Weltwirtschaftskrise

US-Grossbank J.P. Morgan, Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps) und zwei Milliarden Dollar Miese

Dr. Alexander von Paleske — 12.5. 2012 —
Bei diesem Betrag von zwei Milliarden US Dollar, der jetzt von einem Derivatehändler der US-Grossbank J.P. Morgan Chase durch Zockerei in den Sand gesetzt wurde, würde wohl auch der ehemalige Vorstandschef der Deutschen Bank, Hilmar Kopper, nicht mehr von „Peanuts“ reden.

Weitere Verluste
Aber das ist ja noch nicht das Ende der Verluste aus diesen Zockergeschäften in den letzten vier Wochen, denn weitere Verluste werden sich hinzuaddieren, wie heute berichtet wurde.

Hinzu kommt noch die Herabstufung der Kreditwürdigkeit dieser ehrwürdigen Grossbank durch die Ratingagentur Fitch, welche im Nachvollzug die von der Bank zu zahlenden Kreditzinsen hochtreiben wird, von dem Kursverlust für die Anleger ganz zu schweigen – nochmals 15 Milliarden US Dollar .


Grossbank J.P. Morgan Chase ……..keine Peanuts.

Immer wieder Credit Default Swaps (CDS)
Und wieder sind es die Credit Default Swaps, um die es hier geht.
Dabei wird in allen Meldungen gerne vergessen, dass es die J.P. Morgan Bank war, in deren Hause 1993 diese toxischen Finanzprodukte „erfunden“ wurden, die bereits massgeblich für die Finanzkrise 2008 verantwortlich waren.

Eine Mathematikerin namens Blythe Masters
Eine junge Cambridge- Absolventin im Fach Mathematik, Blythe Masters, anstatt über die noch ungelösten mathematischen Probleme sich wissenschaftlich Gedanken zu machen, kam auf die grandiose Idee, im Finanzbereich, statt der plätschernden Finanztransaktionswellen, richtige Tsunamis in Gang zu setzen: das Kreditgeschäft massiv auszuweiten – allerdings ohne zusätzliches Risiko für den Kreditgeber, also die Bank.

Stattdessen „breite Risiko-Streuung“ oder „auf viele Schultern“ war die ach so zündende Idee.

40% der von den Banken vergebenen Kredite gingen 2007 als Resultat bereits an nicht kreditwürdige Kreditnehmer, wie die Ratingagentur Fitch ermittelte. Im Jahre 2002 waren es erst 8%.

Begrenzte Tragfähigkeit
Dass diese „vielen Schultern“ auch nur eine begrenzte Tragfähigkeit haben, interessierte niemanden – vorerst jedenfalls.
Bis dato mussten Kredite eine strikte Überprüfung der Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers durchlaufen.

So ein Quatsch, dachte offenbar Frau Dipl. Math. Blythe Masters, so ein Quatsch dachten offenbar dann auch die Chefs von J.P. Morgan , und schwupp waren die Credit Default Swaps geboren: statt Überprüfung der Kreditwürdigkeit eine Art Versicherungsvertrag, der dann als Zockerpapier auch noch handelbar wurde, und dessen ständiges Auf und Ab sich hervorragend zum Spekulieren eignete (Details siehe hier).

Zumal Kreditausfallversicherungen sich auch noch als reine Wetten eigneten, wenn nämlich der CDS-Versicherungsnehmer selbst gar keinen Kredit vergeben hatte, sondern nur darauf wettet, ob irgendein Kreditnehmer wohl seine Kredite bezahlen wird oder nicht.

Und diese CDS, bzw deren Entwicklung, lässt sich wiederum als Index abbilden, auf dessen Entwicklung wiederum Wetten abgeschlossen werden können. Der Phantasie zur Entwicklung neuer Spekulationsinstrumente sind offenbar keine Grenzen gesetzt.

Was nicht gutgehen kann
Dass dies auf Dauer nicht gutgehen kann, versteht sich von selbst, denn immer mehr Kredite wurden an immer mehr kreditunwürdige Kreditnehmer vergeben. Motto: macht nichts, wir sind ja versichert. Und ausserdem wurde aus einem kleinen Schadensfall bei massiver Überversicherung gleich ein Riesenschadensfall. Bei einer nichtbezahlten Kreditsumme von sagen wir 5 Milliarden konnten so locker 25 Milliarden US Dollar Versicherungssumme fällig werden.

Und wenn alles in die Hose geht, weil es zu einer Kettenrektion, wie im Jahre 2008 kommt, springt ja, wie z.B. im Falle der US-Grossversicherung American International Group (AIG) eh der Staat ein. Wie schön und risikolos.

Das ist vergleichbar so, als würde man einen fast Blinden ans Steuer eines Autos setzen und sagen: Nun fahr mal schön, notfalls nach Geräusch, wir sind ja versichert. Denn blind bezüglich der Kreditwürdigkeit waren die Banken oft genug, und mittlerweile gehört die Zockerei mit Milliardenbeträgen ja ohnehin zum guten Ton, nennt sich unverfänglich „Investmentbanking“.

Leicht in die Hölle, schwer wieder raus
Im Jahre 2002 nannte der Investment-Guru Warren Buffett diese CDS „finanzielle Massenvernichtungswaffen“, und verbot der von ihm gekauften Versicherung GenRe, neue CDS abzuschliessen oder zu übernehmen, und verlangte, aus allen alten CDS- Verträgen auszusteigen.

Allerdings musste Buffett feststellen, dass dies ungeheuer schwierig war, daher sein Seufzer: „Man kommt leicht in die Hölle hinein, aber nur schwer wieder heraus“.

Weitere Kommentare zu den CDS siehe hier.

Sämtliche Versuche der Obama-Administration, nach den Erfahrungen der Weltfinanzkrise 2008 und den Multimilliarden-Beträgen, die der Staat in das Finanzsystem (Banken und Versicherungen) pumpen musste, diesen Wildwuchs nachhaltig einzudämmen, scheiterten an der republikanischen Mehrheit im Kongress. Noch nicht einmal die sog. Volcker-Regel

„Finanzinstitute sollen ihre spekulativen Anlagegeschäfte auf Kundenaufträge beschränken und dürfen selbst keine riskanten Positionen zu Spekulationsgeschäften auf eigene Rechnung eingehen“

wurde in Kraft gesetzt

J.P. Morgan-Chef grösster Wortfüher
Der grösste Wortführer gegen diese Reformen war ausgerechnet der Chef der J.P. Morgan Bank, Jamie Dimon, der ausserdem noch zum „US-Manager des Jahres 2011“ gewählt wurde.


Jamie Dimon …..we were stupid.
Screenshot: Dr. v. Paleske

Er hatte den richtigen Riecher mit der Subprime-Krise und dann der CDS-Krise (Lehman-Bank) gehabt: Die Verluste der Bank hielten sich in Grenzen.
Ähnlich wie die Deutsche Bank hatte auch J.P. Morgan Kreditversicherungen mit der AIG abgeschlossen, und als die nun fällig wurden, AIG aber nicht zahlen konnte und drohte, pleite zu gehen, sprang Vater Staat mit Riesensummen ein, und so erhielten J.P. Morgan und die Deutsche Bank ihr Geld – indirekt Steuergelder, auch Staatsknete genannt.

100 Milliarden US Dollar mal eben so
Der nun angeprangerte J.P. Morgan-Händler Bruno Iksil in London jonglierte nicht etwa mit Beträgen im dreistelligen Millionen- oder einstelligen Milliardenbereich, sondern mal eben mit Beträgen bis zu 100 Milliarden US Dollar, wie sich jetzt herausstellt, und dazu noch hochspekulativ, und offenbar mit Wissen seiner Vorgesetzten.


Bruno Iksil, alias „Wal von London“ …..seid verschlungen, Milliarden.
Screenshot: Dr. v. Paleske

Wie Spielsüchtige sind die Banken längst wieder beim Zocken im grossen Stil angekommen, Zocken, das angesichts der sich wieder, bzw. immer noch, verschärfenden Krise in der Eurozone rasch zu einer erneuten Weltfinanzkrise führen kann.

Ex Kanzler Helmut Schmidt, und nicht nur der, fordern seit langem die regulative Eindämmung dieser Zockerei, die ohnehin der Gemeinschaft nur Risiken, aber keinen erkennbaren volkswirtschaftlichen Nutzen bringt.

Aber Durchgreifendes ist bisher nicht geschehen.

Schliesslich war es auch die Angst um das Fälligwerden der für griechische Anleihen abgeschlossenen Kreditausfallversicherungen, welche die Kreditgeber zwangen, einen „freiwilligen Forderungsverzicht“ zuzustimmen.
Die ansonsten fällig gewordenen Kreditausfallversicherungen hätten ein Vielfaches betragen.

65 Tausend Milliarden Dollar
Nachdem zum Höhepunkt der Finanzkrise immerhin 65.000 Milliarden US Dollar in diesem Derivate-Markt um den Erdball waberten, sind es (nach Schätzungen) heute immer noch über 40.000 Milliarden (40 Billionen) Dollar, mehr als der Wert aller im Dow Jones gelisteten Firmen.

