähigkeit des Krankenhauses.

Steigerung der Operationen und invasiven Eingriffe, die eine hohe Fallpauschale bei relativ kurzer Verweildauer bieten, also ordentlich Geld in die Kasse der Krankenhäuser spülen, wie z.B. Kniegelenkersatz, auch wenn die Indikationen dazu nicht selten zweifelhaft bzw. höchst zweifelhaft sind. Gleiches gilt für Herzkatheter.

Wann endlich wird dieser „Medizin ohne Menschlichkeit“ ein Ende bereitet?

NACHTRAG
Siehe auch den Folgeartikel über eine „Überlebende“ des „Fastracks to death“

http://www.dailymail.co.uk/news/article-2223836/I-survived-death-pathway-Patricia-82-given-days-live-family-defied-doctors-gave-water-straw–shes-planning-world-cruise.html

Zum Gesundheitswesen in Grossbritannien
Die Regierung betreibt die Abschaffung des nationalen Gesundheitsdienstes (NHS)
Gesundheitsreform in Großbritannien – oder: Weil Du reich bist sollst Du länger leben
Grossbritannien: Die Zukunft(slosigkeit) im Gesundheitswesen hat schon begonnen

…..und in Europa
Weiter bergab im europäischen Gesundheitswesen
Sparmassnahmen schicken Europas Gesundheitswesen auf die Krankenstation
Berichte aus Griechenland, die keine Schlagzeilen mehr machen
Griechenland: Aus der Ausweglosigkeit in den Freitod – kein Einzelfall
Strafgesetzbuch und Sterbehilfe – Eine Nachbemerkung zum Fall der Krebsärztin Dr. Mechthild Bach

Zu Ulla Schmidt
linkSPD-Ulla Schmidt schreibt an SPD-Hoffnungsträger Peer Steinbrück

Schluss mit den Angriffen auf Ulla Schmidt
Ministerin Ulla Schmidt: Nie wieder unter Hartz IV- Bedingungen leben

Siehe auch die informativen ZEIT-Artikel:

Klappe halten und wegsehen ZEIT vom 20.9. 2012 S. 32

und

Das Ende der Schweigepflicht ZEIT vom 15.5. 2012

Der Verfasser ist Internist, Hämatologe und leitender Arzt, ausserdem ehemaliger Rechtsanwalt

Grossbritannien

Britische Medienanstalt BBC gerät durch Missbrauchsskandal ins Zwielicht

Dr. Alexander von Paleske — 21.10. 2012 —
Es ist ein Skandal, der zur Zeit die hochangesehene staatliche britische Rundfunk- und Fernsehgesellschaft BBC (British Broadcasting Corporation) erschüttert. Ein Skandal, der unter den Teppich gekehrt werden sollte, und nun mit voller Wucht die Reputation der BBC beschädigt.

Ein Moderator namens Jimmy Savile
Ein Skandal, in den ein ehemaliger prominenter Moderator der BBC namens Jimmy Savile verwickelt war, vor einem Jahr im Alter von 84 Jahren verstorben, von der britischen Königin 1990 in den Adelsstand erhoben, und der offenbar jahrzehntelang Minderjährige im Alter zwischen 13 und 16 Jahren sexuell missbraucht hatte.


Jimmy Savile …offenbar jahrzehntelang Minderjährige sexuell missbraucht. Screenshot: Dr. v. Paleske

Aus eins mach zwei
Es handelt sich tatsächlich aber um zwei Skandale. Denn die Art und Weise, wie die BBC, aber auch die Polizei, die Infos unterdrückte, die Anschuldigungen nicht weiterverfolgte, hat sich mittlerweile zu einem eigenen Skandal entwickelt.

Aber der Reihe nach
Jimy Savile war jahrzehntelang Disc-Jockey, der die äusserst populäre Rundfunksendung Top of he Pops auf BBC 1 präsentierte. Der auch mithalf, Newcomer der Musikszene zu Popstars zu machen.

Ausserdem moderierte Savile die Fernsehsendung Jim ’ll fix it, in der er Wünsche von jugendlichen Zuschauern erfüllte.

Nach seinem Tode gab es nicht weniger als drei Retrospektiven über ihn in der BBC zu sehen, die insbesondere hervorhoben, wie er durch Wohltätigkeitsveranstaltungen und Spendenaufrufe insgesamt 60 Millionen britische Pfund für kranke Kinder gesammelt hatte.

Und natürlich auch, wie er die Karrieren von neuen Pop-Stars gefördert hatte.

Dunkle Seite
Allerdings gab es offenbar eine ausserordentlich dunkle Seite dieser gefeierten Ikone, der sich gerne mit Zigarre im Mundwinkel zeigte. Diese dunkle Seite leuchtete das Team der BBC-Sendung „Newsnight“ aus.


