SATIRE

(Fäkalworte-) Starkolumnist Post von Wagner an SPD-Sigmar Gabriel: Sind Sie verrückt geworden?

Dr. Alexander von Paleske — 26.12. 2011 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Starkolumnist mit gelegentlichen Fäkalienausdrücken
Franz Josef Post von Wagner
c/o Bild Zeitung
Axel Springer Haus
Axel Springer Gedächtnisplatz 1
Hamburg

An
Herrn Sigmar Gabriel
Chef der SPD
Willy Brandt-Haus
Berlin-Mitte

Sehr geehrter Herr Sigmar Gabriel,

nachdem ich geschrieben hatte dass der Graf Schnorr von Wulff zu Münchhausen die Hosen runterlassen soll, damit wir ihn richtig kennenlernen können, war mein nächster anspruchsvoller Artikel für BILD-Deutschland für morgen schon fast fertig.

Überschrift:

Was für Sie gilt, Herr Wulff, das gilt auch für Ihre Frau: „Bettina Wulff, lassen Sie die Hosen runter“,

da kommen Sie mir, und damit der BILD-treuen deutschen Volksgemeinschaft, mit Ihrer völlig absurden Forderung in die Quere, Wulff müsse im Amt bleiben.

Auch wenn Sie Gabriel heissen, berechtigt Sie das noch lange nicht, hier den Schutzengel für diesen Noch-Präsidenten zu spielen, den wir BILD-Qualitätsjournalisten uns zum Abschuss haben freigeben lassen – von ganz oben.

Gerade haben wir vom Blendergut in Kampen, von Elfriede Schalom, der engen Freundin von Angela Merkel, die Freigabe für den „Fangschuss“ bekommen,da labern Sie von der Staatskrise, die bei einem Rücktritt Wulffs drohen würde.

So ein Quark. Der Wulff im Präsidentenamt ist die Staatskrise, nicht aber dessen Rücktritt.

Der Wulff ist völlig untauglich für den bevorstehenden Marsch der deutschen Volksgemeinschaft durch das „Tal der Tränen“.

Dazu brauchen wir jemanden, der als glaubwürdiger Prediger auftreten kann, nicht aber jemand, der Lachanfälle auslöst, wenn er Worte wie Ehrlichkeit, Anstand und Bescheidenheit in den Mund nimmt.

Sind Sie verrückt geworden Herr Gabriel?

Ihnen ist wohl nicht ganz klar, dass Sie sich hier auf ein sinkendes Schiff begeben, mit dem Sie untergehen werden, wenn Sie sich daran festklammern, und wir von der BILD erst richtig loslegen.

Wulff muss weg – auch nach (und trotz) dem „ Hosen herunterlassen“–

Herzlichst

Franz Josef Post von Wagner
Qualitätsjournalist, BILD-Starkolumnist

NACHTRAG
Für die Wenigen der Deutschen Volksgemeinschaft, die mich etwa noch nicht kennen sollten: Hier meine Arbeitsbeschreibung bei der BILD:


Franz Josef Post von Wagner…… „Ich bin Deutschland“

Wenn „Tintenkuli“ Franz Josef Wagner seine Kolumne „Post von Wagner“ schreibt, dann kracht und wackelt es. Da wird geweint und gelacht, mal voller Zorn, mal voller Mitgefühl, oftmals voller Häme.

Der BILD-Kolumnist bringt es auf den Punkt. Ob er an Stasi-Spitzel oder die Abwrackprämie schreibt, an die „Alles-Könner“-Minister, das Impf-Volk oder an den Dienstwagen-Skandal.

Wagner ist Kult!

Franz Josef Post von Wagner schrieb schon als Kriegsberichterstatter und Chefreporter für BILD, seit 2001 ist er „Hau den Lukas“- Chefkolumnist und würdiger Nachfolger von Hans Zehrer Hans im BILD“ und Oskar Lafontaine „Ossi, der BILD-Wessi“

Für die Kolumne „Post von Wagner“ erhielt er einen hochangesehenen Journalisten-Preis in der der Kategorie „Anspruchsloser Print mit Fäkal-Worten“.

Sie können Franz Josef Post von Wagner auch eine E-mail schreiben:fjwagner@bild.de, Stichwort: Gossengoethe.
Jedoch: Nur positive Kommentare erwünscht.

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Keine Satire zu Wulff
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deutschland

Fröhliche Weihnachten oder: Wäre auch Wladimir Putin geeignet für das Amt des Bundespräsidenten?

Dr. Alexander von Paleske — 24.12. 2011 —–
Wer glaubt, dass die Überschrift eine Satire ankündigt, den muss ich enttäuschen.

Erst einmal sende ich herzliche Grüsse zum Fest und Jahreswechsel an unsere Leser und ein besonderer Dank geht an die unabhängigen Nachrichtenagenturen, allen voran Net News Express und Net News Global, ohne die unsere Artikel weit weniger Verbreitung finden würden. Insbesondere seit wir der „Zensur“ von Google zum Opfer fielen und weitestgehend bei Google News rausflogen, nachdem wir seinerzeit die Hintergründe der Arctic Sea Piraterie in der Ostsee aufgedeckt und publik gemacht hatten.

Unerträgliche Rechtfertigung
Es gibt mittlerweile Medien, die ganz offen versuchen, das unerträgliche Verhalten von Präsident Wulff zu rechtfertigen, oder zumindest zu entschuldigen. Und es sind Redakteure von Medien, die liberale Meinungsführerschaft für sich reklamieren.

Wir haben bereits in einem Artikel den früheren Herausgeber der ZEIT und jetzigen Chefredakteur der Monatsmagazins CICERO, Michael Naumann, angegriffen, weil er in, man möchte fast sagen zynischer Weise, die Bedienungs- Schnorrermentalität von Politikern, eine Vorstufe der offenen Korruption, offenbar zu rechtfertigen suchte.

Nun hat die Wochenzeitung DIE ZEIT in ihrer Online Ausgabe mit einem Artikel, verfasst von einem Markus Horeld, nachgezogen:

Die Lehre aus der Wulff Affäre – Mit der Überhöhung des Bundespräsidenten tut sich Deutschland keinen Gefallen“

Die Quintessenz: Da die Anforderungen an die Person des Bundespräsidenten überhöht sind, müssen wir die Anforderungen zurechtstutzen. Wir brauchen ihn (nur) für wenige bestimmte Zwecke:

„Dies alles heisst nicht, dass man ganz auf den Bundespräsidenten verzichten könnte, er spielt seine Rolle im Geflecht der Institutionen, . Er macht Gesetze mit seiner Unterschrift gültig. Er kann den Bundestag auflösen, wenn der keine Kanzlerwahl hinbekommt. Er vertritt die Bundesrepublik völkerrechtlich, dafür und für ein paar Aufgaben mehr ist er da, und nur dafür brauchen wir ihn.

Es ist allerdings die brutalste Zusammenstreichung des Anforderungsprofils an einen Präsidenten, die je in einer liberalen Zeitung zu lesen war.

Guttenberg-Artikel lässt grüssen
Der Artikel liegt allerdings auf der gleichen Linie, wie der erbärmliche Guttenberg-Artikel des ZEIT-Chefredakteurs Giovannni di Lorenzo, der sich seinerzeit vehement gegen den Rücktritt Guttenbergs aussprach.

Tenor: nur als Verteidigungsminister brauchen wir ihn, der Rest ist schnurz-piep-egal.

In dieses neue Anforderungsprofil passen in der Tat einige Politiker, nicht jedoch die weit überwiegende Mehrheit der Deutschen. Nicht etwa, weil sie dem Amte nicht gewachsen wären, sondern weil für sie Anforderungen, wie:

– ein Mindestmass von Anstand und

– die tägliche Pflicht, mit dem vorhanden Einkommen auszukommen und

– sich nicht wie ein erbärmlicher Schnorrer aushalten zu lassen,

selbstverständlich sind.

