Entwicklungshilfe

Weltbank fördert Niedergang des Gesundheitswesens in Lesotho

Dr. Alexander von Paleske 8.2. 2016 —– Lesotho, eines der ärmsten Länder der Welt mit einer Bevölkerung von 2 Millionen und einer der höchsten HIV-Inzidenz hat ein brandneues Hospital, errichtet mit Hilfe der Weltbank.


Lesotho

Wunderbar möchte man denken. Aber wenn die Weltbank Kredite vergibt, um Projekte zu fördern, dann lohnt es sich oft genug, genauer hinzusehen, ob diese Projekte wirklich zur Entwicklung des Landes bzw. zur Verbesserung des Gesundheitswesens beitragen, oder nur dieTaschen Weniger füllen.

,Ein Krankenhaus namens Mamohato Memorial
Von aussen sieht das Krankenhaus wunderbar aus, es könnte sich um eines der modernen privaten Krankenhäuser in Südafrika handeln. Und da es mit Unterstützung der Weltbank gebaut wurde, dürfte es den Staatssäckel Lesothos kaum belasten. Sollte man meinen

2011 war das Krankenhaus fertiggestellt.


Mamohato Memorial Hospital

Die Ärzte, die dort arbeiten, sind voll des Lobes. Arbeiten wie in entwicklelten Ländern, „State of he Art“ wie sich das so schön nennt

Der Betreiber ist nicht etwa der Staat Lesotho, sondern Netcare, die grösste private Krankenhauskette in Südafrikas, auch in Grossbritannien vertreten. Netcare bekommt Jahr für Jahr 32,5 Millionen US Dollar für maximal 20.000 sationäre und 300.000 ambulante Patienten. Jeder weitere Patient kostet extra.
.Mittlerweile haben sich so die Kosten um 80% erhöht.

Eine Fehlkonstruktion namens PPP
Das ganze nennt sich Public Private Partnership (PPP), eine Konstruktion, die von der Weltbank nachhaltig gefördert wird.
Der Private Sektor investiert zusammen mit der Regierung oder übernimmt gleich Krankenhäuser, modernisiert sie, und darf dann damit ordentlich Geld verdienen. Von der Weltbank als Win-Win Programm verkauft, es gibt nur Gewinner, aber keine Verlierer.
Stimmt das?

Gewinner und Verlierer
Da lohnt es sich, genauer in die Bücher zu schauen, und da lugen an jder Ecke Pferdefüsse heraus.
40 % der Baukosten trug die Regierung Lesothos, die restlichen 60% als Kredit von der Development Bank of Southern Africa, also letztlich ebenfalls die Regierung Lesothos. Lächerliche 4 % steuerte der private Betreiber Netcare bei. 100 Millionen US Dollar kostete das Krankenhaus.

Die Weltbank, die über ihren Finanzarm International Finance Corporation an der Verhandlung über die Bürgschaften führend mittgewirkt hatte, will das jetzt als vorbillich für die Dritte Welt verkaufen, und weitere Projekte dieser Art fördern. Public Private Partnertship: Erste Welt in der Dritten Welt.
Und gleich haben Kanada, die Niederlande und Japan beschlossen, ihre Entwicklunghilfepolitik auf derartige Projekte zu konzentrieren.

Die nackten Tatsachen
Das Krankenhaus frisst mittlerweile 50 % des nationalen Health Budgets auf. Und das, obwohl der grösste Teil der Bevölkerung in ländlichen Gebieten, und nicht inder Hauptstadt Maseru lebt.
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Mit anderen Worten: Das Krankenhaus bekommt den grössten Teil des Kuchens ab, für die Basis-Medizinversorgung bleibt viel zu wenig übrig.

Das lässt sich in Zahlen fassen: Eine verbesserte Gesundheitsversorgung sollte zu einer gesteigerten Lebenserwartung führen, in Lesotho ist die Lebenserwartung jedoch im Zeitraum von 1990-2011 von 59 auf 49 Jahre gefallen. Das zeigt, dass bereits vor der Eröffnung des neuen Krankenhausse massive Unterversorgung bestand, die mit dem neuen Krankenhaus nur für wenige besser, insgesamt aber eindeutig schlechter werden muss.

Hier gibt es nur einen Gewinner, und der heisst Netcare. Die Verlierer sind die Masse der Bevölkerung Lesothos, die zwar auf der einen Seite jetzt ein wenig Cape Canaveral, vorwiegend aber meistens noch mehr Lambarene haben.

Was Lesotho braucht ist eine wesentlich verbesserte Basisversorgung. Wie weit Hochleistungsmedizin praktiziert werden kann, muss sich danach richten, , wieviel sich das Land nach Befriedigung der Basisversorgung noch leisten leisten kann, nicht jedoch umgekehrt.

Medizin

Zika-Epidemie – zwischen Übertreibung und Verharmlosung

Dr. Alexander von Paleske —– 3.2. 2016 —–
Ein “neues”Virus macht gegenwärtig Schlagzeilen: Das Zika Virus. Es hat sich in Lateinamerika epidemieartig ausgebreitet.

Krankheitssymptome
Die Infektion mit dem Virus führt – von Ausnahmen abgesehen – normalerweise nur zu grippeähnlichen Symptomen, Hautausschlag und Gelenkschmerzen.

Es soll aber auch verantwortlich sein für Fehlbildungen des Schädels und des Gehirns (Mikrozephalie), ausgelöst durch eine Infektion der Mutter mit dem Zika-Virus während der Schwangerschaft.

Ausserdem für das sog. Guillain- Barre Syndrom bei einer kleinen Zahl Infizierter: eine in der Regel vorübergehende, weitgehende Lähmung, die in schweren Fällen allerdings eine Intensivbehandlung und maschinelle Beatmung erforderlich machen kann.

Gesundheitsnotstand ausgerufen
Die Weltgesundheitsorganisation hat mittlerweile den Gesundheits-Notstand ausgerufen
,koordinierte weltweite Anstrengungen seien nötig, um die weltweite Ausbreitung des tückischen Virus zu verhindern, während der Virologe Kekule in der ZEIT</i> vor Übertreibung warnt.

Zeit für nüchterne Betrachtung
Zeit zur nüchternen Betrachtung, und vor allem sich an die Fakten zu halten, soweit wir sie kennen.

Das Zika-Virus gehört zu Gruppe der Flavi-Viren, die durch Mücken übertragen werden, in diesem Fall durch die Stechmücke Aedes aegypti, auch als Gelbfiebermücke bekannt.


Steckmuecke Aedes aegypti

Auch eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch durch ungeschützten Intimverkehr ist möglich. Heute wurde aus Texas berichtet, dass ein Rückkehrer aus Lateinamerika seine Partnerin mit dem Zika-Virus angesteckt hat. Dort ist Winter, eine Übertragung durch Mücken scheidet aus.
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Kein neues Virus
Es handelt sich keineswegs um ein neues Virus, sondern es wurde erstmals 1947 in Uganda bei Affen im Zika-Forest nachgewiesen.
Offenbar gab es aber auch in Asien eine Variante des Virus.

Im Jahre 1952 wurde in Nigeria der erste Fall einer Infektion beim Menschen bekannt, offenbar hattte eine Mutation zu der Übertragbarkeit auf den Menschen geführt. Sporadische Fälle gab es im Laufe der darauffolgenden Jahre in Afrika und in Asien, jedoch keine Epidemie.

In den Standard-Lehrbüchern der medizinischen Mikrobiologie fand das Virus – wenn überhaupt – nur in einer Fussnote Erwähnung.

Die Epidemien beginnen
In der vergangenen Dekade gab es die ersten Epidemien, die sich im asiatischen Raum abspielten, wobei der asiatische Stamm des Zika-Virus, nicht aber der afrikanische, verantwortlich war.

Dazu haben vermutlich zwei Faktoren beigetragen Die Ausbreitung des Überträgers, der Stechmücke Aedes aegypti – denn parallel dazu breiteten sich ebenfalls Dengue-Fieber und das Chikungunya Virus aus, auch diese Viruserkrankungen werden durch die diese Steckmücke übertragen – und Mutationen des Virus.

