SATIRE

Rundschreiben des Verbandes zur Förderung der Massentierhaltung Deutschlands (VEFMAD) zu Granate-Renate Künasts veganem Rohrkrepierer

Dr. Alexander von Paleske —– 7.8. 2013 ——- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Verband zur Förderung der Massentierhaltung Deutschlands(VEFMAD)

Am Gesundbrunnen 1

Berlin

Rundschreiben an alle Massentierhalter Deutschlands

Betrifft: Grünen- MdB Renate Künast und ihr Kantinen-Zwangsspeiseplan

Sehr geehrte Mitglieder

Ich darf hiermit meiner Freude Ausdruck geben, dass wir einen unfreiwilligen Verbündeten in unsrem beharrlichen Kampf um Erhalt und Förderung der Massentierhaltung „gewinnen“ konnten: Die Obergrüne Granate-Renate Künast.

Lawine losgetreten
Diese hatte sich erdreistet, der Deutschen Volks-Verzehrgemeinschaft Vorschriften über vegane Tage in Kantinen machen zu wollen. Damit hatte sie aber nur eine Lawine der Entrüstung und des Protestes losgetreten, die hervorragend davon ablenkte, welche wirklichen Probleme durch die Massentierhaltung entstehen.


Renate Künast …..Protestlawine losgetreten

Insbesondere die Probleme der Bakterienresistenz gegen Antibiotika, die unsere Mitglieder ja in grossem Umfang, insbesondere in der Geflügelmast, verfüttern, weil es diese Viecher sonst gar nicht bis zum Schlachttag schaffen.

Wir von der VEFMAD hatten uns seit Monaten überlegt, wie wir diesen ständigen Katastrophennachrichten über die Massentierhaltung propagandistisch begegnen können.

Abstreiten und Verharmlosen
Unsere Zielrichtung war und ist es: die offensichtlichen Gefahren der Massentierhaltung aus dem öffentlichen Bewusstsein zu vertreiben: durch Abstreiten und Verharmlosen.

Eine recht zündende Kampagne wollte uns dazu aber nicht einfallen, abgesehen davon, dass wir im anstehenden Bundestagswahlkampf Freihähnchen in den Füssgängerzonen verteilen wollten unter den Slogans:

-Fleisch essen ist sehr gesund

-Massentierhaltung dient den Menschen

-Massentierhaltung tut gut

Steilvorlage geliefert
Nun haben diese grünen Spielverderber mit ihrem Vorstoss uns eine hervorragende Steilvorlage geliefert, indem sie einen fleischlosen Tag in den Kantinen fordern, um den Fleischkonsum der Deutschen, der erfreulicherweise bei durchschnittlich 60kg pro Mensch und Jahr liegt, um 2% zu drosseln..

Ein Granaten-Rohrkrepierer der zu einem sehr erfreulichen Aufschrei der Empörung führte, weil die deutsche Volks-Verzehrgemeinschaft keinen Appetit darauf hat, sich Vorschriften von diesen grünen Salatfutterern und geifernden Besserwissern über die Essensauswahl machen zu lassen.

Sehr erfreulich.
.
Bogen überspannt
Natürlich hat der FDP-Mann Lars Lindemann mit seinem Nazi-Poster den Bogen überspannt.


Lindemanns Bildmontage ..den Bogen überspannt

So weit gehen wir hier als VEFMAD natürlich nicht. Aber die Empörung über diese grünen Vorschriften-Heinis hat das Thema der Gefährlichkeit der Massentierhaltung völlig in den Hintergrund treten lassen. Besser hätten wir das gar nicht machen können.

Ohnehin haben die Grünen aus Angst, ein paar freudig fleischverzehrende Wähler zu verlieren, sich nicht getraut, das Thema „Massentierhaltung“ in der vollen Schärfe auf die Tagesordnung zu setzen, und ein Verbot zu fordern.

Die haben sich stattdessen auf eine Art Salamitaktik verlegt, und schwafeln nebulös vom „Zurückdrängen der Massentierhaltung“.

Das eröffnet uns wiederum Möglichkeiten, denen in die Schaumparade zu fahren, und klar zu sagen, dass erst die Massentierhaltung es auch Hartz IV Empfängern ermöglicht, sich wirklich satt zu essen, und nicht zu hungern. Insofern unsere Mitglieder auch noch eine soziale Funktion erfüllen.

So viel für heute.

Seien Sie alle recht herzlich gegrüsst!

Gez. Dr. Krankgockel
Vorsitzender der VEFMAD

Keine Satire
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SATIRE

Freiherr K.T. zu Guttenberg an den Chef des Bundeswehrverbandes: Wir müssen in Afghanistan bleiben – auf jeden Fall

Dr. Alexander von Paleske —- 6.8. 2013 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Freiherr K.T zu Guttenberg
z.Zt Sabbatical
USA

An
Herrn Vorsitzenden
Oberst Ulrich Kirsch
Deutscher Bundeswehr-Verband e. V.
Interessenvertretung aller Soldaten
Südstraße 123

53175 Bonn

Einen wunderschönen guten Morgen Oberst Kirsch,

lange ist es her, dass wir zuletzt miteinander gesprochen haben.

Ich melde mich aus dem politischen „Off“, aus der politischen Wüste, einem erzwungenen Sabbatical , aus dem ich aber nach der von meinen Parteifreunden im September gewonnenen Bundestagswahl nach Berlin zurückkehren werde – auf die politische Bühne..

Das hindert mich aber gar nicht daran, mich bereits jetzt zu den drängenden militärpolitischen Fragen zu äussern.

Gestern las ich Ihre Stellungnahme zum Bundeswehreinsatz in Afghanistan:

„Deutsche Kampftruppen müssen auch nach 2014 in Afghanistan bleiben“
.
Insbesondere gefielen mir ihre klaren Kommiss-Worte:
,
Dier Sicherheitslage dort kann einen ängstigen. Zu sagen, wir bräuchten nach 2014 keine Kampftruppen mehr dort, mag wahltaktisch schön sein, entspricht aber nicht der Realität.

Nur mit Hilfe solcher Kampftruppen lässt sich rasch auf Krisen reagieren, die in dieser wackligen Situation schnell entstehen. Die Kampftruppe ist zudem erforderlich, um gegebenenfalls unsere eigenen Leute herauszuholen“.

Mutig und vorausschauend
Eine mutige und vorausschauende Stellungnahme eines Stabsoffiziers, der ich mich voll und ganz anschliessen kann. Dazu noch militärisch kurz, knapp und zackig auf den Punkt gebracht. Ausgezeichnet!

Sie hätten aber auch noch hinzufügen sollen, dass auch deutsche Söldner in Afghanistan ggf. herausgeholt werden müssen.

Raushole verweigert
Gerade las ich in der FAZ wie die feigen Verantwortlichen im Bundeswehr-Lager Kundus sich am 2.7.2010 weigerten, einen deutschen Söldner und ehemaligen tapferen Bundeswehrsoldaten namens Rouven Beinecke, herauszuholen, als die Taliban-Terroristen des Gebäude der mit der CIA kooperierenden US-„Entwicklungshilfeorganisation“ Development Alternatives Incorporated (DAI) stürmten.

Beinecke war als gut bezahlter Söldner über die Söldnerfirma Edinburgh International dort eingesetzt gewesen, um das vierstöckige DAI-Gebäude zu bewachen. Bei dem Angriff der gottlosen Gotteskrieger wurde er schwer verletzt, und rettete sich auf das Dach des Gebäudes. Vor dort rief er das Bundeswehr-Lager in Kundus an:

Ich bin Beinecke, ehemaliger Soldat (Oberbootsmann), schwer verletzt, holt mich hier raus“.

Diese diensthabenden Offiziers-Feiglinge vor dem Feind im Feldlager Kundus, nur 3km entfernt, weigerten sich jedoch, diesen durch und durch deutschen (Söldner-)Helden zu befreien, und den Taliban eins auf die Mütze zu geben, notfalls unter Inkaufnahme von eigenen Opfern.

Das darf nie wieder vorkommen. Ich hätte diese Entscheidungs-Flaschen sofort wegen Feigheit vor dem Feind disziplinarrechtlich belangt und degradiert.

Bei dieser Gelegenheit fallen mir wieder die eindringlichen Worte des Bundespräsidenten Joachim Gauck ein:

„Eine funktionierende Demokratie erfordert auch Einsatz, Aufmerksamkeit, Mut, und manchmal auch das Äußerste, was ein Mensch geben kann: das Leben, das eigene Leben“.

Kampfauftrag noch nicht erfüllt
Solange die Taliban dort nicht besiegt sind, hat die Bundeswehr dort auch im Auftrag der (korrupten) afghanischen Regierung einen Kampfauftrag zu erfüllen. Die für Oktober geplante Auflösung des Heerlagers in Kundus ist nichts als ein übler Schildbürgerstreich.


Ich und JB Kerner in Afghanistan, Dezember 2010 …das waren noch richtige Kampfzeiten

Statt den Taliban offen entgegenzutreten, und sie zu besiegen, haben sich diese Soldaten bereits im Feldlager eingeigelt, und trauen sich kaum noch heraus, überlassen stattdessen das Feld kampflos diesen Gotteskriegern, die unbekümmert Sprengfallen aufstellen, die gerade gestern wieder fünf unserer Soldaten verletzten.

