SATIRE

Austrischer Ex-Finanzminister K.H. Grasser: Mir steht das Wasser bis zum Hals – aber ich kann schwimmen

Dr. Alexander von Paleske —-12.5. 2013 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Karl-Heinz Grasser
Austrischer Ex-Finanzminister
In den Sümpfen 1
Kitzbühel
Österreich

Guten Morgen Deutschland,

ich bin’s wieder, der KGH, der Karl-Heinz Grasser, der beste Finanzminister, den die austrische (Skandal-)Republik je hatte.


Das bin ich, der fesche Karl-Heinz

Zur Zeit gibt es für mich allerdings ein paar Probleme – lösbare – die ich gerne hier ausbreiten möchte, und die sehr den Problemen ähneln, mit denen der Wurstfabrikant und Bayern München Aufsichtsratsvorsitz Uli Hoeneß zu tun hat.

Uli und ich müssen uns nämlich – leider – mit den Vorwürfen der Steuerhinterziehung in Millionenhöhe, und verfolgungsgeilen Staatsanwaltschaften herumschlagen. Verfolgungsbehörden, die keinerlei Rücksicht auf unsere unbestreitbaren Verdienste in der Vergangenheit nehmen, sondern versuchen, uns VIP’s wie gewöhnliche Verbrecher, ja, wie Schwerverbrecher zu behandeln.

Ein klarer Rechtsverstoss.

Und genau wie bei Bayern-Wurst-Uli auch, werden dauernd Akteninhalte oder sogar Kopien von ganzen Akten der Strafverfolger an die sensationsgierige Presse weitergereicht, um uns hochanständige Bürger an den Pranger zu stellen, uns vorzuverurteilen.


Wurst-Uli (Hoeneß) ……..Nibelungentreue – und drohende Verwurstung durch die Staatsanwaltschaft?

Angriff beste Verteidigung
So waren wir beide gezwungen, gegen diese von der Presse bezahlten Maulwürfe vorzugehen: Wurst-Uli mit einer Strafanzeige – vorläufig gegen Unbekannt – und ich mit einer Schadenersatzklage gegen die austrische Skandalrepublik, um wieder in die Offensive zu kommen.

Wie beim Fussball ist ja Angriff immer die beste Verteidigung.

Bei mir haben die total rechtswidrigen Aktionen der Strafverfolger und die Lügen der austrischen Kampfpresse dazu geführt, dass ich meine herrliche Penthouse-Wohnung in Wien im Werte von 12 Millionen Euro zum Verkauf anbieten, und mit meiner lieben Frau Fiona aus dem Schmuckhaus Swarovski in das Jet-Set Paradies Kitzbühel umziehen musste.

Wir trauten uns in Wien kaum noch vor die Tür. Immer warteten dort Reporter, um uns mit albernen Fragen zu bombardieren, oder selbst einfache Bürger, die uns in respektloser Weise die Zunge rausstreckten.


Ich und meine Frau Fiona ……..trauten uns nicht mehr aus dem Haus.

Von Freunden im Stich gelassen
Besonders empört mich, wie meine alten Freunde mich im Stich gelassen haben, nicht nur im Stich gelassen, sondern bei der Staatsanwaltschaft und in Untersuchungsausschüssen gegen mich ausgesagt haben – alles erstunken und erlogen.

Da geht es mir wesentlich schlechter als dem Wurst-Uli, dem ja die Bayern-München VIP‘s, insbesondere seine Kameraden im Aufsichtsrat des Clubs, die (Nibelungen-)Treue halten. Sehr anständig. Und dies, obgleich der Uli ja bereits zugegeben hat, Steuern in Millionenhöhe hinterzogen zu haben, was ich natürlich nach wie vor abstreite.

Insbesondere der Peter Hochegger, dem ich so viele lukrative Verträge zugeschanzt habe, und der labile Traumüller, den ich zum Kabinettschef befördert hatte, haben sich als „treulose und undankbare Tomaten“ entpuppt.

Den Vogel abgeschossen aber hat mein ehemaliger Steuerberater Peter Haunold. Anstatt meine Unterlagen, insbesondere die über meine lukrativen (angeblich) wohltätigen Stiftungen in Liechtenstein und in der Karibik wegzuschaffen, und an einem sicheren Ort aufzubewahren, hat er die einfach in seinem Büro deponiert und damit der durchsuchungsgeilen Staatsanwaltschaft förmlich in den Rachen geworfen.

Vom Freund zum „Parteiverräter“
Mehr noch: anstatt sofort gegen diesen glatten Durchsuchungs-Rechtsbruch zu klagen, hat er sich der Staatsanwaltschaft als Zeuge und damit „Parteiverräter“ zur Verfügung gestellt.

Im Januar dieses Jahres hatte mich die Staatsanwaltschaft zu einer Tasse Kaffee mit Stephansdomblick eingeladen.
Nichtsahnend habe ich mich als guter Staatsbürger darauf eingelassen – ohne Anwaltsbegleitung, um dort einige Missverständnisse auszuräumen.

Bei der Staatsanwaltschaft angekommen musste ich zu meiner Überraschung feststellen, dass dort auch noch ein Kripo-Beamter und mein treuloser Steuerberater warteten. Ich habe als erstes den Haunold angeschrien, was ihm einfiele, sich hier als „Parteiverräter“ verfügbar zu machen, woraus die austrische Kampfpresse die Lüge fabrizierte, ich hätte die Nerven verloren. So ein Quatsch.

In dem folgenden Frage- und Antwortspiel, mit dem diese Herrschaften mir Steuerhinterziehung in Millionenhöhe unterjubeln wollten, hat dieser Haunold in jämmerlicher Weise versucht, seine Haut zu retten, indem er alle Steuer-Verfehlungen mir in die Schuhe schieben wollte.

Aber dem habe ich eine Schrei-Lektion erteilt, die er so schnell nicht vergessen wird.

Schliesslich habe ich mich auf die Verteidigungslinie „Dummheit in steuerlichen Dingen“ zurückgezogen, obgleich ich ja diplomierter Volkswirt bin.

Werde nicht kampflos das Feld räumen
Nun will die Staatsanwaltschaft Ende des Jahres mich vor Gericht zerren, aber ich werde nachweisen, dass meine Weste blütenweiss ist – meistens jedenfalls.

Ich werde ganz sicher nicht kampflos das Feld räumen und mir eine Strafe aufbrummen lassen. Dafür wird auch mein hervorragender Anwalt Ainedter sorgen, der kennt sich ja hervorragend im Gestrüpp der Strafprozessordnung aus.

Aber ausser diesem „Verräter“ Haunold haben sie ja kaum was in der Pfanne gegen mich: Die mich angeblich belastenden Akten aus dem Finanzparadies Liechtenstein sind ja zum Glück grösstenteils geschwärzt worden. Auch der neue Belastungszeuge Gerhard Toifl ist nichts wert.

Staatsanwaltschaft gibt keine Ruhe
Aber die Staatsanwaltschaft will keine Ruhe geben: Auf Capri, der Sonnenuntergangs-Insel, und in Maria Wörth, am herrlichen Wörthersee, habe ich, äh, ich meine Fiona, Eigenheime gemietet. Hier wollen mir die Steuerbehörden Eigentümerschaft und damit Steuerhinterziehung nachweisen. Lächerlich, bloss weil das von mir gemietete Eigenheim am Wörthersee einer Stiftung SMW OG gehört und die Renovierungsgelder wiederum von einer Firma Germain Limited kamen.

Na und? Was beweist das für meine Eigentümerschaft? Nichts.. Stifter ist mein Wahlonkel Burckhard Graf, und der ist ein eigenständiger Mann, und kein Strohmann.

Ich bin in dieser Firmenkonstruktion lediglich nicht vertretungsberechtigter Gesellschafter.. Mieter ist natürlich meine liebe Frau Fiona.

Dass ich mich um die Renovierung gekümmert habe, als sei es mein Eigenheim, beweist eigentlich nur meine totale Uneigennützigkeit, die ich gerade auch als Finanzminister tagtäglich unter Beweis gestellt habe.

Das erbärmliche Magazin Profil glaubte auch enthüllen zu können, das ich über die Bank des Meinl-Kaffee-Fünften insgesamt 8 Millionen Euro bewegt haben soll. Alles Quatsch, die haben einfach die vielen Geldbewegungen der 500.000 zusammengezählt und dann eine Gesamtsumme gebildet.
Im übrigen gehört sich das nicht für eine Bank, derartige Details preiszugeben.

An den Haaren herbeigezogen
Auch die anderen angeblichen Bestechungsvorwürfe

Terminal Tower Linz

Buwog

Novomatic

Eurofighter

Telekom-Affäre

Dorotheum

sowie die Schwiegermutter-Geldtransport Affäre

sind nichts anderes als an den Haaren herbeigezogene Luftblasen.

Begeisterter Porsche-Fahrer
Zum Abschluss: ich bin begeisterter Porsche-Fahrer, das hatte auch der hochkompetente seinerzeitige Porsche-Vorstand Wendelin Wiedeking erkannt, und mir deshalb einen nagelneuen Porsche als Leihwagen zu sehr akzeptablen Konditionen (581 Euro pro Monat, statt normalerweise 1800 Euro) zur Verfügung gestellt, nachdem meine damalige Verlobte, Natalia Corrales-Diez meinen Porsche zu Schrott gefahren hatte. Einfach hochanständig dieser Wendelin.

Auch hier versuchte mir die austrische Kampfpresse Korruption anzuhängen. Erbärmlich!.

Jung, schön, intelligent
Wie eine meiner Bewunderinnen mir schrieb und ich in einer Fernseh-Talkshow vorlas:

„Sehr geehrter Herr Minister, Sie sind für diese Neidgesellschaft einfach zu jung, zu schön und zu intelligent“

Video siehe hier.

Stimmt haargenau. Über 200.000 mal wurde das bei YouTube angeklickt, so beeindruckt war die austrische Volksgemeinschaft von meinem Auftreten in der Talkshow, so überzeugend habe ich diese Lügen zurückgewiesen.

So viel für heute

Servus

Karl-Heinz Grasser

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umwelt

Haie jetzt weltweit besser geschützt – Wirklich?