Die erste Zika- Epidemie fand 2007 auf der Yap-Insel in Mikronesien statt. Die nächste gab es in Französisch Polynesien,

Schliesslich traf das Zika-Virus 2015 in Südamerika ein und führte dort sofort zu einer Epidemie. Vor 2015 war das Virus dort unbekannt.

Mittlerweile sind allein in Brasilien schätzungsweise zwischen 500.000 und 1.3 Millionen Menschen infiziert worden.


Von der Zika-Epidemie mittlerweile betroffene Länder Lateinamerikas

Parallel Mikrozephalie
Parallel zu der Ausbreitung des Virus in Brasilien kam es zu einer zwanzigfach höheren Rate von Mikrozephalie.

Unter einer Mikrozephalie versteht man eine Entwicklungsstörung des Embryos, bei der der Kopf eine vergleichsweise geringere Größe aufweist: der Kopfumfang ist 3 Standardabweichungen geringer als der Mittelwert für einen Menschen gleichen Alters und Geschlechts.

Mikrozephalie ist mit geistiger Behinderung verbunden, die von weiteren Begleitfaktoren abhängt und tritt normalerweise bei 1,6 pro 1.000 Geburten auf. Weitere Details siehe hier.

.Die Mikrozephalie lässt sich im Ultraschall erst ab der 20. Schwangerschaftswoche mit einiger Sicherheit nachweisen.


Brasilianisches Kind mit Mikrozephalie

Auch wenn die Kausalität zwischen Zika-Infektion und Missbildung noch nicht 100%ig nachgewiesen ist, so besteht doch ein starker, ausserordentlich beunruhigender Verdacht in diese Richtung. Möglicherweise spielen noch weitere Faktoren eine Rolle.

Nachgewiesen wurde die Infektion in Brasilien jetzt bei rund 3000 Schwangeren, allerdings ist völlig unklar, wie viele Embryos einen Schaden davontragen werden. Die in der Presse verbreiteten Nachrichten über 3000 geschädigten Babys sind vermutlich zu hochgegriffen, die Zahlen, die der Virologe Kekule nennt, vemutlich viel zu niedrig.

Kein Impfstoff
Einen Impfstoff gibt es bisher nicht. Keine Überraschung, da das Virus vor 2007 nur sporadisch auftrat nicht aber epidemisch. Das spricht allerdings für Neumutationen, sowohl seinerzeit für die Übertragbarkeit vom Affen zum Menschen, wie auch dann für das epidemische Ausbreiten nach 2007.

Auch in Europa?
Das Virus wird bisher nur durch Reisende nach Europa eingeschleppt. Das könnte sich aber theoretisch ändern, denn die Tigermücke, mit Aedes aegypti verwandt, ist mittlerweile nach Deutschland eingewandert, und im süddeutschen Raum zu finden. Sie käme in den Sommermonaten – zunächst rein theoretisch – als Überträger in Frage.


Fazit

Es gibt daher keinen Grund, diese Epidemie mit ihren Folgen zu verharmlosen,.zumal eine ganze Reihe von Fragen bisher unbeantwortet sind, z.B. wie lange es dauert, bis die körperliche Abwehr das Virus eliminiert..

Schwangere sollten Reisen in die Länder, die von der Epidemie heimgesucht werden, unbedingt meiden.

Rückkehrer aus diesen Gebieten sollten wissen, dass auch eine direkte sexuelle Übertragung möglich ist.

Die Hauptaufgabe muss jetzt darin bestehen, die Stechmückenplage in den Griff zu bekommen, die nicht nur für Zika, sondern auch für die Übertragung des gefährlicheren Dengue Virus verantwortlich ist – und die Entwicklung eines Impfstoffes.

deutschland

Berliner Republik und ihre Flüchtlings-Politik-Chaoten

Dr. Alexander von Paleske —- 31.1. 2016 — Heute berichteten Zeitungen über den Bericht eines Arztes aus einem Flüchtlings-Aufnahmelager in Deutschland.

Erschütternder Bericht
Es ist ein erschütternder Bericht. Er schildert, in welch teilweise katastrophalem Gesundheitszustand die Flüchtlinge dort eintreffen.

Gleichzeitig dankt er Bundeskanzlerin Merkel für ihren Mut, selbst auf die Gefahr des Verlustes ihres Amtes die Botschaft “Wir schaffen es” losgelassen zu haben.

Kein Grund
Es gibt wenig Zweifel, dass der Bericht des Arztes zutreffend ist, allerdings gibt es wenig Gründe, Frau Merkel für ihre Botschaft dankbar zu sein: Eine Botschaft, die erst viele Migranten und Flüchtlinge ermuntert hat, die gefährliche und beschwerliche Reise nach Deutschland anzutreten.

Viel aufrichtiger wäre es gewesen, Ärzteteams in die Flüchtlingslager in der Türkei, Syrien und im Irak zu schicken, und zwar schon vor Jahren. Parallel dazu die Zuwendungen an die Flüchtlings-Hilfsorganisationen deutlich aufzustocken.
Solange die Flüchtlinge noch in den Lagern rundum Syrien hausten, war deren Schicksal Frau Merkel und ihrer Regierung offenbar herzlich gleichgültig.

Bundeswehr als Hilfsleistung
Stattdessen wurde die Bundeswehr mit Patriot Boden-Luftraketen 2012 in die Türkei geschickt, um die Türkei gegen einen potentiellen Angriff seitens der syrischen Luftwaffe zu schützen. Unnötig zu sagen, dass ein derartiger Angriff nie drohte, und nie eintrat.

Mittlerweile sind diese Einheiten ausgetauscht gegen Luftwaffen-Kampfflugzeuge samt Personal, die Einsätze über Syrien fliegen.

Überfälliges Gesetz
Längst hätte ein Einwanderungsgesetz verabschiedet werden müssen, auf dessen Basis Flüchtlinge und Migranten direkt nach Deutschland hätten gebracht werden können.

Stattdessen hat die Chaos-Politik der Bundesregierung nicht nur Öl ins Feuer des Syrien Konflikts gekippt, sondern mit der Merkel-Einladung auch noch dazu geführt, dass viele aus den Flüchtlingslagern in der Türkei geflüchtet sind, und sich auf diesem Weg nach Deutschland gemacht, nicht wenige den Tod gefunden haben. Andere durch die Flucht in einem gesundheitlich desolaten Zustand in Deutschland schliesslich eintrafen

Volle Verantwortung
Dafür trifft Merkel & Co die volle Verantwortung. Insoweit ist es geradezu zynisch, zumindest absurd, ihr auch noch Anerkennung zu zollen.

Mehr noch: der ungehinderte, chaotische Zuzug verschärft die innenpolitischen Spannungen in Deutschland, stärkt Parteien wie die Radikalinskis von der AfD,

Vom „Wir schaffen es” , kann daher keine Rede sein: die Städte und Gemeinden sind am Rande der Auslastung angekommen, zumal keine vernünftige Planung möglich ist, angesichts des nicht abreissenden Flüchtlingsstroms, alleine in diesem Monat rund 50.000 Menschen.

Mittlerweile hat es wohl auch Frau Merkel gedämmert, dass es so nicht weitergehen kann. Jetzt erklärt sie, die Flüchtlinge seien nur temporär hier, voraussichtlich drei Jahre.. Dann soll es wieder zurück gehen in Richtung Heimat.

Und der Kanzleramtsminister und Flüchtlingskoordinator Peter Altmaier tischt einen noch abenteuerlicheren Vorschlag auf: straffällige Immigranten aus Bürgerkriegsländern sollen in die Türkei abgeschoben werden, natürlich gegen Geld: Kopfgeld. In die Türkei, ein Land wo der Bürgerkrieg gegen die Kurden tobt. Ein Land, das sich auf dem besten Wege in einen Polizeistaat befindet.

Mittlerweile können sich die Politiker der AfD, die Flüchtlinge an der Grenze abknallen lassen wollen, die Hände reiben. Die Rechte marschiert, das Marsch-Proviant liefern die Berliner Chaos Politiker.

