SATIRE

Peer Bilderberg-Steinbrück: Ich antworte Thilo Sarrazin

Dr. Alexander von Paleske — 6.8. 2012 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Peer Steinbrück
Karl Schiller Gedächtnisallee 66
Berlin

Guten Morgen Deutschland,

ich bin der Bilderberger Peer Steinbrück, der SPD-Mann und Genosse, den Helmut Schmidt als nächsten Bundeskanzler dem Deutschen Volk bereits wärmstens empfohlen hat.
.
Die Berliner Zeitung BZ und die BILD berichten heute von einem Interview mit dem Herold der Deutschlandabschaffungsverhinderungsfront und Profi-Aufmischer Thilo Sarrazin.

Titel:

Gnadenlose Abrechnung mit Merkel, Schäuble & Co. Sarrazin macht deutsche Euro-Politik nieder.

Geradezu lächerlich
Sarrazin teilt „hammerhaft“ aus und „rasiert messerscharf“ schreibt BILD.
Lächerlich! Was der in der Hand hatte war ein untauglicher Gummihammer, und die Rasierklinge musste er sich wohl aus einer finanzpolitischen Mülltonne besorgt haben.


Thilo Sarrazin ….Rasierklinge aus der Mülltonne?

Nachdem Sarrazin tüchtig gegen Schäuble und Merkel gestänkert hat, was ja im Prinzip nicht falsch ist, greift er auch noch meinen innerparteilichen Konkurrenten Sigmar Gabriel in extremst unsolidarischer Weise an und ätzte:

Gabriel hopst von Thema zu Thema, Eine inhaltliche Linie kann ich in der SPD nirgends erkennen“.

Auch das ist geradezu lächerlich, denn die Linie ist für die SPD durch mehrere Faktoren glasklar vorgegeben:

1. Das Bundesverfassungsgericht wird den ESM kippen, weil er massivst gegen das Haushaltsrecht und das Grundgesetz verstösst. Eine derartige Entmündigung des Parlaments ist nur nach einer Revision des Grundgesetzes möglich, wobei dann allerdings noch zu klären ist, ob eine derartige Verfassungsänderung nicht eine „verfassungswidrige Verfassungsnorm“ darstellt, die dann wieder vom Bundesverfassungsgericht aus dem Grundgesetz entfernt werden müsste.

2. Der deutsche Staat mit der deutschen Volksgemeinschaft befindet sich in einer babylonischen Finanzgefangenschaft und Krisengemeinschaft mit den anderen Euroländern, aus der wir uns daher nur durch Finanz-Ablasszettel befreien können. Stichwort:

——Sobald die deutsche Milliarden-Münze anhaltend im Schuldenablasskästchen klingt,
——der Euro aus der Krise springt.

Aus dieser Krise gibt es daher schuldenablassmässig prinzipiell nur zwei Wege:

– Entweder wir führen Eurobonds ein, und verschulden uns höher und weiter

– oder die Europäische Zentralbank (EZB) lässt sofort die Gelddruckmaschinen 24 / 7 auf Overdrive laufen, und kauft mit diesem gedruckten Geld dann die wertlosen Staatsanleihen der Südländer.

Keine anderen Auswege
Andere Auswege gibt es nicht. Und da hat auch Finanz-Onkel und Profi-Aufmischer Sarrazin nichts zu bieten.

Es heisst vielmehr:

——Im Euro gefangen,
——mit dem Euro gehangen
.

Natürlich bekommen wir so oder so eine knackige Inflation – mit den Eurobonds etwas zeitverzögert – aber mehr als eine 50%ige Entwertung des Euro in den nächsten drei Jahren durch eine galoppierende Inflation sehe ich im Augenblick noch nicht.

Das lässt sich aushalten, wir werden die Ministergehälter
und Diäten der Abgeordneten entsprechend anpassen.

Unpatriotische Anlagestrategie
Noch eine Bemerkung zu Sarrazins Anlagestrategie für sein Millionenvermögen. Sarrazin entschied für sich:

Vor einem Jahr habe ich mein Haus saniert. Den Rest des Geldes habe ich hälftig in Unternehmensanleihen und Aktien angelegt. Staatsanleihen kaufe ich allerdings nicht.“

Hier zeigt sich erneut, dass der Sarrazin extrem unpatriotisch handelt, indem er keine Staatsanleihen kaufen will. So verhalten sich „vaterlandslose Gesellen“.

Ein guter Patriot zeichnet vielmehr im Krieg Kriegsanleihen, und in Friedenszeiten Staatsanleihen. Das gilt umso mehr in Krisenzeiten.

Meine reichen Bilderberg-Freunde schaffen zur Zeit ihr Geld aus dem Euro-Raum und legen es in Australischen Dollar und / oder norwegischen Kronen an. Das kann ich mir aber aus politischen Gründen natürlich nicht leisten.

Deutsche Volksgemeinschaft: Berlin ist nicht Weimar und 2012 nicht 1923.

Glückauf Deutschland, auch wenn die Inflation marschiert.

Peer Bilderberg-Steinbrück
SPD-Finanzfachmann

Bravo Helmut Schmidt: Ein Bilderberger namens Peer muss Deutscher Kanzler werden
linkSPD-Ulla Schmidt schreibt an SPD-Hoffnungsträger Peer Steinbrück

Keine Satire zur Bilderberg-Konferenz
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linkDie Bilderberg Konferenz 2012 tagt – oder: Alles verkommen
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Satire zu den Sarrazins
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Bundesbanker Thilo Sarrazin schreibt an Deutschkbanker Josef Ackermann
Post für Thilo Sarrazin

SATIRE

Bild-Diekmann, Helmut Schmidts neue Liebe und Franz Josef Post von Wagners Glückwunsch-Erguss

Dr. Alexander von Paleske —– 4.8. 2012 —


An
Herrn
Kai Diekmann
BILD-Chefredakteur
Axel Springer Verlag
Axel Springer Gedächtnisplatz 1
Hamburg

Sehr geehrter Herr BILD-Kai

ganz, ganz herzlichen Dank, dass Sie das Deutschland extrem beglückende Ereignis auf Seite 1 der BILD gestern gebracht haben:
Deutschlands Vorbild Helmut Schmidt ist wieder verliebt, und Sie haben erkannt, dass die deutsche BILD-Volksgemeinschaft dieses Thema mehr interessiert und bewegt, als alles andere, wie z.B. die fehlenden deutschen Medaillen in London-Olympia, der Bürgerkrieg in Syrien, oder die Euro-Krise samt Anschaffung weiterer Geld-Druckmaschinen durch die Europäische Zentralbank.


BILD vom 3.8. 2012

Ganz besonders wichtig natürlich, dass seine – Schmidts – Neue auch raucht, und damit jeglicher Streit in der neuen Beziehung von vorneherein ausgeschlossen ist.

Gerade hat Helmut Schmidt ja in einem Gespräch mit ZEIT-Lorenzo erklärt (ZEIT-Magazin vom 2.8. 2012, S. 24ff), dass jemand erst dann die Reife des Lebens erlangt hat, wenn er die Liebe erfahren hat:

„Ein Mensch, der die Liebe noch nicht erlebt hat, ist noch nicht wirklich erwachsen. Die Erfahrung der Liebe zwischen Mann und Frau ist eine wichtige Erfahrung“.

Dass es auch andere Formen der Liebe gibt, muss er wohl glatt übersehen haben.

Insbesondere Franz Josef Post von Wagner
Besonders hat mich natürlich der Franz Josef Post von Wagner Kommentar-Erguss in der gleichen BILD-Ausgabe gefreut:

Lieber Helmut Schmidt,

wie viele Leben haben Sie? Anders gefragt: Wie viele Leben hat ein Mann? Mit 93 Jahren bekennen Sie sich zu Ihrer neuen Lebensgefährtin. Ihr Name ist Ruth, 15 Jahre jünger als Sie. Helmut und Ruth. Da muss man erst mal durchschnaufen.

Helmut und Loki waren das Synonym für eine Partnerschaft bis ans Ende der Welt, fast 70 Jahre waren sie verheiratet. Es war der Bund der Treue, fast biblisch. Ich habe keine Ahnung, wie man sich als 93-Jähriger fühlt, weil ich (noch) nicht 93 bin……..

Jetzt eine allgemeine Frage: 
Sind Männer nur halbe Männer ohne Frauen? Ein 93-jähriger Mann glaubt an die Kraft der Frauen.

Ganz hervorragend
Hervorragend wie dieser Ossi-Bierflasche-Freu-Tod- Franz Josef Post von Wagner dies ausgedrückt hat. Ich hätte es nicht besser schreiben können.


Franz Josef Post von Wagner…… „Ich bin Deutschland“

Bitte sehen Sie mir nach, dass ich immer ungerecht und hart mit Franz Josef Post von Wagner umgegangen bin, da war ich einfach nicht frei von Vorurteilen: Sein Gesicht erinnerte mich einfach verblüffend an einen meiner Mandaten, er hiess Heinz S., der seinerzeit in Frankfurt wegen Zuhälterei angeklagt war.

Ich werde mir aber Mühe geben, bei der Abfassung meiner Artikel in Zukunft nicht mehr daran zu denken, das verspreche ich Ihnen.

Herzlichst

Ihr

Dr. Alexander von Paleske
Leitender Arzt
Ex Rechtsanwalt beim Landgericht Frankfurt (M)
Bulawayo / Simbabwe

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medien

Discounter ALDI-Süd, ein ehemaliger leitender Angestellter, Günter Wallraff und der SPIEGEL oder: Angriff ganz unten?

Dr. Alexander von Paleske — 01.08. 2012 — Alle reden von Olympia, wir heute nicht. Wir reden stattdessen über den Discounter Aldi-Süd, einen ehemaligen leitenden Mitarbeiter dieser Firma, der im April ein Buch über seine dortigen Erfahrungen veröffentlichte, über den führenden deutschen Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff, und über ein Deutsches Nachrichtenmagazin. Über die beiden letzteren allerdings nicht zum ersten Mal….

Selbst dort eingekauft
Auch ich habe vor meinem Umzug ins südliche Afrika vor 25 Jahren öfter bei ALDI eingekauft: konsequent einfach und vor allem preiswert.

Mein Appetit auf Einkäufe bei ALDI ist mir allerdings jetzt gründlich vergangen, nachdem mir während meines jetzigen Besuchs in Deutschland das Buch von Andreas Straub in die Hände fiel:

„Aldi, einfach billig. Ein ehemaliger Manager packt aus“

Andreas Straub berichtet als ehemaliger Insider aus dem Discounter-Reich ALDI-Süd, wo er als junger Volkswirt im Alter von 23 Jahren anfing, und eine steile Karriere hinlegte.

Was er aufgrund seiner dort in drei Jahren gemachten Erfahrungen in seinem Buch beschreibt, ist allerdings skandalös.

Nicht nur

– dass offenbar nicht selten Überstunden in ALDI-Filialen und auch im unteren Management geschrubbt werden, nicht nur geschrubbt, sondern erwartet werden,

– Dass ein erhebliches Arbeitstempo angesagt ist, das allerdings in der heutigen Arbeitswelt keineswegs mehr ungewöhnlich, gleichwohl kaum zu billigen ist.

Bei ALDI kommt nach Straubs Schilderungen offenbar als besondere Spezialität oft genug eine unglaubliche Menschenverachtung dazu, indem Einschüchterung und Angsterzeugung bis hin zur Gefahr der Zerstörung der Persönlichkeit entweder bewusst eingesetzt oder zumindest billigend in Kauf genommen werden.

Nach Straubs Schilderungen wurden offenbar systematisch:

– Gründe für Abmahnungen absichtlich herbeigeführt, um bei beabsichtigter Kündigung durch „Vorratshaltung“ in der Personalakte ggf. schon etwas in der Hand zu haben.