Ein Bundespräsident, bzw. ein Ministerpräsident, das wollen die Artikel weismachen, braucht sich offenbar nicht mehr daran zu halten, frei nach dem Sprichwort: quod licet Iovi, non licet bovi.

In dieses gestutzte Anforderungsprofil würde selbstverständlich auch Wladimir Putin, der Wahlfälscher, von Ex-Kanzler Gerhard Schröder in offenbar völliger Blindheit als „lupenreiner Demokrat“ geadelt, hineinpassen.

Und es passte auch für den Affären-Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Christian Wulff.

Nicht nur Schnorrer-Affären-Ministerpräsident, nicht nur jemand, dem vorgeworfen wird, dann noch das Landesparlament belogen zu haben, sondern ein Politiker, der soziale Kälte exerzierte, indem er

– Die Blindenhilfe abschaffte

– Die Lernmittelfreiheit abschaffte

– Den Sozialetat zugunsten der Polizei abmagerte.

Die Erwartungen, so wollen uns die Artikel glauben machen, müssten zwangsläufig herabgeschraubt werden, aus Gründen der ach so menschlichen Fehlbarkeit.

Als wenn es nicht genügend Präsidenten gegeben hätte, die einem weit anspruchsvolleren Anforderungsprofil problemlos entsprochen hatten.

Genannt seien Theodor Heuss, Gustav Heinemann, Richard von Weizsäcker (unvergessen seine Rede zum 40. Jahrestag der deutschen Kapitulation) und Roman Herzog. Aber auch letztlich Johannes Rau, Walter Scheel und Karl Carstens, nicht aber Heinrich Lübke.

Verlübketes Anforderungsprofil
Die genannten Schreiber wollen uns weismachen, man solle das Präsidentenamt „verlübken“, denn die von ihnen genannten Mindestanforderungen erfüllte auch der Lachnummer-Präsident und einstige KZ-Bau-Planer Heinrich Lübke.

Es ist ein Zynismus der Macht, dem hier journalistisch Vorschub geleistet wird. Der hatte bereits angefangen, als BK Merkel aus durchsichtigem Machtkalkül den ungeeigneten Kandidaten Wulff ins Spiel brachte, und ihn auf Teufel komm raus schliesslich im dritten Wahlgang durchsetzte.

Bundespräsident Wulff muss zurücktreten, und nicht etwa die Anforderungen an das Amt bis zur Lächerlichkeit heruntergeschraubt werden, um sie so für den jetzigen Amtsinhaber passend zu machen.

Damit würde Wulff im übrigen nur dem gerecht werden, was er selbst einst von dem Präsidenten Johannes Rau nach Bekanntwerden der sog. Flugaffäre, und seinem Vorgänger im Amt des Ministerpräsidenten, Glogowski, gefordert hatte.
Ansonsten müsste er sich zu allen anderen Vorwürfen auch noch den der üblen politischen Heuchelei gefallen lassen.

In diesem Sinne

Fröhliche Weihnachten.

NACHTRAG 25.12. 2011
An den Spekulationen über das Vorleben der Bettina Wulff , die zur Zeit durch das Internet geistern, aber auch z.B. in der Berliner Zeitung angerührt wurden, werden wir uns nicht beteiligen, weil dies – soweit jedenfalls zur Zeit erkennbar – unaufgeklärt ist, und vermutlich zum Privatbereich gehört.

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Zu Naumanns Artikel
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Zu Lorenzos Guttenberg Artikel
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Satire:
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Bundespräsident Christian Wulff und der Axel Springer Verlag: (K)ein Herz und eine Seele?

Dr. Alexander von Paleske — 22.12. 2011 —
Man möchte sich die Augen reiben: Die BILD-Zeitung und andere Medien aus dem Hause Springer haben – allen anderen voran – das Trommelfeuer auf den gegenwärtigen Bewohner von Schloss Bellevue, den CDU-Mann Christian Wulff eröffnet. Die anderen Medien zogen dann nach.

Fast fühlt man sich an die Tage der Brandt-Scheel-Regierung (1969-1974) erinnert, als die Springerpresse die sozial-liberale Koalition vor dem Hintergrund der Ostverträge auf Anweisung von Verlagsherr Axel Springer unter Dauerfeuer nahm.

Elfriede hat das letzte Wort
Das kann doch wohl kaum der Chefredakteur der BILD, Kai Diekmannn, bzw. Verlagschef Matthias Döpfner ohne Absegnung von ganz oben, also durch Abnicken seitens der Mehrheitsaktionärin Elfriede Springer, die mit der Bundeskanzlerin Merkel sehr befreundet ist, entschieden haben.

Während der SPEGEL sich juristisch die Einsicht in das Grundbuch erkämpfte, recherchierte die BILD offenbar gleich und schon seit geraumer Zeit in die Richtung Darlehen Geerkens.

Was steckt dahinter?
Was steckt also dahinter, wenn Springer gegen den Christdemokraten Wulff losschiesst?

Um es gleich vorweg zu nehmen: Hier geht es nicht darum, den gegenwärtigen Bundespräsidenten in Schutz zu nehmen, ihn als Opfer darzustellen. Ein Präsident, über den täglich neue unerfreuliche Details bekannt werden, die allesamt mit seiner freundschaftlichen Nähe zu, kostenlosen Urlauben mit, und güstigen Darlehen von teils umstrittenen, allesamt ausserordentlich wohlhabenden Freunden, wie dem Carsten Maschmeyer, Onkel Egon (Geerkes) und anderen, zu tun haben.

Und das Ende dieser Angriffe – BILD immer voran – scheint offenbar noch nicht gekommen zu sein.

Das lässt zumindest die Vermutung zu, so ein Angriff kann nicht ohne Zustimmung – zumindest nicht ohne Wissen – aus dem Bundeskanzleramt gefahren werden, oder sollte sich bei Springer die Fahne gedreht haben, und jetzt ohne Rücksicht auf Freundschaften und Verluste zum Zwecke der Auflagensteigerung vorgegangen werden ?

Bei Springer nicht allzu wahrscheinlich.

Hat also die BK Angela Merkel den Wulff fallengelassen, ihn zum Abschuss freigegeben, oder wollte sie ihn nur etwas mürbe machen um all die hässlichen Gesetze, die in den nächsten Wochen und Monaten durch den Bundestag gepeitscht werden sollen, problemlos von einem ohnehin schwachen und nun weiter geschwächten Präsidenten gegenzeichnen zu lassen?

Und ist ihr dann die Sache aus den Händen geglitten?

Ein Bauernopfer?
Oder ist Wulff ein Bauernopfer, um eine grosse Koalition zustande zu bringen, die gleichzeitig mit der Aussicht auf einen SPD-Präsidenten schmackhaft gemacht werden soll?

Oder sollte hier zum Dampfablassen ein Nebenkriegsschauplatz eröffnet werden, um von dem Versagen der schwarz gelben Koalition und der drohenden Finanzpleite abzulenken?

Immerhin stellt sich heute heraus, dass der SPD-Vormann Sigmar Gabriel den Präsidenten wegen dessen Verfehlungen nur mit Samthandschuhen anfasst, anstatt das zu tun, was auf der Hand liegt, nach allem was bereits bekannt ist: den Rücktritt von Wulff zu fordern.

Natürlich gibt es noch eine weitere mögliche Variante: Der STERN war ebenfalls hinter der Geschichte her, aber anders als zu Nannens Zeiten wollte man offenbar noch zuwarten. Die BILD hätte dann nach der Devise handeln können: der wird sowieso angeschossen, dann machen wir das zuerst und steigern damit noch die Auflage.

Was immer die Gründe sind, Wulff ist jedenfalls deutlich geschwächt.

Er war von Anfang an der falsche Präsident, wie der SPIEGEL zu Recht feststellte, von Frau Merkel nach vorne geschoben um ihn einmal als Konkurrenten und Kritiker loszuwerden, und gleichzeitig, einmal im Präsidentenamt platziert, keine grossen Widerstände bei Gesetzesvorhaben erwarten zu müssen.