Solange sich die Regierungen nicht einigen können, endlich diesem Wildwuchs Einhalt zu gebieten, wird es weitergehen, von Krisen in Banken zu Bankenkrisen, von Bankenkrisen zu globalen Finanz- und Wirtschaftskrisen.

linkDefault Swaps oder: Die nächste Weltfinanzkrise rückt näher
linkObamas Finanzmarkt-Reformpläne – Aus für die Derivate?

Krieg

Kriegskabinett in Israel gebildet

Dr. Alexander von Paleske — 9.5. 2012 —
Mitten in der Verabschiedung des Gesetzes zur vorzeitigen Parlamentsauflösung und vorgezogenen Neuwahlen, liess der israelische Premier Benjamin Netanyahu in der Knesset, dem israelischen Parlament, die Bombe platzen: er brachte die liberale Kadima-Partei mit ins Regierungsboot. Seine Regierungskoalition verfügt jetzt über 94 der 120 Sitze, fast eine Allparteien-Regierung.

„Israel bekommt eine Superregierung und warnt Iran“

titelte ZEIT-Online gestern

Und weiter:

„der Spielraum wächst – für Reformen, aber auch im Atomstreit mit dem Iran und im Friedensprozess“

Allerdings hatte man vergessen zu erwähnen, dass beide Sachverhalte in sehr, sehr engem Zusammenhang gesehen werden müssen:

Die bisherige Koalition war strikt gegen jegliche ernsthafte Verhandlungen mit den Palästinensern, also kein Baustopp neuer Siedlungen vor Verhandlungsbeginn. Besonders trat dabei der Betonkopf und der Korruption verdächtige Aussenminister Avigdor Lieberman hervor.

Taktisches Manöver
Netanyahu, angesichts der drohenden Auseinandersetzung mit dem Iran, und der eher zurückhaltenden Einstellung der Obama Administration, die erst die Verhandlungsschiene voll ausschöpfen will, sieht jetzt offenbar, dass er aus taktischen Gründen auf die Palästinenser zugehen, und Friedensverhandlungen zumindest einleiten muss.


Premier Netanyahu ….taktisches Manöver
Screenshot: Dr. v. Paleske

Darauf hat der neue Koalitionspartner bestanden, und die rechtsradikalen Parteien und Freunde der Westbank-Siedler können nun nicht mehr mit ihrem Auszug aus der Regierung diese zu Fall bringen.

Es wäre aber wohl falsch, nun zu glauben, dass Netanyahu zu irgendwelchen weitreichenden Kompromissen in der Landrückgabe, und der Anerkennung eines Palästinenserstaates, bereit ist.

Es ist vielmehr ein taktisches Manöver. Er braucht den Rauchvorhang der scheinbaren Kompromissfähigkeit als Täuschungsmanöver gegenüber den arabischen Staaten, und auch gegenüber den USA, um Obamas Zustimmung zu einem Waffengang zu erleichtern.


Auf die USA angewiesen

Israel ist, anders als in den vorangegangenen Konflikten und Waffengängen mit seinen arabischen Nachbarn, diesmal voll auf einen militärischen Zweitschlag der USA angewiesen.

Israel hat nun ein formidables Kriegskabinett..
Netanyahu hat zudem den Vorteil, dass er vor einem auch in Israel äusserst umstrittenen Waffengang sich nicht einer Wahl stellen muss, vielmehr die Einigkeit Israels durch die massive Parlamentsmehrheit der Welt vorgaukeln kann.

Was sagte doch der linke Knesset–Abgeordente Dov Chanin zu der neuen Koalition:

“ Schaul Mofas (Chef der Kadima-Partei) und Premier Netanyahu wollen mit ihrem Pakt den Weg zu einem Militärschlag gegen den Iran ebnen“.

Mehr als 2000 Gefangene im Hungerstreik
Mittlerweile steigen die Spannungen in Nahost durch den Hungerstreik der palästinensischen Gefangenen in israelischen Gefängnissen.

Mehr als 2000 Palästinenser befinden sich mittlerweile im Hungerstreik. Der Streik richtet sich gegen die Haftbedingungen wozu auch strenge Einzelhaft und seltene Verwandtenbesuche gehören.

Viele der Inhaftierten befinden sich ohne Anklage, und ohne Aussicht auf ein Gerichtsverfahren, zum Teil schon viele Jahre, dort.

Eine formelle Anklage, wie in jedem Rechtsstaat zwingend vorgeschrieben, und ein anschliessendes Gerichtsverfahren, sind keineswegs beabsichtigt. Die Beweislage für angeblich kriminelles oder terroristischen Verhalten ist in diesen Fällen so dünn, dass sie selbst vor einem israelischen Gericht zu einem Freispruch führen würde, mit der Folge der sofortigen Freilassung.

Administrative Detention
Diese groteske, aus der Nazizeit wohlbekannte Form der menschenrechtswidrigen Wegsperrung wird „Administrative Detention“ genannt..

Der Unterschied zu Hitlerdeutschland sind lediglich die Haftbedingungen, und dass es sich um Gefängnisse, und nicht formell um Konzentrationslager handelt.

Nach all dem Leid und den Verbrechen, die Nazi-Deutschland gegenüber den Juden begangen hat, würde man eigentlich erwarten, dass ein jüdischer Staat nicht zu ähnlichen Mitteln greift.

Das ist jedoch leider nicht der Fall. Im Gegenteil: Herrenrasse-Mentalität (Daniel Cohn-Bendit: „Hier in Israel habe ich sie überall gefunden“), militärische Aggression und Apartheidprinzipien mit gewaltsamer Vertreibung, all das kann in Israel und der besetzten Westbank gefunden werden.

.


Besetzte Westbank – An Häuserwände gesprühte rassistische Parolen. Screenshots: Dr. v. Paleske

Zwei, seit mehr als 70 Tage hungerstreikende Palästinenser, befinden sich mittlerweile in einem kritischem Zustand.
Nach dem ersten Todesfall dürfte es zu Massenprotesten der Palästinenser kommen.

Der Nahe Osten braucht dringend Frieden, jedoch kein israelisches Kriegskabinett.

Zum Konflikt Israel-Iran
Israel: Stimmen gegen einen Krieg mit dem Iran mehren sich

Günter Grass, ein Gedicht und das Jerusalem-Syndrom
Netanyahu will den Krieg, Obama (noch) nicht
Münchener Konferenzen und die Kriegsgefahr
Israel: Kanonen statt Butter, Ermordungen und Entführungen statt Friedensverhandlungen
Apokalypse Nahost schon bald?
Gefangenenaustausch Israel-Hamas: Israelischer Premier Benjamin Netanyahu als Friedenstaube?
Geplantes Attentat des Iran in den USA oder „Tonkin-Zwischenfall“ des Jahres 2011?
Die Kriegsgefahr im Nahen Osten steigt
Palästina, Israel, Apartheid-Südafrikaner als Siedler in der Westbank, und ein Vorstoss in New York

Stuxnet und die Folgen: Legalisierung von Virusattacken und Cyberwars, Fortsetzung der Landwegnahme in Ost-Jerusalem und der Westbank
Das Stuxnet-Virus und der Siedlungsbau im Westjordanland
Nahost: Wem nützen die Enthüllungen der Palästina-Papiere?
Mission impossible – Josef Joffes Iran-Kriegs-Artikel in der ZEIT
Raketenabwehr am Persischen Golf – Vorbereitung auf Irans Angriff oder Gegenschlag?
Gasmaskenverteilung in Israel: Kriegsvorbereitungen gehen weiter
Nach der Sicherheitskonferenz in München: Mit der iranischen Atombombe leben oder Krieg?
Israel bereitet sich auf einen Vergeltungsschlag des Iran vor
Greift Israel den Iran an ?
Sindbad, der Iranfahrer oder: wie man beim BND einen nutzlos gewordenen „Top-Spion“ los wird

Israels Waffenlieferungen in den Iran einschliesslich Massenvernichtungswaffen
linkGasmasken, Giftgas und Milliardenbetrug – auf den Spuren des Moshe Regev
Der Fall Barschel, der Mossad und die Waffenlieferungen in den Iran

Keine Freilassung des Waffenhändlers Nahum Manbar zu erwarten
linkMassenvernichtungswaffen in den Iran – Schmierige Geschäfte internationaler Kriegstreiber
linkIsraels tödlicher Export – Waffen in den Iran
linkIsrael has a long history of supplying Iran with weapons

SATIRE

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zu den Wahlausgängen in Frankreich und Griechenland

Dr. Alexander von Paleske — 8.5. 2012 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Wolfgang Schäuble
Bundesfinanzminister
Im Regierungsviertel 3
BERLIN

Guten Morgen Deutschland,

nach den Wahlausgängen in Frankreich und Griechenland ist Ruhe erste Bürgerpflicht.

Bereits gestern hatten die Aktienmärkte in Deutschland sich zügig beruhigt, nachdem es zunächst zu Panikverkäufen und einem DAX-Absturz von mehr als 2% gekommen war, der Index aber am Ende des Tages dann doch im grünen Bereich schloss. Sehr erfreulich, auch wenn er heute wieder etwas nachgegeben hat.

Diese wohltuende, realistisch optimistische Stimmung, möchte ich allgemein in der deutschen Volksgemeinschaft verbreitet wissen, und im Rahmen meiner geduldigen Überzeugungsarbeit werde ich hier darstellen, wie wir diese neuen Regierungen bzw. Parteien auf unseren drastischen Sparkurs trimmen, koste es was es wolle.