Auch an dieser Stelle möchte ich unseren hochverehrten Bundespräsidenten Gauck zitieren:

Unsere glücksüchtige Gesellschaft” kann es nur schwer ertragen, dass es wieder deutsche Gefallene und Kriegsversehrte gibt……“

Ich habe immer behauptet, und da wusste ich mich mit führenden Zeitungsleuten wie diesem Josef Joffe von der ZEIT und dessen Universalreporterin Andrea Böhm, aber auch dem SPD Steinmeier und den Grünen noch 2009 völlig einig: Nicht nur „jetzt raus nein“, sondern vielmehr auch dass Berlin samt seinen Aussenbezirken in Afghanistan verteidigt wird.

Obamas törichte Politik
Wie töricht die Politik des US-Präsidenten Obama ist, das zeigt sich gerade daran, dass die zwar irgendein Gespräch der Al Qaida über ihre globale NSA-Lauscherei aufgefangen hatten, aber offenbar nicht verstanden, um welchen Angriffsort es sich handelte. Die NSA-Leute hätten ja gerne genauer nachgefragt, was aber aus technischen Gründen nicht funktionierte.

Daher konnten diese Herrschaften nur ungefähr sagen: “Irgendwo im Osten“, sodass jetzt erst einmal alle Botschaften „im Osten und Süden“ geschlossen werden mussten.

Die hätten mal besser alle Rattennester der Al Qaida ausräuchern sollen. Stattdessen haben sie immer neue Kriege (wie im Irak) geführt, oder Aufstände von Islamisten unterstützt (Syrien), in deren Kielwasser sich dann gleich die Gotteskrieger einnisten konnten, denen es bisher an Nistplätzen mangelte.
Sehr unvernünftig.

Wenn ich nach Berlin zurückkomme, werde ich diesen unfähigen Drohnen-Thomas (de Maiziere) im Verteidigungsministerium ablösen. und dort richtig aufräumen.

Bis dahin sage ich erst einmal:

Wegtreten bis zum Appell!

Gute Nacht Deutschland

Mit freundlichen Grüssen

Karl Theodor (Guttiplag) Freiherr zu Guttenberg
Ex Vorne-Verteidigungsminister und Rückkehrer im Wartestand.

BILD-Kai (Diekmann): Kampagnenstart „Junge komm bald wieder“

Keine Satire

linkBaron K.T. zu Guttenberg und EU- Kommissarin Neelie Kroes – Zwei Politiker mit „Vergangenheit“ treffen sich

linkAfghanistan: das vorerst letzte Kriegs-Kapitel hat begonnen

afrika

Simbabwe nach der Wahl: Wahlgewinn Mugabes durch Wahlbetrug?

Dr. Alexander von Paleske — 4.8. 2013 —- Die Präsidentschafts- Parlaments- und Kommunalwahlen, die zusammen am 31.7 2013 stattfanden, haben Simbabwes Präsident Robert Mugabe und seiner ZANU/PF-Partei einen überwältigenden Wahlsieg beschert, Premier Morgan Tsvangirai und seiner MDC hingegen eine deutliche Wahlniederlage.

Zwei Drittel der Parlamentssitze gingen an Mugabes ZANU /PF ein Drittel an die MDC. Für Mugabe selbst stimmten 61% der Wähler.

Sein Gegenspieler, der Premier Morgan Tsvangirai, der Mugabe in der ersten Runde der Wahlen im Jahre 2008 noch auf den zweiten Platz verwiesen, und nur knapp die absolute Mehrheit der Stimmen verfehlt hatte, landete diesmal abgeschlagen mit 34% auf dem zweiten Platz. Eine Stichwahl wird es deshalb nicht geben.


Morgan Tsvangirai 3.8.2013 ……..monumentaler Wahlbetrug. Screenshot: Dr. v. Paleske

Der Verlierer der Wahl, Morgan Tsvangirai, spricht nun von einem „monumentalen Wahlbetrug“ und erklärte die Wahlen für Null und Nichtig, während die Wahlbeobachter der Afrikanischen Union, angeführt von dem ehemaligen Staatschef Nigerias, Olusegun Obasanjo, unter Feststellung einiger Unregelmässigkeiten, die Wahlen als frei, und das Ergebnis insgesamt als „credible“ bezeichnet haben.


Olusegun Obasanjo ……..fair and credible
Screenshot: Dr. v. Paleske

Zu der gleichen Einschätzung kommen die Wahlbeobachter aus der Staatengemeinschaft des südlichen Afrika (SADC).

Wahlbetrug oder nicht?
Sind die Vorwürfe des Wahlbetrugs berechtigt oder nicht?
Ohne Zweifel hat es bei den Wahlen Unregelmässigkeiten gegeben, darunter fällt auch, dass die Liste der Stimmberechtigten, die sog. Voters Roll, etliche Wähler in den Städten nicht enthielt, die deshalb zurückgewiesen wurden.

Weitere Vorwürfe der MDC: Dass einige Busladungen von Wählern von ihren Heimatorten in andere Wahlbezirke zur Stimmabgabe geschafft wurden, vor allem nach Harare.

Nur, unterstellt all das hat stattgefunden, was die ZANU / PF bestreitet: Es hätte am Wahlausgang substantiell nicht allzu viel geändert.
So sehen es auch die afrikanischen Wahlbeobachter

Verlust der Popularität durch Eigenverschulden
Festzuhalten bleibt: der MDC-Vorsitzende Tsvangirai hat seit den letzten Wahlen im Jahre 2008, die er – trotz der verbreiteten Gewalt und des Trommelfeuers der Staatsmedien – gewann, aber er dann wegen Gewaltausbrüchen zur Stichwahl nicht antrat, deutlich an Popularität verloren:

– durch Arroganz und diktatorisches Gehabe, insbesondere in seiner eigenen Partei MDC

— durch offensichtliche Freude an Symbolen der Macht, statt sich um die drängenden Probleme des Landes intensiv zu kümmern

– durch seine amourösen Abenteuer

– durch die „Abstandszahlung“ von 100.000 US Dollar an die Familie einer sitzengelassenen Dame, der er die Ehe versprochen hatte. Die Herkunft des Geldes blieb unklar, möglicherweise aus der Parteikasse
.
– durch Unregelmässigkeiten im Zusammenhang mit dem Erwerb einer staatsfinanzierten Residenz und extrem hohen Renovierungskosten, die er gegenüber der Öffentlichkeit versuchte herunterzuspielen

– durch Dienstbeflissenheit gegenüber Mugabe, statt sich für die konsequente Durchsetzung der 2009 im Koalitionsvertrag geschlossenen Vereinbarungen starkzumachen. Mal um Mal gelang es so Mugabe, Tsvangirai als durchsetzungsschwach vorzuführen.

Dass die offensichtlichen Schwächen Tsvangirais vor der Öffentlichkeit mit Hilfe des von Mugabe und seiner Partei kontrollierten Rundfunks, und der von ihm kontrollierten Tageszeitungen Herald (Harare) und Chronicle (Bulawayo genüsslich der Öffentlichkeit ausgebreitet wurden, versteht sich von selbst..

Keine geschlossene Opposition
Anders als bei den Wahlen im Jahr 2008 war Tsvangirai ausserdem unfähig, eine geschlossene Opposition zu schmieden. Das führte zum Verlaust aller Mandate in Matabeleland South und vieler Mandate im Matabeleland North, wo Mugabes ZANU / PF siegte, weil die Stimmen der Opposition sich aufteilten, die Stimmen der beiden MDC Fraktionen zusammengnommen aber in fast allen Fällen die Stimmen für die ZANU PF übertrafen.

Das hätte zwar den Sieg der ZANU / PF nicht verhindert, wohl aber die Zwei Drittel Mehrheit im Parlament, die jetzt der ZANU /PF auch noch die Möglichkeit von Verfassungsänderungen gibt. .

Konsequenzen des Wahlsiegs Mugabes
Welche Konsequenzen ergeben sich aus dem haushohen Wahlsieg? Die ZANU / PF kann nun uneingeschränkt regieren, und braucht auf einen Koalitionspartner keine Rücksicht mehr zu nehmen. Da es gerade die Koalition, insbesondere mit dem Finanzminister Tendai Biti es war, die wirtschaftliche Stabilität und Fiskaldisziplin durchsetzte, besteht nun die Gefahr, dass Schlendrian und Missmanagement wieder einkehren.

Seinerzeit kontrollierte der Gouverneur der Zentralbank, Gideon Gono, de facto Wirtschaft und Finanzen, was in einer galoppierenden Inflation endete, die zwar jeden Simbabwer zum Dollarmilliardär machte, aber mit Null Kaufkraft und leeren Geschäften.

Die Zusammensetzung des neuen Kabinetts wird zeigen, wohin die Reise geht.

Sanktionen müssen weg
Die zweifelhaften und wirkungslosen Sanktionen der EU, die nicht nur nicht hätten verhängt werden dürfen, sondern spätestens nach Bildung der Koalitionsregierung 2009 vollständig hätten aufgehoben werden müssen, werden nun völlig obsolet.

Kampf um die Nachfolge
Der Kampf um die Nachfolge Mugabes (89) in seiner ZANU /PF Partei, ,zwischen der Mnangagwa-Fraktion einerseits, und der Mujuru-Fraktion andererseits, dürfte kaum beendet sein, auch wenn die Wahl des ersten Vizepräsidenten eine gewisse Vorentscheidung bringen wird.

Die Schlagzeilen in der deutschen Presse aber, z.B. in der Welt

Mugabe siegt – Simbabwe steht am Abgrund

sind aus der Luft gegriffen.

Auch wenn die MDC zu gewaltlosen Protesten aufruft: die Chancen dass es zu Verhältnissen wie in Ägypten mit Massendemonstrationen kommt, sind als sehr gering einzuschätzen.

