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Wird die BILD-Zeitung zur Journalistenschmiede? – Noch ein BILD-Mann zum SPIEGEL

Dr. Alexander von Paleske 5.9. 2014 —- Offenbar geht an der BILD als „Trainingsanstalt“ für Journalisten, die nach Höherem streben, mittlerweile kein Weg mehr vorbei. Das könnte man jedenfalls meinen, angesichts der neuesten Berufung eines BILD-Mannes in den Hamburger SPIEGEL– Stab.

Nach Blome nun Beeck
Am 1. Dezember soll der BILD– Redakteur Torsten Beeck zum SPIEGEL kommen. Nicht etwa als Praktikant oder gewöhnlicher Redakteur z.b.V, sondern gleich auf einen der leitenden Posten. Er soll dort das Resort „Soziale Medien“ übernehmen.

Seine Aufgabe soll es nach Medienberichten sein, dem Volk aufs Tweet zu schauen, und den SPIEGEL in den sozialen Netzwerken im Gespräch halten. Eine Aufgabe, die er in dem „Drecksblatt“ BILD (SZ-Journalist Hans Leyendecker über BILD) angeblich schon bisher hervorragend ausgeübt hat.


Torsten Beeck ………vom „Drecksblatt“ zum Spiegel

In Meedia heisst es dazu:

Der 36-Jährige ist überzeugt, dass in der Vernetzung von Print und Online die Zukunft des Journalismus liegt. Dabei würden, so Beeck, Themen nicht mehr allein von Redakteuren gesetzt, sondern entstünden gleichfalls im Netz. Social Media würden in diesem Zusammenhang auch zum Recherche-Tool. Nachrichten aus der Community würden von Redakteuren geprüft, angereichert, aufbereitet und weiterverbreitet. Dass die neuen Medien dem Qualitätsjournalismus schaden, glaubt Beeck nicht. Er sieht für Medienhäuser und professionelle Journalisten eher eine Chance, durch die Verbreitung ihrer Artikel in den Communities an Bekanntheit zu gewinnen

Beeck hatte seine Schreiber-Sporen sich bei der Computer-BILD erworben, eine Zeitschrift aus dem Hause Springer, die auflagenmässig auch schon bessere Tage gesehen hat .
Nach seinem Aufstieg in den Olymp der Massenblätter (Ex SPIEGEL Herausgeber Rudolf Augstein: Eine Zeitung wie BILD, die von 5 Millionen Deutschen gelesen wird muss widerwärtig sein) steuerte Beeck dort den Online-Auftritt von BILD und die Präsenz in den sozialen Medien.
Ebenso „schnüffelte“ er aus, was derzeit in den sozialen Medien an Themen angesagt ist, um es dann bei BILD aufzugreifen, und gross rauszubringen.

Beeck ist der zweite Mann, der von dieser „Fehlgeburt des Journalismus“ in die heiligen journalistischen SPIEGEL-Hallen des Palazzo Prozzi in der Hamburger Hafencity überwechselt, nach dem BILD-Mann Nikolaus Blome, dessen Ankunft beim SPIEGEL – auf Veranlassung des neuen Chefredakteurs Büchner – seinerzeit schon einen ziemlichen Proteststurm unter den Redakteuren ausgelöst hatte, der nur dadurch teilweise gemindert wurde, dass Blome in die Berliner Hauptstadtredaktion gelotst wurde – vorläufig jedenfalls.

Nicht lange gefackelt

Der nächste Aufstand der SPIEGEL-Redakteure richtete sich indirekt auch gegen Büchner, und liegt gerade einmal zwei Wochen zurück – er scheiterte.

Büchner fackelte nach seinem „Sieg“ nicht lange und rief nach Beeck. Damit könnte er zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: zum einen sein Projekt „SPIEGEL 3.0“ mit Beeck umsetzen. Ein Projekt, das Online und Print enger verzahnen soll. Von einer Verbesserung des Online-Auftritts ist allerdings keine Rede. Dort hatte sich über das kommentarlose und offenbar willkürliche Zensurgehabe in den Diskussionsräumen schon allerlei Unmut breitgemacht.

Und zweitens könnte Büchner den Redakteuren mit ihrer „BILD-Journalisten-Allergie“ eins auswischen und demonstrieren, wer hier Herr im Hause ist. Denn dass die erneute Berufung eines BILD-Mannes Freude bei der Redaktion auslöst, davon kann wohl kaum ausgegangen werden.

Dieses SPIEGEL-Projekt 3.0 hat wohl vor allem die Auflagensteigerung im Visier, und dürfte kaum geeignet sein, an die investigativen Glanzzeiten des SPIEGEL anzuknüpfen.

Aus SPIEGEL 3.0 könnte alsbald der SPIEGEL 0:3 werden: drei Eigentore mit Blome, Büchner und nun Beeck.

Armer SPIEGEL

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Wladimir Putin im Interview: „Es hat sich ausgegauckt“

Dr. Alexander von Paleske —- 1.9.2014 —–

Folgendes Interview mit Wladimir Putin landete heute in meiner Mailbox:

Interviewer
Dobroje utro Gospodin President

Wladimir Putin
Zdravstvujte

Interviewer
Herr Präsident, können Sie bitte ihre Politik in der Ukraine näher erläutern, was sind Ihre kurzfristigen und langfristigen Ziele?

Wladimir Putin
Wir Russen wollen unseren Brüdern und Schwestern in der Ukraine ein menschenwürdiges Dasein verschaffen. Sie sollen nicht länger Bürger zweiter Klasse sein. Dieses Ziel können wir sicherlich am besten erreichen, wenn die Ostprovinzen der Ukraine Teil von Russland werden. So habe ich es gestern in einem Interview auch angedeutet.
Allerdings gibt es eine zweitbeste, für uns Russen akzeptable Lösung, das wäre die weitgehende Autonomie der Ostprovinzen innerhalb der Ukraine. Wir sind da durchaus verhandlungsbereit.

Leider haben unsere Aufrufe zum Waffenstillstand kein Gehör gefunden. Der Präsident der Ukraine und klepto-oligarchische Schokoladenverkäufer Petro Poroschenko glaubt, er könne das Problem militärisch lösen. Welch ein Narr. Eine militärische Maus, die brüllt und glaubt, sie könne die NATO in den Konflikt mit hineinziehen.
Leider hat die EU diesen Poroschenko in seiner Narretei bestärkt, statt auf unsere Verhandlungsangebote einzugehen, und Druck auf Poroschenko auszuüben. Vielmehr schwafelten sie von derr Verletzung des Völkerrechts, der verletzten Souveränität der Ukraine, die notfalls mit militärischen Mitteln wiederhergestellt werden müsse, und nannten unsere Brüder und Schwestern Terroristen. Ich erinnere daran, wie wenig sie sich um das Völkerrecht kümmerten, als sie mithalfen, Jugoslawien zu zerstören.
Poroschenkos Soldaten und die faschistischen Milizen der Azov-Bande, deren Abzeichen dem Hakenkreuz ähneln, verstärkten die Angriffe auf die Ostukraine, und liessen Bomben auf Donezk niederregnen, die vor allem die Zivilbevölkerung trafen.

Nachdem unsere Brüder und Schwestern ernsthaft in Bedrängnis gerieten, haben wir militärische Unterstützung geleistet. Das war ja wohl zu erwarten. Nur westliche Dummköpfe konnten glauben, dass wir ruhig zusehen, während unsere Verwandten in der Ostukraine abgeschlachtet, und deren Häuser zerstört werden..

Nicht verhandelbar ist allerdings die Krim. Die ist russisch und bleibt russisch.

Herr Präsident, fürchten Sie nicht die westlichen Sanktionen, die jetzt noch einmal verstärkt werden sollen?

Diese Sanktionen lassen uns völlig kalt. Wir Russen sind bescheiden, können notfalls auch von Chleb und Schtschi, (Brot und Kohlsuppe) leben.
Wir verstärken jetzt intensiv die Wirtschaftsbeziehungen mit China. Für die EU, die schon jetzt unsere Sanktionen als Antwort auf die gegen uns gerichteten Sanktionen schmerzhaft spürt, wird es alsbald ein böses Erwachen geben.