Gute Nacht Deutschland, wo immer Du auch bist.

linkNach Köln: So schaffen wir es nicht
linkFlüchtlingskrise, Migranten, Integration und die Zukunft

linkEuropas „Hilfe“ für Afrika: 2 Milliarden US Dollar „Kopfgelder“ für einige afrikanische Regierungen

Flüchtlingslawine und westliche Chaospolitiker
1 Million syrische Flüchtlinge in Jordanien bald auf dem Weg nach Deutschland?

Angela Merkel nach der EU-Türkei Konferenz – Sauberer Deal: Einreiseverhinderung gegen 3 Milliarden Euro?

Aussenpolitik Deutschlands und westlicher Länder: Bis alles in Scherben fällt
Ein Kampf um Damaskus, eine Flüchtlings- und Migrantenlawine auf dem Weg nach Europa, und ein Totalversagen der westlichen Politiker
Tod in Damaskus – Vier Jahre Krieg in Syrien
Schlachthaus Syrien – Chaospolitik des Westens

Medizin

Grüne Woche in Berlin und industrialisierte Landwirtschaft

Dr. Alexander von Paleske —— 28.1.2016 —–
Vor vier Tagen ging die Grüne Woche in Berlin zu Ende. Alle Jahre wieder eine Show der zunehmend industrialisierten Landwirtschaft – und eine Gelegenheit für Politiker, Stellungnahmen zu den ungelösten Problemen, die damit verbunden sind, abzugeben

Zuerst Vogelsänger
Vor zwei Jahren war es der brandenburgische SPD-Agrarminister , Jörg Vogelsänger, der verkündete:

Brandenburg hat zu wenig Tiere, und neue Mastanlagen sind Investitionen ins Tierwohl.“

Mit anderen Worten: Wir brauchen noch mehr Tierfabriken.

Offenbar schwebte Vogelsänger das (abschreckende) Beispiel Niedersachen vor Augen, wo pro Jahr 400 Millionen Hühner und anderes Geflügel ihr beklagenswertes und antibiotikareiches Ein-Monats-Leben durchlaufen, um dann zu Tiefpreisen, vielfach noch mit antibiotikaresistenten Bakterien garniert, auf den Tellern der Verbraucher zu landen.

Dann Hendricks
Zur diesjährigen Grünen Woche meldete sich nun die Umweltministerin Barbara Hendricks – scheinbar progressiv – zu Wort:

„Wir brauchen eine Umkehr in der Tierhaltung, es ist eine Fehlentwicklung, wenn industrielle Tierfabriken immer grösser werden, während Zehntausende von Bauernhöfen sterben“.

So sollen bestimmte Ausnahmegenehmigungen wegfallen, und die Geruchsbelästigung vermindert werden.

Die Massentierhaltung als solche: kein Thema.
Kein Wort zu den Problemen und Gefahren der Massentierhaltung:

– Die nicht artgerechte Tierhaltung, manche nennen es auch Tierquälerei

– Die Resistenzentwicklung von Bakterien durch die Antibiotika-Verfütterung

– Die Vergüllung des Bodens, und, in Folge davon, die Verseuchung des Grundwassers mit Nitraten.


Freunde der Massentierhaltung

Tierarzneigesetz: Nichts als heisse Luft
Vor drei Jahren kündigte die damalige Verbraucher-Ministerin Aigner an:

Wir müssen alles daran setzen, dem übermäßigen Einsatz von Tierarzneimitteln (Antiinfektiva) Einhalt zu gebieten“

Und so wurde das neue Tier-Arzneigesetz verabschiedet, das von der Ministerin so bewertet wurde:

„Es handelt sich um eine der tiefgreifendsten und ehrgeizigsten Reformen der Tierarzneimittel-Gesetzgebung“

Wir nannten es damals: „nichts als heisse Luft“ , und als solche hat es sich auch herausgestellt:

– Der Antibiotikaverbrauch ist in der Massentierhaltung nur unwesentlich zurückgegangen,

gestiegen ist dagegen der Verbrauch von potenteren Reserve-Antibiotika, die in der Humanmedizin zur Behandlung schwerster Infektionen zum Einsatz kommen,

Und daran soll sich auch nichts ändern, obgleich immer mehr Menschen an Infektionen mit multiresistenten Bakterien sterben, weil auch Reserveantibiotika nicht mehr wirken. Zuletzt war das Colistin an der Reihe..

So erklärte der Agrarminister Chistian Schmidt, gerade rechtzeitig zur diesjährigen Grünen Woche:

“Ohne Antibiotika geht es nicht”

und sprach sich gegen das Verbot des Einsatzes von Reserveantibiotika in der Massentierhaltung aus.

Damit hat der Minister nur ausgesprochen, was längst Allgemeingut ist, allerdings bisher ohne wirkliche Konsequenzen: Ohne Antibiotika läuft die Massentierhaltung nicht, sie würde vielmehr zu einem Massensterben der Viecher führen. Das muss jedoch mit allen Mitteln verhindert werden: mit allen Mitteln.


Massentierhaltung …..Nicht ohne Antibiotika

So darf die Resistenzkatastrophe ihren Lauf nehmen.

Die Regierung will an der Massentierhaltung – Intensivtierhaltung wie sie das verharmlosend nennt – festhalten. Gleichzeitig versuchen die Politiker so zu tun, als wollten sie den damit verbundenen Problemen wirksam zu Leibe rücken.


Fazit

Mit beschönigenden Worten wird nach der Devise vorgegangen: Viel muss sich ändern ……….damit alles beim alten bleibt

Die Grüne Woche wieder mal ein Forum für Politiker, um allerlei Torheiten zum Besten zu geben.

Die Abschaffung der Massentierhaltung steht gleichwohl dringender denn je auf der Tagesordnung.

Das Zeitalter der Antibiotika droht zu Ende zu gehen – mit katastrophalen Folgen
Antibiotikaresistenz, McDonald’s Hühnerfleisch und die Bundesregierung
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Der Dioxin-Skandal flaut ab, die Probleme der Massentierhaltung bleiben

Medizin

Wem nützen Elefantenhochzeiten der Pharmaindustrie?

Dr. Alexander von Paleske —- 24.1. 2016 —– Ende vergangenen Jahres kaufte der US-Pharma-Riese Pfizer die irische Pharma-Firma Allergan</i ; bekannt durch die Produktion des Faltenvertreibers und Gewebe-„Blasebalgs“ Botox. Ein weiterer Baustein im offenbar nicht aufhaltbarem Konzentrationsprozess in diesem Gewerbe

20 Schwestern
Die weltweite Pillenproduktion ist mittlerweile grösstenteil auf 20 transnationale Firmen konzentriert, nachdem eine Elefantenhochzeit auf die nächste folgte, und ein kleineres Unternehmen nach dem anderen geschluckt wurde: zuletzt die Übernahme der US- Firma Schering-Plough durch die US Firma Merck und der hochinnovativen Firma Genentech durch die schweizer Firma Roche sowie Wyeth durch Pfizer.

Schon zuvor war der Pharma-Arm der deutschen Traditionsfirma Hoechst zunächst ausgegliedert, dann mit Rhone Poulenc zu Aventis verschmolzen, und schliesslich von Sanofi geschluckt worden.

Nicht zur Entwicklung
Diese Zusammenschlüsse dienen jedoch oftmals nicht etwa der Entwicklung neuer Medikamente: Pfizer hat beispielsweise die Einnahmen aus seinen Marktrennern wie Sildenfil (Viagra) genutzt, nicht etwa dringend benötigte neue Antibiotika zu entwickeln, sondern andere Pharmafirmen für insgesamt 230 Milliarden US Dollar in den vergangenen 15 Jahren aufzukaufen. Pharmafirmen, die bereits interessante Produkte in der Entwicklung oder sogar auf dem Markt hatten.

Zum Vergleich: Während in 15 Jahren 230 Milliarden US-Dollar für Aufkäufe ausgegeben wurden, waren es nur 7,5 Milliarden jährlich für Forschung und Entwicklung.