Mehr hinter als vor den Kulissen
Hinter den Kulissen tut sich mittlerweile wohl mehr, als man von aussen erkennen kann.

Rückt jetzt die Grosse Koalition in Berlin näher, nachdem die FDP in den Umfragen zu einer 2% Splitterpartei abgesackt ist ? Und ist dies alles nur ein Vorgeplänkel dazu?

Time will tell.

Heinrich Lübke lässt grüssen
Aber eines kann man jetzt schon sagen: Es drängt sich der Eindruck politischen Geschacherns auf, weil nicht das getan wird, was einzig das Vertrauen in das Amt des Präsidenten wiederherstellt: den Rücktritt des Amtsinhabers zu fordern.

Christian Wulff tritt so in die Fußstapfen von Heinrich Lübke.
Das Ansehen des Amtes nimmt deshalb schweren Schaden.

Aber das scheint den Politikern herzlich gleichgültig zu sein. Von Jürgen Trittin, dem eine Entschuldigung genügte über die Samthandschuhe des Sigmar Gabriel bis zur „germanischen Dampfwalze“ Angela Merkel.

NACHTRAG, 22.12. 15.50
Bundespräsident Wulff hat vor wenigen Minuten eine Presserklärung abgegeben.

–Er hätte niemandem einen persönlichen Vorteil gewährt

– Er hätte den Privatkredit offenlegen müssen. Es tue ihm Leid.

– Der Bundespräsident bezeichnet die Pressefreiheit als hohes Gut

– Er hätte alle geforderten Unterlagen der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt

– Wulff erklärt, alle Fragen zu den Vorgängen sehr ernst zu nehmen.

Fragen waren keine zugelassen. Seinen langjährigen Sprecher Olaf Glaeseker entliess er kurz zuvor.

Zusammenfassende Bewertung:
Too little, too late. Die Krise dürfte daher trotz – oder gerade wegen der Dürftigkeit – der Erklärung und ihrer Verspätung, weitergehen.

Satire zu Wulff
Vor der Weihnachtsansprache des Präsidenten Wulff: eine Botschaft von Knecht Ruprecht
Bundespräsident Christian Wulff: Jetzt rede ich Klartext
Bundespräsident Wulff: Deutschland ist (noch) keine Bananenrepublik
Glückwunsch Frau Merkel! Christian Wulff – Der richtige Mann zur richtigen Zeit

Zu BILD-Diekmann
Hamburger Bordellbesitzer schreibt an BILD-Diekmann zur Hurenserie
BILD-Kai (Diekmann): Kampagnenstart „Junge komm bald wieder“

Das geistige Entsorgerquartett – Eine neue Show für das ZDF

An BILD-Diekmann Betr.: „Franziska (26) Ich lebe mit zwei Männern“

Kai Diekmann Betreff: Serie “So war mein bester Sex”
Kai Diekmann: Deutschland vor der Schicksalswahl
BILD-Diekmanns Glückwunschmail an Boris Becker
Kai Diekmann und seine Menschelei
Post für BILD-Diekmann

Keine Satire zu Wulff
Ist Michael Naumann, Chefredakteur des „Cicero“, durchgeknallt?

SATIRE

Vor der Weihnachtsansprache des Präsidenten Wulff: eine Botschaft von Knecht Ruprecht

Dr. Alexander von Paleske — 21.12. 2011 — Folgende Botschaft hinterliess ein gewisser Knecht Ruprecht in meiner Mailbox:

Liebe Deutsche nah und fern

Von draußen, aus Niedersachsen, komm ich her;

ich muß Euch sagen, es wulffet dort sehr !

Überall von den Firmensitzen

sah ich kostenlose Urlaubseinladungen für den Präsidenten blitzen,

und aus dem Landtagstor

lugten mit zornigen Augen Oppositionsmitglieder hervor

Und wie ich strolch‘ durch den grellen Medienwald,

da schrieb fast jeder Journalist: Halt!

„Christian Wulff „alter Gesell´,

heb deine Beine und spute dich schnell!

Dein Präsidentenhaus fängt zu brennen an.

Das Skandal-Einfallstor hast du Sonntagsredner und Grüssaugust selbst aufgetan.

Die Medien nah und fern wollen nun

nicht mehr von der Aufklärungs- Verfolgungsjagd ruhn
.
Rücktritt, Rücktritt ist ihr Ruf

Präsident Wulff, wache endlich zu den Tatsachen auf.

Die Salamitaktik der Anwälte kein wirkliches Vertrauen schafft

Anwälte Redeker, Dahs & Co ihr wohl vergebens hofft.

Schon wird euer Klient mit den Baronen Münchhausen und Münchguttiplag verglichen.

Ich sehe allerdings eher die falschen Versprechen.

Wer andere so kritisiert wie Wulff mit Rau und Glogowski es getan,

der muss die gleiche Messlatte bei sich legen an.

Die Weihnachtsansprache soll zum Befreiungsschlag werden,

aber wer will denn Wulffs Predigt wirklich nach alledem noch hören ?

Der Kredit ist verspielt, das Vertrauen vertan,

der Befreiungsschlag mag als Schlag ins Wasser kommen an.

Ich denke nur , Oh lieber Herre Christ,

Wulffens Dienstzeit trotz Merkels Hilfe wohl doch bald zu Ende ist.

Von draußen, aus Niedersachsen komm ich her;

Ich muß euch sagen, es hat gewulffet dort doch viel zu sehr.

Fröhliche Weihnachten!

Euer Knecht Ruprecht
Assistent des Weihnachtsmanns

Mehr Satire zu Wulffs Darlehen
Bundespräsident Christian Wulff: Jetzt rede ich Klartext
Bundespräsident Wulff: Deutschland ist (noch) keine Bananenrepublik

Keine Satire zu Wulff
Ist Michael Naumann, Chefredakteur des „Cicero“, durchgeknallt?

afrika

Bitterer Kakao oder: Wieviel Kinderarbeit steckt in der süssen Schokolade?

Dr. Alexander von Paleske — 20.12. 2011 —
Weihnachtszeit ist Schokoladenzeit. Weihnachtsmänner aus Schokolade, Printen, Lebkuchen und Dominosteine mit Schokoladenüberzug, alles was das Weihnachtsfest so herrlich süss macht.

Sollte bitter aufstossen
Aber Schokolade sollte eigentlich bitter aufstossen wenn realisiert wird, welchen Weg sie zu ihrer Herstellung genommen hat: An ihr klebt nicht nur der Schweiss von unterbezahlten Farmarbeitern, sondern gerade auch der Schweiss von Kindern

Kinder, die statt zur Schule zu gehen und mit Gleichaltrigen zu spielen, die Arbeit von Erwachsenen verrichten müssen, und unter sklaven-ähnlichen Bedingungen gehalten werden.


Kinderarbeit auf einer Kakaoplantage. Screenshots: Dr. v. Paleske

Kakao ist Rohstoff für Schokolade. Haupterzeuger (34%) ist das westafrikanische Land Elfenbeinküste.


Elfenbeinküste

Ein Land, in dem bis vor kurzem noch der Bürgerkrieg tobte, dessen unterlegener Präsidentschaftskandidat Gbagbo mittlerweile vor dem internationalen Gerichtshof in den Haag wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt ist.

Aber auch mit dem neuen Präsidenten Alassane Ouattara wird sich voraussichtlich an den Bedingungen nichts ändern, unter denen der Kakao angebaut und geerntet wird: Mit jeder Menge Kinderarbeit. Kinder, die bestenfalls einen Hungerlohn – wenn überhaupt -bekommen, und die ansonsten keine andere Überlebenschance haben.