Jimmy Savile …..Zigarre und dunkle Seite. Screenshot: Dr. v. Paleske

Die investigativen Reporter fanden heraus, dass diese dunkle Seite des Jim Savile darin bestand, junge Mädchen, die sich natürlich danach drängten, ihn kennenzulernen, auf seinen Wohltätigkeitstouren dann in sein Auto einlud.

Am Zielort, nicht selten die Umkleidekabinen der BBC, Savile sie dann offenbar sexuell missbrauchte bis hin zur Vergewaltigung. Aber auch auf jugendliche mental Behinderte hatte er es offenbar abgesehen, wobei ihm der Kontakt zu dieser Zielgruppe durch seine Wohltätigkeitstouren, erleichtert wurde: im Stoke Mandeville Hospital stand ihm sogar ein eigenes Büro zur Verfügung da er nebenberuflich Spenden für staatliche Krankenhäuser sammelte.

Mehr als 300 Beschwerden
Wie Scotland Yard gegenüber der deutschen Ärztezeitung bestätigte, soll er Klinikpatienten und Pflegepersonal sexuell belästigt oder missbraucht haben, insgesamt 300 Beschwerden lägen vor.
10 seiner angeblichen Opfer waren bereit, vor der Kamera auszusagen. Die Sendung war damit fertig zur Ausstrahlung.

Was dann geschah war der Versuch der Verantwortlichen in der BBC, die Ausstrahlung unter allen Umständen zu verhindern.
Motto: Was nicht sein darf auch nicht sein kann.

Zunächst verlangte der BBC-Abteilungsleiter Peter Rippon von den Produzenten der Sendung Nachweise über Strafverfahren gegen Jimmy Savile zu erbringen. Das gelang: Gegen Savile war wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen bereits im Jahre 2007 aufgrund von Anzeigen von Opfern ermittelt worden.

Die Polizei stellte die Ermittlungen jedoch nach Einvernahme von Savile, der alles abstritt, wieder ein. Savile wurde geglaubt, nicht aber den Opfern

Ein weiterer Skandal entwickelt sich
Mit der Begründung, das Strafverfahren sei ja seinerzeit eingestellt worden, verbot Rippon die Ausstrahlung der Newsnight-Sendung.

Dies setzte den zweiten Skandal in Gang, denn die private Konkurrenzanstalt ITV </i>hatte Wind von der Sache bekommen, und strahlte nun Anfang dieses Monats ihrerseits eine Sendung aus, in der die Opfer zu Wort kamen und schwere Beschuldigungen erhoben.

Titel der Sendung:

The other side of Jimmy Savile.

In der Sendung wird auch behauptet, die Verantwortlichen der BBC hätten seit vielen Jahren von dieser dunklen Seite ihres Star-Präsenters gewusst, dessen kriminelle Aktivitäten offenbar bis in die Mitte der 60er Jahre zurückreichen, aber nichts unternommen, sondern offenbar einfach weggeschaut.

Nach Ausstrahlung der Sendung meldeten sich weitere Opfer. Auch sind Gerüchte über angebliche Mittäter aufgetaucht.

Der Skandal erinnert in gewisser Weise an den Missbrauchs-Skandal an der Odenwaldschule. Auch hier waren Medien seinerzeit informiert worden, auch hier wurden die Anschuldigungen nicht weiter verfolgt und offenbar ebenfalls nach der Devise gehandelt: „was nicht sein kann auch nicht sein darf“, wir bericheten darüber.

NACHTRAG 22.10. 2012
Die BBC hat eine hausinterne Untersuchung durch die Investigativreporter von „Panorama“ angesetzt.
Man darf gespannt sein, was an Gülle noch so hochkommt.

Der Abteilungsleiter Rippon ist gestern bereits zurückgetreten..

Die Presse und die Missbrauchsfälle in Schulen und Internaten
Menschenversuche, Zwangsadoptionen und Zwangskastrationen: Schreckensberichte aus der „zivilisierten Welt“ mehren sich

afrika

Afrika – Ein Kontinent wird zum reinen Rohstoffverkäufer

Dr. Alexander von Paleske — 20.10. 2012 —
Vor vier Wochen kaufte ich zum wohl letzten Mal im Fabrik-Shop der Firma Archer ein. Eine Textilfabrik in Bulawayo, die seit Jahrzehnten hochwertige Textilien herstellt, meist aus Baumwolle heimischer Produktion.

Die Firma musste Insolvenz anmelden und ging damit den Weg fast aller Textilfabriken in Bulawayo, dem einstigen industriellen Herz Simbabwes.