– Beschäftigte, die man rauswerfen wollte – „rausnehmen“ wie es dort offenbar verschleiernd heisst – mit mehreren „Terminatoren“ – teilweise mehrstündig – unter Duck setzte, sodass die Betroffenen dann keinen anderen Ausweg sahen, als einen bereits vorbereiteten Aufhebungsvertrag zu unterschreiben. Wobei bestimmte ALDI-Manager offenbar nicht davor zurückzuschrecken, selbst Lügen und unhaltbare Behauptungen nicht nur in diesen „finalen Gesprächen“ aufzutischen, sondern selbst in Arbeitsgerichtsprozessen, wie im Falle des Autors Straub. Bösartig könnte man das als „Vorbereitungshandlung zum Prozessbetrug“ bezeichnen.

– Zur Verachtung von Angestellten gesellte sich auch offenbar mangelnder Respekt vor der Justiz. „Facetten der Wahrheit“ wie man offenbar beliebte das zu bezeichnen

Ich will nicht verhehlen, dass ich einigermassen entsetzt und empört nach Lesen dieser Schilderungen war.

Gleichzeitig entwickelte ich Respekt von dem Autor Andreas Straub, der nicht mehr auf eine Karriere im Managment-Bereich irgendeiner Firma nach diesen explosiven Enthüllungen zu hoffen braucht. Er hat also mit dem Verfassen des Buches auch ein hohes persönliches Risiko bereits zu Beginn seines Berufslebens auf sich genommen.

Es ist ausserordentlich ermutigend, dass es immer wieder Menschen gibt, die das Gewissen über eine „gekaufte Gewissenlosigkeit“ siegen lassen.

Vorwort und Vorbild von Günter Wallraff
Das Vorwort zu dem Buch hat Günter Wallraff geschrieben, an den sich viele Menschen wenden, wie an einen Ombudsmann, in der Hoffnung, dass er auch die Missstände in ihrem Betrieb bzw.in ihrer Branche ins Visier nimmt.

Und er hat offenbar Andreas Straub als Vorbild gedient.

Günter Wallraff ist und bleibt einer der ganz wenigen investigativen Journalisten in Deutschland.

Wallraff und der SPIEGEL
Hier kommt nun der SPIEGEL ins Spiel.
Vor rund fünf Wochen tischte SPIEGEL-Online einen Kommentar-Artikel auf, der zu den Enthüllungen Wallraffs über die Zustände bei dem Paketzusteller GLS Stellung nahm, einen Artikel, den wir wegen seiner Erbärmlichkeit hier verrissen haben.

Wir schrieben:
Der Verfasser zweifelt zwar den Wahrheitsgehalt der Reportage (Wallraffs) nicht an, ergeht er sich aber in Kritteleien über die Form der Reportage, und versucht in doch recht kläglicher Form Wallraff Selbstdarstellung nachzuweisen.

Zitat:

„Im Anschluss an die Reportage sitzt er dann bei „stern TV“, um dort noch mal effizient gegen die Versandindustrie zu wettern. Das aktuelle „Zeit-Magazin“, das er wohl in die Kamera halten wollte, liegt da nur vor gerechter Wut und mit schwitzigen Händen zerknittert auf seinem Schoß.
Wer bei der großen volksaufklärerischen Markenkooperation eigentlich von wem profitiert? Die Bildungsbürgerpostille vom Boulevard bestimmt nicht. Aber Günter Wallraff von allen anderen Beteiligten.“

Näheres hier.

Weiter schrieben wir:

Man glaubt Neid zu spüren und Bedauern, dass dieser Bericht nicht bei SPIEGEL-TV gesendet oder im SPIEGEL gedruckt wurde.
………Kehrt vor Eurer Tür, möchte man diesem SPIEGEL-Schreiber zurufen, statt an stocksolidem Enthüllungsjournalismus anderer herumzukritteln. Kehrt anständig, denn Ihr habt es bitter nötig.

Die nächste SPIEGEL-Attacke
Nun also der nächste Angriff im SPIEGEL dieser Woche (SPIEGEL 31 / 2012, Seite 110).


SPIEGEL Artikel …….wer agiert ganz unten?

Wieder gegen Wallraff
Vorgestellt wird Wallraff „mehr als Aktivist, denn als Journalist“, schon das ziemlicher Quark.

Weiter geht es nicht mit Herumkritteln an seiner journalistischen Arbeit, sondern diesmal ist Sozialbetrug und die angeblich miserable Bezahlung eines seiner Mitarbeiters das „SPIEGEL-Enthüllungsthema“.

Wallraff soll Zustände herbeigeführt haben, die er selbst bei anderen anprangert.

Tenor: Wallraff hat nicht nur viel Geld aus seinen Büchern eingenommen , besitzt sogar Häuser, sondern beutet andere angeblich auch noch aus. Wallraff ist ein Heuchler, und damit natürlich -auch wenn der SPIEGEL das nicht ausdrücklich sagt – unglaubwürdig.

Dass der angeblich Ausgebeutete offenbar nach einem psychischen Breakdown von Wallraff aufgefangen wurde, wird zwar geschrieben, auch dass der Zeuge der „SPIEGEL-Anklage“ eine schillernde, teils kriminelle Vergangenheit hat, wird erwähnt.

Letztlich bleibt gleichwohl unklar, wer hier die Wahrheit sagt. Selbst wenn der SPIEGEL mit einem „schillernden Zeugen“ wie seinerzeit in der Barschel-Affäre mit seinem „Kronzeugen“ Reiner Pfeiffer Unrecht hat, es gilt der Spruch:

„ Audacter calumniare, semper aliquid haeret.“ – „Verleumde nur dreist, etwas bleibt immer hängen.“

Die Frage bleibt: Wer handelt hier „ganz unten“ – abgesehen von ALDI-Süd: Der SPIEGEL ?

Günter Wallraff als Paketzusteller – eine persönliche Anmerkung
Neues SPIEGEL-Domizil in Hamburgs Hafencity, oder: Umzug in den „Palazzo Prozzi“
Zensur bei Spiegel-Online – ein persönlicher Erfahrungsbericht

Medizin

Olympia London 2012 – Kurzer Kommentar zur langen Eröffnungsfeier

Dr. Alexander von Paleske 28.7. 2012 —
Es sollte eine Eröffnungsveranstaltung der Superlative werden: London 2012. In Anwesenheit der britischen Königsfamile wurde gestern ein Spektakel aufgeführt, ein historischer Rückblick – verschönt versteht sich..

1948 fanden die ersten olympischen Spiele nach dem Krieg statt – ebenfalls in London.

Zuletzt fanden sie davor 1936 in Berlin statt, eine Show für die Nazis, die der Weltöffentlichkeit das „neue völkische rassenreine Deutschland“ vorführen wollten.

In die Vorstellungswelt der Nazis von der Herrenrasse passten natürlich nicht die schwarzen Athleten, und so war es der Superstar Jesse Owens, der mit mehreren Goldmedaillen den Nazis in die Suppe spuckte, so wie es später Joe Louis im zweiten Boxkampf gegen Max Schmeling machte.


Jesse Owens …spuckte den Nazis in die Herrenrasse-Suppe

Im Jahre 1948 wurde in Grossbritannien auch der nationale Gesundheitsdienst (NHS) ,eingeführt. Ein Meilenstein zur allgemeinen umfassenden Gesundheitsversorgung.

Gesundheitsminister Aneurin Bevan eröffnete offiziell den NHS.
Bevan, Sohn einen Minenarbeiters, hatte in seiner Familie selbst erlebt, was es bedeutet, keine ausreichende Gesundheitsversorgung zu haben, und hatte sich deshalb unermüdlich für eine Verbesserung eingesetzt.


Offizieller Beginn des NHS 1948 mit Gesundheitsminister Aneurin Bevan

Trotz aller Unzulänglichkeiten, insbesondere die oftmals langen Wartezeiten: die Vorzüge des Gesundheitsdienstes NHS wollen die Briten auf gar keinen Fall missen.

Axt angelegt
Die konservativ liberale Regierung Cameron / Clegg hat aber mittlerweile die Axt an den NHS gelegt, wir haben ausführlich darüber berichtet.

Den NHS nun, wie gestern auf der Eröffnungfeier geschehen, zu feiern, mit Dutzenden von Kindern in Krankenbetten, tanzenden Schwestern und Pflegern, das Ganze unter dem Banner des GOSH, des Great Ormond Street Hospitals for Sick Childen, das war angesichts des Angriffs der britischen Regierung auf den NHS schon reichlich makaber.

Offenbar sollte der Weltöffentlichkeit eine Zukunft vorgegaukelt werden, die bereits der Vergangenheit angehört.

Geradezu pervers.

Die Regierung betreibt die Abschaffung des nationalen Gesundheitsdienstes (NHS)
Gesundheitsreform in Großbritannien – oder: Weil Du reich bist sollst Du länger leben
Grossbritannien: Die Zukunft(slosigkeit) im Gesundheitswesen hat schon begonnen

Wirtschaftskrise

Sparmassnahmen schicken Europas Gesundheitswesen auf die Krankenstation

Dr. Alexander von Paleske —- 27.7. 2012 —-
Die Sparmassnahmen im Zuge der der Euro- Krise haben zu drastischen Einsparungen im Gesundheitswesen der besonders von der Euro-Krise betroffenen Länder geführt.


Notaufnahme …..auch für das Gesundheitswesen
Screenshot: Dr. v. Paleske

Über den Versuch der Zerschlagung des nationalen Gesundheitsdiensts (NHS) in Grossbritannien, das zwar nicht dem Euro eingeführt, aber der EU angehört, hatten wir bereits mehrfach berichtet, ebenso über die katastrophale Lage des Gesundheitswesens in Griechenland, das am schwersten unter den Sparmassnahmen leidet.

Heute wollen wir die „Tour Tristesse“ fortsetzen, und über die Lage in Portugal und Spanien berichten.

Die Lage in Portugal
In Portugal gibt es einen nationalen Gesundheitsdienst erst seit 1979, also vier Jahre nach Beseitigung des Faschistenregimes durch die „Nelkenrevolution“.

Zuvor, unter Salazar und dann Caetano gab es zwar Geld für den Kampf gegen die Befreiungskriege in den portugiesischen Kolonien in Afrika, aber keine breite Krankenversorgung.

Die von Portugal jetzt seitens der Kreditgeber verlangten Kürzungen der öffentlichen Ausgaben führten im Gesundheitsbereich bisher zur Streichung von 720 Millionen Euro.
Übrig blieben insgesamt 7,9 Milliarden Euro
, die natürlich nicht ausreichen: Es bleibt ein Defizit von 200 Millionen. Aber nicht nur das:

– Mittlerweile haben sich aber die Verbindlichkeiten der Krankenhäuser gegenüber dem Lieferanten von Medizinprodukten auf 3 Milliarden Euro angehäuft, also die Hälfte des gesamten Gesundheitsbudgets.

– Die Firma Roche mittlerweile die Lieferung von Medikamenten und Medizinprodukten an 23 portugiesische Krankenhäuser eingestellt (LANCET 9.6. 2012 Vol 379)

Schon seit Januar 2012
Begonnen hatten die Kürzungen bereits im Januar 2012:

– Benutzergebühren in der Basisversorgung sprangen pro Besuch von 2.25 auf 5 Euro, während die Notfallbehandlung von 3.80 auf 10 Euro anstieg. 15% der Bevölkerung sind nicht bei einem Arzt registriert und müssen deshalb die Notfallbehandlung in Anspruch nehmen. Die Massnahme trifft also vor allem die Armen.