Zwar ist der Betrag als solcher nicht gerade gering, aber die Entwicklung einen neuen Medikaments kostet mittlerweile zwischen 500 Millionen und einer Milliarde US- Dollar.

Keine Antibiotika
Zur Erinnerung: Pfizer hatte einst das erste Antibiotikum 1944 auf den Markt gebracht: Penicillin. Im Jahre 2011 stellte die Firma die Forschung auf diesem Gebiet ein. Lohnt sich nicht, weil Patienten nur wenige Tage damit jeweils behandelt werden, anders als Diabetika und Krebsmittel die lebenslänglich oder zumindest längere Zeit eingenommen werden.


Forschung zu teuer – Pharmariese Pfizer schloss Forschungseinrichtungen in England


Graf Steuer-Spar am Werk

Neuerdings dienen Aufkäufe aber offenbar auch dazu, Steuern zu sparen. Der letzte Pfizer-Einkauf war die Firma Allergan, die auch die Substanz Botox herstellt, kaum als Arzneimittel zu bezeichnen.
Allergan hat den schönen Vorteil, nach der Uebernahme durch Actavis in Irland beheimatet zu sein, ein Unternehmens-Steuersparparadies. Dorthin sollen offenbar auch gleich noch Pfizer-Produktionsstätten verlegt werden – Graf Spar führt wohl Regie.

Wie wenig offenbar Pfizer von eigener Forschung hält, das zeigte sich mit aller Deutlichkeit, als 2011 deren Forschungseinrichtungen in England geschlossen wurden, und 2400 Beschäftigte ihren Job verloren.

Mehr noch, auch bei den aufgekauften Pharmafirmen fand oft hinterher ein Kahlschlag statt – gerade auch in den Entwicklungsabteilungen , wie die internationale Medizinzeitung LANCET am 2.1. 2016 zu berichten wusste.

Sagte neues Pfizer Vorstandsmitglied Brenton Saunders 2015 – damals noch bei Actavis:

Die Vorstellung, ein Pharmariese zu sein müsse zwangsläufig auch hohe Ausgaben für Forschung und Entwicklung nach sich ziehen, ist eine Fehleinschätzung. Entwicklungskosten haben sich oft genug nicht in Kapital umgesetzt“.

Forschungsgelder vom Staat
So ist es keine Überraschung, dass die grossen Pharmafirmen angesichts der Katastrophe der Antibiotikaresistenz von Staat Forschungsgelder für die Entwicklung neuer Antiinfektiva fordern.

Weltpillenmarkt und Dritte Welt
Der Weltpillenmarkt hatte im Jahre 2006 ein Volumen von 650 Milliarden US-Dollar,mittlerweile sind es 1 Billion US Dollar.

Ein jährlicher Anstieg von 10% bereits zwischen 1999 und 2006. Das wird sich vermutlich auf 7%, abflachen zum einen durch Kostensparungen in den Industrieländern, verschärft durch die internationale Finanz-und Wirtschaftskrise, zum anderen durch den sich etwas ausweitenden Markt mit sogenannten Generika, das sind Nachahmungsmedikamente, wenn die geschützte Patentfrist abgelaufen ist.

Obgleich die grosse Mehrheit der Weltbevölkerung nicht dort anzufinden ist, machen Nord- Amerika, Europa und Japan insgesamt 75% der Pillen-Verkaufsmärkte aus.

Investitionen in Ländern der Dritten Welt zur Produktion von teuren Medikamenten sind nicht sichtbar. Dort befinden sich regelhaft lediglich Verkaufsbüros, bestenfalls Verpackungsbetriebe. Und gelegentlich Pharmabetriebe, die billige Antibiotika und Hochdruckmittel herstellen, die längst nicht mehr patentgeschützt sind. Dies berichteten Richard D Smith, Carlos Correa und Cecilia Oh in der führenden Medizinzeitung LANCET schon vor 6 Jahren.

Der Pillenhandel und seine Gesetze
Medikamente, einmal erfunden und getestet, können nachgemacht werden, oftmals ohne grosse Schwierigkeiten. Die Produktionskosten der Medikamente betragen daher nur einen Bruchteil des geforderten Marktpreises.

Der Patentschutz in Industrieländern verhindert die nichtlizensierte Nachahmung, und in Zukunft soll der Patentschutz noch zeitlich ausgedehnt und durch TPP und TTIP abgesichert werden.

Der Markt, insbesondere der von Krebsmittel, ist auch noch durch Intransparenz gekennzeichnet. So berichtete die Monatszeitschrift Lancet Oncology im Januar 2016 von Preisspannen innerhalb Europas von bis zu 98% bei einem Medikament allein.

Insgesamt steigen die Preise aber unaufhörlich weiter.

Die Kosten für Krebsmedikamente allein machen heute bereits bis zu 30% aller Nicht-Personal-Krankenhausausgaben aus. Auch als Folge davon steigen die Beiträge für die Krankenkassen, und werden in Zukunft noch weiter steigen.

Die Politiker schieben das Problem vor sich her.. Nur dass es auf mittlere – und schon gar nicht auf lange – Sicht so weitergehen kann, darüber gibt es wenig Zweifel.

Zur Kostenexplosion bei Krebsmedikamenten
Preisexplosion bei Krebsmedikamenten – Bleibt die Behandlung bezahlbar?
Ein Krebsmedikament kann nicht geliefert werden – oder: das Elend mit den Lieferengpässen bei Medikamenten

Zu Produktionseinstellungen mangels Profit
Schlangengift-Antiseren herzustellen lohnt sich nicht – also weg damit

Zur Antibiotika-Resistenzkatastrophe
Das Zeitalter der Antibiotika droht zu Ende zu gehen – mit katastrophalen Folgen
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SATIRE

Ex-RAF’ler beschweren sich bei WELT-Chefredakteur Stefan Aust

Dr. Alexander von Paleske —- 20.1. 2016 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox

Burkhard Garweg (47)
Daniela Klette (57)
Ernst-Volker Staub (61)

Herrn
Stefan Aust
Chefredakteur von Springer’s “Die WELT
Ex Chefredakteur „DER SPIEGEL
Ex Redakteur des Sex-Blättchens „St. Pauli Nachrichten
Axel Springer Haus
Axel Springer Gedächtnisplatz 1
Hamburg 36

Sehr geehrter Herr Aust,

Gestern erschien ein Artikel von Ihnen über uns mit der Überschrift:

“Offenbar sind die RAF- Rentner wieder im Einsatz”.

Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch, dass Sie es dorthin geschafft haben, wo Sie eigentlich schon immer hingehörten: Zum Axel Springer Verlag.
.
Ihr gestriger Artikel ist nicht nur grottenschlecht, sondern geht glatt an der Wahrheit vorbei.


Springer-Mann Aust ……..grottenschlechter Artikel .
© Raimond Spekking /

Zur Klarstellung:

1. Wir sind keine Rentner, sondern im Ruhestand, also i.R.

2. Die Rote Armee Fraktion (RAF) ist tot, mausetot, wir haben das Projekt seinerzeit beerdigt und dies der Presse mitgeteilt. Eine Wiederauferstehung gibt es nicht. Wir haben erkannt, dass dieser Staat nicht zu besiegen ist, und langsam hatte sich Ernüchterung und Enttäuschung in unseren Hirnen ausgebreitet.

Natürlich stellt sich die Frage, warum wir nicht wieder in den Nahen Osten gehen, um dort ein wenig mitzuballern, aber mit den Allah u Akhba Schreiern von der IS haben wir nichts am Hut.

Wir sind grundsätzlich gegen Religionen, und uns würden diese IS-Salafisten vermutlich sofort als Selbstmordattentäter einsetzen.

Wir, die Revolutionäre, die wir einst mal waren, wollten hingegen die Weltrevolution nicht nur persönlich miterleben, sondern in dem neuen revolutionären Unterdrückungsapparat, wichtige Funktionen einnehmen: So hatten wir damit gerechnet, zumindest Volks-Kommissare für das Innere oder für die Revolutionsgefängnisse zu werden.