Dr. Alexander von Paleske — 11.5. 2013 —
Auf der internationalen Artenschutzkonferenz (CITES) im März im Bangkok wurde – wieder einmal – ein verbesserter Artenschutz beschlossen: zu Lande und zu Wasser. Im Fokus diesmal: Haie und Elefanten.


Wirklich? ZEIT Wissen vom 14.3. 2013

Keine Sanktionen
Zu Lande ist es das aufrechterhaltene Verbot des Handels mit Elfenbein – allerdings ohne jegliche Sanktionen. Die fanden auf der Konferenz nicht die erforderliche Mehrheit.

Nachfrageländer für Elfenbein sind vor allem China und Thailand. Die sanktionslosen Verbote haben bisher jedoch nicht verhindert, dass die Elefantenpopulation weiter abnimmt.

Rhinozerosse vor der Ausrottung
Die Rhinozerosse, deren Hörnern mirakulöse Heilkräfte in einigen asiatischen Ländern, hier wiederum auch China, zugesprochen werden (alles Quatsch), stehen – trotz Handelsverbot – vor der Ausrottung. Zu verlockend sind die astronomischen Preise, die dafür auf der arabischen Halbinsel und in Fernost gezahlt werden.

Nun die Haie
Nun also sollen Haie mit Fangverboten besser geschützt werden. Deren Flossen sind in China und Japan eine begehrte Delikatesse, entsprechend hohe Preise werden dafür geboten .

Insgesamt ist der Haifischbestand wegen Überfischung um 90% zurückgegangen: Immer mehr Chinesen können sich neben den Japanern, das teure Gericht leisten, während der Bestand mit dieser Nachfrage nicht Schritt halten kann. 100 Millionen Haie sind pro Jahr diesem „Gaumengenuss“ geopfert werden.

Haie sind enorm wichtig für das Ökosystem der Weltmeere, denn sie werden für ein gesundes Korallenriff benötigt, da sie kranke und sterbende Fische fressen, die ansonsten die Riffe verpesten würden, und diese dann langsam absterben.

Außerdem kontrollieren Haie als größter Jäger die Nahrungskette der Ozeane und fressen vor allem Fische, die Menschen nicht jagen und die sich deshalb stark vermehren und so das ökologische Gleichgewicht beeinträchtigen.

Beispiel Mozambique
Die Flossen werden von den Haien abgetrennt, die Kadaver ins Meer geschmissen. Aufkäufer der Flossen stehen bereit, die sofort den Weitertransport nach Fernost übernehmen. Kriminelle Banden, die mit dem erzielten Geld dann wiederum Drogen einkaufen, die sie auf dem südafrikanischen Markt absetzten und insgesamt Riesenprofite einstecken.


In Mozambique geschlachtet für asiatische Gaumenfreuden – BBC Reportagehttp://www.youtube.com/watch?v=Hm_756_i_aU

Die Polizei hat gar nicht das Personal, um dieses Treiben wirksam zu unterbinden: weder in Südafrika und schon gar nicht im Küstenland Mozambique. Mal hier ein Fang, mal einer dort.

Es ist beim Handel mit verbotenen Tierprodukten ähnlich, wie beim internationalen Drogengeschäft insgesamt: das Verbot des Handels treibt lediglich die Preise hoch, die Nachfrage sinkt aber keineswegs ab.

Schlimmer noch: Länder wie China und Japan sind gar nicht bereit, diesem Treiben einen wirksamen Riegel vorzuschieben, also den Import von Haifischflossen, Elfenbein und Hörner der Rhinozerosse schwer zu bestrafen, und Aufklärung darüber zu betreiben, auch welche ökologischen Schäden z.B. durch Überfischung erzeugt werden.

Im Gegenteil: auf der CITES- Konferenz in Bangkok stimmte China mit Japan gegen das Haifisch-Fangverbot. Eine konsequente Bekämpfung des nunmehr illegalen Haifischfangs, und vor allem des Imports von Haifischflossen, ist deshalb von diesen Ländern kaum zu erwarten.

Märkte müssen ausgetrocknet werden
Es bleibt dabei, beim Artenschutz wie beim Drogenkonsum: Die einzig wirklich wirksame Waffe ist nur, die Nachfrage, den Markt für derartige Produkte konsequent auszutrocknen. Beim Artenschutz durch Aufklärung und strikte, strafbewehrte Einfuhr- und Verarbeitungs-Verbote in den jeweiligen Ländern.

Solange das nicht geschieht, bleibt das Geschäft lukrativ, wird das Artensterben weitergehen.

Folgt Westafrika dem Beispiel Somalias? Oder: Fabrikmässige Überfischung in den Küstengewässern treibt lokale Fischer in die Armut
Guten Appetit Europa – Fischfangsklaverei und Umweltzerstörung

kriminalitaet

Hypo-Alpe Adria Bank – Das dicke Ende rückt näher

Dr. Alexander von Paleske — 6.5. 2013 —
Im April 2007, Wochen vor dem erfolgten Verkauf der österreichischen Skandalbank an die Bayern-LB, haben wir uns in zwei Artikeln (siehe hier und hier) mit dieser austrischen Finanzinstitution beschäftigt, aus deren Poren bereits zur Zeit des Verkaufs an die Bayerische Landesbank, (BayernLB) der Mief etlicher Skandale kroch, und deren Geschäftsvolumen wie ein mit heisser Luft aufgeblasener Luftballon imponierte.


...viel heisse Luft und viele Skandale

Wobei diese heisse Luft teilweise aus windigen, teils aber auch kriminellen Geschäften bestand. Aber wie aus einem „Can of Worms“, einmal geöffnet, kamen immer neue Skandale an die Öffentlichkeit.

Einige der letzten bekannt gewordenen:

– die Geschäfte mit dem international gesuchten serbischen Drogen-Grossgangster Darko Saric, der insgesamt 1,7 Milliarden Euro im Drogenhandel verdient hatte, und seine Gelder angeblich auch über die Tochter der Hypo-Alpe in der Niederlanden gewaschen haben soll. Details siehe hier und hier.

— die Geldwäsche-Geschäfte mit, und Bestechungen von kroatischen Politikern bzw. politiknahen „Geschäftsleuten“ (Ivo Sanader & Co)

– die Finanzierung der maroden Luftlinie Styrian Spirit

– die Finanzierung von mafiösen Hühnerstall- und Lastwagenbesitzern in der Ukraine

– die Millionen-Euro-Vor-Finanzierung eines geplanten Skulpturenparks Paradiso in Wien von dem nur ein paar lädierte Skulpturen übrigblieben

– die Finanzierung von Yachten in der Adria und anderer Utensilien

Bereits vor 5 Jahren hatten wir die Fülle bis dato zusammengelaufenener Hypo-Alpe Skandale ausgebreitet und der Bank den Namen „Hypo-Skandalpe“ verpasst.

Nun aber scheint das Ende dieser Skandalbank endlich in Sichtweite zu sein: Brüssel will den Laden dichtmachen, (Schliessung oder Zwangsverkauf), und spricht eher verharmlosend von einer „unglücklichen Geschichte“ dieser Bank, die nun beendet werden müsse.

Vom betagten Küsten-Motorschiff zum Kreuzfahrtdampfer
Eine dieser „unglücklichen Bank-Geschichten“ soll zum Schluss nicht unerwähnt bleiben: ein besonders imposantes Heissluft-Geschäft: Die Finanzierung des Erwerbs und Umbaus eines 40 Jahre alten rostigen norwegischen Küstenschiffs in ein luxuriöses Kreuzfahrtschiff durch die Hypo-Skandalbank.

Das lief so:
Eine kroatische Reeder-Firma namens D. hatte Kreditschulden bei der Hypo-Alpe in Höhe von 5,9 Millionen Euro. Die Reederei bestand aber offenbar lediglich aus einem alten Kahn namens MS Monet, der müde in internationalen Gewässern herumschipperte.

Als die Schulden sich als uneinbringlich herausstellten, hielt sich die Hypo Alpe-Bank im Jahre 2000 an dem betagten Kahn schadlos- besser gesagt: sie versuchte es, denn für den fand sich zunächst gar kein Käufer. So wurde die Hypo-Alpe Leasingtochter stolze Schiffs-Eigentümerin.

Der Dampfer wurde schliesslich weitergereicht an eine zur Hypo Alpe gehörende Firma namens „Westwind“.
Der Grund für diese Transaktionen war ganz einfach: Die Firma Westwind sollte von den Kroaten Mato Stanovic übernommen, und dieser Kauf dann von der Hypo Alpe finanziert werden. Damit war der rostige Seelenverkäufer aus den Büchern.

Mehr noch: Mato Stanovic und die Hypo -Alpe hatten zusammen noch grosse Pläne, vorgeblich jedenfalls.
Gesagt, getan: Den Westwind-Kauf finanzierte die Hypo Alpe mit einem Kredit über 4,5 Millionen. Geschenk wäre wohl ein besseres Wort dafür.

Aber es kommt noch dicker: Die Hypo-Alpe gab diesem Mato Stanovic bzw. dessen Briefkastenfirmen gleich noch 9 Millionen Euro zum Erwerb eines betagten, 40 Jahre alten eines norwegischen Küstenschiffs namens Harald Jarl , aus dem mit finanzieller Hilfe der Hypo-Alpe ein luxuriöses Kreuzfahrtschiff namens Andrea werden sollte. Staun!

Kaum zu glauben, aber offenbar wahr: Dieser unglaubliche Vertrag und die Regelung der Rückzahlung wurden offenbar auch noch – wie früher auf dem Pferdemarkt – per Handschlag besiegelt. Motto. Wir vertrauen einander. Denn irgendwelche Kreditverträge liessen sich bei der Hypo nicht finden. Was sich finden liess waren die Belege über Millionen-Geldabgänge.

Selbstverständlich kam es nie zu einer Rückzahlung der Kredite, weder ganz, noch ratenweise. Aufgelaufener Gesamtschaden: summa summarum 35.8 Millionen Euro.