Dazu haben wir zwei Pläne für jedes Land in der Schublade: einen Plan A und einen Plan B.


Wolfgang Schäuble……..habe jeweils Plan A und Plan B.
Screenshot: Dr. v. Paleske

Zuerst Griechenland
Fangen wir zunächst mit Griechenland an.
Dort sind nun Weimarer Verhältnisse im Parlament eingekehrt, die uns aber nicht sonderlich bedrücken.

Die Totalverweigerungshaltung einiger hellenischer Parteien, die von uns gesetzten Daumenschrauben voll zu akzeptieren , die bereits jetzt zu (sehr schmerzhaften) Einkommenseinbussen von rund 40% geführt haben, ist nichts als kleinkindliche Trotzhaltung.

Diese Daumenschrauben können nicht mal so eben mir nichts dir nichts abgeschafft werden. Die erhöhte Freitodrate lässt sich leicht durch Ausweitung der Telefonseelsorge in den Griff bekommen, wie auch die Versorgung der ständig zunehmenden Zahl der Obdachlosen durch Deckenverteilung und Ausweitung der Suppenküchen.

Diese träumenden Schafskäseproduzenten werden rasch auf den Boden der nackten Tatsachen zurückgeführt, wenn sie nämlich keine Euros mehr bekommen.

Dann werden die ganz schnell zu Kreuze kriechen.

Sollte das wider Erwarten nicht geschehen, wird Plan B in Kraft gesetzt: Raus aus dem Euro, Wiedereinführung der Camembert-Währung Drachme.

Binnnen kurzen werden dann dort die Gelddruckmaschinen heisslaufen, und jeder Grieche alsbald Millionär werden, ohne Kaufkraft versteht sich.

Bezahlung deutscher Kriegswaffen vordringlich
Unser Deutsches Interesse ist vor allem darauf gerichtet, die Bezahlung unserer hochmodernen, bereits gelieferten bzw. gekauften Kriegswaffen sicherzustllen, insbesondere der (höchst überflüssigen) U-Boote.

Insgesamt 15% aller deutschen Waffenexporte gingen ja nach Griechenland, das bereit war, 4% der Wirtschaftsleitung dafür zu opfern – ohne Druck, sondern nur durch geduldige Lobbyarbeit unsererseits. Und natürlich durch die grosszügige Bestechung des ehemaligen Verteidigungsministers Akis Tsochadzopoulos seitens der deutschen Firma Ferrostaal, die bereits bei den Waffengeschäften mit Südafrika so hervorragend geschmiert hatte, wir berichteten darüber.

Summa summarum wurden bereits 2,6 Milliarden Euro für diese herrlichen Waffensysteme an uns bezahlt, aber eine weitere Milliarde Euro ist immer noch ausstehend.

Wie Frau BK Merkel vor ein paar Monaten dem griechischen Gewerkschaftsboss Yiannis Panagopoulos klarmachte: pacta sunt servanda, Verträge müssen eingehalten werden – auch wenn die (überflüssigen) U-Boote nicht den Anforderungen entsprachen, und auch dass Griechenland verhältnismässig mehr als doppelt so viel im Vergleich mit den anderen Ländern der Euro-Zone für Kriegswaffen ausgibt..

Auch dass diese Milliarde Euro mehr ist, als die anstehenden Pensionskürzungen ausmachen, spielt keine Rolle. Hier hätte vielmehr die griechische Regierung rechtzeitig verkünden können: „Kanonen statt Butter“. Das ist wirklich nicht unser Problem.

Frankreich als nächstes
Und nun zu Frankreich: Auch dieser neue Präsident Hollande träumt, wenn er glaubt, wir würden den EU-Pakt zur Sicherung deutscher Einkünfte, auch Stabilitätspakt genannt, nachverhandeln.

Seine Versprechen gegenüber dem französischen Volk, mit denen er unseren lieben Freund und Jet-Set Realisten Nicolas Sarkozy aus dem Sattel warf, sind nichts als Känguru-Geschichten: Mit leerem Beutel grosse Sprünge machen.

Im übrigen ist es ja kein Problem, nach der Wahl von diesen Versprechen herunterzukommen, das machen ja auch hier in Deutschland fast alle Politiker

Dieser Hollande, das steht jedenfalls fest, wird nicht an die Gelddruckmaschinen der EZB herangelassen, um sein abenteuerliches Programm „Deficit spending“ in die Tat umzusetzen.

Plan B: Wenn aller freundschaftlicher Druck nicht reichen sollte, dann steht die Wiedereinführung der DM, die dann von Staaten wie Österreich und den Niederlanden auch als Leitwährung übernommen werden kann, auf der Tagesordnung
.
Der Rest der Südländer, einschliesslich Frankreich, kann dann weiter den Euro benutzen, ihn nach Herzenslust drucken und damit entwerten.

Deutsche Volksgemeinschaft, wir haben alles im Griff auf dem sinkenden Euro-Schiff!

Euer Bundesfinanzminister
Wolfgang Schäuble

Mehr Satire zu Schäuble
Bundesfinanzminister Schäuble: Warum die Griechenlandhilfe in Wirklichkeit uns Deutschen hilft

Wolfgang Schäuble: Der Rauswurf Griechenlands aus dem Euro ist längst beschlossene Sache
Wolfgang Schäuble an das deutsche Volk: Ich rette die Banken (und Euch)

Keine Satire zu Griechenland
Griechenland: Aus der Ausweglosigkeit in den Freitod – kein Einzelfall

Zu Ferrostaal
Deutsche Firma Ferrostaal, Waffenexporte nach Südafrika und steuerabzugsfähige Millionen- Schmiergeldzahlungen

SATIRE

Ursula Sarrazin: Deutschland, jetzt schreibe ich!

Dr. Alexander von Paleske — 4.5. 2012 Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Ursula Sarrazin
Volksschullehrerin im vorzeitigen Ruhestand
Deutschlanderneuerungsirrpfad 1
Berlin

Guten Morgen Deutschland,

darf ich mich zunächst vorstellen für diejenigen der deutschen Volksgemeinschaft, die mich etwa noch nicht kennen sollten:
.
Ich heisse Usula Sarrazin, bin die Ehefrau des Bestsellerautors, politischen Metzgermeisters, nimmermüden Deutschland-Abschaffungs-Verhinderungs-Forschers, Ex Bundesbankers, Gendatenbankers, Entdeckers des Intelligenz-Sarrazin-Gens, Unterschicht-Heizungskosten-Spar-Consultants, Hartz IV- Nahrungsmittelspezialisten, politisch-kaltduschenden Pofi-Aufmischers, selbsternannten Integrationsfachmanns und Sprecher der Obsthändler- und Kopftuch-Crisis- Group Dr. Thilo Sarrazin.


Das bin ich

Anfangs skeptisch
Ich war anfangs sehr skeptisch, ob das aufrüttelnde Buch meines Gatten „Deutschland schafft sich ab“ auch den erforderlichen Zuspruch – ausserhalb der rechtsradikalen Szene – finden würde, und ich war ausserordentlich erfreut, wie sehr gerade in (klein-) bürgerlichen Kreisen das Buch eingeschlagen hat, und zu einem riesigen Verkaufserfolg wurde.

Seit mehr als 18 Monaten tobt der von meinem lieben Ehemann initiierte Meinungskampf darüber, ob die Ausländer nicht besser heute als morgen Deutschland verlassen sollten, um so dem intellektuellen Absturz entgegen zu wirken.

Abschied von der Türkenschule
In die Zeit dieser hochpolitischen Debatte fiel auch mein (zum Glück) vorfristiger Abschied von der Türkenschule, äh, ich meine Volksschule, in Berlin.

Und da das Buch meines Mannes solch hohe Auflagen erlebte, und die deutsche Volksgemeinschaft bereits mit Spannung und Ungeduld auf die Auslieferung seines zweites Buchs

„Die Euro-Pleite – Deutschland vor dem endgültigen Abschaffen. Untertitel: Auf dem Marsch in die Dritte-Welt“

wartet, hatte ich mir gedacht, da könnte ich im Huckepackverfahren auch noch etwas mitmischen und meine (engstirnige) Erfahrung aus dem Schulbereich mit einbringen.

Ich packe aus und rede Klartext


Bild, Deutschlands führende Qualitäts-Tageszeitung vor vier Tagen

Der Arbeitstitel meines Buches wird lauten:

„Ursula Sarrazin: Eine ehemalige Volksschullehrerin packt aus“ Untertitel: “Wie mich die Türkenschule abgeschafft hat – Eine Hexenjagd im Schulterrorbereich“.

Ich werde schonungslos das aufzählen (was längst bekannt ist):

– Die Qualen, denen ein Lehrer im Zeitalter der Überfremdung heutzutage ausgesetzt ist

– Die Ausländer-Schüler-Gewalt an der Schule

– Die Uneinsichtigkeit der Ausländerfamilien, dass hier weder Anatolien, noch der Libanon ist, und deren Weigerung, eine Erwachsenen-Nachhilfe in Erdkunde zu belegen, die ich anbot.

– Warum der Frontalunterricht als bewährte Unterrichtsform

– und warum der Rohrstock als Disziplinarmittel wieder eingeführt werden müssen.

Ich werde in dem Buch berichten, wie die nutzlose Schulbehörde die Zeit damit verbringt, immer neue Erlasse zu erfinden, wobei die Erlasse aus den letzten 5 Jahren noch gar nicht umgesetzt sind.