Wirtschaftliche Veränderungen durch die neue Regierung, so sie kommen, würden ohnehin erst mit der Wiedereinführung einer lokalen Währung, und damit zu erwartender Inflation und Kaufkraftverlust spürbar werden, jedoch nicht jetzt.

Europa sollte sich alsbald bemühen, die Beziehungen zu Simbabwe zu normalisieren. Ihr Darling war Tsvangirai, aber der ist abgewählt.
Seine Abwahl in seiner eigenen Partei könnte folgen.

afrika

Simbabwe – ein friedlicher Wahltag mit offenem Ausgang

Dr. Alexander von Paleske — 1.8. 2013 — Gestern: Ein kühler Wintertag in Simbabwe. Seit dem frühen Morgen warteten die Wähler geduldig und fröstelnd in oftmals langen Schlangen, um ihre Stimme abzugeben.


Gestern in Bulawayo: Wartende Wähler – Foto: Dr.v.Paleske

Friedlicher Wahlkampf
Ein friedlicher Wahlkampf mündete in einen friedlichen Wahltag. Dieser Wahlkampf stand damit in krassem Gegensatz zu früheren Wahlkämpfen, insbesondere zu dem im Jahre 2008.

Der endgültige Ausgang der Wahlen zur Präsidentschaft, zum Parlament, und zu den kommunalen Mandaten, die gleichzeitig stattfanden, wird offiziell erst am Montag dem 5.8. 2013 bekanntgegeben. Da aber an jeder Wahlstation die Ergebnisse ausgehängt werden, dürften inoffizielle Resultate alsbald vorliegen.

Wahlbeobachter aus afrikanischen Staaten, China, Russland und deen AKP-Staaten waren zugelassen, nicht jedoch aus westlichen Ländern, die seinerzeit Sanktionen gegen Zimbabwe verhängt hatten.

Schwierige Voraussage
Das Ergebnis der Präsidentschaftswahl ist schwer vorherzusagen. Gewählt ist, wer mehr als 50% der abgegebenen Stimmen bekommt, ansonsten kommt es zu einer Stchwahl.

Neben dem Präsidenten Robert Mugabe (89), seit 33 Jahren im Amt, bewarben sich noch weitere vier Kandidaten um die Präsidentschaft, darunter der ehemalige Innenminister Dumiso Dabengwa und der im Matabeleland populäre Wirtschaftsminister Prof. Welshman Ncube.

Ernsthafte Chancen werden jedoch neben Präsident Mugabe nur dem Premier Morgan Tsvangirai eingeräumt, der zum dritten Mal gegen Mugabe antritt.

Folgen der Wahl 2008
Bei der Wahl im Jahr 2008 hatte er im ersten Wahlgang die relative Mehrheit erreicht, und Mugabe auf den 2. Platz verwiesen.

In der Stichwahl zog Tsvangirai jedoch seine Kandidatur zurück, nachdem es zu massiven Ausschreitungen gekommen war, die rund 200 Menschen das Leben kostete, vorwiegend Anhänger seiner Partei. Mugabe blieb Präsident.

Danach kam es, auf Druck der Staatengemeinschaft des südlichen Afrika (SADC), und unter Vermittlung des ehemaligen Präsidenten Südafrikas, Thabo Mbeki, schliesslich zu einer Regierung der nationalen Einheit. Tsvangirai wurde Premier.

Erfolge der Regierung
Immerhin gelang es dieser Koalition,insbesondere dem Finanzminister Tendai Biti, die Wirtschaft zu stabilisieren – wenn auch auf niedrigem Niveau – und die galoppierende Inflation zu bekämpfen, durch Ablösung der lokalen (Milliarden-)Währung mit dem südafrikanischen Rand und dem US Dollar.

An der hohen Arbeitslosigkeit, die zur Zeit bei über 80% liegt, hat sich jedoch wenig geändert. Die Betriebsschliessungen gehen weiter, die einst blühende Textilindustrie ist Geschichte.

Haupteinnahmequelle sind nunmehr Rohstoffe, insbesondere auch die mittlerweile erschlossenen Diamantenvorkommen in Marange/Manicaland.

Popularitätsverlust eines Kandidaten
Tsvangirai, der vor 2 Jahren noch einen überwältigenden Wahlsieg hätte einfahren können, hat mittlerweile deutlich an Popularität verloren, insbesondere durch seine amourösen Abenteuer, und die Unregelmässigkeiten im Zusammenhang mit dem Erwerb einer staatsfinanzierten Residenz.
Dann die „Abstandszahlung“ von 100.000 US Dollar an die Familie einer sitzengelassenen Dame, der er die Ehe versprochen hatte, Die Herkunft des Geldes blieb unklar, möglicherweise aus der Parteikasse.

Hinzu kommt, dass er zwar Mut mit den Wahlkämpfen gegen Mugabe bewiesen hat, jedoch nicht gerade durch Intelligenz und Bescheidenheit glänzt, was ihn nicht zu einer besonders attraktiven Alternative zu Mugabe machte.

Andere Kandidaten chancenlos

Die beiden anderen chancenlosen Kandidaten, Welshman Ncube und Dumiso Dabengwa, könnten Tsvangirai die für eine absolute Mehrheit notwendigen Stimmen streitig gemacht haben, Tsvangirai hatte es nicht geschafft, eine breite Basis für den Wahlkampf zu zimmern

Alt und lange im Amt
Präsident Mugabe auf der anderen Seite kann ebenfalls kaum auf einen überwältigenden Wahlsieg hoffen:

– Zu schwer hatte die Bevölkerung in den Jahren 2002-2009 unter der galoppierenden Inflation und dem ökonomischen Missmanagement zu leiden.

– Es ist offensichtlich, dass Mugabe, sollte er wiedergewählt werden, angesichts seines fortgeschrittenen Alters und seiner Krebserkrankung wohl kaum bis zum Ende der fünfjährigen Wahlperiode durchhalten wird.
Da er aber offengelassen hat, wer sein Nachfolger werden soll, ist die Stimmabgabe für ihn ein auch ein Votum für eine Fahrt ins Ungewisse.

– Auf seinen Wahlkampfveranstaltungen redete Mugabe vorwiegend über die Vergangenheit und den antikolonialen Befreiungskampf. Perspektiven für die Zukunft, welche vor allem die arbeitslosen Jungwähler interessieren, waren kaum zu hören, abgesehen von der Teilverstaatlichung der Industrie, die aber auch keine zusätzlichen Arbeitsplätze schafft.

Hoffentlich keine Stichwahl
Viele hoffen, gleich wer gewinnt, dass es nicht zu einem zweiten Wahlgang (Stichwahl) kommt, die dann im September stattfinden würde.

Die Gefahr, dass insbesondere in den jeweils nur knapp verlorenen Gebieten es zur Wählereinschüchterung und Gewaltausbrüchen kommt, wäre zweifellos gross.

Alternative wäre dann – offenbar auch von Mugabe ins Auge gefasst – wieder eine Regierung der nationalen Einheit unter Verzicht auf die Stichwahl, oder Nichtantreten eines zweiten Kandidaten.

NACHTRAG 1.8. 2013, 16.25 Uhr
Offenbar aufgrund inoffizieller Ergebnisse zeichnet sich eine doch deutliche Wahlniederlage für Morgan Tsvangirai ab.Die reisserische Schlagzeile auf SPIEGEL ONLINE ist jedoch irreführend.

Die Ergebnisse sind nach Zählung an jeder Wahlstation öffentlich ausgehängt worden. Sie sind längst an die jeweiligen Parteizentralen weitergeleitet – per Handy. Auch Tsvangirai ist im Besitz der für ihn offenbar katastropalen Ergebnisse, die nicht allein aber auch sehr viel mit seiner miserablen Performance zu tun haben.

Das will und kann er jedoch nicht eingestehen, und spricht stattdessen in einer heutigen Pressekonferenz von einem gigantischen Wahlbetrug, ohne jedoch Details zu nennen, und erklärte die Wahlen kurzerhand für Null und Nichtig.

linkSimbabwe vor der Wahl
linkSimbabwe: Ein ungeklärter Tod und Wahlkampfvorbereitungen
link Simbabwe: Tod des ehemaligen Armeechefs Solomon Mujuru
link Simbabwe: Beerdigung von Solomon Mujuru – auch Beerdigung der politischen Gewalt?

Zimbabwe: Mugabes Umzug ins Wohn-Paradies

Krieg

Bombenanschläge im Irak – was sind die Ziele der Terror-Salafisten?

Dr. Alexander von Paleske —- 30.7. 2013 — 60 Menschen sind gestern im Irak Opfer einer Serie brutaler Anschläge geworden, mindestens 200 Menschen wurden bei den landesweiten Bombenanschlägen verletzt.

Innerhalb von nur etwa einer Stunde explodierten alleine in Bagdad mindestens elf Autobomben in neun verschiedenen Stadtteilen. Den schwersten Anschlag verübten die Extremisten nach offiziellen Angaben in Sadr City, dem grossen schiitischen Armenviertel im Nordosten der Hauptstadt.


Bagdad, gestern 29.7. 2013 nach den Bombenanschlägen
Screenshots: Dr. v. Paleske

In den vergangenen Wochen hat, mit dem Beginn des Fastenmonats Ramadan, die Gewalt im Irak wieder deutlich zugenommen – verschwunden war sie allerdings nie seit dem Abzug der US-Truppen.

Im Juli dieses Jahres wurden bereits mehr als 670 Menschen getötet. Insgesamt starben seit Jahresbeginn mehr als 3000 durch Bombenanschläge.