Gesundheitsgefährdende Kinderarbeit: Versprühen von Pestiziden auf einer Kakaoplantage. Screenshot: Dr. v. Paleske

Dumpingpreise werden als Lohndumping weitergereicht – zu den Kindern
Die Farmer können umgekehrt nur mit allerniedrigsten Herstellungskosten ihre Ware loswerden, planen können sie wegen der schwankenden Weltmarktpreise ohnehin nicht.

Wenn die geernteten Kakaobohnen schliesslich nach einer langen Transportfahrt vom Innern des Landes in Abidjan zur Verladung auf die Transportschiffe ankommen, dann haben bereits Mittelsmänner, aber auch korrupte Polizisten, die an zahlreichen Strassensperren Gebühren erheben, daran verdient.


Kakaotransport…..von einer Strassensperre zur nächsten
Screenshot: Dr. v. Paleske


Containerverladung in Abidjan

Selbst dann, wenn der Kakaopreis steigt, kommt letztlich immer nur ein Bruchteil davon bei den Kakaofarmern an.

Lange Zeit war ausserdem der Welt-Kakaopreis im Keller, für die Schokoladenhersteller jedenfalls kein Nachteil.

Tatenlos zugesehen
Und lange Zeit haben Konzerne wie Kraft und Nestle, die Grosshersteller von Schokolade, diesem Treiben auf den Farmen mehr oder weniger tatenlos zugeschaut, wohl wissend, unter welchen Bedingungen der Rohstoff Kakao produziert wird.


Nestle-Zentrale in der Schweiz …..lange tatenlos zugeschaut. Screenshot: Dr. v. Paleske

Lässt sich dieser Teufelskreis durchbrechen? Durch faire Preise auf dem Rohstoffmarkt sicherlich. Derartige faire Preise kommen aber nicht von selbst, sie müssen durchgesetzt werden, was langfristig wohl nur in der Weise geht, dass die Erzeugerländer gemeinsam sich auf einen Verkaufspreis einigen, und so von den Schwankungen auf dem Weltmarkt, die oftmals noch von Spekulanten befeuert werden, unabhängig werden

Also ein Erzeugerkartell bilden, und so die Erzeugerländer nicht mehr gegeneinander ausgespielt werden können.

Parallel dazu muss die Korruption in den jeweiligen Erzeugerländern selbst bekämpft und ein Verbot der Kinderarbeit durchgesetzt werden.

Begrenzt wirksam wäre auch ein Konsumerboykott, durch den Konzerne gezwungen würden, die Einhaltung bestimmter Mindeststandards bei den Produzenten sicherzustellen, wozu auch ein Verbot der Kinderarbeit gehören würde.


Wie lange noch?

SATIRE

Bundespräsident Christian Graf Schnorr von Wulff zu Münchhausen: Jetzt rede ich Klartext

Dr. Alexander von Paleske — 18.12. 2011 — -Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Christian Graf Schnorr von Wulff zu Münchhausen
Bundespräsident
Schloss Schöne Aussicht
Berlin

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

nach all den erbärmlichen Angriffen der Tintenkulis, insbesondere aus den Häusern Springer und SPIEGEL, und dann dem Geschrei diverser Politiker, die glauben immer ihren Senf zu Nichtereignissen dazugeben zu müssen, wende ich mich nun erneut an Euch, liebe Untertanen, um klarzustellen, was wahr ist.

Zuerst ein Dankeschön
Zuerst möchte aber ich die Gelegenheit benutzen, um mich ganz besonders bei zwei lieben Menschen zu bedanken, die mir in diesen Tagen, die wie vom Teufel geschaffen wurden, helfend zur Seite standen:

– dem CICERO-Chefredakteur, Ex Staatssekretär und SPD-Mann Michael Naumann, und

– dem obergrünen 68er Opportunisten und Ex Arbeiterkampf-KB-Nord-Mann Jürgen Flaschenpfand-Trittin.

Naumann hat den Mut gehabt, mit einem tiefschürfenden Artikel in seinem Monatsblättchen CICERO um Verständnis dafür zu werben, dass wir Politiker uns unserer Bedienungsmentalität keineswegs zu schämen brauchen. Ja, dass sie geradezu geboten ist, um zu verhindern, dass wir Politiker unseren Urlaub auf Campingplätzen mit Primus- Gaskochern in der Nachbarschaft von Geringverdienern und Hartz IV -Empfängern verbringen müssen.

Deswegen stehe ich auch nach wie vor zu den herrlichen sechs Urlauben mit / bei ausserordentlich wohlhabenden Freunden:

– in den Ferienvillen der Geerkes in Florida und Spanien

– mit den Maschmeyers auf den Balearen

– mit dem Hannoveraner Finanzunternehmer Wolf-Dieter Baumgartl und dessen Frau Ingrid in Italien

– auf der Insel Norderney in den privaten Räumlichkeiten des Ehepaars Angela Solaro und Volker Meyer

All das hat sich natürlich sehr wohltuend auf meine Finanzen ausgewirkt, aber das war nicht das Hauptmotiv, und dazu stehe ich.

Nur böswillige Lumpen können behaupten, dies sei nicht im Einklang mit den Gesetzen gewesen.

Darlehen gerechtfertigt
Ich finde ich es auch absolut gerechtfertigt, von den Geerkens ein Darlehen zu bekommen, wobei es völlig schnurz- piep-egal ist, wer von den beiden mir das Geld in die Hand gedrückt hat. Beide sind mir gleichermassen ans Herz gewachsen, und diese Volksvertreter im niedersächsischen Landtag ging und geht das sowieso nichts an.

Herrn Flaschenpfand Trittin danke ich, dass er in der Will‘schen Talkshow am Mittwoch darauf hinwies, in den Landtagen werde sowieso oft genug an der Wahrheit vorbeigeredet, man diese „Debattenbude“ deshalb ohnehin nicht allzu ernst nehmen bräuchte. Eine Entschuldigung (die ich mittlerweile ausgestossen habe), würde reichen.

Dass ich mich zu den milden Gaben meiner Freunde dort überhaupt geäussert habe, entspricht einem Entgegenkommen, nicht aber einer Verpflichtung, sodass es auf den Inhalt gar nicht ankommen kann. Einem geschenkten Gaul guckt man bekanntlich nicht ins Maul.
.
Besonders geärgert
Besonders geärgert hat mich, was die FAZ heute berichtete, dass nämlich mein schönes Anwesen in Burgwedel nur 415.000 Euro gekostet hatte, die Darlehenszuwendung der Geerkens aber 500.000 Euro betrug.

Damit soll mir offenbar unterstellt werden, ich hätte bei den Geerkens richtig zugelangt.

Davon kann jedoch keine Rede sein. Ich habe dieses Geld dringend gebraucht, um mein Haus standesgemäss zu renovieren und mit edlem Mobiliar auszustatten.

Schliesslich kann ich meine hohen Gäste aus aller Welt nicht mit Ikea-Möbeln empfangen, oder gar Gegenständen, die vom Sperrmüll eingesammelt wurden.

Geradezu lächerlich finde ich den Vergleich mit Guttenberg, von dem SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy heute ins Spiel gebracht, völlig an den Haaren herbeigezogen und beleidigend.

Schwere Jugend in kleinsten Verhältnissen
Ich habe nach schwerer Jugend mich, aus kleinsten Verhätlnissen kommend, per Ochsentour in der CDU nach oben gearbeitet, während dieser von und zu Guttenberg bereits in ein adliges, gut gepolstertes Rosenbett geboren wurde.

Es ist doch klar, dass ich da einen entsprechenden Nachholbedarf hatte.

Mehr noch: Guttenberg hat seine Universität Bayreuth, den Wissenschaftsbetrieb und das Deutsche Volk belogen und betrogen, ich hingegen habe schlimmstenfalls im niedersächsischen Landtag von einer Notlüge, auch als politische Ausrede bekannt, Gebrauch gemacht. Der Vergleich hinkt daher vorne und hinten.