Die MS Andrea konnte schliesslich für 800.000 Euro versteigert werden – ein Trostpreis – und tuckert weiter auf den Weltmeeren umher, zwischendurch auch mal als Donau-Ausflugsdampfer, mittlerweile unter dem neuen Namen Serenissima. Einige Reiseberichte „begeisteter“ Passagiere , als das Schiff noch Andrea hiess, finden sich hier . .


Das 800.000 Euro Kreuzfahrt-„Schiffchen“ MS Andrea ……..seid verschwunden, Millionen.

An den Kragen
Nun aber geht es der Hypo Alpe an den Kragen: Die EU, genauer gesagt deren Wettbewerbs-Kommissar Joaquin Almunia, will die Hypo Alpe bis Ende des Jahres abgewickelt sehen: Entweder verkaufen oder dichtmachen.

In einem geharnischten Brief an die austrische Finanzministerin Maria Fekter, der über das Magazin Profil an die Öffentlichkeit geriet, hat er dies ummissverständlich klargemacht.

Da ein Käufer weit und breit für diesen „Laden“ nicht in Sicht ist, wird es aller Voraussicht nach zur Schliessung kommen. Gesamtschaden durch die Schliessung: rund 16 Milliarden Euro.

Für die skandalreiche Alpenrepublik, seit 2009 Eigentümer der Skandalbank (um sie vor dem Absturz zu retten), kein kleiner Happen. Zumal im Hintergrund auch noch der Fall „Kommunalkreditbank“ lauert, eine Bank, die ebenfalls den österreichischen Staat durch seinerzeitige windige Geschäfte mit toxischen Papieren wie Swaps und Asset-backed Securities einige Milliarden Euro gekostet hat, wir berichteten darüber.

Das wird den Finanzhaushalt der Alpenrepublik nicht unerheblich in Mitleidenschaft ziehen, mehr noch: eine Abstufung der Kreditwürdigkeit Österreichs durch die Ratingagenturen stünde ins Haus.

Es steht nicht gut
Es steht zur Zeit wirklich nicht gut um die Alpenrepublik.
Auch die grossen Skandale der letzten 13 Jahre sind bisher in keiner Weise strafrechtlich aufgearbeitet. Die Liste der Skandale siehe hier.
Zwar hat der ehemalige Chef der Skandalbank Hypo-Alpe, Wolfgang Kulterer, von dem ehemaligen austrischen Rechtsaussen Haider als der „erfolgreichste Bankmanager Österreichs“ bezeichnet, schon mehrere Strafurteile gefangen, aber nur eines davon ist rechtskräftig.

Die grossen Strafprozesse, darunter auch gegen den ehemaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser lassen weiter auf sich warten.

Prozesslawine rollt
Derweil laufen die zahllosen Zivilprozesse rund um den Kauf und die dubiosen Geschäfte der Hypo Alpe weiter:

– Da klagt die bayerische Landesbank (BayernLB) auf Anfechtung des Kaufvertrages und Rückabwicklung des Kaufs der Hypo-Skandalpe, und auf Schadensersatz.

– Da klagt ebenfalls die BayernLB gegen die Hypo Alpe auf Rückzahlung angeblich gewährter Kredite in Höhe von 2,3 Milliarden Euro.

– Da klagt die BayernLB gegen ihre ehemaligen Manager auf Schadenersatz wegen des „Einkaufs der Hypo-Skandalpe-Katze im Sack“.


Klagt und klagt und klagt und…….

– Da laufen auch in Deutschland Strafverfahren gegen ehemalige Manager der Bayern LB. Vorwurf: Untreue.

– Und da laufen oder sind beabsichtigt Prozesse der Hypo-Alpe gegen frühere Manager wegen Schadenersatz.

So ist aus dem von Anfang an absehbaren Desaster-Geschäft der BayernLB – noch dazu mit einem in Europa und anderswo weithin geächteten austrischen Rechtsaussen namens Jörg Haider, der aber gern gesehener Besucher bei Iraks Saddam Hussein und Libyens Gaddafi war – eine Schadens- und Prozesslawine geworden.

Bisher ist nur das Ende der Hypo-Alpe absehbar: Spätestens Ende nächsten Jahres, möglicherweise auch erheblich früher, je nach dem, ob es Ministerin Fekter gelingt, eine etwas längere Schonfrist auszuhandeln.

Fazit
Gott schütze Österreich (und Bayern) – vor solchen Bankern und Politikern! – Oder, um (abgewandelt) mit Konrad Adenauer zu reden „Mein Jott, wat soll aus Österreich werden?“

oder als Reim:

Gott schütze uns vor Sturm und Wind,
und vor Bankern und Politikern, die aus solchem Holz geschnitzet sind!

NACHTRAG
Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass der Verfasser im April 2007, als der Verkauf der Hypo-Skandalbank an die BayernLB sich abzeichnete, den leitenden Redakteur der mittlerweile eingestellten Financial Times Deutschland, Sven-Oliver Clausen, auf diesen sich anbahnenden Skandal aufmerksam machte. Als die Zeitung sogleich nachrecherchierte, brachten die Vertragsparteien ihre Anwälte in Stellung, und drohten unverhohlen mit einstweiligen Verfügungen und massiven Schadensersatzklagen. Die Zeitung zuckte zurück, die Vertragsunterzeichnung lief ungestört über die Bühne.

Zentraler Artikel für alle bis Dezember 2008 angelaufenen Hypo-Alpe Skandale
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Zur Hypo-Alpe-Adria Bank
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Zu Haiders Reise in den Irak
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;………und zu Gaddafi
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medien

Wissenschaftliche Veröffentlichungen: Wer verdient daran, was sollte sich ändern?

Dr. Alexander von Paleske — 3.5. 2013 —-
„Publish or perish“- Veröffentliche oder geh unter – so lautet die zutreffende Beschreibung des akademischen Ausleseprozesses, der Ochsentour auf dem Wege zum Universitätsprofessor.

Nur wer genügend Publikationen vorweisen kann, kommt überhaupt in die engere Wahl, aber zumindest in der Medizin besteht dann immer noch – wenn schon kein Uni-Professor dann wenigstens die Chance auf eine Chefarztstelle, denn selbst mittlere Krankenhäuser verlangen mittlerweile von einem Bewerber zumindest die Habilitation, besser noch den Professorentitel.

150 Publikationen mindestens in der Medizin, vorzugsweise in „Peer reviewed“ Journals, also Fachzeitschriften, die eingereichte wissenschaftliche Arbeiten erst einmal einer rigorosen Überprüfung durch externe Prüfer (Peers) unterziehen, und die dann entweder akzeptiert – gelegentlich erst nach einer angeforderten Nachbesserung – oder abgelehnt werden.

Hohe Ablehnungsrate
Bei international hoch angesehenen Fachzeitschriften liegt die Ablehnungsquote nicht selten deutlich über 60% – Bei den führenden internationalen Medizinzeitschriften wie dem LANCET und dem New England Journal of Medicine werden mehr als 85% der eingereichten Arbeiten zurückgewiesen – entsprechend angesehen dann eine Arbeit, die es zur Publikation schafft.

Als Ausweg nach einer Ablehnung blieben dann die Fachzeitschriften der zweiten oder dritten Reihe (Wahl), auch diese oftmals „Peer reviewed“. So schaffen es dann einige der abgelehnten Arbeiten doch noch zur Veröffentlichung.

Für diese in einem Fachjournal publizierten Veröffentlichungen bekommen die Autoren kein Honorar. Die Ehre der Veröffentlichung ist das Honorar. Das Geld machen einzig und allein die Verlage dieser Fachzeitschriften, wie z. B. der Elsevier Verlag, der unter anderem auch die hochangesehene Medizinzeitschrift LANCET herausgibt.

Hohe Abo-Preise
Diese Journale sind nur über Abonnement erhältlich. Die Einzelbezieher bzw. Bibliotheken müssen knackige Abonnementgebühren berappen: Für den LANCET sind es beispielsweise 269 Euro pro Einzel-Abo pro Jahr.

Keine Überraschung, dass ein grosser Verlag wie Elsevier, mit seinen Publikationen Milliardenumsätze macht.
Mehr noch: Nicht nur, dass für derartige Veröffentlichungen wissenschaftlicher Arbeiten die Autoren keinen Pfennig bekommen, auch die Peers, welche die Arbeit beurteilen, bekommen dafür nichts.
Es wird vielmehr als Ehre und Auszeichnung angesehen, zum Kreis der Peers zu gehören: in der Regel Professoren mit Forschungs- Schwerpunkt auf dem Gebiet, in dem auch die eingereichte Arbeit liegt

So weit o.k.
So schön so gut, die Wissenschaftler und die Peers werden ja von ihren Instituten bezahlt, und die Veröffentlichung ihrer Forschungsergebnisse gehört ja naturgemäss zu ihrem Aufgabenbereich.

Der Zorn der Gerechten
Was aber jetzt den Zorn von Wissenschaftlern – und nicht nur von ihnen – provoziert hat: Ihre kostenlos angelieferten Arbeiten können nicht im Internet kostenfrei heruntergeladen werden, und damit eine weitestmögliche Verbreitung finden, sondern nur gegen Bezahlung. Und dies, obgleich die wissenschaftlichen Arbeiten ja in der Regel das Resultat eines staatlich unterhaltenen bzw. geförderten Wissenschaftsbetriebes, also mit Steuergeldern finanziert sind. Warum sollten also Bürger noch ein weiteres Mal bezahlen?

Das ganze bisherige System kam durch das Internet in die Kritik, denn vor dessen Einführung gab es ja keine Möglichkeit, in anderer Weise zu publizieren, als über diese gedruckten Fachjournale. Von den Autoren konnten dann kostenlose Artikel-Sonderdrucke angefordert werden. Das beansprucht jedoch Zeit und Kosten, beim Autor wie beim Petenten.

Das Internet hat jedoch mittlerweile neue Publikationswege geschaffen, und damit ist gleichzeitig der Druck auf die Verlage gewachsen, diese Artikel online kostenlos verfügbar zu machen.