Die Ehre von Mütterchen Russland ist unverzichtbar, die lassen wir uns nicht nehmen, schon gar nicht von Deutschland, das einst die Sowjetunion überfiel und 20 Millionen Russen tötete.
Vor 75 Jahren startete Hitler-Deutschland den 2. Weltkrieg. Unsere Rote Armee hatte entscheidend dazu beigetragen, die Welt von diesem mörderischen Spuk zu befreien.
Nun droht erneut die Gefahr eines grossen Krieges. Die NATO will ihre Präsenz in Osteuropa ausbauen.

Wir haben seinerzeit den Warschauer Pakt aufgelöst, und hatten erwartet, dass die westlichen Länder das gleiche tun würden mit ihrer NATO.. Stattdessen verstärkten sie die NATO, rückten mit ihrem Militärbündnis durch Aufnahme immer neuer Mitglieder weiter nach Osten vor, veranstalteten riesige Marinemanöver in der Ostsee und verlegen Truppen und Fluggeschwader in die Ostländer. Wir fühlen uns von diesem Expansionismus bedroht.

Das ist der Dank dafür, dass wir die Wiedervereinigung Deutschlands zugelassen, und viele andere Länder wie die Ukraine, Lettland, Estland, Litauen, Weissrussland, Georgien und weitere in die Unabhängigkeit entlassen haben.

Wie sehen sie denn das Verhältnis der russischen Regierung zu deutschen Politikern? Gerade hat ja der deutsche Bundespräsident Gauck aus Anlass des Jahrestages des Beginn des zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren in Polen eine schneidige Rede gehalten. Die deutsche Presse schrieb dazu:


Aus den Worten des 74 Jahre alten Bundespräsidenten – er war gerade fünf Jahre alt, als der Zweite Weltkrieg zu Ende ging – klingt Wut und Empörung über Putin. Wohl niemand habe 2009 geahnt, „wie dünn das politische Eis war, auf dem wir uns bewegen“, sagt Gauck, der ohnehin nicht gerade als Freund Moskaus gilt. Bitter fügt er hinzu: „Wie irrig der Glaube, die Wahrung von Stabilität und Frieden habe endgültig Vorrang gewonnen gegenüber Machtstreben.“ Nun seien Stabilität und Frieden auf dem Kontinent wieder in Gefahr.
Für einen Bundespräsidenten ungewöhnlich scharf verlangt Gauck von Putin eine Änderung seiner Politik, die Rückkehr zu den Regeln des Völkerrechts. Und er nimmt auch das Wort Verteidigungsbereitschaft in den Mund, die man an die neue Lage anzupassen werde – wieder so ein Signal des Bundespräsidenten, dass Deutschland bereit ist, seiner gestiegenen Verantwortung in der Welt notfalls auch mit Waffengewalt gerecht zu werden.

Einige wenige deutsche Politiker geniessen unseren Respekt, dazu gehört vor allem der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder, den ich einen Freund nenne, und natürlich der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt. Gerade er erinnert mich immer wieder daran, dass es auch ein anderes Deutschland gibt.
Anders hingegen dieser Bundespräsident Joachim Gauck. Den will ich nie wieder in Russland sehen. Der hat hier lebenslängliches Einreiseverbot.
Erst brüskierte der uns mit seiner Absage der Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Sotschi, dann besuchte er kürzlich demonstrativ einen unbelehrbaren innenpolitischen Feind namens Kowaljow im Krankenhaus in Berlin, und jetzt diese provokante Rede.
Gaucks Haltung ist davon gekennzeichnet, es Russland „heimzuzahlen“, wegen des Unrechts an seinem Vater, der einst, wie dessen Frau, glühende Anhänger von Adolf Hitler waren, und die Mutter schon – vor Hitlers Machtantritt – 1932 in die NSDAP eintrat, der Vater kurz danach.
Den Vater haben wir nach dem 2.Weltkrieg für ein paar Jahre nach Sibirien geschickt, von wo er heil zurückgekommen ist, was umgekehrt für viele russische Zwangsarbeiter in Deutschland kaum zutraf. Die wurden wie Tiere behandelt und viele sterben an Unterernährung oder wurden in Konzentrationslagern ermordet.
Für uns hat es sich ausgegauckt.

Spassibo – Vielen Dank für dieses aufschlussreiche Interview

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SATIRE

Deutschland, deine Grünen: Die Ukraine, der Hanf und die Wahl in Thüringen

Dr. Alexander von Paleske — 30.8. 2014 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Tatjana Bussner
Grüne, MdB
-Arbeitsgruppe Futtertrog-
Reichstagsgebäude
Berlin

Guten Morgen Deutschland,

ich bin Tatjana Bussner, Business Class Vielfliegerin, Schein-Aktivistin gegen den Fluglärm, und Mitglied der Futtertrog-Arbeitsgruppe der Grünen-Bundestagsfraktion. Eine Arbeitsgruppe, die sich intensiv und schwerpunktmässig mit der Formulierung einer Strategie zur alsbaldigen Rückkehr der Grünen an die Regierungs-Futtertröge beschäftigt.

Zwei herausragende Grün-Stellungnahmen
Ich möchte in diesem Zusammenhang – gerade auch im Hinblick auf die bald anstehende Landtags-Wahl in Thüringen – auf zwei herausragende Grünen-Stellungnahmen aufmerksam machen:

– zum einen der Eiskübel-Hanf-Auftritt unseres Flugmeilen-Bonus-Spezialisten Cem Özdemir: ganz grosse Klasse.

– zum anderen das richtungweisende Interview unseres grünen Landesvaters Winfried Kretschmann. Titel:

„Wie kommen wir auch in anderen Bundesländern und im Bund an die Futtertröge – Die Grünen brauchen eine Runderneuerung“

ganz hervorragend.

Start mit Cem
Lassen Sie mich mit unsrem Cem starten.
In einer Zeit, wo nur noch Schreckensmeldungen uns erreichen, sei es aus der Ukraine, Syrien, dem Irak oder Afghanistan, ist es bitter notwendig, den Blick auf erfreuliche Dinge zu lenken, positive Ablenkungsmanöver zu betreiben.

Gerade das Desaster in der Ukraine erfordert dies, wo nun die Reinkarnation des Teufels, namens Wladimir Putin, mit seiner Russen-Armee in den Osten der Ukraine einmarschiert ist, und die kämpfenden Truppen der Ukraine, allen voran die faschistischen Schwarzmasken der Azov-Brigade – in ziemliche Bedrängnis gebracht hat, und damit auch den klepto-oligarchischen Präsidenten und Schokoladenverkäufer Petro Poroschenko.


Kämpfende Azov-Faschisten – ….Poroschenkos treue Verbündete. Screenshot: Dr. v. Paleske

Wir Grüne haben, als das Greisen-Orakel von Hamburg-Langenhorn namens Helmut Schmidt im März diese Entwicklung prophezeite, das als „Ruinierung seines Orakel Rufs“ bezeichnet, sozusagen als Aufsetzer auf seine permanente Lungenruinierung durch Menthol-Zigaretten.

Nicht nur hatte dieser Ex Bundeskanzler die zunehmende Kriegsgefahr an die Wand gemalt – mittlerweile ist die Kriegsgefahr in einen offenen Krieg zwischen Russland und der Ukraine umgeschlagen – sondern auch noch die von uns freudig mitgetragenen Sanktionen gegen den russischen Bären als „Dummes Zeug“ abqualifiziert. Sanktionen, die nur auf uns zurückfallen würden.

Exporteinbrüche verkraftbar
Natürlich gibt es ein paar Exporteinbrüche, verschärft durch die Gegen-Sanktionen dieses Wladimir Putin. Aber dass wir mit weiteren Sanktionen uns noch heftiger in den eigenen Fuss schiessen, und Tausende von Arbeitsplätzen gefährden, das halten wir Grüne für masslos übertrieben.

Hervorragender hanfwässernder Eiswasser-Kübel
Auch finden wir die Hanf-Eiswasser-Kübel- Initiative des Cem gut durchdacht und grossartig: sich das Eiswasser über den Kopf zu schütten und gleichzeitig eine Hanfpflanze neben sich zu wässern.