Egal, ich stehe wie eine Deutsche Eiche gegen diesen Sturm im Wasserglas, entfacht von meinen Neidern und politischen Feinden, an.

Ich habe es natürlich als selbstverständliche Pflicht angesehen, zuerst mich bei meinen Freunden per SMS von Kuwait aus gleich für deren Unannehmlichkeiten zu entschuldigen, bevor eine Entschuldigung gegenüber dem Deutschen Volk zur Debatte stand. Freunde kommen immer zuerst.

Fröhliche Weihnachten

Christian Graf Schnorr von Wulff zu Münchhausen
Bundespräsident

Mehr Satire zu Wulffs Darlehen
Bundespräsident Wulff: Deutschland ist (noch) keine Bananenrepublik

Keine Satire zu Wulff
Ist Michael Naumann, Chefredakteur des „Cicero“, durchgeknallt?


KOMMENTARE

Daniel (Gast) – 23. Dez, 19:06
Habt Ihr schon mal was von der Kehraus- Theorie gehört in Bezug auf die Wulff- Affaire? Katholische Fundamentalisten usw.
Hier:http://kehraus.blogspot.com/2011/12/katholische-fundamentalisten-vs.html

medien

Ist Michael Naumann, Chefredakteur des „Cicero“, durchgeknallt?

Dr. Alexander von Paleske — 17.12. 2011 —

– Er war Mit-Herausgeber der Wochenzeitung „Die ZEIT“.

– Er wollte für die SPD Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg werden – und scheiterte gegen den CDU-Mann Ole von Beust

– Er war Kulturstaatssekretär im Kabinett Schröder und wurde Chefredakteur des Magazins Cicero

– Er bezeichnete in einer Talkshow den damaligen Generalstaatsanwalt von Berlin, Dr. Hansjürgen Karge, als durchgeknallt, nachdem die Berliner Staatsanwaltschaft die Wohnung des Michel Friedman durchsuchen liess, ein Medienstar der später wegen Drogenkonsums rechtskräftig verurteilt wurde. Eine Entgleisung, für die Naumann bis heute m.W. sich zu entschuldigen nicht für nötig befand..


Michael Naumann …durchgeknallter Chefredakteur?

Naumann und die Darlehenskrise
Nun hat dieser Chefredakteur in einem Artikel mit der Überschrift „Die Empörung über Wulff ist anmassend“ sich zu den Vorwürfen gegen den Bundespräsidenten Christian Wulff in der Darlehensaffäre geäussert.

Eine Affäre, die auch nach der Entschuldigung Wulffs offenbar keineswegs ausgestanden ist, weil, wie sich nun herausstellt, das Darlehen offenbar in Wirklichkeit von seinem Freund Egon „Bubi“ Geerkens stammte, der auch die Verhandlungen führte, angeblich nicht aber, wie Wulff immer wieder behauptete, von dessen Frau, die offenbar nur als Strohmann – besser als Strohfrau – dienen sollte, wie der SPIEGEL herausfand.

Auf den Kopf gestellt
In seinem Artikel kritisiert Naumann nicht etwa Wulff, sondern rechtfertigt stattdessen sein Verhalten, und gleich auch noch die Bedienungsmentalität anderer Politiker, indem er die Problematik völlig auf den Kopf stellt.

Wörtlich heisst es in dem Artikel:

„Wie also stellen wir uns den Idealpolitiker vor? Als bescheidenen Besitzer eines Campingwagens mit Primuskocher, als Wasser trinkenden Asketen, der noch jedes geschenkte Buch, das mehr als 50 Euro kostet, dem Bundesverwaltungsamt meldet?“

Und weiter:

„Das neidgetriebene Vergnügen, mit dem wir pensionierten Politikern ihre Renten vorenthalten….
Dies alles addiert sich zu dem Populismus, dessen eigentliche Gartifikation darin besteht, sich moralisch besser zu fühlen, als die da oben.“

Diesem Journalisten, der kaum das Prädikat eines Qualitätsjournalisten mit diesem Artikel sich verdient hat, ist ganz offensichtlich gar nicht klar, dass es hier schon längst nicht mehr alleine um einen Freundschaftsdienst geht, und nicht nur um den Anfangsverdacht eines strafbaren Verhaltens, sondern gerade auch darum, ob Wulff seinerzeit das niedersächsische Parlament wissentlich und damit absichtlich belogen hat.

Das wäre dann in der Tat ein hinreichender Grund, den sofortigen Rücktritt zu fordern.

Lügner oder nicht, das ist hier die Frage
Wer die Volksvertretung belügt kann und darf nicht Präsident eines demokratischen Staates werden, oder bleiben.

Mehr noch: Dieser Präsident wird in seinen Sonntagsreden nicht müde zu betonen, Politiker müssten die Wahrheit sagen.

Er müsste sich daher unter diesen Umständen auch noch den Vorwurf der puren Heuchelei gefallen lassen, mit der Folge, dass, was immer er zu sagen hat, nicht mehr ernst genommen würde.

Ausserdem: Die Vorgehensweise und der Lebensstil des damaligen Ministerpräsidenten Wulff lassen den Verdacht aufkommen, dieser Herr predigt Wasser und trinkt Spitzenweine.

Er kürzte seinerzeit massiv im Sozialbereich und schreckte auch nicht davor zurück, selbst die Blindenhilfe zu streichen, aber er selbst liess es sich wohlergehen.

Weiter: Wulff liess die nötige Distanz zu dem umstrittenen Carsten Maschmeyer, aber auch den Geerkens vermissen, ohne diese Distanz sich ein Politiker aber politisch angreifbar macht.

Eichel salviert
Was dieser Naumann als „neidgetriebenes Vergnügen, wie den Politikern Pensionen vorenthalten werden“ bezeichnet, bezieht sich offenbar auf das unverschämte Pensionsbegehren des einstigen Ministerpräsidenten von Hessen und späteren Finanzministers Hans Eichel, der fast das Doppelte von dem forderte was ihm rechtlich zustand, und deshalb höchstinstanzlich beim Bundesverwaltungsgericht abblitzte.

Dieser Eichel, der sich gerne „Sparkommissar“ nennen liess, ist also erneut ein Politiker, der herzlich gerne Wasser predigte, selbst aber Wein trinken wollte.

Dies alles hat nun überhaupt nichts mit „neidgetriebenem Vergnügen der da unten“ zu tun, und es wird auch nicht von den Politikern verlangt, mit Gaskochern und Campingwagen unterwegs zu sein. Es bedeutet vielmehr schlichtweg, dass wir von den Politikern nichts anderes verlangen, als das, was wir von uns selbst fordern: Mit dem Einkommen auszukommen, das ja nun, gemessen am Durchschnittseinkommen der Bevölkerung, nicht allzu knapp bemessen ist.

Ausserdem etwas, was die Politiker zwar ständig predigen, aber von ihnen selbst oftmals nur sehr schwer zu bekommen ist: Ehrlichkeit und Anstand.

Nein, der Artikel des Herrn Ex-Kulturstaatssekretärs und Ex-ZEIT-Herausgebers Naumann ist nichts anderes als ein erbärmliches Stück Journalismus. Ein Artikel, der in der Tat die Frage herausfordert: Ist dieser Herr durchgeknallt oder gar zum Zyniker geworden?

Zu Ex-Generalstaatsanwalt Dr. Karge:
Justiz in der Krise oder Krisenjustiz?