– Ausserdem soll die Kostenbeteiligung bei Arzneien eingeführt werden. Für Rentner, die auf Medikamente angewiesen sind, und mit einer schmalen Rente sich gerade über Wasser halten, bedeutet dies oftmals die Wahl zwischen Essen oder Arzneien.

– Überstunden für Ärzte werden nicht mehr bezahlt

Mittlerweile haben die Ärzte Protestdemonstrationen veranstaltet,


Protestdemonstration in Portugal

während IWF und Geberländer sich befriedigt über die Sparmassnahmen äusserten.

In Spanien nicht besser
In Spanien sieht es keineswegs besser aus:

Ende Juni waren in dem Land fast 5,7 Millionen Menschen ohne Arbeit, das ist ein Anteil von 24,63 Prozent, wie die Statistikbehörde mitteilte. Ende März hatte der Anteil noch leicht darunter bei 24,44 Prozent gelegen.

Die spanische Regierung reduzierte das Budget um 27 Milliarden Euro. Das Gesundheitswesen ist bereits – ähnlich Portugal – hoch verschuldet: Mit 13 Milliarden Euro. Statt die Schulden auszugleichen wurde das Budget um 13,5 Prozent gekürzt..

Bespiel Ferieninsel Mallorca
Bis Ende des Jahres wird das staatliche Gesundheitswesen auf der Ferieninsel 1,3 Milliarden Euro ausgeben, aber nur 1,1 Milliarden Euro sind budgetiert und das trotz

– Kürzung von Gehältern

– Entlassung von Krankenhauspersonal

– Schliessung von zwei Krankenhäusern

Mallorca kein Einzelfall
Dank der Budgetkürzungen kommt es landesweit zu erheblichen Zahlungsverspätungen – wenn überhaupt gezahlt wird – und die betragen für Laboratorien bis zu 18 Monaten, die der Zuliefererunternehmen bis 15 Monaten.

Die Firma Roche hat mittlerweile die Lieferung von Medikamenten und Medizinprodukten an 12 Krankenhäuser eingestellt. Weitere dürften folgen

Wie in Portugal wird die Selbstbeteiligung der Patienten an den Arzneikosten erhöht:

– Beschäftigte mit einem Arbeitseinkommen von über 18.000 Euro im Jahr, also monatlich rund 1500 Euro müssen die Hälfte selbst zahlen.

– Auch Rentner müssen 40% zahlen.

Folgen der Sparmassnahmen
Die Folge der genannten Sparmassnahmen sind :

– längere Wartezeiten, insgesamt stieg die Wartezeit um 17,2 Prozent

.- fehlende Medikamente.

Für Operationen stieg die Wartezeit im Durchschnitt von 67 Tagen auf 73 Tage, und 10% der Patienten warten mittlerweile bereits 6 Monate und mehr.

Tendenz: weiter ansteigend.

Noch nicht das Ende
Und das dürfte noch nicht das Ende sein, denn nachdem die spanischen Banken vor dem Bankrott gerettet wurden, ist nun der Staat selbst dran, und mit weiteren Zahlungen werden weitere Sparauflagen kommen.

Natürlich wurden landesweit auch die Gehäter gekürzt, ebenso das Arbeitslosengeld, letzteres gleich um 50%.
Vergangene Woche gab‘s ein neues Sparpaket in Höhe von 65 Milliarden Euro, und wieder wurde im Gesundheitsbereich gekürzt.

Es dürfte wohl nicht das letzte Sparpaket gewesen sein.
Und mit der Sorge um die Gesundheitsversorgung dürfte die Europafreude und die Freundschaft mit Deutschland eher im Sinken begriffen sein.

Wie hiess es doch einst:

Die Sonne scheint bei Tag und Nacht, Eviva Espana.
Der Himmel weiß, wie sie das macht, Eviva Espana.

Für die Arbeitslosen und die von den Sparmassnahmen Betroffenen hat sie längst zu scheinen aufgehört – nicht nur in Spanien. Der Himmel weiss warum…….

Zum Gesundheitswesen in Grossbritannien
Die Regierung betreibt die Abschaffung des nationalen Gesundheitsdienstes (NHS)
Gesundheitsreform in Großbritannien – oder: Weil Du reich bist sollst Du länger leben
Grossbritannien: Die Zukunft(slosigkeit) im Gesundheitswesen hat schon begonnen

Zu Griechenland
Berichte aus Griechenland, die keine Schlagzeilen mehr machen
Griechenland: Aus der Ausweglosigkeit in den Freitod – kein Einzelfall

medien

Noch Zukunft für unabhängigen Qualitätsjournalismus der Printmedien?

Dr. Alexander von Paleske — 23.7. 2012 —
Die Krise der Printmedien als Folge des schnellen und kostenlosen Internetangebots zeigt Folgen insbesondere für Journalisten: Ständig sich verschlechternde Arbeitsbedingungen und Stellenstreichungen..

Viele Journalisten werden mehr und mehr zu blossen Nachrichten-(Content)-Managern degradiert.
Eigenständige gut recherchierte Artikel werden immer seltener. Zumal, wenn sich Konflikte anbahnen mit Anzeigenkunden oder aber mit Firmen, deren Auftrags-Firmenzeitungen im gleichen Verlagshaus erscheinen.

Die Gewinne der Verlage schrumpfen, die goldenen Nachkriegsjahre, wo eine Zeitungs- oder Zeitschriftenlizenz einer Lizenz zum Gelddrucken gleichkam, sind längst vorbei.

Die Auflagen fast aller Printmedien , die mit Nachrichten oder deren Verarbeitung zu tun haben, also vor allem die Tageszeitungen und politischen Wochenzeitungen, sind im steilen Sinkflug

Das Internet, Journalismus und die Zukunft
Der STERN – in seinen Glanzzeiten einst eine Auflage von 1,8 Millionen (nur im Westen) – ist auf schlappe 800.000 heruntergepurzelt, trotz Wiedervereinigung.

Gestiegen sind – abgesehen von wenigen Programmzeitschriften wie TV digital – die Auflagen von Zeitschriften, die nicht in erster Linie informieren, sondern Träume oder Scheinalternativen verkaufen, wie z.B. Landlust, Mein schönes Land etc.

Gestiegen sind ebenfalls Lifestyle-Zeitschriften, die Appetit auf besseres Essen oder Trinken machen sollen.

Die Versuche der Verleger zur Trendumkehr, also das neue Medium Internet zur Auflagensteigerung zu nutzen, im Internet ordentlich Geld zu verdienen, sind allesamt bisher fehlgeschlagen. Das gilt – mutatis mutandis – auch für die Apps.

– Zuerst sollte mit der kostenlosen Einstellung von Artikeln Appetit auf die Druckausgabe gemacht werden. Der Schuss ging jedoch nach hinten los: Viele Leser kauften die Printausgabe nicht mehr, sondern lasen stattdessen online.

– Dann sollte mit verstärkter Werbung im Internet Geld verdient werden – das funktionierte ebenfalls nicht, weil Firmen Werbeträger bevorzugen, über die eine grösstmögliche Zahl von potentiellen Kunden erreicht werden kann. Das aber bieten Google, Facebook und Twitter weit besser. Google & Co und sackten und sacken dann eben auch den Löwenanteil der Werbeeinnahmen ein.

– Dann sollten Leser für Artikel im Internet bezahlen – ebenfalls ein Flop,über den auch die Pfennig-Apps nicht hinwegtäuschen können, wie das Beispiel der britischen Times nur allzu deutlich belegt: Es gibt genügend andere Tageszeitungen, die alternativ frei im Internet erhältlich sind.

Neuer Plan fürs Geldverdienen
Nun ein neuer Plan: Google, Facebook & Co sollen an die Verlage zahlen, wenn sie deren Inhalte nutzen, am besten durch eine Pauschgebühr, eine nicht zu knappe versteht sich.


Wir wollen Kuchenstücke

Wie der Focus-Verleger Hubert Burda in einem jüngsten Artikel in der ZEIT feststellt, verdient Google allein in Deutschland mit Werbung mehr als zwei Milliarden Euro pro Jahr, mehr als alle deutschen Zeitschriftenverlage mit ihren Printausgaben und Onlineauftritten zusammen.


Hubert Burda …… wir wollen grosses Stück vom Kuchen

Von diesem Kuchen möchten Verleger wie Hubert Burda, Präsident des Verbandes der Zeitschriftenverleger, gern ein grosses Stück abhaben – mit Hilfe der Regierung durch einschlägige Gesetze.


Packt sie mit dem Leistungsschutzrecht …..ein weiterer Schuss in den Ofen? – ZEIT vom 14.6. 2012

Das ist verständlich, dürfte aber vermutlich genau so zum Scheitern verurteilt sein, wie all die anderen bisher fehlgeschlagenen Versuche.

Der Grund: Sollten derartige Gesetze verabschiedet werden, dann könnten Google & Co versucht sein, selbst die Nachrichten von Agenturen wie Reuters, dpa und anderen kaufen, durch Contentmanager sichten lassen, evtl. redigieren, und dann online zu stellen.

Bereits jetzt handelt es sich bei den meisten Online-Auftritten der Nachrichten-Medien ohnehin nur um Agenturmeldungen,
nicht aber um selbständige Journalistenartikel oder Kommentare.

Wie der Medienjournalist Stefan Niggemeier, in einer kleinen Untersuchung feststellte, waren an einem Tag von 367 Online-Artikeln des STERN nur acht eigenständig, der Rest waren Agenturmeldungen Videos oder Bilderstrecken, bestückt mit Agenturmaterial.

Die direkte Onlinestellung von Agenturmeldungen käme Google & Co vermutlich weitaus billiger als das von Hubert Burda geforderte „Kuchenstück“. Es könnte allerdings das Ende einer Reihe von Medien bedeuten, da diese bei Google News gar nicht mehr auftauchen würden.

Die relativ spärlichen Werbeeinnahmen aus den Onlineauftritten der Verlage würden dann noch spärlicher fliessen.

Die Internetgiganten könnten auch versucht sein, Journalisten zu ermuntern, Artikel direkt an sie zu senden, nach Sichten online zu stellen, und die Autoren nach den dann folgenden Klicks entlohnen. Es könnte dann das AUS für viele Zeitungen und Zeitschriften bedeuten.

Murdoch und seine Prophezeiungen
Noch 2009 verkündete der Medienmogul Rupert Murdoch:

Nicht das Internet ist Schuld daran, dass es vielen Verlegern und Verlagen so schlecht gehe, sondern denjenigen, die das Internet nicht beherrschen und begreifen“

Da freute sich ZEIT-Redakteur Götz Hamann und prophezeite bereits ein Ende des kostenlosen Internets:.

Zeitungshäuser erkennen: Ihre Blätter überleben nur, wenn Leser im Internet für Journalismus bezahlen. Die Chancen dafür stehen gut.

Und das Handelsblatt echote ein Jahr später:

„Das Ende der Gratiskultur im Internet ist gekommen“.

Zu früh gefreut
Nach der Pleite mit dem von Murdoch für einen dreistelligen Millionenbetrag gekauften sozialen Netzwerk „My Space“ lesen sich die von Rupert Murdoch vor drei Jahren gemachten Bemerkungen wie blanker Hohn.

Nicht zu vergessen der Skandal um die mittlerweile von ihm eingestellte Zeitung News oft the World, dessen Auflage gepuscht wurde durch Sensationsreportagen – erlangt durch kriminell-investigative Methoden.

Schon damals wiesen wir darauf hin, dass derartige Freudenschreie der ZEIT und des Handelsblattes der Grundlage entbehrten. Das hat sich mittlerweile bestätigt.

Das Bezahl-Projekt von Murdochs britischer Times und Sunday Times – nur beim Wall Street Journal erfolgreich – entpuppte sich als grandioser Flop, da genügend Online-Auftritte anderer britischer Tageszeitungen zur Verfügung standen und stehen.