Cem Özdemir, Eiswasser und der Hanf

Der von uns anvisierte Hanfanbau, den Cem hier wieder in die Diskussion brachte, wird Hunderte, wenn nicht Tausende von neuen Arbeitsplätzen schaffen. Die Verbreitung von Marihuana wird ausserdem mithelfen, den unzufriedenen Teil der deutschen Volksgemeinschaft ruhig zu stellen.

Motto:

zu den Schreckensnachrichten einen Joint – und die Zukunft ist Dein Freund“

bzw.

„Gegen alle Welt-Übel, hilft rasch ein hanfwässernder Eiswasser-Kübel“

Gerade in der heutigen Zeit wird die Freigabe von Kiffmaterial dringender denn je. Wenn wir schon die Probleme in der Welt nicht lösen können, dann können wir sie wenigstens aus dem Gesichtsfeld wegkiffen.

Selbst wenn dieser Teufel Wladimir uns auch noch den Gashahn abdrehen sollte, könnten wir uns kiffmässig immerhin noch ein wenig aufwärmen.

Im übrigen gilt: Wir Grüne frieren lieber im Winter, als uns von dem russischen Bären den Schneid abkaufen zu lassen.

Bündnisfall ausrufen
Notfalls müssen wir eben alsbald die Ukraine in die NATO aufnehmen. Eine derartige Aufnahme ist gerade heute beim Treffen der EU-Staatsmänner wieder in die Diskussion eingebracht worden.

Nach der Aufnahme könnten wir dann alsbald den Bündnisfall ausrufen, und den russischen Aggressiv-Bären aus der Ukraine auch mit Hilfe von Bundeswehr-Kampftruppen vertreiben, die Krim zurückerobern, kurzum das nachholen, was wir Deutsche in den Jahren 1941-1945 mit dem Unternehmen Barbarossa nicht geschafft haben.

Insofern war auch die Rede des Bundepräsidenten auf der Sicherheitskonferenz in München ja so zukunftweisend, weil sie uns Stück für Stück auf das Unvermeidliche vorbereitete:

Die Bundeswehr muss marschieren in den Krieg.

Richtungweisendes Interview
In diesem Zusammenhang ist auch das Interview des grünen Landesvaters Kretschmann im SPIEGEL in dieser Woche so richtungweisend, sozusagen wie ein laues schwarz-grünes Lüftchen vor der Thüringen-Wahl.

Kretschmann hat erfreulich offen dargelegt, dass grüne Politik sich eigentlich nicht mehr um Inhalte dreht, sondern es nur noch um Koalitionen geht. Besser hätte es auch die FDP nicht machen können, deren Wählerpotential wir Grüne jetzt erben werden, soweit sie nicht zur AfD abdriften.


Kretschmann 21 ….richtungweisendes Interview

Kretschmann spricht von Runderneuerung, aus der Reifenindustrie übernommen, und nicht von Rundumerneuerung, und das auch noch, ohne die Position der Grünen zu all den drängenden Zukunftsfragen zu benennen. Sehr vernünftig.

Gerade das Beispiel der Grünen in Hessen wirkt ausserordentlich stimulierend.

So wie wir den Protest gegen Stuttgart 21 nutzten,
um an die Stuttgarter Futtertröge zu gelangen, und dann dieses Projekt einfach akzeptierten – trotz der gigantischen Kosteneskalation, und des unbewiesenen Nutzens – haben wir in Hessen den Protest gegen die Flughafenerweiterung genutzt, um dort die nötigen Stimmen einzufangen. In vier Jahren haben die Wähler die Täuschungen längst vergessen, deswegen brauchen wir nun wirklich keine Bauchschmerzen zu bekommen.
.
Es läuft super für uns Grüne.Bald werden wir in Thüringen ein hervorragendes Ergebnis einfahren, und dann mit den Schwarzen ins Koalitionsbett steigen, so wie Paula Lambert in der Kultursendung „Im Bett mit Paula“-

Die Zukunft Deutschlands ist schwarz, äh, ich meine Grün.

Seid herzlich gegrüsst von

Tatjana Bussner MdB

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SATIRE

Bundeskanzlerin Angela Merkel: Was wir jetzt anders und besser machen in der Aussenpolitik

Dr. Alexander von Paleske —- 24.8. 2014 —-
Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox.

Angela Merkel
Bundeskanzlerin
der Bundesrepublik Deutschland
Bundeskanzleramt
Im Regierungsviertel 1
Berlin

Guten Tag Deutschinnen und Deutsche,

heute melde ich mich aus der Hauptstadt der Ukraine, Kiew, wo ich an den Feierlichkeiten zum 23. Jahrestag der Ausrufung der Oligarchen-Republik Ukraine teilnehme.

Ich habe dem Präsidenten und Schoko-Klepto-Oligarchen Petro Poroschenko die herzlichsten Glückwünsche des Deutschen Volkes übermittelt, und ihm grosszügige finanzielle Hilfe aus dem Deutschen Staatssäckel zugesagt, gerade um auch seine im Osten kämpfenden Soldaten und ausländischen Söldner anständig zu bezahlen, und den Waffennachschub zu sichern.


Angela Merkel ……….Glückwünsche überbracht.
Screenshot: Dr. v. Paleske

Bei herrlichstem Sonnenschein nannte mich der Schoko-Petro einen Freund. Ich habe ihm aber sogleich (auf russisch) klargemacht, dass ich eine Frau bin, und deshalb nur seine Freundin sein kann.

Politikwechsel mitgeteilt
Gleichzeitig habe ich ihm auch meinen Politikwechsel mitgeteilt: Deutschland setzt nicht mehr auf die Aushungerung der ukrainischen Russen im Osten, und die komplette Zerstörung ihrer Häuser, sondern wir brauchen jetzt erst einmal einen Waffenstillstand.

Tägliche Anrufe

Täglich bombardieren mich deutsche Unternehmer mit Anrufen, insbesondere auch solche, die bisher meine Partei grosszügig finanziell unterstützt haben, und beklagen sich bitter über die Auswirkungen der Sanktionen Russlands gegen uns – Putins Antwort auf EU Sanktionen gegen Russland.

Die Unternehmer, Anlagebauer, Produzenten von Kraftfahrzeugen, und insbesondere Besitzer von Tierfabriken (den Brutstätten resistenter Bakterien), beklagen heftige Umsatzeinbussen, bezeichnen unsere Hilfsmassnahmen zur Abfederung der Verluste als völlig ungenügend, und verlangen ganz ungeniert, mit Russland Frieden zu schliessen.

Neue Richtlinie: Schadensbegrenzung
Ich habe angesichts dieser Lage beschlossen: Nicht nur stehen weitere Sanktionen nicht mehr zur Debatte, sondern die neue Politik gegenüber Russland heisst Schadensbegrenzung.

Die Aushungerung der Städte Donez und Lugansk steht deshalb nicht mehr auf der Tagesordnung. Ich hatte Klepto-Schoko-Poro deshalb aufgefordert, den russischen Versorgungskonvoi zwar zu beschimpfen, um sich weiterhin als starker Mann auch gegenüber seinen Faschisten darzustellen, die er noch als Kämpfer in der Ukraine benötigt, den Konvoi selbst aber nicht anzugreifen.

Sofortiger Einmarsch angedroht
Wladimir hatte mir nämlich für diesen Fall den sofortigen Einmarsch der russischen Armee in die Ost-Ukraine angedroht. So haben auch wir es bei Drohgebärden und Wortradikalismus belassen.

Ich habe dem Schoko-Klepto-Oligarchen klargemacht, dass er Putin bei dem anstehenden Treffen in Weissrussland einen Waffenstillstand anbieten muss.

Zähneknirschend hat sich der Klepto-Oligarch darauf einlassen müssen, nachdem ich ihm ansonsten mit der Kürzung unserer finanziellen Unterstützung gedroht habe.

Auch habe ich ihm unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass die Krim endgültig verloren ist, und es jetzt nur noch darum gehen kann, einigen in die Ukraine Vertrieben zu erlauben, dorthin zurückzukehren.

Wladimir Putin, mit dem ich täglich im Rahmen der Schadensbegrenzung telefoniere, hat mir im Gegenzug versprochen, die Ostgebiete der Ukraine dann nicht zu annektieren, wenn ein akzeptables Autonomiestaut vereinbart werden kann.