Aktion „Pack den Tiger in den Ranzen“
Dann werde ich unter dem Thema „Pack den Tiger in den Schulranzen“ konstruktive Vorschläge machen: wie wir das hervorragende chinesische Unterrichtsmodell hier in Deutschland verwirklichen können.

Am Schluss werden Sie alle feststellen, dass ich am eigenen Leibe erfahren habe, was es heisst, wenn wir diese Ausländer nicht bald wieder in ihre Heimat schicken.

Gute Nacht Deutschland, Du darfst Dich auf mein Erstlingswerk freuen!

Ursula Sarrazin

Mehr Satire zu den Sarrazins
Neues vom politischen Schlachtermeister Thilo Sarrazin</b
Mein neues wissenschaftliches Werk steht vor der Veröffentlichung

Sarrazin: Deutschland, mein zweites Buch ist in Arbeit
Thilo Sarrazin – Gentest beweist: Ich bin nicht verwandt mit dem Zwickauer Mörder-Trio
Herbert Rechtslastig schreibt an Thilo Sarrazin: Wunderbar diesen Wowereit abgewatscht
Elfriede Schalom an Thilo Sarrazin: Du wunderbarer Spaltpilz
Hurra, ich habe gewonnen und bleibe (in der SPD)
Thilo Sarrazin: Warmwasserduschen und die Bundesbank-Schrottmillionen
Das geistige Entsorgerquartett – Eine neue Show für das ZDF

Thilo Sarrazin: Gute Nacht Deutschland, ich bin wieder da und noch mehr
Sarrazin – Sag zum Abschied leise: EINEN RIESEN MEHR
Herbert Rechtslastig schreibt an BILD-Chefredakteur Kai Diekmann
Buchsensation des Jahres: Sarrazins Weisheiten oder: Deutschland durch die Brille eines politischen Kaltduschers
Herbert Rechtslastig schreibt an Thilo Sarrazin
Herbert Rechtslastig schreibt an SPD-Andrea Nahles
Thilo Sarrazin muss Bundesbankpräsident werden
Bundesbanker Thilo Sarrazin schreibt an Deutschkbanker Josef Ackermann
Post für Thilo Sarrazin

medien

Grosse Feier beim Axel Springer-Verlag: Blatt- Plattmachers 100. Geburtstag

Dr. Alexander von Paleske — 2.5. 2012 —-
Heute jährt sich zum 100. mal der Geburtstag Axel Springers, Gründer des nach ihm benannten Verlages, und Blattmacher im Nachkriegsdeutschland. Mit Bild, Hamburger Abendblatt und Hör Zu (später folgten andere ) die binnen kurzem hohe Auflagen erzielten, wurde Springer steinreich, aber in seinen Blättern war der unabhängige liberale Qualitätsjournalismus eher selten nur zu finden.


Blattmacher, Plattmacher und Meinungsmacher

Heute findet eine grosse Feier in Berlin mit seiner Witwe Elfriede statt.
.
Und heute darf sich jeder Haushalt in Deutschland über eine kostenlose Bild aus Anlass des Jubiläums freuen. Zur Freude besteht für die Freunde des guten Journalismus allerdings wenig Veranlassung.

Kein Grund zur Freude
Axel Springer war ohne Zweifel der „Rupert Murdoch Nachkriegsdeutschlands“. Aber anders als der britische Pressezar wollte er messianisch seine Überzeugungen unter das Volk bringen, notfalls auch gegen den Strom. Überzeugungen, die stark rechts von der Mitte im politischen Spektrum angesiedelt waren.

Dagegen ging und geht es Murdoch in erster Linie darum, auf die jeweiligen Regierungen grösstmöglichen Einfluss zu haben, um so seine Projekte voranzubringen, ohne auf politischen Widerstand zu stossen.

Als die Bundesrepublik erwachsen wurde, der Kampf um die Pressefreiheit nach der Spiegel-Affäre geschlagen war, (wobei Springer ausdrücklich verbot, dem bedrängten SPIEGEL Hilfestellungen jeglicher Art zu gewähren), begann dem Träumer und Narzissten politisch der Wind von links, aber auch aus der liberalen Ecke ins Gesicht zu blasen.

Springer hatte mittlerweile fast eine meinungsbeherrschende Stellung erlangt.

Gegen ihn traten jetzt traten vor allem DER SPIEGEL, DIE ZEIT und der STERN publizistisch an.

Trotz Gegenwind weiter aufwärts
Der Gegenwind schadete allerdings zunächst seinen Blättern wenig, allen voran dem von Peter Boenisch ausgeführten „Kettenhund“ BILD. „Pepe“ Boenisch drosch auf alles ein, was nach links aussah insbesondere natürlich die Studenten. Die Auflage von BILD stieg bis auf 5 Millionen.

Kommentar des SPIEGEL- Herausgebers und Journalist des Jahrhunderts, Rudolf Augstein:

Eine Zeitung, die von 5 Millionen Deutschen gelesen wird muss widerwärtig sein.

Keine Blätter für Liberale
Die liberale intellektuelle Elite hingegen verschmähte nicht nur Bild, sondern gleichfalls die anspruchsvolleren Blätter Die Welt und Welt am Sonntag, welche Springer in den 50er Jahren dazugekauft hatte. Sie blieben ein Zuschussgeschäft, da „Gesinnungslappen“, denn wirklich gute Journalisten konnten diese Blätter, die in der Anfangszeit von Springers Mentor Hans Zehrer geleitet wurden, nie auf Dauer anlocken. Und so blieben Journalisten mit „vorauseilendem Gehorsam“, wie Peter Bacher, Rolf von Bargen, Peter Boenisch, Matthias Walden alias Otto Baron von Saß, und andere..

„Noch nie habe ich so viele gedemütigte Redakteure erlebt“

sagte die ehemalige WELT-Journalistin Anneliese de Haas.

Das ist so unerträglich gewesen, dass ich das Haus Springer verlassen habe“.

Hans Zehrer war übrigens einstmals Chefredakteur der Zeitschrift DIE TAT </i>zu Zeiten der Weimar Republik, und konnte mit Fug und Recht als intellektueller Wegbereiter der Naziherrschaft bezeichnet werden.,

Die Essentials
Es waren vier Essentials, die jeder Redakteur bei Springer vor der Arbeitsaufnahme unterschreiben musste:

– Eintreten für die Wiederherstellung der deutschen Einheit

– Aussöhnung zwischen Deutschen und Juden und Unterstützung der Lebensrechte des israelischen Volkes

– Ablehnung jeder Art von politischem Terrorismus

– Bejahung der sozialen Marktwirtschaft

Essentials, gegen die es kaum etwas einzuwenden gab.

Aber essentiell, wie seine Gegner behaupteten, war gerade wie die Vorstellungen des Verlagsherrn in Druckerschwärze umgewandelt wurden, bzw. unter Springers geistiger und persönlicher Anleitung bzw. Einmischung sich daraus entwickelten:

Verfälschung der Wahrheit

Unterdrückung von Nachrichten

Springer-Redakteure, die das Manipulieren von Nachrichten als besondere Form der Recherche ansahen

Minderheiten, die per Schlagzeile gejagt wurden.

Justiz gegen Springer
Als der Springer Verlag diese Behauptungen 1968 verbieten lassen wollte, musste er vor der Pressekammer des Landgerichts Hamburg eine dicke Niederlage kassieren.

Auch das Bundesverfassungsgericht haute ihm mit dem Blinkfüer-Urteil auf die Finger, nachdem er seine Macht ausgenutzt hatte, um die Verbreitung einer kleinen Programmzeitschrift zu hintertreiben, die es gewagt hatte, auch das Programm des DDR-Fernsehens mit abzudrucken.

Es war der Journalist und Buchautor Günter Wallraff, der sich bei Bild– Hannover unter falschem Namen als Redakteur einstellen liess, und dann aus dem „Reich des Bösen“ haarklein berichte: „Der Aufmacher“.

Alle Versuche Springers, das Buch ganz oder Teile davon gerichtlich verbieten zu lassen, scheiterten vor dem Bundesgerichtshof. Eine Sternstunde bundesrepublikanischer Justiz.

Keine Vorbehalte gegen Diktatoren
Gegen die Faschisten Franco (Spanien), Salazar und Caetano (Portugal), den Diktator Pinochet (Chile), sowie das Obristenregime in Griechenland, gab es natürlich – trotz der Essentials – keine Vorbehalte.

Kampf gegen die sozial-liberale Regierung
Und Springer bekämpfte mit seinen Medien die Aussöhnungs- und Entspannungspolitik der SPD / FDP- Koalition mit dem Osten, und schoss aus allen Rohren auf den Friedensnobelpreisträger Willy Brandt, den er einst im Berlin der 50er und Anfang der 60er Jahre publizistisch massiv unterstützt hatte, und mit dem er sich erst kurz vor seinem Tode wieder versöhnte.

Studenten gegen Springer
Die Studentenproteste kulminierten Ostern 1968 mit der Blockade der Auslieferung der BILD in mehreren Städten nach dem Attentat auf den Studentenführer Rudi Dutschke, als dessen geistiger Attentats-Wegbereiter Springers Hetzkampagnen gegen die Studenten angesehen wurden.