Dort gab es nicht nur eine blühende Textilindustrie, sondern auch andere weiterverarbeitende Gewerbe, wie z.B. Schuhfabriken und Fleischverarbeitung. Vorbei.

Die Fabrikhallen stehen jetzt entweder leer und wurden in Lagerräume für Supermärkte umgewandelt, wo nur noch wenige Menschen Beschäftigung finden. Die Arbeitslosigkeit ist entsprechend hoch, und weiter im Steigen begriffen, trotz der ökonomischen Teilerholung.

Gründe für Misere
Die Gründe für diese Misere sind leicht zu finden: Zum einen wird Simbabwe, wie viele andere Länder der Dritten Welt, mit gebrauchten Textilien überschwemmt, die aus Altkleidersammlungen in Europa und den USA stammen.


Verkauf gebrauchter Textilien in Bulawayo. Fotos: Dr. v. Paleske

Zum anderen sind die Textilgeschäfte der Stadt voll mit chinesischen Billigprodukten, gegen welche die lokale Industrie – trotz ihrer weit höherwertigen Qualität, aber auch höherem Preis – nicht mithalten kann: Niedriger Preis schlägt höhere Qualität.

Textilfabriken wie David Whitehead, Security Mills, Merlin, Cotton Printers, Ascot Clothing, einstmals Glanzstücke einheimischer Produktion, haben dichtgemacht.

Die heimische Baumwolle wird jetzt unverarbeitet nach China und in andere Länder exportiert, die Exporterlöse sind nur ein Bruchteil verglichen mit den einstmaligen Textilprodukten.

Dieser Trend lässt sich in vielen afrikanischen Ländern beobachten, auch in Südafrika.

Nur Rohstoffexporte
Gleichzeitig steigt der Export von Rohstoffen an, sofern die Länder diese besitzen. Aber die Rohstoffförderung, hier in Simbabwe vor allem Kohle, Gold, Kupfer und jetzt auch Diamanten, und im landwirtschaftlichen Bereich Tabak und Baumwolle, schafft vergleichsweise nur wenige Arbeitsplätze.

Andere Industrieinvestitionen: Fehlanzeige.

Die Folge: Die Rohstoffe des Kontinents Afrika, der zum weltweit grössten Rohstofferzeuger aufsteigen wird, werden zum unverarbeiteten einzigen Exportartikel. Die Staaten Afrikas umgekehrt zu Importnationen von Fertigprodukten, mit zunehmend negativer Handelsbilanz. Und sie werden von den oftmals starken Schwankungen der Rohstoffpreise auf dem Weltmarkt extrem abhängig.

Für die lokale Bevölkerung gibt es mangels Industrie keine ausreichende Beschäftigung.

Gewaltsame Auseinandersetzungen nehmen zu
Mehr noch: da die Rohstoffe zum einzigen Exportartikel werden, steigen die gewaltsamen Auseinandersetzungen um den Zugang zu ihnen. Das lässt sich exemplarisch am Konflikt zwischen Sudan und Südsudan (Erdöl) beobachten.

Das war auch der Hintergrund kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen Eritrea und Äthiopien. Das war und ist aber vor allem auch der Hintergrund der Destabilisierung des rohstoffreichen Ostkongo (Rohstoffe: Coltan Gold und Edelhölzer) mit Hilfe von Proxy-Armeen (M 23) durch das rohstoffarme Ruanda, das eine Annexion der ostkongolesischen Provinz Kivu anstrebt.
Publizistisch dabei auch noch unterstützt – man glaubt es kaum – von der TAZ und ihrem Chef der Auslandsredaktion Dominic Johnson.

Hinzu kommen innerstaatliche Konflikte wie in Nigeria (Nigerdelta) und Angola (Cabinda), wo die lokale Bevölkerung entweder gar nicht, oder nur sehr, sehr wenig von den Rohstoffexporten profitiert, aber die volle Wucht der oftmals schweren Umweltverschmutzung zu spüren bekommt und tragen muss. Aufstände waren und sind die logische Folge.


Umweltschäden in der ölreichen, bettelarmen Angola-Enklave Cabinda. Mail & Guardian Südafrika vom 28.9. 2012


Klage gegen Ölmulti Shell wegen Umweltverschmutzung im Nigerdelta vor einem Gericht in den Niederlanden. Kläger: Fischer aus dem Nigerdelta. Screenshot: Dr. v. Paleske

Die betreffenden Regierungen reagieren auf diese Entwicklungen entweder hilflos, oder gar interesselos, zumal, wie in Angola und Nigeria, korrupte Eliten sich die Taschen mit den Deviseneinnahmen aus den Rohstoffverkäufen vollstopfen, und dann im Ausland investieren, das haben wir jüngst am Beispiel Angolas aufgezeigt.

