spionage

Überwacht: 600 Millionen „Communications“ – pro Tag

Dr. Alexander von Paleske —– 22.6. 2013 —–
Es ist nahezu unfassbar, was die britische Zeitung Guardian aufgrund von Informationen des Ex- US-National Security Agency (NSA) Mitarbeiters Edward Snowden heute berichtete:


Screenshot: Dr. v. Paleske

Das britische Government Communications Headquarter (GCHQ) scannte jeden Tag bis zu 600 Millionen Communications.


GCHQ ….. 600 Millionen Communications täglich
Screenshot: Dr. v. Paleske

Also von E-mails über SMS, Instant Messages, Telefon und Skype alles, was an Informationen über die nationalen und internationalen Glasfaserkabel lief.

Karte siehe hier

Und, wie praktisch, man sass ja an einer günstigen Stelle, denn viele dieser Unterwasserkabel gehen im Vereinigten Königreich „an Land“.Ein Knotenpunkt im internationalen Datenverkehr also.

Vorbei sind längst die Zeiten, wo ein Knacken in der Telefonleitung anzeigte, dass hier jemand mithörte, und wo man einen Beamten zum Abhören einer Telefonleitung brauchte.

Natürlich wurde mit freundlicher Unterstützung der US National Security Agency gescannt, und natürlich liess man diese Datenströme nicht nur an sich vorbeiziehen, man speicherte auch ordentlich.

Codename Tempora
Das Ganze lief unter dem Codenamen „Tempora“

Die gesetzlichen Grundlagen hatte die konservative Regierung des Vereinigten Königreichs im Jahre 2012 geschaffen.

Ein früherer Gesetzesvorstoss der Labour-Regierung war seinerzeit gescheitert – auch am Widerstand der Konservativen, die ihn wieder einbrachten.

Nicht nur Terroristen
Die Frage, die sich hier stellt, ist ganz einfach: Ging es hier um eine Überwachung, um mögliche Terroristen oder Schwerkriminelle herauszufischen, wie bei einer Rasterfahndung, oder ging und geht es weit darüber hinaus um massive Eingriffe in die Privatsphäre möglichst vieler Bürger des eigenen Landes, und weit darüber hinaus.

Angesichts der unvorstellbaren Datenmenge, gescannt aber auch gespeichert, geht es hier um letzteres: Um Totalüberwachung und mehr noch, um Profiling, um die Herstellung möglichst vieler Personen-Profile.

Der Zugang zu Google und sozialen Netzwerken wie Facebook ist zwar dafür sehr nützlich, aber keineswegs ausreichend für eine Totalerfassung, und vor allem auch Kategorisierung.

Jedermann
Über jeden Bürger, der sich irgendwie kommunikativ betätigt, und das tut ja eigentlich jeder, auch wenn er selbst nicht im Internet aktiv ist, lässt sich mit ausreichenden Daten nicht etwa nur ein Bewegungsprofil, also wo er sich jeweils aufhält, oder ein Netzprofil, also mit wem er in Kontakt tritt, sondern ein Persönlichkeitsprofil erstellen, dass tagtäglich angepasst, komplettiert und vertieft werden kann: Es ist der gläserne Mensch in einem bisher unvorstellbaren Ausmass.

Das ermöglicht natürlich auch weitergehend die Einordnung in bestimmte Kategorien, Gesellschafts-Schubladen. Eine unvorstellbare Karteikartensammlung, wenn man so will, die jederzeit für einen bestimmten Personenkreis zugänglich ist: Z.B. bei Bewerbungen, Rasterfahndungen, Razzien, darauf aufgebauten gezielten Überwachungen u.s.w.

Eine Gesamtbevölkerung wird unter Generalverdacht gestellt, und entsprechend „erkennungsdienstlich“ behandelt.

Man muss Edward Snowden dankbar sein, dass er dies publik gemacht hat, denn erst dieses Wissen ermöglicht es, den Kampf gegen diesen Regierungs- Daten-Kraken mit seinem täglichen Eindringen in die Privatsphäre der Bürger aufzunehmen.


Edward Snowden Screenshot: Dr. v. Paleske

Auch wenn die Politiker in Deutschland sich überrascht zeigen, von „Neuland“ schwafeln, wie die Bundeskanzlerin: es ist zu bezweifeln, dass sie nichts von alledem wussten, zumal die Abteilung Internetüberwachung des Bundesnachrichtendienstes gerade mit hohen Millionenbeträgen aufgerüstet wird.

Zum BND
Libyen: Rebellenkommandeur beschuldigt Bundesnachrichtendeinst (BND) an Folterbefragungen beteiligt gewesen zu sein

Mail an BND-Noch-Präsident Ernst Uhrlau
Brief an BND-Präsident Ernst Uhrlau: Klären Sie einen Skandal auf!
BND-Chef Ernst Uhrlau schreibt an Bundeskanzlerin Angela Merkel

SATIRE

Wir Tiere wollen in den Bundestag

Dr. Alexander von Paleske 21.6. 2013 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Bello, HMdB
Berlin

Betr. Unterbringungsrecht für Hunde und andere Tiere im Bundestag

Guten Tag Deutsche Parlamentarier,

guten Tag Tierfreunde nah und fern,

guten Tag liebe Tiere,

mein Name ist Bello, ich bin ein Hund. Nicht irgendein Hund, sondern der Hund einer Bundestagsabgeordneten. Daher meine Bezeichnung „Hund eines Mitglieds des deutschen Bundestages“ (HMdB).


Bello, HMdB

Kämpfen für Anwesenheitsrecht
Mein Frauchen, ich, und eine ganze Reihe anderer Bundestagsabgeordneter der Grünen und der SPD kämpfen jetzt zusammen dafür, dass auch wir Hunde, aber auch Katzen, Wellensittiche, Kanarienvögel, Meerschweinchen, Hamster, Hasen und Papageien ihre Halter in den Bundestag begleiten dürfen.

Die Gründe dafür liegen klar auf der Hand, wie nicht nur mein Frauchen und ich finden:
Wir sind eine enorme emotionale Stütze, gerade dann wenn unseren Haltern wieder mal zum Heulen zu Mute ist, so wie neulich dieser Peer Fettnapf-Steinbrück, der seine Tränen nicht zurückhalten konnte.

Gegenseitige Stärkung
Und da die Bundestagssitzungen ja oftmals lang und langweilig sind, könnten nach meiner Bundestagszulassung wir uns zwischendurch sehen und uns gegenseitig emotional stärken.
.
Auch wären wir den ganzen Tag nicht alleine irgendwo in einer Wohnung oder Käfig eingesperrt, sondern könnten parteiübergreifende Freundschaften schliessen, die unsere Herrchen und Frauchen wegen des Fraktionszwanges oder schwerwiegender politischer Differenzen gar nicht schliessen können.

Verstoss gegen das Gleichheitsgebot
Bisher haben ja nur die Blindenhunde Zutritt zum Bundestag. Aber unter den Bundestagsabgeordneten gibt es so viele Teilblinde (Sozialblinde, Wirtschaftsblinde, Rechtsblinde, Verfassungsblinde), dass es ein grober Verstoss gegen das Gleichheitsgebot (Artikel 3 des Grundgesetzes) wäre, nur den Hunden Totalblinder Zugang zu gewähren.

Grenze fliessend
Ausserdem ist ja heute schon die Grenze zwischen uns Tieren und den Parlamentariern in ihrem Verhalten fliessend.