Was die seinerzeitigen Proteste der Studenten („Springerpresse halt die Fresse“, „Enteignet Springer“, „Aaaxel, wir kommen“) nicht schafften, das besorgt jetzt das Internet, wo auch die andauernde Aufklärung über die Unwahrheiten von BILD in Niggemeiers Bild-Blog betrieben wird.

Nicht aufzuhaltender Sinkflug
Die Auflagen fast aller seiner Print-Postillen fallen: starker Sinkflug.
So gehört die Bild am Sonntag mit einem Rückgang von 10 Prozent im letzten Quartal zu den TOP-Verlierern der Printmedien.


Unaufhaltsamer Sinkflug von BILD und BILD am Sonntag

Aber auch die Glanzzeiten von Hör Zu sind vorbei: Von einstmals 4,5 Millionen Exemplare, mittlerweile auf 1.3 Millionen in den vergangenen Jahren abgestürzt. Ein Trend, der allerdings auch Zeitschriften anderer Verlage nicht ungeschoren lässt.

Israel, meine Liebe
Wenn sich überhaupt etwas Positives über Axel Springer sagen lässt, dann war es sein Eintreten für die Verantwortlichkeit Deutschlands für den Holocaust, und die Verpflichtung zu wenigstens materieller Wiedergutmachung. Da hat der Mann, der mit den Nazis nie etwas am Hut hatte, durch grosszügige Spenden und Unterstützung von Projekten in Israel vorbildlich gehandelt.

Allerdings krass einseitig ignorierte er das Leid der Palästinenser, deren Recht auf einen eigenen Staat, und forderte keineswegs den Rückzug Israels aus den besetzten Gebieten.


Axel Springer mit Bürgermeister Teddy Kollek beim Rundgang in Ost-Jerusalem. Palästinenser mussten derweil mit erhobenen Händen an der Hauswand stehen.

Fazit:
Springer war sicherlich nicht der Gralshüter der Pressefreiheit, er war ein Kämpfer im politischen Spektrum rechts von der Mitte angesiedelt, dessen enge Freundschaft mit dem gleichfalls dort beheimatet gewesenen Franz Josef Strauss insoweit keine Überraschung darstellt .

Mag der Springer Verlag feiern, und in jeden Haushalt heute eine Bildzeitung senden:. Über Springers seinerzeitiges falsches Verständnis von Pressefreiheit und Qualitätsjournalismus kann das kaum hinwegtäuschen.

Kein Grund zum Mitfeiern.

Zu Rupert Murdoch
Medienkrake Rupert Murdoch und die britischen Regierungschefs
Rupert Murdoch – Citizen Kane in der Aera der Globalisierung
Rettet Rupert Murdoch den guten Journalismus?
Murdoch, Huffington-Post und das Wikipedia-Prinzip
Umsonst ist nicht angemessen? – oder: Ist das Zeitungssterben aufzuhalten?
Botschaft eines Kraken aus der Medienwelt.
Rupert Murdoch bläst zum Angriff auf Obama
Die Rache der Sarah Palin

Zum SPIEGEL
Neues SPIEGEL-Domizil in Hamburgs Hafencity, oder: Umzug in den „Palazzo Prozzi“

Satire zu BILD-Kai
Hamburger Bordellbesitzer schreibt an BILD-Diekmann zur Hurenserie
BILD-Kai (Diekmann): Kampagnenstart „Junge komm bald wieder“

Das geistige Entsorgerquartett – Eine neue Show für das ZDF

An BILD-Diekmann Betr.: „Franziska (26) Ich lebe mit zwei Männern“

Kai Diekmann Betreff: Serie “So war mein bester Sex”
Kai Diekmann: Deutschland vor der Schicksalswahl
BILD-Diekmanns Glückwunschmail an Boris Becker
Kai Diekmann und seine Menschelei
Post für BILD-Diekmann

Literatur
Besonders empfehlenswert: Michael Jürgs: Der Fall Axel Springer – 1995 –

global player

Kolumbianische Kohle nach Deutschland: Mit Blut, Schweiss und Tränen

Dr. Alexander von Paleske — 30.4. 2012 — Die Grüne und stellvertretende Ministerpräsidentin von Nordrhein Westfalen, Sylvia Löhrmann, erklärte in einem Interview mit der ZEIT vom 12..4. 2012:

Wir brauchen keine Trauerarbeit mehr, dass es mit dem Steinkohlebergbau vorbei ist. Der Bergbau gehörte zu diesem Land. Er hat zum Wohlstand Deutschlands nach dem Krieg beigetragen, und wir sind stolz darauf, aber jetzt ist das eben vorbei weil es weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll ist.“

Also wird die Kohle nicht mehr gebraucht? Hat die alternative Energie zum Abschalten der Kohlekraftwerke in grossem Umfang geführt, sodass auf die Kohle jetzt verzichtet werden kann?
Weit gefehlt.

An anderer Stelle des Interviews heisst es:

„Der Ersatz der Kohle beim Umbau der Energie ist die zentrale Herausforderung, dabei muss ein Kohleanteil von knapp 70 % durch nachhaltige Stromerzeugung ersetzt werden“.

Mit anderen Worten: Die Kohle wird noch auf Jahre weiter gebraucht, aber sie wird eben jetzt importiert, weil das „ökologisch und ökonomisch sinnvoller“ ist.

Was die Grüne dabei unterschlägt:
Die erbärmlichen Bedingungen, unter denen die Kohle in Dritte Welt Ländern gefördert wird unterschlägt Frau Löhrmann. Denn an der von den Stomkonzernen RWE, EON, Vattenfall und anderen importierten „ökonomisch sinnvollen“ Kohle

klebt der Schweiss von ausgebeuteten Kohlearbeitern in Kolumbien, dem Hauptexportland für Kohle nach Deutschland,

klebt das Blut ermordeter Gewerkschafter

kleben die Tränen der Landbevölkerung, die von ihren Ländereien verjagt wurde, um Platz für den Tagebau der Kohleminen zu schaffen.

Die grösste Mine ist Cerrejon, über die wir bereits berichtet haben und die Umweltzerstörung, dank nicht existierender oder lax gehandhabter Umweltschutzgesetze.


Cerrejon-Mine ………..Probleme entsorgt

Aber darüber redet die Grüne natürlich nicht, obwohl sie es weiss oder wissen sollte.

Hier gilt vielmehr die Sankt Florians Mentalität:

Herr, verschon mein Haus, zünd andere an
.
Besuch aus Kolumbien
Dieser Tage besuchte der kolumbianische Menschenrechtsanwalt Alirio Uribe Deutschland, um auf die katastrophalen Zustände in der Kohlemine El Cerrejon in Kolumbien aufmerksam zu machen, dort, wo Kohle für Deutschland gefördert wird.

Cerrejon gehört dem schweizer Konzern Xstrata, (über den wir schon mehrfach berichtet haben), der britisch südafrikanischen Bergbaufirma Anglo American, und der australischen BHP Billiton.

Auf der Anklagebank
Uribe klagt an:

Durch den Tagebau seien komplette Siedlungen verschwunden,

Die Bergbauunternehmen hätten Gemeinden systematisch bedrängt, damit sie ihre Grundstücke verlassen oder sie extrem preiswert verkaufen,

Der kolumbianische Staat agiere als Komplize der Konzerne

Strom-und Telefonleitungen seien gekappt, Landstrassen überschwemmt, und Gesundheitsstationen geschlossen worden, um den Druck zum Wegzug zu erhöhen

Schlechte Arbeitsbedingungen
Eine Arbeitsgesetzgebung, wie in Deutschland längst selbstverständlich, existiert dort bestenfalls auf dem Papier, und die Löhne sind niedrig.

Mit anderen Worten: Die Probleme der Kohleförderung wurden nicht beseitigt, sondern einfach in einem Land der Dritten Welt abgeladen, entsorgt. Motto: Weg mit Schaden.

Herzlichen Dank, Frau Löhrmann, für dieses schön(e) (unvollständige) ZEIT Interview.

Zu Glencore-Xstrata
Schweizer Rohstoff-Multis Glencore / Xstrata: Milliarden scheffeln, Ausbeutung zulassen, Umwelt verschmutzen
Auf der Jagd nach Rohstoffen: Elefantenhochzeit und Hofieren eines Diktators
Glencore, der Börsengang, und der Weg zum Rohstoff-Riesenkraken
Thyssen, Glencore und die Rohstoff-Blase?
Xstrata und Glencore – Schweizer Konzerne auf dem Weg zum Rohstoffmonopol?
Glencore und Xstrata – Besuch von Demonstranten

Israel

Israel: Stimmen gegen einen Krieg mit dem Iran mehren sich

Dr. Alexander von Paleske — 28.4. 2012 —
Israel stand 2010 offenbar kurz davor, den Iran anzugreifen, und damit auch die USA in einen Krieg zu ziehen.

Es gelang jedoch dem damaligen Chef des israelischen Auslands-Geheimdienstes, Meir Dagan, und dem israelischen Präsidenten Shimon Peres, das Duo Infernale Ehud Barak / Benjamin Netanyahu von diesem Kriegsabenteuer abzuhalten. Barak und Netanyahu hatten offenbar bereits die Zustimmung des israelischen Kabinetts für eine begrenzte Militäraktion erhalten.