Mehr noch: das Internet hat die Möglichkeit eröffnet, Plattformen zu kreieren, auf denen derartige Artikel abgeladen werden können. Die gibt es bereits, das Herunterladen ist kostenlos, nicht aber das Abladen der Artikel, sondern nur gegen eine Gebühr. Peer Review wird ebenfalls angeboten..

Derartige Plattformen ermöglichen ausserdem die Veröffentlichung einer wesentlich grösseren Zahl von Publikationen, damit sinkt selbst bei Peer Review automatisch die Ablehnungsrate.

Fehlende Reputation
Gleichwohl: Diese Plattformen haben bisher noch lange nicht die Reputation der Fachjournale erreicht – noch nicht. Somit sind Wissenschaftler gezwungen, weiterhin in den etablierten Printjournalen zu publizieren.

Der Druck wächst
Nun aber wächst der Druck auf diese Journale – und auf den Gesetzgeber.
In Deutschland sammelte der Wissenschaftsjournalist Lars Fischer im Jahre 2009 tausende Unterschriften für eine Petition, wonach der Bundestag beschliessen möge:

Wissenschaftliche Publikationen, die aus öffentlich geförderter Forschung hervorgehen, müssen allen Bürgern (kosten)frei zugänglich sein.

Open Access ein anderes Wort dafür.

Der Journalist ist studierter Chemiker und als Wissenschaftsjournalist für die Blogplattform SciLogs.de tätig.

Ähnliches forderte der Finch-Report in Grossbritannien .im Jahre 2011-
Dort heisst es:

The UK should embrace the transition to open access, while recognizing,that the researchers have high quality channels through which they can publish and disseminate their findings.

Scheinbare Nachgiebigkeit
Während so der der Druck auf die Wissenschafts-Verlage zunimmt, versuchen diese, dem Druck – scheinbar – nachzugeben. In Wirklichkeit aber, unter Aufrechterhaltung ihrer Gewinnspannen, eine Kostenumverteilung vorzunehmen: indem beispielsweise der LANCET dem Autor einen „Bearbeitungsbetrag“ von bis zu 5000 Dollar aufbrummen will, wenn der Artikel sofort frei zugänglich sein soll – oder ohne Bearbeitungsgebühr nach einer Sperrfrist von 6 Monaten.

Viele Artikel leben aber gerade auch von der Aktualität.

Geld machen auch mit Open Access
Der Elsevier Verlag hat mittlerweile auch erkannt, dass selbst mit beschränktem „Open Access“ sich auch noch Geld verdienen lässt, und hat für das Leukämie-Lymphom-Gebiet das Online-Journal Leukaemia Research Reports kreiert.

Dort werden Artikel „abgeladen“, die es in der Regel nicht in eines der grossen Printmedien wie „Blood“ schaffen, also vor allem Case Reports – Fallberichte. Für die muss der Autor natürlich eine Bearbeitungsgebühr von mehreren Hundert Euro hinblättern.

Dies dürfte wohl kaum als Ausweg angesehen werden. Weit besser wären weitgehend kostenfreie verlagsunabhängige Open Access Plattformen, betrieben beispielsweise von Universitäten oder Fachgesellschaften, die dann auch den Peer Review organisieren könnten.

Eigene Erfahrungen des Autors
Als kostenfreie, aber wenig reputationsfördernde Alternative in bestimmten Fällen bleibt die Online Publizierung „auf eigene Faust“, also eigener Arbeiten auf einem Blog. So hat es der Verfasser mit insgesamt vier Artikeln über eine verbesserte Tuberkulose-Diagnostik gemacht. Die vorgeschlagenen Verbesserungen lassen sich in jeder Krankenstation mit erreichbarem TB-Labor nachvollziehen, ein Peer Review erübrigte sich deshalb. Aber das ist die Ausnahme. Die akzeptablen Zugriffszahlen bestätigen jedoch die Verbreitungsmöglichkeit auch auf diesem Wege.

Fazit
Die vom Internet gebotenen Möglichkeiten werden bei der Veröffentlichung von wissenschaftlichen Arbeiten bisher nur völlig unzureichend genutzt. Stattdessen wird die umfassende Verbreitung wissenschaftlicher Ergebnisse durch Verlage behindert, deren vorrangiges Interesse vor allem darin besteht, Gewinn zu erzielen, und zwar mit Arbeiten, die ihnen kostenlos verfügbar gemacht wurden.

Internet-Veröffentlichungen des Verfassers
linkLymph node aspirates in Tuberculosis-Diagnosis: New challenges, new solutions – a study of 156 patients
linkDiagnosis of disseminated Tuberculosis in bone marrow aspirates

linkLymph node aspirates in Tuberculosis-Diagnosis: New challenges, new solutions – a second study of 545 patients
linkDiagnosis of disseminated Tuberculosis in bone marrow aspirates – Results of a second study

Folter

Dubai und UAE: Schöner Urlaub gegen Bares – Folter und Gefängnis gratis

Dr. Alexander von Paleske — 30.4. 2013 —
Dubai und die Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) haben sich zu Touristenmagneten entwickelt, die Riesenflughäfen und Cities zu zollfreien Einkaufsparadiesen.

Hinter der Glitzerfassade
Das ist die eine Seite. Hinter der Glitzerfassade und den Sandstränden verbirgt sich jedoch das hässliche Gesicht dieser Länder, die nicht nur höchst undemokratisch regiert werden, sondern brutale Ausbeutung von Gastarbeitern aus Ländern wie Bangladesch, Indien, Pakistan und Sri Lanka betreiben, wir haben bereits darüber berichtet.

Davon bekommen Dubai-Touristen, die sich in der Sonne bräunen, und von diesen Gastarbeiten in den Hotels bedienen lassen, in der Regel nichts mit.


Dubai und ahnungslose Touristen. Screenshot: Dr. v. Paleske

Dazu gesellt sich noch eine recht gewalttätig auftretende Polizei (ein britischer Tourist wurde auf einer Polizeiwache offenbar zu Tode geprügelt), und eine Justiz, die auch mal foltert, und säumige Schuldner ins Gefängnis steckt. Das gab es auch einmal in Europa – im Mittelatler, mit seinen Schuldentürmen (Schuldgefängnissen) für Schuldner.

Der Fall Prof. Cyril Karabus
Aber auch an den Haaren herbeigezogene Vorwürfe, insbesondere dann, wenn sie von Einheimischen erhoben werden, und die Beschuldigten Ausländer sind, können rasch zu einer Verhaftung führen..

Diese Erfahrung musste jüngst der ehemalige Direktor der Kinderonkologie im hoch angesehenen Red Cross War Memorial Children’s Hospital in Kapstadt / Südafrika, Professor Cyril Karabus (78), machen.


Prof. Cyril Karabus

Ich kenne Cyril Karabus seit den 90er Jahren, als ich einige krebskranke Kinder ihm zu Behandlung nach Kapstadt überwies. Eine Koryphäe auf seinem Gebiet und menschlich ganz hervorragend.

Auch die Eltern der von mir überwiesenen Kinder waren ausserordentlich zufrieden .

Im Jahre 2003 übernahm Prof. Karabus eine onkologische Urlaubsvertretung in einem Krankenhaus von Abu Dhabi .
Eines der von ihm behandelten Kinder verstarb an einer therapierefraktären Leukämie. Details siehe hier.

Die Eltern des verstorbenen Kindes stellten Strafanzeige wegen Totschlags. Eine Anklage wurde aber erst nach der Abreise von Karabus erhoben, der von diesen Vorgängen gar nichts mitbekam. Er wurde in Abwesenheit wegen Totschlags zu drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Das Urteil gelangte nie zu seiner Kenntnis, auch bekam er im Ermittlungsverfahren nie die Chance, die Vorgänge aus seiner Sicht zu erläutern.

Ein Auslieferungsantrag wurde seitens der Regierung von Abu Dhabi ebenfalls nicht gestellt.

Als Prof. Karabus im August vergangenen Jahres in Dubai auf der Rückreise von Kanada nach Südafrika eine Zwischenstation machte, verhaftete ihn die Polizei.

Nach mehreren Monaten Untersuchungshaft dann schliesslich der Strafprozess, der mit einem Freispruch endete. Der Totschlagsvorwurf löste sich in Luft auf. Frei kam Karabus trotzdem nicht: Die Staatsanwaltschaft legte Berufung ein.

Proteste gegen die Verhaftung
Mittlerweile hatten etliche Kollegen und Patienten bzw. deren Angehörige gegen die Verhaftung protestiert.

Die südafrikanische Regierung intervenierte schliesslich über diplomatische Kanäle.
Gestern nun der erneute Freispruch in der Berufung.

Glück im Unglück
Es handelt sich keineswegs um einen Einzelfall. Karabus hatte dabei noch das Glück, nicht gefoltert worden zu sein, denn dies gehört offenbar ebenfalls zum Tagesgeschäft der dortigen Polizei und Strafverfolgungsbehörden, wie drei junge Briten jetzt feststellen mussten, die zu einem Kurztrip nach Dubai gereist waren.

Ein Land, wo der Austausch von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit nicht das freudige Wohlwollen der Gesetzeshüter zur Folge hat, sondern eine Strafverfolgung.

Gleiches gilt für den Konsum selbst von weichen Drogen wie Cannabis, ein Vorwurf, der den drei Briten gemacht wurde, und deren Geständnisse offenbar mit Elektroschocks und Androhung der Erschiessung erpresst wurden.

Schliesslich unterschrieben sie angeblich in Arabisch abgefasste Geständnisprotokolle, die nicht übersetzt worden waren.

Gestern wurde jeder der Angeklagten von einem Gericht in Dubai zu vier Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.


Die drei Briten …..offenbar gefoltert. Screenshot: Dr. v. Paleske

Um es klar zu machen: Hier wird nicht dem Drogenkonsum das Wort geredet. Ausserdem: andere Länder bestrafen Drogenkonsum noch härter als Dubai und die UAE, den Drogenhandel sogar mit der Todesstrafe, wie z.B. Malaysia. Was hier an den Pranger gestellt wird ist die Erpressung von Geständnissen mittels Folter.

Medical Association warnt
Die South African Medical Association (SAMA) und die World Medical Association (WMA) warnen mittlerweile davor, sich für Arztstellen – auch vertretungsweise – in Dubai und den Emiraten anheuern zu lassen.