Gerade mit Gefängnissen kennen wir uns gut aus. Zum einen hat sich Ernst-Volker zeitweise dort aufgehalten, nachdem die Klassenjustiz ihn zu einer Gefängnisstrafe verurteilt hatte, zum anderen hatten wir zusammen einen Knast, der kurz vor er Inbetriebnahme stand, am 27.3. 1993 mit einem grossen Bumm in die Luft gesprengt, ich meine den in Weiterstadt.

3. Wir drei sind jetzt mittellos, haben zwar theoretisch Anspruch auf Hartz IV, wie auch alle sonstigen ehemaligen Genossen, soweit sie noch leben und ihre Strafen abgesessen haben. Aber der Weg zu Hartz IV führt nur über das Gefängnis, und zwar zu einem langjährigen Aufenthalt dort angesichts der vielen Straftaten, die wir begangen haben, als die letzten Mohikaner der RAF.

4. Wenn wir nicht verhungern wollen, bleibt also nur der rechtswidrige Erwerb unseres täglichen Unterhalts. Ladendiebstähle kommen nicht in Frage, weil das Risiko von Greifern, also Ladendetektiven, erwischt zu werden, einfach zu gross ist.

5. Nach langer Beratung in unserer Dreierzelle haben wir deshalb beschlossen: Wir schlagen richtig zu und verschwinden dann für ein paar Jahre, leben von der Beute, bis die Gelder aufgebraucht sind.
Mit den Geldern, die wir am 30.7. 1999 bei unserem letzten erfolgreichen Überfall in Duisburg-Rheinhausen erbeutet haben, konnten wir immerhin unseren Lebensunterhalt für 16 Jahre bestreiten, eine schöne, lange, bleifreie Zeit.

Wir haben noch eine Panzerfaust und zwei Schnellfeuergewehre.
Die Panzerfaust dient nur zur Abschreckung, denn wenn wir die einsetzen, fliegt der ganze gepanzerte Wagen auseinander und das Geld verteilt sich überall hin, soweit es nicht verbrennt. Um das aufzusammeln haben wir keine Zeit. Darüber würden sich nur Passanten freuen, die dann die Scheine aufsammeln und in die eigene Tasche stecken. Aber die Bevölkerung sehen wir ohnehin als reaktionär an, warum sollen wir für die was Gutes tun?.

So sagen wir erst einmal bis bald, und ziehen uns vorübergehend in unseren abseits gelegenen Bahnhof zwischen Hamburg und Bremen zurück. Dort sind wir unbehelligt, keine Nachbarn, keine Polizei. Alternativ hatten wir auch an ein Wohnschiff in den Niederlanden gedacht, aber wir sind doch Deutsche, und fühlen uns in der Heimat am wohlsten.

Mit exrevolutionärem Gruss

Burkhard Garweg
Daniela Klette
Ernst-Volker Staub

Zu den Personen:

1. Ernst-Volker Staub, geb. 1954 in Hamburg, Studium abgebrochen, vom Bayerischen ObLG 1986 zu vier Jahren Freiheitsstrafe wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verurteilt. Gehörte vermutlich zur dritten und letzten Generation der RAF, die mit mehreren Morden in Zusammenhang gebracht wird, ebenso wie

2. Daniela Klette, Freundin von Staub, geboren 1958 in Karlsruhe.

und

3. Burkhard Garweg, geboren 1968, also ein echter 68er. Kein Schulabschluss, keine Berufsausbildung, lebte seinerzeit von Sozialhilfe, tauchte in den RAF-Untergrund ab und ward nicht mehr gesehen.

SATIRE

MdB Tatjana Bussner zur Position der Grünen nach der Kölner Silvesternacht

Dr. Alexander von Paleske 19.1. 2016 Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Tatjana Bussner, MdB
Grünen-Fraktion
Reichstagsgebäude
Berlin

An
Alle Grüninnen und Grüne nah und fern

Guten Morgen Ihr Lieben,
Gestern haben wir Leitungs-Grüne erstmals zu den Ereignissen in der Silvesternacht in Köln und anderswo Stellung genommen. Wir Grüne hatten es in den ersten 18 Tagen danach konsequent vermieden, auf die Nationalitäten der Täter von Köln näher einzugehen, obwohl es ja offensichtlich war, wer hier agierte.

Das war eine sehr, sehr schwierige Geburt, das kann ich Euch sagen, weil hier mehrere Positionen unserer Partei miteinander im Streit lagen:

– Unser Kampf gegen die Gewalt gegen Frauen

– Unser Kampf für den unbeschränkten Zuzug von Flüchtlingen und Migranten aus der ganzen Welt

– Unsere Einschätzung der Flüchtlinge als grundsätzliche Gutmenschen, die unsere umfassende Hilfe verdienen und sich dankbar dafür zeigen werden

Anpassung nach den Ereignissen
Wir mussten alle Positionen mit den schrecklichen Ereignissen in Köln und anderswo – mittlerweile gibt es allein in Köln 883 mutmassliche Opfer und 801Anzeigen, aber nur eine Verhaftung – in politische Uebereinstimmung mit unsreren politischen Glaubensbekenntnissen bringen, und ich denke das ist uns doch auf hervorragende Weise gelungen.

Jedenfalls wesentlich besser als den Parteien SPD und CDU/CSU, die wie ein Hund sich in den Schwanz beissen, und nach dem “Wir schaffen es” zu dem “wir schaffen es, nur anders“; „Wir schaffen es doch nicht“; „Doch, wir können es schaffen” wechseln

Wir Grüne schaffen es hingegen in vorbildlicher, psychologisierender Weise, indem wir aus den Tätern gleichzeitig Opfer machen, also Sexualäter und Opfer in einer Person: die Figur des Opfertäters kreieren.

Hier unsere Leitungs-Stellungnahme im Wortlaut:

Junge Männer, wie die aus der Kölner Silvesternacht haben kaum die Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt selber zu bestreiten und aus ihren sozialen Zusammenhängen auszubrechen. Rollenvorbilder, die in der Öffentlichkeit gehört werden, fehlen. Viele dieser jungen Männer kämpfen um die wenigen Möglichkeiten der Anerkennung.

Relativiert und verharmlost
Gleichzeitig haben die die brutalen Vorgänge in der Silvesternacht etwas relativiert und damit verharmlost, indem wir feststellten:

Gewalt an Frauen findet in jedem Milieu und in verschiedenen Formen statt – ausgeübt durch Männer mit und ohne Migrationshintergrund“.

Das hatte zuvor auch schon unsere berufsaufgeregte Claudia Roth von sich gegeben.

Dabei haben wir natürlich unterschlagen:

– dass offenbar eine ganze Reihe von Täteropfern sich erst seit kurzem in Deutschland aufhalten und hier sofort weiter ihre Kultur ausleben, als seien sie noch in Syrien oder in einem anderen arabischen Land.

– Dass es solche massenhafte sexuelle Gewalt gegen Frauen in der Bundesrepublik Deutschland noch nie gegeben hatte,

– dass diese Neumigranten gleich von nichtintegrierten Altmigranten aus dem gleichen Kulturkreis herzlich in die Arme genommen und mit in paar falschen Wegweisern versorgt wurden.

– dass diese nichtintegrierten Altmigranten in einigen Städten uns schon grosse Probleme bereitet haben, wie die Polizistin mit Migrationshintergrund, Tania Kambouri in ihrem Buch Deutschland im Blaulicht zutreffend berichtet hatte.

Hierzu muss ich erläuternd sagen, dass die politische Falschmünze auch unsere gängige Währung ist, da unterscheiden wir uns in keiner Weise von den Regierungsparteien – von denen haben wir uns das ja abgeguckt.

Dehalb fordern wir jetzt, jedem Täteropfer eine psychologische Beratung zukommen zu lassen, und ihnen zu vermitteln, dass Gewalt gegen Frauen in Deutschland nicht akzeptabel ist.