Drastische Kostensenkung als Rettungsversuch
Neben dem Versuch, vom Anzeigenkuchen mehr abzubekonmmen, laufen Massnahmen, die Kosten der Herstellung, sowohl der Onlineauftritte als auch der Printmedien drastisch zu senken.

Die Wege dazu sind folgende:

1. Direkte Reduzierung der Journalistengehälter

2. Streichung von Stellen

3. Auslagerung von Redaktionen in „Lohndrückcenter“, wie wir es gerade bei der Computer-BILD beobachten können.

4. Abschaffung von selbständigen Journalredaktionen und Zusammenfassung der Journalisten auf Plattformen, von wo aus alle Periodika eines Verlages mit Artikeln bedient werden.

5. Schliessung von Auslandsbüros und verstärkter Rückgriff auf das Internet, auch auf Twitter und YouTube, statt eigenständiger Recherche vor Ort.

6. Vermehrter Rückgriff auf (vogel-)freie und oftmals schlecht bezahlte Journalisten.

7. Einspannen (Benutzen) der Leser zur Herstellung.
So hat z.B. die BILD es geschafft, die Leser zu animieren, sie täglich kostenlos mit Bildmaterial zu überschwemmen, mit diesen sogenannten Bürger-Vado-Bildkameras aufgenommen. Die BILD-Redaktion braucht dann nur noch auszuwählen ggf. zu retuschieren aber insoweit keine Fotoreporter oder Bildagenturen mehr bezahlen, Wie schön.

Das Prinzip – kostenlose Mitarbeit an der Herstellung – soll offenbar in einigen Medien nicht nur für Bilder, sondern auch zur Artikelherstellung genutzt werden.

Die Wochenzeitung FREITAG hat damit bereits angefangen. Und Blogbeiträge, selbst wenn von minderer Qualität, helfen herauszufinden, was die Leser am meisten interessiert.

Dass dies alles zu mehr Qualitätsjournalismus führt, darf mit Fug und Recht bezweifelt werden.

Es gibt mittlerweile immer weniger Publikationen, wie z.B. der britische Guardian, wo sich der Qualitätsjournalismus noch wirklich frei entfalten kann, weil der Guardian einer Stiftung gehört, also nicht Gewinne erwirtschaften muss. Es ist deshalb nicht überraschend, dass es der Guardian war, der den Murdoch-News oft the World Skandal aufdeckte.
Für viele Medien gilt jedoch, was ein Auslandsredakteur der Frankfurter Rundschau mir gegenüber erklärte:

Recherchejournalismus ist teuer, und lohnt sich nicht

Dabei ist Recherchejournalismus heute dringender denn je, wie gerade die ganzen Machenschaften der Banken im Zusammenhang mit dem Libor Skandal, und den Verkäufen von Swaps an notleidende Städte und Gemeinden nur allzu deutlich belegen.

Reaktion der Journalisten
Wie reagieren die Journalisten auf diese Entwicklung?:

– Sie kämpfen, wie jetzt bei Computer- BILD, gegen die Auslagerung,

– oder aber sie bekommen Mut zugeredet, wie jüngst durch die erfolgreiche Journalistin Julia Friedrichs mit ihrem Beitrag auf dem „Netzwerk Recherche“-Kongress,

– oder sie resignieren, werden PR-Consultant

– und allen, die noch das Glück haben, als Journalisten beschäftigt zu sein, steht die Angst um den Arbeitsplatz im Nacken, während sich Neuanfänger von einem Praktikumsplatz zum nächsten hangeln, sich versuchen weiter zu qualifizieren, und letztlich dann doch oftmals keine Stelle finden.

Abschreckendes Beispiel
Ein abschreckendes Beispiel kommt gerade aus Australien: Gina Rinehart als weltweit reichste Frau bezeichnet, aus der Welt des Eisenerzes kommend, kaufte sich mit etwas Taschengeld in Australiens Fernsehkanal Channel 10 ein, und ebenso in das Verlagshaus Fairfax,. in dem Australiens älteste Zeitungen, Morning Herald in Sydney und The Age in Melbourne herauskommen


Eisenerz-Frau Gina Rinehart ……..mit Taschengeld gegen „leftwing media rubbish“.

Bereits 3/4 der Leser klicken die Online-Ausgaben an. Im Jahre 2014 werden die Druckausgaben endgültig eingestellt.

1900 Mittarbeiter haben bereits jetzt ihren Job verloren, darunter 20% der Journalisten vom Editorial Staff.. Neu eingestellt werden sollen – wenn überhaupt – nur noch Journalisten,welche die richtige (rechte) Gesinnung mitbringen.

Motto:

The country has been brainwashed for so long by leftwing media rubbish

Julias Mutmachartikel
Dagegen steht dann der „Mutmachartikel“ von Julia Friederichs, der auch in der ZEIT abgedruckt wurde, welcher schön graphisch beschreibt, wie es ihr (und vielen ihrer Journalisten-Generation ) ergeht und ergangen ist.


Julia Friedrichs ……..Mutmach-Artikel ohne Tiefenanalyse.

Allerdings fehlt eine tiefschürfende Analyse, aus der Konsequenzen und Auswege aufgezeigt werden.
Ihr Resumee: Toller Beruf. Gebt nicht auf! Und die Bitte an die Redaktionen: Helft uns jungen Journalisten und geht mit gutem Beispiel voran.

Nun ja, aber Konzepte sind das alles nicht.

Julia Friedrichs hat überdies gut Reden: sie hat Glück gehabt und es geschafft, was viele aus den oben genannten Gründen nicht schaffen können.

Hochschulen reagieren
Mittlerweile haben Hochschulen aus dem Elend des Journalistenberufs Konsequenzen gezogen, und bieten in ihren Journalisten-Studiengängen auch verstärkt Inhalte an, die zum Public Relations Manager befähigen. Also nicht mehr das Schreiben, „was ist“, sondern Schönfärberei und Kommunikationstechniken. Nicht: Wie mache ich in der Presse gute Artikel, sondern Wie bringe ich die Presse dazu, etwas zu schreiben, das meiner Firma nützt, oder zumindest nicht schadet.
.
Ausblick
In Zukunft wird es wohl noch weniger fest bezahlte Journalisten geben, vermehrt stattdessen (vogel)freie, die prinzipiell zum Prekariat abzugleiten drohen. Es wird vermehrt investigative Reportagen auf Blogs geben, Recherchejournalismus wird möglicherweise von Konsortien aus freien Journalisten betrieben werden, die ihre Erkenntnisse dann entweder an Medien verkaufen, oder vielleicht in Zukunft sogar direkt an Google.
Insgesamt keine guten Aussichten für Journalisten allgemein und den Qualitätsjournalismus im Besonderen.

Zu Rupert Murdoch
Rupert Murdoch – Citizen Kane in der Aera der Globalisierung
Rettet Rupert Murdoch den guten Journalismus?
Murdoch, Huffington-Post und das Wikipedia-Prinzip
Umsonst ist nicht angemessen? – oder: Ist das Zeitungssterben aufzuhalten?
Botschaft eines Kraken aus der Medienwelt.
Rupert Murdoch bläst zum Angriff auf Obama
Die Rache der Sarah Palin

Zum Medienskandal
Murdoch-Medien-Skandal: Mea Culpa – aber ich bin unschuldig.

Murdoch-Presse-Abhör-Skandal: Verhaftung von Rebekah Brooks, Rücktritt des Londoner Polizeichefs
Murdochs Medien-Imperium wankt: FBI ermittelt, saudischer Prinz feuert Rebekah Brooks
Rupert Murdoch – das politische Spiel des „Citizen Kane“ in Grossbritannien ist vorbei
Rupert Murdoch: Der Abstieg seines Empires hat schon begonnen

Grossbritannien – Rupert Murdochs Presse ohne (Scham-) Grenzen. Oder: Wenn die „Vierte Gewalt“ zum Hooligan wird

Zur Wochenzeitung „DIE ZEIT“ und ihren Redakteuren / Herausgebern
IDeutschlands liberale Wochenzeitung “Die ZEIT” verlangt Löschung einer Satire
Mission impossible – Josef Joffes Iran-Kriegs-Artikel in der ZEIT
Der Krieg in Afghanistan und eine führende liberale deutsche Wochenzeitung
Afghanistan: General McChrystal schreibt an ZEIT-Herausgeber Josef Joffe
DIE ZEIT: Liberale Meinungsführerschaft ade? – ein Einwurf
Danke Giovanni di Lorenzo von der ZEIT für die Guttenberg-Raushole

Bravo Helmut Schmidt: Ein Bilderberger namens Peer muss Deutscher Kanzler werden
Wochenzeitung „DIE ZEIT“, der Kachelmann-Prozess und der Niedergang des Qualitätsjournalismus
Claudia Pechstein, ein Indizienbeweis und die Wochenzeitung DIE ZEIT

Zum Axel Springer Verlag
Grosse Feier beim Axel Springer-Verlag: Blatt- Plattmachers 100. Geburtstag

Zum SPIEGEL
Neues SPIEGEL-Domizil in Hamburgs Hafencity, oder: Umzug in den „Palazzo Prozzi“
Zensur bei Spiegel-Online – ein persönlicher Erfahrungsbericht

Weitere Medienartikel
Frankfurter Rundschau – ein überregionales Traditionsblatt wird zur Regionalbeilage?
Murdoch, Huffington-Post und das Wikipedia-Prinzip

Eine Plage im Internet: Die Basher
Frankfurter Rundschau: „Kastration“ als Überlebensprinzip

Bodo Hombach und die Zukunft der Tageszeitungen – oder: Lokalteil hat Zukunft, WAZ macht Zukunft?
linkFAZ: Ein Artikel verschwindet oder: Telefonierte Bodo Hombach mit der FAZ?
Umsonst ist nicht angemessen? – oder: Ist das Zeitungssterben aufzuhalten?
Nach den Banken nun die Zeitungen?
Gruner und Jahr Verlag: Trübe Aussichten, finanziell und journalistisch
Die neue Gruner und Jahr Story oder: Von Gruner und Jahr zu Anzeigen und Spar
Der Fall Hypo Alpe-Adria (Skandalpe) – Eine Abschlussbetrachtung
Darfs ein bisschen weniger sein? Oder: Neues zum Niedergang des Qualitätsjournalismus
Josef Joffe und das Gespenst des drohenden Todes der Tageszeitungen
Alles frei?– oder: Der Streit um das Urheberrecht und seine Vergütung

KOMMENTARE
Marcel (Gast) – 23. Jul, 22:39
Propaganda-Maschine der NATO-Staaten auf absteigendem Ast
Ich sehe die Entwicklung genau anders herum: die Propaganda-Maschine der NATO-Staaten ist auf dem absteigendem Ast.

Seit Jahrzehnten ist die Propaganda-Maschine das wesentliche Machtinstrument der NATO-Staaten, das schmutzige Angriffskriege von NATO-Staaten weiß wäscht, Todesschwadrone zu Kämpfern für Demokratie umlügt und den Machthabern der NATO-Staaten viele Perversion gegen die eigene sowie jedwede gegen fremde Bevölkerungen ermöglicht. Der sogenannte Qualitätsjournalismus war bei der medialen Desinformation seit Jahrzehnten beinahe immer vorn mit dabei.

Wer mehr über die „mediale Sorgfalt“ von sogenannten Qualitätsmedien wie Zeit und Spiegel in den vergangenen Jahrzehnte, ist eingeladen zu Googeln nach:

„Castros phantastische Anklage“

Was nun passiert, ist dass diese üble Propagandamaschine aufgrund von schlechter FInanzierung ins Stocken gerät. Medien mit anderem Anspruch und staatlicher Finanzierung durch aufstrebende Staaten, von PressTV über Telesur, Xinhua und Granma bis zu Russia Today, legen hingegen zu.