Ich habe Wladimir, unter dem Eindruck der russischen Sanktionen gegen uns, vorgeschlagen, die weiteren Freihandels-Vereinbarungen zwischen der EU und der Ukraine eng mit ihm abzustimmen.

Hätten wir gleich machen können
Natürlich hätten wir von Anfang an, und ohne Blutvergiessen, das Gleiche erreichen können, so wie Ex-Kanzler Helmut Schmidt es angemahnt hatte, aber wir wollten erst einmal ausprobieren, wie weit wir dem russischen Bären das Fell über die Ohren ziehen können. Das ist leider ziemlich in die Hose gegangen.

Ich will aber einen positiven Aspekt nicht vergessen: Die Grünen, allen voran dieser Steuerspar-Fachmann Anton Hofreiter, und die verhinderte Pfäffin Katrin Göring-Eckardt, haben in einer Art Nibelungentreue alle unsere törichten Entscheidungen begrüsst. Nein, nicht nur begrüsst sondern unsere Linie offensiv verteidigt.. Das eröffnet einige positive Lichtblicke für spätere Koalitionen, wie jetzt schon in Hessen. Nitschewo ne Friedenspolitik!

Auch in Syrien eine Kehrtwendung
Eine weitere positive Kehrtwendung unserer Aussenpolitik vollziehen wir gerade in Syrien.

Unsere neue Devise dort heisst: Unseres Feindes Feinde sind jetzt unsere Freunde. Gemeint ist Syriens Präsident Assad, den wir jetzt, angesichts des Vormarsches der ISIS-Gottes-Terrorkämpfer, in einem ganz anderen Licht, also wesentlich positiver sehen.

Der hat ja von Anfang an vor dieser Terrorbande gewarnt und sie entschlossen bekämpft. Zwar hat das fast 200.000 Menschen das Leben gekostet, und mehr als 3 Millionen Menschen flohen, aber noch ist es ja für einen radikalen Kurswechsel nicht zu spät – Gott sei Dank.

Ich habe deshalb den Bundesnachrichtendienst (BND) beauftragt, wie die britischen Zeitungen zutreffend melden, Assads Militär mit genauen Koordinaten für die jeweiligen Gefechtsstände der Gottes-Terroristen zu versorgen. So konnte die syrische Armee wesentlich genauer zuschlagen.

Al Qaida ebenfalls unterstützenswert
Da der Al Qaida Ableger in Syrien, die Al Nusra Front, mittlerweile ebenfalls die ISIS-Gottes-Terroristen bekämpft, sollten wir auch keineswegs ausschliessen, mit denen zeitlich begrenzte Bündnisse einzugehen. Auch da sollten wir hochflexibel sein.

Das passt auch gut zum 75. Jahrestag des Hitler-Stalin Pakts, bzw. als der dann auseinanderbrach, Churchill auch keine Probleme hatte, sich mit Stalin zu verbünden.

Nur politische Dummköpfe halten starr an einmal gemachten Einstellungen fest.

Libyen – ein Desaster
Auch unsere Haltung zu Libyen ändert sich. Natürlich hatte das aussenpolitische Weichei Westerwelle recht, und wir wären heute froh, wenn Gaddafi noch am Ruder wäre. Stattdessen haben sich auch dort die Islamisten breitgemacht.

Der CIA hat mittlerweile begonnen, von einem Flugzeugträger und von Algerien aus bei Nacht Luftangriffe gegen die die Misrata-Islamisten zu fliegen, die gerade den Flughafen der Hauptstadt Tripolis erobert haben. Noch ist ja auch dort nicht alles verloren.

Deutschinnen und Deutsche, ich führe euch in eine positive Zukunft.

herzlichst

Angela Merkel
Bundeskanzlerin

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Hamburger Bordellbesitzer schreibt an ZDF-Programmdirektor zur Bett-Kultursendung mit Paula Lambert

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SPIEGEL-Chefredaktion: der nächste bitte?

Dr. Alexander von Paleske —– 21.8. 2014 —- Vor einem Jahr, nach dem erzwungenen Abtritt des querelenfreudigen Chefredakteur-Duos Müller-von Blumencron / Mascolo aus der SPIEGEL-Chefetage, sollte endlich der Neuanfang gelingen: Frischer Wind im „Palazzo Prozzi“ in der Hamburger Hafencity wehen, statt ständigem Gezänk und SPIEGEL-Titeln über Schlaflosigkeit und die BILD-Zeitung.

Qualitätsjournalismus statt Gezänk
Qualitätsjournalismus sollte angesagt sein, und angeknüpft werden an die goldenen SPIEGEL-Tage, als Rudolf Augstein noch auf der Kommandobrücke stand, und das Nachrichtenmagazin prall gefüllt war mit Interessanten Reportagen und Enthüllungen, und selbst gute Artikel in den Papierkorb wanderten, weil man einen Überfluss davon hatte.

Gründlich in die Hose
Heute lässt sich bilanzieren: das Experiment „frischer Wind“ ging gründlich in die Hose, und zwar ziemlich schnell.

Der neue Chefredakteur Wolfgang Büchner hatte nichts besseres zu tun, als die “BILD-Zeitung in den SPIEGEL zu holen“ mit der Berufung des BILD –Hauptstadt-Schreibers Nikolaus Blome.


Nikolaus Blome …….vom Revolverblättchen zum SPIEGEL.

Wir schrieben damals:

Zweifel bestehen, ob derartige Widerwärtigkeiten abfassende „Qualitätsjournalisten“ dieses Hetz- Kampf– und Revolverblättchens (gemeint war die BILD-Zeitung) die Stelle eines stellvertretenden Chefredakteurs beim SPIEGEL übernehmen sollten, um nicht nur Ruhe beim SPIEGEL einkehren zu lassen, sondern dieses Nachrichtenmagazin zu den alten investigativen Glanzzeiten auch nur ansatzweise zurückzulotsen.

Statt Ruhe: Aufruhr
Heute lässt sich feststellen: nicht einmal Ruhe ist eingekehrt, sondern die Redaktion ist wieder einmal in Aufruhr.

Nachdem die SPIEGEL-Redakteure diese „Entscheidungs-Kröte“ für Blome schluckten – notgedrungen, weil Chef Büchner das zu einer Machtfrage hochstilisierte – und die Redakteure endlich wieder ihrer Arbeit nachgehen wollten, hat der Chefredakteur Büchner nun richtig seine Krallen gezeigt: Er will alle Ressortleiter-Stellen neu ausschreiben.


Wolfgang Büchner …….Krallen gezeigt.

Im Klartext: ihm unbequeme Ressortleiter loswerden. Sprich: den SPIEGEL unter seine vollständige Kontrolle bringen. Gerade von den Ressortleitern hatte es heftige Kritik an Büchner gegeben. Das sollte endgültig der Vergangenheit angehören

Machtspielchen statt zündende Ideen
Dass der Chef Büchner, abgesehen von diesen Machtspielchen, irgendwelche neuen zündenden Ideen losgelassen hätte, mit denen er auch die Redakteure motivieren, ja begeistern , und dem altersmüden SPIEGEL neuen Schwung hätte verleihen können, das lässt sich wohl kaum behaupten.

Erbärmliche Geschichten
Parallel dazu kamen erbärmliche Titelgeschichten wie letztlich „Stoppt Putin“ – offenbar hatte man Putin mit der Terrorfront Islamischer Staat verwechselt. Aber auch „Enthüllungsartikel“ über den führenden deutschen Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff, die wir hier kräftig kritisierten.

Zensur von Leserbeiträgen
Ausserdem musste sich SPIEGEL–online massive Kritik an seiner Zensurpolitik gegenüber Leserbeiträgen gefallen lassen: Dort dürfen Hilfskräfte – so sieht es jedenfalls aus – nach Belieben sich zensurmässig austoben. Begründunglose, und oftmals kaum nachvollziehbare Unterdrückung von Beiträgen, was verständliche Verbitterung auslöste.

Entscheidung anstehend
Die Mitarbeiter KG, die 50,1% der Anteile am SPIEGEL besitzt, das Resultat von Augsteins seinerzeitiger Schenkung der Hälfte des SPIEGEL an seine Mitarbeiter, wird demnächst zu entscheiden haben, ob für Büchner, Blome & Co der nächste 1. der letzte ist.