Schiiten als Ziele
Ziel der Bombenanschläge waren und sind in der Regel die vorwiegend von Schiiten bewohnten Teile des Landes, und vor allem in der Hauptstadt Bagdad, aber diesmal auch in der südlich gelegenen Hafenstadt Basra, wo es bisher relativ ruhig war.

Vor einer Woche hatte die Al Qaida im Irak, wie sich diese Terrorgruppe nennt, die hinter diesen Bombenanschlägen steckt, mit einem spektakulären Angriff auf das berüchtigte Abu Ghuraib Gefängnis in Bagdad rund 500 Gefangene befreit, darunter auch etliche Al Qaida Terroristen..

Schon titelte gestern die Neue Züricher Zeitung:

„Die Kaida ist im Irak auf dem Vormarsch“

Und weiter:

„Die irakischen Sicherheitskräfte drohen den Kampf gegen die Kaida zu verlieren….im Irak seien die Extremisten erstmals seit 2006 in der Lage, ihre strategischen Ziele zu erreichen“.

Was jedoch die strategischen Ziele sein sollen, an denen sich dann messen lässt, inwieweit die Terroristen tatsächlich ihre Ziele erreichen, oder auch nicht, bleibt im Dunkeln.

Auch in der deutschen Presse finden sich keinerlei Hinweise darauf, welche strategischen Ziele die Terrorgruppe al Qaida im Irak verfolgt. Stattdessen wird von „sektiererischen Auseinandersetzungen“ gesprochen.

Was steckt dahinter, welches sind die Ziele?
Vordergründig geht es den Terroristen der al Qaida natürlich darum, die schiitische Regierung des Irak vorzuführen: als schwach, und unfähig, die Sicherheit ihrer Bürger zu garantieren.

Gleichzeitig soll mit den Anschlägen, der hohen Zahl der menschlichen Opfer, und des materiellen Schadens, die Wut der schiitischen Bewohner auf die Regierung gelenkt und geschürt werden.

Al Qaida und ihre Feinde
Aber das allein wären bestenfalls taktische Schritte, jedoch kein strategisches Ziel.

Al Qaida war und ist zunächst eine sunnitische Terrorgruppe, die ihre „Feinde“ mit Waffengewalt bekämpft, ohne Rücksicht auf das Leben Unbeteiligter.

Al Qaidas erklärte Feinde sind der „grosse Satan“, gemeint sind die USA, und natürlich Israel. Nicht weniger der Westen, als „Kreuzritter“ bezeichnet.

Gotteslästerer, die den Tod verdienen
Feinde sind ebenso die Moslems der schiitischen Glaubensrichtung.

Schiiten sind für Sunniten Moslem-Dissidenten, für Al Qaida hingegen Gotteslästerer, die den Tod verdienen.

Im Irak stellen die Schiiten mehr als 60% der Bevölkerung , zwischen 32 und 37 % sind Sunniten, vorwiegend in Sunni-Dreieck nordwestlich der Hauptstadt Bagdad.

Ziel: Errichtung eines sunnitischen Gottesstaates
Das Ziel von Al Qaida im Irak ist die Errichtung eines Gottesstaates – eines sunnitischen Gottesstaates versteht sich. Dabei gibt sich die Führung der Al Qaida-Terroristen wohl kaum der Illusion hin, sie könnte mit ihrer Bomberei schliesslich die Staatsgewalt des Gesamt-Irak übernehmen.

Ihnen geht es vielmehr um die Staatszerschlagung des Irak, und Aufteilung in einen schiitischen, kurdischen, und sunnitischen Teil.
Also die Abtrennung der vorwiegend sunnitischen Teile des Irak herbeizuführen, die sie bereits jetzt als „Emirat“ bezeichnen.
Diese Gebiete sollen dann mit den „befreiten“ sunnitischen Teilen Syriens zu einem sunnitischen Gottesstaat, einem mittelalterlichen Kalifat, zusammengeschlossen werden.

Abtrennung kein Thema
Die Zentralregierung des Irak denkt überhaupt nicht daran, eine derartige Abtrennung auch nur in Erwägung zu ziehen.

Die Al Qaida-Logik daher: Schwächung der Zentralregierung durch möglichst viele Attentate mit möglichst vielen Opfern.

Der nächste Schritt wäre dann eine Radikalisierung der Schiiten bzw. der Zentralregierung herbeizuführen, mit möglicherweise massiven Vergeltungsaktionen gegen die sunnitische Minderheit , was wiederum die Radikalisierung der Sunniten befördern würde.

Der offene Bürgerkrieg wäre dann auf der Tagesordnung. Syrien lässt grüssen.

Eine kleine radikale Minderheit
Al Qaida ist auch innerhalb der sunnitischen Bevölkerung des Irak nur eine kleine – bisher jedenfalls – aber ausserordentlich radikale, und sehr gewalttätige Minderheit. Eine Minderheit, die innerhalb der sunnitischen Bevölkerung bisher nur sehr begrenzt unterstützt wird, und die zur Zeit eine offene militärische Auseinandersetzung scheut, weil diese zu ihrer sofortigen Vernichtung führen würde.

Deshalb kann von einem „Vormarsch“ der Al Qaida Terroristen bisher auch keine Rede sein.

Rückblick
Vor dem Einmarsch der USA im Irak war Saddam Hussein, auch er ein Sunnit, am Ruder. Hussein war ein brutaler Diktator, jedoch kein Salafist. Al Qaida hatte im Irak nichts zu melden.

Religionsfreiheit und Gleichheit der verschiedenen Bevölkerungsgruppen hatten unter Saddam Hussein einen verhältnismäßig hohen Stand.

Die Behauptung der USA, dass All Qaida sich dort aufhalten würde, war, ebenso wie die Behauptung des Besitzes von Massenvernichtungswaffen, reinste Lügenpropaganda.

Erst mit dem Einmarsch der USA gelang es Al Qaida, sich im Irak festzusetzen, und zügig mit Bombenanschlägen zu beginnen, den Hass der Iraker – auch der Sunnisten – gegen die Besatzungsmacht nutzend, zumal sie nun aus der Zentralregierung – anders noch unter Saddam Hussein – verdrängt waren.

Diese Bombenanschläge richteten sich seinerzeit keineswegs nur gegen den Todfeind USA, sondern von Anbeginn an auch gegen die Schiiten, deren Moscheen und Pilgerstätten Angriffsziele für ihren Bombenterror waren.

Die nach dem Abzug der US-Truppen und freien Wahlen gebildete irakische Regeirung hätte von Anfang es sich zum Ziel setzen müssen, die Sunniten in die Regierungsverantwortung angemessen einzubinden, und damit Al Qaida das Wasser abzugraben.

Keine Regierungsmitverantwortung und die Folgen
Das ist jedoch nicht geschehen, im Gegenteil: Die wenige Regierungsverantwortung, welche den Sunniten geblieben war, wurde beseitigt, deren einflussreicher Repräsentant Tarek_al-Haschemi wegen angeblicher Beteiligung an Bombenattentaten bzw. Mordanschlägen strafrechtlich verfolgt. Er floh ausser Landes.

Damit hatte Al Qaida zumindest die Duldung ihrer Präsenz innerhalb der sunnitischen Gebiete erreicht.. Die Sunniten misstrauten nun den Sicherheitskräften der Regierung, und gaben keine Hinweise auf die Terroristen-Schlupflöcher.

Der Bürgerkrieg in Syrien hat zusätzlich dazu geführt, dass irakische Sunniten und Terroristen auf der Seite der Rebellen sich an den Auseinandersetzungen beteiligten, Schiiten hingegen auf der Seite Assads in den Bürgerkrieg eingriffen.

Ab ins Chaos
Aufgabe der irakischen Regierung sollte sein, das Versäumnis der Regierungsbeteiligung der Sunniten zu korrigieren, Vertrauen herzustellen, und Mitarbeit einzufordern.

Für eine derartige notwendige Politikänderung gibt es jedoch zur Zeit keine Anhaltspunkte.

So steuert der Irak weiter ins Chaos und möglicherweise in einen offenen Bürgerkrieg, wie in Syrien.

Al Qaida hätte dann ein Etappenziel erreicht.

Schlachthaus Syrien – Chaospolitik des Westens
Die Salafisten wollen an die Macht – oder: hat der Herbst des arabischen Frühlings schon begonnen, oder gar der Winter?

SATIRE

Ex-Minister Otto Schily schreibt an Bundespräsident Gauck zur Paranoia um die Abhöraffäre

Dr. Alexander von Paleske —- 27.7. 2013 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Dr. h.c. Otto Schily
Ex- SPD Innenminister und
Herausgeber des Hardline-„Otto-Katalogs“
Strasse der Regierungspensionäre Nr. 5
BERLIN

An
Herrn Bundespräsident
Joachim Gauck
Schloss Schöne Aussicht
Berlin

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

ich möchte meiner Empörung Ausdruck geben über Ihre neue Stellungnahme in der Abhöraffäre NSA / Snowden.


Otto Schily ………..bin empört.

In Ihrem hervorragenden Sommer-Interview hatten Sie völlig zutreffend folgende Statements abgegeben, die auch von mir hätten stammen können:

„ Ich würde Sympathie (mit Snowden) haben, wenn eine Regierung dabei ist, das Recht zu beugen, und derjenige, der sich dazu aufgerufen fühlt, diese Rechtsbeugung öffentlich zu machen, wenn der auch bereit ist, dafür Verantwortung zu tragen“
.
„Also, wenn es bei uns so wäre, Gott sei Dank ist es nach allem, was wir wissen, nicht so“

„Wir wissen zum Beispiel, dass es nicht so ist, wie bei der Stasi und dem KGB, dass es dicke Aktenbände gibt, in denen unsere Gesprächsinhalte aufgeschrieben und schön abgeheftet sind“

Sofortige Reaktion
Meine sofortige Reaktion war:

„Ein wahrer Deutscher Präsident, ein Freiheits-Patriot durch und durch, der den Willen des Deutschen Volkes wahrhaftig und unverfälscht demonstriert: Vernunft statt Paranoia“.