Ich brauche nur daran zu erinnern, wie viele Abgeordnete ihre Parteilinie wie Papageien nachplappern, oder sogar so laut schimpfen, dass man das glatt mit Hundebellen verwechseln könnte.
Einige führen sich regelrecht tierisch auf.

Oftmals werden wir Tiere auch noch auch noch von Tierblinden in den Dreck gezogen, wie es dieser Jürgen Trittin mit dem „Schweinejournalismus“ machte.

Nein, unsere Anwesenheit würde rundum zu einer enormen Bereicherung führen.
Die paar Tierpfleger, die für unsere Tieraufenthaltsräume bereitgestellt würden, fallen finanziell angesichts der Bankenrettungs-Milliarden überhaupt nicht ins Gewicht. Und wir Hunde und Katzen würden uns selbst mit den Essensresten aus der Abgeordnetenkantine zufrieden geben, also Bescheidenheit demonstrieren, die sich oft nicht bei den Abgeordneten finden lässt.

Insofern könnte sich da manch ein Parlamentarier ein Beispiel an uns nehmen.

Kurzum, wir gehören in den Bundestag.

Wau Wau

Bello, HMdB

Krieg

Afghanistan: das vorerst letzte Kriegs-Kapitel hat begonnen

Dr. Alexander von Paleske —- 20.6. 2013 —-

Im Jahre 1968, nach der TET-Offensive Nordvietnams und der FNL (Vietcong), dämmerte es der US-Regierung, dass dieser Krieg nicht zu gewinnen ist, und er zusätzlich auch noch auf massive Proteste in der gesamten westlichen Welt, insbesondere auch in den USA, traf.

Die neue US-Regierung unter Präsident Richard Nixon startete Friedensgespräche mit nordvietnamesischen Unterhändlern in Paris, die schliesslich im Januar 1973, nach weiteren Zehntausenden von Toten, zu einem Friedensabkommen führten.

Die korrupte, unpopuläre Marionetten-Regierung Südvietnams unter ihrem Präsidenten General Nguyễn Văn Thiệu, war an den Friedensverhandlungen, mit dem nordvietnamesischen Unterhändler Le Duc Tho, selbst nicht beteiligt.

Ziel: Vietnamisierung
Das Ziel der US Regierung: nach einem Abzug der US Truppen den Krieg zu „vietnamisieren“, also ihn letztlich ohne US-Soldaten weiterlaufen zu lassen.

Der Verhandlungsführer und spätere Aussenminister der USA, Henry Kissinger, räumte der südvietnamesischen Regierung allerdings nur eine kurzfristige Überlebenschance von etwa 18 Monaten bei Abschluss des Friedensabkommens ein.

Es dauerte dann doch ein klein wenig länger: etwas mehr als zwei Jahre, bis auch dieser „vietnamisierte“ Krieg endlich zu Ende ging – mit der totalen Niederlage der Regierung Südvietnams.


Panzer der FNL (Vietcong) bricht durch das Tor des Präsidentenpalastes in Saigon – 30.4. 1975

Geschichte wiederholt sich – als Tragödie
Bereits in einem früheren Artikel hatten wir auf die Parallelen zwischen dem Vietnamkrieg und dem Afghanistankrieg verwiesen, und darauf, dass weder die USA noch die Bundesregierung – zunächst die rot grüne Koalition, die in den Krieg einstieg, dann die rot schwarze Koalition, und schliesslich die schwarz gelbe Koalition, die ihn fortsetzten – irgend etwas aus diesem Desaster gelernt haben.

Nicht nur sie, sondern ebenfalls liberale Zeitungen wie die ZEIT, deren Herausgeber Josef Joffe sogar noch im Jahre 2009 posaunt hatte:

Wir müssen in Afghanistan bleiben, zu unserem eigenen Schutz.

In die gleiche (Unfugs-)Kerbe hauten dann die international allzuständige Reporterin Andrea Böhm und Bernd Ulrich mit ihrem miserablen Artikel:

So lange wie nötig

was nach ihrer Auffassung weitere acht Jahre bedeuten könnte.

Talking to the enemy
Gestern nun erklärte die US-Regierung, dass sie direkte Verhandlungen mit den Taliban aufnehmen wolle.

Diese eröffneten am gleichen Tage ihr Verbindungsbüro im Golfstaat Katar mit einer feierlichen Übergabe durch einen hochrangigen Regierungsvertreter des Scheichtums


Verbindungsbüro der Taliban in Katar


Gestrige Übergabe an Vertreter der Taliban
Screenshots: Dr. v. Paleske

Über dieses Verbindungsbüro soll nun mit den Taliban, deren Kämpfer gestern in der Nähe des Militärflughafens Bagram bei Kabul 5 US-Soldaten der ISAF-Truppe töteten, die Modalitäten des Abzuges aus Afghanistan nächstes Jahr direkt ausgehandelt werden.

Die durch und durch korrupte afghanische Regierung Karsai wird an diesen Verhandlungen erst gar nicht beteiligt – wie weiland im Vietnamkrieg.

Der Unterschied zu Vietnam: Zu Beginn der Friedensverhandlungen stand seitens der USA nur der Wille zum Abzug fest, nicht aber, wie jetzt in Afghanistan, bereits das Datum

Die Vergangenheit wird zur Zukunft
Man braucht wenig Phantasie, um sich die Zukunft Afghanistans vorzustellen: Für die USA geht es letztlich nur noch darum, dass Afghanistan der Terrororganisation Al Qaida keinen Unterschlupf in Zukunft gewährt. Mit der schliesslich unvermeidlichen Machtübernahme durch die Taliban haben sie sich – wie im Vietnamkrieg – offenbar letztlich abgefunden.

So soll nun auch dieser Krieg jetzt zum reinen Bürgerkrieg, er soll „afghanisiert“ werden

Das dürfte auch einen Rachefeldzug der Taliban nach sich ziehen, gegen alle, die irgendwie mit der ISAF oder der Regierung zusammengearbeitet haben. Ebenfalls die Schliessung der Mädchenschulen.. Das Blutvergiessen wird also voraussichtlich nach dem Abzug der US-Truppen weitergehen, möglicherweise noch schlimmer als jetzt.

Über kurz oder lang werden die Taliban den Zustand wiederherstellen – minus Al Qaida – der im Jahre 2001, also vor dem Einmarsch der USA und ihrer Verbündeten, bestand..

Auch eine Flüchtlingswelle – wie seinerzeit die Boat-People in Vietnam – dürfte die Folge sein.

Drohnenangriffe sollen eingestellt werden
Welches Interesse haben die Taliban an Verhandlungen mit dem „grossen Satan“, wenn die USA ohnehin abziehen,wenn sogar deren Abzugstermin feststeht?
Die Antwort lautet ganz einfach: Drohnen. Die Drohnenangriffe haben – neben vielen völlig unbeteiligten Zivilisten – auch eine ganze Reihe ihrer Anführer getötet.

Diese Anführer sind keineswegs bereit, anders als die von ihnen losgeschickten Selbstmordattentäter, in der militärischen Auseinandersetzung getötet zu werden. Sie wollen vielmehr an die Macht kommen, und Afghanistan wieder zu einem Gottesstaat machen, in dem die Scharia gilt. Sie selbst sehen sich als „göttlich Auserwählte“.

Vor der afghanischen Armee, die gestern offiziell die militärische Verantwortung von der ISAF übernahm, haben die Taliban keine Angst.