Keine Überraschung
Überraschend ist diese Entwicklung angesichts des Umbruchs in der Medienlandschaft kaum.
Der SPIEGEL ist da allerdings in guter Gesellschaft mit FOCUS und STERN. Der letztere hat auch gerade wieder mal den Chefredakteur gewechselt, nachdem der bisherige, Dominik Wichmann, nur etwas mehr als ein Jahr im Amt, den STERN offenbar zu einer „Schreibtischillustrierten“ machen wollte, ein Kultur-Stern sozusagen, und er sich auch noch den Spitznamen Dr.W. Ichmannn einhandelte, angesichts seines offenbar recht ichbezogenen Auftretens.

Qualitätsjournalismus gefragt
Der SPIEGEL war einst nicht nur das „Sturmgeschütz der Demokratie“, wie Gründer, jahrzehntelanger Herausgeber und Journalist des Jahrhunderts, Rudolf Augstein, es nannte, sondern eben auch ein Nachrichtenmagazin.
Diese Nachrichten müssen angesichts des Internets notwendigerweise vom Print in den Online-Auftritt abwandern, weil im Print das alles, angesichts der Schnelle der Verbreitung, nur der Schnee von gestern ist.

SPIEGEL-Print müsste insbesondere mit brillianten Analysen, der substantiierten Vorhersage von politischen Entwicklungen, und der Aufdeckung von Skandalen glänzen.
Davon ist in der Printausgabe immer weniger zu finden. Solange hier nicht ein durchgreifender Richtungswechsel stattfindet, wird es mit der Printauflage, der Cash-Cow, weiter bergab gehen.

Büchner und Blome verwechselten offenbar Machtpolitik mit Innovation. Das scheint mittlerweile der Mehrheit der Redakteure nicht länger zu gefallen.

Bitte umblättern, oder „der Nächste bitte“ könnte es alsbald wieder mal heissen.

NACHTRAG 23.8. 2014
Die Mitarbeiter KG hat gestern das Konzept Büchners abgesegnet, ihm damit das Vertrauen ausgesprochen.
Nachdem 80% der Redakteure von SPIEGEL-print sich indirekt gegen Büchner ausgesprochen hatten, kann diese Entscheidung kaum „Ruhe in den Laden“ bringen. Und schon gar nicht die Redakteure motivieren, die Qualitätsstandards zu heben. Die SPIEGEL-Krise droht zur Dauerkrise, das Blatt zum Krisen-SPIEGEL zu werden

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Krieg

Konflikt in der Ukraine – oder: The chickens come home to roost

Dr. Alexander von Paleske — 18.8. 2014 —
Gestern fand eine Konferenz in Berlin statt, die eine Lösung der Ukarine-Krise bringen sollte, vor allem ein sofortiges Ende des Blutvergiessens.

Teilnehmer waren, neben Bundesaussenminister Steinmeier, die Aussenminister Frankreichs, Russlands und der Ukraine .

Nichts erreicht
Erreicht wurde nichts. Nur in einem war man sich einig: Über die Gefahr eines direkten Kriegs zwischen der Ukraine und Russland.


Aussenministertreffen in Berlin ….nichts erreicht

Russische Kämpfer, russisches militärisches Ausrüstungsgerät einschliesslich Flugabwehrraketen auf der Seite der Rebellen. Es tobt ein Krieg mit schweren konventionellen Waffen, nicht nur mit ein paar Kalaschnikows. Der inoffizielle Krieg zwischen der Ukraine und Russland findet längst statt

Keine Überraschung
All das war zu erwarten, wenn man es nur hätte sehen wollen.

Ex- Bundeskanzler Helmut Schmidt hatte rechtzeitig davor gewarnt. Seine Warnungen wurden von geschichtslosen, expansionsdurstigen Politikern und Bürokraten in Brüssel und Europas Hauptstädten jedoch ignoriert.

Russlands Interesse – nicht nur das Putins – ist und war die Fortsetzung des Status quo ante, also der Zustand bevor die sogenannte Maidan Revolution die demokratisch gewählte Regierung der Ukraine hinwegfegte, und der Weg offen war, für eine Assoziierung der Ukraine mit der EU, statt einer engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Russland.

Diese Assoziierung wurde auch zügig vollzogen, statt in Verhandlungen mit Russland einzutreten, um eine für alle Seiten befriedigende Lösung zu finden.

Von Anfang an bestand sicherlich die Möglichkeit einer Lösung im Verhandlungswege zwischen Russland, der EU und der Ukraine, und zwar ohne Blutvergiessen. Eine Lösung, die allen Seiten hätte gerecht werden können: Eine Annäherung der Ukraine an Europa unter Wahrung russischer Interessen, gleichzeitig auch der Ausschluss jeglicher Mitgliedschaft der Ukraine in der NATO.

Selbst der ukrainische Aussenminister Pawlo Klimkin erklärte in einem Interview mit der ZEIT am 17.7. 2014 „Deutschland ist für uns da“ auf die Frage:

„Warum wurde Russland nicht rechtzeitig eingebunden, sind Sie damals auf taube Ohren gestossen?“

folgendes:

„Eigentlich nicht. Die EU hätte mit Russland über dessen Befürchtungen sprechen müssen, aber man hat das tabuisiert.“

To have the cake and to eat it
Die EU-Bürokraten in Brüssel, und mit ihnen die Regierungen der EU-Länder, glaubten offenbar, den ukrainischen Kuchen in Verwahrung haben, und ihn gleichzeitig essen zu können.
An dem „Kuchen“ Ukraine hat die EU sich jedoch verschluckt.

Was folgte war die Annexion der Krim durch Russland, schliesslich die gewaltsame Auseinandersetzung im Osten der Ukraine mit mehrheitlich russischer Bevölkerung.

Keine Kompromissbereitschaft
Die Konferenz gestern in Berlin – wie auch weitere geplante Konferenzen – können keine Lösung bringen, solange die Interessen so weit auseinanderliegen, und vor allem seitens der Ukraine keinerlei Kompromissbereitschaft besteht.

Die Mindestvoraussetzung wäre ein sofortiger Waffenstillstand, von den Rebellen angeboten, aber nicht einmal dazu ist die von der EU mittlerweile finanziell massiv gepäppelte Regierung der Ukraine bereit. Sie sucht die Entscheidung auf dem Schlachtfeld, und hofft ggf. auf Unterstützung der NATO.

Selbst die Untersuchung des Flugzeugswracks der MH17 durch internationale Spezialisten wollte sie nicht abwarten, sondern das Gebiet unter allen Umständen rasch unter ihre Kontrolle bringen.

Schlimmer noch: wer die Stellungnahmen des Nato-Generalsekretärs Rasmussen hört, der könnte den Eindruck gewinnen, die Ukraine sei bereits Mitglied der NATO, und das Bündnis würde notfalls in den Konflikt auf Seiten der Ukraine eingreifen.

Ein militärischer Sieg gegen die Rebellen, die massiv von Russland unterstützt werden, ist angesichts des notfalls vermutlich stattfindenden Einmarsches regulärer russischer Truppen, völlig ausser Reichweite.

Staus quo ante eine Illusion
Die Annexion der Krim durch Russland wird sich nicht mehr rückgängig machen lassen, auch nicht in Verhandlungen.

Es kann jetzt nur noch darum gehen, einen Waffenstillstand zu erreichen, mit dem Ziel der endgültigen Einstellung der Angriffe der ukrainischen Truppen auf die Zivilbevölkerung – auf die eigene Bevölkerung – als ob es sich um einen Krieg gegen ein anderes Land handeln würde. Das immerhin könnte die EU bewirken, wenn sie denn wollte. Später dann eine begrenzte Autonomie der ukrainischen Ostprovinzen.


Brennende Häuser in der Ostukraine …….Krieg gegen die eigene Bevölkerung. Screenshot: Dr. v. Paleske

So aber wird die militärische Auseinandersetzung weitergehen. Selbst einen Waffenstillstand – von einem Frieden gar nicht zu reden – wird es deshalb vorerst nicht geben.

Die wirtschaftliche Talfahrt in der Ukraine – trotz der finanziellen Unterstützung der EU – wird sich derweil beschleunigen, und den ukrainischen Faschisten weiteren Zulauf bescheren.