Diese Empfehlung kann nach diesen jetzt bekannt gewordenen Vorwürfen auch Touristen gegeben werden. Schon die brutale Ausbeutung der Gastarbeiter sollte eigentlich Grund genug sein, einen Bogen um diese Scheichtümer zu machen, deren undemokratische Regierungen trotz allem von der westlichen Welt hofiert werden. Geld stinkt ja bekanntlich nicht.


UAE-Herrscher Sheikh Khalifa bin Zayed Al Nahyan …..vom Westen hofiert. Screenshot: Dr. v. Paleske

So ticken die Scheichs von Katar …… und so schuften und sterben ihre Arbeiter
Vereinigte Arabische Emirate: Eine Söldnertruppe gegen den arabischen Frühling
Dubai – Die einen stehn im Lichte….

SATIRE

Grüne Claudia Aufrege-Roth: was für ein Parteitag, was für grüne Aussichten, was für ein herrliches Täuschungsmanöver

Dr. Alexander von Paleske — 28.4. 2013 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Claudia Aufrege-Roth
z.Zt. Wahlkampfparteitag der Grünen
Velodrom
Berlin

Guten Tag Deutschland,

unser Parteitag ist vorüber, jetzt kann ich endlich Klartext reden:

Wir Obergrüne sind noch ganz betrunken von diesem Parteitag. Was für eine Geschlossenheit, was für ein grüner Einheitsbrei. Vor allem: Was für eine gelungene Täuschungs-Inszenierung.

Ausgeheckter Plan gelungen
Unser ausgeheckter Plan war und ist, uns ein rosa gefärbtes soziales Mäntelchen überzuwerfen, um uns weitere Wählerschichten am unteren Spektrum der Gesellschaft, also der unteren Mittel- und Unterschicht zu erschliessen.

Die Grün angehauchten Teile der oberen Mittel- und Oberschicht, unsere eigentliche Klientel, haben wir ja sozusagen schon „im Sack“

Wir wollen damit sowohl der SPD und als auch den Sozalausschüssen der CDU Wähler abjagen, und das wird voll aufgehen, so wahr ich Claudia Roth heisse.

Da ist Nomen Rot(h) ausnahmsweise kein Omen, sondern nur ein Mäntelchen, das wir nach dem Wahltag in der Koalitionsgarderobe schleunigst wieder abgegeben werden, ganz gleichgültig, wer da im Verhandlungszimmer sitzt: die SPD oder die CDU/CSU, die wir natürlich nur bis zum Wahltag aus taktischen Gründen als Koalitionspartner scheinkonsequent ausschliessen.

Hauptziel: Futtertröge
Unser Hauptziel ist und bleibt, wieder an die Futtertröge zu kommen, und unsere ungeheure Flexibilität unter Beweis zu stellen, wie bereits in der Gasprom-Schröder-Fischer-Grün Koalition mit der Verabschiedung bzw. Billigung von:

– Hartz IV,

– Verschiebung des Renteneintrittsalters auf 67 (versteckte Rentenkürzung ein anderes Wort)

– Kampfeinsatz in Afghanistan und konsequente Abnickung jeder weiteren Verlängerung des (sinnlosen) Einsatzes, bis zum Abzug in naher Zukunft, mit lediglich erreichten Kollateralschäden,

nämlich:

– Dutzender toter und mehr als 200 verletzer Bundeswehr-Soldaten, von den mentalen Schäden angeblich „gesund“ zurückgekehrter deutscher Soldaten ganz abgesehen.

– Stärkung der Taliban

– Zurücklassung einer nach wie vor total verarmten Bevölkerung bei gleichzeitiger „Verpulverung“ von über 500 Milliarden US- Dollar, vorwiegend für die Finanzierung der Kriegskosten aller SFOR- äh ich meine ISAF-truppen und Söldnerfirmen,

– Mästung der total korrupten Clique um den Präsidenten Karsai in Kabul

Schliesslich:

– der Einsatz in Mali, mit ebenfalls offenem Ende.

Belanglosigkeiten
Natürlich haben wir insbesondere die internationalen Brennpunkte nicht intensiv diskutiert, da wollten wir auch als Grüne uns noch nicht festlegen, wo wir die Bundeswehr als Nächstes hinschicken. Der Rückzug aus Afghanistan gibt uns ja da wieder mehr Spielraum..

Angriff muss sein
Nach dem Motto „Angriff muss sein“, habe ich die volle Attacke auf die Merkel-Regierung gefahren, und damit gleichzeitig unter Beweis gestellt, dass ich – wie ein „Eichhörnchen auf Ecstasy“ – die eigentliche Speedy-Dampfmaschine der Grünen bin.


Das bin ich bei meiner hochpolitischen Aufmisch-Rede. Screenshot: Dr. v. Paleske

Unsere „Frontrunner“ , die berufslose aber immerhin sehr fromme Katrin Göring-Eckardt, und der Bilderberger Jürgen Flaschenpfand-Trittin kamen dagegen nur wie „lahme, ausgelatschte und langweilige Filzpantoffel“ herüber.

Damit habe ich gleichzeitig unter Beweis gestellt: Ich, und nicht dieses „Filzpantoffel-Duo“ wäre die allemal bessere Wahl gewesen.

Wochenlang gearbeitet
Wochenlang haben ich und meine Berater danach gesucht,, wie wir die grüne Kinderschaar richtig aufmischen können, und dann gefiel mir dies am besten:

Erst kommt das Fressen, dann die Moral. Bei der CSU kommt die Moral nicht mal nach dem nach dem Fressen!

Amigo lebt! Amigo lebt! Denen soll das Kruzifix von der Wand fallen!“

Also liebe Frauen: Über sieben Brücken müsst ihr gehen, sieben Jahre Sack und Asche übersehen, dann kommt die Union mit dem hellen Schein und bringt die Quote.“ (hier hatte ich in der Aufregung vergessen „ein“ am Ende, damit es sich richtig reimt).

Toll, wie die Grüninnen und Grüne dann in eine Art narkotisierten Freudentaumel versetzt wurden, fast wie bei diesen „Happy Clapper“ Sekten.

Kretschmann und die Kurve
Was zunächst wie ein Wermutstropfen aussah, nämlich diese Vorschläge vom Kretschmann und Palmer – ersterer trat so auf, als sei er uns von der CDU ausgeliehen worden – hat sich aber dann in Friede, Freundschaft, Eierkuchen aufgelöst. Denn schliesslich hat der Kretschmann in seinem finalen Beitrag doch noch die Kurve hinbekommen, und einen wunderbar geordneten Rückzug angetreten, wie dieser Bürgermeister Boris Palmer auch.


Nach dem finalen Kretschmann-Vortrag …..Friede, Freundschaft Eierkuchen. Screenshot: Dr. v. Paleske

Das Ganze konnten wir dann auch noch als „Grossen Grünen Ratschlag“ verkaufen, innerparteiliche Demokratie „at it‘s best“.

99 Luftballons
Ganz zum Schluss hatten wir dann noch 99 grüne Luftballons reingeschafft – gefüllt mit viel heisser Luft , wie unser Wahlprogramm auch. Einige platzten vorfristig, ich hoffe, dass dies nicht auch mit unserem Programm vor dem Wahltag passiert.


Heisse Luft und 99 grüne Ballons. Screenshot: Dr. v. Paleske

So, und jetzt nischt wie rein in den Wahlkampf. Die Zukunft ist grün-neoliberal, im Wahlkampf auch ein wenig rot angehaucht.

Herzliche Grüsse

Gute Nacht Deutschland

Claudia Aufrege-Roth

Nachtrag
Zum Thema Steinkohle und unsere grüne Heuchelei siehe hier:

Kolumbianische Kohle nach Deutschland: Mit Blut, Schweiss und Tränen

http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/kohleimporte-nach-deutschland-blut-schweiss-und-traenen/

C. A-R.

Mehr zur Frontfrau KGE und den Grünen
Katrin Göring Eckardt (KGE): Unsere grüne Agenda 2013 – mindestens 20,13 % mit sozialer Benebelung
Katrin Göring-Eckardt: Läuft super für uns Grüne
Katrin Göring-Eckardt (KGE): Ich mache grüne Zukunft
Kretschmann 21 zur Bahnhofsfrage Stuttgart

Granate-Renate Kuenast zu drängenden Fragen der Zeit
Jürgen Flaschenpfand-Trittin: Natürlich muss Deutschland in den Mali-Krieg ziehen
Claudia Roth an die grüne Basis: „Das werdet ihr noch bereuen“
Obergrüne Claudia Aufrege-Roth: „Halt die Klappe Boris Palmer“
link Jürgen Flaschenpfand-Trittin berichtet von der Bilderberg-Konferenz in Virginia / USA
Grünen-Fraktionsvorsitzender Jürgen Flaschenpfand-Trittin schreibt an Bundespräsident Joachim Gauck

Zur Grünen „Ikone“ und GröDAAZ Joseph Martin (Joschka) Fischer
Joseph Martin (Joschka) Fischer: Hurra, ich bin 65, habe alles erreicht, und bereue nichts
Joschka und Herr Fischer, Regie: Pepe Danquart – Ein deutsches Film-Märchen
Professor J. Fischer: Jetzt rechne ich mit Gasprom Schröder ab
Trauert Ex-Aussenminister Joseph Martin (Joschka) Fischer um Gaddafi?
Professor J. Fischers Vorlesung – oder: politischer Opportunismus führt zum Erfolg
Joschka Fischer schreibt an ZEIT-Editor Dr. Theo Sommer

Keine Satire zum Kriegsabenteuer in Afghanistan
Tod in Afghanistan – Undank in der Heimat
Abzug aus Afghanistan und Rückkehr aus Afghanistan

Aus der Hölle in Krankheit und Obdachlosigkeit – US-Soldaten nach der Rückkehr von der Front

Siehe dazu auch:
Verschlissen, verwaltet, vergessen – Deutschland lässt seine Kriegsveteranen allein ZEIT 14. Juni 2012 Seite 6

SATIRE

Andrea Nahles an die SPD-Genossen zum Thema Sarrazin: Nicht rauswerfen sondern aussitzen

Dr. Alexander von Paleske — 25.4. 2013 — Folgenden Rundbrief fand ich heute in meiner Mailbox:

Andrea Nahles
SPD-Frontfrau
Willy Brandt Gedächtnishaus
Berlin

Guten Morgen liebe Genossinnen und Genossen,

der Cerd-Ausschuss der UN hat festgestellt, die Äußerungen unseres Parteimitglieds, des Genossen Thilo Sarrazins beruhen auf einem Gefühl rassischer Überlegenheit oder Rassenhass, enthielten Elemente der Aufstachelung zur Rassendiskriminierung..