Ex Präsident Thabo Mbeki warnt
In einem Interview mit der südafrikanischen Wochenzeitung „Sunday Independent“ vor zwei Wochen warnte der ehemalige Staatspräsident Südafrikas, Thabo Mbeki dann auch die afrikanischen Staatschefs vor Aufständen nach dem Muster des arabischen Frühlings, wenn sie weiter nur damit beschäftigt sind, ihren persönlichen Reichtum zu vermehren, statt die Interessen der Bevölkerung zu den ihrigen zu machen.


Sunday Independent (Südafrika) vom 7.10. 2012

You will see in many parts of the (African) continent where people assume positions of leadership as an opportunity to accumulate (personal) wealth. The patience of the youth and ordinary Africans is waning and their frustrations could explode.”

Wohl wahr.

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europa

Hypo Alpe (Skandalpe-) Bank und BayernLB: Die schier unendliche Skandal- (Betrugs- Untreue-) Geschichte. Ein Update

Dr. Alexander von Paleske —16.10. 2012 —
Wir hatten zuletzt vor fast einem Jahr über den nicht enden wollenden Hypo Alpe Bank-Skandal berichtet, der die Steuerzahler sowohl in Bayern als auch in Österreich Milliarden Euro gekostet hat, und dessen Ende überhaupt noch nicht absehbar ist.

Immer weitere Details
Immer weitere Details kommen zutage, da mittlerweile in Strafprozessen wegen Untreue pp. einige Angeklagte bzw. Angeschuldigte mit dem „Singen“ angefangen haben.

Der Stand der Dinge
-Die Bayern-LB verlangt von Österreich Rückabwicklung des 2007 getätigten 1,7 Milliarden Euro-Skandal-Kaufs der Kärntener Hypo-Alpe-Adria-Bank, und hat ein „Prozesschen“ in Österreich schon einmal angeleiert: Gegen die Mitarbeiterstiftung, seinerzeitiger Mini- Aktienbesitzer der Hypo-Alpe. „Peanutstreitwert“: 50 Millionen Euro statt 1,6 Millarden. Ein Versuchsballon, wohl gerade auch im Hinblick auf den anstehenden Wahlkampf in Bayern.

– Politiker in Österreich umgekehrt wollen die Rückabwicklung des Rückkaufs der Hypo-Alpe im Jahre 2009. Damals fand die Aktion der Bayern LB „Weg mit Schaden“ statt (relativ preiswert für sage und schreibe einen Euro zurückverkauft). Allerdings nur, wenn man davon absieht, was in diese „Fass ohne Boden Bank“ mittlerweile seitens des austrischen Staates an Steuergeldern wieder reingepumpt werden musste, um sie vor dem Totalabsturz, auch Pleite genannt, zu retten.

Zukunft einer Illusion?
Die BayernLB will nicht nur den Kaufpreis zurückhaben, sondern blickt erwartungsvoll auf das nächste Jahr: dann nämlich soll die Hypo-Skandalpe „Kredite“ im Umfang 3,1 Milliarden Euro an sie zurückzahlen. Angebliche Kredite der BayernLB an die Hypo-Skandalbank aus den Jahren 2007-2009.

Quatsch sagen Politiker in Österreich, und berufen sich auf ein 700 Seiten Gutachten des Wirtschaftsprüfers Fritz Kleiner: es handele sich um Scheinkredite, in Wirklichkeit waren das Kapitalspritzen, also eine versteckte Kapitalerhöhung, um die damals notleidende Skandalbank Hypo-Alpe über den bayerischen Wahltag und den Absturz zu hieven, bevor dann der ganze Kladderadatsch herauskam.


Bayern LB ….illusionäre Hoffnungen? – Screenshot: Dr. v. Paleske

Vorläufiges Fazit
Streit über alles und jedes, und drohende bzw. angeleierte Zivilprozesse, die sich noch viele Jahre hinziehen dürften. Wie schön.

Weitere Prozesse
Ausserdem klagt die BayernLB in Deutschland gegen ihre alten Vorstände auf Schadenersatz. Vorstände wie Werner Schmidt, die dieses Skandalgeschäft eingefädelt hatten, und dabei angeblich einen völlig überhöhten Kaufpreis gezahlt haben.

Dass diese Vorstände offenbar keinerlei sorgfältige Prüfung dieser „aufgehübschten“ Hypo-Braut vornahmen, und alle Vorsicht fahren liessen, will man lieber nicht so laut sagen, obwohl es dafür genug Hinweise gibt, weil das ja im Widerspruch zur Argumentation im Prozess in Österreich auf Rückabwicklung stehen könnte.