Kiew braucht die rechten Milizen auch im Kampf gegen die Rebellen in der Ost-Ukraine und hat auf deren Druck gerade den stellvertretenden Innenminister Arseni Awakow abgesetzt.

Die politische Dummheit des ukrainischen Präsidenten, des vom Westen hochgejubelten Klepto-oligarchischen Schokoladenverkäufers Petro Poroschenko, zeigte sich schon zügig nach seiner Wahl angesichts seiner Prahlerei: „Die „Terroristen“ werden nicht in Wochen oder Tagen, sondern in Stunden besiegt werden“.

Offensichtlich dauert eine Stunde in der Ukraine weit länger als 60 Minuten.

Für die EU aber heisst es: „The chickens come home to roost“ oder: jeder muss für seine Fehler bezahlen.

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SATIRE

Ehemaliger austrischer Finanzminister Karl Heinz Grasser (KHG): „Zieh den Kopf aus der Schlinge Bruder Karl“

Dr. Alexander von Paleske —– 12.8. 2014 —–
Folgende Mail landete heute in meine Mailbox:

Karl-Heinz Grasser
In den Sümpfen 1
Kitzbühel
Alpen- und Skandalrepublik Österreich

Guten Morgen Deutschland,

ich bin´s wieder, der ehemalige Finanzminister Österreichs, Karl Heinz Grasser (KHG), der beste, den die austrische Skandalrepublik je hatte.

Gerade habe ich mich von einer schweren Lungenentzündung erholt, die ich mir auf der Capri-Insel zugezogen habe, eine Insel die einst von dem bedeutenden deutschen Schlagerstar Rudi Schuricke so herrlich besungen würde.:

– Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt ….,
– Bella, bella bella Marie,
– vergiss mich nie.

(letzte Zeile gilt natürlich nicht für die austrische Staatsanwaltschaft meine Person betreffend)

Ein (Schnulzen-)Song, der gerade auch den deutschen Kanzlern Kohl und Schröder so gut gefiel.

Auf dieser Sonneninsel liess ich meine Lungenentzündung von dem hervorragenden Kinderarzt Massimo erfolgreich behandeln. Auch das nahm die austrische Links-Kampfpresse zum Anlass, meine Angaben in Zweifel zu ziehen, als ob Kinderärzte keine Erfahrung in der Behandlung von Lungenentzündungen Erwachsener hätten.

Dort auf Capri habe ich mit Unterstützung meiner lieben Gattin aus dem austrischen Jet-Set, Fiona Pacifico Griffini-Grasser, Kräfte sammeln können, um Herausforderungen zu bestehen, die mich jetzt in Österreich erwarten.


Ich und meine Frau Fiona

Verfolgungsgeile Staatsanwaltschaft
Die verfolgungsgeile austrische Staatsanwaltschaft will nämlich nun bald Anklage gegen mich wegen schwerer Steuerhinterziehung erheben, obgleich sie nichts „auf der Pfanne“ hat.

Ich überlege deshalb ernsthaft, den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anzurufen.

Das Treiben gegen mich soll nur davon ablenken, wie desolat die Lage Österreichs mittlerweile geworden ist.Mein Wahlspruch als Finanzminister seinerzeit war:

Ein Tag mit einem sanierten Budget ist ein guter Tag.

Daran gemessen gibt es jetzt in unserem skandalgeschüttelten Alpenländle nur noch schlechte Tage.

Nachdem die einst blühende Hypo-Alpe (Skandal-)Bank (Skandalpe) nun abgewickelt wird, und die gutgläubigen Investoren nachrangiger Anleihen leer ausgehen werden, obgleich der Staat Eigentümer dieser Bank ist, steht nun ein erheblicher Vertrauensverlust in den Finanzplatz Österreichs bevor, ganz abgesehen von einem Rattenschwanz von Prozessen, welche jetzt die getäuschten Anleger loslassen werden

Das waren noch Zeiten.
Wie anders sah es da noch aus, als ich Finanzminister war. Da konnte man sich auf mein Wort verlassen: fragen Sie doch die Herren Ernst Karl Plech, Peter Hochegger, und Walter Meischberger. All meine Zusagen und Versprechen habe ich denen gegenüber eingehalten.

Nur Vermögen verwaltet
Die Staatsanwaltschaft behauptet, ich hätte im Gegenzug „Unbequemlichkeitszuschläge“ eingefordert und bekommen, und diese dann auf irgendwelchen exotischen Konten bei sogenannten Briefkastenfirmen gebunkert, von Zürich über Liechtenstein, Belize, Panama bis Zypern.

Lächerlich: erstens waren das keine Unbequemlichkeitszuschläge, und zweitens gehörte das Geld gar nicht mir, sondern meiner Schwiegermutter Maria Giori Lhota. Da die das nun vehement bestreitet, und mir damit in den Rücken fällt, gehörte es eben ihrer Tochter, meiner lieben Fiona.

Privatkonten unterhielt ich sowieso nicht, das lief alles über Stiftungen wie Waterland, Silverwater, Charlotte etc. Ich war lediglich (höchst erfolgreicher) Vermögensverwalter.
Dem steht auch nicht entgegen, dass eines der der Konten noch den Namen meiner Ex-Verlobten Natalie bei den Mandarinen Bankern gehabt haben soll, was ich aber vehement bestreite.

Undankbarkeit als Lohn
Leider habe ich in meiner Regierungszeit zu vielen Menschen vertraut, die sich hinterher dann als absolut treulos erwiesen haben, obwohl sich die Freundschaft mit mir sich ja keineswegs als finanziell schädlich erwiesen hat.

An der Spitze dieser „treulosen Tomaten“ steht dieser Lobbyist Hochegger, der versucht, mich nach Strich und Faden in die Pfanne zu hauen.
Desgleichen mein ehemaliger Kabinettschef Heinrich Traumüller, und meine verflossene Verlobte Natalia Corrales-Diez,
die ich fallen liess, als ich auf die Superfrau Fiona aus der Edelschmiede-Familie Swarovski (mit Milliardenumsatz) stiess. Diez und Traumüller haben geplappert wie Kaffeetanten – gegen mich, leider.

Madame Corrales-Diez war es, die offenbar aus Eifersucht meinen Porsche (sicher versehentlich) zu Schrott fuhr, sodass ich gezwungen war, von der Firma Porsche über meinen Freund Wiedeking einen neuen Porsche zu sehr günstigen Konditionen zu leasen. Selbst das wird mir steuerlich noch zum Vorwurf gemacht.

Dieser Darme und dem Traumüller hatte ich gut dotierte Jobs bei der austrischen Finanzaufsicht besorgt, sodass insbesondere Natalia nach unserer Trennung nicht am Hungertuche nagen musste.
Ich hatte dafür allerdings etwas mehr Dankbarkeit erwartet.

Aber es gibt auch Erfreuliches zu berichten: So gelang mir, unsere Penthouse-Wohnung in Wien zu verscherbeln zu einem vernünftigen Preis, der insbesondere auch die ausgedehnten Renovierungen berücksichtigt, die ich von meinem hart erarbeiteten Geld finanziert habe, Details der Geldwanderung siehe hier.
Ich sage für heute erst einmal Servus

Karl-Heinz Grasser

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Medizin

Ebola, Malaria, Medikamentenresistenz und die Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Dr. Alexander von Paleske —– 9.8.2014 —- Seit Anfang des Jahres wütet die Ebola-Epidemie in Westafrika. Mittlerweile sind mehr als 900 Menschen daran gestorben.


……Möglichst rasch beerdigen

Nach der Unterschätzung die blanke Angst
Nachdem zunächst die Menschen in den betroffenen Ländern die Gefährlichkeit unterschätzt, oder sogar dem Vorhandensein der Epidemie keinen Glauben schenkten, greift nunmehr die blanke Angst um sich: Krankenhauspersonal, das prozentual die meisten Toten zu beklagen hatte, verlässt in Scharen die Krankenhäuser. Verstorbene werden bei Nacht von Angehörigen auf der Strasse „entsorgt“, aus der Furcht, dass Angehörige in Quarantäne gesteckt werden.