Diese begrenzte Militäraktion hätte natürlich dann unweigerlich zu einer großen militärischen Konfrontation geführt, ein Krieg, in den auch die USA letztlich auf der Seite Israels eingegriffen hätten bzw. hätten eingreifen müssen.

Netanyahus Gefolgsleute bezeichneten daraufhin Meir Dagan als „insane“, als verrückt.


Meir Dagan ….Angriff auf Iran idiotisch.
Screenshot: Dr. v. Paleske

Nach dem inzwischen pensionierten Mossad Chef Meir Dagan, der noch im Oktober vergangenen Jahres erklärte, ein Angriff auf den Iran sei „idiotisch“, hatte sich auch dessen Vorgänger im Amt, Ephraim Halevy, im November 2011 zu Wort gemeldet.

Wörtlich:

„Iran poses no “existential threat” to Israel and that attacking it must truly be a last resort. Anyone considering such a strike must realize that it would impact not just Israel, but the entire region for the next 100 years. …..no one should believe that there is an [Iranian] existential threat because this is simply not true“.

Trotz dieser Warnungen haben die politischen Zwillinge Netanyahu / Barak seitdem die Drohungen immer lauter verkündet.

Mehr noch: Netanyahu versicherte noch im September 2010 , er werde binnen eines Jahres eine Friedenslösung mit den Palästinensern erreichen. Offenbar der Preis, den Netanyahu glaubte errichten zu müssen, um sich den Rücken von massiven arabischen Protesten nach einem Angriff auf den Iran freizuhalten.

Davon ist heute keine Rede mehr.

We can have the cake and eat it
Netanyahu glaubt, dass nach dem arabischen Frühling und durch den Konflikt in Syrien, dessen Hauptverbündeter der Iran ist, sich die Lage für Israel grundsätzlich geändert habe.

Der Hass der arabischen Sunniten auf das Assad-Regime in Syrien, wegen dessen Greueltaten gegen die sunnitische Mehrheit, hat die Sympathien für den Iran im sunnitisch-arabischen Lager unter den Nullpunkt sinken lassen.

Die Schlussfolgerung Netanyahus:

We can have the cake and eat it

Mit anderen Worten, die Friedenslösung mit den Palästinensern erübrigt sich unter diesen Umständen.

Kein Frieden mit den Palästinensern
Unvermindert wird der Siedlungsbau in Ostjerusalem und der besetzten Westbank vorangetrieben. Bisherige dort noch nicht legalisierte Landwegnahmen mit folgendem Siedlungsbau werden legalisiert.
Dass unter diesen Umständen Friedengespräche ausgeschlossen sind, versteht sich von selbst.

Warnungen an die Adresse der Regierung
Nun haben sich der ehemalige Chef des israelischen Inlandsgeheimdienstes Shin Bet, Juval Diskin, und der israelische Armeechef, General Benny Gantz, mit warnenden Stimmen zu Wort genmeldet.

Juval Diskin erklärt ganz offen, dass er der Regierung Netanyahu nicht über den Weg traue, ausserdem würden die Angriffsdrohungen dieser Regierung das Atomprogramm des Iran nicht stoppen, sondern vielmehr beschleunigen.

Juval Diskin ……traut der Regierung nicht über den Weg
Screenshot: Dr. v. Paleske

Armeechef Benny Gantz wies in einer Stellungnahme darauf hin, eine Entscheidung über den Bau einer Atombombe im Iran sei noch gar nicht gefallen.


Benny Gantz ..Bomben-Bauentscheidung noch gar nicht gefallen. Screenshot: Dr. v. Paleske

Im Klartext: ein Angriff auf den Iran zum gegenwärtigen Zeitpunkt sei nicht gerechtfertigt.

Es bleibt abzuwarten, ob diese Stellungnahmen die Regierung Netanyahu / Barak von ihrem geplanten Kriegsabenteuer abhalten werden.

Zum Konflikt Israel-Iran
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Israel: Kanonen statt Butter, Ermordungen und Entführungen statt Friedensverhandlungen
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Der Fall Barschel, der Mossad und die Waffenlieferungen in den Iran

Keine Freilassung des Waffenhändlers Nahum Manbar zu erwarten
linkMassenvernichtungswaffen in den Iran – Schmierige Geschäfte internationaler Kriegstreiber
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linkIsrael has a long history of supplying Iran with weapons

SATIRE

Neues vom politischen Schlachtermeister Thilo Sarrazin

Dr. Alexander von Paleske — 26.4. 2012 – Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Politischer Schlachtermeister und
kaltduschender Profi- Aufmischer
Dr. Thilo Sarrazin
Deutschlanderneuerungsirrpfad 1
Berlin

Guten Morgen Deutschland,

ich wende mich direkt an die Deutsche Volksgemeinschaft, nachdem die Presse sich erneut in einer Scheinempörung über mein gestriges „Schlachtfest“ aufgeregt hat.

So titelte der Berliner Kurier:

Saumäßiger Vergleich – Sarrazin: „DDR-Ende war eine Notschlachtung“

„DDR“ Verklärer erwartet
Ich hatte zutreffend erwartet, dass professionelle „DDR“-Verklärer wie die einstige „DDR“-Wirtschaftsministerin der damaligen Modrow-Regierung, Christa Luft, dort aufkreuzen, und die These von der angeblichen Zwangskolonisierung des Ostens durch den Westen wieder auf das Tapet bringen würden. Alles Quatsch.

Für solche Sozialismus-Nostalgiker aus dem ehemaligen Schweinestaat „DDR“, den wir notschlachten mussten, habe ich keinerlei Sympathien. Diese Personen müssen frontal angegriffen und mit drastischen Vergleichen einen aufs Haupt bekommen.


Das bin ich, der politische Metzger Deutschlands

Nicht an Einverleibung interessiert
Eigentlich waren wir Westdeutschen, äh, ich meine Bundesrepublikaner ja gar nicht so richtig an der Einverleibung der „DDR“ interessiert. Uns hätte es weit besser gepasst, wenn erst einmal sich die Ostler mit Ostmark selbst weiter heruntergewirtschaftet hätten, statt dann später diese lächerliche Dolchstosslegende zu fabrizieren.

Also eine Art Konföderation mit getrennten Währungen, sodass diese sogenannten Schwestern und Brüder hautnah erfahren hätten, wie bankrott ihr Staat und ihre Betriebe wirklich waren, und sie schliesslich nach unserer Notschlachtung, äh, ich meine Nothilfe, geschrien hätten.

In der Zwischenzeit hätten wir dann, zur Linderung der allergrössten Not, weiter Pakete in den Osten geschickt und jedem Besucher aus dem Osten weiterhin ein kleines Begrüssungsgeld in die Hand gedrückt. Das wäre nicht nur billiger gewesen, sondern hätte diese Ossis auch Bescheidenheit gelehrt.

Walze Helmut Kohl war nicht aufzuhalten
Nachdem aber die Dampfwalze Helmut Kohl nicht mehr aufzuhalten war, weil der instinktiv ahnte, dass man die Ost-Bevölkerung durch ein paar Täuschungsmanöver hinters Licht führen („Blühende Landschaften“, . „Es wird keinem schlechter, aber vielen besser gehen“) und so schnell auf seine Seite und damit zum eigenen Wahlerfolg bringen kann, mussten wir Fachleute sehen, wie wir das Beste daraus machen könnten.

Natürlich wussten wir:

dass es von nun an für uns Wessis teuer werden würde, weil die gesamte Infrastruktur im Osten erneuert werden musste

dass Plattenbauten unter West-Regie zur Verslumung führen

dass die Bevölkerung der neuen Bundesländer nun in Verlierer und Gewinner aufgespalten würde

dass die Bevölkerung der Ostländer, äh ich meine neuen Bundesländer zunächst einmal nur als Konsumenten, nicht aber als Produzenten gebraucht würden, weil die Produkltion in der Bundesrepublik nur hochgefahren werden musste, und eine Produktionskonkurrenz von drüben weder erwünscht noch notwendig war.

Um diese harten Einschnitte zu tolerieren, musste deren Vergangenheit konsequent entwertet, geschlachtet und entsorgt werden.

Motto: Alles war schlecht, nun wird mit der DM endlich alles gut, so wie es der Pfaffe Gauck in seinen Predigten und Vortragsreisen ja immer wieder zutreffend herausposaunt hat „Wir waren keine Bürger“..

Die von uns getroffenen Massnahmen lauteten:

Eigentumsrückgabe geht vor Entschädigung. Damit sollten eine ganze Reihe von Westdeutschen in den längst abgeschriebenen Wiederbesitz von Grund und Boden kommen, und auch persönlichen Gewinn aus der Wiedervereinigung schlagen.

.Beseitigung von allem, was nach Sozialismus roch (z.B. Abschaffung der Polikliniken)

Konsequente Beseitigung des Gemeinschaftsgefühls, das sich ja bloss aus der permanenten Mangelsituation herleitete

Konsequente „Siegerjustiz“ statt aufklärender Wahrheitskommission.

Alles notgeschlachtet
Wir haben also alles notgeschlachtet, was irgendwie mit einer nüchternen (auch positiven) Betrachtung der Vergangenheit zu tun haben könnte.

Teil der Schlachtwerkzeuge war gerade auch das Betriebsvernichtungs-Bolzenschussgerät „Treuhand“, die Abwicklungsanstalt für ostdeutsche VEB-Betriebe.