Dort wird auf arglistige Täuschung gepocht, wobei sich die Frage erhebt, wie kann jemand getäuscht werden, der ohnehin bereit ist, „die Katze im Sack“ zu kaufen, sich also gar nicht Klarheit verschaffen will, und der die Warnungen aus dem eigenen Hause in den Wind schlägt?.

Viele Strafverfahren und -prozesse
Daneben laufen diverse Strafverfahren sowohl in Bayern wie in Österreich gegen ehemalige Bankmanager. Vorwurf: strafbare Untreue.

Der offenbare Haupttäter ist allerdings nicht mehr zu fassen: Jörg Haider, österreichischer Rechtsaussen und seinerzeitiger Landeshauptmann Kärntens, verschied vorfristig nach einem Autounfall im Oktober 2008 .

Aber er hatte offenbar allzu willige Helfer für seine etwas ausserhalb der Legalität liegenden Aktionen.

Vier davon sind gerade in erster Instanz zu saftigen Gefängnisstrafen verurteilt worden: Allen voran Wirtschaftsprüfer Dietrich Birnbacher. Der hatte ein12-seitiges Gutachten (wohl besser als Schlechtachten zu bezeichnen) verfasst, Hypo-Alpe verkaufsbegleitend sozusagen, eine Million pro Seite. Und dann, als dies ruchbar wurde, einen 50%igen Rabatt gewährt, also 500.000 Euro pro Seite. Wir berichteten seinerzeit darüber.

Das mehr als fürstliche Honorar landete nicht allein in seiner Tasche, wie er gestand, sondern in erklecklichem Umfang in den Taschen eines leitenden Parteigenossen der ÖVP namens Josef Martiniz, auch der erhielt eine saftige Gefängnisstrafe von 5 Jahren aufgebrummt.

Verdeckte Parteienfinanzierung a la Kärnten bzw. Haider bzw. ÖVP.

Auch Wolfgang Kulterer
Auch der bereits wegen Bilanzfälschung rechtskräftig verurteilte ehemalige Chef der Hypo-Skandalpe, Wolfgang Kulterer, steht weiter vor Gericht – wegen Untreue zu Lasten seines einstmaligen Arbeitgebers, der Hypo-Alpe Skandalbank.

Daneben laufen Ermittlungen in alle Richtungen, denn die Hypo Alpe vergab gerne und viel Kredit, oftmals an recht zweifelhafte Kunden bzw. dubiose Firmen, wie z.B. für einen Fuchs-Paradiso Skulpturenpark, aus dem nichts wurde. Statt Paradiso jetzt die Pleite. Oder Hühnerställe in der Ukraine, was jetzt zu einer Strafanzeige führte.
Dass die Hypo-Alpe dies alles abschreiben muss, versteht sich von selbst, denn die Kreditbesicherungen für den Skulpturenpark über immerhin 7,5 Millionen Euro waren überhaupt nichts wert. Gleiches gilt für die Hühnerställe.

Ob allerdings jemals der gesamte Sachverhalt im Zusammenhang mit dieser Skandalbank voll aufgeklärt, die Schuldigen bestraft und die Schäden beglichen werden, ist mehr als zweifelhaft.

Lange Liste
Dafür gibt es in Österreich genügend abschreckende Beispiele.
Die Liste der bisher unerledigten Verfahren in Österreich ist lang, der Zeitablauf ebenfalls.

Die Vetternwirtschaft der SPÖ in der Bruno Kreisky- und der Nach-Kreisky Zeit endete in zwei Riesen- Skandalen:dem Fall Lucona – Versenken eines Handelsschiffs im Indischen Ozean mittels ferngezündeter Explosion, sowie die Lieferung von österreichischen Voest-Alpine Haubitzen für den Irak-Iran Krieg (Fall Noricum).

Es gelang der Justiz damals immerhin, in einem der spektakulärsten Prozesse der Nachkriegszeit wenigstens den Haupttäter Udo Proksch für dem Rest seines Lebens hinter Gitter zu bringen. Andere offenbar Beteiligte verübten Selbstmord.

Es kam die Stunde der neuen „Saubermänner“, die unter der Devise antraten, alles besser zu machen zu wollen.
Besser ist jedoch nichts geworden, ganz im Gegenteil. Die Zahl der Skandale hat sich mindestens um den Faktor 10 vergrössert, dazu Schäden in Multi-Milliardenhöhe, die der Steuerzahler begleichen musste und noch muss.