Präsident Karsai – gestern bei der Übergabe der Verantwortung an die afghanische Armee


Afghanische Armeeoffiziere bei der gestrigen Übergabe
Screenshots: Dr. v. Paleske

Sie sind – wohl zu Recht – davon überzeugt, dass diese Armee keine nennenswerte Kampfkraft besitzt, und sich über kurz oder lang in einem Bürgerkrieg auflösen wird, so, wie seinerzeit nach dem Abzug der Sowjet-Truppen im Jahre 1989.

Wer gewinnt, wer verliert?
Neben den enormen Kosten des Krieges, die sich bisher schon auf mehr als 400 Milliarden US Dollar belaufen – ein Betrag, mit dem man Dutzende Länder aus der Armutsfalle hätte befreien können – gibt es in diesem Krieg viele Verlierer, vor allem :

– Die Bevölkerung Afghanistans, an deren sozialer Lage sich nichts geändert hat, die viele Opfer des Krieges zu beklagen hat, und der eine Fortsetzung des Krieges als Bürgerkrieg droht.
.
– Die Dutzenden Tote, die der Krieg allein unter den Bundeswehr-Soldaten gefordert hat, die sozusagen dort mit falschen Vorgaben „verheizt“ wurden.

– Die vielen körperlich Beschädigten, wie auch Hunderte von psychisch Traumatisierten, die dann auch noch, nach Anmeldung ihrer Ansprüche wegen Wehrdienstbeschädigung, durch die bürokratische Mühle oftmals verständnisloser Gutachter gejagt werden.

Es gibt natürlich auch Gewinner – neben den Taliban: Das Nachbarland China, das sich aus diesem Konflikt wohlweislich herausgehalten hat, und nun Zugang zu den enormen Rohstoffreserven nach der Machtübernahme durch die Taliban erhalten dürfte.

Aber auch die radikalislamischen Terrorgruppen, heissen sie nun Al Shabab in Somalia, Boko Haram in Nigeria, oder Al Qaida im Maghreb, dürften starken moralischen Auftrieb erhalten.

Nicht zu vergessen
Vergessen werden sollte nicht, dass die Grünen, viele von ihnen aus der Friedensbewegung hervorgegangen, den Kriegseinsatz der Bundeswehr im Afghanistankrieg immer wieder parlamentarisch abgesegnet haben, von Ausnahmen wie Hans-Christian Ströbele einmal abgesehen.

Besonders zu nennen in diesem Zusammenhang ist der Ex-Aussenminister und jetzige Industrie-„Klinkenputzer“ Professor h.c . Joseph Martin (Joschka) Fischer – von dem verstorbenen SPIEGEL-Herausgeber Rudolf Augstein als

„das grösste deutsche Schimpfmaul gegen den verbrecherischen Krieg der USA in Vietnam““

bezeichnet,

der seine Vergangenheit hinter sich werfe wie der Apostel Paulus und anbete, was er immer bekämpft habe, den Kriegskapitalismus.
(Peter Merseburger Rudolf Augstein, der Mann der den Spiegel machte, 2009, S. 525)

Aber auch Grünen-Führungsfiguren wie Jürgen Trittin, Renate Künast und die berufslose Studienabbrecherin Katrin Göring Eckardt sind da keinen Jota besser.

Hätte sich diese Tragödie vermeiden lassen? Ja, genügend warnende Stimmen gab es ja, darunter auch der bereits zitierte SPIEGEL-Herausgeber Rudolf Augstein.

Aber dann hätten Politiker den Versuch machen müssen, aus der Geschichte zu lernen. Selbst das scheint für zu viele zu schwer zu sein….

My Lai in Afghanistan und Besuch der Angela Merkel
Bundeswehr in Afghanistan: Der Abzug sollte rasch kommen
Ein nutzloses Afghanistan-Meeting in Bonn
Liberale Wochenzeitung gibt Afghanistan-Krieg verloren
9/11 – 10 Jahre danach
Rückzug aus Afghanistan – oder: nach uns die Sintflut. Fällt nun Berlin?
Afghanistan: Frühjahrsoffensive der Taliban, die Bundeswehr schießt auf Demonstranten
K(l)eine Dosis Geschichte oder: Joseph (Joschka) Fischers Märchenstunde
Meuterei auf der Gorch Fock – bald auch in Afghanistan?
Abzug aus Afghanistan und Rückkehr aus Afghanistan

Tod in Afghanistan – Undank in der Heimat
Aus der Hölle in Krankheit und Obdachlosigkeit – US-Soldaten nach der Rückkehr von der Front
Afghanistan: Rückt das Ende des Schreckens näher?
Vietnam damals, Afghanistan heute: Kriegsverbrechen und Irreführung
Afghanistan – wann kommt der Waffenstillstand?
Blackwater–Söldner in Afghanistan oder: Mit der Bundeswehr Seit an Seit
Der Krieg in Afghanistan und eine führende liberale deutsche Wochenzeitung
Afghanistan: Milliarden für den Krieg, Peanuts zur Bekämpfung von Hunger und Unterernährung
Verteidigung westlicher Kulturwerte am Hindukusch oder: So fröhlich ist das Söldnerleben in Afghanistan
Keine Strafverfolgung deutscher Soldaten in Afghanistan?
Unsere kanadischen Folterfreunde in Afghanistan

Interviews mit Botschafter a.D. Dr. Werner Kilian
Nach der Afghanistankonferenz – Dr. Werner Kilian im Interview
Schrecken ohne Ende? – Ein Interview mit Botschafter a.D. Dr. Werner Kilian

Zu den Grünen und Prof. h.c. Joseph Martin (Joschka) Fischer
Katrin Göring Eckardt (KGE): Unsere grüne Agenda 2013 – mindestens 20,13 % mit sozialer Benebelung
Katrin Göring-Eckardt: Läuft super für uns Grüne
Katrin Göring-Eckardt (KGE): Ich mache grüne Zukunft
Kretschmann 21 zur Bahnhofsfrage Stuttgart

Granate-Renate Kuenast zu drängenden Fragen der Zeit
Jürgen Flaschenpfand-Trittin: Natürlich muss Deutschland in den Mali-Krieg ziehen
Claudia Roth an die grüne Basis: „Das werdet ihr noch bereuen“
Obergrüne Claudia Aufrege-Roth: „Halt die Klappe Boris Palmer“
link Jürgen Flaschenpfand-Trittin berichtet von der Bilderberg-Konferenz in Virginia / USA
Grünen-Fraktionsvorsitzender Jürgen Flaschenpfand-Trittin schreibt an Bundespräsident Joachim Gauck

Joseph Martin (Joschka) Fischer: Hurra, ich bin 65, habe alles erreicht, und bereue nichts
Joschka und Herr Fischer, Regie: Pepe Danquart – Ein deutsches Film-Märchen
Professor J. Fischer: Jetzt rechne ich mit Gasprom Schröder ab
Trauert Ex-Aussenminister Joseph Martin (Joschka) Fischer um Gaddafi?
Professor J. Fischers Vorlesung – oder: politischer Opportunismus führt zum Erfolg
Joschka Fischer schreibt an ZEIT-Editor Dr. Theo Sommer

afrika

Was kommt nach Nelson Mandela?

Dr. Alexander von Paleske — 16.6. 2013 —
Zum dritten Mal wurde Nelson Mandela von mehr als einer Woche mit einer Lungenentzündung in ein Krankenhaus gebracht, bereits das dritte Mal in diesem Jahr.

Immer wieder kommt es auf der Basis einer Herzschwäche zu einer Wasseransammlung in der Lunge, auf die sich dann eine Lungenentzündung aufpfropft, eine sogenannte hypostatische Pneumonie.