Hier galt der eherne Grundsatz:

Schliessung oder Verramschen geht vor Weiterführung

Vor allem musste auch verhindert werden, dass aus der Selbstbefreiung der Ossis durch die Massendemonstrationen irgendwelche (Schein-) Rechte hergeleitet würden.

Das durchgängige Motto musste sein: Alles war schlecht, nun wird alles gut. Dazu gehörte auch das Keulen der LPG-Sauen. Die dort praktizierte Massentierhaltung war längst noch nicht so ausgereift wie hier in der Bundesrepublik, wo die Hühner und Schweine dank massiver Antibiotikaverfütterung wesentlich schneller ihren Schlachttag erreichen.

Natürlich war uns klar, dass, wenn der Schwindel mit den blühenden Landschaften aufflog, die Vereinigungsverlierer in Scharen zu den radikalen Parteien am linken und rechten Rand des politischen Spektrums abwandern würden. Aber das war als Kollateralschaden in Kauf zu nehmen

So viel zur Klarstellung

Gute Nacht Deutschland

Euer

politischer Metzger
&
nimmermüder Deutschland-Abschaffungs-Verhinderungs-Forscher,
Ex Bundesbanker,
Gendatenbanker, Entdecker des Intelligenz-Sarrazin- Gens,
Unterschicht-Heizungskosten-Spar-Consultant,
Hartz IV- Nahrungsmittelspezialist,
Politisch-kaltduschender Pofi-Aufmischer,
Selbsternannter Integrationsfachmann,
Sprecher der Obsthändler- und Kopftuch-Crisis- Group

Thilo Sarrazin

Mehr Satire zu Sarrazin
Mein neues wissenschaftliches Werk steht vor der Veröffentlichung

Sarrazin: Deutschland, mein zweites Buch ist in Arbeit
Thilo Sarrazin – Gentest beweist: Ich bin nicht verwandt mit dem Zwickauer Mörder-Trio
Herbert Rechtslastig schreibt an Thilo Sarrazin: Wunderbar diesen Wowereit abgewatscht
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Hurra, ich habe gewonnen und bleibe (in der SPD)
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Das geistige Entsorgerquartett – Eine neue Show für das ZDF

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Buchsensation des Jahres: Sarrazins Weisheiten oder: Deutschland durch die Brille eines politischen Kaltduschers
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Post für Thilo Sarrazin

Zu Joachim Gauck
Ansprache des neuen Präsidenten Gauck: Ich bin der richtige Mann (zur falschen Zeit)
Joachim Gauck: Jetzt rede ich und stelle klar
Herbert Rechtslastig schreibt an Thilo Sarrazin: Danke für das dicke Gauck-Lob
Jürgen Flaschenpfand-Trittin zur Kandidatur von Joachim Gauck
Frau BK Merkel: Joachim Gauck kann es, ja, muss es machen

Über den Vereinigungsgewinnler IM Landgraf::
linkEin APO-Mann aus Wien – Martin Schlaff

Grossbritannien

Medienkrake Rupert Murdoch und die britischen Regierungschefs

Dr. Alexander von Paleske— 26.4. 2012 —
Ein chinesisches Sprichwort sagt: der Fisch stinkt immer zuerst vom Kopf her. Diese Weisheit trifft ganz besonders auf die britischen Regierungschefs zu, welche die Pressefreiheit zur Regierungs-Presseabhängigkeit verdrehten, und ihnen dann nachfolgend die Polizei offenbar kriminell-korrupte Zuträgerdienste an Murdochs Medien, allen voran an die inzwischen eingestellte „News of the World“, leisteten.

Kriminelle Aktionen
Mehrfach haben wir uns bereits mit dem Medienmogul Murdoch beschäftigt, zu dessen Imperium auch der deutsche Bezahlfernesehkanal Sky, vormals Premiere gehört, und dessen (Murdochs) Tintenkulis sich über geltendes Recht hinwegsetzten, als sei es für sie ausser Kraft gesetzt.

So wurden:

– Mobiltelefone gehackt, nicht nur die von Prominenten, sondern auch von Verbrechensopfern und aus afghanistan heimkehrenden Soldaten

– Die Handynummern von der Polizei an von den Murdoch-Medien beauftragte „Klempner“ weitergegeben, welche dann die „Drecksarbeit“ erledigten, und die illegal erzielten Infos gegen Bares an Murdochs Medien weiterleiteten

So haben:

– Hohe Polizeioffiziere von Scotland Yard – gegen Bares oder schöne kostenlose Urlaube – nicht nur interessante Infos weitergegeben, sondern eine ausserordentlich enge Zusammenarbeit mit Rupert Murdochs Statthaltern gepflegt. Korruption ein anderes Wort dafür.

Pressemacht verhinderte Einschreiten
Kein halbwegs anständiger Gesetzeshüter wagte es offenbar, dagegen einzuschreiten, bzw. diesen Sumpf trockenzulegen, weil es entweder als aussichtslos, oder sogar als gefährlich, zumindest aber karriereschädlich angesehen wurde, sich mit den Tintenkulis des Medienkraken anzulegen.

Als die unabhängige britische Zeitung „Guardian“ schliesslich den Skandal offenlegte, da stritten Rupert Murdochs Statthalter, an vorderster Front Rebekah Brooks und Murdoch-Sohn James jegliche Kenntnis über die kriminellen Machenschaften ab, obwohl die Indizien dagegen sprachen, insbesondere die Inhalte einer Unzahl von sichergestellten E-Mails.


Rebekah Brooks, Murdochs Statthalterin in Grossbritannien ….wusste angeblich von nichts. – Screenshot: Dr. v. Paleske

Fisch stinkt vom Kopf her
Aber der Fisch stinkt bekanntlich zuerst vom Kopf her, denn Murdoch selbst war häufiger und ausserordentlich gern gesehener Gast aller britischen Premiers: ob es Margaret Thatcher von den Konservativen, oder insbesondere Tony Blair von der Labour Party war: Alle wussten, dass es sich lohnt mit dem Pressemogul sich gutzustellen, um so eine „gute Presse“ zu haben. Rückenwind statt Gegenwind.

Eine Perversion der Pressefreiheit und der Aufgabe der Presse als „Vierter Gewalt“ im demokratischen Staat.

Jeder britische Premier wusste, dass es nahezu unmöglich schien, gegen die geballte Meinungs- Macht von Murdochs Medien einen Wahlkampf mit Aussicht auf Erfolg zu führen.

Kein Wahlerfolg gegen Murdochs Medien
Wer erst einmal das Trommelfeuer der Murdoch-Presse mit dem Flaggschiffen Sun und News oft the World auf sich gezogen hatte, der konnte seine Siegeshoffnungen begraben.

Wobei es eigentlich nur zwei Politiker gab, die Murdoch wirklich respektierte: Margaret Thatcher und US-Präsident Ronald Reagan. Der Rest waren für ihn eher „Tempo-Taschentücher“ die man „benutzte“ und nach Gebrauch fallenliess.

Murdochs Geschichten
Gestern nun stand der 81-jährige Rupert Murdoch in der Leveson Untersuchungskommission Rede und Antwort.


Rupert und James Murdoch vor einer Untersuchungskommission.
Screenshot Dr. v. Paleske

Die Kommission hatte der unter Druck geratene Premier David Cameron auf dem Höhepunkt der Medienkrise im September 2011 eingesetzt, nachdem es bereits zuvor bereits jede Menge Rücktritte sowohl bei der Polizei, als auch in Murdochs-Medienreich gegeben hatte, wir berichteten darüber.

Der nächste Rücktrittskandidat ist nun offenbar der Kultusminister Jeremy Hunt. Auch er pflegte enge Kontakte mit Murdoch, und hatte gleichzeitig darüber zu entscheiden, ob Murdoch den sehr lukrativen Bezahlkanal BSkyB ganz übernehmen darf, bisher hält er rund 30% der Anteile.

Die Kommission wollte nun von Murdoch wissen, ob er jemals Premiers um etwas gebeten bzw. von ihnen erhalten habe – gegen eine gute Presse.


Rupert Murdoch vor der Leveson Kommission
……bezahlte angeblich nie, an niemanden, und für nichts.
Screenshot: Dr. v. Paleske

Gemütlicher Meinungsaustausch
Die Frage ist erstaunlich, denn Rupert Murdoch brauchte seine Anliegen gar nicht vorbringen, das hatten entweder seine Tintenkulis mit ihren Artikeln in dessen Medien längst getan, oder es war offensichtlich, wie bei Genehmigung der Übernahme der altehrwürdigen Times zur Regierungszeit Margaret Thatchers.

Die Treffen dienten wohl eher dem Zweck, sich auszutauschen und zu erfahren, was der oder die so denkt, und was ich davon halte. Pflege der Freundschaft und gegenseitige Bestätigung sozusagen.

Und so wies mit grosser Gelassenheit Murdoch alle Unterstellungen zurück, er habe bei seinen Besuchen in 10, Downing Street, dem Sitz des britischen Premiers, den er meist durch die Hintertür betrat, „Geschäfte“ – welcher Art auch immer – abgeschlossen.

Zitat:

“I have never asked anybody for anything”

Mehr noch: Nicht er habe sich den jeweiligen Premiers aufgedrängt, sondern umgekehrt: die Premiers legten Wert auf die Besuche und telefonierten angeblich häufig mit ihm.