Keine Bullenrepublik
Eine Aufrüstung der Polizei – also die Integration mit dem Schlagstock – kommt für uns nicht in Frage. Eine derartige Forderung würde einen Teil unseres Wählerpotentials links von der Mitte verschrecken.

Wir wollen keine Bullenrepublik, sondern eine Migrantenrepublik.
Allerdings, zur Wählertäuschung, werden wir lautstark und konsequenzlos verkünden: Wer seiner rückständigen und frauenfeindlichen Kultur in Deutschland als Parallelgesellschaft weiterfrönen will, der hat in unserer Gesellschaft nicht zu suchen.

Konsequenzlos, weil wir andererseit strikt gegen Abschiebungen sind, wie unsere Frontfrau Simone Peter gestern klarmachte.

Deutschland, es stehen Landtagswahlen vor der Tür, und da müssen wir immer wieder um den heissen Brei herumreden, verwässern, verharmlosen, scheinproblematisieren um unseren Stimmenanteil zu halten und damit die Futtertrog-Option offenhalten.

Gute Nacht liebes grünes Völkchen

Eure

Tatjana Bussner MdB
Sprecherin des Arbeitskreises „Zurück an die Futtertröge”

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Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe verlangt Entfernung eines satirischen Artikels

Dr. Alexander von Paleske —- 15.1. 2016 ——
Politiker verstehen zwar Spass, aber sie können ihn offenbar nicht vertragen. Nicht nur Politiker, sondern selbst Medien wie DIE ZEIT mit ihrem Herausgeber Josef Joffe.

Am 13.1. 2016 setzten wir einen satirischen Artikel mit der Ueberschrift

Gesundheitsminister Hermann Gröhe antwortet Berufsaufdecker Günter Wallraff

online.

Günter Wallraff hatte mit seinem Team in mehreren Krankenhäusern skandalöse Zustände aufgedeckt und den Gesundheitsminister aufgefordert, dazu Stellung zu nehmen. Der gab jedoch erst einmal keine Stellungnahme ab, sodass wir quasi stellvertretend satirisch für ihn tätig wurden.

Gestern meldete sich sein Ministerium und verlangte die Entfernung der „Falschaussage“

Nachfolgend die E-Mail aus dem Bundesgesundheitsministerium, und unsere Antworten darauf.

Sehr geehrter Herr Fuchs,

sehr geehrte Damen und Herren der Website „Nachrichten Heute“,

ich bitte Sie die Falschaussage von Herrn Minister Hermann Gröhe von Ihrer Internetseite zu entfernen.

http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/gesundheitsminister-hermann-groehe-antwortet-berufsaufdecker-guenter-w/

Darüber hinaus bitte ich Sie, das Bild, dass Sie von Herrn Minister Hermann Gröhe verwenden, von Ihrer Website zu entfernen, da Sie nicht über die Urheberrechte für dieses Bild verfügen.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Pump

Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
Referat I „Internet, Soziale Netzwerke“
Telefonnr. 030 18441-2075
Friedrichstr. 108
10117 Berlin

http://www.bundesgesundheitsministerium.de

Hier unsere Antwort:

Dr. Alexander von Paleske 14.1. 2016
Arzt für Innere Medizin, Haematologie
Leitender Arzt
Ex Rechtsanwalt beim LG Frankfurt (M)
Suite 501
Lancet House
Bulawayo / Zimbabwe

Sehr geehrter Herr Pump,

Herr Fuchs hat mir Ihre E-Mail weitergeleitet

Ihr Begehren ist mir nicht ganz verständlich. Es handelt sich ganz offensichtlich um eine Satire, die auch in der Abteilung Satire abgelegt ist. Alle satirischen Artikel beginnen mit der Floskel: „Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox“.

Ich nehme an, dass sie juristisch so weit bewandert sind, zu wissen, dass die Satire den Schutz der Kunst, Art. 5 GG, besitzt.

Das Bild werde ich gerne austauschen, obgleich ich finde, dass die Person des Ministers hier gut zur Geltung kommt.

Ich weise vorsorglich darauf hin: sollten Sie juristsiche Schritte einleiten,werde ich notfalls das Verfahren durch alle Instanzen ziehen..

Ich bitte um kurzfristige Rückäusserung, um dann zu entscheiden, ob ich den Briefwechsel online setze, und einen Anwalt mit der Wahrnehmung meiner Interessen beauftrage.

Mit freundlichen Gruessen

Im Nachgang zu meiner heutigen E-Mail mache ich Sie darauf aufmerksam, dass wir ein ähnliches Verlangen der Wochenzeitung DIE ZEIT und ihres Herausgebers Josef Joffe schon vor einigen Jahren abgeschmettert haben.

http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/zeit-mitherausgeber-josef-joffe-und-die-satire-im-zweifel-verbieten-la/

Der Satire-Artikel bleibt.

MfG

Dr. v. Paleske

Wir werden weiter berichten

SATIRE

Gesundheitsminister Hermann Gröhe antwortet Berufsaufdecker Günter Wallraff

Dr. Alexander von Paleske —- 13.1. 2016 —-
Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Hermann Gröhe
Gesundheitsminister
Im Regierungsviertel 4
Berlin

An
Herrn Berufsaufdecker
Günter Wallraff & Mitarbeiter
c/o RTL
Köln-Mülheim

Sehr geehrter Herr Wallraff,

Ich habe Ihren tendenziösen Fernseh-Beitrag Profit statt Gesundheit auf dem Kanal RTL mittlerweile gesehen.

DIe zunächst verweigerte Stellungnahme will ich aber jetzt doch abgeben, weil ich diese angebliche Aufdeckerei, die ich eher als journalistische „Abdeckerei“ bezeichnen möchte, nicht unwidersprochen stehen lassen kann..


Das bin ich in Aktion

Ihre Reporterin Pia Osterhaus hat offenbar gar nicht verstanden, dass sich das gesamte Gesundheitswesen in einer Modernisierungs-Umbauphase befindet, also einer Baustelle gleicht, bei der, wie bei jeder Baumassnahme, es auch einmal zur Staubentwicklung kommen kann.

Will in den Dreck ziehen
Diese Osterhaus verfolgt nur ein Ziel: das deutsche Gesundheitswesen in den Dreck zu ziehen, statt darüber zu berichten, wie erfolgreich wir schon eine ganze Reihe von Modernisierungs-Massnahmen bereits umgesetzt haben.

Neue Pflöcke mit Krankenhausstrukturgesetz
Gerade im Krankenhausbereich haben wir durch das am 1.1. 2016 in Kraft getretene Krankenhausstrukturgesetz neue Pflöcke eingeschlagen, die dafür sorgen werden, dass die Zahl der immer noch 1980 Krankenhäuser nunmehr drastisch zurückgeht.

Es gilt die Regel des seinerzeitigen Arbeits- und Sozialministers Norbert Blüm:

Wo ein Bett ist, da ist auch ein Kranker

Mit anderen Worten: Weniger Betten bedeutet automatisch weniger Kranke.

Sehr dankbar
Ich bin der damaligen SPD-Grünen Regierung heute noch dankbar, dass sie im Jahre 2004 die Fallpauschale unter Federführung der Dienstwagen-Affäre-Ministerin und jetzigen Vizepräsidentin des Bundestages, Ulla Schmidt.eingeführt, und damit die Liegezeit in den Krankenhäusern drastisch reduziert haben.


Ulla Schmidt …………Dienstwagen- Affäre und Fallpauschale

Beatmungsgeräte abgeschaltet
Diese segensreiche Einrichtung hat dazu geführt, dass vielen der kleineren bürgernahen Krankenhäuser, die sich insbesondere der multimorbiden Alten annahmen, alsbald die „Puste ausging“.
Jetzt werden wir die finanziellen „Beatmungsgeräte“, die diese Krankenhäuser noch am Leben hielten, ganz abschalten.

Den – trotz Fallpauschale – noch überlebenden bürgernahem Häusern der Grund-und Regelversorgung werden wir die Daumensachrauben also weiter anziehen, bis die entweder in den Konkurs gehen, oder aber in ein geriatrisches Zentrum umgewidmet werden. Für eine derartige Umwidmung machen wir sogar etwas Geld locker. Das Prinzip von Zuckerbrot und Peitsche in der Gesundheitsversorgung sozusagen.