Unaufgeklärte Skandale
Derweil harren diese seit Jahren aufgelaufenen austrischen Skandale der endgültigen juristischen Aufarbeitung:

– der Immofinanz-Skandal

– der BUWOG-Skandal

-der Libro-Skandal

-der Auer-von Welsbach Skandal

-der Y-Line Skandal

– der First InEx-Skandal

-der Meinl-Skandal

-der Bawag-Skandal

– die Telekom Austria Skandale plus Mobitel, MobTel und Schlaff

Mehr dazu siehe hier-

Insbesondere: Die Grasser-Skandale
Um den ehemaligen Finanzminister Karl Heinz Grasser hat sich ebenfalls aufzuklärender Skandalmüll angesammelt:

– Buwog-Skandal

– Valora

– Eurofighter

– Hypo-Alpe-Schwiegermutter Skandal

– Terminal-Tower-Linz-Skandal, um nur einige zu nennen.

Weitere Details siehe hier

Vom politischen Flurschaden ganz zu schweigen.
.
Neuer Saubermann
Nun steht wieder ein Saubermann bereit, der alles viel besser machen will. Diesmal kein Politiker, sondern ein Unternehmer namens Frank Stronach. .


Frank Stronach ……Retter Österreichs?

Um diesen Augiasstall von Filz, Korruption, strafbarer Untreue, Vetterleswirtschaft und Wählertäuschung trockenzulegen, braucht es wohl mehr als einen Unternehmer, noch dazu ohne jegliche Erfahrung im politischen Geschäft, der den Staat wie eine Firma führen will.

Skandalrepublik Österreich, gute Nacht
was hat man nur aus Dir gemacht.

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BayernLB-Ex-Tochter Hypo-Alpe-Adria-Bank (Skandalpe) – Das dicke Ende kommt erst noch

Zentraler Artikel für alle bis Dezember 2008 angelaufenen Hypo-Alpe Skandale
linkBayernLB-Tochter Hypo Group Alpe Adria – Reicht mir die Hand, meine Skandale

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Medizin

Afrikanische Krebsstation: Improvising Medicine: An African Oncology Ward in an Emerging Cancer Epidemic – eine Buchbesprechung

Dr. Alexander von Paleske — 11.10. 2012 —-

Im Mai 2006 tauchte eine an der Rutgers Universität im US Bundesstaat New Jersey im Fach Geschichte lehrende Professorin in der von mir seinerzeit geleiteten Krebsstation des Princess Marina Krankenhaus in Gaborone / Botswana auf.

Für ein paar Tage über die Schulter
Sie stellte sich vor: „Ich heisse Julie Livingston und bitte darum, für ein paar Tage Ihnen sozusagen „über die Schulter schauen“ zu dürfen“.. Sie habe mehrfach zuvor bereits Botswana zu Studienzwecken besucht, und ein Buch über das „Stigma der Behinderung“ in der botswanischen Gesellschaft geschrieben -. Debility and the Moral Imagination in Botswana .


Julie Livingston

Während ihres jetzigen Studienaufenthalts wolle sie untersuchen, wie die Palliativbehandlung von Patienten, insbesondere von Krebspatienten, in Botswana gewährleistet sei. Sie habe die Erlaubnis des Gesundheitsministeriums für diese Forschungsarbeit eingeholt..

Mit gemischten Gefühlen
Ich sah ihrem Aufenthalt, dem ich – angesichts der Erlaubnis des Ministeriums – ohnehin zustimmen musste, mit eher gemischten Gefühlen entgegen:

– Einmal weil wir dann sozusagen „unter Dauer-Beobachtung“ stünden und diese „Beobachtungsergebnisse“ dann auch noch veröffentlicht würden.

-Aber auch, weil ein Jahr zuvor eine andere US- amerikanische Professorin von der Boston Universität namens Diana Wylie in Gaborone aufgekreuzt war und mich kontaktiert hatte. Sie war dabei, ein Buch über den südafrikanischen Künstler und Anti-Apartheidaktivisten Thami Mnyele zu schreiben, der bei einem Überfall von Südafrikas Terrorgruppen auf Gaborone im Juni 1985 ermordet worden war.

Ich hatte die Hintergründe des Überfalls aufgearbeitet , mehrere der offenbar am Überfall Beteiligten herausgefunden, darunter auch den seinerzeit wegen versuchten Putsches in Äquatorial Guinea einsitzenden Südafrikaner Nick du Toit, und machte die Infos bereitwillig für sie verfügbar.
Danach hörte ich nichts mehr von ihr. An sie versandte E-Mails beantwortete sie nicht, und dass sie mir weder mittelte, dass ihr Buch nun veröffentlicht werde, noch mir ein Exemplar übersandte, rundete das Bild ab. Kurzum: Ich fühlte mich ausgenutzt.