Ich finde diese Entwicklung nicht bedauerlich, sondern begrüßenswert. Das verkommene NATO-Imperium verliert endlich an medialer Kraft.

Don Solaris (Gast) – 24. Jul, 07:32
Mir kommen gleich die Tränen, Herr Dr. Alexander von Paleske!
Sie hätten Elbert Hubbard zitieren sollen: „Redakteur: Eine Person, die bei einer Zeitung beschäftigt ist um den Weizen von der Spreu zu trennen und dann darauf zu achten, daß die Spreu gedruckt wird.“ Oder die Rede von John Swinton, dem ehemaligen Herausgeber der New York Times über Journalisten und ihre Arbeit: “Es gibt hier und heute in Amerika nichts, was man als unabhängige Presse bezeichnen könnte. Sie wissen das und ich weiß das. Es gibt keinen unter Ihnen, der es wagt seine ehrliche Meinung zu schreiben, und wenn Sie sie schrieben, wüssten Sie im voraus, dass sie niemals gedruckt würde. Ich werde wöchentlich dafür bezahlt, meine ehrliche Überzeugung aus der Zeitung, der ich verbunden bin, herauszuhalten. Anderen von Ihnen werden ähnliche Gehälter für ähnliches gezahlt, und jeder von Ihnen, der so dumm wäre, seine ehrliche Meinung zu schreiben, stünde auf der Straße und müsste sich nach einer anderen Arbeit umsehen. Würde ich mir erlauben, meine ehrliche Meinung in einer Ausgabe meiner Zeitung erscheinen zu lassen, würden keine vierundzwanzig Stunden vergehen und ich wäre meine Stelle los. Das Geschäft von uns Journalisten ist es, die Wahrheit zu zerstören, freiheraus zu lügen, zu verfälschen, zu Füßen des Mammons zu kriechen und unser Land und seine Menschen fürs tägliche Brot zu verkaufen. Sie wissen es, ich weiß es, wozu der törichte Trinkspruch auf die unabhängige Presse. Wir sind die Werkzeuge und Vasallen reicher Menschen hinter der Szene. Wir sind die Marionetten, sie ziehen die Schnüre und wir tanzen. Unsere Talente, unsere Fähigkeiten und unsere Leben sind alle das Eigentum anderer. Wir sind intellektuelle Prostituierte.”

Noch Fragen?

s.Braun (Gast) – 24. Jul, 15:23
Selbst ins Abseits geschossen !
Die „Qualitätsmedien“ sind selbst schuld an der Misere. Es wird immer schön treu und brav das geschrieben was die Politik verlangt. Eigene Meinuzng und Recherche – Fehlanzeige ! So bekommen wir seit Jahren zu lesen, wie dringend notwendig der Euro für uns ist, wie unablässig die Rettung ganzer Staaten mit unseren Steuergeldern, der durch uns verurschte Klimawandel – obwohl der auch schon als Lüge widerlegt wurde, wie dringend wir doch Zuwanderung brauchen ( als ob wir hier zu blöd sind selbst Kinder in die Welt zu setzen ) und wie toll und gut doch der Islam ist ! Alles Themen die man dauernd vorgesetzt bekommt , aber über deren Wahrheitsgehalt man nur noch müde grinsen kann, – wenn man sich nicht schon vorher übergibt ! Printmedien, die nur noch den Mist widerkauen, was man ihnen vorgibt, braucht keinn Mensch !

Martin1 (Gast) – 24. Jul, 18:56
„Qualitätsjournalismus“
Die rhetorische Frage, ob der „noch Zukunft hat“ bringt mich zum Lachen!

Fakt ist, der Qualitätsjournalismus ist längst tot! Er hat sich selber abgeschafft! Schauen Sie sich um: Wir haben de facto eine Gleichschaltung der Print- und Funkmedien. Alle berichten das Selbe! Und dazu noch unobjektiv! Das Bürgertum wird verteufelt, der linke Zeitgeist wird hochgehalten. 😦
Wer von der Bevölkerung will denn noch Geld für seine neokommunistische Indoktrination ausgeben?
Die alten 68er haben den Marsch durch die Institutionen geschafft. Aber sind sie mit dem Ergebnis zufrieden?

rubyblue (Gast) – 24. Jul, 22:05
Deutsche Printmedien
Georg Christoph Lichtenberg: „VOM WAHRSAGEN LÄSST SICH’S WOHL LEBEN IN DER WELT, ABER NICHT VOM WAHRHEITSAGEN“

DER SPEIGEL
Ende der 1970er Jahre hörte ich auf, den „SPEIGEL“ zu lesen.
Nachdem im Fall der 3 toten Stammheimhäftlinge praktisch alle Beweismittel vernichtet worden waren (z. B.: obwohl die Anstallt mit Videokameras massiv bestückt war, waren, potzblitz, plötzlich überhaupt keine Videobänder vorhanden! Huch!) und der Verdacht der Ermordung auf der Hand lag, tauchte doch noch ein Beweismittel auf: Bei den Stammheim-Morden wurde eine Blutprobe aus der Zelle von Raspe genommen. Sie stammte von einer Kugel aus der Pistole Raspes. Er hatte noch auf etwas geschossen. Wäre das von der Kugel gegen die Wand gebrachte Blut dasjenige von Raspe gewesen, wäre dies ein Beweis für Selbstmord gewesen. Wäre es fremdes Blut gewesen, war jemand anderes in seine Zelle eingedrungen und hatte ihn ermordet.
Was passierte?
Es wurde damals verkündet, daß in das gerichtsmedizinischen Institut eingebrochen und die Blutprobe „entwendet“ worden sei. Nun könne man leider nichts mehr feststellen.
So jedenfalls war die Berichterstattung des SPIEGEL damals. Deutlich erkennbar versuchte der SPIEGEL damals, den E i n d r u c k zu erwecken, die forensische Untersuchung habe noch gar nicht stattgefunden – und nun sei sie ja – leider, leider – unmöglich. Aber genau dies sagte der SPIEGEL gerade nicht e x p l i z i t , sondern er versuchte nur den Eindruck zu erwecken. Denn das Ergebnis lag ganz offensichtlich bereits vor: Der damalige Gutachter der BKA gab nämlich – noch v o r dem angeblichen Einbruch! – in den Fernsehnachrichten an, er habe von Rebmann Verbot, sich über da Ergebnis zu äußern!
Und daraus schließe ich, daß das Ergebnis durchaus längst vorlag, dieses Ergebnis aber gewissen Leuten nicht gefiel. Niemand fragte, ob der (angebliche und merkwürdige) Einbruch nicht egal sei, da das gerichtsmedizinische Ergebnis schon vorlag.
Damals laß ich regelmäßig den SPIEGEL und Woche für Woche versuchte ich herauszubekommen, was denn die staatanwaltliche Ermittlung in Sachen dieses unerhörten Einbruchsdiebstahls ergeben habe und ob die Ermittlung des Einbruchsdiebstahls auch gut vorankomme.
Man müßt bedenken, daß dieses Thema der Stammheimtoten damals d a s(!) Thema schlechthin war! Aber, ob man es glaubt oder nicht – bis heute habe ich keine e i n z i g e n Artikel zu diesem Ermittlungsverfahren mehr gelesen. Auch bei andern Zeitungen nicht – aber erst recht nicht beim SPEIGEL! *

TAZ
In den 1980er Jahren fing ich an, die taz zu lesen (noch in den späten 80er Jahren weigerte sich KARSTADT, die taz im Zeitungsstand zu führen).
Aber Anfang der 1990er Jahre schwenkte die taz in ein ganz gewöhnlichen Nato-Organ um. Gegen „die Serben“ wurde gehetzt (noch mehr natürlich dann an Ende des Jahrzehnts beim Streubomben-Überfall von Rotz-Grün auf die Bundesrepublik Jugoslawien). Und gegen Rußland wurde gehetzt. Aber noch nicht so direkt, wie heute. Sondern damals hetzten die Nato-Blätter gegen Rußland, indem sie sich als ‚Freunde‘ Rußlands ausgaben und den liberalistischen (und mafiotischen) Rußlandzerstörer Jelzin über den grünen Klee lobten. Die Gegner Jelzin wurden grundsätzlich als altkommunistische Betonköpfe geschmäht.
Als Jelzin dann Anfang der 1990 Jahre seinen Verfassungsputsch machte (so muß man diese „Verfassungsreform“ m. E. sehen) und zahllose Parlamentarier vor dem Parlament demonstrierten rastete die taz mit ihren Schmähungen der russischen Parlamentarier vollends aus. Und in diesen Tagen rief dann Jelzin die KGB-Schlägertruppe „Omon“ zur Hilfe. Und diese prügelten damals die zahlreichen (und durchaus nicht „altkommunistischen“) Parlamentarier nieder. Und nun erschien die taz doch tatsächlich mit einer Artikel-Überschrift: „BLUTJUNGE OMON-LEUTE VON PARLAMENTARIERN MISSHANDELT!“ Eine Überschrift, die sich mit der Situation vergleicht, daß der „Völkische Beobachter“ getitelt hätte: ‚BLUTJUNGE SA-LEUTE VON JUDEN MISSHANDELT!‘. Nur ungern trete ich zur ‚Ehrenrettung‘ des „Völkischen Beobachters“ an: Aber (meines Wissens) war noch nicht einmal das Zentralorgan der Nazis auf ein solches Niveau gesunken.
Die taz habe ich mir seither nie mehr gekauft!

JUNGE WELT
Seit Anfang des letzten Jahrzehnts kaufte ich mir täglich die jungeWelt.
Aber im Jahr 2005 wurde der britische Ex-Außenminister ROBIN COOK auf merkwürdigste Weise ‚verstoben‘. Der in GB überaus populäre Robin Cook hatte sich zuvor heftigst gegen die Beteiligung GBs an dem Überfall auf den Irak ausgesprochen.
Die Todesumstände von Robin Cook weisen nicht weniger auf seine Ermordung wie die Todesumstande von David Kelly.
Siehe: medienanalyse-international.de/robincook.html , shaphan.typepad.com/blog/2006/05/robin_cooks_mob.html , shaphan.typepad.com/blog/2006/05/addenda_to_ling.html .

Aber die „jungeWelt“ brachte n i c h t s über den Tod von Robin Cook. Gar nichts!
Ich kaufte die „jungeWelt“ daraufhin nicht mehr.

Und darüber bin ich bis heute froh! Es war wohl im Jahr 2008, daß die jungeWelt eine widerwärtig rassistischen Artikel einstellte, auf welchen ich – da mein Leserbrief gelöscht wurde – hier erwiderte: medienanalyse-international.de/rasismuswissen.html .
Da ich mich aber damals die Zahl der ermordeten Zigeuner irrte, habe ich eine neue Version hier hochgeladen: s7.directupload.net/images/120502/97fsp99i.pdf (auf englisch: s14.directupload.net/images/120703/k8b3pr7o.pdf )

Und in diesen Tagen bin ich erneut froh, die jungeWelt zu meiden: Das Thema „Zwickauer Terrorzelle“ wird von der jungeWelt in ekligster Nato-Medien Manier verhackstückt!
Wie gehen den die Nato-Medien mit diesem T
Thema um?
1) Seit Februar diesen Jahres versuchen alle deutsche Medien vergessen zu machen, daß der MAD („Militärischer Abwehrdienst“) – ganz sicherlich: federführend – diese Terrorzelle gelenkt hatte. Bis Februar 2012 wurde der MAD noch erwähnt – siehe:
n-tv.de/politik/Fuenf-V-Leute-um-die-NSU-article5227241.html ,
deutschlandecho.org/index.php/2011/11/19/nsu-morde-hinweis-auf-aufenthaltsort-vergammelte-beim-mad-thuringens-lka-riet-mundlos-vater-von-suche-nach-sohn-ab ,
news.orf.at/stories/2090281/2090275 .