Auf der Strasse von Monrovia kollabiert – niemand hilft aus Furcht vor Ansteckung. Screenshot: Dr. v. Paleske

WHO und Ebola: Johnny come lately
Obwohl die Epidemie Anfang des Jahres ausbrach, ist erst in den vergangenen Wochen die WHO sichtbar in Aktion getreten – viel zu spät. Bei rechtzeitigem Eingreifen hätte die Epidemie sich vermutlich, wie auch in den vorangehenden Ausbrüchen im Osten Afrikas, begrenzen lassen.

Die WHO hatte aber offenbar gehofft, die Epidemie würde genau so verlaufen, wie die letzten im Länderdreieck Kongo/Uganda und Sudan. Ein naiver Irrglaube.

Es hätte eigentlich ziemlich rasch klar sein müssen, dass in einem Gebiet, wie jetzt in den Ländern Guinea, Sierra Leone und Liberia, in dem die Ebola Epidemie erstmals ausbricht, noch dazu in Ländern wie Sierra Leone und Liberia, die jahrelangen Bürgerkrieg hinter sich haben, eine weitaus grössere Gefahr der Weiterverbreitung besteht, deshalb wesentlich umfassende Anstrengungen erforderlich sind, um des Ausbruchs Herr zu werden.

Immer wieder Ärzte ohne Grenzen
Und so war es wieder einmal die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF), die sofort einsprang, und vorbildliche Arbeit leistete, aber auch rechtzeitig realisierte, dass sie allein der Epidemie nicht Herr werden könne, sie an ihre Grenzen gestossen sei, und um grössere internationale Hilfe bat, wir berichteten darüber.

Unbeweglich und unfähig
Mehrfach haben wir die WHO kritisiert, nicht nur wegen ihrer Unbeweglichkeit, sondern auch der Unfähigkeit die ihr gestellten Aufgaben angemessen zu bewältigen.
Dazu tragen auch die Seilschaften bei, die sich im Hauptquartier und in den Regionalquartieren gebildet haben. Oftmals sind es Gesundheitspolitiker, die sich hier einen lukrativen Sesseljob sichern, „Man kennt sich ja“.

Augenfällig insbesondere auch das Versagen in der zeitigen Warnung vor der Antibiotikaresistenz, und das Fehlen der Forderung nach Abschaffung des Einsatzes von Antibiotika in der Tiermast als Schrittmacher.



WHO-Hauptquartier in Genf ….zahnloser, teurer Tiger.
Screenshot: Dr. v. Paleske

Dann die Unfähigkeit in der Choleraepidemie im südlichen Afrika im Jahre 2008 rechtzeitig tätig zu werden

Zunehmende Malariaresistenz und gefälschte Medikamente
Ebenfalls nicht rechtzeitig vor der Zunahme der Resistenz der Malariaerreger gegen Medikamente gewarnt, und den Kampf gegen gefälschte Medikamente organisiert zu haben.

Jährlich sterben an der Malaria weltweit rund 800.000 Menschen.
Die Erreger der Malaria sind mittlerweile gegen die meisten der einst wirksamen Medikamente wie Chloroquin resistent, wir berichteten darüber. Eine der Ursachen: Gefälschte Medikamente.
Weltweit sind 15% aller Medikamente gefälscht in einigen Ländern wie Nigeria sind es geschätzt über 70%.

Forscher der Universität Oxford untersuchten im Zeitraum von 2002 bis 2010 in Asien und Afrika eindeutig gefälschte Anti-Malaria-Medikamente auf ihre Zusammensetzung. Die gefälschten Medikamente stammten unter anderem auch aus Nigeria, Südafrika und China.

Immer wieder fanden die Forscher in den gefälschten Medikamenten in geringen Mengen die heute noch hochwirksame Anti-Malaria Arznei Artemisinin. Die Unterdosierung könnte auch dieses Medikament längerfristig vollständig oder teilweise wirkungslos machen.

Das New England Journal of Medicine veröffentlichte jüngst eine Studie, die belegt, wie hoch der Anteil gegen Artemisinin resistenter Erreger im Grenzgebiert Thailand/Kambodscha bereits ist. Das Gebiet ist ebenfalls ein Eldorado für gefälschte Medikamente.

Eine schleichende Katastrophe, da Alternativ-Medikamente bisher und in der nahen Zukunft nicht verfügbar sind.

Fazit:
Viel muss sich bei der WHO ändern, damit nicht alles beim alten bleibt.

Die gute BILD-Zeitung, der gute US-Arzt und das böse Virus
Ebola-Fieber: eine Epidemie gerät ausser Kontrolle

Antibiotikaresistenz – eine Warnung vom „Schnarchverein“ Weltgesundheitsorganisation (WHO)
Medikamente ohne Wirkstoffe – ein hochlukratives Geschäft mit tödlichen Folgen
Weltgesundheitsorganisation (WHO) – ein teurer, bisher zahnloser Tiger im Kampf gegen gefälschte Medikamente

Die Zukunft heisst Resistenz? – Antiinfektiva verlieren ihre Wirksamkeit

Im Profil: Chinesische Pharmazie-Forscherin Tu Youyou

SATIRE

Russlands Präsident Putin an Angela Merkel: Hüten Sie sich vor einem Atomkrieg

Dr. Alexander von Paleske —- 7.8. 2014 —— Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Wladimir Putin
Präsident Russlands
Kreml
Moskau
Russland

An
Bundeskanzlerin
der Bundesrepublik Deutschland
Angela Merkel
Im Regierungsviertel 1
Berlin
Deutschland

Dobroje utro Gospodscha Angela Merkel,

wir sprachen ja gestern über eine von der NSA abgehörte Telefonleitung miteinander.

Ich möchte nun noch einmal die patriotischen Standpunkte von Mütterchen Russland zusammenfassen:

1. Russland hat heute einen ganzen Katalog von Waren veröffentlicht, die nicht mehr von der EU, den USA, Norwegen und Australien nach Russland exportiert werden dürfen, darunter Gemüse, Obst, Hühner, Schweine etc. Lieferungen, die pro Jahr rund 16 Milliarden Euro ausmachen.
Gleichzeitig verschafft es unserer Bevölkerung eine Verschnaufpause beim Verzehr von mit Antibiotika aufgezogenen Geflügel aus der Massentierhaltung, oftmals auch noch mit resistenten Keimen behaftet.

2. Das ist keineswegs das Ende, nein, wir legen jetzt erst so richtig los. Als nächstes kommen die Überflugrechte an die Reihe, das wird auch Ihrem gelben Kranich die Flügel stutzen

3. Diese als Vergeltung getroffenen Massnahmen werden die EU wesentlich härter treffen, als Sie es je mit ihren Sanktionen konnten und können. Und sie werden das einst gute Verhältnis mit uns noch auf Jahre, vielleicht Jahrzehnte, belasten

4. Sie hätten mal besser auf das Orakel in Hamburg-Langenhorn, Helmut Schmidt, hören sollen. Der nannte schon die – damals erst geplanten – Sanktionen „dummes Zeug“, warnte vor der Kriegsgefahr, und prophezeite, was jetzt eingetreten ist: Die enorme Selbstbeschädigung.

5. Gestellt zwischen die Alternative, der maroden Ukraine unter die Arme zu greifen und die Wahl des Klepto-Oligarchen Petro Poroschenko zu bejubeln, oder aber die guten Mir i Druschba-Beziehungen mit Russland fortzusetzen, haben Sie sich für die Ukraine und den machtgeilen Schokoladenverkäufer Poroschenko entschieden. Sie haben also statt für den Laib Brot – Chleb wie wir Russen das nennen – sich für die ukrainischen Brosamen mit Schkoladentunke entschieden. So viel Dummheit hätte ich Ihnen, Gospodscha Merkel, nie zugetraut.


Petro Poroschenko
……Brosamen mit Schokoladentunke.
Screenshot: Dr. v. Paleske

6. Dieser Poroschenko greift nun mit einem Borbardement zu Lande und aus der Luft unsere Bruderstadt Donezk an. Das werden wir uns nicht lange untätig anschauen. Ich werde in Kürze den Befehl an unsere Truppen, die sich bereits in Grenznähe aufhalten, geben, unsere Brüder und Schwestern von diesem ukrainischen Terror zu befreien. Den ukrainischen Truppen werden wir eine Lektion erteilen, die sie so schnell nicht vergessen werden.