Nun erwarten unsere SPD-Genossinnen und Genossen natürlich von mir als SPD-Frontfrau eine deutliche Stellungnahme.
Manche fordern erneut implizit gar einen Rauswurf des Sarrazin, wie dieser Aziz Bozkurt , der gestern im Tagesspiegel folgendes glaubte von sich geben zu müssen:

Sarrazin ist ein Rassist. Er ist weder ein Integrationspolitiker, noch ein Tabubrecher. Und meine SPD schweigt, anstatt Haltung anzunehmen. Ein UN-Ausschuss stellt fest, was einem deutschen Gericht und der SPD nicht gelang. Thilo Sarrazin verbreitet blanken Rassismus. Als Sozialdemokrat tut es weh, dass es gerade meine eigene Partei nicht schafft, Rassismus zu entlarven, wenn er im Genossen-Anzug daherkommt. Der SPD-Führung ist es nicht gelungen, eine rote Linie zwischen eigenen Grundwerten und rassistischen Denkfiguren zu ziehen……. Ich befürchte, dass der Hintergedanke der war, mögliche Wählerpotentiale nicht zu verschrecken. Frei nach Willy Brandt: Es hat keinen Sinn, Stimmen für die SPD zu erringen, wenn der Preis dafür ist, kein Sozialdemokrat mehr zu sein.

Bleiben opportunistisch
Um es gleich vorweg klarzumachen: Ein Rauswurf, aber auch eine dezidierte Stellungnahme kommen überhaupt nicht in Frage.


Genosse Thilo ….Rauswurf kommt nicht in Frage

Wir werden vielmehr an der strikt opportunistischen Linie weiter festhalten und behaupten (unverschämt) einfach nach wie vor: „Alles Teil der Meinungsfreiheit“.


Andrea Nahles …….wir brauchen „schräge“ Vögel.

Nachdem wir bereits mit dem Peer Bilderberg-Steinbrück, der kein politisches Fettnäpfchen auslassen will, ein solches Umfrage-Desaster erlebt haben, ist eine erneute Debatte über den Sarrazin das Letzte, was wir zur Zeit brauchen können.

Viele Wähler, die bisher uns gewählt haben, bejahen ganz entschieden die Thesen des Genossen Thilo, die dürfen wir auf gar keinen Fall vergraulen, Rassismus hin, Deutschlandabschaffung her.

Willy Brandt sagte in seiner Abschiedsrede als Parteivorsitzender am 14.6. 1987:

Fremdenfeindlichkeit dürfen wir nie und nimmer unwidersprochen lassen. Wir müssen ihr so entgegentreten, dass auch Banausen merken, woran sie bei uns sind.“ …..

Er sagte aber in derselben Rede:

„Wir brauchen die kritische Sympathie der sogenannten Aussenseiter, wir brauchen auch die Unbequemen, die Querdenker, sogar bunte Vögel, die sich gelegentlich über uns lustig machen“.

Als allem Neuen aufgeschlossene SPD-Generalsekretärin habe ich das im Geiste Willy Brandts konsequent weiterentwickelt:

Wir brauchen auch „schräge“ Vögel, die (scheinbar) nachdenkenswerte Denkanstösse liefern

und die wir deswegen nicht gleich mit einem Rausschmiss bestrafen können

Wir haben deshalb in unserem SPD-Vorstand beschlossen: Wir unternehmen erst einmal gar nichts und warten ab. Schliesslich ist die 90-Tage Erklärungsfrist ja nicht uns gesetzt worden, sondern der Bundesregierung. Wir sitzen das einfach aus, denn in der Zwischenzeit wird die ganze Angelegenheit wieder vergessen sein.

Glückauf Genossinnen und Genossen!.

Gelegentlich hilft ja auch das Absingen eines Liedes wie

Wann wir schreiten Seit an Seit
Und die alten Lieder singen
Und die Wälder widerklingen,
Fühlen wir, es muß gelingen
Mit uns zieht die neue Zeit!

Eure Frontfrau
Andrea Nahles

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Hurra, ich habe gewonnen und bleibe (in der SPD)
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Danke Giovanni di Lorenzo von der ZEIT für die Guttenberg-Raushole

Medizin

Vogelgrippe H7N9 in China: Eine neue gefährliche Epidemie?

Dr. Alexander von Paleske — 22.4. 2013 — Ende März wurden in der Volksrepublik China die ersten Fälle einer schweren, oftmals tödlichen Infektionskrankheit bei Menschen bekannt, verursacht durch das bis dahin nur in der Tierwelt, und zwar vorzugsweise bei Vögeln und Geflügel, auftretende Virus A/ H7N9, ein sog. Orthomyxovirus, zur Gruppe der Grippeviren gehörend.

Übereilte Entwarnung
Sofort meldeten sich Virologen, wie Professor Ian Jones von der Universität in Reading (Grossbritannien), zu Wort, die nach Auftreten der ersten Krankheitsfälle vorläufige Entwarnung gaben:

Professor Ian Jones …..vorzeitige Entwarnung-
Screenshot: Dr. v. Paleske

Es handele sich:

– um einen Einzelfall

– keine Übertragung von Mensch zu Mensch, sondern in sehr seltenen Fällen nur von Tier zu Mensch

– auf diese eine Familie beschränkt, von der vermutlich jeder mit der Infektionsquelle in Berührung kam.

Im Detail::

Ian Jones, a professor of virology at Britain’s University of Reading, said at this stage there was no cause for alarm. „At the moment I don’t think it’s anything more than an unusual set of isolated cases.“

He said three types of avian influenza – H5, H7 and H9 – were considered by experts to be a potential threat to humans. Since there was no evidence to date of human-to-human transmission, or of clusters of cases around those few confirmed so far, authorities should be watchful but need not enact emergency measures, Jones said.

„Of course we need to take account of these cases and follow up the contacts and so on, but I think that’s where it rests at the moment,“ he said. „It’s far too soon to assume this is the start of something.“

Ähnlich äusserte sich der Leipziger Professor Bernhard Ruf.

Danach hätte es ja eigentlich keine weiteren Fälle mehr geben dürfen, denn die Infektionsquelle war mittlerweile beseitigt. Und da es eine Übertragung von Mensch zu Mensch ja angeblich nicht gab, wäre der Spuk ja alsbald vorbei.

Spuk nicht vorbei
Der „Spuk“ war aber nicht vorbei, im Gegenteil: Die bisherige Zahl der Infizierten stieg auf über 100, 20 Erkrankte starben.

Das legt einen ganz anderen Schluss nahe: es hat offensichtlich eine Mutation stattgefunden, die das Virus befähigte, sich auch im Menschen festzusetzen und zu vermehren, und zwar nicht nur als absolut rare Ausnahme.

Eine derartige Mutation, entweder als Spontanmutation, oder -viel häufiger- als Mutation, bei der genetisches Material von einem anderen menschenpathogenen Virus übernommen wird, ist natürlich nichts Neues. Insbesondere Schweine, wenn koinfiziert mit einem humanpathogenen und tierpathogenen Virus, fungieren als „Mischgefass“ (Hahn, Kaufmann, Schulz, Sauerbaum, Lehrbuch Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, 6 Aufl. 2008 S. 490), wo also genetische Bruchstücke ausgetauscht werden können.

Die Massentierhaltung wirkt dabei als Brandbeschleuniger dieser Koinfektion, da sie der generellen Infektionsbereitschaft der auf engem Raum zusammengepferchten und gestressten Schweine deutlich Vorschub leistet.

Neue Bruchstücke, andere Opfer
Mit dem Erwerb neuer Genbruchstücke (Info-Bruchstücke wenn man so will) können die Viren auch andere Opfer finden . Und das geschah offenbar mit dem neuen – alten – Virus H7N9, altbekannt als aviäres Virus- neubekannt als humanpathogenes Virus.

Insofern ist es völlig unsinnig, hier von einem statischen Zustand zu sprechen.

Was dieses Virus, so es sich weiter ausbreitet, gefährlich macht, ist zweierlei:

– Einmal die offenbar nichttödlich verlaufende Infektion bei Vögeln und Geflügel – anders als bei der Infektion mit dem Vogelgrippe-Virus H5N1, wo tote Vögel und Geflügel den Verdacht auf Vogelgrippe lenken, und zu virologischen Untersuchungen führen. Die Erkennung von mit H7N9 Viren infizierten Vögeln und Geflügel wird dadurch ausserordentlich erschwert.

– dann die hohe Todesrate (Letalität) der daran erkrankten Menschen, die zur Zeit bei über 20% liegt.

Die Betroffenen leiden an einer schweren Grippepneumonie, wobei das Virus teils direkt Todesursache ist, teils als Schrittmacher für folgende bakterielle Infektionen dient, die dann die unmittelbare Todesursache sind..

Direktübertragung von Mensch zu Mensch?
Mittlerweile ist aber nicht nur eine erhöhte Übertragung von Vögeln / Geflügel auf den Menschen nachgewiesen, sondern es wird die Möglichkeit der Übertragung von Mensch zu Mensch ernsthaft in Erwägung gezogen: sowohl seitens der Weltgesundheitsorganisation (WHO), als auch von den Gesundheitsbehörden Chinas.

-……….hält Mensch zu Mensch Übertragung für möglich
Screenshot: Dr. v. Paleske

Das ist anders als bei der Vogelgrippe H5N1, wo bisher eine Übertragung von Mensch zu Mensch (noch) nicht nachgewiesen ist, sondern „nur“ von Tier zu Mensch, das Virus aber im Labor bereits „scharf“ gemacht werden konnte.