Völlig anders
Mit Julie Livingston kam es jedoch völlig anders, als ich befürchtet hatte: Während sie auf unserer Station hospitierte, änderte sich das Konzept ihrer Untersuchung:. Die Krebsstation selbst und die Krebsbehandlung in Botswana wurden das Thema. Sie verlängerte ihren Aufenthalt auf der Station um mehrere Wochen. Und damit hatten weder ich noch meine Mitarbeiter irgendwelche Probleme, denn schnell stellte sich heraus, dass sie keine Belastung für uns war, sondern ganz im Gegenteil eine Bereicherung: Sie wurde in unsere Arbeit integriert, trotz der schwarzen Kladde, die sie ständig mit sich führte und in die sie fleissig Eintragungen machte.

Rarität unter Ausländern in Botswana: Sie beherrschte die Landessprache Setswana, und half beim Übersetzen, denn viele der Patienten sprechen kein Englisch. Auch transportierte sie Patienten zur Bestrahlungsabteilung am anderen Ende der Stadt, und half, den Patienten Mut zuzusprechen oder sie zu trösten.

Sie war weit mehr als eine Beobachterin, sie war teilnehmend und einfühlend.
Julie Livingston kam noch für insgesamt mehrere Wochen zu weiteren Besuchen in den folgenden zwei Jahren.

Während eines Stipendiums am Wissenschaftskolleg in Berlin fasste sie ihre Erfahrungen in Buchform die sie so beschrieb:
.
During my stay at the Wissenschaftskolleg I will complete the revisions on a book that offers an intimate look at the cancer epidemic rapidly emerging across Africa. In 2002 Botswana, which at the time had the highest prevalence of HIV in the world, became the first African nation to provide free antiretroviral drugs (ARVs) to its citizens. Yet, the success of this policy has engendered new problems. Many patients now survive their HIV disease only to grapple with viral-associated cancers facilitated by their history of immunosuppression. This grim underside to the otherwise impressive success of the ARV program couples with the significant burden of cancers already prevalent in the population to create a situation of overwhelming proportions.
Taking a cue from Solzhenitsyn, this book examines Botswana’s lone cancer ward as both a metaphor for and instantiation of the constellation of bureaucracy, vulnerability, science, mortality, and hope that shape early 21st-century experience in southern Africa; and as quite simply, a cancer ward – a powerfully embodied social and existential space. This ward presents a compelling microcosm of contemporary tertiary health care. And so it provides one critical site for our focus group on Professional Dilemmas of Medical Practice in Africa. Care here must proceed amid the contingencies of providing high-tech medicine in a public hospital where machines are often broken, drugs go in and out of stock, and bed space is always at a premium. In the ward the oncologist works under conditions of tremendous uncertainty. He must constantly improvise, tailoring clinical medical knowledge and ethical standards forged in metropolitan settings to quite different biological, technological, social, and institutional conditions. These issues of uncertainty and practice are ones that we will also be pursuing across contexts in the collaborative work of our focus group.
.

Buch veröffentlicht
Am vergangenen Freitag wurde das Buch

Improvising Medicine: An African Oncology Ward in an Emerging Cancer Epidemic

veröffentlicht.

Das Buch erlaubt einen profunden Einblick in eine afrikanische Krebsstation, wie Ärzte, Schwestern , Patienten und deren Angehörige interagieren, welche oftmals schwierigen Probleme in der Behandlung von Krebspatienten gelöst werden müssen, und wo vor allem die Menschlichkeit nicht auf der Strecke bleibt.

Ein Tag wie jeder andere – In einem Krankenhaus in Simbabwe
Dumela Ngaka – 8 Jahre als Krebsarzt in Botswana – Ein persönlicher Erfahrungsbericht
Diagnose: Krebs
Cancer surge overwhelms AIDS-struck Botswana</b

Zum Putschversuch in Aequatorial Guinea
Ein Putschversuch in Afrika und ein juristisches Nachspiel in Hessen
Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft ohne Verfolgungswillen bei Fall von internationalem Terrorismus

Der Wonga Coup
Afrika-Söldner – und was aus ihnen wurde
Söldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe

SATIRE

Jürgen Flaschenpfand–Trittin an Bilderberg-Kollegen Peer Steinbrück: Nicht Knecht des Kapitals, sondern dessen Weihnachtsmann

Dr. Alexander von Paleske — 8.10. 2012 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Jürgen Flaschenpfand-Trittin, MdB
Grünes Mitglied des Bilderberg-Clubs

Reichstagsgebäude
Berlin

An
Peer Bilderberg-Steinbrück, MdB
Bilderberg-Clubmitglied und Ex Bundesfinanzminister

Karl Schiller Gedächtnisallee 66
Berlin

Guten Morgen mein lieber Peer,

ganz herzlichen Glückwunsch zu Deinem gestrigen Auftreten in der Jauch-Show

Wer wird der nächste Bundeskanzler“.