Diesmal musste Mandela sofort auf die Intensivstation gebracht werden, und der Zustand des 94-jährigen ehemaligen Staatspräsidenten Südafrikas wurde erstmals als „kritisch“ bezeichnet.


Nelson Mandela

Vorbereitung auf den Abschied
Auch wenn sein Gesundheitszustand sich mittlerweile etwas gebessert hat, so bereitet sich Südafrika auf das Ableben des Jahrhundertstaatsmanns vor, und viele stellt sich die bange Frage: Was kommt nach seinem Tode?

Müssige Frage
Die Frage ist jedoch müssig, denn die Nach-Mandela-Zeit Südafrikas hatte bereits vor 14 Jahren mit dem Amtsantritt seines Nachfolgers Thabo Mbeki begonnen.

In die Politik eingegriffen hatte Mandela, zuletzt vor 10 Jahren, als er die Kampagne 466/64 startete unter der Nummer seiner Gefängnisakte auf Robben Island.
Eine Spendensammlung mit Konzerten internationaler Popstars zur Unterstützung der Opfer der Immunschwächekrankheit HIV/AIDS, beginnend im November 2003.

Hochpolitisches Eingreifen
Diese Kampagne war aber nicht nur eine Wohltätigkeitsveranstaltung, sondern auch eine hochpolitische Antwort auf die unglaubliche Verharmlosung und Behandlungsverweigerung der HIV-Aidsseuche und ihrer Opfer durch den damaligen südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki.

Eine paramedizinische Wahnfahrt, die rund 350.000 Südafrikanern den vorzeitigen Tod bescherte, ideologisch unterstützt durch internationale HIV-AIDS-Leugner wie den deutschen Internisten Claus Köhnlein aus Kiel, den österreichischen Gynäkologen Christian Fiala und den US-Professor Peter Duesberg.

Und es war ein persönliches Anliegen Mandelas, dessen Sohn an der Immunschwächekrankheit verstorben war.

Letzter Auftritt
In der Öffentlichkeit trat Mandela anlässlich der Fussball-Weltmeisterschaft 2010 letztmalig in Erscheinung, wobei ergänzend noch einmal aus aktuellem Anlass an die Äusserungen des Bayern-„Grossmauls“ Uli Hoeness vier Monate vor Beginn der Fussball-WM erinnert sei:

„Die Wahl Südafrikas als Austragungsort für die Fussball WM ist die grösste Fehlentscheidung des FIFA-Präsidenten Sepp Blatter gewesen“.

In der Zeit nach der WM nahm nicht nur die körperliche Gebrechlichkeit zu, sondern auch die geistige, welche die Familie – verständlicherweise – tunlichst vor der Öffentlichkeit verbergen wollte.

Fortsetzung seiner Politik?
Insofern ist die Frage, was kommt nach Mandela nicht passend.
Eher wäre die Frage berechtigt:

Kann Südafrika auf den Weg zurückfinden, den Mandela vorgezeichnet und mit aller Konsequenz beschritten hat:

– Die Aussöhnung zwischen Schwarz und Weiss,

– die Ablehnung jeglicher persönlicher Bereicherung für sich und seine Familie aufgrund seiner Machtposition

– der selbstlose Dienst für sein Volk und für Afrika insgesamt.

Seine Leistungen für die südafrikanische Gesellschaft fasste sein enger Freund und Kämpfer gegen Apartheid, der Friedensnobelpreisträger Erzbischof Desmond Tutu so zusammen:

Without Nelson Mandela the country would have gone up in flames”


Keine spitze Feder für Mandela – Cartoonist Zapiro zum heutigen Vatertag in der Sunday Times (Südafrika)

Nein, die Nachfolgegeneration hat wenig verstanden oder will wenig davon verstehen. Für sie steht mittlerweile die schamlose Bereicherung im Vordergrund, oftmals durch Korruption wie bei dem Multimilliarden-Waffenskandal, in den – neben deutschen Firmen – führende südafrikanische Politiker verwickelt waren, einschliesslich der beiden Nachfolger im Amt des Staatspräsidenten.

Auch die enge Familie Mandelas, versucht aus dem klangvollen Namen Geld, viel Geld zu schlagen, und das fängt bereits bei seinen zwei Töchtern an, die er zusammen mit Winnie Mandela hat.

Andrew Mlangeni (88), zusammen mit Nelson Mandela 1964 zu lebenslanger Haft verurteilt und 26 Jahre auf Robben Island eingesperrt äusserte sich heute in der südafrikanischen Sonntagszeitung Sunday Times wie folgt:

We did not go to prison, so that today ANC members can reap the rewards of freedom through self- enrichment and greed. People want to make money quickly, that is not what we stood for. I did not go to prison for that. They start off being good people, but ultimately they Change and start filling their pockets with Money“….


Andrew Mlangeni heute in der Sunday Times

Streiks nicht überraschend
Währenddessen ist die Arbeitslosigkeit auf einem neuen Höchststand, hat sich an der sozialen Lage insbesondere der schwarzen Bevölkerung nicht grundlegend etwas geändert, und leben gerade auch die Minenarbeiter, die einen erheblichen Teil des Reichtums Südafrikas produzieren, nach wie vor in erbärmlichen Behausungen, und werden schlecht bezahlt.

Insofern war der Streik der Minenarbeiter in der Platinmine Marikana, die sich verständlicherweise nicht mehr von der dem ANC nahestehenden Gewerkschaft NUM vertreten sahen, bestenfalls für Aussenstehende eine Überraschung.

Ebenfalls keine Überraschung das brutale Auftreten der Polizei.

Südafrika ist seit dem Ende der Amtszeit Mandelas auf einem Weg der gierigen Bereicherung Weniger angekommen, insofern nicht unähnlich dem, was sich in vielen westlichen Ländern in deren Finanzsektor abgespielt hat.

Was bleibt?
Was bleibt neben dem grossen Namen Mandela? Vor allem dass in der Politik Versöhnung und nicht Rache die einzige adäquate politische Richtschnur sein kann. Daran könnten sich viele Länder ein Beispiel nehmen: vom Irak über Syrien bis Tunesien, vom Sudan bis Ruanda.

Nelson Mandela wird 94 – in Südafrika Korruption und Gefahr für die Pressefreiheit
Südafrika: Staatspräsident Zuma besiegt politische Widersacher, Cyril Ramaphosa kehrt auf die politische Bühne zurück
Der Minenarbeiter-Streik in Südafrika – ein politisches Erdbeben mit Folgen
Südafrika: Das Massaker an Minenarbeitern und seine Hintergründe

Zum Waffenskandal
Deutsche Firma Ferrostaal, Waffenexporte nach Südafrika und steuerabzugsfähige Millionen- Schmiergeldzahlungen
Deutschland, Südafrika und ein Waffenskandal ohne Ende
Südafrika – Auf dem Weg in eine Bananenrepublik?