Blankes Entsetzen
Gestern musste ich zu meinem Entsetzen Ihre folgenden Stellungnahmen lesen:

„ Wir müssen dafür sorgen, dass auch Nachrichtendienste befreundeter Staaten bei uns die Grenzen beachten, die wir für erforderlich halten Wenn dafür verbindliche Vereinbarungen nötig sind, müssen diese „dringend geschaffen werden, um Bürgerrechte zu wahren“

Noch schlimmer
Aber es kam noch schlimmer, indem Sie diesem vaterlandslosen Verräter-Lumpen Snowden auch noch Ihre völlig unverdiente Anerkennung ausgesprochen haben:

Wenn Institutionen sich von Recht und Gesetz entfernten, kann dieser Missstand in der Regel nur behoben werden, wenn Informationen darüber öffentlich gemacht würden. Wer sie an die Öffentlichkeit bringt und dabei aus Gewissensgründen handelt, der verdient Respekt“

Blanker Opportunismus
Papperlapapp, Herr Präsident. Sie können nicht einfach mir nichts Dir nichts Ihre Meinung wie Ihre Unterwäsche wechseln, bloss weil sich ein paar paranoide Herrschaften über diese absolut notwendige Beschnüffelung aufregen.


Paranoide Herrschaften auf einer der gestrigen Demonstrationen gegen die Schnüffelei — Screenshot: Dr. v. Paleske

Ich halte das für blanken Opportunismus, eine Haltung, die mir völlig fremd ist.

Ich habe deshalb dem SPIEGEL sofort ein Interview gegeben, wo ich die folgenden bitter notwendigen Ratschläge gegeben, bzw. Feststellungen getroffen habe:
.
1. Die größte Gefahr geht vom Terrorismus und von der organisierten Kriminalität aus.

2. Nicht so tun, als ob die größte Gefahr für die Menschen in Deutschland von der National Security Agency (NSA) ausgehe.

3. Das Getöse, was da im Moment zu hören ist, ist völlig unangemessen.

4. Die Furcht vor dem Staat trägt teilweise wahnhafte Züge, auch bei manchen Politikern von FDP und Grünen.

5. Früher haben manche den BND wegen angeblicher Inkompetenz verlacht. Wenn er jetzt effizienter geworden ist, dann ist das nur zu begrüßen.

6. Für SPD-Wähler ist die innere Sicherheit immer ein wichtiges Thema gewesen. Die Partei darf ihre Reputation in diesem Bereich nicht aufs Spiel setzen. Daher darf die Spähaffäre um den US-Geheimdienst NSA nicht als Wahlkampfthema genutzt werden.

7. Da die großen Parteien bei diesem Thema nichts gewinnen können, sollten sie stattdessen der Deutschen Volksgemeinschaft erklären, warum unser Wahlspruch heissen muss:

„Yes, we scan“

Dass die NSA, wie im Fall Enercon, bei uns natürlich auch Wirtschaftsspionage betreibt, ist als unvermeidlicher Kollateralschaden zu akzeptieren.

Bin Terrorismus-Sachverständiger
Ich kann mich hier gerade auch als Sachverständiger zu Wort melden, weil ich sowohl Erfahrung mit Terroristen als deren Verteidiger in den RAF Prozessen in Stuttgart-Stammheim und anderswo in den 70er Jahren hatte.


1970 in Berlin ……..Als ich Horst Mahler verteidigte


1968 – Als ich Gudrun Ensslin verteidigte

Aber auch, weil ich als hardlinigster Innenminister und Patriot mit meinem „Otto-Katalog“ dem Kampf gegen den Terrorismus und für eine umfassende Volksüberwachung absolute Priorität eingeräumt habe:

– mit verdeckter Internet-Überwachung durch Geheimdienste,
einschliesslich des Einschleusens von Bundestrojanern.

– durch Einführung der biometrischen Ausweise (an deren Herstellung die Firmen Safe ID Solutions und der Byometric Systems AG mitverdienen konnten, wo ich im Aufsichtsrat sitze)

– mit der umfassenden Vorratsdatenspeicherung

– und der Forderung nach drastischer Einschränkung des Asylrechts.

Dass mir sowohl im Zusammenhang mit der Al Qaida Terrorzelle in Harburg vor 9 / 11 ebenso der Erfolg versagt blieb, wie bei der Aufklärung der NSU Morde während meiner Amtszeit von 1998 bis 2005, lag einzig und allein daran, dass:

– wir nicht genügend Geld hatten, um die Schnüffelei auf die gesamte Bevölkerung auszudehnen

– es nicht gelang, eine umfassende DNA-Datei der gesamten bundesdeutschen Bevölkerung einzurichten, wofür ich mich besonders stark gemacht hatte..

So viel für heute

Mit freundlichen Grüssen

Dr. h. c. Otto Schily

CDU-Wähler dankt Bundeskanzlerin Angela Merkel für den Auftritt in der Bundespressekonferenz
Minister Hans-Peter Friedrich: Alles im Griff auf dem Schnüffelschiff
Bundeskanzlerin Angela Merkel: Jetzt rede ich zur abgehörten Republik
Ex BND-Chef Ernst Uhrlau schreibt an Bundespräsident Joachim Gauck zum US-Abhörskandal

Mehr zum Abhörskandal – keine Satire
Überwacht: 600 Millionen „Communications“ – pro Tag

Zum BND
Libyen: Rebellenkommandeur beschuldigt Bundesnachrichtendeinst (BND) an Folterbefragungen beteiligt gewesen zu sein
Craig Murray: Ein Autor ohne Verlag. Rakesh Saxena: Ein Mann ohne Strafe
Libyen: Gaddafi lässt schiessen – die Ausbildung besorgte auch Deutschland
Mail an BND-Noch-Präsident Ernst Uhrlau
Brief an BND-Präsident Ernst Uhrlau: Klären Sie einen Skandal auf!
BND-Chef Ernst Uhrlau schreibt an Bundeskanzlerin Angela Merkel

medien

Axel Springer Konzern: Teil-Rückzug vom Printmarkt – Weniger Meinungsmache?

Dr. Alexander von Paleske —- 26.7. 2013 —— Mit drei Printerzeugnissen Hamburger Abendblatt, Hör Zu und BILD hatte sich der Hamburg-Altonaer Kleinverlegersohn Axel Springer im Nachkriegsdeutschland zum grössten Verleger Europas aufgeschwungen.


Axel Springer …..Blattmacher, Plattmacher und Meinungsmacher Nachkriegsdeutschlands.

Marktmacht für Meinungsmache
Diese Marktmacht nutzte er auch, um gegen alles was links war, oder nach links aussah, anzudrucken: Zuerst gegen die Sowjetunion und die DDR, in den 60er Jahren dann gegen die Studentenbewegung , und schliesslich die Verständigungspolitik Willy Brandts mit dem Osten, dem „Wandel durch Annäherung.
Da galt sein Leitspruch „seid nett zueinander“ natürlich nicht.

Hetz-und Kampfblatt BILD
Am schlimmsten trieb es Axel Springer mit seinem „Kettenhund“ BILD, den in den 60er Jahren sein Lieblings-Chefredakteur, der „schöne Pepe“ Peter Boenisch ausführen durfte, und dessen Schlagzeilen oft genug hart am Straftatbestand der Volksverhetzung vorbeischrammten.

Von den unzähligen Geschichten, marktschreierisch hart bzw. voll an der Wahrheit vorbei, ganz zu schweigen.

Printmedien-Glanzzeiten vorbei
Die Glanzzeiten der Printmedien, deren Markt Axel Springer einst in Westdeutschland zu fast 30%, und in Berlin fast vollständig beherrschte, sind längst vorbei.

Die Auflagen der meisten Printmedien fallen und fallen, ein Ende der Abwärtsfahrt ist nicht in Sicht..

Abwärtsfahrt ohne Ende


Auflage von BILD und BILD am Sonntag


Computerbild-Auflage

Das Internet mit seiner Schnelligkeit und seiner Vielfalt hat ihnen das Wasser abgegraben. Neben die Online-Auftritte der Printmedien sind eine Vielfalt von anderen Anbietern, Online-Magazinen und Bloggern getreten.

Die Verlage reagierten auf den Auflagenrückgang mit Entlassungen von Redakteuren, und der Auslagerung ganzer Redaktionen, was den Absturz nicht aufhielt, sondern wegen des damit einhergehenden Qualitätsverlustes oft nur noch beschleunigte.

Die kostenlosen Internetauftritte der Traditionsmedien spielten wegen der drastisch gefallenen Werbeinnahmen keinen mit den Printmedien vergleichbaren Gewinn ein.

Bezahlauftritte sollen es bringen
Nun sollen es die Bezahlauftritte im Internet bringen. Ob dieses Kostenmodell sich neben den zahllosen kostenlosen Internetauftritten behaupten kann, bleibt abzuwarten, erhebliche Skepsis ist angesagt.

Springer hat sich unter seinem Chef Mathias Döpfner umorientiert: Im Vordergrund stehen jetzt Internetauftritte, die keine Zeitung mehr darstellen, sondern Märkte bedienen, von Immobilienangeboten, Jobbörsen bis zum Automarkt (Stepstone, Immonet, Kaufda ), autohaus24, finanzen.net . Hierfür werden keine Redakteure gebraucht, sondern Leute, die Internetseiten ansprechend und gefällig herstellen können und Content-Manager.