Zeit für Alarmisten und Virusleugner?
Die Virusleugner wollen wir rasch abhandeln, weil sie unwissenschaftlichen Quark verbreiten, unter anderem leugnen sie sowohl die Gefährlichkeit der Vogelgrippe, als auch die Existenz und /oder die Gefährlichkeit des HIV-AIDS-Virus.

Alarmisten sind allerdings auch nicht dienlich, die sofort wieder nach einem Impfstoff rufen, wie beim Schweingrippe-Virus H1N1.

Mittlerweile haben epidemiologische Untersuchungen in Schweden und Finnland ergeben, dass dieser Impfstoff gegen die Schweinegrippe für die signifikant erhöhte Zahl von an Narkolepsie Erkrankten verantwortlich ist. Zwar ist die Rate der davon Betroffenen klein: 1 Fall pro 55.000 Impfungen. Aber für die Betroffenen ist das kaum ein Trost, denn Narkolepsie ist keine Bagatelle. Details zu diesem Krankheitsbild siehe hier.

Rasche Klärung vonnöten
Erforderlich ist jetzt eine rasche Aufklärung:

– Welche Tiere und Tierarten sind betroffen?

– In welchem Umfang infiziert?

– sowohl innerhalb als auch ausserhalb Chinas?

– Wie hoch ist die Übertragungswahrscheinlichkeit von Tier zu Mensch, und ggf von Mensch zu Mensch?.

Die Ergebnisse dürften in ein paar Wochen vorliegen. Bis dahin gibt es weiterhin keinen Grund zur Entwarnung..

Welt Aids-Kongress in Wien, die HIV-AIDS-Leugner laden zum Gegentreffen

Tierfabriken, Schweineviren und die Zukunft

SATIRE

Gesundheitsminister Daniel Bahr: Unsere finanziell segensreichen Pläne für weitere Reformen im Gesundheitswesen

Dr. Alexander von Paleske —- 21.4. 2013 —– Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Daniel Bahr
Bundesgesundheitsminister
Im Regierungsviertel 5
Berlin

Guten Morgen Deutschland,

heute will ich ausnahmsweise Klartext in Sachen Gesundheitspolitik reden:


Das bin ich

Letzte Woche hat das Bundeskabinett Hilfen für die Krankenhäuser auf den Weg gebracht. Insgesamt 1,1 Milliarden Euro wollen wir unterschiedslos den Krankenhäusern, gross und klein, privat und öffentlich zur Abfederung der gestiegenen Personalkosten zur Verfügung stellen.

Ohne Missverständnisse
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Hier handelt es sich natürlich um ein vorzeitiges Wahlgeschenk, mit dem Sand in die Augen der Wähler gestreut werden soll. Denn in Wirklichkeit:

– werfen wir den profitablen, Krankenhauskonzernen gehörenden oder von ihnen betriebenen Spitälern Geld in den Rachen, damit sie noch profitabler werden.
,
– werfen wir kleineren, oft bürgernahen, aber von der Insolvenz bedrohten Krankenhäusern einen, natürlich nur bis zum Wahltag befristeten, Rettungsring zu.

Wir hätten das Programm aus so gestalten können, dass vor allem den bürgernahen, kleineren, notleidenden Krankenhäusern das Geld alleine zur Verfügung gestellt wird. Aber wir haben als (Neo- )Liberale uns klar dagegen ausgesprochen:

– weil dies zu Wettbewerbsverzerrungen führen würde.

– weil es die marktnotwendige Schliessung der notleidenden kleineren Krankenhäuser weit über den Wahltag verlängert hätte.

– weil es die grossen privaten Krankenhausträger entmutigen könnte, uns Gelder für den bevorstehenden Wahlkampf zur Verfügung zu stellen.

Reinen Wein einschenken
Um unsere zukünftige Politik im Krankheitswesen, äh, ich meine Gesundheitswesen darzustellen, möchte die Gelegenheit nutzen, um (ausnahmesweise) der deutschen Volksgemeinschaft reinen Wein einzuschenken, und zu zeigen, wo die Reise in Zukunft hingeht.

Die Eckpunkte unseres Programms der sukzessiven Entfesselung der Marktkräfte im Gesundheitsbereich lautet ganz einfach: Konsequente Fortsetzung und Weiterentwicklung des federführend von der SPD-Dienstwagen-Affäre-Ministerin Ulla Schmidt und der Gasprom-Schröder-Grün-Koalition im Jahre 2003 durchgesetzten segensreichen Fallpauschale-DRG-Programms,, das die Krankenhäuser zwingt:

-Vorgaben für die Zahl bestimmter Eingriffe zu machen

– vermehrt (keineswegs immer indizierte) lukrative Eingriffe vorzunehmen wie Herzkatheter und Kniegelenkersatz

– kürzest mögliche Verweildauer, notfalls vorfristige Entlassung Halbkranker

– Betten von chronisch kranken, insbesondere multimorbiden Patienten mit zu erwartender längerer Verweildauer , soweit wie möglich freizuhalten.

Weitere segensreiche Auswirkungen der Fallpauschale:

– Schliessung kleinerer bürgernaher Krankenhäuser – bereits jetzt sind 15% von Insolvenz bedroht., drei Jahre zuvor waren es erst 10%.

– weitere (menschenfreundliche) Total-Durchökonomisierung der Krankenhausbetriebe

– deutlich weniger verfügbare Krankenhausbetten – schon jetzt sind es 20% weniger als 2003 – aber das reicht noch lange nicht, wir streben in den nächsten Jahren eine weitere Reduzierung von wenigstens 20% – besser: 40% – an.

Weniger Betten – weniger Kranke
Der alte Spruch des seinerzeitigen Ministers Norbert Blüm: „Wo ein Bett ist, da ist auch ein Kranker“ wird insoweit voll umgesetzt, als eine Reduzierung der Betten auch gleichzeitig die Krankenzahlen senkt. Sehr erfreulich!

Mehr Privatisierung
Ausserdem streben wir noch mehr Gross-Krankenhäuser in privater Hand an, verbunden mit:

– Senkung der Gehälter der Beschäftigten durch Erzwingung des Abschlusses neuer Arbeitsverträge

– Reduzierung des Pflegepersonals.

Vorübergehender Kollateralschaden
Dass aufgrund der Fallpauschale die Zahlen unnötiger Operationen und kostenträchtiger Behandlungen angestiegen sind – so haben sich die lukrativen Operationen an der Wirbelsäule seit 2005 mehr als verdoppelt – muss als vorübergehender Kollateralschaden in Kauf genommen werden.

Ich habe aber bereits deutlich gemacht, dass dies in Zukunft abgestellt werden muss.

Als Gegenmittel schwebt mir vor, die Bürokratie vor jedem Eingriff massiv zu erhöhen:

– Für jeden Patienten sollten ellenlange Begründungen für einen geplanten Eingriff geliefert werden

– Das Aufklärungsgespräch vor einem Eingriff sollte in Zukunft nicht nur inhaltlich, sondern Wort für Wort handschriftlich dokumentieret werden.

Die erwünschte Folge: dieser bürokratische Firlefanz wird länger dauern, als der Eingriff selbst.

Da bereits jetzt die „Fütterung“ der Computer mit Kranken-Daten und Administrativkram rund 50% der Arbeitszeit der Krankenhausärzte in Anspruch nimmt
, werden diese total frustrierten Ärzte dann eher von Operationen Abstand nehmen.

Weitere Pläne
Ausserdem planen wir:

– mehr krankenhausähnliche Behandlung in Alters-und Pflegeheimen durch Hausärzte, und ausgeführt von schlecht bezahlten Altenpflegern

– weitere Senkung der Investitionszulagen für Krankenhäuser – bereits jetzt nur 2,67 Milliarden Euro gegenüber benötigten 6 Milliarden Euro – seitens der Bundesländer.
Im Jahre 2011 waren es insgesamt bereits 20% weniger als 2001, trotz weiter angestiegener Kosten im Bau- und Gerätebereich. Sehr anerkennenswert!

Dass mittlerweile eine aufgelaufene Investitionslücke von insgesamt 50 Milliarden Euro klafft, muss als „Vermeidung überflüssiger Investitionen in unbezahlbare Luxusmedizin“ verharmlost werden .

Auch hier hilft natürlich die Schliessung von vielen
Krankenhäusern: in geschlossene Krankenhäuser muss ja nicht mehr investiert werden.

Weitere Plane nach der Bundestagswahl
Weitere Pläne die wir für die Zeit nach den Wahlen kurz- und mittelfristig in der Schublade haben:

– Altersgerechte Indikationsstellungen und Behandlungsstrategien

– Altersbegrenzungen für bestimmte Operationen (Hüftgelenkersatz, Kniegelenkersatz) und kostenträchtige Behandlungen (Krebs) stattdessen mehr Schwergewicht auf kostengünstige Schmerzbehandlung (Palliation)

– Prüfung des britischen Palliativmodells „Liverpool Care Pathway“, das ein kostensparendes rasches Ableben innerhalb von 24 Stunden ermöglicht.

Medizinerlücke mit Gastärzten schliessen
Natürlich wissen wir, dass viele frischgebackene Mediziner, die noch dieses soziale „Tralala“ im Kopfe haben, angesichts dieser Zustände rasch total frustriert das Weite suchen.

Diese bereits jetzt klaffende Lücke im Krankenhausbetrieb werden wir jedoch schliessen, indem wir noch mehr Gast-Ärzte aus Osteuropa und Dritte Welt Ländern anheuern.

Um den eklatanten Kommunikationsproblemen wirksam zu begegnen, werden wir Dolmetscher in den Krankenhäusern zur Pflicht machen. Deren Kosten sollten dann durch entsprechende Lohnkürzungen bei der Ärzteschaft wieder hereingeholt werden.
Notfalls bieten wir Sprachkurse für Patienten an

Kostensenkung auch bei der ambulanten Pflege
Die Zahlungen für die ambulante Pflege, die in den letzten Jahren ohnehin nur minimal gestiegen sind – trotz steigender Kosten – werden wir keineswegs erhöhen.