Satire zu Wulffs Darlehen
Bundespräsident Wulff: Deutschland ist (noch) keine Bananenrepublik

Zu Hans Eichel und seinem rechtswidrigen Pensionsbegehren
Hans Eichel schreibt an das Bundesverwaltungsgericht: „Pensionserhöhung mehr als gerechtfertigt“

SATIRE

Bundespräsident Graf Schnorr von Wulff zu Münchhausen: Deutschland ist (noch) keine Bananenrepublik

Dr. Alexander von Paleske — 14.12. 2011 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Christian Graf Schnorr von Wulff zu Münchhausen
Bundespräsident
Schloss Schöne Aussicht
Berlin

Liebe Deutsche Volksgemeinschaft,

der notwendige Respekt vor meinem Amt gebietet es, dass ich mich mit dem Dreck, der jetzt gegen mich und mein hohes Amt geworfen wird, beschäftigen muss, obgleich ich noch auf einer offiziellen Auslandsreise mich befinde, und dort nun wahrhaftig Besseres zu tun habe.

Spiegel-Scheinskandal
Dieser Scheinskandal im Zusammenhang mit der Beantwortung einer hämischen Abgeordnetenanfrage im niedersächsischen Landtag vor mehr als einem Jahr wurde leider wieder einmal vom SPIEGEL inszeniert, der offenbar glaubt, von dem Dach seines neuen Domizils in der Hamburger Hafencity, auch Palazzo Prozzi genannt, noch besser mit Schmutz auf geachtete Personen werfen zu können.

Diese Tintenkulis versuchen Deutschland als Bananenrepublik zu potraitieren, dabei wachsen in Deutschland gar keine Bananenstauden.

Ich bin zwar nur Dritte Wahl in der Präsidenschaftswahl 2010 gewesen, äh ich meine im dritten Wahlgang, aber ich hatte mich in der Vergangenheit als Landes-Politiker bestens bewährt. vor allem durch drastische Haushaltskürzungen zu Lasten sozial Schwacher..

Im einzelnen:

– Ich schaffte die Lernmittelfreiheit in den Schulen ab, schliesslich kann im Gegenzug dann am Essen gespart werden, ein Beitrag gegen die nur zu häufige Fettsucht.

– Ich schaffte die Blindenhilfe ab, Blinde können sich ja schliesslich einen Blindenhund besorgen.

– ich exerzierte bei mir selbst Sparsamkeit, indem ich für einen Urlaubsflug mit meiner Familie nach Florida Touristenklasse buchte, und kostenlose Upgrades in die Businessclass der Air Berlin nur akzeptierte, nachdem mir von der Fluggesellschaft die Pistole auf die Brust gesetzt worden war, ein klassischer Fall von Politikernötigung

– Ich habe, nachdem der Spiegel mir vorhielt , ich hätte mich doch gegen die Nötigung der Fluggesellschaft zur Wehr setzen müssen, das Upgrade nachträglich aus meiner eigenen Tasche bezahlt.

– Ich habe, um den Staatshaushalt zu schonen, die Sommerfeste in meiner Berliner Landesvertretung nicht etwa aus Steuermitteln bezahlt, sondern von befreundeten Sponsoren finanzieren lassen .

– Ich habe die Kritik an extrem hohen Managergehältern – völlig zu Recht – als das Erzeugen einer Pogromstimmung gegen gesellschaftliche Verantwortungs- und Leistungsträger bezeichnet, und um Verständnis für derartige krasse aber gleichwohl absolut naturgesetzliche Ungleichheiten geworben.

– Ich stellte, zu Lasten des Sozialetats, mehr Polizisten ein. Mein Motto war damals wie heute: Sicherheit geht vor Wohlleben.

Total unterbezahlt
Allerdings bin ich entschieden der Meinung, dass Führungskräfte im Politikbereich völlig unterbezahlt, und so gezwungen sind, Freundschaften mit Reichen zu schliessen, nur um gelegentlich etwas Geld zugesteckt zu bekommen, zu einem teuren Restaurantbesuch eingeladen zu werden, oder Ferien in deren Luxuswohnungen zu machen.

So war auch ich gezwungen, meinem väterlichen Freund, den erfolgreichen Osnabrücker Geschäftsmann Egon „Bubi“ Geerkens anzuhauen, besser: anzubetteln, mir bei meinem Hauskauf finanziell unter die Arme zu greifen.

Bei leistungsgerechter Bezahlung hätte ich unser schnuckeliges Haus im Werte von 500.000 Euro spielend vom laufenden Einkommen bezahlt, selbst unter Berücksichtigung von Unterhaltszahlungen an meine geschiedene Ehefrau.

Onkel Bubi, der aus steuerlichen Gründen seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt hat, war natürlich sofort bereit mir zu helfen, und seine Frau verlangte als Absicherung für den 500.000 Euro-Kredit noch nicht einmal eine Grundschuld. Super.

Für Onkel Bubi und mich reicht ein Handschlag aus, wir vertrauen einander.

Später vermittelte mir Geerkens einen Bankkredit , mit dem ich seinen Kredit ablösen konnte. Das nenne ich wahre Freundschaft.

Natürlich handelte es sich dabei um ein Geschäft, denn, wie Bubi der Presse sagte, wollte er sein Geld anlegen. Aber es war ein reines Privatgeschäft, mehr im Bereich der Gefälligkeiten angesiedelt. Eine Gefälligkeit, welche die Mitglieder des niedersächsischen Landtags überhaupt nichts angeht.

Parlament nicht belogen
Die Behauptung, ich hätte seinerzeit das Parlament belogen, ist geradezu lächerlich.

Erstens heisse ich nicht Franz Josef Strauss, und zweitens wurde ich ja nicht speziell nach Privatgeschäften im Bereich der Gefälligkeiten gefragt.

Allgemeine Geschäftsbeziehungen unterhielt ich natürlich nicht mit meinem Onkel Bubi. Insofern war meine Auskunft absolut korrekt

Bubi Geerkens habe ich auch gerne auf meine dienstlichen Urlaubs- äh ich meine Ministerpräsidenten-Auslandsreisen als Teil der Wirtschaftsdelegation mitgenommen, obgleich er ja nur noch sein Vermögen verwaltet. Aber ich wollte auf die Anwesenheit eines so guten Freundes im Ausland nicht verzichten.

Onkel Bubi hatte seinerzeit seinen Reichtum mit Schrott, Juwelen, Diamanten und Immobilien gemacht, und stellt seine diversen Wohnungen wie z.B. in Florida oder seine Penthousewohnung samt güldener Badewanne in Osnabrück gerne auch sehr engen Freunden wie mir zur Verfügung.

Sehr sozial und anständig.

Drohender Verlust politischer Kultur
Wie ich bereits am 12. Juni 2010 zum Besten gab, sehe ich einen bedrohlichen Verlust der politischen Kultur.

Damals sagte ich:

Für mich sind Stil und Inhalt der Politik gleichermassen wichtig. Nicht nur Inhalte sind wichtig, sondern auch die Form. Da sehe ich einen bedrohlichen Verlust der politischen Kultur.
Es gibt eine verhängnisvolle Tendenz zur Vereinfachung, Emotionalisierung und Skandalisierung.“

Weiter forderte ich Ehrlichkeit von Politikern und sagte:

„Ich bin davon überzeugt, dass die Wahrheit den Menschen zumutbar ist, sie sehnen sich danach, reinen Wein eingeschenkt zu bekommen“.

Dies gilt selbstverständlich auch für mich, jedenfalls soweit es sich um die Äusserungen von anderen Politikern handelt.

Schliessen möchte ich mit einem abgewandelten Zitat des seinerzeitigen ersten Nachkriegsbürgermeisters von Berlin, Ernst Reuter:

Ihr Völker der Welt, ihr Völker in Afrika, in Asien und in Südamerika, schaut auf dieses Deutschland und erkennt, dass ihr uns wegen unserer Ehrlichkeit , Wahrheitsliebe und Unbestechlichkeit nicht verurteilen könnt, nicht verurteilen dürft.

Gute Nacht Deutschland

Christian Graf Schnorr von Wulff zu Münchhausen
Bundespräsident

Nachtrag 15.12. 21.00h
Ich möchte mich an dieser Stelle ganz, ganz herzlich bedanken für die Stellungnahme des obergrünen 68er Opportunisten Jürgen Flaschenpfand-Trittin, der in der Anne Will’schen Fernsehshow gestern sagte, dass in den Landesparlamenten schon mal an der Wahrheit vorbeigeredet werde, mit anderen Worten man diesen Provinzparlamentarismus nicht allzu ernst nehmen sollte.