Mit diesen Auftritten verdient Springer bereits Geld, aus dem Medienhaus wird ein Internet-Auftrittshaus, das von Firmen bis Kleininserenten alles bedient.

Keine Überraschung
So stellt dann die Meldung des heutigen Tages keine Überraschung mehr dar:

Axel Springer Verlag verkauft Traditionstitel wie Hör Zu.

Springer verkauft nicht nur Traditionstitel, die ihn gross und reich gemacht hatten, allen voran die Hör Zu unter dem damaligen Chefredakteur Eduard Rhein, sondern gleich auch einen erheblichen Teil seiner Palette von Printerzeugnissen: Hamburger Abendblatt, Berliner Morgenpost, TV- digital, Funk Uhr, Bildwoche, Bild der Frau, Frau von heute.

Weg mit allen Frauen- und Programmzeitschriften heisst die Devise.

„Kettenhund“ BILD bleibt
Bei Springer bleiben jedoch „Kettenhund“ BILD und BILD-Ableger wie Auto-Bild, Computer- Bild und Sport-Bild, aber auch der einstige Axel Springer „Meinungslappen“ und deshalb seinerzeitige Verlustbringer Welt, die über Jahrzehnte von den Bombenerlösen der anderen Printerzeugnisse mit durchgefüttert wurde – auf Anordnung des Hausherrn Axel.

Abladeplatz: Medienhaus Funke
Verlagshaus Springer lädt diese von ihm erfundenen und nun zum Verkauf gestellten Produkte für schlappe 920 Millionen Euro bei jemandem ab, der offensichtlich den Glauben an Printerzeugnisse noch nicht verloren hat, zumindest nicht wenn diese neuen Medien eine knallharte Schlankheitskur mit entsprechenden Entlassungen hinter sich gebracht haben.

Jemand, der auch auf eigene „positive“ Schlankheitskuren bei bereits aufgekauften Medien stolz zurückblicken kann: Das Medienhaus um die Westdeutsche Allgemeine Zeitung, auch „WAZ-Männer“ genannt. Mittlerweile als Funke-Medienhaus das drittgrösste Medienhaus Deutschlands.

Einige Springer-Titel dürften – falls das Bundeskartellamt die Übernahme genehmigt – dann wohl zusammengelegt werden. Für viele Redakteure dürfte dieser Verkauf auch das endgültige „Aus“ bedeuten, denn es gibt schon zu viele von ihnen, die bereits auf der Strasse gelandet sind, ohne jegliche Perspektive auf eine erneute Einstellung.

Zwei WAZ-Männer
Die „WAZ-Männer“, das waren einstmals Jakob Funke und Erich Brost, denen die Alliierten nach dem 2. Weltkrieg die Lizenz zur Herausgabe einer Tageszeitung im damaligen Herzen der deutschen Industrie, der Krupp-Stadt Essen, gemeinsam erteilten.

Der eine Herausgeber (Funke) eher rechts von der Mitte, der andere (Brost) eher links als SPD Mitglied angesiedelt. Dadurch sollte eine ausgewogene Meinung sichergestellt werden-

Lizenzen zur Herausgabe einer Tageszeitung waren damals wie eine Lizenz zum Gelddrucken. Und mit diesem Geld wurden die beiden Eigentümerfamilien nicht nur reich, sondern kauften sich weitere Zeitungen dazu, zunächst regional, dann national, später international, und stiegen zur drittgrössten Medien-Verlagsgruppe Deutschlands auf.

Die beiden Eigentümer sind mittlerweile verstorben, die Familie Brost verkaufte Anteile an die Familie Funke, und so wurde aus Brost & Funke nun Funke.

Besonders guten journalistischen Ruf genoss dieses Medienhaus noch nie: nach bzw. bei der Übernahme von Zeitungen wie der NRZ
der Westfalenpost, der Westfälischen Rundschau und Anzeigenblättern nicht gerade zimperlich, wurde ihnen grösseres Interesse an der Deutschen Mark und Euro als an einem guten Zeitungsartikel nachgesagt. Entsprechend sollen sie mit Redakteuren umgegangen sein.

Funke will weiter drucken, Springer im Internet sich verbreitern, und mit seinem neuen Funke-Geldsack, 920 Millionen Euro schwer, im Internet expandieren.

Weiter präsent
Ohne meinungsbeeinflussende Medienpräsenz ist Springer natürlich auch nach dem Verkauf nicht, dank Welt und BILD .

Genug, um Verlegerwitwe Elfriede Springers Freundin Angela Merkel ordentlich Rückenwind zu machen, auch wenn gelegentlich einer ihrer Spezis mal an- bzw. abgeschossen wird, wie seinerzeit der Bundespräsident Wulff – Spass muss sein.


Ein Herz und eine Seele – Elfriede Springer (li) und Angela Merkel

Den „Kettenhund“ BILD darf natürlich weiter der Chefredakteur Kai Diekmann ausführen, just zurück von einem Sabbatical im Silicon Valley, wo er zu Füssen des Internet- Gurus und Propheten Jeff Jarvis sicherlich ein paar Weisheiten und Zukunftsperspektiven aufschnappen konnte, ohne gleichwohl am Konzept der BILD zu rütteln. Ein „Drecksblatt“, wie einige missgünstige Redakteure der Süddeutschen Zeitung sie nannten.


Kai Diekmann …….viel gelernt im Sabbatical

Also noch genügend Geschütze für den Luftraum über Deutschlands Stammtischen, einschliesslich des Boulevard-Mix von Sex und Crime, und Geschichtchen über Prominente, die mit dem BILD-Fahrstuhl mal hoch, und mal runtergefahren werden.
.
Was die Studentenbewegung einst mit der Forderung „Enteignet Springer“, um dessen Meinungsmacht zu brechen, nicht geschafft hatte, haben das nun Internet und Döpfner bewerkstelligt? – Teilweise. Auch wenn BILD weiter für rechten Wind sorgen wird: Nichts ist mehr so, wie es einst war.

Dem ist wohl kaum eine Träne nachzuweinen.

Zum Axel Springer Verlag (keine Satire)
Grosse Feier beim Axel Springer-Verlag: Blatt- Plattmachers 100. Geburtstag

Zur WAZ
linkFAZ: Ein Artikel verschwindet oder: Telefonierte Bodo Hombach mit der FAZ?
Bodo Hombach und die Zukunft der Tageszeitungen – oder: Lokalteil hat Zukunft, WAZ macht Zukunft?

Zu BILD-Kai (Diekmann)
BILD-Diekmann: Grüsse aus dem Silikon-Tal, und warum ich Minister Rösler so heftig umarmt habe
BILD-Diekmann: Boris Becker muss ab sofort in den Fahrstuhl
Betti Wulff an BILD-Kai: Danke, danke für die Raushole
Bild-Kai (Diekmann): So schaffen wir den Wiederaufstieg von Computer-BILD
Start der „Aktion Zukunft“: 30 Millionen BILD-Leser täglich – mindestens

Hamburger Bordellbesitzer schreibt an BILD-Diekmann zur Hurenserie
BILD-Kai (Diekmann): Kampagnenstart „Junge komm bald wieder“

Das geistige Entsorgerquartett – Eine neue Show für das ZDF

An BILD-Diekmann Betr.: „Franziska (26) Ich lebe mit zwei Männern“

Kai Diekmann Betreff: Serie “So war mein bester Sex”
Kai Diekmann: Deutschland vor der Schicksalswahl
BILD-Diekmanns Glückwunschmail an Boris Becker
Kai Diekmann und seine Menschelei
Post für BILD-Diekmann

Zur Krise der Printmedien
Nachrichtenmagazin SPIEGEL in der Krise: Eine Fahrt ins journalistische Nirgendwo?
Frankfurter Rundschau – ein überregionales Traditionsblatt wird zur Regionalbeilage?
Frankfurter Rundschau: „Kastration“ als Überlebensprinzip

Krach in der Verlegerfamilie Neven DuMont oder: Ödipale Meuterei auf dem Schauberg?
Umsonst ist nicht angemessen? – oder: Ist das Zeitungssterben aufzuhalten?
Nach den Banken nun die Zeitungen?
Gruner und Jahr Verlag: Trübe Aussichten, finanziell und journalistisch
Die neue Gruner und Jahr Story oder: Von Gruner und Jahr zu Anzeigen und Spar
Der Fall Hypo Alpe-Adria (Skandalpe) – Eine Abschlussbetrachtung
Darfs ein bisschen weniger sein? Oder: Neues zum Niedergang des Qualitätsjournalismus
Josef Joffe und das Gespenst des drohenden Todes der Tageszeitungen
Alles frei?– oder: Der Streit um das Urheberrecht und seine Vergütung

vermischtes

Vatikanbank: der nächste Skandal im „Rattennest“

Dr. Alexander von Paleske — 22.7. 2013 — Der neue Papst Franziskus I versprach bei seinem Amtsantritt aufzuräumen, gerade auch in der Vatikanbank.

Statt Aufräumen neue Skandale
Von Aufräumen kann bis jetzt jedoch keine Rede sein. Der Sumpf von Skandalen, in dem die Bank mit dem hochtrabenden Namen „Institut für religiöse Werke“ (IOR) versunken ist, und zu dem auch Morde, Unterstützung der kriminellen rechtsradikalen Loge P2, Geldwäsche für die Mafia und Grossbetrug gehörten, sollte nun endlich trockengelegt werden – nach Jahrzehnten.