Zu den HIV / AIDS Leugnern
Welt Aids-Kongress in Wien, die HIV-AIDS-Leugner laden zum Gegentreffen

linkManto Tshabalala-Msimang – Tod einer AIDS-Leugnerin
linkKampf gegen AIDS: Gesundheitsministerin bevorzugt Gemüse statt Kondome
linkDas Ende einer Rath-Fahrt – Pillensendung in Südafrika beschlagnahmt
linkSüdafrika, 46664, Boris Becker und ein Kampf gegen AIDS

Unkategorisiert

Peer Bilderberg-Steinbrück: Warum in die Flutgebiete? – BILD war doch schon da

Dr. Alexander von Paleske — 13.6. 2013 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Peer Bilderberg-Steinbrück, MdB
SPD Kanzlerkandidat
Willy Brandt Haus
Berlin Mitte

EILT, sofort an die Medien weiterreichen

Guten Morgen Deutschland,

nachdem ein Sturm der Entrüstung sich ausgebreitet hat, weil ich erklärte:

„Die betroffenen Bürger brauchen jetzt die Bundeswehr und nicht den Steinbrück“,

will ich noch einmal im Detail erläutern, warum ich nach intensiver Beratung mit meinem Kompetenzteam und meiner Wahlkampf-Eingreiftruppe entschieden habe, mich vorerst nicht in den überfluteten Gebieten blicken zu lassen:

1. Ich informiere mich täglich über die BILD


500 BILD-Reporter – Ein Versprechen: Wir holen alles für Sie raus (ausser der Wahrheit)

In dieser hochinformativen Tageszeitung, die ich durch meinen neuen Sprecher, den hervorragenden früheren langjährigen BILD-Qualitäts-Reporter und dann „Heuschrecken“-Mitarbeiter Rolf Kleine, bereits am Vortage des Erscheinens zu lesen bekomme, finde ich schon die Nachrichten von übermorgen.


…….bin dank BILD bestens informiert

Ich bin daher über die Flutwelle weit besser informiert, als die Bundeskanzlerin. Anders als Mutti Merkel brauche ich mit meinem Wissens- und Kenntnisstand somit keine Ortsbesichtigung.

2. Ich habe für mein Kompetenzteam noch keinen Deichgrafen benannt, der den Helfern konkrete Anweisung geben könnte, wo sie die Sandsäcke hinzupacken haben.

3. Ich kann wegen meiner Wirbelsäulenprobleme selbst keine Sandsäcke schleppen.

4. Ich habe im Keller nur Fürst von Metternich-Sekt, aber keinen Eierlikör und billigen Pinot für die Fluthelfer vorrätig.

5. Ich habe eine Gummistiefelallergie: immer wenn ich in Gummistiefel steige schwellen meine Beine an-

6. Schliesslich hat Gerhard Schröder ja bereits im Jahre 2002 diese Gebiete bei der letzten Flutwelle besucht.

Deutschland, ich mache keinen billigen Gummistiefel-Wahlkampf, gerade deswegen werde ich von der deutschen Volksgemeinschaft ja auch so geschätzt.

Glückauf Deutschland

Peer Bilderberg-Steinbrück
Zukünftiger Bundeskanzler der
Bundesrepublik Deutschland

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SATIRE

Peer Bilderberg-Steinbrück: Mein neuer Sprecher kommt von einem „Drecksblatt“, aber er kann es

Dr. Alexander von Paleske —- 10-6-2013 —– Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Peer Bilderberg-Steinbrück, MdB
Kanzlerkandidat
Willy Brandt Haus
Berlin Mitte

Liebe SPD-Genossinnen und Genossen,

heute habe ich meinen Sprecher Michael Donnermeyer davongejagt.
Von diesem Herrn hatte ich mir viel mehr versprochen. Aber der hat nichts gebracht, was mein Ansehen in der Öffentlichkeit hätte aufmöbeln können, stattdessen hat er mich noch tiefer in die Tinte rauschen lassen.

Sprecher-Anforderungsprofil
Das Anforderungsprofil für meinen Sprecher sieht so aus:

– Alle Interviews darauf durchzusehen, ob sich darin irgendwelche Fettnäpfchen befinden, in die ich versehentlich hineingetrampelt bin, oder irgendwelche unüberlegte Spontanäusserungen meinerseits, und diese dann sofort zu entfernen.

– Sozialdemokratischen Wind zu erzeugen, auch wenn Windsstille herrscht.

– Grundsätzlich jede potentiellen Angriffe des politischen Gegners bereits im Entstehen erschnüffeln, und sofort eine Gegenstrategie entwickeln.

– Mich sofort auf politische Fallen hinweisen und politische Gewitterwolken zu melden, auch wenn der Himmel noch blau ist.

– Wenn erforderlich, es mit der Wahrheit nicht so genau zu nehmen, wenn sich das aus wahltaktischen Gründen als erforderlich erweist.

Total versagt
In allen Anforderungen hat dieser Donnermeyer kläglich versagt:

– Interviews abgezeichnet, auch wenn ich darin politische Dummheiten von mir gegeben hatte, wie zur umstrittenen Unterbezahlung des Bundeskanzlers.

– Oftmals keine passenden Ausreden parat gehabt, wie bei der Schachturnieraffäre, die er als selbstlose Sportförderung hätte deklarieren können und müssen.

– Bei meinen hochbezahlten Vortragsreisen bis zur Schmerzgrenze sich an die Wahrheit gehalten, anstatt diese als Fundraising-Vorbereitung für Brot für die Welt zu verkaufen.

– Mich nicht vor dem ehemaligen Heuschreckenmitarbeiter, dem „flitzpiepigen Schlipswichser“ Roman Maria Koidl gewarnt.

Nachdem ich diesen Herrn dummerweise eingestellt hatte, hat der Donnermeyer dann vergessen, gerade auf die bei Heuschrecken im Entwicklungszyklus vorliegende Metamorphose hinzuweisen, dass also auch aus einem Heuschreckenmitarbeiter durchaus ein anständiger Sozialdemokrat des rechten Spektrums werden kann.

– Schliesslich mit Eierlikör und Bier mich vollgestopft, statt mir teuren Pinot Grigio oder Fürst Metternich Sekt zu servieren.

Anderer Typ muss her
Deswegen musste jetzt ein ganz anderer Typ von Sprecher her:

– Jemand, für den das Vorbeireden an der Wahrheit sozusagen zum Tagesgeschäft gehört

– Jemand, der aus Mücken Elefanten, und aus Elefanten Mücken machen kann, also der Prototyp eines „Spindoktors“.

– Jemand, der gelernt hat, nicht nur in vorauseilendem Gehorsam zu handeln, sondern phantasievoll die von mir vorgelegte (scheinsoziale) Linie umzusetzen.

Da Leute mit diesen Qualifikationen nur bei der Boulevardpresse zu finden sind, kam also nur jemand in Frage, der bei einer Boulevardzeitung deren Motto ist „Forget the facts, push the story“, sich bestens bewährt hat: bei BILD.

Habe gefunden
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Den habe ich jetzt mit Rolf Kleine gefunden,
der bei der BILD mit ihrer subjektiven, oftmals an der Wahrheit vorbeigleitenden Berichterstattung, den Hauptstadtkorrespondenten gemacht hat. Also vor allem im Cafe Zweistein seine aufmischenden Geschichten zusammenschrieb.


Rolf Kleine ……mein neues Sprachrohr

Bei dieser Tageszeitung, von einigen missgünstigen Redakteuren anderer Blätter als „Drecksblatt“ bezeichnet, war der hervorragende Qualitätsjournalist Rolf Kleine von 1994 bis 2011 in Lohn und Brot.. Er widerlegte damit die bösartige Behauptung, dass man es als Qualitätsjournalist bei der BILD wegen der angeblich penetranten lügenhaltigen Luft – wenn überhaupt – nur kurzfristig aushalten kann.

Ausserdem ist Kleine, dank seiner langjährigen Tätigkeit für den Axel Springer Verlag, jemand, der gut mit dem BILD-Establishment vernetzt ist, also insbesondere mit BILD-Kai (Diekmann).