Eine Entschuldigung meinerseits würde deshalb voll ausreichen.

Tausend Dank Herr Ex-Arbeiterkampf-KB-Nord-Trittin für Ihren erfrischenden Zynismus, mit dem Sie sich dieser Ungeheuerlichkeiten mittlerweile annehmen, sie verharmlosen und mir auch noch einen wunderbaren Notausgang gewiesen haben, den ich natürlich sofort benutzt habe.

Da merkt man doch gleich, wie besorgt Sie waren, diese Krise nicht ausufern zu lassen.

So, und jetzt Schwamm drüber.

Christian Graf Schnorr von Wulff zu Münchhausen

Neues SPIEGEL-Domizil in Hamburgs Hafencity, oder: Umzug in den „Palazzo Prozzi“

Glückwunsch Frau Merkel! Christian Wulff – Der richtige Mann zur richtigen Zeit

kriminalitaet

Baron K.T. zu Guttenberg und EU- Kommissarin Neelie Kroes – Zwei Politiker mit „Vergangenheit“ treffen sich

Dr. Alexander von Paleske — 10.12. 2011 —
Der bayerische „Lügenbaron“ arbeitet weiter hochaktiv an seiner Rückkehr in die deutsche Politik – mit oder ohne CSU, die ihn gerne noch ein Weilchen in den USA gesehen hätte. Und dies, obgleich sein Rücktritt mit Schimpf und Schande gerade mal ein paar Monate zurückliegt.

Keine Zurückhaltung
Aber Zurückhaltung entspricht nun einmal nicht der Denke dieses Plagiateurs, der in der nächsten Woche mit der EU-Kommissarin Neelie Kroes in Brüssel seinen nächsten öffentlichen Auftritt in Anwesenheit der internationalen Presse absolviert.

Dort will der bayerische Freiherr von und zu Guttenberg zusammen mit der EU-Kommissarin für Telekommunikation eine Initiative zur Unterstützung des Internets in Ländern starten, die unter der Knute einer Diktatur stehen.

Nicht immer erste Wahl
EU-Kommissare sind leider nicht immer Leute mit blütenreiner Weste. Nicht selten werden sie aus dem Mitgliedsländern abgeschoben oder weggelobt wegen ihrer Verwicklung in Skandale, oder um sie aus sonstigen Gründen loszuwerden.

Erinnert sei z.B. an Peter Mandelson, zunächst Spin-Doctor für Tony Blair, und dann nach dessen Wahlsieg Skandalminister im Kabinett des britischen Premiers.
Mandelson musste zweimal seinen Hut nehmen, weil er es nicht lassen konnte, Geschenke von zweifelhaften Personen wie Elil Calil anzunehmen, ein windiger Brite libanesischer Abstammung, der tief in den fehlgeschlagenen Putsch im ölreichen Äquatorial- Guinea im Jahre 2004 involviert war (Wonga Coup).

Aber nicht nur das, Calil wurde in Frankreich wegen Verdachts der Bestechung im Grossformat gesucht und soll angeblich das von dem seinerzeitigen nigerianischen Militär-Diktator Sunny Abacha zusammengeraffte Öl-Geld ins Ausland auf Privatkonten geschafft haben.

Nachdem Mandelson im Mutterland der Demokratie politisch zu einer eher unerträglichen Belastung geworden war, wurde er nach Brüssel als EU-Handelskommissar weggelobt. Wie schön.

Eine Bilderbergerin und ihre Wahrsager
Auch Guttenbergs nächster Auftritts-Partner, die EU Kommissarin und dreifache Teilnehmerin der Bilderberg-Geheim-Konferenzen, Neelie Kroes, eine niederländische Politikerin, die sich ihre politische und persönliche Zukunft von 1991 bis 2003 von nicht weniger als 5 Wahrsagern (Astrologen) vorhersagen liess, ist ebenfalls nicht ohne.


EU-Kommissarin Neelie Kroes…. bis zu fünf Wahrsager (Astrologen) konsultiert.

Aber Baron Guttenberg kann angesichts seiner unerfreulichen jüngsten Plagiats-Vergangenheit offenbar nicht allzu wählerisch sein: Hauptsache: Auftritt vor der internationalen Presse, also wieder in den Schlagzeilen.

Neelie Kroes schleppt, ähnlich wie der Plagiateur, etwas Ballast aus der Vergangenheit mit sich herum, der, anders als bei dem Baron, allerdings mehr aus dem Privatbereich stammt

Diese Dame hatte nämlich eine sehr enge Beziehung zu einem Holländer namens Jan-Dirk Paarlberg. Seines Zeichens steinreich und Inhaber mehrerer Schlösser. In einem dieser Prachtbauten durfte die EU-Kommissarin standesgemäss Hof halten – kostenfrei angeblich.

Ein Freund mit kriminellem Hintergrund
Das würde uns hier weiter gar nicht interessieren, wenn es sich bei diesem Paarlberg nur um einen Reichen, nicht aber um einen kriminellen Reichen gehandelt hätte.

Dieser Herr von den Poldern, dem offenbar sein vieles Geld noch nicht genug war, betätigte sich offenbar auch noch als Geldwaschmaschine für den holländischen Gangster Willem Holleeder, und reinigte dessen unlauter erworbenes Geld, wofür ihm im vergangenen Jahr ein niederländisches Gericht 4 Jahre und sechs Monate Gefängnis aufbrummte.

Ein Grossgangster namens Holleeder
Holleeder, dem auch einige Morde zur Last gelegt werden, kann mit Fug und Recht als niederländischer Grossgangster bezeichnet werden, der auf eine lange Karriere im kriminellen Milieu zurückblicken kann.

Er ist sozusagen der Nachfolger des seinerzeitigen Oberkriminellen Klaas Bruinsma, mit dessen früherer Freundin, Mabel Wisse-Smit, jetzt ein Sohn der niederländischen Königin Beatrix verheiratet ist. Wunderbar.

Mabel, Prinzessin von Orange-Nassau, einst Geliebte des Grossgangsters Klaas Bruinsma, nun Schwiegertochter von Beatrix, Königin der Niederlande.

Holleeders Karriere im rechtswidrigen Bereich begann mit der Entführung des Bierbrauers Alfred Heineken (Heineken Bier), der erst nach Zahlung eines Lösegeldes in Millionenhöhe wieder freikam, und Holleeder im Gegenzug wenig später ins Gefängnis.

Holleeder zeigte aber nach Strafverbüssung keinerlei Zeichen von Resozialisierung, sondern schwang sich zum niederländischen Grossgangster auf.

Sollte Neelie Kroes tatsächlich entgangen sein, mit welchem Gesindel sich ihr seinerzeitiger enger Freund Jan Dirk Paarlberg umgab?


Versagten die Astrologen? Paarlberg & Kroes – ein Herz und eine Seele mit etwas krimineller Schlagseite

Nicht nur umgab, nein, auch noch den kriminellen Renigungsfritzen für diesen gesellschaftlichen Abschaum spielte. Pfui Teufel.

Na, Herr Baron, dann mal schönen Auftritt nächste Woche.Vielleicht kann Frau Kroes Ihnen ja die Dienste eines ihrer holländischen Wahrsager vermitteln, sodass Sie Ihre politische Rückkehrreise noch präziser planen können .