Der erste Versuch bereits im Jahre 1978 schlug fehl, weil Papst Johannes Paul I schon nach 33 Tagen Amtszeit verstarb. An seinem Todestag hatte er noch verfügt, dass der Grossgangster in der Vatikanbank, Erzbischof Paul Casimir Marcinkus, sofort abgelöst werden müsse. Mit seinem Tod war die Anordnung hinfällig. Der Nachfolger, Papst Johannes Paul II, liess Marcinkus im Amt und damit alles beim Alten.


Vatikan ……..keinen guten Kaffee und keine Ehrlichkeit

Sein Nachfolger, Benedikt XVI, resignierte angesichts der mafiösen Zustande innerhalb und ausserhalb der Vatikanbank, insbesondere angesichts von Seilschaften, die sich jeder Änderung hartnäckig widersetzten.

Statt Reinemachen: Dreckwäsche
Nun versprach der neue Papst aus Argentinien erneut ein Grossreinemachen. Aber statt dem Reinemachen wurden zwei neue Pakete Dreckwäsche angespült.

Zunächst flog auf, dass der Prälat der päpstlichen Vermögensverwaltung, Monsignore Nunzio Scarano, 20 Millionen Euro in bar von einer schweizer Bank abheben lassen wollte, um sie vermutlich an die napolitanische Mafia weiterzuleiten, wir berichteten darüber.

Dann entpuppte sich der als Reiniger vom neuen Papst Franziskus am 15 Juni 2013 berufene Monsignore Battista Ricca als weiterer Skandalfall.

Battista Ricca (li) und Papst Franziskus (re) ….von Seilschaften geleimt?

Personeller Fehlgriff
Ricca, italienischer Priester und ehemaliger Diplomat des Vatikan, sollte die Oberaufsicht über das Direktorium der Vatikanbank, und über eine fünfköpfige Kardinalskommission führen, und als „Auge des Papstes“ ihm direkt berichten.

Ein schlimmer personeller Fehlgriff – jedenfalls aus der Denk- und Sichtweise der katholischen Kirche.
Battista Ricca trug ein nämlich einen für katholische Verhältnisse unerquicklichen Rucksack mit sich herum, dessen Inhalt entweder fahrlässig dem Papst nicht mitgeteilt worden war, oder vielmehr ganz bewusst unterschlagen wurde..

Der Reinigungs-Aufseher ist schwul, was gesellschaftlich gesehen, Gott sei Dank, in der aufgeklärten Zivilisation kein Problem mehr ist, wohl aber in der katholischen Kirche, die Homosexualität verdammt, allerdings ebenso deren Diskriminierung und Verfolgung.

Nicht nur ist Ricca schwul, er lebte dies auch offen aus. Gesellschaftlich gesehen jedermanns Privatangelegenheit, nicht jedoch für Amtsträger der katholischen Kirche.

Seilschaften in Aktion
Offenbar hatten aber im Vatikan bestimmte Seilschaften ein Interesse daran, diesen Herrn dorthin zu lotsen, denn nun war der Rucksackträger dank des Inhalts des Rucksacks erpressbar geworden. Wie schön. Und wenn nicht erpressbar, so doch in seinem Durchsetzungsvermögen behindert.

Das kann dann wieder zum Überlebensvorteil einiger Vatikanbediensteter führen, deren sich schon Benedikt der XVI vergeblich zu entledigen versucht hatte.

Ausserdem fällt die Fehl-Entscheidung für Ricca auf den Papst selbst zurück, und schwächst dessen Position, indem seine Urteilsfähigkeit bezweifelt wird.
Wie sagte doch schon der Reformpapst Johannes Paul I:

„Im Vatikan kann man alles bekommen, nur keine Ehrlichkeit und keine gute Tasse Kaffee“.

Er vergass offenbar hinzuzusetzen: Eine halbwegs anständige Vatikanbank und loyale Mitarbeiter.


Neuer Finanzskandal im Vatikan – oder: „Die ich rief die Geister, werd ich nun nicht los“


Neuer Skandal um die Vatikanbank – böse Erinnerungen werden wach

Papstwahl: Neuer Papst – wenig Neues
.

SATIRE

CDU-Wähler dankt Bundeskanzlerin Angela Merkel für den Auftritt in der Bundespressekonferenz

Dr. Alexander von Paleske —– 20.7. 2013 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Hochverehrte Frau Bundeskanzlerin
liebe Frau Merkel,

das war eine ganz, ganz fabelhafte Vorstellung gestern in der Bundespressekonferenz. Mit einem Wortschwall haben Sie es geschafft, wie OMO einen dichten Schaum um die schmutzige PRISM- Wäsche zu legen. Glückwunsch!.


Angela Merkel – gestern …..fabelhafte Vorstellung. Screenshot: Dr. v. Paleske

Längst erklärt
Natürlich haben Ihr Geheimdienstkoordinator im Kanzleramt Ronald Pofalla und der BND Chef Gerhard Schindler Ihnen sicherlich längst erklärt, was es mit der US-NSA-PRISM– Schnüffelei auf sich hat, und vermutlich wussten Sie das in Umrissen schon vorher. Aber wenn Sie das zugegeben hätten, dann wären Sie in Teufels heisser Polit-Küche gelandet.

Sie hätten dann ja auch erklären müssen, warum Sie da nicht eingeschritten sind, und dann hätte Ihnen ein noch so grosser wortreicher Wort-Schaum nichts mehr genutzt. Also haben Sie konsequent zur Ausrede der Unwissenheit gegriffen: Ich heisse Angela Hase-Merkel und weiss von nichts. Hervorragend!

Danach konnten Sie dann fröhlich und ungezwungen die folgende Litanei absingen:

– Deutschland ist kein Überwachungsstaat

– Auf deutschem Boden gilt deutsches (Un-)Recht

– Die USA müss(t)en sich in Deutschland an deutsche Gesetze halten

– Deutschlands Internet-Bürger brauchen mehr Aufklärung, wie man verschlüsselt (insbesondere mit Techniken, die gleichwohl ungehinderten Geheimdienst-Zugang ermöglichen).

Rechtsgrundlagen nicht erläutert
Auch sind Sie natürlich nicht näher auf die (Un-)Rechtsgrundlagen eingegangen, auf welche gestützt die Alliierten – auch nach der Wiedervereinigung Deutschlands – weiter so schnüffeln dürfen, als würde die Besatzungszeit fortleben: Ich meine die „Verwaltungsvereinbarung zum Gesetz über Einschränkungen zum Post- und Fernmeldegeheimnis“ aus dem Jahr 1968.

Tatsächlich erlaubte – und erlaubt – diese Vereinbarung den Diensten der Westmächte nicht nur deutsche Schnüffel-Dienste für sich arbeiten zu lassen, sondern selbst die Schnüffelschnauze an die Internetleitungen und Telefonverbindungen zu legen, ausgehend von den NSA- Klempnerwerkstätten in Stuttgart, Darmstadt / Griesheim und Wiesbaden.

Aber warum sollte diese Vereinbarung auch abgeschafft werden, wenn der BND dadurch an ein paar Nachrichten kommt, die ihm aus Rechtsgründen sonst entgingen?

Zustimmung signalisiert
Zustimmung möchte ich signalisieren wie Sie darlegten, dass die USA als unsere besten Freunde grosses Vertrauen verdienen, und deshalb finde ich es gut, dass sie den Präsidenten Obama nicht frontal angegriffen, sondern freundlich gebeten haben, doch die deutsche Bitte um Überprüfung wohlwollend zu prüfen.

Gleichzeitig haben Sie ihm sicher auch nahegelegt, das nächste Mal bei derartigen illegalen Aktionen das 11. Gebot nicht zu vergessen: Lass Dich nicht erwischen.

Für mich bleibt aber nach wie vor nicht ganz verständlich, warum die NSA diesen Edward Snowden nicht längst enttarnt hatte, aber vermutlich bedarf die NSA – wie auch der BND – weiterer personeller und materieller Aufstockung, damit so etwas nie wieder passiert.

Besonders gefallen
Besonders gefallen hat mir Ihre Äusserung:

„Bei uns gilt nicht das Recht des Stärkeren, sondern die Stärke des (Un-)Rechts“

die Sie von Ihrem Vorgänger Gerhard Schröder übernommen haben.

Allerdings ist das Recht des Stärkeren (hier der USA) natürlich leichter zu ertragen, wenn dabei auch ein paar Brosamen für den Geheimdienst des Schwächeren abfallen.

Besonders beeindruckt
Besonders beeindruckt hat mich insbesondere, dass Sie sich keine Gedanken darüber machen, wo die Infos herkommen, die Sie von den Schnüffeldiensten geliefert bekommen.

„Wir freuen uns über (jegliche) Informationen“

Denn sonst würden Sie ja erfahren, dass einige der Infos aus Folterbefragungen stammen, an denen auch der BND, wie in Libyen, aktiv beteiligt war, aber auch aus Folterbefragungen anderer Geheimdienste wie z.B. in Usbekistan stammen. Da heiligt wirklich der Zweck die Mittel.

Gleiches gilt natürlich, wenn die Info aus dem Internet (rechtswidrig) herausgestaubsaugert wurde.

Kein Recht auf Asyl
Natürlich, und auch da stimme ich mit Ihnen voll überein: Dieser Snowden hat kein Recht auf Asyl in Deutschland. Er ist nichts als ein gewöhnlicher Krimineller – und darüber hinaus ein vaterlandsloser Lump – für den in Deutschland nur im Gefängnis ein Übergangsplatz frei wäre, bzw. ein Kurzaufenthalt in einer CIA-Entführungsmaschine bei einem Zwischenstopp in Deutschland zum Auftanken.