7. Das Kalkül dieses Klepto-Oligarchen Schoko-Poro ist es, die NATO in einen Krieg mit uns hineinzuziehen.
Ich kann nur hoffen, dass Sie nicht in die Falle dieses politisch tölpelhaften Schokoladen- Produzenten tappen werden.
Im übrigen mache ich Sie darauf aufmerksam: Mütterchen Russland besitzt noch viele Atomwaffen, die wir hoffentlich nicht einsetzen müssen.

8. Es gibt nur einen Ausweg für Sie und Ihre EU-Gesinnungsgenossen: schleunigst die Ukraine fallenzulassen, den Rest besorgen wir.

Von weiteren Telefonaten bitte ich abzusehen, wenn Sie mich darin nur auffordern wollen, unsere Brüder und Schwestern in der Ost-Ukraine im Stich zu lassen.

Spakajnoj notschi,
do swidanja

Wladimir Putin
Präsident Russlands

Mehr zum Konflikt in der Ukraine
US-Präsident Obama, die Ukraine und der kalte, heisse Krieg
Bürgerkrieg, Sanktionen, Flugzeugabsturz – Die Krise in der Ukraine verschärft sich weiter
Putin-Memo an Angela Merkel vor dem WM-Finale in Rio“
ISIS-Salafi-Terror-Chef Abu Bakr al-Baghdadi (alias Ibrahim Awwad Ibrahim): „So ein Tag, so wunderschön wie heute“
Ukrainischer Präsident Poroschenko, Premier Jazenjuk und der Bürgerkrieg in der Ostukraine
Klepto-Oligarchen: Scharfmacher und Kriegstreiber in der Ukraine
Wunderbare Freunde in der Ukraine: Klepto-Oligarchen, Ultras und Faschisten
Ober-Grüner und „Steuerspar-Fachmann“ Anton Hofreiter, Blackwater (Academi)-Söldner in der Ukraine, Günter Wallraff und ein Nachrichtenmagazin namens SPIEGEL
Obergrünin Katrin Göring-Eckardt: Ich bin Fan von Schalke 05 – aber: Tönnies Schweine von heute sind Putins Schinken von morgen
Danke BILD, danke BILD-Kai (Diekmann) für die Kampagne „Weg mit den russischen Panzern aus dem Tiergarten“
Vorwärtsverteidigungsministerin Dr. med. Ursula von der Leyen an den ehemaligen Bundeswehr-Generalinspekteur: „Halten Sie den Mund, General Kujat“
NATO und EU: Konfliktpolitik statt Friedenspolitik – in Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, und jetzt in der Ukraine

kriminalitaet

Ehemaliger Generalstaatsanwalt Dr. Karge zum Ecclestone-Prozess: „Ich bin ausser mir“

Dr. Alexander von Paleske —- 6.8. 2014 —— Der Strafprozess gegen den Formel 1- Mann Bernie Ecclestone, ist gestern gegen eine Zahlung von 100 Millionen US Dollar (60 Millionen Euro) eingestellt worden.


Bernie Ecclestone gestern …….weisse Weste für 100 Millionen? Screenshot: Dr. v. Paleske

Ich bat den ehemaligen Berliner Generalstaatsanwalt Dr. Hansjürgen Karge um eine Stellungnahme.

Herr Dr. Karge, die gestrige Verfahrenseinstellung ist gegen eine hohe Geldsumme erfolgt. Nährt das nicht den Verdacht, die Justiz ist keineswegs blind sondern misst mit zweierlei Mass?
Ecclestone drohten maximal 10 Jahre Freiheitsentzug , nun ist er ein freier Mann mit blütenweisser Weste und kann weiter im Rennsport viel Geld verdienen.. Die 100 Millionen Dollar dürften den Multimilliardär wohl auch nicht allzu sehr schmerzen. Wie denken Sie als ehemaliger Generalstaatsanwalt darüber?

Dr. Karge:
Ich bin außer mir ob dieses m.E. eindeutig gegen die Strafprozessordnung (StPO) verstoßenden Ergebnisses. Paragraph 153a StPO sollte Geringfügigkeiten ohne langwierige Hauptverhandlungen erledigen. Dann wurde der Geltungsbereich bis auf die „mittlere“ Kriminalität ausgedehnt. Bereits am Tag nach dem Inkrafttreten des Gesetzes rief mich der Vorsitzende „meiner“ Wirtschaftsstrafkammer an und meinte, ich hätte so eine komplizierte Anklage erhoben, die könne man doch jetzt elegant nach § 153a StPO erledigen. Meine Arbeit von einem Jahr war dahin.

Bei Herrn E dürfte es sich aber wohl nicht nur um mittlere Kriminalität gehandelt haben, wenn man der Anklage folgt.
Aus meiner Sicht wird § 153a StPO seit Jahren von Staatsanwaltschaften und Gerichten missbraucht. Staatsanwaltschaften klagen an, weil sie von der politischen Führung dazu angehalten werden oder weil sie aus falschem Ehrgeiz handeln, obwohl es sich nicht um „wasserdichte“ Anklagen handelt.

Richter sind unwillig, weil es sich um eine im Vergleich zu „normalen“ Prozessen viel größere Anstrengung handelt. Im übrigen: Wer in eine Wirtschaftsstrafkammer kommt, das bestimmen allein seine Kollegen. Es sind nicht immer die besten, die kommen in die Schwurgerichtskammern.

Wenn man nicht klären konnte, ob Bestechung vorliegt, dann hat man Herrn E freizusprechen. Was hat es denn mit Geringfügigkeit zu tun, wenn eine Bestechung nicht nachzuweisen ist? Gibt es jetzt eine geringfügige Bestechung wie „ein bißchen schwanger“?

Auch wenn ein ehemals Angeklagter nach der Einstellung des Verfahrens nicht vorbestraft ist: Eine Einstellung nach § 153a StPO setzt das Vorliegen einer Straftat voraus! Weil diese als geringfügig eingestuft werden kann, darf das Verfahren eingestellt werden.
Wenn Herr E. nicht wusste, dass sein Partner von der Landesbank (Dr. Gribkowski) „Beamter“ war, dann kann ihm eine Straftat nicht nachgewiesen werden, und dann darf das Verfahren wegen einer als geringfügig zu bewertenden Straftat, die ja nicht vorliegt, auch nicht eingestellt werden.

Nun läuft ebenfalls in München ein weiterer Strafprozess mit prominenten Angeklagten: Den ehemaligen Managern der Bayerischen Landesbank (BayernLB). Die haben im Jahre 2007 mit dem Kauf der österreichischen Hypo-Alpe-Adria Bank mehrere Milliarden Euro in den Sand gesetzt, und stehen jetzt wegen des Vorwurfs der Untreue vor Gericht.. Das Landgericht München wollte ursprünglich die Anklage wegen Untreue gar nicht zulassen. Erst auf die Beschwerde der Staatsanwaltschaft hin wurde vom Oberlandesgericht München die Verfahrenseröffnung angeordnet. Im Prozessverlauf bisher drängte sich (für mich) der Eindruck auf, das Gericht wollte mit der Nichtzulassung der Anklage auf jeden Fall recht behalten. Sollten per lege lata derartige Zulassungserzwingungen nicht grundsätzlich dann an eine andere Kammer des Landgerichts gehen?

Dr. Karge:
Bei dem Verfahren BayernLB habe ich volles Verständnis für die Anklagebehörde. Das Problem ist auch hier das Gericht. Nach meinen Erfahrungen brächte es nichts, wenn jetzt eine andere Strafkammer zuständig wäre. Die Staatsanwaltschaft muss durch engagierte Sitzungsvertreter/innen und entsprechende Beweisanträge für eine Aufklärung sorgen und „elegante“ Erledigungen verweigern. Ob eine Verurteilung dann möglich sein wird oder nicht, das ist zweitrangig.“

Mehr von Ex-Generalstaatsanwalt Dr. Karge:
Justiz in der Krise oder Krisenjustiz?
Zum Ende des Strafprozesses gegen Verena Becker – Ein Interview mit dem ehemaligen Generalstaatsanwalt von Berlin, Dr. Hansjürgen Karge
Ehemaliger Berliner Generalstaatsanwalt zum „Strafprozess-Deal-Urteil“ des Bundesverfassungsgerichts