Die anwesenden Zuschauer haben es Dir durch vielfachen Szenenapplaus immer wieder gezeigt, wie sehr sie Deinen (schein-)progressiven Kurs der Runderneuerung der SPD, mir Dir an der Spitze auf dem Weg zur Regierungsübernahme in Berlin, begrüssen.


Hervorragend geschlagen – mit Plattituden und Witzchen

Rückenwind für Tour
Schöner Rückenwind für Deine jetzt beginnende Tour

Ich will da rein ins Bundeskanzleramt.“

Dass Du kein Programm hast, stört eigentlich nicht weiter. Wir Grüne haben auf viele Fragen der Zeit auch keine schlüssigen Antworten, allerdings deutlich weniger als die Piratenpartei.

Und genau wie Ihr von der SPD wollen auch wir Grüne wieder an die Berliner Fleischtöpfe.

Nicht aus der Reserve
Sehr erfreulich auch, dass Dich der Jauch gar nicht aus der Reserve locken konnte, Du vielmehr mit deinen Plattitüden und Witzchen die Lage völlig im Griff hattest.

Die volksdeutsche Öffentlichkeit ist offenbar diesen erbärmlichen Medien nicht auf den Leim gekrochen, die in unverschämter Weise versuchen, Dir Deine absolut hochverdienten – und deshalb gutbezahlten – Nebeneinnnahmen aufs politische Butterbrot zu schmieren.

Was kann schon daran falsch sein, seine eigene (Schein-)Kompetenz so teuer wie möglich an jedwede meistbietende (Banken-)Kundschaft zu verhökern. Erfolgreiche Selbstvermarktung nenne ich das, um die ich Dich sehr beneide.

Schweinejournalismus
Die Form des angreifenden Journalismus, das Fehlen jeglichen Respekts gegenüber uns politischen Leistungsträgern, habe ich schon vor einiger Zeit als „Schweinejournalismus“ gebrandmarkt: ein klarer Missbrauch der Presse- und Medienfreiheit in Deutschland.

Hinzu kommt, dass Du gegenüber den Banken und dem Kapital
keineswegs Dich knechtisch verhalten hast, sondern gerade mit der Deregulierung (Entfesselung) des Bankensektors, in Deiner Zeit als Bundesfinanzminister, als hochsouveräner Weihnachtsmann aufgetreten bist. Dass der Bankensektor für dieses mutige Vorgehen sich in vielfältiger Weiser dankbar zeigt, ist ja wohl zu erwarten gewesen.

Ich würde daher diese von Dir gestartete Gegenoffensive mit aller Kraft fortsetzen.

Auch das Orakel von Hamburg-Langenhorn, Helmut Schmidt, sollte ermuntert werden, ein paar unterstützende Worte in der nächsten Talkshowsendung fallen zu lassen.

Schon Vorgriff
Eigentlich waren Deine Döneken-Beiträge in der Jauch-Talkshow schon ein Vorgriff auf die Polit-Klamauksendung, die dieser Schadenfreude-Spezialist Stefan Raabschläger im November starten will, und wo ich schon fest zugesagt habe.

Die Deutsche Volksgemeinschaft will einfach Politik gerne als Klamauk sehen, und das können, das werden wir beide bringen. Insofern war gestern nur ein Anfang.

Besonders haben mir jedoch Deine Stellungnahmen in der Presse gefallen:

– „Transparenz gibt es nur in Diktaturen“,

wäre ja noch schöner, wenn wir unsere Schweigepflicht zur Bilderbergkonferenz brechen müssten.

– „Absurde Dämliche Kritik

– “In Wahrheit geht es einigen Kritikern darum, meine persönliche Glaubwürdigkeit zu beschädigen. Das wird aber nicht gelingen“

– „Habe mich lupenrein verhalten

„Das schöne Gefühl , Geld zu haben, ist nicht so intensiv wie das saublöde Gefühl, kein Geld zu haben.“ (siehe hier)

So viel erst einmal für heute.

Glückauf für Rot-Grün!

Dein

Bilderberg-Kollege

Jürgen Flaschenpfand-Trittin

Peer Steinbrück: Ich kann es, ich werde Bundeskanzler
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Bravo Helmut Schmidt: Ein Bilderberger namens Peer muss Deutscher Kanzler werden
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Danke Giovanni di Lorenzo von der ZEIT für die Guttenberg-Raushole

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