Ideale Verwahrorte
Diese Zentren sind ideale Verwahrorte für multimorbide Patienten, die bei einer stationären Versorgung in einem Krankenhaus einfach viel zu viel Geld kosten.

Das Ende naht
Die von ihnen beklagten Zustände der, wie sie es in unverschämter Weise bezeichnen: „Unmenschlichen Krankenversorgung“ werden dann ein Ende haben, weil in diesen Geriatrischen Zentren es keine Patienten, sondern nur noch Klienten gibt, ähnlich wie in den Pfegeheimen, dort wird ja auch nicht von Patienten gesprochen, sondern von „Bewohnern.“

In diesen geriatrischen Zentren gibt es natürlich ganz andere Stellenschlüssel, und dort brauchen wir nur Altenpfleger, oder angelernte Kräfte aber keine ausgebildeten Krankenschwestern mehr.
Gleiches gilt für Labor, Röntgenabteilung etc. Das lagern wir alles aus. Gelegentlich kommt dort dann ein Allgemeinarzt zur Visite. Alles erfreulich kostensparend.

Später wäre besser
Insofern wäre es sicher sinnvoller gewesen, ihre Reportage erst in einem Jahr durchzuführen, wenn derartige Patienten zu Klienten umklassifiziert und aus den verbliebenen Hochleistungskrankenhäusern entsorgt wurden.

In den übriggebliebenen Krankenhäusern , die sich ja grösstenteils erfreulicherweise bereits in der Hand privater Krankenhaus-Betreibergesellschaften befinden, werden die Manager dafür sorgen, dass das Pflegepersonal und die Ärzte nach ihrer kostensenkenden Pfeife tanzen.

Die Zeiten, wo die Ärzte das Sagen hatten, und über die Notwendigkeit von Behandlungen entschieden, sind endgültig vorbei. Bei jeder ärztlichen Massnahme muss der wirtschaftliche Aspekt im Vordergrund stehen, nicht dieser Hippokrates-Eid.

Reduzierung des Investitionsstaus
Da es mittlerweile einen Investitionsstau in den Krankenhäusern von mehreren Milliarden Euro gibt, wird dieser Stau durch die Massenschliessungen von Krankenhäusern erst einmal reduziert, sodass wir mit einem weit geringeren Betrag auskommen.

Natürlich wird es insbesondere in der Anfangszeit Wartezeiten für Operationen geben, aber diese Wartezeit, hat auch den Vorteil, dass durch natürliche Abgänge die Warteliste sich sozusagen von selbst verkleinert, unterm Strich also weniger operiert werden muss.

Profite, nicht Menschlichkeit

Im Gesundheitswesen geht es nicht um das Gefasele über Menschlichkeit, sondern darum, wie der Laden höchst effektiv und profitabel gestaltet werden kann.

Um einen Manager zu zitieren:
:
Ich reduziere das Personal so lange, bis die Übiggebliebenen quietschen, dann weiss ich, dass ich den Boden des absolut Zumutbaren erreicht habe.

Ich konnte in ihrem Bericht, Herr Wallraff, nicht feststellen, dass die Krankenhaus-Bediensteten bereits quietschten.

Dass einige Bedienstete sich daneben benahmen und sogar zu Äusserungen wie „Fick dich“ hinreissen liessen, belegt eigentlich, nur, dass diese Personen noch keine Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes haben. Da wird die neue Flüchtlingslawine helfen, die wir hervorragend als Reservearmee gegen lohnheischende und unzufriedene Bedienstete einsetzen können.

Ich möchte zu der von ihnen angeblich festgestellten übermässigen Arbeitsbelastung noch bemerken, dass ich selbst jeden Tag 15 Stunden arbeite, um neue Gesetzesvorlagen zur Ver(schlimm)besserung der Gesundheitsversorgung zu erfinden.
Ich beschwere mich nicht, trotz der ernormen Verantwortung, die auf meinen Schultern lastet.

Herr Wallraff, ihre Reportage ist einfach einseitig, mies, und nur dazu angetan, das Vertrauen der Bevölkerung in unseren hervorrragenden Gesundheitsdienst zu erschüttern.

Das wird Ihnen jedoch nicht gelingen.

Mit freundlicher Missachtung

Hermann Gröhe
Gesundheitsminister

Nachtrag 15.1. 2016
Der Bundesgesundheitsminister hat gestern die Entfernung dieses satirischen Artikels verlangt, da es sich um eine „Falschaussage“ handele. Wir haben das abgelehnt. Siehe hier:

http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/bundesgesundheitsminister-hermann-groehe-verlangt-entfernung-eines-sat/


Untersuchung legt den drohenden Ethikverfall im Deutschen Gesundheitswesen bloss


Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe erläutert seinen Gesundheitsfahrplan für Deutschland: „Weniger ist

Kürzen und Schliessen – das Programm der Gross(artig)en Koalition im Gesundheitswesen

Siehe auch die informativen ZEIT-Artikel:

Klappe halten und wegsehen ZEIT vom 20.9. 2012 S. 32

Das Ende der Schweigepflicht ZEIT vom 15.5. 2012

Zu Ulla Schmidt
Ministerin Ulla Schmidt: Nie wieder unter Hartz IV- Bedingungen leben
linkSPD-Ulla Schmidt schreibt an SPD-Hoffnungsträger Peer Steinbrück

kriminalitaet

Nach Köln: So schaffen wir es nicht

Dr. Alexander von Paleske — 10.1. 2016 – In Köln alleine sind mittlerweile mehr als 500 Strafanzeigen gestellt worden, 40% davon beinhalten Sexualdelikte. Viele Opfer hatten aus Scham und / oder Furcht sich zunächst nicht gemeldet.

Auch aus anderen Städten wurden Übergriffe gemeldet, wie Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Bielefeld, Berlin, Düsseldorf. Aber auch aus Zürich, Salzburg und Wien.
.
Nicht woanders
In der Republik Südafrika leben schätzungsweise 5 Millionen Immigranten aus anderen afrikanischen Ländern, in der Türkei sind es zwei Millionen, meist aus Syrien, in Jordanien rund eine Million.

In all diesen Ländern gibt es Xenophobia, mal mehr, mal weniger, in Südafrika zeitweise recht gewalttätig verlaufend, und eine Zunahme der Kriminalität, aber keinerlei Vorfälle wie in Köln, Hamburg und anderen Städten..

Entwurzelt
Deutschland hat etwa ebenso viele Migranten aufgenommen, vorwiegend syrischer Nationalität, wie Jordanien. Die Versorgung dieser Flüchtlinge mit Nahrung ist in Jordanien unvergleichlich schlechter, insbesondere, nachdem die Zuwendungen der Geberländer an die Hilfsorganisationen gekürzt wurden.

Aber es gibt es einen wesentlichen Unterschied: Die Flüchtlinge, in den Flüchtlingslagern rund um Syrien sind vorwiegend ganze Familien, in Deutschland hingegen überwiegend junge Männer ohne Familie.

Die jungen Männer sind nicht nur aus ihrem Heimatland entwurzelt, sondern, nicht weniger wichtig: auch von ihren Familien.
Halt finden sie daher in Deutschland bei ebenfalls entwurzelten, etwa gleichaltrigen Landsleuten. Dort versuchen sie ihre Frustrationen zu überwinden, und die sind gewaltig. Neben dem Verlust von Heimat und Familie:

– kommen sie oftmals mit völlig falschen Vorstellungen, etwa nach dem Motto: Deutschland ist das Land wo Milch undf Honig fliesst. Stattdessen treffen sie auf reduziertes Harz IV, Massenunterbringung in Turnhallen und ehemaligen Baumärkten, keine Aussicht auf kurzfristige Arbeitsaufnahme, längerfristig werden es wohl auch nur 30% sein.

– müssen sie sich durch einen für sie völlig fremden durchbürokratisierten Behördenweg kämpfen, der mit der Bearbeitung der Asylanträge nicht nachkommt: 300.000 warten noch auf Bearbeitung.