Aber nun ist der MAD irgendwie nicht mehr bei der Zwickauer Terrorzelle dabei – nur noch der böse Verfassungsschutz!

2) Um von diesem offensichtlichen „deep state-„, „Gladio-“ oder „Ergenekon-“ Ereignis abzulenken, werden die Terroristen plötzlich als rechtradikale mörderisch-ausländerfeindliche Spinner abgetan – die sich angeblich die griffige Selbstbezeichnung „NSU“ gegeben hätten.

Ad 1) Im Gleichschritt mir dem deutschen mainstream erwähnt die jungeWelt – seit Februar 2012 – die Beteilung des MAD nicht mehr. Ja, gut, am 05.07.12 gab es noch einen Artikel, in welchen nebenher (verharmlosend!) erwähnt wird, daß der MAD auch irgendwie „Akten“ über die Zwickauer habe.
Dabei sind „deep state“, „Gladio“ oder „Ergenekon“ in erster Linie gerade Organisation der MILITÄRISCHEN Geheimdienste!
Auch hätte es der derzeitige Innenminister Friedrich nicht nötig gehabt, sich dermaßen riskant in die Schußlinie zu begeben indem ER SELBST die Aktenvernichtung ANORDNETE: zeit.de/politik/deutschland/2012-07/nsu-aktenvernichtung-innenminsterium , innsalzach24.de/nachrichten/politik/nsu-innenministerium-ordnete-aktenvernichtung-2414803.html .

Ein solches Risiko nahm Friedrich nicht für den „Verfassungsschutz“ auf sich! Warum denn auch? Das Verhalten Friedrichs ist allein mit dem Stichwort „Militärische Sicherheit“ zu erklären. Denn bei diesem Stichwort „Militärische Sicherheit“ hört nun einmal jede Demokratie, jedes Recht auf. Dies nicht nur in Deutschland! Man denke an die „Affäre Dreyfus“ oder an „Bradley Manning“. Oder auch an Guantanamo oder Abu Ghreib.

Ad 2) Im Gleichschritt mir dem deutschen mainstream verbreitet die jungeWelt das (angebliche) Kürzel „NSU“ (angeblich“ Nationalsozialistischer Untergrund“). Und in jedem Artikel seit Februar taucht „NSU“ mindestens wimmelt – z. b. 10(!) mal in diesem Artikel: jungewelt.de/2012/07-19/034.php

Nur – daß sich die Zwickauer so selbst benannten, kann man ausschließen. Ja. Die RAF suchte nach neuen Mitgliedern und auch nach neuen Sympathisanten (Zurrverfügungsstellung von Übernachtungsmöglichkeit, Lebensmittel, Geld, Auto).
Aber die Zwickauer waren in den letzten 20 Jahren nur fünf – und sie wollten weder ‚Zuwachs‘ noch Sympathisanten haben. Daß diese 5 sich plötzlich einen griffigen Namen gaben, kann man genauso ausschließen. Als wenn sich drei Skatbrüder in den letzten 20 Jahren den griffigen Begriff „DKW“ („Deutsche Karten-Wehr“) zugelegt hätten! Von ihren Freunden und Frauen wären sie als ’spätpubertär‘ verlästert worden.

Ja, gut: Es soll in total verbrannten Wohnwagen – völlig unglaubhaft – eine CD überlebt haben. Auf dieser sollen die Zwickauer sich angeblich als „NSU“ bezeichnet haben. Nur: niemand hat dieses CD gesehen! Auf Wikipedia war noch vor kurzen zu lesen, daß das Kürzel „NSU“ sich allein(!) auf eine den Wohnwagenbrand überstehende CD begründe. Wenn man heute bei Wikipedia „NSU“ eingibt, ist die Herkunft des Kürzels „NSU“ nicht mehr nachlesbar!
Das stinkt – und eben diese „jungeWelt“ will diesen Gestank nicht bemerken. Dabei werden diese Deutschen, die schon die Sender-Gleiwitz-Schote hinbekamen, doch nun nicht über eine ‚brandsichere CD‘ stolpern!

* auch dieser Stefan Aust („Der Baader-Meinhof-Komplex“) verschweigt den Einbruch in das Gerichtsmedizinische Iinstitut. Was man Stefan Aust zu halten hat, kann man hier erfahren: youtube.com/watch?v=6FCwAriwRF0&feature=player_embedded#%21

Uwe Wache (Gast) – 25. Jul, 21:22
Viel Richtiges
Ich bin PR-Manager. Einer der offenbar nicht beschreibt, was ist. Sondern schoenfaerbt. Ich fand den Artikel lesenswert. Aber dieses alte, arrogante Vorurteil schleppt er halt weiter. Als ob alle Journalisten schreiben, was ist. Uns alle PR- Manager schönfärben. Keine besonders tiefschuerfend recherchierte Sicht. Eher alter Journalisten-Stammtisch. Dass der jetzt mal Konkurrenz bekommt, hat nicht nur Schlechtes. Es ist auch eine Chance für wirklich kritische Journalisten, aus ihrem Daemmerschoppen aufzuwachen.

Igor (Gast) – 28. Jul, 01:14
Flasche Ursache
Guten Tag,

„nach unten Treten und nach oben Buckeln“ kennen Sie das Sprichwort? Journalisten werden nicht festangestellt weil das Internet ihnen die Darseinberechtigung nimmt. Sondern weil die „Journalisten“ ihrer Aufgabe schon lange nicht mehr nachkommen. Denn sie sollen es auch garnicht. Es ist von den Besitzern der Mendienkonzerne garnicht erwünscht, dass umfangreiche Recherchen durchgeführt werden! Diese Menschen enthalten eine Festanstellung den „Journalisten“ vor nicht die Internetgemeinde.

Das Angebot im Internet entstand erst im aktuell sehr umfangreichen Rahmen, weil diese Verantwortung der REcherchen von den „journalisten“ garnicht mehr übernimmen wird.

Folgen und Ursachen sollte man schon erkennen können, anstat zu Buckeln und zu Treten, sehr albern dieser Artikel.

afrika

Britischer Ölbaron Tony Buckingham heuert US-Oberst an und geht mit Heritage Oil nach Nigeria

Dr. Alexander von Paleske — 21.7. 2012 — Am 1. Mai 2012 kam in Grossbritannien eine Nachricht über den Ticker, die nur in wenigen Wirtschafts-Medien Beachtung fand:

Heritage Oil recruits former Head of Special Forces.

Erklärend dazu heisst es dann:

Exploration and production firm Heritage Oil has recruited US-Colonel Mark Erwin, former Head of US Special Forces as independent Non-executive director.

Erwin served in the US-Army for over 25 years culminating his career as the Chief of Staff of the US States Army Special Operations Command. He oversaw all Special Forces Operations of the US- Army and managed an annual budget in excess of 1,5 bn US Dollars (1,5 Milliarden) and coordinated a headquarters staff of more than 1000 employees, the company said.

Heritage Oil CEO Tony Buckingham liess vermelden:

„We are delighted to welcome Mark Erwin to Heritage and believe, that he will be an outstanding addition to the board.”


Tony Buckingham

Und weiter:

Marks extensive contact base through the United States and in certain countries in our core area will be invaluable to Heritage Oil, as we continue to expand our oil and gas portfolio.

Hinter dem Schaum die Fragen
Hinter dem Schaum der Lobhudeleien stellen sich allerdings Fragen:
.
– Was hat Buckingham mit dem ehemaligen US-Militär-Oberst vor?.

– Plant Buckingham die Gründung einer neuen Söldnerfirma wie einst Sandline in einem weltweit ständig expandierenden Multi-Milliarden Dollar Geschäft, nachdem er kürzlich unter Hinterlassung von Steuerschulden in Höhe eines dreistelligen US Dollar Millionenbetrags sich aus Uganda verabschiedet hatte, wir berichteten darüber?

– Oder plant er gar einen Putsch in einem rohstoffreichen Land, wie 2004 sein ehemaliger Sandline-Mitarbeiter und Ex-SAS Offizier Simon Mann im ölreichen Aequatorial Guinea (Wonga Coup)?

Rasche Antwort
Die Antwort liess nicht lange auf sich warten. In diesem Monat kam die Nachricht, dass Heritage Oil, für einen dreistelligen Millionen Dollar-Betrag, 45% der nigerianischen Öl-Firma OML 30 von den Ölmultis AGIP (Italien), Shell (Grossbritannien) und Total (Frankreich) erworben hat.

Die restlichen 55% von OML 30 wurden und werden von der staatlichen National Petroleum Company of Nigeria kontrolliert, und zwar auch nicht direkt, sondern wiederum über eine Unterfirma namens Nigerian Petroleum Development Company.

Diese OML30 besitzt keineswegs nur buchmässige Schürfrechte im Nigerdelta, sondern dort wird bereits Öl gefördert, und zwar auf 8 Ölfeldern mit insgesamt 200 Förderpumpen, und der dazugehörigen Infrastruktur, einschliesslich Pipelines.


Nigeria

Heritage Oil kaufte diese 45% der OML 30 nicht direkt, sondern über die Firma Shoreline Energy Resources Nigeria Limited, eine Firma, die von Heritage Oil und einer lokalen nigerianischen Firma namens Shoreline Power Company gegründet wurde.

Genug der Verschachtelungs-Darstellung.

Warum Aufgabe lukrativer Ölquellen?
Warum geben Ölmultis wie Agip, Total und Shell Ölquellen auf, wenn die Neuerschliessung von Ölfeldern Millionen bzw. bis zu Milliardenbeträge verschlingt, und die meisten neuerschlossenen Ölquellen mittlerweile kostenträchtige Deep-Water Quellen sind?
.
Aufstand im Ölfördergebiet
Die Antwort für Nigeria dürfte allerdings nicht allzu nicht schwer sein: Die Ölquellen der OML 30 liegen im Nigerdelta, und dort geht es alles andere als ruhig zu.

Die lokale Bevölkerung dort profitiert in keiner Weise von dem vorhandenen Ölreichtum. Nicht nur nicht profitiert, sondern dort haben die Ölförderfirmen mittlerweile eine Umweltkatastrophe grössten Ausmasses verursacht, über die wir in einem separaten Artikel ausführlich berichtet haben.

Insbesondere Ölverschmutzung des einst fischreichen Nigerdeltas, Verpestung der Luft durch Abfackeln von Gas, und grossflächige Verschmutzung des Erdreichs.


Öl-Leck, das Öl ergiesst sich ins Niger Delta


Öl-verseuchtes Erdreich
Screenshots: Dr. v. Paleske

Dagegen revoltiert schon seit geraumer Zeit die lokale Bevölkerung des Nigerdeltas. Es kommt zu bewaffneten Überfällen auf die Ölförderanlagen und zu Geiselnahmen.

Das ist wiederum vertrautes Terrain für Tony Buckingham, der es mit Hilfe von Söldnern bestens verstanden hat, auch in bleihaltiger Luft schöne Profite zu machen, wie seinerzeit in Angola oder Sierra Leone, also dort, wo der Bürgerkrieg tobte und deshalb Schürfrechte billig zu erwerben waren.

Die Söldner kamen zunächst direkt von der südafrikanischen Firma Executive Outcomes, und später über seine 2004 dichtgemachte Söldnerfirma Sandline, die dann wiederum von Executive Outcomes den Söldnerdreck anheuerte.