Schliesslich hat er, wie der „flitzpiepige Schlipswichser“ Roman Maria Koidl, „Heuschreckenerfahrung“. Er arbeitete zuletzt bei der Firma Deutsche Annington, die insbesondere wegen ihres Sozialverhaltens bei deutschen Mietern und Mietervereinen einen ganz ausgezeichneten Ruf geniesst.

Dieser Mann wird jetzt mein Sprachrohr, mein Spindoktor. Er wird dafür sorgen, dass die Deutsche Volksgemeinschaft wieder Vertrauen zu mir, aber auch zu Heuschrecken fasst. BILD wird dabei helfen – hoffentlich.

Genossinnen und Genossen, es wird wieder aufwärts gehen. Ich werde Bundeskanzler. Ganz bestimmt.

Glückauf mit der SPD

Peer Bilderberg-Steinbrück

NACHTRAG
Auf der Facebookseite meines neuen Sprachrohrs befindet sich ein Bild des hochdekorierten Generals und ehemaligen vietnamesischen Oberbefehlshabers Vo Nguyen Giap, der seinerzeit die US Armee aus Vietnam herauswarf, und zuvor bereits die Franzosen 1954 in der Schlacht von Dien Bien Phu besiegte hatte.
.
Der Rolf wollte mit dem Bild keinerlei Assoziationen mit Minister Rösler wecken, sondern zum Ausdruck bringen, wie sehr er diesen General bewundert. Wer hier von Rassismus redet, hat nicht alle Tassen im Schrank
P.B.-S.

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SATIRE

Stefan Raabschläger: Mit mir gibt’s kein Ende, selbst meine (Dusch-)Wurst hat zwei

Dr. Alexander von Paleske 6.6. 2013 Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Stefan Raabschläger
Abteilung Unterschichtenfernsehen
Klamaukfernsehen, TV Witzchen
c/o Firma Hirnvoll
Köln-Mühlheim

Guten Tag liebe Freundinnen und Freunde der Anspruchslosunterhaltung,

bei mir geht weiter die Post ab. Ich erfinde ständig neue Sendungen, neue Sportarten, neue Wettkämpfe, und transportiere das alles über die Unterschichten-Kanäle in die vielen deutschen Anspruchslosgemüter-Haushalte.

Immer dabei mein unverkennbares Markenzeichen: schadenfreudiges Metzgersgrinsen.


Das bin ich

Gehe jetzt in die Baumärkte
Aber ich wäre nicht Stefan Raabschläger, wenn ich bei der Produktion von Klamauksendungen anhalten würde.

Ich gehe jetzt vielmehr dorthin, wo sich Deutschlands „Do it yourself-Gemeinde“ am liebsten aufhält: In die Baumärkte.

Nein nicht nur in die real existierenden Baumärkte, sondern zu den virtuellen Neckermännern des 21. Jahrhunderts, also z.B. zu Amazon.com, der längst nicht mehr nur Bücher und Filme verkauft, sondern alles, was inner- und ausserhalb des Haushalts benötigt wird: vom Katzenfutter über Toilettenpapier bis zu Kondomen.

Eine Firma, die ausserdem für ihre extrem menschenfreundlichen Arbeitsbedingungen nur allzu bekannt ist.

Revolution im Badezimmer
Ich habe, inspiriert durch meine Metzgerslaufbahn, einen völlig (schein-)revolutionären Duschkopf entwickelt, der die Form einer Plattwurst hat, in die mehrfach mit einer Gabel hereingestochen wurde. Die Idee selbst ist mir beim Grillen von Bratwürsten gekommen.


Doosh – Beim Bratwurst-Grillen inspiriert

Diese Raabvolution (Raab-Revolution) im Badezimmer kostet lediglich 30 Euro – also auch für Hartz IV-Kaltduscher sehr zu empfehlen, fast geschenkt, gemessen daran, was sie bietet: Duschen, insbesondere den weiblichen, Körper zu säubern, und gleichzeitig das Haar trocken zu lassen. Also ideal für die Zwischendurch-Dusche, gemäss dem Grundsatz: wasch mich, aber mach mich nicht (überall) nass.

Natürlich lässt sich das gleiche erreichen, wenn man eine Duschhaube aufsetzt, oder den Duschkoppf in die Hand nimmt. Aber das ist ja mit Arbeit verbunden, und dann lässt es sich nicht so schön traümen, oder meine jüngsten Shows noch einmal plastisch Revue passieren zu lassen.

Es ist einfach dieses unglaublich wunderbare Raab-Dusch-Feeling, das mein – und nur mein – revolutionärer Duschkopf vermittelt.

Promotion mit Lena
Um diese „Plattwurst Dusche“, der ich den Namen Doosh verpasst habe, richtig zu promoten, habe ich mein Girl Lena Meier-Landrut, die etwas in Vergessenheit geraten ist, unter meine Duscherfindung gejagt, und sie dort in Lara Croft-Manier sich räkeln lassen, wobei auch ihre Oberarm-Tattoos richtig gut rauskommen.


Tattoo-Lena mit meiner Doosh
Vollständiges Video: http://www.youtube.com/watch?v=aTYvksPdkZg

Diese Lena war ja mal so populär, dass selbst Politiker zu ihrem 19.Geburtstag übereinander fielen, um ihr zu gratulierten.

So schrieb Ministerin von der Leyen:

19 Jahre sind ein prima Alter. Sie bedeuten loslegen, rausgehen, Grenzen testen und Leben schmecken. Ich finde es klasse, wie frisch und locker Sie damit umgehen. Das Signal an andere Jugendliche ist: Jeder kann etwas Tolles schaffen, man muss an sich glauben und dranbleiben.

Genau so etwas Tolles habe ich jetzt geschaffen: mit Doosh.

Vergessen sollten wir auch nicht, was der seinerzeitige Vorwärts-Verteidigungs-Minister Guttiplag in seiner Grussbotschaft sagte:

……meine allerwärmsten Glückwünsche…..Die bedeutungsschweren Worte der Kollegin von der Leyen kann ich nur wiederholen…..es ist genau das, was ich meinen jungen Soldaten und Kameraden der Bundeswehr gerne zurufe:
„Rausgehen nach Afghanistan, Grenzen testen nach Pakistan, Leben schmecken (solange man es noch hat) – gelegentlich dem Tod ins Auge schauen – und was Tolles schaffen, nämlich die Taliban besiegen und das Land verminen“

Solche Glückwünsche sind für meinen Superstar Lena in der letzten Zeit sehr rar geworden.

Das muss sich ändern, und diese Präsentation als Doosh-Tattoo-Nixe ist der erste Schritt in die richtige Richtung.

Herzliche Grüsse von Eurem Klamauk-Schadenfreude-Entertainer

Quotenkönig Stefan der Erste

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global player

Beginn der Bilderberg-Geheimkonferenz 2013

Dr. Alexander von Paleske —- 5.6. 2013 — Morgen beginnt die jährliche geheime Bilderbergkonferenz in Watford, ausserhalb Londons.

Die Konferenzleitung hat dem mittlerweile massiven Druck seitens Presse und Protestierern nachgegeben. Dieses Mal soll es ein nichtoffizielles, von Freiwilligen betriebenes Press-Office auf dem weitläufigen Gelände des Konferenz-Hotels „The Grove“ geben. Ausserdem soll ein Liaison-Officer der Polizei dort stationiert werden.

Nur kosmetische Änderungen
Das sind letztlich aber nur kosmetische Änderungen, die den öffentlichen Druck auf diese Geheimkonferenz mildern sollen.