– müssen, sie sich mit der deutschen Sprache vertraut machen

– erleben sie hier eine Zivilgesellschaft, die in der Mehrheit sie willkommen hiess, und Freiheiten gewährt, die weit entfernt von den staatlichen Unterdrückungsmassnahmen sind, denen sie in ihrem, Heimatland ausgeliefert waren. Aber damit verbunden – anders als in den Nachbarländern Türkei, Jordanien und Libanon – ein Kulturschock: denn vieles, was in Deutschland erlaubt ist, das ist nicht nur in ihrem Heimatland verboten, sondern läuft oftmals ihrem religiösen Wertvorstellungen diametral entgegen: dazu gehört auch der Alkoholgenuss, die Nichtverschleierung und freizügige Kleidung von Frauen.

– Und sie treffen in einigen Städten, insbesondere im Ruhrgebiet, auf nichtintegrierte Moslems und Salafisten, die diese Freiheiten nicht als positiv betrachten, sondern als anstössig, als unislamisch und demzufolge den Staat, der sie garantiert eher als Gegner betrachten, samt dessen Organen wie der Polizei.

Polizistin mit Migrationshintergrund
Die Polizistin mit Migrationshintergrund, Tania Kambouri beschreibt ihre – und nicht nur ihre – Erfahrungen aus Hunderten von Polizeieinsätzen in Bochum in ihrem Buch

Deutschland im Blaulicht

so:

„Gerade mit Migranten aus muslimisch geprägten Ländern gibt es die grössten Schwierigkeiten, allen voran mit jungen Männern. Menschen aus diesem Kulturkreis, seien es Türken, Kurden, Libanesen Tunesier ….. tun sich auffallend schwer damit, sich in Deutschland zu integrieren“.

Die Folge des Versagens der Integration:

– Parallelgesellschaften, in denen staatliche Normen , wie das Grundgesetz mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau und das Rechtsstaatsprinzip entweder überhaupt keine Gültigkeit haben, oder nur höchst eingeschränkt gelten:

– Religionslehre schlägt staatliche Ordnungsregeln

– Eigene „Gerichtsbarkeit“ durch sogenannte Friedensrichter, die Streitfälle nicht entsprechend staatlicher Normen, sondern entsprechend der Scharia lösen.

– Familien-Ehrenkodex, der bei Verletzung Sanktionen wie körperliche Gewalt bis zur Tötung rechtfertigt. Täter werden als Helden gefeiert

– Zwangsehen

– Widerstand gegen die Durchsetzung staatlicher Normen durch die dafür vorgesehenen staatlichen Organe (Polizei, Gerichte)

– Schulen, in denen kein vernünftiger Unterricht stattfinden kann, da die Kinder die deutsche Sprache nicht bzw. nur rudimentär beherrschen, durch aggressives Verhalten auffallen, und die Lehrer auf uneinsichtige Eltern treffen.

Die Folgen
Die Folgen dieser Entwicklungen bekommen die Repräsentanten des Staates, wie die Polizei, bei ihren Einsätzen zu spüren: So beklagt Frau Kambouri insbesondere bei Einsätzen in Problem-Stadtteilen::

– Beleidigungen

– Körperliche Angriffe,

– Zusammenrottungen beim Auftauchen staatlicher Ordnungshüter mit drohender Aufstellung

– selbst bei Bagatellen ist der Einsatz oftmals nur von mehreren Streifenbesatzungen zusammen durchführbar, oftmals jedoch wegen Personalmangel unmöglich, angesichts der durch massive Stellenkürzungen dünnen Personaldecke bei der Polizei

– Abbrüche rechtmässiger Einsätze, wenn die Gefahr massiver tätlicher Angriffe besteht.

– Behinderung der Strafverfolgung selbst bei schwersten Delikten wie Mord, durch Einschüchterung von Zeugen

– Häusliche Gewalt als Folge eines mittelalterlichen Frauenbildes und eines akzeptierten Patriarchats

Ohne Kenntnis vollmundige Einladungen
Wenn die Integration einer nicht gerade geringen Zahl von vorwiegend muslimischen Immigranten nach so vielen Jahren schon schiefgelaufen ist, de facto nicht existiert, so kann man nur den Kopf schütteln, wie jemand, der offenbar sich nicht Informationen von Polizei und Sozialarbeiten besorgt hat, eine derartige Stellungnahme abgeben kann:

“Wir schaffen es “

ohne überzeugend darzulegen, was jetzt ganz anders laufen kann, anders laufen muss.

Frau Merkel hätte von Anfang an klarmachen müssen, dass es eine ungeregelte Immigration nicht geben darf, nicht geben kann.

Stattdessen verstärkte ihre Bemerkung noch die völlig ungeregelte Immigration. Fast alle Migranten geben Deutschland als Zielland an. Eine Migrationslawine, die nicht abebben will..
Allein in der letzten Woche waren es wieder 20.000.
Fast alle kennen Merkels „Wir schaffen das“

Muss kein Prophet sein
Man braucht kein Prophet zu sein, um vorherzusagen:

– Die Migrationslawine wird weiter rollen, 8-10 Millionen sind noch unterwegs, so Entwicklungshilfe-Minister Müller

– Die Fehler von Merkel & Co werden nicht korrigiert werden, sondern die Grenzen schliesslich geschlossen, sodass die Migranten irgendwo auf halbem Wege auf dem im Balkan stranden..

Mit anderen Worten: Um der Lawine Herr zu werden, wird das Asylrecht schon alsbald de facto abgeschafft.

– Selbst das wird den Migrantenstrom nicht sofort verringern, sondern bestenfalls erst nach langer Zeit, und erst einmal einen Druck aufbauen, dem schliesslich dann doch, angesichts des menschlichen Elends, nachgegeben werden muss,
.
– Es wird keine europäische Lösung geben, sondern letztlich nur nationale Abschottung, wie sie Dänemark und Schweden bereits betreiben. Die Europäische Einigung wird zu einer Fiktion degradiert.

Nach Köln ist vor Köln oder anderswo
Die als Beruhigungspille anzusehenden Äusserungen der Politiker, man werde mehr abschieben, indem das Asylrecht geändert wird, und Abschiebungen bereits nach jeder Bewährungsstrafe erlaubt sein sollen, sind nichts als Floskeln, denn:

– Asylsuchende dürfen nicht in ein Kriegsland abgeschoben werden. Das trifft für Syrien, Libyen, und Somalia zu.

– Die Täter werden oftmals gar nicht gefasst. In Köln gab es nur 31 Festnahmen nach 500 angezeigten Straftaten, das sind weniger als 10%

Die Polizei ist so ausgedünnt worden, dass sie personell gar nicht in der Lage ist, die nötigen Ermittlungen anzustellen

Lächerlich allerdings auch, wie manche Politiker versuchen, die Kölner Straftaten gegen Frauen zu relativieren: Als Teil des generellen Problems der Gewalt gegen Frauen. So auch die Stellungnahme der grünen berufsaufgeregten Vizepräsidentin des Bundestages, Claudia Roth.

Fazit:
Vorgänge wie in Köln können sich jederzeit angesichts der ungelösten Integrationsprobleme wiederholen.

Die jetzt zunehmende Gruppen-Kleinkriminalität, an der vorwiegend ebenfalls wieder Migranten beteiligt sind, trifft auf eine über Jahre ausgedünnte Personaldecke bei der Polizei.

Integration ist mittlerweile zu einem Riesenproblem angewachsen, das zur Lösung einen Riesenkraftakt erfordert: nicht nur Geld, nicht nur Sonntagsreden der Politiker, sondern vor allem einen gesellschaftlichen Konsens dass es sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe handelt.

Die bisher schon vielfach fehlgeschlagene Integration lässt da wenig Hoffnung aufkommen.

linkFlüchtlingskrise, Migranten, Integration und die Zukunft

linkEuropas „Hilfe“ für Afrika: 2 Milliarden US Dollar „Kopfgelder“ für einige afrikanische Regierungen

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