Söldner-Erinnerungsfibel

Sinnvolle Rekrutierung
Und in diesem nigerianischen Zusammenhang macht die Rekrutierung des Ex-US Special Forces Obersten l Mark Erwin durchaus Sinn. Der kann sicherlich die Schiessprügelarbeit für Heritage Oil organisieren wie seinerzeit der britische Ex Colonel Tim Spicer (jetzt Eigentümer der Söldnerfirma Aegis) oder Simon Mann (nach Entlassung aus dem Gefängnis in Äquatorial Guinea zum Buchautor mutiert).


Simon Manns Söldnerreise in Buchform

Colonel Erwin hat die nötigen Kontakte, um ggf. ehemalige oder dienstmüde US-Special Forces-Soldaten als Söldner zu rekrutieren.

Mehr noch: Er dürfte auch die Kontakte zur Africom aktivieren, dem US-Command für Afrika.

Die USA sind gerade dabei, ein Netzwerk für verdeckte Operationen in Westafrika zu etablieren, das von der Hauptstadt Burkina Fasos, Ougadougou, aus operiert.

Zur Umweltkatastrophe in Nigeria
Nur USA? – Die tägliche Umweltkatastrophe in Nigeria
Boko Haram – Al Qaida in Nigeria?

Zum Ölbaron Tony Buckingham
Tony Buckingham: Afrika-Söldner, Ölsucher und nun ugandischer Steuerbetrüger?
Libyen: Britische Söldner wittern Geschäfte
Tony Buckingham – Ein britischer Afrika-Söldner wird Milliardär
linkUgandas Ölfunde: Söldner fördern es, die Amerikaner kaufen es.

Zum Söldnerunwesen
Kampf gegen somalische Piraten – nun mit Söldnern
Söldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe
Vereinigte Arabische Emirate: Eine Söldnertruppe gegen den arabischen Frühling
linkOlympia 2012 in London — Wir rufen die Söldner der Welt
linkVerfahrenseinstellung gegen Blackwater Söldner – eine Rechtsbeugung?
linkBlackwater–Söldner in Afghanistan oder: Mit der Bundeswehr Seit an Seit
Chefsöldner Tim Spicer erhält Pentagon-Vertragsverlängerung im Irak
Vom britischen Südafrika-Botschafter zum Söldnerfirma-Direktor
Söldnerchef Spicer sucht neues Geschäftsfeld: Piratenbekämpfung vor Somalia?
linkBlair drängt auf Söldnernachschub aus Südafrika
On The Road Again – Blackwater-Söldner dürfen weiter töten
Irak: Wenn die regulären Truppen gehen, kommen die Söldner

Zum Coup in Aequatorial Guinea:
Der Wonga Coup
Cry Havoc – Ein Chefsöldner packt aus und belastet auch die deutsche Beteiligungsschiene
Ein Putschversuch in Afrika und ein juristisches Nachspiel in Hessen
Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft ohne Verfolgungswillen bei Fall von internationalem Terrorismus

Zu Africom
Africom – USA greifen nach Afrika

SATIRE

BILD-Diekmann: Boris Becker muss ab sofort in den Fahrstuhl

Dr. Alexander von Paleske — 18.7. 2012 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Kai Diekmann
BILD-Chefredakteur
Axel Springer Verlag
Axel Springer Gedächtnisplatz 1
Hamburg

An alle Bild-Regionalredaktionen

Guten Morgen hochkompetente BILD-Tintenkulis,

auf unserer gestrigen Sitzung der Abteilung „Prominentenfahrstuhl“ haben wir beschlossen:
Boris „Bum Bum“ Becker kommt jetzt in den Fahrstuhl – nach unten versteht sich. Freundschaft hin, Freundschaft her. Das sind wir unseren Lesern schuldig.


Neuer BILD- Becker-Fahrstuhl-Artikel

Allerdings werden wir nicht so weit gehen, wie diese sensationslüsternen Blätter in Grossbritannien, der Wahlheimat von Boris. In der Daily Mail musste ich am Wochenende diese Schlagzeile lesen:
Is bonking Boris going bust?


Daily Mail 14.7. 2012

Natürlich steckt Boris – offenbar selbstverschuldet – finanziell in der Klemme, pleite ist er wohl (noch) nicht.

Aber dass er dann auch noch die angeblich überhöhte Rechnung des ihn und seine Lilly trauenden Pfaffen nicht gleich begleichen wollte, das ist empörend, zumal gerade er innige Gebete für eine langdauernde glückliche Ehe sicherlich gut gebrauchen kann, und da sollte man auch als Becker nicht den Pfennig, Pardon, Rappen herumdrehen..

Handwerker nicht bezahlt
Empörend auch, dass er offenbar Handwerkerrechnungen, die von anständigen Leuten immer sofort beglichen werden, einfach nicht bezahlte, obgleich die professionelle Arbeit auf seiner Finca verrichtet hatten.

Schliesslich soll er auch die Steuern an den klammen spanischen Staat nicht abgeführt haben, womit er ein miserables Beispiel für die deutsche und spanische Volksgemeinschaft gesetzt hat.

BILD deckt auf, nicht zu
All dies darf insbesondere gegenüber der deutschen Volksgemeinschaft, wo ja gerade auch viele Handwerker treue BILD-Leser sind, nicht unter den Teppich gekehrt werden, nein, da muss BILD-mässig die Empörung geschürt werden.

Nicht völlig in den Keller
Andererseits lassen wir ihn nicht völlig in den Keller sausen, wie wir das mit vielen anderen gemacht haben, nachdem sie den BILD- Fahrstuhl nach oben benutzten, und glaubten, der würde dort ewig stehenbleiben. Denn bei der BILD ist der Fahrstuhl immer in Bewegung, mal rauf, mal runter.

Zukünftige Becker-Berichterstattung
Für uns sieht die Berichterstattung über Boris in der Zukunft so aus: Wie auf einer Achterbahn.

Auch wir von der BILD können nicht ignorieren, dass Boris immer noch einige Sympathien unter der deutschen Volksgemeinschaft geniesst. Er ist zwar kein Nationalheiliger, aber so eine Art Nationalsymbol, ähnlich der Deutschen Eiche.

Deshalb hatte er ja nicht zu Unrecht den Beinamen „Bum Bum“, auch wenn der sich nach einem heftigen Besuch in der Besenkammer einer Londoner Gastwirtschaft namens Nobu in „Bum-Bums“ änderte.

Meine Anweisung für die BILD-Deutschland lautet daher:

1. Für Fototermine zahlen wir nichts mehr. Die Zeiten, wo wir für Erstbilder vom jeweiligen neuen Nachwuchs 1 Million Deutsche Mark, später Euros, auf den Becker-Tisch blätterten, sind ein- für allemal vorbei.

2. Besenkammergeschichten und andere triebmässige Entgleisungen werden grundsätzlich nicht unterschlagen, sondern sie dienen vielmehr als Aufmacher, und werden ggf. graphisch dargestellt.

3. Wenn der Becker Rechnungen nicht bezahlt, dann muss das sofort in der Weise ausgeschlachtet werden, dass grundsätzliche Zweifel an seiner Ehrlichkeit BILD-mässig geweckt werden.

4. Poker, die neue Sportart des gealterten Tennisstars, werden wir eher der Lächerlichkeit preisgeben, als sie heuchlerisch bewundern

5. Es ist BILD-Qualitätsjournalisten ausdrücklich untersagt, zu Spenden für Boris Becker aufzurufen, oder an Spendensammlungen für ihn teilzunehmen. Das gleiche gilt für evtl. zu seinen Gunsten stattfindende Benefizkonzerte oder Benefiz-Tennismatche.

Auch ein abstürzender Becker kann sich durchaus positiv auf die Auflage unserer BILD auswirken.

So und nun ran an die BILD-typische journalistische Qualitätsarbeit.

Tschüss

Euer BILD-Kai

NACHTRAG
Leider gibt es noch keinen neuen Franz Josef Post von Wagner Kommentar zum Thema.
Ich bitte daher auf einen Kommentar aus dem Jahre 2009 zurückzugreifen:

Lieber Boris Becker,

03.11.2009 — 16:42 Uhr nach dem Wäschekammer-Baby (ins Museum als „Samenraub“ eingegangen), nach der Scheidung von Babs und den vielen flüchtigen Affären danach, war das einzig solide an Dir Dein Vaterherz. Du warst so, wie ich Dich kannte. Voller Sorge, pflichtbewusst.
http://www.bild.de/news/standards/boris-becker/post-von-wagner-5439284.bild.html

Mehr zu Franz Josef Post von Wagner hier

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afrika

Nelson Mandela wird 94 – in Südafrika Korruption und Gefahr für die Pressefreiheit

Dr. Alexander von Paleske — 16.7. 2012 —
Übermorgen feiert der ehemalige Staatspräsident Südafrikas, Nelson Mandela, Ikone und Jahrhundertgestalt, seinen 94 Geburtstag.


Nelson Mandela

.Kein Rummel diesmal
Es wird diesmal keinen grossen Rummel geben, anders als noch zu seinem 75., 80,. 85., und 90. Geburtstag, denn Nelson Mandela hat sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

Nach seiner Amtszeit von 1994-1999 mischte er sich öffentlich ohnehin nicht in die Tagespolitik der südafrikanischen Regierung ein, obgleich ihm vieles an der Politik seiner Nachfolger sicherlich missfiel.

Wohl aber meldete er sich für einige Jahre noch in der Weltpolitik zu Wort. So versuchte er z.B. den Irakkrieg 2003 zu verhindern, und telefonierte regelmässig mit Staatsoberhäuptern, um seine Ansichten darzulegen.

Ausnahme HIV/AIDS
Allerdings machte Mandela bezüglich der Nichteinmischung in Südafrika eine Ausnahme: Die Politik seines unmittelbaren Nachfolgers im Amt des Präsidenten, Thabo Mbeki, in Sachen HIV / AIDS.

Mbeki, ein überzeugter HIV / AIDS-Leugner, wollte den Tatsachen ausweichen, in einem Land, wo rund 5 Millionen Menschen, also rund 10%der Bevölkerung mit dem HIV –Virus infiziert sind. Stattdessen klammerte er sich an die Virus-Wahnideen der HIV-AIDS-Leugner um den Professor Duesberg.

Beraterteam gegen wissenschaftliche Erkenntnisse
Zu seinem Beraterteam in Sachen HIV/AIDS zählte nicht nur der Berkeley-Professor, sondern unter anderen auch der Kieler Internist Dr. Claus Köhnlein. Deren wissenschaftlich total abwegige „Beratung“ dürfte für das vorzeitige Ableben von mehr als 300.000 Südafrikanern während der Regierungszeit Mbekis mangels medikamentöser Behandlung mit verantwortlich sein.

Auch in Deutschland verbreitete dieser Köhnlein seine aberwitzigen Ideen zusammen mit dem Journalisten Torsten Engelbrecht – der u.a. auch den SPIEGEL-Blog betreibt- in ihrem Büchlein Virus-Wahn.

Mandelas Handeln in Sachen HIV/AIDS
Nelson Mandela war über diese Verleugnungspolitik seines Nachfolgers Mbeki ausserordentlich empört, griff zwar Thabo Mbeki nicht direkt an, unterstützte aber und ermutigte die führenden Köpfe der Treatment Action Campaign , die für die Bereitstellung antiretroviraler Medikamente sich einsetzten .

Mandela, dessen Sohn Makgatho im Alter von 54 Jahren 2005 an der Immunschwächekrankheit HIV/AIDS verstarb, gründete eine Wohltätigkeitsorganisation zum Zwecke der Aufklärung und Behandlung von HIV / AIDS, die unter seiner Gefängnisnummer 46664 firmierte.

Millionenbeträge kamen durch Spenden, und das Veranstalten von Rockkonzerten, u.a. mit der Rockgruppe Bono und anderen Grössen aus dem Showgeschäft, zustande.
Der HIV/AIDS Verleugnungsspuk fand erst dann sein wirkliches Ende, als Thabo Mbeki vor Ablauf seiner zweiten Amtszeit (aus anderen Gründen) zurücktreten musste, und Barbara Hogan neue Gesundheitsministerin wurde.