Verhöhnung von Demokratie und Rechtsstaat
Mit den von allen Premiers aus purer Angst vor schlechter Presse offenbar nicht nur geduldeten sondern gesuchten Kontakten, Telefonaten und Besuchen verhöhnten die britischen Premiers nicht nur demokratische Prinzipien, sondern Murdoch mit den rechtswidrigen Aktionen seiner Medien schliesslich auch noch den Rechtssaat.

Es wird sich zeigen, ob der direkte Einfluss Murdochs auf die Regierung nun anhaltend zurückgehen wird.

Die von Murdoch angestrebte komplette Übernahme von BSkyB dürfte jedenfalls nicht nur auf kurze Sicht eine Fata Morgana bleiben.

Kein Grund zum Nase rümpfen
Es gibt allerdings keinen Grund, in Deutschland über diese Zustände die Nase zu rümpfen: der Pressezar Axel Springer ((BILD, Bild am Sonntag, Welt, Welt am Sonntag und noch einiges mehr), der Anfang der 80er Jahre sein Medienimperium an Murdoch verkaufen wollte, übte in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg bis zu seinem Tode 1985 eine ähnliche meinungsbeeinflussende Wirkung aus, versuchte seine Überzeugungen mit Hilfe seiner Medien unter das Volk zu bringen, bekämpfte die auf Entspannung setzende Ostpolitik Willy Brandts, und schoss aus allen (Medien-) Rohren auf der 68er Studentenbewegung.

Und deutsche Regierungschefs hüteten und hüten sich, die Bildzeitung zum Feinde zu machen. Auch SPD-Kanzler Schröder gab ihr gerne Interviews.

Und dass Angela Merkel mit der Springer-Witwe und -Erbin Elfriede befreundet ist, dürfte ihr kaum zum publizistischen Nachteil gereichen.

Zu Rupert Murdoch
Rupert Murdoch – Citizen Kane in der Aera der Globalisierung
Rettet Rupert Murdoch den guten Journalismus?
Murdoch, Huffington-Post und das Wikipedia-Prinzip
Umsonst ist nicht angemessen? – oder: Ist das Zeitungssterben aufzuhalten?
Botschaft eines Kraken aus der Medienwelt.
Rupert Murdoch bläst zum Angriff auf Obama
Die Rache der Sarah Palin

Zum Medienskandal
Murdoch-Medien-Skandal: Mea Culpa – aber ich bin unschuldig.

Murdoch-Presse-Abhör-Skandal: Verhaftung von Rebekah Brooks, Rücktritt des Londoner Polizeichefs
Murdochs Medien-Imperium wankt: FBI ermittelt, saudischer Prinz feuert Rebekah Brooks
Rupert Murdoch – das politische Spiel des „Citizen Kane“ in Grossbritannien ist vorbei
Rupert Murdoch: Der Abstieg seines Empires hat schon begonnen

Grossbritannien – Rupert Murdochs Presse ohne (Scham-) Grenzen. Oder: Wenn die „Vierte Gewalt“ zum Hooligan wird

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Folgt Westafrika dem Beispiel Somalias? Oder: Fabrikmässige Überfischung in den Küstengewässern treibt lokale Fischer in die Armut

Dr. Alexander von Paleske — 23.4. 2012 —
In Somalia waren es die Fabrikfangschiffe aus Europa, welche in die fischreichen Küstengewässer eindrangen und sie leerfischten. Küstengewässer, die nach internationalem Recht ausschliesslich lokalen Fischern vorbehalten sind.

Es begann im Jahre 1992 zeitgleich mit dem Zerfall des Staates Somalia, und liess die lokalen Fischer schliesslich zur bewaffneten Selbsthilfe greifen.

So schilderte es nicht nur der in Kenia lebende somalische Journalist Mohamed Abshir Walso, sondern auch Abdirahman Mohamed Farole, Präsident Puntlands (der nach dem Zerfall Somalias semiautonomen Nordprovinz Somalias), jüngst auf einer Konferenz in London, auf der das Problem der Piraterie und Wege zur Abhilfe diskutiert wurden.

Von den Fischtrawlern zu den Handelsschiffen
Erst waren es die Fischtrawler, die gekapert, und dann nur gegen Lösegeld wieder freigelassen wurden. Dann begann sich die Piraterie aus der Selbsthilfe zu lösen, und mit der Kaperung von Handelsschiffen zu einem eigenen lukrativen Geschäftszweig sich zu entwickeln, gegen den schliesslich eine ganze Flotte von Kriegsschiffen der Nato, aber auch aus Ländern wie China und Indien zum Einsatz kommt.

Der Erfolg ist mässig, denn immer wieder gelingt es den Piraten, gleichwohl Handelsschiffe zu kapern.

Mittlerweile haben einige Reedereien Söldner angeheuert und die EU will einen (vorläufig) begrenzten Küstenstreifen zur Kriegszone machen, mit der Folge, dass vermutete Piraten aus der Luft attackiert werden dürfen. Schritte zu einer weiteren Eskalation nach dem Motto „immer feste druff“ ohne die sozialen Ursachen zur Kenntnis nehmen zu wollen..

Bald auch vor Westafrika?
Auch in Westafrika könnte sich ein ähnliches Szenario entwickeln.
Die erste Stufe dazu ist in den fischreichen Küstengewässern von Mauretanien und Senegal bereits erreicht.

Der Fischbestand in den Küstengewässern ist dank massiver Überfischung durch Fabrikfangschiffe aus Europa, Russland und China bereits stark geschrumpft.

Die Fischfangerträge des Senegal haben sich in zehn Jahren von 220.000 Tonnen auf 120.000 Tonnen fast glatt halbiert.

Zwar sind die Fabrikfangschiffe aus der EU gehalten, die 19km Zone strikt einzuhalten, die ausschliesslich lokalen Fischern vorbehalten ist, aber die Überfischung ausserhalb dieser Zone macht sich gleichwohl auch innerhalb der Zone mehr als deutlich bemerkbar.

Ausserdem gibt es eine Reihe von Trawlern, die insbesondere bei Nacht in die Verbotszone eindringen. Die Eigentümer dieser verrosteten „Seelenverkäufer“ sind irgendwelche Briefkastenfirmen in Steuerparadiesen, um die wahren Eigentümer zu verschleiern, wir berichteten darüber.

Der Schaden, der durch diese illegale Fischerei hervorgerufen wird, liegt im Falle Sierra Leones, einem der ärmsten Länder Westafrikas mit einer langen Bürgerkriegsgeschichte, bei rund 30 Millionen US Dollar pro Jahr.

Die betroffenen Länder haben so gut wie keine Möglichkeit die Küste z.B. durch Küstenschutzboote zu überwachen, und den Fischpiraten das Handwerk zu legen

Die Versuchung zu bewaffneter Selbsthilfe seitens der lokalen Fischer steigt daher in dem Umfang, in dem die Fischbestände sich vermindern, und die Fischer bisher wütend aber hilflos diesem Treiben zuschauen mussten.

Kein Wunder
50 Fabrikfangschiffe, deren grösste Einheiten bis zu 250 Tonnen Fisch pro Tag fangen und verarbeten können, kreuzen vor der Küste Mauretaniens, darunter 30 bereits aus Ländern wie China Indien und Belize.
Was 56 der kleinen mauretanischen Fischerboote in einem Jahr fangen, das fischen und verarbeiten diese Frabrikschiffe in einem Tag. Mittlerweile kommen 25% der Fische, die in Europa auf dem Esstisch landen, aus Gewässern der Dritten Welt.

Die Überfischung der eigenen Gewässer wird „exportiert“, mit katastrophalen Folgen:

Zerstörung der Existenzgrundlage der lokalen Fischerei

Verhinderung des Aufbaus einer Fischverwertungsindustrie

Verminderte Versorgung der lokalen Bevölkerung mit proteinreichem Fisch

Schliesslich Kollaps der Fischgründe durch Überfischung

Hungersnöte

In Senegal leben rund eine Million Menschen direkt und indirekt vom Fischfang.

Aber auch ausserhalb der 19km Schutzzone darf nur gefischt werden, wenn entsprechende Fischereirechte an die Eigentümer der Fabrikfangschiffe erteilt wurden.

Viele Länder Westafrikas haben aus dem Verkauf dieser Lizenzen lukrative Einnahmen gemacht, die entweder Staatsausgaben decken, oder in die Taschen korrupter Regierungseliten wandern, oder beides . Sie erlauben vielfach durch totale Ignorierung des ökologischen Gleichgewichts und der Interessen der lokalen Fischer diese Überfischung.
Etwas, was die Konflikte der Fischer mit der eigenen Regierung schüren wird.

So ist es dann keine Überraschung, dass diese Verträge meistens unter Verschluss gehalten werden – von beiden Seiten versteht sich..

Man braucht also kein Prophet zu sein, um vorauszusagen, dass dieser Konflikt sich in der Zukunft gewaltsam entladen wird, wenn nicht rechtzeitig Abhilfe geschaffen wird. Ganz abgesehen von den irreparablen ökologischen Schäden.

Guten Appetit Europa – Fischfangsklaverei und Umweltzerstörung

Kampf gegen somalische Piraten – nun mit Söldnern
Söldner auf deutsche Handelsschiffe am Horn von Afrika?
Söldnerchef Spicer sucht neues Geschäftsfeld: Piratenbekämpfung vor Somalia?