Zu Willem Holleeder, Mabel Wisse-Smit und Neelie Kroes siehe den Übersichtsartikel:
linkJoca Amsterdam (Sreten Jocic) oder: die Blutspur eines Mafiosi durch Europa

Zentraler Artikel zu den Bilderberg-Geheimkonferenzen
Alle Jahre wieder die Bilderberg- Konferenz – oder: Verhöhnung von Demokratie und Öffentlichkeit

Zum Putschversuch in Äquatiorial-Guinea:
Ein Putschversuch in Afrika und ein juristisches Nachspiel in Hessen
Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft ohne Verfolgungswillen bei Fall von internationalem Terrorismus

Der Wonga Coup

Rund um den Freiherrn von und zu Guttenberg
DIE ZEIT: Liberale Meinungsführerschaft ade? – ein Einwurf

Satire:
Giovanni di Lorenzo: Jetzt antworte ich auf die unsachliche Münchguttenberg-Interview-Kritik
Danke Giovanni di Lorenzo von der ZEIT für die Guttenberg-Raushole

Angela Merkel: Gut gemacht mein lieber K.T. zu Guttenberg
Guttenberg: Ich bin fi… und fertig – aber ich klammere mich an meinen Posten
Kanzlerin Merkel an Dr. e.x. Baron von Münchguttenberg: „Du dummer Junge“
Freiherr von und zu Guttenberg: Ich bin kein Plagiat – und nur darauf kommt es an
Tagesbefehl des Selbstverteidigungsministers von und zu Guttenberg vom 22.1. 2011
CSU-Seehofer mailt an Frontbesucher und Vorneverteidigungsminister Baron von und zu Guttenberg
CSU-Wahlkampf-Spot – Nur die Wahrheit zählt
Der Theodor, der Theodor der steht bei uns im Rohstoff-Militär-Kontor

Minister Guttenbergs Tagesbefehl
Verteidigungsminister gratuliert Schlag-Raab
Minister Guttenberg gratuliert Supertalent Lena Meyer- Landrut

SATIRE

Briten-Premier David Cameron: Deutsche, ich bin Euer Freund, nicht jedoch des Euro

Dr. Alexander von Paleske — 9.12. 2011 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox

David Cameron
Prime Minister
10, Downing Street
London
UK

Guten Tag Deutschland,

nach der Nachtsitzung in Brüssel, auf der ich verhindert habe, dass dieser Napoleon-Franzose Sarkozy im Schlepptau Eurer Angela Merkel, beide zusammen ein duo infernale, Europa seinen Willen aufzwingt, scheint es mir nunmehr geboten, Euch Deutschen zu erklären, warum ich gar nicht anders handeln konnte, als von meinem Vetorecht gegen Änderungen der EU-Verfassung Gebrauch zu machen.

Vernunft auf unserer Seite
Ich und mein Land sind auch keineswegs isoliert, wie Eure Presse glauben machen will, sondern wir haben als stärksten Verbündeten die Vernunft auf unserer Seite.

Wir, als Mutterland der Demokratie, beugen uns weder der Diktatur einer Brüsseler Bürokratie-Regierung, noch der germanischen Merkel-Dampfwalze.


Angela Merkel gestern……..“germanische Dampfwalze“.
Screenshot: Dr. v. Paleske

Wir Briten sind vielmehr der Auffassung, dass Änderungen der EU-Verfassung – ohnehin bloss zur Finanzrettung – nur demokratisch, notfalls durch Volksabstimmung vollzogen werden können, nicht aber im Merkelschen Hauruck-Verfahren.

Ärger, nichts als Ärger
Ganz besonders hat mich die vorkonferenziale Pendeldiplomatie, die ausschliesslich zwischen Frankreich und Deutschland sich abspielte, geärgert. Wir Briten sollten also, wie viele andere EU-Länder auch, nach der Devise handeln: „Vogel friss oder stirb“ .
Das hat mich noch mehr in meiner Ablehnung bestärkt.

Berechtigte Interessen ignoriert
Unsere berechtigten Interessen, den Finanzplatz London zu erhalten, wo wir mit Hilfe von hervorragenden Hedgefonds und Investmentbanken aus Geld noch viel, viel mehr Geld machen, also „Geld heckendes Geld“, wurden einfach unter den Tisch gekehrt.

Stattdessen sollten wir einer Teil-Aufgabe unserer Souveränität und der anderer Euro-Staaten im Haushaltsbereich zustimmen, verbunden mit noch mehr Brüssel-Bürokratie.

Nicht mit uns.

Dagegen haben wir erstmalig von unserem Vetorecht Gebrauch gemacht.

Standhaftigkeit britische Tradition
Gerade jährte sich zum 70. mal der Eintritt der USA in den 2. Weltkrieg, der die Wende brachte, nachdem Japan Pearl Harbour angegriffen hatte.

Bis zu diesem Zeitpunkt, dem 7.12. 1941, hatte mein Vaterland – zumindest bis Juni 1941 – die Hauptlast des Krieges gegen Nazi-Deutschland getragen, in heroischen Schlachten wie dem Luftkrieg über England, der „Battle of Britain“, die Oberhand behalten, aber auch den Italienern in Afrika eine knackige Niederlage beigebracht, vorzüglich angeführt von unserem Premier Winston Churchill.


Mein Vorbild: Sir Winston Churchill


David Cameron….trete in Churchills Fußstapfen.
Screenshot: Dr. v. Paleske

Bin bereit zu kämpfen
Nun steht mein Land wieder (fast) allein gegen geplante Falschentscheidungen in Europa, und ich bin bereit, diesen Kampf genauso standhaft zu führen, wie Churchill seinerzeit.

Europa wird ein Europa der Vaterländer bleiben, als enger Wirtschafts-, aber loser Staatenverbund.

Alles andere, wie Aufgabe der Souveränität z.B. beim Budget, ist nichts als Tagträumerei einiger Europa-Trunkener, wie dieser Merkel oder des seinerzeitigen Ex-Putzgruppen-Steinewerfers Joseph Martin (Joschka) Fischer.

Hätten auf Augstein hören sollen
Die Deutschen hätten seinerzeit mal lieber auf den SPIEGEL-Herausgeber Rudolf Augstein hören sollen, der immer wieder vor der Einführung des Euro warnte, und ihn eine Camembert-Währung nannte..

Wir Briten denken gar nicht daran, für diese Fehlentscheidungen den Kopf hinzuhalten, die Zeche zu zahlen.

Die Ausgabefreudigkeit einiger Euro-EU-Länder, die ja nicht erst seit gestern bekannt war, oder hätte bekannt sein müssen, hätte schon viel früher gestoppt werden können und müssen, statt den Euro-Tanker voll auf ein Riff laufen zu lassen.

Lässt uns kalt
Das Geschrei nach Zwangsmassnahmen durch Änderung der EU-Verfassung lässt uns Briten daher völlig kalt. Diese Euro- Länder sollen sehen, wie sie ihre Suppe, die sich nun eingebrockt haben, auslöffeln. Ich wünsche ihnen dabei viel Erfolg.

Soweit ich den Konferenzverlauf verfolge, wird Frau Merkel in grober Täuschungsabsicht versuchen, gegenüber ihrem Volk den Ausgang der Konferenz als grossen Erfolg aufzubauschen, obgleich sie sich mit ihrem abenteuerlichen Plan der Euro-Zwangs-Geisterfahrt, und dem Austeilen von Handschellen an Brüssel, gar nicht durchsetzen konnte..

Es wird daher wohl bei rechtlich äussert zweifelhaft verbindlichen Willenserklärungen bleiben, also bestenfalls Absichtserklärungen.

Die EU-Juristen werden dieser Physikerin Merkel alsbald klarmachen, dass es irgendwelche Parallelbeschlüsse neben der EU-Verfassung gar nicht geben kann, und weder das EU-Parlament noch der Europäische Gerichtshof mit diesen zwischenstaatlichen Regelungen der Euro-Gruppe irgend etwas zu tun haben können.

Schon bald wird das böse Erwachen kommen, aber nicht für uns.

Lang lebe das Europa der Vaterländer. Kein Aushändigen von Handschellen an die Brüsseler Bürokraten.

Herzliche Grüsse von der Themse an die Havel

David Cameron
Britischer Premier

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