Wie bei der Fallpauschale werden wir eine Zeitpauschale einführen. Danach ist genau zeitlich festgelegt, wie lange sich eine Pflegekraft bei einem Pflegepatienten aufhalten darf, woraus wir dann wiederum die Zahl der zu versorgenden Patienten berechnen.

So kommen wir endlich bei der totalen (patientenfreundlichen) Ökonomisierung des Pflegedienstes einen bedeutenden Schritt weiter.

Sozis und Grüne waren Schrittmacher
Von den Sozis und den Grünen werden wir kaum Widerstand erwarten. Die haben das menschenfreundliche Durchökonomisieren mit dem DRG und der Fallpauschale ja eingeführt. Dass wir deren segensreiche Ideen konsequent weiter fortführen, kann uns ja wohl kaum zum Vorwurf gemacht werden, sonst machen die sich lächerlich.

Allerdings erwarte ich von dieser ehemaligen (abgebrochenen) Theologiestudentin und Grünen-Frontfrau Katrin Göring-Eckardt (KGE) einige positive Impulse hinsichtlich der Seelsorge im Krankenhaus, die untrennbarer und sehr preiswerter Bestandteil unseres Sparprogramms werden muss.
Gegen vermehrte kostenneutrale Tischgebete gibt es jedenfalls von unserer Seite natürlich keinerlei Einwände.

Gute Nacht Deutschland

Daniel Bahr
Bundesgesundheitsminister

Keine Satire
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, rot-grüne Reformen, und die Fehlentwicklungen im Gesundheitswesen

Krankenkassen im Goldrausch, Neurodermitiskranke im Bezahldrama
Weg mit dem Ballast, oder: Lasst schneller sterben und ihr werdet belohnt – Perverse Finanzanreize für britische Krankenhäuser
Weiter bergab im europäischen Gesundheitswesen
Sparmassnahmen schicken Europas Gesundheitswesen auf die Krankenstation
Berichte aus Griechenland, die keine Schlagzeilen mehr machen
Griechenland: Aus der Ausweglosigkeit in den Freitod – kein Einzelfall
Strafgesetzbuch und Sterbehilfe – Eine Nachbemerkung zum Fall der Krebsärztin Dr. Mechthild Bach

Siehe auch die informativen ZEIT-Artikel:

Klappe halten und wegsehen ZEIT vom 20.9. 2012 S. 32

Das Ende der Schweigepflicht ZEIT vom 15.5. 2012

Zu Ulla Schmidt
linkSPD-Ulla Schmidt schreibt an SPD-Hoffnungsträger Peer Steinbrück

Ministerin Ulla Schmidt: Nie wieder unter Hartz IV- Bedingungen leben
linkDanksagung an Event-Manager Manfred Schmidt für die Ulla-Schmidt-Geburtstagsparty
Schluss mit den Angriffen auf Ulla Schmidt

Zu Katrin Göring-Eckardt
Katrin Göring Eckardt (KGE): Unsere grüne Agenda 2013 – mindestens 20,13 % mit sozialer Benebelung

Katrin Göring-Eckardt: Läuft super für uns Grüne
Katrin Göring-Eckardt (KGE): Ich mache grüne Zukunft

Grossbritannien

Eine Totenfeier in London und ein fehlgeschlagener Coup in Afrika

Dr. Alexander von Paleske — 18.4. 2013 —

Gestern fand die grosse Totenfeier für die frühere britische Premierministerin Margaret Thatcher statt. Seit dem Tode von Winston Churchill im Jahre 1965 gab es kein solches Aufhebens um das Ableben eines britischen Regierungschefs / chefin.


Gestern in London. Screenshot: Dr. v. Paleske

Land gespalten
Während Wiston Churchill aber das Land hinter sich vereinigte, und es durch den Krieg mit Hitler-Deutschland führte – in der Anfangszeit, vor dem Angriff Hitlers auf die Sowjetunion und Japans auf Pearl Harbour auf sich allein gestellt – kann die „eiserne Lady für sich in Anspruch nehmen, das Land tief gespalten zu haben.


Margaret Thatcher ……spaltete

Krieg um Falkland-Inseln
Nicht nur ihre Wirtschaftspolitik spaltete das Land, auch der Krieg gegen Argentinien um die Rückeroberung der Falkland-Inseln 1982, die ganz zweifellos nicht zu Grossbritannien, sondern zu Argentinien gehören.

Die Auseinandersetzung darum kocht gerade wieder hoch, insbesondere im Hinblick auf reiche Erdölvorkommen, die um die Inseln vermutet werden, und die Grossbritannien natürlich für sich beansprucht.

Afrikanische „Terroristen“
Unvergessen sind – insbesondere hier in Afrika – Thatchers 1987 gemachte Bemerkungen über den ANC, die heutige Regierungspartei Südafrikas, und Nelson Mandela:

‚The ANC is a typical terrorist organisation … Anyone who thinks it is going to run the government in South Africa is living in cloud-cuckoo land‘

Gerade mal 9 Jahre danach war Mandela, nun Staatspräsident Südafrikas, eingeladen, vor beiden Häusern des Parlaments zu sprechen, eine nur selten gewährte Ehre gegenüber dem Weltstaatsmann. Aber da war Margaret Thatcher ja auch schon 6 Jahre ausser Dienst, ihre konservative Partei aber iimmer noch am Ruder.

Neue peinliche Enthüllungen
Rechtzeitig zur Totenfeier enthüllte die angesehene britische Tageszeitung Guardian auch noch, dass sie 2003, also lange nach dem Ende ihrer Dienstzeit, den in Planung befindlichen Putschversuch im ölreichen Äquatorial Guinea absegnete. An diesem Unternehmen beteiligte sich auch ihr missratener Sohn, Sir Mark Thatcher.


Mark Thatcher während der Trauerfeier. Screenshot: Dr. v. Paleske

Der Putschversuch , in den offenbar auch eine deutsche Luftfrachtfirma namens ACL tief verwickelt war – vermutlich war auch der Bundesnachrichtendienst (BND) zumindest informiert – wir berichteten mehrfach darüber, scheiterte bekanntlich.

Ihr Sohn Mark Thatcher wurde in Südafrika verhaftet und in Kapstadt vor Gericht gestellt.

Maggies liebstes Kind drohte nun die Auslieferung nach Äquatorial Guinea, einer Reise ohne sichere Rückfahrkarte.

Nicht nach Malabo
Da machte sich die „Eiserne Lady“ auf, und bat den Ex-Präsidenten Nelson Mandela um Vermittlung. So kam dann Mark gegen eine Freiheitsstrafe auf Bewährung und Zahlung von umgerechnet 300.000 Euro frei, die Mutter Maggie an die Justizkasse in Kapstadt überwies.

Damit blieb ihrem Sohnemann ein Aufenthalt im berüchtigten Black Beach Gefängnis in der Hauptstadt Äquatorial Guineas, Malabo, erspart, wo bereits ein deutscher Mit-Putschist verstorben war.

Simon Mann büsste und wollte auspacken
Der Kopf der Putschistenbande und Ex SAS Mann, Simon Mann, besass keinen derart prominenten Fürsprecher, und wurde deshalb nach einem vierjährigen Gefängnisaufenthalt in Zimbabwe nach Malabo verfrachtet.

Simon Mann, mittlerweile begnadigt und in Freiheit wollte diese Billigung des Putsches durch Lady Thatcher in seinem Buch „Cry Havoc“ enthüllen, aber sein Verleger legte sich quer. Der wollte diese schwarzen Flecken auf Maggies ach so weisser Weste nicht dulden. Nun fanden sie aber trotzdem ihren Weg über die britische Presse an die Öffentlichkeit.


Simon Mann und sein Söldner-Tagebuch …….Verleger legte sich quer.

Schadenfreude unangebracht
Kein Grund zur Schadenfreude, denn bis heute haben die hessischen Justizbehörden die deutsche Beteiligung am Putschversuch nicht aufgeklärt, trotz diverser Dienstaufsichtsbeschwerden des Verfassers.

Die letzte Nachricht der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt (M) vm 4.1. 2013 in dieser Sache hat folgenden Wortlaut:

From: Andreas.Heymann@gsta.justiz.hessen.de [Andreas.Heymann@gsta.justiz.hessen.de]
Sent: 1/4/2013 7:37:36 PM
To: avpaleske@botsnet.bw [avpaleske@botsnet.bw]
Subject: Ermittlungsverfahren 1070 Js 21264/08 der Staatsanwaltschaft Darmstadt gegen Thomas Rinnert

Sehr geehrter Herr Dr. von Paleske,
nach dem Eingang Ihrer E-Mail sind die Akten der Staatsanwaltschaften Darmstadt und Frankfurt a. M. angefordert
worden. Eine Entscheidung über die Fortführung der Ermittlungen wird voraussichtlich Mitte Januar erfolgen.
Die Bearbeitung hat sich wegen zahlreicher Vertretungen und vordringlicher Haft- und Unterbringungssachen verzögert, wofür ich um Entschuldigung bitte.

Mit freundlichen Grüßen
Heymann
Oberstaatsanwalt
Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt a. M.
Zeil 42
60313 Frankfurt a. M.
Tel. 069-1367-2231 (Sekretariat III)
Fax 069-1367-6496
– Az. 3 Zs 2295/08 –

Von einer „Entscheidung“ habe ich natürlich bis heute nichts gehört. Der Putschversuch fand ja auch „erst“ am 4.3. 2004 statt.
Ob das noch unter den Begriff „Die Mühlen der Justiz mahlen langsam“ fällt ist allerdings zweifelhaft. Hier möchte man eher von einem „Mühlenstillstand“ sprechen.

Zum Coup in Aequatorial Guinea:
Der Wonga Coup
Cry Havoc – Ein Chefsöldner packt aus und belastet auch die deutsche Beteiligungsschiene
Ein Putschversuch in Afrika und ein juristisches Nachspiel in Hessen
Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft ohne Verfolgungswillen bei Fall von internationalem Terrorismus

linkGasmasken, Giftgas und Milliardenbetrug – auf den Spuren des Moshe Regev