Nötiger denn je
Heute besitzt Nelson Mandela wohl gar nicht mehr die Kraft – selbst wenn er es wollte – sich in die Politik einzumischen.


Nelson Mandela während seiner Geburtstagsfeier am 18..7. 2012 …..sichtlich geschwächt. Screenshot: Dr. v. Paleske

Obgleich diese Einmischung notwendiger wäre denn je, denn:

– Mittlerweile hat die Korruption im Staatsapparat sich in einem ungeahnten Ausmass ausgebreitet, wobei der grösste Korruptionsskandal ohne Zweifel mit dem Waffengeschäft deutscher /französischer und britischer Firmen verbunden ist, bei dem – vermittelt durch die deutsche Firma Ferrostaal – offenbar Millionenbeträge an Schmiergeldern geflossen sind, und – schlimmer noch – die verkauften Waffensystem grösstenteil überflüssig waren, und so Staatsgelder sinnlos verbraten wurden, statt sie z.B. in den Townships zur Verbesserung der Infrastruktur zu nutzen.

– Haben sich die Lebensbedingungen der ärmlichen Townships nicht durchgreifend geändert, obwohl mittlerweile Elektrizität und Wasserversorgung verbessert wurden

– Sind viele ANC-Politiker- viel zu viele – darunter auch der abgehalfterte Anführer der ANC-Youth League, Julius Malema, vorwiegend damit beschäftigt, mit krummen Geschäfte ihre Taschen vollzustopfen, wir berichteten darüber.

– Ist der Staatsrundfunk SABC zu einem Propagandainstrument der Regierung – und Selbstbedienungsladen für dort beschäftigte Funktionäre verkommen.

Skandalaufklärung dank unabhängiger Presse
Dass all diese Machenschaften an die Öffentlichkeit kamen und kommen, ist der unabhängigen südafrikanischen Presse, allen voran die Wochenzeitung Mail & Guardian mit ihren investigativen Journalisten und den Whistleblowern zu verdanken.

Der Presse an den Kragen
Dieser Presse soll es nun mit einem neuen Pressegesetz – besser als Maulkorbgesetz zu bezeichnen – an der Kragen gehen.
Das Gesetzesvorhaben nennt sich:

„Protection of state information bill“

und sieht Freiheitsstrafen bis zu 25 Jahren für Journalisten und Informanten (Whitleblower) vor, welche Staaatsgeheinisse besitzen, weitergeben oder veröffentlichen.

Ein Staatsgeheimnis ist alles das, was der Staat zu einem Geheimnis erklärt.

SPIEGEL-Affäre lässt grüssen
In Deutschland wird man an die finstersten Tage der SPIEGEl-Affäre 1962 bzw. in der Weimarer Republik an den Weltbühneprozess 1929 und damit an Carl von Ossietzy erinnert.
Oder in Israel an das Schicksal der Journalistin Anat Kam.

Nelson Mandela, lechzte seinerzeit auf der Gefängnisinsel Robben Island, wie seine Mitgefangenen, nach Informationen, nach informativen Zeitungen und Zeitschriften, die sie aber nicht beziehen durften.

Für Pressefreiheit zu kämpfen, das war für sie selbstverständlicher Teil des Befreiungskampfes. Oftmals gelangten sie an Informationen nur durch Butterbrotpapier, für das einer ihnen wohlgesonnener Gefängniswärter aktuelles Zeitungspaper benutzte, das er demonstrativ in den Mülleimer warf, so dass es die Gefangenen es dort herausfischen konnten, wie mir der ehemalige Robben-Island Häftling Michael Dingake schilderte.

Nun ist die Regierungspartei ANC dabei, die unabhängige, und wegen der zahlreichen Skandale natürlich unbequeme Presse sich vom Hals zu schaffen.

Auch Nelson Mandela ärgerte sich gelegentlich über die Presse, aber, wie er selbstironisch feststellte: Immer dann, wenn er sich am meisten über die Presse ärgerte, dann hatte sie meistens recht.

Desmond Tutu und Mamphela Ramphele warnen
So warnt denn auch die seinerzeitige Lebensgefährtin des ermordeten Apartheid-Aktivisten Steve Biko, die Ärztin, spätere Vizekanzlerin der Universität von Kapstadt, dann Direktoriumsmitglied der Weltbank, Mamphela Ramphele:
:
„Damaged by our past, we will allow poor governance, that ultimately will cost our civil liberties“


Mail & Guardian (Südafrika) vom 22.6. 2012

Und der südafrikanische Friedensnobelpreisträger Erzbischof Desmond Tutu warnt gar davor, dass, wenn es so weitergeht, eines Tages die ANC-Regierung bekämpft werden müsse, wie seinerzeit das Apartheidregime.

Es bleibt, Nelson Mandela zu seinem 94. Geburtstag alles Gute zu wünschen, mit Freude sich an seine Regierungszeit zurückzuerinnern, und zu hoffen, dass die südafrikanische Gesellschaft an dem festhält, wofür Nelson Mandela Zeit seines Lebens gekämpft hat: Für ein wirklich demokratisches und freies Südafrika ohne Rassismus.

Zum Waffenskandal
Deutsche Firma Ferrostaal, Waffenexporte nach Südafrika und steuerabzugsfähige Millionen- Schmiergeldzahlungen
Deutschland, Südafrika und ein Waffenskandal ohne Ende
Südafrika – Auf dem Weg in eine Bananenrepublik?

Zu den HIV / AIDS Leugnern
Welt Aids-Kongress in Wien, die HIV-AIDS-Leugner laden zum Gegentreffen

linkManto Tshabalala-Msimang – Tod einer AIDS-Leugnerin
linkKampf gegen AIDS: Gesundheitsministerin bevorzugt Gemüse statt Kondome
linkDas Ende einer Rath-Fahrt – Pillensendung in Südafrika beschlagnahmt
linkSüdafrika, 46664, Boris Becker und ein Kampf gegen AIDS

Zu Mamphela Ramphele
Südafrika: Eine Stimme der Vernunft meldet sich zu Wort

Zu Barbara Hogan
Südafrika: Ende einer starken Dienstfahrt – Barbara Hogan verabschiedet sich aus der Politik

Zu früheren Geburtstagen Nelson Mandelas
linkEine Ikone wird 90 – Nelson Mandela feiert Geburtstag</a
linkNelson Mandelas Geburtstag – Ein Nachtrag

Zur Journalistin Anat Kam

Israel: 4 1/2 Jahre Freiheitsstrafe für eine mutige
Journalistin

Israel: Journalismus, illegale Staatsgeheimnisse und Todesschwadronen
Innerstaatliche Feinderklärung, Staatsmassnahmen gegen Kritiker

Zu Desmond Tutu
Südafrikas Desmond Tutu feiert seinen 80. Geburtstag – und ist empört

Zu Steve Biko
Eine Verhaftung und ein Todestag.

Zu Julius Malema
Südafrika: Jugendliga Chef Julius Malema verliert Machtkampf gegen Präsident Jacob Zuma – vorläufig
Machtkampf in Südafrika: Präsident Jacob Zuma gegen Jugendliga-Boss Julius Malema
Südafrika: Jugendführer Julius Malema “ Die ich rief die Geister, werd ich nun nicht los“

SATIRE

Obergrüne Claudia Aufrege-Roth: „Halt die Klappe Boris Palmer“

Dr. Alexander von Paleske — 13.7. 2012 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Claudia Aufrege-Roth
Obergrüne
Mit-Vorstandsvorsitzende der Grünen, MdB
Reichstagsgebäude
Berlin

Herrn
Untergrüner und Bürgermeister
Boris Palmer
Im Rathäusle
Tübingen

Betrifft: Parteischädigende Warnung vom 13.7. 2012

Lieber Parteifreund Boris Palmer

Mit Entsetzen musste ich heute in der Zeitung lesen, dass Du die Deutschen Fortschritts-Grünen davor warnst, das extrem bewährte Tandem Roth & Trittin als Top-Wahlkampf Duo ins Rennen zu schicken.

Ja, dass Du dich sogar dazu versteigst, wahrheitswidrig zu behaupten, wir beide wären nicht geeignet, weil wir angeblich:

– Nicht die bürgerliche Mitte ansprechen.

– Jeder für sich zwar qualifiziert seien, wir aber im Tandem nicht die Grüne-Partei in ihrer Breite repräsentieren würden.,

– Mit unserem Auftreten relevante Milieus aussen vor liessen und lediglich unsere Kernklientel mit unseren Parolen erreichen würden.

„Lahme Ente“ keine Alternative
Als Alternative versuchst Du diese “lahme Ente“ Katrin Göring-Eckardt aus dem Hut zu zaubern, bei deren langweiligen Reden nicht nur die Füsse, sondern auch die Gehirne der Zuhörer sich schlafmässig verabschieden.


Katrin Göring-Eckardt ….eingeschlafene Füsse

Alles Quatsch
Das ist alles völliger Quatsch.
Gerade hat unser Jürgen Flaschenpfand-Trittin durch sein staatsmännisches Auftreten auf dieser Bilderberg-Geheimkonferenz gezeigt, dass wir nicht nur das grüne „Atomkraft nein Danke“ Potential ansprechen, sondern nun auch die IG Adel, Banken, Industrie und Militärs, auch Bilderberg-Club genannt.

Jürgen hat das wirklich phantastisch hinbekommen, und der Ex-Deutsche Bank Vorstand, Josef Ackermann, hat ihm bei dieser Gelegenheit noch einmal zu seiner ausserordentlichen persönlichen und politischen Weiter-Entwicklung und zunehmenden Reife seine Hochachtung ausgesproc hen.

Dann Jürgens zynische Beiträge im Bundestag, die nicht nur ich ganz hervorragend finde.

Schliesslich war Flaschenpfand-Jürgen auch ganz entscheidend daran beteiligt, den Joachim Gauck ins Schloss „Schöne Aussicht“ zu hieven, und damit der Angela Merkel eins auszuwischen.


Unser vielseitiger Flaschenpfand-Jürgen (Bilderberger, Berufszyniker, Ex-Arbeiterkampf-KB Nord Kommunist, Präsidenten-Scout, MdB, und, und, und….)

Wovon schwafelst Du also, Boris?

Ich, Claudia
Was mich betrifft, so stimmt zwar, was der Berufshumorist Harald Schmidt diagnostizierte: ich wirke zeitweise wie ein Ecstasy gedopetes Eichhörnchen, aber mit Lahm-Arschigkeit lassen sich in Deutschland keine Wahlen gewinnen.


Claudia Roth ….ich kann aufmischen

Die Deutsche Volksgemeinschaft lechzt vielmehr danach, emotional so richtig aufgemischt zu werden, und wer kann das besser als ich.

Lieber Boris, offenbar hat Du dieses stänkernde Verhalten von Deinem Vater geerbt, dem einstigen Rebellen vom Remstal.
Das ist aber in unserer Grünen Partei nicht mehr erwünscht-.

Ich fordere Dich, Boris, daher auf, in Zukunft Deine Klappe in solchen Angelegenheiten zu halten.

Wenn Du glaubst, unbedingt so etwas loswerden zu müssen, dann kannst Du das in kleinem Kreis bei der nächsten Wein-Hocketse tun.

Glückauf mit den Grünen

Claudia Aufrege-Roth, MdB

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Keine Satire zur Bilderberg-Konferenz
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linkDie Bilderberg Konferenz 2012 tagt – oder: Alles verkommen
link Alle Jahre wieder die Bilderberg- Konferenz – oder: Verhöhnung von Demokratie und Öffentlichkeit