Edward Snowden ………..nur im Kittchen eine Zelle frei für diesen Kriminellen. Screenshot: Dr. v. Paleske

Abschliessend wünsche ich Ihnen einen schönen Urlaub, wo Sie sicherlich Kraft auftanken können für den bevorstehenden strapaziösen Wahlkampf.

Herzliche Grüsse

Ein überzeugter CDU-Wähler

Minister Hans-Peter Friedrich: Alles im Griff auf dem Schnüffelschiff
Bundeskanzlerin Angela Merkel: Jetzt rede ich zur abgehörten Republik
Ex BND-Chef Ernst Uhrlau schreibt an Bundespräsident Joachim Gauck zum US-Abhörskandal

Mehr zum Abhörskandal – keine Satire
Überwacht: 600 Millionen „Communications“ – pro Tag

Zum BND
Libyen: Rebellenkommandeur beschuldigt Bundesnachrichtendeinst (BND) an Folterbefragungen beteiligt gewesen zu sein
Craig Murray: Ein Autor ohne Verlag. Rakesh Saxena: Ein Mann ohne Strafe
Libyen: Gaddafi lässt schiessen – die Ausbildung besorgte auch Deutschland
Mail an BND-Noch-Präsident Ernst Uhrlau
Brief an BND-Präsident Ernst Uhrlau: Klären Sie einen Skandal auf!
BND-Chef Ernst Uhrlau schreibt an Bundeskanzlerin Angela Merkel

SATIRE

Minister Hans-Peter Friedrich: Alles im Griff auf dem Schnüffelschiff

Dr. Alexander von Paleske — 18.7. 2013 Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Hans-Peter Friedrich
Minister des Inneren und Volksüberwachung
Im Regierungsviertel 5
Berlin

Liebe Deutsche,

während das Kesseltreiben gegen mich Fahrt aufnimmt als Teil des letzten, verzweifelten Versuchs von SPD und Grünen, kurz vor der Wahl noch ein paar Punkte zu machen, darf ich der überwachten Deutschen Volksgemeinschaft versichern: Wir haben alles im Griff auf dem Schnüffelschiff.


………alles im Griff.

Kurzgefasst:
Unsere vornehmste Regierungsaufgabe ist die die Abwehr von Schaden und Not vom deutschen Volk, wobei die Staatssicherheit das oberste Gebot ist.

Die Grundrechte gelten daher auch nicht schrankenlos, sondern stehen unter dem Staatssicherheits-Vorbehalt (StasiVbh).

Unsere Strategie für die nächsten Wochen lautet daher:

– Luft ablassen aus diesem künstlich aufgeblasenen Snowden-Ballon durch Aussitzen, Abstreiten, Verharmlosen und Scheinlösungen für „Scheinprobleme“ offerieren.

– offensiv darlegen, nicht nur wie viele Terrorangriffe bereits abgewehrt wurden, sondern ebenso die erfolgreiche Bekämpfung der organisierten Kriminalität, insbesondere der italienischen Mafia in Deutschland (Pizza Connection).

– Verharmlosung der Daten-Staubsaugerei durch uns wohlgesonnene Medien. Als besonders positive und nachahmenswerte Medien-Beispiele möchte ich an dieser Stelle die ARD mit „Deppendorfs Woche“- Interview mit Simone von Stosch nennen, oder aber den FOCUS mit der hervorragenden Kolumne dieser Martina Fietz „Fietz am Freitag“ vom 12.7. 2013 (Snowden ein Held – keineswegs)

Alberne Fragen
Natürlich werden sich viele Mitbürgerinnen und Mitbürger fragen, warum trotz totaler Überwachung nicht nur die Terroranschläge von 9/11 im Jahre 2001, in London 2005 und Boston 2013, sondern ebenfalls die diversen Anschläge der Rechtsterrorzelle NSU nicht verhindert werden konnten,

Die Antwort muss heissen: Die Mittelausstattung der Geheimdienste war – und ist – bei weitem noch nicht ausreichend, um eine lückenlose Totalüberwachung der gesamten Bevölkerung 24 / 7 sicherzustellen. Daher ist die weitere massive Aufrüstung der Geheimdienste oberstes Gebot.

Das betrifft natürlich auch und gerade den Bundesnachrichtendienst (BND), welcher der NSA, aber auch den britischen Geheimdiensten Mi5 /Mi6 mit ihrer Schnüffelstation GCHQ, weit hinterherhinkt.


Vorbild GCHQ ….. 600 Millionen Communications täglich
Screenshot: Dr. v. Paleske

Die neuen Abhör-Techniken eröffnen ja Möglichkeiten, die nicht nur natürlicherweise dann auch von den Geheimdiensten genutzt werden können, wie ich das bereits gegenüber der Presse ausführte

„Die technischen Möglichkeiten zur Ausspähung existieren nun einmal, deshalb werden sie auch genutzt.“

sondern vielmehr auch (aus)genutzt werden müssen.

Gelegentlich wird vergessen, wie personalintensiv die Schnüffeleien des BND, aber auch des Verfassungsschutzes selbst noch in den 90er Jahren waren, als der BND beispielsweise Journalisten mit BND-Schlapphüten rund um die Uhr bespitzelte, und die Presse daraus den Journalisten-Skandal des BND machte .

Heute können wir Bewegungsbilder erstellen und Kommunikation kontrollieren, ohne selbst vor Ort zu sein. Insbesondere die schriftliche Korrespondenz per E-Mail und Instant-Messages können wir mitlesen und speichern, ohne, wie früher, Briefe mit Wasserdampf öffnen zu müssen. Ein Riesenfortschritt.

In die Offensive
Wir von der Regierung werden aber daher nicht nur argumentativ in die Offensive gehen , sondern gleichzeitig dafür sorgen, dass Scheinlösungen für verunsicherte Bürger offeriert werden, die gleichwohl einen weiteren, ungehinderten Zugriff der Geheimdienste ermöglichen:

– Propagierung von in den USA hergestellten Antivirenprogrammen, die in Zusammenarbeit mit der NSA entwickelt wurden, oder zumindest der NSA Zugriffsmöglichkeiten schaffen (ungehinderte Einschleusung von Trojanern etc).

– Propagierung von Betriebssystemen für Computer, Tablets, Mobiltelefone wie Android, an denen die NSA entwicklungsmässig beteiligt war, und daher ungehinderten Zugriff hat

– Förderung von Software-Programmen zur Verschlüsselung, in denen für die NSA bzw. für den BND ein Entschlüsselungs- Hintertür-Zugriff eingebaut wurde, wie das mit Microsoft schon so gut geklappt hat.

Auch hier in die Offensive
Aber auch bei den folgenden Themenbereichen müssen wir argumentativ in die Offensive:

– Schutz der Umwelt durch die neuen Schnüffel-Techniken, da keine Akten mehr angelegt werden müssen, damit kein Papierverbrauch (Schutz des Waldes), und hinterher keine Akten verbrannt werden müssen, wie z.B. früher bei der NSA, wo die Verbrennungsöfen tagelang schwarzen Rauch in die Umgebung abgaben.

– der SPD und den Grünen noch eins auswischen, die von dieser Totalüberwachung nicht nur gewusst haben, als sie sie die Regierung stellten, sondern auch über den SPD- Genossen Ernst Uhrlau bestens informiert waren.

Uhrlau war ja zunächst Koordinator der Schnüffeldienste im Kanzleramt, bevor er dann BND-Chef wurde – bis 2011, und für den Bau der neuen grossen BND-Zentrale in der Reinhard-Gehlen Strasse in Berlin verantwortlich zeichnete , einschliesslich der Bauskandale während seiner Amtszeit.

– Auch der lukrative Export dieser Schnüffelinstrumente, insbesondere in diktatorisch regierte Länder wie z.B. in Gaddafis Libyen, sollte lobend herausgestellt werden. Dort, wo der BND nicht nur an Folterbefragungen von Regierungsgegnern aktiv beteiligt war, sondern auch den Gaddafi-Schnüffeldienst und dessen Personenschutz so richtig auf Vordermann brachte.

Schliesslich darf ich erwähnen: mein grosses politisches Vorbild ist der seinerzeitige CSU-Bundesinnenminister Hermann Höcherl, ehemals NSDAP-Mitglied, dann CSU, den die böswillige linke Presse Horcherl nannte, und der in der Telefon-Abhör-Affäre der 6oer Jahre den markanten Satz prägte:

Meine Beamten können nicht den ganzen Tag mit dem Grundgesetz unter dem Arm herumlaufen“

So viel Überwachungs-Info erst einmal für heute.

Gute Nacht Deutschland

Hans-Peter Friedrich

Minister

Bundeskanzlerin Angela Merkel: Jetzt rede ich zur abgehörten Republik
Ex BND-Chef Ernst Uhrlau schreibt an Bundespräsident Joachim Gauck zum US-Abhörskandal

Mehr zum Abhörskandal – keine Satire
Überwacht: 600 Millionen „Communications“ – pro Tag

Zum BND
Libyen: Rebellenkommandeur beschuldigt Bundesnachrichtendeinst (BND) an Folterbefragungen beteiligt gewesen zu sein
Libyen: Gaddafi lässt schiessen – die Ausbildung besorgte auch Deutschland
Mail an BND-Noch-Präsident Ernst Uhrlau
Brief an BND-Präsident Ernst Uhrlau: Klären Sie einen Skandal auf!
BND-Chef Ernst Uhrlau schreibt an Bundeskanzlerin Angela Merkel