An der Schweigepflicht der Teilnehmer und dem Fehlen einer
täglichen Medien-Info, bzw. einer Pressekonferenz nach Konferenzende über das, was dort diskutiert wurde, und zu welchen Einschätzungen man gelangte, wird es nach wie vor nicht geben.

Die Teilnehmerliste zeigt wieder einmal nur allzu deutlich, dass es sich um führende westliche politische und wirtschaftliche Entscheidungsträger handelt, die dort natürlich nicht über das Wetter reden.

Illustre Teilnehmer
Das Gastland ist gleich mit mehreren führenden Politikern vertreten, darunter der Schatzkanzler George Osborne, der Minister Ken Clarke, der Labour-Kandidat für das Amts des Schatzkanzlers, M.P. Ed Balls, der ehemalige Skandalminister in Tony Blairs Kabinett und spätere EU-Handelskommissar Peter Mandelson.

Aus den USA der immer anwesende ehemalige US Aussenminister Henry Kissinger, aber auch der wegen amouröser Abenteuer abgehalfterte Ex-US General Petraeus, zuletzt Chef des CIA.

Aus Deutschland stösst von der Politikerseite FDP-Chef Christian Lindner dazu.

Wirtschaft stark vertreten
Die Wirtschaft ist stark vertreten, unter anderem durch Googles Eric Schmidt, und Amazon-Gründer Jeff Bizos, in dessen deutschen Filialen gerade gestreikt wird.

Aus Deutschland kommt Roland Koch angereist, mittlerweile bei der Baufirma Bilfinger & Berger in Lohn und Brot.

Und BP, Betreiber der Deepwater-Horizon Öl-Plattform, Auslöser einer der grössten Umweltkatastrophen, ist mit deren Chef Robert Dudley gut vertreten.

Auch der Bankensektor, insbesondere Investmentbanken – mit dem Verkauf von Schrottpapieren hauptverantwortlich für die Finanzkrise 2008 – zeigen Flagge: Marcus Agius, Ex Chairman von Barclays, der nach dem Libor-Skandal seinen Hut nehmen musste, ist dabei, dann Douglas Flint von der HSBC, eine Bank, die gerade wegen Geschäftsbeziehungen zu Diktaturen, Drug Lords und Terroristen eine Geldbusse von 1,25 Milliarden US Dollar berappen musste, deren Top Executives natürlich trotzdem weiter im Amt blieben.

Ebenso ist Goldman Sachs mit Peter Sutherland und Michael Evans hochkarätig vertreten.

Selbstverständlich dabei auch die Deutsche Bank mit Aufsichtsratschef Paiul Achleitner, und natürlich darf auch der Ex-Deutsche Bank Chef Josef Ackermann nicht fehlen.

ZEIT-Journalist Matthias Nass nicht auf der Liste
Zu fehlen scheint allerdings der prominente Politik-Journalist, ex stellvertretende Chefredakteur, und jetzt internationaler Korrespondent der Wochenzeitung Die ZEIT, Matthias Nass, der mehr als 10 Jahre diese demokratieverachtende Veranstaltung mitorganisiert hat.

Er war es, der auch mit bestimmte, wer aus Deutschland teilnehmen sollte und durfte – eine mehr als zweifelhafte Ehre – die aber auch den Obergrünen Jürgen Trittin, SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, und früher schon Ex-Aussenminister und nun Industrie-„Klinkenputzer“ Joseph Martin (Joschka) Fischer, Guido Westerwelle und Angela Merkel nicht von einer Teilnahme abhielten.

Als Rechtfertigung für sein zutiefst befremdliches Gebaren, das journalistischer Ethik ins Gesicht schlägt, schrieb Nass an den Blogger Sebastian Nobile im Jahre 2011, auf dessen offenen Brief mit heftiger Kritik, als Antwort folgendes:

Bei den Bilderbergkonferenzen treffen sich interessante Menschen ….aber wahrlich nicht die Mächtigen der Welt. Die treffen sich dort, wo Entscheidungen fallen, ob in der Politik oder der Wirtschaft. Bei den Bilderbergkonferenzen fallen keine Entscheidungen, es ist ein reiner privater Gedankenaustausch. Und damit dieser Austausch von Meinungen möglichst offen bleiben kann, gehört es zu den Spielregeln, dass das dort Gesagte privat bleibt, und nicht veröffentlicht wird. Daran möchte ich mich halten“

Und ein Jahr später gegenüber dem SPIEGEL:

Es ist alles ein ausgemachter Blödsinn, was sich um die Bilderberg-Konferenz rankt. Die Wirklichkeit gibt für Verschwörungstheorien nicht viel her“.

Hier geht es jedoch in erster Linie nicht um Verschwörung, sondern um das Abhalten einer Geheimkonferenz, die eine schwerwiegende Verletzung demokratischer Prinzipien mit Missachtung des Öffentlichkeitsgebots und des Pressezugangs darstellt. Kein Wort dazu von Matthias Nass.

Fragen nach dem Demokratieverständnis
Es stellen sich nicht nur Fragen nach dem Demokratieverständnis des Nass, sondern wie jemand mit einer solchen Einstellung bis zum stellvertretenden Chefredakteur von Deutschlands einflussreichster Wochenzeitung aufsteigen konnte.

Aber Nass befindet sich in guter Gesellschaft mit allen Bilderbergteilnehmern neu und alt, einschliesslich des Mitherausgebers der ZEIT und „Orakel von Hamburg-Langenhorn“, Helmut Schmidt.
Der lobte diese demokratieverhöhnende Veranstaltung mit den Worten:

“Die Bilderbergerkonferenz ist eine der wunderbarsten Institutionen für die transatlantischen Beziehungen“

Harte Worte findet hingegen der langjährige britische Parlamentsabgeordente und Ex Minister Michael Meacher:

This conference is an antidemocratic cabal of the leaders of western market capitalism, meeting in private to maintain their own power and influence outside the reach of public scrutiny

Zum Schluss sei noch vermerkt, dass auch Afrika dieses Jahr auf der Themenliste steht. Einen afrikanischen Politiker oder eine Person aus der Wirtschaft des schwarzen Kontinents sucht man auf dieser Konferenz allerdings vergeblich.

avpaleske@botsnet.bw

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afrika

Simbabwe vor der Wahl

Dr. Alexander von Paleske —- 2.6. 2013 ——Das Verfassungsgericht Simbabwes hat am vergangenen Freitag entschieden, dass Parlaments- und Präsidentschaftswahlen spätestens bis zum 31. Juli stattzufinden haben.


News Daily vom 1.6. 2013

Damit findet der Streit zwischen Präsident Robert Mugabe und seiner ZANU Partei einerseits und Premier Morgan Tsvangirai und seiner MDC Partei andererseits, über den Wahltermin ein vorläufiges Ende.

Premier Tsvangirai und der Wahltermin
Tsvangirai hatte verlangt, den Wahltermin in den September zu verlegen, während Mugabe auf dem von ihm einseitig verkündeten 29. Juni beharrte.

Die Wählerregistrierung ist jedoch überhaupt noch nicht abgeschlossen, und es ist durchaus nicht geklärt, ob dies ordnungsgemäss bis zu einem Wahltermin im Juli geschehen kann-


Daily News (Simbabwe)vom 2.6. 2013

Auch Südafrikas Präsident Jacob Zuma wollte auf einem für nächstes Wochenende vorgesehenen Gipfel in Maputo auf einen späteren Wahltermin drängen, damit insbesondere die noch ausstehenden Reformen im Sicherheitsbereich (Polizei, Streitkräfte) implementiert werden können. Einige hohe Offiziere hatten bereits verkündet, dass sie Tsvangirai als Präsident nicht akzeptieren würden.

Eine Forderung nach Verschiebung des Wahltermins ist, angesichts des Urteils des Verfassungsgerichts, ein wohl aussichtsloses Unterfangen.

Das Land braucht mich
Der 89-jährige Mugabe, hat in einem an diesem Wochenende ausgestrahlten Interview mit dem südafrikanischen TV-Journalisten Dali Tambo erklärt, sein Land ihn brauche ihn, und er fühle sich fit.


Im Interview mit Dali Tambo………..


………“bin fit“. Screenshots: Dr. v. Paleske

Präziser müsste man wohl sagen, seine ZANU-Partei braucht ihn, denn Mugabe ist es, der die Befreiungspartei, seit der Unabhängigkeit vor 33 Jahren an der Macht, zusammenhält, deren zwei Fraktionen im Kampf um die Nachfolge Mugabes tief zerstritten sind.

Mugabe, der nach Medienberichten an Prostatakrebs erkrankt ist, und regelmässig zur Behandlung nach Singapur reist, plant selbst vermutlich nicht, erneut für die volle Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Die im vergangenen Monat in Kraft getretene neue Verfassung sieht für diesen Fall einen Nachfolger aus der Partei des Präsidenten vor.

Zum einen kämpft die Gruppe um den Verteidigungsminister Emmerson Mnangagwa um die Nachfolge, und zum anderen Joice Mujuru, Vizepräsidentin und Witwe des im Jahre 2011 unter nicht völlig geklärten Umständen bei einem Feuer in seinem Haus verstorbenen Ex-Armeechef Solomon Mujuru.– natürlich nicht öffentlich.

Öffentlich bestreiten beide, derartige Ziele zu verfolgen. Gleichwohl berichten die Medien ständig darüber.

Mittlerweile hat sich ein Baba Jukwa auf Facebook gemeldet,

https://www.facebook.com/pages/Baba-Jukwa/232224626922797

der fortlaufend peinliche Details von Politikern der ZANU und Details von Sitzungen des Politbüros veröffentlicht, mit Angabe der Handy-Nummern der betreffenden Politiker, damit diese dann mit Anrufen bombardiert werden können.


Daily News vom 30.5. 2013

Interessanterweise gehören diese an den Pranger gestellten Politiker ganz überwiegend zur Mnangagwa Gruppe. Mujuru und Mugabe werden geschont.

ZANU Partei braucht Mugabe
Die ZANU-Partei jedenfalls braucht Mugabe, um nicht an diesem Streit auseinanderzubrechen, und nur Mugabe, nicht aber Mnangagwa oder Mujuru haben in einer Wahl die Chance, Premier Tsvangirai zu besiegen.

Der Premier Tsvangirai ist mittlerweile in der Wählergunst massiv abgestürzt, nachdem seine vielfältigen amourösen Abenteuer und gebrochene Heiratsversprechen bekannt wurden, ebenso finanzielle Unregelmässigkeiten im Zusammenhang mit dem Erwerb und der Renovierung seiner Residenz in Harare, und er gegenüber seinem Elektorat darüber auch noch die Unwahrheit sagte.

Mugabes Aussichten gestiegen
So sind die Aussichten Mugabes und seiner ZANU-Partei wieder gestiegen, zumal Tsvangirai in zum Teil diktatorischer Weise in seiner Partei auftritt, und sein Auftreten gegenüber Mugabe den Eindruck einer gewissen Unterwürfigkeit vermittelt.

Auch schaffte er es nicht, den abgespaltenen Flügel der MDC-Partei unter Welshman Ncube auf einen gemeinsamen Kandidaten für die Präsidentschaft festzulegen. Welshman Ncube tritt nun ebenfalls als Kandidat an, was die Stimmen für Tsvangirai deutlich vermindern wird, vor allem im Matabeleland.

Kurzum, die Aussichten, die Wahlen zu gewinnen, sind für Mugabe in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen, was weniger mit seinen Verdiensten zu tun hat, als vielmehr mit dem Versagen Morgan Tsvangirais.

Abzuwarten bleibt, ob sich die Kandidaten und ihre Parteien an ihr Versprechen, für friedliche Wahlen zu sorgen, halten werden.

linkSimbabwe: Ein ungeklärter Tod und Wahlkampfvorbereitungen
link Simbabwe: Tod des ehemaligen Armeechefs Solomon Mujuru
link Simbabwe: Beerdigung von Solomon Mujuru – auch Beerdigung der politischen Gewalt?

Zimbabwe: Mugabes Umzug ins Wohn-Paradies

medien

„Raabsteigerung“ im US-Fernsehen

Dr. Alexander von Paleske —- 30.5.2013 ——-
Können Unterschichten-Schadenfreude-Klamauksendungen wie die des Stefan Raab, qualitätsmässig noch unterboten werden?
Diese Frage beantwortete sich für mich, als ich in einem Kabelkanal auf die Serie

„1000 Ways to die“

stiess.

Es handelt sich um kurze Clips, in denen dargestellt wird, wie ein Mensch auf etwas ungewöhnliche Weise zu Tode kam.

In der Regel handelt es sich um Unfälle. Das allein würde nicht genügend Zuschauer anlocken, also muss etwas dazugemixt werden:

Die Aktion mit tödlichem Ausgang graphisch drastisch dargestellt (mit fliessendem Blut)

Mobilisierung von Schadenfreude, die wir schon als festen Bestandteil der Raabschlägersendung TV Total kennen, unter den Themenbereichen:

– das geschieht ihm / ihr ganz recht

– oder: so ein Trottel / Dummkopf

was die Zuschauer dann zu Lachsalven animieren soll. Statt des normalerweise zu erwartenden Mitleids, angesichts eines solchen Unglücks: Schadenfreude.

Gefolgt dann von einem „wissenschaftlichen Epilog“, der dem Ganzen einen pseudo-ernsthaften Anstrich geben soll: Ein Mediziner erklärt, warum der Tod so zwangsläufig eintreten musste, ebenfalls mit graphischen Darstellungen.


Mediziner vermittelt pseudoernsthaften Anstrich


…….…….mit graphischer skeletaler Darstellung

Der Vertreiber dieser Serien, zur Sony-Entertainmentgruppe gehörend, versucht niedere menschliche Instinkte zu mobilisieren, und beschreibt sein Produkt so:

Most of us would opt to slip away from this earthly life gently, but there are some poor souls who go out with a bang – literally. From explosions and suffocations to decapitations and electrocutions, this offbeat docu-fiction series details the science behind all manner of bizarre ways to die.

Never mind “real-life” re-enactments – these are “real-death” accounts of those who have met with an extraordinary end, through chance or just plain stupidity. Darkly humorous, the series makes its subject matter palatable by taking a tongue-in-cheek yet eloquent approach to mortality.

It uses interviews with experts and state-of-the-art 3D graphics and animations to explore a particular type of death’s impact on the human body. We’ll also find out the stories behind the unfortunate souls who have found fame – or infamy – in death. Macabre entertainment!

Makaber bis auf die Knochen
In der Tat, makaber. In der Sendung gibt es nur einen Hintergrundkommentator, ein Raab-ähnlicher Presenter, mit Metzgerslachen – oder gar mit Bestattungsunternehmermiene – fehlt.

Es dürfte wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis Unterschichten-Kanäle in Deutschland sich für diesen Dreck interessieren.

Mehr zum Raabschläger
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Stefan Raab: Im November geht’s los – mit einer Polit-Klamaukshow
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